Aller au contenu

Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


  • Veuillez vous connecter pour répondre
2750 réponses à ce sujet

#2526
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Miandra blinzelte zwei Mal schnell, während sie aufblickte und Vernita anschließend kurz etwas verwirrt ansah. Sie hatte die Elfe scheinbar erst bemerkt, als diese sie angesprochen hatte.

„Oh. Ja, du hast recht“, erwiderte sie nach zwei Lidschlägen und setzte dabei ein unerwartetes Lächeln auf, welches sie Vernita zuwarf, während sie nach einer Brotscheibe griff. Nur ein geschultes Auge hätte wohl an der Glaubwürdigkeit ihrer plötzlichen Stimmungswandlung gezweifelt, da diese mehr ehrlich als falsch rüberkam.

Die Wirtin kam im selben Moment wieder aus der Küche und trug dabei eine große Karaffe mit sich, die sie nur kurz später auf dem Tisch abstellte. „Hier frische Milch für Euch. Oh, Ihr seid ja auch schon auf den Beinen“, sagte die Frau und musterte anschließend Vernita.

„Ich hoffe Ihr hattet eine erholsame Nacht in einem meiner Betten. Nehmt es mir nicht übel, aber ich glaube, Euch würde ein Bad im Zuber auch gut bekommen“ Sie krauste die Nase ein wenig theatralisch, bevor sie kurz herzlich lachte. „Verzeiht. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass das Badewasser bald fertig ist, und es natürlich jeder meiner Gäste nutzen darf. Nur Bescheid geben“, sagte sie entschuldigend für ihre scherzhafte Aussage, ehe sie mit einem leichten Grinsen wieder hinter dem Tresen verschwand.

Auch Miandra lächelte ein wenig, jedoch schien es nicht so, als wäre dies wegen des Scherzes der Frau, sondern als wäre es nur eine Fassade hinter der sie eigentlich nachdachte, wodurch sie sogar ein wenig verträumt aussah.

„Und? Wie hast du geschlafen? Ich meine… es ist gestern einfach viel passiert“, fragte sie Vernita kurze Zeit später, ohne dieser jedoch in die Augen zu sehen, wodurch dies weniger interessiert rüberkam, als sie es vielleicht sogar war. Denn stattdessen blickte sie auf ihre Brotscheibe, die sie – fast schon geplant – genau in diesem Augenblick mit dem Schinken und der Wurst belegte. Nur anhand daran, wie langsam sie dies tat, erkannte man wohl, dass sie eigentlich wenig Lust dazu hatte jetzt etwas zu essen. Dennoch biss sie nur wenige Momente später von dem belegten Brot ab, und dies sogar mit einem genussvollen Gesichtsausdruck.

Modifié par Kaysallie, 16 juillet 2012 - 12:10 .


#2527
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
Vernita warf der Wirtin einen argwöhnischen Blick zu, als diese ihren Scherz über das Bad machte, sagte aber nichts weiter dazu. Stattdessen griff sie einfach nach dem Milchkrug und goss sich selbst damit einen Becher voll ein. Anschließend aß sie ihr Brot innerhalb weniger Augenblicke auf und wollte sich gerade eine neue Scheibe nehmen, als Miandra ihre Frage stellte. Sofort hielt die Elfe mitten in der Bewegung inne, während sie die schwarzhaarige Frau aus den Augenwinkeln heraus anblickte.
 
„Ich habe ganz gut geschlafen“, antwortete sie etwas langgezogen, wobei sie darüber nachgrübelte, was Miandra mit ihrer Frage wohl bezwecken wollte. „Wobei das wohl mehr an deiner Gegenwart lag als daran, dass es mir besonders gut geht…wie du schon sagtest…gestern ist viel geschehen…“
 
Die Elfe lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück und zog dabei ihre Arme mit sich, bis ihr ihre Hände in ihren Schoß fielen. Währenddessen sah sie die Frau vor sich mit einem seltsam verklärten Blick an. „Man erfährt schließlich nicht jeden Tag, dass seine Mutter eine Schlampe und sein Vater die größte Drecksau war, die man sich nur vorstellen kann…und zudem noch der Vater und zugleich der Großvater seines eigenen Kindes…das ist alles nicht so leicht zu verkraften, das kannst du mir glauben…“
 
Sie wandte den Kopf zur Seite und starrte auf die Tür nach draußen, während sie die Tränen wegblinzelte, die sich in diesem Moment in ihren Augen bildeten. Dabei sprach sie weiter, wobei ihre Stimme recht leise wurde. „Vielleicht sollte ich dieses Angebot tatsächlich annehmen und dieses Bad nehmen…schließlich weiß ich nicht einmal mehr, wann ich das letzte Mal ein richtiges Bad genommen habe. Zumindest lässt sich damit der Schmutz der letzten Tage abwaschen…wenn auch nur der äußere…es sei denn…“
 
Ein schwaches Lächeln legte sich auf Vernitas Gesicht, während sie den Kopf wieder zurückdrehte und Miandra eindringlich, ja fast schon flehend, ansah. „…es sei denn, du würdest mit mir kommen und den Schmutz von meinem Körper waschen, während ich dasselbe bei dir mache. Deine zärtlichen Berührungen würden mir über vieles hinweghelfen, und möglicherweise könnte ich dir denselben Dienst erweisen…“
 
 
 

#2528
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Miandra kaute nachdenklich auf dem Brot herum, während sie der Elfe vor sich lauschte, doch es war nicht zu erkennen, was sich gerade in ihrem Kopf zusammensetze. Ihr Gesichtsausdruck blieb unverändert, doch ihre Augen strahlten einen Hauch von Mitleid aus, zumindest solange bis Vernita das mit dem Bad erwähnte. Denn das Brotstück blieb ihr im Hals stecken, da sie wegen dieser unerwarteten Wendung der Unterhaltung die Luft angehalten hatte, und so bekam sie einen kurzen Hustenanfall. Sie deutete Vernita nur mit der Hand, dass es schon ginge, schenkte sich auch einen Becher Milch ein und trank diesen gleich darauf halb leer. Anschließend räusperte Miandra sich mehrmals, doch sie sagte nichts. Es schien so als wäre sie mit dieser Aussage etwas überfordert, da sie eine für sie ungewohnte Nervosität ausstrahlte, wohl entstanden durch die Suche nach einer Antwort darauf. Auch ihre Pupillen gingen von einem Ort zum anderen, als wäre dort irgendwo vielleicht zu finden, was sie nun am besten sagen sollte.

„Ich möchte mich selbst waschen“, platze es dann doch plötzlich aus ihr heraus, wobei sie jedoch nach unten auf die Tischplatte blickte. Aber es wirkte so, als wäre sie nicht ganz glücklich damit, das gesagt zu haben, da sie schnell weiter redete. „Aber wenn du Hilfe brauchst, dann... dann helfe ich dir…“

Mehr schien ihr dazu nicht einzufallen – oder sie wollte einfach nicht mehr dazu oder zu anderen Dingen sagen. Schnell griff sie ein weiteres Mal zu dem Becher und trank die Milch leer, vielleicht auch nur, um diesen für sie eigenartigen Moment irgendwie zu kaschieren. Auch danach sagte Miandra nichts mehr, sondern saß nur da und starrte irgendwie unruhig auf das von ihr angebissene Brot.

„Ich gehe mal nach dem Wasser sehen“, sprudelte es nach dieser kurzen Schweigepause über ihre Lippen und zeitgleich war sie bereits aufgestanden. Ohne etwas Weiteres zu sagen, auf Antworten zu warten oder das Brot aufzuessen war sie schon fluchtartig in jene Richtung verschwunden, in welche die Wirtin vorhin gedeutet hatte. Sie musste ein paar kleine Stufen nach unten überqueren sowie durch einen schmalen Flur gehen, da sah sie schon durch eine offenstehende Tür den Zuber stehen. Ein eher hagerer, dunkelhäutiger Junge mit braunen lockigen Haaren war in dem Waschraum und schüttete gerade einen Eimer voller Wasser, das seine Hitze dampfend erkenntlich machte, in das große Holzgefäß.

„Dauert das hier noch lange?“ fragte sie unvermittelt in einem leicht gereizten Tonfall.

Der Junge zuckte erschrocken zusammen und ließ dabei beinahe den Holzeimer fallen. „Bei Andraste, habt Ihr mich erschreckt!“ Er drehte sich zur Seite und musterte Miandra irgendwie eingeschüchtert. „Ich …eh… ja, es ist fast fertig! Dort drüben befindet sich etwas zum Abtrocknen und die…“

„Habt ihr hier irgendwo frische Kleidung?“ unterbrach Miandra ihn einfach, während sie neben den Zuber getreten war und ausdruckslos in das dampfende Wasser blickte.

„Äh…“, kam es nur perplex aus dem Jungen heraus. „Ich kann ja mal nachsehen.“

Er wartete nur kurz auf eine Antwort, doch da er keine bekam verließ er den Raum um seinen Worten nachzugehen. Als der dunkelhäutige Junge nach wenigen Minuten wieder zurückkam, trug er einige zusammengelegte Kleidungsstücke bei sich. Etwas verwirrt sah er Miandra kurz an, da sie noch immer genau an derselben Stelle stand wie zuvor und sich offenbar keinen Millimeter bewegt hatte.

Er schluckte und räusperte sich. „Hier, ich habe etwas gefunden, das Euch passen kö…“

„Jaja, leg es einfach da hin und verzieh dich“, unterbrach sie ihn ein weiteres Mal, ohne ihn überhaupt anzusehen. Kurz stand er wie eine Statue da, da er solchen Tonfall wohl nicht gewohnt war. Doch um zu wiedersprechen fehlte ihm wohl doch der Mut. Er legte die Kleidungsstücke daher auf einen Schemel, verließ den Raum und schloss hinter sich die Tür.

Miandra stieß einen langen Seufzer aus und ihre gerade noch provokante Körperhaltung sackte in sich zusammen. Endlich alleine, kein Grund mehr irgendjemanden etwas vorzuspielen. Müde blickte sie zu der Tür und stellte fest, dass man diese nur mit einem Holzriegel absperren konnte – der nicht wirklich stabil aussah. Sie wandte den Blick wieder ab, setzte sich auf einen Schemel und begann damit vorsichtig ihren Verband abzulegen. Aufgrund des eingetrockneten Blutes klebte er unangenehm an der Haut fest und sie verzog das Gesicht vor Schmerzen. Anschließend befreite Miandra sich von Lumpen und Schuhen, um gleich darauf in das dampfende Wasser zu steigen. Als ihre Schulter eintauchte brannte die Wunde kurz, dennoch hielt sie die Luft an um einmal kurz völlig unterzutauchen, damit sie ihre Haare nass machen konnte, und lehnte sich erst anschließend nach hinten, wo sie gedankenverloren an die Decke starrte.

#2529
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
Vernitas schwaches Lächeln zerfaserte augenblicklich nach Miandras Antwort. Jegliches Leben schien aus ihren Augen zu entweichen, während sie zutiefst enttäuscht den Blick senkte und nur noch stumpf und ausdruckslos auf die Tischplatte starrte. Und da war er wieder…dieser Stich, welcher ihr Herz durchbohrte. So wie er es schon einmal tat,als Miandra sie wieder mit diesem förmlichen „ihr“ angeredet hatte, nachdem die Elfe der Frau ihre Gefühle für sie gestanden hatte. Dieser unsagbare Schmerz, der ihr innerstes Ich zu zerreißen drohte.
 
Nur mit einem halben Ohr vernahm sie Miandras übrige Worte, doch war sie mit ihren Gedanken schon ganz woanders. Wieder einmal wünschte sie sich für einen Moment, sie wäre damals in der Folterkammer ihres Vaters gestorben…dann hätten ihre Qualen wenigstens endlich ein Ende gehabt. Sowohl die physischen wie auch vor allem die psychischen.
 
„Ich brauche keine Hilfe“, murmelte sie leise vor sich hin, nachdem Miandra schon den Raum verlassen hatte. „Ich brauche dich…und sonst nichts…“
 
Unbewusst hatte die Elfe den Becher mit der Milch in beide Hände genommen und drehte diesen nun verträumt ständig zwischen ihren Fingern herum. Als die Wirtin vorbeikam und das bemerkte, runzelte sie für einen Moment die Stirn.
 
„Schmeckt Euch die Milch nicht?“ fragte sie besorgt. „Soll ich Euch neue holen?“
 
Vernita blinzelte kurz mit den Augen, bevor sie erst etwas überrascht die Wirtin anblickte und dann den Becher in ihren Händen. Es dauerte einen Augenblick, bis sie imstande war der freundlich lächelnden Frau zu antworten. „Nein, alles in Ordnung. Nur brauche ich im Moment etwas Stärkeres als Milch. Bringt mir einen Schnaps.“
 
„Schnaps? Um diese Zeit? Ist es nicht ein wenig früh, um…“, begann die Wirtin einzuwenden, doch als sie bemerkte, wie sich der Blick der Elfe verfinsterte und Vernitas Gesichtsausdruck ihr klar machte, dass mit ihr in diesem Augenblick nicht zu diskutieren war, lenkte sie sogleich ein. „Kommt sofort.“
 
Die Wirtin beeilte sich, um der Elfe das Gewünschte zu bringen. Kurze Zeit später trat sie mit einer Flasche und einem kleinen Glas wieder an Vernitas Tisch. Sie stellte das Glas vor der Elfe ab und goss es sogleich voll. Diese ergriff es direkt danach und leerte es mit einem Zug aus.
 
„Das habe ich gebraucht. Gebt mir gleich die ganze Flasche und lasst mich allein.“
 
Widerwillig tat die Wirtin, wie ihr geheißen wurde und machte auf dem Absatz kehrt, um wieder zurück zur Theke zu gehen. Nicht aber ohne noch einen besorgten Blick auf die Elfe zu werfen. Diese goss sich bereits das Glas wieder voll, welches sie ebenfalls mit einem Zug ausleerte. So ging es weiter, unterbrochen von kleinen Denkpausen, während Vernita stumpf auf den Tisch starrend auf Miandras Rückkehr wartete.
 
 

#2530
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Hungrig und auf ihr Frühstück freuend betrat Lea den Schankraum. Sie kniff die Augen leicht zusammen um sich an das schummerige Licht zu gewöhnen und blickte sich ein wenig suchend im Raum um. Tatsächlich, ganz so wie sie es bereits vermutet hatte, saß Vernita bereits am Tisch. Sie ging ein paar Schritte in die Richtung, als die Wirtin mit der Flasche Schnaps an ihr vorbei hastete und diesen genau auf Vernitas Platz abstellte. Leanora blieb stehen und beobachtete, wie die Elfe das erste Glas leerte und sich sofort nach schenkte.

Das durfte ja wohl nicht wahr sein. Ihre Anführerin, die einen klaren Kopf haben sollte, betrank sich in aller Frühe? Leanora wurde wütend. Zum einen konnte sie Alkohol nicht viel abgewinnen. Sicher, gegen einen guten Rotwein zum feinen Wildbraten hie und da war nichts einzuwenden, auch mal ein kleiner Obstler wenn man gar zuviel gegessen hatte, aber zum Frühstück? Und zum anderen, weil sie fand, dass sich die Elfe damit völlig daneben benahm. Am Abend zuvor hatte sie den Mädchen noch gepredigt, dass sie heute alle einen klaren Kopf brauchten.

Sie trat von hinten an den Tisch, die Elfe saß mit dem Rücken zu ihr.
„Guten Morgen, Vernita“, begrüßte Lea die andere mit eisiger Stimme und setzte sich auf die Bank, wo sie sich sofort einen Becher Milch einschenkte, Brot aus dem Korb nahm und dick mit Schinken und Käse belegte. „Hochprozentiges am frühen Morgen? Ich dachte, wir brauchen einen klaren Kopf?“
Leanora blickte die Elfe an, in ihren Augen war ihr Zorn zu sehen, da sie in allen Facetten funkelten. „Ist Miandra noch nicht wach?“ fragte sie weiter. Von Lydia und Sha'ira war auch noch nichts zu sehen, die hatten wohl länger gefeiert. Insgeheim fragte sie sich, ob sie die einzige war, die halbwegs in Form und erholt war, auch wenn sie Muskelkater hatte.

Modifié par Bellandyrs, 21 juillet 2012 - 05:52 .


#2531
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
Vernita zuckte nicht einmal mit der Wimper, als Lenora sie in diesem eisigen und sehr zynischen Ton ansprach. Sie hielt nur einen Moment mit ihrem gefüllten Glas inne, während sie die Frau mit einem finsteren Blick aus den Augenwinkeln bedachte.
 
„Suchst du Streit?“ fragte sie in einer abfälligen Art, die ihres gleichen suchte, bevor sie das Glas mit einem Zug leerte und es dann leer auf den Tisch knallen ließ. Anschließend füllte sie es erneut wieder. „Und verschone mich mit Miandra...“
 
Die Elfe hob gerade ihr Glas, um es erneut zu leeren, als sie mitten in der Bewegung verhaarte. Im nächsten Moment verschwand die Wut aus ihren Augen und machte einer großen Leere Platz. Und obwohl sie Leanora direkt ansah, so schien sie doch durch diese hindurch zu starren und ins Nichts zu blicken. Langsam ließ sie das Glas wieder sinken und stellte es unbewusst auf den Tisch zurück.
 
„Wie konnte ich mich nur in diese Frau verlieben?“ fragte sie mehr sich selbst in einer monoton klingenden Stimmlage. „Bisher habe ich jeden getötet oder zum Sterben zurückgelassen, ehe diese Person mir zu nahe kommen konnte. Das war verdammt einfach Und nun...nun liebe ich ausgerechnet eine Frau wie Miandra, die mir manchmal so nah doch zumeist ziemlich weit von mir entfernt ist. Alles, was ich will, ist doch nur, dass sie mich ebenso liebt wie ich sie. Wieso kann sie das nicht einfach tun? Warum muss das alles so kompliziert sein, wo es doch so einfach sein könnte?“
 
 
 

#2532
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Als Lydia die Augen aufschlug, bereuhte sie diese Tat sofort. Ihr war, als hätte sie ins pralle Sonnenlicht gestarrt, ihre Augen brannten und sie verkroch sich gleich wieder zu Sha´ira unter die Decke, der es unterdessen nicht unähnlich ging.

" Entweder ich bin schon tot, oder ich bin kurz davor zu sterben. Was uns nichts hilft, wir müssen ja noch weiter..." Brummte Lydia heiser und setzte sich auf. Zusammen schälten sie sich aus dem Bett und wankten hinunter in den Schankraum.

Der Trubel des vergangenen Abends war verschwunden, lediglich Vernita und Lea saßen an einem Tisch und aßen.

" Morgen Mädels ", krächzte Lydia und ließ sich auf eine der Bänke fallen. Sha´ira setzte sich wortlos dazu und kippte vornüber. Mit dem Gesicht auf dem Tisch war sie wieder eingeschlafen.

Sie gaben ein ziemlich fürchterliches Bild ab.Sha´ira hatte sich eben einen Mantel übergeworfen, sie selbst trug außer einer Decke nur Unterwäsche. Sie fühlte sich als wäre sie mit einem Dudelholz durchgewalkt worden und ihr Kopf musste unweigerlich dreimal so groß wie normal sein - jedenfalls fühlte er sich so an.

Brummend rieb sie sich die Augen und betrachtete Vernita. " Du gibst ja fast ein besseres häufchen Elend ab als wir. Trübsal blasen lässt sich nicht mit einem dicken Kopf kurrieren. "

" Lea, sieht aus, als wärst du die einzige die noch unter den Lebenden weilt . Ich gaub, wir gehen heut alle ein am Kater. " Mit einem kräftigen Rumms ließ sie ihren Kopf auf den Tisch fallen. " Essen, baden, weiterschlafen. Das wärs jetzt. "

#2533
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Leanoras Augenbraue schnellte nach oben, als Vernita sie anfuhr, ob sie Streit suche. Sie schluckte gerade noch ihren Bissen hinunter und holte tief Luft, um eine Antwort zu geben, als in der Elfe eine Stimmungsänderung vorging. Auch wenn Vernita mehr zu sich selbst sprach als zu Lea, lag darin der Grund für ihr Verhalten. Gleichzeitig wandelte sich auch Leanoras Wut in eine Art Mitleid. Wie arm waren nur all die Leute, die nicht mehr lieben konnten?

Sie räusperte sich leise.
„Die Liebe ist nicht einfach“, antwortete sie. „Manchmal liebt man jemanden, der es nicht erwidert oder nicht schätzt, manchmal mutet man einfach denjenigen, den man liebt, zu viel zu, weil dieser damit nicht umgehen kann, und manchmal passiert das ganze genau umgekehrt. Ich denke, Miandra ist einfach überfordert mit dieser Situation. Wie Ihr sagtet, noch vor kurzem hättet Ihr jemanden getötet, nur um Euch nicht mit diesem Thema auseinander setzen zu müssen, und nun lasst Ihr diese Gefühle endlich zu und steht auch dazu, nur Eure Angebetete kann damit noch nicht umgehen, vielleicht ist ihr das ganze im Moment auch zu viel, um sich völlig in dieses Gefühl fallen zu lassen. Gebt Ihr Zeit, drängt sie nicht, und sagt ihr stets die Wahrheit, mehr kann ich Euch hier auch nicht raten. Kompliziert ist es nur, weil Ihr und Miandra nicht einfach seid. Und in einen einfachen, unkomplizierten Menschen würdet Ihr Euch erst gar nicht verlieben, das wäre Euch doch viel zu langweilig. Das ganze in Alkohol zu ertränken ist jedenfalls keine Lösung, es behindert nur die Funktionen des logischen Denkens.“

Im Prinzip war es ihr relativ egal, ob diese Worte bei der Elfe gefruchtet hatten, ein Heilmittel dafür gab es nicht. Liebeskummer tat weh, selbst wenn man glücklich verliebt war und wieder geliebt wurde. Das konnte sie aus eigener Erfahrung sagen, schließlich zog sich ihr Herz auch zusammen,wenn sie an Sengaal dachte und dabei nicht wusste, wie es ihm gerade ging.

In diesem Moment tauchten die beiden Mädchen auf, mehr tot als lebendig. Resigniert schüttelte Lea den Kopf. „Na ihr beiden Schnapsdrosseln? Seht zu dass ihr euren Kopf in kaltes Wasser taucht, esst etwas Vernünftiges und trinkt Kamillentee. Den Rest wird die Bewegung an der frischen Luft erledigen, da werdet ihr den Alkohol schon verdunsten“, mutmaßte Leanora.

Abermals schüttelte sie den Kopf. Wo war sie da nur hingeraten? Leise seufzte sie. Dann schenkte sie sich nochmal von der Milch ein und belegte sich ein weiteres Brot.
Die Wirtin kam vorbei und brachte frisch gekochte Eier, wovon sie sich gerne bediente. Sie hatte schon eine gefühlte Ewigkeit kein Ei mehr gegessen. Genussvoll schloss sie die Augen. Eigentlich hätte es friedlich sein können, sogar eine gewisse Art entspannend, wenn nicht der Zeitdruck und ihre Feinde im Nacken säßen. Aber diesen Gedanken schob sie erst mal zur Seite.

Modifié par Bellandyrs, 22 juillet 2012 - 08:44 .


#2534
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
Ein schiefes Lächeln legte sich auf Vernitas Züge, während sie Leanoras Worten lauschte. „Soweit ist es jetzt also schon gekommen“, meinte sie zynisch. „Jetzt bekomme ich schon von einer Jungfrau Ratschläge in Sachen Liebe. Das ist ja fast genauso, als wenn mir ein Bauer den Umgang mit dem Schwert beibringen will. Und die Ironie dabei ist zudem noch…dass ich denke, dass du sogar noch recht hast. Verrückte Welt ist das.“
 
Die Elfe ließ das Glas auf dem Tisch stehen, während sie die Hände hob und sich damit über die Augen und das Gesicht rieb. „Nur mit dem Zeit geben habe ich so meine Probleme, da die Zeit und ich ziemlich auf Kriegsfuß miteinander stehen. Als Grauer Wächter ist mir vielleicht einiges vergönnt, aber sicherlich kein langes Leben. Und auch wenn der Betritt zu diesem Kult vor Jahren dafür sorgte, dass ich nicht am nächsten Baum aufgeknüpft worden bin, so wird dieser Schritt mir in einigen Jahrzehnten teuer zu stehen kommen. Aber was beschwere ich mich…nutze ich lieber die Zeit, die mir dadurch geschenkt worden ist.“
 
Sie ließ die Hände wieder sinken, nahm das Glas mit dem Schnaps in ihre Rechte und führte dieses zum Hals der Flasche zurück. Sie setzte den Rand des Trinkgefäßes auf die Flaschenöffnung und ließ dessen Inhalt vorsichtig in die Flasche zurücklaufen. Langsam lief der Schnaps zurück, bis das Glas wieder völlig leer war.
 
„Nicht einen Tropfen verschüttet“, meinte Vernita, während sie das Glas wieder abstellte. „Offenbar bin ich doch nicht ganz unfähig. Doch jetzt entschuldigt mich…ich habe noch was zu erledigen.“
 
Sie stand auf, wobei ihr Blick auf den Becher mit der Milch darin fiel, welcher noch unberührt auf dem Tisch stand. Sofort griff sie danach und leerte das Gefäß anschließend mit einem Zug, bevor sie den Becher zurückstellte. „Wenn du fertig mit essen bist, dann sprich schon mal mit der Wirtin wegen der Pferde. Du scheinst dich ja von uns am besten mit diesen Viechern auszukennen. Sorge dafür, dass die uns hier keine alten Klepper andrehen…und ihr beide seht zu, dass ihr nüchtern werdet!“ wurde Vernita wieder lauter, während sie sich an Lydia und Sha’ira wandte. „Wir wollen bald los, und dann solltet ihr fit sein, damit ihr uns nicht noch besoffen vom Pferd kippt!“


 

Modifié par Aliens Crew, 23 juillet 2012 - 07:26 .


#2535
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea öffnete die Augen wieder als Vernita zu sprechen begann. An sich hatte sie nicht mit einer Antwort gerechnet, und wenn, dann nicht mit so einer ehrlichen und ruhigen.
„Zu lieben ist um einiges schwerer als zu hassen“, kommentierte sie nur noch, bevor sie bestätigend nickte. „Kein Problem, das mit den Pferden übernehme ich gerne. Brauchen wir auch Handpferde für Proviant, oder reicht es, die Satteltaschen zu füllen?“

Jetzt, wo die Elfe ihren bevorstehenden Aufbruch erwähnte, wurde sie dann doch etwas unruhig. Ihr Blick wanderte zwischen Vernita, die aufgestanden war, den beiden Mädchen, die halb schlafend ihre Köpfe auf dem Teller liegen hatten und dem Brotkorb hin und her. Letztlich beschloss sie, doch noch ein weiteres Brot zu vertilgen. Wer wusste schon, wann sie das nächste mal wieder in diesen Genuss von frischer Backware kam.

#2536
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
„Nun, ein Packpferd sollten wir auf jeden Fall mitnehmen, denn schließlich werden wir etwas mehr brauchen als nur Proviant“, entgegnete Vernita grübelnd. „Schließlich werden wir wohl Seile, Haken und was man sonst noch so benötigt, um auf einen Berg zu kraxeln, kaufen müssen. Denn ich glaube kaum, dass uns Eshtá einfach so durch den Haupteingang dieser Bergfestung spazieren lässt. Und keine Sorge...was wir hier nicht kriegen, bekommen wir sicher an diesem Handelsposten. Aber jetzt sollte ich gehen. Wir sehen uns...“
 
Die Elfe drehte sich um und folgte dem Weg, welchen Miandra zuvor gegangen war, passierte die kleine Treppe und durchquerte anschließend den schmalen Flur, bis sie ihr Ziel erreicht hatte. Sie atmete noch einmal tief durch, bevor sie an die Tür klopfte und diese auch gleich öffnete. Zu ihrer eigenen Überraschung fand sie diese unverriegelt vor. Vernita schob nur ihren Kopf durch den Spalt und blickte in den dahinterliegenden Raum. Sie sah Miandra in dem Zuber liegen, den Kopf nach hinten gelehnt. Zwangsläufig fiel der Blick der Elfe auf Miandras Brüste, deren Ansätze leicht aus dem Wasser ragten und in Vernita eine innere Erregung auslösten. Dadurch wurde ihr klar, wie sehr sie sich zu dieser Frau hingezogen fühlte, sowohl mental wie auch körperlich. Doch deswegen war sie nicht hier…
 
„Hallo, Miandra“, begrüßte sie die Frau. „Darf ich reinkommen?“
 
Ohne auf eine Antwort zu warten schlüpfte sie auch schon durch den Spalt, bevor sie die Tür hinter sich auch schon wieder schloss. Anschließend räusperte sie sich, während sie langsam auf den Zuber zuschritt.
 
„Ich bin eigentlich nur gekommen, um dich um Verzeihung zu bitten“, begann sie in einem leisen, eindringlichen Tonfall. „Ich weiß, ich bin etwas vorschnell gewesen. Du brauchst sicher Zeit, und die wollte ich dir nicht geben. Ich bin wohl zu sehr daran gewöhnt, mir einfach das zu nehmen, was ich will, so dass ich das Warten verlernt habe. Das tut mir leid.“
 
Vernita hatte sich, während sie sprach dem Zuber mit langsamen Schritten immer weiter genähert. Nun hatte sie ihn erreicht und blieb daneben stehen. „Ich werde dich von nun an nicht weiter drängen und darauf warten, dass du dazu bereit bist. Du bist mir einfach zu wichtig, als dass ich dich aufgrund meiner Ungeduld aus meinem Herzen entgleiten lasse. Kannst du mir und meinem Dickschädel verzeihen? Ich werde dir auch alle Zeit geben, die du brauchst…“
 
Während sie sprach fixierte die Elfe Miandras Hand mit ihrem Blick, welche diese auf dem Rand des Zubers abgelegt hatte, wobei sie sanft mit ihren Fingern über deren Handrücken streichelte.
 
 

Modifié par Aliens Crew, 23 juillet 2012 - 07:31 .


#2537
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Das hörte sich jedenfalls nach mehr Ausrüstung an, als Leanora anfangs gedacht hätte. Mit einem Handpferd würden sie jedenfalls nicht sehr weit kommen. Geistesabwesend beendete sie ihr Frühstück, ermahnte die beiden Mädchen noch einmal, etwas zu essen und nüchtern zu werden, und suchte dann die Wirtin auf, um mit ihr über die Pferde zu verhandeln.

Mika kam genau im rechten Moment, um zu bestätigen, dass Donas und Aris ohnehin zu ihrer Gruppe gehörten. Somit benötigten sie noch drei Reitpferde und sie beschloss, dass Proviant und Ausrüstung mit zwei Packpferden zu transportieren seien.

„Geht einfach in den Stall und sucht Euch die Gäule aus, über den Preis reden wir, wenn Ihr Euch entschieden habt“, wies die Wirtin Lea an, um gleich danach in der Küche zu verschwinden und ein neues Tablett zu beladen, so dass sich Lea nicht einmal bedanken konnte.
Es war ihr aber ohnehin sehr recht, dass sie die Tiere auswählen konnte, ohne jemanden im Nacken sitzen zu haben.

Sie machte sich wieder auf den Weg zum Stall, wo mittlerweile alle Rösser wach waren und ihr Heu fraßen, welches Mika bereits verteilt hatte. Wieder überkam sie dieser innere Frieden und sie seufzte leise.

Zuerst ging sie wieder zu Donas, der ärgerlich den Hinterhuf anhob und die Ohren nach hinten legte. „Ist ja schon gut mein Süßer, ich störe Dich ja nicht bei Deiner Mahlzeit“, murmelte Leanora. Aber von seiner Box aus konnte sie gleich rechts daneben einen Rappen sehen, das musste Aris sein. Auch ein sehr edles Tier, welches Neria in ihre Gruppe gebracht hatte. Sie ging die Reihen entlang, hielt Zwiesprache mit den Tieren, fuhr überprüfend mit den Händen über Kruppe und Beine, und hatte relativ schnell ihre künftigen Begleiter gefunden. Zum einen gab es eine wunderschöne zierliche braune Stute, deren Fell eher dunkelbraun, aber die Mähne kohlrabenschwarz und seidig glänzend war. Die Stute machte einen neugierigen Eindruck, war zutraulich und, was Lea noch um einiges wichtiger war, kerngesund. Wenn sich ihr Blick nicht zu sehr täuschte, war das ein reinrassiger Vollblüter, gezüchtet in den Steppen der Korcari-Wildnis, und diesen Tieren wurde Ausdauer und Kondition nachgesagt. Genau das, was sie brauchen würden.
Ein Schimmel wurde noch ausgewählt, ein Wallach, dessen Fell war wirklich reinweiß. Der Körper war stämmig und groß, der Kopf wies eine Ramsnase auf. Das Tier wirkte eher ruhig, das konnte nicht schaden, denn Donas war unruhig genug.
Das Dritte im Bunde war ein heller Brauner mit schmaler Blesse, dessen Fesselbehang länger war. Dieses Tier war zwar auch relativ groß, aber etwas schmaler gebaut als der Schimmel.

Die Packpferde waren noch schneller gewählt: es gab einige stämmige kleinere Kaltblüter mit goldfarbenem Fell und weißer bis cremefarbiger Mähne. Genau das Richtige, um schwerere Lasten zu tragen und soweit sich Lea erinnern konnte, waren diese Rösser sogar geübte Kletterer, da diese Rasse aus den Bergen kam.

Sie ging in die Sattelkammer und suchte Zaumzeug und Sättel, welche den Tieren passen würden, bewaffnete sich nochmal mit Striegel und Hufkratzer und machte sich an die Arbeit. Die Pferde waren ohnehin relativ gut gepflegt, viel Arbeit hatte sie damit nicht mehr. Lediglich die Sattelflächen waren nochmal sauber zu machen, die Hufpflege war dazu noch wichtig. Den Rest konnte man getrost vernachlässigen.

Anschließend ging sie zurück in die Schankstube, sagte der Wirtin, welche Tiere sie ausgewählt hatte und bezahlte, jedoch nicht, ohne vorher noch gehandelt zu haben. Zudem konnte sie sogar noch ein paar frische Hosen ergattern sowie neue Socken, was dringend nötig war.
Lea ging zurück auf ihr Zimmer, um sich nochmal zu waschen und die frischen Sachen anzuziehen. Bis die anderen zum Aufbruch bereit waren, würde sie längst fertig sein und die Pferde gesattelt haben.

Modifié par Bellandyrs, 25 juillet 2012 - 06:00 .


#2538
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Nur nebenbei hatte sich Miandra ein wenig gewaschen, seitdem sie in den Zuber gestiegen war. Denn größtenteils war sie mit nachdenken beschäftigt. Alles was passiert war, seitdem sie diese Reise angetreten hatte, zog noch einmal durch ihren Kopf, aber hauptsächlich dachte sie an die Geschehnisse zurück, die sich in Denerim ergeben hatten. Nach einer für sie gefühlsmäßig kurzen Zeit wurde sie jedoch aus diesen Gedanken gerissen, als es an der Tür klopfte. Nur leicht bewegte sie den Kopf zur Seite, um zu dem Eingang blicken zu können, doch sie sah nicht sonderlich überrascht aus, als sie Vernita durch den Türspalt erkannte.

Miandra sagte nichts, seufzte nur leise und blickte wieder zur Decke, während die Elfe hereinkam und zu sprechen begann. Als sie jedoch einige Zeit lauschte veränderten sich ihre Gesichtszüge dennoch Stück für Stück zu einem verwunderten Ausdruck. Sie blickte erneut zur Seite und sah Vernita so an, als ob sie nicht wirklich verstehen würde, wieso diese sie jetzt damit vollplapperte.

„So ist das also…“, sagte Miandra feststellend, ließ den Satz jedoch unvollständig. Zeitgleich wandte sie ihren Blick auf das Wasser vor sich. „Oder du bist einfach nur eigenartig. Und ich dachte immer ich wäre seltsam - zumindest hat man mir das oft gesagt.“

Sie ließ ihre Arme zurück ins Wasser gleiten und wanderte ein Stück in dem Zuber zu einer anderen Seite. Denn von dort erreichte sie ein Seifenstück, welches in einem Wandregal neben der Bütte abgelegt worden war, mit welchem sie sich gleich darauf begann einzuseifen – wobei sie jedoch ihre Verletzung an der Schulter bedacht ausließ.

„Dir wurde gestern einer der wenigen Teile deiner Vergangenheit genommen, die du als etwas Gutes in Erinnerung hattest. Und das einzige, wegen dem du dir den Kopf zerbrichst, bin ich?“ fragte sie verständnislos, während ihre Aufmerksamkeit jedoch Großteils des Waschens ihrer langen Haare galt. Nach einer kurzen Schweigepause seufzte sie laut und blickte anschließend zu Vernita, vermied es jedoch ihr direkt ins Gesicht zu sehen. „Ich weiß nicht, ob ich so etwas jemals kann.“

Miandra erklärte den Satz nicht weiter, für sie war es scheinbar recht eindeutig, worauf sie diesen bezogen hatte. Stattdessen tauchte sie ihren Kopf seitlich in das Wasser, um die Seife abzuspülen, ihre verletzte Schulter behielt sie jedoch über der Oberfläche. Für einen Moment wirkte es so, als würde sie nichts mehr zu all dem sagen.

„Aber ja, Zeit wäre etwas Schönes, wenn auch eher ein Wunschgedanke. Ich meine, …“, begann sie dann plötzlich, stand zeitgleich auf und stieg aus dem Zuber. Ein wenig Wasser schwappte dabei über den Rand und tropfte von ihrem Körper auf den Boden. Während sie zu den Regalen mit den Badetüchern ging, und sich auch gleich darauf begann mit einem dieser abzutrocknen, sprach sie weiter: „Ich habe gelernt mit allem alleine fertig zu werden und ich hatte nie Freunde, denen ich etwas über mich erzählt habe. Und plötzlich ist da jemand, der alles wissen will, was in mir vorgeht. Jemand, den der Erbauer genauso beschissen leiden kann wie mich, und der mich eventuell verstehen kann. Ist so etwas Freundschaft? Ich habe begonnen es zu glauben. Aber eines habe ich immer im Hinterkopf…“

Sie machte eine kurze Pause und trocknete sich währenddessen die Haare ab. Man merkte zwar, dass sie das, was sie sprach, zu belasten schien, dennoch fiel es ihr deutlich schwer darüber zu reden. Zumindest schaffte Miandra es nicht die Elfe dabei anzusehen. Wahrscheinlich wäre es ihr lieber gewesen gar nichts zu sagen. „Du hast mir gesagt, dass du mich liebst – mehrmals. Nein, inzwischen brauchst du es mir nicht einmal mehr zu sagen, ich spüre es schon jedes Mal, wenn du mich nur ansiehst. Wie willst du das abstellen, um mir nicht ständig das Gefühl zu geben, ich müsse das ebenso tun? Selbst ich habe mittlerweile verstanden, dass das nicht so einfach funktioniert.“

Sie ließ das nasse, schwere Tuch auf den Boden fallen, ging zu dem Schemel und durchstöberte die Kleidungsstücke, die ihr der Junge vorhin gebracht hatte. Sie begutachtete ein weißes Baumwollhemd, einfache Unterwäsche und eine braune Reiterhose mit dazu passenden Stiefeln. Auch einen frischen Verband hatte ihr der Knabe beigelegt – scheinbar war auch ihm der Blutfleck an ihrer Schulter ins Auge gestochen.

„Wie soll ich darauf reagieren, dass meine erste und einzige Freundin mehr von mir will? Und ich weiß noch nicht einmal, was das überhaupt ist… Alles was ich weiß, ist, dass ich ihr nicht weh tun will. Wie soll ich das vereinen?“ Kurz sah sie Vernita aus verzweifelten Augen an, während sie sich in die Unterwäsche hüllte. Anschließend trat Miandra vor einen großen Spiegel, der in der Ecke des Raumes an der Wand angebracht war. Sie betrachtete sich selbst flüchtig und anschließend ihre Schulter. Leicht schüttelte sie den Kopf und begann sich die Bandage umzuwickeln.

„Du sagtest, du seist es gewohnt dir zu nehmen, was du willst…“ meinte sie noch leise, als sie sich selbst im Spiegel irgendwie ängstlich betrachtete. „Ich habe keine Angst mehr davor, gewisse Dinge zuzulassen, nach vorne zu blicken... oder wieder etwas zu verlieren, das mir wichtig ist. Aber ich habe Angst davor, dir nicht das geben zu können, was du willst. Was passiert dann? Nimmst du es dir dann einfach?“

#2539
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
„Denkst du das wirklich von mir, Miandra?“ meinte Vernita verständnislos auf die letzte Frage der schwarzhaarigen Frau hin und schüttelte dabei energisch den Kopf. „Wäre das meine Absicht gewesen, dann hätte ich das schon längst getan, und das weißt du auch. Soweit solltest du mich doch inzwischen kennen. Ich fackle nicht lange, wenn ich mich im Recht fühle, etwas zu tun. Dann wird es eben getan und fertig. Doch würde ich nie etwas tun, was dich verletzen würde. Und ich würde mir nie etwas nehmen, was du nicht bereit bist zu geben, das kannst du mir glauben.“
 
Die Elfe beobachtete Miandra dabei, wie diese sich die Bandage umwickelte, was ihr wohl nicht so leicht viel. Daher trat sie hinter die Frau und nahm dieser sanft aber doch bestimmend die Binde ab, bevor sie Miandra weiter verband.
 
„Lass mich das machen. Sonst sitzt er nicht richtig fest. Glaube mir, ich spreche aus Erfahrung“, grinste sie dabei, bevor sie wieder ernster wurde und nach einer kleinen Sprechpause weiterredete. „Und du hast mich gefragt, wie ich nur an dich denken kann, wo ich doch gestern so vieles verloren habe...nun, woran sollte ich mich sonst klammern? Ich habe nichts anderes mehr. Meine „Eltern“ haben mich belogen, mein Vater hat unser Kind getötet, mich foltern lassen und sich an mir vergangen. Die Grauen Wächter haben mich nur als Bauernopfer für ihren Kampf gegen den Erzdämon gebraucht. Und selbst für die Assassinen, für die ich eine Zeitlang gearbeitet habe, war ich nichts weiter als ein tödliches Werkzeug. Ja, sogar mein Hass, der mich so lange am Leben gehalten hat, ist verschwunden. Er starb im selben Augenblick wie mein Vater, so als hätte ich ihn mit dem selben Dolch aus meinem Innern herausgeschnitten, mit dem ich den Hals dieses Lumpen durchbohrt habe. Also habe ich nichts mehr...nur noch dich.“
 
Vernita zog den Verband richtig fest, bevor sie dessen Enden verknotete. „So, das wär’s“. sagte sie noch, bevor sie die Arme sinken ließ und noch einen Moment hinter Miandra stehen blieb, um diese über deren Schulter hinweg im Spiegel zu betrachten. Dann drehte sie sich um und ging zurück zu dem Waschzuber. Dort zog sie ihr Hemd aus, welches sie auf den Boden fallen ließ.
 
„Und was uns beide betrifft“, sprach sie weiter, ohne sich zu Miandra umzudrehen. „Es wird sich zeigen, wohin uns unser Weg führen wird. Ich kann nicht einfach aufhören, dich zu lieben, so wie ich nicht erwarten kann, dass du mich ebenfalls zu lieben beginnst, nur weil ich es tue. Aber du brauchst keine Angst davor zu haben, dass ich irgendwann wie ein wildes Tier über dich herfallen werde. Ich musste dies zu oft über mich selbst ergehen lassen, als dass ich so etwas selbst tun würde...zumindest nicht bei dir. Leanora hat da etwas gesagt, womit sie zu meiner Überraschung sogar recht hat. Wir beide sind einfach zwei sehr schwierige Personen und darauf beruht wohl auch diese Anziehungskraft. Wie stark sich diese entwickeln wird, wird die Zeit zeigen. Und auch, ob es für uns so etwas wie eine gemeinsame Zukunft geben kann...“
 
 
 

Modifié par Aliens Crew, 26 juillet 2012 - 07:10 .


#2540
Kisu

Kisu
  • Members
  • 89 messages
"Hnghn", brummelte Sha´ira, richtete sich auf und strich sich die Haare aus dem Gesicht. " Erst essen, dann sehen wir weiter. Bei uns zu hause sagen wir immer : Geschafft ist gleich, wenn nur mal gegessen ist. "

Mit diesen Worten machte sie sich ans Essen. Saurer Hering und scharf gewürzte Gurken taten dann auch dem Kater ihr übriges. Es fühlte sich zwar an als " Würde einem mit einem in Zitronenscheiben gewickelten Goldbarren das Gehirn aus dem Schädel gedroschen", aber mit dieser Aussage hatt Lydia auch irgendwie nicht ganz unrecht. Immerhin wirkte es und Sha´ira war soweit wach, das sie nicht im stehen einschlief.

Nachdem sie gegessen hatte, erfragte sie sich bei der Wirtin einen Zuber heißes Wasser und einen Bündel getrockneten Salbei, welches sie Lydia unter die Nase hielt.

" Los, lass uns mal zu Wasser begeben. Ein Bad würde uns echt nicht schlecht stehen. " Mit diesen Worten nahm sie Lydia bei der Hand und gemeinsam gingen sie zum Waschraum - In dem sie Vernita und Miandra so wie eine etwas verdutzt dreinblickende Wirtin vorfanden.

Der zweite Zuber stand etwas abseits und war mit einem Vorhang etwas vor Sicht geschützt. Aber da sonst niemand fremdes im Raum war, zog Sha´ira den Vorhang auf und sich selbst mitten im Raum aus. Ob Vernita wohl gerade neidisch war ? Sie selbst war mit ihrem Körper zufrieden. Drahtig, aber nicht zu dünn. Wenn auch für ihren Geschmack zu viele unnötige Narben. Aber das war es nunmal, was sie als Preis für ihre Freiheit zahlte.

Den Salbei wickelte sie in ein Leinentuch ein, band es oben zu und hing ihn ins Wasser.
" Jetzt gerade noch ein bisschen warten und der Rausch von dieser Nacht verfolgt uns nicht länger. "sagte sie und stieg mit ihrem zotteligen grünen Haarschopf in den riesigen Zuber.

#2541
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Es tat gut, nach dieser Nacht etwas zu essen und auch wenn sie so etwas noch nie zuvor gegessen hatte, half der saure Hering tatsächlich gegen ihren kugelrunden Dickkopf. Wirklich besser fühlte sie sich noch nicht, aber wenigstens war sie wach und die Schmerzen waren verschwunden. Dafür war sie wieder zum einschlafen müde.

" Baden ? ... Jetzt ? Ich wil ab-... na gut, wird wohl wirklich nicht schaden", schnurrte sie und legte ihre Arme um Sha´iras Schultern. " Aber dann trag mich wenigstens hin. "

Als sie den Baderaum betraten, wurde sie auf ehr unliebsame Weise geweckt. Vernita . Nackt. Das war wirklich das letzte das sie sehen wollte. Aber Sha´iras Anblick weckte ihre Lebensgeister. Erst hier, im Lichtdurchfluteten Raum konnte sie sie in all ihrer Schönheit bewundern.

Achtlos lies sie die Decke von ihren Schultern gleiten. Katzenhaft umrundete sie den Zuber und strich an Sha´ira vorbei. Anmutig zog sie diese herum und imnächsten Moment berührten sich ihre Lippen, ein zarter Kuss, eine liebende Umarmung. Sha´iras rundes Gesicht strahlte vor Glück und sie konnte nicht anders als sie zu küssen und sie wollte garnichtmehr aufhören.

Langsam ließ sie sich in das warme, duftende Wasser gleiten. Das Säckchen mit dem Salbei trieb auf dem Wasser wie ein herrenloses Floß. Sha´iras Brüste schienen auf den kleine Wellen zu treiben und ihr tief grünes Haar schwebte schwerelos im Wasser. Lydias Finger wanderten gemächlich Sha´iras Schenkel nach oben, über ihre Seite, bis sie die Brüste erreichte und zarte Kreise um ihre Brustwarzen zog. Sha´ira beugte sich vor, nahm ihren Kopf in beide Hände und zog sie sachte zu einem Kuss heran. Sie kicherte als sie zu Vernita hinübernickte.

" Ob die wohl neidisch auf uns ist ? ", fragte Lydia und grinste breit.

#2542
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Es passte Miandra nicht wirklich, dass ihr Vernita bei der Bandage half, aber sie widersprach nicht und machte auch sonst keine Anstalten deswegen. Sie wusste, dass es so schneller gehen und der Verband besser halten würde. Nur als Vernita den Verband festknotete, verzog sie kurz vor Schmerzen das Gesicht, ansonsten blieb sie ausdruckslos, während sie dieser zuhörte.

Doch kaum, dass die Elfe sich wieder entfernt und zu Ende gesprochen hatte, ging die Türe knarrend auf. Erst trat die Wirtin mit einer freundlichen Begrüßung herein, achtete aber nicht länger auf sie, sondern kümmerte sich um einen weiteren Zuber. Nur wenige Sekunden später folgten auch Lydia und Sha´ira, die ihr persönlich keine wirkliche Beachtung schenken, worüber sie froh schien. Miandra beäugte das Geschehen ein wenig, während sie zu dem Schemel ging und sich Hose, Schuhe und das Hemd schnell überzog. Für Miandras Geschmack wurde ohnehin schon genug geredet, von daher störte es sie nicht wirklich, dass die beiden Gören das Gespräch unterbrochen hatten. Was aber nicht bedeutete, dass sie das Verhalten der beiden gerne beobachtete. Es war also an der Zeit von hier zu verschwinden.

„Ja, wir werden sehen“, war daher auch alles was sie nur noch zu Vernita sagte. Als Miandra fertig angekleidet war, verließ sie den Raum wortlos und schloss die Türe hinter sich. Sie schlenderte erst zurück in den Schankraum, wo sie sich noch einen Becher Milch gönnte. Etwas von dem Brot und anderen Lebensmitteln legte sie in einen der Körbe und ging damit bestückt zurück auf ihr Zimmer. Seufzend setzte sie sich auf das Bett und starrte einige Sekunden gedankenverloren aus dem Fenster. Erst anschließend durchstöberte sie ihre Tasche, zog einen Kamm daraus hervor und begann sich damit ihre noch nassen pechschwarzen Haare zu kämmen. Dabei glitten ihre Gedanken erneut in alle erdenklichen Richtungen, und so kämmte sie ihre Haare länger als nötig. Erst nachdem ihr dies aufgefallen war, packte sie den Kamm wieder weg. Kurz sah sich Miandra ein wenig planlos in dem kleinen Raum um, doch dann schnallte sie ihre Rüstung von der Tasche ab, holte sich von unten noch saubere Tücher sowie eine Wasserschüssel und begann diese so gut wie möglich von Schmutz und Blut zu befreien, wobei sie jedoch auch nicht wirklich konzentriert wirke.

Modifié par Kaysallie, 26 juillet 2012 - 12:23 .


#2543
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
Vernita zog scharf die Luft ein, als die beiden Mädchen einfach in den Raum geplatzt kamen und Miandra und sie störten, doch sagte sie nichts weiter dazu. Um Miandras willen. Stattdessen beobachtete sie die schwarzhaarige Frau dabei wie diese sich ankleidete. Währenddessen zog sie ihre eigenen Sachen aus und ließ sie neben dem Hemd zu Boden fallen. Dabei fiel ihr der Zimmerschlüssel in die Hand, welche sie Miandra mit den Worten „Hier, den wirst du brauchen" in die Hand drückte, woraufhin diese nur nickte.
 
Nachdem die schwarzhaarige Frau dann den Raum verlassen hatte, seufzte die Elfe leise, wobei sie ihren nackten Körper hinunterblickte. Er war wirklich ziemlich stark mit Schmutz, Blut und Schweiß bedeckt. Der Verband, der um die ihre Brust gewickelt war, musste ebenfalls gewechselt werden. Sie würde Miandra nachher fragen, ob sie ihr dabei helfen könnte. Doch zunächst war ein Bad dringend notwendig.
 
So stieg sie in den Zuber, in dem vorhin noch Miandra gelegen hatte. Das Wasser hatte sich schon etwas abgekühlt, war aber immer noch warm genug, um sich damit anständig waschen zu können. So griff sich die Elfe auch gleich die Seife und begann mit einer gründlichen Reinigung ihres Körpers.
 
Während sie das tat, dachte sie ununterbrochen an Miandra und fragte sich abermals, ob diese jemals so für sie empfinden würde, wie es Vernita für sie tat. Doch dann fielen ihr auch schon wieder Leanoras Worte ein. Dass Miandra damit vielleicht überfordert war und Zeit benötigte. Innerlich stimmte die Elfe der Frau nun endgültig zu. Miandra und sie waren sich zwar schon etwas näher gekommen, doch immerhin erst seit einigen Tagen. Auch wenn diese Tage der Elfe wie eine Ewigkeit vorkamen. Sie musste sich also in Geduld üben. Keine leichte Aufgabe für jemanden wie sie, die nicht gerade für ihre Gelassenheit bekannt war. Aber sie würde es schon schaffen. Davon war Vernita überzeugt.
 
Sie schob den Gedanken zur Seite und konzentrierte sich zum ersten Mal an diesem Tag auf ihre Mission. Sie hatten noch einiges vor sich, und sie hatten zudem hier schon mehr Zeit verplempert als es die Elfe geplant hatte. Somit war nun der Augenblick gekommen, indem sie endlich in die Gänge kamen. So beeilte sie sich mit ihrer Körperpflege. Nahm zum Schluss noch ihren nassen Verband ab und warf diesen auf den Boden. Sofort lief ein dünnes Blutrinnsal aus der Wunde und färbte das nicht mehr ganz saubere Wasser rot. Vorsichtig untersuchte Vernita die Wunde, welche schon dabei war, sich zu verschließen. Die Elfe grinste leicht. Sie hatte eben gutes Heilfleisch…ansonsten wäre sie wohl auch schon lange einer ihrer zahlreichen Verletzungen erlegen.
 
‚Eine weitere Narbe auf meinem Körper‘, dachte Vernita beiläufig, während sie ihre Wunde untersuchte. ‚Na ja, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an.‘
 
Sie beendete ihre Körperpflege, erhob sich und stieg anschließend aus dem Zuber. Ein Blick auf die beiden Mädchen zeigte ihr, dass diese immer noch mehr mit sich selbst als mit dem Reinigen ihrer Körper beschäftigt waren. Vernita verdrehte genervt die Augen.
 
„Beeilt euch mal ein wenig, ihr beiden! Wir wollen bald los und haben nicht ewig Zeit, um auf euch zu warten!“ brummte sie, während sie sich selbst mit einem der Handtücher abtrocknete. Anschließend legte sie erneut den alten Verband provisorisch an, um ihre Kleidung nicht mit ihrem Blut zu versauen, welche sie auch im Anschluss direkt wieder anzog. Kaum war sie damit fertig, verließ sie den Baderaum und machte sich auf den Weg in die Schankstube. Ein kurzer Blick zeigte ihr, dass sich weder Miandra noch Leanora hier aufhielten. Sie waren bestimmt auf ihren Zimmern. Und dorthin ging nun auch Vernita, wo sie dann auch auf Miandra traf, die gerade dabei war, ihre Rüstung einer Reinigung zu unterziehen.
 
„Du bist also mit den Vorbereitungen für unseren Aufbruch beschäftigt!“ stellte die Elfe lächelnd fest. „Das ist gut. Wird Zeit, dass wir von hier verschwinden…doch zuvor muss ich dich noch um einen Gefallen bitten…“
 
Vernita machte eine kurze Pause, während sie ihr Hemd erneut auszog. „Kannst du mir helfen, meinen Verband zu wechseln?“ Ihr Blick fiel dabei auf das Verbandszeug, welches sie sich in der letzten Nacht von Mika hatte geben lassen und es anschließend auf dem Tisch abgelegt hatte. „Das würde mir die Sache sehr erleichtern.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 29 juillet 2012 - 08:30 .


#2544
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Leanora war relativ schnell fertig. Sie musste lediglich den Staub, den sie im Pferdestall aufgegabelt hatte, aus ihrem Gesicht waschen und sich frische Kleidung anziehen. Sie hatte zwar keine Ahnung, wie spät es war, aber zu lange durften sie alle nicht mehr trödeln, sonst würden sie an diesem Tag nicht soweit kommen wie sie vorhatten.

Also lief sie zurück zu den Pferden, wo sie nacheinander die Tiere aufsattelte und aufzäumte und sie anschließend im Hof an den Haltepflöcken befestigte. Somit mussten sie vor ihrem Aufbruch nur noch die beiden Packpferde beladen und es stand ihrer Abreise nichts mehr im Wege.

Trotz ihrer Angst vor dieser Mission, denn dass diese nicht einfach werden würde, war ihr klar, freute sie sich ein wenig. Endlich konnte sie wieder einige Tage im Sattel und Zeit mit ihrem Pferd verbringen. Donas hatte sie am allermeisten vermisst, seit sie im Kloster war. Unweigerlich schlugen ihre Gedanken andere Wege ein. Denn denjenigen, den sie nun am meisten vermisste, war Sengaal. Am schlimmsten war diese Ungewissheit. Wenn sie wenigstens wissen würde, ob er wohlauf war, dann würde auch die zusätzliche Unruhe wegen dem Inquisitor weichen. Aber so musste sie doch andauernd irgendwie daran denken, was sich zwischenzeitlich wohl im Kloster abgespielt hatte.

Leise seufzte sie und tätschelte Donas' Hals. Es wurde Zeit, dass die anderen langsam kamen.

Modifié par Bellandyrs, 30 juillet 2012 - 08:32 .


#2545
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Miandra wandte den Blick zur Seite, aber erst als das Wort ‚Gefallen‘ ihre Ohren erreichte, und beobachtete Vernita für einige Augenblicke. Als diese fertig gesprochen hatte nickte sie nur und legte die Rüstung zur Seite. Komplett fertig war sie mit der Reinigung zwar noch nicht, aber der meiste Dreck war abgewaschen. Anschließend ging Miandra weiterhin wortlos zu dem Tisch, nahm das Verbandszeug und trat vor die Elfe. Der alte Verband war schnell entfernt, da er ziemlich locker umgebunden war, und sie ließ ihn einfach achtlos zu Boden gleiten.

Danach musterte Miandra kurz die Verletzung, aber anhand ihres Gesichtsausdrucks hätte man wohl nicht bestimmen können, ob die Wunde gut oder schlecht verheilte. Sie führte es auch nicht weiter aus, sondern begann sogleich die neue Bandage um den Brustkorb der Elfe zu wickeln – auch da sie weder Nähzeug besaß, noch etwas um die Wunde zu reinigen.

Ordentlich und mit ruhigen Händen verdichtete sie die Verbandsschicht Stück für Stück und knotete letztlich die Enden fest zusammen. Danach ließ sie ihre Hände langsam nach unten sinken, hob stattdessen den Blick und sah Vernita zum ersten Mal, seitdem diese den Raum betreten hatte, direkt in die Augen. Nur zwei Lidschläge später wandte sich Miandra jedoch vollends von der Elfe ab und ging zurück zu dem Bett, auf welchem sie ihre Tasche derweil platziert hatte. Diese durchstöberte sie kurz.

„Hier, für dein Haar“, meinte sie, während sie der Elfe den Kamm entgegenhielt, welchen sie zuvor gerade benutzt hatte. Dieses Mal jedoch ohne überhaupt in deren Richtung zu schauen.

#2546
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
„Danke“, meinte Vernita lächelnd und nahm von Miandra den Kamm entgegen. „Für alles.“
 
Anschließend setzte sie sich und fuhr damit durch ihre frisch gewaschenen Haare. Trotzdem schien sie einige Schwierigkeiten damit zu haben. „Ach, ich hasse meine Haare“, fluchte die Elfe, während sie versuchte, eben diese zu bändigen. „Ich kann die so viel waschen wie ich will, die sind und bleiben einfach nur widerspenstig.“
 
Nach einer Weile war Vernita dann doch soweit, die gröbsten Knoten aus ihrer Haarpracht gelöst zu haben. Sichtlich erleichtert zupfte sie die Haare aus den Kammzähnen, welche sich darin verfangen hatten, bevor sie diesen Miandra zurückgab. „Hier, hast du deinen Kamm zurück.“
 
Nachdem das erledigt war, zog die Elfe sich an, zuerst ihre Unterkleidung und anschließend auch wieder ihre Rüstung. Zuletzt hängte sie ihre Waffen auf ihren Rücken und setzte zum Abschluss ihren Helm auf.
 
„So, jetzt kann es losgehen“, meinte sie noch, während sie ihr übriges Zeug in ihre Tasche stopfte, inklusive des Verbandzeugs. „Bist du auch soweit, dass wir von hier verschwinden können?“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 30 juillet 2012 - 06:29 .


#2547
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Nur leicht hob Miandra den Blick, als sich die Elfe bei ihr bedankte, doch als diese weiterredete und sich zu kämmen begann, senkte sie ihren Blick wieder und begann sich ihre Rüstung anzuziehen. Dabei wirkte sie ziemlich auf dieses Vorhaben fokussiert, aber eigentlich hörte sie der Elfe ganz genau zu.

„Kann mich nicht erinnern dich jemals mit einem Kamm gesehen zu haben“, sagte Miandra mit einem leicht amüsierten Grinsen, nachdem ihr die Elfe das Haarwerkzeug zurückgegeben hatte. „Vielleicht liegt es ja daran.“

Sie packte den Kamm wieder weg, sowie die neuen Schuhe, welche sie mit deren Riemen an der Außenseite ihres Beutels befestigte, um sie so am besten mitnehmen zu können. Ihre restliche Kleidung beließ sie unter der Rüstung an.

„Ja“, meinte Miandra nur knapp auf die letzte Frage von Vernita, nachdem sie sich die Rüstung sowie ihren Waffengurt schließlich angelegt hatte. Nur die Lebensmittel, welche sie vorhin mit nach oben genommen hatte, verstaute sie noch geschwind in ihrer Tasche, bevor sie diese zuschnürte und sich um ihre gesunde Schulter hing. Ohne noch einen prüfenden Blick auf den Raum zu werfen, ging sie einfach an der Elfe vorbei und verließ das Zimmer.

Schnell war Miandra die Treppe nach unten geeilt und in dem Schankraum angekommen. Nur kurz überblickte sie alles, doch da sie die Wirtin nirgendwo ausmachen konnte, ging sie direkt weiter durch die große Eingangstüre nach draußen und anschließend zielstrebig in die Richtung des Stalls. Von der Weite konnte sie Leanora bereits erkennen, sowie all die Pferde, die bereits zum Aufbruch bereit in einer langen Reihe neben den Stallungen standen.

Miandra seufzte einmal ein wenig unruhig, ehe sie ihren Gang fortsetzte. Die blonde Frau streichelte gerade den Fuchshengst, von dem diese schon mehrmals gequasselt hatte. Miandra sah keinen wirklichen Unterschied zwischen diesem angeblich besonderen Gaul und all den anderen Pferden…

„Ich muss gestehen, dass ich noch nicht oft die Ehre hatte auf einem Pferderücken zu sitzen“, sagte sie nüchtern als sie mit gutem Abstand vor dem Tier stand. Anschließend schielte sie mit eisigem Blick ein wenig zu Leanora hinüber. „Wir missbrauchten diese Geschöpfe lieber für schwere Zugarbeit, anstatt auf ihnen durch die Gegend zu stolzieren, um unsere eigenen Füßchen zu schonen.“ Die Worte hatten einen leicht giftigen Unterton mit sich, der vielleicht gar nicht gewollt war. Wahrscheinlich war Miandra der Gedanke nur flau im Magen, länger als nötig reiten zu müssen, wo sie es nie wirklich gebraucht oder gelernt hatte. Und mit Sticheleien lenkte man schließlich am besten von den eigenen Problemen ab…

Modifié par Kaysallie, 01 août 2012 - 12:27 .


#2548
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
„Dann los“, meinte Vernita noch, bevor sie sich ihre Tasche umhängte und Miandra folgte. Sie schloss die Tür hinter sich, verriegelte sie anschließend und nahm auch den Schlüssel mit.
 
„Ich hab’s irgendwann aufgegeben mit meinen Haaren, aber das Problem hatte ich schon immer“, grinste die Elfe noch, während die beiden die Treppe nach unten hinabstiegen. „Und ich hatte auch mal eine so lange Mähne auf dem Kopf wie du.“
 
Als die beiden dann im Schankraum ankamen und von der Wirtin keine Spur entdecken konnten, wandte sich Vernita noch einmal an Miandra, ehe diese das Haus verließ. „Ich suche dann mal unsere Gastgeberin. Schließlich gibt es noch einige Vorräte zu besorgen.“
 
Dann wandte sie sich ab und ging schnellen Schrittes in Richtung Küche, wo sie dann auch auf die Wirtin traf, welche dort einige Töpfe reinigte und die Überreste des Gelages von gestern Nacht entsorgte.
 
„Da seid Ihr ja“, begrüßte Vernita die Frau. „Wir wollen nun aufbrechen, doch dazu benötigen wir noch Vorräte für unsere Reise. Vor allem haltbare Lebensmittel wie getrocknete Früchte, Brot und Räucherfleisch, wenn Ihr so etwas habt. Habt Ihr was zu schreiben? Dann mache ich Euch eine Liste.“
 
„Ja, sicher“, antwortete die Frau mit einem freundlichen Lächeln. „Schaut unter der Theke im Schankraum nach. Da findet Ihr Papier und einen Kohlestift. Bedient Euch.“
 
Die Elfe nickte nur, bevor sie zurück in den Schankraum trat und nach kurzem Suchen auch das fand, was sie brauchte. Sie lehnte sich mit dem Stift in der Hand über die Theke und überlegte kurz. Dann fing sie an zu kritzeln. Sie bestellte recht großzügig, da sie davon ausging, dass sie alles in allen etwa zwei Monate unterwegs sein würden. Und dabei hoffte sie ebenfalls, dass Leanora noch ein paar Sovereigns übrig hatte, denn ihre letzten Geldreserven würden dafür wohl nicht ausreichen. Es wurde langsam Zeit, dass sie mal wieder eine Arbeit übernahm, für die sie auch bezahlt werden würde. Während sie so über die Theke gebeugt dastand und überlegte, was sie noch brauchen könnten, trat ein Mann mittleren Alters vor sie und blickte sie aus glasigen Augen an.
 
„Schenkst du mir ein Bier ein, Täubchen?“ lallte er recht unverständlich vor sich hin, wobei er sich an der Theke abstützen musste, um nicht umzufallen, da er sehr wackelig auf den Beinen zu sein schien. „Ich hab‘ sooo einen Durst.“
 
Vernita hob ganz langsam den Blick und anschließend den Kopf und fixierte den Mann vor sich mit zusammengekniffenen Augen. Dabei knirschte sie leicht mit den Zähnen.
 
„Was is denn nun, Schätzchen? Ich warte…“, brachte der Mann mit Mühe hervor.
 
„Ich kann dir auch ein paar vor’s Maul geben, du Schluckspecht! Wäre dir damit auch gedient? Ich arbeite nicht hier, also quatsch mich gefälligst nicht von der Seite an, du Genlockvisage“, zischte die Elfe böse.
 
„Was ist das denn für ne unfreundliche Bedienung hier?“ protestierte der Mann lallend. „Wo ist deine Herrin…das wird Folgen haben…“
 
Vernita wollte gerade schon ausholen und ihr Gegenüber mit einem Schlag zum Schweigen bringen, als die Wirtin bereits aus der Küche herausgeschossen kam und sich einmischte. „Aber, aber, was ist denn hier los? Jonas, du sollst doch nicht immer meine Gäste belästigen! So langsam solltest du doch wissen, wer hier arbeitet und wer nicht!“
 
„Entschuldige, Frieda“, meinte der Mann beschämt. „Aber ich hab‘ so’n Durst, da vergesse ich das schon mal.“
 
„Du hast noch genug intus, mein Freund“, lächelte die Frau freundlich. „Hier hast du eine Milch. Die wird dir gut tun.“
 
Die Wirtin schenkte sogleich einen Becher voll ein, welchen sie vor sich auf die Theke stellte.
 
„Aber ich wollte doch…“, begann Jonas, doch als er den freundlichen, doch auch ermahnenden Blick der Wirtin sah, lenkte er sofort ein. „Schon gut, Frieda. Danke für die Milch.“
 
Der Mann griff sich den Becher und leerte ihn mit einem Zug. Dann stellte er ihn wieder ab und wankte von dannen. „Ich geh‘ dann mal wieder ins Bett“, murmelte er dabei vor sich hin.
 
„Entschuldigt, dass der alte Jonas Euch belästigt hat. Aber seit seine Frau letztes Jahr ums Leben gekommen ist, war er keinen Tag mehr nüchtern. Er kommt einfach nicht über diesen Verlust hinweg.“
 
„Schon gut“, erwiderte die Elfe sichtlich ruhiger, bevor sie der Frau das beschriebene Blatt Papier und den Zimmerschlüssel überreichte. „Hier habt Ihr die Liste, sowie den Schlüssel für unser Zimmer. Lasst alles nach draußen schaffen, damit wir bald aufbrechen können, und dann reden wir auch über das, was wir Euch schulden.“
 
„Ja, ich lasse das gleich erledigen.“
 
Vernita nickte der Wirtin noch einmal zu und verließ dann anschließend ebenfalls das Gasthaus. Draußen sah sie bereits Leanora und Miandra bei den Pferden stehen und auf sie warten. Nur von Sha’ira und Lydia fehlte noch jede Spur.
 
„Da seid ihr ja. Bereit für die Abreise? Verpflegung habe ich bereits geordert, nur mit der Bezahlung könnte es ein Problem geben“, bemerkte die Elfe zur Begrüßung, als sie die beiden Frauen erreichte. „Ich hoffe, du hast noch etwas Geld übrig, Leanora, sonst müssen wir wohl doch noch den Abwasch machen. Und wo sind die beiden Bälger schon wieder? Suhlen die sich immer noch im Badezuber?“
 
 
 

Modifié par Aliens Crew, 02 août 2012 - 06:32 .


#2549
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Leanora schmunzelte insgeheim und nahm Miandra ihren Seitenhieb nicht weiter krumm. Dass die Reiterei auch als Fortbewegungsmittel diente, war schließlich den Mägden und Knechten oder dem armen Volk in der Tat normalerweise verwehrt.

„Das ist auch völlig in Ordnung, Pferde sind zumeist schließlich Nutztiere“, antwortete sie deshalb nur. „Aber glaubt mir, es sind schon sehr viele Leute sehr dankbar gewesen, wenn sie sich keine Blasen laufen mussten und dafür um so schneller mit dem Pferd unterwegs waren. Zudem könnte es schon sein, dass sich Muskelkater bemerkbar macht, wenn man es nicht gewohnt ist, im Sattel zu sitzen. Wenn Ihr meinen Rat annehmen wollt, so nehmt am Anfang das weiße Pferd, es ist relativ ruhig und wird Euch keine Schwierigkeiten machen. Oder den größeren von den beiden Braunen.“

Sie war gespannt, ob Miandra ihren Rat befolgen, oder rein aus Trotz Aris nehmen würde, der in Sachen Temperament Donas sehr ähnelte. Bei dem Gedanken daran musste Lea an sich halten nicht zu lachen, denn im Geiste sah sie Miandra in hohem Bogen von Aris abgeworfen im Dreck liegen, nur weil sie ihre Sturheit nicht überwinden konnte. Aber sie hoffte dennoch, dass die schwarzhaarige Frau so schlau war und auf ihr Urteil vertrauen würde.

Bevor sie sich jedoch weiter unterhalten konnten, stieß Vernita zu ihnen und verkündete, dass sie die Verpflegung bereits angefordert hatte.
„Ich hab die beiden noch nicht gesehen, seit ich den Tisch verlassen habe“, teilte sie der Elfe mit. „Na das mit der Bezahlung werden wir noch hinkriegen, im Moment reicht es sicher noch. Aber ein wenig haushalten werden wir schon müssen. Es ist auch zu doof, dass ich noch immer nicht in der Stadt zum Verwalter kann und dort an die Ersparnisse. Die wissen schließlich noch nicht, dass ich unschuldig bin“, grummelte sie leise.

Sie überprüfte nochmal den festen Sitz der Taschen an den Packpferden.

„Es wird Zeit, dass die beiden Mädchen auftauchen, damit wir los können“, meinte Lea abschließend.

Modifié par Bellandyrs, 03 août 2012 - 03:05 .


#2550
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Sie wusste nicht, wie viel zeit sie im Zuber verbrachten, aber als die Wirtin durch den Türspalt spitzte und ihnen mitteilte, das die krummnasige Elfe auf sie wartete wusste sie, das es wohl etwas zu lang für den Rest der Gruppe war.
Nur wiederwillig löste sie sich von Sha´ira, stieg aus dem Zuber und rollte sich in eines der großen Tücher ein, die auf einem Schemel bereitlagen. Das Bad hatte sie ein stückchen weiter zurück zu den Lebenden geholt, aber wirklich ganz lebendig fühlte sie sich immer noch nicht.

" Komm liebes, wir wollen ja nicht, das unsere krummnasige Freundin an Aufrgung eingeht", lachte sie zu Sha´ira, trocknete sich ab un schlüpfte wieder in ihre Kleidung. Das Leder hatte in der Sonne gelegen und sich aufgeheitzt, und so fühlte sie sich, als hätte sie sich in eine warme Decke eingerollt.

Geschwind eilte sie nach draußen und fand den Rest der Truppe schon zusammen mit den Pferden versammelt auf dem Hof.

" Ich hoff doch, wir haben nichts verpasst", sagte sie und griff nach Sha´iras Hand.

" Habt ihr euch eigentlich schon überlegt, was wir alles brauchen ? Ich empfehle, das wir alles noch einmal fix durchgehen, besser man hat als man hätte. "