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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#226
Bellandyrs

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Der Wirt sah Lea mißmutig an. "Hunde? Die solln raus in Stall, die ham hier nix verlorn! Und wenn ihr am Ende noch Pferde bei habt - die auch da nei! Viecher komma hier net rein!"

Lea runzelte die Stirn. Na hurra, da hatte sie ja den nettesten Wirt ergattert. Aber egal, für eine Nacht würde es erstmal reichen, und dann konnte man immer noch nach einer neuen Bleibe sehen.

"Werter Wirt, das ist kein gewöhnlicher Hund, und er darf unter keinen Umständen von uns getrennt werden. Es wird noch einer dazu kommen. Und wir brauchen wenn möglich noch 4 weitere zimmer. Also insgesamt fünf." Lea schenkte dem Wirt ein bezauberndes Lächeln, was aber wirkungslos an ihm abprallte.

"Aber sonst ist schon alles in Ordnung bei Euch? Fünf Zimmer?"

"Jawohl. Fünf, oder rede ich undeutlich? Wieviele sind denn noch frei?"

"Sechs. Ich kann doch nicht alle auf einmal vermieten. Wenn da nun Leute kommen die übernachten wollen!"

"Nun dann habt Ihr heute wohl Glück, es will nämlich tatsächlich jemand hier schlafen. So habt Ihr doch noch immer eines frei für Notfälle und spezielle Gäste."

Der Wirt wischte sich den Schweiß von der Stirn, verteilte ihn aber eher, da sein Tuch auch mehr als speckig war.

Leanora biß sich auf die Unterlippe, wie stur konnte der Kerl eigentlich sein? Dann kam ihr eine Idee. Sie kramte in ihrem Rucksack herum, bis sie das Geld fand, welches sie eingesteckt hatte, nahm es zur Hand, aber so, dass der Wirt nicht sehen konnte, wieviel es war. Aber das Klimpern der Münzen ließ ihn aufblicken.

"Nun Wirt, wie viel sollen die Zimmer denn nun kosten? Ich zahle im voraus. Und wenn ich noch eine Schüssel warmes Wasser und ein Stück Seife erhalten könnte gibts sogar nen Bonus."

Dem Wirt klappte das Kiefer nach unten.
"Pro Nase 1 Soverign. Also gebt das Geld schon her."

"Gut, hier sind 6 Sovereigns und 50 Silberlinge, dafür dürfen die Hunde mit. Und meine Seife nicht vergessen. Vielen Dank!"

Sie schnappte sich die Schlüssel, die ihr der Wirt aushändigte und ging die Stufen hinauf, wo die Zimmer waren.

Als sie die Tür öffnete, wäre sie am liebsten wieder rücklings hinaus. Gelüftet wurde dort wohl schon seit der Verderbnis nicht mehr, es miefte und in den Ecken war Stockschimmel zu sehen. Angeekelt zog Lea die Nase kraus und versuchte ihr Glück im Zimmer nebenan, aber da sah es nicht viel besser aus. Seufzend warf sie den Rucksack aufs Bett, wo sofort eine Staubwolke in die Höhe ging.

"Na Prost Mahlzeit. Vernita wollte eine schäbige Unterkunft. Ich glaub, ich hab sie gefunden. Länger als eine Nacht bleibe ich hier nicht, da schlaf ich ja noch eher bei Donas im Stall" grummelte sie vor sich hin.

Sie war gerade dabei, die Fensterflügel aufzumachen, beziehungsweise versuchte es. Die Flügel klemmten gewaltig und hatten sich verzogen, aber letztlich öffnete sich eines der Fenster mit lautem Quietschen, und frische Luft zog durch den Raum.
"Uff, geschafft. Ich glaube, das mache ich in den anderen Räumen auch noch..."

Gerade als sie zur Tür hinaus wollte, trat ihr der Wirt entgegen.
"Hier, Seife und Wasser. Solltet Ihr jegliche Wünsche haben, gebt mir ruhig Bescheid". Der Wirt grinste sie an, eine reihe fleckiger Zähne dabei zeigend.

Lea nahm die Schüssel und die Seife dankend entgegen. Was ein paar Silberlinge nur aus griesgrämigen Leuten machen konnte... dennoch hatte die emaillierte Schüssel auch schon bessere Zeiten gesehen, aber sie wollte sich nciht beschweren. Sogar ein halbwegs sauberes Handtuch hatte der Wirt dazu gelegt.

Aus der Schale stiegen noch die Rauchwolken, das Wasser war also tatsächlich frisch gekocht. So hatte sie noch genug Zeit, die Fenster in den anderen Räumen zu öffnen und die Türen wieder zu verschließen. Der Mabari folgte ihr dabei auf Schritt und Tritt und verfolgte das Geschehen neugierig.

Wo Lian nur blieb?
Sie nahm die Decke vom Bett und schüttelte diese erst einmal kräftig aus dem geöffneten Fenster hinaus. Wieder flogen Staubwolken durch die Gegend, und Lea mußte husten. Dann legte sie diese wieder zurück aufs Bett, räumte ihren Rucksack halbwegs aus und suchte sich frische Kleidung hervor. Sie zog sich aus und wusch sich so gut es ging, auch die Haare wurden einer Säuberung mit Seife unterzogen.

So fühlte sie sich sofort besser, und als sie in ihre weichen Hosen schlüpfte und einen frischen Pulli, ging es ihr sogar halbwegs gut. Sie setzte sich vorsichtig auf die Bettkante und streichelte den Mabari gedankenverloren. Dann stand sie auf.

"Komm mit, wir warten unten auf deinen Herren. Da mieft es wenigstens nicht so."
Sie setzte sich in die Schankstube, bestellte sich einen Krug mit Milch und wartete auf Lian. Sie war gespannt, was er zu berichten hatte.

Modifié par Bellandyrs, 01 août 2010 - 07:36 .


#227
Guest_Juleiila_*

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Mit einem Lächeln wandte sich Lian von Lea ab, und verließ die Taverne. Er streifte durch die Gegend in Denerim, bis er den richtigen Laden gefunden hatte. Henkers Schneiderei. Das war sie. Dort war sein Freund Kylar, den er schon lange sehen wollte. Schon viel zu lange, musste Lian mit diesem außergewöhnlichem Phänomen leben, ohne auch nur zu wissen, wie man es kontrollieren konnte.



Er öffnete die Tür des Ladens. Und gleich an der Theke stand Kylar. Er lachte und trat auf Lian zu. Mit einem Kräftigem Handschlag begrüßte er ihn.



„Hey Lian mein Alter Freund. Ich fragte mich schon, wann du kommen würdest.“

„Ja.“ erwiderte Lian. „Ich hatte viel zu tun. Aber du weißt warum ich hier bin?“



Kylar nickte, und führte Lian in den hintersten Raum in dem Laden. Er setzte sich an einen Tisch, und man konnte nur die Umrisse sehen. Der Raum war kaum beleuchtet. Auch Lian setzte sich, und wartete darauf, was Kylar zu sagen hatte.



„Also.Ich war im Zirkel der Magi. Hier sind erst einmal deine Handschuhe. Aber … ich glaube diese alleine werden dir nicht helfen. Ich sprach mit dem ersten Verzauberer. Er weiß was mit dir geschehen ist, aber wollte nicht so viel sagen. Er meinte nur, du wärst zu etwas besonderem bestimmt. Das würdest du selbst heraus finden. Deine Gabe zu kontrollieren, sei keine einfache Aufgabe. Es geht dabei um Beherrschung und Disziplin.“



Lian seufzte und zog die Handschuhe an. Sie waren aus samten Stoff, so schwarz wie die Nacht, und total leicht. Er spürte sie nicht einmal. „Also, das alles heißt?“ fragte er.



„Du musst lernen dich zu beherrschen. Gefühle zu unterdrücken. Solltest du auf jemanden Sauer sein, schlucke es. Du würdest demjenigen nur Schaden zufügen. Du weißt … was mit Verena passiert ist, und mit mir. Aber noch etwas anderes Lian.“



Kylar kratze sich am Kopf, er wusste nicht so recht, wie er anfangen sollte. Das, was als nächstes kam, würde den größten Schock verursachen, von all dem.

„Hast du dich nicht jemals gefragt, warum du seit dem Attentat des Magiers, also seit beginn deiner Begabung, nicht einen Tag gealtert bist? Sieh dich an! Es sind mittlerweile 7 Jahre vergangen und du siehst noch genau so aus wie damals.“



„Was … meinst du damit?“ fragte Lian.



„Du kannst sterben, so wie jeder andere auch. Zum Beispiel durch ein Schwert oder sonstiges. Aber du selbst … wirst nicht altern.“, meinte Kylar entsetzt und schüttelte den Kopf.



Lian stand auf, und ging wie wild in dem kleinen Raum umher. Das konnte nicht sein. So etwas gab es nicht, oder doch? Mittlerweile wusste er gar nicht mehr, was er glauben sollte. So viel unwahrscheinliches war passiert. Beherrschung und Disziplin. Das war also der Schlüssel. Aber wozu, war er bestimmt? War dieser Magier damals etwa irgendein besonderer Magier?



„Kylar, was soll ich tun. Ich glaub das alles nicht. Weißt du, so viel ist passiert. Und das alles für diese kleinen Informationen? Wollte der erste Verzauberer etwa nicht mehr sagen?“



„Nein Lian. Aber … das letzte was er sagte war, das er dich schon finden würde, zur rechten Zeit, am rechten Ort. Versuch dich einfach bis dahin zu beherrschen okay? Sag mal, was hast du denn bisher gemacht? Bist du alleine unterwegs?“ fragte Kylar.



„Ich bin mit einer kleinen Gruppe unterwegs. Vernita – eine Elfin. Sie ist ein Grauer Wächter. Lea – Eine Frau vom Adel. Gerade erst zur Gruppe hinzugestoßen. Henrik – ein alter Magier. Er ist sehr still, ich weiß nichts über ihn. Und … Mia – Ich … Du … wirst nicht glauben was passiert ist.“



Kylar stand auf, und hielt seine Hand auf Lians Schulter. Er begann zu seufzen und schüttelte den Kopf.

„Du wurdest wieder geprägt, nicht wahr? Ein Grund mehr, Disziplin und Beherrschung zu lernen.“



„Ja.“ erwiderte Lian. „Das ist wahr. Aber sie haben alle Angst ist ja auch verständlich. Wie dem auch sei. Ich habe dir meinen Handschuh mitgebracht. Er ist bei einer Berührung mit Vernita durch geschmort. Hast du die selbe Art Handschuh noch da? Weißt ja schön Schwarz, passend zu meiner Lederrüstung.“



Kylar ging zusammen mit Lian wieder vor, zum Laden. Er selbst arbeitete nur dort, erledigte die ganze Zeit die Arbeit, während sein Chef sich den ganzen Tag über vergnügte. Er kramte in einer Kiste herum, die er mit genommen hatte, und dort fand er sie auch. Ein zweites Paar Handschuhe für Lians Rüstung. Nagelneu noch nicht gebraucht.



„Hier. Hast ein paar Neue. Du wirst noch etwas in Denerim bleiben oder? Dann komm doch mal wieder vorbei, bevor du Abreist. Sonst sehen wir uns wieder Jahrelang nicht.“ lachte Kylar.



„Danke Kylar. Für alles. Ich werde noch einmal vorbei schauen. Pass auf dich auf!“ sagte Lian, und verabschiedete sich wieder mit einem kräftigen Handschlag. Dann verließ er den Laden.



„Pass du lieber auf dich auf!“ schrie ihm Kylar hinterher.



Lian machte sich wieder auf den Weg in die Taverne. Unterwegs, zog er sich die neuen Handschuhe über die Seidenhandschuhe drüber. Man merkte richtig, wie stabil sie noch waren.

Als er in der Taverne ankam, setzte er sich zu Lea an den Tisch, und bestellte sich ein Bier.



„So ich bin wieder da.“ seufzte er.

#228
Bellandyrs

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Lea blickte Lian an.
"Leider ist mir noch kein Name für den Hund eingefallen. Ich kenne ihn ja auch zuwenig. Aber nun kommt, wir sollten langsam zum Marktplatz gehen und die anderen dort abholen. Leider konnte ich das Fenster in Eurem Zimmer nicht öffnen, da Ihr den Schlüssel mitgenommen habt."

Lea stand auf, nickte Lian zu und wollte zur Tür hinaus. "Ihr könnt natürlich auch gerne hier bleiben. Würde vielleicht auch nicht schaden, dass jemand ein Auge auf die Pferde hat."

Die Wahl, ob er mitkam oder nicht, überließ sie ihm selber. Sie machte sich jedenfalls auf den Weg und war wenige Minuten später am Brunnen des Marktplatzes angekommen. Dort setzte sie sich auf den Rand und wartete auf den Rest der Truppe, den von dort hatte sie einen guten Überblick zum Eingang der Marktstrasse.

Modifié par Bellandyrs, 01 août 2010 - 08:13 .


#229
Guest_Juleiila_*

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Lian folgte Lea besser. Er konnte sie doch nicht alleine am Marktplatz stehen lassen, nachdem ihre Familie ermordet wurde. So rannte er zu ihr an Marktplatz, samt Mabari. Als er sie am Brunnen sah, setzte er sich neben sie.



„Lauft doch nicht einfach weg.“ lachte er. „Egal, dann heißt mein Mabari eben Mabari. Wann die anderen wohl erscheinen werden?“

#230
Bellandyrs

Bellandyrs
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Lea lächelte ihn an. Komischerweise war ihr tatsächlich wohler, dass er dabei war, wenngleich sie sich um die Pferde sorgte. Aber Donas würde sich schon zu verteidigen wissen.



"Wartet ab, mittendrin fällt mir schon etwas passendes ein. Aber ich muß ein Tier immer erst etwas kennen dass mir ein Name dazu einfällt. Bei Pferden ist das einfacher, da ist meistens der Anfangsbuchstabe vorgegeben. Meist der Mutterstute. Manchmal ist der Name des Hengstes aber noch angehängt. Oh verzeiht, wenn ich Euch damit langweile. Aber das Hobby meines Vaters war auch meines, und ich liebe diese Tiere einfach."

#231
Aliens Crew

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Leanora und Lian ritten mitsamt ihren Hunden voraus, während sich Vernita, Hennrik und Miandra zu Fuß auf den Weg machten. Die Elfe legte ein höheres Tempo vor als an den Tagen zuvor, so dass insbesondere der Magier Mühe hatte mit ihr Schritt zu halten. Aber Vernita wollt unbedingt zur Mittagszeit an den Stadttoren ankommen. Zu dieser Zeit war es dort immer rappelvoll. Es war also so gut wie ausgeschlossen, dass sie jemand in diesem Gedränge ausmachen würde, selbst wenn er nach ihnen suchen sollte. Und auch wenn sie die Stadt schon sehen konnten, war es trotzdem noch ein ziemliches Stück Weg, bis sie sie betreten würden.
 
Die Sonne zeigte schon ihr volles Antlitz, während die drei über die staubige Handelsstrasse an zahlreichen Händlern und anderen Reisenden vorbeikamen. Und je näher sie der Stadt kamen, desto lauter und voller wurde es. Irgendwann stießen sie auch Leanoras Hund, der den beiden wohl nicht bis zum Ende folgen konnte und sich nun den dreien anschloss.
 
Schon auf der Hälfte der Strecke wurde den dreien klar, wie groß und prächtige diese Stadt war. Zumindest Miandra, da sie die einzige war, die noch nie einen Fuß nach Denerim gesetzt hatte. Die hohen und dicken Stadtmauern konnten montagelang einer Belagerung standhalten, zumindest, wenn diese nicht gerade von einem Erzdämon angeführt wurde.
 
Kurz bevor sie gegen Mittag die Stadttore erreichten, kam Vernita eine Idee. „Bleibt ein wenig zurück“, meinte sie zu den anderen gewandt. „Mal sehen, ob ich nicht für etwas Verwirrung sorgen kann.“
 
Die beiden taten, wie ihnen geheißen wurde, während die Elfe zwei Männer ansteuerte, die sich dicht vor ihnen durch das Gedränge wühlten. Einer von ihnen trug seinen Geldbeutel an einem dünnen Lederband an seinem Gürtel.
 
‚Dieser Trottel’, dachte Vernita bei sich, während sie ihr kleines Messer zog. Sie bewegte sich schnell auf den Mann zu, griff nach dem Lederbeutel und schnitt ihn mit einer schnellen Bewegung von seinem Gürtel. Dann trat sie einen Schritt zur Seite und drückte diesen Beutel in die Hand des anderen Mannes, bevor sie wieder in der Menge verschwand. Das Ganze hatte vielleicht fünf oder sechs Sekunden gedauert.
 
Der Mann, der plötzlich einen Geldbeutel in der Hand hielt, blieb abrupt stehen, als er realisierte, was da eben geschehen war. Der andere Mann hatte wohl auch gerade registriert, was passiert war und kam bereits schnaubend auf ihn zu.
 
„Ihr dreckiger Dieb!“ tobte der Mann. „Was fällt Euch an, mir meinen Geldbeutel zu stehlen?“
 
„Aber das habe ich doch gar nicht.“
 
„Ach, ist der vielleicht von allein in Eure Hand geflogen, oder was?“
 
„Nein, den hat mir jemand zugesteckt.“
 
„Ja sicher, wem wollt Ihr denn diesen Humbug auftischen?!? Wachen! Hier ist ein Dieb!“
 
Die Torwachen kamen sogleich angelaufen, um sich mit den beiden Streithähnen auseinander zu setzten. Vernita nutzte diese Gelegenheit, um sich und ihre beiden Gefährten durch das Gewühl in die Stadt zu schleichen.
 
„So, das wäre geschafft“, grinste die Elfe die anderen beiden an. „Jetzt müssen wir nur noch zu Marktplatz. Kommt mit mir.“
 
Die beiden folgten Vernita weiter durch die Menschenmassen, bis sie schließlich den großen Marktplatz der Stadt erreicht hatten. Die Elfe wunderte sich darüber, dass es hier wieder fast genauso aussah, wie vor der Zerstörung durch die Dunkle Brut. Doch nun war keine Zeit in Erinnerungen zu schwelgen. Sie mussten die anderen beiden finden.
 
Nachdem sich die drei kurz orientiert hatten, sahen sie auch schon Leanora und Lian an einem Brunnen sitzen. Sofort steuerten sie die beiden an.
 
„So, da sind wir“, verkündete Vernita, als sie sie erreicht hatten. „Bringt uns zu der Taverne, dann planen wir unsere weiteren Schritte.“
 

Modifié par Aliens Crew, 02 août 2010 - 05:29 .


#232
Guest_Juleiila_*

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Lian hörte Lea gespannt zu. Sie war anscheinend die einzige aus der Gruppe, mit der Lian sich normal unterhalten konnte. Alle anderen, waren abweisend, zickig, zynisch oder sarkastisch. Aber er konnte es ihnen nicht verübeln.



„Nein nein, Ihr langweilt mich nicht. Nun ja, mein Mabari, ist sehr schnell, flink aber auch sehr gefährlich. Ich finde es komisch. Normalerweise sind Mabaris doch schon geprägt. Aber als ich ihn sah, seine Wunde verband ihm was zu essen gab, und dann weiterging, verfolgte er mich. Und seither blieb er bei mir.“ sagte Lian. Dabei streichelte er zufrieden und voller Stolz seinen Hund.

#233
Bellandyrs

Bellandyrs
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"Ich kenne mich mit Mabaris nicht aus, wir hatten immer nur Schäferhunde. Aber wer weiß was diesem Tier widerfahren ist, vielleicht ist sein Herrchen ja tot und nun hat er Euch ausgewählt? Wenn mir ein Name einfällt werde ich ihn Euch sagen. Und seht, da sind die anderen ja schon."



"Hallo Vernita. Ihr wolltet eine schäbige Absteige, ich glaub ich hab sie tatsächlich gefunden... folgt mir einfach."



Sie grüßte die Gruppe und schritt dann voran, um das heutige Domizil zu beziehen.

"Aber eines sag ich Euch, länger als eine Nacht bleibe ich hier sicher nicht. Morgen sehe ich mich nach etwas anderem um."



Schweigend überreichte sie die Zimmerschlüssel.

"Ich habe mir erlaubt, die Fenster zu öffnen, damit etwas frische Luft reinkommt. Viel Spaß."

#234
Kaysallie

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Miandra war ziemlich begeistert von dem Anblick an Denerim, und vergaß für einen kurzen Moment, weswegen sie hier waren. Sie erstaunte sich an den unzähligen Statuen, an denen sie vorbei gingen, an dem riesigen Tor und den Stadtmauern, doch hier würde sie nicht leben können, denn sie hatte noch nie so viele Leute auf einem Haufen gesehen. Zudem wohnten diese auch noch eng aneinander, sie sah nie eine solche Architektur. Die Häuser standen zu Blöcken aneinander gereiht, und hier fehlte jegliche Spur von Natur. Der Boden war aus Pflastersteinen, und für Bäume war hier wohl auch kaum Platz. Natürlich hatte sie so ihre Vorstellungen von einer Großstadt, doch die waren wohl doch etwas anders.

Sobald sie die Taverne erreichten, fiel ihr wieder ein, weswegen sie hier waren. Sie begutachtete den Eingangsraum. Ein Treppe ermöglichte wohl den Zugang zu den Zimmern, weiter hinten konnte sie eine Türe ausmachen, welche wohl in die Küche führte – sie war zwar nicht wählerisch, doch sie bezweifelte, dass sie hier etwas essen wollte. Es gab zudem eine eher kleine Theke, einige Stühle, Bänke und Tische. In dem Holz war wohl schon der Holzwurm, da sie bereits Angst hatte, dass die Möbel zerfallen, wenn sie diese nur ansehen würde. In den Ecken zu Boden, konnte man bereits einen richtigen Haufen an Staub ausmalen, und zu Decke, viele Spinnweben. Ja hier hatte schon länger niemand mehr sauber gemacht. Und die Zimmer würden wohl dem Bild von hier ähnlich kommen. Doch genau das wollten sie ja schließlich.

„Darf ich Euch fragen, was Ihr für eine Nacht pro Person bezahlt habt?“, sagte sie im Flüsterton zu Leanora.

Modifié par Kaysallie, 01 août 2010 - 09:06 .


#235
Bellandyrs

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Leise flüsterte Lea zurück.

"Ich hab den Wirt bestochen, für fünf Zimmer inklusive Hunde, Wasser und Seife hat er 6 Soverings gekriegt, und 50 Silberlinge. Für den Zustand der Zimmer maßlos überzogen, aber seither ist der gute wirklich scheißfreundlich."

#236
Guest_Juleiila_*

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Als sie wieder in der Taverne ankamen, setzte sich Lian wieder an den Tisch. Genau an den wo er vorher saß. Denn dort stand sein bestelltes Bier. Aber irgendwie hatte er nicht so eine sonderliche Lust darauf. Also ging er damit zum Wirt, bezahlte es, gab es zurück, und bestellte sich stattdessen ein Glas frisches Wasser, und die Bohnensuppe.



Er ging wieder zum Tisch, trank aus seinem Glas, und beobachtete die anderen. Sie waren am tuscheln. Um was es ging war Lian egal. Dann legte er seinen Umhang ab, und hing ihn um den Stuhl.



Bald würde einer Fragen, was er nun erfahren hatte bei dem Treffen. Er wartete nur nervös darauf, und zappelte schon mit seinem Bein.

#237
Bellandyrs

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Lea war regelrecht erstaunt, dass Miandra sie ansprach. Sie wußte, dass der Wirt durch das Klingeln der Münzen sie über den Tisch gezogen hatte, aber letztlich war es ihr egal. Sie hatte noch genug Geld bei sich.



Sie bestellte ein weiteres Glas Milch und setzte sich zu Lian.

"Wir hatten nicht mehr die Gelegenheit vorhin zu plaudern. Habt Ihr Euren Freund erreicht?"

#238
Kaysallie

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Sechs Soverigns und fünfzig Silberlinge. Erst wollte Miandra dazu etwas sagen, doch dann fiel ihr wieder ein, dass eine Adelige neben ihr stand. Hatte bestimmt Geld zum abwinken! Dachte sie sich nur zynisch und ging ohne weiteres Wort an die Theke.

Der Wirt wollte sie gerade begrüßen, doch sie unterbrach ihn, „Spart Euch die Worte, ich weiß wie sowas hier abrennt. Vier Mal dasselbe, was der Elf gerade bestellt hat.“

„Okay, das macht dann …“

Sie lehnte mit dem Arm sich auf den Tresen und sah ihn mit einem Blick an der hätte Töten können, „Hat Euch meine hübsche Freundin“, sie blickte mit den Augen auf den Tisch, an welchem Leanora saß, und konzentrierte sich sofort wieder gebannt auf ihr Gegenüber, „denn nicht bereits ein Jahresgehalt gegeben?“

„Oh, ähm ja! Kommt sofort!“

Sie ging einige Schritte zurück, und ihr Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig in ein freundliches Lächeln „Dankeschön.“

Sie setzte sich zu dem Tisch, an welchen sich bereits die anderen niedergelassen haben, und sie beobachtete nun wieder die anderen, mit der Gefühlslosen Miene, die sie eigentlich immer trug, wenn sie nicht gerade schauspielerte.

Nur wenige Sekunden später, stürmte der Wirt zu ihnen, und stellte jedem der Vier, eine Bohnensuppe sowie ein Glas Wasser hin, bevor er –irgendwie ängstlich- in der Küche verschwand. Nach der langen Reise, würde eine Suppe jedem von den fünf gut tun, auch wenn sie wahrscheinlich total zerkocht und nur wie warmes Wasser schmecken würde.


#239
Guest_Juleiila_*

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Mit bestaunen beobachtete Lian Miandra, die dem Wirt ziemlichen schrecken einjagte. Ein lachen musste er sich verkneifen. Jetzt wusste er. Wenn sie mal was umsonst haben wollten, mussten sie einfach Miandra vor schicken. Die würde das schon erledigen.



Lian zog seine Lederhandschuhe aus. Die aus samten Stoff lies er an. Sie waren verzaubert, mit einem Schutzschild, so das keine Magie von seinen Händen durchdringen konnte.

„Ja, ich habe meinen Freund erreicht.“ beantwortete er Leas Frage.



Er aß ein kleines bisschen was, und trank ein Schluck Wasser. Am liebsten hätte er es sofort wieder ausgespuckt. Es schmeckte einfach scheußlich.



„Also. Ich … ehm, das ist nicht so einfach zu erklären. Kylar war beim ersten Verzauberer im Turm der Magi. Er sagte, ich sei zu etwas besonderem bestimmt. Meine Fähigkeiten, könne ich durch Beherrschung und Disziplin lenken. Und irgendwann, zur rechten Zeit am rechten Ort, wird der erste Verzauberer erscheinen und mich finden. Was dann geschieht, weiß ich nicht. Das schlimmste an der ganzen Sache ist. Ich kann sterben, so wie jeder andere auch. Nur altern … das tue ich nicht. Ich sehe genau so aus wie vor 7 Jahren. Ich habe mich nicht verändert ….“ erzählte Lian seufzend, während er den Kopf hängen lies.



Danach aß er seine Bohnensuppe fertig auf. Die schmeckte so grauenhaft. Er würde auf jeden Fall noch einmal in die Küche schauen, und denen zeigen, wie man richtig kochte.

#240
Bellandyrs

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Auch Lea nahm ein Löffel von der Bohnensuppe, verzog angewidert das Gesicht, aber löffelte tapfer die Hälfte aus. Der Hunger trieb die Brühe hinunter. Zuvor hatte sie jedoch geschmunzelt, als Miandra dem Wirt drohte. Von wegen hübsche Freundin. Ihre linke Augenbraue hob sich als sie daran dachte.



Dann lauschte sie Lians Worten.

"Nun, dann lernt am besten schnell, Euch zu beherrschen, ja? Und dass Ihr nicht altert... jede Frau würde Euch um diese Gabe beneiden, glaubt mir" zwinkerte sie ihm zu. "Mit Verlaub, das Zeug krieg ich nicht weiter runter. Ich werde mal die Pferde versorgen, vielleicht ist wenigstens das Heu von besserer Qualität."



Sie stand auf, tupfte sich den Mund mit der tatsächlich mitgelieferten Serviette ab und ging hinaus zu Donas, der die Ohren hängen ließ, den Hinterhuf eingeknickt hatte und vor sich hin döste.

Vorsichtig tätschelte sie ihm den Hals.

"Aufwachen mein Süsser, laß uns mal deine neue Bleibe ansehen".

Dann band sie den Hengst los und führte ihn in den Stall, der tatsächlich hell und lichtdurchflutet war. Sogar die Unterstände waren mit frischem Stroh ausgelegt, und das Heu in der Krippe roch frisch.

"Da hast du es besser erwischt als ich."

Sie sattelte Donas ab, nahm sich ein Bündel Stroh und rieb damit über sein Fell, um Schweißflecken abzureiben. Im Anschluß machte sie das gleiche mit dem Rappen, den sie neben Donas unterbrachte.

Dann ging sie zurück in die Schankstube und setzte sich wieder zu den Gefährten.

#241
Kaysallie

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Miandra lauschte den Worten von Lian, doch scheinbar wurde das Ganze immer skurriler. Doch was würde eine Frau dafür geben, in den besten Jahren ihres Lebens nicht altern zu können …

Sie nahm einen Löffel von der Bohnensuppe und wollte erst noch einmal alles überdenken was Lian von sich gab, als sich der Geschmack der „Suppe“ in ihrem Mund ausbreitete, und damit jeglicher Gedanke nur noch eines sagte: Das hier ist kein Essen, sondern schmeckt schlimmer als jeglicher Abfall.

Es war widerwärtig. Sie spuckte den Löffel zurück in die Schüssel, nahm einen Schluck von dem Wasser – welches auch abgestanden schmeckte - um den Geschmack runterzuspülen. Sie hatte ja schon viele schlechte Köche und Köchinnen gesehen, doch das hier war echt die Höhe! Das war wohl das erste, wo sie Leanora bewunderte, dass diese es schaffte, so viel davon zu essen. Doch sie selbst stand lange genug hinter dem Herd, um zu wissen wie man kocht … und was man dabei alles falsch machen konnte. Normalerweise verschwendete sie niemals Nahrungsmittel, doch das hier zählte wohl nicht mehr zu dieser Kategorie.

Für einen kurzen Moment kam ihr wohl eine Art „Mutterinstinkt“, und sie schnappte sich zwei der Schüsseln und marschierte ohne ein Wort zu sagen in die Küche und schloss die Türe hinter sich. Nicht weil die Begleiter nichts mithören durften, eher um den Kerl ein wenig den Fluchtweg abzusperren.

Sie musterte kurz die Küche, welche nur aus einem Kamin bestand, worüber ein Kessel hing - darin befand sich auch die Suppe – sowie einem Tisch, wo man einige Spuren von Fleisch- und Gemüseresten finden konnte. Der Boden und die Decke waren genau so verdreckt wie der äußere Bereich der Taverne.

Sie sah den Wirt in einer Ecke sitzen. Er hielt einen Bierkrug in der Hand und trank wohl erstmal kräftig, um über das viele Geld, das er nun hatte, zu feiern.

Sie stellte die zwei Schüsseln an dem Tisch ab, und näherte sich dem Wirt. Als er sie bemerkte stand er sofort auf und begann zu reden, „Hey Ihr da! In der Küche habt Ihr nichts verloren, das hier ist Privatbereich!“

Miandra setzte sich auf den Tisch und begann mit einem ihrer Dolche zu spielen indem sie ihn in der Luft herumfahren und kreisen ließ, „Och, dabei kann man hier ganz ungestört seinen Spaß haben!“, sagte sie mit einem verführerischen Lächeln und fuhr fort bevor er etwas sagen konnte, „Wisst Ihr, ich weiß genau wie armselig die Arbeit in einer Taverne ist … Es kommen kaum Kunden, und wenn welche kommen beschweren sie sich nur!“, sie seufzte und schüttelte theatralisch den Kopf.

„Ja das könnt Ihr laut sagen!“

Sie sprang vom Tisch, ging ganz nahe an ihn heran, und blickte ihm direkt in die Augen, „Und ich weiß auch, dass es manchmal Kundschaft gibt, die einen bedroht … wurdet Ihr denn schon einmal bedroht, mein Lieber?“ Dann streichelte sie ihm langsam über die Brust, weiter nach unten.

Er starrte sie fassungslos an und stotterte, „Oh, Ähm, nein, bisher noch nicht. Soll das hier etwa ein Überfall sein?“, sagte er dämlich und zweideutig.

„In der Tat.“, sagte sie abrupt und hielt ihm den Dolch blitzschnell an die Kehle. Sein Atem stockte und seine Augen weiteten sich vor Schreck.

Miandras Gesicht formte sich zu einer hasserfüllten und wütenden Miene.

„Keine Sorge mein lieber, ich habe doch nur eine winzig kleine Bitte an Euch …“, sie nahm mit der anderen Hand eine der Schüsseln und hielt sie ihm an den Mund.

„Los trinkt!“, sagte sie dann ernst.

Sein Mund zitterte, doch er öffnete ihn leicht und sie schüttete ihm die Brühe in den Mund, sodass er zu husten begann. Sie entfernte sich ihm einen Schritt, und er ließ sich auf die Knie fallen, und begann sich zu übergeben.

„Ich dachte Ihr seid ein starker Mann … wie schade …“, sagte sie dann voller Sarkasmus.

Er wischte sich die Galle vom Mund und blickte sie verzweifelt an, wollte etwas sagen, doch sie unterbrach ihn erneut, „Wisst Ihr, meine Freunde und ich sind diesen weiten und endloslangen Weg nach Denerim gereist. Man erzählte uns von der guten Kochkunst, und den überaus freundlichen und zuvorkommenden Gastgebern der Tavernen. Doch nun wurden wir maßlos enttäuscht …“

Er brachte dann doch einige Worte heraus, „Was … was wollt Ihr von mir?“

Sie begann zu lachen, „Ach mein lieber, ich möchte lediglich, dass Ihr mir zeigt, wie gut Ihr Euren Beruf beherrscht!“, sie ging auf ihn zu und deutete mit ihrem Dolch auf seinen Geldbeutel, „Ihr habt doch nun reichlich Verdienst gemacht! Wie wäre es wenn Ihr mich und meine Begleiter als neue Stammmitglieder ansehen, und uns eine leckere Speise auf den Tisch stellen würdet. Wie ich vorhin gesehen habe, hat der Markt, wo sie frisches saftiges Fleisch und Gemüse verkaufen noch geöffnet.“

Dann deutete sie mit dem Dolch zwischen seine Beine und wurde wieder abrupt ernst, „Ich hoffe Ihr habt mich verstanden?“

Er hustete kurz und begann sich wieder vom Boden aufzurichten, „Ja, aber … aber natürlich! Ihr seid doch meine Lieblingsgäste!“, sagte er zitternd.

Sie lächelte ihm übertrieben freundlich entgegen, „Wie schön.“

Dann drehte sie sich um und verließ die Küche wieder, setzte sich an den Tisch der Gefährten, wo auch Leanora wieder aufgetaucht war.

Plötzlich stürmte der Wirt bepackt mit ein paar Taschen aus der Türe.

„Ach schüttet diese Brühe bitte weg, ich kann sie nicht mehr riechen.“, sagte sie, in dem Ton, in dem sie immer sprach und deutete auf die Schüsseln.


#242
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Lian wusste nicht, was Miandra getan hatte, das der Wirt so außer sich war. Aber anscheinend sollte es gute Auswirkungen haben. Wie dem auch sei. Er stellte die Schüssel bei Seite, und auch das Glas Wasser. Er hatte keine Lust, sich hier auch noch eine Magenverstimmung zu holen.



„Klar, wer möchte schon Altern. Trotzdem, finde ich das ganze nicht gut.“ sagte er und stand auf. Gerade in dem Augenblick betrat jemand die Taverne. Es war Kylar! Er lachte und trat auf Lian zu. Dort blieb er abrupt stehen, und schaute Miandra geschockt mit weiten und großen Augen an.



Lian bemerkte das, und bevor er sie noch weiter mit Blicken durchbohrte, schob er Kylar weg, an einen Tisch am anderen Ende der Taverne. Dort setzten sich die beiden, und Kylar hatte noch immer große Augen, zu dem stand sein Mund offen.



Lian ergriff das Wort. „Ja das dachte ich auch Kylar. Aber das ist nicht Verena. Erstens ist sie keine Elfin, und zweitens hat sie eine komplett andere Vorgeschichte … und auch einen anderen … kühlen Charakter.“



„Aber Aber.... Das … wie … Ach du heilige … Sie sieht genau so aus wie Verena. Verdammt Lian! Wie hältst du das nur aus?“ stotterte Kylar.



„Ich weiß es nicht. Sie ist es aber nicht. Und Miandra interessiert sich auch nicht für mich. Ich glaube, sie wäre Froh wenn ich endlich weg wäre.“ seufzte Lian.



Dann bestellten sich die beiden ein Bier, und tranken etwas. Das war wohl das einzige was gut in diesem Laden schmeckte, und nicht abgestanden. Sie plauderten bisschen über alte Zeiten, erzählten sich lustige Geschichten, und lachten auch zwischen drin. Sie hatten sich viel zu erzählen, dadurch das sie sich Jahrelang nicht mehr sahen.

#243
Bellandyrs

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"Also die Milch kann ich empfehlen" lächelte Leanora. "Aber die Bohnen.. beim Erbauer, ich glaube die stammten noch vor der Verderbnis."

Sie wandte sich an Miandra.

"Was habt Ihr mit dem Wirt gemacht, dass der so aus der Tür gestürmt ist? Übrigens, wundert Euch nicht über die Zimmer, die sehen nicht viel besser aus. Komischerweise sind die Stallungen in Ordnung, das Heu frisch. Die Pferde habens besser erwischt als wir."



Dann blickte sie auf den Neu-Ankömmling der Lian begrüßte wie einen alten Freund. War dieser etwa jener Freund, den Lian erwähnte? Er macht einen symphatischen Eindruck, und Leas Blick wanderte immer wieder zu dem Fremden, als dieser sich mit Lian am anderen Ende an einen Tisch setzte.

#244
Kaysallie

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Sie lächelte Leanora leicht entgegen, „Ach ich habe mich lediglich über das Essen beschwert … er ist nur eben auf den Markt gegangen, und wird uns etwas Frisches besorgen.“, sagte sie kühl.

Plötzlich stürmte ein neuer Gast in die Taverne und wurde sogleich von Lian an einen anderen Tisch gezerrt, und von einem Kellner – welcher Miandra noch gar nicht aufgefallen war – bedient.

Sie ignorierte die Blicke von dem Fremden einfach, warum auch immer er sie so dumm anglotzte. Sie konnte nur die misstrauischen Blicke von Vernita wahrnehmen, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde.

Der Wirt kam bepackt mit vollen Taschen - wo teilweise Grüne Blätter von Gemüse heraus sah – die Tür hereingestürmt. Er hatte einen knallroten Kopf, er war wohl schneller gelaufen als ein Mabari. Er schenkte niemanden einen Blink sondern verschwand in Windeseile in der Küche.

Modifié par Kaysallie, 01 août 2010 - 11:37 .


#245
Bellandyrs

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Lea grinste über beide Ohren. Irgendwie war sie seit ihrer Rettung von zu Hause noch nicht so entspannt, geschweige denn gut aufgenommen worden, als heute. Sie fühlte sich beinahe wohl unter ihren Gefährten und wunderte sich darüber.



Als der Wirt mit hochrotem Kopf hinter der Küchentür verschwand, fing Lea an zu lachen, bis ihr die Tränen kamen. Letztlich schnappte sie nach Luft und wandte sich an Miandra.



"Beim Erbauer, ich bin gespannt, was er uns nun vorsetzt. Traut Ihr seiner Kochkunst?"

Ein erneuter Lachanfall war die Folge, und ihr kamen bereits die Tränen. Außerdem hielt sie sich den Bauch, dieser begann langsam zu schmerzen.

#246
Guest_Juleiila_*

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Lian und Kylar amüsierten sich. Dafür das Lian sich nicht verändert hatte, wirkte Kylar um so älter. Auch seine Haare waren gewachsen, und vorne zerstrubbelt. Er trug sie einmal so kurz, wie Lian sie auch trug.



„Also Lian.“ sagte Kylar. „Willst du mich den Damen nicht mal vorstellen?“



„Ich weiß nicht. Mach dir bei Vernita und Miandra nicht all zu viel Hoffnung, das sie dich empfangen. Aber sonst. Na gut. Kann ja nicht schaden was?“ lachte er ihm entgegen.



So standen beide auf, und gingen wieder zu dem Tisch, wo sich Lians Gefährten befanden. Lian blickte zuerst in die Runde, aber dachte sich nichts dabei, das die anderen so glozten.



„Also. Darf ich vorstellen? Das ist Kylar. Ein langjähriger Freund, der für mich beim Zirkel war.“



„Freut mich Euch kennen zu lernen. Ach und Miandra. Verzeiht die geschockten Blicke. Aber wie Lian ja schon erzählte, seht Ihr aus wie Verena. Verzeiht.“

Danach reichte er jedem die Hand, und bei Lea blieben seine Blicke hängen. Er schaute ihr tief in die Augen und lächelte sie an. Danach setzten sich die beiden an den Tisch.



„Miandra.“ sagte Lian. „Habe ich da gerade den Wirt gesehen? Mit frischen Sachen vom Markt?“ lachte er.

#247
Kaysallie

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Miandra konnte weder den Lacher von Leanora, noch den von Lian teilen. Sie wandte sich vorerst an Leanora, „Nun ja, ich denke schon. Aber viel schlimmer kann es ja nicht mehr werden, von daher …“

Dann musterte sie Kylar nachdenklich mit verschränkten Armen.

„Ja, die Freude ist ganz auf meiner Seite.“, sagte sie mit sarkastischen Unterton. Es passte ihr gar nicht, dass sie scheinbar irgendeiner Verstorbenen ähnlich sah. Doch eigentlich war das auch egal, der Kerl würde schon noch merken, dass der Schein gerne trügt …


#248
Bellandyrs

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Lea reichte Kylar die Hand, aber wandte den Blick verlegen zu Boden als er sie ansah. Er faszinierte und verunsicherte sie gleichermassen. Seine Narbe am Auge.. wo kam sie her? Dennoch .. er strahlte etwas friedliches aus. Das war wohl der Grund wieso sie ihn dennoch verstohlen musterte, als die beiden sich wieder zu ihnen an den Tisch setzten.

Zu Miandra gewandt meinte sie: " Da habt Ihr allerdings Recht. Um ehrlich zu sein, ich habe immer noch Hunger, und das bischen Bohnen.. nun an die denke ich mal lieber nicht. Wie gesagt, erschreckt nicht vor dem Zimmer, aber wenigstens dürfte inzwischen etwas frische Luft drin sein."

Dann trank sie noch einen Schluck ihrer Milch und wartete gespannt darauf, was der Wirt ihnen nun vorsetzen würde.

Modifié par Bellandyrs, 01 août 2010 - 11:52 .


#249
Guest_Juleiila_*

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„Wo bleibt denn der Wirt, wenn Ihr schon was bestellt habt Miandra.“ fragte Lian. Dann blickte er sie die ganze Zeit über wieder unauffällig an. Diese Prägung. Diese verdammte Prägung, dachte er sich. Er würde irgendwann zu Grunde gehen, wenn er es immer nur versuchte ihr recht zu machen. Warum hatte er auch diese verdammte Gabe. Warum nur.



Während Lian versuchte sich mit Miandra zu unterhalten, starrte Kylar nur Lea an. Anscheinend gefiel sie ihm, und die verlegene Röte auf ihren Wangen, brachte Kylar zum grinsen.

„Wo kommt Ihr denn her, meine schöne?“ fragte er Lea.

#250
Bellandyrs

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Lea blickte über die Schulter, ob hinter ihr noch jemand stand. Aber nein, Kylar mußte sie angesprochen haben.

"Aus der Nähe von Lothering. Das Nest ist so klein, dass es auf keiner Landkarte eingezeichnet ist. Also, zumindest wenn Ihr mich gefragt habt?"

Verwirrt blickte sie Kylar an.