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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#801
viento2

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Sie gingen im Gänsemarsch zurück zur Taverne. Rowan voran, dahinter Sareth und Vernita bildete den Abschluss. Keiner sprach ein Wort.

Rowan stieß die Tür zur Taverne auf und betrat den Schankraum. Hennrik saß in einer Ecke und schnarchte. An einem anderen Tisch saß eine junge Frau mit einem Mädchen beim Frühstück. Sie wartete, bis auch Sareth und Vernita eingetreten waren.

„Wo sind Miandra und dieser Elf?“ Wandte sie sich an Vernita.

„Ihr wolltet doch mit uns besprechen, wie es weiter gehen soll.“

#802
Aliens Crew

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„Ich habe nicht die geringste Ahnung, Rowan“, erwiderte die Elfe knapp. „Aber wir sollten unbedingt auf sie warten. Fragen wir doch Leanora. Vielleicht weiß sie, wo die beiden sind.“
 
Die Elfe durchquerte den Raum, bis sie die Frau und das Mädchen erreicht hatte. „Entschuldigt unsere Verspätung, Leanora. Wir wurden...aufgehalten.“
 
Bei ihren Worten warf sie einen flüchtigen Blick auf Sareth. „Wisst ihr vielleicht, wo sich Miandra und Lian aufhalten. Ich würde nämlich gern endlich unsere weiteren Schritte planen.“

 

#803
Bellandyrs

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Lea blickte auf, als die drei in den Schankraum kamen.

"Vernita! Guten Morgen! Hier steckt Ihr also... und ich dachte, Ihr liegt noch seelig süss in den Federn. Ja, eine bessere Gelegenheit wird kaum kommen, dass Ihr uns erzählt was Ihr gestern in Erfahrung gebracht habt, der Wirt ist gerade zum Markt. Soweit ich weiß sind Azoth und Miandra in die Stadt gegangen, zumindest hat mir das der Wirt zuvor noch gesagt."

Sie blickte die andern beiden an. Zur Frau gewandt sagte sie:
"Verratet Ihr mir heute Euren Namen? Gestern wart Ihr etwas abgelenkt. Ich bin Leanora, schön Euch kennenzulernen. "
Den Mann sah sie etwas verunsichert an. Er kam ihr auch bekannt vor. War er gestern nicht im Schankraum? Aber es war da schon zu spät um sich an Einzelheiten erinnern zu können.

Modifié par Bellandyrs, 08 septembre 2010 - 08:07 .


#804
viento2

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Rowan sah die Frau verwundert an. Gehörte sie auch zur Gruppe? Warum war sie ihr bisher nicht aufgefallen?

"Mein Name ist Rowan."

#805
Aliens Crew

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„Nun, dann sollten wir wohl auf die beiden warten“, erwiderte die Elfe und setzte sich an den Tisch. „Und keine Panik wegen dem Wirt. Sollte er bis dahin auch wieder hier sein, dann gehen wir halt in mein Zimmer.“
 

#806
Kaysallie

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Miandra zitterte am gesamten Körper vor Angst, wehrte sich jedoch nicht. Es würde nichts bringen, sie waren angekettet, trugen keine Rüstung, keine Waffen und waren in der Unterzahl. Sie zuckte zusammen, als sie sah wie die Keule mit voller Wucht gegen Azoths Bein krachte.

„Oh hast Du etwa Angst, Püppchen?“, sagte einer der Männer, der Miandra am Oberarm festhielt, mit einem nahezu animalischen Grinsen.

Miandra sagte nichts, sondern blickte weiterhin zu Azoth.

In der Zwischenzeit wurden die Ketten, welche an den Mauerwänden befestigt waren, geöffnet, die an den Bein- und Armgelenken blieben jedoch bestehen.

„Na hoffentlich werdet ihr beide bald redseliger.“, fügte der Wärter hinzu, und zog Miandra ruckartig mit sich mit, sodass sie beinahe umfiel, aufgrund der Ketten an den Füßen.

Sie zerrten die beiden aus der Zelle, immer näher in die Richtung der Holztür, und betraten den nächsten Raum.
Lange Ketten und Seile hingen von den hohen Wänden. Riesige Fässer, standen in den Ecken. Streckbänke füllten den Raum, sowie einige andere Foltergegenstände, von denen Miandra noch nie etwas gehört hatte, jedoch nur ahnen konnte, wie sie eingesetzt werden würden. Alles war blutverschmiert, und Sauberkeit, war hier wohl ein Fremdwort.

Die Wärter zogen sie weiter in den Raum hinein, und schlossen die Türe mit einem lauten Knall, der, in diesem Raum des Todes und der Qual, widerhallte. Miandra erspähte eine Tür, welche ebenfalls geschlossen war. Dies der Ausgang... oder eher eine weitere Tür, in diesem großen Labyrinth.

Sie blieben in der Mitte des Raumes stehen.

„Also passt jetzt gut auf!“, begann der Wärter, der Miandra mit festem Griff am Oberarm festhielt, sodass sich sein Panzerhandschuh leicht in ihre Haut bohrte. Er zeigte auf eine Art Schraubzwinge, die an einem Holztisch befestigt war, „Dort könnten wir Deinen hübschen Kopf einspannen, und so lange schrauben, bis er wie eine Weintraube aufplatzt!“, er zeigte auf eines der Fässer in den Ecken, „Dort drüben könnten wir Dich so lange Kopfüber ins Wasser eintauchen, bis Du erstickst! Oder..“, er nahm ein Messer von einem der Tische, neben welchen er stand, „Oder, wir schneiden Dir langsam zarte Schnitte in deinen hübschen Körper, und ziehen dir die Haut ab!“, er hielt ihr das Messer an die Kehle.

Miandra blieb regungslos stehen. Sie wusste, er würde ihnen alle Foltermöglichkeiten, die sie zur Verfügung hatten, vorstellen, in der Hoffnung, sie würden so gleich ein Geständnis, oder Namen erhalten, ohne sich erst die Mühe machen zu müssen, sie auf irgendeines der Geräte zu spannen.

Einer der Wärter, der Azoth festhielt, zog ihn ebenfalls näher an den Tisch, auf welchem alle möglichen Foltergegenstände lagen. Er griff nach einer Art Walze, die mit Eisendornen übersät war, „Wir könnten, Dir auch mit diesem wunderschönen gespickten Hasen über die Brust rollen… oder wir peitschen Dich aus, bis Du verblutest… oder spannen Dich in der Steckbank ein, und ziehen so lange daran, bis Dir jedes deiner Glieder ausreist... oder wir stellen Gewichte auf Deinen Körper, bis Dein Brustkorb bricht... oder wir jagen dir Nägel in deine Hände und Beine... oder verbrennen deine Füße… oder schneiden Dir deine Ohren ab!“

„Ihr werdet kein Geständnis von uns erhalten, da wir nichts mit der Sache zu tun haben.“, unterbrach Miandra, blickte jedoch gegen eine Wand. Ihre Stimme zitterte leicht, doch sie versuchte es trotzdem. Was hatte sie noch zu verlieren?

Die Wärter begannen zu lachen.

„Also schön, wenn ihr beide es unbedingt auf die harte Tour wollt!“, er zerrte Miandra mit sich und blieb vor der Streckbank stehen, und zeigte mit dem Messer in die Richtung einiger Ketten die an der Wand befestigt waren, „Fesselt den Elf dort drüben, er darf vorerst zusehen.“

Modifié par Kaysallie, 08 septembre 2010 - 08:18 .


#807
SickOfItAll

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"Leanora , entschuldigt , wenn ich euch unterbreche , aber wir wollten einen Trainingskampf machen . Wann wollen wir ?"  fragte Lydia etwas ungeduldig .

#808
Bellandyrs

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"Das kommt ganz darauf an, was die Besprechung hernach ergibt. Erst dann können wir unseren restlichen Tagesablauf planen", erwiderte Leanora zu Lydia gewandt. "Keine Sorge, ich habe es nicht vergessen, und wir werden noch trainieren, das verspreche ich Dir."



Dann blickte sie Vernita an. "Ja, Ihr habt Recht, es ist sicher besser, wenn wir auf die beiden warten, dann müßt Ihr nicht alles doppelt erzählen. Gespannt bin ich trotzdem", lächelte sie.



Leanora nahm sich einen Apfel aus der Obstschale, polierte ihn etwas umständlich an ihrem Pulli und biss dann kraftvoll hinein. Sie ließ auch noch einiges Fruchtfleisch am Gehäuse übrig, den Rest davon würde sie später Donas geben.



"Mir fällt gerade ein, Vernita, was ich Euch noch fragen wollte. Ich muß irgendwie noch zur Schatzkammer der Stadt, denn soweit ich weiß haben dort meine Eltern ihre Finanzen und Wertgegenstände deponiert. Ich muß mir einen Überblick über den Nachlaß verschaffen. Ich bin mir nur nicht im Klaren, ob es sicher ist, wenn ich dort auftauche, oder ob ich uns damit eher in Gefahr bringe?"



Außerdem wurde Donas langsam unausstehlich, das lange Stehen auf einem Fleck ohne Bewegung tat dem sonst so lebhaften Hengst nicht gerade gut. Er war so übellaunig, dass er gestern sogar nach Leanora geschnappt hatte, ein Ausritt würde zwar Abhilfe schaffen, aber auch hier getraute sie sich nicht, einfach die Stadt zu verlassen.



Während sie vor sich hingrübelte und auf eine Antwort von Vernita wartete, kam der Wirt zurück. Auf seiner Stirn hatten sich Schweißperlen angesammelt, und seine Körbe quollen über mit frischen Lebensmitteln.



"Aahhh. Guten Morgen die Damen! Ich komme gerade vom Markt, ich rate Euch, geht heute nicht in die Stadt. Es geht zu wie in einem Taubenschlag, es wird gemunkelt, dass eine Frau und ein Elf festgenommen wurden. Angeblich wegen Mord am helllichten Tag. Das muß man sich mal vorstellen! In unserer beschaulichen Stadt, mitten am Tag..." Kopfschüttelnd ging er hinter den Tresen, dabei eifrig weiter murmelnd.

"... frische Eier hab ich so gerade noch gekriegt, also möchte jemand Rührei mit Speck?" Nebenher räumte er die Sachen ein oder legte sie in dafür vorgesehene Behälter.

"... dreissig Leute der Stadtwache sollen die beiden aus einem Geschäft .... eine Anwohnerin hatte den Mord wohl gesehen... ah, der Wein hat hier noch Platz. ... nach Fort Drakon... Verdammt Joseph, ich sagte doch die Milch wieder in die Kühlung! ... werden sicher gehängt. Bei Mord ist gar nichts anderes möglich! ... Natürlich den Salat erst waschen, dann klein pflücken! Muß man Dir wirklich alles erklären! ... Ich war übrigens in einer Polsterei und habe neue Matratzen auch für die anderen Zimmer in Auftrag gegeben."

Der Wirt tauchte wieder hinter dem Tresen auf, nachdem er zwischen Küche, Speisekammer und Theke hin und her gewuselt war. Dann tupfte er sich mit einem Tuch den Schweiß von der Stirn und blickte in die Runde.



"Wie dem auch sei, jedenfalls ist ganz Denerim aufgescheucht. Jeder will etwas gehört und gesehen haben. Wer weiß, was davon wahr ist. Zum Abendessen hab ich frisches Schweine-Filet mitgebracht, und dazu gibt es .. na da laß ich mir noch was einfallen. Einen schönen Tag, die Herrschaften!"

Er nahm eine Blechschüssel, warf ein paar Innereien hinein und stellte sie Nero vor die Nase.

"Hier, sollst ja nicht leben wie ein Hund, nicht wahr?" dabei lachte er schallend und verzog sich wieder in die Küche, wo er seinen Helfer, Joseph, weiter zusammen stauchte.



Lea blickte ihm mit offenem Mund nach.

"Ich glaube, das mit dem Besuch in der Stadt hat sich damit wohl erledigt... wenn soviele Leute unterwegs sind?"

#809
viento2

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Rowan hatte sich zu Lea gesetzt, als der Wirt die Tür hinein kam. Als sie hörte was er zu erzählen hatte, weiteten sich ihre Augen vor Schrecken. Sie schaute zu Vernita herüber und sah in ihren den gleichen Verdacht.

„Eine Frau und ein Elf, die dabei gesehen wurde, wie sie einen Mord in Denerim begangen haben. Das kann doch kein Zufall sein.“

Sie schlug mit der Faust auf den Tisch und sprach flüsternd weiter.

„Verdammt, ich habe mir gleich gedacht, dass das schief gehen würde. Dieser verfluchte Elf!“

Zornig blickte sie die Elfe ihr gegenüber an.

„Ihr denkt das gleiche wie ich, oder? Miandra und dieser Schnösel stecken in Schwierigkeiten.“


#810
SickOfItAll

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" Moment . Ihr denkt , sie wurden gefangen genommen ? Wegen Mordes ? " Lydia machte große Augen . Sie wurden also gesucht .



Das gefiel ihr ! Jagt und Flucht , unentdeckt im Schatten herumschleichen . " Was werden wir tun ? Werden wir sie befreien ? Und wenn ja , dürfte ich mitkommen und euch Helfen ? Ich bin sicher , das ich euch helfen kann " sagte sie neugierig .

#811
viento2

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Rowan wandte sich ärgerlich zu dem Mädchen um, das gerade gesprochen hatte.

„Du wirst ganz sicher nicht mit uns kommen, dazu bist du noch viel zu jung!“

Sie sah Vernita an, bevor sie weiter sprach.

„Woher kommt dieses Kind? Bitte sagt mir nicht, dass ihr es in unsere Gruppe aufgenommen habt!“

Modifié par viento2, 09 septembre 2010 - 02:53 .


#812
SickOfItAll

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" Ihr könnt auch mit mir sprechen . Ich bin Lydia und ja , ich darf mit euch reisen ! Wenn ihr etwas dagegen habt oder denkt es sei zu gefährlich für mich , dann sage ich euch jetzt , das ich schon alleine ohne Hilfe durch ganz Ferelden gereist bin ! Wenn ihr nicht glaubt , das ich mich wehren kann , wir können gerne ein kleines Duell austragen . Wer zuerst zu Boden geht verliet . " Sie lächelte . " Wie wäre das ? "



Sie verschränkte die Arme . " Ich kann auch geren wieder alleine reisen , auch wenn ich es schade fände . Ich mag euch " grinste sie .


#813
viento2

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Rowan schnaufte abfällig.

„Du bist noch ein Kind. Wieso sollte ich mich mit dir duellieren? Außerdem haben wir im Moment wichtigeres zu tun.“

An die anderen gewandt sagte sie: „Wir sollten zuerst sicher gehen, ob es sich bei den beiden wirklich um unsere Gefährten handelt, bevor wir etwas unternehmen.“

#814
Bellandyrs

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Lea hörte Rowan zu, ihr Mund war noch immer offen. Diesesmal aber vor Entsetzen.



"Rowan, Ihr glaubt, Miandra und Azoth sind das? Wieso denn das? Was haben die beiden ausgefressen? Wenn sie es sind müssen wir sie da raus holen!"

Sie wurde rot, als sie das sagte. Ausgerechnet sie, die scheue Leanora, mehr Angst als sonst etwas vor allem und jedem, meinte die Gefährten befreien zu wollen. Aber wie? Sie biss sich unschlüssig auf die Lippen und trommelte nervös mit ihren Fingern auf dem Tisch.

#815
viento2

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„Ähm, es gab da einen kleinen Zwischenfall in der Nähe des Marktplatzes, an dem auch Vernita, Hennrik und ich beteiligt waren. Ich fürchte, wir werden auch gesucht, wenn es sich wirklich darum handelt. Und Miandra und ….Azoth?....sind schließlich auch wie ihr sagtet in die Stadt gegangen.“

Unbehaglich rutschte sie auf ihrem Sitz hin und her.

„Was genau vorgefallen ist, wäre jetzt zu aufwendig zu erklären und ihr solltet diesbezüglich lieber Miandra fragen....“ leise fügte sie hinzu: „...sofern wir sie lebend da raus bekommen.“

#816
Bellandyrs

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Mitten in der Bewegung hielt sie inne, das Klopfen mit den Fingern hatte sie bei Rowans Worten sofort eingestellt. Dafür nahm ihre Gesichtsfarbe den ungesunden Farbton der Wand an.

Sie beugte sich etwas näher zu Rowan und flüsterte ihr zu:

"Wollt Ihr etwa andeuten, dass dieser Zwischenfall ein Mord war?"



Ihr Puls beschleunigte sich. Dass Vernita oder Miandra nicht zimperlich waren, war ihr bereits während ihrer Reise bewußt geworden. Aber Mord? Lea schluckte, und grübelte. Im Prinzip verurteilte sie Gewalt über alle Maßen, und Mord war wirklich mit Abstand das schlimmste was sie sich vorstellen konnte. Aber Azoth war ein liebenswerter Mann. Sie traute ihm nicht zu, dass er kaltblütig jemand ermorden würde. Es sei denn, aus Notwehr, oder weil er seine Freunde beschützen wollte. Bei Miandra war sie sich nicht so sicher, aber auch sie würde gewußt haben, dass sie kein Aufsehen erregen sollten.



Vorsichtig blickte sie Vernita an, die sich beherrschen mußte. Rowan wirkte ähnlich verärgert, Lydia ungeduldig. Und Lea rutschte das Herz in die Hosentaschen. War sie etwa mit einer Bande Mörder unterwegs? Konnte sie ihnen überhaupt vertrauen? Andererseits hatten Vernita und Azoth sie aus der Flammenhölle zu Hause befreit und gerettet. Nervös rutschte sie auf ihrem Platz hin und her. Was sollte sie nur tun? Mithelfen, die Entführung der Kinder mit aufzudecken würde automatisch bedeuten, den Leuten hier vertrauen zu müssen - zumindest ein Stück weit. Und das würde auch beinhalten, dass sie Azoth und Miandra aus Fort Draken holen mußten. Somit machte sie sich auch strafbar.



Sie schnappte nach Luft, als ihr die ganze Tragweite bewußt wurde. Sie würde keine Wachen töten, soviel war sicher. Es mußte eine andere Lösung geben, die beiden da raus zu holen.

"Wenn sie es wirklich sind, glaubt Ihr, ob wir sie frei kaufen können? Verdammt, ich muß wirklich zur Schatzkammer."

#817
viento2

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„Frei kaufen? Bei Mord? Ich denke nicht, dass das etwas bringen wird. Vor allem nicht, wenn drei der Gesuchten noch auf freiem Fuß sind. Wollt ihr euch unsere Immunität gleich mit erkaufen?“

Rowan schüttelte den Kopf und setzte eine grimmige Miene auf.

„Ich fürchte hier hilft nur der harte Weg. Doch die Frage ist, wie wir es anstellen. Hennrik, Vernita und ich sollten uns nicht in der Nähe erwischen lassen.“

Sie schaute Lea an.

„Ihr jedoch seid ihnen unbekannt. Und auch Sareth hat nichts mit der Sache zu tun. Bevor ihr zustimmt, solltet ihr allerdings sicher sein, dass ihr das auch wirklich machen wollt. Noch könnt ihr unbehelligt aussteigen.“

#818
Bellandyrs

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Wenn es möglich war, wurde Lea noch eine Spur bleicher. Ihr Teint erinnerte nun nicht mehr an den beigen Farbton der schäbigen Taverne - eher einer frisch getünchten Hausmauer. Sie hatte das Gefühl, in einem schlechten Traum zu sein, wo sie jederzeit aufwachen konnte.



Aber der giftige Blick Vernitas sagte mehr als tausend Worte. Man konnte der herrischen Elfe direkt ansehen, wie ihr Gehirn im Moment auf Hochtouren arbeitete, aber erst etwas sagen würde, wenn sie auch wirklich einen Ansatzpunkt hatte. Dennoch paßte ihr es anscheinend nicht, dass Rowan und Leanora sich darüber unterhielten. Auch Sareth bekam beinahe tödliche Blicke ab.



Lea ließ sich davon weniger beirren. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis. Sollte sie ihre Sachen packen, ihre Gefährten im Stich lassen, und das Schicksal der Kinder in andere Hände legen? Einfach ihre Reichtümer zusammen packen, auf Donas schwingen und weg reiten? Kaum merklich schüttelte sie den Kopf. Im Prinzip war es ausgeschlossen, dass sie jetzt einfach die Flinte ins Korn warf. Auch die Peiniger ihrer Familie waren noch auf freiem Fuss, und diese würden wohl auch nach Leanoras Leben trachten, sobald bekannt war, dass sie noch lebte.



Sie war inzwischen aufgestanden und hatte nicht bemerkt, dass sie unruhig die Stube auf und ab gewandert war. Bis sie schließlich wieder vor Rowan stand und ihr fest ins Gesicht blickte.

"Aussteigen geht nicht. Die Mörder meiner Familie sind noch unbekannt und auf freiem Fuss. Ich will diese Hurensöhne dran kriegen. Erst dann werde ich auch wieder ein Leben in Frieden aufbauen können. Ihr habt recht, normalerweise kennt man mich nicht. Und wenn, dann werden diese keinen Bezug zu Euch herstellen können. Aber ich werde keine Wachen töten. Vielleicht Schlafmittel? Und die Frage ist, welchen Grund kann ich angeben, überhaupt im Fort beim Kommandanten vorsprechen zu können? Eine entfernte Verwandte der Familie? Ich glaube nicht, dass sie einem wildfremden sagen werden, was war oder wann die Urteilsverkündung sein wird. Wir brauchen einen Grund."



Leanora setzte sich wieder und nahm einen Schluck aus ihrer Tasse. Beim Erbauer, auf was hatte sie sich hier eingelassen? Sie mochte keine Lügen, war immer der ehrliche Typ. Aber sie besann sich auch darauf, wie sie zu Hause öfter die charmante Tochter des Hauses spielen mußte, auch wenn sie diesen aufgeblasenen arroganten Jünglingen am liebsten in den Hintern getreten wäre. Charmant konnte sie ja sein, wenn sie wollte. Oder wenn es sein mußte.

#819
starbroker1988

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Sareth ging einen Schritt näher an die Gruppe am Tisch heran und schaute einmal durch die Runde.
"Wir müssten ohne Probleme die ersten Wachen am Tor übertölpeln können,indem Rowan sich als edle Dame ausgibt und ich sie als ihre Leibwache begleite.Aber ich sage es ganz unverblümt.Wir werden,um weiter ins Fort eindringen zu können,wohl Wachen auch töten müssen."
Er stütze sich mit einer Hand auf den Tisch ab,beugte sich etwas nach vorne und sah Rowan an.
"Wie in den guten alten Zeiten."Dabei zwinkerte er ihr zu und lächelte.

Modifié par starbroker1988, 09 septembre 2010 - 07:30 .


#820
viento2

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Rowan grinste Sareth an. Dabei ignorierte sie den giftigen Blick, den Vernita dem Krieger zuwarf, als dieser sich über den Tisch zu Rowan beugte.

„Das ist eine gute Idee.“

Sie überlegte kurz und wandte sich dann an Lea.

„Ok, Lea war euer Name? Ihr werdet den Part der edlen Dame übernehmen.“

Rowan sah, wie sich Leas Augen weiteten und lächelte ihr beruhigend entgegen.

„Keine Angst, Sareth und ich haben das hin und wieder durchgezogen. Das funktioniert immer wieder. Männer können einfach nicht anders beim Anblick einer schicken Dame.“ Sie lachte boshaft.

„Nur ich kann diesen Part nicht übernehmen. Ich werde gesucht. Also werdet ihr mit Sareth zum Vordereingang gehen. Und wenn ihr es mit Schlafmittel durchziehen wollt, dann denke ich, kann euch Vernita sicher behilflich sein, oder?“

Rowan schaute sich um und Vernita nickte ihr grimmig zu.

„Das ist kein Problem für mich“ gab die Elfe zurück.

„Lea, ihr habt nicht zufällig ein Kleid, dass einer edlen Dame würdig ist?“

Die Angesprochene schüttelte stumm den Kopf.

„Das dachte ich mir.....hm....das ist auch kein Problem. Ich kann eines besorgen, wenn ihr mir ein bisschen Zeit gebt.“

Rowan fuhr sich mit der Hand durch die Haare.

„Ich denke, ich kann Hennrik, Vernita und mich durch einen Hintereingang hinein bringen. Vor allem, wenn ihr vorne für Ablenkung sorgt, sollte das kein Problem sein.“

#821
Bellandyrs

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"Vorausgesetzt die ganze Geschichte stimmt überhaupt, Rowan. Und ja, mein Name ist Leanora, die meisten nennen mich aber einfach Lea. Hennrik könnte vielleicht einen weiteren Hypnose- oder Schlafzauber sprechen? Oder einen Vergessens-Zauber oder was es so gibt? Das wäre zumindest eine Möglichkeit, relativ weit hinein zu kommen, ohne alle töten zu müssen.

Ich werde versuchen, an die Schlüssel vom Zellentrakt zu kommen, ich denke der Kommandant müßte die haben. Stellt sich die Frage wie ich mich zu ihm vorschleichen kann. Ich brauch dafür einen Grund. Aber da fällt mir sicher noch etwas ein. Das Schlafmittel kann man eventuell in Konfekt füllen, oder zusätzlich in eine kleine Phiole, die ich ihm in den Tee schütte. Wenn er dann einschläft kann ich um Hilfe rufen, das dürfte den Eingang etwas säubern. Diese Wachen kann Sareth dann in Ohnmacht bringen. Wie gesagt, wenn es geht, wäre mir das ganze ohne möglichst wenig Tote am liebsten.

Rowan, wenn Ihr ein Kleid besorgen könntet wäre das natürlich hervorragend. Ich werde dann auf jeden Fall zuvor noch in die Stadt gehen und Konfekt besorgen , und vielleicht auch etwas Schmuck aus dem Familen-Depot nehmen. Die nächste Frage ist aber, wo wir dann hin sollen. Nach so einer Aktion brauchen wir uns hier nicht mehr blicken lassen. Und das ist die Frage, wann wir das ganze starten. Immerhin sollten wir auch noch die Entführung der Kinder aufdecken?"



Leanora war nervös, und das machte sich bemerkbar in dem sie soviel redete. All ihre Gedanken und Sorgen schossen kreuz und quer durch ihr Gehirn und ungefiltert wurden diese ausgesprochen. Als sie dies bemerkte, schlug sie die Hand vor ihren Mund.

"Entschuldigt, ich plappere zuviel."

Statt dessen zerpflückte sie eine Rebe und schob sich eine Weintraube nach der nächsten in den Mund.

#822
Guest_Juleiila_*

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Kylar arbeitete gerade an einem neuen Kleid. Es war für eine edle Hofdame bestimmt, war in zart rosa Farbtönen und sollte noch mit schönen feinen Goldschleifen und Rüschen verziert und bestickt werden. Es sollte ein Meisterwerk werden, und alle am Hofe würden es bewundern. So könnte er es vielleicht eines Tages schaffen, sogar für Königin Anora eines zu schneidern. Das wäre ein Traum, und Kylar musste bei dem Gedanken lächeln.

Als der Grundschnitt des Kleides war fertig, und er wollte sich gerade an die Feinarbeit wagen, als er feststellen musste, dass die Stoffe die er zur Verfügung hatte, nicht zu dem Kleid passten. Verärgert darüber, ging er in seinem Arbeitszimmer auf und ab. Er konnte unmöglich bis auf die nächste Lieferung warten, das würde zu lange dauern.

Er beschloss auf den Markt zu einem Schneiderkollegen zu gehen, der ihm schon des Öfteren aus der Patsche geholfen hatte, oder eben umgekehrt.

"Kylar mein Freund was treibt Dich hier her! Du wirst nicht glauben was mir heute früh widerfahren ist!", begrüßte ihn der Stoffhändler freundlich in seinem Laden.

"Altaras, wie läuft das Geschäft? Was würde ich nicht glauben?", erwiderte Kylar lächelnd musste jedoch eine Augenbraue noch oben heben.

"Hast du es noch nicht gehört? Heute Morgen zwei Mörder verhaftet, die in meinem Laden waren! Direkt vor meiner Türschwelle, versammelte sich die Stadtwache! Stell Dir nur vor, seit dem Vorfall boomt mein Geschäft.", er musste lachen, "Aber ich muss schon sagen, diese schwarzhaarige Frau und der Elf, sahen nicht sonderlich gefährlich aus.. der Schein trügt immer!"

Im ersten Moment dachte sich Kylar nicht sonderlich viel bei der Aussage, doch dann hallten die letzten Worte seines Gegenübers in seinen Ohren wider, "Eine schwarzhaarige Frau und ein Elf?", widerholte er etwas ungläubig.

"Ja, hübsches Ding, lange schwarze Haare, schöne hellbraune Haut und blaue Augen... also die Frau.", er musste lachen, "Nicht, dass du etwas Falsches von mir denkst. Und dieser Elf stand eine Weile an meinem Tresen."

Kylar räusperte sich, "Wie.. wie sah denn der Elf aus?"

"Wieso, glaubst Du es war ein Verwandter von Dir? Na hoffen wir nicht!", wieder musste er lachen, "Helle Haut, schwarze Haare, und so eine wellenartige Tätowierung auf der Seite.", er fuhr sich mit der Hand über die Stelle am Gesicht, an der sich die Tätowierung befand, "Und er trug so einen komischen Umhang, frage mich wo er den her hatte.. sah gut gearbeitet aus."

Kylar spürte wie sich Schweiß an seiner Stirn bildete. Das konnte doch unmöglich...

"Ent-entschuldige mich, Altaras,. Mir fällt gerad ein, dass ich noch dringend wo hin musste. Ich komme später noch einmal vorbei, wenn es Dich nicht stört.."

"Ach, Du bist immer willkommen, das weißt du doch!"

Kylar nickte nur, und verschwand aus der Tür.



Es konnte kein Zufall sein, und wenn doch, so musste er sich vergewissern. Er ging den Marktplatz entlang, anschließend durch eine Gasse, bis er die Taverne erreichte, in welcher er wusste, dass sein Freund untergebracht war.

Ohne anzuklopfen schritt er durch die Tür, und spürte sofort, wie ihm einige Blicke durchbohrten. Er musterte die Anwesenden kurz, erkannte Leanora und die Elfe, stellte jedoch fest, dass weder Azoth noch Miandra mit am Tisch saßen.

Er schloss die Türe hinter sich, und ging näher an den Tisch heran, "Entschuldigt die Störung, aber ich wollte fragen, ob ihr wisst, wo Azoth und Miandra stecken?", er schluckte, "Ich habe ein ungutes Gefühl..", bedrückt ließ er sich neben Leanora nieder.

#823
Bellandyrs

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Leanoras Herz machte ein paar unkontrollierte Hopser, als Kylar sich neben sie setzte.

Erschrocken und verlegen zugleich sah sie ihn an, und wieder faszinierte sie sein Anblick. Von diesem Elf ging eine besondere Ausstrahlung aus. Die Farbe seiner Augen war unergründlich, die Brauen elegant geschwungen, die Lippen strahlten Sanftheit aus.



Leise sagte sie zu ihm:

"Wir wissen es nicht. Sie sind wohl morgens schon auf den Markt, und bis jetzt noch nicht zurück. Wir machen uns auch schon Gedanken..."

Lea sprach jedoch nicht weiter. Sie wollte nicht den Verdacht aussprechen, der in der Luft lag.

#824
Guest_Juleiila_*

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Kylar seufzte und blickte bedrückt auf den Tisch, wobei er den Kopf sank. "Ich wusste es..." ,flüsterte er. "Heute, wurden zwei Personen verhaftet. Ich war in dem Laden er hat sie mir beschrieben. Die Beschreibung passt auf Azoth und Miandra."

Er ließ seinen Kopf auf die Tischplatte knallen und blickte dann wieder auf. Kylar erwiedrte Leanoras Blicke und konnte wenigstens bei ihrem Anblick ein wenig lächeln.

"Sie wurden verhaftet. Nach Fort Drakon gebracht. Ihr wisst doch alle was das heißt? Sie werden gefoltert bis sie reden ... "

#825
Bellandyrs

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Lea schlug die Hände vors Gesicht. "Oh nein, dann hat der Wirt doch die Wahrheit gesagt! Beim Erbauer..." Sie versuchte, ihrer Angst Herr zu werden und atmete tief durch.



Vernita fiel das Kinn ein wenig nach unten, hatte sich aber sofort wieder in ihrer Gewalt. Sie fluchte leise und nicht gerade damenhaft vor sich hin. Anscheinend durchkreuzte es die Pläne, die sie wegen der Kindesentführung hatte.



Leanora blickte Rowan an. "Dann wird es wohl ernst. Rowan, wie schnell könnt Ihr dieses Kleid besorgen? Lydia, hilfst du mir später, mein Haar hochzustecken? Vernita, habt Ihr alles zusammen für die Herstellung?"



Kylar war die Rettung. Alleine hatte sie sich nicht in die Stadt getraut. Zaghaft lächelte sie den Elf an.

"Ich hätte eine Bitte an Euch, ich hoffe, es ist nicht unverschämt. Würdet Ihr mich in die Stadt begleiten? Ich möchte einige Pralinen besorgen, und außerdem muß ich in die Schatzkammer der Stadt und den Nachlaß regeln. Ich .. nun es wäre mir jedenfalls lieber, wenn ich da nicht allein gehen müßte", fügte sie zögernd hinzu. Kylar mußte sie ja für einen völligen Angsthasen halten. Leider hätte er damit auch recht, dachte sie sich im Stillen.



"Und wir sollten uns noch Gedanken machen, wo wir unterkommen nach der Aktion. Aber ich denke, das können wir auch später noch bereden, wenn wir von unseren Besorgungen zurück sind."