Kylar lächelte sanft. "Natürlich begleite ich Euch. Und das mit dem Kleid, nun ich bin Schneider und habe viele davon. Das könnte schneller gehen."
Wieder lächelte er trotz der momentanen Situation. Leanora hatte etwas an sich, was ihn beruhigte. Zudem fand er sie wunderschön, und ihre leicht geröteten Wangen brachten ihn schon beim ersten Zusammentreffen zum grinsen.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#826
Guest_Juleiila_*
Posté 09 septembre 2010 - 09:11
Guest_Juleiila_*
#827
Posté 09 septembre 2010 - 09:16
Rowan nickte grimmig.
„Ich mache mich sofort auf den Weg. Es könnte ein bisschen länger dauern, da ich aufpassen muss, selbst nicht erkannt zu werden, aber ich bin ja jetzt gewarnt.“
Sie stand vom Tisch auf und blickte Vernita an, die ihr zunickte.
Dann zog sich ihren zerschlissenen Umhang über, den sie zuvor in ihrem Rucksack aufbewahrt hatte und ließ auch Pfeil und Bogen in der Taverne zurück. Nur mit ihren Messern bewaffnet verließ sie augenblicklich die Taverne. Erst einen Tag zuvor war sie den gleichen Weg gegangen und sie musste nicht lange suchen, um ihr Ziel zu finden. Die Sonne bahnte sich eben den Weg höher an den Himmel und vertrieb die Kälte des Vormittags. Sie hatte die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Ihr Herz schlug schnell und sie bemühte sich eine gemäßigte Geschwindigkeit zu behalten, um nicht aufzufallen.
In dem Viertel, in das sie sich begab, war noch nicht viel los auf den Straßen. Die meisten, die sich hier um diese Zeit aufhielten waren Bedienstete. Ihre Herrschaften lagen noch in ihren Betten und frönten dem Nichtstun.
„Ich mache mich sofort auf den Weg. Es könnte ein bisschen länger dauern, da ich aufpassen muss, selbst nicht erkannt zu werden, aber ich bin ja jetzt gewarnt.“
Sie stand vom Tisch auf und blickte Vernita an, die ihr zunickte.
Dann zog sich ihren zerschlissenen Umhang über, den sie zuvor in ihrem Rucksack aufbewahrt hatte und ließ auch Pfeil und Bogen in der Taverne zurück. Nur mit ihren Messern bewaffnet verließ sie augenblicklich die Taverne. Erst einen Tag zuvor war sie den gleichen Weg gegangen und sie musste nicht lange suchen, um ihr Ziel zu finden. Die Sonne bahnte sich eben den Weg höher an den Himmel und vertrieb die Kälte des Vormittags. Sie hatte die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Ihr Herz schlug schnell und sie bemühte sich eine gemäßigte Geschwindigkeit zu behalten, um nicht aufzufallen.
In dem Viertel, in das sie sich begab, war noch nicht viel los auf den Straßen. Die meisten, die sich hier um diese Zeit aufhielten waren Bedienstete. Ihre Herrschaften lagen noch in ihren Betten und frönten dem Nichtstun.
Modifié par viento2, 09 septembre 2010 - 09:20 .
#828
Posté 09 septembre 2010 - 09:27
"Rowan besorgt eines, das hatten wir vorher schon ... Entschuldigt, ich bin total verwirrt. Wir hatten uns schon einiges zurecht gelegt, aber dass das nun ein Ernstfall wird, damit hätte ich nie im Leben gerechnet. Ich hole nur schnell meinen Umhang, dann können wir los."
Sie rannte die Stufen hinauf zu ihrem Zimmer. In der Wasserschale konnte sie ihr Spiegelbild noch einmal kurz überprüfen. Nun gut, sie sah im Moment zwar nicht aus wie eine herausgeputzte schwerreiche Adelige, aber ihren Siegelring hatte sie mit. Den steckte sie sich an den Finger. Dann nahm sie ihren Umhang vom Stuhl, verließ das Zimmer und zog ihn dabei über. Sie hoffte, dass der Siegelring ausreichen würde, um die Kämmerer der Stadt zu überzeugen, dass sie tatsächlich Leanora war.
Sie nickte Kylar zu. "Na dann wollen wir mal."
Sie verließen die Taverne, Lea mit wackeligen Knien, Kylar ernst und in sich gekehrt. Aber wenn sich ihre Blicke trafen, stahl sich ein verlegenes Lächeln auf ihr Gesicht, und seine Augen blitzten schalkhaft auf.
Sie rannte die Stufen hinauf zu ihrem Zimmer. In der Wasserschale konnte sie ihr Spiegelbild noch einmal kurz überprüfen. Nun gut, sie sah im Moment zwar nicht aus wie eine herausgeputzte schwerreiche Adelige, aber ihren Siegelring hatte sie mit. Den steckte sie sich an den Finger. Dann nahm sie ihren Umhang vom Stuhl, verließ das Zimmer und zog ihn dabei über. Sie hoffte, dass der Siegelring ausreichen würde, um die Kämmerer der Stadt zu überzeugen, dass sie tatsächlich Leanora war.
Sie nickte Kylar zu. "Na dann wollen wir mal."
Sie verließen die Taverne, Lea mit wackeligen Knien, Kylar ernst und in sich gekehrt. Aber wenn sich ihre Blicke trafen, stahl sich ein verlegenes Lächeln auf ihr Gesicht, und seine Augen blitzten schalkhaft auf.
#829
Posté 09 septembre 2010 - 09:51
Sie zogen die Ketten stramm, sodass Azoth fest an die Wand gedrückt wurde, und sich keinen einzigen Schritt mehr bewegen konnte. Das Metall schnürte sich tief in seine Haut, und er würde bestimmt einige Blutergüsse davon tragen. Einer der Wärter blieb neben ihm stehen, und hielt ihn ein Messer an die Kehle.
"Sehr gut.", wandte der Dickste, der fünf Wärter ein, welcher Miandra am Oberarm festhielt, "Thomas, Roy, Ihr könnt Pause machen, den Rest schaffen wir auch zu dritt."
Ohne Widerrede gingen die beiden zu der Türe, welche Miandra zuvor schon ins Blickfeld geraten war, sperrten diese auf und verschwanden dahinter. Sobald sich die Tür wieder geschlossen hatte, und man hören konnte, wie diese abgesperrt wurde, fuhr der dicke Wärter fort, "Was meint ihr Männer, vielleicht sollten wir uns vorher mit der Kleinen vergnügen, solange wir ihren Körper noch nicht entstellt haben."
Miandra blickte mit geweiteten Augen zu dem Dicken, und ehe einer der anderen beiden etwas antwortete, zerrte er sie in eine Ecke. Ihr Puls begann zu rasen, aus Angst und Wut. Lieber würde sie jede dieser Foltern ertragen müssen, als von diesem fetten stinkenden Kerl angerührt zu werden.
Ohne weiter nachzudenken riss sie sich von ihm los, holte aus und ließ die Kette, die an ihren Armgelenken befestigt war, direkt in sein Gesicht schnalzen. Damit hatte er nicht gerechnet.
Er schrie laut und erzürnt auf, "Du blöde Schlampe!", und griff sich automatisch mit beiden Händen schützend aufs Gesicht. Miandra schaffte es jedoch nur, sich wenige Schritte von ihm zu entfernen, da sie mit den Ketten an den Füßen nicht laufen konnte, und wurde sofort von den anderen beiden abgefangen, sodass Azoth nun alleine an der Wand stand, und Miandra das Messer an die Kehle gehalten wurde.
"Du bist ein echtes Tier Ingo, du hattest doch vorher schon deinen Spaß mit dieser Brünetten.", sagte der mit dem Messer lachend zu dem Dicken, bevor er Miandra musterte, "Aber reizvoll wäre es schon.."
"Ach lasst uns einfach unsere Arbeit machen, verdammt, ihr wisst doch was letztens passiert ist.", wandte sich der Dritte dazwischen.
Inzwischen hatte sich Ingo erholt und ging rasend auf die anderen beiden zu, "Haltet beide die Klappe, ich habe hier das sagen!", er blickte zu Miandra, "Und Du wirst jetzt sehen, was du davon hast, frech gewesen zu sein!"
Er nahm keine Rücksicht auf das Messer an ihrer Kehle, und gab ihr eine Ohrfeige. Wäre sie nicht von den anderen beiden festgehalten worden, wäre sie zu Boden gestürzt, und hätte der Eine das Messer nicht reflexartig weggezogen, wäre sie tot. Für einen kurzen Moment drehte sich alles um sie herum, und ihre Wange brannte wie Feuer. Blut floss aus ihrem Mund, da ihr Zahnfleisch aufplatze, und an ihrer Wange waren rote Kratzer, die ebenfalls bluteten, da Ingo mit seinem Panzerhandschuh zuschlug.
"Aber vielleicht steht sie ja eher auf Schmerzen, los kettet sie an, ich hole inzwischen das passende Spielzeug.", er drehte sich in Azoths Richtung, "Und Du Kleiner, sieh ja gut zu!"
Er ging zu dem Tisch, und die anderen beiden taten, wie ihnen befohlen, und verbanden Miandras Armketten, mit denen die von der Decke herabhingen, sodass sie mit dem Kopf zur Wand starrte und ihre Arme nach oben halten musste, da die Ketten ziemlich kurz waren und sie schon fast auf Zehenspitzen stehen musste.
Inzwischen kam Ingo zurück, und die anderen beiden platzierten sich neben Azoth, wessen Blick genau auf das Schauspiel gerichtet war. In Ingos Rechter befand sich eine Art Peitsche, an der sich jedoch eine gezackte Kette befand, die an Rosendornen erinnerte. Er ging auf Miandra zu und steckte ihr ein Holzstück in den Mund.
Auch wenn sich in ihrem Mund teilweise noch Blut befand, und das Holzstück widerwärtig schmeckte, biss sie darauf, und presste die Augen zusammen.
Und spürte den ersten Schlag.
Spürte wie sich die Dornen tief in ihre Haut am Rücken bohrten, wie unzählig viele kleine Widerhaken, und ihr diese aufrissen. Es brannte wie Feuer, schmerzte mehr als alles was sie bisher ertrug, und stöhnte qualvoll auf.
Ingo lachte wahnsinnig, und schlug noch weitere Male zu, bis ihr gesamter Rücken blutüberströmt war. Jeder Schlag war schmerzvoller als der vorherige, und sie spürte wie das warme Blut zu Boden tropfte, versuchte an etwas anderes zu denken, um den Schmerzen so entgehen zu können. Ein klapperndes Geräusch wies darauf hin, dass Miandra das Beißholz aus dem Mund fallen ließ.
Ingo grinste und ging auf sie zu. Er packte sie an den Haaren, und drehte sie in seine Richtung. Ihr Gesicht war bleich, entkräftet, Schweißperlen standen ihr auf der Stirn und Blut lief über ihre Lippen, "So du Hure, rede, oder ich schlage dir jegliches Gefühl aus dem Körper!"
Miandra spuckte ihm ins Gesicht.
Verärgert über diese Frechheit trat er ihr mit dem Knie in den Magen. Sie stöhne auf, zuckte zusammen, und spürte wie sich das Metall an ihren Handgelenken immer weiter in ihre Haut bohrte, wie ihre Arme immer schwerer zu werden schienen.
"Du blödes Miststück..." fluchte Ingo weiter, während er sich den Speichel aus dem Gesicht wischte und öffnete die Ketten, sodass sie zu Boden stürzte. Dort versetzte er ihr weitere Tritte. Man sah Wut in seinen Augen, nun hatte er einen persönlichen Grund sie zu foltern.
Nachdem er ihr um die acht Mal in den Bauch getreten hatte, und sich ihre Augen mit Tränen vor Schmerzen, gefüllt hatten, packte er sie brutal an den Haaren und schleifte sie daran zu der Streckbank. Sie hinterließ eine Blutspur am Boden, von den Wunden am Rücken.
Er zerrte sie auf die Bank, öffnete die Ketten, um ihre Arme und Beine an den vorgesehenen Fesseln befestigen zu können. Sie schrie auf, als sie mit dem Rücken auf das harte Holzbrett knallte, spürte jedoch bereits wie ihr Körper schwächer wurde, merkte, dass sie zitterte und alles bereits nur noch verschwommen vor sich sah, und die Stimmen und das Gelächter der Wärter in ihren Ohren zu hallen schienen.
Igno ging erneut zum Tisch, und griff wieder einmal nach dem Messer. Anschließend stellte er sich neben die Streckbank und flüsterte Miandra ins Ohr, "So, nun werde ich auch noch die Vorderseite deines Körpers, wie ein Kunstwerk verschönern."
"Sehr gut.", wandte der Dickste, der fünf Wärter ein, welcher Miandra am Oberarm festhielt, "Thomas, Roy, Ihr könnt Pause machen, den Rest schaffen wir auch zu dritt."
Ohne Widerrede gingen die beiden zu der Türe, welche Miandra zuvor schon ins Blickfeld geraten war, sperrten diese auf und verschwanden dahinter. Sobald sich die Tür wieder geschlossen hatte, und man hören konnte, wie diese abgesperrt wurde, fuhr der dicke Wärter fort, "Was meint ihr Männer, vielleicht sollten wir uns vorher mit der Kleinen vergnügen, solange wir ihren Körper noch nicht entstellt haben."
Miandra blickte mit geweiteten Augen zu dem Dicken, und ehe einer der anderen beiden etwas antwortete, zerrte er sie in eine Ecke. Ihr Puls begann zu rasen, aus Angst und Wut. Lieber würde sie jede dieser Foltern ertragen müssen, als von diesem fetten stinkenden Kerl angerührt zu werden.
Ohne weiter nachzudenken riss sie sich von ihm los, holte aus und ließ die Kette, die an ihren Armgelenken befestigt war, direkt in sein Gesicht schnalzen. Damit hatte er nicht gerechnet.
Er schrie laut und erzürnt auf, "Du blöde Schlampe!", und griff sich automatisch mit beiden Händen schützend aufs Gesicht. Miandra schaffte es jedoch nur, sich wenige Schritte von ihm zu entfernen, da sie mit den Ketten an den Füßen nicht laufen konnte, und wurde sofort von den anderen beiden abgefangen, sodass Azoth nun alleine an der Wand stand, und Miandra das Messer an die Kehle gehalten wurde.
"Du bist ein echtes Tier Ingo, du hattest doch vorher schon deinen Spaß mit dieser Brünetten.", sagte der mit dem Messer lachend zu dem Dicken, bevor er Miandra musterte, "Aber reizvoll wäre es schon.."
"Ach lasst uns einfach unsere Arbeit machen, verdammt, ihr wisst doch was letztens passiert ist.", wandte sich der Dritte dazwischen.
Inzwischen hatte sich Ingo erholt und ging rasend auf die anderen beiden zu, "Haltet beide die Klappe, ich habe hier das sagen!", er blickte zu Miandra, "Und Du wirst jetzt sehen, was du davon hast, frech gewesen zu sein!"
Er nahm keine Rücksicht auf das Messer an ihrer Kehle, und gab ihr eine Ohrfeige. Wäre sie nicht von den anderen beiden festgehalten worden, wäre sie zu Boden gestürzt, und hätte der Eine das Messer nicht reflexartig weggezogen, wäre sie tot. Für einen kurzen Moment drehte sich alles um sie herum, und ihre Wange brannte wie Feuer. Blut floss aus ihrem Mund, da ihr Zahnfleisch aufplatze, und an ihrer Wange waren rote Kratzer, die ebenfalls bluteten, da Ingo mit seinem Panzerhandschuh zuschlug.
"Aber vielleicht steht sie ja eher auf Schmerzen, los kettet sie an, ich hole inzwischen das passende Spielzeug.", er drehte sich in Azoths Richtung, "Und Du Kleiner, sieh ja gut zu!"
Er ging zu dem Tisch, und die anderen beiden taten, wie ihnen befohlen, und verbanden Miandras Armketten, mit denen die von der Decke herabhingen, sodass sie mit dem Kopf zur Wand starrte und ihre Arme nach oben halten musste, da die Ketten ziemlich kurz waren und sie schon fast auf Zehenspitzen stehen musste.
Inzwischen kam Ingo zurück, und die anderen beiden platzierten sich neben Azoth, wessen Blick genau auf das Schauspiel gerichtet war. In Ingos Rechter befand sich eine Art Peitsche, an der sich jedoch eine gezackte Kette befand, die an Rosendornen erinnerte. Er ging auf Miandra zu und steckte ihr ein Holzstück in den Mund.
Auch wenn sich in ihrem Mund teilweise noch Blut befand, und das Holzstück widerwärtig schmeckte, biss sie darauf, und presste die Augen zusammen.
Und spürte den ersten Schlag.
Spürte wie sich die Dornen tief in ihre Haut am Rücken bohrten, wie unzählig viele kleine Widerhaken, und ihr diese aufrissen. Es brannte wie Feuer, schmerzte mehr als alles was sie bisher ertrug, und stöhnte qualvoll auf.
Ingo lachte wahnsinnig, und schlug noch weitere Male zu, bis ihr gesamter Rücken blutüberströmt war. Jeder Schlag war schmerzvoller als der vorherige, und sie spürte wie das warme Blut zu Boden tropfte, versuchte an etwas anderes zu denken, um den Schmerzen so entgehen zu können. Ein klapperndes Geräusch wies darauf hin, dass Miandra das Beißholz aus dem Mund fallen ließ.
Ingo grinste und ging auf sie zu. Er packte sie an den Haaren, und drehte sie in seine Richtung. Ihr Gesicht war bleich, entkräftet, Schweißperlen standen ihr auf der Stirn und Blut lief über ihre Lippen, "So du Hure, rede, oder ich schlage dir jegliches Gefühl aus dem Körper!"
Miandra spuckte ihm ins Gesicht.
Verärgert über diese Frechheit trat er ihr mit dem Knie in den Magen. Sie stöhne auf, zuckte zusammen, und spürte wie sich das Metall an ihren Handgelenken immer weiter in ihre Haut bohrte, wie ihre Arme immer schwerer zu werden schienen.
"Du blödes Miststück..." fluchte Ingo weiter, während er sich den Speichel aus dem Gesicht wischte und öffnete die Ketten, sodass sie zu Boden stürzte. Dort versetzte er ihr weitere Tritte. Man sah Wut in seinen Augen, nun hatte er einen persönlichen Grund sie zu foltern.
Nachdem er ihr um die acht Mal in den Bauch getreten hatte, und sich ihre Augen mit Tränen vor Schmerzen, gefüllt hatten, packte er sie brutal an den Haaren und schleifte sie daran zu der Streckbank. Sie hinterließ eine Blutspur am Boden, von den Wunden am Rücken.
Er zerrte sie auf die Bank, öffnete die Ketten, um ihre Arme und Beine an den vorgesehenen Fesseln befestigen zu können. Sie schrie auf, als sie mit dem Rücken auf das harte Holzbrett knallte, spürte jedoch bereits wie ihr Körper schwächer wurde, merkte, dass sie zitterte und alles bereits nur noch verschwommen vor sich sah, und die Stimmen und das Gelächter der Wärter in ihren Ohren zu hallen schienen.
Igno ging erneut zum Tisch, und griff wieder einmal nach dem Messer. Anschließend stellte er sich neben die Streckbank und flüsterte Miandra ins Ohr, "So, nun werde ich auch noch die Vorderseite deines Körpers, wie ein Kunstwerk verschönern."
Modifié par Kaysallie, 12 septembre 2010 - 07:59 .
#830
Guest_Juleiila_*
Posté 09 septembre 2010 - 10:59
Guest_Juleiila_*
Azoth konnte den Anblick nicht ertragen, sodass er immer wieder wegsah, und von den Wärtern neben ihm gezwungen wurde wieder hinzusehen. Er spürte wie sich die Ketten immer weiter in seine Haut bohrten und er sie am liebsten durchgerissen hätte, um über diesen Ingo herzufallen. Seine Wut schien in diesem Moment unermesslich zu sein.
Zudem fühlte er sich schuldig. Wäre er nicht über Miandras Eltern hergefallen, mitten am Marktplatz, und hätte er sie nicht in diese Gasse gezerrt, wären sie nun nicht hier, würden ihr das nicht antun. Es war seine Schuld, davon war er überzeugt. Und dennoch konnte er nichts unternehmen.
Er durfte ihnen die Wahrheit nicht sagen. Sie würden sie töten, Suche auf die anderen machen um mit ihnen dasselbe zu tun, und Miandra würde ihn dafür wohl selbst noch im Nichts verfluchen. Doch Lügen? Was sollte er sagen? Was würde glaubwürdig erscheinen? Aber wie sollte er noch länger zusehen?
"Verdammt, lass sie in Frieden, Du Speckschwarte!", schrie er plötzlich voller Zorn zu Ingo, der gerade zu einem Schnitt mit dem Messer ansetzen wollte.
Dieser hob den Kopf verärgert über den Kommentar.
Azoths Gehirnzellen arbeiteten auf Hochtouren, er musste Lügen, er konnte nicht länger zusehen.
"Sie hat damit nichts zu tun! Ich war es der die beiden umbrachte, und ich wollte ihr den Mord anhängen. Sie hat ... mich betrogen, mit einem anderen, doch solche Qualen hat sie nicht verdient, das ist mir nun klar! Ich hatte vier weitere Helfer, sie war nicht dabei, ich habe zuvor ihren Dolch gestohlen. Es war alles geplant. Ich wollte heute die Stadt verlassen, doch die Wachen kamen mir zuvor.", er hielt inne, wusste nicht ob sie ihm die Geschichte abkaufen würden, und spürte nur wie ihm Schweiß von der Stirn über die Schläfen lief.
Ingo blieb stehen und schien nachzudenken.
"Antonio, schaff sie zurück in ihre Zelle."
"Sehr wohl..", erwiderte einer der Wärter und machte sich daran die Fesseln an der Streckbank zu öffnen.
Ingo beugte sich noch einmal nach unten, "Keine Sorge, mit Dir bin ich noch nicht fertig..", flüsterte er ihr ins Ohr und ging auf Azoth zu und musterte ihn durchdringend.
"Schön, wo sind Deine angeblichen 'Helfer' jetzt?"
"Sie sind alle tot.", erwiderte Azoth, und versuchte kalt rüber zu kommen.
"Tot?"
"Ich habe sie vergiftet, war ganz einfach, aber ich brauchte sie schließlich auch nur um die anderen beiden umzubringen..."
Plötzlich stürzte sich Ingo auf ihn, und drückte ihn noch weiter an die Wand, "Wenn Du glaubst, Du kannst mich verarschen, dann hast Du Dich gewaltig geirrt Kleiner! Ich mache diese Arbeit nun seit fünfzehn Jahren! Aber mal sehen, ob Du nach ein paar Stunden Aufenthalt im Keller noch immer von Deiner Meinung so sehr überzeugt bist, wie gerade eben... und wenn doch, dann freue Dich auf den Galgen für sechsfachen Mord!", er löste sich von Azoth, und in der Zwischenzeit hatte Antonio Miandra zurück in die Zelle gebracht und machte sich schon daran, die Ketten zu öffnen.
Der dritte Wärter nahm eine Art Jutesack vom Tisch und stülpte diesen über Azoths Gesicht. Nachdem er nicht mehr an der Wand festhing, packten ihn einer links, einer rechts am Oberarm und folgten Ingo, der die Führung übernahm.
Azoth selbst, sah kaum etwas durch den Sack, merkte nur, dass sie durch einige Türen gingen, und später endlos scheinende Treppen hinabstiegen.
Plötzlich zogen sie ihm den Sack vom Kopf, und er blickte sich um. Sie waren in einem dunklen Raum, der mit mehreren Türen verbunden war.
"Viel Spaß.", sagte Ingo nur noch voller Sarkasmus, öffnete eine der Türen, und gab Azoth einen Schubs, sodass er hinein torkelte.
Die Tür wurde blitzschnell geschlossen und mehrfach verriegelt.
Azoth sah nichts außer Schwärze. Er sah seine eigene Hand nicht vor Augen, sah nicht, wie groß der Raum war, oder was darin war. Plötzlich hörte er ein eigenartiges Geräusch, als würde jemand eine quietschende kleine Türe öffnen, und gefolgt davon eine Art Surren.
Plötzlich spürte er wie ihm etwas an den Beinen hinauf lief, und er zappelte herum um es abzuschütteln, doch es schien nichts zu bringen, sondern nur noch mehr zu werden.
Es fühlte sich an, wie tausende kleiner Insekten. Er spürte, wie einige von ihnen in seine Haut bissen, und wie sie immer weiter nach oben krabbelten. Er schlug um sich, klatschte auf seinem Körper herum, um sie zu töten, doch es schien nichts zu bringen. Er wusste nur eines, er musste sie von seinem Gesicht fern halten, so lange wie möglich...
Zudem fühlte er sich schuldig. Wäre er nicht über Miandras Eltern hergefallen, mitten am Marktplatz, und hätte er sie nicht in diese Gasse gezerrt, wären sie nun nicht hier, würden ihr das nicht antun. Es war seine Schuld, davon war er überzeugt. Und dennoch konnte er nichts unternehmen.
Er durfte ihnen die Wahrheit nicht sagen. Sie würden sie töten, Suche auf die anderen machen um mit ihnen dasselbe zu tun, und Miandra würde ihn dafür wohl selbst noch im Nichts verfluchen. Doch Lügen? Was sollte er sagen? Was würde glaubwürdig erscheinen? Aber wie sollte er noch länger zusehen?
"Verdammt, lass sie in Frieden, Du Speckschwarte!", schrie er plötzlich voller Zorn zu Ingo, der gerade zu einem Schnitt mit dem Messer ansetzen wollte.
Dieser hob den Kopf verärgert über den Kommentar.
Azoths Gehirnzellen arbeiteten auf Hochtouren, er musste Lügen, er konnte nicht länger zusehen.
"Sie hat damit nichts zu tun! Ich war es der die beiden umbrachte, und ich wollte ihr den Mord anhängen. Sie hat ... mich betrogen, mit einem anderen, doch solche Qualen hat sie nicht verdient, das ist mir nun klar! Ich hatte vier weitere Helfer, sie war nicht dabei, ich habe zuvor ihren Dolch gestohlen. Es war alles geplant. Ich wollte heute die Stadt verlassen, doch die Wachen kamen mir zuvor.", er hielt inne, wusste nicht ob sie ihm die Geschichte abkaufen würden, und spürte nur wie ihm Schweiß von der Stirn über die Schläfen lief.
Ingo blieb stehen und schien nachzudenken.
"Antonio, schaff sie zurück in ihre Zelle."
"Sehr wohl..", erwiderte einer der Wärter und machte sich daran die Fesseln an der Streckbank zu öffnen.
Ingo beugte sich noch einmal nach unten, "Keine Sorge, mit Dir bin ich noch nicht fertig..", flüsterte er ihr ins Ohr und ging auf Azoth zu und musterte ihn durchdringend.
"Schön, wo sind Deine angeblichen 'Helfer' jetzt?"
"Sie sind alle tot.", erwiderte Azoth, und versuchte kalt rüber zu kommen.
"Tot?"
"Ich habe sie vergiftet, war ganz einfach, aber ich brauchte sie schließlich auch nur um die anderen beiden umzubringen..."
Plötzlich stürzte sich Ingo auf ihn, und drückte ihn noch weiter an die Wand, "Wenn Du glaubst, Du kannst mich verarschen, dann hast Du Dich gewaltig geirrt Kleiner! Ich mache diese Arbeit nun seit fünfzehn Jahren! Aber mal sehen, ob Du nach ein paar Stunden Aufenthalt im Keller noch immer von Deiner Meinung so sehr überzeugt bist, wie gerade eben... und wenn doch, dann freue Dich auf den Galgen für sechsfachen Mord!", er löste sich von Azoth, und in der Zwischenzeit hatte Antonio Miandra zurück in die Zelle gebracht und machte sich schon daran, die Ketten zu öffnen.
Der dritte Wärter nahm eine Art Jutesack vom Tisch und stülpte diesen über Azoths Gesicht. Nachdem er nicht mehr an der Wand festhing, packten ihn einer links, einer rechts am Oberarm und folgten Ingo, der die Führung übernahm.
Azoth selbst, sah kaum etwas durch den Sack, merkte nur, dass sie durch einige Türen gingen, und später endlos scheinende Treppen hinabstiegen.
Plötzlich zogen sie ihm den Sack vom Kopf, und er blickte sich um. Sie waren in einem dunklen Raum, der mit mehreren Türen verbunden war.
"Viel Spaß.", sagte Ingo nur noch voller Sarkasmus, öffnete eine der Türen, und gab Azoth einen Schubs, sodass er hinein torkelte.
Die Tür wurde blitzschnell geschlossen und mehrfach verriegelt.
Azoth sah nichts außer Schwärze. Er sah seine eigene Hand nicht vor Augen, sah nicht, wie groß der Raum war, oder was darin war. Plötzlich hörte er ein eigenartiges Geräusch, als würde jemand eine quietschende kleine Türe öffnen, und gefolgt davon eine Art Surren.
Plötzlich spürte er wie ihm etwas an den Beinen hinauf lief, und er zappelte herum um es abzuschütteln, doch es schien nichts zu bringen, sondern nur noch mehr zu werden.
Es fühlte sich an, wie tausende kleiner Insekten. Er spürte, wie einige von ihnen in seine Haut bissen, und wie sie immer weiter nach oben krabbelten. Er schlug um sich, klatschte auf seinem Körper herum, um sie zu töten, doch es schien nichts zu bringen. Er wusste nur eines, er musste sie von seinem Gesicht fern halten, so lange wie möglich...
#831
Posté 10 septembre 2010 - 01:42
Achtlos warf Antonio sie in eine der Zellen, und verriegelte die Gittertür, bevor er wieder hinter der Holztür verschwand.
Miandra blieb einige Augenblickte regungslos am Bauch liegen, bevor sie sich an den Armen leicht nach oben hob und sich übergab. Noch immer schien sich alles um sie zu drehen, und sie wusste nicht was mehr schmerzte: ihr Kiefer, Magen oder Rücken. Alles schien zu brennen, zu pochen, wie wenn sie ihren Herzschlag an jeder einzelnen Stelle ihres Rückens spüren würde. Sie hätte am liebsten Laut geschrien, doch dafür fehlte ihr die Kraft.
Sie krallte sich am Boden fest und zog sich mit letzter Kraft etwas zur Seite, aufgrund des Gestankes des Erbrochenem. Dort ließ sie sich wieder niedersacken, und ihre Gedanken begannen zu kreisen.
Sie verstand nicht alles, was Ingo mit Azoth gesprochen hatte, doch scheinbar schaffte er es irgendwie sie von einer Folter zu entziehen. Sie hoffte nur, betete gedanklich zum Erbauer, auch wenn sie an diesen nicht mehr glaube, dass er ihnen nicht die Wahrheit sagen würde.
Plötzlich begann sich in der Zelle neben ihr eine Frau zu wälzen, zu schreien wie wahnsinnig. Sie schlief, träumte.
Miandra schloss die Augen und hielt sich die Hände auf die Ohren, und bemerkte erst jetzt, dass sie die gesamte Zeit über weinte. Ja, sie weinte. Sie hatte seit Ewigkeiten nicht mehr geweint, doch nun waren die Schmerzen an ihrem Körper zu groß, um es zu unterdrücken, und sie fühlte sich alleine, verzweifelt und war davon überzeugt, dass sie bei der nächsten Folter sterben würde. Konnte ihr Vater denn nicht einmal nach seinem Tod Ruhe geben? Musste er sie immer weiter quälen, war das ihre Bestimmung?
Sie drückte ihre Hände fester an ihre Ohren, und schluchzte. Sie sah das Gesicht von Elana vor sich, und wusste, dass es aus war. Sie würde hier sterben, hätte versagt, und sie war selbst daran schuld. Hätte sie nur besser aufgepasst, hätte sie nur...
Es machte keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, was wäre wenn. Sie war nun hier, und es gab keinen Ausweg, es war vorbei, aus. Sie würde hier sterben, alleine.
Alleine.
So fühlte sie sich. Nie hätte sie gedacht, dass sie sich jemals wieder so alleine fühlen könnte, wie in diesem Moment. Sie hatte es akzeptiert, dass sie anders war, dass sie dadurch immer alleine sein würde... doch nun, wo das Ende so nahe schien, realisierte sie, dass sie es hasste. Sie hasste es, alleine zu sein. Was hätte sie nicht alles darum gegeben ihre Tochter wieder zu sehen... ihr Lachen zu hören, einfach zu sehen, dass es ihr gut ging. Wie gerne wäre sie nun einfach wieder bei den Anderen gewesen, und wie sehr bereute sie es, dass sie den Meisten davon nie freundlicher gegenüber trat. Eigentlich wusste sie doch kaum etwas über sie. Sie kannte sie alle kaum, abgesehen von Vernita und Azoth. Vernita... auch sie würde sie wohl nie wieder sehen... die erste Person mit der sie sich anfreundete und die sie wirklich gerne hatte. Aber scheinbar sollte ihr so etwas nicht vergönnt sein. Und Azoth? Sie wollte sich nicht ausmalen was sie ihm gerade antaten...
Miandra begann am gesamten Körper zu zittern, und musste husten. Der Boden war so kalt, dass sie sich sicher war, sie würde sich alleine deswegen schon den Tod holen. Und trotzdem spürte sie, dass ihre Haut heiß war, als sie die Hände am Kopf hielt, und sie sah alle möglichen Gesichter vor sich. Halluzinierte sie bereits? Sie wusste es nicht.
Unter Miandra bildete sich inzwischen eine Blutlacke, da niemand sich die Mühe machte, ihren Rücken zu verbinden, und nachdem sie es schaffte, ihre Tränen zu unterdrücken, verlor sie das Bewusstsein.
Miandra blieb einige Augenblickte regungslos am Bauch liegen, bevor sie sich an den Armen leicht nach oben hob und sich übergab. Noch immer schien sich alles um sie zu drehen, und sie wusste nicht was mehr schmerzte: ihr Kiefer, Magen oder Rücken. Alles schien zu brennen, zu pochen, wie wenn sie ihren Herzschlag an jeder einzelnen Stelle ihres Rückens spüren würde. Sie hätte am liebsten Laut geschrien, doch dafür fehlte ihr die Kraft.
Sie krallte sich am Boden fest und zog sich mit letzter Kraft etwas zur Seite, aufgrund des Gestankes des Erbrochenem. Dort ließ sie sich wieder niedersacken, und ihre Gedanken begannen zu kreisen.
Sie verstand nicht alles, was Ingo mit Azoth gesprochen hatte, doch scheinbar schaffte er es irgendwie sie von einer Folter zu entziehen. Sie hoffte nur, betete gedanklich zum Erbauer, auch wenn sie an diesen nicht mehr glaube, dass er ihnen nicht die Wahrheit sagen würde.
Plötzlich begann sich in der Zelle neben ihr eine Frau zu wälzen, zu schreien wie wahnsinnig. Sie schlief, träumte.
Miandra schloss die Augen und hielt sich die Hände auf die Ohren, und bemerkte erst jetzt, dass sie die gesamte Zeit über weinte. Ja, sie weinte. Sie hatte seit Ewigkeiten nicht mehr geweint, doch nun waren die Schmerzen an ihrem Körper zu groß, um es zu unterdrücken, und sie fühlte sich alleine, verzweifelt und war davon überzeugt, dass sie bei der nächsten Folter sterben würde. Konnte ihr Vater denn nicht einmal nach seinem Tod Ruhe geben? Musste er sie immer weiter quälen, war das ihre Bestimmung?
Sie drückte ihre Hände fester an ihre Ohren, und schluchzte. Sie sah das Gesicht von Elana vor sich, und wusste, dass es aus war. Sie würde hier sterben, hätte versagt, und sie war selbst daran schuld. Hätte sie nur besser aufgepasst, hätte sie nur...
Es machte keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, was wäre wenn. Sie war nun hier, und es gab keinen Ausweg, es war vorbei, aus. Sie würde hier sterben, alleine.
Alleine.
So fühlte sie sich. Nie hätte sie gedacht, dass sie sich jemals wieder so alleine fühlen könnte, wie in diesem Moment. Sie hatte es akzeptiert, dass sie anders war, dass sie dadurch immer alleine sein würde... doch nun, wo das Ende so nahe schien, realisierte sie, dass sie es hasste. Sie hasste es, alleine zu sein. Was hätte sie nicht alles darum gegeben ihre Tochter wieder zu sehen... ihr Lachen zu hören, einfach zu sehen, dass es ihr gut ging. Wie gerne wäre sie nun einfach wieder bei den Anderen gewesen, und wie sehr bereute sie es, dass sie den Meisten davon nie freundlicher gegenüber trat. Eigentlich wusste sie doch kaum etwas über sie. Sie kannte sie alle kaum, abgesehen von Vernita und Azoth. Vernita... auch sie würde sie wohl nie wieder sehen... die erste Person mit der sie sich anfreundete und die sie wirklich gerne hatte. Aber scheinbar sollte ihr so etwas nicht vergönnt sein. Und Azoth? Sie wollte sich nicht ausmalen was sie ihm gerade antaten...
Miandra begann am gesamten Körper zu zittern, und musste husten. Der Boden war so kalt, dass sie sich sicher war, sie würde sich alleine deswegen schon den Tod holen. Und trotzdem spürte sie, dass ihre Haut heiß war, als sie die Hände am Kopf hielt, und sie sah alle möglichen Gesichter vor sich. Halluzinierte sie bereits? Sie wusste es nicht.
Unter Miandra bildete sich inzwischen eine Blutlacke, da niemand sich die Mühe machte, ihren Rücken zu verbinden, und nachdem sie es schaffte, ihre Tränen zu unterdrücken, verlor sie das Bewusstsein.
#832
Posté 10 septembre 2010 - 11:00
Geschwind hatte sich Rowan an den Wachen vorbei an die Seite des Hauses herangeschlichen und bald an der Fassade hoch den ersten Stock erklommen. Ohne zu zögern betrat sie das Zimmer durch das schlecht gesicherte Fenster und schaute sich kurz um.
„Oh, welche netter Besuch um diese frühe Zeit. Hast du es dir anders überlegt?“ schnurrte eine wohlklingende Stimme zu ihrer Linken.
Rowan drehte sich zu ihm und blickte ihn ernst an.
„Nein, das habe ich nicht. Aber ich benötige deine Hilfe, und zwar schnell.“
Der Schwarzhaarige verringerte mit weichen Schritten den Abstand zwischen sich und der blonden Frau. Als er vor ihr stand, schaute er ihr tief in die Augen.
„Aber, aber. Wer wird denn da gleich mit der Tür ins Haus fallen? Wollen wir nicht erst ein kleines Frühstück zu uns nehmen? Und dann erzählst du mir in Ruhe, worum es geht.“
Mit der Hand strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht und ließ sie dann an Rowans Wange liegen.
„Du siehst mal wieder bezaubernd aus. Doch dieses verkniffene Gesicht steht dir ganz und gar nicht. Du solltest öfters lächeln, mein Liebe.“
Rowan schloss kurz die Augen und atmete tief durch. Behutsam nahm sie seine Hand von ihrem Gesicht und schaute ihn eindringlich an.
„Es tut mir leid. Wir müssen das Frühstück auf ein anderes Mal verschieben. Es geht um Leben und Tod und ich habe schon zu viel Zeit verloren.“
Für einen Moment sah er sie sanft an, dann wurde sein Blick ernst und er trat zurück. In einem geschäftsmäßigen Ton sprach er weiter.
„Ok. Sag mir wie ich dir helfen kann.“
Ohne Umschweife kam Rowan zur Sache.
„Ich brauche von dir ein Kleid für eine Dame. Und wenn es geht für eine adlige Dame. Die Größe sollte in etwa meine sein. Kannst du das organisieren?“
Ein erstaunter Ausdruck überflog seine Miene, dann zog sich ein Grinsen über seine Lippen.
„Nichts leichter als das. Folge mir.“
Er zwinkerte ihr zu und begab sich dann Richtung Tür. Rowan folgte ihm und nachdem sie durch einen kurzen Flur gegangen waren, betraten sie ein Zimmer am Ende des Ganges. Rowan war für einen Moment fassungslos. In mehreren Reihen waren hier Kleidungsstücke aufgereiht. Sortiert nach Kleidungsart und sogar nach Farbe wie Rowan mit Erschrecken feststellte. Ihr Begleiter führte sie durch zwei Reihen von Hosen hindurch bis in eine hintere Ecke des Raums. Sie zuckte zusammen, als neben ihr ein verschrecktes Dienstmädchen einen Knicks machte und sich dann schnell entfernte.
Der Schwarzhaarige blieb stehen und Rowan wäre beinahe in ihn gerannt, da sie zu sehr damit beschäftigt war, sich umzusehen. Er trat einen Schritt zur Seite und gab den Blick frei auf eine Reihe von Frauenkleidern. Rowan trat heran und schaute sie sich genau an. Es sollte so adlig wie möglich wirken. Zögernd fasste sie die Stücke an. Ihre Finger waren schwielig und sie hatte Dreck unter den Fingernägeln. Fast traute sie sich nicht, die kostbaren Stoffe zu berühren.
Nachdem sie sich einen Überblick verschafft hatte, zog sie ein Kleid heraus und betrachtete es genau. Es war aus einem schweren, leinenartigen Stoff. Das Oberkleid war naturfarben und hatte lange ausladende Ärmel, die sich zur Hand hin erweiterten. An der Brust und am vorderen Teil des Rockes trat keilförmig das rote Unterkleid zum Vorschein. Am Kragen und an den Händen befanden sich rote Borten mit filigranen silbernen Verzierungen. Ein rotes Band aus dem gleichen Stoff wie die Borten rundete das Bild ab.
Sie hielt es an sich und überlegte, ob es ihr passen würde, oder ob sie es vorsichtshalber anprobieren sollte. Doch der Schwarzhaarige kam ihr zuvor. Er winkte einer Bedienstete zu sich und ließ sie Rowan das Kleid aus der Hand nehmen. Dann nahm er Rowans Hände in seinen und schaute sie an.
„Es wird dir passen. Ich habe es für dich gekauft. All die Kleider, die du hier siehst, habe ich für dich gekauft. In der Hoffnung, du würdest sie irgendwann einmal tragen.“
Rowan stieg das Blut ins Gesicht. Unsicher schaute sie zu Boden und wusste nicht, was sie darauf antworten sollte.
„Du musst darauf nichts sagen. Ich weiß, dass du nicht dasselbe für mich empfindest, wie ich für dich. Nimm das Kleid und tu was du tun musst. Aber bitte sei vorsichtig. Und lass mich wissen, dass es dir gut geht, ok?“
Dann ließ er ihre Hände wieder los.
„Wohin soll ich das Kleid bringen lassen?“
Einen Moment hielt sie inne und rang mit ihrer Fassung, bevor sie ihm antwortete.
„Zur Taverne 'Glühendes Kreuz'“
„Es wird in weniger als einer Stunde bei dir sein, darauf kannst du dich verlassen.“
Sie trat auf ihn zu und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Danke.“
Dann wandte sie sich ab und verließ das Haus wieder durch das Fenster in seinem Schlafzimmer.
„Oh, welche netter Besuch um diese frühe Zeit. Hast du es dir anders überlegt?“ schnurrte eine wohlklingende Stimme zu ihrer Linken.
Rowan drehte sich zu ihm und blickte ihn ernst an.
„Nein, das habe ich nicht. Aber ich benötige deine Hilfe, und zwar schnell.“
Der Schwarzhaarige verringerte mit weichen Schritten den Abstand zwischen sich und der blonden Frau. Als er vor ihr stand, schaute er ihr tief in die Augen.
„Aber, aber. Wer wird denn da gleich mit der Tür ins Haus fallen? Wollen wir nicht erst ein kleines Frühstück zu uns nehmen? Und dann erzählst du mir in Ruhe, worum es geht.“
Mit der Hand strich er ihr eine Strähne aus dem Gesicht und ließ sie dann an Rowans Wange liegen.
„Du siehst mal wieder bezaubernd aus. Doch dieses verkniffene Gesicht steht dir ganz und gar nicht. Du solltest öfters lächeln, mein Liebe.“
Rowan schloss kurz die Augen und atmete tief durch. Behutsam nahm sie seine Hand von ihrem Gesicht und schaute ihn eindringlich an.
„Es tut mir leid. Wir müssen das Frühstück auf ein anderes Mal verschieben. Es geht um Leben und Tod und ich habe schon zu viel Zeit verloren.“
Für einen Moment sah er sie sanft an, dann wurde sein Blick ernst und er trat zurück. In einem geschäftsmäßigen Ton sprach er weiter.
„Ok. Sag mir wie ich dir helfen kann.“
Ohne Umschweife kam Rowan zur Sache.
„Ich brauche von dir ein Kleid für eine Dame. Und wenn es geht für eine adlige Dame. Die Größe sollte in etwa meine sein. Kannst du das organisieren?“
Ein erstaunter Ausdruck überflog seine Miene, dann zog sich ein Grinsen über seine Lippen.
„Nichts leichter als das. Folge mir.“
Er zwinkerte ihr zu und begab sich dann Richtung Tür. Rowan folgte ihm und nachdem sie durch einen kurzen Flur gegangen waren, betraten sie ein Zimmer am Ende des Ganges. Rowan war für einen Moment fassungslos. In mehreren Reihen waren hier Kleidungsstücke aufgereiht. Sortiert nach Kleidungsart und sogar nach Farbe wie Rowan mit Erschrecken feststellte. Ihr Begleiter führte sie durch zwei Reihen von Hosen hindurch bis in eine hintere Ecke des Raums. Sie zuckte zusammen, als neben ihr ein verschrecktes Dienstmädchen einen Knicks machte und sich dann schnell entfernte.
Der Schwarzhaarige blieb stehen und Rowan wäre beinahe in ihn gerannt, da sie zu sehr damit beschäftigt war, sich umzusehen. Er trat einen Schritt zur Seite und gab den Blick frei auf eine Reihe von Frauenkleidern. Rowan trat heran und schaute sie sich genau an. Es sollte so adlig wie möglich wirken. Zögernd fasste sie die Stücke an. Ihre Finger waren schwielig und sie hatte Dreck unter den Fingernägeln. Fast traute sie sich nicht, die kostbaren Stoffe zu berühren.
Nachdem sie sich einen Überblick verschafft hatte, zog sie ein Kleid heraus und betrachtete es genau. Es war aus einem schweren, leinenartigen Stoff. Das Oberkleid war naturfarben und hatte lange ausladende Ärmel, die sich zur Hand hin erweiterten. An der Brust und am vorderen Teil des Rockes trat keilförmig das rote Unterkleid zum Vorschein. Am Kragen und an den Händen befanden sich rote Borten mit filigranen silbernen Verzierungen. Ein rotes Band aus dem gleichen Stoff wie die Borten rundete das Bild ab.
Sie hielt es an sich und überlegte, ob es ihr passen würde, oder ob sie es vorsichtshalber anprobieren sollte. Doch der Schwarzhaarige kam ihr zuvor. Er winkte einer Bedienstete zu sich und ließ sie Rowan das Kleid aus der Hand nehmen. Dann nahm er Rowans Hände in seinen und schaute sie an.
„Es wird dir passen. Ich habe es für dich gekauft. All die Kleider, die du hier siehst, habe ich für dich gekauft. In der Hoffnung, du würdest sie irgendwann einmal tragen.“
Rowan stieg das Blut ins Gesicht. Unsicher schaute sie zu Boden und wusste nicht, was sie darauf antworten sollte.
„Du musst darauf nichts sagen. Ich weiß, dass du nicht dasselbe für mich empfindest, wie ich für dich. Nimm das Kleid und tu was du tun musst. Aber bitte sei vorsichtig. Und lass mich wissen, dass es dir gut geht, ok?“
Dann ließ er ihre Hände wieder los.
„Wohin soll ich das Kleid bringen lassen?“
Einen Moment hielt sie inne und rang mit ihrer Fassung, bevor sie ihm antwortete.
„Zur Taverne 'Glühendes Kreuz'“
„Es wird in weniger als einer Stunde bei dir sein, darauf kannst du dich verlassen.“
Sie trat auf ihn zu und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange.
„Danke.“
Dann wandte sie sich ab und verließ das Haus wieder durch das Fenster in seinem Schlafzimmer.
Modifié par viento2, 11 septembre 2010 - 06:57 .
#833
Posté 10 septembre 2010 - 01:13
Wärend die anderen sich berieten und bereit machten um ihre zwei verlorenen zu retten . Derweil schlich sich Lydia nach oben und sammelte den Rest ihrer Ausrüstung zusammen . Jetzt würde sie ihren Wert beweisen , dachte sie als sie ihren Pfeilköcher auf den Rücken schwung . Geschickt steckte sie ihr Schwert in die Scheide am Köcher , einige Dolche und Wurfmesser hatte sie auch immer dabei . Dann griff sie nach einem kleinen Lederbeutel , den sie vorsichtig am Gürtel befestigte . "Dietriche , die werden wir brauchen " dachte sie und grinste . Sie warf sie die Kapuze über den Kopf und atmete tief durch .
Sie wusste , wo sie da hineingeraten war war gefärlich und mit Sicherheit Tödlich . Sie musste ihre Gefühle und Empfindungen jetzt im Zaume halten , kalt und unnahbar sein , bis all dies vorrüber war . Doch sie wusste auch , das sie für jeden den sie getötet hatte Beten würde . Gnade für ihre Seelen beim Erbauer erbitten .
Sie ging zurück in den Schankraum und stellte sich wortlos zu ihrer Gruppe .
Sie wusste , wo sie da hineingeraten war war gefärlich und mit Sicherheit Tödlich . Sie musste ihre Gefühle und Empfindungen jetzt im Zaume halten , kalt und unnahbar sein , bis all dies vorrüber war . Doch sie wusste auch , das sie für jeden den sie getötet hatte Beten würde . Gnade für ihre Seelen beim Erbauer erbitten .
Sie ging zurück in den Schankraum und stellte sich wortlos zu ihrer Gruppe .
#834
Posté 10 septembre 2010 - 06:29
Lea kam genau bis zur Kurve, wo sie den Marktplatz einsehen konnte. Bis dorthin war kaum jemand auf der Strasse, aber was sie dafür am Platz sehen konnte, ließ ihren ganzen Mut in sich zusammen fallen. Menschenmassen war noch eine dezente Umschreibung. Es kam ihr vor, als wäre ganz Ferelden dort versammelt, die Leute drängten sich aneinander, es wurde geschoben und gedrückt.
Leanora blieb stehen und sah Kylar an. "Entschuldigt Kylar, aber ... ich habe es mir anders überlegt. Bei sovielen Leuten krieg ich wirklich Panik. Ich brauche den Schmuck nicht unbedingt, den Nachlaß kann ich immer noch regeln, und wegen der Pralinen... nun da fällt mir auch noch etwas anderes ein."
Sie war ein Angsthase, das wußte sie selber. Aber ihr kroch wirklich eine Gänsehaut hoch, wenn sie nur daran dachte, dass in diesem Pulk auch nur einer sein könnte, der sie erkannte.
Zitternd stand sie am Rand und sah dem Treiben zu, unfähig auch noch einen Schritt zu gehen. Weder vorwärts noch rückwärts.
Leanora blieb stehen und sah Kylar an. "Entschuldigt Kylar, aber ... ich habe es mir anders überlegt. Bei sovielen Leuten krieg ich wirklich Panik. Ich brauche den Schmuck nicht unbedingt, den Nachlaß kann ich immer noch regeln, und wegen der Pralinen... nun da fällt mir auch noch etwas anderes ein."
Sie war ein Angsthase, das wußte sie selber. Aber ihr kroch wirklich eine Gänsehaut hoch, wenn sie nur daran dachte, dass in diesem Pulk auch nur einer sein könnte, der sie erkannte.
Zitternd stand sie am Rand und sah dem Treiben zu, unfähig auch noch einen Schritt zu gehen. Weder vorwärts noch rückwärts.
Modifié par Bellandyrs, 10 septembre 2010 - 06:38 .
#835
Posté 10 septembre 2010 - 06:44
Vernita hörte den anderen nur mit einem halben Ohr zu, nachdem sie von Kylar erfahren hatte das Miandra und wer? Azoth? Wer soll das sein? Etwa Lian? Wahrscheinlich, auch wenn ihr das sehr merkwürdig vorkam. Doch nun hatte sie keine Zeit, um sich über solche Nichtigkeiten den Kopf zu zerbrechen.
Miandra war in größter Gefahr. Vernita wollte sich gar nicht ausmalen, was sie der armen Frau alles antun würden, um ein Geständnis aus ihr rauszupressen. Doch leider konnte sie ihre Augen nicht davor verschließen, da sie genau wusste, was ihr bevorstand. Sie wusste es nur zu gut. Sie musste es am eigenen Leib erfahren. Sie schüttelte diesen Gedanken ab, auch wenn es sehr schwer für sie war.
‚Reiß dich zusammen, Vernita’, ging es ihr durch den Kopf. ‚Du bist ein Profi, also benimm dich gefälligst auch wie einer. Sonst ist Miandra tot!’
Ihr Hirn arbeitete mit wahnwitziger Geschwindigkeit, ihre Gedanken rasten förmlich durch ihren Schädel. Sie bastelte an einem Plan, Stück für Stück, Aktion um Aktion. Planung war alles. Ohne einen gescheiten Plan, könnten sie sich auch gleich selbst umbringen. Am Rande bekam sie mit, was die anderen redeten. Sie hörte etwas von Kleidern, Schmuck und Betäubungsmitteln. Rowan faselte etwas von einem Hintereingang. Es waren ein paar gute Ansätze dabei, doch alles in allem wirkte das Ganze auf die Elfe bis jetzt noch ziemlich dilettantisch.
Zwischendurch nickte die Elfe, ohne wirklich registriert zu haben, was die anderen überhaupt von ihr wollten. Ihre Gedanken waren im Moment ganz weit weg.
‚Rowan will also durch den Hintereingang’, dachte Vernita. ‚Mann, Süße, hältst du dass für eine Hinterhofkaserne, in die man einfach reinspazieren kann, oder was? Was denkst du wohl, warum man das Ding Fort Drakon nennt und nicht Haus Drakon. Der Bau ist eine verdammte Festung und kein Hinterhofklo. Und Leanora? Du willst den Kommandanten betäuben, ach wie süß. Aber so kann er dich dann wenigstens, nachdem er wieder erwacht ist, viel leichter identifizieren. Dann kannst du dir vielleicht noch einen schönen Strick aussuchen, an dem sie dich aufknüpfen werden. Warum seid ihr einfältigen Narren nicht einfach ruhig, damit ich in Ruhe nachdenken kann?’
Wäre die Elfe nicht so in Gedanken vertieft gewesen, dann hätte sie den anderen gesagt, dass sie Fort Drakon kannte und somit auch den geheimen Zugang, der in die Festung hineinführte und welcher schwer bewacht wurde. Sie hatte ihn vor Jahren selbst schon einmal benutzt, als sie für die Krähen einen der Gefangenen ermordete, bevor dieser seine Kameraden verpfeifen konnte. Damals hatte sie Hilfe von einem der Wächter, der bestechlich war. Doch dieser wurde leider kurz nach diesem Vorfall enttarnt und baumelte direkt danach an seinen Eingeweiden hängend von den Zinnen herunter. Es musste also einen anderen Weg geben.
‚Ja, natürlich’, schoss es ihr durch den Kopf. ‚ So könnte es gehen.’
Vernitas Blick wurde wieder klar und sie blickte auf, um ihren Gefährten ihren Plan mitzuteilen, doch die waren plötzlich bis auf Sareth, Lydia und dem ewig schlafenden Hennrik alle verschwunden.
Wohin waren jetzt alle auf einmal verschwunden? Wollten sie nicht einen Plan ausarbeiten, um ihre Gefährten zu retten? Und dann hauen alle einfach ab und machen was? Vielleicht einen Einkaufsbummel? Sie hasste es, mit Anfängern zu arbeiten, die keine Geduld besaßen und alles überstürzen mussten. Bei einer Operation wie dieser musste alles von vorne bis hinten passen. Da gab es keinen Platz für Fehler. Oder für übereifrige Aktionen.
Vernita überlegte kurz. Hatte Leanora nicht etwas darüber gesagt, dass sie zum Stadtkämmerer wollte, oder etwa ähnliches?
„Verdammt, diese dumme Pute!“ entfuhr es Vernita, als sie aufsprang. Die anderen sahen sie verwirrt an. „Keine Zeit für Erklärungen! Bin gleich zurück!“
Die Elfe kreiselte herum und stürmte aus der Taverne. So schnell sie konnte lief sie die Straße entlang Richtung Marktplatz. Sie musste sich beeilen und die Frau abfangen, bevor sie bei Kämmerer ihren Siegelring vorzeigte. Würden die Soldaten sie dort erkennen, dann war sie so gut wie tot.
Vernita lief weiter. Ihr Atem ging schnell, aber regelmäßig. Es dauerte eine Weile, doch schon bald konnte sie Leanora und Kylar in der Nähe des Marktplatzes abfangen. Sie holte die beiden innerhalb weniger Augenblicke ein, bevor sie die Frau an der Schulter packte und mit einem unsanften Ruck zum Stilltand brachte.
„Halt, Leanora! Ihr dürft nicht zum Stadtkämmerer! Wenn Ihr Euch dort zu erkennen gebt, dann seid ihr tot!“
Miandra war in größter Gefahr. Vernita wollte sich gar nicht ausmalen, was sie der armen Frau alles antun würden, um ein Geständnis aus ihr rauszupressen. Doch leider konnte sie ihre Augen nicht davor verschließen, da sie genau wusste, was ihr bevorstand. Sie wusste es nur zu gut. Sie musste es am eigenen Leib erfahren. Sie schüttelte diesen Gedanken ab, auch wenn es sehr schwer für sie war.
‚Reiß dich zusammen, Vernita’, ging es ihr durch den Kopf. ‚Du bist ein Profi, also benimm dich gefälligst auch wie einer. Sonst ist Miandra tot!’
Ihr Hirn arbeitete mit wahnwitziger Geschwindigkeit, ihre Gedanken rasten förmlich durch ihren Schädel. Sie bastelte an einem Plan, Stück für Stück, Aktion um Aktion. Planung war alles. Ohne einen gescheiten Plan, könnten sie sich auch gleich selbst umbringen. Am Rande bekam sie mit, was die anderen redeten. Sie hörte etwas von Kleidern, Schmuck und Betäubungsmitteln. Rowan faselte etwas von einem Hintereingang. Es waren ein paar gute Ansätze dabei, doch alles in allem wirkte das Ganze auf die Elfe bis jetzt noch ziemlich dilettantisch.
Zwischendurch nickte die Elfe, ohne wirklich registriert zu haben, was die anderen überhaupt von ihr wollten. Ihre Gedanken waren im Moment ganz weit weg.
‚Rowan will also durch den Hintereingang’, dachte Vernita. ‚Mann, Süße, hältst du dass für eine Hinterhofkaserne, in die man einfach reinspazieren kann, oder was? Was denkst du wohl, warum man das Ding Fort Drakon nennt und nicht Haus Drakon. Der Bau ist eine verdammte Festung und kein Hinterhofklo. Und Leanora? Du willst den Kommandanten betäuben, ach wie süß. Aber so kann er dich dann wenigstens, nachdem er wieder erwacht ist, viel leichter identifizieren. Dann kannst du dir vielleicht noch einen schönen Strick aussuchen, an dem sie dich aufknüpfen werden. Warum seid ihr einfältigen Narren nicht einfach ruhig, damit ich in Ruhe nachdenken kann?’
Wäre die Elfe nicht so in Gedanken vertieft gewesen, dann hätte sie den anderen gesagt, dass sie Fort Drakon kannte und somit auch den geheimen Zugang, der in die Festung hineinführte und welcher schwer bewacht wurde. Sie hatte ihn vor Jahren selbst schon einmal benutzt, als sie für die Krähen einen der Gefangenen ermordete, bevor dieser seine Kameraden verpfeifen konnte. Damals hatte sie Hilfe von einem der Wächter, der bestechlich war. Doch dieser wurde leider kurz nach diesem Vorfall enttarnt und baumelte direkt danach an seinen Eingeweiden hängend von den Zinnen herunter. Es musste also einen anderen Weg geben.
‚Ja, natürlich’, schoss es ihr durch den Kopf. ‚ So könnte es gehen.’
Vernitas Blick wurde wieder klar und sie blickte auf, um ihren Gefährten ihren Plan mitzuteilen, doch die waren plötzlich bis auf Sareth, Lydia und dem ewig schlafenden Hennrik alle verschwunden.
Wohin waren jetzt alle auf einmal verschwunden? Wollten sie nicht einen Plan ausarbeiten, um ihre Gefährten zu retten? Und dann hauen alle einfach ab und machen was? Vielleicht einen Einkaufsbummel? Sie hasste es, mit Anfängern zu arbeiten, die keine Geduld besaßen und alles überstürzen mussten. Bei einer Operation wie dieser musste alles von vorne bis hinten passen. Da gab es keinen Platz für Fehler. Oder für übereifrige Aktionen.
Vernita überlegte kurz. Hatte Leanora nicht etwas darüber gesagt, dass sie zum Stadtkämmerer wollte, oder etwa ähnliches?
„Verdammt, diese dumme Pute!“ entfuhr es Vernita, als sie aufsprang. Die anderen sahen sie verwirrt an. „Keine Zeit für Erklärungen! Bin gleich zurück!“
Die Elfe kreiselte herum und stürmte aus der Taverne. So schnell sie konnte lief sie die Straße entlang Richtung Marktplatz. Sie musste sich beeilen und die Frau abfangen, bevor sie bei Kämmerer ihren Siegelring vorzeigte. Würden die Soldaten sie dort erkennen, dann war sie so gut wie tot.
Vernita lief weiter. Ihr Atem ging schnell, aber regelmäßig. Es dauerte eine Weile, doch schon bald konnte sie Leanora und Kylar in der Nähe des Marktplatzes abfangen. Sie holte die beiden innerhalb weniger Augenblicke ein, bevor sie die Frau an der Schulter packte und mit einem unsanften Ruck zum Stilltand brachte.
„Halt, Leanora! Ihr dürft nicht zum Stadtkämmerer! Wenn Ihr Euch dort zu erkennen gebt, dann seid ihr tot!“
#836
Posté 10 septembre 2010 - 07:01
Lea wurde von Vernita beinahe umgerannt. Sie stand immer noch wie in Trance versunken am gleichen Fleck, aber Vernitas Worte rissen sie aus ihrer Starre.
"Wie bitte? Könnt Ihr mir das auch erklären? Aber keine Sorge, ich hatte soeben den Entschluß gefaßt, dass ich mich nicht in dieses Getümmel stürze. Ich habe da einfach kein gutes Gefühl bei der Sache, was wenn mich jemand erkennt? Und so gesehen habt Ihr Recht, es mag nicht gerade gut sein, wenn die Kämmerer wissen, dass ich unter den Lebenden weile..."
Kraftlos ging sie einige Schritte die Gasse zurück und ließ sich auf einem Stein nieder. Wer war sie denn schon, alles was sie gut meinte, brachte ihre Gefährten nur in Gefahr. Sie dachte an Azoth und Miandra, und eine Träne kullerte über ihre Wange, die sie jedoch sofort weg wischte und sich dabei zur Ordnung rief.
"Entschludigt Vernita. Ich weiß, ich bin völlig überstürzt los gelaufen, hatte noch nicht mal Eure Antwort auf meine Frage wegen des Kämmerers abgewartet. Es soll sicher nicht wieder vorkommen." Entschuldigend blickte sie die Elfe mit großen Augen an.
"Wie bitte? Könnt Ihr mir das auch erklären? Aber keine Sorge, ich hatte soeben den Entschluß gefaßt, dass ich mich nicht in dieses Getümmel stürze. Ich habe da einfach kein gutes Gefühl bei der Sache, was wenn mich jemand erkennt? Und so gesehen habt Ihr Recht, es mag nicht gerade gut sein, wenn die Kämmerer wissen, dass ich unter den Lebenden weile..."
Kraftlos ging sie einige Schritte die Gasse zurück und ließ sich auf einem Stein nieder. Wer war sie denn schon, alles was sie gut meinte, brachte ihre Gefährten nur in Gefahr. Sie dachte an Azoth und Miandra, und eine Träne kullerte über ihre Wange, die sie jedoch sofort weg wischte und sich dabei zur Ordnung rief.
"Entschludigt Vernita. Ich weiß, ich bin völlig überstürzt los gelaufen, hatte noch nicht mal Eure Antwort auf meine Frage wegen des Kämmerers abgewartet. Es soll sicher nicht wieder vorkommen." Entschuldigend blickte sie die Elfe mit großen Augen an.
#837
Posté 10 septembre 2010 - 07:06
Lydia sah Vernira aus der Taverne stürzen und sprang instinktiv auf . Sie folgte ihr in einigem Abstand , leise . Sieh hatte nicht wirklich Mühe mit ihr Mitzuhalten , das verwunderte sie .
Auf dem Marktplatz schien sich halb Ferelden zusammengefundenzuhaben . " Mords was los hier " , sagte sie zu sich selbst und verschwand in einer schmalen Gasse . Dort zog sie sich an einem hervorstehenden Balken an der Wand eines Hauses hoch . Gewagt stieß sie sich ab um an den Fenstersims im ersten Stock zu kommen . Von dort aus kletterte sie unter zuhilfename von Mauerrissen und Gesteinslücken bis unter die Dachkante . Von dort drückte sie sich mit aller Kraft ab und landete sanft und unhörbar auf dem Dach .
Der Martkplatz war gestopft voll . Sie blickte sich um und quasi direkt unter ihr standen Leanora , Wernita und ein weiterer Mann , den sie nicht kannte . Sie huschte davon , und sprang über eine Straßenschlucht zum nächsten Haus , welches um einiges Höher war , Mit viel Geschicj und Glück fand sie wieder an einem hervorstehenden Balken Halt und zog sich geschwind nach oben . Weiter ging die Hatz . Dach für Dach , manchmal mit 5 Meter Höhenunterschied , Straßenschluchten dazwischen und unendlich vielen Klettermöglichkeiten arbeitete sie sich um den Platz herum .
Sie kauerte sich neben einen Kamin und überblickte die Lage , Warum das Gedränge war ? Wie konnte es nicht genau sagen , es war zu viel los . Es wurde geschoben und gedrückt , gerufen und ein Mordsmäßiger Radau veranstaltet , sodass es selbst oben auf dem Dach noch laut war . Das war gut für sie , so konnte sie sich faktisch unsichtbar bewegen .
Auf dem Marktplatz schien sich halb Ferelden zusammengefundenzuhaben . " Mords was los hier " , sagte sie zu sich selbst und verschwand in einer schmalen Gasse . Dort zog sie sich an einem hervorstehenden Balken an der Wand eines Hauses hoch . Gewagt stieß sie sich ab um an den Fenstersims im ersten Stock zu kommen . Von dort aus kletterte sie unter zuhilfename von Mauerrissen und Gesteinslücken bis unter die Dachkante . Von dort drückte sie sich mit aller Kraft ab und landete sanft und unhörbar auf dem Dach .
Der Martkplatz war gestopft voll . Sie blickte sich um und quasi direkt unter ihr standen Leanora , Wernita und ein weiterer Mann , den sie nicht kannte . Sie huschte davon , und sprang über eine Straßenschlucht zum nächsten Haus , welches um einiges Höher war , Mit viel Geschicj und Glück fand sie wieder an einem hervorstehenden Balken Halt und zog sich geschwind nach oben . Weiter ging die Hatz . Dach für Dach , manchmal mit 5 Meter Höhenunterschied , Straßenschluchten dazwischen und unendlich vielen Klettermöglichkeiten arbeitete sie sich um den Platz herum .
Sie kauerte sich neben einen Kamin und überblickte die Lage , Warum das Gedränge war ? Wie konnte es nicht genau sagen , es war zu viel los . Es wurde geschoben und gedrückt , gerufen und ein Mordsmäßiger Radau veranstaltet , sodass es selbst oben auf dem Dach noch laut war . Das war gut für sie , so konnte sie sich faktisch unsichtbar bewegen .
#838
Posté 10 septembre 2010 - 07:20
Vernita blickte auf Leanora herunter und irgendwie tat ihr diese Frau auf einmal leid. Sie konnte sich aber nicht erklären wieso. Wurde sie jetzt etwa doch langsam weich? Vielleicht war es für sie gar nicht so gut für sie, so lange mit denselben Leuten unterwegs zu sein. Sie fing an, für diese Personen Sympathien zu entwickeln oder sie wirklich zu mögen. War das nicht eine Schwäche? Früher glaubte sie das. Aber heute war sie sich nicht mehr so sicher.
„Jetzt beruhigt Euch, Leanora“, meinte die Elfe ruhig. „Ich denke, Ihr könnt einfach nichts dafür, dass Ihr in solchen Situationen schnell den Überblick verliert. Ihr seid wohl behütet aufgewachsen, versteht nichts von Verrat, Intrigen und Hinterlist. In diesem Punkt könnte ich Euch einiges beibringen. Und nun kommt, wir sollten zu Taverne zurückkehren und uns überlegen, was wir tun werden. Außerdem werde ich Euch dort erzählen, was ich über Eure Familie herausgefunden habe.“
Vernita half der blonden Frau auf, bevor sie sich an Kylar wandte. „Ihr kommt am Besten auch mit! Je eher wir mit der Arbeit anfangen, desto eher können wir Euren Freund und auch Miandra aus den Klauen der Folterknechte befreien.“
Vernita und Leanora machten sich gemeinsam auf den Weg zurück zur Taverne.
„Jetzt beruhigt Euch, Leanora“, meinte die Elfe ruhig. „Ich denke, Ihr könnt einfach nichts dafür, dass Ihr in solchen Situationen schnell den Überblick verliert. Ihr seid wohl behütet aufgewachsen, versteht nichts von Verrat, Intrigen und Hinterlist. In diesem Punkt könnte ich Euch einiges beibringen. Und nun kommt, wir sollten zu Taverne zurückkehren und uns überlegen, was wir tun werden. Außerdem werde ich Euch dort erzählen, was ich über Eure Familie herausgefunden habe.“
Vernita half der blonden Frau auf, bevor sie sich an Kylar wandte. „Ihr kommt am Besten auch mit! Je eher wir mit der Arbeit anfangen, desto eher können wir Euren Freund und auch Miandra aus den Klauen der Folterknechte befreien.“
Vernita und Leanora machten sich gemeinsam auf den Weg zurück zur Taverne.
#839
Posté 10 septembre 2010 - 08:04
Leanora ging mit Vernita zurück in die Taverne. Sie war aufs äußerste gespannt, was die Elfe über ihre Familie herausgefunden hatte, und ob sie hinter die Drahtzieher kam, beziehungsweise die Gründe des schicksalhaften Tages.
Sie war zudem heilfroh, nicht in das Gewühl der Stadt zu müssen. Vernita hatte schon recht, sie kannte sich zwar auf dem Parkett der Etikette aus, aber mit Intrigen oder Mord hatte sie nie etwas zu tun.
Kraftlos ließ sie sich auf ihrem alten Platz nieder und zupfte nervös weitere Weintrauben ab.
Sie war zudem heilfroh, nicht in das Gewühl der Stadt zu müssen. Vernita hatte schon recht, sie kannte sich zwar auf dem Parkett der Etikette aus, aber mit Intrigen oder Mord hatte sie nie etwas zu tun.
Kraftlos ließ sie sich auf ihrem alten Platz nieder und zupfte nervös weitere Weintrauben ab.
#840
Posté 10 septembre 2010 - 08:31
„Gehen wir besser auf Euer Zimmer, Leanonra“, meinte Vernita, nachdem sie die Taverne erreicht hatten. Hier unten ist es mir etwas zu öffentlich. Ihr anderen könnt auch gleich nachkommen, sobald Rowan wieder hier ist. Ich hoffe, dass dauert nicht allzu lang bei ihr. Wir haben keine Zeit zu vergeuden.“
Die Elfe ging die Treppe hinauf. Leanora seufzte, als sie aufstand und dieser folgte. Auf dem Gang selbst überholte sie schließlich Vernita, damit sie die Tür aufschließen konnte. Anschließend betraten die beiden den Raum, bevor die Elfe die Tür wieder zumachte.
„Setzt Euch lieber“ meinte Vernita, während sie sich selbst auf den Rand des Bettes niederließ. Die blonde Frau tat es ihr gleich.
„Zunächst einmal muss ich Euch darüber informieren, dass der Arl von Denerim, der ja ein guter Bekannter Eurer Familie gewesen ist, nicht mehr lebt“, begann Vernita mit ihren Ausführungen. „Er verstarb vor ein paar Monaten bei einem „Unfall“. Der neue Arl ist ein viel härter und viel gefährlicherer Mann. Und da Königin Anora fast nie in der Hauptstadt ist, kann er eigentlich tun und lassen was er will. Mein Kontaktmann vermutet, dass er hinter den Entführungen der Kinder steckt, hatte dafür aber keine Beweise. Seine rechte Hand ist Eshtá Gianauro, die Frau, die wir suchen. Dummerweise ist sein Anwesen schwer bewacht, so dass wir nicht so ohne weiteres dort eindringen können.“
Vernita machte eine kurze, wobei sie Leanora schief angrinste, als sie deren ungläubiges Gesicht sah. „Aber das ist noch nicht alles. Ein hohes Tier in der Kirche von Denerim, dessen Name ich aber leider nicht kenne, ist ebenfalls in diese Sache verstrickt. Er scheint neben seinen geistlichen Interessen auch eine Schwäche für weltliche Güter zu haben. Mein Kontaktmann vermutet, dass er unter anderem auf Land aus ist. Im Gegenzug für eine Zusammenarbeit mit dem Arl soll dieser ihm auch das Land Eures Vaters zugesichert haben. Also erklärte er Eure Familie zu Verrätern. Und da alle Euren Angehörigen nun tot sind, braucht er nur noch Euren Kopf, um das Land zu erhalten und es seinem geistlichen Verbündeten zu übergeben. Das heißt also, das wir in der Kirche von Denerim nach weiteren Hinweisen und auch nach diesem Schwein suchen müssen, welches für den Tod Eurer Familie verantwortlich ist. Natürlich erst nachdem wir unsere beiden Gefährten aus dem Knast geholt haben.“
Die Elfe ging die Treppe hinauf. Leanora seufzte, als sie aufstand und dieser folgte. Auf dem Gang selbst überholte sie schließlich Vernita, damit sie die Tür aufschließen konnte. Anschließend betraten die beiden den Raum, bevor die Elfe die Tür wieder zumachte.
„Setzt Euch lieber“ meinte Vernita, während sie sich selbst auf den Rand des Bettes niederließ. Die blonde Frau tat es ihr gleich.
„Zunächst einmal muss ich Euch darüber informieren, dass der Arl von Denerim, der ja ein guter Bekannter Eurer Familie gewesen ist, nicht mehr lebt“, begann Vernita mit ihren Ausführungen. „Er verstarb vor ein paar Monaten bei einem „Unfall“. Der neue Arl ist ein viel härter und viel gefährlicherer Mann. Und da Königin Anora fast nie in der Hauptstadt ist, kann er eigentlich tun und lassen was er will. Mein Kontaktmann vermutet, dass er hinter den Entführungen der Kinder steckt, hatte dafür aber keine Beweise. Seine rechte Hand ist Eshtá Gianauro, die Frau, die wir suchen. Dummerweise ist sein Anwesen schwer bewacht, so dass wir nicht so ohne weiteres dort eindringen können.“
Vernita machte eine kurze, wobei sie Leanora schief angrinste, als sie deren ungläubiges Gesicht sah. „Aber das ist noch nicht alles. Ein hohes Tier in der Kirche von Denerim, dessen Name ich aber leider nicht kenne, ist ebenfalls in diese Sache verstrickt. Er scheint neben seinen geistlichen Interessen auch eine Schwäche für weltliche Güter zu haben. Mein Kontaktmann vermutet, dass er unter anderem auf Land aus ist. Im Gegenzug für eine Zusammenarbeit mit dem Arl soll dieser ihm auch das Land Eures Vaters zugesichert haben. Also erklärte er Eure Familie zu Verrätern. Und da alle Euren Angehörigen nun tot sind, braucht er nur noch Euren Kopf, um das Land zu erhalten und es seinem geistlichen Verbündeten zu übergeben. Das heißt also, das wir in der Kirche von Denerim nach weiteren Hinweisen und auch nach diesem Schwein suchen müssen, welches für den Tod Eurer Familie verantwortlich ist. Natürlich erst nachdem wir unsere beiden Gefährten aus dem Knast geholt haben.“
#841
Posté 10 septembre 2010 - 09:15
Gut, dass Leanora sass, sie wäre sonst umgefallen.
"Der Arl tot? Oh mein Gott... ich sagte doch, ich kann mir nicht vorstellen, dass er etwas damit zu tun hat, er war immer ein gütiger und gerechter Mann! Aber .. es bedeutet auch, dass ich nirgendwo sicher bin. Und dieser Geistliche will das bischen Land, was wir besitzen? Das verstehe ich alles nicht. Die wissen aber wohl, dass ich noch lebe? Beziehungsweise dass sie die Familie nicht komplett ausgelöscht haben? Insofern haben die dann ja doch stümperhaft gearbeitet, die haben ja nicht mal nach mir gesucht an jenem Tag."
Sie schöpfte neue Hoffnung. "Vielleicht wissen die aber auch einfach nicht, dass es auch eine Tochter gibt?"
Leanora war völlig verwirrt. Es stürzte im Moment mehr auf sie ein, als sie verarbeiten konnte. Aber sie wußte, dass sie Vernita vertrauen konnte. Und dass sie Miandra und Azoth aus dieser Hölle befreien mußten.
"Vernita, aber wenn wir die beiden da raus holen... ich würde mich ja ohnehin nicht als diejenige zu erkennen geben, die ich bin. Ich hab mir schon einen Decknamen ausgedacht, und mein Haar könnte ich mit Henna etwas rötlicher einfärben. Mit einer eleganten Hochsteckfrisur kennt mich kein Mensch mehr. Nun egal, ich weiß noch nicht einmal, wie ich überhaupt zum Kommandanten vorgelassen werden kann. Die größere Frage ist, wo wir untertauchen können. In der Taverne hier können wir kaum bleiben. Ich habe Angst Vernita. Große Angst sogar. Wir werden dann sicher in ganz Ferelden gesucht. Und haltet mich für blöd oder naiv, aber ich werde mein Pferd holen, so bald es möglich ist. Schließlich ist Donas das Kapital, um später meine Existenz wieder aufbauen zu können. Wir waren zwar nicht arm, aber dass ich davon leben könnte ohne je wieder arbeiten zu müssen, bezweifel ich."
Sie seufzte. Leanora war mit ihrem Verstand am Ende, und ohne Vernita hätte sie nun wohl wirklich aufgegeben. Völlig verzagt ließ sie sich nach hinten fallen und lag nun mit dem Rücken quer über dem Bett. Sie starrte die Decke an, als ob da oben Antworten auf all ihre Fragen eingeritzt wären. Aber alles was sie sah, war der nackte Plafond und ein paar Spinnweben.
"Der Arl tot? Oh mein Gott... ich sagte doch, ich kann mir nicht vorstellen, dass er etwas damit zu tun hat, er war immer ein gütiger und gerechter Mann! Aber .. es bedeutet auch, dass ich nirgendwo sicher bin. Und dieser Geistliche will das bischen Land, was wir besitzen? Das verstehe ich alles nicht. Die wissen aber wohl, dass ich noch lebe? Beziehungsweise dass sie die Familie nicht komplett ausgelöscht haben? Insofern haben die dann ja doch stümperhaft gearbeitet, die haben ja nicht mal nach mir gesucht an jenem Tag."
Sie schöpfte neue Hoffnung. "Vielleicht wissen die aber auch einfach nicht, dass es auch eine Tochter gibt?"
Leanora war völlig verwirrt. Es stürzte im Moment mehr auf sie ein, als sie verarbeiten konnte. Aber sie wußte, dass sie Vernita vertrauen konnte. Und dass sie Miandra und Azoth aus dieser Hölle befreien mußten.
"Vernita, aber wenn wir die beiden da raus holen... ich würde mich ja ohnehin nicht als diejenige zu erkennen geben, die ich bin. Ich hab mir schon einen Decknamen ausgedacht, und mein Haar könnte ich mit Henna etwas rötlicher einfärben. Mit einer eleganten Hochsteckfrisur kennt mich kein Mensch mehr. Nun egal, ich weiß noch nicht einmal, wie ich überhaupt zum Kommandanten vorgelassen werden kann. Die größere Frage ist, wo wir untertauchen können. In der Taverne hier können wir kaum bleiben. Ich habe Angst Vernita. Große Angst sogar. Wir werden dann sicher in ganz Ferelden gesucht. Und haltet mich für blöd oder naiv, aber ich werde mein Pferd holen, so bald es möglich ist. Schließlich ist Donas das Kapital, um später meine Existenz wieder aufbauen zu können. Wir waren zwar nicht arm, aber dass ich davon leben könnte ohne je wieder arbeiten zu müssen, bezweifel ich."
Sie seufzte. Leanora war mit ihrem Verstand am Ende, und ohne Vernita hätte sie nun wohl wirklich aufgegeben. Völlig verzagt ließ sie sich nach hinten fallen und lag nun mit dem Rücken quer über dem Bett. Sie starrte die Decke an, als ob da oben Antworten auf all ihre Fragen eingeritzt wären. Aber alles was sie sah, war der nackte Plafond und ein paar Spinnweben.
#842
Posté 10 septembre 2010 - 09:46
Lydia sprang an einen hervorstehenden Balken an der Rückseite der Taverne . Sie zog sich mit viel Kraftaufwand nach oben und griff nach dem Fenstersims . Oben angekommen , klopfte sie dagegen . " Wenn da jemand ist , würdet ihr die Freundlichkeit besitzen , mir zu öffnen ? " Sie blickte nach drinnen und kommte zwei Gestalten ausmachen , eine lag auf dem Bett , die andere stand im Raum .
#843
Posté 10 septembre 2010 - 10:11
Lea zuckte zusammen, als es am Fenster klopfte, ihr Herz raste. Sie richtete sich auf, drehte sich um und blickte auf... Lydia.
Schnell sprang sie auf ihre Füsse, lief zum Fenster und öffnete dieses.
"Beim Erbauer, Lydia! Wenn Du mich noch einmal so erschreckst!"
Nachdem die Kleine mit einem Satz ins Zimmer gesprungen war, schloß sie das Fenster wieder und nahm ihre vorige Position ein. Sie mußte ihre Gedanken zur Ordnung bringen, und etwas Ruhe in das ganze Chaos.
Schnell sprang sie auf ihre Füsse, lief zum Fenster und öffnete dieses.
"Beim Erbauer, Lydia! Wenn Du mich noch einmal so erschreckst!"
Nachdem die Kleine mit einem Satz ins Zimmer gesprungen war, schloß sie das Fenster wieder und nahm ihre vorige Position ein. Sie mußte ihre Gedanken zur Ordnung bringen, und etwas Ruhe in das ganze Chaos.
#844
Posté 10 septembre 2010 - 10:28
" Lea ! Entschuldige vielmals , aber ich wollte nicht durch den Schankraum kommen . "
Sie schnaufte und blickte die Beiden an ,
" Also . Ich habe mich etwas umgesehen . Die Stadt quillt über vor Wachen und sogar angeheuerten Söldnern ! An jeder Ecke lauern sie , immer ein ganzer Haufen . Was auch immer auf dem Markt los war , es sah aus , als hätte sich halb Ferelden spontan getroffen . "
Sie zog eine Karte aus dem Korsettausschnitt .
" Hier , die hab ich mal mitgehen lassen , ich weis nicht , ob wir die brauchen . Es ist die Stadt und gänge darunter drauf ,. sowie Wachhäuser und -türme eingezeichnet . Auch die standartrouten der Nachtwächter ist darauf . "
Sie legte die Karte aufs Bett und setzte sich zu Leanora .
Sie schnaufte und blickte die Beiden an ,
" Also . Ich habe mich etwas umgesehen . Die Stadt quillt über vor Wachen und sogar angeheuerten Söldnern ! An jeder Ecke lauern sie , immer ein ganzer Haufen . Was auch immer auf dem Markt los war , es sah aus , als hätte sich halb Ferelden spontan getroffen . "
Sie zog eine Karte aus dem Korsettausschnitt .
" Hier , die hab ich mal mitgehen lassen , ich weis nicht , ob wir die brauchen . Es ist die Stadt und gänge darunter drauf ,. sowie Wachhäuser und -türme eingezeichnet . Auch die standartrouten der Nachtwächter ist darauf . "
Sie legte die Karte aufs Bett und setzte sich zu Leanora .
#845
Posté 10 septembre 2010 - 11:36
„Nun, einen Stadtplan benötige ich nicht, Kleines“, erwiderte Vernita spöttisch grinsend. „Ich bin in dieser Stadt aufgewachsen und kenne sie wie meine Westentasche. Selbst nach dem Wiederaufbau hat sich hier fast nichts verändert, soweit ich das beurteilen kann. Die Patroullienrouten der Wachen könnten sich allerdings als nützlich erweisen, falls diese Informationen noch korrekt sind.“
Die Elfe stand vom Bett auf und ging durch das Zimmer, während sie nachdachte. „Aber nun noch einmal zurück zu Euch, Leanora. Ich denke nicht, dass man Euch nur anhand Eures Aussehens erkennen wird. Und deshalb bezweifele ich auch, dass man Euch Suchtrupps auf den Hals hetzen wird. Wahrscheinlich ist der Plan des Arls ganz einfach. Er wartet, bis Ihr Euch beim Kämmerer anhand Eures Siegelringes zu erkennen gebt, um Euer Erbe anzutreten. Dann werden sie Euch schnappen und hinrichten. Aus diesem Grund sah dieser Überfall wahrscheinlich auch so aus, wie das Werk von Banditen und nicht von Soldaten. Damit sollten etwaige Überlebende in die Irre geführt werden. Sollte sich allerdings niemand nach einer gewissen Zeit melden, so fällt das Land automatisch in den Besitz des Arls, und somit geht es an seinen Verbündeten. Sollten wir diesem mal begegnen, so gebe ich Euch die Gelegenheit ihn zu fragen, was er mit dem Land Eurer Eltern wollte, bevor Ihr ihn dafür töten dürft.“
Vernita verzog das Gesicht zu einem bösen Grinsen. Doch nur für einen Moment. Dann wurde sie wieder ernst. „Aber zurück zu wichtigeren Dingen. Ihr habt mich gefragt, wie Ihr in die Festung reinkommen sollt. Nun, das Reinkommen wird nicht Euer Problem sein, eher schon das wieder herauskommen. Aber selbst daran arbeite ich gerade. Doch sollten wir das zusammen mit den anderen besprechen. Ich gehe kurz nach unten, um zu sehen ob Rowan inzwischen zurückgekehrt ist, damit wir anfangen können.“
Sie ging zur Tür und öffnete diese. Doch bevor sie den Raum verließ, hielt sie noch einmal inne. „Und eins noch. Den Kommandanten werden wir wohl vergiften müssen. Ihn nur zu betäuben würde bedeuten, dass er nach seiner Bewusstlosigkeit nach Eurem Kopf trachten wird. Und den wollt Ihr doch sicher noch eine Zeit behalten, oder?“
Die Elfe lachte dreckig, während sie auf den Flur trat und die Tür hinter sich schloss.
Die Elfe stand vom Bett auf und ging durch das Zimmer, während sie nachdachte. „Aber nun noch einmal zurück zu Euch, Leanora. Ich denke nicht, dass man Euch nur anhand Eures Aussehens erkennen wird. Und deshalb bezweifele ich auch, dass man Euch Suchtrupps auf den Hals hetzen wird. Wahrscheinlich ist der Plan des Arls ganz einfach. Er wartet, bis Ihr Euch beim Kämmerer anhand Eures Siegelringes zu erkennen gebt, um Euer Erbe anzutreten. Dann werden sie Euch schnappen und hinrichten. Aus diesem Grund sah dieser Überfall wahrscheinlich auch so aus, wie das Werk von Banditen und nicht von Soldaten. Damit sollten etwaige Überlebende in die Irre geführt werden. Sollte sich allerdings niemand nach einer gewissen Zeit melden, so fällt das Land automatisch in den Besitz des Arls, und somit geht es an seinen Verbündeten. Sollten wir diesem mal begegnen, so gebe ich Euch die Gelegenheit ihn zu fragen, was er mit dem Land Eurer Eltern wollte, bevor Ihr ihn dafür töten dürft.“
Vernita verzog das Gesicht zu einem bösen Grinsen. Doch nur für einen Moment. Dann wurde sie wieder ernst. „Aber zurück zu wichtigeren Dingen. Ihr habt mich gefragt, wie Ihr in die Festung reinkommen sollt. Nun, das Reinkommen wird nicht Euer Problem sein, eher schon das wieder herauskommen. Aber selbst daran arbeite ich gerade. Doch sollten wir das zusammen mit den anderen besprechen. Ich gehe kurz nach unten, um zu sehen ob Rowan inzwischen zurückgekehrt ist, damit wir anfangen können.“
Sie ging zur Tür und öffnete diese. Doch bevor sie den Raum verließ, hielt sie noch einmal inne. „Und eins noch. Den Kommandanten werden wir wohl vergiften müssen. Ihn nur zu betäuben würde bedeuten, dass er nach seiner Bewusstlosigkeit nach Eurem Kopf trachten wird. Und den wollt Ihr doch sicher noch eine Zeit behalten, oder?“
Die Elfe lachte dreckig, während sie auf den Flur trat und die Tür hinter sich schloss.
#846
Posté 11 septembre 2010 - 10:21
Rowan bewegte sich zügig durch die Massen, die sich in den Straßen Denerims trieben. Ein wenig war sie verwundert, wieso sich heute so viele Leute auf den Straßen trieben. Zu ihrem Bedauern fehlte ihr die Zeit, Informationen darüber einzuholen. Doch so konnte sie ungesehen in der Menge verschwinden.
So lange wie sie gefürchtet hatte, war sie nicht unterwegs gewesen. Gegen Mittag betrat sie die Taverne wieder. Von Vernita, Lea und dem jungen Mädchen fehlte allerdings jede Spur. Sie blieb vor Sareth stehen und blickte ihn fragend an.
„Wo sind die anderen?“
Er lächelte ihr entgegen und nickte dann in Richtung der Treppe nach oben. Rowan begab sich die Treppe hoch und Sareth folgte ihr.
So lange wie sie gefürchtet hatte, war sie nicht unterwegs gewesen. Gegen Mittag betrat sie die Taverne wieder. Von Vernita, Lea und dem jungen Mädchen fehlte allerdings jede Spur. Sie blieb vor Sareth stehen und blickte ihn fragend an.
„Wo sind die anderen?“
Er lächelte ihr entgegen und nickte dann in Richtung der Treppe nach oben. Rowan begab sich die Treppe hoch und Sareth folgte ihr.
#847
Posté 11 septembre 2010 - 10:26
Um Lea drehte sich alles. Ihr wurde bewußt, in welcher Gefahr sie eigentlich schwebte, und dass zusätzlich Eile geboten war. Zum einen wegen Miandra und Azoth. Zum anderen würde sie über kurz oder lang auch noch ihr Erbe verlieren. Und das würde sie auf keinen Fall zulassen.
Sie fühlte sich als hätte sie Ameisen gefrühstückt. Adrenalin schoß ununterbrochen durch ihren Körper, und sie fragte sich wie sie halbwegs zur Ruhe kommen sollte um endlich wieder klare Gedanken fassen zu können. Also versuchte sie, sich erstmal auf das gesagte zu konzentrieren: den Kommandanten vergiften, sonst würde sie defintiv gesucht werden.
Verdammt, Vernita hatte wirklich recht. Selbst mit Maskerade würde er nach ihr suchen lassen. Das würde zwar ohnehin passieren. Nach der Befreiungs-Aktion würde nicht nur ihr Anlitz die Steckbriefe zieren, sondern von allen, und eigentlich war sie gespannt, wieviel Soverings ihre Köpfe hinterher wert waren. Ein zynisches Lächeln stahl sich in ihr Gesicht.
"Na wartet, so leicht machen wir es euch nicht" murmelte sie. "Ihr werdet mich noch kennenlernen. Eine Familie Bardigiano läßt sich nicht so leicht unterkriegen..."
Ihr Kampfgeist war erwacht und verdrängte langsam aber sicher ihre Angst.
Sie fühlte sich als hätte sie Ameisen gefrühstückt. Adrenalin schoß ununterbrochen durch ihren Körper, und sie fragte sich wie sie halbwegs zur Ruhe kommen sollte um endlich wieder klare Gedanken fassen zu können. Also versuchte sie, sich erstmal auf das gesagte zu konzentrieren: den Kommandanten vergiften, sonst würde sie defintiv gesucht werden.
Verdammt, Vernita hatte wirklich recht. Selbst mit Maskerade würde er nach ihr suchen lassen. Das würde zwar ohnehin passieren. Nach der Befreiungs-Aktion würde nicht nur ihr Anlitz die Steckbriefe zieren, sondern von allen, und eigentlich war sie gespannt, wieviel Soverings ihre Köpfe hinterher wert waren. Ein zynisches Lächeln stahl sich in ihr Gesicht.
"Na wartet, so leicht machen wir es euch nicht" murmelte sie. "Ihr werdet mich noch kennenlernen. Eine Familie Bardigiano läßt sich nicht so leicht unterkriegen..."
Ihr Kampfgeist war erwacht und verdrängte langsam aber sicher ihre Angst.
#848
Posté 11 septembre 2010 - 11:16
Vernita hatte gerade die Treppe erreicht, als ihr Rowan und Sareth entgegen kamen. Selbst Hennrik hatte sich endlich mal wieder aufgerafft und schlenderte gemeinsam mit Kylar hinter den beiden her.
„Gut, dass Ihr da seid, Rowan“, begrüßte sie die blonde Frau. „Wie kommt Ihr eigentlich dazu, einfach so wegzulaufen, während wir an einem Plan zur Befreiung unserer Gefährten arbeiten? Wir haben doch jetzt keine Zeit für Ausflüge. Würde ich Euch nicht so mögen, dann wäre ich jetzt ziemlich sauer. Kommt jetzt. Wir haben viel zu bereden.“
Die Elfe führte die vier in Leanoras Zimmer. Nachdem der letzte den Raum betreten hatte, schloss Vernita die Tür und verriegelte sie sogleich. Anschließend wandte sie sich an die anderen.
„So, da wir jetzt ja alle beisammen sind, wird es Zeit und uns über die Befreiung unserer Gefährten zu unterhalten. Ich habe mir schon einen groben Plan überlegt. Doch bevor ich Euch diesen vorstelle, hätte ich gern Eure Ideen und Vorschläge gehört. Wer möchte beginnen?“
„Gut, dass Ihr da seid, Rowan“, begrüßte sie die blonde Frau. „Wie kommt Ihr eigentlich dazu, einfach so wegzulaufen, während wir an einem Plan zur Befreiung unserer Gefährten arbeiten? Wir haben doch jetzt keine Zeit für Ausflüge. Würde ich Euch nicht so mögen, dann wäre ich jetzt ziemlich sauer. Kommt jetzt. Wir haben viel zu bereden.“
Die Elfe führte die vier in Leanoras Zimmer. Nachdem der letzte den Raum betreten hatte, schloss Vernita die Tür und verriegelte sie sogleich. Anschließend wandte sie sich an die anderen.
„So, da wir jetzt ja alle beisammen sind, wird es Zeit und uns über die Befreiung unserer Gefährten zu unterhalten. Ich habe mir schon einen groben Plan überlegt. Doch bevor ich Euch diesen vorstelle, hätte ich gern Eure Ideen und Vorschläge gehört. Wer möchte beginnen?“
#849
Guest_Juleiila_*
Posté 11 septembre 2010 - 11:31
Guest_Juleiila_*
Er wusste nicht wie lange er in dem Raum eingesperrt war. Sein Zeitgefühl war verschwunden, und er dachte wohl, dass er Stunden damit verbrachte hysterisch, panisch und verzweifelt diese Dinger von seinem Körper zu bekommen. Sie gönnten ihm keine Ruhepause, und er war schon fast am Ende, außer Atem, nur noch einige Minuten länger und er würde sich auf den Boden fallen lassen und aufgeben.
Doch genau in diesem Moment ertönte ein bekanntes Geräusch. Die Türe wurde entriegelt. Azoth hielt den Atem an, und schloss krampfhaft seine Augen, als das schummrige Licht den Raum erhellte. Sofort wurde er gepackt und mit gezerrt.
Nahezu jede Stelle seines Körpers war von blutenden Kratzwunden befleckt, wie wenn ein wildes Tier über ihn hergefallen wäre. Seine Finger waren voller Blut, und unter seinen Fingernägeln waren Hautreste zu sehen. Sein Gesicht war bleich vor Erschöpfung, seine Kehle trocken vor Durst, seine Augen und Lunge brannten wie Feuer.
Doch etwas war mysteriös. Als die Türe geöffnet wurde, war er alleine in dem kleinen dunklen Raum. Keine kleinen Krabbeltiere, keine Insekten oder Sonstiges. Nichts.
Nichts?
Azoth blickte verwirrt in den Raum, als man ihn nach draußen zerrte. Hatte er sich all das nur eingebildet, und seinem Körper selbst diese Kratzwunden zugefügt? Alles deutete darauf hin, aber er fühlte sich zu schwach um länger darüber nachzudenken, und ließ sich von den Wärtern, die ihn schäbig angrinsten, und erneut den Jutesack über den Kopf stülpten, mitnehmen.
Er bekam nur mit, wie man ihn über Stufen zerrte, und er sich daran teilweise die Knie abschürfte, da er nicht mit dem Tempo der Wärter mithalten konnte. Anschließend wieder durch mehrere Türen bis Schreie in seine Ohren drangen. Er ging wohl gerade durch die Folterkammer… Wieder eine Tür, er wurde losgelassen und brach zusammen. Der Sack wurde ihm vom Kopf genommen, und er sah alles verschwommen, erkannte nur, dass er sich in der Zelle befand, und jemand neben ihm lag. Er sah rot und schwarz, und plötzlich drängte etwas Beiges dazwischen, eine Art Rolle.
„Verbinde damit ihre Wunden, schließlich darf sie uns nicht wegsterben, wir haben ja noch etwas vor.“
Er vernahm den Satz sowie Gelächter in seinen Ohren, wie ein Echo.
„Und vielleicht kannst Du sie auch gleich wachküssen!“
Eine Türe wurde mit lachendem Applaus zugeknallt, doch Azoth fühlte sich noch immer benommen, und blieb auf dem kalten Boden regungslos liegen und starrte auf die Bandage die vor ihm lag. Nachdem er seine Augen einige Male zusammengekniffen hatte, und sich nicht mehr alles um ihn herum zu drehen schien, griff er nach dem Verbandszeug. Dann blickte er zur Seite, sah das Blut, sah Miandra. In diesem Moment wünschte er sich, nicht mehr am Leben zu sein. Was hatte er nur verursacht?
Er setzte sich etwas wackelig auf, und lehnte sich an das Zellengitter. Seine Beine breitete er etwas aus, und dann zog er Miandra darüber, mit dem Bauch nach unten, sodass zwischen dem Boden und ihrem Oberkörper etwas freier Platz war. Nur so könnte er ihre Wunden verbinden, ohne sie aufwecken zu müssen. Dabei fühlte er ihren Puls, welcher sehr schwach war, und ihre Haut glühte wie heiße Kohlen.
Einige Male schluckte er und seine Kehle schien noch immer zu brennen. Was hatte er nur eingeatmet?
Mit stark zittrigen Händen begann er ihren Oberkörper zu verbinden und achtete darauf, die Bandagen nicht zu fest zu schnüren oder ihren Rücken ausversehen zu berühren. Auch wenn er stark zitterte, so schaffte er es schließlich, und zog sie vorsichtig näher an sich heran, damit ihr Kopf nicht länger auf dem Boden liegen musste, wagte es jedoch nicht in ihr Antlitz zu blicken. Anschließend lehnte er seinen Kopf zurück, schloss schmerzhaft die Augen, und einige Tränen liefen über seine Wangen hinab. Dabei sah er jedoch immer noch ihren blutverschmierten Körper vor sich, und spürte erst jetzt, wie stark die Kratzwunden an seinem Körper brannten, und hoffte Miandra würde nicht allzu schnell wieder aufwachen. Nur so konnte sie der Folter, für wenigstens ein paar Minuten, entgehen.
WAS HATTE ER NUR VERURSACHT?
Doch genau in diesem Moment ertönte ein bekanntes Geräusch. Die Türe wurde entriegelt. Azoth hielt den Atem an, und schloss krampfhaft seine Augen, als das schummrige Licht den Raum erhellte. Sofort wurde er gepackt und mit gezerrt.
Nahezu jede Stelle seines Körpers war von blutenden Kratzwunden befleckt, wie wenn ein wildes Tier über ihn hergefallen wäre. Seine Finger waren voller Blut, und unter seinen Fingernägeln waren Hautreste zu sehen. Sein Gesicht war bleich vor Erschöpfung, seine Kehle trocken vor Durst, seine Augen und Lunge brannten wie Feuer.
Doch etwas war mysteriös. Als die Türe geöffnet wurde, war er alleine in dem kleinen dunklen Raum. Keine kleinen Krabbeltiere, keine Insekten oder Sonstiges. Nichts.
Nichts?
Azoth blickte verwirrt in den Raum, als man ihn nach draußen zerrte. Hatte er sich all das nur eingebildet, und seinem Körper selbst diese Kratzwunden zugefügt? Alles deutete darauf hin, aber er fühlte sich zu schwach um länger darüber nachzudenken, und ließ sich von den Wärtern, die ihn schäbig angrinsten, und erneut den Jutesack über den Kopf stülpten, mitnehmen.
Er bekam nur mit, wie man ihn über Stufen zerrte, und er sich daran teilweise die Knie abschürfte, da er nicht mit dem Tempo der Wärter mithalten konnte. Anschließend wieder durch mehrere Türen bis Schreie in seine Ohren drangen. Er ging wohl gerade durch die Folterkammer… Wieder eine Tür, er wurde losgelassen und brach zusammen. Der Sack wurde ihm vom Kopf genommen, und er sah alles verschwommen, erkannte nur, dass er sich in der Zelle befand, und jemand neben ihm lag. Er sah rot und schwarz, und plötzlich drängte etwas Beiges dazwischen, eine Art Rolle.
„Verbinde damit ihre Wunden, schließlich darf sie uns nicht wegsterben, wir haben ja noch etwas vor.“
Er vernahm den Satz sowie Gelächter in seinen Ohren, wie ein Echo.
„Und vielleicht kannst Du sie auch gleich wachküssen!“
Eine Türe wurde mit lachendem Applaus zugeknallt, doch Azoth fühlte sich noch immer benommen, und blieb auf dem kalten Boden regungslos liegen und starrte auf die Bandage die vor ihm lag. Nachdem er seine Augen einige Male zusammengekniffen hatte, und sich nicht mehr alles um ihn herum zu drehen schien, griff er nach dem Verbandszeug. Dann blickte er zur Seite, sah das Blut, sah Miandra. In diesem Moment wünschte er sich, nicht mehr am Leben zu sein. Was hatte er nur verursacht?
Er setzte sich etwas wackelig auf, und lehnte sich an das Zellengitter. Seine Beine breitete er etwas aus, und dann zog er Miandra darüber, mit dem Bauch nach unten, sodass zwischen dem Boden und ihrem Oberkörper etwas freier Platz war. Nur so könnte er ihre Wunden verbinden, ohne sie aufwecken zu müssen. Dabei fühlte er ihren Puls, welcher sehr schwach war, und ihre Haut glühte wie heiße Kohlen.
Einige Male schluckte er und seine Kehle schien noch immer zu brennen. Was hatte er nur eingeatmet?
Mit stark zittrigen Händen begann er ihren Oberkörper zu verbinden und achtete darauf, die Bandagen nicht zu fest zu schnüren oder ihren Rücken ausversehen zu berühren. Auch wenn er stark zitterte, so schaffte er es schließlich, und zog sie vorsichtig näher an sich heran, damit ihr Kopf nicht länger auf dem Boden liegen musste, wagte es jedoch nicht in ihr Antlitz zu blicken. Anschließend lehnte er seinen Kopf zurück, schloss schmerzhaft die Augen, und einige Tränen liefen über seine Wangen hinab. Dabei sah er jedoch immer noch ihren blutverschmierten Körper vor sich, und spürte erst jetzt, wie stark die Kratzwunden an seinem Körper brannten, und hoffte Miandra würde nicht allzu schnell wieder aufwachen. Nur so konnte sie der Folter, für wenigstens ein paar Minuten, entgehen.
WAS HATTE ER NUR VERURSACHT?
#850
Posté 11 septembre 2010 - 12:19
Leanora richtete sich nun endgültig auf, streckte ihren Rücken einmal durch dass es beinahe knackste, und stand dann auf. Irgendwie konnte sie einfacher denken, wenn sie dabei stand beziehungsweise umherging. Also wanderte sie ihr Zimmer auf und ab, als sie zu sprechen begann.
"Nun, ich bin auf jeden Fall dafür, so wenig wie möglich von den Wachen zu töten. Sareth und ich können mit Sicherheit durchs Haupttor. Die Idee an sich wäre, dass ich dem Kommandanten irgendwie die Schlüssel zum Zellentrakt entwenden, und auch rausfinden kann, wo die beiden genau untergebracht sind. Ich denke, Fort Draken ist nun nicht so klein, dass wir die Zeit haben, Miandra und Azoth zu suchen. Vielleicht finde ich auch einen Bauplan des Gebäudes, oder kennt sich da drinnen jemand aus? Von daher eben auch die Idee mit dem Schlafmittel, aber Ihr habt schon Recht, Vernita. Der Kommandant würde sofort alle Hebel in Bewegung setzen um mich ausfindig zu machen, also bleibt kaum etwas anderes übrig als Gift in den Tee oder so. Wenn er umfällt rufe ich nach Hilfe. Sareth ist ja im Zimmer bei mir, er kann sich neben der Tür postieren und wenn die Wachen kommen, ihnen eins überziehen so dass sie erst einmal ein paar Stunden weggetreten sind. Somit dürfte der erste Teil des Gebäudes relativ frei von Wachen sein."
Sie spielte gerade die Situation in Gedanken durch, sah, wie der Kommandant am Boden lag, ein paar Wachen gefesselt, geknebelt und mit verbundenen Augen im Raum sassen. Was dann? Zellenschüssel entwenden, in den Gang laufen, wo hoffentlich dann erstmal keine weiteren Soldaten waren. Was würde ein paar Schritte weiter sein? Mußten sie dann schon kämpfen? Da kam ihr eine Idee.
"Das ist der Zeitpunkt, wo Lydia als verschrecktes, verängstigtes Mädchen vorauslaufen kann, und die nächsten Wachen aufstachelt. Eventuell auf die Art: wo ist meine Mama? Könnt ihr mir helfen meine Mama zu finden? So dürfte sie möglicherweise einige Wachen ablenken und beschäftigen. In der Zwischenzeit müssen wir eine Lösung finden, wie wir euch anderen in das Gebäude kriegen. Lieferanten-Eingang? Sogar ein Fort müßte doch einen separaten Eingang für Wäscherei, Lebensmittel oder Getränke-Transport haben?"
Mittendrin stoppte sie ihre Schritte. Genau jetzt war ihre Logik am Ende. Leanora lehnte sich gegen die Wand und blickte fragend in die Runde.
"Nun, ich bin auf jeden Fall dafür, so wenig wie möglich von den Wachen zu töten. Sareth und ich können mit Sicherheit durchs Haupttor. Die Idee an sich wäre, dass ich dem Kommandanten irgendwie die Schlüssel zum Zellentrakt entwenden, und auch rausfinden kann, wo die beiden genau untergebracht sind. Ich denke, Fort Draken ist nun nicht so klein, dass wir die Zeit haben, Miandra und Azoth zu suchen. Vielleicht finde ich auch einen Bauplan des Gebäudes, oder kennt sich da drinnen jemand aus? Von daher eben auch die Idee mit dem Schlafmittel, aber Ihr habt schon Recht, Vernita. Der Kommandant würde sofort alle Hebel in Bewegung setzen um mich ausfindig zu machen, also bleibt kaum etwas anderes übrig als Gift in den Tee oder so. Wenn er umfällt rufe ich nach Hilfe. Sareth ist ja im Zimmer bei mir, er kann sich neben der Tür postieren und wenn die Wachen kommen, ihnen eins überziehen so dass sie erst einmal ein paar Stunden weggetreten sind. Somit dürfte der erste Teil des Gebäudes relativ frei von Wachen sein."
Sie spielte gerade die Situation in Gedanken durch, sah, wie der Kommandant am Boden lag, ein paar Wachen gefesselt, geknebelt und mit verbundenen Augen im Raum sassen. Was dann? Zellenschüssel entwenden, in den Gang laufen, wo hoffentlich dann erstmal keine weiteren Soldaten waren. Was würde ein paar Schritte weiter sein? Mußten sie dann schon kämpfen? Da kam ihr eine Idee.
"Das ist der Zeitpunkt, wo Lydia als verschrecktes, verängstigtes Mädchen vorauslaufen kann, und die nächsten Wachen aufstachelt. Eventuell auf die Art: wo ist meine Mama? Könnt ihr mir helfen meine Mama zu finden? So dürfte sie möglicherweise einige Wachen ablenken und beschäftigen. In der Zwischenzeit müssen wir eine Lösung finden, wie wir euch anderen in das Gebäude kriegen. Lieferanten-Eingang? Sogar ein Fort müßte doch einen separaten Eingang für Wäscherei, Lebensmittel oder Getränke-Transport haben?"
Mittendrin stoppte sie ihre Schritte. Genau jetzt war ihre Logik am Ende. Leanora lehnte sich gegen die Wand und blickte fragend in die Runde.
Modifié par Bellandyrs, 11 septembre 2010 - 12:23 .





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