Als sie alleine im Zimmer war, konnte sie nicht widerstehen: sie probierte das Kleid an. Alleine konnte sie zwar die Knöpfe im Rücken nicht alle zu machen, am nächsten Morgen würde ihr eine der Damen oder Lydia helfen müssen. Aber an der Taille sass es perfekt, der Ausschnitt war V-förmig und ließ viel von ihrem makellosen Dekollete sehen, auch den Ansatz ihrer festen Brüste. Die Spange befestigte sie noch so, dass es den Lockenkranz betonte. Ob sie die Rose auch noch anstecken sollte? Aber nein, das wäre dann doch zu viel des Guten.
Die Zeit flog schneller dahin, als ihr lieb war. Noch immer wußte sie nicht wirklich, wie sie den Kommandanten um den Finger wickeln würde, aber es kam auch darauf an, welcher Charakter ihr da gegenüber trat. Sie hoffte, dass es kein alter, speckiger, griesgrämiger war. Wenn sie sich schon verstellen mußte, würde ihr das bei einem attraktiven, netten Menschen leichter fallen.
Ihr Magen knurrte, der Hunger stellte sich ein. Andererseits war ihr übel. Wo würden sie ab morgen wohl etwas vernünftiges zu essen herkriegen? Mittlerweile fühlte sie sich in dieser Herberge direkt wohl. Und wie sie die Pferde und Hunde nachholen würden war ihr auch noch ein Rätsel.
Seufzend zog sie wieder ihre weichen Hosen an und machte sich auf den Weg in den Schankraum, um langsam etwas zu essen zu bestellen. Ein letzter Blick in den beschlagenen Spiegel, der am Flur hing, ließ sie schmunzeln. Die dunkleren Haare und die Frisur war völlig ungewohnt, aber auch wirklich gelungen. Sie mußte beinahe zweimal hingucken, um zu sehen, dass es wirklich ihr eigenen Spiegelbild war.
Als sie im Schankraum ankam, sassen die meisten ihrer Gefährten bereits am Tisch.
Sie lächelte in die Runde und setzte sich dazu.
"Habt Ihr auch so Hunger wie ich? Was gibts denn heute?"
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#876
Posté 14 septembre 2010 - 06:18
#877
Posté 14 septembre 2010 - 06:32
„Wen haben wir denn da?“ fragte Vernita mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen. „Jetzt seht Ihr wirklich aus wie eine Prinzessin, Leanora. Manchmal wünschte ich mir, dass ich ebenso gut aussehen könnte. Das hätte mir das Leben als Meuchelmörderin sehr vereinfacht. Ihr würdet bestimmt eine großartige Assassine abgeben, wisst Ihr das?“
#878
Posté 14 septembre 2010 - 06:39
"Eine .. äh das ist aber nicht Euer Ernst Vernita? Ich glaube, dazu bin ich viel zu brav erzogen worden. Aber vielen Dank für das Kompliment." Sie lachte hell auf.
Der Wirt kam herbei, auch ihm fiel die Kinnlade nach unten.
"Äh... ja. Rotwein?"
Lea nickte, und fragte, was es zum Essen gab.
"Heute gab es frischen Fisch, und dazu Kartoffeln. Oder ein Wild-Gulasch mit Preiselbeeren und Knödel dazu."
"Dann das Wild bitte. Dazu paßt dieser herrliche Wein besser."
Sie nickte dem Wirt lächelnd zu, und wandte sich wieder an Vernita.
"Dennoch hab ich vor morgen ganz schön Bammel. Wie komme ich an meine Waffen? Und das mit den Pferden muß ich auch noch klären..."
Der Wirt kam herbei, auch ihm fiel die Kinnlade nach unten.
"Äh... ja. Rotwein?"
Lea nickte, und fragte, was es zum Essen gab.
"Heute gab es frischen Fisch, und dazu Kartoffeln. Oder ein Wild-Gulasch mit Preiselbeeren und Knödel dazu."
"Dann das Wild bitte. Dazu paßt dieser herrliche Wein besser."
Sie nickte dem Wirt lächelnd zu, und wandte sich wieder an Vernita.
"Dennoch hab ich vor morgen ganz schön Bammel. Wie komme ich an meine Waffen? Und das mit den Pferden muß ich auch noch klären..."
Modifié par Bellandyrs, 14 septembre 2010 - 06:42 .
#879
Posté 14 septembre 2010 - 06:45
" Waffen ... Wäre von euch jemand so gut und würde meine Waffen , die ich in meinen Mantel wickle , für mich mitzunehmen ? Meinen Bogen kann dann ja jemand von euch als seinen Eigenen tragen . Ich würde nur gerne mit meinen Waffen kämpfen . "
Sie blickte Lea an und grinste . "Ich kann immer essen . "
Sie blickte Lea an und grinste . "Ich kann immer essen . "
#880
Posté 14 septembre 2010 - 06:55
„Nach dem ersten Mord wird es viel einfacher, glaubt mir. Nur um Eure Pferde wird sich der Wirt kümmern müssen, bis wir die Stadt verlassen, fürchte ich“, meinte Vernita auf Leanoras Frage hin. „Bezahlt ihn extra was dafür, damit er sie gut behandelt.“
Dann warf die Elfe einen genervten Blick auf Lydia, als diese sich zu Wort meldete. „Keine von Euch beiden wird Waffen tragen, wenn wir das Gefängnis betreten, verstanden? Ihr spielt eine reiche Adelige Leanora und du eine Gefangene Diebin Lydia, da wären Waffen äußerst unpassend. Ich dachte das wäre klar. Nur Sareth und ich werden bewaffnet sein. Sobald wir unsere Gefährten gefunden haben, werden der Söldner und ich diese tragen, während ihr unsere Waffen bekommt, um uns zu verteidigen. Und keine Panik. Ich kann mich auch zur Not ohne Waffen verteidigen. Außerdem werde ich trotzdem mein Messer mitnehmen. Das bekomme ich schon unbemerkt in den Knast.“
Dann warf die Elfe einen genervten Blick auf Lydia, als diese sich zu Wort meldete. „Keine von Euch beiden wird Waffen tragen, wenn wir das Gefängnis betreten, verstanden? Ihr spielt eine reiche Adelige Leanora und du eine Gefangene Diebin Lydia, da wären Waffen äußerst unpassend. Ich dachte das wäre klar. Nur Sareth und ich werden bewaffnet sein. Sobald wir unsere Gefährten gefunden haben, werden der Söldner und ich diese tragen, während ihr unsere Waffen bekommt, um uns zu verteidigen. Und keine Panik. Ich kann mich auch zur Not ohne Waffen verteidigen. Außerdem werde ich trotzdem mein Messer mitnehmen. Das bekomme ich schon unbemerkt in den Knast.“
Modifié par Aliens Crew, 14 septembre 2010 - 06:57 .
#881
Posté 14 septembre 2010 - 06:58
" Ich werde keine Waffen tragen , das habe ich nicht vor , aber ich bitte euch " , sagte sie und legte ihr geschwungenes Schwert auf den Tisch . Es war etwa in der Mitte geteilt zwischen Griff und Klinge , der Griff war goldbeschlagen , die Klinge blank und silbrig . " Würdet ihr das für mich hineinschmuggeln ? "
#882
Posté 14 septembre 2010 - 07:05
"Das war mir klar dass ich unbewaffnet da rein muß. Aber ich würde doch ganz gerne mitkämpfen oder mich verteidigen können, wenn es brenzlig wird. Solang ich eine Waffe kriege ist mir das egal. Gottlob hat das Kleid keinen Reifrock, damit wäre es um einiges schwieriger".
Innerlich mußte sie bei dem Gedanken lächeln. Weit schwingende Röcke, dazu eine Corsage, in der man kaum Luft bekam... ja solche Gewänder hatte sie oft genug getragen. Auf einem Ball mochte das ja auch sehr schön sein, aber wenn man dann laufen und kämpfen mußte, war sie doch froh, ein schlichteres und dennoch sehr elegantes Kleid zu tragen.
Ihr Essen wurde aufgetischt, sogar ein Salat wurde gereicht. Die Weinkaraffe wurde nochmal aufgefüllt, und Lea aß mit sichtlichem Genuß. Wußte der Erbauer allein, wann sie das nächste mal wieder eine vernünftige und wohlschmeckende Mahlzeit erhalten würde.
Die Gedanken an Miandra und Azoth schob sie erst einmal bei Seite. Sie konnte es sich auch nicht vorstellen, was die beiden mitmachten, schließlich hatte sie noch nie eine Folterung gesehen, geschweige denn am eigenen Körper erlebt.
Innerlich mußte sie bei dem Gedanken lächeln. Weit schwingende Röcke, dazu eine Corsage, in der man kaum Luft bekam... ja solche Gewänder hatte sie oft genug getragen. Auf einem Ball mochte das ja auch sehr schön sein, aber wenn man dann laufen und kämpfen mußte, war sie doch froh, ein schlichteres und dennoch sehr elegantes Kleid zu tragen.
Ihr Essen wurde aufgetischt, sogar ein Salat wurde gereicht. Die Weinkaraffe wurde nochmal aufgefüllt, und Lea aß mit sichtlichem Genuß. Wußte der Erbauer allein, wann sie das nächste mal wieder eine vernünftige und wohlschmeckende Mahlzeit erhalten würde.
Die Gedanken an Miandra und Azoth schob sie erst einmal bei Seite. Sie konnte es sich auch nicht vorstellen, was die beiden mitmachten, schließlich hatte sie noch nie eine Folterung gesehen, geschweige denn am eigenen Körper erlebt.
#883
Posté 14 septembre 2010 - 07:08
Vernita merkte, dass sie langsam wütend wurde. Konnte oder wollte diese kleine Göre sie nicht verstehen. Sie musste sich stark zusammennehmen, um nicht handgreiflich zu werden.
„Und wie soll ich das anstellen, Kleine?“ fragte sie sichtlich genervt. „Soll ich mir das Ding vielleicht in den Arsch schieben und hinterher wieder herausziehen, oder was? Du kämpfst mit dem Langschwert einer Stadtwache oder gar nicht. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann bist du für unser Unternehmen nutzlos, kapiert?!?“
„Und wie soll ich das anstellen, Kleine?“ fragte sie sichtlich genervt. „Soll ich mir das Ding vielleicht in den Arsch schieben und hinterher wieder herausziehen, oder was? Du kämpfst mit dem Langschwert einer Stadtwache oder gar nicht. Wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann bist du für unser Unternehmen nutzlos, kapiert?!?“
#884
Posté 14 septembre 2010 - 07:38
Rowan hatte mittlerweile ihren Eintopf leer gegessen und beobachtete schweigend den Disput der beiden. Das Mädchen schien etwas weltfremd zu sein, Ob es wirklich sinnvoll war, sie mitzunehmen? Rowan war dagegen, dass sie mitkam. Sie war noch zu jung und im schlimmsten Fall stand sie im Weg und gefährdete die Mission. Doch wenn es für die anderen ok war, dann würde sie sich nicht einmischen.
#885
Posté 14 septembre 2010 - 09:00
Sareth war etwas schlechter Stimmung.Er mochte es nicht wie Vernita ihn herum kommandierte.Aber er fügte sich.Und sei es nur um Rowans Willen und im Sinne ihrer Mission die sie bestritt.
Er nahm den Plan den Vernita gezeichnet hatte und begab sich nach Fort Drakon.Als er das Fort sah,wie es sich in den Himmel streckte,versuchte er die Spitze zu erspähen.
Dort vor 4 Jahren endete die Verderbnis.Sareth hatte nur ein paar Gerüchte darüber in Orlais vernommen.Aber er dachte sie seien nur Hirngespinste und Übertreibungen gewesen.Aber sie entsprachen der Wahrheit.Überall konnte man noch zum Teil zerstörte Mauern sehen die davon zeugten wie sehr der Kampf hier tobte.
Sareth nahm die Karte zur Hand und studierte sie eindringlich.Als er mit seinen Augen über die Karte fuhr hörte er das scheppern von Metall.Eine Patruille war im Anmarsch.
Sareth ging an der nächst möglichen Ecke in Deckung und beobachtete zwei Wachen in schwerer Rüstung die,die umliegenden kleinen Gassen um Fort Drakon,patrouillerten.
Als sie in eine kleine Gasse einbogen folgte Sareht ihnen im geheimen.Er hatte so ein oder zwei Tricks im Sachen Schleichen und Verstecken aus seiner Zeit in Orlais gelernt.Sogar welche von Rowan selbst.
Er wechselte immer wieder seine Position um nicht von den Wachen entdeckt zu werden.Einmal um einer Ecke.Dann wieder hinter Kisten versteckt.
Die kleine Gasse führte zu einer kleinen Kreuzung.Ein guter Ort für einen Hinterhalt.Sofern nicht noch andere Partouillen diese Route zur selben Zeit nahmen.Sareth blieb an dieser Kreuzung als die beiden Wachen schon abgezogen waren.Er wollte sicher gehen,dass keine weitere Patrouille hier entlang kam.Und tatsächlich.Selbst nach einer Stunde kam keine weitere Patrouille mehr.
Hier würden Vernita und er sich die Rüstungen besorgen,die sie brauchten.Er markierte die Kreuzung auf den Plan und begab sich zurück ins Gasthaus.
Als Sareth die Taverne betratt vernahm er ein hitziges Wortgefecht zwischen Vernita und einen kleinen Mädchen.Er störte die Gruppe nicht weiter.Er begrüßt Rowan mit einen kleinen lächeln und setzte sich dann an einen anderen Tisch,bestellte beim Wirt erstmal ein Bier und zündete sich seine Pfeife an.
Er nahm den Plan den Vernita gezeichnet hatte und begab sich nach Fort Drakon.Als er das Fort sah,wie es sich in den Himmel streckte,versuchte er die Spitze zu erspähen.
Dort vor 4 Jahren endete die Verderbnis.Sareth hatte nur ein paar Gerüchte darüber in Orlais vernommen.Aber er dachte sie seien nur Hirngespinste und Übertreibungen gewesen.Aber sie entsprachen der Wahrheit.Überall konnte man noch zum Teil zerstörte Mauern sehen die davon zeugten wie sehr der Kampf hier tobte.
Sareth nahm die Karte zur Hand und studierte sie eindringlich.Als er mit seinen Augen über die Karte fuhr hörte er das scheppern von Metall.Eine Patruille war im Anmarsch.
Sareth ging an der nächst möglichen Ecke in Deckung und beobachtete zwei Wachen in schwerer Rüstung die,die umliegenden kleinen Gassen um Fort Drakon,patrouillerten.
Als sie in eine kleine Gasse einbogen folgte Sareht ihnen im geheimen.Er hatte so ein oder zwei Tricks im Sachen Schleichen und Verstecken aus seiner Zeit in Orlais gelernt.Sogar welche von Rowan selbst.
Er wechselte immer wieder seine Position um nicht von den Wachen entdeckt zu werden.Einmal um einer Ecke.Dann wieder hinter Kisten versteckt.
Die kleine Gasse führte zu einer kleinen Kreuzung.Ein guter Ort für einen Hinterhalt.Sofern nicht noch andere Partouillen diese Route zur selben Zeit nahmen.Sareth blieb an dieser Kreuzung als die beiden Wachen schon abgezogen waren.Er wollte sicher gehen,dass keine weitere Patrouille hier entlang kam.Und tatsächlich.Selbst nach einer Stunde kam keine weitere Patrouille mehr.
Hier würden Vernita und er sich die Rüstungen besorgen,die sie brauchten.Er markierte die Kreuzung auf den Plan und begab sich zurück ins Gasthaus.
Als Sareth die Taverne betratt vernahm er ein hitziges Wortgefecht zwischen Vernita und einen kleinen Mädchen.Er störte die Gruppe nicht weiter.Er begrüßt Rowan mit einen kleinen lächeln und setzte sich dann an einen anderen Tisch,bestellte beim Wirt erstmal ein Bier und zündete sich seine Pfeife an.
Modifié par starbroker1988, 14 septembre 2010 - 09:07 .
#886
Posté 14 septembre 2010 - 09:11
Rowan warf den Streithähnen noch einen kopfschüttelnden Blick zu und stand dann vom Tisch auf.
Sie nahm ihren Wein und setzte sich zu Sareth an den Tisch.
„Warst du erfolgreich? Hast du eine gute Stelle gefunden?“
Sie nahm ihren Wein und setzte sich zu Sareth an den Tisch.
„Warst du erfolgreich? Hast du eine gute Stelle gefunden?“
#887
Posté 14 septembre 2010 - 09:21
Saeth zog in Ruhe an seiner Pfeife.Als er den süßen Rauch von Honitabak in den Raum hauchte antwortete er Rowan und sah ihr dabei in die Augen.
"Ja habe ich.Sie ist ruhig und keine anderen Wachen patrouillieren dort.Sie ist gut für einen Hinterhalt geeignet."
Der Wirt kam an den Tisch und stellte Sareth einen Krug Bier auf den Tisch,nickte ihm einmal kurz zu und ging wieder zurück hinter den Tresen.
Sareth nahm den Krug,hob ihn ein wenig an ud streckte ihn Rowan ein Stück entgegen.
"Auf die guten alten Zeiten."
Dabei lächelte er Rowan an und zwinkerte ihr zu.
"Ja habe ich.Sie ist ruhig und keine anderen Wachen patrouillieren dort.Sie ist gut für einen Hinterhalt geeignet."
Der Wirt kam an den Tisch und stellte Sareth einen Krug Bier auf den Tisch,nickte ihm einmal kurz zu und ging wieder zurück hinter den Tresen.
Sareth nahm den Krug,hob ihn ein wenig an ud streckte ihn Rowan ein Stück entgegen.
"Auf die guten alten Zeiten."
Dabei lächelte er Rowan an und zwinkerte ihr zu.
#888
Posté 14 septembre 2010 - 09:29
Rowan zögerte kurz. Sie war sich immer noch nicht sicher, was sie von seiner Anwesenheit halten sollte. Hatte er ihr wirklich die Wahrheit gesagt? War er wegen ihr hier, weil er sein Leben mit ihr verbringen wollte? Warum hatte er ihr seinen Ring gegeben, der nun in einer verborgenen Tasche ihrer Rüstung ruhte?
Sie schob die Gedanken beiseite und hob ebenfalls ihr Glas. Es gab im Moment wichtigere Dinge, über die sie sich Sorgen machen mussten. Sie hatten einen schweren Tag vor sich, und es war fraglich, wie dieser ausgehen würde. Sie konnte nur hoffen, dass sie danach noch Gelegenheit hatte, sich mit Sareth auseinander zu setzen. Sollte einer von ihnen fallen.....
„Auf den Erfolg des morgigen Tages.“
Sie schob die Gedanken beiseite und hob ebenfalls ihr Glas. Es gab im Moment wichtigere Dinge, über die sie sich Sorgen machen mussten. Sie hatten einen schweren Tag vor sich, und es war fraglich, wie dieser ausgehen würde. Sie konnte nur hoffen, dass sie danach noch Gelegenheit hatte, sich mit Sareth auseinander zu setzen. Sollte einer von ihnen fallen.....
„Auf den Erfolg des morgigen Tages.“
#889
Posté 14 septembre 2010 - 09:34
"Es wird gelingen."
Sareth nahm dann einen kräftigen Schluck und stellte den Krug wieder auf den Tisch.
Er zog an seiner Pfeife und hielt kurz inne.
"Bist du dir sicher,dass du Morgen zurecht kommen wirst?"
Sareth nahm dann einen kräftigen Schluck und stellte den Krug wieder auf den Tisch.
Er zog an seiner Pfeife und hielt kurz inne.
"Bist du dir sicher,dass du Morgen zurecht kommen wirst?"
#890
Posté 14 septembre 2010 - 09:39
„Ich denke schon.“
Sie fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
„Ich bin zwar ein bisschen aus der Übung, aber immerhin habe ich es immer wieder eingetrichtert bekommen und immer wieder üben müssen.“
Sie schaute ihn an.
„Und sollte ich versagen, kann ich nur hoffen, dass Hennrik zu euch durchkommt und ich es vorher schon geschafft habe, euch den Weg frei zu machen. Das ist das wichtigste. Sonst werdet ihr alle meinetwegen den Tod finden.“
Sie fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
„Ich bin zwar ein bisschen aus der Übung, aber immerhin habe ich es immer wieder eingetrichtert bekommen und immer wieder üben müssen.“
Sie schaute ihn an.
„Und sollte ich versagen, kann ich nur hoffen, dass Hennrik zu euch durchkommt und ich es vorher schon geschafft habe, euch den Weg frei zu machen. Das ist das wichtigste. Sonst werdet ihr alle meinetwegen den Tod finden.“
#891
Posté 14 septembre 2010 - 09:44
Sareth lehnte sich ein Stück nach vorne und sah Rowan beschwörend an.
"Rowan.Sorge dafür,dass du am Leben bleibst.Das ist für mich das Wichtigste.Ob ich nun dort oder auf einen entfernten Schlachtfeld mein Ende finde ist mir egal.Hauptsache du lebst."
"Rowan.Sorge dafür,dass du am Leben bleibst.Das ist für mich das Wichtigste.Ob ich nun dort oder auf einen entfernten Schlachtfeld mein Ende finde ist mir egal.Hauptsache du lebst."
#892
Posté 14 septembre 2010 - 09:50
Sie schaute ihn mit traurigem Blick an.
„Was ist schon mein Tod, wenn ihr anderen dafür mit dem Leben davon kommt? Ein Leben für das Leben von sieben anderen. Das hört sich doch nur allzu fair an, oder nicht?“
„Was ist schon mein Tod, wenn ihr anderen dafür mit dem Leben davon kommt? Ein Leben für das Leben von sieben anderen. Das hört sich doch nur allzu fair an, oder nicht?“
Modifié par viento2, 14 septembre 2010 - 09:50 .
#893
Posté 14 septembre 2010 - 09:57
"Sagt so was nicht! Ein Leben allein kann schon mehr wert sein als viele."
Er viel zurück in seinen Stuhl und starrte auf die Tischplatte.
"Besonders wenn diese eine Person jemand ist die dir nahe steht."
Murmelte er.
"Also wirst du überleben! Ansonsten folge ich dir zum Erbauer und hole dich persönlich zurück.Verstanden?"
Er viel zurück in seinen Stuhl und starrte auf die Tischplatte.
"Besonders wenn diese eine Person jemand ist die dir nahe steht."
Murmelte er.
"Also wirst du überleben! Ansonsten folge ich dir zum Erbauer und hole dich persönlich zurück.Verstanden?"
Modifié par starbroker1988, 14 septembre 2010 - 10:00 .
#894
Posté 14 septembre 2010 - 10:04
Rowan blickte ihn verärgert an.
„Es gibt wichtigeres im Leben, als das Glück eines einzelnen. Sorge dafür, das du deinen Part erledigst und ihr die beiden lebend heraus bekommt.“
Sie schüttelte kurz den Kopf und schaute ihm dann wieder in die Augen. Ihr Blick war weicher geworden.
„Mach dir um mich keine Sorgen. Ich hab mich schon immer irgendwie durchgeschlagen. Ich hoffe nur, dass die sich beim Fallenstellen nicht allzu schlau angestellt haben.“
Der letzte Satz sollte witzig klingen, doch es gelang ihr nicht. In Wirklichkeit machte sie sich Sorgen. Sie war zwar immer eine der besten in ihrem Fach gewesen, doch in den letzten Jahren, waren ihre Fähigkeiten im Fallen entdecken und entschärfen eher weniger gefordert gewesen.
„Es gibt wichtigeres im Leben, als das Glück eines einzelnen. Sorge dafür, das du deinen Part erledigst und ihr die beiden lebend heraus bekommt.“
Sie schüttelte kurz den Kopf und schaute ihm dann wieder in die Augen. Ihr Blick war weicher geworden.
„Mach dir um mich keine Sorgen. Ich hab mich schon immer irgendwie durchgeschlagen. Ich hoffe nur, dass die sich beim Fallenstellen nicht allzu schlau angestellt haben.“
Der letzte Satz sollte witzig klingen, doch es gelang ihr nicht. In Wirklichkeit machte sie sich Sorgen. Sie war zwar immer eine der besten in ihrem Fach gewesen, doch in den letzten Jahren, waren ihre Fähigkeiten im Fallen entdecken und entschärfen eher weniger gefordert gewesen.
#895
Posté 14 septembre 2010 - 10:05
Als sie aufgegessen hatte, funkelte Vernita Lydia noch immer wütend an. Rowan und Sareth hatten sich an einen anderen Tisch verzogen.
"Wie sieht das morgen aus? Wann ist aufstehen angesagt? Und muß ich voraus gehen? Zudem hab ich entweder vergessen, ob wir ein Zeichen ausgemacht haben, oder wie ich zu Euch stosse. Ich werde jetzt erst einmal für die Unterkunft der Pferde sorgen, schau nochmal nach Donas und werde dann aber packen. Ihr findet mich später in meinem Zimmer."
Sie trank das Glas aus und begab sich zum Wirt, der gerade in der Küche hantierte. Sie erklärte ihm, dass sie und ihre Gefährten für einige Tage bei Bekannten wären, aber dort die Pferde nicht unterbringen konnte. Ob sie diese denn stehen lassen konnte, und ob er sich darum kümmern würde? Sowie um die Hunde?
Dabei schenkte sie ihm einen warmen Blick, und der Wirt, der soeben protestieren wollte, nickte nur. Was ihm ein strahlendes Lächeln von Lea einbrachte, und viele Silberlinge.
"Ich danke Euch, die Zimmer könnt Ihr derweil wieder vermieten - oder renovieren. Und könnte ich wohl morgen früh noch warmes Wasser haben? Das wäre wirklich sehr liebreizend! Vielen Dank!"
Sie besuchte Donas, das Striegeln ließ sie aber bleiben. So staubig wie dessen Rücken war, würde ihre Frisur nur ruiniert werden, und das konnte sie sich nicht erlauben. Dafür hielt sie Zwiesprache mit ihm, er solle sich ruhig verhalten und brav sein. Innerlich seufzte sie, hätte sie das der Stallmauer erzählt wäre es das gleiche Ergebnis. "Bald hole ich dich nach mein Schatz. Bis dahin mußt du aushalten..." Ein letztes mal fuhr sie ihm liebevoll durch seine Mähne und seinen Kopf, dann gabs noch kurze Streicheleinheiten für Percivel und für den Braunen. Auch mit Nero sprach sie, dass er hier bleiben mußte. Traurig sah er sie an, als ob er sie verstanden hätte. Dennoch folgte er ihr schwanzwedelnd wieder mit hinein in die Taverne, wo sie sich noch einen Krug Milch mit ins Zimmer nahm und dann zu packen begann.
Ihr Blick wanderte zum Bett. Heute würde sie wohl darin schlafen, sonst wäre sie morgen alles, aber nicht ausgeruht. Ob Lydia wohl im Stall übernachten würde? Oder eben bei ihr auf dem Boden? Sie zuckte zusammen, als ihr ein logischer Gedanke kam. Sie schlug mit der Hand gegen die Stirn, weil sie nicht weiter gedacht hatte. Die Zimmer von Azoth und Miandra waren ja frei - Lydia würde auf jeden Fall ein Bett haben. Und Sareth auch.
Kurz darauf hatte sie alles zusammen gesucht, was sie in der kurzen Zeit verstreut hatte. Sie setzte sich auf die Bettkante, blickte aus dem Fenster in die langsam aber sicher einsetzende Dämmerung und wartete auf ihre Gefährten.
"Wie sieht das morgen aus? Wann ist aufstehen angesagt? Und muß ich voraus gehen? Zudem hab ich entweder vergessen, ob wir ein Zeichen ausgemacht haben, oder wie ich zu Euch stosse. Ich werde jetzt erst einmal für die Unterkunft der Pferde sorgen, schau nochmal nach Donas und werde dann aber packen. Ihr findet mich später in meinem Zimmer."
Sie trank das Glas aus und begab sich zum Wirt, der gerade in der Küche hantierte. Sie erklärte ihm, dass sie und ihre Gefährten für einige Tage bei Bekannten wären, aber dort die Pferde nicht unterbringen konnte. Ob sie diese denn stehen lassen konnte, und ob er sich darum kümmern würde? Sowie um die Hunde?
Dabei schenkte sie ihm einen warmen Blick, und der Wirt, der soeben protestieren wollte, nickte nur. Was ihm ein strahlendes Lächeln von Lea einbrachte, und viele Silberlinge.
"Ich danke Euch, die Zimmer könnt Ihr derweil wieder vermieten - oder renovieren. Und könnte ich wohl morgen früh noch warmes Wasser haben? Das wäre wirklich sehr liebreizend! Vielen Dank!"
Sie besuchte Donas, das Striegeln ließ sie aber bleiben. So staubig wie dessen Rücken war, würde ihre Frisur nur ruiniert werden, und das konnte sie sich nicht erlauben. Dafür hielt sie Zwiesprache mit ihm, er solle sich ruhig verhalten und brav sein. Innerlich seufzte sie, hätte sie das der Stallmauer erzählt wäre es das gleiche Ergebnis. "Bald hole ich dich nach mein Schatz. Bis dahin mußt du aushalten..." Ein letztes mal fuhr sie ihm liebevoll durch seine Mähne und seinen Kopf, dann gabs noch kurze Streicheleinheiten für Percivel und für den Braunen. Auch mit Nero sprach sie, dass er hier bleiben mußte. Traurig sah er sie an, als ob er sie verstanden hätte. Dennoch folgte er ihr schwanzwedelnd wieder mit hinein in die Taverne, wo sie sich noch einen Krug Milch mit ins Zimmer nahm und dann zu packen begann.
Ihr Blick wanderte zum Bett. Heute würde sie wohl darin schlafen, sonst wäre sie morgen alles, aber nicht ausgeruht. Ob Lydia wohl im Stall übernachten würde? Oder eben bei ihr auf dem Boden? Sie zuckte zusammen, als ihr ein logischer Gedanke kam. Sie schlug mit der Hand gegen die Stirn, weil sie nicht weiter gedacht hatte. Die Zimmer von Azoth und Miandra waren ja frei - Lydia würde auf jeden Fall ein Bett haben. Und Sareth auch.
Kurz darauf hatte sie alles zusammen gesucht, was sie in der kurzen Zeit verstreut hatte. Sie setzte sich auf die Bettkante, blickte aus dem Fenster in die langsam aber sicher einsetzende Dämmerung und wartete auf ihre Gefährten.
Modifié par Bellandyrs, 14 septembre 2010 - 10:17 .
#896
Posté 14 septembre 2010 - 11:20
Die stickige und übel riechende Luft drang in ihre Lunge, sodass sie einen Hustenanfall bekam, der jedoch von einem schmerzverzerrten Stöhnen und Zusammenzucken gefolgt wurde. Durch das Husten, und durch jede einzelne Bewegung, begann ihr gesamter Rücken zu ziehen, als ob jemand dünne Metallfäden netzartig darüber gespannt hätte, die sich in die Haut einschneiden würden. Langsam setzten ihre Sinne wieder ein... die Schmerzen waren höllisch, ihre Lippen waren trocken und sie hatte einen widerwärtigen Geschmack im Mund, und würde sich diesen am liebsten mit Wasser ausspülen, an ihren Arm- und Fußgelenken schienen Gewichte zu hängen, ihre Wange und Augen waren angeschwollen und sie fühle sich so schwach und unbeweglich, wie noch nie zuvor.
Sie unterdrückte das Bedürfnis zu Husten, auch wenn es ihr schwer fiel, und öffnete vorsichtig die Augen. Verschwommen, wie wenn sie unter Wasser wäre, sah sie Azoth, sein schmerzverzerrtes Gesicht, seinen blutüberlaufenen Körper, und es dauerte nicht lange, bis sie realisierte, wo sie waren, und was passiert war. Sie wusste nicht, ob sie erleichtert oder traurig darüber sein sollte, ihn zu sehen. Es hieß nur, dass es wohl noch nicht vorüber war. Und dennoch konnte sie die egoistische Denkweise, froh darüber zu sein, nicht alleine in der Zelle sitzen zu müssen, nicht abstellen. Erst jetzt spürte sie, dass seine Hände stark zitterten, und wusste, dass sie irgendwie über ihn lag. Im Normalfall wäre sie wohl ausgerastet, doch gerade eben war ihr das alles ziemlich gleichgültig, denn jeder Ort der Welt, und somit auch diese Zelle, war für sie in diesem Moment besser als der Ort hinter der Holztür.
Selbst wenn sie in jenem Moment die Kraft dazu gehabt hätte etwas zu sagen, hätte sie nicht gewusst was, und blickte ihn daher weiterhin mit glasigen und geschwollenen Augen an, und versuchte die Schreie aus dem Hintergrund zu ignorieren.
Sie fragte sich, wie lange sie bewusstlos gewesen war, fragte sich wie lange sie bereits hier waren und wusste nicht ob es gerade Tag oder Nacht war. Aber ehe sie sich weiterhin gedankliche Fragen stellen konnte, wurde ihr schwindelig, heiß und der Speichelfluss schien sich erhöht zu haben. Gerade noch rechtzeitig drehte sie sich zur Seite und übergab sich erneut, doch außer etwas Galle und Blut schien nichts mehr ihren Magen zu füllen.
Blut?
Sie starrte auf den Boden, und ihre Gedanken huschten zurück zur Folter. Ihr gesamter Körper begann zu zittern, und ihre Atmung beschleunigte sich. Hatte sie von den Fußtritten in den Magen innere Verletzungen davon getragen, oder stammte das Blut vielleicht doch nur von ihrem Zahnfleisch? Aber wieso musste sie sich dann erneut übergeben… wobei bei dem Gestank dieser Zellen, es auch kein wirklich großes Wunder gewesen wäre.
Doch selbst wenn es so wäre, was würde es für einen Unterschied machen?
„Wie lange…“, sie hustete und verzog dabei das Gesicht vor Schmerzen, „…seid Ihr schon hier?“, sagte sie leise mit kraftloser und zittriger Stimme, auch wenn sie die Antwort, dass er wahrscheinlich ebenso keine Ahnung hatte wie sie, bereits kannte. Vielleicht wollte sie auch einfach nur etwas anderes hören, als die leidenden Geschöpfe - die teilweise nicht mehr menschlich aussahen - in den Zellen neben ihnen, um zu wissen, selbst noch kein Teil dieses Ortes zu sein.
Sie unterdrückte das Bedürfnis zu Husten, auch wenn es ihr schwer fiel, und öffnete vorsichtig die Augen. Verschwommen, wie wenn sie unter Wasser wäre, sah sie Azoth, sein schmerzverzerrtes Gesicht, seinen blutüberlaufenen Körper, und es dauerte nicht lange, bis sie realisierte, wo sie waren, und was passiert war. Sie wusste nicht, ob sie erleichtert oder traurig darüber sein sollte, ihn zu sehen. Es hieß nur, dass es wohl noch nicht vorüber war. Und dennoch konnte sie die egoistische Denkweise, froh darüber zu sein, nicht alleine in der Zelle sitzen zu müssen, nicht abstellen. Erst jetzt spürte sie, dass seine Hände stark zitterten, und wusste, dass sie irgendwie über ihn lag. Im Normalfall wäre sie wohl ausgerastet, doch gerade eben war ihr das alles ziemlich gleichgültig, denn jeder Ort der Welt, und somit auch diese Zelle, war für sie in diesem Moment besser als der Ort hinter der Holztür.
Selbst wenn sie in jenem Moment die Kraft dazu gehabt hätte etwas zu sagen, hätte sie nicht gewusst was, und blickte ihn daher weiterhin mit glasigen und geschwollenen Augen an, und versuchte die Schreie aus dem Hintergrund zu ignorieren.
Sie fragte sich, wie lange sie bewusstlos gewesen war, fragte sich wie lange sie bereits hier waren und wusste nicht ob es gerade Tag oder Nacht war. Aber ehe sie sich weiterhin gedankliche Fragen stellen konnte, wurde ihr schwindelig, heiß und der Speichelfluss schien sich erhöht zu haben. Gerade noch rechtzeitig drehte sie sich zur Seite und übergab sich erneut, doch außer etwas Galle und Blut schien nichts mehr ihren Magen zu füllen.
Blut?
Sie starrte auf den Boden, und ihre Gedanken huschten zurück zur Folter. Ihr gesamter Körper begann zu zittern, und ihre Atmung beschleunigte sich. Hatte sie von den Fußtritten in den Magen innere Verletzungen davon getragen, oder stammte das Blut vielleicht doch nur von ihrem Zahnfleisch? Aber wieso musste sie sich dann erneut übergeben… wobei bei dem Gestank dieser Zellen, es auch kein wirklich großes Wunder gewesen wäre.
Doch selbst wenn es so wäre, was würde es für einen Unterschied machen?
„Wie lange…“, sie hustete und verzog dabei das Gesicht vor Schmerzen, „…seid Ihr schon hier?“, sagte sie leise mit kraftloser und zittriger Stimme, auch wenn sie die Antwort, dass er wahrscheinlich ebenso keine Ahnung hatte wie sie, bereits kannte. Vielleicht wollte sie auch einfach nur etwas anderes hören, als die leidenden Geschöpfe - die teilweise nicht mehr menschlich aussahen - in den Zellen neben ihnen, um zu wissen, selbst noch kein Teil dieses Ortes zu sein.
#897
Guest_Juleiila_*
Posté 14 septembre 2010 - 11:29
Guest_Juleiila_*
Azoth schluckte einmal, und kniff seine Augen schmerzhaft zusammen.
"Gerade ... eben." ,dabei blickte er ihren Körper an, und schloss wieder seine Augen. "Was haben sie nur mit Euch gemacht." sagte er schuldbewusst.
"Gerade ... eben." ,dabei blickte er ihren Körper an, und schloss wieder seine Augen. "Was haben sie nur mit Euch gemacht." sagte er schuldbewusst.
#898
Posté 14 septembre 2010 - 11:51
Sie spuckte noch einige Male auf den Boden, und irgendwie wurde sie durch den Schock, sich sofort übergeben zu haben, leicht wachgerüttelt. Wenn sie hätte lachen können, so hätte sie das in diesem Moment wohl getan, konnte sich dennoch ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen, „Ich dachte, das hättet Ihr gesehen.“
Sie versuchte sich an den Händen abzustützen um sich aufrichten zu können, ließ sich jedoch sofort wieder fluchend niederfallen, direkt neben Azoth. Die Schmerzen am Rücken waren einfach zu groß.
Einige Momente blieb sie regungslos liegen, und schien nachzudenken.
Plötzlich ertönte ein bekanntes Geräusch: das Knarren der Holztüre.
Ungewollt zuckte Miandra zusammen und schloss dabei die Augen.
Die Gehilfen von Ingo gingen an ihrer Zelle vorbei, und zogen zwei Bewusstlose, die ähnlich entstellt waren, wie Miandra und Azoth, hinter sich her.
„Endlich alle durch.. meine Frau wartet bestimmt schon mit dem Abendessen.“, sagte einer von ihnen, nachdem sie die Beiden in eine der Zellen geschleppt hatten. Miandra erkannte die Stimme, es musste dieser Antonio gewesen sein.
„Du Glücklicher, ich hätte auch gerne ein Weib zuhause, die mir das Essen warm stellt…“, erwiderte der andere mit einem Seufzer, und ehe Miandra mehr von dem Gespräch verstehen konnte, ertönte das knarrende Geräusch erneut.
Langsam öffnete sie ihre Augen wieder, „Da haben wir unsere Antwort…“, ihre Stimme klang rau und vollkommen hoffnungslos.
Sie versuchte sich an den Händen abzustützen um sich aufrichten zu können, ließ sich jedoch sofort wieder fluchend niederfallen, direkt neben Azoth. Die Schmerzen am Rücken waren einfach zu groß.
Einige Momente blieb sie regungslos liegen, und schien nachzudenken.
Plötzlich ertönte ein bekanntes Geräusch: das Knarren der Holztüre.
Ungewollt zuckte Miandra zusammen und schloss dabei die Augen.
Die Gehilfen von Ingo gingen an ihrer Zelle vorbei, und zogen zwei Bewusstlose, die ähnlich entstellt waren, wie Miandra und Azoth, hinter sich her.
„Endlich alle durch.. meine Frau wartet bestimmt schon mit dem Abendessen.“, sagte einer von ihnen, nachdem sie die Beiden in eine der Zellen geschleppt hatten. Miandra erkannte die Stimme, es musste dieser Antonio gewesen sein.
„Du Glücklicher, ich hätte auch gerne ein Weib zuhause, die mir das Essen warm stellt…“, erwiderte der andere mit einem Seufzer, und ehe Miandra mehr von dem Gespräch verstehen konnte, ertönte das knarrende Geräusch erneut.
Langsam öffnete sie ihre Augen wieder, „Da haben wir unsere Antwort…“, ihre Stimme klang rau und vollkommen hoffnungslos.
#899
Posté 15 septembre 2010 - 02:59
Vernita beruhigte sich, als Lydia endlich schwieg. Der Elfe war es ein Rätsel, warum Azoth die kleine Göre überhaupt aufgenommen hatte. Wäre sie nicht ein Sicherheitsrisiko, dann würde Vernita sie jetzt sofort zum Erzdämon jagen. Inzwischen war Sareth auch wieder zu ihnen gestoßen, so dass sie sich langsam bereit machen konnten.
„Wir werden früh aufstehen, Leanora“, erwiderte die Elfe. „Und keine Angst. Ihr werdet nicht verschlafen, denn ich werde Euch schon wecken. Und Ihr und Lydia werden Sareth und mich begleiten, Euch bei dem Überfall aber im Hintergrund halten. Sobald die Wachen erledigt sind, macht Ihr Euch auf den Weg zum Kommandanten, während wir uns die Rüstungen überziehen und die Leichen verschwinden lassen. Dann kommen wir nach und holen Euch von dort wieder ab.“
Die Elfe wollte der Frau noch sagen, dass sie die kommende Nacht gar nicht hier, sondern bereits beim Schmied verbringen werden, doch da war Leanora bereits aufgestanden und in die Küche gegangen. So stand Vernita ebenfalls auf, bevor sie zu Rowan und Sareth trat.
„Sobald alle soweit sind, macht Euch auf den Weg zum Schmied. Wir werden die Nacht dort verbringen. Schließlich muss ja jeder wissen, wohin er flüchten muss, sollte das Ganze in einem Chaos enden. Ich werde mich bereits jetzt schon auf den Weg machen, da ich noch etwas zu erledigen habe“, verkündete die Elfe zu den beiden, bevor sie ihre ganze Aufmerksamkeit der blonden Frau widmete. „Sorgt bitte dafür, dass meine Rüstung und meine Waffen mitgenommen werden, ja? Ich mache mich jetzt auf den Weg. Bis heute Abend dann.“
Anschließend wandte sich die Elfe um und verließ ohne ein weiteres Wort die Taverne.
___________________________________________________________________________
In dem Raum war es stockfinster. Die Fensterladen waren geschlossen, das Zimmer in lange, dunkle Schatten getaucht. Nur aus dem Nebenraum drang der schwache Lichtschein einer Kerze unter dem Türschlitz hervor.
„Liegt dieser elende Suffkopp etwa wieder im Bett und pennt?“ fluchte die Frau vor sich hin, wobei sie den Raum durchquerte und ins Schlafzimmer ging. Mit einem Ruck riss sie die Tür auf. „Kannst du mit dem Essen nicht war…“
Die Frau konnte nicht weiter sprechen, da ihr plötzlich der Atem stockte. Ihre Gesichtsfarbe, die sich vor wenigen Augenblicken durch die Wut in ein dunkles Rot geändert hatte, verwandelte sich nun in einen kalkweißen Farbton. Ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen.
„Beim Atem des Erbauers“, stammelte sie heiser.
Das Schlafzimmer, dessen Fensterläden ebenfalls geschlossen waren sah aus wie immer. Ein großer Kleiderschrank in der Ecke, daneben ein Frisiertisch mit einem Stuhl davor. Auf der gegenüberliegenden Seite stand das große Doppelbett und jeweils links und rechts daneben befand sich ein Nachttisch. Auf einem dieser Tische brannte eine Kerze vor sich hin, die den Raum in ein schummriges Licht tauchte.
Selbst ihren Ehemann fand die Frau wie erwartet im Schlafzimmer. Allerdings lag er nicht im Bett, wie sie befürchtet hatte. Stattdessen hing er mit einem Strick um den Hals an dem dicken, stabilen Holbalken an der Decke des Raumes. Sein Körper baumelte schlaff und kraftlos hin und her. Seine Zunge hing ihm aus dem Mund, seine Augen quollen aus den Höhlen. Die Hose des Mannes war nass, er konnte also noch nicht lange tot sein.
Die Lippen der Frau bebten, formten sich zu einem Schrei. Doch bevor es dazu kam, schlang sich schon ein kräftiger Arm um ihren Hals und drückte ihr die Luft ab. Aus dem Schrei wurde nur ein ersticktes Röcheln. Die Frau packte nach dem Arm und wollte sich aus dem Griff befreien, doch es war vergeblich. Wer auch immer die Frau gepackt hatte, war um einiges stärker als sie. Dann tauchte ein Gesicht neben ihr aus der Dunkelheit auf.
„Was seid Ihr so überrascht, über den Tod Eures Mannes“, zischte Vernita hinter der Frau böse. „Er hat herausgefunden, dass Ihr ein Verhältnis mit Eurem Nachbarn habt und hat sich daraufhin das Leben genommen. Allerdings nicht ohne Euch vorher mit in den Tod zu nehmen.“
„Was redet Ihr für einen Unsinn?“ erwiderte die Frau mit kratziger Stimme. Durch den Griff der Elfe konnte sie kaum sprechen. „Ich habe nie etwas Derartiges getan.“
„Wie konnte er dann den Liebesbrief Eures Geliebten finden, häh?“
„Ich habe nie einen bekommen!“
„Doch. Und zwar heute“, grinste Vernita höhnisch. „Und ich habe ihn geschrieben. Und keine Angst. Ich werde ihn zu den Füssen Eures Mannes platzieren, bevor ich gehe, damit die Wachen ihn gleich finden werden.“
Vernita zerrte die Frau weiter ins Zimmer, bis sie neben ihrem toten Mann zum Stillstand kamen. Diese versuchte sich zu wehren, sich aus dem Griff der Elfe zu befreien, doch diese war einfach zu stark. Sie hatte nicht den Hauch einer Chance. Während sie mit Vernita kämpfte, fiel ihr Blick auf das Gesicht der Elfe. Und obwohl sie diese ohne ihre Rüstung kaum wieder erkannt hätte, sah die Frau in ihr die Person, die mit vier anderen vor nicht allzu langer Zeit zwei Menschen in einer dunklen Seitengasse ermordet hatte.
„Ihr seid eine dieser Mörderin“, stammelte sie, wobei sie vor Verzweiflung in Tränen ausbrach.
„Und Ihr seid ein neugieriges Miststück, dass sich in Dinge eingemischt hat, die Euch nichts angehen! Und dafür werdet Ihr büssen!“
Sie drückte die Frau auf den Boden, zwang sie auf die Knie und beugte ihren Oberkörper nach vorne, auf welchen sie sich setzte. Dann griff Vernita nach dem Seil, welches sie sich über die Schulter gelegt hatte. Sie drückte den Kopf der Frau nach unten, während sie ihr die Schlinge um den Hals legte.
„Und dankt Eurem Erbauer, dass Euer Tod wie ein Familiendrama aussehen soll, sonst würde ich Euch zuvor noch in kleine Stückchen schneiden, für das, was Ihr getan habt. Denn Euretwegen sitzt nun jemand im Gefängnis, der mir sehr nahe steht, und der durch Eure Schuld bis aufs Blut gefoltert wird. Und dafür werde ich Euch töten und Euch beim Sterben zusehen! Und ich werde es genießen!“
Die Frau versuchte sich mit Händen und Füssen zu wehren, wobei sie kreischte und schrie, bis ihr das Seil die Kehle zudrückte. Tränen liefen über ihr Gesicht und tropften auf den Boden. Die Elfe zog die Schlinge fest, stand auf und warf sie mit einer geschickten Bewegung über den Holzbalken. Anschließend zog sie die Frau in die Luft, trat zurück und stieg auf einen der Nachttische. Von dort aus band sie das Ende des Seils an den nächsten Holzbalken an der Decke. Anschließend schlenderte sie langsam zu dem Frisiertisch und setzte sich gemütlich auf den Stuhl, während die Frau zu strampeln begann.
„Wehrt Euch nur“, spottete die Elfe, als sie sah, dass die Frau versuchte mit ihren Fingern zwischen ihren Hals und dem Seil zu gelangen. Sie kratzte sich mit dieser Aktion nur die Haut blutig, konnte den Strick aber nicht in kleinster Weise lösen. „Das macht es nur interessanter, Euch beim Sterben zuzusehen.“
Mit einem zufriedenen Grinsen auf den Lippen beobachtete die Elfe, wie die Frau um ihr Leben kämpfte. Als sie merkte, dass sie die Schlinge nicht lösen konnte, griff sie nach dem Seil über ihren Kopf und zog sich daran hoch, um den Druck von ihrem Hals zu bekommen.
„Ich bin mal gespannt, wie lange Ihr das durchhaltet“, lästerte Vernita verächtlich. Und allzu lange hielten die Kraftreserven der Frau nicht vor, und sie ließ wieder los. Sofort fing sie wieder an zu strampeln, während sie röchelnd nach Luft schnappte. Ihre Augen traten Ihr dabei immer weiter aus den Höhlen. Die Schlinge grub sich immer tiefer in das Fleisch ihres Halses.
„Ihr wolltet meine Freunde doch hängen sehen, oder? Jetzt weiß ich auch warum. Fühlt sich wirklich gut an, Euch dort hängen zu sehen. Ihr liefert mir eine ganz besondere Vorstellung“, lachte die Elfe bösartig. Und sie genoss es wirklich. Dies hatte nichts mehr mit Professionalität zu tun. Wäre es Vernita nur um die Beseitigung eines Zeugen gegangen, dann hätte sie der Frau schlicht und ergreifend das Genick gebrochen. Sauber und schnell. Doch das hier war persönlich. Wegen diesem Weibsstück musste Miandra viel Leid ertragen und dafür musste auch dieses Miststück leiden. Bis zum letzten Atemzug.
Es dauerte eine Weile, bis aus dem Strampeln nur noch ein Zucken wurde. Die Frau ließ die Arme sinken und das Röcheln verstummte nach und nach. Die Elfe blieb noch ein wenig sitzen, um sicher zu gehen, dass die Frau tatsächlich tot war, bevor sie aufstand, den Stuhl und den gefälschten Brief zu Füssen des Mannes legte und anschließend das Haus verließ. Es war schon dunkel geworden, als sie nach draußen trat und sich auf den Weg zum Schmied machte.
„Das habe ich nur für dich getan, Miandra“, murmelte sie vor sich hin, bevor sie im Schatten der Nacht verschwand.
„Wir werden früh aufstehen, Leanora“, erwiderte die Elfe. „Und keine Angst. Ihr werdet nicht verschlafen, denn ich werde Euch schon wecken. Und Ihr und Lydia werden Sareth und mich begleiten, Euch bei dem Überfall aber im Hintergrund halten. Sobald die Wachen erledigt sind, macht Ihr Euch auf den Weg zum Kommandanten, während wir uns die Rüstungen überziehen und die Leichen verschwinden lassen. Dann kommen wir nach und holen Euch von dort wieder ab.“
Die Elfe wollte der Frau noch sagen, dass sie die kommende Nacht gar nicht hier, sondern bereits beim Schmied verbringen werden, doch da war Leanora bereits aufgestanden und in die Küche gegangen. So stand Vernita ebenfalls auf, bevor sie zu Rowan und Sareth trat.
„Sobald alle soweit sind, macht Euch auf den Weg zum Schmied. Wir werden die Nacht dort verbringen. Schließlich muss ja jeder wissen, wohin er flüchten muss, sollte das Ganze in einem Chaos enden. Ich werde mich bereits jetzt schon auf den Weg machen, da ich noch etwas zu erledigen habe“, verkündete die Elfe zu den beiden, bevor sie ihre ganze Aufmerksamkeit der blonden Frau widmete. „Sorgt bitte dafür, dass meine Rüstung und meine Waffen mitgenommen werden, ja? Ich mache mich jetzt auf den Weg. Bis heute Abend dann.“
Anschließend wandte sich die Elfe um und verließ ohne ein weiteres Wort die Taverne.
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In dem Raum war es stockfinster. Die Fensterladen waren geschlossen, das Zimmer in lange, dunkle Schatten getaucht. Nur aus dem Nebenraum drang der schwache Lichtschein einer Kerze unter dem Türschlitz hervor.
„Liegt dieser elende Suffkopp etwa wieder im Bett und pennt?“ fluchte die Frau vor sich hin, wobei sie den Raum durchquerte und ins Schlafzimmer ging. Mit einem Ruck riss sie die Tür auf. „Kannst du mit dem Essen nicht war…“
Die Frau konnte nicht weiter sprechen, da ihr plötzlich der Atem stockte. Ihre Gesichtsfarbe, die sich vor wenigen Augenblicken durch die Wut in ein dunkles Rot geändert hatte, verwandelte sich nun in einen kalkweißen Farbton. Ihre Augen weiteten sich vor Entsetzen.
„Beim Atem des Erbauers“, stammelte sie heiser.
Das Schlafzimmer, dessen Fensterläden ebenfalls geschlossen waren sah aus wie immer. Ein großer Kleiderschrank in der Ecke, daneben ein Frisiertisch mit einem Stuhl davor. Auf der gegenüberliegenden Seite stand das große Doppelbett und jeweils links und rechts daneben befand sich ein Nachttisch. Auf einem dieser Tische brannte eine Kerze vor sich hin, die den Raum in ein schummriges Licht tauchte.
Selbst ihren Ehemann fand die Frau wie erwartet im Schlafzimmer. Allerdings lag er nicht im Bett, wie sie befürchtet hatte. Stattdessen hing er mit einem Strick um den Hals an dem dicken, stabilen Holbalken an der Decke des Raumes. Sein Körper baumelte schlaff und kraftlos hin und her. Seine Zunge hing ihm aus dem Mund, seine Augen quollen aus den Höhlen. Die Hose des Mannes war nass, er konnte also noch nicht lange tot sein.
Die Lippen der Frau bebten, formten sich zu einem Schrei. Doch bevor es dazu kam, schlang sich schon ein kräftiger Arm um ihren Hals und drückte ihr die Luft ab. Aus dem Schrei wurde nur ein ersticktes Röcheln. Die Frau packte nach dem Arm und wollte sich aus dem Griff befreien, doch es war vergeblich. Wer auch immer die Frau gepackt hatte, war um einiges stärker als sie. Dann tauchte ein Gesicht neben ihr aus der Dunkelheit auf.
„Was seid Ihr so überrascht, über den Tod Eures Mannes“, zischte Vernita hinter der Frau böse. „Er hat herausgefunden, dass Ihr ein Verhältnis mit Eurem Nachbarn habt und hat sich daraufhin das Leben genommen. Allerdings nicht ohne Euch vorher mit in den Tod zu nehmen.“
„Was redet Ihr für einen Unsinn?“ erwiderte die Frau mit kratziger Stimme. Durch den Griff der Elfe konnte sie kaum sprechen. „Ich habe nie etwas Derartiges getan.“
„Wie konnte er dann den Liebesbrief Eures Geliebten finden, häh?“
„Ich habe nie einen bekommen!“
„Doch. Und zwar heute“, grinste Vernita höhnisch. „Und ich habe ihn geschrieben. Und keine Angst. Ich werde ihn zu den Füssen Eures Mannes platzieren, bevor ich gehe, damit die Wachen ihn gleich finden werden.“
Vernita zerrte die Frau weiter ins Zimmer, bis sie neben ihrem toten Mann zum Stillstand kamen. Diese versuchte sich zu wehren, sich aus dem Griff der Elfe zu befreien, doch diese war einfach zu stark. Sie hatte nicht den Hauch einer Chance. Während sie mit Vernita kämpfte, fiel ihr Blick auf das Gesicht der Elfe. Und obwohl sie diese ohne ihre Rüstung kaum wieder erkannt hätte, sah die Frau in ihr die Person, die mit vier anderen vor nicht allzu langer Zeit zwei Menschen in einer dunklen Seitengasse ermordet hatte.
„Ihr seid eine dieser Mörderin“, stammelte sie, wobei sie vor Verzweiflung in Tränen ausbrach.
„Und Ihr seid ein neugieriges Miststück, dass sich in Dinge eingemischt hat, die Euch nichts angehen! Und dafür werdet Ihr büssen!“
Sie drückte die Frau auf den Boden, zwang sie auf die Knie und beugte ihren Oberkörper nach vorne, auf welchen sie sich setzte. Dann griff Vernita nach dem Seil, welches sie sich über die Schulter gelegt hatte. Sie drückte den Kopf der Frau nach unten, während sie ihr die Schlinge um den Hals legte.
„Und dankt Eurem Erbauer, dass Euer Tod wie ein Familiendrama aussehen soll, sonst würde ich Euch zuvor noch in kleine Stückchen schneiden, für das, was Ihr getan habt. Denn Euretwegen sitzt nun jemand im Gefängnis, der mir sehr nahe steht, und der durch Eure Schuld bis aufs Blut gefoltert wird. Und dafür werde ich Euch töten und Euch beim Sterben zusehen! Und ich werde es genießen!“
Die Frau versuchte sich mit Händen und Füssen zu wehren, wobei sie kreischte und schrie, bis ihr das Seil die Kehle zudrückte. Tränen liefen über ihr Gesicht und tropften auf den Boden. Die Elfe zog die Schlinge fest, stand auf und warf sie mit einer geschickten Bewegung über den Holzbalken. Anschließend zog sie die Frau in die Luft, trat zurück und stieg auf einen der Nachttische. Von dort aus band sie das Ende des Seils an den nächsten Holzbalken an der Decke. Anschließend schlenderte sie langsam zu dem Frisiertisch und setzte sich gemütlich auf den Stuhl, während die Frau zu strampeln begann.
„Wehrt Euch nur“, spottete die Elfe, als sie sah, dass die Frau versuchte mit ihren Fingern zwischen ihren Hals und dem Seil zu gelangen. Sie kratzte sich mit dieser Aktion nur die Haut blutig, konnte den Strick aber nicht in kleinster Weise lösen. „Das macht es nur interessanter, Euch beim Sterben zuzusehen.“
Mit einem zufriedenen Grinsen auf den Lippen beobachtete die Elfe, wie die Frau um ihr Leben kämpfte. Als sie merkte, dass sie die Schlinge nicht lösen konnte, griff sie nach dem Seil über ihren Kopf und zog sich daran hoch, um den Druck von ihrem Hals zu bekommen.
„Ich bin mal gespannt, wie lange Ihr das durchhaltet“, lästerte Vernita verächtlich. Und allzu lange hielten die Kraftreserven der Frau nicht vor, und sie ließ wieder los. Sofort fing sie wieder an zu strampeln, während sie röchelnd nach Luft schnappte. Ihre Augen traten Ihr dabei immer weiter aus den Höhlen. Die Schlinge grub sich immer tiefer in das Fleisch ihres Halses.
„Ihr wolltet meine Freunde doch hängen sehen, oder? Jetzt weiß ich auch warum. Fühlt sich wirklich gut an, Euch dort hängen zu sehen. Ihr liefert mir eine ganz besondere Vorstellung“, lachte die Elfe bösartig. Und sie genoss es wirklich. Dies hatte nichts mehr mit Professionalität zu tun. Wäre es Vernita nur um die Beseitigung eines Zeugen gegangen, dann hätte sie der Frau schlicht und ergreifend das Genick gebrochen. Sauber und schnell. Doch das hier war persönlich. Wegen diesem Weibsstück musste Miandra viel Leid ertragen und dafür musste auch dieses Miststück leiden. Bis zum letzten Atemzug.
Es dauerte eine Weile, bis aus dem Strampeln nur noch ein Zucken wurde. Die Frau ließ die Arme sinken und das Röcheln verstummte nach und nach. Die Elfe blieb noch ein wenig sitzen, um sicher zu gehen, dass die Frau tatsächlich tot war, bevor sie aufstand, den Stuhl und den gefälschten Brief zu Füssen des Mannes legte und anschließend das Haus verließ. Es war schon dunkel geworden, als sie nach draußen trat und sich auf den Weg zum Schmied machte.
„Das habe ich nur für dich getan, Miandra“, murmelte sie vor sich hin, bevor sie im Schatten der Nacht verschwand.
Modifié par Aliens Crew, 16 septembre 2010 - 09:30 .
#900
Guest_Juleiila_*
Posté 15 septembre 2010 - 06:24
Guest_Juleiila_*
Azoth starrte einen Moment zu der Zelle, in welche sie die Bewusstlosen zerrten. Bei dem Anblick an den blutüberströmten und verstümmelten Körpern, begann sich sein Magen zu drehen und all seine Kratzwunden schienen zu pochen, sodass er die Augen wieder schloss.
Abendessen sagte einer von ihnen, doch Azoth kam es vor als wären sie eine halbe Ewigkeit hier eingesperrt gewesen und nicht erst einen Tag.
Nein, sie würden das nicht überleben, ganz sicher nicht. So langsam gab auch er die Hoffnung auf, Hoffnung auf Rettung und Flucht.
Niemand könnte wohl in dieses riesige und perfekt überwachte Gefängnis einbrechen und zwei Verwundete rauschaffen, die nicht einmal genug Kraft hatten um selbst laufen zu können. Und zudem, wieso sollten sie es tun? Auch wenn er bemerkt hatte, dass sich Vernita und Miandra recht gut verstanden – was er überhaupt nicht nachvollziehen konnte -, und sich die Elfe für sie wohl das ein oder andere Mal eingesetzt hatte, so schätzte er sie nicht soweit ein, dass sie ihr eigenes Leben riskieren würde, um die beiden – und vor allem ihn – da rauszuholen. Sie wäre wahrscheinlich eher froh, zwei Klötze weniger am Bein zu haben, und somit musste sich diese auch nichtmehr um die Suche nach Miandras Tochter kümmern, und könnte sich weiterhin um eigene Probleme kümmern. Aus Azoth Sicht, hätte der Elfe und den anderen wohl nichts Besseres passieren können.
Und sie selbst? Nicht einmal vor der Folter, wäre es ihnen möglich gewesen hier zu entfliehen. Zu viele Türen und Gänge, in denen man sich verlaufen konnte, zu viele Wachen die einen abfangen würden.
Er musste husten und hielt sich die Hand vor den Mund. Mittlerweile brannte seine Lunge und sein Rachen höllisch, und er brauchte unbedingt etwas zu trinken. Er fragte sich was dort im Keller vor sich ging. Und wie konnte er sich selbst so viel Schaden zufügen?
Vorsichtig öffnete er die Augen ein klein wenig und blickte zu Miandra, und sah, dass sie jegliche Hoffnung bereits aufgegeben hatte und nur noch auf den nächsten Tag und ihren Tod zu warten schien. Ein Anblick der seine Gedanken widerspiegelte, und ihn in der Seele weh tat.
„Miandra...“, seufzte er kraftlos, „Die Anderen... sind sicher schon... auf dem Weg. Ich weiß, dass Vernita Euch nicht alleine lassen würde. Und die anderen stehen hinter ihr. Wir kommen hier raus. Und...“, er versuchte dabei ein Lächeln aufzusetzen, was ihm sichtlich schwer fiel, „Und wenn nicht …Ich weiß, was Ihr von mir hält… aber Ihr seid nicht alleine. Ich bin hier.“, Dabei hielt er Ihr die Hand hin, und vielleicht würde Miandra die seine in ihre nehmen und sie drücken, doch das bezweifelte er stark.
Währenddessen dachte er über seine Worte nach. Er war selbst nicht davon überzeugt, und musste sich einen Fluchtplan überlegen… Egal wie schwach er bereits war, er durfte sie nicht hier sterben lassen, er musste seine letzten Kräfte sammeln, um sie irgendwie – er hatte keine Ahnung wie – hier rauszuholen. Selbst wenn er dabei drauf gehen würde, aber das war er ihr wohl oder übel schuldig gewesen.
Abendessen sagte einer von ihnen, doch Azoth kam es vor als wären sie eine halbe Ewigkeit hier eingesperrt gewesen und nicht erst einen Tag.
Nein, sie würden das nicht überleben, ganz sicher nicht. So langsam gab auch er die Hoffnung auf, Hoffnung auf Rettung und Flucht.
Niemand könnte wohl in dieses riesige und perfekt überwachte Gefängnis einbrechen und zwei Verwundete rauschaffen, die nicht einmal genug Kraft hatten um selbst laufen zu können. Und zudem, wieso sollten sie es tun? Auch wenn er bemerkt hatte, dass sich Vernita und Miandra recht gut verstanden – was er überhaupt nicht nachvollziehen konnte -, und sich die Elfe für sie wohl das ein oder andere Mal eingesetzt hatte, so schätzte er sie nicht soweit ein, dass sie ihr eigenes Leben riskieren würde, um die beiden – und vor allem ihn – da rauszuholen. Sie wäre wahrscheinlich eher froh, zwei Klötze weniger am Bein zu haben, und somit musste sich diese auch nichtmehr um die Suche nach Miandras Tochter kümmern, und könnte sich weiterhin um eigene Probleme kümmern. Aus Azoth Sicht, hätte der Elfe und den anderen wohl nichts Besseres passieren können.
Und sie selbst? Nicht einmal vor der Folter, wäre es ihnen möglich gewesen hier zu entfliehen. Zu viele Türen und Gänge, in denen man sich verlaufen konnte, zu viele Wachen die einen abfangen würden.
Er musste husten und hielt sich die Hand vor den Mund. Mittlerweile brannte seine Lunge und sein Rachen höllisch, und er brauchte unbedingt etwas zu trinken. Er fragte sich was dort im Keller vor sich ging. Und wie konnte er sich selbst so viel Schaden zufügen?
Vorsichtig öffnete er die Augen ein klein wenig und blickte zu Miandra, und sah, dass sie jegliche Hoffnung bereits aufgegeben hatte und nur noch auf den nächsten Tag und ihren Tod zu warten schien. Ein Anblick der seine Gedanken widerspiegelte, und ihn in der Seele weh tat.
„Miandra...“, seufzte er kraftlos, „Die Anderen... sind sicher schon... auf dem Weg. Ich weiß, dass Vernita Euch nicht alleine lassen würde. Und die anderen stehen hinter ihr. Wir kommen hier raus. Und...“, er versuchte dabei ein Lächeln aufzusetzen, was ihm sichtlich schwer fiel, „Und wenn nicht …Ich weiß, was Ihr von mir hält… aber Ihr seid nicht alleine. Ich bin hier.“, Dabei hielt er Ihr die Hand hin, und vielleicht würde Miandra die seine in ihre nehmen und sie drücken, doch das bezweifelte er stark.
Währenddessen dachte er über seine Worte nach. Er war selbst nicht davon überzeugt, und musste sich einen Fluchtplan überlegen… Egal wie schwach er bereits war, er durfte sie nicht hier sterben lassen, er musste seine letzten Kräfte sammeln, um sie irgendwie – er hatte keine Ahnung wie – hier rauszuholen. Selbst wenn er dabei drauf gehen würde, aber das war er ihr wohl oder übel schuldig gewesen.





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