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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#551
Guest_Juleiila_*

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Azoth nahm einen Schluck aus dem Krug Wasser. Er fühlte sich Leer, wenn er an seine Tochter denken musste. Und er hatte bisher mit niemandem darüber geredet. Nur mit Verena und Kylar. Nur die beiden wussten, von seiner Tochter. Aufmerksam lauschte er Miandras Worten. Man konnte hören, das aus ihr die Mutter sprach.

"Ich hoffe wirklich, das in Tevinter nicht auch Kinder entführt wurden. Ich weiß nicht was ich mit den Entführern mache sollte das der Fall sein. Schnell würden sie jedenfalls nicht sterben. Warum ich nicht nachsehen war? Ihr wisst doch von meinen Fähigkeiten, und es war mir bis zu dem Treffen mit dem Zauberer, unmöglich sie zu kontrollieren. Was wenn meiner Tochter was geschehen wäre?", seufzte er.

Dieser Magier hatte ihm sein Leben genommen. Hätte er nicht versucht, ihn umzubringen, könnte er ein einigermaßen normales Leben führen, und bei seiner Tochter sein. Und sehen, wie sie Älter wurde.


#552
viento2

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Rowan wischte sich die letzten Tränen aus den Augen und räusperte sich.

"Danke." war alles was sie heraus bekam.

Dann stand sie auf und klopfte sich verlegen den Staub von der Rüstung. Sie wandte sich um und wollte tiefer in die Straße hinein laufen, doch kurz hielt sie noch inne.

"Wir sehen uns beim Frühstück. Dann könnt ihr mir vielleicht erzählen, wie es weiter gehen soll."

Sie drehte sich zu der Elfe um.

"Wenn ihr nichts dagegen habt, werde ich euch begleiten."

Dann verschwand sie in der dunklen Gasse und fiel in einen leichten Laufschritt. Mit einem leisen Klopfen schlug ihr Bogen bei jedem Schritt sacht gegen das Leder ihrer Rüstung. Ihr Atem beschleunigte sich und ihr Kopf klarte mehr und mehr auf.

Am Ende der Straße nahm sie Anlauf und schwang sich auf ein niedriges Schuppendach hinauf. Von dort aus kletterte sie auf ein Hausdach bis zu einem hoch gelegenen Mauervorsprung. Sie setzte sich mit dem Rücken gegen den harten Stein und schaute dabei zu, wie eben das letzte Licht im Westen verschwand und sich die Dunkelheit über das Land senkte. Nach und nach erschienen die Sterne am Himmel und die Stadt wurde leiser.

#553
Kaysallie

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"Ihr habt Verena wegen Euren Fähigkeiten getötet, und hattet Angst, dass Euch das ein zweites Mal widerfahren würde, nicht wahr?", erwiderte sie ernst und blickte ihn von der Seite durchdringend an, "Daher seid Ihr nicht zurückgekehrt, um nachzusehen. Doch Ihr sagtet, dass Ihr sie nun zu kontrollieren wisst. Werdet Ihr nach dieser.. Mission.. zurück nach Tevinter reisen, um nachzusehen?"




#554
Guest_Juleiila_*

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Azoth erwiederte Miandras Blicke, und schaute sie direkt an.

"Natürlich hatte ich Angst. ", erwiederte er ernst. "Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ich auch noch Ciara töten würde. Und wenn wir diese .. Mission abgeschlossen haben, ich weiß nicht so recht ob ich nach Tevinter gehe. Was ist wenn sie dort glücklich ist, und auch eine zweite Mutter hat? Ich würde dieses Glück nur zerstören....", sagte er seufzend, und blickte bedrückt auf den Tisch.

#555
Aliens Crew

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„Gern geschehen. Immer wieder gern, Süße“, meinte Vernita noch leise, nachdem sich Rowan bereits entfernt hatte. Die Elfe selbst sammelte ihre Panzerhandschuhe wieder ein und ging zurück in die Taverne. Ohne weitere Verzögerung stieg sie die Treppe hinauf und machte sich auf den Weg in ihr Zimmer. Morgen war ein wichtiger Tag, Da musste sie frisch und ausgeruht sein.
 
Sie zog ihre Rüstung aus und legte sich in ihr Bett. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf ihr Lippen. Der Tag endete trotz aller tragischen Zwischenfälle ziemlich gut für Vernita. Sie schien Miandra davon abgehalten zu haben, durch den Tod ihrer Eltern vom Weg abzukommen, und auch Rowan schien sich ihr langsam zu öffnen. Was wollte sie noch mehr? Nach kurzer Zeit schlief sie zum ersten Mal seit Wochen wieder friedlich ein.

#556
Kaysallie

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"Ich würde an Eurer Stelle hingehen. Ich würde von weitem, unerkennbar, Ausschau halten. Wenn ich sie gefunden hätte, würde ich sie beobachten, um zu sehen, ob es ihr gut geht. Denn man kann nie wissen, was so alles hinter den Hausmauern abläuft.. Ich würde es einerseits tun, um besser schlafen zu können, andererseits, einfach weil es meine Pflicht wäre zu wissen, dass es ihr gut geht. Glauben und hoffen kann man viel, doch Kontrolle ist immer besser, als Vertrauen."

Sie seufzte und musterte ihn kurz. Wirklich viel besser sah er immer noch nicht aus, aber wenigstens hatte er inzwischen viel getrunken. Sie stand auf, schnappte sich ihre Tasche und begann darin herumzukramen. Sie zog einen Beutel hervor, welchen sie auf den Tisch warf, und sich anschließend wieder hinsetzte.

"Darin sind getrocknete süßliche Früchte und Trockenfleisch. Ihr solltet etwas essen.", sagte sie ohne ihn anzusehen.


#557
Guest_Juleiila_*

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Azoth blickte auf das verteilte Essen am Tisch, und schüttelte den Kopf. Er hatte wirklich keinen Hunger, und zu Essen war ihm im Moment auch nicht zu mute. Da es eh schon Nachts war, dauerte es ja nicht mehr lange bis zum Frühstück.

"Und wenn ich das mache? Ich würde sie nicht erkennen, und sie nicht mich. Und was mache ich, wenn ihr dadurch etwas zustößt, nur weil ich mich ihr genähert habe? Könnte ja sein, das mich irgendwer verfolgt und meinen Tod will.", wiedermals seufzte er. "Würde ich es überhaupt schaffen, alleine bis nach Tevinter? Ihr wisst nicht wie schwer es war, nach Ferelden zu maschieren. Da hatte ich ja noch Verena...."

#558
Kaysallie

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Genervt blickte sie zu Azoth, "Für mich klingt Ihr gerade wie eine Heulsuse. Anstatt, dass Ihr Euch darüber sicher seid, dass Ihr genug Kontrolle über Euch selbst erlangt habt, in den letzten neun Jahren um zurückzugehen und nachzusehen wie es ihr geht, habt Ihr Angst, dass Ihr es nicht alleine bis nach Tevinter schaffen könntet, oder dass Ihr sie nicht erkennen würdet!? Glaubt mir, wenn Ihr die Ähnlichkeit Eurer geliebten Verena in den Augen des Kindes seht, dann wisst Ihr beim ersten Blick, dass es sich um Eurer Kind handelt. Und ich würde lieber die Angst, dass ich meinem eigenen Kind etwas antun könnte - was ich nie würde - in Kauf nehmen, anstatt nicht zu wissen, welche schlechten Erfahrungen sie vielleicht schon durchstehen musste.", sie blickte auf den Tisch, "Esst gefälligst, oder wollt Ihr, dass ich Euch zwangsernähre? Esst, Trink Euer Wasser aus, und geht schlafen, damit ich das auch tun kann."

Modifié par Kaysallie, 25 août 2010 - 06:00 .


#559
Guest_Juleiila_*

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Ihm viel darauf keine Antwort ein. Denn irgendwie, hatte Miandra Recht. Jetzt wusste er nicht mehr was er antworten sollte. Stattdessen nahm er das Essen, schluckte es runter, und trank den Krug Wasser daraufhin aus.

"Ihr habt Recht. Aber wir werden sehen, wie es sich Entwickelt.", sagte er ehe er aufstand. Als er sich an die Tür wandte, blickte er noch einmal zurück. "Eine erholsame Nacht wünsche ich Euch Miandra." dann verschwand er, und schloss die Türe hinter sich.

Direkt machte er sich auf den Weg zum Wirt, wo er sich neue Bettwäsche holte. Damit ging er wieder aufs Zmmer. Und die ganze Zeit hallten die Worte die Miandra sagte, durch seinen Kopf. Sie hatte wirklich recht. Vielleicht sollte er wirklich nach ihr sehen, um zu wissen das es ihr gut geht.

Er seufzte und bezog das Bett frisch, während er das alte Bettzeug einfach in die Ecke schmiss. Nachdem er sich auszog, und in Unterwäsche auf das Bett lag, starrte er einfach so an die Decke. Er war nicht müde, konnte nicht schlafen. Zufiel schwirrte in seinem Kopf umher.

#560
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Vernita wachte auf. Sie öffnete einfach die Augen und richtete sich auf. Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch das Fenster. Die Elfe stand auf und wusch sich mit dem alten Wasser, das schon recht schmutzig und abgestanden war. Sobald sie unten war, würde sie beim Wirt neues bestellen. Doch für heute würde es noch gehen.
 
Nachdem sich Vernita gewaschen hatte, zog sie sich die Rüstung wieder an und verließ ihr Zimmer. Sie ging nach unten in den Schankraum, wo außer dem Wirt noch niemand war. So bestellte sie sich etwas zu Essen und einen Krug Wasser, bevor sie sich an einen Tisch setzte und auf ihr Frühstück wartete.

#561
viento2

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Rowan beobachtete wie sich der HImmel im Westen aufhellte. Schon lange vorher hatten die Vögel mit ihrem Morgenkonzert begonnen. Ruhe hatte sich in Rowans Herzen breit gemacht. Eine Weile blieb sie noch sitzen und sah der Sonne beim Aufgehen zu.

Mit einem beherzten Sprung verließ sie den Mauervorsprung und lief zurück zur Taverne. Ihr Puls hatte sich beschleunigt, als sie an der Tür ankam. Sie trat ein und sah Vernita an einem Tisch sitzen. Rowan setzte sich zu ihr und bestellte etwas Obst und Wasser beim Wirt.

#562
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„Guten Morgen, Rowan“, begrüßte Vernita die blonde Frau lächelnd, als diese sich zu ihr an den Tisch setzte. „Ihr seht schon viel besser aus. Ich hoffe, Ihr habt wenigstens ein wenig geschlafen und seid nicht die ganze Nacht durch die Stadt geirrt.“
 
Die Elfe machte eine kurze Pause, als der Wirt zu ihnen kam, Vernitas Frühstück auf den Tisch stellte und Rowans Bestellung aufnahm. Nachdem der Mann kurz darauf wieder verschwunden war, fuhr sie fort.
 
„Ihr hattet mir gestern Abend noch einige Frage gestellt, seid dann aber so schnell verschwunden, dass ich gar keine Gelegenheit mehr hatte Euch zu antworten.“ Vernitas Lächeln wurde zu einem verschmitzten Grinsen. „Nun, wie es weitergeht kann ich Euch wohl erst heute Nachmittag mitteilen, nachdem ich mich mit einem alten Geschäftspartner getroffen habe, der uns mit Sicherheit mit einigen wertvollen Informationen versorgen kann. Er ist ein Experte auf diesem Gebiet, müsst Ihr wissen. Er wird wissen, was wir wissen müssen. Und was die andere Sache betrifft...“
 
Die Elfe hielt einen Moment inne, um ein Schluck Wasser zu trinken und um darauf zu warten, dass der Wirt wieder verschwand, der nun erneut zu den beiden Frauen getreten war, um das von Rowan bestellte Obst und Wasser auf den Tisch zu stellen. Sie redete erst weiter, als er wieder zurück in seine Küche marschiert war.
 
„Ich habe absolut nichts dagegen, dass Ihr uns begleiten wollt“, meinte sie, wobei ihre Miene wieder ernst wurde. „Ihr solltet Euch allerdings darüber im Klaren sein, dass wir uns hier mit Gestalten anlegen werden, die allen Anschein nach sehr mächtig sind. Ich kann also niemandem versprechen, dass wir diese Geschichte zu einem guten Ende führen können oder sie auch nur überleben. Sollte Euch das allerdings nicht abschrecken, so würde es mich wirklich sehr freuen, Euch an meiner Seite zu wissen.“
 
Vernita fing wieder an zu Lächeln, bevor sie sich schließlich über ihr Frühstück hermachte.

#563
Kaysallie

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Kopfschüttelnd stand Miandra auf und schloss die Türe ab, nachdem Azoth verschwunden war. Komischer Kerl, dachte sie sich nur als die Kerzen wieder ausblies und sich zurück ins Bett kuschelte. Sofort einschlafen konnte sie nicht. Zu vieles ging ihr durch den Kopf. Sie verdrängte die Ereignisse des Tages und schlief, nach geraumer Zeit, mit dem Bild ihrer Tochter vor den Augen, ein.




Es dämmerte und einige Vögel, die sich in die Stadt verirrt hatten, setzten sich an Fensterbrettern nieder und begannen ihre täglichen Lieder zu trällern. Bei dem Geräusch erwachte Miandra und fühlte sich für einen kurzen Moment wie zu Hause, wo sie jeden Tag auf diese Weise geweckt wurde. Doch als sie sich aufsetzte, realisierte sie schnell wieder, wo sie sich befand.

Sie legte sich sorgsam ihre Rüstung an, kämmte sich ihre langen schwarzen Haare, welche ziemlich zerzaust waren, und ließ ihren Blick für einen zeitlosen Moment auf dem Fenster gleiten. Seufzend wandte sie den Blick ab, legte ihren Waffengurt an, und verließ das Zimmer.

Nachdem sie die Treppen hinabgestiegen war, und den Schankraum erreichte, fiel ihr Blick sofort auf Vernita und Rowan, die bereits an einem der Tische saßen. Zielstrebig ging sie zum Wirt, bestellte ein Glas Wasser und zwei Brote, und setzte sich anschließend wortlos an den Tisch der beiden.

Sie musterte Rowan einen Augenblick, wandte den Blick jedoch schnell wieder ab, "Ich werde mich nach dem Essen zu Wade begeben, aber ich denke, dass ich das alleine hinkriege.", der Wirt kam herbeigeeilt und stellte das bestellte Essen auf den Tisch, bevor er wieder in der Küche verschwand, "Wann werdet Ihr Euren Kontaktmann treffen, Verntia?", fuhr sie schließlich etwas leiser fort, als der Wirt wieder verschwunden war, und nahm einen Schluck von dem Wasser.

Modifié par Kaysallie, 26 août 2010 - 04:24 .


#564
viento2

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"Und wie ich euch bereits sagte, kann ich gut auf mich aufpassen. Ihr müsst euch also keine Gedanken machen."

Sie biss herzhaft in ihren Apfel hinein und kaute genüsslich. Auch der zweite war schnell verspeist und sie spülte die Reste mit ihrem Wasser hinunter. Die Nektarine steckte sie in ihren Rucksack und stand dann auf, kaum dass sie ihr kurzes Mahl beendet hatte.

"Ihr entschuldigt mich. Ich werde mir die Zeit bis zum Nachmittag in der Stadt vertreiben. Es sieht so aus, als gäbe es heute schönes Wetter. Wir sehen uns dann später und können dann alles weitere besprechen."

Damit verließ sie die Taverne und verschwand in der Stadt.

#565
Bellandyrs

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Leanora gähnte und rieb sich die Augen. Sie hatte nicht wirklich gut geschlafen, trotz aller Müdigkeit. Am Abend hatte sie nur noch eine Katzenwäsche hinter sich gebracht und hatte sich in ihr Bett fallen lassen, die Augen dabei an ihre Bett-Decke geheftet und die Übungskämpfe Revue passieren lassen.
Mittendrin bemerkte sie jedoch, dass auf der Decke ein dunkler Fleck war. Sie hypnotisierte diesen Fleck beinahe. Bewegte dieser sich, oder war es reine Einbildung?
Vergessen war der Kampf, sie konzentrierte sich nur noch auf dieses dunkle etwas, was sich plötzlich tatsächlich wenige Zentimeter auf der Decke bewegte.

Schnell warf sie das Bettzeug zurück und sprang wie von der Tarantel gestochen aus dem Bett. Nero knurrte, er lag bereits eingerollt auf der Seite um zu schlafen.
Leanora entzündete die Kerze und begab sich mit zitternden Händen langsam aufs Bett zu, um dieses krabbelnde Etwas genauer zu betrachten. Schließlich hatte sie die Gewissheit, dass es sich um eine Kakerlake handelte, die es sich dort bequem gemacht hatte.
Leichter Ekel überkam sie. Kakerlaken auf dem Bett, was war dann erst in diesem völlig durchgelegenen Stroh-Unterbett?

Kurzerhand riss sie die Fenster auf, schüttelte die Decke noch einmal kräftig aus, rannte zurück in den Stall um die Satteldecke von Donas zu holen und eilte zurück in ihr Zimmer. Dort scheuchte sie den Hund aufs Bett, legte die Satteldecke auf den Boden, wickelte sich in die Decke und verbrachte den Rest der Nacht auf dem Fußboden.

Dementsprechend tat ihr auch alles weh, als sie am Morgen aufwachte. Sogar in der Natur hatte sie besser geschlafen, sie würde die nächste Nacht wohl im Stall schlafen. Dort war das Stroh auf jeden Fall sauber und frisch. Oder dem Wirt ein paar Münzen in die Hand drücken, damit er eine neue Unterlage besorgte.

Vorsichtig richtete sie sich auf, streckte ihre Gliedmaßen von sich und machte einige Kniebeugen und etwas Gymnastik, um ihre steifen Muskeln aufzulockern. Dann spritzte sie sich einen Schwall Wasser ins Gesicht, schlüpfte in frische Wäsche und machte sich auf den Weg in die Gaststube, gefolgt von Nero.

"Guten Morgen" begrüßte sie die bereits anwesenden und bestellte dann Milch und Brot.

Modifié par Bellandyrs, 25 août 2010 - 09:40 .


#566
Aliens Crew

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„Ja, wir sehen uns dann, Rowan“, meinte Vernita noch, als die blonde Frau aufstand und die Taverne verließ. Nachdem sie verschwunden war, wandte sich die Elfe Miandra zu.
 
„Nun, das Treffen ist erst um die Mittagszeit, allerdings traue ich meinem alten Geschäftspartner auch nicht weiter, als ich meine Kurzschwerter werfen kann. Aus diesen Grund werde ich mich vorab etwas am Treffpunkt umsehen und zuvor auch noch die eine oder andere Besorgung machen, so dass ich ohnehin nicht die Zeit habe, um Euch zu Meister Wade zu begleiten. Aber bestellt ihm schöne Grüße von mir, und dankt auch Herren von mir für seine Hilfe und sein Verständnis.“ Bei den letzten Worten lag ein hämisches Grinsen auf Vernitas Gesicht.
 
Leanora kam die Treppe hinunter und gesellte sich zu den beiden Frauen, nachdem sie bei Wirt etwas bestellt hatte. Ihr Hund folgte ihr und setzte sich neben ihr auf den Boden.
 
„Guten Morgen. Ihr seht ziemlich fertig aus“, spöttelte Vernita und grinste wieder. „Habt Ihr schlecht geschlafen? Ich dachte nach dem Training von gestern würdet Ihr pennen wie eine Tote.“

Modifié par Aliens Crew, 26 août 2010 - 05:25 .


#567
Kaysallie

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Sie nickte auf Vernitas Aussage nur, und begann ihr Brot zu essen. Sie warf Leanora nur einen kurzen Blick zu, sagte jedoch nichts, sondern aß weiterhin ihr Frühstück. Als das erledigt war, stand sie auf und verließ die Taverne. Sie setze sich die Kapuze ihres dunklen Umhangs auf, und mischte sich unter die bereits beschäftigten Leute, doch deren Gespräche interessierten sie nicht. Zielstrebig ging sie den Weg, welchen sie tags zuvor einschlagen wollten, entlang, um zu der Schmiede von Wade zu gelangen, achtete jedoch stets unauffällig darauf, nicht verfolgt zu werden.

#568
Bellandyrs

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Leanora nahm dankend die Milch vom Wirt entgegen, sowie Brot und Käse.

"Wirt? Eine Bitte noch, könntet Ihr wohl so freundlich sein und die Unterlage im Bett wechseln? Gestern mußte ich mein Schlaf-Domizil mit Kakerlaken teilen..."



Der Wirt wurde knallrot und entschuldigte sich vielmals. Er versprach, sich um das Problem auf jeden Fall zu kümmern. Dann ging er zurück in die Küche.



Lea lächelte Vernita an.

"In der Tat, ich bin kaputt. Dank der Kakerlake hab ich auf dem Boden geschlafen, nennt mich verrückt oder verzogen, aber der Boden war wenigstens sauber. Und Nero hat es nichts ausgemacht in dem verlausten Bett zu schlafen."

Sie wollte mit der rechten Hand die Tasse heben, nahm aber dann die linke zur Hilfe.



"Meine Güte, dieser Säbel! So einen Muskelkater hatte ich schon lange nicht mehr" sagte sie entschuldigend und ließ sich dann ihr Frühstück schmecken.

#569
Guest_Juleiila_*

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Azoth lag noch immer wach im Bett, als es Morgen wurde. Er hatte die Nacht kein Auge zu gemacht, und besonders gut ging es ihm auch nicht. Er stand auf, zog sich frische Sachen an und danach seine Rüstung samt Umhang. Leise gähnte er noch einmal, bevor er sein Zimmer verließ.

Er ging die Treppen hinunter und setzte sich an einen Tisch. Kurz blickte er hinüber zu dem anderen, wo Vernita und Lea saßen, und er nickte Lea zu. Der Wirt kam, und nahm seine Bestellung für das Frühstück auf.

Ohne großen Hunger begann er zu Essen und zu trinken, als ihm sein Frühstück gebracht wurde.

#570
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„Ich dachte, Ihr mögt Haustiere. Jetzt habt Ihr schon eine eigene Kakerlakenzucht und beschwert Euch noch“, scherzte Vernita. „Vielleicht solltet Ihr Euch noch einen Trainer für dieses Insektenviehzeug holen, damit sie irgendwann auch „Männchen“ machen können.“
 
Die Elfe lachte laut, wobei sie mit der Faust auf die Tischplatte schlug, wodurch das ganze Möbelstück zu wackeln begann. Nachdem sie sich beruhigt hatte, fuhr sie wesentlich ernster fort. „Euer Muskelkater zeigt mir eigentlich nur, dass Ihr mehr trainieren müsst. Schlage vor, dass Ihr nach dem Essen etwas Krafttraining macht, bis ich wieder da bin. Vielleicht werdet Ihr anschließend dafür keine Zeit mehr haben. Außerdem ist dies das beste Mittel gegen Muskelkater.“
 
Vernita verspeiste ihr Frühstück in Windelseile, bevor sie aufstand. „Ihr entschuldigt mich. Ich mache mich jetzt auf dem Weg zum Treffpunkt. Wir sehen uns heute Nachmittag.“
 
Die Elfe nickte ihr noch einmal zu, bevor sie sich zu Gehen abwandte. Dabei bemerkte sie Azoth, der an einem der anderen Tische saß und sie scheinbar beobachtete. Er hatte wieder etwas Farbe im Gesicht und blutete auch nicht mehr. Er sah nur etwas übermüdet aus.
 
Vernita wunderte sich für einen Augenblick darüber, dass er sich nicht zu ihnen gesetzt hatte. Hatte er etwa Angst vor ihr? Bei dem Gedanken musste sie grinsen. Sie hob eine Augenbraue, um ihm zu zeigen, dass sie ihn gesehen hatte, bevor sie sich umdrehte und die Taverne verließ.

#571
Kaysallie

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„Willkommen, willkommen!“, begrüßte Herren Miandra freundlich, doch dann musterte er sie genauer, „Oh.. Ihr seid es..“

„Was ist los Herren?“, erklang eine Stimme, und Wade kam aus einem Hinterzimmer. „Ahh Ihr kommt die Rüstung abholen! Ich habe alles abgeändert, sodass sie Euch nun wie angegossen passen sollte. Ach ich hatte schon lange keinen solchen Spaß mehr! Los Ihr müsst sie sofort anprobieren!“

„Warum ich…“, seufzte Herren im Hintergrund und schüttelte den Kopf.

Miandra folgte Wade, welcher ihr die Rüstung gab, und sie alleine in dem Zimmer ließ, um sich umzuziehen. Wades Arbeit war wirklich meisterhaft, noch nie trug Miandra eine Rüstung die so perfekt passte, und das obwohl er nicht einmal Maß von ihr genommen hatte. Der Kerl musste ein fotografisches Gedächtnis haben.

Nachdem sie sich vollständig umgezogen hatte, begutachtete Wade sein Werk, „Perfekt! Perfekt! Herren siehst du das!?“, jubelte er voller Enthusiasmus.

Herren knallte einige Male mit dem Kopf an die Holzplatte der Theke und murmelte irgendetwas Unverständliches vor sich hin.

„Sagt Vernita, dass sie mir ruhig öfter einen Besuch abstatten kann. Aber sie soll nächstes Mal einige besondere Materialien mitbringen. Die Arbeit an diesen üblichen Rüstungen, wie Ihr sie an hattet, langweilt mich… Ich bin ein Künstler!“

Er begab sich zurück in das Hinterzimmer.

„Bitte geht! Sofort!“, flehte Herren sie an.

„Natürlich, und danke für Eure Gastfreundschaft, ich soll Euch von Vernita schön grüßen.“, erwiderte sie sarkastisch und verbeugte sich übertrieben vor ihm, bevor sie aus der Türe verschwand.

„Womit habe ich das nur verdient…“, konnte sie noch durch die Türe hören, bevor sie sich den Umhang um die Schulter warf, und mit der Kapuze vor den Augen, in den Menschenmassen Denerims, verschwand.


#572
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Vernita saß schon eine ganze Weile an einem Tisch auf einer Bank in der Taverne „Zum betrunkenen Keiler“. Dieses Haus war um einige Klassen besser eingerichtet, als die Spelunke, in der die Elfe und ihre Gefährten abgestiegen waren.
 
Auf den Tischen lagen Decken, die Stühle und Bänke waren gepolstert und der Boden wurde von einem Teppichboden bedeckt. In den Laternen an der Decke wie auch auf den Tischen befanden sich Duftkerzen, die ihren angenehmen Geruch im ganzen Raum verteilten. Und an verschiedenen Stellen standen Kübelpflanzen, welche die Gäste mit ihrer Schönheit erfreuten. Zudem waren die einzelnen Sitzgelegenheiten so angeordnet, dass man von den übrigen Gästen eigentlich überhaupt nicht gestört wurde. Der perfekte Ort für ein Treffen wie dieses. Öffentlich aber doch privat genug für wichtige Gespräche.
 
Vernita hatte sich ein Glas Wasser und eine Schale mit Obst bestellt, um wie ein normaler Gast zu wirken. Beides stand vor ihr, doch sie hatte das Obst bis jetzt noch nicht angerührt. Nur von dem Wasser hatte sie einen Schluck genommen. Viel zu überteuert empfand sie die Preise in dieser Taverne, doch sie war ja nicht zum Vergnügen hier.
 
Bevor sie sich in diesem Haus niedergelassen hatte, hatte sie es einer kompletten Untersuchung unterzogen. Sie kannte nun alle Ein- und Ausgänge, sowie alle anderen Fluchtmöglichkeiten. Ebenso die Seitengassen dieser Umgebung hatte sie sich angesehen, um im Notfall schnell untertauchen zu können, falls es erforderlich werden sollte. An strategisch wichtigen Punkten, hatte sie ein paar ihrer Sprengladungen versteckt, auf die sie nun schnell zugreifen konnte. Alles war vorbereitet. Ihr Kontaktmann konnte kommen.
 
Dieser ließ aber noch einige Zeit auf sich warten. Die Elfe hatte in der Zeit schon einiges von ihrer Obstschale vertilgt. Wenn sie schon soviel Geld dafür bezahlen musste, dann wollte sie das gute Zeug auch nicht verkommen lassen. Nachdem sie nach und nach die Hälfte davon gegessen hatte, tauchte ihr Kontaktmann schließlich auf. Er war ein großer, stämmiger Mann, dessen Kopf nur von wenigen , schwarzen Haaren bedeckt war. Er steuerte die Elfe direkt an und setzte sich ihr gegenüber an den Tisch.
 
„Ah, Lady Vernita“, begrüßte der Mann sie mit seiner ruhigen, sehr leise sprechenden Stimme. „Wie schön Euch wiederzusehen.“
 
„Meister Ignacio“, erwiderte diese ebenso freundlich und lächelte dabei. „Mir geht es ausgezeichnet. Und wie steht es bei Euch? Ich hoffe, Eure Geschäfte laufen noch so gut wie früher.“
 
„Ja, ich kann nicht klagen“, meinte der Mann nur mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen. „Aber kommen wir doch zum geschäftlichen Teil. Was kann ich für Euch tun? Weshalb wolltet Ihr mich sehen? Wollt Ihr etwa doch in meine Dienste treten? Es wäre mit eine Freude. Ihr seid wirklich talentiert.“
 
„Vielen Dank für die Blumen, Meister Ignacio. Aber deshalb bin ich nicht hier. Ich habe Euch vielmehr was mitgebracht.“
 
„Tatsächlich? Was ist es denn?“
 
„Das hier“, meinte die Elfe, griff neben sich und nahm eine geladene und gespannte Armbrust zur Hand, die sie bisher unter einem roten Tuch versteckt hatte. Diese richtete sie direkt auf die Brust ihres Gegenübers, bereit dem Mann den Bolzen direkt ins Herz zu schießen. „Wie Ihr seht, bin ich nicht ganz unvorbereitet hierher gekommen. Also lasst uns reden.“
 
„Ihr habt eine seltsame Art, Eure Freunde zu behandeln, Lady Vernita. Was soll das?“
 
„Ich habe keine Freunde unter den Krähen, Ignacio. Insbesondere nicht mehr, seit Eure Freundin Raswenjá versucht hat, mich umzubringen. Das hat meiner Beziehung zu Eurer Organisation nicht gerade gut getan.“
 
„Ihr seid Raswenjá begegnet?“
 
„Zuerst nur ihren Männern und später auch ihr selbst. Und sie war nicht sehr glücklich, mich zu sehen.“ Ein hinterhältiges Grinsen legte sich auf das Gesicht der Elfe. „Als ich dann weiterzog, war sie aber wieder ganz friedlich.“
 
„Verstehe. Dann wisst Ihr wahrscheinlich gar nicht, dass Raswenjá keine Krähe mehr ist.“
 
„War ist das richtige Wort. Aber glaubt Ihr wirklich, dass ich Euch diesen Scheiß abkaufe? Krähe ist man bis zum Tod, ob man will oder nicht. Wer gehen will, der wird von seinen eigenen Leuten umgebracht. Denkt Ihr etwa, ich wüsste das nicht? Also, warum sollte ich Euch abkaufen, dass Raswenjá keine Krähe mehr war, als ich sie getötet habe.“
 
„Die Krähen befinden sich gerade im Umbruch“, berichtete Meister Ignacio weiterhin ruhig. Er hatte schon des öfteren eine Waffe in seinem Gesicht gehabt. Deswegen geriet er noch lange nicht in Panik. „Einige von uns denken, es wäre an der Zeit auch außerhalb Antivas in die Politik der Länder einzugreifen, um unsere Macht auf ganz Thedas auszuweiten. Doch es gibt viele von uns, die so wie ich dagegen sind. Wir haben versucht diesen Leuten klar zu machen, dass wir hier nicht in Antiva sind. Das Volk in Ferelden ist viel zu freiheitsliebend, als dass es gestatten würde, dass wir die Kontrolle über dieses Land übernehmen könnten. Diese Meinungsverschiedenheit wurde zu einem Streit, und schließlich kam zu einer Spaltung innerhalb der Krähen. Und nun bin ich hier, um zu beobachten, was diese Splittergruppe hier in Ferelden vorhat.“
 
„Das ist ja noch besser, als ich gedacht habe“, grinste Vernita zufrieden. „Nun schickt noch Eure Leute fort, dann lege ich die Armbrust zur Seite, und wir können uns in Ruhe über alles unterhalten.“
 
„Meine...meine Leute? „Was..“
 
„Haltet mich nicht für dämlich, Ignacio.“ Das Grinsen der Elfe verschwand und sie starrte ihn böse an. „Ich rede von den dreien an dem Tisch neben uns. Und von den beiden an der Theke, sowie dem einen, der als Rausschmeißer getarnt an der Tür steht. Schickt sie weg, oder ich töte erst Euch und dann sie.“
 
„Falls Ihr das überlebt, Vernita.“
 
„Das werdet Ihr aber niemals erfahren.“
 
„Na, gut. Wie Ihr wollt. Ihr habt gewonnen. Aber nur der alten Zeiten wegen. Ich schulde Euch noch einen Gefallen, und ich hasse es, anderen etwas zu schulden.“
 
Meister Ignacio winkte den anderen zu. Die drei an dem Tisch nickten kurz, standen auf und verließen die Taverne. Der Mann an der Tür folgte ihnen. Und auch die beiden an der Theke verschwanden sogleich durch einen der Seitenausgänge.
 
„So, dann können wir ja jetzt in Ruhe über alles reden“, bemerkte Vernita grinsend, legte die Armbrust zur Seite und sah ihr Gegenüber erwartungsvoll an.

#573
viento2

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Rowan blickte auf den Mann vor sich. Er lief in einigem Abstand vor ihr durch eine belebte Gasse in Denerim. Er hatte sich in teuren Samt gehüllt und sein langes, schwarzes Haar wurde von einer samtenen Kappe verdeckt. An seiner rechten Hüfte schwang ein reich verzierter Säbel. Rowan fragte sich, ob diese Waffe schon je einen Kampf gesehen und Blut geleckt hatte, doch sie bezweifelte es.

Zügig schritt er vor ihr aus. Er war nicht oft in diesem Teil von Denerim, dass sah man ihm an. Zwischendurch musste er mehrfach anhalten und sich orientieren, bevor er weiter ging. Die beiden Männer an seiner Seite wichen dabei keinen Schritt von ihm. Sie waren schwer gerüstet und mit Hellebarden gewaffnet. Das Metall ihrer Rüstungen klapperte bei jedem ihrer Schritte.

Sie musste schmunzeln, als sie den dreien durch die Menge folgte. Ein reicher Schnösel, der sich mit zwei Söldnern an seiner Seite zu beschützen versuchte. Gegen einen Angriff aus dem Hinterhalt wäre er mit den beiden Männern schnell im Nachteil. Bevor sie es auch nur schaffen würden, ihre schwere Waffe zu erheben, hätte ihr Auftraggeber längst einen Pfeil in seinem hübschen Hals stecken.

Unauffällig folgte sie den Männern weiter. Sie verließen den belebten Teil von Denerim und näherten sich langsam dem Viertel der gewöhnlichen Arbeiter und Angestellten. Was so einer wie der Schwarzhaarige wohl hier wollte? Doch Rowan interessierte es nicht wirklich. Sie hatte wichtigeres, um dass sie sich nun kümmern musste.

Nach zwei weiteren Querstraßen, konnte Rowan nicht mehr in der Menge untertauchen und nutzte den Schatten der Häuser, um den Männern ungesehen zu folgen. Ihre Augen blieben dabei stets wachsam auf ihre Umgebung gerichtet. Der Schwarzhaarige bog in eine schmale Seitengasse ein und man konnte seinen beiden Wachen ansehen, dass diese von Minuten zu Minute nervöser wurden. Rowan würde sie mit Leichtigkeit erledigen können und sich danach ihrem Herrn widmen. Sie schüttelte ihren Kopf. Wie konnte man nur so Leichtsinnig sein? Manchmal schien es, als ob Reichtum den Leuten ihren Verstand vernebeln würde.

Der Schwarzhaarige blieb vor einer schmucklosen Tür stehen und schaute sich nach allen Seiten um. Dabei drehte er den Kopf in die Richtung, in der sie sich in einem Türeingang verborgen hatte. Seine Augen schienen kurz bei ihr zu verweilen, doch dann wandte er sich wieder ab. Rowans Puls beschleunigte sich leicht. Wieder musste sie schmunzeln.

Der Mann klopfte an und nach kurzer Zeit wurde die Tür einen Spalt geöffnet. In seiner Hand befand sich ein kleiner Lederbeutel, den er durch den Spalt nach innen reichte. Dann wurde die Tür wieder geschlossen. Nach mehreren Minuten, in denen der Schwarzhaarige unruhig von einem auf das andere Bein trat, ging die Tür wieder auf und ein kleiner Umschlag wurde hinausgereicht, den er entgegen nahm und hastig in sein Wams steckte. Nervös sah er sich zu beiden Seiten um und trat dann von der Tür weg.

Rowan beobachtete in der Zwischenzeit aufmerksam die Umgebung, doch es blieb alles ruhig. Sie wartete ab, bis sich der Mann wieder auf den Rückweg machte und folgte ihnen weiter. Er schaute die ganze Zeit über nervös von einer Seite zur anderen. Selbst einem Blinden würde auffallen, dass er etwas zu verbergen hatte. Rowan wurde langsam ebenfalls nervös. Ihr Körper war bis auf das Äußerste angespannt, während sie den drei Männern durch die Straßen folgte.

Im mittlerweile wieder dichteren Gedrängel war es schwieriger, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Doch hier konnte sie viel besser untertauchen und ungesehen bleiben. Bald kamen sie in reichere Gebiete der Stadt. Die Straßen wurden leerer und einige Kutschen bahnten sich den Weg über das Pflaster. Rowan sah an der Körperhaltung des Mannes, dass er sich langsam entspannte und unaufmerksamer wurde. Er hatte sein Ziel fast erreicht. Nun war der Moment am günstigsten, um zu zuschlagen und Rowans Nerven waren zum zerreißen gespannt. Sie war bereit, jeden Moment loszustürmen.

Plötzlich blieb er abrupt stehen und wandte sich nach rechts um. Vor ihm wurde ein Tor von einem Bediensteten geöffnet und er trat mit seinen Leibwächtern hindurch. Das Tor wurde wieder geschlossen und die drei verschwanden hinter einigen Zierbüschen aus Rowans Blickfeld. Sie grinste und überlegte, was sie als nächstes tun sollte. Den direkten Weg hatte sie in solchen Situationen nie bevorzugt und so schlich sie sich an dem Zaum entlang um das Haus herum. Sie konnte immer wieder Wachen erkennen, die im Garten und im Hof davor patroullierten. Ungesehen erreichte sie die Rückseite des Hauses. Dort führte der Zaun direkt an der Hauswand entlang. Geschickt schwang sich Rowan über den Zaun hinüber auf einen Fenstersims. Die Vorhänge waren zu ihrem Vorteil auf dieser Seite komplett geschlossen und man würde sie von innen nicht sehen können. Rowan wusste, wo ihr Ziel lag. Sie schwang sich in den zweiten Stock und blieb auf dem Sims neben einem Fenster stehen. Die Verriegelung aufzubekommen, war eine Leichtigkeit für sie. Nach wenigen Atemzügen schwang das Fenster lautlos auf und sie landete ungehört im Zimmer.

Zu beiden Seiten des Fensters hingen schwere, rote Vorhänge und weiche Teppiche dämpften ihre Schritte. Für ihren Geschmack war das Zimmer viel zu übertrieben ausgestattet. Goldene Verzierungen und allerlei Tand zeugten vom Reichtum des Besitzers.

Sie schlich auf einen ausladenden Stuhl zu, auf dem der Schwarzhaarige mit dem Rücken zu ihr saß und dem Anschein nach in etwas auf seinem Schoß vertieft war. Nachdem sie heran getreten war, beugte sie sich über die rechte Schulter des Mannes und blies ihm Luft in sein Ohr. Er zuckte kurz zusammen, bevor sich ein Grinsen über sein Gesicht zog.

„Ich hätte wissen müssen, dass du über diesen Weg kommst.“

Er drehte sich zu ihr um und wieder einmal war Rowan von seinem Antlitz überwältigt. Seine blauen Augen standen im Kontrast zu seinem dunklen Haar und hatten eine Tiefe, die es schwer machte, sich seinem Blick zu entziehen.

„Und was genau ist der Grund, weswegen du mich in meinem Schlafgemach besuchst?“

Er fasste sie um die Hüften und zog sie zu sich auf den Stuhl. Rowan ließ es mit einem halbherzigen Abwehrversuch geschehen.

„Du hast deine Sicherheitsvorrichtungen immer noch nicht verbessert, so wie ich es dir das letzte Mal vorgeschlagen hab. Du solltest es wirklich besser wissen und nicht so unvorsichtig sein.“

Er beugte sich zu ihr herunter bis sich ihre Nasenspitzen fast berührten.

„Was kann ich schon gegen so eine Meisterin wie dich ausrichten?“

Seine Lippen näherten sich den ihren und sie konnte seinen warmen Atem auf ihrer Haut fühlen.

Im letzten Moment wand sie sich aus seinem Griff und stand auf.

„Du weißt, weshalb ich gekommen bin. Also lass es uns nicht unnötig in die Länge ziehen.“

Ihr Gesicht hatte einen verkniffenen und ernsten Ausdruck angenommen. Und auch seins verzog sich augenblicklich.

„Pff….na schön. Du willst also die Rolle der eiskalten Geschäftsfrau durchziehen? Wie du willst. Hier….“ Er zog einen kleinen Lederbeutel aus seinem Wams und hielt ihn ihr hin. „Es war mir wie immer eine Freude mit euch Geschäfte zu machen, Mylady.“ Ein ironisches Grinsen schlich sich auf seinen Lippen.

Rowan nahm den Beutel entgegen und trat wieder ans Fenster.

„Wenn du wirklich wert, auf deine Sicherheit legst, dann solltest du in Zukunft vorsichtiger werden.“

Sie zog sich auf den Sims.

„Und du meine Liebe, solltest dir nochmal überlegen, ob du mein anderes Angebot nicht doch annehmen möchtest. Wir hatten damals eine schönes Zeit zusammen und es könnte wieder so sein.“

Rowan zögerte kurz, dann schwang sie sich herunter und verschwand.


#574
Kaysallie

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Als sie durch die Menschenmassen ging, war ihr Blick oft zu Boden gerichtet. Immer wieder konnte sie die Stimmen verschiedenster Leute ausmachen. Meistens schrien die Händler, um Kunden anzulocken, indem sie meinten wie außergewöhnlich und billig ihre Waren seien. Sie hörte Stimmen junger Frauen, alter Männer, weinende Kleinkinder, denen der Stress am Markt zu viel war. Sowie ein Lachen. Ein sorgenfreies, glückliches, so unscheinbares und reines Lachen.

Miandra blieb neben einem aufgebauten Obststand stehen und blickte in die Richtung, aus welcher sie das Gekicher zu vernehmen glaubte. Sie sah einen großen Brunnen, welcher die Stadt schmückte. Rund um den Brunnen waren einige Bäume eingepflanzt, bei denen man glaubte, dass sie aus dem gepflasterten Boden hervor wuchsen. Oftmals konnte man dort bestimmt zwitschernde Vögel beobachten, die sich in dem Wasser badeten. Doch nicht in diesem Moment.

Ein junges Mädchen, und ein etwas älterer Junge standen bei dem Brunnen, und planschten mit ihren kleinen Händen in dem Wasser. Das Mädchen, bestimmt erst acht Jahre jung, umklammerte mit ihrer linken Hand einen braunen Stoffbären. Eines seiner Knopfaugen fehlte, und er war ziemlich schmutzig, bestimmt auch schon von Flöhen zerfressen. Er schleifte am Boden, aber das Mädchen würde ihn wohl niemals loslassen, auch wenn sie gerade die andere Hand in das Wasser gesteckt hatte. Ihre extrem hellblonden Haare, und ihre weiße Haut waren bereits klatschnass, ebenso wie das schmutzige blaue Kleid das sie trug. Nein, dies war bestimmt kein reiches Kind. Der Junge kam dem Mädchen fast gleich. Er war bestimmt um die drei Jahre älter, trug eine nasse braune und verdreckte Hose, sowie ein beiges nasses Hemd. Immer wieder bespritzten sich die beiden gegenseitig mit dem kalten Wasser, und lachten. Der Junge begann am Rand des Brunnens zu balancieren, und das Mädchen spielte mit dem Stoffbär, redete mit ihm, als sei er lebendig und ihr Freund.

Miandra blieb, wie gebannt von dem Anblick, neben dem Stand stehen, und beobachtete die beiden aus der Ferne. Ein nahezu wehmütiges Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, und der Moment schien für sie zeitlos zu sein.

Sie schienen so unbeschadet, frei und ahnungslos über das Leben zu sein. Reine und glückliche Kinderseelen, die keine Probleme hatten, nicht wussten, was noch auf sie zukommen würde.

Eine blonde Frau, die einen großen Korb, gefüllt mit Lebensmitteln, am Rücken trug, kam auf den Brunnen zu, und die zwei Kinder liefen der Dame mit einem strahlenden Lächeln, welches die Frau erwiderte, entgegen. Sie trug zwei knallrote Äpfel in der Hand, welche sie an die Kinder weiterreichte. Die beiden Kinder begannen sofort damit die Äpfel zu essen, wobei dem Mädchen der Bär beinahe aus der Hand rutschte. Doch die scheinbare Mutter nahm ihr das Stofftier aus der Hand, sodass die Kleine besser essen konnte, nahm sie an der Hand, und verschwand, gefolgt von dem übermütigen Jungen, in einer Seitengasse.

Miandra seufzte, und wandte den Blick von dem Brunnen ab, und verschwand nachdenklich in der Menschenmasse. Nur wenige Abbiegungen später, fand sie sich vor der Taverne wider, und betrat diese ohne zu zögern.


#575
MeisterGamer

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Hennrik schreckte hoch . Er saß noch immer in seinem Lehnsessel , anscheinend war er schonwieder eingeschlafen . Er verspürte Hunger , also machte er sich auf den Weg in den Schankraum . Drunten saß Lian und war am Essen .



Hennrik setzte sich dazu . " Einen guten Morgen Lian , ich hoffe doch , ich störe nicht " , lachte er und entzündete sich eine Pfeife guten Langrundblattes .