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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#276
Aliens Crew

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Nachdem das Essen auf dem Tisch stand, sürzte sich Vernita gleich darauf, so als wenn es morgen nichts mehr geben würde. Sie war nur einfache Kost gewohnt, so dass ihr dieses Mahl wie ein Festgelage vorkam. Ihre eigenen Kochkünste waren ziemlich schlecht. Sie konnte gerade mal halbwegs Fleisch über offenem Feuer zubereiten, das war es dann auch schon. Im Vergiften von Essen war sie allerdings eine Expertin.



Als Lian zu ihnen kam und seinen Teller zurückwies, griff Vernita sich diesen einfach, bevor der verwirrte Kellner ihn mitnehmen konnte. Lian selbst setzte sich an einen Nachbartisch, und Miandra gesellte sich kurz darauf zu ihm. Sie unterhielten sich eine Weile, während die Elfe Lians Essen förmlich hinunterschlang. Sie hatte wirklich einen unglaublichen Appetit. Und wer weiß, wann sie wieder die Gelegenheit hatte so ausgiebig zu essen.



Miandra ging kurze Zeit später nach oben. Und als Lian ihr gleich darauf folgte, musterte sie ihn eingehend. 'Wenn der nicht wieder irgendetwas vorhat', dachte sie sich nur, während sie weiteraß.

Anschließend bestellte sie sich noch einen Schnaps, um das Essen hinunterzuspülen. Während sie darauf wartete, kam Lian erneut nach unten, bestellte sich ein Bier und verschwand sogleich wieder.



Nachdem Vernita ihren Schnaps bekommen hatte, schüttete sie ihn sich auf Ex in den Rachen, bevor sie aufstand und nach oben ging. "Entschuldigt mich", sagte sie nur knapp zu Hennrik und Leanora, bevor sie diese verließ.



Sie wusste nicht, in welchem Zimmer sich Miandra einquartiert hatte, also prüfte sie einfach alle systematisch. Das erste Zimmer war leer, doch die zweite Tür war auch schon abgeschlossen. Lautstark klopfte sie gegen das Holz der Tür.



"Miandra! Seid Ihr da drin? Macht die Tür auf, ja? Ich bin es, Vernita!"


#277
Kaysallie

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Miandra riss die Augen auf, als sie das Klopfen an der Türe vernahm. Gedämpft durch das Holz erkannte sie Vernitas Stimme und richtete sich wieder auf. Sie muss wohl kurz eingenickt sein. Während sie sich die Augen rieb, ging sie zur Türe und schloss diese auf.

"Ah Vernita, kommt doch herein.", sagte sie mit einem zaghaften Lächeln und begab sich anschließend wieder zu dem Bett und ließ sich erschöpft auf der Bettkante nieder.

"Nun wann gedenkt Ihr Euren alten Verbindungsmann aufsuchen zu wollen?"


#278
Bellandyrs

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Auch Leanora genoss die Speisen, die aufgetischt wurden. Hätte sie das mal vorher gewußt, hätte sie sich diese ekligen Bohnen sicher nicht hineingezwängt. So kaute sie beinahe andächtig das Filet, der Spinat war richtig lecker, und die Tomaten schön saftig und reif. Vor allem Obst und Gemüse hatte sie auf der Reise hierher am meisten vermißt. Auch beim Rotwein hatte der Wirt nicht gespart, ein fruchtiges Bouquet, leicht beerig im Abgang... genieserisch schloß Lea die Augen. Eigentlich konnte man es doch ganz gut aushalten, und wenn erst einmal frische Luft im Zimmer wäre, würde auch das gehen.



Auch Hennrik schien es zu schmecken, wenngleich er sofort nach dem Essen wieder an seiner Pfeife zog. Seine Beine hatte er auf einem Stuhl hochgelegt und blickte verschmitzt in die Runde.



Lea war verwirrt, als Miandra und Vernita verschwanden, aber nachdem sie sonst auch nichts zu tun hatte, blieb sie einfach sitzen und hing ihren Gedanken nach. Nach aussen wollte sie nicht unbedingt, sie wollte sich nicht unnötig in Gefahr bringen.

#279
Aliens Crew

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Vernita trat ein, nachdem Miandra sie ins Zimmer gelassen hatte. Sie ging mit ihr zu dem Bett hinüber und setzte sich neben die erschöpft wirkende Frau. Die Elfe sah sie von der Seite her an, wobei sie breit grinste.
 
„Eigentlich hatte ich vor, ich mich sofort auf den Weg zu machen. Und zuvor wollte ich mit Euch meinen Freund den Schmied besuchen. Doch wenn Ihr zu erschöpft seid, dann kann ich auch alleine gehen.“
 
Sie hielt kurz inne, bevor sie weitersprach.
 
„Oder seid Ihr nur besorgt über das, was Euch Lian vorhin gesagt hat. Ja, ich habe jedes Wort gehört, obwohl ich nicht einmal gelauscht habe.“ Sie tippte sich leicht auf ihr linkes Ohr, wobei ihr Grinsen scheinbar noch breiter wurde. „Ich sagte ja schon, dass diese langen, spitzen Ohren nicht nur zur Zierde an meinem Kopf hängen.“
 

#280
Guest_Juleiila_*

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Lian wusste nicht was er mit seiner Zeit anstellen sollte. Sie würden sich heute bestimmt erst einmal ausruhen, und ihre Vorräte aufstocken. Er rappelte sich mühevoll vom Stuhl, und trat aus seinem Zimmer. Das er gleich darauf wieder zu sperrte.



Als er die kleinen Treppen hinunter ging, und zu dem Tisch blickte, sah er nur noch Lea. Und Henrik, der wie immer gemütlich an seiner Pfeife rauchte. Lian grinste. Dann ging er zum Tisch, und setzte sich Lea gegenüber.



„Was glaub Ihr, was uns erwarten wird? Ich meine, ich habe schon viel gesehen und erlebt. Mich schreckt das nicht ab. Aber bei Euch bin ich mir nicht sicher.“ sagte er freundlich, und hoffte, das Lea es nicht falsch aufnahm.

#281
Bellandyrs

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Lea schrak aus ihren Gedanken hoch, als Lian sie ansprach.



"Ich weiß es nicht was uns erwarten wird. Ich bete zum Erbauer, dass wir diese Geschichte aufdecken können und dabei lebendig bleiben. Ich zerbreche mir noch immer den Kopf, wieso der Arl sich so geändert haben könnte. Und wieso er meine Familie auslöschen wollte. Unser Landbesitz ist nun auch nicht so groß oder strategisch wertvoll. Jedenfalls bin ich sehr gespannt, was Vernitas Kontaktmann berichten wird. Und ob es mich abschreckt? Da bin ich mir sogar sicher, dass ich davon erschreckt sein werde. Ich bin viel zu behütet aufgewachsen, hatte nie mit Tod, Gewalt oder ähnlichem zu tun. Und was ich in diesen paar Tagen erfahren habe... ist ein gänzlich anderes Leben, als das, welches ich kenne. Und es fällt mir nicht einfach, mich darauf einzustellen. Auch wenn ich auf den Luxus an sich verzichten kann."



Sie nickte Lian zu und war selber erstaunt, wieviel sie von sich preis gab.

#282
Guest_Juleiila_*

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Lian grinste, und nickte.

„So werdet Ihr lernen, das zu schätzen was Ihr habt. Klar wird es schwer. Kann ich mir sogar gut vorstelle, wenn man zuerst alles hat, und sich danach mit dem zufrieden geben muss was man hat. Und eben nicht mehr alles bekommt.“ versuchte er, ihr zu zustimmen.



„Hm was den Arl dazu treiben könnte? Macht! So wie es jeden treibt. Hat man ein wenig davon, will man mehr. Das reicht schon als Motiv.“ sagte er.



Danach kam der Kellner, und Lian bestellte sich einen Wein, den der vorher ausgeschenkt wurde. Der Kellner eilte, und war kurz darauf wieder da. Mit einem frisch poliertem Weinglas. Er schenkte Lian das Glas ein, der darauf hin dankend nickte.



„Und...sterben werden wir nicht. Wir müssen einfach untereinander auf uns Acht geben.“

#283
Kaysallie

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Sie lächelte der Elfe entgegen, "Ja ein guter Gehörsinn hat wohl so seine Vorteile.", sie seufzte, "Nein ich bin nicht besorgt, es war nur eine lange anstrengende Reise. So lange, dass ich wohl manchmal vergaß wieso ich auf der Reise war, doch nun wird alles etwas realer."
Sie stand von dem Bett wieder auf und ihr Tonfall wurde abrupt entschlossen und überzeugt, "Aber alles keine Gründe wegen denen ich hier bleiben müsste."

Modifié par Kaysallie, 03 août 2010 - 08:21 .


#284
Bellandyrs

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"Lian, ich habe nie gegen Menschen richtig gekämpft. Die Fechtkämpfe waren Übungskämpfe, wo man den anderen nicht verwundete. Bogenschießen kann ich durch die Jagd. Das war es dann auch. Ich tappe viel zu leicht in Fallen, weil ich bisher nur Ehrlichkeit kannte. In einem muß ich Euch berichtigen: ich habe stets geschätzt, wie ich aufgewachsen bin. Dass es uns nie wirklich an etwas mangelte, und die liebevolle Familie. Das hab nie als selbstverständlich angesehen, und auch wenn Ihr es mir vielleicht nicht glauben mögt, aber ich bin sehr weichherzig, teile und helfe wenn es mir möglich ist."

#285
Guest_Juleiila_*

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„Doch das glaube ich Euch sogar, Lea. Wegen den Fallen. Nun man muss eben Vorsichtig sein, ein gutes Auge für Leute haben, denen man trauen kann. Mann muss sie einschätzen können. Das mit den Fechtkünsten, und dem Kämpfen ist kein Problem. Das könnten wir sogar trainieren. Wie ihr bestimmt gesehen habt, kämpfe ich mit zwei Schwertern. Was wollt Ihr denn lernen?“ fragte er.

Vielleicht könnte er Lea ein kleines Training geben. Man müsste nur schnell beim Schmied Waffen besorgen, dann könnte es schon losgehen. Und schaden würde es nun wirklich nicht. Es wäre sogar gut, wenn die Gruppe noch besser trainiert wäre, als sie eh schon war.

Modifié par Juleiila, 03 août 2010 - 08:09 .


#286
Bellandyrs

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Lea biß sich auf die Unterlippe. Er verstand sie wohl falsch.

"Es liegt nicht daran, dass ich nicht fechten könnte Lian. Es liegt daran dass ich noch nie einen Menschen getötet habe zuvor, außer jetzt auf unserer Reise. Ich kann mich wehren, aber meine Erziehung verbietet es mir sozusagen einfach anzugreifen. Es ist eine innere Barriere, sie mich dabei stocken läßt, und ich denke, die wird erst fallen, wenn man gezwungen ist, den anderen zu töten, bevor man selber das zeitliche segnet. Und genau davor graut mir. Und woher sollte ich plötzlich Menschenkenntnis nehmen? Ich war immer offen und ehrlich, freundlich und hilfsbereit. Plötzlich sollte ich aber in mich gekehrt sein, Intrigen spinnen und mistrauisch. Das alles muß ich erst lernen, und das ist keine leichte Aufgabe."

#287
Guest_Juleiila_*

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Lian lachte.

„Ach so. Tut mir leid das ich Euch falsch verstanden habe. Aber das tut nicht zur Sache, denn das töten können wir genau so üben. Hier in Denerim laufen genügend Banditen rum, denen das Handwerk gelegt werden muss. Sie sind kriminell und müssen gestoppt werden. Ein perfektes Übungsmittel um eure innere Barriere zu überwinden. Was sagt Ihr?“

#288
Bellandyrs

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Lea blickte Lian erschrocken an.

"Auf keinen Fall. Sie mögen noch so kriminell sein, bevor ich dazu nicht den Befehl der Stadtwache erhalte ... nein Lian. Damit mache ich mich ja noch strafbarer, als die Banditen. Ich fürchte, da müßt Ihr auf meine Hilfe verzichten."

Hastig trank sie den letzten Schluck aus ihrem Glas.

"Ihr verzeiht? Ich möchte nach den Pferden sehen und nach Nero."



Schnell stand sie auf und eilte in den Stall, wo sie ihren Kopf in Donas Mähen vergrub.

"Ach Donas, wieso ist das richtige Leben nur so kompliziert?"

#289
Guest_Juleiila_*

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hm. Lian kam eine Idee. Wenn Lea sich nicht überwinden konnte, zu töten, Wie solle sie dann richtig, im Kampf ihr bestes geben? Schnell lief er hoch in sein Zimmer. Dort legte er seine Schwerter ab, und auch den Dolch von Verena. Auch seine Handschuhe zog er aus. Dann kramte er in seiner Tasche, und zog einen verrosteten Dolch heraus. Den steckte er erst einmal in seine Tasche.



Danach verließ er wieder sein Zimmer und sperrte ab. Leise schlich er sich in den Stall, und dort sah er Lea. Er hatte einen gut aus gefalteten Plan. Sie würde jetzt auf jeden Fall töten, so viel war sicher. Nein, dessen war sich Lian sicher.



Langsam und so leise das sie es nicht bemerkte, näherte er sich ihr von hinten. Dann hielt er ihr den Mund zu, und mit der anderen Hand hielt er den alten verrosteten Dolch an ihren Hals. Er würde ihr nichts tun, und er hielt auch nur so leicht, das sie sich den Dolch locker schnappen könnte, um zu zustechen. Lian hielt nicht einmal den Griff richtig fest.



Dann verstellte er seine Stimme.

„Gib mir dein Geld Püppchen!“ grölte er in einem tiefen Ton.



Jetzt war es an Lea. Sie müsste einfach nur den Dolch packen, sich umdrehen, und zustechen.

#290
Bellandyrs

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Lea gefror das Blut in den Adern. Ihre Augen waren zu Tode erschrocken aufgerissen, sie wollte schreien, aber die Hand auf ihrem Mund hinderte sie. Ihre Gedanken überschlugen sich, und sie zwang sich, Ruhe zu bewahren, obgleich sie zeitgleich zu zittern begann. Sie war absolut wehrlos, ihr Messer lag im Zimmer. In ihrer Panik fiel ihr nicht einmal auf, dass Donas noch genauso ruhig da stand wie zuvor, und auch Nero keinen Mucks von sich gab.



Sie schloß kurz die Augen und spielte ihre Möglichkeiten durch. Der Kerl gab ihr ja nicht einmal die Möglichkeit, ihm zu sagen, dass sie kein Geld bei sich hatte. Andererseits hatte er sie auch nicht so fest im Griff, dass sie sich nciht befreien könnte. Er unterschätzte wohl ihre Kraft, und das würde sie ausnutzen.



Als sie die Augen öffnete hatte sie ihren Puls wieder unter Kontrolle. Schnell drehte sie sich um, dabei seine Dolchhand umklammernd, die sie dadurch soweit nach unten bog, dass der Dolch ins Stroh fiel. Sie bog den Arm weiter, bis dieser hinter dem Rücken des Mannes wieder nach oben gedrückt wurde. Mit letzter Kraft drückte sie ihn gegen die Stallwand und lehnte sich mit ihrem vollen Gewicht dagegen.



Erst dann fiel ihr Blick auf das Gesicht, welches seitlich an der Wand eingequetscht war, und schnell sprang sie zurück und ließ Lian los.



"Lian! Beim Erbauer, wie könnt Ihr es wagen! Habt Ihr zuviel vom Rotwein erwischt?"

Völlig entkräftet ließ sie sich neben Donas ins Stroh fallen, alle viere von sich gestreckt, die Arme unterm Kopf angewinkelt.

#291
Guest_Juleiila_*

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Lian seufzte und drehte sich von der Wand weg. Dann ging er in die Hocke, blickte zu Lea, und schüttelte den Kopf. Dann kreiste er ein paar mal seine Schulter, und lies sie dann locker wieder fallen. Lea hatte ganz schöne Kraft, das musste man ihr lassen.



„Ich wollte Euch mit dem grauen der Welt konfrontieren. Ihr hättet zustechen sollen, und nicht mich gegen die Wand drücken. Warum habt Ihr es nicht getan?“



Dann ließ er sich neben ihr ins Heu fallen, und blickte zu Percivel, der noch immer ruhig da stand. „Stellt Euch mal vor, das wäre nicht ich gewesen. Dann hättet ihr nicht so einfach einen Arm umbiegen können. Dann wärt Ihr jetzt vielleicht tot, oder man hätte sich an Euch vergriffen.“

#292
Bellandyrs

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"Nen Kerl der sich an mir vergreift wird schon sehen wie weit er kommt, ich kenne die empfindlichen Stellen durchaus, die einen Mann zu Fall bringen" grummelte sie.
Dann seufzte sie auf.

"Ich weiß es nicht Lian. Ich kann nicht einmal sagen, dass es ein Reflex war, ich hatte Zeit zu überlegen, was ich jetzt tun kann. Aber auf die Idee, Euch den Dolch zu entwenden und einfach zuzustechen, darauf bin ich wirklich nicht gekommen. Im Nachhinein fällt mir aber auf, dass ich wohl im Unterbewußtsein wahr genommen habe, dass sich Donas und Nero ruhig verhalten haben. Und wäre das gerade ein Fremder gewesen... dann wäre das Pferd nicht so seelenruhig da gestanden. Jedenfalls habt Ihr mir einen guten Schrecken eingejagt, und deswegen solltet Ihr mir jetzt zeigen, wie man jemanden die Waffe aus der Hand reissen kann."

Sie stand auf, schüttelte ihre Haare vornüber den Kopf, um sie vom Stroh zu befreien, und klopfte ihre Hose ab.

"Na los, dann wollen wir mal." Auffordernd blickte sie Lian an.

Modifié par Bellandyrs, 03 août 2010 - 09:21 .


#293
Guest_Juleiila_*

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„In Ordnung.“ sagte Lian, und stand auf.



„Zuerst, üben wir es so, in der Situation die wir gerade hatten. Normalerweise hättet ihr Euch nicht so einfach befreien können. Nur den Mund werde ich Euch nicht bei der Übung zuhalten.“ grinste er.



Lian nahm sich den Dolch, der am Boden lag, und stellte sich wieder hinter Lea. Mit der rechten Hand, hielt er den Dolch an ihren Hals, dieses mal den Griff fest umklammert. Die Linke Hand, würde man normal benutzen um ihr den Mund zu zuhalten. Aber er klammerte diese feinfach mal um ihren Hals, und mit der Hand, hielt er seinen rechten Arm fest.



„So. Ich halte Euch gerade fest. Normalerweise, könntet ihr nichts sagen. Doch versucht einmal, mit eurem linken Ellenbogen, so fest es geht, in meine Linke Seite, dort wo sich die Rippen befinden reinzuhauen.



Lea tat es sofort, als es Lian sagte. Das sollte sie nicht, denn er wich mit einem Stück seines Körpers zurück, so das sie nicht traf. „Tod.“ sagte er. „Noch einmal. Ihr müsst es im unerwarteten Momenten wagen.“ grinste er.



Lea seufzte und wartete ab. Lian wusste nun wirklich nicht, wann sie zuhauen würde. Gerade als er sagen wollte, ob wie nun Wurzeln schlagen würden, stieß Lea zu, mit voller Wucht in seine Rippen.



Automatisch, aus Reflex, ließ er den Dolch fallen, weil er ja Schmerzen spürte. Lea griff sofort nach dem Dolch, und hielt ihn Lian an den Hals.

Er lachte.

„Gut gemacht. Schon mal eine Art. Nun probieren wir es einmal anders. Dabei könntet Ihr Euch eventuell verletzten. Aber nichts schlimmes, mit ein bisschen Übung geht alles.“



Lian ging wieder in die selbe Position wie vorher auch.

„So nun versucht mich über Euch drüber zu werfen, in dem ihr meine Arme packt, Euch bückt, und mich über Euren Rücken zieht. Das sollte nicht so schwer sein, meine Arme liegen ja um Euren Hals.“



Gesagt, getan. Lea packte Lian an den Armen, und so schnell konnte er nicht einmal schauen, da flog er über ihren Rücken, und knallte mit seinem auf den Boden auf. Er blieb liegen und lachte. Aber als er aufstand, und Lea anschaute, fiel ihm etwas auf.



Er hatte sie leicht mit dem Dolch am Arm geschnitten, so das eine Blutlinie ihren Weg nach unten fand.

„Gehen wir rein, die Wunde müssen wir säubern, der Doch war doch ziemlich Rostig.“ meinte Lian und ging zusammen mit Lea wieder in die Taverne.



Sie betraten, sein Zimmer, und er holte nur schnell Wasser, Salbe eine Schale und den Verband aus seinem Gepäck. Damit ging er zu Lea die an seinem Tisch saß. Er krempelte ihren Ärmel nach oben, und legte den Arm über die Schüssel. Dann schüttete er das Wasser darüber, so das es nach unten laufen konnte. Danach trocknete er den Arm, gab die Wundsalbe darauf, und Verband ihn noch.

„So das wäre nun erledigt.“ meinte er. „Und tut mir leid. Das war keine Absicht.“ grinste er.



Zusammen gingen die beiden wieder in die Taverne, wo sie sich an den Tisch setzten. Lea trank ein Glas Milch, und Lian bestellte sich ein Wasser.

#294
Bellandyrs

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Lea war durstig nach den Übungen, aber sie hatten ihr auch Spaß gemacht. Dass Lian um den Kratzer gleich so ein Aufhebens machte, war ihr peinlich. Auch wenn sie von zierlicher Statur war und man ihr die Kraft, die sie hatte, nicht ansehen konnte, war sie nicht aus Zucker.



"Danke Lian. Es hat Spaß gemacht, und wenn Ihr Zeit habt würde ich sowas vielleicht gerne öfter trainieren. Selbstverteidigung im Nahkampf, was macht man wenn man keine Waffe zur Verfügung hat? Ich habe tatsächlich keine, außer das Messer. Meine Degen habe ich zu Hause gelassen, aber ich denke, die würden mir auch nicht so arg viel bringen."



Sie nahm sich einen Apfel, ein Korb mit frischem Obst hatte den Weg auf den Tisch gefunden. Lea war wirklich erstaunt, was Miandra beim Wirt erreicht hatte.

#295
Aliens Crew

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„Gut, dann lasst uns aufbrechen“, erwiderte Vernita und stand ebenfalls auf. Sie gingen zur Tür, bevor sie gemeinsam das Zimmer verließen. Miandra schloss die Zimmertür noch ab, und die beiden machten sich auf dem Weg nach unten. Dort saß lediglich Hennrik immer noch auf der Bank. Es sah so aus, als sein er wieder einmal eingenickt.
 
 ‚Wo stecken denn Lian und Lea schon wieder?’ dachte die Elfe etwas genervt. ‚Ich hoffe, die beiden machen keinen Blödsinn, der nur unnötig Aufmerksamkeit auf uns zieht.’
 
Ohne weiter darüber nachzugrübeln, verließ sie gemeinsam mit Miandra die Taverne, um zum Marktplatz zu gelangen. Dabei nahm sie allerdings nicht den direkten Weg, sondern schlug eine Route durch ein paar enge und vor allem leere Seitengassen ein. Während der ganzen Zeit schaute sie sich um oder blieb zwischendurch einfach mal stehen, um eventuelle Verfolger aufzuspüren. Doch momentan schien niemand hinter ihnen her zu sein.
 
Nach einer Weile erreichten die beiden schließlich den Marktplatz des nördlichen Stadtgebietes, auf dem reger Verkehr herrschte. Händler boten schreiend ihre Waren an, Wachen patrouillierten durch die Menschenmassen und an jeder Ecke saßen Bettler, die um ein Almosen flehten. Vernita schleuste Miandra und sich selbst durch das Gedränge, wobei sie vorsichtshalber den Wachen aus dem Weg ging. Schließlich konnte man ja nie wissen, ob einige dieser Männer nicht zu Gianauros Leuten gehörten.
 
Letztendlich standen die beiden Frauen vor einem großen Steingebäude, an dessen Front ein breites Schild mit einem Hammer und einem Amboss darauf hing. Eine mächtige, schwere Eichentür führte ins Innere, und Rauch stieg aus dem Kamin empor. Ohne zu Zögern trat Vernita gleich in das Innere des Gebäudes, wobei Miandra ihr auf dem Fuß folgte.
 
„Willkommen, werte Damen“, rief der braunhaarige Mann hinter seinem Verkaufstresen und winkte die beiden zu sich. „Was darf ich Euch zeigen? Vielleicht eine schöne Plattenrüstung aus Vulkangold? Oder wie wäre es mit einigen Handschuhen aus echtem…“
 
Der Mann stockte, als die Frauen näher kamen, und er die Elfe erkannte. „Oh nein. Nicht Ihr schon wieder. Geht sofort! Verlasst sofort das Geschäft! Ich hatte Euch doch gesagt,…“
 
„Aber, aber Herren“, fiel die Elfe dem Mann ins Wort. „Begrüßt Ihr Eure alten Freunde immer so?“
 
„Freunde?“ erwiderte der Verkäufer entrüstet. „Seit wann sind wir denn Freunde? Ihr seid mein schlimmster Alptraum. Und nun geht! Sofort!“
 
„Sekunde mal! Die Stimme kenne ich doch!“ ertönte es plötzlich aus dem Nachbarraum und ein kahlköpfiger Mann mit einem Schnauzbart betrat den Laden. Er musterte die beiden Frauen eingehend, bevor sich sein Gesicht aufhellte. „Aber natürlich! Lady Vernita! Wie schön Euch wieder zu sehen. Habt Ihr mir vielleicht noch ein paar Drachenschuppen oder andere seltene Dinge mitgebracht, aus denen ich endlich wieder etwas Schönes anfertigen kann?“
 
„Nein, Meister Wade. Nicht schon wieder“, jammerte Herren los. „Bitte nicht.“
 
„Aber Herren“, entgegnete der Schmied entrüstet. „Was ist denn nun schon wieder mit Euch los? Das ist doch keine Art mit alten Freunden umzugehen, oder?“
 
Der resignierte Angesprochene sagte darauf nichts. Stattdessen beugte er sich vornüber und stieß mehrmals hintereinander leicht mit dem Kopf gegen die Ladentheke, wobei er die Zähne fest zusammenpresste, so als ob er auf diese Art verhindern wollte, in die Tresenkante zu beißen.
 
„Was seid Ihr heute wieder kindisch, Herren“, meinte Wade kopfschüttelnd, bevor er sich an Vernita und Miandra wandte. „Aber jetzt zu Euch, werte Freundin. Was kann der alte Wade für Euch tun?“
 
„Es ist mir fast peinlich, Euch mit so einer Bagatelle zu belästigen, Meister Wade“, zeigte sich die Elfe überraschend charmant, wobei sie ein bezauberndes Lächeln aufsetzte. „Nachdem ich auf Metallrüstungen umgestiegen bin, habe ich Euch doch die Drachenlederrüstungen zur Verwahrung gegeben, die Ihr für mich angefertigt habt. Und da meine Freundin hier etwa dieselbe Statur hat wie ich damals, würde ich Euch bitten, diese Rüstung für sie anzupassen.“
 
„Aber nicht doch, meine Liebe“, winkte der Schmied ab. „Für Euch mache ich doch fast alles. Nachdem ihr das letzte Mal hier gewesen wart, habe ich nichts Anständiges mehr fertigen dürfen. Nur noch dieses Allerweltszeugs, was Herrens Kunden immer bestellen. Schrecklich. Wartet bitte einen Augenblick, ich hole die Rüstung gleich aus dem Schrank.“
 
Wade verschwand so schnell, wie er gekommen war. Herren hingegen hatte seinen Kopf in seine Armbeugen gelegt, die er auf dem Tresen abstützte, während er leise vor sich hin murmelte. „Warum nur?. Warum muss mich diese Frau so quälen? Ich hasse mein Leben!“
 
Vernita und Miandra sahen sich kurz in die Augen, bevor sie wie kleine Kinder zu kichern begannen. Und kurz darauf lachten die beiden auch schon Tränen.

Augenblicke später kam Wade auch schon wieder in den Laden und sah die beiden Frauen etwas verwirrt an. In seinen Händen hielt er eine dunkelbraune fast schwarze Lederrüstung inklusive passender Arm- und Beinschienen, sowie einen Helm aus dem selben Material. Er ging damit zur Ladentheke und schob Herren einfach beiseite. „Macht doch mal etwas Platz, damit ich den Damen das gute Stück zeigen kann“, meinte er dazu nur lapidar.

Anschließend breitete er die Rüstungsteile auf dem Tresen aus. „Seht sie Euch gut an. Sie besteht aus Drachenleder und ist somit absolut feuerfest. Außerdem ist dieses Leder mindestens doppelt so stabil wie normales Rindsleder. Da geht so leicht nichts durch. Und lasst Euch von den paar Blutflecken nicht stören. Die sind bei Rüstungen aus diesem Material normal. Probiert sie doch einfach mal an, dann kann ich sehen, wo ich sie vielleicht noch etwas ändern muss. Was sagt Ihr?“
 

Modifié par Aliens Crew, 27 août 2010 - 08:30 .


#296
Guest_Juleiila_*

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Lian grinste. Er fühlte sich in diesem Moment richtig eigenartig. Die anderen Gefährten verachteten ihn ja, fassten ihn nicht an oder sonstiges. So als ob sie angst hätten, das etwas geschehen würde. Aber Lea, schien diese Angst nicht zu haben. Nein, sie übte sogar mit Lian, und trainierte. Das brachte ihn zum grinsen.



„Der Schmied ist nicht weit entfernt.“ zwinkerte er Lea zu. „Wir könnten für Euch Waffen kaufen, und danach trainieren. Ich werde bezahlen.“



Dann trank er wieder aus seinem Glas. Er fand es gut, sich nach all den Jahren, mal wieder so richtig unterhalten zu können.

#297
Bellandyrs

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"Ich weiß nicht ... um ehrlich zu sein traue ich mich gerade nicht wirklich aus der Taverne, nach der Begegnung die Ihr heute schon hattet. Ich möchte diese Leute nicht unnötig auf uns aufmerksam machen. Und bezahlen werde ich selber, soweit kommts noch."

Sie nippte an ihrer Milch und grübelte.

"Besser wäre es wenn der Schmied einfach ein paar Schwerter oder Degen zur Ansicht kommen lassen könnte. Wobei das noch auffälliger ist."



Mit großen Augen blickte sie Lian an, hin und her gerissen.

#298
Guest_Juleiila_*

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Grinsend blickte Lian zu Lea auf.

„Ihr habt doch bestimmt einen Umhang. Außerdem … bin ich ja dabei.“ zwinkerte er. „Es kann also nichts passieren. Und Miandra und Vernita sind bestimmt auch schon unterwegs. Also? Habt Ihr Lust? So ein kleiner „Ausflug“ wäre doch etwas schönes.“ meinte er, und lachte und wenig

#299
Bellandyrs

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Verlegen sah Leanora Lian an, in ihren olivgrünen Augen waren leichte honigfarbene Einsprenksler zu sehen.

"Ich habe keinen Umhang, Lian. Wenn dann müßt Ihr mich so mitnehmen, wie ich gerade bin, tut mir leid. Wie sicher ist die Schmiede?"

#300
Kaysallie

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Miandra begutachtete die Rüstung, und sah noch nie eine solche Kunst. Dieser Schmied war wohl wirklich ein Meister seines Fachs, und amüsant war der Kerl noch dazu. Sie nahm das Angebot nickend an und begann sich ihre Armschienen aufzuschnüren.

"Wollt Ihr sie etwa gleich hier anprobieren!?", begann Herren zu schreien, "Geht gefälligst in das Zimmer da hinten!"

"Ach Herren, sei nicht immer so unhöflich.", entgegnete Wade.

Ihr habt wohl noch nie eine Frau in den Kleidern gesehen, die sie unter ihrer Rüstung trägt, hätte Miandra gerne gesagt, verkniff sich den Kommentar jedoch, nahm die Rüstung und ging in das Zimmer, auf welches Herren entgeistert mit der Hand zeigte.

"Ich hasse mein Leben ...", begann er theatralisch zu heulen.

Miandra schloss die Türe hinter sich, und schnürte sich weiterhin die Arm- und anschließend Beinschienen ihrer alten Lederrüstung ab. Danach entledigte sie sich ihres Brustpanzers, und legte sich die Drachenlederrüstung an. Kaum zu glauben, dass die Rüstung aus einen solchen Material gefertigt wurde. Welch Ironie es wäre, mit einer solchen Rüstung gegen einen Drachen zu kämpfen, dachte Miandra und musste grinsen.

Sie hatte wohl Glück, dass sie der Größe der Elfen gleich kam, und nicht, wie viele andere, fast einen Kopf größer war. Die Rüstung an sich passte eigentlich recht gut, auch wenn sie wohl am Dekolletee lieber etwas mehr Luft gehabt hätte.

Nachdem sie die Rüstung angelegt hatte, verließ sie das Zimmer wieder und Wade lief sofort auf sie zu und begann sie von vorne bis hinten zu mustern wie ein Wahnsinniger, sodass Miandra für einen kurzen Moment Angst vor den Typen bekam.

"Ach ich sehe schon, hier unten an den Schenkeln müssen wir sie etwas enger machen, und hier oben etwas lockerer.", sagte er eher zu sich selbst, als zu den anderen.

"Das wird perfekt! Ein Meisterstück Herren!", begann er plötzlich aufzujubeln.

Herren gab nur einen hilferufenden Laut von sich und schüttelte den Kopf.

Miandra begab sich zurück in das Nebenzimmer und zog sich ihre Lederrüstung wieder an. Als sie die Türe öffnete erschrak sie, da ihr Meister Wade sofort die Rüstung aus der Hand riss und damit zu seinem Arbeitsbereich lief.

Der Kerl hat es ja eilig, dachte Miandra sich nur etwas verblüfft, bevor sie sich wieder zur Theke begab, an welcher Herren einem Nervenzusammenbruch nahe war.

Modifié par Kaysallie, 27 août 2010 - 12:07 .