" Die Wachrouten stimmen soweit , aber es sind einige dazugekommen , die habe ich auch eingezeichnet . Wenn ihr hier aufgewachsen seit , wisst ihr doch bestimmt von den Katakomben unter der Stadt . Die sollten es ermöglichen ungesehen unterwegs zu sein . Ich war einmal kurz unten und hab mich umgesehen . Die Tunnel sind in schlechtem Zustand , ein paar sin eigestürzt , der Rest gefährdet . Es kümmert sich niemand drum . Ich hab mich außerdem mal so etwas umgeschaut -
Erstens : Niemand kennt die Tunnel , bis auf einige wenige Bauherrren und Gelehrte .
Zweitens : Die Tunnel führen überall in die Stadt . Das sollte sich nutzen lassen . Wir haben hier in der Taverne einen Eingang im Bierkeller .
" Und .... nun , das hysterische Mädchen spielen liegt mir nicht . Es wirde besser sein , ungesehen hinein und wieder heraus zu kommen . Außerdem verjagen einen die Wachen bevor man überhaupt in die Nähe kommt . Das Fort hat seperatr Eingänge , aber alle müssen durchs Haupttor in den Innenhof . Da ist dann schon das Problem . Eventuell sind die Katakomben zum Fort noch begehbar , dann könnten wir uns ganz heimlich still und leise von unten nähern . "
Sie wackelte mit den Füßen und blickte die beiden fragend an . " Aber es ist ja nur ein Vorschlag . " meinte sie dann kleinlaut .
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#851
Posté 11 septembre 2010 - 01:18
#852
Posté 11 septembre 2010 - 03:55
Vernita hörte sich Leanoras Ausführungen an und konnte sich zwischendurch ein Grinsen einfach nicht verkneifen. Auch Lydias Bericht analysierte sie im Geiste kritisch.
„Nun, natürlich kenne ich die Katakomben unterhalb der Stadt, Kleines“, meinte sie, nachdem das Mädchen wieder schwieg. „Wenn ich mich recht in die Worte meiner Mutter erinnern kann, dann waren diese Wege schon alt, als sie nach Denerim gekommen ist. Und da war sie etwa in Deinem Alter. Viele der Wege sind eingestürzt und diejenigen, die zu den wichtigen Bereichen der Stadt führen wurden allesamt zugemauert. Wundere mich nur, wieso du auf die Idee kommst, dass niemand etwas über diese Tunnel wissen sollte. Hast du etwa ganz Denerim danach befragt?“
Ein spöttisches Lächeln legte sich für einen Moment auf Vernitas Gesicht, bevor sie wieder ernst wurde. „Und nun zu Euch, Leanora. Euer Plan ist, nun ja, sagen wir mal interessant. Dafür dass Ihr eine unblutige Lösung sucht, scheint Ihr alles daran zu setzen die ganze Operation in einem Gemetzel enden zu lassen. Was glaubt Ihr wie weit sich eine Adelige mit ihrem Leibwächter ohne die Begleitung einer Wache durch ein Gefängnis bewegen kann, ohne Aufsehen zu erregen. Und Ihr seht mir nicht so aus, als wäret Ihr in der Kunst des unentdeckten Schleichens ausgebildet worden. Zu der Idee mit dem verschreckten Mädchen fällt mir eigentlich gar nichts mehr ein. Aber vielleicht könnt Ihr mir ja erklären, welche Ablenkung ein solches Mädchen bringen soll, außer das es direkt von den Wachen abgefangen und eingelocht wird. Denn wie sollte ein solches Mädchen in eine schwer bewachte Festung kommen? Das ist ja schließlich kein Rummelplatz da. Hat sie dort vielleicht mit ihrer Mutter an einer Besichtigungstour teilgenommen, in der den Leuten die neusten Foltermethoden des Arltums präsentiert werden, oder was?“
Die Elfe grinste die blonde Frau an, als sie weitersprach. „Macht Euch nichts draus, Leanora. Das Planen einer solchen Operation erfordert viel Erfahrung, die Ihr ja in Eurem bisherigen Leben nicht sammeln konntet. Trotzdem habt Ihr gute Ansätze. Die Sache mit der Ablenkung zum Beispiel gefällt mir sehr gut. Ihr gebt bestimmt eine glaubwürdige Adelige ab. Und an etwas ähnliches hatte ich auch schon gedacht.“
Vernita machte eine kurze Pause, bevor sie weitersprach. „Allerdings gibt es keinen „Lieferanteneingang“ zu Fort Drakon. Das ist schließlich eine Festung und kein Schloss. Es gibt jedoch neben dem Haupttor einen zweiten Zugang. Unterhalb Denerims existiert ein unterirdischer Fluss. Von dort aus führt ein Höhlen- und Tunnelsystem in den Keller des Forts. Im Kriegsfall dient dieser Weg als geheimer Fluchtweg für den Kommandanten oder auch dem König des Landes, falls die Festung während einer Belagerung fallen sollte. Ich habe diesen Weg schon mal genommen, als ich einen Mordauftrag hatte, der mich ins Innere des Forts führte. Kenne mich deshalb auch ziemlich gut in dem Gemäuer aus. Hatte damals allerdings Hilfe von einem der dort stationierten Wächter. Da dieser jedoch nach meiner Mission enttarnt und ziemlich brutal hingerichtet worden ist, wird sich heute sicher keiner der Wachen mehr bestechen lassen. Außerdem ist der Weg mit Fallen, Wachen und versperrten Türen gespickt. Also sollte nur jemand mit guten Diebesfertigkeiten diesen Weg benutzen.“
Die Elfe schwieg für einen Moment, während sie in die Runde blickte. „Gibt es noch weitere Vorschläge? Wenn nein, dann erzähle ich Euch, wie ich mir das Ganze so vorgestellt habe.“
„Nun, natürlich kenne ich die Katakomben unterhalb der Stadt, Kleines“, meinte sie, nachdem das Mädchen wieder schwieg. „Wenn ich mich recht in die Worte meiner Mutter erinnern kann, dann waren diese Wege schon alt, als sie nach Denerim gekommen ist. Und da war sie etwa in Deinem Alter. Viele der Wege sind eingestürzt und diejenigen, die zu den wichtigen Bereichen der Stadt führen wurden allesamt zugemauert. Wundere mich nur, wieso du auf die Idee kommst, dass niemand etwas über diese Tunnel wissen sollte. Hast du etwa ganz Denerim danach befragt?“
Ein spöttisches Lächeln legte sich für einen Moment auf Vernitas Gesicht, bevor sie wieder ernst wurde. „Und nun zu Euch, Leanora. Euer Plan ist, nun ja, sagen wir mal interessant. Dafür dass Ihr eine unblutige Lösung sucht, scheint Ihr alles daran zu setzen die ganze Operation in einem Gemetzel enden zu lassen. Was glaubt Ihr wie weit sich eine Adelige mit ihrem Leibwächter ohne die Begleitung einer Wache durch ein Gefängnis bewegen kann, ohne Aufsehen zu erregen. Und Ihr seht mir nicht so aus, als wäret Ihr in der Kunst des unentdeckten Schleichens ausgebildet worden. Zu der Idee mit dem verschreckten Mädchen fällt mir eigentlich gar nichts mehr ein. Aber vielleicht könnt Ihr mir ja erklären, welche Ablenkung ein solches Mädchen bringen soll, außer das es direkt von den Wachen abgefangen und eingelocht wird. Denn wie sollte ein solches Mädchen in eine schwer bewachte Festung kommen? Das ist ja schließlich kein Rummelplatz da. Hat sie dort vielleicht mit ihrer Mutter an einer Besichtigungstour teilgenommen, in der den Leuten die neusten Foltermethoden des Arltums präsentiert werden, oder was?“
Die Elfe grinste die blonde Frau an, als sie weitersprach. „Macht Euch nichts draus, Leanora. Das Planen einer solchen Operation erfordert viel Erfahrung, die Ihr ja in Eurem bisherigen Leben nicht sammeln konntet. Trotzdem habt Ihr gute Ansätze. Die Sache mit der Ablenkung zum Beispiel gefällt mir sehr gut. Ihr gebt bestimmt eine glaubwürdige Adelige ab. Und an etwas ähnliches hatte ich auch schon gedacht.“
Vernita machte eine kurze Pause, bevor sie weitersprach. „Allerdings gibt es keinen „Lieferanteneingang“ zu Fort Drakon. Das ist schließlich eine Festung und kein Schloss. Es gibt jedoch neben dem Haupttor einen zweiten Zugang. Unterhalb Denerims existiert ein unterirdischer Fluss. Von dort aus führt ein Höhlen- und Tunnelsystem in den Keller des Forts. Im Kriegsfall dient dieser Weg als geheimer Fluchtweg für den Kommandanten oder auch dem König des Landes, falls die Festung während einer Belagerung fallen sollte. Ich habe diesen Weg schon mal genommen, als ich einen Mordauftrag hatte, der mich ins Innere des Forts führte. Kenne mich deshalb auch ziemlich gut in dem Gemäuer aus. Hatte damals allerdings Hilfe von einem der dort stationierten Wächter. Da dieser jedoch nach meiner Mission enttarnt und ziemlich brutal hingerichtet worden ist, wird sich heute sicher keiner der Wachen mehr bestechen lassen. Außerdem ist der Weg mit Fallen, Wachen und versperrten Türen gespickt. Also sollte nur jemand mit guten Diebesfertigkeiten diesen Weg benutzen.“
Die Elfe schwieg für einen Moment, während sie in die Runde blickte. „Gibt es noch weitere Vorschläge? Wenn nein, dann erzähle ich Euch, wie ich mir das Ganze so vorgestellt habe.“
#853
Posté 11 septembre 2010 - 04:09
Lydia sah Vernita an . " Nun , ich bin ebenso lang wie ihr in der Stadt und hatte Zeit mich umzusehen . In den Stadtarchiven habe ich keinerlei Aufzeichnungen gefunden , weder über unterirdische Flüsse noch über die Katakomben . Auf diese Karte bin ich durch Zufall bei einem Besuch bei Regulus Terentius gestoßen . Er konnte mir seien Karten zwar nicht leihen , hat aber gesagt , das Nivius Varitas ein Exemplar besitzen soll , worauf noch Wachwege eingezeichnet seien . Dort habe ich diese Karte gestohlen . Sonst , so hat zumindest Regulus gesagt . gibt es niemanden , der von den Tunneln nch richtig weis . Einige Bewohner der ältesten Häuser haben Zugänge im Keller und nutzen die Katakomben ab und an als kühles Lager , sonst sind sie unbekannt . "
Sie blickte Sich um und meinte weiter " Wir sollten zu Regulus gehen , er hat einen Laden hier in der Nähe . Wenn uns jemand hilft , dann er . Ich kenne ihn schon länger , er ist ein guter , aber etwas verwirrter alter Mann . "
Sie blickte Sich um und meinte weiter " Wir sollten zu Regulus gehen , er hat einen Laden hier in der Nähe . Wenn uns jemand hilft , dann er . Ich kenne ihn schon länger , er ist ein guter , aber etwas verwirrter alter Mann . "
#854
Posté 11 septembre 2010 - 06:06
„Das dein Freund verwirrt ist, glaube ich dir aufs Wort, Kleines. Obwohl senil wohl eigentlich das richtige Wort wäre, was?“ erwiderte Vernita grinsend. „Ich habe als Kind in diesen Katakomben gespielt, genauso wie auch die anderen Kinder des Gesindelviertels. Sehr zum Leidwesen unserer Eltern muss ich dazu sagen. Und ich denke, dass es bei den Kindern der Menschen wohl auch nicht anders war beziehungsweise ist. Das diese Katakomben als Lagerräume genutzt werden, kann ich mir schon vorstellen. Für was anderes sind diese alten Ruinen ja auch nicht mehr zu gebrauchen.“
Sie wollte sich gerade von Lydia abwenden, als ihr noch was einfiel. „Ach ja. Und es verwundert mich nicht, dass du in den Archiven nichts über die Katakomben gefunden hast. Schließlich gab es vor etwa fünf Jahren diese klitzekleine Verderbnis, aufgrund dessen die halbe Stadt in Flammen aufging. Und das Archiv war eines der Gebäude, welche damals abbrannten. Vermutlich gibt es dort keine Unterlagen mehr aus der Zeit vor der Verderbnis. Und wenn dein Wachroutenplan auch schon ein paar Jahre alt ist, dann ist er ebenso unbrauchbar, da die Stadtwachen normalerweise ihre Routen in unregelmäßigen Abständen ändern, um es dem Gesindel schwerer zu machen, ihre Einbrüche und ähnliches zu planen. Aber lassen wir jetzt diese Kinkerlitzchen und kommen wir zu Sache.“
Die Elfe richtete das Wort wieder an die gesamte Gruppe. „So, dann kommen wir nun zu meinen Gedankengängen. Zunächst zu Euch, Leanora. Wie ich schon sagte, ist die Idee, dass Ihr Euch als Adelige ausgebt wirklich gut. Allerdings werdet Ihr allein gehen. Sareth benötige für etwas anderes. Sagt dem Kommandanten, dass die Ermordeten Teil Eures Gesindes waren, die Ihr sehr ins Herz geschlossen hattet und Ihr deshalb sicher gehen wollt, dass deren Mördern ihre gerechte Strafe bekommen. Schmeichelt dem Kerl, betört ihn oder heult ihm was vor, ganz egal. Hauptsache Ihr erfahrt von ihm, wo sie unsere Gefährten eingelocht haben. Anschließend vergiftet ihr den Kerl mit dem Gift, welches ich Euch geben werde und greift Euch seine Schlüssel für die Festung. Wartet dann dort auf uns.“
Vernita sah nun den Krieger an. „Sareth, du und ich sind die einzigen von uns, die von der Statur her als Stadtwachen durchgehen werden. Wir beschaffen uns von den patrouillierenden Soldaten die Rüstungen der Stadtwache. Damit läuten wir auch den Beginn der ganzen Operation ein, da wir nach dem Ausschalten dieser Männer nicht viel Zeit haben werden, bis deren Verschwinden irgendjemandem auffallen wird. Durch den Helm der Wachen kann ich zudem verbergen, dass ich eine Elfe bin, die ja normalerweise nicht der Stadtwache angehören dürfte. Wir lassen Leanora etwas Zeit, damit sie mit dem Kommandanten sprechen kann, bevor wir zusammen mit Lydia zur Festung gehen. Lydia, du spielst dabei unsere Gefangene. Ich hoffe, es macht dir nichts aus, wenn ich dir zwischendurch mal eine klatsche, während wir durch die Festung marschieren, damit es echter wirkt.“
Die Elfe wandte sich wieder an alle. „Wir behaupten, dass Lydia einen Mann niedergestochen und ausgeraubt hat und bringen sie zwecks Anmeldung zur Einkerkerung zum Kommandanten. Dort treffen wir dann auf Euch, Leanora. Solltet Ihr bis dahin den Kommandanten noch nicht zum reden gebracht haben, werde ich seine Zunge lösen. Die Wachen vor seiner Bürotür werden wir auf jeden Fall töten müssen. Sobald wir dann die Information haben, die wir brauchen und auch alle Zeugen beseitigt sind, führen Sareth und ich Leanora und Lydia als unsere vermeintlichen Gefangenen durch das Gefängnis, bis wir unsere Gefährten gefunden haben. Und ab dann wird es blutig.“
Sie machte eine kurze Pause, bevor sie weitersprach. „Wir töten die Wächter, die unsere Freunde bewachen und schlagen uns gemeinsam zum Keller durch, über den wir die Festung wieder verlassen können. Dabei werden wohl hauptsächlich Leanora und Lydia für uns kämpfen müssen, da Sareth und ich unsere beiden mit Sicherheit übel zugerichteten Gefährten tragen müssen. Und an dieser Stelle kommt Ihr ins Spiel, Rowan.“
Die Elfe sah der blonden Frau direkt in die Augen. „Ich werde Euch eine Skizze über den geheimen Zugang anfertigen. Sie wird zwar nicht sehr genau sein, da ich sie aus dem Gedächtnis zeichnen muss, aber damit findet Ihr bestimmt den Eingang zum Keller der Festung. Schaltet alle Fallen und Wachen aus und macht den Weg für unseren Rückzug frei. Ich werde Euch Hennrik zu Eurer Unterstützung mitgeben. Falls Ihr Euch das zutraut, dann könnt Ihr uns auch bis zum Zellenkomplex entgegen kommen. Lasst dann aber Hennrik zurück, um den Fluchtweg zu sichern und seid vorsichtig, wenn Ihr durch die Festung schleicht. Sobald wir dann alle durch den unterirdischen Zugang geflohen sind, brauchen wir einen Unterschlupf.“
Vernita ging durch den Raum, bis sie vor Kylar stand. „Da ich mitbekommen habe, dass Euch Gianauros Leute schon belästigt haben, möchte ich nur ungern Euer Haus als Unterschlupf missbrauchen. Aber vielleicht kennt Ihr ja jemanden, dem Ihr vertraut, und der uns verstecken kann, bis wir unsere Angelegenheiten hier in Denerim erledigt haben. Wie sieht es aus, Kylar? Könnt Ihr uns helfen?“
Sie wollte sich gerade von Lydia abwenden, als ihr noch was einfiel. „Ach ja. Und es verwundert mich nicht, dass du in den Archiven nichts über die Katakomben gefunden hast. Schließlich gab es vor etwa fünf Jahren diese klitzekleine Verderbnis, aufgrund dessen die halbe Stadt in Flammen aufging. Und das Archiv war eines der Gebäude, welche damals abbrannten. Vermutlich gibt es dort keine Unterlagen mehr aus der Zeit vor der Verderbnis. Und wenn dein Wachroutenplan auch schon ein paar Jahre alt ist, dann ist er ebenso unbrauchbar, da die Stadtwachen normalerweise ihre Routen in unregelmäßigen Abständen ändern, um es dem Gesindel schwerer zu machen, ihre Einbrüche und ähnliches zu planen. Aber lassen wir jetzt diese Kinkerlitzchen und kommen wir zu Sache.“
Die Elfe richtete das Wort wieder an die gesamte Gruppe. „So, dann kommen wir nun zu meinen Gedankengängen. Zunächst zu Euch, Leanora. Wie ich schon sagte, ist die Idee, dass Ihr Euch als Adelige ausgebt wirklich gut. Allerdings werdet Ihr allein gehen. Sareth benötige für etwas anderes. Sagt dem Kommandanten, dass die Ermordeten Teil Eures Gesindes waren, die Ihr sehr ins Herz geschlossen hattet und Ihr deshalb sicher gehen wollt, dass deren Mördern ihre gerechte Strafe bekommen. Schmeichelt dem Kerl, betört ihn oder heult ihm was vor, ganz egal. Hauptsache Ihr erfahrt von ihm, wo sie unsere Gefährten eingelocht haben. Anschließend vergiftet ihr den Kerl mit dem Gift, welches ich Euch geben werde und greift Euch seine Schlüssel für die Festung. Wartet dann dort auf uns.“
Vernita sah nun den Krieger an. „Sareth, du und ich sind die einzigen von uns, die von der Statur her als Stadtwachen durchgehen werden. Wir beschaffen uns von den patrouillierenden Soldaten die Rüstungen der Stadtwache. Damit läuten wir auch den Beginn der ganzen Operation ein, da wir nach dem Ausschalten dieser Männer nicht viel Zeit haben werden, bis deren Verschwinden irgendjemandem auffallen wird. Durch den Helm der Wachen kann ich zudem verbergen, dass ich eine Elfe bin, die ja normalerweise nicht der Stadtwache angehören dürfte. Wir lassen Leanora etwas Zeit, damit sie mit dem Kommandanten sprechen kann, bevor wir zusammen mit Lydia zur Festung gehen. Lydia, du spielst dabei unsere Gefangene. Ich hoffe, es macht dir nichts aus, wenn ich dir zwischendurch mal eine klatsche, während wir durch die Festung marschieren, damit es echter wirkt.“
Die Elfe wandte sich wieder an alle. „Wir behaupten, dass Lydia einen Mann niedergestochen und ausgeraubt hat und bringen sie zwecks Anmeldung zur Einkerkerung zum Kommandanten. Dort treffen wir dann auf Euch, Leanora. Solltet Ihr bis dahin den Kommandanten noch nicht zum reden gebracht haben, werde ich seine Zunge lösen. Die Wachen vor seiner Bürotür werden wir auf jeden Fall töten müssen. Sobald wir dann die Information haben, die wir brauchen und auch alle Zeugen beseitigt sind, führen Sareth und ich Leanora und Lydia als unsere vermeintlichen Gefangenen durch das Gefängnis, bis wir unsere Gefährten gefunden haben. Und ab dann wird es blutig.“
Sie machte eine kurze Pause, bevor sie weitersprach. „Wir töten die Wächter, die unsere Freunde bewachen und schlagen uns gemeinsam zum Keller durch, über den wir die Festung wieder verlassen können. Dabei werden wohl hauptsächlich Leanora und Lydia für uns kämpfen müssen, da Sareth und ich unsere beiden mit Sicherheit übel zugerichteten Gefährten tragen müssen. Und an dieser Stelle kommt Ihr ins Spiel, Rowan.“
Die Elfe sah der blonden Frau direkt in die Augen. „Ich werde Euch eine Skizze über den geheimen Zugang anfertigen. Sie wird zwar nicht sehr genau sein, da ich sie aus dem Gedächtnis zeichnen muss, aber damit findet Ihr bestimmt den Eingang zum Keller der Festung. Schaltet alle Fallen und Wachen aus und macht den Weg für unseren Rückzug frei. Ich werde Euch Hennrik zu Eurer Unterstützung mitgeben. Falls Ihr Euch das zutraut, dann könnt Ihr uns auch bis zum Zellenkomplex entgegen kommen. Lasst dann aber Hennrik zurück, um den Fluchtweg zu sichern und seid vorsichtig, wenn Ihr durch die Festung schleicht. Sobald wir dann alle durch den unterirdischen Zugang geflohen sind, brauchen wir einen Unterschlupf.“
Vernita ging durch den Raum, bis sie vor Kylar stand. „Da ich mitbekommen habe, dass Euch Gianauros Leute schon belästigt haben, möchte ich nur ungern Euer Haus als Unterschlupf missbrauchen. Aber vielleicht kennt Ihr ja jemanden, dem Ihr vertraut, und der uns verstecken kann, bis wir unsere Angelegenheiten hier in Denerim erledigt haben. Wie sieht es aus, Kylar? Könnt Ihr uns helfen?“
#855
Guest_Juleiila_*
Posté 11 septembre 2010 - 07:48
Guest_Juleiila_*
Kylar hatte den Ausführungen der verschiedenen Pläne und Vorschläge, wie sie am besten in das Fort eindringen könnten aufmerksam zugehört. Währenddessen war er bereits bedrückt darüber, dass er ihnen nicht wirklich helfen konnte. Er konnte zwar perfekt mit Nadel und Faden umgehen, doch in Kampfkünsten war er nur kaum unterrichtet.
Daher war er auch kurz etwas perplex, als sich Vernita an ihn wandte, und scheinbar alle Blicke auf ihn fielen, wie wenn er der Hauptdarsteller auf einer Bühne wäre.
Er musste einen Moment nachdenken. Ein Unterschlupf, wo genug Platz für acht Personen war - wenn denn alles nach Plan verlief - am besten versteckt, irgendjemand der bisher nie ein Problem mit der Stadtwache hatte...
"Nun ja, ich kenne nur Einen der wohl genug Platz für euch alle hätte. Ihr erwähntet doch bereits die alten Katakomben der Stadt. Ein Freund, Harold, von Azoth und mir ist Schmied. Auch er nutzt einen dieser eingestürzten unterirdischen Gänge als Lagerraum, zumindest hat er mir diesen einmal stolz präsentiert, und meinte noch wie viel Glück er mit der Lage seiner Schmiede hätte, da es wirklich breitflächiger Gang ist, und der Eingang sehr versteckt liegt. Er selbst habe ihn erst fünf Jahre nach Eröffnung seiner Schmiede entdeckt. Zumindest erzähle er es mir so. Ich bin mir sicher, dass er uns, beziehungsweise euch, diesen als vorrübergehenden Unterschlupf zur Verfügung stellen könnte. Und ich könnte einige Decken und andere Stoffe dort hinbringen, damit niemand auf dem kahlen Boden schlafen muss. Sofern das Eurer Vorstellung entspricht, werde ich Euch seine Schmiede auf Eurer Karte markieren und mich sofort auf den Weg machen, um ihm davon zu berichten."
Daher war er auch kurz etwas perplex, als sich Vernita an ihn wandte, und scheinbar alle Blicke auf ihn fielen, wie wenn er der Hauptdarsteller auf einer Bühne wäre.
Er musste einen Moment nachdenken. Ein Unterschlupf, wo genug Platz für acht Personen war - wenn denn alles nach Plan verlief - am besten versteckt, irgendjemand der bisher nie ein Problem mit der Stadtwache hatte...
"Nun ja, ich kenne nur Einen der wohl genug Platz für euch alle hätte. Ihr erwähntet doch bereits die alten Katakomben der Stadt. Ein Freund, Harold, von Azoth und mir ist Schmied. Auch er nutzt einen dieser eingestürzten unterirdischen Gänge als Lagerraum, zumindest hat er mir diesen einmal stolz präsentiert, und meinte noch wie viel Glück er mit der Lage seiner Schmiede hätte, da es wirklich breitflächiger Gang ist, und der Eingang sehr versteckt liegt. Er selbst habe ihn erst fünf Jahre nach Eröffnung seiner Schmiede entdeckt. Zumindest erzähle er es mir so. Ich bin mir sicher, dass er uns, beziehungsweise euch, diesen als vorrübergehenden Unterschlupf zur Verfügung stellen könnte. Und ich könnte einige Decken und andere Stoffe dort hinbringen, damit niemand auf dem kahlen Boden schlafen muss. Sofern das Eurer Vorstellung entspricht, werde ich Euch seine Schmiede auf Eurer Karte markieren und mich sofort auf den Weg machen, um ihm davon zu berichten."
#856
Posté 11 septembre 2010 - 08:10
„Ja, das hört sich sehr gut an, Kylar. Und keine Angst. Wir werden Euren Freund da raus holen“, erwiderte Vernita und nahm die Karte vom Bett, bevor sie diese dem Elf übergab. Dieser zeichnete die Position von Harolds Schmiede ein. Danach überreichte er die Karte Vernita, bevor er sich von den anderen verabschiedete und ging.
„So“, wandte sich die Elfe anschließend an die Gruppe. „Hat noch jemand Ideen oder Vorschläge zu machen? Wenn nicht, dann schlage ich vor, dass wir mit den Vorbereitungen beginnen.“
„So“, wandte sich die Elfe anschließend an die Gruppe. „Hat noch jemand Ideen oder Vorschläge zu machen? Wenn nicht, dann schlage ich vor, dass wir mit den Vorbereitungen beginnen.“
#857
Posté 12 septembre 2010 - 10:24
Rowan horchte auf, als sie vor der Taverne das Geklapper von Pferdehufen hörte. Schnell war sie am Fenster und schaute raus. Sie sah einen Mann in der Kleidung eines Bediensteten, der ein Pferd mit Gepäck mit sich führte.
„Ich bin kurz unten.“ rief sie ihren Gefährten zu und lief dann die Treppe hinunter in den Schankraum.
Schon kamen der Diener zur Tür herein und trug seine Last in den Raum, während er sich unsicher umschaute. Rowan trat auf ihn zu.
„Ich denke, das wird für mich sein?“
Zaghaft hielt er ihr das Paket hin und deutete eine leichte Verbeugung an. Rowan steckte ihm noch ein Silberstück zu, bevor er ging und begab sich dann wieder hoch zu den anderen.
Das Paket legte sie auf Lea Bett ab.
„Euer Kleid ist angekommen.“
Dann stellte sie sich wieder in eine Ecke und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Ich bin kurz unten.“ rief sie ihren Gefährten zu und lief dann die Treppe hinunter in den Schankraum.
Schon kamen der Diener zur Tür herein und trug seine Last in den Raum, während er sich unsicher umschaute. Rowan trat auf ihn zu.
„Ich denke, das wird für mich sein?“
Zaghaft hielt er ihr das Paket hin und deutete eine leichte Verbeugung an. Rowan steckte ihm noch ein Silberstück zu, bevor er ging und begab sich dann wieder hoch zu den anderen.
Das Paket legte sie auf Lea Bett ab.
„Euer Kleid ist angekommen.“
Dann stellte sie sich wieder in eine Ecke und verschränkte die Arme vor der Brust.
Modifié par viento2, 12 septembre 2010 - 10:25 .
#858
Posté 12 septembre 2010 - 06:47
„Schön“, meinte Vernita, während sie in die schweigende Runde blickte. „Dann sollten wir mit den Vorbereitungen beginnen. Ich setzte den Beginn der Operation auf morgen früh, kurz vor Morgengrauen. Die Wachen stehen dann kurz vor ihrer Ablösung und sind nach ihrer Schicht müde und längst nicht so kampfbereit wie normal.“
Die Elfe trat vor Leanora. „Ihr habt nun schon das Kleid für Eure Rolle. Ihr solltet Euch noch besorgen, was Ihr sonst noch dazu braucht. Lydia kann Euch dabei helfen. Sie scheint sehr geschickte Finger zu haben, die sie wohl auch schlecht bei sich behalten kann, falls Ihr noch etwas brauchen solltet, wofür Ihr nicht unbedingt Geld ausgeben wollt.“
Vernita grinste breit, bevor sie sich an den Söldner wandte. „Ihr solltet für uns die Routen der Wachpatrouillien auskundschaften und uns eine Stelle suchen, an der wir beide zwei der Männer ausschalten können, um an deren Rüstungen zu kommen. Nehmt Lydias Plan mit. Vielleicht könnt Ihr damit etwas anfangen.“
Sie wandte den Kopf und sah Rowan an. „Für Euch fertige ich gleich eine Skizze des unterirdischen Zugangs an. Prägt sie Euch gut ein. Der Eingang zu dem Tunnel befindet sich in der Nähe der Gasse, in der wir Miandras Eltern von ihrem Leid erlöst haben. Ich hoffe nur, Ihr könnt meine Schrift lesen. Mit dem Schreiben habe ich es nicht so, aber Ihr werdet schon sehen, was ich meine. Und solltet Ihr noch Diebeswerkzeug benötigen, um die Fallen zu entschärfen und die Türen des Tunnels zu öffnen, dann solltet Ihr Euch damit auch noch eindecken.“
Zuletzt trat die Elfe vor Hennrik, der anscheinend schon wieder kurz davor war einzunicken. „Hey, aufwachen, alter Mann. Ich will, dass Ihr auf meine Rüstung aufpasst, während ich weg bin. Pennen könnt Ihr später noch.“ Der Alte grummelte etwas Unverständliches in seinen Bart, bevor er zustimmend nickte.
„Ja, ich werde noch mal zum Marktplatz gehen“, erklärte Vernita, als sie die fragenden Blicke der anderen bemerkte. „In meiner Zivilkleidung sehe ich wie eine gewöhnliche Elfe aus dem Gesindeviertel aus. Und da ich normalerweise immer meine Rüstung trage, wird mich auch niemand erkennen, also keine Panik. Und fragt mich jetzt nicht, was ich auf dem Markt vorhabe, das ist was persönliches.“
Die Elfe schwieg einen Moment, wobei sich ein böses Grinsen auf ihre Lippen legte, und sie mit den Gedanken ganz weit weg zu sein schien. Doch dieser Zustand dauerte nur einen Moment, dann hatte sie sich wieder in der Gewalt. „Also los, Leute. Fangen wir an.“
Die Elfe trat vor Leanora. „Ihr habt nun schon das Kleid für Eure Rolle. Ihr solltet Euch noch besorgen, was Ihr sonst noch dazu braucht. Lydia kann Euch dabei helfen. Sie scheint sehr geschickte Finger zu haben, die sie wohl auch schlecht bei sich behalten kann, falls Ihr noch etwas brauchen solltet, wofür Ihr nicht unbedingt Geld ausgeben wollt.“
Vernita grinste breit, bevor sie sich an den Söldner wandte. „Ihr solltet für uns die Routen der Wachpatrouillien auskundschaften und uns eine Stelle suchen, an der wir beide zwei der Männer ausschalten können, um an deren Rüstungen zu kommen. Nehmt Lydias Plan mit. Vielleicht könnt Ihr damit etwas anfangen.“
Sie wandte den Kopf und sah Rowan an. „Für Euch fertige ich gleich eine Skizze des unterirdischen Zugangs an. Prägt sie Euch gut ein. Der Eingang zu dem Tunnel befindet sich in der Nähe der Gasse, in der wir Miandras Eltern von ihrem Leid erlöst haben. Ich hoffe nur, Ihr könnt meine Schrift lesen. Mit dem Schreiben habe ich es nicht so, aber Ihr werdet schon sehen, was ich meine. Und solltet Ihr noch Diebeswerkzeug benötigen, um die Fallen zu entschärfen und die Türen des Tunnels zu öffnen, dann solltet Ihr Euch damit auch noch eindecken.“
Zuletzt trat die Elfe vor Hennrik, der anscheinend schon wieder kurz davor war einzunicken. „Hey, aufwachen, alter Mann. Ich will, dass Ihr auf meine Rüstung aufpasst, während ich weg bin. Pennen könnt Ihr später noch.“ Der Alte grummelte etwas Unverständliches in seinen Bart, bevor er zustimmend nickte.
„Ja, ich werde noch mal zum Marktplatz gehen“, erklärte Vernita, als sie die fragenden Blicke der anderen bemerkte. „In meiner Zivilkleidung sehe ich wie eine gewöhnliche Elfe aus dem Gesindeviertel aus. Und da ich normalerweise immer meine Rüstung trage, wird mich auch niemand erkennen, also keine Panik. Und fragt mich jetzt nicht, was ich auf dem Markt vorhabe, das ist was persönliches.“
Die Elfe schwieg einen Moment, wobei sich ein böses Grinsen auf ihre Lippen legte, und sie mit den Gedanken ganz weit weg zu sein schien. Doch dieser Zustand dauerte nur einen Moment, dann hatte sie sich wieder in der Gewalt. „Also los, Leute. Fangen wir an.“
#859
Posté 13 septembre 2010 - 06:13
Leanora öffnete das Paket, und ihr fiel die Kinnlade vor Staunen hinunter. Das Kleid war wunderschön, die Verarbeitung meisterlich und liebevoll. Auf dem zusammengelegten Kleid, von dem sie bisher nur das obere Vorderteil sah, lag außerdem eine goldene Kette, relativ kurz, die vorne in einem vielfach geschliffenen Rubin endete, so dass sie das Licht darin brach. Außerdem lag dem Paket eine dunkelrote langstielige Rose bei.
"Rowan seht nur! Wie hübsch, ich bin hin und weg!" Lea strahlte wirklich über das ganze Gesicht, den Grund, wieso sie das Kleid erhalten hatte, verdrängte sie in dem Moment.
"Rowan seht nur! Wie hübsch, ich bin hin und weg!" Lea strahlte wirklich über das ganze Gesicht, den Grund, wieso sie das Kleid erhalten hatte, verdrängte sie in dem Moment.
#860
Posté 13 septembre 2010 - 08:05
Rowan lief rot an, als Lea das Paket öffnete und sie die Rose darauf sah. Vielleicht hätte sie ihm sagen sollen, dass es für jemand anderen bestimmt war.
"Äh...freut mich, dass es euch gefällt." stotterte sie.
Dann drehte sie sich leicht zum Fenster weg und starrte hinaus.
"Ich hoffe, es wird euch passen."
"Äh...freut mich, dass es euch gefällt." stotterte sie.
Dann drehte sie sich leicht zum Fenster weg und starrte hinaus.
"Ich hoffe, es wird euch passen."
#861
Posté 13 septembre 2010 - 03:04
Vernita verließ Leanoras Zimmer. Sie ging in den Schankraum und ließ sich vom Wirt etwas Papier, eine Feder und Tinte geben. Dann setzte sie sich an einen Tisch, wo sie anfing zu zeichnen. Zwischendurch sah sie des Öfteren nachdenklich an die Decke des Raumes, wobei sie leise grummelnd vor sich hinmurmelte. Beim Wirt bestellt sie sich noch ein Glas Wasser, als dieser sie nach ihren Wünschen fragte. Seine Frage, was sie denn da schönes zeichnete, ignorierte sie einfach, was er auch recht schnell verstand.
Die Elfe brauchte eine zeitlang, bis sie mit ihrer Skizze fertig war. Nach Abschluss ihrer Arbeit begutachtete sie ihr Werk kritisch. Sah wirklich nicht besonders hübsch aus, was sie da gemalt hatte, aber es würde ausreichen, damit Rowan sich in dem unterirdischen Höhlen- und Tunnelsystem zurechtfinden konnte. Dummerweise war es Vernita nicht möglich, auf der Karte etwaige Gefahren einzuzeichnen, da sie nicht wusste, welche Sicherheitsvorkehrungen die Wachen von Fort Drakon nach ihrem letzten Besuch in der Festung diesem Zugang hinzugefügt hatten. Aber die Elfe war zuversichtlich, dass die blonde Frau, sich schon einen Weg durch die Wachen und Fallen bahnen würde. Schließlich schien sie in Einbruchs- und Diebesfertigkeiten ebenso bewandert zu sein wie Vernita selbst.
Sie faltete die fertige Zeichnung zusammen, bevor sie sich einen weiteren Bogen Papier nahm. Von diesem riss sie ein kleines Stück ab, auf welches sie eine kurze Nachricht kritzelte. Anschließend kramte sie den schmucklosen, braunen Anhänger aus ihrer Tasche, öffnete ihn und verstaute den kleinen Zettel in seinem Innern. Nun steckte sie das Schmuckstück wieder in die Tasche, bevor sie sich ihre Skizze schnappte und vom Tisch aufstand. Sie ging wieder nach oben, wo sie sich mit Rowan traf, welcher sie ihre Zeichnung übergab. Vernita erklärte der blonden Frau die Symbolik ihres Werkes, und die beiden Frauen sprachen noch einmal kurz über den Ablauf des Einbruches. Dann holte die Elfe noch ihre Zivilkleidung aus ihrem Zimmer und besuchte damit Hennrik, der in seinem eigenen saß und seine Pfeife rauchte.
„Passt mir gut auf meine Sachen auf, solange ich weg bin“, meinte sie zu dem alten Magier, während sie ihre Waffen und ihre Rüstung ablegte. Dieser grummelte nur etwas wie „ja, ja, schon klar“ in seinen Bart. Die Elfe grinste nur breit, während sie sich ihren Teil dachte. Nach dem Ablegen ihrer Rüstung, zog sie ihre Zivilkleidung an, hängte sich den Anhänger um, bevor sie ihren Pferdeschwanz löste. Sie schüttelte wie wild ihre Haare durcheinander, so dass ziemlich unordentlich auf ihrem Kopf lagen. Ein paar Strähnen ließ sie über ihre Narbe fallen, um diese so gut es ging zu verbergen, der Rest blieb so wie er war. Sie nahm noch ihr Messer mit und verließ den Raum und ohne Umschweife auch gleich die Taverne.
Sie ging zum Marktplatz, auf dem wie immer ein geschäftiges Treiben herrschte. In ihrer einfachen Kleidung und mit ihren zerzausten Haaren viel sie in der Menge nicht auf. Niemand beachtete sie, als sie sich ihren Weg durch die Massen bahnte und dabei stets die Ohren offen hielt. Aber anscheinend war die Verhaftung des heutigen morgens schon nicht mehr das Hauptthema Nummer eins auf den Straßen Denerims. Dafür passierte in dieser Stadt einfach zu viel.
Sie hörte zwar hier und da einige Geschichten über zwei Kriminelle, die wegen Mordes gesucht wurden, doch wurde die ganze Sache jetzt schon durch den Volksmund entstellt. Da gab es Versionen, dass die beiden erst zehn Wachen niedergestreckt hatten, bevor man sie überwältigen konnte. Dann war die Rede von Blutmagie oder das einer der Mörder ein Qunari gewesen sein soll. Dazwischen gab es dann schon wieder Berichte über Bauernhöfe in der Nähe der Stadt, die von Banditen überfallen worden sein sollen und die Frage, wann der neue Arl denn endlich etwas gegen diese ganzen Verbrecher unternehmen will. Vernita konnte dieses ganze Gerede nur Recht sein. Je mehr dieser einfältige Pöbel die ganze Sache verfälschte, desto leichter konnten sie und ihre Gefährten wieder ungestört ihren Angelegenheiten nachgehen. Natürlich erst, nachdem sie Miandra und Azoth aus dem Gefängnis befreit hatten.
Nach einiger Zeit erreichte sie schließlich ihr Ziel, den Händler Cesar, ihren Verbindungsmann bei den Krähen. Dieser musste zweimal hinsehen, bevor er die Elfe vor sich erkannte.
„Was darf es denn sein, werte Dame“, begann er, als Vernita vor ihm zum Stillstand kam. „Wollt Ihr vielleicht dieses schöne…Lady Vernita? Seid Ihr das?“
„Natürlich, Cesar“, grinste die Elfe zurück. „Wer sollte ich sonst sein? Ich habe einen kleinen Auftrag für Euch.“
„Aber selbstverständlich. Was kann ich diesmal für Euch tun?“
Vernita nahm die Kette ab und reichte sie an Cesar weiter. „Ich hätte gern eine Inschrift auf dem Stein. Schreibt bitte „Von V für M“. Das dürfte doch kein Problem sein, oder?“
„Absolut nicht, werte Dame.“
„Fein. Ich werde das Schmuckstück dann heute Nachmittag wieder abholen. Kriegt Ihr das hin?“
„Und ob“, bestätigte Cesar. „Ich mache mich gleich an die Arbeit.“
„Danke, Cesar. Wir sehen uns dann später“, verabschiedete sich Vernita, bevor sie sich abwandte und auf den Rückweg zur Taverne machte.
Die Elfe brauchte eine zeitlang, bis sie mit ihrer Skizze fertig war. Nach Abschluss ihrer Arbeit begutachtete sie ihr Werk kritisch. Sah wirklich nicht besonders hübsch aus, was sie da gemalt hatte, aber es würde ausreichen, damit Rowan sich in dem unterirdischen Höhlen- und Tunnelsystem zurechtfinden konnte. Dummerweise war es Vernita nicht möglich, auf der Karte etwaige Gefahren einzuzeichnen, da sie nicht wusste, welche Sicherheitsvorkehrungen die Wachen von Fort Drakon nach ihrem letzten Besuch in der Festung diesem Zugang hinzugefügt hatten. Aber die Elfe war zuversichtlich, dass die blonde Frau, sich schon einen Weg durch die Wachen und Fallen bahnen würde. Schließlich schien sie in Einbruchs- und Diebesfertigkeiten ebenso bewandert zu sein wie Vernita selbst.
Sie faltete die fertige Zeichnung zusammen, bevor sie sich einen weiteren Bogen Papier nahm. Von diesem riss sie ein kleines Stück ab, auf welches sie eine kurze Nachricht kritzelte. Anschließend kramte sie den schmucklosen, braunen Anhänger aus ihrer Tasche, öffnete ihn und verstaute den kleinen Zettel in seinem Innern. Nun steckte sie das Schmuckstück wieder in die Tasche, bevor sie sich ihre Skizze schnappte und vom Tisch aufstand. Sie ging wieder nach oben, wo sie sich mit Rowan traf, welcher sie ihre Zeichnung übergab. Vernita erklärte der blonden Frau die Symbolik ihres Werkes, und die beiden Frauen sprachen noch einmal kurz über den Ablauf des Einbruches. Dann holte die Elfe noch ihre Zivilkleidung aus ihrem Zimmer und besuchte damit Hennrik, der in seinem eigenen saß und seine Pfeife rauchte.
„Passt mir gut auf meine Sachen auf, solange ich weg bin“, meinte sie zu dem alten Magier, während sie ihre Waffen und ihre Rüstung ablegte. Dieser grummelte nur etwas wie „ja, ja, schon klar“ in seinen Bart. Die Elfe grinste nur breit, während sie sich ihren Teil dachte. Nach dem Ablegen ihrer Rüstung, zog sie ihre Zivilkleidung an, hängte sich den Anhänger um, bevor sie ihren Pferdeschwanz löste. Sie schüttelte wie wild ihre Haare durcheinander, so dass ziemlich unordentlich auf ihrem Kopf lagen. Ein paar Strähnen ließ sie über ihre Narbe fallen, um diese so gut es ging zu verbergen, der Rest blieb so wie er war. Sie nahm noch ihr Messer mit und verließ den Raum und ohne Umschweife auch gleich die Taverne.
Sie ging zum Marktplatz, auf dem wie immer ein geschäftiges Treiben herrschte. In ihrer einfachen Kleidung und mit ihren zerzausten Haaren viel sie in der Menge nicht auf. Niemand beachtete sie, als sie sich ihren Weg durch die Massen bahnte und dabei stets die Ohren offen hielt. Aber anscheinend war die Verhaftung des heutigen morgens schon nicht mehr das Hauptthema Nummer eins auf den Straßen Denerims. Dafür passierte in dieser Stadt einfach zu viel.
Sie hörte zwar hier und da einige Geschichten über zwei Kriminelle, die wegen Mordes gesucht wurden, doch wurde die ganze Sache jetzt schon durch den Volksmund entstellt. Da gab es Versionen, dass die beiden erst zehn Wachen niedergestreckt hatten, bevor man sie überwältigen konnte. Dann war die Rede von Blutmagie oder das einer der Mörder ein Qunari gewesen sein soll. Dazwischen gab es dann schon wieder Berichte über Bauernhöfe in der Nähe der Stadt, die von Banditen überfallen worden sein sollen und die Frage, wann der neue Arl denn endlich etwas gegen diese ganzen Verbrecher unternehmen will. Vernita konnte dieses ganze Gerede nur Recht sein. Je mehr dieser einfältige Pöbel die ganze Sache verfälschte, desto leichter konnten sie und ihre Gefährten wieder ungestört ihren Angelegenheiten nachgehen. Natürlich erst, nachdem sie Miandra und Azoth aus dem Gefängnis befreit hatten.
Nach einiger Zeit erreichte sie schließlich ihr Ziel, den Händler Cesar, ihren Verbindungsmann bei den Krähen. Dieser musste zweimal hinsehen, bevor er die Elfe vor sich erkannte.
„Was darf es denn sein, werte Dame“, begann er, als Vernita vor ihm zum Stillstand kam. „Wollt Ihr vielleicht dieses schöne…Lady Vernita? Seid Ihr das?“
„Natürlich, Cesar“, grinste die Elfe zurück. „Wer sollte ich sonst sein? Ich habe einen kleinen Auftrag für Euch.“
„Aber selbstverständlich. Was kann ich diesmal für Euch tun?“
Vernita nahm die Kette ab und reichte sie an Cesar weiter. „Ich hätte gern eine Inschrift auf dem Stein. Schreibt bitte „Von V für M“. Das dürfte doch kein Problem sein, oder?“
„Absolut nicht, werte Dame.“
„Fein. Ich werde das Schmuckstück dann heute Nachmittag wieder abholen. Kriegt Ihr das hin?“
„Und ob“, bestätigte Cesar. „Ich mache mich gleich an die Arbeit.“
„Danke, Cesar. Wir sehen uns dann später“, verabschiedete sich Vernita, bevor sie sich abwandte und auf den Rückweg zur Taverne machte.
Modifié par Aliens Crew, 13 septembre 2010 - 03:29 .
#862
Posté 13 septembre 2010 - 05:31
Verwundert blickte sie Rowan an. Täuschte sie sich, oder war diese rot geworden? Lea lächelte leicht. Woher hatte sie das Kleid?
Als sie es vorsichtig aus der Verpackung befreite und auseinander fallen ließ, bemerkte sie auch, dass es für sie nicht ganz die ideale Bodenlänge hatte. Aber das war ihr gerade recht, sie hatte keine Lust, den Staub von Fort Drakon damit aufzuwischen. Wäre schade um das hübsche Kleid.
"Es ist wirklich wunderschön Rowan! Aber nun laßt uns überlegen, was ich noch brauche."
Sie setzte sich wieder auf die Bettkante und nagte an ihrer Unterlippe. Wäre es sinnvoll, die Haare mit Henna einzufärben? Andererseits wäre sie mit roten Haaren noch auffälliger - und somit auch leichter zu finden als mit ihren blonden. Sie schüttelte den Kopf. Es würde reichen müssen, wenn sie eine kunstvolle Hochsteckfrisur hatte.
Sie streifte ihren Siegelring wieder ab und verstaute diesen sorgfältig im Rucksack. Dann blickte sie in die Runde: "Nun, dann werde ich doch noch die Stadt aufsuchen und mir bei einem Barbier eine Frisur zaubern lassen. Zudem brauche ich dringend Schuhe für dieses Kleid, mit den Reitstiefeln brauch ich dort nicht auftauchen. Was ist Lydia, willst Du mit? Vielleicht finden wir ja da auch etwas brauchbares für dich zum anziehen?"
Als sie es vorsichtig aus der Verpackung befreite und auseinander fallen ließ, bemerkte sie auch, dass es für sie nicht ganz die ideale Bodenlänge hatte. Aber das war ihr gerade recht, sie hatte keine Lust, den Staub von Fort Drakon damit aufzuwischen. Wäre schade um das hübsche Kleid.
"Es ist wirklich wunderschön Rowan! Aber nun laßt uns überlegen, was ich noch brauche."
Sie setzte sich wieder auf die Bettkante und nagte an ihrer Unterlippe. Wäre es sinnvoll, die Haare mit Henna einzufärben? Andererseits wäre sie mit roten Haaren noch auffälliger - und somit auch leichter zu finden als mit ihren blonden. Sie schüttelte den Kopf. Es würde reichen müssen, wenn sie eine kunstvolle Hochsteckfrisur hatte.
Sie streifte ihren Siegelring wieder ab und verstaute diesen sorgfältig im Rucksack. Dann blickte sie in die Runde: "Nun, dann werde ich doch noch die Stadt aufsuchen und mir bei einem Barbier eine Frisur zaubern lassen. Zudem brauche ich dringend Schuhe für dieses Kleid, mit den Reitstiefeln brauch ich dort nicht auftauchen. Was ist Lydia, willst Du mit? Vielleicht finden wir ja da auch etwas brauchbares für dich zum anziehen?"
#863
Posté 13 septembre 2010 - 05:42
" Wir gehen Einkaufen ? Oooh gerne ! " sagte Lydia mit großen Augen und grinste . " Das ist so lieb von euch . " Sie wurde etwas rot .
" Warum färbt ihr euer Haar nicht mit Holunderbeeren ? Das habe ich frühr einmal gemacht , dann habt ihr dunkelrotes Haar . Ich kann das für euch machen , wenn wir aus der Stadt zurücksind - wenn ihr wollt . . . Und euer Kleid sieht Hinreißend aus ... " schwärmte sie .
" Warum färbt ihr euer Haar nicht mit Holunderbeeren ? Das habe ich frühr einmal gemacht , dann habt ihr dunkelrotes Haar . Ich kann das für euch machen , wenn wir aus der Stadt zurücksind - wenn ihr wollt . . . Und euer Kleid sieht Hinreißend aus ... " schwärmte sie .
#864
Posté 13 septembre 2010 - 06:14
"Dann laß uns gehen, Lydia."
Lea kramte in ihrem Rucksack herum, bis sie ihre Geldbörse fand, die sie dann einsteckte, mit einem Lederband gesichert.
Sie nickten Rowan zu und verließen das Zimmer. Auf dem Weg in die Stadt meinte Leanora:
"Holunderbeeren? Hm, auf diese Idee kam ich gar nicht. Ich hätte die Haare gerne dunkler, um nicht sofort erkannt zu werden. Wobei ich denke, mit der Hochsteckfrisur allein dürfte es gehen."
Kurze Zeit später erreichten sie den Markt, und Lea holte tief Luft. Da war sie wieder, ihre Angst vor diesen Menschen. Aber Lydia warf ihr einen Blick zu, der sie vorwärts trieb.
"Halt Deine Finger wenn möglich still, versprich mir das bitte... ich hab keine Lust, noch wegen Diebstahl in den Kerker zu kommen" flüsterte Lea der Kleinen zu.
Sie blickten sich auf den Markständen um, aber entschieden sich dann doch, in die Geschäfte zu gehen, wo die Waren dekorativ in den Fenstern zur Schau gestellt wurden. Allerdings bevorzugte Lea einen Laden, wo es nicht so arg zu ging.
Der Verkäufer war sofort zur Stelle und holte verschiedene Hosen und Oberteile für Lydia hervor, die sie anprobieren konnte, und für Lea auch einige hübsche Schuhe.
Letztlich entschied sich Lea für knöchelhohe Stiefeletten aus hellem Wildleder, mit einem kleinen Absatz versehen. Dieser war nicht zu hoch und auch relativ breit, sie konnte damit hervorragend laufen. Ansonsten waren diese sehr schlicht gehalten und sie würde sie auch zu einer Hose tragen können.
Bis Lydia durchprobiert hatte, setzte sich Lea auf einen Stuhl, der für sie herbei geschafft wurde und trank ein Glas Wasser. Lange hielt sie das jedoch nicht aus, und sie schaute sich noch nach Accessoires um. Ihr Blick fiel auf einen Fächer aus zarter Seide, mit kleinen Rosenmustern bestickt, cremefarbig und dunkelrot. Es wäre eine hervorragende Ergänzung zum Kleid. Eine beige Tasche kam noch hinzu, und zu guter letzt noch eine Haarspange in Gold, wo kleine rote Steine eingearbeitet waren. Lea war überrascht, dass dieser relativ günstig war, und der Verkäufer sagte ihr, dass es keine echten Steine seien, sondern nur angemaltes Glas. Ihr war das relativ egal, es würde der Frisur den letzten Schliff geben.
Endlich hatte Lydia sich für zwei Hosen, drei Hemden und zwei Pullis entschieden. Fein säuberlich wurden die Teile verpackt, Leanora handelte noch einen kleinen Rabatt heraus, und der Verkäufer verabschiedete sich freundlich von den beiden.
"Auf Wiedersehen, die Damen, war eine Freude mit Ihnen Geschäfte zu machen! Beehren Sie uns bald wieder!" Er begleitete sie noch zur Tür, verneigte sich und hielt ihnen die Tür auf.
Lydia grinste. "Was ein aufgeblasener Knülch."
"Ach, ich fand ihn eigentlich ganz zuvorkommend. Sieh, da drüben ist ein Barbier. Dort werde ich mal mein Glück versuchen. Du kannst, sollte ich dort gleich dran kommen, ja wieder zurück wenn du magst. Dann nimm aber mein Zeug auch gleich mit ja?"
Lea wurde etwas sicherer, nachdem sie weder komisch angeblickt wurde oder sonst jemand groß Notiz von ihr nahm. Lediglich ein Jüngling starrte ihr nach, der Unterkiefer nach unten geklappt. Leanora mußte sich ein Lachen verkneifen. Wie ein läufiger Köter, fehlte nur noch, dass der Knabe zu sabbern begann.
Die Klingel an der Ladentür schellte, als die beiden eintraten. Sogleich erschien ein Mann mit extrem aufgezwirbeltem Schnauzbart, dunklen Haaren und einem tannengrünen Anzug.
"Mademoiselles, was kann ich für Euch tun?"
Er deutete einen Handkuss an und blickte hauptsächlich Lea an.
"Ich bin heute Abend auf einem Ball eingeladen, und möchte eine sehr elegante Hochsteckfrisur. Vielleicht auch etwas dunkler die Farbe. Wäre das möglich?"
"Aber natürlisch, das ist über'aupt kein Problem. Gestatten, Marcel." Wieder reichte er Leanora die Hand und führte sie sofort an einen Stuhl, vor dem ein riesiger Spiegel hing, der mit breitem verschnörkeltem Goldrand eingefaßt war.
Lea nickte Lydia zu. "Dann geh schon mal voran, ich komme nach, sobald ich hier fertig bin."
Kaum war die Kleine wieder aus dem Friseur-Salon draussen, wuselte Marcel auch schon geschäftig hin und her.
"Walnuss-Schalen und 'ollunderbeeren, dazu ein Schuß Rotwein..."
Lea erhielt während der Prozedur die druckfrische Tagespresse, und sogar eine Tasse Tee. Sie vertiefte sich in die Lektüre, derweil der Sud einwirkte.
Lea kramte in ihrem Rucksack herum, bis sie ihre Geldbörse fand, die sie dann einsteckte, mit einem Lederband gesichert.
Sie nickten Rowan zu und verließen das Zimmer. Auf dem Weg in die Stadt meinte Leanora:
"Holunderbeeren? Hm, auf diese Idee kam ich gar nicht. Ich hätte die Haare gerne dunkler, um nicht sofort erkannt zu werden. Wobei ich denke, mit der Hochsteckfrisur allein dürfte es gehen."
Kurze Zeit später erreichten sie den Markt, und Lea holte tief Luft. Da war sie wieder, ihre Angst vor diesen Menschen. Aber Lydia warf ihr einen Blick zu, der sie vorwärts trieb.
"Halt Deine Finger wenn möglich still, versprich mir das bitte... ich hab keine Lust, noch wegen Diebstahl in den Kerker zu kommen" flüsterte Lea der Kleinen zu.
Sie blickten sich auf den Markständen um, aber entschieden sich dann doch, in die Geschäfte zu gehen, wo die Waren dekorativ in den Fenstern zur Schau gestellt wurden. Allerdings bevorzugte Lea einen Laden, wo es nicht so arg zu ging.
Der Verkäufer war sofort zur Stelle und holte verschiedene Hosen und Oberteile für Lydia hervor, die sie anprobieren konnte, und für Lea auch einige hübsche Schuhe.
Letztlich entschied sich Lea für knöchelhohe Stiefeletten aus hellem Wildleder, mit einem kleinen Absatz versehen. Dieser war nicht zu hoch und auch relativ breit, sie konnte damit hervorragend laufen. Ansonsten waren diese sehr schlicht gehalten und sie würde sie auch zu einer Hose tragen können.
Bis Lydia durchprobiert hatte, setzte sich Lea auf einen Stuhl, der für sie herbei geschafft wurde und trank ein Glas Wasser. Lange hielt sie das jedoch nicht aus, und sie schaute sich noch nach Accessoires um. Ihr Blick fiel auf einen Fächer aus zarter Seide, mit kleinen Rosenmustern bestickt, cremefarbig und dunkelrot. Es wäre eine hervorragende Ergänzung zum Kleid. Eine beige Tasche kam noch hinzu, und zu guter letzt noch eine Haarspange in Gold, wo kleine rote Steine eingearbeitet waren. Lea war überrascht, dass dieser relativ günstig war, und der Verkäufer sagte ihr, dass es keine echten Steine seien, sondern nur angemaltes Glas. Ihr war das relativ egal, es würde der Frisur den letzten Schliff geben.
Endlich hatte Lydia sich für zwei Hosen, drei Hemden und zwei Pullis entschieden. Fein säuberlich wurden die Teile verpackt, Leanora handelte noch einen kleinen Rabatt heraus, und der Verkäufer verabschiedete sich freundlich von den beiden.
"Auf Wiedersehen, die Damen, war eine Freude mit Ihnen Geschäfte zu machen! Beehren Sie uns bald wieder!" Er begleitete sie noch zur Tür, verneigte sich und hielt ihnen die Tür auf.
Lydia grinste. "Was ein aufgeblasener Knülch."
"Ach, ich fand ihn eigentlich ganz zuvorkommend. Sieh, da drüben ist ein Barbier. Dort werde ich mal mein Glück versuchen. Du kannst, sollte ich dort gleich dran kommen, ja wieder zurück wenn du magst. Dann nimm aber mein Zeug auch gleich mit ja?"
Lea wurde etwas sicherer, nachdem sie weder komisch angeblickt wurde oder sonst jemand groß Notiz von ihr nahm. Lediglich ein Jüngling starrte ihr nach, der Unterkiefer nach unten geklappt. Leanora mußte sich ein Lachen verkneifen. Wie ein läufiger Köter, fehlte nur noch, dass der Knabe zu sabbern begann.
Die Klingel an der Ladentür schellte, als die beiden eintraten. Sogleich erschien ein Mann mit extrem aufgezwirbeltem Schnauzbart, dunklen Haaren und einem tannengrünen Anzug.
"Mademoiselles, was kann ich für Euch tun?"
Er deutete einen Handkuss an und blickte hauptsächlich Lea an.
"Ich bin heute Abend auf einem Ball eingeladen, und möchte eine sehr elegante Hochsteckfrisur. Vielleicht auch etwas dunkler die Farbe. Wäre das möglich?"
"Aber natürlisch, das ist über'aupt kein Problem. Gestatten, Marcel." Wieder reichte er Leanora die Hand und führte sie sofort an einen Stuhl, vor dem ein riesiger Spiegel hing, der mit breitem verschnörkeltem Goldrand eingefaßt war.
Lea nickte Lydia zu. "Dann geh schon mal voran, ich komme nach, sobald ich hier fertig bin."
Kaum war die Kleine wieder aus dem Friseur-Salon draussen, wuselte Marcel auch schon geschäftig hin und her.
"Walnuss-Schalen und 'ollunderbeeren, dazu ein Schuß Rotwein..."
Lea erhielt während der Prozedur die druckfrische Tagespresse, und sogar eine Tasse Tee. Sie vertiefte sich in die Lektüre, derweil der Sud einwirkte.
#865
Posté 13 septembre 2010 - 06:51
Lydia verlies den Friseursalon und mischte sich unter die Leute . Es
herrschte geschäftiges Treiben auf dem Markt , Händler boten schreiend
ihre Waren feil , Kunden eilten umher und Wahrenträger schleppten Kisten
und allehand anderes mit sich herum . Sie blickte sich um . Städter
unterschiedlichster Art und Herkunft . Vom Gesindemädchen bis zum
Aledsmann war hier alles unterwegs ... Adelsmann . Soeinen suche Lydia
jetzt . Leanora hatte ihr zwar die Kleidung bezahlt , aber sie brauchte
Geld für ihre bestellten Armschienen . In diese Armschienen , welche aus
beschlagenem Leder und Fell gefertigt waren , waren ausklappende Dolche
eingebaut . Zog man mit dem Ringfinger an einem Ring , an welchem eine
schnur befestigt war , so kamen dünne Klingen zum Vorschein . Doch das
kostete sein Geld . Stolze 20 Draken . Doch sie hatte nur ein paar
Kupferlinge . Sie begab sich also ind dichteste Gedränge und zückte ein
kleines flaches Messer . Sie musste nicht lange suchen , als sie einen
nach Wohlstand aussehenden Mann erblickte , welcher sich durch einen
Pulk Menschen zwängte .
"Ohne Totschläger unterwegs - perfekt ! "
dachte Lydia und näherte sich ihm ins Gedränge . Er hatte seinen
Goldbeutel am Gürtel baumeln , er sah auch recht schwer aus , das würde
genug hergeben . Dann geschah ein Wunder . Just in dem Moment , als sie
sich ihm bis auf griffreichweite näherte , lief ein Träger in ihn hinein
. Dumpf plumpste er auf den Boden , der Träger lies seien Kisten fallen
, welche sich öffneten und ihren Inhalt über dem armen Mann preisgaben -
rohe Eier . Über und Über beschmiert raffte dieser sich auf und begann
den Träger aufs wüsteste zu beschimpfen . Diese Chance nutzte sie und
schnitt einem der Zuschauer das Säckel ab und verstaute es in einer der
Gürteltaschen . zwei weitere Säckel fielen ihren geschickten Fingern zum
Opfer , bis sie einen ebenso reichen wie fetten Mann vor sich sah .
Aufgeregt verfolgte der das Spektakel und bemerkte nichteinmal , wie sie
ihm Säckel und den verzierten Dolch stahl .
Ohne das auch nur
irgendjemand von ihr Notiz genommen hatte verschwand sie in einer
Seitengasse . Dort zählte sie schnell das Geld . 95 Oren , ein Dolch ,
einige kleine Edelsteine und ein Heiratsring , alles in allem lies sich
die Beute sehen . Sie steckte 20 Oren in einen kleinen Beutel und begab
sich zu ihrem Laden .
Dort klopfte sie auf die Theke , da
niemand im Raum war . Prompt kam ein stämmiger Mann mit großen Armen und
grauem Bart um die Ecke . " Ja ? Was kann ich für dich tun ? "
" Ich hab doch bei euch Armscheinen bestellt , und die wollte ich abholen . "
"
Moooment , die muss ich suchen .. " sagte er barsch und verschwand
wieder . Weng später tauchte er wieder mit den Schienen auf ." Bittesehr
. Das wären 20 Oren . "
Sie legte ihm den Beutel auf den Tisch
und schnallte sich ihre enuen Armschienen um . " Danke vielmals , die
passen perfekt . " Lächelte Lydia . " Oh , ihr hättet nicht noch eim
paar feste Stiefel ? Ein bischen gepolstert oder auch gepanzert ?"
" Natürlich , aber für deine kleinen Füße wirds eng . Mal sehen , ob ich was finde . "
Diesmal verschwand er für eine ganze Weile aus dem Raum .
Als er zurückkam trug er ein paar Stiefel passend zu den Armscheinen und
ihrem Korsett . " Du hast heute wohl die Suppe aufgegessen , hier
bittesehr , die sollten dir passen . 15 Oren und 10 Silberlinge " .
Wieder legte sie ihm einen Beutel auf den Tisch und wechselte gleich die
Stiefel , welche ihr fast perfekt saßen . Sie hüpfte einige mae auf und
ab und verabschiedete sich .
Jetzt wollte sie einbrechen . Am
besten in irgedeinen Laden . Dazu begab sie sich in eine Seitengasse und
suchte sich eine Möglichkeit auf die Dächer zu gelangen , welche sie in
einem Seil an einer Hauswand fand . Geschickt zog sie sich nach oben
und griff um die Dachschräge herum . Oben angekommen sondierte sie
zuerst die Lage und zog sich die Kapuze ins Gesicht . Nur zwei Dächer
weiter war ein Alchemist , dort konnte man , aufgrund eines vorstehenden
Raumes , bequemst vo Dach aus ins Fenster einsteigen . Drinnen war es ,
wie man sich ein Alchemistenhaus vorstellt . Alt und Muffig , viele
Bücher und Tränke , sowie entsprechende Apperaturen zum Herstellen
ebendieser . Sie nahm sich einige Tränke mit , die die sie als nützlich
empfand und verschwand wieder um Leanora zu suchen , welche sie noch
immer beim Friseur vorfand .
herrschte geschäftiges Treiben auf dem Markt , Händler boten schreiend
ihre Waren feil , Kunden eilten umher und Wahrenträger schleppten Kisten
und allehand anderes mit sich herum . Sie blickte sich um . Städter
unterschiedlichster Art und Herkunft . Vom Gesindemädchen bis zum
Aledsmann war hier alles unterwegs ... Adelsmann . Soeinen suche Lydia
jetzt . Leanora hatte ihr zwar die Kleidung bezahlt , aber sie brauchte
Geld für ihre bestellten Armschienen . In diese Armschienen , welche aus
beschlagenem Leder und Fell gefertigt waren , waren ausklappende Dolche
eingebaut . Zog man mit dem Ringfinger an einem Ring , an welchem eine
schnur befestigt war , so kamen dünne Klingen zum Vorschein . Doch das
kostete sein Geld . Stolze 20 Draken . Doch sie hatte nur ein paar
Kupferlinge . Sie begab sich also ind dichteste Gedränge und zückte ein
kleines flaches Messer . Sie musste nicht lange suchen , als sie einen
nach Wohlstand aussehenden Mann erblickte , welcher sich durch einen
Pulk Menschen zwängte .
"Ohne Totschläger unterwegs - perfekt ! "
dachte Lydia und näherte sich ihm ins Gedränge . Er hatte seinen
Goldbeutel am Gürtel baumeln , er sah auch recht schwer aus , das würde
genug hergeben . Dann geschah ein Wunder . Just in dem Moment , als sie
sich ihm bis auf griffreichweite näherte , lief ein Träger in ihn hinein
. Dumpf plumpste er auf den Boden , der Träger lies seien Kisten fallen
, welche sich öffneten und ihren Inhalt über dem armen Mann preisgaben -
rohe Eier . Über und Über beschmiert raffte dieser sich auf und begann
den Träger aufs wüsteste zu beschimpfen . Diese Chance nutzte sie und
schnitt einem der Zuschauer das Säckel ab und verstaute es in einer der
Gürteltaschen . zwei weitere Säckel fielen ihren geschickten Fingern zum
Opfer , bis sie einen ebenso reichen wie fetten Mann vor sich sah .
Aufgeregt verfolgte der das Spektakel und bemerkte nichteinmal , wie sie
ihm Säckel und den verzierten Dolch stahl .
Ohne das auch nur
irgendjemand von ihr Notiz genommen hatte verschwand sie in einer
Seitengasse . Dort zählte sie schnell das Geld . 95 Oren , ein Dolch ,
einige kleine Edelsteine und ein Heiratsring , alles in allem lies sich
die Beute sehen . Sie steckte 20 Oren in einen kleinen Beutel und begab
sich zu ihrem Laden .
Dort klopfte sie auf die Theke , da
niemand im Raum war . Prompt kam ein stämmiger Mann mit großen Armen und
grauem Bart um die Ecke . " Ja ? Was kann ich für dich tun ? "
" Ich hab doch bei euch Armscheinen bestellt , und die wollte ich abholen . "
"
Moooment , die muss ich suchen .. " sagte er barsch und verschwand
wieder . Weng später tauchte er wieder mit den Schienen auf ." Bittesehr
. Das wären 20 Oren . "
Sie legte ihm den Beutel auf den Tisch
und schnallte sich ihre enuen Armschienen um . " Danke vielmals , die
passen perfekt . " Lächelte Lydia . " Oh , ihr hättet nicht noch eim
paar feste Stiefel ? Ein bischen gepolstert oder auch gepanzert ?"
" Natürlich , aber für deine kleinen Füße wirds eng . Mal sehen , ob ich was finde . "
Diesmal verschwand er für eine ganze Weile aus dem Raum .
Als er zurückkam trug er ein paar Stiefel passend zu den Armscheinen und
ihrem Korsett . " Du hast heute wohl die Suppe aufgegessen , hier
bittesehr , die sollten dir passen . 15 Oren und 10 Silberlinge " .
Wieder legte sie ihm einen Beutel auf den Tisch und wechselte gleich die
Stiefel , welche ihr fast perfekt saßen . Sie hüpfte einige mae auf und
ab und verabschiedete sich .
Jetzt wollte sie einbrechen . Am
besten in irgedeinen Laden . Dazu begab sie sich in eine Seitengasse und
suchte sich eine Möglichkeit auf die Dächer zu gelangen , welche sie in
einem Seil an einer Hauswand fand . Geschickt zog sie sich nach oben
und griff um die Dachschräge herum . Oben angekommen sondierte sie
zuerst die Lage und zog sich die Kapuze ins Gesicht . Nur zwei Dächer
weiter war ein Alchemist , dort konnte man , aufgrund eines vorstehenden
Raumes , bequemst vo Dach aus ins Fenster einsteigen . Drinnen war es ,
wie man sich ein Alchemistenhaus vorstellt . Alt und Muffig , viele
Bücher und Tränke , sowie entsprechende Apperaturen zum Herstellen
ebendieser . Sie nahm sich einige Tränke mit , die die sie als nützlich
empfand und verschwand wieder um Leanora zu suchen , welche sie noch
immer beim Friseur vorfand .
#866
Posté 13 septembre 2010 - 07:28
Als Lydia zurück kam, wurde Leanora erst kurz zuvor der Farbsud abgespült. Der Meister hatte mit einem Rasiermesser die Haarlänge ein wenig gekürzt und ein wenig fransig geschnitten, so lockten sich Leas Haare wieder besser.
Ein wenig mußte Leanora schmunzeln. Dieser Marcel war wirklich zum Barbier berufen, man merkte ihm an, wie sehr ihm seine Arbeit gefiel.
"Ihr 'abt wündervolles 'aar, Mademoiselle..."
Mittlerweile waren die Haare relativ getrocknet, und er begann, mit Hilfe von einem Stück Rohr, welches am Ende dick mit Leder umwickelt war, und dafür mehr oder weniger aus der Glut gezogen wurde, die Haare strähnenweise damit einzudrehen. Das war reine Geduldsarbeit, denn die um das Rohr gewickelte Strähne mußte wirklich fast ganz trocken sein, damit diese hinterher hielten. Allerdings sahen sie aus wie Korkenzieher-Löckchen, und das wiederum verlieh Lea ein absolut elegantes und zauberhaftes Aussehen.
Als Leanora dachte, bald nicht mehr sitzen zu können, ringelten sich um den ganzen Kopf viele kleine oder größere Löckchen. Der Barbier setzte sich einige Minuten hin und schmauchte Tabak, in braunem Blatt gewickelt. Lea nutzte die Gelegenheit und schritt ein wenig im Salon auf und ab. Weitere Kundinnen wurden inzwischen vom Lehrling verscheucht, mit den Worten, der Meister wäre für heute ausgebucht.
Dann begann der letzte Teil der Prozedur, der aber auch am schnellsten vorbei war. Der Lehrling hielt kleine Klammern und Spangen, die er Marcel immer wieder reichte, und der Meister selber teilte die Strähnchen, drehte sie hin und her, und letztlich hatte Lea ihre Hochsteck-Frisur. Sie betrachtete sich im Spiegel und war entzückt.
Seitlich kringelten sich je eine Strähne der Korkenzieherlöckchen vor den Ohren. Der Oberkopf wurde von einer Art Lockenkranz gekrönt, in dem kleine Schmucksteine eingearbeitet waren. Einige wenige Strähnchen hingen lose hervor, die ihr etwas vorwitziges verliehen, und der Rest war kreuz und quer am Hinterkopf hochgesteckt. Ein letztes Mal zupfte der Meister ein wenig hier, steckte dort nochmal fest, und dann war er wirklich fertig.
"Voila, Mademoiselle. Ist es so geworden wie Ihr er'offt 'abt?"
Leas strahlende Augen mußten wohl Antwort genug gewesen sein, denn ein breites Lächeln erhellte Marcels Gesicht. Vor allem die neue Farbe fand sie absolut faszinierend, ein leichtes mittelbraun mit einem kleinen tick ins rötliche, welches aber nur dann hervorkam, wenn die Sonne darauf schien.
Lydia hüpfte schon von einem Bein auf dem anderen herum, ihr mußte inzwischen furchtbar langweilig gewesen sein.
Leanora bezahlte und gab ordentliches Trinkgeld. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, und Marcel gab ihr sogar noch kostenlos ein Haarnetz mit, damit die Frisur noch eine Nacht länger halten würde.
Als sie wieder auf den Straßen Denerims waren, streckte sich Lea erstmal.
"Beim Erbauer, alles, aber so lange still sitzen ist wirklich nichts für mich. Und jetzt getrau ich mir kaum noch, den Kopf zu bewegen."
Dann gingen sie zurück in die Taverne und auf ihr Zimmer.
Ein wenig mußte Leanora schmunzeln. Dieser Marcel war wirklich zum Barbier berufen, man merkte ihm an, wie sehr ihm seine Arbeit gefiel.
"Ihr 'abt wündervolles 'aar, Mademoiselle..."
Mittlerweile waren die Haare relativ getrocknet, und er begann, mit Hilfe von einem Stück Rohr, welches am Ende dick mit Leder umwickelt war, und dafür mehr oder weniger aus der Glut gezogen wurde, die Haare strähnenweise damit einzudrehen. Das war reine Geduldsarbeit, denn die um das Rohr gewickelte Strähne mußte wirklich fast ganz trocken sein, damit diese hinterher hielten. Allerdings sahen sie aus wie Korkenzieher-Löckchen, und das wiederum verlieh Lea ein absolut elegantes und zauberhaftes Aussehen.
Als Leanora dachte, bald nicht mehr sitzen zu können, ringelten sich um den ganzen Kopf viele kleine oder größere Löckchen. Der Barbier setzte sich einige Minuten hin und schmauchte Tabak, in braunem Blatt gewickelt. Lea nutzte die Gelegenheit und schritt ein wenig im Salon auf und ab. Weitere Kundinnen wurden inzwischen vom Lehrling verscheucht, mit den Worten, der Meister wäre für heute ausgebucht.
Dann begann der letzte Teil der Prozedur, der aber auch am schnellsten vorbei war. Der Lehrling hielt kleine Klammern und Spangen, die er Marcel immer wieder reichte, und der Meister selber teilte die Strähnchen, drehte sie hin und her, und letztlich hatte Lea ihre Hochsteck-Frisur. Sie betrachtete sich im Spiegel und war entzückt.
Seitlich kringelten sich je eine Strähne der Korkenzieherlöckchen vor den Ohren. Der Oberkopf wurde von einer Art Lockenkranz gekrönt, in dem kleine Schmucksteine eingearbeitet waren. Einige wenige Strähnchen hingen lose hervor, die ihr etwas vorwitziges verliehen, und der Rest war kreuz und quer am Hinterkopf hochgesteckt. Ein letztes Mal zupfte der Meister ein wenig hier, steckte dort nochmal fest, und dann war er wirklich fertig.
"Voila, Mademoiselle. Ist es so geworden wie Ihr er'offt 'abt?"
Leas strahlende Augen mußten wohl Antwort genug gewesen sein, denn ein breites Lächeln erhellte Marcels Gesicht. Vor allem die neue Farbe fand sie absolut faszinierend, ein leichtes mittelbraun mit einem kleinen tick ins rötliche, welches aber nur dann hervorkam, wenn die Sonne darauf schien.
Lydia hüpfte schon von einem Bein auf dem anderen herum, ihr mußte inzwischen furchtbar langweilig gewesen sein.
Leanora bezahlte und gab ordentliches Trinkgeld. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, und Marcel gab ihr sogar noch kostenlos ein Haarnetz mit, damit die Frisur noch eine Nacht länger halten würde.
Als sie wieder auf den Straßen Denerims waren, streckte sich Lea erstmal.
"Beim Erbauer, alles, aber so lange still sitzen ist wirklich nichts für mich. Und jetzt getrau ich mir kaum noch, den Kopf zu bewegen."
Dann gingen sie zurück in die Taverne und auf ihr Zimmer.
Modifié par Bellandyrs, 13 septembre 2010 - 07:34 .
#867
Posté 13 septembre 2010 - 07:38
Vernita betrat die Taverne wieder und ging gleich nach oben. Da Rowan noch den Schlüssel zu ihrem Zimmer hatte, zog sie sich in den Raum mit der kaputten Tür zurück. Sie setzte sich auf den Schemel und dachte nach.
In ihrem Kopf ging sie ihren Plan durch, immer und immer wieder. Sie versuchte ihren Geist damit zu beschäftigen, um nicht an Miandra denken zu müssen. Denn sobald ihre Gedanken zu der schwarzhaarigen Frau schwenkten, malte sich die Elfe gleich wieder aus, was sie ihr alles antun würden. Und daran wollte sie nicht denken, durfte sie nicht denken. Bei der Vorstellung, welche Qualen Miandra gerade durchleben musste, brach es Vernita das Herz. Sollte der Elfe der Folterknecht, der ihre Freundin misshandelte, über den Weg laufen, so würde er sich wünschen niemals geboren worden zu sein. Denn Vernitas Rache würde schrecklich sein. Und sollte Miandra gar ihr Leben gelassen haben, so würde die Elfe die Festung in ein Leichenschauhaus verwandeln. Das schwor sie sich bei ihrem Leben.
Vernita schüttelte diese düsteren Gedanken ab. Stattdessen ging sie noch einmal den Plan durch und grübelte über ihre Gefährten nach. Konnte sie ihnen trauen? Würden sie auch nicht versagen? Sie ging die Charaktere Schritt für Schritt durch.
Da war zum einen Hennrik, der alte Magier. Sein Interesse für die Seelensplitter würde dafür sorgen, dass er bei ihnen blieb, bis dieses Rätsel gelöst war. Und da niemand in dieser Richtung ermittelte solange Azoth und Miandra noch im Gefängnis waren, würde er auch bleiben. Denn alleine könnte er das Geheimnis sicher nicht lüften.
Dann war da noch Leanora. Sie würde sie sicher nicht verraten. Sie wollte den Tod ihrer Familie rächen und ihren Besitz zurückfordern. Sie würde bis zum Ende bei ihnen bleiben. Bei ihr stellte sich nur die Frage, ob sie den Strapazen, die sie sicher noch zu erwarten hatten, standhalten würde. Vernita wusste es nicht.
Rowan war ein gute Seele. Sie schien Schuldgefühle zu haben, und Vernita glaubte, dass die blonde Frau für irgendetwas Buße tun wollte. Die Elfe mochte Rowan, doch objektiv betrachtet wusste sie nicht, warum die Frau ihnen folgte. Allerdings konnte sich Vernita nicht vorstellen, dass ihnen die junge Frau in den Rücken fallen würde. Oder vielleicht wollte sie es auch nur nicht glauben. So sehr die Elfe auch über Rowans Motivation grübelte, desto sicherer war sie über deren Fähigkeiten. Sie konnte hervorragend mit dem Bogen umgehen und beherrschte auch ihre Messer sehr gut. Und in den Künsten der Diebe war sie der Elfe ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.
Sareth allerdings war eine andere Geschichte. Vernita traute ihm nicht, auch wenn Rowan ihn aus irgendwelchen Gründen zu mögen schien. Auch wenn er ein fähiger Söldner zu sein schien, so konnte die Elfe den Kerl nicht ausstehen. Das war einer der Gründe, warum sie ihn bei dieser Operation in ihrer Nähe haben wollte. Beim kleinsten Anzeichen von Verrat würde er ihre Klinge in seinem Rücken spüren.
Und Lydia? Aus ihr wurde die Elfe überhaupt nicht schlau. Was wollte sie bei ihnen? Welche Motivation hatte sie, ihnen zu helfen? Und welche Fähigkeiten besaß sie überhaupt, die der Gruppe nutzen konnten? Vernita stand bei dem Mädchen vor einem kompletten Rätsel.
So grübelte sie weiter vor sich hin, in der Hoffnung, dass es bald Nachmittag werden würde, und sie ihren Anhänger abholen könnte.
In ihrem Kopf ging sie ihren Plan durch, immer und immer wieder. Sie versuchte ihren Geist damit zu beschäftigen, um nicht an Miandra denken zu müssen. Denn sobald ihre Gedanken zu der schwarzhaarigen Frau schwenkten, malte sich die Elfe gleich wieder aus, was sie ihr alles antun würden. Und daran wollte sie nicht denken, durfte sie nicht denken. Bei der Vorstellung, welche Qualen Miandra gerade durchleben musste, brach es Vernita das Herz. Sollte der Elfe der Folterknecht, der ihre Freundin misshandelte, über den Weg laufen, so würde er sich wünschen niemals geboren worden zu sein. Denn Vernitas Rache würde schrecklich sein. Und sollte Miandra gar ihr Leben gelassen haben, so würde die Elfe die Festung in ein Leichenschauhaus verwandeln. Das schwor sie sich bei ihrem Leben.
Vernita schüttelte diese düsteren Gedanken ab. Stattdessen ging sie noch einmal den Plan durch und grübelte über ihre Gefährten nach. Konnte sie ihnen trauen? Würden sie auch nicht versagen? Sie ging die Charaktere Schritt für Schritt durch.
Da war zum einen Hennrik, der alte Magier. Sein Interesse für die Seelensplitter würde dafür sorgen, dass er bei ihnen blieb, bis dieses Rätsel gelöst war. Und da niemand in dieser Richtung ermittelte solange Azoth und Miandra noch im Gefängnis waren, würde er auch bleiben. Denn alleine könnte er das Geheimnis sicher nicht lüften.
Dann war da noch Leanora. Sie würde sie sicher nicht verraten. Sie wollte den Tod ihrer Familie rächen und ihren Besitz zurückfordern. Sie würde bis zum Ende bei ihnen bleiben. Bei ihr stellte sich nur die Frage, ob sie den Strapazen, die sie sicher noch zu erwarten hatten, standhalten würde. Vernita wusste es nicht.
Rowan war ein gute Seele. Sie schien Schuldgefühle zu haben, und Vernita glaubte, dass die blonde Frau für irgendetwas Buße tun wollte. Die Elfe mochte Rowan, doch objektiv betrachtet wusste sie nicht, warum die Frau ihnen folgte. Allerdings konnte sich Vernita nicht vorstellen, dass ihnen die junge Frau in den Rücken fallen würde. Oder vielleicht wollte sie es auch nur nicht glauben. So sehr die Elfe auch über Rowans Motivation grübelte, desto sicherer war sie über deren Fähigkeiten. Sie konnte hervorragend mit dem Bogen umgehen und beherrschte auch ihre Messer sehr gut. Und in den Künsten der Diebe war sie der Elfe ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.
Sareth allerdings war eine andere Geschichte. Vernita traute ihm nicht, auch wenn Rowan ihn aus irgendwelchen Gründen zu mögen schien. Auch wenn er ein fähiger Söldner zu sein schien, so konnte die Elfe den Kerl nicht ausstehen. Das war einer der Gründe, warum sie ihn bei dieser Operation in ihrer Nähe haben wollte. Beim kleinsten Anzeichen von Verrat würde er ihre Klinge in seinem Rücken spüren.
Und Lydia? Aus ihr wurde die Elfe überhaupt nicht schlau. Was wollte sie bei ihnen? Welche Motivation hatte sie, ihnen zu helfen? Und welche Fähigkeiten besaß sie überhaupt, die der Gruppe nutzen konnten? Vernita stand bei dem Mädchen vor einem kompletten Rätsel.
So grübelte sie weiter vor sich hin, in der Hoffnung, dass es bald Nachmittag werden würde, und sie ihren Anhänger abholen könnte.
#868
Posté 13 septembre 2010 - 11:13
Nachdem Lea und das Mädchen das Zimmer verlassen hatten, begab sich auch Sareth zur Tür. Er drehte sich um, zwinkerte Rowan zu und verließ dann das Zimmer. Rowan wartete einen Moment, indem sie auf die Rose starrte, die in dem Paket enthalten war. Dann ging auch sie auf den Flur und blieb kurz unentschlossen stehen. Schließlich entschied sie sich für Vernitas Zimmer und drückte die Klinke nach unten.
Nichts. Die Tür war verschlossen.
Rowan musste grinsen und kramte in ihrem Rucksack herum, bis sie gefunden hatte was sie suchte. Schnell hatte sie die Tür offen und schüttelte den Kopf darüber wie leicht es ihr gefallen war, das Schloss zu knacken. Innen angekommen, schloss sie die Tür ab und steckte den Zimmerschlüssel, den sie in der Nacht hatte stecken lassen, in ihre Tasche.
Sie legte ihren Rucksack auf das Bett und setzte sich daneben. Den Inhalt schüttete sie vor sich aus und begutachtete ihn ausgiebig. Sie nahm ein angenutztes Lederetui in die Hand uns öffnete dessen Verschnürung. Dann rollte sie es aus und begutachtete das Werkzeug, das darin enthalten war.
Diverse Dietriche und Schlüssel, zwei Pinzetten, ein Satz Feilen in verschiedenen Größen, eine kleine Eisensäge, eine Spitz- und eine Flachzange, Draht in unterschiedlicher Stärke sowie ein Hammer und ein kleiner Meißel. Das Werkzeug war noch gut erhalten, nur einige der Dietriche waren zum Teil schon sehr abgenutzt.
Rowan rollte das Etui wieder zusammen und strich mit den Fingern über das Leder. Sie hatte davon schon länger nicht mehr Gebrauch gemacht. Behutsam legte sie es in ihren Beutel zurück und packte auch den Rest wieder ein. Ein paar Sachen würde sie vorsichtshalber noch besorgen.
Sie stand auf und zog sich den Rucksack wieder über. Ein verschmitztes Lächeln kam über ihre Lippen und sie öffnete kurzerhand das angelehnte Fenster und schwang sich heraus auf den Sims. Wenn sie schon eine Schurkin war, dann musste sie auch in der Übung bleiben. Treppen konnte jeder laufen. Sie zog sich auf das Dach hinauf und verschnaufte oben angekommen kurz. Dann suchte sie sich ihren Weg über den Dächern Denerims. In einer Seitengasse der Taverne konnte sie auf eine bekannte Gestalt herunter schauen. Sareth lief dort entlang und war wahrscheinlich gerade auf dem Weg, die Wachen auszukundschaften.
Sie beobachtete ihn für eine Weile und lief dann weiter. Ob er sie wohl bemerkt hatte? In einer wenig belebten Straße sprang sie zurück auf den Asphalt. Sie überlegte kurz und bog dann noch zweimal ab, bevor sie vor einem unscheinbarem Geschäft stehen blieb. Auf einem vermoderten Schild über der Tür war das verblichene Bild eines Hammers zu sehen.
Als die eintrat wurde sie sogleich von dem kleinen Mann hinter der Ladentheke kritisch gemustert. Ohne sich die ausgelegten Waren anzuschauen trat sie direkt auf ihn zu. Es dauerte nur kurz, dann nickte er ihr zu und bedeutete ihr, ihm zu folgen. Er führte sie in einen Nebenraum und schob einen Vorhang zur Seite. Mit der Hand zeigte er eine Treppe hinunter, die Rowan ein Stockwerk tiefer brachte. Ein länglicher Raum, mit Fackeln erhellt, breitete sich vor ihr aus. An dessen Seiten standen Tische mit allerlei Werkzeug darauf.
Rowan machte sich daran, die Sachen zu begutachten, als hinter ihr eine junge Frau auftauchte, die sie misstrauisch beobachtete. Sie hatte ein Flickenkleid an und das lange, dunkle Haar in einem unordentlichen Zopf zusammengebunden. Rowan ließ sich nicht ablenken und suchte sich zwei Dietriche, ein kleines Brecheisen und ein Stück stabile Schnur heraus. Die Frau schaute ihr dabei genaustens zu und trat schließlich vor Rowan.
„50 Silber.“
Rowan drückte ihr das Geld in die schmutzige Hand und verstaute ihre Errungenschaften in ihrem Rucksack. Sie lief die Treppe wieder nach oben und verließ den Laden zügig.
Auf dem Weg zurück zur Taverne kam sie an einem Gemischtwarenladen vorbei, den sie kurzerhand betrat. Sie erwarb noch ein Stück Kreide, ein Leinentuch und ein kleines Fläschchen Lampenöl. Vor der Taverne schwang sie sich am Gemäuer hoch und kletterte durch das offene Fenster wieder in das Zimmer der Elfe.
Die Zeit bis zum Abend verbrachte sie damit, ihr Werkzeug zu säubern und ihre Sachen zu ordnen. Auch ihre Waffen unterzog sie einer gründlichen Reinigung.
Nichts. Die Tür war verschlossen.
Rowan musste grinsen und kramte in ihrem Rucksack herum, bis sie gefunden hatte was sie suchte. Schnell hatte sie die Tür offen und schüttelte den Kopf darüber wie leicht es ihr gefallen war, das Schloss zu knacken. Innen angekommen, schloss sie die Tür ab und steckte den Zimmerschlüssel, den sie in der Nacht hatte stecken lassen, in ihre Tasche.
Sie legte ihren Rucksack auf das Bett und setzte sich daneben. Den Inhalt schüttete sie vor sich aus und begutachtete ihn ausgiebig. Sie nahm ein angenutztes Lederetui in die Hand uns öffnete dessen Verschnürung. Dann rollte sie es aus und begutachtete das Werkzeug, das darin enthalten war.
Diverse Dietriche und Schlüssel, zwei Pinzetten, ein Satz Feilen in verschiedenen Größen, eine kleine Eisensäge, eine Spitz- und eine Flachzange, Draht in unterschiedlicher Stärke sowie ein Hammer und ein kleiner Meißel. Das Werkzeug war noch gut erhalten, nur einige der Dietriche waren zum Teil schon sehr abgenutzt.
Rowan rollte das Etui wieder zusammen und strich mit den Fingern über das Leder. Sie hatte davon schon länger nicht mehr Gebrauch gemacht. Behutsam legte sie es in ihren Beutel zurück und packte auch den Rest wieder ein. Ein paar Sachen würde sie vorsichtshalber noch besorgen.
Sie stand auf und zog sich den Rucksack wieder über. Ein verschmitztes Lächeln kam über ihre Lippen und sie öffnete kurzerhand das angelehnte Fenster und schwang sich heraus auf den Sims. Wenn sie schon eine Schurkin war, dann musste sie auch in der Übung bleiben. Treppen konnte jeder laufen. Sie zog sich auf das Dach hinauf und verschnaufte oben angekommen kurz. Dann suchte sie sich ihren Weg über den Dächern Denerims. In einer Seitengasse der Taverne konnte sie auf eine bekannte Gestalt herunter schauen. Sareth lief dort entlang und war wahrscheinlich gerade auf dem Weg, die Wachen auszukundschaften.
Sie beobachtete ihn für eine Weile und lief dann weiter. Ob er sie wohl bemerkt hatte? In einer wenig belebten Straße sprang sie zurück auf den Asphalt. Sie überlegte kurz und bog dann noch zweimal ab, bevor sie vor einem unscheinbarem Geschäft stehen blieb. Auf einem vermoderten Schild über der Tür war das verblichene Bild eines Hammers zu sehen.
Als die eintrat wurde sie sogleich von dem kleinen Mann hinter der Ladentheke kritisch gemustert. Ohne sich die ausgelegten Waren anzuschauen trat sie direkt auf ihn zu. Es dauerte nur kurz, dann nickte er ihr zu und bedeutete ihr, ihm zu folgen. Er führte sie in einen Nebenraum und schob einen Vorhang zur Seite. Mit der Hand zeigte er eine Treppe hinunter, die Rowan ein Stockwerk tiefer brachte. Ein länglicher Raum, mit Fackeln erhellt, breitete sich vor ihr aus. An dessen Seiten standen Tische mit allerlei Werkzeug darauf.
Rowan machte sich daran, die Sachen zu begutachten, als hinter ihr eine junge Frau auftauchte, die sie misstrauisch beobachtete. Sie hatte ein Flickenkleid an und das lange, dunkle Haar in einem unordentlichen Zopf zusammengebunden. Rowan ließ sich nicht ablenken und suchte sich zwei Dietriche, ein kleines Brecheisen und ein Stück stabile Schnur heraus. Die Frau schaute ihr dabei genaustens zu und trat schließlich vor Rowan.
„50 Silber.“
Rowan drückte ihr das Geld in die schmutzige Hand und verstaute ihre Errungenschaften in ihrem Rucksack. Sie lief die Treppe wieder nach oben und verließ den Laden zügig.
Auf dem Weg zurück zur Taverne kam sie an einem Gemischtwarenladen vorbei, den sie kurzerhand betrat. Sie erwarb noch ein Stück Kreide, ein Leinentuch und ein kleines Fläschchen Lampenöl. Vor der Taverne schwang sie sich am Gemäuer hoch und kletterte durch das offene Fenster wieder in das Zimmer der Elfe.
Die Zeit bis zum Abend verbrachte sie damit, ihr Werkzeug zu säubern und ihre Sachen zu ordnen. Auch ihre Waffen unterzog sie einer gründlichen Reinigung.
Modifié par viento2, 14 septembre 2010 - 07:51 .
#869
Posté 14 septembre 2010 - 03:24
Vernita saß allein in Rowans Zimmer, in dem sie sich nach dem Vorfall mir Sareth einquartiert hatte. Die Stunden vergingen sehr langsam. Die Elfe hasste es zu warten und nichts unternehmen zu können. Insbesondere jetzt, wo jemand in höchster Gefahr schwebte, den sie sehr mochte. Obwohl sie quasi bewegungslos auf ihrem Schemel saß, war Vernita alles andere als ruhig, was man aber nur an ihren Augen erkennen konnte, die sich ständig hin- und herbewegten.
Die Elfe machte sich schwere Vorwürfe. Sie hatte sich so sehr damit beschäftigt, sich um Rowans Sicherheit zu bemühen, dass sie Miandra irgendwie vernachlässigt hatte. Zumindest kam es ihr so vor, auch wenn das eigentlich blödsinnig war. Trotzdem konnte sie dieses unangenehme Gefühl nicht loswerden. Sie wurde fast wahnsinnig bei dem Gedanken, was die Folterknechte der Festung der schwarzhaarigen Frau alles antun könnten. Und sie bekam mit einem Mal Angst.
Seitdem Vernita Miandra kannte, hatten sich nach langer Zeit wieder Gefühle in ihr breit gemacht, die sie seit dem Tod ihrer Familie für immer verloren geglaubt hatte. Was würde nun geschehen, wenn sie im Kerker der Festung nur noch die Leiche der schwarzhaarigen Frau finden würde? Was würde dann aus ihr werden? Würde sie sich wieder in das gleiche mordlüsterne Monstrum verwandeln, dass sie jetzt schon so lange verkörperte? Oder würde sie sich selbst das Leben nehmen, da sie aller Hoffnung auf eine bessere Zukunft für immer beraubt worden war?
Sie versuchte diese Gedanken zu verdrängen, sie einfach abzustreifen, doch es gelang ihr nicht. Stundenlang zermarterte sie sich das Hirn mit dieser Frage. Irgendwann wurde es ihr zuviel. Ruckartig stand die Elfe auf und verließ das Zimmer. Da schon einige Zeit vergangen war, entschloss sie sich dazu, sich auf dem Weg zum Markt zu machen. Mit etwas Glück würde Cesar ihren Anhänger bereits fertig gestellt haben.
Schweigend und mit gesenktem Haupt ging sie durch die Straßen Denerims. Sie beachtete niemanden und wurde von niemandem beachtet. Sie tauchte in der Menge unter, schlängelte sich durch das Gedränge des Marktplatzes und ignorierte das Gerede der Leute. Erst als sie ihr Ziel erreicht hatte, hellten sich ihre Gesichtszüge auf. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen nährte sie sich dem Verkäufer des Marktstandes.
„Cesar, mein Freund“, begrüßte sie den Mann mit gespielter Herzlichkeit. „Seid Ihr mit der Arbeit an meinem Anhänger schon fertig? Es wäre wirklich zauberhaft, wenn ich ihn heute schon bekommen könnte.“
„Ihr habt Glück, Lady Vernita“, erwiderte der braunhaarige Mann übertrieben freundlich, während er eine kleine Schmuckschatulle unter seinem Marktstand hervorkramte, diese öffnete und den Anhänger herausnahm. „Mein Geschäftspartner war vor ein paar Augenblicken hier und hat das gute Stück wieder mitgebracht. Ich hoffe, es gefällt Euch.“
Die Elfe nahm den Anhänger entgegen und begutachtete genau die neue Gravur. „Es ist wunderschön geworden“, lobte sie die Arbeit, bevor sie in die Tasche griff und fünf Sovereigns herauszog, die sie Cesar in die Hand drückte. „Hier das ist für Euch. Für Eure Mühen. Und drückt Eurem Geschäftspartner meinen Dank aus. Er hat nun was gut bei mir.“
„Aber, aber, nicht doch, Lady Vernita“, beschwichtigte sie der Händler, wobei er abwehrend beide Hände hob. „Ihr habt für ihn schon soviel getan, indem Ihr der Schlange die Zähne gezogen habt. Und auch Eure zukünftigen Unternehmungen werden meinem Partner und mir sicher sehr zu Gute kommen. Ihr schuldet uns daher nicht das Geringste.“
„Vielen Dank, Cesar. Ich denke, dass es in Denerim bald wieder recht turbulent zugehen wird. Euer Partner und Ihr solltet Euch also im Moment langfristige Investitionen gut überlegen. Nicht das Ihr am Ende Euer Geld in den Sand gesetzt habt.“
„Keine Sorge“, grinste Cesar. „Wir haben uns schon so etwas gedacht und werden dementsprechend handeln. Gehabt Euch wohl, gute Frau.“
„Ja, ich wünsche Euch auch alles Gute, alter Freund“, verabschiedete Vernita sich, bevor sie sich abwandte und wieder in der Menge verschwand. Sie steuerte umgehend die nächste Seitengasse an. Nachdem sich die Elfe vergewissert hatte, dass sie allein war, öffnete sie das Amulett, welches sie von Cesar bekommen hatte und nahm den kleinen Zettel heraus, der darin lag. Anschließend steckte sie das Schmuckstück in ihre Tasche.
Nun las sie sich die Nachricht auf dem Stück Papier in aller Ruhe durch, wobei sich ein böses Grinsen auf ihre Lippen legte. Anschließend machte sie sich wieder auf den Weg zur Taverne.
Die Elfe machte sich schwere Vorwürfe. Sie hatte sich so sehr damit beschäftigt, sich um Rowans Sicherheit zu bemühen, dass sie Miandra irgendwie vernachlässigt hatte. Zumindest kam es ihr so vor, auch wenn das eigentlich blödsinnig war. Trotzdem konnte sie dieses unangenehme Gefühl nicht loswerden. Sie wurde fast wahnsinnig bei dem Gedanken, was die Folterknechte der Festung der schwarzhaarigen Frau alles antun könnten. Und sie bekam mit einem Mal Angst.
Seitdem Vernita Miandra kannte, hatten sich nach langer Zeit wieder Gefühle in ihr breit gemacht, die sie seit dem Tod ihrer Familie für immer verloren geglaubt hatte. Was würde nun geschehen, wenn sie im Kerker der Festung nur noch die Leiche der schwarzhaarigen Frau finden würde? Was würde dann aus ihr werden? Würde sie sich wieder in das gleiche mordlüsterne Monstrum verwandeln, dass sie jetzt schon so lange verkörperte? Oder würde sie sich selbst das Leben nehmen, da sie aller Hoffnung auf eine bessere Zukunft für immer beraubt worden war?
Sie versuchte diese Gedanken zu verdrängen, sie einfach abzustreifen, doch es gelang ihr nicht. Stundenlang zermarterte sie sich das Hirn mit dieser Frage. Irgendwann wurde es ihr zuviel. Ruckartig stand die Elfe auf und verließ das Zimmer. Da schon einige Zeit vergangen war, entschloss sie sich dazu, sich auf dem Weg zum Markt zu machen. Mit etwas Glück würde Cesar ihren Anhänger bereits fertig gestellt haben.
Schweigend und mit gesenktem Haupt ging sie durch die Straßen Denerims. Sie beachtete niemanden und wurde von niemandem beachtet. Sie tauchte in der Menge unter, schlängelte sich durch das Gedränge des Marktplatzes und ignorierte das Gerede der Leute. Erst als sie ihr Ziel erreicht hatte, hellten sich ihre Gesichtszüge auf. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen nährte sie sich dem Verkäufer des Marktstandes.
„Cesar, mein Freund“, begrüßte sie den Mann mit gespielter Herzlichkeit. „Seid Ihr mit der Arbeit an meinem Anhänger schon fertig? Es wäre wirklich zauberhaft, wenn ich ihn heute schon bekommen könnte.“
„Ihr habt Glück, Lady Vernita“, erwiderte der braunhaarige Mann übertrieben freundlich, während er eine kleine Schmuckschatulle unter seinem Marktstand hervorkramte, diese öffnete und den Anhänger herausnahm. „Mein Geschäftspartner war vor ein paar Augenblicken hier und hat das gute Stück wieder mitgebracht. Ich hoffe, es gefällt Euch.“
Die Elfe nahm den Anhänger entgegen und begutachtete genau die neue Gravur. „Es ist wunderschön geworden“, lobte sie die Arbeit, bevor sie in die Tasche griff und fünf Sovereigns herauszog, die sie Cesar in die Hand drückte. „Hier das ist für Euch. Für Eure Mühen. Und drückt Eurem Geschäftspartner meinen Dank aus. Er hat nun was gut bei mir.“
„Aber, aber, nicht doch, Lady Vernita“, beschwichtigte sie der Händler, wobei er abwehrend beide Hände hob. „Ihr habt für ihn schon soviel getan, indem Ihr der Schlange die Zähne gezogen habt. Und auch Eure zukünftigen Unternehmungen werden meinem Partner und mir sicher sehr zu Gute kommen. Ihr schuldet uns daher nicht das Geringste.“
„Vielen Dank, Cesar. Ich denke, dass es in Denerim bald wieder recht turbulent zugehen wird. Euer Partner und Ihr solltet Euch also im Moment langfristige Investitionen gut überlegen. Nicht das Ihr am Ende Euer Geld in den Sand gesetzt habt.“
„Keine Sorge“, grinste Cesar. „Wir haben uns schon so etwas gedacht und werden dementsprechend handeln. Gehabt Euch wohl, gute Frau.“
„Ja, ich wünsche Euch auch alles Gute, alter Freund“, verabschiedete Vernita sich, bevor sie sich abwandte und wieder in der Menge verschwand. Sie steuerte umgehend die nächste Seitengasse an. Nachdem sich die Elfe vergewissert hatte, dass sie allein war, öffnete sie das Amulett, welches sie von Cesar bekommen hatte und nahm den kleinen Zettel heraus, der darin lag. Anschließend steckte sie das Schmuckstück in ihre Tasche.
Nun las sie sich die Nachricht auf dem Stück Papier in aller Ruhe durch, wobei sich ein böses Grinsen auf ihre Lippen legte. Anschließend machte sie sich wieder auf den Weg zur Taverne.
#870
Posté 14 septembre 2010 - 03:47
Gegen Nachmittag begab sich Rowan hinunter in den Schankraum. Sie hatte ihre Ausrüstung überprüft und war eine Weile rastlos in dem Zimmer umher geschlichen. Das Warten und Nichtstun drückte auf ihre Stimmung.
Der Schankraum war leer und sie setzte sich an einen der Tische und bestellte beim Wirt einen Eintopf als verspätetes Mittagessen und dazu eine Weinschorle. Während sie ihr Essen verspeiste wartete sie auf ihre Gefährten.
Der Schankraum war leer und sie setzte sich an einen der Tische und bestellte beim Wirt einen Eintopf als verspätetes Mittagessen und dazu eine Weinschorle. Während sie ihr Essen verspeiste wartete sie auf ihre Gefährten.
#871
Posté 14 septembre 2010 - 03:59
Vernita betrat die Taverne. Sie sah sich kurz um und erblickte sofort Rowan, die an einem der Tische saß und sich einen Eintopf zu Gemüte führte. Die Elfe setzte sich kurzerhand zu ihr, obwohl sie nichts essen wollte. Sie hatte schon den ganzen Tag keinen Hunger gehabt.
„Sind alle mit ihren Vorbereitungen fertig?“ fragte sie knapp. „Oder ist noch jemand unterwegs?“
„Sind alle mit ihren Vorbereitungen fertig?“ fragte sie knapp. „Oder ist noch jemand unterwegs?“
#872
Posté 14 septembre 2010 - 04:28
Lydia saß im Zimmer und dachte nach . Schließlich stand sie doch auf und ging hinunter in den Schankraum . Dort saßen Rowan und Vernita . Sie setzte sich dazu .
" Ich hoffe doch ich störe nicht . Vernita , ich möchte euch etwas fragen oder besser um etwas bitten . Ihr seht aus , als währt ihr Skeptisch , ob ich dabeiseinkann . Deswegen bitte ich euch um einen Fechtkampf vor dem Stall . Wer zuerst zu Boden geht der verliert . Und ich möchte euch nichtnur beweisen , das ich es kann , ich würde gerne etwas trainieren . Würdet ihr mir die Ehre erweisen ?" fragte sie und wurde etwas rot .
" Ich hoffe doch ich störe nicht . Vernita , ich möchte euch etwas fragen oder besser um etwas bitten . Ihr seht aus , als währt ihr Skeptisch , ob ich dabeiseinkann . Deswegen bitte ich euch um einen Fechtkampf vor dem Stall . Wer zuerst zu Boden geht der verliert . Und ich möchte euch nichtnur beweisen , das ich es kann , ich würde gerne etwas trainieren . Würdet ihr mir die Ehre erweisen ?" fragte sie und wurde etwas rot .
#873
Posté 14 septembre 2010 - 05:14
Vernita sah Lydia mit einem verächtlichen Blick aus den Augenwinkeln ins Gesicht. Dann schüttelte sie nur den Kopf.
„Hör zu, Kleine. In meiner augenblicklichen Verfassung bin ich nicht in der Lage, mit dir einen Übungskampf zu bestreiten. Nein, glaube mir, ich würde dir schneller den Kopf abschlagen, als du „piep“ sagen kannst“, erwiderte die Elfe sichtlich genervt. „Sollten wir den nächsten Tag überleben, dann können wir vielleicht noch mal darauf zurückkommen. Und du kannst mir morgen früh noch zu genüge beweisen, was du drauf hat. Entweder bist du gut, oder die Wachen werden dich erledigen. So einfach ist das. Außerdem dürfen wir keine Aufmerksamkeit erregen, und du solltest deine Kräfte sparen. Du wirst sie noch brauchen.“
Vernita machte eine kurze Pause, in der sie sich mit beiden Händen über die Augen rieb. „Zudem werden wir uns nicht mehr lange hier aufhalten. Sobald alle wieder hier sind, werdet ihr zu unserem neuen Freund, den Schmied gehen, während ich noch etwas zu erledigen habe.“
„Hör zu, Kleine. In meiner augenblicklichen Verfassung bin ich nicht in der Lage, mit dir einen Übungskampf zu bestreiten. Nein, glaube mir, ich würde dir schneller den Kopf abschlagen, als du „piep“ sagen kannst“, erwiderte die Elfe sichtlich genervt. „Sollten wir den nächsten Tag überleben, dann können wir vielleicht noch mal darauf zurückkommen. Und du kannst mir morgen früh noch zu genüge beweisen, was du drauf hat. Entweder bist du gut, oder die Wachen werden dich erledigen. So einfach ist das. Außerdem dürfen wir keine Aufmerksamkeit erregen, und du solltest deine Kräfte sparen. Du wirst sie noch brauchen.“
Vernita machte eine kurze Pause, in der sie sich mit beiden Händen über die Augen rieb. „Zudem werden wir uns nicht mehr lange hier aufhalten. Sobald alle wieder hier sind, werdet ihr zu unserem neuen Freund, den Schmied gehen, während ich noch etwas zu erledigen habe.“
#874
Posté 14 septembre 2010 - 05:24
" Nun gut , ich werde irgendwann wieder drauf zurückkommen . Wir werden alle überleben . Sicher . " Lächelte sie verlegen .
" Ich wollte noch heute etwas erledigen , wenn ihr erlaubt . Ich habe fast alles , aber mir fehlen noch ein paar Dinge . Ich kann mich ungesehen und unauffällig bewegen " , sagte sie und holte einen kleinen Rubin hervor . " Bittesehr . Der ist für euch . Ich hoffe er gefällt euch " , lächelte sie zaghaft .
" Ich wollte noch heute etwas erledigen , wenn ihr erlaubt . Ich habe fast alles , aber mir fehlen noch ein paar Dinge . Ich kann mich ungesehen und unauffällig bewegen " , sagte sie und holte einen kleinen Rubin hervor . " Bittesehr . Der ist für euch . Ich hoffe er gefällt euch " , lächelte sie zaghaft .
#875
Posté 14 septembre 2010 - 05:40
„Was soll ich mit diesem Tand, Kleine?“ fragte Vernita abfällig. „Ich brauche keinen Schmuck. Und da ich davon ausgehe, dass dieser Stein gestohlen ist, könnte ich ihn auch nur an einen Hehler verkaufen, ohne Gefahr zu laufen, dafür nicht gleich eingelocht zu werden. Und um einen Hehler aufzusuchen fehlt mir ebenfalls die Zeit. Also behalte deinen Stein ruhig, bis wir eine sinnvolle Verwendung dafür gefunden haben.“
Die Elfe überlegte kurz. „Was hast du denn vor, Kleine? Ich dulde keine illegalen Aktivitäten, bis wir diese Operation abgeschlossen haben, verstanden? Wir können es uns nicht leisten, die Aufmerksamkeit der Wachen auf uns zu lenken, nur um noch mehr Tand in unseren Besitz zu bringen. Außerdem brauchst du nichts weiter. Schließlich spielst du unsere Gefangene, schon vergessen? Und das bedeutet, dass du weder Waffen noch Rüstung tragen wirst. Es soll ja immerhin echt aussehen, nicht wahr? Sonst wäre diese ganze Aktion absolut sinnlos.“
Die Elfe überlegte kurz. „Was hast du denn vor, Kleine? Ich dulde keine illegalen Aktivitäten, bis wir diese Operation abgeschlossen haben, verstanden? Wir können es uns nicht leisten, die Aufmerksamkeit der Wachen auf uns zu lenken, nur um noch mehr Tand in unseren Besitz zu bringen. Außerdem brauchst du nichts weiter. Schließlich spielst du unsere Gefangene, schon vergessen? Und das bedeutet, dass du weder Waffen noch Rüstung tragen wirst. Es soll ja immerhin echt aussehen, nicht wahr? Sonst wäre diese ganze Aktion absolut sinnlos.“





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