Miandra griff sich an die Wange, und spuckte einmal auf den Boden. Ihr Zahnfleisch war wohl leicht aufgeplatzt, da der Speichel leicht rosafarben war. Sie blickte auf, und sah Vernita mit wütenden und glasigen Augen an.
Sie wandte den Blick ab, zog den letzten Dolch aus der Säule, steckte ihre Waffen in die dafür gemachten Scheiden an ihren Gurt.
"Ich habe schon jemanden gefunden. Aber danke für das großzügige Angebot!", erwiderte sie leicht sarkastisch und drehte sich um, um zu gehen.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#501
Posté 22 août 2010 - 04:36
#502
Posté 22 août 2010 - 04:40
Rowan ging zurück in ihr Zimmer und legte sich aufs Bett. Sie schloss die Augen und versuchte die Bilder des Vormittags zu vertreiben. Mit den Händen wollte sie sich über das Gesicht fahren, doch sie ließ sie wieder sinken, als ihr bewusst wurde, dass sie eben noch die toten Eltern der Schwarzhaarigen damit berührt hatte.
Ein greller Lichtblitz riss sie aus ihren Gedanken und sie hörte durch die dünnen Holzwände das aufgeregte Gegackere von Hennrik. Was hatte er da eben bloß angestellt? Sie seufzte bei dem Gedanken daran. Wurde die Gruppe nicht verfolgt? Warum schienen einige von ihnen so darauf erpicht zu sein, Aufmerksamkeit zu erregen?
Eine Weile blieb Rowan noch liegen und ließ ihren Gedanken freien Lauf, dann hörte sie vor ihrer Tür ein Poltern. Sie sprang auf und öffnete diese.
Der vorwitzige Elf torkelte eben in das Zimmer gegenüber und fiel auf sein Bett. Mit einem Grinsen schaute sie ihm dabei zu und schüttelte den Kopf. Wie konnte man sich nur um diese Tageszeit schon mit Alkohol die Sinne vernebeln. Gerade als sie sich abwenden wollte, fiel ihr Blick auf die Blutspur am Boden, die er hinterlassen hatte.
Mit wenigen Schritten war sie bei ihm und hatte vorher vorsorglich seine Tür geschlossen. Sie drehte ihn auf den Rücken und sah in sein blutverschmiertes, blasses Gesicht. Er war mittlerweile bewusstlos und schien einiges an Blut verloren zu haben. Rowan untersuchte ihn kurz und bemerkte, dass er aus der Nase blutete.
Ohne weiter zu überlegen sah sie sich im Raum um. Auf einem Sideboard stand eine Schale mit Wasser und einem Leinentuch lag daneben. Kurzerhand tauchte sie das Tuch ins Wasser und stellte zufrieden fest, dass es recht kalt war. Den Elf wuchtete sie in eine sitzende Position und lehnte seinen Kopf an die Wand an der das Bett stand. Dann drückte sie ihm das kalte Tuch in den Nacken. Mit der anderen Hand drückte sie ihm seitlich auf den Nasenrücken und versuchte dadurch den Blutfluss zu verlangsamen.
Ein greller Lichtblitz riss sie aus ihren Gedanken und sie hörte durch die dünnen Holzwände das aufgeregte Gegackere von Hennrik. Was hatte er da eben bloß angestellt? Sie seufzte bei dem Gedanken daran. Wurde die Gruppe nicht verfolgt? Warum schienen einige von ihnen so darauf erpicht zu sein, Aufmerksamkeit zu erregen?
Eine Weile blieb Rowan noch liegen und ließ ihren Gedanken freien Lauf, dann hörte sie vor ihrer Tür ein Poltern. Sie sprang auf und öffnete diese.
Der vorwitzige Elf torkelte eben in das Zimmer gegenüber und fiel auf sein Bett. Mit einem Grinsen schaute sie ihm dabei zu und schüttelte den Kopf. Wie konnte man sich nur um diese Tageszeit schon mit Alkohol die Sinne vernebeln. Gerade als sie sich abwenden wollte, fiel ihr Blick auf die Blutspur am Boden, die er hinterlassen hatte.
Mit wenigen Schritten war sie bei ihm und hatte vorher vorsorglich seine Tür geschlossen. Sie drehte ihn auf den Rücken und sah in sein blutverschmiertes, blasses Gesicht. Er war mittlerweile bewusstlos und schien einiges an Blut verloren zu haben. Rowan untersuchte ihn kurz und bemerkte, dass er aus der Nase blutete.
Ohne weiter zu überlegen sah sie sich im Raum um. Auf einem Sideboard stand eine Schale mit Wasser und einem Leinentuch lag daneben. Kurzerhand tauchte sie das Tuch ins Wasser und stellte zufrieden fest, dass es recht kalt war. Den Elf wuchtete sie in eine sitzende Position und lehnte seinen Kopf an die Wand an der das Bett stand. Dann drückte sie ihm das kalte Tuch in den Nacken. Mit der anderen Hand drückte sie ihm seitlich auf den Nasenrücken und versuchte dadurch den Blutfluss zu verlangsamen.
#503
Posté 22 août 2010 - 04:54
„So leicht kommt Ihr mir nicht davon! Seht mich gefälligst an, wenn ich mit Euch rede!“, zischte Vernita, packte Miandra an der Schulter und riss sie herum, so dass sich die beiden Frauen Auge in Auge gegenüberstanden.
„Ich habe Euch gerade geschlagen und Ihr wollt einfach abhauen wie ein feiges Schwein? Ist das Eure Antwort auf all Eure Probleme? Sich verkriechen? Einfach alles hinschmeißen und aufgeben? Wehrt Euch gefälligst!“ Vernita hatte die Schultern der Frau ergiffen und schüttelte sie durch. „Schlagt mir ins Gesicht, für all das, was ich oder auch sonst wer Euch angetan hat! Zeigt mir, dass noch ein Funken Leben in Euch steckt!“
„Ich habe Euch gerade geschlagen und Ihr wollt einfach abhauen wie ein feiges Schwein? Ist das Eure Antwort auf all Eure Probleme? Sich verkriechen? Einfach alles hinschmeißen und aufgeben? Wehrt Euch gefälligst!“ Vernita hatte die Schultern der Frau ergiffen und schüttelte sie durch. „Schlagt mir ins Gesicht, für all das, was ich oder auch sonst wer Euch angetan hat! Zeigt mir, dass noch ein Funken Leben in Euch steckt!“
#504
Posté 22 août 2010 - 05:19
"Lasst mich los!", schrie sie Vernita an und riss ihre Schulter um, sodass sie nicht mehr festgehalten wurde, und ging einen Schritt nach hinten, "Ich bin noch am Leben! Keine Sorge! Aber ich werde Euch nicht schlagen, nur weil Ihr darauf besteht! Wieso sollte ich so etwas tun!? Entschuldigt, aber ich weiß mich auch anders zu wehren!", sie hielt kurz inne um Luft zu holen, da sie so laut schrie, "Ihr seid schwächer, als Ihr denkt. Ihr denkt Ihr könnt all Eure Probleme mit Euren Fäusten und Klingen lösen! Aber los, schlagt noch einmal zu, wenn Ihr Euch dann besser fühlt!"
#505
Posté 22 août 2010 - 05:59
„Warum sollte ich Euch schlagen, wenn Ihr Euch nicht einmal wehren wollt?“ keifte Vernita zurück. „Nur damit Ihr Euch wieder in die Opferrolle flüchten könnt? Damit Ihr wieder andere die Schuld an Eurer Situation geben könnt? Denkt Ihr etwa, ich weiß nicht, was in Euch vorgeht? Ist Euch nicht klar, dass ich genau dasselbe durchgemacht habe und dass ich weiß, wohin das führt?“
Sie trat einen Schritt auf Miandra zu, bevor sie wesentlich ruhiger und gefasster weitersprach. „Auch ich habe ein Leben am Rande des Todes geführt. Auch mir war es egal, ob ich lebe oder sterbe. Ich habe mich von allen und jeden abgeschottet und einen inneren Schutzwall aufgebaut, aus Angst davor, dass mir jemand wieder weh tun könnte. Und ich weiß auch, dass die Narben auf der Seele nie wirklich verheilen werden und habe oft daran gedacht, dem Ganzen ein Ende zu setzten.“
Behutsam legte Vernita ihrem Gegenüber eine Hand auf die Schulter. „Doch Ihr habt viel mehr, als ich jemals besaß. Für Euch gibt es einen Grund weiterzuleben und mit Hoffnung in die Zukunft zu sehen. Und deshalb bitte ich Euch hier und jetzt stark zu sein. Nicht für mich und auch nicht für Euch selbst. Sondern einzig und allein für Eure Tochter Elena. Sie hat es verdient, dass Ihr Euch zusammenreißt und all Euren Mut und Eure Kraft allein ihrer Rettung widmet, anstatt zu resignieren und Euch hinter Eurem Schutzschild zu verkriechen.“
Die Elfe wandte sich ab und setzte sich auf einen Strohballen, wo sie ihren Helm absetzte und diesen neben sich ablegte. „Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll.“
Vernita sah die schwarzhaarige Frau an, wobei sich Tränen in ihren Augen bildeten. „Ich habe Euch sehr gern, Miandra. Und es schmerzt mich sehr, Euch leiden zu sehen. Mehr als alle Wunden, die ich bisher erlitten haben. Und das waren eine Menge. Und ich bitte Euch, das zu vollbringen, was mir nie vergönnt war. Rettet Euer Kind. Tut es für Elena, für Euch selbst und auch für mich. Und wenn Ihr sie gefunden habt, dann legt Euren Mantel der Gefühllosigkeit ab und schenkt Ihr all die Liebe, zu der Ihr fähig seid.“
Vernita sah zu Boden, während sie mit einer Hand über ihren Hinterkopf strich.
Sie trat einen Schritt auf Miandra zu, bevor sie wesentlich ruhiger und gefasster weitersprach. „Auch ich habe ein Leben am Rande des Todes geführt. Auch mir war es egal, ob ich lebe oder sterbe. Ich habe mich von allen und jeden abgeschottet und einen inneren Schutzwall aufgebaut, aus Angst davor, dass mir jemand wieder weh tun könnte. Und ich weiß auch, dass die Narben auf der Seele nie wirklich verheilen werden und habe oft daran gedacht, dem Ganzen ein Ende zu setzten.“
Behutsam legte Vernita ihrem Gegenüber eine Hand auf die Schulter. „Doch Ihr habt viel mehr, als ich jemals besaß. Für Euch gibt es einen Grund weiterzuleben und mit Hoffnung in die Zukunft zu sehen. Und deshalb bitte ich Euch hier und jetzt stark zu sein. Nicht für mich und auch nicht für Euch selbst. Sondern einzig und allein für Eure Tochter Elena. Sie hat es verdient, dass Ihr Euch zusammenreißt und all Euren Mut und Eure Kraft allein ihrer Rettung widmet, anstatt zu resignieren und Euch hinter Eurem Schutzschild zu verkriechen.“
Die Elfe wandte sich ab und setzte sich auf einen Strohballen, wo sie ihren Helm absetzte und diesen neben sich ablegte. „Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll.“
Vernita sah die schwarzhaarige Frau an, wobei sich Tränen in ihren Augen bildeten. „Ich habe Euch sehr gern, Miandra. Und es schmerzt mich sehr, Euch leiden zu sehen. Mehr als alle Wunden, die ich bisher erlitten haben. Und das waren eine Menge. Und ich bitte Euch, das zu vollbringen, was mir nie vergönnt war. Rettet Euer Kind. Tut es für Elena, für Euch selbst und auch für mich. Und wenn Ihr sie gefunden habt, dann legt Euren Mantel der Gefühllosigkeit ab und schenkt Ihr all die Liebe, zu der Ihr fähig seid.“
Vernita sah zu Boden, während sie mit einer Hand über ihren Hinterkopf strich.
#506
Posté 22 août 2010 - 08:12
Miandra blieb mit verschränkten Armen stehen, und ließ die Worte auf sich wirken.
Was sollte sie dazu noch sagen?
Es waren zwar alles Tatsachen, die sie bereits wusste. Doch bisher hatte sie all diese Sachen nie aus dem Munde von jemand anderen gehört, sondern sich immer nur gedacht. Sie musste sich eingestehen, dass Vernita recht hatte.
"Ich weiß..", sagte sie schließlich in einem ruhigen Ton, nachdem sie lange geschwiegen hatte, "Sie hätte eine bessere Mutter wie mich verdient... sofern sie überhaupt noch am Leben ist. Aber denkt nicht, dass ich mich jemals in ihrer Gegenwart, so wie jetzt verhalten hätte, oder würde... Ich weiß auch nicht was mit mir los ist.", sie seufzte und fasste sich an ihre Wange, "Ich muss mich erst an all diese neuen Gedanken gewöhnen, die immerzu in meinen Kopf drängen.. aber es war immer schon mein Problem, dass ich zu viel nachgedacht und vorausgeplant habe.", sie musste grinsen, "Nur hätte ich nie gedacht, dass mein Kopf eines Tages voll werden könnte."
Was sollte sie dazu noch sagen?
Es waren zwar alles Tatsachen, die sie bereits wusste. Doch bisher hatte sie all diese Sachen nie aus dem Munde von jemand anderen gehört, sondern sich immer nur gedacht. Sie musste sich eingestehen, dass Vernita recht hatte.
"Ich weiß..", sagte sie schließlich in einem ruhigen Ton, nachdem sie lange geschwiegen hatte, "Sie hätte eine bessere Mutter wie mich verdient... sofern sie überhaupt noch am Leben ist. Aber denkt nicht, dass ich mich jemals in ihrer Gegenwart, so wie jetzt verhalten hätte, oder würde... Ich weiß auch nicht was mit mir los ist.", sie seufzte und fasste sich an ihre Wange, "Ich muss mich erst an all diese neuen Gedanken gewöhnen, die immerzu in meinen Kopf drängen.. aber es war immer schon mein Problem, dass ich zu viel nachgedacht und vorausgeplant habe.", sie musste grinsen, "Nur hätte ich nie gedacht, dass mein Kopf eines Tages voll werden könnte."
#507
Posté 23 août 2010 - 12:57
Nachdem sie eine Weile neben dem Elf auf dessen Bett gesessen hatte, merkte Rowan, dass die Blutung nachließ. Sie nahm ihre Hand wieder weg und wackelte mit den steif gewordenen Fingern. Dann stand sie auf und befeuchtete das Tuch erneut mit kühlem Wasser. Als sie sich wieder neben den Mann setzte, fing er an, sich zu rühren und murmelte etwas vor sich hin.
Rowan drückte ihm das Tuch wieder in den Nacken und wartete.
Rowan drückte ihm das Tuch wieder in den Nacken und wartete.
#508
Guest_Juleiila_*
Posté 23 août 2010 - 01:03
Guest_Juleiila_*
Azoth erwachte so langsam. Er spürte etwas feuchtes in seinem Nacken, und er lag nicht mehr. Er saß. Er blinzelte, und versuchte die Augen zu öffnen. Plötzlich bemerkte er, das jemand neben ihm saß. Eine blonde Frau.
Schnell riss er die Augen auf, und griff nach ihrem Arm. Er schaute sie an, und kniff seine Augen leicht zusammen. Er erinnerte sich, wer es war. Es war Rowan, die Frau die ebenfalls in der Taverne war. Und die Frau, die die Leichen, von Miandras Eltern verschleppte.
Azoth lies den Griff lockerer werden, und ließ ihre Hand los.
"Was wollt Ihr hier!!??", fragte er.
Schnell riss er die Augen auf, und griff nach ihrem Arm. Er schaute sie an, und kniff seine Augen leicht zusammen. Er erinnerte sich, wer es war. Es war Rowan, die Frau die ebenfalls in der Taverne war. Und die Frau, die die Leichen, von Miandras Eltern verschleppte.
Azoth lies den Griff lockerer werden, und ließ ihre Hand los.
"Was wollt Ihr hier!!??", fragte er.
#509
Posté 23 août 2010 - 02:17
Rowan ließ das Tuch los und stand auf. Sie blickte dem Elf direkt in sein ärgerlich verzerrtes Gesicht.
"Ich bin der Blutlache gefolgt, die vom Flur aus direkt in euer offen stehendes Zimmer geführt hat, mehr nicht."
Sie grinste ihn an.
"Und ihr solltet euch euer Gesicht waschen, bevor ihr euch wieder in die Öffentlichkeit begebt."
Damit drehte sie sich um und verließ sein Zimmer wieder. Sie begab sich nach unten in den Schankraum und bestellte beim Wirt ein Stück Brot mit Käse. Seit dem Nachmittag des vergangenes Tages hatte sie nichts mehr gesessen und ihr Magen hatte bereits angefangen, sich zu beschweren.
Dankbar nahm sie das Essen entgegen und verzehrte es eilig während sie die Taverne verließ und den Weg Richtung Marktplatz einschlug. Am Rand des großen Platzes blieb sie kurz stehen und ließ ihren Blick über das Spektakel gleiten. Mit einem Seufzer strich sie sich die letzten Krumen von ihrer Rüstung und tauchte dann in der Menge unter.
Geschickt bewegte sie sich zwischen dem geschäftigen Treiben ohne einer Person je wirklich so nah zu kommen, um bemerkt zu werden. Ihre Sinne waren alle aktiviert und während sie durch die Menge glitt suchten ihre Augen die Gegend ab. Ihre Ohren wandten sich jedem Gesprächsfetzen zu, der an sie drang.
....intensives Gefeilsche um einen Ballen feinster Seide aus Orlais...
....der neueste Klatsch über einen Nachbarn, der seit gestern in den Besitz eines neuen Ochsenkarren gekommen war...
...geflüsterte Liebesworte eines fetten Mannes in übertrieben bunter und teuer aussehender Kleidung an eine junge Magd...
...Königin Anoras neue Haarfrisur, die nach Meinung der Sprecherin - eine kleine Frau mit Hakennase - ihr Gesicht noch dicker erscheinen ließ...
Rowan schob das Geplänkel schnell beiseite, sobald sie es vernahm und versuchte, die wichtigen Sachen herauszufiltern. Sie bekam sogar von einem geplanten Einbruch mit, der in dieser Nacht in ein Anwesen eines der Banns stattfinden sollte. Mit einem Grinsen im Gesicht schob sie sich weiter durch das Gedränge.
Plötzlich vernahm sie das, was sie gesucht oder vielmehr gefürchtet hatte.
"....und ihn an den Händen an die Hauswand genagelt. Ich hab es mit eigenen Augen aus meinem Fentser heraus gesehen."
"Bist du sicher, dass du nicht zu viel getrunken hast?"
"Was denkst du von mir! Ich erzähle dir die Wahrheit. Aber das ist auch nur die halbe Geschichte. Das Ganze ging ja noch weiter. Da trafen immer mehr zwielichtige Gestalten ein und am Ende haben sie die beiden getötet!"
"Also wirklich, ich glaube dir kein Wort davon. Du willst dich nur wieder aufspielen so wie das letzte Mal, als du erzählt hast, dass ein großer Werwolf in der Nacht deine Hühner geklaut hat."
"Aber diese Mal sage ich die Wahrheit...ach vergiss es...die Stadtwache wird mir schon glauben."
Unbemerkt war Rowan dichter an die Sprecher heran geschlichen. Es handelte sich um zwei einfach gekleidete Männer, die am Rande des Marktes standen und sich flüsternd unterhielten. Rowan interessierte sich derweil brennend für die Waffen, die ein Zwerg an seinem Stand feil bot.
Entrüstet wandte sich der kleinere der beiden eben von seinem Gegenüber ab und verließ schnellen Schrittes den Markt. Der andere Mann blieb einen Augenblick lang stehen, schüttelte ungläubig seinen Kopf und verließ den Markt in anderer Richtung.
Rowan folgte dem ersten unauffällig. Er bog in die Gasse ab, in der sich am Vormittag das Drama mit Miandras Eltern abgespielt hatte und verschwand in einem schäbigen, heruntergekommenen Haus. Rowan wartete einen Augenblick, dann verschwand sie im Schatten und schlich ungesehen in den engen Weg neben dem Haus. Auf der Hinterseite konnte sie keine Tür erkennen, jedoch gab es dort ein schmales Fenster das man von einem niedrigen Vorbau aus einsehen konnte.
Geschickt schwang sie sich auf das niedrigere Dach und schlich an das Fenster heran. Durch die Staubschicht hindurch konnte sie den Mann erkennen, der mit einer Frau stritt. Sie vermutete, dass es sich dabei um seine Frau handelte. Diese verließ ziemlich entrüstet das Zimmer und der Mann kramte eine Flasche mit braunem Inhalt aus einer Truhe, die er sogleich ansetzte und einen tiefen Schluck nahm. Rowan sah, dass sein Gesicht verkniffen war und sich seine Lippen bewegten...er schien in ein Selbstgespräch vertieft zu sein. Sie beobachtete ihn weiter und wartete dabei auf die hereinbrechende Nacht.
"Ich bin der Blutlache gefolgt, die vom Flur aus direkt in euer offen stehendes Zimmer geführt hat, mehr nicht."
Sie grinste ihn an.
"Und ihr solltet euch euer Gesicht waschen, bevor ihr euch wieder in die Öffentlichkeit begebt."
Damit drehte sie sich um und verließ sein Zimmer wieder. Sie begab sich nach unten in den Schankraum und bestellte beim Wirt ein Stück Brot mit Käse. Seit dem Nachmittag des vergangenes Tages hatte sie nichts mehr gesessen und ihr Magen hatte bereits angefangen, sich zu beschweren.
Dankbar nahm sie das Essen entgegen und verzehrte es eilig während sie die Taverne verließ und den Weg Richtung Marktplatz einschlug. Am Rand des großen Platzes blieb sie kurz stehen und ließ ihren Blick über das Spektakel gleiten. Mit einem Seufzer strich sie sich die letzten Krumen von ihrer Rüstung und tauchte dann in der Menge unter.
Geschickt bewegte sie sich zwischen dem geschäftigen Treiben ohne einer Person je wirklich so nah zu kommen, um bemerkt zu werden. Ihre Sinne waren alle aktiviert und während sie durch die Menge glitt suchten ihre Augen die Gegend ab. Ihre Ohren wandten sich jedem Gesprächsfetzen zu, der an sie drang.
....intensives Gefeilsche um einen Ballen feinster Seide aus Orlais...
....der neueste Klatsch über einen Nachbarn, der seit gestern in den Besitz eines neuen Ochsenkarren gekommen war...
...geflüsterte Liebesworte eines fetten Mannes in übertrieben bunter und teuer aussehender Kleidung an eine junge Magd...
...Königin Anoras neue Haarfrisur, die nach Meinung der Sprecherin - eine kleine Frau mit Hakennase - ihr Gesicht noch dicker erscheinen ließ...
Rowan schob das Geplänkel schnell beiseite, sobald sie es vernahm und versuchte, die wichtigen Sachen herauszufiltern. Sie bekam sogar von einem geplanten Einbruch mit, der in dieser Nacht in ein Anwesen eines der Banns stattfinden sollte. Mit einem Grinsen im Gesicht schob sie sich weiter durch das Gedränge.
Plötzlich vernahm sie das, was sie gesucht oder vielmehr gefürchtet hatte.
"....und ihn an den Händen an die Hauswand genagelt. Ich hab es mit eigenen Augen aus meinem Fentser heraus gesehen."
"Bist du sicher, dass du nicht zu viel getrunken hast?"
"Was denkst du von mir! Ich erzähle dir die Wahrheit. Aber das ist auch nur die halbe Geschichte. Das Ganze ging ja noch weiter. Da trafen immer mehr zwielichtige Gestalten ein und am Ende haben sie die beiden getötet!"
"Also wirklich, ich glaube dir kein Wort davon. Du willst dich nur wieder aufspielen so wie das letzte Mal, als du erzählt hast, dass ein großer Werwolf in der Nacht deine Hühner geklaut hat."
"Aber diese Mal sage ich die Wahrheit...ach vergiss es...die Stadtwache wird mir schon glauben."
Unbemerkt war Rowan dichter an die Sprecher heran geschlichen. Es handelte sich um zwei einfach gekleidete Männer, die am Rande des Marktes standen und sich flüsternd unterhielten. Rowan interessierte sich derweil brennend für die Waffen, die ein Zwerg an seinem Stand feil bot.
Entrüstet wandte sich der kleinere der beiden eben von seinem Gegenüber ab und verließ schnellen Schrittes den Markt. Der andere Mann blieb einen Augenblick lang stehen, schüttelte ungläubig seinen Kopf und verließ den Markt in anderer Richtung.
Rowan folgte dem ersten unauffällig. Er bog in die Gasse ab, in der sich am Vormittag das Drama mit Miandras Eltern abgespielt hatte und verschwand in einem schäbigen, heruntergekommenen Haus. Rowan wartete einen Augenblick, dann verschwand sie im Schatten und schlich ungesehen in den engen Weg neben dem Haus. Auf der Hinterseite konnte sie keine Tür erkennen, jedoch gab es dort ein schmales Fenster das man von einem niedrigen Vorbau aus einsehen konnte.
Geschickt schwang sie sich auf das niedrigere Dach und schlich an das Fenster heran. Durch die Staubschicht hindurch konnte sie den Mann erkennen, der mit einer Frau stritt. Sie vermutete, dass es sich dabei um seine Frau handelte. Diese verließ ziemlich entrüstet das Zimmer und der Mann kramte eine Flasche mit braunem Inhalt aus einer Truhe, die er sogleich ansetzte und einen tiefen Schluck nahm. Rowan sah, dass sein Gesicht verkniffen war und sich seine Lippen bewegten...er schien in ein Selbstgespräch vertieft zu sein. Sie beobachtete ihn weiter und wartete dabei auf die hereinbrechende Nacht.
#510
Posté 23 août 2010 - 02:52
Vernita sah wieder auf, direkt in Miandras Gesicht, während sie sich die Tränen aus den Augen wischte.
„Verdammt!“ meinte sie, und ein Lächeln legte sich auf ihr Antlitz. „Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal soviel geflennt habe wie in letzter Zeit. Das ist mir schon fast peinlich. Ach, vergesst es einfach.“
Sie machte eine kurze Pause, in der sie sich weiter ihre Augen rieb, bevor sie ihr Gegenüber wieder ernst anblickte. „Es tut mir sehr leid, dass ich Euch geschlagen habe. Auch in mir gehen Dinge vor, die mir neu und fremd sind. Ihr seid die erste Person, die mir seit langer Zeit etwas bedeutet, für die ich etwas anderes als Gleichgültigkeit oder Verachtung empfinde. Und damit weiß ich nicht wirklich umzugehen. Und Ihr hattet Recht, als Ihr sagtet, dass ich versuche, all meine Probleme mit Gewalt zu lösen. Nur als Schwäche habe ich das bis heute nicht gesehen. Es ist eher eine Sache der Gewohnheit. Doch Ihr habt mir soeben gezeigt, dass nicht jedes Problem mit Gewalt gelöst werden kann. Und das irritiert mich. Alles scheint so kompliziert geworden zu sein.“
Die Elfe stand auf und ging erneut auf Miandra zu. „Nur in einer Sache habt Ihr Euch geirrt. Ihr seid keine schlechte Mutter. Im Gegenteil. Ihr seid die beste Mutter, die sich ein Kind wünschen kann. Nicht so wie es Eure Mutter gewesen ist. Sie hat es zugelassen, dass Euer Vater und später auch Euer Ehemann Euch schlimme Dinge angetan haben, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Doch das tut Ihr nicht. Sonst wäret Ihr nicht hier. Nein, für Eure Tochter legt Ihr Euch mit Mächten an, die Euch weit überlegen sind. Ihr riskiert Euer Leben für den kleinen Hoffnungsschimmer, Elena wieder zu sehen. Das ist es, was eine wahre Mutter ausmacht. Für Ihr Kind zu kämpfen, ganz gleich wie hoch der Preis ist, den sie dafür zahlen muss. Ich wünschte, dass ich eine solche Mutter wie Euch gehabt hätte. Vielleicht wäre mir dann einiges erspart geblieben.“
Vernitas Lächeln wurde zu einem breiten Grinsen, während sie der Frau vor ihr eine Hand auf die Schulter legte. „So, und nun ist es an der Zeit, dass Ihr mir endlich eine klatscht, damit wir quitt sind und die ganze Sache vergessen können, ja? Kommt schon! Nur Mut! Es ist leichter, als Ihr denkt. Danach fühlt Ihr Euch bestimmt besser. Und ich nehme es Euch garantiert nicht übel.“
„Verdammt!“ meinte sie, und ein Lächeln legte sich auf ihr Antlitz. „Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal soviel geflennt habe wie in letzter Zeit. Das ist mir schon fast peinlich. Ach, vergesst es einfach.“
Sie machte eine kurze Pause, in der sie sich weiter ihre Augen rieb, bevor sie ihr Gegenüber wieder ernst anblickte. „Es tut mir sehr leid, dass ich Euch geschlagen habe. Auch in mir gehen Dinge vor, die mir neu und fremd sind. Ihr seid die erste Person, die mir seit langer Zeit etwas bedeutet, für die ich etwas anderes als Gleichgültigkeit oder Verachtung empfinde. Und damit weiß ich nicht wirklich umzugehen. Und Ihr hattet Recht, als Ihr sagtet, dass ich versuche, all meine Probleme mit Gewalt zu lösen. Nur als Schwäche habe ich das bis heute nicht gesehen. Es ist eher eine Sache der Gewohnheit. Doch Ihr habt mir soeben gezeigt, dass nicht jedes Problem mit Gewalt gelöst werden kann. Und das irritiert mich. Alles scheint so kompliziert geworden zu sein.“
Die Elfe stand auf und ging erneut auf Miandra zu. „Nur in einer Sache habt Ihr Euch geirrt. Ihr seid keine schlechte Mutter. Im Gegenteil. Ihr seid die beste Mutter, die sich ein Kind wünschen kann. Nicht so wie es Eure Mutter gewesen ist. Sie hat es zugelassen, dass Euer Vater und später auch Euer Ehemann Euch schlimme Dinge angetan haben, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Doch das tut Ihr nicht. Sonst wäret Ihr nicht hier. Nein, für Eure Tochter legt Ihr Euch mit Mächten an, die Euch weit überlegen sind. Ihr riskiert Euer Leben für den kleinen Hoffnungsschimmer, Elena wieder zu sehen. Das ist es, was eine wahre Mutter ausmacht. Für Ihr Kind zu kämpfen, ganz gleich wie hoch der Preis ist, den sie dafür zahlen muss. Ich wünschte, dass ich eine solche Mutter wie Euch gehabt hätte. Vielleicht wäre mir dann einiges erspart geblieben.“
Vernitas Lächeln wurde zu einem breiten Grinsen, während sie der Frau vor ihr eine Hand auf die Schulter legte. „So, und nun ist es an der Zeit, dass Ihr mir endlich eine klatscht, damit wir quitt sind und die ganze Sache vergessen können, ja? Kommt schon! Nur Mut! Es ist leichter, als Ihr denkt. Danach fühlt Ihr Euch bestimmt besser. Und ich nehme es Euch garantiert nicht übel.“
#511
Posté 23 août 2010 - 03:53
Sie verschränkte erneut die Arme und drehte sich leicht zur Seite, "Nein ich werde Euch nicht schlagen, vergesst es! Auch nicht wenn Ihr mich anflehen solltet, oder mir noch zehn Mal eine klatscht, ich werde Euch nicht schlagen.", sagte sie stur. "Es reicht mir, dass es Euch leid tut, um mich besser zu fühlen."
Sie seufzte, "Und es mag sein, dass ich eine bessere Mutter als die meine oder die Eure bin, aber das ist auch wirklich nicht schwer. Trotz alledem, bin ich daran schuld, dass sie nun irgendwo ist, ihr wahrscheinlich irgendwelche abnormalen Dinge angetan werden, und sie fürchterliche Angst hat, oder vielleicht schon tot ist. Und das nur weil ich zu schwach und unfähig war, einfach von dort zu verschwinden, als ich die Chance hatte! Ich hätte einfach irgendwo anders ein normaleres Leben führen können, und ich weiß bis heute nicht, wieso ich es nicht getan habe... Wahrscheinlich weil ich zu egoistisch war, und immer noch daran geglaubt habe, dass sich alles irgendwann ändern könnte.. Dabei war es doch so offensichtlich.. ach.", sie winkte mit der Hand ab, "Vergessen wir dieses Vergangenheitszeugs, davon habe ich heute nun wirklich die Schnauze gestrichen voll."
Sie begann zu grinsen, "Ja, das Leben ist kompliziert und ungerecht, aber wenn es anders wäre, würde es bestimmt schnell langweilig werden! Findet Ihr nicht?"
Sie seufzte, "Und es mag sein, dass ich eine bessere Mutter als die meine oder die Eure bin, aber das ist auch wirklich nicht schwer. Trotz alledem, bin ich daran schuld, dass sie nun irgendwo ist, ihr wahrscheinlich irgendwelche abnormalen Dinge angetan werden, und sie fürchterliche Angst hat, oder vielleicht schon tot ist. Und das nur weil ich zu schwach und unfähig war, einfach von dort zu verschwinden, als ich die Chance hatte! Ich hätte einfach irgendwo anders ein normaleres Leben führen können, und ich weiß bis heute nicht, wieso ich es nicht getan habe... Wahrscheinlich weil ich zu egoistisch war, und immer noch daran geglaubt habe, dass sich alles irgendwann ändern könnte.. Dabei war es doch so offensichtlich.. ach.", sie winkte mit der Hand ab, "Vergessen wir dieses Vergangenheitszeugs, davon habe ich heute nun wirklich die Schnauze gestrichen voll."
Sie begann zu grinsen, "Ja, das Leben ist kompliziert und ungerecht, aber wenn es anders wäre, würde es bestimmt schnell langweilig werden! Findet Ihr nicht?"
#512
Posté 23 août 2010 - 05:34
Vernita grinste immer noch, als sie Miandras Nacken ergriff, diesen nach unten drückte und mit der anderen Faust drei, vier Schläge auf die Stirn der Frau andeutete. Dabei schnitt sie eine schelmische Grimasse. Dann ließ sie sie wieder los und lachte laut.
„Ihr seid wirklich unverbesserlich, Miandra, wisst Ihr das?“ meinte sie immer noch lachend. „Die einzige Person, die ich kenne und die genauso stur ist wie Ihr, das bin ich selbst. Und Ihr habt bei mir noch eine Ohrfeige gut. Ich will Euch ja nichts schuldig bleiben. Also kommen wir darauf noch mal zurück.“
Die Elfe stieß der schwarzhaarige Frau leicht in die Seite, wobei sie immer noch übermütig grinste. „Ja, das Leben wäre in der Tat langweilig, wenn es nicht so kompliziert wäre. Und wenn es nicht jemanden gäbe, den man einfach mal niederschlagen kann...oder beklauen.“
Bei diesen Worten hielt Vernita ihrem Gegenüber einen ihrer Dolche unter die Nase, welche sie ihr kurz zuvor mit einer schnellen Bewegung aus der Scheide entwendetet hatte.
„Tut mir leid, Miandra“, meinte die Elfe lachend,. „Aber ich muss ein wenig in der Übung bleiben. Und Ihr solltet Euer Gesicht sehen.“
Vernita gab ihr grinsend den Dolch zurück. „Und, seid Ihr sicher, dass ich Euch nicht zu einem kleinen Trainingskampf mit mir und Leanora begeistern kann, sobald diese wieder hier ist. Könnte doch ganz spaßig werden, wenn wir es nicht zu ernst nehmen, oder?“
„Ihr seid wirklich unverbesserlich, Miandra, wisst Ihr das?“ meinte sie immer noch lachend. „Die einzige Person, die ich kenne und die genauso stur ist wie Ihr, das bin ich selbst. Und Ihr habt bei mir noch eine Ohrfeige gut. Ich will Euch ja nichts schuldig bleiben. Also kommen wir darauf noch mal zurück.“
Die Elfe stieß der schwarzhaarige Frau leicht in die Seite, wobei sie immer noch übermütig grinste. „Ja, das Leben wäre in der Tat langweilig, wenn es nicht so kompliziert wäre. Und wenn es nicht jemanden gäbe, den man einfach mal niederschlagen kann...oder beklauen.“
Bei diesen Worten hielt Vernita ihrem Gegenüber einen ihrer Dolche unter die Nase, welche sie ihr kurz zuvor mit einer schnellen Bewegung aus der Scheide entwendetet hatte.
„Tut mir leid, Miandra“, meinte die Elfe lachend,. „Aber ich muss ein wenig in der Übung bleiben. Und Ihr solltet Euer Gesicht sehen.“
Vernita gab ihr grinsend den Dolch zurück. „Und, seid Ihr sicher, dass ich Euch nicht zu einem kleinen Trainingskampf mit mir und Leanora begeistern kann, sobald diese wieder hier ist. Könnte doch ganz spaßig werden, wenn wir es nicht zu ernst nehmen, oder?“
#513
Posté 23 août 2010 - 06:13
Erbost steckte sie den Dolch zurück in die Waffenscheide.
"Also schön, aber dann solltet Ihr Euch Euren Helm wieder aufsetzen. Und ich weiß, dass ich so oder so keine Chance gegen Euch habe, also könnt Ihr Euch irgendwelche vorwitzigen Sprüche ersparen, wenn Ihr mir eines Euer Schwerter an die Kehle drückt. Aber keine Sorge, ich werde Euch nichts mit Absicht schenken, auch wenn ich noch nie mit einem Kurzschwert gekämpft habe."
Sie drehte sich um und ging einige Schritte weiter weg, wo etwas mehr Platz war und wartete dort mit verschränkten Armen auf Leanora.
"Also schön, aber dann solltet Ihr Euch Euren Helm wieder aufsetzen. Und ich weiß, dass ich so oder so keine Chance gegen Euch habe, also könnt Ihr Euch irgendwelche vorwitzigen Sprüche ersparen, wenn Ihr mir eines Euer Schwerter an die Kehle drückt. Aber keine Sorge, ich werde Euch nichts mit Absicht schenken, auch wenn ich noch nie mit einem Kurzschwert gekämpft habe."
Sie drehte sich um und ging einige Schritte weiter weg, wo etwas mehr Platz war und wartete dort mit verschränkten Armen auf Leanora.
#514
Posté 23 août 2010 - 07:47
Sie hatte viel zu viel Zeit vertrödelt, war auf dem Hof gestanden und hatte dem Wasserzufluss zugesehen. Ohne an irgendetwas bestimmtes zu denken, hatte sie einfach ihre Seele baumeln lassen. Dafür erschrak sie um so mehr, als plötzlich ihr Schäferhund schwanzwedelnd neben ihr auftauchte.
"Na du, was ist los? Hunger?"
Sie warf ihm die Reste ihres Mittags auf den Boden. Ein kleines Stück der Entenbrust hatte sie über behalten und in die Serviette eingewickelt. Nero verschlang gierig das Fleisch und trollte sich dann wieder.
Leanora wurde inzwischen bewußt, dass sie eigentlich in den Stall zurück wollte um mit Vernita zu trainieren. Schnell lief sie hinein, zwinkerte ein paar mal um sich an das schummerige Licht zu gewöhnen und meinte dann:
"Entschuldigt, ich habe die Zeit vergessen. Von mir aus können wir beginnen. Oh, hallo Miandra."
Eigentlich wollte sie etwas zum Verlust ihrer Eltern sagen, ihr Beileid aussprechen, aber es fielen ihr die Worte von Azoth wieder ein, nämlich, dass diese den Tod verdient hätten. Also schwieg sie, bevor sie etwas falsches sagen würde.
"Na du, was ist los? Hunger?"
Sie warf ihm die Reste ihres Mittags auf den Boden. Ein kleines Stück der Entenbrust hatte sie über behalten und in die Serviette eingewickelt. Nero verschlang gierig das Fleisch und trollte sich dann wieder.
Leanora wurde inzwischen bewußt, dass sie eigentlich in den Stall zurück wollte um mit Vernita zu trainieren. Schnell lief sie hinein, zwinkerte ein paar mal um sich an das schummerige Licht zu gewöhnen und meinte dann:
"Entschuldigt, ich habe die Zeit vergessen. Von mir aus können wir beginnen. Oh, hallo Miandra."
Eigentlich wollte sie etwas zum Verlust ihrer Eltern sagen, ihr Beileid aussprechen, aber es fielen ihr die Worte von Azoth wieder ein, nämlich, dass diese den Tod verdient hätten. Also schwieg sie, bevor sie etwas falsches sagen würde.
#515
Posté 23 août 2010 - 08:04
„Schon in Ordnung, Leanora“, bemerkte Vernita, während sie ihre Panzerhandschuhe aufhob und diese wieder überstreifte. „Miandra und ich waren bis gerade eben ebenfalls...ähm beschäftigt gewesen.“
Ein Grinsen legte sich wieder auf das Gesicht der Elfe. Sie nahm ihren Helm, setzte ihn sich wieder auf, zog ihre Schwerter und wandte sich an die beiden Frauen.
„Miandra hat sich auch dazu entschlossen, mit uns zu trainieren, Leanora. Also würde ich vorschlagen, dass Ihr beiden gegen mich antretet. Dann kann ich Euch beibringen, wie man gegen mehr als einen Gegner kämpft. Macht Euch bereit.“
Ein Grinsen legte sich wieder auf das Gesicht der Elfe. Sie nahm ihren Helm, setzte ihn sich wieder auf, zog ihre Schwerter und wandte sich an die beiden Frauen.
„Miandra hat sich auch dazu entschlossen, mit uns zu trainieren, Leanora. Also würde ich vorschlagen, dass Ihr beiden gegen mich antretet. Dann kann ich Euch beibringen, wie man gegen mehr als einen Gegner kämpft. Macht Euch bereit.“
#516
Posté 23 août 2010 - 10:26
Leanora ging in Kampfstellung und zog beide Waffen. Mit Rapier und Säbel fühlte sie sich besser, als mit dem Säbel allein, auch wenn Vernita immer noch der Meinung war, das Rapier würde nicht taugen.
#517
Posté 24 août 2010 - 01:34
"Gut.", sagte sie schlicht, mit Blick auf Leanora gerichtet, "Lasst es uns hinter uns bringen."
Sie zog das Kurzschwert sowie den Dolch, und ging in Angriffsstellung, mit fokussiertem Blick auf Vernita. Mit einem leisen Seufzen drückte sie ihre Füße fest in den staubigen Stallboden, um einen Augenblick darauf auf ihr Ziel lossprinten zu können.
Mit dem Dolch in der Linken, dem Kurzschwert in der Rechten, beide Waffen fest umklammert und in Wut getaucht, holte sie zum ersten Schlag aus, welcher gekonnt von der gezogenen Waffe abgewehrt wurde, sodass sich die Klingen mit einem klirrenden Geräusch trafen. Sie ließ den Dolch an der Klinge hinab gleiten, stieß mit dem Schwert zu, auch der Angriff wurde abgewehrt. Sie parierte einige Schläge ihres Gegenübers, und ging dabei Rückwärts. Als sich die Waffen erneut trafen übte sie Druck auf die Klingen aus.
"Was ist Leanora, schlägt Ihr da drüben Wurzeln!?", keuchte Miandra hervor, ließ jedoch Vernita nicht aus den Augen.
Leanora war wohl überrascht über den schnellen Beginn dieses Kampfes. Sie umklammerte die Griffe der Waffen so fest, dass es bestimmt schon weh tat, und schnellte ebenfalls auf Vernita zu, welche ihr gerade den Rücken zuwandte. Eine Attacke von hinten, die Vernita mit einer leichten Drehung abwehrte, um beide Gegner vor sich zu haben. Vernita täuschte Attacken auf die beiden Frauen an, wodurch sie einen Schritt zurückwichen. Miandra holte kurz darauf zum Schlag aus, welchen Vernita nur mit einem Schwert parierte, da Leanora ebenfalls zuschlug. Durch die Wucht der Schläge trafen sich alle sechs Waffen in der Mitte. Vernita startete eine schnelle Schlagkombination, wodurch sie beide nach hinten drängte. Miandra, sowie Leanora mussten sich hin und wieder ducken, um den Angriffen auszuweichen, und bekamen kaum die Chance zuzuschlagen. Trotz alledem holte Leanora mit dem Rapier aus, um Vernita eines der Schwerter aus der Hand zu schlagen, doch diese wich gekonnt zurück, noch bevor Leanora mit dem Säbel zuschlagen konnte. Miandra nutzte die Chance ebenfalls, und schlug mit dem Kurzschwert und dem Dolch gleichzeitig zu, doch wieder wurden beide Waffen nur mit einem Schwert abgewehrt.
Die beiden Frauen schlugen weitere Male gemeinsam oder einzeln auf die Elfe ein, doch diese schien jeden der Angriffe bereits kommen sehen. Waren sie so berechenbar? Leanora hatte flinke Füße, war geschickt und wich den Attacken perfekt aus. Sie wusste mit diesen eher ungewöhnlichen Waffen durchaus umzugehen, doch ihre Schläge waren für Vernita einfach abzublocken. Miandras Schläge waren wutgeladen, doch Vernita ließ sie nie nahe genug an sich ran, um zu einem entscheidenden Hieb ausholen zu können.
Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis eine der beiden Hälften einen Fehler begehen, oder auf Risiko setzen würde.
Sie zog das Kurzschwert sowie den Dolch, und ging in Angriffsstellung, mit fokussiertem Blick auf Vernita. Mit einem leisen Seufzen drückte sie ihre Füße fest in den staubigen Stallboden, um einen Augenblick darauf auf ihr Ziel lossprinten zu können.
Mit dem Dolch in der Linken, dem Kurzschwert in der Rechten, beide Waffen fest umklammert und in Wut getaucht, holte sie zum ersten Schlag aus, welcher gekonnt von der gezogenen Waffe abgewehrt wurde, sodass sich die Klingen mit einem klirrenden Geräusch trafen. Sie ließ den Dolch an der Klinge hinab gleiten, stieß mit dem Schwert zu, auch der Angriff wurde abgewehrt. Sie parierte einige Schläge ihres Gegenübers, und ging dabei Rückwärts. Als sich die Waffen erneut trafen übte sie Druck auf die Klingen aus.
"Was ist Leanora, schlägt Ihr da drüben Wurzeln!?", keuchte Miandra hervor, ließ jedoch Vernita nicht aus den Augen.
Leanora war wohl überrascht über den schnellen Beginn dieses Kampfes. Sie umklammerte die Griffe der Waffen so fest, dass es bestimmt schon weh tat, und schnellte ebenfalls auf Vernita zu, welche ihr gerade den Rücken zuwandte. Eine Attacke von hinten, die Vernita mit einer leichten Drehung abwehrte, um beide Gegner vor sich zu haben. Vernita täuschte Attacken auf die beiden Frauen an, wodurch sie einen Schritt zurückwichen. Miandra holte kurz darauf zum Schlag aus, welchen Vernita nur mit einem Schwert parierte, da Leanora ebenfalls zuschlug. Durch die Wucht der Schläge trafen sich alle sechs Waffen in der Mitte. Vernita startete eine schnelle Schlagkombination, wodurch sie beide nach hinten drängte. Miandra, sowie Leanora mussten sich hin und wieder ducken, um den Angriffen auszuweichen, und bekamen kaum die Chance zuzuschlagen. Trotz alledem holte Leanora mit dem Rapier aus, um Vernita eines der Schwerter aus der Hand zu schlagen, doch diese wich gekonnt zurück, noch bevor Leanora mit dem Säbel zuschlagen konnte. Miandra nutzte die Chance ebenfalls, und schlug mit dem Kurzschwert und dem Dolch gleichzeitig zu, doch wieder wurden beide Waffen nur mit einem Schwert abgewehrt.
Die beiden Frauen schlugen weitere Male gemeinsam oder einzeln auf die Elfe ein, doch diese schien jeden der Angriffe bereits kommen sehen. Waren sie so berechenbar? Leanora hatte flinke Füße, war geschickt und wich den Attacken perfekt aus. Sie wusste mit diesen eher ungewöhnlichen Waffen durchaus umzugehen, doch ihre Schläge waren für Vernita einfach abzublocken. Miandras Schläge waren wutgeladen, doch Vernita ließ sie nie nahe genug an sich ran, um zu einem entscheidenden Hieb ausholen zu können.
Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis eine der beiden Hälften einen Fehler begehen, oder auf Risiko setzen würde.
#518
Posté 24 août 2010 - 03:13
Der Mann, den Rowan beobachtete, hatte die Flasche bereits leer getrunken und sich in das schäbige Bett gelegt. Dem Stand der Sonne nach zu urteilen, war es mittlerweile die vierte Stunde nach Mittag und er schnarchte seit einiger Zeit laut vor sich hin. Sie hatte versucht, es sich auf dem schmalen Dach so gemütlich wie möglich zu machen. Zu ihrem Glück kam niemand in den winzigen Hof hinter dem Haus und auch von anderen Fenstern aus konnte sie nicht beobachtet werden, da es keine gab.
Rowan lehnte mit dem Rücken neben dem einzigen Fenster und lauschte auf das Schnarchen im Inneren. Sie dachte an die Geschehnisse des Vormittags zurück. Was hatten Miandras Eltern wohl verbrochen, dass sie solch eine Strafe verdient hatten? Sie fragte sich auch, ob sich die Schwarzhaarige mittlerweile wieder erholt hatte. Sie war zwar wach geworden, bevor Rowan sie verlassen hatte, doch sie hatte noch sehr verwirrt gewirkt. Zum Glück, denn so würde sie sich wahrscheinlich später nicht mehr an die Frage erinnern, die sie Rowan gestellt hatte. Die Unterbrechung der Elfe war gerade recht gekommen, um aus dem Zimmer zu fliehen.
Nachdenklich strich sie die Linien ihres Tattoos nach, die sie auch ohne Spiegel in jedem Detail vor ihrem innerlichen Auge sah. Seit sie 16 Jahre alt war, trug sie es. Mit Schaudern dachte sie daran zurück, dass es als eine Art von Auszeichnung gedacht war. Es hatte zum Aufnahmeritual gehört und sie war damals sehr stolz gewesen. Nur so hatte sie es geschafft, die Schmerzen des Stechens zu ertragen. Sie konnte sich noch gut erinnern, dass in den Tagen danach ihr Gesicht angeschwollen war und für fast zwei Wochen höllisch gejuckt hatte. Doch sie war mit geradem Rücken und vor Stolz geschwellter Brust herumstolziert und hatte die Blicke der anderen genossen.
Dies war nun vorbei. Mittlerweile hasste sie dieses Tattoo. Wäre sie als Kriegerin ausgebildet worden, würde sie es mit Freuden den ganzen Tag unter einem Helm verstecken. So blieb ihr nichts anderes übrig, als jeden Spiegel zu meiden, der ihr in den Weg kam und hoffen, dass sie von anderen nicht darauf angesprochen wurde.
Rowan lehnte mit dem Rücken neben dem einzigen Fenster und lauschte auf das Schnarchen im Inneren. Sie dachte an die Geschehnisse des Vormittags zurück. Was hatten Miandras Eltern wohl verbrochen, dass sie solch eine Strafe verdient hatten? Sie fragte sich auch, ob sich die Schwarzhaarige mittlerweile wieder erholt hatte. Sie war zwar wach geworden, bevor Rowan sie verlassen hatte, doch sie hatte noch sehr verwirrt gewirkt. Zum Glück, denn so würde sie sich wahrscheinlich später nicht mehr an die Frage erinnern, die sie Rowan gestellt hatte. Die Unterbrechung der Elfe war gerade recht gekommen, um aus dem Zimmer zu fliehen.
Nachdenklich strich sie die Linien ihres Tattoos nach, die sie auch ohne Spiegel in jedem Detail vor ihrem innerlichen Auge sah. Seit sie 16 Jahre alt war, trug sie es. Mit Schaudern dachte sie daran zurück, dass es als eine Art von Auszeichnung gedacht war. Es hatte zum Aufnahmeritual gehört und sie war damals sehr stolz gewesen. Nur so hatte sie es geschafft, die Schmerzen des Stechens zu ertragen. Sie konnte sich noch gut erinnern, dass in den Tagen danach ihr Gesicht angeschwollen war und für fast zwei Wochen höllisch gejuckt hatte. Doch sie war mit geradem Rücken und vor Stolz geschwellter Brust herumstolziert und hatte die Blicke der anderen genossen.
Dies war nun vorbei. Mittlerweile hasste sie dieses Tattoo. Wäre sie als Kriegerin ausgebildet worden, würde sie es mit Freuden den ganzen Tag unter einem Helm verstecken. So blieb ihr nichts anderes übrig, als jeden Spiegel zu meiden, der ihr in den Weg kam und hoffen, dass sie von anderen nicht darauf angesprochen wurde.
#519
Posté 24 août 2010 - 03:46
Vernita genoss den Kampf gegen die beiden Frauen. Sie hielten sich ziemlich gut, hätten in einem Einzelkampf aber wohl nicht den Hauch einer Chance gegen die kampferprobte Elfe gehabt. Doch zu zweit stellten sie doch eine solche Herausforderung für sie da, die sie schon eine ganze Weile nicht mehr gehabt hatte.
Nach den ersten paar Angriffen hatte Vernita genug von den beiden gesehen, um deren Kampfstil gut einschätzen zu können.
Leanora war ganz klar die bessere Zweikämpferin von den beiden. Ihre Schläge waren präzise, und sie bewegte sich sehr flink und geschickt. Man merkte ihr an, dass sie bereits eine Kampfausbildung hinter sich hatte. Trotzdem war ihr Stil zu zaghaft, ihre Attacken zu zögerlich. Sie schien auf Nummer sicher gehen zu wollen, anstatt mal etwas zu riskieren.
Miandra war genau das Gegenteil. Was der Frau an Kampftraining fehlte, das versuchte sie durch Aggressivität zu kompensieren. An sich keine schlechte Wahl, doch sie übertrieb es bei weitem. Sie legte viel zu viel Kraft in ihre einzelnen Angriffe. Vernita bräuchte sie eigentlich nur lang genug gewähren lassen, bis Miandra irgendwann vor Erschöpfung zusammenbrechen würde. Schon jetzt stand ihr der Schweiß auf der Stirn. Allerdings brachten ihre wilden Attacken die Elfe weit mehr in Bedrängnis, als Leanoras zurückhaltende Art. Die beiden könnten viel voneinander lernen. Leanoras Kompetenz mit Miandras Entschlossenheit gepaart ergäben eine tödliche Kombination.
Vernita hatte so viel Spaß bei diesem Übungskampf wie schon lange nicht mehr. Während sie den Angriffen ihrer Kontrahentinnen auswich beziehungsweise diese parierte, überlegte sie sich, wie lange sie diesen Kampf weiter führen sollte, bevor sie ernst machte. Auch wenn sie mit Freuden sah, wie Miandra ihren Aggressionen abzubauen schien, während Leanora langsam etwas selbstsicherer wurde, war es trotzdem an der Zeit die beiden auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen, damit sie nicht übermütig wurden. Das wäre bei einem echten Kampf absolut tödlich.
Miandra stürmte gerade ein weiteres Mal auf die Elfe zu. Diese wich einfach zur Seite aus und ließ die Frau ins Leere laufen. Im selben Moment wandte sich Vernita gleich an Leanora, die mit ihrem Säbel ausholte und sogleich zuschlug. Die Elfe hob ihr Kurzschwert, woraufhin die Waffen der beiden Frauen über Vernitas Kopf aufeinander klirrten. Sofort hob die Elfe ihr linkes Bein, setzte ihren Fuß auf Leanoras Brust und stieß die Frau mit einem kräftigen Tritt von sich weg. Diese wankte einige Schritte zurück, wobei sie bemüht war ihr Gleichgewicht zu halten und nicht zu stürzen. Vernita folgte ihr, kreiselte auf der Stelle herum, wobei sie eines ihrer Schwerter von links nach rechts durch die Luft sausen ließ. Die Klinge fegte dicht vor Leanoras Kehle vorbei.
„Ihr seid tot“, meinte die Elfe, bevor sie sich zu Miandra umwandte, die inzwischen wieder auf sie zukam. Vernita stürmte ebenfalls los, ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Miandras Kurzschwertattacke parierte sie mit dem ihren. Auch die Hand mit dem Dolch stieß sie zur Seite, bevor die beiden Frauen zusammenprallten. Und obwohl die Elfe etwas kleiner war als ihre Gegnerin, so war sie doch um einiges stämmiger, so dass sie diese durch die Wucht des Aufpralls mit sich riss. Einen Augenblick später stieß Miandra mit dem Rücken gegen einen Holzpfeiler, vor dem die beiden Frauen zum Stillstand kamen und sich Auge in Auge gegenüber standen.
„Ganz schön anstrengend, was?“ lachte Vernita leicht keuchend, da auch sie etwas außer Atem gekommen war. Die Gesichter der beiden Frauen berührten sich fast. Vernita spürte den Atem Miandras auf ihrer Haut und hatte den Geruch ihres schweißbedeckten Körpers in der Nase. „Ihr benutzt Eure Wut und Euren Zorn im Kampf. Das ist gut. Sie geben Euch Kraft und Ausdauer. Trotzdem dürft Ihr diesen Gefühlen nicht die Oberhand überlassen, sonst seid Ihr für einen geübten Gegner eine leichte Beute. Ich hoffe, dass Ihr Eure Aggressionen wenigstens ein wenig abbauen konntet. Oder wollt Ihr vielleicht noch eine Runde wagen?“
Nach den ersten paar Angriffen hatte Vernita genug von den beiden gesehen, um deren Kampfstil gut einschätzen zu können.
Leanora war ganz klar die bessere Zweikämpferin von den beiden. Ihre Schläge waren präzise, und sie bewegte sich sehr flink und geschickt. Man merkte ihr an, dass sie bereits eine Kampfausbildung hinter sich hatte. Trotzdem war ihr Stil zu zaghaft, ihre Attacken zu zögerlich. Sie schien auf Nummer sicher gehen zu wollen, anstatt mal etwas zu riskieren.
Miandra war genau das Gegenteil. Was der Frau an Kampftraining fehlte, das versuchte sie durch Aggressivität zu kompensieren. An sich keine schlechte Wahl, doch sie übertrieb es bei weitem. Sie legte viel zu viel Kraft in ihre einzelnen Angriffe. Vernita bräuchte sie eigentlich nur lang genug gewähren lassen, bis Miandra irgendwann vor Erschöpfung zusammenbrechen würde. Schon jetzt stand ihr der Schweiß auf der Stirn. Allerdings brachten ihre wilden Attacken die Elfe weit mehr in Bedrängnis, als Leanoras zurückhaltende Art. Die beiden könnten viel voneinander lernen. Leanoras Kompetenz mit Miandras Entschlossenheit gepaart ergäben eine tödliche Kombination.
Vernita hatte so viel Spaß bei diesem Übungskampf wie schon lange nicht mehr. Während sie den Angriffen ihrer Kontrahentinnen auswich beziehungsweise diese parierte, überlegte sie sich, wie lange sie diesen Kampf weiter führen sollte, bevor sie ernst machte. Auch wenn sie mit Freuden sah, wie Miandra ihren Aggressionen abzubauen schien, während Leanora langsam etwas selbstsicherer wurde, war es trotzdem an der Zeit die beiden auf den Boden der Tatsachen zurückzuführen, damit sie nicht übermütig wurden. Das wäre bei einem echten Kampf absolut tödlich.
Miandra stürmte gerade ein weiteres Mal auf die Elfe zu. Diese wich einfach zur Seite aus und ließ die Frau ins Leere laufen. Im selben Moment wandte sich Vernita gleich an Leanora, die mit ihrem Säbel ausholte und sogleich zuschlug. Die Elfe hob ihr Kurzschwert, woraufhin die Waffen der beiden Frauen über Vernitas Kopf aufeinander klirrten. Sofort hob die Elfe ihr linkes Bein, setzte ihren Fuß auf Leanoras Brust und stieß die Frau mit einem kräftigen Tritt von sich weg. Diese wankte einige Schritte zurück, wobei sie bemüht war ihr Gleichgewicht zu halten und nicht zu stürzen. Vernita folgte ihr, kreiselte auf der Stelle herum, wobei sie eines ihrer Schwerter von links nach rechts durch die Luft sausen ließ. Die Klinge fegte dicht vor Leanoras Kehle vorbei.
„Ihr seid tot“, meinte die Elfe, bevor sie sich zu Miandra umwandte, die inzwischen wieder auf sie zukam. Vernita stürmte ebenfalls los, ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Miandras Kurzschwertattacke parierte sie mit dem ihren. Auch die Hand mit dem Dolch stieß sie zur Seite, bevor die beiden Frauen zusammenprallten. Und obwohl die Elfe etwas kleiner war als ihre Gegnerin, so war sie doch um einiges stämmiger, so dass sie diese durch die Wucht des Aufpralls mit sich riss. Einen Augenblick später stieß Miandra mit dem Rücken gegen einen Holzpfeiler, vor dem die beiden Frauen zum Stillstand kamen und sich Auge in Auge gegenüber standen.
„Ganz schön anstrengend, was?“ lachte Vernita leicht keuchend, da auch sie etwas außer Atem gekommen war. Die Gesichter der beiden Frauen berührten sich fast. Vernita spürte den Atem Miandras auf ihrer Haut und hatte den Geruch ihres schweißbedeckten Körpers in der Nase. „Ihr benutzt Eure Wut und Euren Zorn im Kampf. Das ist gut. Sie geben Euch Kraft und Ausdauer. Trotzdem dürft Ihr diesen Gefühlen nicht die Oberhand überlassen, sonst seid Ihr für einen geübten Gegner eine leichte Beute. Ich hoffe, dass Ihr Eure Aggressionen wenigstens ein wenig abbauen konntet. Oder wollt Ihr vielleicht noch eine Runde wagen?“
#520
Posté 24 août 2010 - 05:26
Nachdem sie einige Male ein und aus geatmet hatte, da sie ziemlich außer Atmen war, stieß sie Vernita von sich weg und ging wieder in die Mitte den Raumes, wo sie ihre Waffen wegsteckte. "Ja es ist alles nur eine Sache von Übung.", erwiderte sie leicht keuchend, und ihr Blick glitt kurz zu Leanora, "Nein, heute nicht mehr. Ein andermal gerne, sofern wir die Gelegenheit bekommen.", sie verschränkte die Arme und grinste, "Schließlich kann ich noch viel von euch lernen."
#521
Posté 24 août 2010 - 05:45
Auch Leanora war kaputt. Das Training hatte sie ganz schön angestrengt.
"Ich habe zu danken. Es hat Spaß gemacht, aber ich würde mich nun auch gerne waschen und ausruhen. Bis später."
Sie nickte den beiden Trainings-Gefährten zu und ging dann zurück in die Taverne, um dort sofort ihr Zimmer aufzusuchen.
"Ich habe zu danken. Es hat Spaß gemacht, aber ich würde mich nun auch gerne waschen und ausruhen. Bis später."
Sie nickte den beiden Trainings-Gefährten zu und ging dann zurück in die Taverne, um dort sofort ihr Zimmer aufzusuchen.
#522
Posté 24 août 2010 - 05:55
„Nun gut. Es wird sicher noch eine Gelegenheit zum Üben geben“, meinte Vernita grinsend. „Dann zeige ich Euch noch ein paar Kniffe, wie Ihr im Kampf nicht nur Eure Waffen, sondern Euren gesamten Körper einsetzen könnt. Wie Ihr gesehen habt, kann dies ziemlich effektiv sein. Und an Eurem Kampfstil müssen wir auch noch arbeiten, Leanora. Er ist mir ein wenig zu seicht, das muss wesentlich energischer werden.“
Die Angesprochene nickte noch einmal, bevor sie den Stall verließ.
„Was ist mit Euch, Miandra?“ wandte sich die Elfe an die schwarzhaarige Frau. „Wollt Ihr Euch auch etwas ausruhen, oder sollen wir vorher noch was trinken?“
Die Angesprochene nickte noch einmal, bevor sie den Stall verließ.
„Was ist mit Euch, Miandra?“ wandte sich die Elfe an die schwarzhaarige Frau. „Wollt Ihr Euch auch etwas ausruhen, oder sollen wir vorher noch was trinken?“
#523
Posté 24 août 2010 - 06:04
"Nein, ich werde mich auf mein Zimmer begeben. Der Tag war schon lange genug."
Ohne weitere Worte verließ sie den Stall. Sie ließ sich von dem Wirt einen Eimer mit Wasser aushändigen, und verschwand mit diesem in ihrem Zimmer. Dort entkleidete sie sich ihrer Rüstung, wusch sich, und ließ sich frisch gekleidet ins Bett fallen.
Ohne weitere Worte verließ sie den Stall. Sie ließ sich von dem Wirt einen Eimer mit Wasser aushändigen, und verschwand mit diesem in ihrem Zimmer. Dort entkleidete sie sich ihrer Rüstung, wusch sich, und ließ sich frisch gekleidet ins Bett fallen.
#524
Posté 24 août 2010 - 06:13
„Na gut. Dann sehen wir uns morgen. Gute Nacht, Miandra. Schlaft gut. Ich denke, ich werde trotzdem noch was trinken gehen“, erwiderte Vernita und verließ mit der schwarzhaarigen Frau den Stall.
In der Taverne ließ sie sich von dem Wirt eine Flasche Branntwein und ein Glas geben. Damit setzte sie sich an einen Tisch, trank genussvoll den Schnaps in kleinen Schlucken und überlegte sich, wie es wohl weiter gehen sollte.
In der Taverne ließ sie sich von dem Wirt eine Flasche Branntwein und ein Glas geben. Damit setzte sie sich an einen Tisch, trank genussvoll den Schnaps in kleinen Schlucken und überlegte sich, wie es wohl weiter gehen sollte.
#525
Posté 24 août 2010 - 06:35
Es wurde bereits dunkel, als das Schnarchen von drinnen verstummte. Rowan ging sofort in die Hocke und spähte durch das Fenster. Der Mann war eben dabei, sich aus dem Bett zu wälzen. Dabei fiel ihm die leere Flasche zu Boden und zerbrach. Er kümmerte sich nicht darum und wankte die Treppe herunter. Lautlos sprang Rowan vom Dach und schlich sich zur Seite des Hauses. Dort wartete sie und hörte bald einen ohrenbetäubenden Streit von drinnen. Eine Frauenstimme schraubte sich gerade einige Oktaven nach oben und beschwerte sich über ihren nichtsnutzigen Mann.
„Wie wärs denn, wenn du mal etwas Geld mit nach Hause bringen würdest und endlich das Saufen aufgeben würdest?“
„Halts Maul. Ich werde jetzt zur Stadtwache gehen und mir eine ordentliche Belohnung holen. Wirst schon sehen, Weib!“ grummelte der Mann.
Rowan verstand ihm kaum, aber der Satz reichte für sie aus.
Kurz darauf wurde die Tür geöffnet und der Mann torkelte ins Freie. Er blieb kurz stehen und wandte sich dann tiefer in die Gasse hinein. Rowan folgte ihm unauffällig. Er wankte auf einer geschlängelten Linie immer weiter die Straße entlang. War dies nicht eine Sackgasse? Was hatte er vor, oder kannte er einen Schleichweg?
Der Mann war etwa so groß wie Rowan selber. Sein Lebensstil schien nicht der schlechteste gewesen zu sein, wenn man nach seiner Statur ging. Die mittellangen, dunklen Haare hingen ihm in fettigen Strähnen vom Kopf herab.
Nach einer Weile bog er nach rechts in eine schmale und dunkle Gasse ab. Rowan nutze die Gelegenheit, um noch näher an ihn heran zu kommen. Sie konnte seinen alkoholisierten Atem in Kombination mit mindestens einer Woche nicht gebadet riechen und verzog angewidert die Nase. Am Ende der Gasse führte eine schmale Holztreppe nach unten. Von dort schien man in einen anderen Teil der Stadt zu kommen. Also doch ein Schleichweg!
Rowan schloss schnell zu ihm auf und zog lautlos ihren Dolch. Sie hörte ihn vor sich hinmurmeln, aber auch so hätte er sie in seinem Zustand nicht bemerkt. Sie hob den Arm auf Höhe seiner Schultern an und griff mit der linken in Richtung seines Kopfes. Es würde kurz und schmerzlos werden.
Plötzlich überlegte sie es sich anders. Ihre Arme sanken wieder und sie steckte den Dolch wieder in die Scheide zurück. In diesem Moment drehte der Mann sich um und starrte sie an. Sein Gesicht zeigte zunächst einen überraschten Ausdruck, der sich aber schnell verwandelte. Er fing an zu grinsen und schaute ihr lüstern auf ihre Brüste. Bevor er etwas sagen konnte holte Rowan mit ihrem rechten Bein aus und trat ihm vor den Bauch. Mit einem überraschten Seufzer wackelte er mit den Armen, um sein Gleichgewicht wiederzufinden. Doch er schaffte es nicht und musste einen Ausfallschritt nach hinten machen….doch dieser ging ins Leere und für einen Moment schien er in der Luft zu stehen, bevor er lautlos die Treppe hinunterfiel. In einer verdrehten Position und mit einem unschönen Knacken kam er am Fuße zum liegen. Schnell war Rowan bei ihm und legte ihm zwei Finger an den Hals. Kein Puls.
Sie verschwand in den Schatten, aus dem sie gekommen war und ging über kleinere Umwege zurück zur Taverne. Den Kopf hielt sie die ganze Zeit über gesenkt, doch ihre Augen und Ohren waren unermütlich dabei, die Gegend um sie herum zu kontrollieren.
Sie stieß mit einem Ruck die Tür zum Schankraum auf, die daraufhin mit einem lauten Knall wieder zufiel. Zielstrebig steuerte sie die Theke an und orderte beim Wirt Schnaps, den sie auch umgehend ihre Kehle hinunterspülte. Dabei blickten sie ununterbrochen die zwei Augen des Mannes an. Aufgerissen vor Schrecken und Überraschung, während er rückwärts in seinen Tod stürzte.
„Wie wärs denn, wenn du mal etwas Geld mit nach Hause bringen würdest und endlich das Saufen aufgeben würdest?“
„Halts Maul. Ich werde jetzt zur Stadtwache gehen und mir eine ordentliche Belohnung holen. Wirst schon sehen, Weib!“ grummelte der Mann.
Rowan verstand ihm kaum, aber der Satz reichte für sie aus.
Kurz darauf wurde die Tür geöffnet und der Mann torkelte ins Freie. Er blieb kurz stehen und wandte sich dann tiefer in die Gasse hinein. Rowan folgte ihm unauffällig. Er wankte auf einer geschlängelten Linie immer weiter die Straße entlang. War dies nicht eine Sackgasse? Was hatte er vor, oder kannte er einen Schleichweg?
Der Mann war etwa so groß wie Rowan selber. Sein Lebensstil schien nicht der schlechteste gewesen zu sein, wenn man nach seiner Statur ging. Die mittellangen, dunklen Haare hingen ihm in fettigen Strähnen vom Kopf herab.
Nach einer Weile bog er nach rechts in eine schmale und dunkle Gasse ab. Rowan nutze die Gelegenheit, um noch näher an ihn heran zu kommen. Sie konnte seinen alkoholisierten Atem in Kombination mit mindestens einer Woche nicht gebadet riechen und verzog angewidert die Nase. Am Ende der Gasse führte eine schmale Holztreppe nach unten. Von dort schien man in einen anderen Teil der Stadt zu kommen. Also doch ein Schleichweg!
Rowan schloss schnell zu ihm auf und zog lautlos ihren Dolch. Sie hörte ihn vor sich hinmurmeln, aber auch so hätte er sie in seinem Zustand nicht bemerkt. Sie hob den Arm auf Höhe seiner Schultern an und griff mit der linken in Richtung seines Kopfes. Es würde kurz und schmerzlos werden.
Plötzlich überlegte sie es sich anders. Ihre Arme sanken wieder und sie steckte den Dolch wieder in die Scheide zurück. In diesem Moment drehte der Mann sich um und starrte sie an. Sein Gesicht zeigte zunächst einen überraschten Ausdruck, der sich aber schnell verwandelte. Er fing an zu grinsen und schaute ihr lüstern auf ihre Brüste. Bevor er etwas sagen konnte holte Rowan mit ihrem rechten Bein aus und trat ihm vor den Bauch. Mit einem überraschten Seufzer wackelte er mit den Armen, um sein Gleichgewicht wiederzufinden. Doch er schaffte es nicht und musste einen Ausfallschritt nach hinten machen….doch dieser ging ins Leere und für einen Moment schien er in der Luft zu stehen, bevor er lautlos die Treppe hinunterfiel. In einer verdrehten Position und mit einem unschönen Knacken kam er am Fuße zum liegen. Schnell war Rowan bei ihm und legte ihm zwei Finger an den Hals. Kein Puls.
Sie verschwand in den Schatten, aus dem sie gekommen war und ging über kleinere Umwege zurück zur Taverne. Den Kopf hielt sie die ganze Zeit über gesenkt, doch ihre Augen und Ohren waren unermütlich dabei, die Gegend um sie herum zu kontrollieren.
Sie stieß mit einem Ruck die Tür zum Schankraum auf, die daraufhin mit einem lauten Knall wieder zufiel. Zielstrebig steuerte sie die Theke an und orderte beim Wirt Schnaps, den sie auch umgehend ihre Kehle hinunterspülte. Dabei blickten sie ununterbrochen die zwei Augen des Mannes an. Aufgerissen vor Schrecken und Überraschung, während er rückwärts in seinen Tod stürzte.





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