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Abenteuer der SSV Falkirk - Fanfiction


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#1
Rabe_Nimmermehr

Rabe_Nimmermehr
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Lieber Leser, liebe Leserin,

 

in meiner Fanfiction werden sie nicht auf Saren, Shepard
oder Reaper treffen, vorläufig. Denn obwohl ich meine Fanfiction im Mass Effect
Universum und im Jahr 2183 spielen lasse, steht keine übergroße Bedrohung
bereit und lauert auf einen günstigen Augenblick zum zuschlagen. Nein die
Bedrohungen hier sind kleiner, darum erwartet nicht Zuviel, bin Schreiberling
Anfänger. Mein Ansatz ist jener, dass ich eine Geschichte erzählen will. Die
Geschichte einer Crew und eines Universums. Ich würde mich aber auch sehr über
Verbesserungsvorschläge oder Ideen freuen. Einfach PN. ;-)

Ich würde mich sehr über Kommentare und Kritiken, positive
wie auch negative freuen.
Die Rechte liegen natrürlich bei Rabe_Nimmermehr


 

Viel Spaß!




Kapitel 1

 

Da sitzt er nun, in einem Shuttle. Ein Dutzend von ihnen
sitzen hier, die meisten scheinen nicht älter zu sein wie er selbst. Langsam
lässt er seinen Blick über die Gesichter schweifen, er kennt sie, flüchtig und
auch erst seit ein paar Tagen, doch er kennt sie. Die Atmosphäre im Shuttle ist
gespannt, aber nicht jene Art von Spannung die man fühlt, wenn man unmittelbar
vor einer Schlacht steht, sondern vielmehr eine Anspannung vor neuen
Herausforderungen. Schon seit sie alle aus ihren Kabinen und Kojen gekrochen
sind, nachdem die „SSV Dublin“ von Überlichtgeschwindigkeit auf
Unterlichtgeschwindigkeit abgebremst hat, hat sich die Spannung aufgebaut. Die
gesamte Überfahrt über haben sie sich Unterhalten und festgestellt, dass es
ihnen allen gleich geht. Sie haben ihre Beförderungen und Versetzungsbefehle
erhalten ohne weitere Informationen. Sein Blick fällt auf die Uniformen der
anderen. Auf allen prangt stolz die Bezeichnung N5, Special Forces der Allianz.
Nun betrachtet er auch seine Brust wo derselbe Schriftzug ebenso neu wie die
Uniform, nicht anders als bei den anderen Elf prangt. Darunter sein Name und
Rang. Captain Richard Caldwell. Noch vor wenigen Tagen war er nur 1st Lieutnant
und Executive Officer an Bord der SSV Ypern gewesen. Das Shuttle durchbricht
die Atmosphärengrenze und ein feuriger Schein umspielt das kleine Schiff. Kurz
vor dem Boden bremst es ab und sinkt sanft auf die geteerte Fläche inmitten der
kleinen Allianzbasis. Noch während sich die Shuttletüren öffnen formiert sich
draußen die Wache zu einem Spalier. Richard blinzelt einige Male um seine Augen
wieder an die Helligkeit zu gewöhnen. Ein Mann um die vierzig schreitet den
Spalier entlang auf die Neuankömmlinge zu, sein Gesicht zeugt von einem harten
Leben und beweist dieses mit einigen Narben. Sein Haupthaar ist komplett von
der Mütze verdeckt doch zeigt ein Kinnbart, dass die Haarfarbe Braun sein muss.
Fünf Meter vor der Gruppe bleibt er stehen, schlägt die Hacken zusammen und
salutiert, was von den Captains mit einem ebensolchen erwidert wird.

„Captain Friedrich Hecker. Lassen Sie mich der erste sein,
der Sie alle in der Festung Cádiz willkommen heißt.“ Er deutet hinter sich den
Spalier entlang auf die Eingangstore der Anlage. „Bitte folgen Sie mir, ich
werde ihnen ihre Quartiere zeigen“.

„Aye-Aye“ stimmen die Captains zu und folgen Hecker. Der Weg
führt sie hinter den massiven Festungstoren tief hinein in das Felsmassiv. Die
Wände des Haupttunnels dem sie folgen, sind weder besonders gestaltet noch
besonders sauber bearbeitet, Zweckmäßig eben. Nach langen Minuten stetem bergab
in dem Tunnel mündet dieser in einer gewaltigen Kammer. Staunend folgen die
Captains Hecker über die Brücke welche sich durch die ganze Kammer zur
Gegenüberliegenden Seite hin spannt. Richard fragt sich, wie lange es diese
Anlage schon gibt, solche Arbeiten können nicht kürzlich vorgenommen worden
sein. Und schon mehrere Jahre zurückliegen. Hinter sich hört er einer der
anderen „Zwölf“ sagen, nach längerer Pause und Blicken seiner Kollegen deutet
dieser auf die Kammer unter ihnen. „Zwölf Fregatten“ Alle blicken sich wie
gebannt um. Dann die Erkenntnis. Sie sind zu diszipliniert um es auszusprechen
doch Richard sieht in den Gesichtern und Augen eines jeden einzelnen, was er
selbst annimmt bestätigt. Und noch während sie die Offiziersmesse erreichen,
denkt wohl ein jeder für sich diese Worte: Ein eigenes Kommando!

 

Fern der Offiziersmesse, in einer, in den Stein gehauenen
Kammer befindet sich die Taverne „Flying Dutchman“. Es ist eine Taverne für
Unteroffiziere und mittlere Dienstgrade der Allianz. Weit entfernt von der
Taverne der höheren Offiziersgrade, der „Seven Stars“. Und ebenso weit von den
Tavernen der einfachen Dienstgrade im unteren Teil der Anlage entfernt, welche
sich „Black Hole“, „Pete´s Pub“ und „The Spacer´s Death“ schimpfen. Die Taverne
ist angenehm, zwar kein extravagantes Ambiente, aber Allianz-Standard und man
kann gemütlich einen trinken gehen, ohne in die Prügeleien, Wettkämpfe und
–spiele welche in „Pete´s Black Hole of the Spacer´s Death Pub“, wie es von
Offiziersgraden bezeichnet wird um die drei Unruhestifter gemeinsam zu
bezeichnen, an der Tagesordnung sind verwickelt zu werden. Da das trinken von
Alkohol im Dienst auf Strafe verboten ist, gibt es dort Tagsüber nur Ale und
abends, ab 19 Uhr TT (Time Terra/Erdzeit), auch Alkohol in, für Allianzmaßstäbe,
größeren Mengen, was mehr als einem Glas Schnaps entspricht.

Nachdem sie den ganzen Morgen lang den Umbau und die
Instandsetzung der zwölf angedockten Fregatten überprüft hatten, sitzen hier um
die Mittagszeit in der Regel die Unteroffiziere zusammen im „Flying Dutchman“ und
diskutieren weitere Schritte bei einem warmen Eintopf und einer Flasche Ale. Es
wird gefachsimpelt und auch einfach mal entspannt. Catherine Lawrance, eine
junge Unteroffizierin der Allianz, mit rotem Haar und braunen Augen sitzt
bereits seit einer halben Stunde mit Sarah Edmonds, einer nur zwei Jahre
älteren Unteroffizierin, die mit ihren krausen, schwarzen Locken und dem
schwarzen Teint wie aus den alten Märchenbüchern über Afrika auf Terra
entstiegen zu sein, zusammen. Sie und Sarah dienen an Bord desselben Schiffs,
das heißt, sobald es voll Einsatzfähig ist. Es ist nun bereits sechs Monate
her, dass die beiden, gemeinsam mit mehreren Hundert Technikern, Ingenieuren,
Nachrichtenoffizieren, Navigatoren und Marines nach Cádiz verlegt wurden. Seit
ihrer Ankunft waren jeden Tag Trainingseinheiten, Simulationen, Unterweisungen
und Arbeitseinsätze in wechselndem Rhythmus angesetzt. Und in den Pausen hat
sich dieses kleine Ritual etabliert, dass sie mittags im „Dutchman“ einkehren.

„Hast du gesehen Cathy? Heute Morgen sind die Captains
eingetroffen. Dass heißt doch sicherlich, dass es bald losgeht, und wir diesen
Stützpunkt hinter uns lassen!“

„Ja Sarah, ich weiß, dass es dich in die Ferne lockt“
Catherine schmunzelt „Aber so schlecht ist es hier doch gar nicht, und es ist
mir lieber als ein von Batarianerschiffen verseuchter Sektor“

Beide lachen.

Ein anderer Unteroffizier betritt die Taverne, seine Mütze
im Arm tragend, sieht er sich mit seinen blauen Augen in der Taverne um, bis er
die beiden gesuchten Personen erspäht. Eilig tritt er an den Tisch von
Catherine und Sarah heran, und setzt sich dazu.

„Mahlzeit die Damen“ er lächelt sacht. „Mahlzeit Rob“
stimmen die beiden fast gleichzeitig an. „Hey Rob, du musst den Eintopf heute
probieren der ist endlich genießbar!“ Überrascht wendet sich Robert an Sarah:
„Genießbar? Teufel noch eins, seit ich hier stationiert bin hab ich nichts Genießbares
mehr bekommen, ich glaube nicht dass mein Magen das verträgt.“ Alle drei
lachen. „Was liegt an?“ „Sarah sagt die Captains seien eingetroffen“ antwortet
ihm Catherine mit einem wink auf Sarah. „Echt? Ich denke in diesem Fall nehm
ich doch noch etwas von dem Eintopf. Egal wie schlecht der schmeckt, wer weiß
welcher Fraß uns im All erwartet“. Er bestellt beim Barmann ein Ale und einen
Teller Eintopf, während die beiden Damen weiter über ihren Alltag plaudern.

Zufrieden lehnt sich Rob in seinem Stuhl zurück und genehmigt
sich einen Schluck von dem Ale, welches der Barmann ihm gerade gereicht hatte.
Während die drei plaudern, ertönt eine Lautsprecherstimme:

„Achtung, Achtung! Wichtige Meldung für die Besatzung der
Allianz-Navy-Militärstation Cádiz. Hier spricht ihr Kommandant Admiral Bligh.
Der Landgang aller Allianz-Navy Schiffsbesatzungen endet in T -22 Stunden und
35 Minuten um genau 1200 TT. Alle Mechaniker der Station Cádiz sowie die
Techniker der einzelnen Schiffe werden unverzüglich zu einer letzten Wartung
und einem Systemcheck zu ihren Schiffen beordert. Admiral Bligh Ende.

Sarah dreht sich zu ihren Kollegen. „Also dann, bald sind
wir von dem Felsen runter!“ und mit einem breiten Grinsen verabschiedet sich
Sarah von den beiden bevor sie aus der Taverne in Richtung Docks, wo bereits
der „Blaue Peter“ an jedem einzelnen Schiff gehisst wird, eilt.

 

Captain Richard Caldwell und die anderen Captains haben kaum
in der Messe platzgenommen, als ein hagerer, älterer Mann mit ergrauendem,
blondem Haar in prächtiger Uniform durch die Tür und den Raum schreitet. Sein
Gesicht wirkt hart doch sein Körper fast zerbrechlich, er muss fünfzig Jahre
alt sein. Auf der anderen Seite des Raumes angekommen dreht er sich zu den
versammelten Captains um, nach einem kurzen Augenblick in welchem er die Runde
mustert salutiert er der Gruppe zu, welche ebenfalls mit einem Salut erwidert.
„Ich bin Admiral Anthony Bligh, Admiral der 3. Flotte und Befehlshaber der
Festung Cádiz. In meiner Eigenschaft als Kommandant dieser Anlage möchte ich
sie willkommen heißen und wünsche ihnen, dass Cádiz für sie zu einem sicheren
Hafen und die 3. Flotte für sie zu einer neuen Heimat wird. – Setzen
Gentlemen“. Alle setzen sich und auf ein Zeichen des Admirals verdunkelt
Captain Hecker den Raum und startet die Holographische Darstellung der Karte.
Der Admiral nimmt einen Laserpointer und beginnt mit seinem Vortrag.

„Captains, sie befinden sich hier, in der Festung Cádiz auf
dem Planeten Garvug im System Paz der Walhalla-Grenze.“ Er deutet eine Ellipse
auf der Karte an. „Und dies hier sind die Terminus-Systeme. – Wie sie
vielleicht wissen gibt es immer wieder Angriffe auf Kolonien der Menschen am
Rande dieser Systeme. Die Täter sind Schmuggler, Sklavenhändler, batarianische Terroristen
oder Piraten. Um die Sicherheit der Menschenkolonien zu gewähren, kann die
Allianz keinen Krieg mit den Terminus-Systemen riskieren, da der Citadel-Rat
ein solches Vorgehen keinesfalls ratifizieren würde.“ Auf ein weiteres Zeichen
des Admirals verklingt die Holo-Map und das Licht wird wieder eingeschaltet.

„Aber ihnen ist sicher auch klar, dass das Allianzmilitär
derartige Angriffe auf unsere Kolonien nicht schweigend hinnehmen kann und
darf!“ In der Stimme des Admirals schwingt unüberhörbar Hass und Verachtung
mit. „Politisch sind uns die Hände gebunden, aber militärisch gibt es eine
Möglichkeit den Machenschaften solcher Terroristen ein Ende zu bereiten. Sie,
meine Herren, wurden für diese Aufgabe ausgewählt und werden hier auf Cádiz
dafür ausgerüstet. Zu diesem Zweck verfügt die Festung Cádiz über zwölf
Fregatten der Normandy-Klasse, mit dazugehöriger Crew aus einigen der Besten
Soldaten der Allianz.“

Er schreitet zum Fenster und deutet in Richtung der Docks
und der dort liegenden Schiffe. Während er in seinen Unterlagen blättert.

„Die Allianz hat mich mit der Aufgabe betraut ein Geschwader
von Fregatten aufzustellen, die als Korsaren die Terminussysteme durchkreuzen
sollen. Und deren Aufgabe der Schutz der Menschlichen Kolonien, Jagd auf Kriminelle,
Deserteure und Piraten sowie Erkundung und Aufklärung beinhalten sollen. Für
die öffentlichen Kanäle werden unsere Politiker sie alle und ihre Crew als
Abtrünnige brandmarken, was bedeutet, dass kein Allianzstützpunkt euch Unterstützung
zukommen lassen kann. Nur noch Cádiz, streng geheim gehalten und mit allen
Mitteln befestigt wird euch ein sicherer Hafen sein. Aufgrund dessen, dass ihr
mit diesen Fregatten nicht weiter als Allianzschiffe fahren dürft, wird euch
ein Aussermilitärischer Tarnnamen verpasst. Wir haben uns dabei auf antike
Gottheiten der frühen Menschheitsgeschichte auf Terra bezogen“

Ihre gesamte Aufmerksamkeit suchend richtet er sich vor der
Gruppe Captains voll auf.

„Folgend nenne ich die Captains, den Namen ihres Schiffes
und den Tarnnamen:

Captain
Jean de Varannes, SSV Banockburn,  Anubis,

Captain
John Hepburn,  SSV Fujigawa, Erynnien

Captain
Isabella Lancia, SSV Kerak, Gwydyon

Captain
Roger Northburgh, SSV Lechfeld, Hachiman

Captain
Nicholas Carew, SSV Little Bighorn, Horus

Captain
Claudia Felizitas, SSV Orléans, Kronos

Captain
Laurence Booth, SSV Wakefield, Lugh

Captain
Richard Caldwell, SSV Falkirk, Nemesis

Captain
Amalia Ludovica, SSV Cajamarca, Morrigan

Captain
Hernán Cortés, SSV Waterloo, Odin

Captain
Luisa Bernada de Cabrera, SSV Kunersdorf, Shiva

Captain
Georg Douglas, SSV Saratoga, Susano”

 

“Captains, diese Aufgabe ist heikel und wichtig zugleich,
die Menschheit besitzt keine Spectres und die Spectres die es gibt interessieren
sich nicht für die Menschheit. Bitte bedenken sie aber stets nach den
Vorschriften der Allianz zu handeln: Jedes Flottenmitglied hat zu allen Zeiten ein
vorbildliches Verhalten an den Tag zu legen, das der ehrwürdigen Vergangenheit
und Tradition der Allianzflotte von Terra gerecht wird. Die Tatsache, dass sie
alle von nun an Korsaren sind, gestattet es ihnen nicht sich auch ganz und gar
wie Piraten zu benehmen! Captains weggetreten!”

„Aye Aye Sir“ folgt die prompte Rückmeldung der versammelten
Captains. In Richards Kopf schwirren viele Gedanken umher. Er wurde Befördert
und hat nun sein eigenes Schiff, welches er zum Wohle der Menschheit und der
Allianz zu steuern vermag. Er empfängt Befehle der 3. Allianzflotte und ist
Teil der legendären Special Forces, zugleich aber auch ein Korsar und damit
quasi Gesetzloser. Ein Gesetzloser dessen einzige Zuflucht in der ganzen
Galaxie die Festung Cádiz ist, und im Falle dass seine Tarnung auffliegt einen
Krieg auslösen kann. Viele Gedanken beschäftigen ihn, als sie den Konferenzraum
verlassen. Doch sie rücken alle in weite Ferne im Angesicht der „Seven Stars“
auf welche die Grupp Zielgerecht zusteuert. Ein jeder von ihnen erhält sein
eigenes Kommando und das muss gefeiert werden.

Kapitel 2

Es ist sechs Uhr morgens, als das Wecksignal durch die
Lautsprecher dröhnt. Vladimir Krzyzanowski, ein Mann knapp über dreißig mit
schulterlangem, schwarzen Haar, das er zu einem Pferdeschwanz gebunden trägt
und dunkelgrünen Augen, erhebt sich langsam aus seiner Koje und wie jeden Tag
stößt er sich fast den Kopf an der Koje über ihm. Gähnend streift er sich seine
Arbeitskleidung über und schlürft in Richtung Waschraum, wo er sich zunächst
einen kräftigen Schluck Wasser ins Gesicht klatscht, bevor er seine Haare
richtet. Nach dieser Erfrischung geht er, nun relativ munter, in eiligen
Schritten Richtung Kantine, wo er wie jeden Morgen das Allianzfrühstück, Schiffszwieback
und nährstoffhaltige Pampe, und einen großen Becher Kaffee zu sich nimmt.
Während dem essen geht er gedanklich den Plan für heut Morgen durch. Die
Techniker werden noch einmal einen Systemcheck durchführen und den
Masseneffektkern überprüfen. Eine weitere Person setzt sich an seinen Tisch,
ihm Gegenüber. Eine recht schöne junge Latina mit schwarzem Haar und braunen
Augen.

„Morgen Vlad, na? Gut geschlafen?“

„Morgen Cata, schlafen tu ich immer gut, nur aufstehen tu
ich schlecht“ er lächelt dabei etwas, was von ihr ebenso erwidert wird.

Cata sieht sich in der Kantine um und richtet sich dann an
Vlad „Wo steckt denn unser Prinz?“

„Du weißt doch, dass der feine Herr sich zu gut für die Kantine
ist. Jedenfalls zieh ich ihm die Hammelbeine lang, wenn dieser feine Pinkel nachher
nicht am Schiff ist, um die Schiffssysteme heute Morgen nochmal zu überprüfen,
bevor wir um 1200 auslaufen“

Gemeinsam beenden sie ihr Frühstück und machen sich wie
zahlreiche andere Techniker auch auf den Weg zu den Docks. An den Docks
herrscht bereits reges Treiben. Die Arbeiter der Festung Cádiz fahren
unermüdlich Tonnen von Fracht umher. Nahrungsmittel, Medizinische Ausrüstung
und auch Waffen und Munition, welche an den einzelnen Docks von den
Schiffsbesatzungen in Empfang genommen und verladen werden. Als sie sich dem
Dock 8, in welchem ihr Schiff vor Anker liegt, nähern, herrscht dort das selbe
emsige Treiben und in Mitten des Wirrwarrs steht ein einzelner Marine wie
verloren mit seinen Blonden, kurzgeschnittenen Haaren da.

Cata beugt sich zu Vlad „Da ist ja unser Prinz“. Vlad nickt
nur. Als sie näher kommen, grüßt Vlad mit seiner groben Stimme: „Morgen Wussy,
wir haben eure Hochwohlgeborenheit bei Dinner vermisst“ was dieser mit einem
verärgerten Gesicht quittiert. „Morgen Vlad, morgen Cata, du sollst mich doch
nicht Wussy nennen! Ich bin immerhin Serviceman 1st class und heiße Henry
Lockwood“ „Gut dann nenn ich dich ab jetzt Prinz Wussy,…also die Kurzform
****. Und jetzt an die Arbeit!“ Noch bevor Henry etwas erwidern konnte
marschierten Vlad und Cata weiter Richtung Schiff, daher blieb ihm nichts
anderes übrig als ihnen schmollend zu folgen.

Beim Schiff angekommen hielten die drei auf einen der Unteroffiziere
zu, welche mit Listen und Plänen in der Hand das Durcheinander zu überblicken
und steuern versuchten. Wenige Schritte vor dem Unteroffizier blieben sie
stehen und nahmen Haltung an und salutierten. Vlad als Dienstältester hatte
Meldung zu machen.

„Service Chief Foster. Serviceman 1st class Lockwood,
Serviceman 1st class Krzyzanowski und Serviceman 2nd class de Erauso melden
sich zum Dienst“

Der Unteroffizier 
salutierte ebenfalls. „Rühren Männer“. Danach warf er einen Blick auf
seinen Plan und richtete sich dann wieder an die drei. „Da wir um 1200 auslaufen
wollen, werden sie nochmal eine Kontrolle der Schiffsysteme, des
Masseneffektkerns und der Tarnsysteme durchführen“. „Aye-Aye“ erwiderten die
drei wie im Chor und machten sich auf den Weg ins Schiffsinnere.

 

Catherine Lawrance stand auf dem Podest vor der Galaxiekarte
und überwachte das Treiben auf der Brücke. 
Das Frühstück war heute kurz und sie fühlte sich auch noch nicht ganz
fit. Sie erwiderte kurz den Salut als die Schiffstechniker an ihr vorbei gingen,
und leitete einige Crewmitglieder welche Kisten hereinschleppten in Richtung
der Krankenstation. Eigentlich müsste sie nur die Funkanlagen und
Navigatorischen Karten überprüfen, aber sie machte sich gern nützlich. Sie war
nur froh, dass sie alles mit einer gewissen Ruhe machte. Nicht so wie ihre Freundin
Sarah, welche als Gunnery Chief schon seit zwei Stunden hin und her rannte um
die Waffensysteme zu Bestücken, Munition zu verstauen, die Waffenkammer für
Handfeuerwaffen aufzurüsten und deren Funktionalität zu überprüfen.

 

Richard sitzt mit den anderen Captains erneut im
Besprechungsraum wo sie von Captain Hecker in die Terminussysteme eingewiesen werden.
Wo sind gefährliche Stellen, Korridore, wo starkes Militär, wo Söldner und wo
Banditen zu finden sind. Außerdem auch die Strecken, welche zu den bekannteren
Planeten führten, und welche damit am ehesten von eventuellen Spectres genutzt
würden. Er bemühte sich die Fülle an Informationen aufzunehmen und beschloss
dann die einzelnen Strecken und Sektoren auf einer Karte in seinem Datenpad zu
verzeichnen, da weder er noch die anderen Captains besonders viel Schlaf in der
letzten Nacht erhalten hatten. Der Ausflug zur „Seven Stars“ Taverne dauerte
bis in die Morgenstunden und das Wecksignal um 0600 kam deutlich zu früh. Dennoch
waren sie alle wach gewesen, hatten gemeinsam gefrühstückt und auf dem Weg zur
Besprechung über das Treiben an den Docks gestaunt. Die Besprechung dauerte
schon Stunden an, als um 1100 Captain Hecker die Captains entließ, damit sie
genügend Zeit hätten ihre Galauniform anzulegen. Verschiedene Taktiken und Strategien
wurden ebenfalls erläutert. Auf dem Rückweg in die Quartiere war es ziemlich
Still geworden. Das Treiben in den Docks hatte sich gelegt, und wo wenige
Stunden zuvor noch hunderte Menschen umherliefen, arbeiteten nur noch ein Dutzend,
welche die Maschinen und Fahrzeuge von den Docks entfernten.

Es war 1115 TT als Richard und seine Capitainskollegen ein
bereitgestelltes Fahrzeug bestiegen und sich in ihren blauen Galauniformen auf
den Weg zu den Docks machten. Sie verabschiedeten jeden einzelnen mit
Handschlag und guten Wünschen, so auch Richard, als dieser an Dock 8 ankam. Vor
dem Schiff in einer Reihe zur linken Richards waren vierzehn Mitglieder seiner
Crew in ihren anthrazitgrauen N5 Rüstungen gehüllt, alle salutierten ihrem
neuen Captain. Richard schritt die Reihe ab und blieb in der Mitte der
Formation, zur Crew gewandt stehen, salutierte und begann seine Vorstellung,
wobei die Crew die zum Salut erhobene Hand herunter nahm.

„Marines! Ich
bin Captain Richard Caldwell und wurde als kommandierender Captain der SSV
Falkirk, unserem Schiff zugeteilt, welches für die Dauer der folgenden
Unternehmung auf den Namen Nemesis hören wird. Aber in dieser Welt ist ein Mann
alleine gar nichts, und wenn ich auch der Kopf der Nemesis bin, so wäre ich
verloren ohne mein Herz und meine Seele, meine Crew! Lasst uns als eine Einheit
arbeiten und kämpfen. Für die Allianz!“

„Für die Allianz!“ antworten alle Crewmitglieder. Richard
wendet sich der Plattform zu, auf welcher Admiral Bligh und Captain Hecker
stehen. Einige Minuten vergehen so, in Stiller Erwartung. Schließlich, es ist
1130 TT, beginnt Admiral Bligh seine Ansprache:

„Soldaten der Allianz, die Augen der Menschheit werden nicht
auf euch ruhen! Das Unternehmen wird euch nicht mit Ruhm überschütten und man
wird euch als Verbrecher und Verräter beschimpfen. Aber all diese Bürden werden
nicht umsonst sein, wenn es euch gelingen sollte, die Feinde der Menschheit,
die Feinde der Allianz und die Feinde des Rates zu bezwingen. Wenn ihr
Kriminelle in ihrer letzten Zuflucht, den Terminus Systemen, aufspürt und
vernichtet, in welchen sie sich selbst vor den meisten Spectres in Sicherheit
wähnen! Darum, nicht für Ruhm und Ehre, sondern für die wehrlosen Kolonisten
und die Interessen der Menschheit – an Bord!“

 

Wie eine Maschine schwenkt die ganze Formation nach links
und marschiert unter den Klängen der Allianz-Navy-Hymne aus den Lautsprechern,
an Bord ihres Schiffes, der Nemesis, wie alle anderen Formationen auch.

An Bord besetzt die Besatzung umgehend sämtliche Stationen.
Der Captain, sein XO und der Steuermann beziehen im Bugbereich der Brücke, beim
Steuermann Stellung. Der Steuermann meldet: „Alle Systeme laufen, Crew in
Position, und noch T -5 Minuten bis 1200“

Punkt 1200 TT startet die Anubis ihre Triebwerke und
katapultiert sich hinaus ins Schwarz des Weltalls. In rascher Folge folgen ihr
die Erynnien, die Gwydyon, die Hachiman, die Horus, die Kronos, die Lugh, die Nemesis,
die Morrigan, die Odin, die Shiva und zu Letzt die Susano. Und als die
Jubelrufe in den Docks verstummen, kehrt Stille auf Cádiz ein.


wird fortgesetzt...

Modifié par Rabe_Nimmermehr, 04 mai 2010 - 11:32 .