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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#2626
Aliens Crew

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„Verdammt noch mal! Was ist hier los?“ erwiderte Vernita lautstark, doch auch mit einer Spur von Angst. Sie machte sich gerade riesige Vorwürfe, und gleichzeitig verspürte sie zudem den dringenden Wunsch, Sha’ira das Fell über die Ohren zu ziehen. Hätte diese sich nicht so kindisch benommen, dann wäre das alles sicher nicht passiert. Wut vermischte sich gerade in Vernitas Innern zusammen mit Angst zu einer sehr gefährlichen Kombination.
 
„Ich habe ihr Tuch hier auf dem Boden gefunden!“ sagte sie noch sehr erregt, während sie zu der besagten Stelle zurückging. Dort ging sie erneut in die Hocke und nahm ein zweites Mal das Stück Stoff auf, so als ob ihr dies Aufschluss über den Verbleib der Frau geben würde. Doch diesmal suchte sie ebenfalls den übrigen Boden im Umkreis ab…und fand einige Fußspuren im schlammigen Erdreich, die eindeutig von Miandra stammen mussten. Diese bewegten sich vom Teich weg in Richtung Unterholz.
 
„Leanora!“ meinte Vernita sehr ruhig und gefasst, obwohl ihr Herz vor Angst und auch von ersten Anzeichen von Panik heftig zu schlagen begonnen hatte. Gleichzeitig band sie sich das Tuch um ihre rechte Hand. „Geh zurück ins Lager und hole die anderen her! Wir müssen zusehen, dass wir Miandra wiederfinden! Ich denke, sie steckt in großen Schwierigkeiten!“
 
Nach diesen Worten setzte sich die Elfe in Bewegung und folgte der Spur in Richtung des Waldrandes, wobei sie erneut zu ihren Waffen griff.
 

#2627
BindweedSaturnfrost

BindweedSaturnfrost
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Erik zielte noch immer auf die Köpfe der beiden Kinder. Eigentlich war es falsch, das wusste er. Man bedrohte keine Kinder und keine Frauen. Aber in seinen Augen waren sie nicht wirklich Kinder, zumindest nicht irgendwelche. Sie waren freche Gören, Dämonen, gefährlich für ihn, seine neuen Gefährten und für die Allgemeinheit.

„Damit eines klar ist. Mit mir werdet Ihr eine derartige Scheisse niemals abziehen. Ist das klar?“ sprach er mit ernsten boshaften Worten. Direkt ließ er den Pfeil los, der sofort loszischte, eine Haarsträhne von Lydia mitnahm, ehe er sich in die harte Rinde des Baumes bohrte. Mit ihm konnte man nicht solche Spielchen treiben. Immerhin hatte er fast zwanzig Jahre mehr auf dem Buckel, und er hatte auch keine Skrupel davor, den kleinen Manieren beizubringen. Auf alte traditionelle Art. Die harte.

Erik drehte sich um, und ging wieder in Richtung des Kochtopfes. Er nahm den Deckel ab und blickte hinein, ein herrlicher Duft kam ihm entgegen. Fertig war das Essen leider noch nicht. Also rührte er noch ein paar mal darin herum.

Er wollte sich gerade setzen. ‚Das gibt es doch nicht. Die anderen bleiben aber lange weg, und das um diese Zeit. Ach die werden schon wieder auftauchen, immerhin haben sie ja Vernita bei sich.‘ , dachte er sich und blieb doch stehen.

Ein leichtes Drücken machte sich breit in seinem Unterleib. Er war den ganzen Tag über nur geritten, ohne Pause. Das machte sich nun in der Blase bemerkbar. Da die zwei kleinen Elfen sowieso fest angebunden waren, konnte es nicht schaden sich mal kurz zu entfernen um sich zu erleichtern.

Also stapfte er weg vom Lager, tiefer in den Wald und durch das Gestrüpp um einen ungestörten Platz zu finden. Als er diesen erreicht hatte, blieb er stehen, öffnete die Knöpfe seiner Hose und holte sein bestes Stück heraus. Es war ein gewaltiger Druck darauf, der sich den ganzen Tag angesammelt hatte. „Ahhhh....“, stöhnte er vor Erleichterung. Plötzlich flog ein Schwarm voller Glühwürmchen auf ihn zu, die sich auf sein bestes Stück setzten. „Was zum????“, stieß er aus, und ehe er sich versah, verzierten sie sein Geschlechtsteil das nun heller leuchtete als der Mond.

#2628
Kaysallie

Kaysallie
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Eine spärlich bekleidete, weibliche Gestalt war in der Mitte der Lichtung aufgetaucht, wo gerade erst Miandra selbst gestanden hatte und schwebte knapp über dem Boden. Ihre Haut glänzte in einem zarten Violett und die erhärteten Brustwarzen ihres prallen Busen waren nur von zwei funkelnden Ketten bedeckt, die bis hinauf zu ihrem Hals führten und diesen umschlossen. Kein einziges Haar zierte ihren hageren Kopf, stattdessen ragten zwei lange dunkle Hörner, ähnlich wie die eines Widders, aus dem Schädel heraus und purpurfarbenes Feuer stieg magisch dazwischen empor.

Miandra war bei dem Anblick dieser Kreatur erstarrt. War sie vorhin am Teich eingeschlafen und träumte all das hier nur? Es schien zumindest alles andere als real zu sein. Warum fühlte es sich dann aber wie die Wirklichkeit an?

Die Gestalt begann urplötzlich hämisch zu lachen. Miandra musste sich unweigerlich die Ohren zuhalten, da die Laute schrill und impulsiv von allen Seiten gegen ihr Gehör donnerten.

„Ihr Menschen seid so armselig!“ schrie die Kreatur dazwischen und lachte danach triumphierend weiter. Plötzlich jedoch wurde sie wieder ganz ruhig und bewegte sich wie in Zeitlupe auf Miandra zu. Vorsichtig wie eine Katze setzte sie ihre Schritte, jede ihrer Bewegungen elegant und anziehend, doch keines ihrer hufartigen Beine schien den Boden dabei zu berühren, sondern schwebte einfach darüber hinweg. „Aber keine Sorge, ich werde Euch von dem Leid Eures kümmerlichen Lebens endgültig befreien.“

„Bleibt, wo Ihr seid, Dämon!“ fauchte Miandra daraufhin und für diesen kurzen Augenblick war sogar ein wenig Mut zurück in ihre Glieder gekehrt. Doch nur einen Lidschlag später, wurde ihr Gesicht kreidebleich. Intuitiv wollte sie bei ihrer Drohung ihre Dolche ziehen, aber sie hatte ihren Waffengurt neben dem Feuer liegen gelassen, als sie zum Teich gegangen war. Wie konnte sie nur so dämlich sein!?

„Es war die Wut, die Euch zur Torheit geführt hat. Aber macht Euch nichts daraus. Eure Zahnstocher hätten hier ohnehin nichts gegen mich ausrichten können“, sagte die Kreatur, wobei ein selbstgefälliges Grinsen ihr Gesicht verätzte. Kurz war sie bei den Worten stehen geblieben, musterte Miandra dabei von oben bis unten und leckte sich anschließend lüstern über ihre farblosen Lippen. Fassungslos fixierte Miandra den Dämon und krallte sich mit beiden Händen panisch an die Rinde der Bäume hinter sich. Konnte er etwa ihre Gedanken lesen?

„Ihr seid ja doch nicht so dumm, wie Ihr ausseht“, grinste das Wesen weiterhin arrogant, ehe es sich wieder in Bewegung setzte. So langsam und geschmeidig wie zuvor, schwebte es über den Boden auf Miandra zu, während es weitersprach. „Eure Gedanken sind jedoch ziemlich sprunghaft und wirr. Aber gerade eben fragt Ihr Euch, wieso Ihr hier seid und was ich nun gleich mit Euch anstellen werde, nicht wahr?“

Miandra erwiderte nichts auf die Frage des Dämons. Schock und Verzweiflung standen ihr ins aschfahl gefärbte Gesicht geschrieben, was als Antwort ebenso genügte.

„Nun… Ihr habt selbst Schuld, dass Ihr hier seid. Nur ein so verbittertes Herz, wie das Eure, folgt den Rufen meiner Stimme. Und ich habe viele Dekaden darauf gewartet, dass jemand wie Ihr diesen abgelegenen Teil des Waldes betritt!“

Die schwarzen Augen des Dämons begannen plötzlich zu glühen, während sie Miandra fixierten. Dieser blieb augenblicklich die Luft weg, jeder Muskel ihres Körpers verkrampfte sich und wurde schwer wie Blei. Sie versuchte zumindest ihre Finger zu bewegen, doch nicht einmal das gelang ihr.

„Versucht erst gar nicht, gegen meine Macht anzukämpfen. Der Schleier an diesem Ort ist zu dünn, um sich dieser zu widersetzen. Hier könnt Ihr gar nichts tun!“ wieder lachte der Dämon amüsiert über die ausweglose Lage seines Opfers und kurz darauf kam er knapp vor der schwarzhaarigen Frau zum Stillstand.

„Was wisst Ihr schon!“ zischte Miandra, während sie nach Luft rang, doch kein weiteres Wort war ihr zu sprechen möglich, da sich ihre Kehle sofort wieder zuschnürte. Schweißperlen hatten sich auf ihrer Stirn gesammelt, ihre blassen Lippen zitterten und starr war ihr Blick auf das Subjekt vor sich gerichtet. Ihre Gedanken gingen unweigerlich in verschiedenste Richtungen, auch wenn sie wusste, dass diese Bestie vor ihr jeden davon lesen konnte. Sie dachte an den Moment zurück, als sie in Fort Drakon gefangen und dem Ende ebenso nahe gewesen war, wie gerade eben. Träumte sie all das vielleicht doch nur? Oder kam es ihr nur so vor, weil diese Situation so plötzlich herbeitgetreten war? Und wenn es wirklich die Realität war… Niemals würde sie erfahren, was mit ihrer kleinen Tochter und all den anderen Kindern geschehen war, wenn sie hier sterben würde. Ob sie auch, so wie Leanora, vor Andraste treten und ihre Familie wiedersehen würde? Eigenartigerweise, beruhigte sie dieser Gedanke…

Mit einem der vielen krallenartigen Fingern streichelte ihr der Dämon langsam über die Wange. „Mehr als Ihr ahnt, mein Täubchen.“ Sachte fuhr er anschließend weiter nach unten bis zu ihren Brüsten und trotz der festen Lederrüstung, die Miandra trug, fühlte es sich für sie so an, als würde sie vollkommen nackt und entblößt hier stehen. Jedes noch so feine Härchen ihres Körpers stellte sich dabei auf, wie wenn ihr ein kalter Wind direkt in den Nacken geblasen hätte.

Das Gesicht des Dämons verzog sich zu einem noch breiteren Grinsen. Er presste seine Klaue fester gegen die Brust der Frau, wodurch diese einfach durch deren Rüstung, Haut und Fleisch glitt, ohne dabei auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen, als würde sie aus keinerlei Materie bestehen. Miandra sog dennoch scharf Luft ein und presste die Augen schmerzhaft zusammen. Wie von tausend Eiszapfen gestochen, breitete sich eine Eiseskälte in ihrem Brustkorb aus, umschloss ihr Herz und schien ihr das Leben auszusaugen.

„Ah… das ist es also, was diese Seele so zerbrochen hat … wie tragisch“, flüsterte der Dämon leise zu sich selbst, jedoch in einem zynischen Tonfall. „Oh ja, mit Euch habe ich einen ausgezeichneten Fang gemacht. Ihr werdet mir gute Dienste leisten. Endlich werde ich diesen Ort hier verlassen können!“

Bei den letzten Worten begannen die Augen des Dämons ein weiteres Mal grell zu glühen und die gesamte Umgebung erbebte. Doch mehr bekam Miandra nicht mehr mit, da alles vor ihren Augen verschwamm. Das Letzte, das sie hörte, war das schrille Lachen dieser wollüstigen Kreatur, ehe die Kälte ihren gesamten Körper erfasste und ihr Geist an einen weit entfernten Ort driftete.

Modifié par Kaysallie, 18 septembre 2012 - 07:23 .


#2629
Bellandyrs

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Eine eiserne Faust wollte nach Leanoras Herz greifen. In dieser Situation bewies die Elfe wieder einmal mehr, dass sie ein Profi war und sie in gefährlichen Lagen die Nerven bewahren konnte, was Lea von sich nicht gerade behaupten konnte. Sie nickte Vernita lediglich zu, als sie sich zurück auf den Weg ins Lager machte, die beiden Pferde mehr hinter sich herziehend, als neben ihnen hergehend. Eile war geboten, ein Mensch wurde schließlich nicht einfach so vom Erdboden verschluckt.

Hastig band sie die beiden Braunen neben den anderen Tieren an und ging sofort weiter zur Feuerstelle. Ein kleiner, entsetzter und spitzer Schrei verließ ihre Kehle, als sie die Lage überblickte. Erik war, genau wie Miandra, spurlos verschwunden, und die beiden Mädchen waren festgebunden. Lediglich das Fleisch, welches über dem Feuer brutzelte, verströmte seinen leckeren Geruch.

Schnell griff sie nach ihrem Schwert und stürmte zu den Gefesselten. „Seid ihr beiden wohlauf?“ fragte sie besorgt, während sie die Stricke durchschnitt. „Was geht hier vor? Ach was, erzählt später, beeilt euch, wir müssen zum Teich, Miandra ist spurlos verschwunden. Irgendetwas geht hier nicht mit rechten Dingen zu!“
Mit hektischen Schritten lief sie zur Feuerstelle, rührte das Fleisch einmal um, damit es nicht anbrannte, und blickte zurück.
„Wo ist Erik eigentlich hingekommen? Los, trödelt nicht, nehmt eure Waffen und kommt endlich!“ drängte sie die Mädchen noch einmal.
Ihr Schwert noch immer in den Händen haltend, schlug sie den Weg zum Teich ein drittes mal ein. „Andraste, steh uns bei“, flüsterte sie dabei voller Angst.

Ihr Herz klopfte ohnehin schon bis zum Hals, als sie am dicht bewachsenen Weg in geduckter Haltung entlang hetzte. Leas Augen suchten panisch das Unterholz ab, damit sie nicht von etwaigen Feinden überrascht werden konnte. Plötzlich sah sie ein etwa walnussgroßes, unheimlich phosphorisierendes Licht in den Büschen, welches leicht wackelte. In dem Moment blieb sie wie angewurzelt stehen und hätte keinen Tropfen Blut gegeben. Schlich dort etwa ein Werwolf im Unterholz umher? Von diesen Bestien hatte sie schon gehört, aber noch nie einen gesehen. Aber dass diese unheimliche gelb leuchtende Augen hatten, das war ihr bekannt.

Modifié par Bellandyrs, 18 septembre 2012 - 06:00 .


#2630
Aliens Crew

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„Miandra! Miandra, wo steckst du?!?“ rief Vernita in das Dunkel des Waldes hinein, während sie sich durch das dichte Unterholz kämpfte. Die Fußspuren, welche die Elfe am Teich noch ausmachen konnte, verloren sich bereits kurz nachdem sie das schier undurchdringliche Gehölz betreten hatte. „Wenn du mich hören kannst, dann sag’ doch etwas!“
 
Mit ihren Schwertern bahnte sie sich einen Weg durch das Gestrüpp, wobei sie sich gar nicht ausmalen wollte, was der schwarzhaarigen Frau alles zugestoßen sein konnte. Und erneut machte sie sich Vorwürfe, dass sie diese allein zu dem Teich hatte gehen lassen. Nur ein Moment der Nachlässigkeit und nun das. Sie verfluchte sich selbst für diese Torheit.
 
Keuchend zwängte sich die Elfe durch einen besonders widerspenstigen Busch. Dabei schrammte einer der Äste durch ihr Gesicht und hinterließ dort einen schmalen Schnitt, der leicht blutete. Doch Vernita kümmerte das nicht weiter. Noch verbissener als zuvor kämpfte sie sich weiter durch das Gestrüpp. Dahinter lagen verschlungene Pfade, bewachsen von Moos, welche sich durch mächtige und in der Dunkelheit bedrohlich aussehende Bäume schlängelten.
 
„Verdammte Scheiße! Wo lang jetzt?“ grummelte die Elfe vor sich hin und blickte sich dabei suchend um. Doch überall schien es gleich auszusehen. Es gab nur hohe Bäume und moosbewachsener Waldboden und dazwischen ein paar vereinzelte Büsche. Vernita ging in die Hocke, wo sie eingehend den Boden nach Spuren untersuchte. Aber finden konnte sie nichts...kein Abdruck...keine zerbrochenen Zweige oder abgeknickte Äste. Nichts. Es war so, als wäre Miandra vom Erdboden verschluckt worden.
 
Vernita musste sich zusammenreißen, um nicht anzufangen, wie ein kleines Mädchen zu flennen. Sie hielt sich den rechten Handrücken mit dem Tuch darum vor den Mund, während sie leise vor sich hinmurmelte. „Wo bist du nur, mein Schatz? Was ist mit dir geschehen?“
 
 

#2631
Kaysallie

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„Hallo, schöner Mann“, ertönte eine sinnliche Stimme aus der Dunkelheit des Waldes. Kurz darauf hörte man zaghafte Schritte, wie kaum hörbar ein dünner Ast abknickte und ein paar Blätter raschelten. Die schwarzhaarige Frau trat daraufhin hinter einem Baum hervor und musterte Erik von oben bis unten aus ihren kühlen, blauen Augen. Leise begann sie verspielt zu kichern, als ihr Blick auf die Glühwürmchen – und auf das, was diese bedeckten – fiel.

„Wie es aussieht, finden nicht nur Frauen diese Stelle besonders anziehend“, meinte sie kurz darauf in einem hingebungsvollen Tonfall. Langsam fuhr sie sich dabei mit einem Finger über ihre vollen Lippen und befeuchtete diese dadurch sanft, während sie sich entspannt mit dem Rücken an den Baumstamm hinter sich lehnte. Eigenartigerweise, war sie in nichts weiter als ihr dünnes Unterhemd und eine knappe Stoffhose gehüllt. Ihre gesamte Rüstung, die sie zuvor noch getragen hatte, schien sie wohl irgendwo abgelegt zu haben, da davon jede Spur fehlte.

„Ich denke, es wäre nur gerecht, wenn Ihr nun auch einen Teil von mir zu sehen bekommt…“, fuhr die schwarzhaarige Frau lustvoll und überaus berauscht fort. Ihre Hand glitt weiter nach unten über ihr Kinn, bis hinunter zu ihren Brüsten, deren Erregung man bereits durch den dünnen Stoff der Bluse sehen konnte. Ganz zaghaft begann sie die kleinen Knöpfte davon zu öffnen, wodurch nach und nach mehr von ihrer sonnengebräunten Haut freigegeben wurde, dabei ließ sie den Mann vor sich jedoch nicht eine Sekunde aus den Augen.

Modifié par Kaysallie, 19 septembre 2012 - 10:53 .


#2632
BindweedSaturnfrost

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Eriks Blick lag noch immer auf den Glühwürmchen. Was er da sah, konnte er kaum glauben. Er erlebte ja schon so einiges, aber Glühwürmchen, die so etwas besonders anziehend fanden? Er war auch nicht schmutzig oder irgendetwas. Das alles verwirrte ihn im hohen Maße, und zuerst wusste er nicht was er machen sollte, außer dumm zu starren.

Plötzlich nahm er eine Stimme wahr, erschrak und zuckte dabei, wie ein kleines Kind, dass gerade dabei erwischt wurde, wie es etwas anstellte. So etwas war ihm schon ewig nicht mehr passiert. Ruckartig haute er mit der Handfläche all die wunderschönen Glühwürmchen weg, die sich nun alle in der Luft zerstreuten und ein wenig den Platz beleuchteten, genau so schnell knöpfte er auch seine Hose wieder zu.

Noch mit einem mulmigen Gefühl, aufgrund der Tatsache, dass er gerade entdeckt worden war, blickte er in die Richtung, aus der er die Stimme vernommen hatte, die sich so um sein Herz schmiegte, und in ihm einen berauschenden Effekt auslöste. Sie klang so warm, aber gleichzeitig kühl und doch begierig.

Als er genauer hinsah, bemerkte er, dass er die Frau kannte. Er schluckte einmal. „Miandra? Ich, ja, die Glühwürmchen, kennt Ihr Euch damit aus? Ich weiß nicht wie und was da eben passierte, aber....“ da musste er abbrechen. Miandra wollte, dass er ihren Körper sah. Aber war nicht genau sie, diejenige die sehr abweisend zu ihm war? Aus irgendeinem Grund verwarf er die Zweifel schnell wieder, es war als würde ihm genau in diesem Moment jemand dieses Misstrauen aus dem Gedächtnis löschen.

„Ihr seid wunderschön.“ Stotterte er schon beinahe, als sie damit begann ihre Bluse zu öffnen und mit ihrer Hand sanft über ihre Brüste gleitete. Er konnte trotz ihres kühlen Blickes die Erregung in ihren Augen sehen, blieb jedoch erstmal wie angewurzelt stehen.

Modifié par BindweedSaturnfrost, 19 septembre 2012 - 04:27 .


#2633
Kaysallie

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„Aber, aber… solch Schüchternheit passt doch gar nicht zu einem so strammen Burschen wie Euch“, meinte die schwarzhaarige Frau mit einem anziehenden Lächeln auf den Lippen. Zaghaft streifte sie sich die nun geöffnete Bluse von den Armen und ließ sie anschließend auf den Waldboden gleiten. Mit nichts weiter als dem schmalen Höschen bekleidet näherte sie sich dem Mann. Jeder ihrer Schritte schien gezielt gesetzt, und noch nie hatte sie sich so grazil bewegt, wie in jenem Augenblick. Eine sanfte Brise glitt durch das Dickicht und hauchte der Frau einige schwarze Haarsträhnen wellenartig ins Gesicht. Knapp vor Erik blieb sie stehen und atmete tief den Geruch seines Körpers ein.

„Es ist lange her, dass Ihr den Körper einer Frau berührt habt, nicht wahr? Ihr müsst sehr einsam gewesen sein…“ fuhr sie einfühlsam fort, wobei ihre himmelblauen Augen direkt in die Seinen blickten. Währenddessen ergriff sie seine Hand, hob diese langsam an und führte sie zu ihrem blanken Busen. Fest drückte sie daraufhin seine Finger gegen ihre erregten, harten Brustwarzen und ein begieriges Stöhnen entwich dabei ihrer Kehle.

Modifié par Kaysallie, 19 septembre 2012 - 03:30 .


#2634
Bellandyrs

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Wie hypnotisiert starrte sie in das Dunkel des Waldes, aber nach wenigen Augenblicken war von diesem leuchtenden Punkt nichts mehr zu sehen. Fest kniff sie die Augen zusammen und versuchte, ihren Pulsschlag wieder zu beruhigen. Hatten ihre Sinne ihr einen Streich gespielt? Aber das konnte nicht sein, sie hatte ganz sicher eine Leuchtquelle gesehen, die sich bewegt hatte. Weder Miandra noch Vernita hatten Fackeln dabei gehabt, und wenn, dann wäre der Feuerschein einer solchen um einiges größer gewesen und hätte auch ein völlig anderes Licht abgesondert. Leanora atmete tief durch. Was nun? Weitergehen zu dem Platz, an dem sie zuvor Vernita verlassen hatte, oder doch lieber hier stehen bleiben und warten, dass der Werwolf – oder was auch immer dieses unheimliche Ding war – herauskam und sie anfiel? Angestrengt lauschte sie, aber außer dem Ruf einer Nachteule war nichts zu hören. Ihr Blick wanderte zu ihrem Schwert, welches trotz aller Nervosität ruhig und sicher in ihrer Hand lag. Die Waffe gab ihr etwas von ihrem Stolz zurück. Lea warf den Kopf ins Genick, dass ihre Haare weit über die Schultern fielen. „So leicht kriegt ihr mich nicht, schließlich bin ich eine Bardigiano. Und ein Bardigiano wird niemals knien“, zischte sie leise. Noch einmal atmete sie tief durch, hob das Kinn stolz nach oben und ging nun um einiges selbstbewusster, wenngleich genauso leise wie zuvor, den Weg weiter. Vernita würde sich bestimmt schon fragen, wo sie blieb.

#2635
Aliens Crew

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Vernita wusste nicht, wie lange sie dort auf dem Boden gehockt hatte. Minuten oder doch schon Stunden? Ihr selbst kam es zumindest wie eine Ewigkeit vor. Sie lauschte in die Dunkelheit hinein und überlegte, was sie nun tun sollte. Hier herumzuhocken brachte auf jeden Fall gar nichts. So entschied sie sich schließlich für das einzig Vernünftige...zu ihren Gefährten zurückzugehen und mit ihnen die Suche zu koordinieren. Auf diese Weise könnten sie zumindest ein wesentlich größeres Gebiet auf einmal absuchen.
 
So stand die Elfe auf und wandte sich um. Sie war gerade im Begriff den gleichen Weg zurückzugehen, den sie gekommen war, als ihr etwas Ungewöhnliches auffiel. Ein Schatten in der Nähe eines Busches rechts von ihr. Dieser war zu eben und zu gleichmäßig geformt, um ein Stein oder eine Baumwurzel zu sein.
 
Vernita kniff die Augen zusammen und konzentrierte sich, doch nützte es ihr nichts. Von hier aus konnte sie einfach nicht genug erkennen, um den Gegenstand identifizieren zu können. So entschloss sie sich, der Sache auf den Grund zu gehen. Vorsichtig schlich sie durch den Wald, bis sie schließlich das besagte Gebüsch erreicht hatte. Dort ging sie in die Hocke und nahm den, von ihr entdeckten, Gegenstand in die Hand. Zu ihrer Überraschung stellte die Elfe fest, dass es sich dabei um die Schulterpanzerung einer Lederrüstung handelte. Und bei genauerer Betrachtung wurde ihr auch sofort klar, wem diese gehören musste.
 
„Miandra“, hauchte sie leise mit einem ungläubigen Gesichtsausdruck. „Was zur Hölle geht hier vor sich?“
 
Irritiert steckte sie das Rüstungsteil in ihre Tasche, bevor sie den Waldboden nach weiteren Spuren absuchte. Und tatsächlich fand sie auch einige Fußabdrücke im weichen Erdreich, die eigenartigerweise zum Lager zurückführten...allerdings in einem größeren Bogen, der sie zwangsläufig um den Teich herumführen musste. Sehr seltsam.
 
Sofort setzte sich die Elfe in Bewegung und zwar recht zügig. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht, und dem wollte sie so schnell wie möglich nachgehen. Immerhin ging es hier um Miandras Leben. Nach ein paar Metern stoppte sie jedoch erneut, denn sie fand die zweite Schulterpanzerung derselben Rüstung auf dem Boden liegend vor. Wieder runzelte sie die Stirn, bevor sie auch das Teil einsteckte und weiterlief.
 
Sie stolperte auch förmlich über weitere Teile von Miandras Kleidung. Den Harnisch, die Beinschienen, ihre Stiefel. Dabei fiel ihr auf, dass derjenige, wer auch immer das hier abgelegt hatte, tatsächlich einen sehr weiten Bogen um den Teich herumgelaufen war. Etwa mit Absicht? Vernita beunruhigte dieser Gedanke mehr als alles andere, woraufhin sie ihr Tempo noch weiter beschleunigte.
 
Schließlich schien sie ihrem Ziel näher zu kommen. Sie vernahm das leise Murmeln von Stimmen, welche ihr sehr bekannt vorkamen, doch ausmachen konnte sie noch nichts, da ein dichtes Gestrüpp ihr die Sicht versperrte. So zog sie ihre Geschwindigkeit noch weiter an, nahm richtig Anlauf und sprang...
 
Wie eine Furie preschte sie durch den Busch. Äste knackten und zerbrachen, Blätter raschelten und fielen büschelweise zu Boden als Vernita wie ein Wirbelwind durch das Gehölz krachte. Miandras Rüstung, welche sie zusammengebunden und sich um die Schulter gehängt hatte, ließ sie einfach zu Boden fallen, während sie mit gezückten Waffen zum Stillstand kam, bereit, jeden Feind mit einem einzigen Hieb zu zerstückeln.
 
Ihr Herz raste wie verrückt und auch ihre Atmung hatte sich beschleunigt. Adrenalin pumpte in Strömen durch ihre Adern...sie war so bereit, wie sie nur sein konnte. Doch dann stockte sie. Wie angewurzelt blieb sie stocksteif auf der Stelle stehen und starrte wie gebannt auf das, was sich hier vor ihr abspielte. Und für einen Moment glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen.
 
Die Elfe erblickte eine praktisch nackte Miandra in den Armen ihres Freundes Erik. Seine Hand lag auf ihrem blanken, wohlgeformten Busen, und die Frau selbst war gerade im Begriff dabei, den Mann zu sich heranzuziehen, um ihn auf den Mund zu küssen. In Vernita fing es sogleich an zu brodeln. Nachdem sie ihren ersten Schock überwunden hatte, indem sie die Schwerter hatte sinken lassen, bekam ihr Kopf eine noch dunklere Färbung als normal. Ihr Gesicht verzerrte sich zu einer hasserfüllten Fratze, und auch ihre Hände fingen vor lauter Zorn an zu zittern.
 
„Miandra! Erik!“ brüllte sie aus vollem Halse in die Dunkelheit hinein. „Was zur Hölle treibt ihr hier?!?“
 
Sie richtete ihren Blick auf den Mann, wobei ihre Augen funkelten, so als würden gleich Blitze aus ihnen herausschießen. „Erik, mein Freund!“ zischte sie erbost. „Das hätte ich nicht von dir gedacht. Ich dachte immer, du wärst anders als die ganzen anderen Wichser, denen ich schon über den Weg gelaufen bin!“
 
Vernita drehte leicht den Kopf in Miandras Richtung. „Und du? Was ist denn in dich gefahren? Seit wann bändelst du denn so leichtfertig mit einem Kerl an, den du eigentlich gar nicht kennst? Und warum verstreust du deinen ganzen Krempel über den halben Wald? Antwortet mir! Rasch! Bevor ich die Geduld verliere!“
 

Modifié par Aliens Crew, 19 septembre 2012 - 06:41 .


#2636
Kaysallie

Kaysallie
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Langsam wollte sie sich den Lippen des Mannes vor sich nähern. Noch ehe er weitere Widerworte finden konnte, mussten sie sich vereinen. Ein Kuss voller Leidenschaft und Begierde, würde auch noch die letzten Zweifel von ihm im Keim ersticken lassen, dessen war sie sich sicher. Die freie Hand der schwarzhaarigen Frau war bereits sachte an dem Körper von Erik hinab gewandert. Sie suchte nach etwas Bestimmten… und nur wenig später spürte sie es: den harten Griff eines Schwertes. Ein bösartiges Grinsen legte sich auf ihr Gesicht.

Doch dann hörte sie es: das Rascheln einiger Blätter, hastige Schritte. Jemand kam näher, schneller, als sie zuerst annahm. Kurz flackerten ihre Pupillen in einem grellen Rot auf wie Feuer, jedoch nicht vor Lust, sondern aus tiefster Wut. Irgendjemand hatte hier ihren Plan durchkreuzt, und das gefiel ihr ganz und gar nicht.

Der Blick der schwarzhaarigen Frau ging zur Seite und musterte die dunkelhäutige Elfe, die gerade durch das Dickicht gebrochen war und zornige Worte schimpfte. Irgendwoher kannte sie diese Person… und kurz darauf fiel es ihr wieder ein. Ein sehr amüsiertes Grinsen legte sich auf ihre Lippen und sie musste es sich verkneifen gleich hell aufzulachen.

„Ach, diese Sachen… viel zu eng und unbequem, das hält doch keiner aus“, meinte sie lapidar und kicherte wie ein kleines Kind, als ihr Blick auf all die Rüstungsteile fiel, welche Vernita eingesammelt hatte. Die Wut der Elfe schien sie nicht im Geringsten zu interessieren.

„Ach, Männer… sie sind im Grunde alle gleich gestrickt. Gerade so jemand wie Ihr sollte das doch nur zu gut wissen…“ durchdringend sah sie Vernita an, löste sich von Erik, ohne ihm weitere Beachtung zu schenken und ging mit eleganten Schritten auf die Elfe zu, während sie leise und sinnlich weitersprach. „Und dennoch… so zieht Euch dieser Körper noch viel mehr an als ihn, ist es nicht so? Es wäre doch eine Schande, eine solche Leidenschaft in Wut zu ertränken…“

Hungrig fixierten die Augen der schwarzhaarigen Frau Vernita, als sie sich dieser immer weiter näherte, wobei ihre Zehen bei jedem Schritt in dem moosigen, nassen Waldboden versanken und ihre langen Haare leicht im Wind wehten. Sie sah die Verwirrung in den Augen der Elfe, hörte förmlich, wie diese nachdachte über die momentane Situation und wusste, dass diese bald wieder ihren süßen Mund aufmachen würde, um etwas zu protestieren. Auch wusste sie, um die eingeschränkte anziehende Wirkung, die sie auf Frauen hatte… Doch die Gedanken und Erinnerungen dieser schwarzhaarigen Hülle hatten ihr viel verraten… sehr viel.

Ein eigenartiges Lächeln umspielte ihre Lippen, ehe sie Vernita erreichte. Ohne weitere Worte nahm sie deren Kopf in ihre Hände, zog sie an sich heran und küsste sie lustvoll und innig auf den Mund. Erregt schmiegte sie dabei ihre nackte, ausgekühlte Haut an deren Rüstung und krallte sich mit den Fingern an ihren rotbraunen Haaren fest.

Modifié par Kaysallie, 19 septembre 2012 - 09:17 .


#2637
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Vernita starrte Miandra und Erik aus zusammengekniffenen Augen an. Die Wut pochte immer noch in ihr, als die schwarzhaarige Frau von dem Mann abließ und so ruhig und gelassen mit ihr sprach. Doch war dieses Gefühl schon fast nur noch ein Schatten seiner selbst. Diese Stimme…es war eindeutig Miandra, aber sie redete trotz allem irgendwie anders als sonst. So zart, so sinnlich…so berauschend. Und dabei hatte die Elfe diese Stimme schon so oft gehört. Voller Wut, voller Trauer oder Gleichgültigkeit und auch voller Mitleid…aber noch nie so voller Leidenschaft. Es klang so fremd und doch sehr, sehr vertraut...betörend geradezu. Die Worte selbst waren dabei völlig bedeutungslos. Ihr Klang reichte völlig aus, um Vernita in ihren Bann zu ziehen.
 
Die schwarzhaarige Frau bewegte sich langsam auf die Elfe zu. Und diese dachte nur so bei sich: ‚Das ist nicht Miandra…und zugleich ist sie es doch. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht.‘
 
Vernita hatte die Frau, welche sich ihr gerade näherte schon seit einer ganzen Weile beobachtet und wusste genau, wie diese sich bewegte. Ihr hatte es immer gefallen, wie Miandra ging, auch wenn man ihr ihre einfache Herkunft bereits am Gang ansehen konnte. Doch nun…grazil setzte sie einen Fuß vor den anderen, bewegte sich leicht und elegant wie eine Tänzerin, die ihr Leben lang nichts anderes getan hatte. Miandra streckte ihre Brust heraus, deren Brustwarzen vor Erregung erhärtet waren, betonte mit jedem Schritt ihre Hüften und ihren verdammt knackigen Hintern. Es war der Gang einer geborenen Verführerin oder auch der einer feinen Dame, die auf diese Art und Weise die Blicke aller um sie herum auf sich ziehen wollte.
 
Und wieder kam der Elfe der Gedanke, auch wenn er nach und nach verblasste: ‚Das ist nicht Miandra…aber ist das wichtig?‘
 
Ihr Blick fixierte den Körper der Frau auf nahezu magische Weise. Vergessen war Erik oder die Wut auf die beiden, sie hatte nur noch Augen für Miandra. Die makellose gebräunte Haut, der wohlgeformte Busen, der sich bei jedem Schritt leicht bewegte. Die blauen Augen, welche sie so voller Sehnsucht und Verlangen ansahen…der Mund, aus denen die süßen Worte heraussprudelten, über diese vollen, weichen Lippen, die selbst in der Dunkelheit verführerisch zu glänzen schienen.
 
Wie lange hatte sie diesen Augenblick herbeigesehnt? Wie lange hatte sie sich nach dieser Frau verzehrt und darauf gehofft, dass dieser Tag einmal kommen würde? Und nun schien er in greifbare Nähe gerückt zu sein. Ihr kam der Gedanke, dass es falsch sei, doch war das nur noch eine leise Stimme, die mehr und mehr von ihrer Lust und ihrem Verlangen nach dieser Frau zum Schweigen gebracht wurde. Ein wohliger Schauer jagte den nächsten über Vernitas Körper, während ihr plötzlich heißer und heißer wurde. Jede Faser ihres Seins fieberte dem Augenblick entgegen, in dem Miandra und sie endlich vereint sein würden. Und dieser Moment war auch schon da.
 
Die schwarzhaarige Frau hatte sie erreicht, zog sie ohne zu zögern zu sich heran und küsste sie sogleich voller Inbrunst auf den Mund. Die Elfe erwiderte den Kuss mit aller Leidenschaft, welche sich in den letzten Wochen in ihr angestaut hatte. Verflogen war die verkrampfte Anspannung der zuvor anhaltenden Wut und wich nun einer erwartungsvollen Aufregung, welche ihren gesamten Körper erfasste. Fast schon automatisch und völlig unbewusst ließ sie ihre Kurzschwerter fallen, bevor ihre Hände an Miandras nackten Beinen sanft und unendlich langsam empor strichen. Ihre Finger wanderten an den Waden der Frau entlang, bis sie schließlich an deren Hüfte ankamen, wo sie einen Schwenker einlegten und ihr über den Hintern glitten. Die Elfe griff mit beiden Händen in das kleine Höschen der Schwarzhaarigen und umschlossen deren Popacken, bevor sie diese mit einem kurzen Ruck noch enger an sich heranzog. Gleichzeitig genoss sie Miandras Zärtlichkeiten.
 
Vernita schmeckte ihre Lippen auf den ihren...spürte ihre Zunge in ihrem Mund und die Hitze, welche von beiden ausging. Sie hatte Miandra schon das eine oder andere Mal geküsst, doch noch niemals so innig und voller Verlangen wie in diesem Moment. Selbst ihr Geschmack schien ein anderer zu sein...irgendwie süßer als sie es gewohnt war, doch das konnte ihr auch nur ihr berauschter Verstand suggerieren. Und dieser Geruch. Bei allem, was einem auf dieser Welt heilig sein konnte, wie konnte eine Frau nur so gut riechen. Die Elfe fühlte sich wie im Paradies. Miandras Duft erinnerte sie an eine Mischung der schönsten Blumen, deren Aroma Vernita jemals in ihrem Leben einatmen durfte. Doch da war noch mehr. Miandras Duft zeigte der Elfe nur zu deutlich, dass diese so sehr für eine Vereinigung bereit war, wie eine Frau nur bereit sein konnte.
 
Sie löste sich von der Schwarzhaarigen und legte den Kopf in den Nacken, woraufhin Miandra den Hals der Elfe mit ihren Lippen und auch mit der Zunge liebkoste.
 
„Ich habe mich so sehr danach gesehnt, mein Herzblatt. Möge dieser Augenblick ewig andauern“, hauchte Vernita so sanft wie noch nie und schloss dabei für einen Moment die Augen. Ihre Hände ließen dabei vom Hintern der Frau ab und wanderten weiter nach oben. „Doch nun lass mich dich verwöhnen.“
 
Sie senkte den Kopf erneut und sah für einen zeitlosen Moment in die tiefen blauen Augen Miandras, in denen sie zu versinken schien. Und ein warmes Lächeln lag dabei auf ihren Lippen. „Ich liebe dich, Miandra. Und ich will jeden Millimeter deines Körpers mit meinen Lippen erkunden...und mit meiner Zunge.“
 
Spielerisch schnappte sie nach der schwarzhaarigen Frau, so als ob sie diese beißen wollte. „...und mit meinen Zähnen“, lachte sie weiter.
 
Wieder vereinigten sich die beiden Frauen zu einem leidenschaftlichen Kuss. Die Elfe legte ihre Hände sanft um den Hals der Frau, bevor sie sich von den Lippen Miandras löste. Mit der Zungenspitze strich sie über das Kinn und anschließend deren Kehle hinunter...ganz langsam und ganz sanft. Der Schwarzhaarigen entwich dabei ein lustvolles Stöhnen. Vernitas Zunge wanderte weiter, nur unterbrochen von gelegentlichen zarten Küssen auf dieser weichen, vollkommenen Haut. Und dabei fiel der Elfe auf, dass keinerlei Narben mehr Miandras Körper verunzierten. Selbst ihre Schulterverletzung war spurlos verschwunden. Doch war Vernita längst nicht mehr in der Verfassung, ernsthaft darüber nachzudenken, so sehr berauschte sie der süße Geschmack und der liebliche Duft dieser Frau.
 
Die Schwarzhaarige stieß einen leisen, spitzen Schrei der Lust aus, als Vernitas Zunge ihre linke Brustwarze erreicht hatte und diese nun zärtlich umspielte. Zwischendurch umschloss sie diese mit ihren Lippen und knabberte ganz vorsichtig daran herum. Dabei sah sie seitlich an der Frau vorbei, wo ihr Blick auf den immer noch stocksteif auf der Stelle stehenden Erik fiel. So unterbrach so kurz ihr Liebesspiel und grinste diesen schelmisch an.
 
„Komm doch zu uns, Erik“, meinte sie lüstern und zwinkerte dem Mann dabei zu. „Der Rücken dieser Frau bedarf, glaube ich, deiner vollen Aufmerksamkeit. Zeige unserem Engel hier, was deine himmlische Zunge ihr für Freude bereiten kann.“
 

Modifié par Aliens Crew, 24 septembre 2012 - 10:18 .


#2638
BindweedSaturnfrost

BindweedSaturnfrost
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Erik wusste nicht, was genau gerade um ihn herum geschehen war. Vor allem das Verhalten von Miandra verwirrte ihn sehr, aber es fiel ihm in diesem Moment irgendwie sehr schwer genauer darüber nachzudenken. Eigentlich hatte er es nie in Erwägung gezogen, mit dieser Frau zu verkehren. Er kannte sie ja gerade mal ein paar Stunden… dennoch hatte sie ihn irgendwie in seinen Bann gezogen und er spürte, wie sehr ihn der Anblick dieser Frau auf einmal erregte. Nicht nur, dass sie eine Schönheit in seinen Augen war… es steckte viel mehr als das dahinter. Ihre vollen Lippen, er konnte den süßen Duft riechen, als sie sich seinem Mund weiter näherten. Diese Frau, die so vollkommen und auch zugleich zerbrechlich wirkte, brachte seine Vernunft immer weiter um den Verstand und seine Nackenhaare stellten sich auf, als sie seine Hand plötzlich zu ihrer Brust führte.

Ihre Haut war so weich und zart, dagegen ihre Brustwarzen hart und erregt. Er schloss für diesen Moment die Augen, ließ sich beinahe schon gehen und wollte den Augenblick einfach nur noch auskosten, während er ihre Knospen zwischen seinen Fingern spürte. Und ihre herausfordernden Worte hatten zudem einen wunden Punkt getroffen… es stimmte, dass er eine Frau schon lange nicht mehr so gesehen, geschweige denn auch nur berührt hatte.

Eine Hitzewelle erfasste jede Faser seines Körpers, als die Frau vor ihm aufstöhnte und ihr Atem gegen sein Gesicht geblasen wurde. Er stand davor, diese wunderbare und so leidenschaftliche Frau einfach nur fest an sich zu drücken, um ihre Nähe voll und ganz spüren zu können. Doch ehe es auch nur zu einem Kuss oder mehr kommen konnte, erschien Vernita urplötzlich aus dem Dickicht, welche offenbar nach Miandra gesucht hatte.

Erik erschrak völlig, da er die Elfe noch nie so wütend gesehen hatte, wie in jenem Augenblick. Sie fauchte ihn an und er glaubte, sie würde nur eine Sekunde später wie ein wildes Tier über ihn herfallen und in Stücke zerreißen. Empfand sie etwa mehr für diese hübsche Frau? Vernita? Auch das war ihm völlig neu. Die Enttäuschung über sein Verhalten, konnte er in ihren Augen lesen wie in einem offenen Buch, und es stimmte ihn nicht gerade fröhlich.

Es war doch niemals seine Absicht gewesen, dieser Frau so nahe zu kommen. Eigenartigerweise wusste er gerade nicht mehr, wieso er noch immer versuchte, gegen diese Erregung anzukämpfen, die sie in ihm ausgelöst hatte. Denn dieser kurze Moment, der sich für ihn wie eine Ewigkeit angefühlt hatte, den er mit dieser Frau gerade verbracht hatte, fühlte sich doch einfach zu schön an… er fühlte sich sogar vollkommen wohl in ihrer Umgebung. Doch Vernita würde er davon nie erzählen, er wollte jeden weiteren Konflikt vermeiden.

Doch plötzlich, ehe er noch Worte finden konnte, die diese Situation rechtfertigen sollten, wandte sich Miandra von ihm ab. Sanft und mit einem sehr erotischen Gang, schlenderte sie leichtfüßig zu Vernita hinüber und küsste diese wie eine Verdurstende. Erik konnte kaum glauben was er da sah. Hatten Vernita und Miandra ein solch enges Verhältnis? Den Blick konnte er von den beiden zumindest nicht abwenden, es war zu sehr ...anziehend, erotisch, reizvoll und verwirrend zugleich, da er gerade einfach nicht glauben konnte, was er da sah. Doch da fielen die Worte von Vernita, die seine Vermutungen bestätigten.

‚Ich habe mich so sehr danach gesehnt, mein Herzblatt. Möge dieser Augenblick ewig andauern‘, wiederholte Erik in seinem Kopf. Vernita war verliebt! Ausgerechnet Vernita, die er nur als eine starke und hinterlistige Person kannte, bei der er all sein Hab und Gut gewettet hätte, dass diese niemals solche Gefühle für irgendjemanden hegen konnte und wollte, schien dieser Frau vollkommen verfallen zu sein.

Er war erstaunt. Mit begierigem Blick verfolgte er jede Bewegung und Zärtlichkeit, die die beiden Frauen austauschten, immer mehr fühlte er sich zu ihnen hingezogen, und seine Augen begannen vor Lust hektisch wie ein Feuer zu brodeln.

Erik ging einen Schritt vor, als Vernita ihre Einladung aussprach. Er blickte erst zu der Elfe hinüber, dann zu der schwarzhaarigen Frau. Beide Frauen waren so voller Verlangen nach mehr, man konnte dieses unbändige Bedürfnis in ihren Augen brennen sehen. Wie sollte er da widerstehen? Wie konnte er nur? Doch nur einen Moment später, dachte er nicht mehr darüber nach, als hätte jemand auch noch all seine letzten Zweifel mit einem einzigen kurzen Klicken ausgeschalten, sondern sah sich selbst bereits dabei, wie er seine Hände zärtlich von hinten auf Miandras Schultern legte.

„Meine himmlische Zunge also…“ hauchte er leise, während er seinen Kopf vorsichtig an Miandras Nacken lehnte, den atemberaubenden Geruch ihrer Haut und Haare tief einatmete und sie anschließend sanft zu küssen begann.

#2639
Kaysallie

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Sie war ein wenig erstaunt, jedoch nur ganz kurz, wie einfach es war diese Elfe in ihren Bann zu ziehen, es verlief sogar einfacher als bei dem Burschen davor. Normalerweise gaben sich Frauen nur sehr schwer und vor allem nicht sehr lange ihrem Zauber hin. Wie bemitleidenswert… dieses Weib musste diesen Moment schon voller Sehnsucht erwartet haben – doch das kam ihr gerade nur zum Vorteil. Ein triumphierendes Lächeln legte sich auf ihre vollen Lippen, während die Elfe begann ihre Brüste zu liebkosen. Doch als Vernita ihr bei dieser Tätigkeit wieder volle Aufmerksamkeit schenkte, nachdem sie kurz zu Erik gesprochen hatte, zerfaserte das Lächeln der schwarzhaarigen Frau für einen Augenblick. Stattdessen klammerte sie sich mit ihren Fingern noch energischer an den Haaren der Elfe fest und presste deren Kopf fester an ihren Körper. Ein weiteres Mal entfuhr ihr ein lustvolles Keuchen und sie wurde von einem Schauer erfasst, der jede Faser dieses Körpers zum Erzittern brachte. Eines musste sie dieser Elfe schon lassen: sie wusste, was sie da tat.

Doch nun musste leider schon wieder Schluss mit genießen sein... Sie wollte nichts weiter riskieren, vor allem nicht, wenn ein anderes weibliches Wesen im Spiel war. Dieses Mal musste alles schneller erfolgen, nur zur Sicherheit. Sie schnippte einmal mit Daumen und Mittelfinger und nur einen Lidschlag später, spürte sie auch schon, dass der Mann hinter ihr aufgetaucht war, seine letzten Zweifel vergessend. Ihr Lächeln wurde wieder ein wenig breiter.

Mit einem kräftigen Ruck zog sie Vernita an den Haaren wieder hoch und drückte inbrünstig mit beiden Händen gegen ihren Brustkorb, wodurch diese ein Stück nach hinten taumelte, bis sie mit dem Rücken gegen einen nahen Baumstamm krachte. Ein noch lustvolleres Stöhnen entglitt bei diesem Aufprall den Kehlen beider, trockene Blätter und Rindenstaub wirbelten kurz durch die Luft und ein paar Glühwürmchen, die sich dort versteckt hatten, schreckten hoch und flogen neben den beiden Frauen empor, wobei sie eine leuchtende Spur nach sich zogen, die in der Finsternis des Waldes einem hellen Sternenbild gleichzusetzen war.

Keuchend näherte sich die schwarzhaarige Frau wieder den Lippen von Vernita, wo ihr ein ebenso feuriger Atem gegen das Antlitz geblasen wurde, wie der Elfe selbst, schwenkte dann jedoch abrupt ein Stück nach unten und biss ihr sanft aber bestimmt in den Nacken und küsste mit ihren feuchten Lippen die vernarbte Stelle unter ihrem Ohr, während ihre Fingernägel einen grässlichen Laut von sich gaben, als diese an dem Metall der Rüstung von Vernita hinabwanderten.

„Nur nicht so schnell, meine Liebe. Erst möchte ich die Wärme deiner Haut dicht an meiner spüren…“ hauchte sie Vernita gierig ins Ohr und griff dabei nach Eriks Händen hinter sich. Sie führte diese an sich vorbei zu der Rüstung der Elfe und wie unter Trance, betört durch den dämonischen Duft, begann der Mann damit diese blind und trotzdem vollkommen gezielt zu öffnen, während er weiterhin ihren Nacken von hinten liebkoste.

Auch die Schwarzhaarige selbst half dabei mit, die verschiedenen Schnallen der Rüstungsteile mit geschickten Fingern zu öffnen, während sie die Elfe mit weiteren Küssen verwöhnte. Stück für Stück lockerte sich so der Panzer und schon bald fiel der Schulterschutz ins Laub, dicht gefolgt von Harnisch und Kettenhemd. Nur noch das Unterhemd trennte sie davon den Oberkörper der Elfe freigelegt zu haben, zumindest dachte sie das. Wie in einem Rauschzustand, keine Hemmungen oder Verluste mehr beachtend, krallte sie schließlich ihre Nägel in den einfachen Stoff, zog einmal wild daran und riss somit die Nähte der Knöpfe einfach auf, wovon auch gleich ein paar auf den Boden kullerten.

Interessiert blickte die schwarzhaarige Frau sogleich auf den Verband, der sich ihr daraufhin offenbarte und die Wunde des gestrigen Tages schützte. Welch Ironie es sein würde, den Tod dieser Elfe herbeizuführen, wo sie ihm erst gestern an dieser Stelle so knapp entkommen war… tückisch schmunzelte sie bei dem Gedanken.

Ganz langsam und lüstern fuhr sie fasziniert mit einem Finger über den bandagierten Brustkorb von Vernita, nur ganz sachte merkte sie, wie diese leicht zusammenzuckte, als diese die Berührung an ihrer Verletzung spürte, und dies erregte die Frau noch mehr, als alles andere davor. Noch hungriger, noch gieriger, noch besessener, als sie es jemals hätte sein können, krallte sie sich wieder am Nacken ihres Gegenübers fest und presste ihre Lippen mit einer solchen Sehnsucht und Leidenschaft gegen die der Elfe, wie es eigentlich nur Liebende taten, die Jahrelang voneinander getrennt waren. Dass diese Kraft, mit der die schwarzhaarige Frau ihren nackten Körper dabei an den von Vernita presste und rieb, der Elfe unweigerlich Schmerzen verursachen musste, war nur wahrscheinlich.

Nebenbei fühlte die Schwarzhaarige noch, wie Erik hinter ihr eine seiner nun wieder freien Hände an ihrem Rücken hinabgleiten ließ, unter den Stoff ihrer knappen Hose fuhr und sich an eine ihrer Pobacken festklammerte. Außerdem hörte sie, wie er mit der anderen Hand damit begann sich langsam seiner eigenen Hose zu entledigen – seine Lippen und Zunge spürte sie dabei aber immer wieder an ihrer Schulter und seinen heißen Atem im Genick.

Sie selbst ließ ihre Hände nun an den Wangen von Vernita hinabgleiten bis zu ihren Schultern, wo sie den Leinenstoff elegant um ihre Finger wickelte, um dieser das Hemd nun auch noch von den Armen zu streifen. Dies tat sie jedoch recht zügig, zu sehr brannte das Feuer bereits in ihr, um nun noch irgendetwas länger als nötig hinauszuzögern. Schließlich fiel auch noch dieses Kleidungsstück auf den moosigen Waldboden, und sie griff nach den Händen der Elfe und umschloss diese nachdrücklich, um deren Finger an ihrer vor Lust glühenden Haut entlang nach unten zu ihrer intimsten Stelle gleiten zu lassen.

Ein vor Wonne gequältes Seufzen entfuhr ihr, als die Elfe dieses feuchte Herzstück der Begierde alleine durch den inzwischen durchnässten Stoff ihres Höschens berührte und sanft zu streicheln begann. Wie unter Schmerzen leidend, vergrub sie ihren Kopf an der Brust von Vernita, biss sich mit ihren Zähnen an dem Verbandstoff fest und krallte ihre Nägel tief in deren Haut, so sehr versetzte sie dies gerade in Ekstase.

Eine ihrer Hände war jedoch währenddessen nach hinten zu Erik gewandert, dessen Körper sich gerade fest an ihren presste und damit beschäftigt war, sie von ihrem Höschen zu befreien, welches nur einen Lidschlag später an ihren glatten Beinen hinabschwebte. Deutlich konnte sie nun die Erregung des Mannes zwischen ihren Pobacken spüren, und wie er sein erhärtetes Glied leicht daran rieb, ihr dabei mehrmals sehnsüchtig ins Ohr stöhnte und sich immer entschlossener mit den Händen an ihren Brüsten festklammerte.

Sofort hob sie ihr rechtes Bein etwas an, winkelte es ab und schlang es um den Körper Vernitas, wodurch diese fast schon automatisch tiefer mit ihren Fingern in die Frau eindrang. Wieder erfassten mehrere unersättliche Hitzewellen ihren Körper und brachten diesen zum Erbeben. Die schwarzhaarige Frau hob den Kopf wieder an und funkelte die Elfe plötzlich aus glühend roten Augen an, wie sie nur ein Dämon besaß, aus denen jegliche Lust gewichen war, als hätte es diese niemals gegeben... doch ihre beiden Opfer würden davon nichts mehr mitbekommen. Zu betört waren sie noch für den Augenblick.

Nun war der richtige Moment gekommen… und nicht länger würde sie zögern. Sie hatte sich den Schwertknauf von Eriks Waffe ertastet und zog diese langsam aus deren Scheide.

Ein Stich direkt ins Herz, die Mitte aller Gefühle, so musste es erfolgen. Wie schade, dass sie zu einer dieser plumpen Waffen greifen musste… doch schon bald würde sie ihre volle Stärke wiedererlangt haben… und diese beiden Seelen würden nur ihr erstes Opfer sein, ihr aber einen wirklich bedeutsamen Sieg erbringen. Dieser Betrug war einzigartig, er würde ihr mehr Kraft zurückgeben, als sie sich jemals so schnell erträumt hätte! Oh ja, mit diesem Körper hatte sie tatsächlich einen ausgezeichneten Fang gemacht!

Nur eines fehlte noch, um diesen Betrug vollkommen zu machen… die letzten entscheidenden Worte, die diese Elfe zurück in die Realität werfen würden, um sie anschließend auf ewig im Nichts zu verfolgen. Und sie wusste schon genau, welche Worte dies sein würden… durch jeden Kuss, jede Berührung und jeden Gesichtszug hatte sie ein Stück weiter in diese arme Seele hineingeblickt und sah diese nun wie ein offenes Buch vor sich. Langsam näherte sie sich dem spitzen Ohr von Vernita, bis ihre Lippen dieses berührten.

„Sie hat Euch nie geliebt und hätte es auch niemals getan“, flüsterte sie voller Hohn in ihr Ohr, lachte dreckig und siegreich auf, wobei sie dem Mann hinter sich einen gewaltigen und unterwarteten Hieb mit dem Ellbogen direkt in die Magengegend versetzte, sodass dieser unweigerlich von ihr abließ und leicht nach hinten taumelte. Sie selbst löste sich ruckartig von der Elfe und sprang einen Satz schräg zur Seite, gerade mal so weit, um mit dem Langschwert ausholen zu können, damit sie den finalen Stich in das erste dieser beiden Herzen setzen konnte, wobei ihre Augen voller Mordlust greller glühten, als es ein Fegefeuer jemals zu tun vermochte.

Modifié par Kaysallie, 22 septembre 2012 - 01:24 .


#2640
Aliens Crew

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Vernita konnte es kaum glauben, wie wunderbar es war. Sie küsste und liebkoste Miandras Brüste mit einer Zärtlichkeit, die man von einem Urgestein wie ihr sicher nicht erwartet hätte. Dabei wurde sie immer wilder....immer leidenschaftlicher. Es war unfassbar, wie diese Frau schmeckte. Ihre Haut war so süß wie Honig...nein, süßer als alles, was jemals die Lippen der Elfe berührt hatte. Sie spielte weiterhin mit ihrer Zungenspitze an Miandras Brustwarzen, und deren Stöhnen spornte sie weiter an. Und sie spürte mit jeder Faser ihres Körpers, wie stark ihr Verlangen nach dieser Frau wuchs und wuchs. Alle Zweifel...alle Ungereimtheiten...sie spielten plötzlich keine Rolle mehr.
 
Sie war so sehr mit dem Verwöhnen dieser Frau beschäftigt, dass sie gar nicht mehr mitbekam, wie Erik zu ihnen trat, obwohl sie ihn selbst kurz zuvor noch dazu aufgefordert hatte. Ebenso überrascht war Vernita, als Miandra ihren Kopf hochriss und sie vor sich herschob, bis ein Baum ihnen den Weg versperrte. Beide keuchten vor Erregung, und die Leidenschaft...das Verlangen flackerte wie ein Feuer in den Augen der Elfe auf...wurde größer und größer mit jedem Moment, den die beiden sich nicht berührten, bis es zu einem wahren Inferno wurde.
 
Miandra flüsterte ihr ins Ohr, dass sie ihre Haut auf der ihren spüren wollte, während sie ihren Hals mit heißen Küssen in ein Meer der Wonne hüllte. Vernita stöhnte dabei lustvoll auf und zeigte sich völlig willenlos. Sie ließ sich einfach von Erik und Miandra entkleiden...nein, mehr noch. Ihre unendliche Begierde brachte sie dazu, den beiden dabei auch noch zu helfen, während ihre Lust von den Lippen der schwarzhaarigen Frau noch weiter angefacht wurde.
 
Als schließlich das Hemd von ihrem Körper gerissen wurde, war sie der Ekstase näher als jemals zuvor. Ihre Brustwarzen waren vor Erregung so hart wie Stein, und ihr Atem ging nur noch stoßweise, während die zarten Finger Miandras über ihre Haut streichelten. Dann erfasste sie dieser extreme Stich, als die schwarzhaarige Frau leicht mit ihren Fingern in die Wunde bohrte, wodurch die Elfe unmerklich zusammenzuckte. Doch gleichzeitig stöhnte sie auch auf vor Verlangen. Vernita war Schmerzen gewöhnt, hatte sie auch schon in geringem Maße als Mittel zur Lust benutzt und auch selbst erfahren. Doch niemals zuvor war dieses Gefühl so intensiv, so berauschend gewesen wie in diesem Augenblick. Diese Frau konnte mit ihr machen was sie wollte. Sie würde nur nach noch mehr davon verlangen.
 
Und dann war es endlich soweit. Das Feuer in Vernita steigerte sich zu einem neuen Höhepunkt, als ihre Finger letzten Endes das Herzstück von Miandras unstillbarer Lust erreichten. Die Hitze dieser intimen Stelle hätte jedes Eis innerhalb von Sekunden zum Schmelzen gebracht, und ihre Nässe konnte ganze Landstriche überschwemmen. Als dann auch noch das Höschen fiel und sich Miandra wie besessen an sie krallte, glaubte Vernita, ihr Herz würde zerspringen vor lauter Glück und Erregung...so schnell schlug es in ihrer Brust.
 
Doch einen Moment später war alles vorbei. Wie aus weiter Ferne vernahm Vernita das metallische Geräusch einer Klinge, die aus einer Scheide gezogen wurde, bevor diese Worte in ihr Ohr drangen...diese Worte, die alles zerstörten...alles, was sie sich jemals erträumt hatte. Und die ihr klar machten, was hier die ganze Zeit über nicht stimmte. Wie in Zeitlupe öffnete die Elfe ihre Augen, die sie bisher geschlossen hatte. Ihr glasiger, entrückter Blick wurde mit einem Mal so klar und so scharf wie der einer Raubkatze. Und was sie sah, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.
 
Miandras Augen glühten in einem grellen, unnatürlichen Rot, welches direkt aus der Hölle zu kommen schien. Ihr Gesicht war zu einer Fratze aus Hass und Wahnsinn verzerrt, und ihr Lachen hallte hohl und fremd mit der Wucht von Hammerschlägen in ihren Ohren. Dies war nicht Miandra....war es nie gewesen. Dieses Wesen gehörte nicht einmal in diese Welt, denn es handelte sich dabei um einen Dämon...um einen Dämon der Wollust.
 
Wie konnte das nur passieren? Sie, die so viele Schlachten erfolgreich geschlagen hatte...sie, die unzählige Dämonen und Abscheulichkeiten niedergestreckt hatte...sie, die jeder noch so großen Versuchung widerstanden und allen noch so gewaltigen Unwägbarkeiten getrotzt hatte...ausgetrickst und besiegt von dieser unsäglichen Kreatur. Und warum? Weil sie Gefühle zuließ, die sie nie zuvor an sich herangelassen hatte. Weil sie eine Schwäche für diese Frau zeigte, anstatt Stärke für sich selbst. Weil sie ein Opfer ihrer eigenen Schwäche...ihrer eigenen Begierde...ihrem eigenen Wunsch nach Liebe war. Liebe, die ihr nie zuteil geworden war und es wohl auch niemals werden würde.
 
Die Lust...das Verlangen...die unbeschreibliche Erregung verflogen mit einem Lidschlag, als sie dieses Wesen vor sich sah, welches ihrem Leben mit einem einzigen Stoß eines Langschwertes beenden wollte. All das machte der Angst Platz....aber nicht der Angst vor dem Tod, nein, sondern der Angst, vor der sie sich schon immer mehr gefürchtet hatte als vor allem anderen: Von der Furcht, versagt zu haben. Sie hatte alle enttäuscht.
 
Elana, die sie retten wollte, koste es was wolle, und die nun irgendwo in einem dunklen Verlies ihr Dasein fristen musste, bis sie schließlich eines grausamen Todes sterben würde.
 
Miandra, der sie helfen wollte, ihre Tochter aus den Klauen dieser Bestien zu retten, nur damit diese ihr Lächeln zurückgewinnen würde.
 
Aber vor allem sich selbst, weil sie geschworen hatte, Miandra und auch Elana zu beschützen, solange es ihr möglich sein würde. Für sie zu kämpfen und auch für sie zu sterben, wenn es nötig wäre. Doch nun war alles vorbei. Sie hatte Elana an Eshtá Gianauro verloren...und Miandra an einen schleimigen, hinterhältigen Dämonen.
 
Ihr Blick nahm einen flehenden Ausdruck an. Tränen bildeten sich in ihren Augen und liefen langsam an ihren Wangen herunter. „Miandra“, hauchte sie leise und mit heiserer Stimme. „Miandra, bitte tu es nicht, mein Herzblatt...“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 24 septembre 2012 - 02:57 .


#2641
Bellandyrs

Bellandyrs
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Noch bevor Leanora die Stelle wieder erreicht hatte, wo sie Vernita zurück gelassen hatte, vernahm sie den lauten Schrei der Elfe. Sie blieb sofort stehen und lauschte angestrengt in die Nacht hinein, versuchte sich zu orientieren, woher der Schrei gekommen war. Und als die blondhaarige Frau eine Ahnung hatte, aus welcher Richtung dieser erschollen war, wollte ihr das Blut in den Adern gefrieren. Es musste in der Gegend sein, wo sie zuvor den Werwolf im Dickicht des Waldes gesehen hatte. Nur eine Schrecksekunde hielt ihre Starre an, dann bewegten sich ihre Füße fast von selber. Lea legte den Weg, den sie gekommen war, in Rekordgeschwindigkeit zurück. Vergessen war die Angst vor diesem Untier – das einzig Wichtige war, ihre Gefährten zu retten. Sie spürte kaum, dass dornige Sträucher ihre Haut zerkratzten oder sich Kletten in ihrem Haar verfingen.

Schließlich war sie in der Nähe, wo sie zuvor das Leuchten gesehen hatte. Ihr Pulsschlag und ihre Atmung hatten sich während des Laufens beschleunigt, und so versuchte sie nun, ruhig und gleichmäßig zu atmen. Dabei spitzte sie die Ohren, in der Hoffnung, dass sie noch irgendetwas hören würde, was sie zu Vernita lotsen konnte. Und tatsächlich trug der Windhauch leise Stimmen zu ihr. Völlig konzentriert und das Schwert kampfbereit in ihrer Hand, pirschte sie sich langsam durch das Unterholz, bis sie schließlich an einer kleinen Lichtung ankam. Und was sie dort im fahlen Mondlicht sah, trieb ihr die Schamesröte ins Gesicht. Vernita bis auf ihren Verband entblößt, Miandra pudelnackt an die Elfe geklammert und Erik mit heruntergelassenen Hosen seine Erregung an der Rückseite der schwarzhaarigen Frau auskostend. Vom Werwolf hingegen fehlte jede Spur. Leanora klappte das Kinn nach unten. Leise drehte sie sich wieder um, das hier war nichts für Außenstehende – zumindest nichts für sie. Und so jungfräulich wie sie war, wollte sie bei solch ungezügeltem Gelage mit Sicherheit nicht Zeuge sein. Sie schalt sich selber einen Narren, zuvor hatte sie noch Todesängste um ihre Gefährtinnen ausgestanden, und dabei hatten diese sich lediglich ein stilles Plätzchen gesucht, um ungestört zu sein.

Kurz darauf blieb sie jedoch mitten im Schutz der Bäume stehen. Etwas irritierte sie an dem ganzen Szenario. Nachdenklich kaute sie auf ihrer Unterlippe, bis es ihr plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel. Vernita selber hatte Miandra gesucht und gesagt, es stimmte etwas nicht. Die Elfe hatte Lea sogar ins Lager zurück geschickt um Verstärkung zu holen, und das war sicher keine Finte. Noch während sie überlegte, hörte sie plötzlich, wie ein Schwert gezogen wurde.

Wie von Taranteln gestochen machte sie auf der Stelle kehrt und spurtete an den Schauplatz zurück, wo sie gerade noch sehen konnte, wie Miandra ein Langschwert auf Vernita zielte. Die Dunkelhaarige hatte Lea den Rücken zugedreht.

„Miandra“, schrie Leanora aus Leibeskräften. „Lasst sofort das Schwert fallen! Seid Ihr von allen guten Geistern verlassen?!“ Kaum hatte sie den Satz beendet, war sie schon bei der nackten Frau angelangt und legte ihrerseits die Schwertspitze an die linke Seite des Rückens. Eine falsche Bewegung der Dunkelhaarigen, und sie würde zustechen.

Modifié par Bellandyrs, 25 septembre 2012 - 05:45 .


#2642
Kaysallie

Kaysallie
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Spöttisch kicherte sie in sich hinein, als Vernita wieder zu sich kam, sie voller Angst, Scham und Schuldgefühlen ansah und sich Tränen in deren Augen bildeten. Flehend war der Ausdruck der Elfe geworden und leise flüsterte diese den Namen dieser Hülle. Ihr Grinsen wurde immer zynischer. Hatte diese Elfe etwa gar nichts verstanden? Doch sie würde sie von dem Glauben nicht abbringen, denn damit würde ihr Tod nur umso schmerzhafter ausfallen!

Krampfhaft umschlossen ihre Finger den Griff des Schwertes, welches sie nur einen Lidschlag später auf Vernita zu schnellen ließ, um ihr die Klinge wie geplant direkt durchs Herz zu jagen. Doch genau in diesem Augenblick donnerte urplötzlich eine erhitze Stimme von hinten an ihre Ohren und sie spürte nur kurz darauf kaltes Eisen an ihrer Haut am Rücken.

Sofort hielt sie in der Bewegung inne als wäre sie zu Stein erstarrt, die Klinge nur eine Haaresbreite von Vernitas Brustkorb und ihrem ersehnten Sieg entfernt. Die schwarzhaarige Frau biss sich verärgert auf die Unterlippe und ihre Augen begannen in einem noch brennenderen Licht zu glühen als zuvor, eine solche Wut kochte gerade in ihren Adern.

„Wer wagt es mich jetzt zu unterbrechen!!?“ fauchte sie voller Zorn, wobei ihre Stimme nicht mehr dieselbe zu sein schien, sondern eigenartig in einem tiefen Ton hallte und bebte. Dabei zitterte der gesamte Körper der Frau als wäre sie einer Explosion nahe und ihre flammenden Augen waren nur noch dünne Schlitze, die in der Dunkelheit der Nacht wie zwei brennende Halbmonde wirkten. Ganz langsam drehte sie den Kopf zur Seite und blickte sich über die eigene Schulter, wobei sie einen Teil des Gesichts der blondhaarigen Frau erfasste, welche hinter ihr stand und ihr eine Schwertklinge an den Rücken drückte.

Von einem Moment auf den anderen verschwand die Wut wieder aus ihrem Gesicht und machte dem Schock Platz. Das Langschwert, das noch immer auf die Elfe zielte, zitterte sachte, ausgehend von dem Beben ihrer Hände. Doch dann plötzlich begann sie zu verrückt, aber auch herzhaft zu lachen, denn irgendwie war es doch einfach nur noch komisch.

„Und was wollt Ihr tun, wenn ich das Schwert nicht fallen lasse, Jungfrau? Den Körper dieser armen Seele abstechen? Tut doch, was Ihr nicht lassen könnt! Doch dann ist Euer Tod ebenso gewiss, wie der ihre…“ meinte sie anschließend wirr, wobei immer noch ein breites Grinsen ihr Gesicht zierte und ihre qualmenden Iriden Leanora direkt unter die Haut starrten.

Ein paar Äste knacksten plötzlich und nur einen Lidschlag später stürzte sich Erik unerwartet von hinten auf die Adlige, umschloss ihren zaghaften Körper mit seinen muskulösen, kräftigen Armen und drückte sie so fest an sich, dass dieser die Luft wegblieb. Seine Augen glühten ebenfalls wie die der Schwarzhaarigen, jedoch weitaus schwächer. Die Bewegungen des Mannes waren sehr starr und kontrolliert, dennoch gezielt und leise.

Einen dünnen Schnitt hatte ihr Leanora bei diesem überraschenden Angriff des Mannes zugefügt, der sich schräg über ihre gesamte Schulter zog und augenblicklich zu bluten begann, ehe der blonden Frau das Schwert entglitten und auf den Waldboden gelandet war. Auch ein paar schwarze Haarsträhnen waren ihr zum Opfer gefallen, doch die Wunde war nicht tief, brannte nur, schmerzte jedoch nicht wirklich.

Leise hatte sie in Gedanken zu dem Mann geflüstert. Er war ihr noch immer vollkommen verfallen und würde es niemals zulassen, dass man sie, die Frau, die ihm alles geben konnte, wonach er sich sehnte, so hinterhältig abstechen würde. Irre lachte sie ein weiteres Mal auf, wandte den Kopf wieder nach vorne und stieß gleichzeitig kräftig mit dem Langschwert zu, um endlich…

Voller Wucht bohrte die Spitze des Schwertes krachend in die dicke Rinde des Baumes, welche sich daraufhin pechschwarz färbte und rapide begann abzusterben. Tote, zerfallene und braune Blätter schwebten urplötzlich von der Baumkrone herab und wurden vom Wind in alle erdenklichen Richtungen geweht. Die schwarzhaarige Frau blickte entgeistert und keuchend nach vorne und musste erkennen, dass sich die Elfe offenbar ein Stück zur Seite bewegt hatte, während sie kurz abgelenkt gewesen war von dieser Frau hinter sich.

Modifié par Kaysallie, 25 septembre 2012 - 08:15 .


#2643
Aliens Crew

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Als Miandra den Kopf wegdrehte und sich in Leanoras Richtung umwandte, huschte Vernita zur Seite. Sie hatte sich innerhalb einer Sekunde auf die neue Situation eingestellt. Und ihre Angst verflog binnen eines Lidschlages…und machte einer unbändigen Wut Platz. Wut auf sich selbst, aber vor allem Wut auf dieses Wesen, welches von ihrer Liebsten Besitz ergriffen hatte. Sie würde nicht zulassen, dass dieses Monster damit durchkam…eher würde sie Miandra töten, wenn es sein musste. Aber dieser Dämon würde nicht triumphieren. Niemals!
 
Als Miandra dann letztendlich mit dem Schwert zustach, war Vernita schon längst nicht mehr dort, wo diese sie vermutete. Das Schwert drang stattdessen tief in den Stamm des Baumes ein, vor dem die Elfe bis gerade eben noch gestanden hatte. Und schon reagierte Vernita. Mit dem linken Arm schlug sie kraftvoll gegen den von Miandra, woraufhin diese das Schwert loslassen musste, da es viel zu tief im Holz vergraben war, um es so einfach wieder da herauszuziehen. Gleichzeitig holte die Elfe weit aus und donnerte eine Sekunde später ihre Faust gegen Miandras Kinn. Es gab ein klackendes Geräusch als deren Zähne aufeinander klappten, und sie selbst zwei Schritte zurücktaumelte.
 
Vernita blieb sogleich dran. Sie wusste um die Stärke eines Dämons, doch bei diesem hier war die Übernahme seines Wirts noch nicht gänzlich vollzogen, so dass sie zwar über eine erhöhte Körperkraft verfügte, aber noch nicht die Schwächen des menschlichen Körpers selbst überwunden hatte. Das war Vernitas Möglichkeit, dieses Wesen zu besiegen. Ein weiterer wuchtiger Schlag traf die Frau unterhalb ihrer Brüste, dort wo die Nervenenden eines Menschen zusammenliefen und fast ungeschützt nur darauf warteten, dass jemand sie mit einem gezielten Treffer lahmlegte.
 
Keuchend und nach Luft schnappend wankte Miandra zur Seite. Das rote Flackern in ihren Augen erlosch für einen Augenblick, während sie versuchte, sich zu fangen. Doch diese Zeit gab ihr die Elfe nicht. Ein weiterer Treffer erwischte die schwarzhaarige Frau unter deren Kinn, welcher sie schließlich von den Beinen fegte. Ächzend donnerte sie auf den Boden, kurz bevor sich Vernita auch schon auf sie stürzte.
 
Sie hockte sich mit ihren schweren Beinschienen auf Miandras Brust und drückte diese mit ihrem ganzen Gewicht nach unten. Zugleich hielt sie ihr einen der Dolche der Zwillingsschwester an die Kehle, welchen sie die ganze Zeit über in ihrer linken Hand gehalten hatte. Jenen Dolch, den ihr Miandra noch am letzten Abend geschenkt hatte. Diesen hatte sie aus der Scheide, welche auf ihrem Rücken an ihrem Gürtel hing, herausgezogen, nachdem sie Miandras Angriff ausgewichen war.
 
„So, meine Süße!“ zischte Vernita außer sich vor Wut, wobei sie die Frau unter sich böse anfunkelte. „Jetzt spielen wir ein anderes Spiel!“
 
Ohne Vorwarnung stach sie mit dem Dolch in Miandras rechte Schulter. Nicht tief…sie durchdrang nur soeben die Haut, so dass lediglich ein schmales Blutrinnsal aus der Wunde hervorquoll. Anschließend hielt die Elfe der Frau die Waffe erneut an die Kehle.
 
„Lass ihn gehen! Und dann wirst du diesen Körper für immer verlassen!“ fauchte Vernita, wobei sie in Eriks Richtung nickte, ohne den Dämon unter sich aus den Augen zu lassen. „Oder ich schlitze der Frau, die ich liebe und von der du Besitz ergriffen hast die Kehle auf, bevor ich dann dir selbst den Garaus mache. Und glaube mir, du wärst nicht der erste Dämon, den ich vernichte…ich hoffe, wir verstehen uns!“
 
 

#2644
Kaysallie

Kaysallie
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Kurze Zeit drehte sich alles vor ihren Augen, als ihr die Elfe gegen das Kinn schlug. Schmerzerfüllt stöhnte sie auf und sofort breitete sich der Geschmack von Blut in ihrem Mund aus. Noch bevor sie sich von diesem ersten Hieb erholen konnte, traf die Faust von Vernita direkt gegen ihre Rippen, wodurch ihr für mehrere Augenblicke die Luft schlagartig wegblieb. Der weitere Schlag, der sie zu Boden beförderte, sorgte auch schließlich dafür, dass sie für einen Moment nur noch dunkle Flecken vor sich sehen konnte, die eigenartig im Kreis tanzten. Erst ein paar Herzschläge später, breiteten sich die Schmerzen an ihrem Kiefer und ihren Rippen aus und sehr langsam wurde ihre Sicht wieder etwas klarer, wodurch sich nach und nach aus den dunklen Flecken das Gesicht dieses hässlichen Elfenweibes zusammensetzte.

Ehe sie jedoch auch nur daran denken konnte, sich irgendwie aus dieser misslichen Lage zu befreien, spürte sie ein giftiges brennen an ihrer Schulter, das sich rapide durch jede Ader ihres Körpers zu ziehen schien. Ihre Finger waren urplötzlich vollkommen taub, ebenso wie ihre restlichen Muskeln und Knochen. Welch teuflisches Gift wurde ihr hier nur eingeflößt!? Zusammen mit ihrer Bewegungslosigkeit, spürte sie auch, wie sie langsam und immer weiter die Kontrolle über den dunkelhaarigen Mann verlor, was im Einklang mit dem Glühen ihrer Augen stand, welches allmählich immer schwächer wurde.

Sie, die Wollust selbst, der hinterhältigste Dämon, den das Nichts kannte, so knapp vor ihrem ersten Ziel gescheitert. Und all das nur wegen einer elenden Jungfrau… Alleine bei dem Gedanken an ein solches Weib, dessen Herzstück der Lust und Begierde noch von einer schützenden Haut umgeben war, stellte es ihr jedes noch so feine Haar auf. Ekelhaft! Nichts hasste sie mehr, als solche Frauen, die ihrem Verführungszauber einfach so widerstehen konnten, nur weil sie zu keusch waren um der Wollust nachzugeben. Doch sie hatte noch einen Trumpf im Ärmel, auch wenn sie nie gedacht hätte, dass sie diesen jemals spielen müsste.

„So, das würdet Ihr tun? Ich an Eurer Stelle, würde das lieber noch einmal überdenken…“, erwiderte sie mit heiserer Stimme. Kurz machte sie eine Pause, in der sie das Blut angestrengt hinunterschluckte, das sich in ihrem Mund verbreitet hatte. Ein Geschmack, den sie zum ersten Mal auf der Zunge und im Rachen spüren musste und der sie anwiderte. Diese Menschen waren einfach nur ekelhaft.

„Wenn Ihr diesen Körper tötet, so wandert mein Geist lediglich zurück ins Nichts, von wo er hergekommen ist und Ihr werdet mich nie wieder zu Gesicht bekommen!“, fuhr sie in einem sehr ehrlichen, aber auch arroganten Ton fort. Das Sprechen fiel ihr jedoch schwer, da sie ihre Lippen kaum bewegen konnte, aufgrund dieses lähmenden Giftes. „Denn ohne einen Wirtskörper, kann ich in dieser Welt nicht mehr in meiner ursprünglichen Gestalt erscheinen – zumindest nicht für den Augenblick. Ihr tötet damit nur den Körper dieser Frau, sonst erreicht Ihr rein gar nichts! Und diese wunderbare Hülle freiwillig verlassen? Natürlich kann ich das tun, doch selbst wenn ich das wollen würde… so kann ich sie in meinem jetzigen Zustand nur verlassen, ihr jedoch nicht ihre ursprüngliche Seele zurückgeben. Und das wollt Ihr doch bestimmt nicht, oder?“

Nun setzte sie ein fieses, schmerzverzerrtes Lächeln auf. Egal, was diese Elfe gerade tat oder verlangte, es würde ihr nichts bringen… außer den leblosen Körper dieser schwarzhaarigen Frau natürlich.

„Aber eigentlich solltet Ihr mir danken…“, redete sie selbstüberzeugt und ein wenig spöttisch weiter, hustete währenddessen jedoch mehrmals, aufgrund der Schmerzen und des Toxikums, das ihr den Rachen zuschnürte. „Ich habe diese arme, verwirrte und zerbrochene Seele an einen Ort verbannt, an dem ihr all ihre tiefsten Wünsche erfüllt werden und sie keinerlei Leid mehr erfahren muss. Träume, die ihr in dieser Welt auf ewig verwehrt bleiben würden…“

Amüsiert grinste sie und starrte Vernita dabei tief in die Augen. Sie konnte nicht erkennen, was gerade in dieser vorging, doch es war ihr eigentlich auch ziemlich egal, was diese nun mit ihr anstellen würde. Selbst wenn sie in ihr Gefängnis zurückkehren würde, so hätte sie trotz alledem die Überhand behalten. Und dieser Gedanke würde ihr die Ewigkeit versüßen, wie es nichts anderes konnte. Kein Sieg befriedigte einen Dämonen wie sie mehr, als ein so gelungener Betrug.

„Und auch Euch habe ich einen lang ersehnten Wunsch erfüllt, nicht wahr?“ Lüstern leckte sie sich das Blut von ihren vollen Lippen und fixierte die Elfe aus vor Erregung funkelnden Augen. „Ihr könnt nicht abstreiten, diese Momente gerade vorhin aus vollen Zügen genossen zu haben… und ich könnte Euch noch viele weitere Wünsche wahr machen… Träume, die auch Ihr niemals in dieser Welt, und schon gar nicht von dieser Frau hier, erfüllt bekommen würdet.“

Modifié par Kaysallie, 27 septembre 2012 - 12:50 .


#2645
Aliens Crew

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„Netter Versuch, Abschaum!“ erwiderte Vernita spöttisch auf den, in ihren Augen, mehr als armseligen Versuch hin, sie noch einmal zu verführen. „Doch das, was Du mir geboten hast, so schön wie es auch gewesen sein mag, war nichts weiter als ein Hirngespinst…eine Illusion…eine Lüge. Nichts Reales. Außerdem diente es auch nur einer einzigen Sache…nämlich deinem eigenen Interesse. Und dasselbe gilt auch für Miandra.“
 
Die Gesichtszüge der Elfe verfinsterten sich noch mehr, während sie weitersprach. „Du behauptest, du hättest sie in eine Welt geschickt, wo sie kein Leid mehr erfahren muss und wo sie alles bekommt, was sie sich wünscht…doch ich halte das für eine glatte Lüge. Denn es gibt nur eines, was sich diese Frau von Herzen wünscht, und das kannst du ihr niemals bieten. Wenn du es versuchst, dann wird es nur ein leeres Abbild ihrer wahren Liebe sein, so wie du mir nichts anderes geboten hast, als ein ebenso leeres Abbild meiner Liebe. Denn eines vergisst du bei all deinen ganzen Verführungspraktiken völlig…ich liebe Miandra nicht nur ihres atemberaubenden Körpers wegen, sondern vor allem wegen ihrer selbst willen. Sie hat viel gelitten in ihrem Leben, ebenso wie ich…und daher stehen wir uns auch so nahe. Das verbindet uns, kettet uns zusammen, doch das wirst du niemals verstehen können, da du niemanden liebst, außer dir selbst.“
 
Verächtlich spuckte die Elfe zu Boden, wobei sie Miandras Gesicht nur knapp verfehlte. „Aber mit einem hast du recht. Ich kann dich nicht wirklich töten, Abschaum. Zumindest nicht mit dieser Waffe hier. Wenn ich allerdings…“ Die Elfe beugte sich zur Seite. Sie wusste, dass der Dämon unter ihr bedingt durch die Wirkung des Giftes für den Moment handlungsunfähig war, so konnte sie den Dolch auch unbesorgt von dessen Hals lösen. Stattdessen griff sie nun zu einem ihrer Kurzschwerter, welches relativ dicht neben den beiden auf dem Boden lag, drehte dieses in ihrer Hand herum, bevor sie dessen Spitze ganz leicht zwischen Miandras Brüste aufsetzte.
 
„…dir dieses feine Schwert in den Leib ramme, dann ist es vorbei mit den ganzen Intrigen“, vollendete Vernita gefährlich leise ihren Satz. „Ich bin ein Grauer Wächter und habe dementsprechend ständig mit Gewürm wie dir zu tun. Daher habe ich mir Waffen anfertigen lassen, die ein Wesen wie dich töten können…und zwar endgültig. Die Essenz deiner Existenz wird sich auflösen wie der Frühnebel durch das Auftauchen der ersten Sonnenstrahlen. Es wird nichts mehr von dir übrig bleiben…rein gar nichts. So als ob es dich niemals gegeben hätte. Ich hoffe, du verstehst, was das heißt. Du würdest genauso sterben wie der Mensch, in dessen Körper du dich derzeit befindest.“
 
Das Gesicht der Elfe nahm einen harten und undurchschaubaren Ausdruck an, welcher es dem Dämon unmöglich machte zu erkennen, ob Vernita nun die Wahrheit sprach oder nicht. „Aber davon hätten wir beide nicht das, was wir wirklich wollen. Also schlage ich dir ein Geschäft vor. Du gibst mir die Frau zurück, die ich liebe, und ich lasse dich im Gegenzug dafür deiner Wege ziehen. Was hältst du davon? Oder willst du das hier vielleicht auf die harte Weise durchziehen, und ich beende das Ganze hier und jetzt. Nun, was darf es denn sein?“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 28 septembre 2012 - 05:21 .


#2646
Kaysallie

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Eine Verzauberung, die ihren Geist vernichten sollte? Es war das erste Mal, dass sie von so etwas hörte… doch sie war viele Dekaden an dieses elende Waldstück gefesselt gewesen, womöglich hatten sich ein paar Dinge in dieser Welt geändert. Sie musste auf der Hut sein, so viel war sicher. Zumal die momentane Situation mehr als nur aussichtslos für sie war und es ihr bedauerlicherweise in diesem menschlichen Körper nicht möglich war, die Gedanken ihres Gegenübers zu erfassen, um den Wahrheitsgehalt dessen Aussagen zu überprüfen.

Doch als die Elfe dann plötzlich etwas von einem Geschäft erwähnte, flackerten die Augen der Frau kurz grell auf. Ein Handel? Das war schon mehr nach ihrem Geschmack. Sehr viel mehr…

„Wahrheit und Lüge liegen manchmal näher aneinander, als Ihr denkt…“ hauchte sie leise, ehe sie ein weiteres Mal mit schmerzverzogenem Gesicht schluckte und sich räusperte. „Ich weiß genau, was sich diese arme Seele wünscht. Tief habe ich in sie hineingeblickt und alles erfahren, mehr noch, als sie womöglich selbst über sich weiß. Und auch wenn Ihr es mir nicht glaubt, so weiß ich bestens Bescheid über die Gefühle von euch jämmerlichen, sterblichen Wesen, aber was erwarte ich von einer Wächterin, die lieber alles mit ihrem Spielzeugchen aufschlitzt, ehe sie mehr darüber erfahren kann.“

Sie machte eine kurze Pause, in der sie einmal tief Luft holte und dabei die Augen schloss, wobei sie die Schwertklinge zwischen ihres Busen für den Moment, in dem sich ihr Brustkorb leicht anhob, noch deutlicher spüren konnte. In ihrem Kopf begann es irgendwie gerade eigenartig zu rauschen und schmerzen. Ob dies Nebenwirkungen von dem Gift waren?

„Doch kommen wir zu Wichtigerem“, seufzte sie müde. „Euer Angebot gefällt mir, doch scheinbar habt Ihr etwas an Euren spitzen Ohren, dabei dachte ich immer, dass das Gehör von euch Elfenpack besonders ausgeprägt sein soll. Ich habe Euch doch bereits gesagt, dass ich die Seele dieses Weibes nicht so einfach zurückholen kann. Den Körper eines Magiers übernehmen ist einfacher, als den einer so unbegabten Frau… hoch war der Preis, den ich dafür gezahlt habe. Doch was bringt einem Macht, wenn man sie gegen nichts und niemanden einsetzen kann?“

Ein verheißungsvolles Lächeln legte sich auf ihr Antlitz. „Doch vielleicht können wir trotzdem ins Geschäft kommen… besorgt mir einen neuen weiblichen Wirtskörper, der diesem hier ebenbürtig ist, und mindestens eine weitere männliche Seele, aus der ich neue Kraft schöpfen kann, andernfalls werde ich Euren Wunsch nicht erfüllen können.“

Ihr Blick war, so weit es ihr im gelähmten Zustand möglich war, in die Richtung von Leanora und Erik gewandert, wobei ein gieriges Schmunzeln ihr Gesicht überzog und sie sich ein weiteres Mal lüstern die Lippen leckte. „Wie wäre es mit den beiden Anhängseln von Euch? Sie würden sich doch perfekt für ‚unsere‘ Zwecke eignen – natürlich müsste man diese hübsche Frau erst von ihrer widerwärtigen Jungfräulichkeit befreien… doch das würde unserem strammen Herren doch sicher Freude bereiten… ihr Körper ist doch ebenso schmackhaft, wie dieser hier.“

Scharf fixierte sie anschließend wieder Vernita und grinste diese selbstüberzeugt an. „Oder Ihr beendet mein Leben sowie das dieser Frau jetzt und hier, die Entscheidung liegt ganz bei Euch.“

Modifié par Kaysallie, 27 septembre 2012 - 11:16 .


#2647
Bellandyrs

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Leanora war zuerst starr vor Schreck, als sich Erik einfach auf sie stürzte. Hatten denn alle den Verstand verloren? Aber im gleichen Augenblick wurde ihr auch klar, dass es sich bei der Frau, die vor ihr stand, nicht um Miandra handelte, sondern lediglich um deren Körper. Sie war viel zu entsetzt um sich zu wehren. Nun hatte sie einen leibhaftigen Dämon vor sich, und keine Ahnung, wie man so einem Wesen beikommen konnte.

Als ihr Gehirn die ganzen Eindrücke endlich sortiert hatte und fähig war, wieder Befehle an ihren eigenen Körper zu senden, nämlich, dass sie sich aus Eriks Griff befreien und schnellstmöglich diesem Wesen dort den Garaus bereiten sollte, hatte der Mann sie jedoch schon losgelassen.

Inzwischen hatte Vernita die Lage mehr oder weniger unter Kontrolle, dennoch hob Leanora ihr Schwert vom Boden auf und näherte sich wieder wenige Schritte, so dass sie genau hören konnte, was der Dämon Vernita für ein Geschäft vorschlug. Sie sollte der Wirtskörper für dieses hinterhältige Biest werden? Fassungslos schüttelte sie den Kopf und blickte beinahe panisch zu Erik, nicht dass dieser der Aufforderung sofort nachkam, ihre Jungfräulichkeit zu durchbrechen.

Fest umklammerte sie ihre Waffe und zischte ihm giftig zu: „Kommt erst gar nicht auf den Gedanken!“

Ihre Augen wanderten ruhelos zwischen dem Dämon und dem Mann hin und her. Und dabei konnte sie das Gefühl nicht abschütteln, dass noch Blut vergossen werden würde – das von den eigenen Gefährten, nur welches, war ihr noch nicht ganz klar.

#2648
Aliens Crew

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Vernita machte eine verächtliches Geräusch, während sie das Gesicht dabei verzog. „Ich habe das dumpfe Gefühl, dass du mich übervorteilen willst, Dämon. Ich biete dir dein Leben für das dieser Frau, und du verlangst zwei Leben dafür...drei sogar, wenn ich dein eigenes dazuzähle. Klingt mir nicht gerade nach einem redlichen Handel. Nicht wirklich. Und nein, ich habe nichts an den Ohren...ich glaube dir nur nicht, das ist alles.“
 
Die Elfe sah kurz zu Leanora hinüber, welche ihr Schwert ergriffen hatte, um sich Erik vom Hals zu halten, bevor sie sich wieder Miandra zuwandte. „Außerdem gibt es für mich keinen Grund, dir zu vertrauen. Wer garantiert mir, dass du mir Miandra tatsächlich zurückgibst, wenn du einmal von dieser Frau hier Besitz ergriffen hast? Nach der Nummer von gerade eben hier, reicht mir dein Wort dazu einfach nicht aus...“
 
Nachdenklich zog Vernita für einen Moment die Augenbrauen zusammen. Dann hellte sich ihr Gesicht wieder auf, und sie grinste Gegenüber hämisch an. „Also wirst du wohl oder übel mir vertrauen müssen. Mit anderen Worten, du gibst mir diese Frau zurück...ich bin davon überzeugt, dass du das kannst...und wenn ich sicher bin, dass es sich dabei auch tatsächlich um Miandra handelt, dann kannst du die beiden meinetwegen haben...Was sagst du dazu? Sind wir im Geschäft? Oder ziehst du eine andere Alternative vor? Ich könnte dich auch gut verschnürt zum Zirkel der Magi bringen, wo sich die dortigen Magier sicher darüber freuen werden, einen Dämon wie dich für immer auszutreiben...habe einem solchen Schauspiel schon einmal leibhaftig bewohnen dürfen. Ist wirklich höchst erbaulich...na ja, für dich vermutlich nicht, da es dein Ende bedeuten würde...“
 
Das Grinsen der Elfe wurde noch breiter, ja geradezu gehässig. „Und? Was darf es denn nun sein? Willst du meinem Wort als Wächter vertrauen oder lieber dein Glück mit den Magiern des Zirkels versuchen...eine andere Alternative wirst du von mir nicht bekommen, also entscheide dich klug, Dämon!“
 

Modifié par Aliens Crew, 30 septembre 2012 - 04:50 .


#2649
Kaysallie

Kaysallie
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Trotz der Lähmung gruben sich die Fingerspitzen der schwarzhaarigen Frau leicht in den erdigen Boden und ihr Gesicht verzog sich vor purem Zorn, die Augen glühend wie Feuer, der Körper zitternd vor Anspannung.

„Glaubt nicht, dass Ihr Euch im Licht des Vorteils sonnen könnt, nur weil Ihr diese Klinge in Euren Händen haltet und mir ein Gift eingeflößt habt! Geht auch nur in die Nähe dieses verfluchten Turmes, oder eines Magiers und ich werde diesen Körper einfach verlassen, zurückkehren in mein Gefängnis und dann könnt Ihr die kalte Hülle dieser Frau hier in den Armen halten und den Rest Eures verdammten Lebens nachtrauern, wie jämmerlich versagt Ihr doch habt! Denn ja, dazu bin ich jederzeit im Stande, was ich zu Eurem Glück nicht vorziehe. Ich habe Euch das Leben dieses Weibes, im Gegenzug zu meiner Freiheit, versprochen und so werde ich es auch halten, doch Ihr müsst Euren Beitrag dazu leisten. Und es gibt kein ‚Davor‘ und ‚Danach‘. Der Tausch erfolgt zur selben Zeit, anders ist es auch gar nicht möglich und ich benötige dabei einen neuen Wirtskörper, sonst hat all das hier für mich keinerlei Wert und ich könnte diese Hülle hier ebenso sofort verlassen, das würde auf dasselbe hinauslaufen! Geht das nicht in Euren hässlichen Schädel hinein!?“ fauchte sie die Elfe wutentbrannt an, ihre Stimme hallend und schrill, ehe sie wieder etwas ruhiger und ernster wurde, wobei das Glühen ihrer Augen nach und nach schwächer wurde.

„Zwei Seelen für diese Frau – ein neuer Wirt für mich und ein Opfer für sie – wählen dürft Ihr, welche zwei es sein sollen, und danach werde ich aus Eurem Leben verschwunden sein und Ihr aus meinem… ich habe andere Ziele, denen ich nachgehen muss, als mich mit so Würmern wie euch zu beschäftigen! Und wenn Ihr nach Gerechtigkeit sucht, dann solltet Ihr nicht mit mir, Luxuria, der Wollust verhandeln!“

Schlagartig veränderte sich ihr Gesichtsausruck wieder und machte einem schelmischen Lächeln Platz, die himmelblauen Augen verführerisch funkelnd. „Allerdings könnte ich auch in den Erinnerungen und Gefühlen dieser Frau herumspielen, so dass sie Euch mit anderen Augen sehen wird, wenn sie wieder in ihrem Körper ist. Ich weiß genau, wonach Ihr Euch sehnt… wie oft Ihr nach der Nähe und Wärme dieser Person gesucht habt… all das kann ich Euch ermöglichen, zusätzlich zu ihrem Leben. Oder wir beide könnten vor diesem Tausch noch ein wenig Spaß haben… na, was haltet Ihr davon?“

Modifié par Kaysallie, 28 septembre 2012 - 09:57 .


#2650
BindweedSaturnfrost

BindweedSaturnfrost
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Erik stand gegenüber von Leanora, die ihn mit ihrem Schwert bedrohte. Auf seinem Gesicht lag ein leichtes schelmisches Grinsen, und auch seine Augen glühten noch. Jedoch nicht so stark. Es schien immer schwächer zu werden durch die Schläge und Verletzungen die Vernita Miandra zufügte, oder dem Dämon.

Er hörte noch die Worte, die Anforderungen die der Dämon stellte, doch diese wurden immer schwächer, und Erik starrte Leanora nur noch an. Nach und nach kamen ihm einige Gedanken. Er kannte diese Frau doch, hatte mehr Worte mit ihr gewechselt als mit den anderen. Immer mehr Erinnerungsfetzen schossen Erik in den Kopf die ihn aus dem Bann des Dämons holten.

Das Glühen in seinen Augen erlosch, und auch die Kampfhaltung lockerte sich. Seine Blicke glitten zu der Schwertspitze und von dort aus nach oben, wo er Leanora anschaute.
„Warum bedroht Ihr mich?“ fragte er perplex und irgendwie schien er sich gar nicht mehr auszukennen. Eine leichte Brise zog an ihnen vorbei, und da schüttelte es ihn kurz. Um seine Hüfte und Beine spürte er die kalte frische Luft. Als er nach unten sah bemerkte er, dass er gar keine Hose mehr anhatte. ‚Was war denn hier los?‘ dachte er sich, ehe er sich weiter umsah.

Dort sah er Vernita die über Miandra kniete, und sich beide anfauchten. Schnell lief er zu dem Platz hinüber, nahm sich seine Hose in die er schnell hineinschlüfte und zog danach sein Schwert aus dem Baum, wie auch immer es dort hingekommen sein mag.
„Was zum Teufel geht hier vor?“

Modifié par BindweedSaturnfrost, 29 septembre 2012 - 03:01 .