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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#376
Aliens Crew

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„Verdammt!“ fluchte Vernita, als Miandras Mutter erwachte und zu schreien begann. Die Elfe löste sich von der schwarzhaarigen Frau und eilte gleich zu der Alten herüber. Aus dem Lauf heraus trat sie der am Boden kauernden Frau mitten ins Gesicht.
 
Es knackte laut, als der schwere Stiefel den Kiefer der Alten traf. Diese gab einen erstickten Laut von sich, während sie getroffen nach hinten in den Staub fiel. Fast sofort war die Elfe hinter ihr, ging in die Hocke und umklammerte mit beiden Armen den Hals der Frau. Sie drückte fest zu, so dass die Alte nur noch einige röchelnde Laute von sich geben konnte.
 
„Wollt Ihr Eurer Mutter noch etwas sagen, bevor ich Ihr das Licht ausblase, Miandra?“ fragte Vernita mit zischender Stimme. Ihr Gesicht war dabei beinahe unmenschlich verzerrt.
 

#377
Kaysallie

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Miandra betrachtete das Schauspiel skeptisch. Das alles konnte nur ein Traum sein, dachte sie sich.

Nein es war kein Traum.

Es konnte keiner sein.

Sie träumte schließlich nie.

Aber das alles schien so einfach zu sein … irgendetwas stimmte hier nicht. Plötzlich sah sie ihren Vater, wie er nach irgendetwas am Boden zu greifen versuchte … ein Stein? Sie erkannte es nicht. Aber sie sah sein wütendes und schmerzverzerrtes Gesicht, wohl aufgrund der Wunden an den Händen.

„Passt auf!“, rief sie Vernita zu, nahm mit all ihrer Kraft einen der Dolche und warf ihn knapp an Vernita vorbei. Er traf genau in den Oberschenkel des Mannes. Er schrie auf, ließ den Stein fallen und rollte sich schreiend am Boden zusammen, und umklammerte leidend mit beiden Händen den Dolch, der in seinem Bein steckte. Nicht da er ihn herausziehen wollte, sondern einfach aus Reflex.

Nun spürte sie es wieder, diesen Hass und diese Wut. Sie blickte in das Gesicht ihrer Mutter, in ihre angsterfüllten Augen. Sie schielte in Miandras Richtung, und die Angst verwandelte sich in Hoffnung. Sie hatte Shmerzen, litt und glaubte wohl noch immer an ein Wunder.

Ein Wunder, das sie aus Miandras Sicht nicht verdiente.

„Tötet sie.“, sagte Miandra kühl und wandte den Blick von der Frau ab. Stattdessen ging sie in gebückter Haltung und etwas wackelig an Vernita vorbei, und ließ sich neben ihren Vater auf die Knie fallen. Er hatte Tränen in den Augen. Wie armselig, dachte sich Miandra nur.

Ohne Vorwarnung griff sie nach dem Dolch, der in seinem Schenkel Steckte, und zog diesen einfach heraus. Der Mann schrie auf und drückte, mit seinen blutenden Händen, auf die blutende Wunde, um die Blutung zu stoppen. Welch Ironie.

Miandra streifte das Blut, welches an ihrer Klinge haftete abwertend an seinem Kleidungsstück ab und musterte den Mann nachdenklich.

„Haha, mein Sohn, steh‘ schon auf, wir haben doch gerade erst angefangen …“, rezitierte sie mit finsterem Blick.
Das Winseln des Mannes war verschwunden und er starrte Miandra wortkarg an. „Was weißt Du schon …“, zischte er hervor, und Miandra presste ihm den Dolch an die Kehle, sodass nur eine kleine Bewegung fehlte, um sein Leben zu beenden.

„Ich weiß immerhin besser wie Du mit einem Kind umzugehen! Menschen wie Dir sollte der Erbauer verbieten welche zu bekommen! Ja, lieber wäre ich nie geboren worden, als noch ein Mal dieses Leben durchmachen zu müssen! Am liebsten würde ich Dir jedes Glied, das an Deinen Körper hängt langsam abschneiden, und dich verstümmelt in irgendeinen Käfig stecken, der mitten am Marktplatz steht, wo jeder sehen kann, wie armselig Du bist, und man Dich jeden Tag bespucken kann, bis Du in der Galle der Menschen die dich hassen ersäufst! Ein einfacher Tod, wäre doch ein Geschenk für jemanden in Deiner misslichen Lage!“, schrie sie den Mann wütend an, ohne eine Pause zu machen, doch nun hielt sie einen Moment inne.

Der Mann starrte sie mit geweiteten angsterfüllten Augen an. In einer solchen Rage hatte er seine Tochter wohl noch nie erlebt.

„Doch manchmal, muss man sich mit dem zufrieden geben, was einem geboten wird, nicht wahr?“, sagte sie schließlich voller Ironie, und stach den Dolch mit voller Wucht direkt in den Magen des Mannes. Er stöhnte auf. Blut floss über Miandras Hände und saugte sich in den Leinenstoff ihrer Hose, als sich eine Blutlacke am Boden bildete, wie sie den Dolch wieder herauszog.

Sie stand auf, und ging in gebückter Haltung zurück an den Platz, an welchen sie vorhin saß. Dort ließ sie sich zu Boden fallen, lehnte sich mit den Rücken an die Hauswand, und beobachtete mit unmenschlicher Miene und einem fast animalischen Grinsen, wie ihr Vater langsam verblutete. Sie würde erst weggehen, wenn sie wusste, dass er tot war.

Modifié par Kaysallie, 17 août 2010 - 04:29 .


#378
viento2

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Rowan betrachtete voller Entsetzen, was sich in der Seitengasse abspielte. Sie wusste nicht, was vorgefallen war, doch sie war erstaunt, als sie vernahm, dass es sich um die Eltern der Schwarzhaarigen handelte. Was hatten sie getan, dass sie so viel Hass verdienten. Wie konnte man so grausam gegen seine Eltern sein, immerhin hatten sie einem das Leben geschenkt.

Unbewusst wich Rowan ein paar Schritte zurück. Soviel Grausamkeit war mehr, als sie ertragen konnte. Mit aufgerissenen Augen sah sie der Schwarzhaarigen dabei zu, wir sie ihrem eigenen Vater das Messer in den Bauch rammte. Verblüfft stieß sie die Luft aus. Die Welt um sie herum begann sich zu drehen und Rowan wandte schnell den Kopf ab, um die Fassung wieder zu erlangen.

#379
Aliens Crew

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Nach Miandras Aufforderung, umklammerte Vernita den Nacken der alten Frau noch fester, kurz bevor sie deren Kopf mit einem Ruck herumriss. Damit brach sie ihrem Opfer so leicht das Genick, als wäre es ein Streichholz. Dabei gab es ein laut knackendes Geräusch. Der Körper der Alten verkrampfte sich noch einmal, bevor jegliches Leben aus ihm entschwand, und er schlaff und kraftlos in den Armen der Elfe hing.
 
Vernita ließ die Leiche zu Boden sinken. Dann stand sie auf und schaute zu Miandra herüber, die in diesem Moment den Dolch in den Körper ihres Vaters stach, anschließend aufstand und sich wieder an der Stelle hinsetzte, an der die Elfe sie zuvor abgesetzt hatte.
 
„Nun, ich hätte mir eine unblutigere Methode gewünscht“, meinte Vernita, wobei sie vor Miandra trat und in die Hocke ging. „Oder zumindest die Möglichkeit, die beiden an einen Ort zu schaffen, an dem Ihr Euch intensiv um sie hättet kümmern können. Ich hoffe, es geht Euch gut. Wie Ihr wisst, kann ich sehr gut nachempfinden, wie Ihr Euch jetzt fühlt. Als ich meine Rache bekam, war das der glücklichste Moment meines Lebens gewesen. Genießt ihn. Er ist schneller vorbei, als Ihr denkt.“
 
Die Elfe sah sich um und erblickte dabei Rowan, die sich von dem ganzen Schauspiel abgewandt hatte. Vernita atmete tief durch, bevor sie wieder aufstand und zu der blonden Frau hinüberging. Sie warf noch einen kurzen Blick auf die beiden Leichen, bevor sie der blonden Frau direkt ins Gesicht schaute.
 
„Ihr seht etwas mitgenommen aus, Rowan“, bemerkte Vernita erstaunlich fürsorglich. „Ihr habt wohl noch nie gesehen, wie jemand sich an den Leuten rächt, die einen ein ganzes Leben lang nur gequält haben, was? Seid froh darüber, wenn Ihr niemals in eine solche Situation geratet. Ich wünsche es Euch jedenfalls nicht. So etwas verändert einen ein Leben lang, glaubt mir das. Danach ist man nie wieder dieselbe.“

#380
viento2

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Rowan konnte Vernitas Blick nicht stand halten und senkte ihre Augen.

"Ich komm schon zurecht, macht euch keine Sorgen." sagte sie bissig.

Es schien, als wollte sie noch etwas hinzufügen, doch sie überlegte es sich anders.

"Wir sollten hier schnellstens aufräumen, wenn ihr weiterhin unentdeckt bleiben wollt."

Sie trat auf die tote Frau am Boden zu und packte sie an den Füßen.

"Habt ihr irgendwelche Vorschläge diesbezüglich?"

#381
Kaysallie

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Miandra starrte auf die Leiche ihres Vaters, selbst als Vernita sie ansprach. Das Grinsen auf ihrem Gesicht legte sich nicht. Sie dachte an nichts, sondern beobachtete voller Freude wie sich das Blut immer weiter am Boden ausbreitete, bis sie nur noch rot und schwarz sah. Sie hatte bis jetzt noch nicht mitbekommen, dass Rowan anwesend war, und auch nicht, dass Vernita sich an diese wandte. Miandra war gerade alles gleichgültig.

Als das Blut nicht mehr weiter zu fließen schien, wandte sie den Blick auf ihren Dolch. Auch dieser schien nur rot zu sein. Sie streifte das Blut an dem letzten andersfarbigen Stück ihrer Hose ab, sodass das glänzende Metall zum Vorschein kam. Sie spürte wie ihre Hose an ihrer Haut zu kleben schien, doch das war wohl das einzige, das sie gerade zu spüren vernahm. Sie hielt den Dolch in der Hand, und blickte auf. Sie erkannte eine Silhouette mit blonden Haaren. Sie sah schwarze und graue Haare vor sich herum baumeln.

Sie wandte den Blick ab und stand auf. Sie wusste noch immer nicht wo sie war, blieb daher einfach stehen, und starrte auf den Dolch in ihrer Hand.


#382
MeisterGamer

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Nachdem Hennrik sich ein ausgiebiges Frühstück gegönnt hatte - immerhin einen ganzen Brotlaib dick mit Butter , Honig und Sahne bestrichen - machte er sich auf den Weg zum Markt . Er ging durch Sträßchen und enge Gassen Rauchte seine Pfeife - er musste sich neuen Tabak zulegen - und pfiff ein Liedchen ohne wirklichen Zusammenhang .
er trat um eine Ecke und erblickte zwei wohlbekannte Gesichter bei einer unangenehmen Tätigleit .
" Die Damen ! Euch kann man keine 5 Minuten ausd en Augen lassen , schon habt ihr jemand anderesm zur Strecke gebracht ! "
Entrüstet und übel gelaunt trat er vor die beiden . " Was im Namen des Erbauers soll das ?! Ihr latscht duch die Straßen von Denerim und bringt mirnichts dirnichts Menschen um ?! Seit ihr denn von allen guten Geistern verlassen ?! "
Miranda bemerkte er erst garnicht , langsam geriet er in Wut
" Schämt ihr euch denn garnichtmehr ? Seht ihr mich wohl an , damit ihr wisst , wer euch anscheißt !! " Begann er zu toben " Euch hat man wohl keine Manieren mehr beigebracht , einfach mal zwei Menschen zu ermorden . Wenn euch die Stadtwache findet , soll euch der wütende Mob lynchen ! "

#383
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Bevor Vernita Rowan hätte antworten können, kam auch schon Hennrik um die Ecke gestürmt und fing an zu toben, während er auf die beiden Frauen zuging. Die Elfe hörte den Lärm und kreiselte auf der Stelle herum, wobei sie eines ihrer Schwerter zog, welches sie dem Magier direkt unter die Nase hielt.
 
„Ihr könnt ja versuchen, die Stadtwache zur rufen, Magier“, zischte sie ihn böse an. „Oder Ihr brüllt noch lauter, dann kommen sie schon von selbst angerannt. Doch eins kann ich Euch versichern, Hennrik. Bevor die Soldaten hier sind und noch bevor Ihr in der Lage seid, auch nur einen Zauberspruch zu sprechen, habe ich Euch die Kehle durchgeschnitten. Also beruhigt Euch wieder und senkt Eure Stimme, wenn Euch Euer Leben lieb ist!“

#384
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Rowan stieß ärgerlich die Luft aus.

"Hennrik! Könntet ihr wohl etwas leiser sein? Wir haben schon genug Ärger am Hals. Und Vernita, steckt euer Schwert weg und helft mir gefälligst tragen. Ich will hier endlich weg. Wir verweilen schon zu lange hier. Wenn jemand hier zufällig vorbeikommt, werden wir eine weitere Leiche beseitigen dürfen."

Mit einem Ruck setzte sie die Frau in Bewegung und fing an, sie tiefer in die Lücke zwischen den beiden Häusern zu zerren.

#385
MeisterGamer

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" Mädchen , steckt euer Spielzeug weg , ihr könntet euch damit noch schneiden . " Sagte Hennrik und lachte .
" Ihr habt gerade erst zwei Menschen kaltblütig ermordet und wenn ich euch nicht dazulegeh soll , wäre ich an eurer Stelle sehr vorsichtig . "

#386
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„Wer von uns beiden schreit den hier wie am Spieß, und versucht uns alle an den Galgen zu bringen, alter Mann“, erwiderte die Elfe erbost. „Und denkt ja nicht, dass der wütende Mopp, den Ihr uns an den Hals wünscht, vor Euch Halt machen wird. In dieser Stadt stellt man abtrünnige Magier wie Euch mit Freuden auf einen Scheiterhaufen, ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt.
 
Ein Grinsen stahl sich auf Vernitas Gesicht. „Also haltet endlich die Klappe, und helft uns lieber diese Leichen verschwinden zu lassen. Wenn Ihr Euch dazu nicht imstande fühlt, dann verzieht Euch wieder. Oder wählt den Kampf und damit Euer Ende! Ihr wärt allerdings nicht der erste Magier den ich töten würde, das könnt Ihr mir glauben!“
 

#387
Kaysallie

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Der Magier stand nur wenige Schritte weit von Miandra entfernt, als er mit Vernita diskutierte. Sie hörte jedes Wort, doch alles schien, sobald es ihre Ohren erreicht hatte, zu verschwimmen. Sie starrte noch immer auf den Dolch, blickte jedoch ins Leere. Plötzlich verspürte sie eine Art Druck. Alles um sie herum schien sie zu drücken, wie wenn sie einige Meter tief unter Wasser, am Grund eines Sees, wäre.

Ihre Atmung beschleunigte sich, und sie wollte nur eines: Fort von diesem Ort.

Sie blinzelte einige Male und blickte sich um, doch man konnte in dieser dunklen Gasse nicht sehr weit sehen. Nachdem sich die zwei Leichen wieder in ihr Blickfeld stielen, begann ihre Hand zu zittern, sodass ihr der Dolch entglitt, und mit einem scheppernden Geräusch zu Boden fiel. Sie ging einige Schritte rückwärts, hatte den Drang danach wegzulaufen, wusste jedoch nicht wohin. Doch der Drang war stärker als ihre Vernunft, und sie spürte, dass ihr bereits Adrenalin durch die Adern floss. Sie drehte sich um und lief die dunkle Gasse entlang, ohne es zu wissen, in die Richtung des Marktplatzes.


#388
viento2

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Rowan wurde es zu bunt mit den beiden. Sie ließ die Beine der Frau fallen und nahm ihren Bogen vom Rücken. Schnell hatte sie einen Pfeil angelegt und spannte die Sehne. Der Pfeil schnellte aus ihrer Hand und schoss mit großer Geschwindigkeit zwischen den Gesichtern der beiden Streithähne hindurch. Vibrierend blieb er in der Hauswand gegenüber stecken.

In diesem Moment rannte die Schwarzhaarige Richtung Marktplatz. Sie schien nicht Herr ihrer Sinne zu sein.

"Haltet sie auf!" herrschte Rowan Vernita an. "Und Hennrik, ihr helft mir gefälligst, die Körper wegzuschaffen!"

Sie hatte die Beine der Frau wieder gepackt und zog sie tiefer zwischen die beiden Häuser.

#389
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„Alles klar“, erwiderte Vernita und steckte ihr Schwert weg, bevor sie zu laufen begann. „Zwei Strassen weiter gibt es einen alten Brunnen, der zu einem unterirdischen Fluss führt. Dort könnt ihr die Leichen für immer verschwinden lassen.“
 
Nach diesen Worten war sie auch schon um die Ecke verschwunden und folgte Miandra, die sie am Ende der Gasse erblickte. Sie hatte schon fast den Marktplatz erreicht.
 
‚Jetzt muss ich mich aber beeilen, sonst verliere ich sie noch!’ schoss es der Elfe durch den Kopf. Sie beschleunigte ihr Tempo und lief so rasant sie konnte hinter der schwarzhaarigen Frau hinterher. Ihr Atem ging schnell aber regelmäßig. Sie bewegte die Arme, um ihre Geschwindigkeit weiter zu erhöhen. Ihre Rüstung schepperte bei jeder ihrer Bewegungen.
 
Miandra bog um die nächste Kurve und war nun auf dem direkten Weg zum Marktplatz. Vernita sprintete hinter ihr her und erreichte sie schließlich, kurz bevor die Frau die Gasse verlassen konnte.
 
Ohne zu überlegen stürzte sich Vernita förmlich auf Miandra und umklammerte sie mit beiden Armen. Sie stolperten zusammen noch zwei drei Schritte weiter, bevor es der Elfe gelang den Lauf der beiden zu einem abrupten Ende zu bringen. Nur mit Mühe gelang es ihr zu verhindern, dass die Frauen zu Boden fielen.
 
„Ruhig. Ganz ruhig. Holt einmal tief Luft und beruhigt Euch. Ich bin ja bei Euch, Miandra. Euch kann nichts geschehen“, flüsterte Vernita sanft, wobei sie ihren Kopf seitlich auf den Rücken der schwarzhaarigen Frau legte. Sie spürte den schnellen Atem und den rasenden Herzschlag Miandras. Sie lockerte ihren Griff etwas, damit die Frau besser Luft bekam, während sie weiter auf sie einredete. „Es wird alles wieder gut. Glaubt mir. Ich sorge dafür, dass alles wieder gut wird.“
 

#390
Kaysallie

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Ihr Puls raste, und ihr Atem war schwer. Sie wollte sich aus dem Griff von Vernita befreien, doch es gelang ihr nicht. Stattdessen blieb sie einfach stehen und starrte geradeaus. Wenn sie dazu fähig gewesen wäre zu weinen, hätte sie das wohl in diesem Moment getan.

„Elana fehlt mir ..“,sagte sie gebrochen, nachdem sich ihre Atmung zu normalisieren schien.


#391
MeisterGamer

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" Lasst mal , ich kümmere mich um die beiden armen Seelen . " , sagte Hennrik zu Rowan und ging zu den Leichen . Er hob den Stab und sprach einige Worte . Das Blut dauf der Straße begann sich zu wellen und zu einer roten Kugel zu formen , welche im nächsten Loch in der Straße verschwand .
" Das hätten wir schonmal , ichbefürchte die beiden müssen wir Tragen . "
Er wuchtete sich den Mann auf die Schultern und wankte in eine Seitengasse . Hier öffnete sich ein Knaalschacht , in welchen er den Leichnam fallen lies . Mit einem dumpfen Plumps war er verschwunden .
Rowan hatte die Frau inzwischen bis an die Straßenecke gezerrt . Hennrik wuchtete auch die Frauenleiche auf die Schultern und lies sie ebenfalls in den Schacht fallen .
" So das wäre erledigt . Vernita sollte sich soetwas nicht nochmal einfallen lassen , sonst ...ZACK .. Frosch ! "

Modifié par MeisterGamer, 17 août 2010 - 08:15 .


#392
Guest_Juleiila_*

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Azoth versuchte zu lächeln, was ihm nicht gelang und sein Gesicht verzog sich.

"Gut dann komme ich mit. Ich muss mich auch um Percivel kümmern, immerhin soll er sich ja an mich gewöhnen." meinte er, und zwinkerte Lea zu.

Er zog sie mit zum Stall, wo sich die Pferde befanden. Und er wusste nicht wie, aber irgendwie kam sein Mabari hier rein. Er lag gemütlich im Stroh, zwischen den Pferden und Leas Hund. Azoth runzelte die Stirn.

"Wie kommt mein Mabari hier rein?" verwundert schüttelte er den Kopf und ging zu Percivel. Er nahm sich eine der Kardätsche die an der Wand hingen, und pflegte damit das Fell des Pferdes. Während er gedankenverloren das Pferd pflegte, fragte er Lea unbewusst.

"Soll ich verschwinden?" ohne das er es merkte.

#393
viento2

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Rowan klopfte sich Staub und Dreck von der Rüstung und schaute sich um als die beiden die enge Gasse wieder betraten. Es war weiterhin kein anderer Passant zu sehen und sie stieß einen erleichterten Seufzer aus.

"Wir sollten das nicht weiter auf offener Straße diskutieren. Ich bin dafür, dass wir uns in die Gaststätte zurück ziehen."

Sie schlenderte scheinbar gemütlich Richtung Marktplatz, doch jeder Muskel ihres Körpers war angespannt. Hennrik folgte ihr und bald sahen sie am Rande des Platzes Vernita und Miandra stehen. Unauffällig blieb Rowan seitlich neben Vernita stehen und betrachtete das Getümmel vor sich. Die Elfe hatte die Arme um die Frau vor sich geschlungen und redete leise auf sie ein.

Mit gesenkter Stimme sprach Rowan zu ihr.

"Wir sollten uns baldmöglichst von der Straße zurückziehen. Es wäre sicherer erst einmal abzuwarten, ob wir nicht doch jemandem aufgefallen sind, oder ob die Sache unbemerkt geblieben ist."

Sie drehte den Kopf von der Elfe weg und schien einen Stand in ihrer Nähe genauer zu betrachten, an dem ein Händler verschiedene Tuchwaren anbot.

"Ich kann mich am späten Nachmittag wieder hierher begeben und die Ohren offen halten, ob über den Vorfall geredet wird, wenn ihr wollt. Wenn ich alleine gehe, sollte es am unauffälligsten sein."

Rowan drehte den Kopf zurück und schaute schräg an der Schwarzhaarigen vorbei. Aus den Augenwinkeln konnte sie den abwesenden Blick der Frau sehen.

"Kommt ihr mit ihr zurecht? Dann schlage ich vor, wir treffen uns in ein paar Minuten im Gasthaus wieder."

Sie wartete noch kurz, dann hakte sie sich bei Hennrik unter und schlenderte mit ihm zurück in Richtung der Taverne. Auf dem Weg schaute sie sich die Stände, an denen sie vorbei kamen, mit gespieltem Interesse an und machte den Magier neben sich auf die eine oder andere Sache aufmerksam.

Nachdem sie den Schankraum betreten hatten ging sie sogleich in ihr Zimmer und überprüfte den Raum. Seit sie ihn verlassen hatte, war niemand hier gewesen. Sie schloss das Fenster wieder und verriegelte es von innen. Dann ging sie wieder hinunter zu Hennrik und setzte sich mit ihm an einen Tisch. ihre Augen scannten den kompletten Raum ab, doch sie konnte nichts außergewöhnliches entdecken.

Amüsiert betrachtete sie schließlich den Magier, der ihr gegenüber saß und aussah, als würde er gleich platzen. Seine Wut schien immer noch nicht verraucht zu sein, doch im Moment hatte er sich noch unter Kontrolle.

#394
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„Ich weiß, Miandra“, flüsterte Vernita weiterhin mir sanfter Stimme. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie immer noch ihre Panzerhandschuhe trug, mit den sie die schwarzhaarige Frau festhielt. Da sie dieser unter keinen Umständen wehtun wollte, streifte sei diese kurzerhand ab und ließ sie vor Miandras Füßen zu Boden fallen. „Ich weiß das nur zu gut.“
 
Rowan und Hennrik traten zu den beiden, wobei die blondhaarige Frau sie ansprach. Auf ihre Frage hin nickte Vernita ihr nur kurz zu, woraufhin diese sich gemeinsam mit dem Magier wieder entfernte. Nach ein paar Minuten waren die beiden wieder außer Sichtweite.
 
Miandra hatte sich inzwischen so weit beruhigt, dass die Elfe sich sicher war, dass sie nicht mehr weglaufen würde, wenn sie diese jetzt losließ. Sie löste ihre Umklammerung und fasste die Frau stattdessen an den Oberarmen, bevor sie sie ganz langsam und sachte zu sich herumdrehte, was Miandra wortlos mit sich geschehen ließ. Die schwarzhaarige Frau hatte den Kopf leicht gesenkt, und sie schien wie gebannt ins Nichts zu starren.
 
Vernita legte ihre Hände auf die Wangen ihres Gegenübers und hob deren Kopf soweit an, dass sich die beiden Frauen direkt in die Augen sehen konnten. In Miandras Blick zeigte sich nicht die Spur einer Regung, so als würde sie die Elfe überhaupt nicht registrieren.
 
„Ich bin davon überzeugt, dass Eure Tochter noch lebt, Miandra“, sagte Vernita mit fester Stimme. „Und ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um sie Euch zurückzubringen. Und wenn es mein Leben kosten sollte.“
 
Die Elfe näherte sich weiter ihrem Gegenüber und hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn, während sie ihr zärtlich über die Wange strich. Sie fühlte die weiche Haut der Frau und roch den Duft ihres Körpers, der angenehmer und wohltuender in ihrer Nase lag als jedes Parfüm der Welt. Vernita fühlte eine innere Wärme durch ihren Körper steigen, und ihr Herzschlag beschleunigte sich. Noch nie in ihrem Leben hatte sie ein solches Gefühl der Zufriedenheit und Glückseeligkeit gespürt. Nicht einmal nach der Geburt ihres Sohnes oder dem Tod ihres Peinigers. Es war einfach unbeschreiblich. Und es fühlte sich richtig an.
 
Sie löste sich von der Frau und sah ihr wieder direkt in die blauen Augen. Ein freudiges Lächeln lag dabei auf dem Gesicht der Elfe. „Kommt mit mir. Ich bringe Euch zurück zur Taverne.“

Modifié par Aliens Crew, 19 août 2010 - 06:15 .


#395
Bellandyrs

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Sie war gerade dabei, Donas Mähne von Stroh-Resten zu befreien und zu entwirren, als Lian sie fragte.

"Wie, wieso sollt Ihr verschwinden? Azoth oder Lian, irgendwie seid Ihr heut wirklich komisch. Zuerst wolltet Ihr mir erzählen, wieso ich Euch anders ansprechen soll, was Ihr nicht getan habt, und dann fragt Ihr ausgerechnet mich, ob Ihr verschwinden sollt? Meint Ihr tatsächlich, dass ich dafür der richtige Ansprechpartner bin?"

Verwirrt schüttelte sie den Kopf. Was war bloß in diesen Elfen gefahren?



Sie war gespannt, ob er dieses mal antworten würde, und widmete sich dabei weiterhin der Pflege von Donas.

#396
Guest_Juleiila_*

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Azoth war komplett verwirrt. Er war dabei sich um Percivel zu kümmern, und hatte gar nicht bemerkt, wie er Lea eine Frage stellte. Er schüttelte verwirrt den Kopf und drehte sich um.

"Der erste Verzauberer gab mir den Namen." meinte er halb Stotternd. "Ja, ich frage Euch. Weil Ihr die einzige seid, die mit mir normal redet. Und ich habe ehrlichgesagt keine Lust mehr auf Vernita. Mir reicht es, und mein Geduldsfaden ist dabei zu reißen." seufzte er, und setzte sich ins Stroh.

Sein Hund lag genau neben ihm, und er kraulte ihn. Während er sich an einem Holzpfeiler anlehnte. Ein stechen trat in seinem Kopf auf, wie ein Dolch der sich durchbohrte, und er kniff schmerzvoll die Augen zusammen.

#397
Bellandyrs

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Lea ließ von Donas ab und setzte sich neben Azoth auf einen Heuballen. Dabei kraulte sie den Schäferhund an den Ohren.

"Ich weiß zwar nicht wie Ihr zum ersten Verzauberer gekommen seid, aber es wird schon seine Richtigkeit haben, wenngleich mir wohl einige Zusammenhänge fehlen. Was Vernita betrifft... wenn hier jemand der Aussenseiter in der Gruppe ist, dann bin das wohl eher ich. Aber ich will auf jeden Fall bei der Aufklärung des Falles mithelfen. Wer weiß schon welche Mächte da mitspielen? Vor allem dass der Arl da auch mit drin steckt, zumindest, so wie es aussieht.."
Sie schüttelte den Kopf. "Ich kann mir nicht helfen, aber ich glaube, da sind Dämonen oder sowas am Werk. Anders kann ich mir das ganze nicht erklären. Und alleine deswegen werde ich Vernita nicht verlassen. Egal wie die Damen auf mir rumhacken. Ich hätte zu Hause ja keine ruhige Minute mehr, solang die Drahtzieher noch auf freiem Fusse herumrennen. Und ich schwöre bei allem, was mir heilig ist, dass ich unseren Hof wieder aufbauen und die Pferdezucht wieder aufnehmen werde."

Leise seufzte sie auf.
"Was das reden betrifft kann ich das so zurückgeben. Anscheinend seid Ihr der Einzige, der in mir nicht nur die verwöhnte Adelstochter sieht, sondern einen Menschen aus Fleisch und Blut."
Sie schenkte ihm ein aufrichtiges Lächeln und sah erst da, dass er die Augen zusammen gekniffen hatte.

"Was ist los mit Euch, Azoth? Seid Ihr müde oder so? Ihr kneift die Augen zusammen als könntet Ihr diese nicht mehr offen halten?"

Modifié par Bellandyrs, 18 août 2010 - 07:33 .


#398
Kaysallie

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Miandra blickte ins Nichts. Es war als würde ihr Leben im Zeitraffer noch einmal vor ihren Augen ablaufen. Doch wieso bedrückte sie das so? Der Märtyrer bekam was er verdiente, ebenso wie seine treue Dienerin. Ja sie waren tot und würden sich nie wieder in ihr Leben schleichen und sie belästigen können. Ob es auch im Sinne des Erbauers war? Oder vielleicht erschuf der Erbauer das Leben auch nur, um die kleinen Individuen dabei zu beobachten, wie sie litten.

Er war tot... ja, sie alle waren tot. All jene die ihr das Leben zu einer Qual machten, waren tot.

Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war gefallen.

Doch was nun? Und das Wichtigste überhaupt, würde sie ihre Tochter jemals wiedersehen? Nie hatte sie ihr so sehr gefehlt, als in diesem Moment, und die Ungewissheit nicht zu wissen wo sie war, was ihr vielleicht gerade in diesem Moment angetan wurde, oder war sie vielleicht schon tot und lag irgendwo alleine in einer Ecke, von Ratten zerfressen, machte das Ganze nur noch schlimmer...

Doch was wenn es so war? Was wenn sie längst tot war? Wie würde es dann weitergehen? Sie wäre alleine... die letzte Überlebende ihrer Familie...

War es gut alleine zu sein? ...Manchmal... doch war sie wirklich so geschädigt, um dadurch zu einem Einzelgänger zu mutieren?

Normalerweise verdrängte sie all diese Gedanken, doch nun schaffte sie es nicht mehr. Sie hätte am liebsten geschrien, irgendetwas kaputt geschlagen und geweint, doch sie konnte nicht, konnte nur regungslos dastehen, wie wenn ihr Geist über ihren Kopf schwirren würde.

Miandra blinzelte und sah Vernita vor sich stehen, vernahm nur die letzten ihrer Worte. Sie nickte nur einige Male, schien aber noch immer recht abwesend zu sein, und griff mit ihrer Rechten, eher unbewusst, nach der Hand de Elfe und hielt diese fest.




#399
Aliens Crew

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Als Miandra Vernitas Hand ergriff, machte das Herz der Elfe einen kleinen Freudensprung. Es war die erste Reaktion der schwarzhaarigen Frau, seitdem sie von den anderen weggelaufen war. Vernita drückte ihre Hand richtig fest. Miandra sollte spüren, dass sie nicht allein war. Sie sollte wissen, dass es jemanden gab, der sich Sorgen um sie machte und der sich um sie kümmern wollte. Sie würde die Frau nicht im Stich lassen, um keinen Preis. Sie hatte ihre Wahl getroffen. Alle Zweifel waren von ihr abgefallen.
 
„Könnt Ihr gehen, Miandra?“ fragte Vernita leise, während sie sich bückte und ihre Handschuhe aufhob. Dabei ließ sie die Frau allerdings nicht los. „Kommt. Lasst uns zur Taverne zurückgehen. Dort könnt Ihr Euch ein wenig ausruhen.“
 
Die Elfe hielt die Hand der Frau weiterhin fest umklammert, während sie diese ganz langsam zur Taverne zurückführte. Dabei sprach sie ständig beruhigend auf sie ein, konnte aber nicht einschätzen, ob Miandra überhaupt mitbekam, was sie sagte. Doch das war nicht wichtig. Hauptsache die Frau fühlte, dass sie nicht allein war. Der Rest war Nebensache.
 
Die beiden erreichten nach einer Weile die Taverne und traten ein. Rowan und Hennrik saßen dort an einem Tisch und unterhielten sich. Vernita blieb vor den beiden stehen.
 
„Ich bringe Miandra jetzt auf ihr Zimmer“, meinte sie, wobei sie lediglich die blonde Frau ansah und den Magier komplett ignorierte. „Wärt Ihr bitte so gut und kommt gleich auch zu uns, Rowan? Ich könnte für einen Moment Eure Hilfe gebrauchen.“

#400
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Hennrik schien sich langsam etwas zu beruhigen. Rowan schaute zu ihm herüber und versuchte, in seinem Gesicht zu lesen, doch sie wurde nicht schlau aus dessen Ausdruck.

"Ich fürchte, die Aussprache wird noch etwas warten müssen. Ich sehe zu, dass wir nicht allzu lange brauchen, ok?"

Damit stand sie auf und folgte der Elfe, die Miandra nach oben führte. Rowan hielt die Tür auf, bis die beiden eingetreten waren und schloss sie hinter sich wieder. Vernita schleppte die Frau zu ihrem Bett und legte sie dort behutsam ab. Der Gesichtsausdruck, mit dem sie das tat, sprach Bände und Rowan drehte sich respektvoll leicht zur Seite und betrachtete ein verblichenes Bild an der Wand links von der Tür.

Es war darauf nicht mehr viel zu erkennen, außer ein paar Hügeln und dem einstmals wohl blauen Himmel darüber. Rowan versuchte, noch mehr zu erkennen, während sie darauf wartete, dass die Elfe mit ihr sprach.