Aller au contenu

Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


  • Veuillez vous connecter pour répondre
2750 réponses à ce sujet

#251
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Kylar lachte. Diese Frau hatte auch noch Sinn für Humor.

„Natürlich meinte ich Euch. Ich habe Euch doch angeschaut. Niemand anderen. Also aus Ferelden. Ihr stammt bestimmt vom Adel. Richtig?

Lian schaute inzwischen zu Kylar rüber, und haute mit seinem Fuß gegen den von Kylar.
"Aua!" schrie er auf.
"Vergiss es Kylar. Du würdest sie nie mehr sehen." meinte Lian.
"Ja schon in Ordnung. Ich wollte eh gerade wieder gehen. Also, aufwiedersehen. Und viel Glück weiterhin." verabschiedete sich Kylar, und Lea gab er noch einen Kuss auf die hand, ehe er wieder verschwand.

Lian schüttelte den Kopf.
"Oh man der bekommt heute noch was zu hören."

Modifié par Juleiila, 02 août 2010 - 12:06 .


#252
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
"Ja, aber dafür kann ich nichts. Und ich wäre Euch dankbar, wenn wenigstens Ihr das nicht als Makel ansehen würdet." Sie lächelte Kylar an. Er schien tatsächlich nett zu sein, aber ein flaues Gefühl in der Magengegend blieb dennoch zurück und insofern war sie doch froh, als er ging.
Sie hatte in den paar Tagen einfach zuviele schlechte Erfahrungen gemacht um ihrem Instinkt noch zu trauen.

Modifié par Bellandyrs, 02 août 2010 - 12:08 .


#253
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Ach um die Zimmer mache ich mir keinerlei Gedanken.“, sagte sie ruhig und wandte sich an Lian, „Ich habe nichts bestellt, er wird schon wissen, was gut für uns ist.“

Plötzlich stürmte er aus der Küche, wie wenn er Miandras Worte bis dort hin vernommen hätte. Er trug fünf Gläser mit Rotwein und brachte sie zu dem Tisch.

„Verzeiht, das Essen wird sofort geliefert, nur noch einen Moment.“, sagte er nervös und völlig außer Atem, dann blickte er zu Kylar und sein Blick glitt wieder zu Miandra, als wolle er sie fragen, ob er auch dazu gehörte. Sie nickte nur und er klatschte einmal in die Hand, „Alfred! Noch ein Glas Wein für unsere Gäste, aber dalli!“

Kaum war er erscheinen, verschwand er auch schon wieder in der Küche. Der Kellner kam mit einem Glas Rotwein geeilt, musste jedoch feststellten, dass Kylar bereits gegangen war. Er blickte fragend und verwirrt auf den Tisch, und verschwand mit dem Glas wieder in der Küche.

Modifié par Kaysallie, 02 août 2010 - 12:10 .


#254
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Lian trank einen Schluck aus dem Weinglas. Er schmeckte sehr gut. Also hatte der Wirt sein Gold gut investiert. Da fiel Lian ein, das er noch etwas vergessen hatte zu Fragen. Er musste von Kylar noch wissen, ob der Magier noch lebte.

„Ich bin gleich wieder da.“ sagte Lian und nahm seine Sachen.



Er verließ die Taverne, und ging wieder durch die Straßen, um Kylar in der Schneiderei ausfindig zu machen. Er musste nur noch eine kleine Gasse durchqueren, und er wäre da. Doch dann musste er schockiert feststellen, das dort Kylar war.



Nicht das er da war, sondern das er bedroht wurde. Lian versteckte sich hinter der Mauer, und versuchte etwas mit zu hören.

„Rede du verdammter Elf! Was suchte einer der Gruppe bei dir heute im Laden!!!!!“ fuhr in der unbekannte an. Er hatte zwei Leibwachen mit sich. Aber Kylar antwortete nur. „Ich weiß nicht wovon ihr sprecht.“

Das war der Satz der Lian dazu brachte, das ganze zu beenden. Sonst hätten die Männer Kylar nun mit höchster Wahrscheinlichkeit getötet.



Lian nahm den Bogen vom Rücken und erschoss die Person, die Kylar bedrohte. Die zwei Leibwachen liefen daraufhin auf ihn los. Lian zog seine Schwerter, und mit Leichtigkeit brachte er die beiden zu Fall. Ein paar Stiche hier, ein paar dort. Die waren nicht so gut trainiert.



Als er sie erledigt hatte, ging er auf Kylar zu, der mit dem Rücken die Wand hinab gerutscht war und fluchte.

„Verdammt! Warum hatte ich meine Waffen nicht dabei!“



Lian bückte sich und kramte in der Tasche, der Zielperson. Er hatte ein Amulett bei sich. Mit dem Siegel wie auch die anderen, die die Gruppe angriffen. „Verflucht. Sie wissen das wir in Denerim sind.“

Lian zog sich den Umhang fester um, und die Kapuze tief ins Gesicht, ehe er Kylar in die Schneiderei brachte.

„Es tut mir so Leid Kylar. Verdammt. Verlasse nicht dein Anwesen ist das klar? Und trage immer Waffen bei dir, sonst könnte das ganze böse Enden.“ meinte Lian im ernsten Ton. „Ach und, weißt du, ob der Magier, von Damals noch lebt?“



Kylar versuchte sich erst einmal zu fangen, und antwortete dann.

„Ja das tut er. Und nun gehe lieber, bevor noch andere hier aufkreuzen.“



Lian nickte, und verließ die Schneiderei. Er lief wieder so überschnell wie er konnte, in die Taverne, und lies sich erschöpft auf einen Stuhl am Tisch fallen.

„Sie wissen das wir hier sind. Die Leute die uns verfolgen. Verdammt. Sie haben Kylar bedroht!“ flüsterte Lian energisch, so das es kein anderer mitbekam.

#255
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
Als sie die Taverne betraten, sah sich Vernita um. Sie nickte zustimmend, während sie sich den dreckigen und staubigen Schankraum ansah. Hier würde sie sicher niemand vermuten. Und sie hatte auch schon schlimmer gehaust. Nicht nur in ihrer Jugend, als sie die Gefangene eines Adeligen war. Nein, auch als Grauer Wächter verbrachte sie mehr Zeit in Höhlen oder der Wildnis als in Gasthäusern. Nur als sie mitbekam, wie viel Leanora für diese Bruchbude bezahlt hatte, verdrehte sie die Augen.
 
Sie setzen sich an einen Tisch und Miandra besorgte bei dem Wirt etwas zu essen. Und sie war auch die einzige, die ihre Bohnensuppe komplett wegschlürfte. Auch in diesem Punkt war sie weit aus schlimmeren Fraß gewöhnt, ganz zu Schweigen von den Tagen, an denen sie überhaupt nichts zu essen bekam.
 
Auf den Bericht von Lian hin, konnte sie nur leicht den Kopf schütteln. Dieser Elf und sich beherrschen. Ebenso gut könnte man der Sonne befehlen, nicht mehr zu scheinen. Aber manchmal überraschten einen andere Personen auch, besonders dann, wenn man es nicht von ihnen erwartete. So beschloss sie, darauf erst einmal nicht einzugehen, sondern einfach abzuwarten, was passieren würde. Die Information, dass er doch sterben konnte, überraschte sie nicht weiter, gab ihr aber dennoch etwas Sicherheit, da sie nun wusste, dass sie ihn im Notfall zur Strecke bringen konnte, sollte die Situation es erfordern.
 
Als sie dann mitbekam, wie Miandra mit den beiden Schüsseln in die Küche stürzte, schmunzelte die Elfe leicht. Sie hatte erst vor, der Frau zu folgen, doch sie ließ es dann doch bleiben. Sie kannte Miandra inzwischen gut genug, um zu wissen, dass sie das schon richten würde. Nachdem sie den Wirt dann dicht hinter der schwarzhaarigen Frau aus der Taverne stürzen sah, lachte sie laut auf und schlug dabei mit der Handfläche auf den Tisch, worauf das morsche Teil schon verdächtig vibrierte.
 
Dann wurde die Tür aufgerissen, und ein weiterer Elf betrat die Taverne. Sofort war ihre gute Laune verflogen, und sie beäugte den Neuankömmling misstrauisch. ‚Das ist wohl Lians Freund’, dachte sie nur, als die beiden sich an den Tisch setzten und über belangloses sprachen.
 
Besonders genervt war sie dann allerdings, als dieser Kylar auch noch zu ihnen herüberkam, erst Miandra anquatschte und schließlich mit Leanora herumflirtete. Ihre Nerven waren zum Zerreißen gespannt, und man sah ihr ihre Anspannung mit Sicherheit an. Sie musste sich stark zusammennehmen, um nicht aufzuspringen, diesen Kylar am Kragen zu packen und achtkantig aus der Taverne zu werfen. Sie waren schließlich hier, um ihre nächsten Schritte zu planen und nicht, um mit alten Freunden Lians ein Schwätzchen zu halten. Doch noch bevor ihr endgültig der Kragen platzte, verschwand dieses Kylar auch schon wieder, und Lian folge ihm kurz darauf.
 
„So, vielleicht haben wir jetzt endlich die Gelegenheit, uns ein wenig über wichtige Dinge zu unterhalten“, meinte Vernita, nachdem sie sich ein wenig beruhigt hatte. „Sobald wir uns satt gegessen haben, werde ich mit dem Verbindungsmann meines Kontaktes sprechen. Er trieb sich früher immer auf dem Marktplatz herum, also gehe ich davon aus, dass er immer noch dort seinen Stand betreibt. Er soll dann ein Treffen mit mir und meinem alten Freund vereinbaren. Wenn Ihr Lust habt, Miandra, dann könnt Ihr mich gerne begleiten. Wir könnten einen alten Freund von mir besuchen, der hier in der Stadt eine Schmiede betreibt. Er dürfte für mich noch etwas auf Lager liegen haben, was Euch sicher gefallen wird. Ihr werdet bestimmt nicht enttäuscht sein.“
 
Die Elfe lächelte die Frau vielversprechend an, doch bevor sie weitersprechen konnte, wurde auch schon die Tür aufgerissen und Lian stürzte wieder in die Taverne und berichtete von dem Überfall auf seinen Freund Kylar. Vernita schien wenig überrascht über diese Neuigkeit zu sein.
 
„Nun, möglicherweise habt Ihr ihn selbst in Gefahr gebracht“, erwiderte sie zynisch. „Unsere Feinde scheinen viel über uns zu wissen. Möglicherweise haben sie den Laden Eures Freundes beobachten lassen, bis Ihr ihn besucht habt. Ich hoffe nur nicht, dass Euer Freund unsere Feinde nicht direkt hierher geführt hat. Und ich hoffe ebenfalls, dass ihr die Angreifer ausgeschaltet und ihre Leichen habt verschwinden lassen, oder liegen die jetzt irgendwo auf der Strasse herum? Vielleicht noch direkt vor dieser Taverne, was?“

#256
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Die Leichen sind entsorgt. In einer Karawane voll Heu.“ sagte Lian, hastig zu Vernita gewandt. Dann rieb er sich paar mal die Hände, und seine Stirn begann zu schwitzen. Er trank einen Schluck Wein, doch das half anscheinend nichts.



„Entschuldigt mich. Ich gehe auf mein Zimmer.“ sagte er, ehe er die Treppen hinauf rannte, und in sein Zimmer stürmte. Dort angekommen setzte er sich an die Bettkante. Seine Hände waren ungewöhnlich warm, und er zog sich seine Lederhandschuhe aus.



Er drehte seine Hände so, das er die Innenflächen sehen konnte. Und genau dort, schienen die Seidenhandschuhe auf einmal zu glitzern. Ehe er sich versah, hatte er eine Silber Eis blaue Kugel, in der Größe eines Tennisballs herbeigezaubert, die Millimeter über seiner Hand schwebte.



In dieser Kugel spielten sich Bilder ab. Ein Mädchen, das nach schwerer Arbeit von einem älteren Mann missbraucht wurde, ein Mann der sie schlug, nachdem er gesoffen hatte, ein weiterer junger Mann, der allem Anschein nach der Bruder des Mädchens war, und tragisch ums Leben kam. Die Geburt, einer Tochter, und das verschwinden der kleinen.



Lian wurde schlecht, und die Kugel, wurde zu einem festen Bestandteil. Als er zu einem Eimer in dem Zimmer rannte, fiel sie auf den Boden, und ein kleiner Teil splitterte von ihr ab. Das war ihm egal. Er musste sich erst einmal übergeben. Der Schweiß rannte immer noch seiner Stirn hinab, und er ging zu seinem Rucksack. Dort holte er das Wasser heraus, und wusch sich schnell das Gesicht.



Danach war Lian fertig. Er fiel ins Bett, und in einen Albtraumartigen Schlaf, wo sich genau das wieder Abspielte, was er eben gesehen hatte.

#257
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 176 messages
„Na, wenigstens etwas“, entgegnete Vernita etwas beruhigt und wollte dem Elf gerade etwas vorschlagen, als dieser plötzlich aufsprang und die Treppen hinaufrannte. „Hey, wo wollt Ihr denn jetzt schon wieder hin? Das Essen wird doch gleich hier sein!“
 
Sie schüttelte den Kopf, während sie sich an die anderen wandte. „Also diesen Kerl werde ich wohl nie verstehen. Und wo bleibt dieser Wirt mit dem Essen? Diese Bohnensuppe war wirklich nur was für den hohlen Zahn. Ach so, wolltet Ihr mich denn gleich begleiten, Miandra? Ihr konntet mir ja nicht mehr antworten, als unser junger Herr Elf unser Gespräch vorhin unterbrochen hatte.“
 

#258
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Natürlich werde ich Euch dabei begleiten.“

Noch bevor sie mehr sagen konnte, stürmte der Wirt zusammen mit dem Kellner aus der Küche. Er war bestückt mit Tellern und Schüsseln, und es roch wirklich gut.

„Schweinfilet gebraten! Dazu herrliche Kartoffeln, mit einer Sause, dessen Geheimrezept ich nicht verraten werde!“, er zwinkerte, „Und dann noch Hähnchenkeulen, dazu etwas Blattspinat, verfeinert mich frischen Tomaten und Kräutern des Landes!“

Plötzlich füllte sich der Tisch mit unzähligen Tellern und Schüsseln, sowie Brotkörben.

Der Wirt blieb noch einen Augenblick stehen, und wartete auf Miandras Reaktion. Sie biss an einem Stück ab, und es schmeckte wirklich nicht schlecht. Es war natürlich kein Vergleich zu einem Koch des Königs, doch da er frische Zutaten verwendete, und sich bemühte, war es durchaus genießbar. Sie nickte ihm zu und er verschwand nur mit den Worten, „Solltet Ihr noch etwas brauchen, einfach Bescheid geben!“ hinter der Küchentüre.


#259
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Lian war komplett unruhig, als er schlief. Er wälzte sich herum, doch die Bilder gingen ihm nicht aus dem Kopf ….



Ein Mann saß in der Ecke auf einem kleinen Stuhl. Man konnte den Geruch von Holzspänen wahr nehmen. Er hielt eine Bierflasche in der Hand, und rund um den Stuhl lagen viele andere, die jedoch schon alle geleert waren. Er hatte eine von der Sonne braun gebrannte Haut, dunkle Haare und ebenso dunkle Augen.

Plötzlich stand er wütend auf, als ein kleines Mädchen bei der Tür hereinstürmte. Sie war außer Atem, hatte sich anscheinend beeilt, und kam dennoch zu spät. Ihre blauen Augen ließ sie hinter ihren langen schwarzen Haaren verschwinden, und sie wagte es nicht den Mann anzusehen, als sie die Türe betrat. Ohne ihn zu begrüßen eilte sie in eine Ecke, schnappte einen Besen und Eimer und begann den Boden zu fegen, sowie die leeren Bierflaschen einzusammeln.

„Du kommt schon wieder zu spät Mia!“, schrie der Mann sie wütend an.

„Verzeih mir Vater, aber ich musste Tante Anette wieder länger in der Taverne aushelfen.“, sagte sie ängstlich und räumte währenddessen weiterhin die Werkstatt auf.

„Erzähl mir keine Lügen! Anette hat mir versichert, dass sie dich rechtzeitig gehen lässt!“

„Aber Vater i…“, mehr brachte sie nicht mehr heraus, als der Mann ihr plötzlich mit voller Wucht, mit der flachen Hand ins Gesicht schlug, und sie zu Boden stürzte. Dabei fielen ihr all die Bierflaschen aus der Hand und sie fiel direkt auf diese, sodass sie zersplitterten und sich in ihre Hände bohrten.

„Sieh nur was du nun schon wieder angerichtet hast! Du bist echt zu nichts zu gebrauchen!“, schrie der Mann und verschwand kurz darauf hinter einer Tür. Das Mädchen blieb schluchzend am Boden sitzen, und begann zitternd die Scherben wegzuräumen, anstatt sich die Wunde zu verbinden.



Plötzlich verschwamm der Ort, und die Werkstatt verwandelte sich in eine grüne Wiese, die mit duftenden Blumen überseht war. Ein Junge lief fröhlich über die Wiese und hielt dabei das kleine Mädchen an der Hand. Sie hielten an einem großen Baum an, an welchen viele Seile befestigt waren. Die Kinder nutzten diesen wohl öfter als ihre „Burg“ und spielten dort immer. Sie ließen sich zu Boden sacken und das kleine schwarzhaarige Mädchen begann aus einigen Blumen einen Kranz zu flechten, und der Junge schnitzte mit einem Messer an einem langen Ast.

„Sag mal Farren, wie ist die Arbeit auf dem Feld?“

„Anstrengend Schwester, aber wenigstens bin ich immer an der frischen Luft!“, sagte er mit einem Lächeln, „Und lässt Vater dir schon schwierigere Aufgaben zu Teil werden, als immer nur den Boden zu fegen?“

Sie schüttelte den Kopf, „Nein, ich denke ich mache meine Sache nicht gut genug.“

„Wieso denn das?“, sagte er etwas erstaunt und unterbrach für einen Moment seine Schnitzerei um sie anzusehen.

„Nun ja er bestraft mich immer, also muss ich wohl etwas falsch machen.“

„Wie er bestraft dich?“, hackte der Junge nach.



Plötzlich verschwamm der Ort erneut, in eine alte Taverne. Es war Abend, und überall waren Kerzenleuchter angebracht. An der Theke saßen einige Männer, die betrunken waren, und die Tische waren alle belegt. Die Leute lachten alle als sie sich Witze erzählten.

Eine junge Kellnerin huschte von einem Tisch zum anderen, immer bestückt mit Essen oder unzähligen Bierkrügen. Sie trug ihre langen schwarzen Haare zu einem Zopf zusammengebunden, damit diese sie nicht bei der Arbeit hindern konnten.

„Hey, noch ein Glas Bier, Süße!“

„Wir hätten gerne noch zwei Gläser Wein!“

„Vier Mal das Tagesgericht junge Frau!“

Unzählige Bestellungen wurden durch den riesigen Saal geschrien, durch welchen sich die Kellnerin kämpfte.

Sie kam endlich an der Theke an und begann Bier aus einem Fass in ein Glas zu füllen, als sie plötzlich von einer Frau, mit kurzen braunen Haaren angesprochen wurde.

„Rael hat sich beschwert.“

Sie drehte sich um, „Rael beschwert sich immer, Anette.“

„Er meinte du hättest ihm absichtlich das Bier übers Gesicht geschüttet, und es ihm dann auch noch verrechnet!“

Die schwarzhaarige Frau blickte durch die Menschmassen zu einem Mann, wobei es sich wohl um Rael handeln musste, welcher sie dumm angrinste und ihr mit dem Bierkrug zuprostete, „Er hat mir auf den Arsch geschlagen!“ sagte sie zornig zu der Frau.

„Es ist mir egal, was er getan hat! Er ist Stammkunde, und der Kunde ist König! Sei einfach froh, dass ein Mann Gefallen an dir findet, seitdem Farr… ach du weißt schon!“

Sie wandte sich von der Frau ab, und die Kellnerin begann weiterhin wütend Bier in die Gläser zu füllen. Plötzlich ertönte eine Männerstimme hinter der Frau, „Ich hätte gerne noch ein Bier wenn es genehm ist, Anette sagte es geht aufs Haus.“

Er stand knapp hinter ihr, fasste ihr mit den Händen an die Oberschenken und zog sich weiter zu sich. Dann flüsterte er ihr direkt ins Ohr, „Wie wär’s, du hast doch sicher nach der Arbeit nichts vor..?“, er begann den Duft ihrer Haare einzuatmen. Sie zuckte zusammen und füllte die Gläser einfach weiterhin mit zittriger Hand. „Ich werde zu Hause erwartet.“

Er entfernte sich einen Schritt von ihr, „Dann werde ich Anette wohl sagen müssen, dass du mir kein Bier gebracht hast!“, sagte er und machte sich auf den Weg zurück zu seinem Tisch, doch die Frau packte ihn an der Hand und hielt ihn zurück, „Nein du wirst Anette nichts sagen!“

„Ich warte auf dich, auf der anderen Seite der Straße.“, sagte er und freute sich über seinen Gewinn, dann riss er seine Hand los und verschwand in der Menge.

Die Kellnerin ballte wütend die Fäuste, nahm ein Tablett, worauf sie die Bierkrüge platzierte und mischte sich damit ebenfalls unter die Leute.





Wieder verschwamm der Ort und änderte sich. Ein Mann drückte ein kleines Mädchen gegen die Wand, und hielt ihr den Mund zu. Ihre Augen waren geschlossen, ihr Blick schmerzerfüllt und wehrlos. Mit der anderen Hand hielt er ihren Rock in die Höhe. Er drängte sich zwischen ihre Beine und begann sich anschließend wie ein wildes Tier an ihr zu vergnügen. Sein Blick war irre und unmenschlich, und man konnte erst jetzt erkennen, dass es sich um den betrunkenen Mann und seine Tochter handelte.

Nach einiger Zeit löste er sich von der Kleinen, und als sie zu weinen begann, versetzte er ihr erneut einen Schlag, sodass sie zu Boden fiel.



Doch die Bilder verschwanden erneut, und man konnte sich in einen riesigen Wald vorfinden, die Schreie eines Säuglings waren zu hören, und kurz darauf konnte man eine Frau erkennen die das Kind in den Armen hielt und es versuchte zu beruhigen. Nachdem sie dies geschafft hatte, legte sie das Kind vorsichtig in einen Kinderwagen. Dann stand sie auf, verband sich die Augen, und nahm einige Messer, welche sie zornig gegen einen Baum, an welchem eine Art Zielscheibe aufgemalt war, warf.

Nachdem sie alle Messer geworfen hatte, nahm sie den Verband von den Augen, und ärgerte sich über ihr Ergebnis. Dann blickte sie zum Himmel und sah, dass es bereits Abend war. Sie versteckte schnell die Messer in einer Kiste, die in einem Busch versteckt war, und machte sich zusammen mit dem Kind auf den Weg, bis sie im Wald verschwand.



„Und wir nehmen hiermit Abschied von den Jungen, den wir alle geliebt haben. Möge er auf ewig in Frieden ruhen und der Erbauer über ihn wachen.“, sagte ein Priester.

Der Ort hatte sich in einen Friedhof gewandelt, wo gerade eine Beerdigung statt fand. Eine riesige Menschenmasse hatte sich um den Sarg aufgestellt und schluchzte. Nachdem der Priester seine Predigt gehalten hatte, begannen sich die Menschen zu entfernen, doch jeder von ihnen wirkte einen abfälligen Blick auf das kleine schwarzhaarige Mädchen, welches ohne eine Träne im Gesicht, genau neben dem Sarg stand. Man konnte Getuschel vernehmen, verstand jedoch nicht, was die Leute sagten.



„Du hast dich an deiner eigenen Tochter vergriffen, du Schwein!“, schrie Farren, den Vater des schwarzhaarigen Mädchens an und dieser brachte in Gelächter aus.

„Ach erzählt dir die Kleine denn auch schon Lügen mein Sohn?“, sagte dieser amüsiert und rülpste daraufhin als er seine Bierflasche auf einen Tisch stellte. Und nur einen Moment später schlug ihn der Junge ins Gesicht, sodass ihm Blut aus der Nase tropfte. Der betrunkene Mann lachte noch immer amüsiert und begann zurückzuschlagen, doch der Junge wich aus. Sie rangelten noch eine Weile, als der Junge stolperte und mit dem Kopf direkt auf der Schneide einer Holzfälleraxt landete. Sie bohrte sich direkt seitlich in sein Gehirn, und er war auf der Stellte tot.

In einer Ecke stand das kleine Mädchen und blickte geschockt auf den Jungen. Der betrunkene Mann bekam einen Lachanfall, „Haha, mein Sohn, steh schon auf, wir haben doch gerade erst angefangen!“

Doch dieser rührte sich nicht. Das kleine Mädchen löste sich aus seiner Starre, und lief aus der Tür.





„Mia wo warst du schon wieder so lange! In jedem anderen Haushalt steht bereits das Abendessen am Tisch!“, schrie ein Mann der auf einer Bank saß mit einem Bierkrug.

„Ich war mit Elana spazieren.“, sagte sie und lächelte dem Mann entgegen.

„Spazieren? So lange?“, sagte er misstrauisch.

„Ja, so lange.“, sagte sie genervt, und wollte gerade das Kind aus dem Kinderwagen nehmen, als er auf sie zu kam.

„Werde nicht frech junge Dame!“, er drohte ihr mit seiner Faust, „sei froh, dass du überhaupt einen Mann hast!“, dann blickte er zu dem Kind, „Auch wenn ich mich frage, wieso ich mich darauf nur eingelassen habe, du schafftest es nicht mal mir einen Sohn zu schenken!“

Dann verschwand er wütend im Haus und sie seufzte erleichtert, bevor sie das Kind aus dem Wagen hob, und damit ebenfalls hinter der Türe verschwand.



..........



Schlagartig wachte Lian auf. Er war total außer Atem, und vorallem geschockt. Wenn ihn das nicht täuschte, dann handelte das alles von Mia. Beim Erbauer....was hatte sie nur durchleben müssen. Nur Leid, Prügel, Demütigungen und Männer die sich an ihr vergriffen. Selbst ihr eigener Vater. Jetzt verstand er, warum sie ihm, oder Männern überhaupt so Aggresiv und Kühl gegenüber war.



Lian wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn und stand auf. Er war ziemlich wacklig auf den Beinen, die Bilder hatten ihn doch zu tiefst geschockt. So als ob er da gewäsen wäre, es gesehen hätte, aber nicht hätte eingreifen können. Das hätte er gemacht, wenn er in wirklichkeit dort gewesen wäre.



Dann ging er zu seinem Rucksack. Dort holte er sich einen Lappen, und sein frisches Wasser. Er war komplett durchgeschwitzt, also waschte er sich. Danach zog er sich die frischen klamotten an, und die Rüstung darüber. Beinahe hätte er seine Schutzhandschuhe vergessen. Er zog sie an, und die Lederhandschuhe darüber.



Lian sperrte sein Zimmer ab, und ging wieder zu den anderen. Dort setzte er sich still an den Tisch. Das frische Essen roch köstlich, aber er hatte keinen Hunger. Das war ihm wirklich vergangen. Auserdem hätte er sich bestimmt sofort wieder übergeben. Starrend blickte er auf den Tisch....

#260
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Als Lian auftauche, waren sie bereits mit dem Essen fertig, doch scheinbar hatte er so oder so keinen Hunger, da er irgendwie bleich im Gesicht war. Miandra musterte ihn kurz, wandte den Blick jedoch wieder ab, und trank den letzten Schluck Wein ihres Glases. Der Wirt beobachtete inzwischen seine Gäste von dem Tresen aus, und als er sah, dass das Glas leer wurde, eilte er mit der Weinflasche zum Tisch und schenkte sofort nach. Der Kellner entfernte die schmutzigen Teller, ließ jedoch die von Lian einstweilen noch stehen, und beäugte ihn etwas verwirrt.

#261
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Nehmt den Teller mit.“ sagte Lian zu dem Kellner, der ihn gar so verwirrt anglotzte. Dann stand er auf und wandte sich an Miandra.

„Dürfte ich, kurz, mit Euch unter vier Augen sprechen?“ fragte er, gefolgt von einem Schlucken. Es bildete sich ein großer Klos in seinem Hals, und er wusste nicht so recht wo er denn überhaupt anfangen sollte. Dann ging er zu einem anderen Tisch, wieder weit entfernt von den anderen, und setzte sich dort. Er hoffte, das Miandra sich zu ihm setzen würde, und er endlich loswerden könnte, was er schreckliches träumte.

#262
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Misstrauisch blickte sie Lian hinterher. Eigentlich hatte sie keine Lust sich mit ihm zu unterhalten, er war ihr einfach nicht geheuer. Doch sie waren Reisegefährten und ihr würde einige Tische weiter schon nichts passieren, und wenn es ihr zu blöd werden würde, würde sie einfach wieder gehen. Doch etwas Neugierig war sie ja schließlich auch.

„Entschuldigt mich kurz.“, sagte sie mit einem Seufzten zu Vernita und ging zu dem Tisch an dem Lian saß.

„Also dann sprecht, was auch immer Ihr mir scheinbar Wichtiges zu sagen habt.“, sagte sie mit einem leicht sarkastischen Unterton.


#263
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Lian fuhr sich ein paar mal mit den Händen übers Gesicht, so als wolle er was wegwischen, was aber nicht vorhanden war. Er wusste gar nicht wo er anfangen sollte. Die Bilder liefen noch immer durch seinen Kopf, und die Worte die gesprochen wurden.

„Eh also.“ begann er zu stottern. „Warum … habt Ihr mir nichts von Eurer Vergangenheit erzählt? Fragte er.

„Versteht mich bitte nicht falsch, aber...“, er schluckte Wiedermals, „... ich habe das alles gerade im Traum miterlebt. So als wäre ich dort gewesen, und hätte Euch nicht helfen können. Ich .. weiß gar nicht wie ich es erklären soll....“ meinte er und lies seinen Kopf in die Hände fallen. Doch er schaute wieder auf, direkt in ihre Augen. So, das sie merkte, das er das Leid was ihr widerfahren war, ähnlich wie miterlebt hatte.

„Es tut mir so Leid, Miandra...“

#264
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Sie grinste, „Wieso sollte ich etwas erzählen, was man nicht mehr ändern kann? Ihr habt mir beziehungsweise uns auch erst vor kurzem alles geschildert.“, sagte sie völlig gefasst.

Doch als er das mit dem Traum erwähnte, blickte sie ihn misstrauisch mit verschränkten Armen an, „Was habt Ihr gesehen?“


#265
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Einen Mann, der ein Mädchen mies behandelte, sie im Suff schlug und …. sich an ihr verging. Obwohl sie das beste tat, was sie konnte. In einer Werkstatt. Wie sie in der Taverne arbeitete, und sich für das Geschäft begrabschen lassen musste.“ er seufzte, und fuhr fort.



„Ihr habt das mit Eurem Vater, nur Eurem Bruder erzählt, nicht wahr? Sie prügelten sich, und er kam dabei ums Leben, als er mit dem Kopf auf eine Axt fiel, die sich in sein Hirn bohrte. Ich sah eine Beerdigung....Die Orte verschwammen immer wieder, und wechselten. Dann sah ich Euch, mit Eurer Tochter... Aber Euer ach so toller, besoffene Ehemann, hatte sich nur beschwert. Er gab sogar Euch die Schuld, das Ihr keinen Jungen geboren hattet.“



In der Zwischenzeit kam der Kellner, und er bestellte ein Glas Wasser. Als es ihm hergestellt wurde, trank er das ganze Glas auf einmal herunter.

#266
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Sie hielt weiter inne und blickte ihn nachdenklich an. Sie kannte ihre Geschichte, diese würde sie selbst wohl nicht mehr berühren, und wirklich geschockt darüber, dass er scheinbar nun auch Geschichten von anderen Leuten träumen konnte war sie auch nicht wirklich, nachdem sie bereits so viele skurrile Sachen von dem Elf gehört hatte.

„Ja, das ist wahr, aber es tut nichts zur Sache. Außer, dass ich ein kleines dummes Mädchen war, dass den Worten eines Mannes, dem eigenen Bruder, geglaubt habe, als er sagte, dass er die Sache für sich behalten würde. Doch, wie Ihr scheinbar sehen konntet, hat er es nicht für sich behalten.“

Sie deutete dem Kellner ein Nein, als dieser Ihr etwas zu trinken anbieten wollte.

„Doch ich bin froh keinen Jungen auf die Welt gebracht zu haben, von diesem Abschaum gibt es auf dieser Welt doch bereits genug.“, sagte sie abwertend.


#267
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Hm.“ sagte Lian nachdenklich. „Habt Ihr es einmal versucht, aus der Sicht Eures Bruders zu sehen? Ich meine, ich bin mir so sicher, das er es für sich behalten wollte. Aber er war eben Euer großer Bruder, und wollte etwas dagegen unternehmen. Er wollte Euren Vater aufhalten. Ich habe den Hass und die Wut in seinem Gesicht gesehen. Er wollte Euch beschützen....“



Der Kellner kam wieder und schüttete Lian Wasser nach, woraus er wieder einen Schluck trank.

„Da möget Ihr recht haben. Klar. Viele Männer sind Schweine. Sehr viele sogar. Aber das muss man im allgemeinen auf die Menschen oder sonstigen Rassen beziehen....aber nicht jeder....ist gleich.“

#268
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Natürlich wollte er das. Doch versprochen ist versprochen, nicht wahr?“, sie zwinkerte ihm entgegen. „Er war ein fleißiger und talentierter Junge, er hätte die Tischlerei geerbt, welche mein Vater nach seinem Tod schließen ließ und ich daraufhin nur noch in der Taverne arbeitete. Und er hätte die Tischlerei sicher zu weit aus mehr gebracht, als mein Vater, welcher recht faul war. Er hätte einfach nur sein Versprechen halten müssen, würde noch leben und ich hätte vielleicht einen von diesen wunderbaren guten Männern bekommen, von denen ihr gerade so tolle Sprüche abgebt. Doch das habe ich nun einmal nicht. Der Ruf meiner Familie ging den Bach runter, und wie Anette immer gerne sagte, konnte ich froh sein überhaupt irgendeinen zu bekommen. Doch um ehrlich zu sein, habe ich es satt mich an Regeln zu halten, es satt das zu tun, was normal ist, auch wenn es wohl der Traum eines kleinen Mädchens gewesen wäre, einmal eine eigene glückliche Familie zu gründen.“ Sie seufzte als sie merkte, dass sie zu viel redete und zu weit ausholte.

„Aber wie gesagt, man kann es nicht ändern, also gibt es sonst noch etwas. Vielleicht etwas das ich noch nicht weiß?“ sagte sie genervt.


#269
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Das könnt Ihr immer noch, Miandra. Wer sagt das es nicht mehr möglich ist?“ seufzte er. „Nein, ich glaube, es gibt nichts mehr, ich gehe Euch doch sowieso nur auf die Nerven.“



Dann trank er den letzten Schluck seines Wassers. Dabei kam ihm eine Idee. Er alterte ja nicht. Und wenn man diese Gabe, irgendwie weitergeben könnte, könnte sich Miandra, irgendwo einen Mann suchen, und eine glückliche Familie gründen. Doch das war irgendwie zu weit her geholt. Also seufzte er wiedermals und sagte.



„Dann gehen wir wieder zu den anderen, oder?“

#270
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Es wäre möglich, doch ich habe die Schnauze davon voll. Alleine bin ich wohl sowieso besser dran.“ Und mit diesen Worten ging sie zurück zum Tisch, an welchem die anderen saßen. Dort flüsterte sie Vernita ins Ohr, dass sie in ihrem Zimmer sei, falls sie noch etwas zu besprechen haben sollte, und verschwand daraufhin die Treppen nach oben.


#271
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
Lian trank sein Glas aus und stand auf. Er machte sich auf den Weg in sein Gemach. Dabei spürte, und bemerkte er die Blicke, die Vernita ihm zu warf. Er wusste, das sie ihn töten würde, aber er hatte ja nichts vor. Also schloss der die Türe seines Zimmers auf und trat ein.



Dann setzte er sich wieder auf die Bettkante, und zog seine Handschuhe aus. Die Kugel, in Silbernem Eis-blau, lag noch immer auf dem Boden. Direkt vor ihm. Er hob sie auf, und zog dabei auch seine Schutzhandschuhe aus.



Dabei schloss er seine Augen, und berührte die Kugel mit beiden Händen. Nun dachte er an das Bild, Miandra zusammen mit ihrer Tochter, die im Kinderwagen lag. Seine Hände wurden ganz kurz warm, aber das legte sich wieder. Als er die Augen wieder öffnete, war die Kugel nicht mehr Eis-blau. Eher durchsichtig, wie Glas. Und darin, konnte man das Bild sehen, an das Lian dachte. Es schwebte etwas, und bewegte sich. Man sah die beiden lächeln.



Damit machte er sich auf den Weg, und klopfte an ihre Tür.

„Ich habe etwas für Euch. Ich weiß, das sie die einzige ist, worauf Ihr noch baut.....“

#272
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Kaum hatte sie das Bettlacken beim Fenster ausgebeutelt, klopfte es an der Tür. Eigentlich erwartete sie Vernita, da sie ihr schließlich gesagt hatte, dass sie kommen könnte, wenn sie noch etwas zu besprechen hätte.

Sie öffnete die Türe und sah Lian, und noch bevor sie etwas sagen konnte, streckte er ihr eine eigenartige Kugel entgegen.

Sie nahm die Kugel nicht entgegen, da sie es mied den Elfen oder irgendetwas was mysteriös genug war um es zu berühren, sondern starrte nur gebannt darauf. Einen Moment lang fehlten ihr tatsächlich die Worte, doch dann fiel sie sofort wieder in die Realität zurück und blickte den Elfen tief in die Augen, „Was ist das, wollt Ihr mich nun mit verzauberten Geschenken um den Finger wickeln!?“


#273
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Das hatte ich nicht vor. Man kann nichts um den Finger wickeln was keine Gefühle zu lässt. Ich wollte Euch lediglich etwas geben, was Euch an Eure Tochter erinnert, was ihr anschauen könnt, um sie zu sehen. Mehr nicht.“ sagte Lian, im ruhigen Ton.



Dann zog er die Samthandschuhe aus seinen Taschen und zog sie an. Vielleicht würde Miandra so, die Kugel entgegen nehmen.

#274
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Ihr seht ja wohin einen Gefühle führen, nur direkt in den Tod.“, sagte sie mit einem schelmischen Grinsen, und nahm die Kugel entgegen, blickte dabei jedoch in sein Gesicht. Ohne weiteres Wort schloss sie die Türe, und sperrte diese ab. Dann ließ sie sich aufs Bett fallen und hielt die Kugel mit beiden Händen, welche zu zittern begannen. Sie starrte geradeaus an die Wand, und unterdrückte das Gefühl gleich loszuheulen.

„Reiß dich zusammen.“, sagte sie schließlich zu sich selbst, nahm ein Tuch aus ihrer Tasche, wickelte die Kugel ohne sie direkt anzusehen darin ein und verstaute sie in der Tasche. Dann ließ sie sich erschöpft aufs Bett fallen und schloss für einen Moment die Augen.


#275
Guest_Juleiila_*

Guest_Juleiila_*
  • Guests
„Wie...dem...auch...sei.“, sagte Lian zu sich selbst. Er wusste nicht, was er noch tun sollte. Er ging schnell runter zur Theke, und bemerkte dabei wieder die Blicke der anderen. Er warf ihnen einen verärgerten Blick zu, ehe er ein Bier auf sein Zimmer bestellte.



Dann ging er wieder hoch, und schloss die Türe. Seufzend lies er sich auf sein Bett fallen. Was sollte er noch tun? Er hoffte, das der erste Verzauberer bald erscheinen würde, um ihm zu helfen. Obwohl er nicht wusste, was geschehen würde. Es könnte ja auch sein, das er Lian umbringen wollte. Wer wusste das schon.



Plötzlich klopfte es an der Tür, und er wurde aus seinen Gedanken gerissen. Er hatte ganz vergessen, das er was bestellte, so verwirrt und kirre im Kopf war er schon. Lian nahm das Bier entgegen, schloss wieder die Türe, und setzte sich an den Tisch in seinem Zimmer, von wo aus er aus dem Fenster sehen konnte.



Eine Taube flog vorbei, und setzte sich an seinen Fenstersims. Sie gaggerte vor sich hin. Lian näherte sich dieser, stützte sich mit den Ellenbogen am Fensterbrett ab, und hielt ihr den Zeigefinger hin. Die Taube, setzte sich darauf, und Lian bemerkte erst jetzt das sich ein Zettel am Fuße der Taube befand.



Er nahm ihn ab, rollte auf und begann zu lesen.

„Heute, um Mitternacht, in meinem Laden! Kylar.“



So überbrachte er jetzt schon die Nachrichten. Gut, solange er sich nicht in Gefahr brachte. Dann legte er der Taube einen Brotkrümel hin, und setzte sich wieder Gedankenverloren an den Tisch ...