Sie regte sich nicht, und schien über seine Worte nachzudenken. Erst nach einigen Sekunden, in denen Azoth wohl auch keine Antwort mehr erwartete, räusperte sie sich, „Es geht hier nicht um Euch oder mich.“, sie hielt kurz inne und schluckte. Auch sie hätte viel für einen Schluck Wasser gegeben.
„Ich erwarte von niemand, dass er uns hier raus hilft. Theoretisch sind wir zu Recht hier… ich sollte die Tat einfach gestehen und sterben, und frage mich noch immer wieso ich es nicht tue. Wahrscheinlich weil ich durch meinen Tod mehr zerstören könnte, als durch das Leid meiner selbst.“
Tränen begannen sich in ihren Augen zu sammeln, aber sie wagte es nicht zu blinzeln, „Wenn ich nicht wissen würde, wie wichtig ich und meine Handlungen für das Leben anderer wären, so hätte ich mich wohl schon längst, noch bevor ich Euch traf, umgebracht…“
Sie schluckte erneut, und die Tränen begannen auf den dreckigen Boden zu tropfen, und sie musste schluchzten, „Versteht Ihr das? ... ich habe durch meine Handlungen versagt, und schaffte es nicht ein Mal etwas zu tun, das …“, sie beendete den Satz nicht und wischte sich die Tränen von den Wangen.
„Vergesst es… aber danke für Eure Worte. Ich weiß, dass Ihr genau so wenig an sie glaubt wie ich… also eher danke für den Versuch.“, fügte sie bitter hinzu und blieb weiterhin regungslos liegen und schien an irgendeine Stelle in der Zelle zu starren.
„Aber ich muss schon sagen, an Eurer Seite zu sterben, hätte ich mir wohl nie erwartet.“, ein leichtes Grinsen legte sich über ihr Gesicht als sie die Augen wieder schloss und seufzte, „Aber man weiß schließlich nie, was das Leben mit sich bringt…“
Egal wie sehr man sie auch zurichten würde, sie hätte es wohl niemals zugegeben, froh darüber zu sein, nicht alleine in der Zelle zu sitzen. Doch nun da ihre Augen geschlossen waren, spürte sie wieder die Schmerzen, und dass ihr das Sprechen gerade noch mehr ihrer Kraft geraubt hatte, doch hier würde sie nicht schlafen können. Zudem wäre es ohnehin sinnlos gewesen zu schlafen, um zu Kräften zu kommen.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#901
Posté 15 septembre 2010 - 07:03
#902
Posté 15 septembre 2010 - 08:13
Als Sareth Rowan so ansah,bemerkte er die Sorgen in ihren Augen.Auch wenn sie versuchte sie mit einen Lächeln zu überdecken.
"Ich glaube du wirst mir jeder Falle fertig,die sich diese stumpf sinnigen Wachen ausdenken können.
Schließlich weiß ich um deine Fähigkeiten.Und um deine geschickten Hände."
Dabei lächelte er sie an und zog wieder an seiner Pfeife.
"Ich glaube du wirst mir jeder Falle fertig,die sich diese stumpf sinnigen Wachen ausdenken können.
Schließlich weiß ich um deine Fähigkeiten.Und um deine geschickten Hände."
Dabei lächelte er sie an und zog wieder an seiner Pfeife.
#903
Posté 15 septembre 2010 - 08:18
„Danke, für die Aufmunterung.“
Ihre Mund verzog sich zu einem Lächeln, welches ihre Augen jedoch nicht erreichte. Sie bestellte sich beim Wirt noch ein Wasser. Alkohol wollte sie nicht mehr zu sich nehmen, sie musste sich morgen auf all ihre Sinne verlassen können.
„Du bist morgen aber auch vorsichtig, oder? Immerhin habt ihr vor praktisch nur zu zweit das ganze Fort zu stürmen.“
Ihre Mund verzog sich zu einem Lächeln, welches ihre Augen jedoch nicht erreichte. Sie bestellte sich beim Wirt noch ein Wasser. Alkohol wollte sie nicht mehr zu sich nehmen, sie musste sich morgen auf all ihre Sinne verlassen können.
„Du bist morgen aber auch vorsichtig, oder? Immerhin habt ihr vor praktisch nur zu zweit das ganze Fort zu stürmen.“
#904
Posté 15 septembre 2010 - 08:26
"Bis jetzt konnte ich mich immer auf meinen Instinkt und meinen Speer verlassen."
Er schaute nachdenklich in den luft.
"Einzig kann ich Vernita nicht so recht einschätzen und wie sie die Aktion durchführen wird."
Er nahm seinen Krug und trank langsam einen Schluck daraus.
Er schaute nachdenklich in den luft.
"Einzig kann ich Vernita nicht so recht einschätzen und wie sie die Aktion durchführen wird."
Er nahm seinen Krug und trank langsam einen Schluck daraus.
#905
Posté 15 septembre 2010 - 08:33
„Auf das kämpferische Geschick der Elfe kannst du dich verlassen. Sie wird dir in nichts nachstehen.“
Nachdenklich rieb sie sich die Schläfe. Sie versuchte ihre Sinne auf den morgigen Tag vorzubereiten, doch immer wieder schlichen sich andere Gedanken dazwischen. Sie wollte ihn fragen, warum er hier war. Ob er sie die letzten vier Jahre über vermisst hatte. Wie es ihm in der Zeit ergangen war. Ihr Kopf war voll mit Fragen dieser Art, doch sie versuchte, sie beiseite zu schieben.
„Ich habe allerdings keine Ahnung, wie sich Lea anstellen wird. Ich kenne sie kaum länger als du sie. Und das Mädchen macht mir die größten Sorgen. Ich halte sie für ein Risiko. Wenn es nach mir ginge, dann würden wir sie nicht mitnehmen.“
Sie schaute ihm in die Augen.
Hatte er die Wahrheit gesagt? War er ihretwegen hier? Konnte sie ihm vertrauen?
Wieder rieb sie sich die Schläfen. Vielleicht war der eine Wein schon zu viel gewesen.
Nachdenklich rieb sie sich die Schläfe. Sie versuchte ihre Sinne auf den morgigen Tag vorzubereiten, doch immer wieder schlichen sich andere Gedanken dazwischen. Sie wollte ihn fragen, warum er hier war. Ob er sie die letzten vier Jahre über vermisst hatte. Wie es ihm in der Zeit ergangen war. Ihr Kopf war voll mit Fragen dieser Art, doch sie versuchte, sie beiseite zu schieben.
„Ich habe allerdings keine Ahnung, wie sich Lea anstellen wird. Ich kenne sie kaum länger als du sie. Und das Mädchen macht mir die größten Sorgen. Ich halte sie für ein Risiko. Wenn es nach mir ginge, dann würden wir sie nicht mitnehmen.“
Sie schaute ihm in die Augen.
Hatte er die Wahrheit gesagt? War er ihretwegen hier? Konnte sie ihm vertrauen?
Wieder rieb sie sich die Schläfen. Vielleicht war der eine Wein schon zu viel gewesen.
#906
Guest_Juleiila_*
Posté 15 septembre 2010 - 08:39
Guest_Juleiila_*
Nachdem Kylar die Taverne verlassen hatte begab er sich umgehend zu Harold. Als er durch die Gassen von Denerim marschierte musste er die gesamte Zeit an Azoth denken. In eine solch missliche Lage war sein Freund noch nie geraten, und er hoffte, dass der Plan seiner scheinbar neuen Reisegefährten aufgehen würde, und war dankbar dafür, dass sie ihr Leben dabei aufs Spiel setzten.
Nach einiger Zeit des Gehens, kam er schließlich an der Schmiede an. Sie lag weiter außerhalb der Stadt, und war nicht dem Trubel des Markplatzes ausgesetzt. Doch wer auf Qualität achtete, und wem der Preis egal war, der wusste, dass er hier richtig war.
„Kylar, was treibt Dich hier her! Benötigt Deine Nadel einen feinschliff?“, grinste er den Elf an und polierte nebenbei einen Dolch mit extrem ausgefallenen und aufwändigen goldenen Verzierungen.
„Sei gegrüßt Harold, nein jedoch habe ich eine dringende Bitte an Dich. Doch das sollten wir wo anders abklären…“
Harold schien sofort zu verstehen, und winkte Kylar mit sich mit. Sie stiegen eine Wendeltreppe hinab, und traten somit in die privaten Räumlichkeiten des Schmieds. Dieser ließ sich auf einen gepolsterten Stuhl fallen und schenkte etwas Wasser aus einem Krug in zwei Gläser.
„Also was benötigst Du?“, fragte er schließlich und reichte eines der Gläser an Kylar weiter.
„Du musst mir deinen geheimen Lagerraum für ein paar Tage zur Verfügung stellen.“
Harold verschluckte sich an dem Wasser und begann zu husten, „Was wozu denn das?“, erwiderte er verwundert.
„Azoth steckt in Schwierigkeiten. Er und seine Gefährten brauchen einen Unterschlupf. Ich weiß, dass Du bisher nur mir von Deinem Lager erzählt hast, und es versteckst und hütest, als wäre es ein Schatz, doch gerade deswegen, ist es wohl ihre einzige Chance.“
Harold schien nachzudenken. Sein Lager war ihm heilig, doch er konnte auch die Bitte eines Freundes nicht zurückweisen, „Dir würde ich es jederzeit als Unterschlupf anvertrauen, wenn ich wüsste, dass zu in Schwierigkeiten bist, doch außer Azoth kenne ich die anderen nicht, wer weiß, was das für Leute sind. Es ist nicht so, dass ich Freunden meiner Freunde nicht traue, doch ich habe einige wertvolle Gegenstände in meinem Lager untergebracht.“
„Ich garantiere Dir dafür, dass sie nichts anstellen werden, und versichere Dir, dass sie auch Dein Versteck nirgendwo ausplaudern werden, schließlich hängt ihr eigenes Leben davon ab.“
„Also schön, irgendeinen Zweck muss der alte Tunnel doch haben, bevor er komplett einstürzt.“, er seufzte, „Wie lange möchtest Du sie dort unterbringen?“
„Das weiß ich nicht, ich kann Dir nicht einmal sagen, wie viele wir unterbringen werden… All das wird sich noch zeigen. Zudem lasse ich Dir von einigen meiner Gehilfen ein paar Waren – darunter Kissen, Kleider und Decken – bringen, und bitte dich diese, bereits in dein Lager zu verschaffen. Tu einfach so ein sei es eine normale Lieferung, die Du mir bereits bezahlt hast.“
Harold nickte, „Also schön, aber dafür hab‘ ich was gut bei dir!“, er zwinkerte Kylar zu und dieser verließ mit einem dankenden Nicken den Schmied.
Des restlichen Tag verbrachte Kylar damit sein eigenes Lager zu durchstöbern, sondierte seine Waren aus, und sendete diese an Harold. Erst als dies erledigt war, gönnte er sich eine kurze Ruhepause, in der seine Gedanken jedoch nicht von dem Thema abschweiften.
Gegen Abend machte er sich wieder auf den Weg zur Taverne, er musste schließlich berichten, dass sie nun auch wirklich in der Schmiede unterschlüpfen konnten.
Er öffnete die Türe, sah jedoch nur Rowan, Sareth und sowie das Mädchen, bei dem er den Namen vergessen hatte.
Mit einem etwas unwohlen Gefühl ging er zu dem Tisch der beiden, „Entschuldigt die Störung, doch ich wollte nur berichten, dass Euch Harold sein Lager zur Verfügung stellt.“, er sah sich vorher um, und flüsterte etwas.
Nach einiger Zeit des Gehens, kam er schließlich an der Schmiede an. Sie lag weiter außerhalb der Stadt, und war nicht dem Trubel des Markplatzes ausgesetzt. Doch wer auf Qualität achtete, und wem der Preis egal war, der wusste, dass er hier richtig war.
„Kylar, was treibt Dich hier her! Benötigt Deine Nadel einen feinschliff?“, grinste er den Elf an und polierte nebenbei einen Dolch mit extrem ausgefallenen und aufwändigen goldenen Verzierungen.
„Sei gegrüßt Harold, nein jedoch habe ich eine dringende Bitte an Dich. Doch das sollten wir wo anders abklären…“
Harold schien sofort zu verstehen, und winkte Kylar mit sich mit. Sie stiegen eine Wendeltreppe hinab, und traten somit in die privaten Räumlichkeiten des Schmieds. Dieser ließ sich auf einen gepolsterten Stuhl fallen und schenkte etwas Wasser aus einem Krug in zwei Gläser.
„Also was benötigst Du?“, fragte er schließlich und reichte eines der Gläser an Kylar weiter.
„Du musst mir deinen geheimen Lagerraum für ein paar Tage zur Verfügung stellen.“
Harold verschluckte sich an dem Wasser und begann zu husten, „Was wozu denn das?“, erwiderte er verwundert.
„Azoth steckt in Schwierigkeiten. Er und seine Gefährten brauchen einen Unterschlupf. Ich weiß, dass Du bisher nur mir von Deinem Lager erzählt hast, und es versteckst und hütest, als wäre es ein Schatz, doch gerade deswegen, ist es wohl ihre einzige Chance.“
Harold schien nachzudenken. Sein Lager war ihm heilig, doch er konnte auch die Bitte eines Freundes nicht zurückweisen, „Dir würde ich es jederzeit als Unterschlupf anvertrauen, wenn ich wüsste, dass zu in Schwierigkeiten bist, doch außer Azoth kenne ich die anderen nicht, wer weiß, was das für Leute sind. Es ist nicht so, dass ich Freunden meiner Freunde nicht traue, doch ich habe einige wertvolle Gegenstände in meinem Lager untergebracht.“
„Ich garantiere Dir dafür, dass sie nichts anstellen werden, und versichere Dir, dass sie auch Dein Versteck nirgendwo ausplaudern werden, schließlich hängt ihr eigenes Leben davon ab.“
„Also schön, irgendeinen Zweck muss der alte Tunnel doch haben, bevor er komplett einstürzt.“, er seufzte, „Wie lange möchtest Du sie dort unterbringen?“
„Das weiß ich nicht, ich kann Dir nicht einmal sagen, wie viele wir unterbringen werden… All das wird sich noch zeigen. Zudem lasse ich Dir von einigen meiner Gehilfen ein paar Waren – darunter Kissen, Kleider und Decken – bringen, und bitte dich diese, bereits in dein Lager zu verschaffen. Tu einfach so ein sei es eine normale Lieferung, die Du mir bereits bezahlt hast.“
Harold nickte, „Also schön, aber dafür hab‘ ich was gut bei dir!“, er zwinkerte Kylar zu und dieser verließ mit einem dankenden Nicken den Schmied.
Des restlichen Tag verbrachte Kylar damit sein eigenes Lager zu durchstöbern, sondierte seine Waren aus, und sendete diese an Harold. Erst als dies erledigt war, gönnte er sich eine kurze Ruhepause, in der seine Gedanken jedoch nicht von dem Thema abschweiften.
Gegen Abend machte er sich wieder auf den Weg zur Taverne, er musste schließlich berichten, dass sie nun auch wirklich in der Schmiede unterschlüpfen konnten.
Er öffnete die Türe, sah jedoch nur Rowan, Sareth und sowie das Mädchen, bei dem er den Namen vergessen hatte.
Mit einem etwas unwohlen Gefühl ging er zu dem Tisch der beiden, „Entschuldigt die Störung, doch ich wollte nur berichten, dass Euch Harold sein Lager zur Verfügung stellt.“, er sah sich vorher um, und flüsterte etwas.
#907
Posté 15 septembre 2010 - 08:49
Er sah wie sie sich die Schläfe rieb.Doch nicht nur alleine wegen des Weines.Dafür kannte er sie zu gut.
"Was bedrückt dich,Rowan?"
Er nahm wieder einen kleinen Schluck aus seinen Krug und stellte ihn danach auf den Tisch.
Plötzlich stand ein Mann vor den beiden.Sareth nickte den Mann zu ohne zu wissen wer er war.
"Danke.Wir werden so gleich aufbrechen."
"Was bedrückt dich,Rowan?"
Er nahm wieder einen kleinen Schluck aus seinen Krug und stellte ihn danach auf den Tisch.
Plötzlich stand ein Mann vor den beiden.Sareth nickte den Mann zu ohne zu wissen wer er war.
"Danke.Wir werden so gleich aufbrechen."
Modifié par starbroker1988, 15 septembre 2010 - 08:59 .
#908
Posté 15 septembre 2010 - 08:59
„Ich.....“ sie brach ab und schaute Sareth an.
Dann neigte sie den Kopf weg.
„Wir sollten wirklich aufbrechen. Ich werde hoch gehen und Hennrik holen.“
Ihre Glieder schienen schwer und steif, als sie vom Tisch aufstand und sich nach oben begab.
Dann neigte sie den Kopf weg.
„Wir sollten wirklich aufbrechen. Ich werde hoch gehen und Hennrik holen.“
Ihre Glieder schienen schwer und steif, als sie vom Tisch aufstand und sich nach oben begab.
#909
Posté 15 septembre 2010 - 09:05
Sareth blieb am Tisch sitzen und trank seinen letzten Schluck Bier aus.Er löschte seine Pfeife und sah Rowan nach wie sie die Treppe hoch ging.Danach stand er auf,nahm seinen Speer und seine Tasche und trat vor die Taverne.Er wartete auf Rowan und Hennrik.
#910
Posté 15 septembre 2010 - 09:12
Lea richtete sich wieder auf. Ihr war langweilig, gepackt hatte sie alles, das Kleid lag griffbereit vor ihr. Vernita meinte noch, sie würden heute schon beim Schmied übernachten. Ein beinahe sehnsüchtiger Blick überkam sie, als sie das neue Unterbett ansah. Also doch wieder auf unbequemen Boden? Naja, was sein mußte...
Letztlich raffte sie sich auf, schulterte ihren Rucksack, legte das Kleid über ihren Unterarm und ging zurück in die Schankstube. Dort blieb sie erstmal kurz stehen, verdutzt, Kylar zu sehen, und auch ihr Herz klopfte wieder ein paar Takte schneller. Was machte er hier?
Sie ging auf ihn zu, legte das Kleid am Stuhl ab und meinte:
"Entschuldigt, dass ich Euch heute Mittag am Marktplatz stehen ließ. Ich konnte nicht anders, und so wie es nun aussieht, war es wohl auch gut, dass ich den Kämmerer nicht aufgesucht habe.Vernita sagte, Ihr hättet einen Unterschlupf?"
Letztlich raffte sie sich auf, schulterte ihren Rucksack, legte das Kleid über ihren Unterarm und ging zurück in die Schankstube. Dort blieb sie erstmal kurz stehen, verdutzt, Kylar zu sehen, und auch ihr Herz klopfte wieder ein paar Takte schneller. Was machte er hier?
Sie ging auf ihn zu, legte das Kleid am Stuhl ab und meinte:
"Entschuldigt, dass ich Euch heute Mittag am Marktplatz stehen ließ. Ich konnte nicht anders, und so wie es nun aussieht, war es wohl auch gut, dass ich den Kämmerer nicht aufgesucht habe.Vernita sagte, Ihr hättet einen Unterschlupf?"
#911
Guest_Juleiila_*
Posté 15 septembre 2010 - 09:31
Guest_Juleiila_*
Kylar blieb einstweilen alleine am Tisch sitzen und wartete, versunken in Gedanken. Plötzlich vernahm er Leanoras Stimme, und blickte in ihre Richtung. Sein Kinn klappte ihm ungewollt nach unten, als er sah, wie fein hergerichtet ihre Haare waren, sie sah komplett anders – aber natürlich keineswegs schlechter – aus!
„Beim Atem des Erbauers!“, rutsche ihm heraus, und er sprang dabei sofort auf, als hätte ihn eine Biene gestochen, und er starrte sie einen kurzen Moment lang an.
„Äh, verzeiht … Ach Ihr habt mich doch nicht stehen lassen! Ich musste mich ohnehin um anderes kümmern, aber wie ich sehe, habt Ihr es dennoch bis zum Barbier geschafft.“
Er lächelte Ihr entgegen und musterte sie noch einmal, „Und ja, genau, ich habe einen Unterschlupf, wie ich sagte, bei einem Freund von Azoth und mir, und bringe Euch und die anderen dort hin, wenn Ihr möchtet... Wie schade, dass Euch dieser Unterschlupf nicht angemessen ist.“, schmeichelte er ihr und zwinkerte ihr freundlich zu.
„Beim Atem des Erbauers!“, rutsche ihm heraus, und er sprang dabei sofort auf, als hätte ihn eine Biene gestochen, und er starrte sie einen kurzen Moment lang an.
„Äh, verzeiht … Ach Ihr habt mich doch nicht stehen lassen! Ich musste mich ohnehin um anderes kümmern, aber wie ich sehe, habt Ihr es dennoch bis zum Barbier geschafft.“
Er lächelte Ihr entgegen und musterte sie noch einmal, „Und ja, genau, ich habe einen Unterschlupf, wie ich sagte, bei einem Freund von Azoth und mir, und bringe Euch und die anderen dort hin, wenn Ihr möchtet... Wie schade, dass Euch dieser Unterschlupf nicht angemessen ist.“, schmeichelte er ihr und zwinkerte ihr freundlich zu.
#912
Posté 15 septembre 2010 - 09:54
Lea wurde bei Kylars Worten knallrot. Sie schenkte ihm ein verlegenes Lächeln.. das wievielte an jenem Tag?
"Ich weiß es hört sich vermessen an, aber ich habe keine Ahnung, wo wir hin müssen. Würdet Ihr mir die Ehre erweisen, mich dahin zu führen? Um ehrlich zu sein, möchte ich langsam schlafen, schließlich muß ich morgen ausgeruht sein. Ob ich schlafen kann steht ohnehin auf einem anderen Blatt."
Sie schenkte Kylar einen tiefen Blick aus ihren langen Wimpern. Auch wenn sie sich nicht erklären konnte wieso, aber sie fühlte sich einfach von diesem Elf angezogen. Trotz einer gehörigen Portion Vorsicht, die sich in ihr bemerkbar machte.
"Ich weiß es hört sich vermessen an, aber ich habe keine Ahnung, wo wir hin müssen. Würdet Ihr mir die Ehre erweisen, mich dahin zu führen? Um ehrlich zu sein, möchte ich langsam schlafen, schließlich muß ich morgen ausgeruht sein. Ob ich schlafen kann steht ohnehin auf einem anderen Blatt."
Sie schenkte Kylar einen tiefen Blick aus ihren langen Wimpern. Auch wenn sie sich nicht erklären konnte wieso, aber sie fühlte sich einfach von diesem Elf angezogen. Trotz einer gehörigen Portion Vorsicht, die sich in ihr bemerkbar machte.
#913
Posté 15 septembre 2010 - 10:00
Rowan klopfte an Hennriks Tür uns wartete. Doch schon nach ein paar Sekunden bekam sie Antwort.
„Jaha?“ flötete es von drinnen.
„Seid ihr fertig? Wir werden die Nacht in einem Versteck verbringen.“
Die Tür öffnete sich und ihr schlug Pfeifenrauch entgegen. Sie wedelte ihn mit einer Hand weg und trat dann ein. Auf dem Bett lagen Vernitas Rüstung und ihre Waffen. Rowan packte Teile davon zusammen und ließ Hennrik den Rest nehmen. Gemeinsam begaben sie sich wieder in den Schankraum.
Auch Lea schien bereits fertig zum Aufbruch. Rowan stellte sich wartend neben sie.
„Also, wir wären dann ebenfalls soweit.“
„Jaha?“ flötete es von drinnen.
„Seid ihr fertig? Wir werden die Nacht in einem Versteck verbringen.“
Die Tür öffnete sich und ihr schlug Pfeifenrauch entgegen. Sie wedelte ihn mit einer Hand weg und trat dann ein. Auf dem Bett lagen Vernitas Rüstung und ihre Waffen. Rowan packte Teile davon zusammen und ließ Hennrik den Rest nehmen. Gemeinsam begaben sie sich wieder in den Schankraum.
Auch Lea schien bereits fertig zum Aufbruch. Rowan stellte sich wartend neben sie.
„Also, wir wären dann ebenfalls soweit.“
#914
Guest_Juleiila_*
Posté 16 septembre 2010 - 02:57
Guest_Juleiila_*
Er hörte nicht damit auf, Leanora anzulächeln, wie könne man auch anders bei so einem Anblick!
"Es wäre mir eine Freude, Euch den Weg zu zeigen."; Der tiefe Blick entging ihm nicht, doch genau in diesem Moment tauchten Rowan und Hennrik auf, "Sehr gut, so denn, folgt mir."
Kylar verließ die Taverne, vor welcher Sareth stand, und sich ebenfalls der Gruppe anschloss. Er blickte sich kurz um, um zu überprüfen ob niemand in der Nähe war, der hätte beobachten können, dass alle die Taverne verließen, doch die Gasse schien wie ausgestorben.
Es war ein weiter Weg, und sie durchliefen dunkle Gassen, in denen man nicht wusste, was hinter den Schatten der Häuserblöcke und Mauern lauerte, doch Kylar kannte die Wege in Denerim perfekt, und wusste wo sie sich rumtreiben durften, und wo nicht.
Nach einem scheinbar ewigen Marsch erreichten sie schließlich die Schmiede, welche sich nur durch ein Aushängeschild mit einem Hammer und Eisen verriet, welches jedoch fast gänzlich von der Witterung zersetzt war, und nur durch den Mondschein zu erkennen war.
Kylar klopfte in einem eigenen Takt an die Tür. Ein altes Klopfzeichen, sodass Harold wusste, wer ihn zu so später Stunde noch störte. Nur wenige Sekunden später, hörte man das Geräusch, wie die Türe entriegelt wurde, und ein bärtiger Mann offenbarte sich, der sie alle zu sich herein winkte.
Harold verriegelte die Tür, und wandte sich, ohne die anderen wirklich zu beachten direkt an Kylar, "Sind das alle?"
"Nein, ich denke eine Elfe wird noch zu Dir stoßen, die bestimmt heiß darauf ist, Dir Weiteres zu erklären..", erwiderte er schnippisch.
"Verstehe.", er wandte sich nun an alle, "Nun gut, ich zeige euch mein Lager, aber kommt nicht auf dumme Gedanken, etwas von meiner Ware einzupacken!"
Harold ging voran und die Anderen folgten ihm. Kylar reihte sich kurz neben Leanora ein, "Er mag im ersten Moment recht einfältig wirken, aber keine Sorge, er hat ein gutes Herz.", flüsterte er ihr ins Ohr.
Sie gingen in ein Hinterzimmer, in welchem sich eine Wendeltreppe nach unten befand, welche sie hinabstiegen. Es sah aus wie ein völlig normaler Keller, ohne irgendwelche Besonderheiten, und wirklich groß, schien der Raum auch nicht.
Harold ging direkt auf eine Wand zu, vor welcher einige Fässer standen, und fuhr vorsichtig mit der Hand entlang als würde er etwas abtasten. Eine leichte Erhöhung, die man nur erkannte, wenn man wusste, dass sich hier eine Schiebetür befand. Er fuhr mit den Fingernägeln in eine scheinbare Fuge der Ziegelwand, und drückte kräftig seitlich dagegen, bis sich in der scheinbaren Wand eine Art Tunnel offenbarte.
Er nahm einen Kerzenleuchter und betrat das dunkle Loch in der Wand. Erst nach einem längeren dünnen und niedrigen Gang, betraten sie eine Art Halle, doch nur beim näheren Betrachten merkte man, dass es einst ein großer langer Tunnel war, der verschüttet wurde. Viele Regale befanden sich darin, in welchen Harold wohl Dokumente, Erze, Waffen, Rüstungen und Sonstiges aufbewahrte, das er vor Dieben schützen wollte.
"Diese Tunnel wurden vor fünf Jahren fast zur Gänze zerstört, aber ich denke, sie wurden einst entwickelt, um vor der dunklen Brut fliehen, oder sich verstecken zu können. Es gibt zumindest eine Art Lüftungsschacht, welcher direkt neben dem Kamin angebracht wurde, um kein Aufsehen zu erregen, ebenso wie die Schiebetür, was wohl darauf hindeutet, dass es als eine Art versteckt gedacht war."
Am rechten Rand des Tunnels befanden sich Stühle, ein Tisch, Fässer, Säcke, und viele Kissen sowie Decken. Kylar ging darauf zu, "Ich habe dafür gesorgt, dass ihr Wasser habt, sowie etwas zu Essen, dass wohl für zwei bis drei Tage reichen sollte. Und natürlich habe ich einige meiner Waren entbehren können, um euren Rücken nicht zu viel zuzumuten.", er seufzte und wandte sich wieder an alle, "Ich wünschte, ich hätte mehr tun können... aber nun muss ich gehen. Ich wünsche euch viel Erfolg, und hoffe, sofern ihr diesen habt, dass ich sobald es möglich ist, davon in Kenntnis gesetzt werde."
Anschließend ging er auf Leanora zu fasste nach ihrer Hand und gab ihr darauf mit einer leichten Verbeugung einen Kuss.
"Passt auf Euch auf, Mylady", fügte er mit einem Lächeln hinzu, bevor er ihre Hand wieder los ließ und in Richtung Ausgang ging, bei Harold blieb er noch kurz stehen, "Sollten sie spätestens morgen Abend nicht zurück sein, so berichte mir bitte..."
Harold nickte ihm nur zu, und gab ihm einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter.
"Ihr könnt die Tür von innen durch einen Hebel verschließen, von außen gar nicht. Nach Betätigung des Hebels schließt sie sich nach einigen Sekunden, die ausreichen um nach draußen zu gehen, bevor die Tür einrastet. Ich lasse sie einstweilen offen, bis ihr vollzählig seid. Ihr findet mich oben, wenn ihr etwas braucht, aber wie wichtig euch der Schutz dieser Mauern ist, das könnt nur ihr wissen... und vergesst nicht, ich kenne jedes Stück, das hier in den Regalen ruht!"
Er entzündete noch einige Kerzen an den Wänden, bevor auch er in dem dunklen Loch verschwand.
"Es wäre mir eine Freude, Euch den Weg zu zeigen."; Der tiefe Blick entging ihm nicht, doch genau in diesem Moment tauchten Rowan und Hennrik auf, "Sehr gut, so denn, folgt mir."
Kylar verließ die Taverne, vor welcher Sareth stand, und sich ebenfalls der Gruppe anschloss. Er blickte sich kurz um, um zu überprüfen ob niemand in der Nähe war, der hätte beobachten können, dass alle die Taverne verließen, doch die Gasse schien wie ausgestorben.
Es war ein weiter Weg, und sie durchliefen dunkle Gassen, in denen man nicht wusste, was hinter den Schatten der Häuserblöcke und Mauern lauerte, doch Kylar kannte die Wege in Denerim perfekt, und wusste wo sie sich rumtreiben durften, und wo nicht.
Nach einem scheinbar ewigen Marsch erreichten sie schließlich die Schmiede, welche sich nur durch ein Aushängeschild mit einem Hammer und Eisen verriet, welches jedoch fast gänzlich von der Witterung zersetzt war, und nur durch den Mondschein zu erkennen war.
Kylar klopfte in einem eigenen Takt an die Tür. Ein altes Klopfzeichen, sodass Harold wusste, wer ihn zu so später Stunde noch störte. Nur wenige Sekunden später, hörte man das Geräusch, wie die Türe entriegelt wurde, und ein bärtiger Mann offenbarte sich, der sie alle zu sich herein winkte.
Harold verriegelte die Tür, und wandte sich, ohne die anderen wirklich zu beachten direkt an Kylar, "Sind das alle?"
"Nein, ich denke eine Elfe wird noch zu Dir stoßen, die bestimmt heiß darauf ist, Dir Weiteres zu erklären..", erwiderte er schnippisch.
"Verstehe.", er wandte sich nun an alle, "Nun gut, ich zeige euch mein Lager, aber kommt nicht auf dumme Gedanken, etwas von meiner Ware einzupacken!"
Harold ging voran und die Anderen folgten ihm. Kylar reihte sich kurz neben Leanora ein, "Er mag im ersten Moment recht einfältig wirken, aber keine Sorge, er hat ein gutes Herz.", flüsterte er ihr ins Ohr.
Sie gingen in ein Hinterzimmer, in welchem sich eine Wendeltreppe nach unten befand, welche sie hinabstiegen. Es sah aus wie ein völlig normaler Keller, ohne irgendwelche Besonderheiten, und wirklich groß, schien der Raum auch nicht.
Harold ging direkt auf eine Wand zu, vor welcher einige Fässer standen, und fuhr vorsichtig mit der Hand entlang als würde er etwas abtasten. Eine leichte Erhöhung, die man nur erkannte, wenn man wusste, dass sich hier eine Schiebetür befand. Er fuhr mit den Fingernägeln in eine scheinbare Fuge der Ziegelwand, und drückte kräftig seitlich dagegen, bis sich in der scheinbaren Wand eine Art Tunnel offenbarte.
Er nahm einen Kerzenleuchter und betrat das dunkle Loch in der Wand. Erst nach einem längeren dünnen und niedrigen Gang, betraten sie eine Art Halle, doch nur beim näheren Betrachten merkte man, dass es einst ein großer langer Tunnel war, der verschüttet wurde. Viele Regale befanden sich darin, in welchen Harold wohl Dokumente, Erze, Waffen, Rüstungen und Sonstiges aufbewahrte, das er vor Dieben schützen wollte.
"Diese Tunnel wurden vor fünf Jahren fast zur Gänze zerstört, aber ich denke, sie wurden einst entwickelt, um vor der dunklen Brut fliehen, oder sich verstecken zu können. Es gibt zumindest eine Art Lüftungsschacht, welcher direkt neben dem Kamin angebracht wurde, um kein Aufsehen zu erregen, ebenso wie die Schiebetür, was wohl darauf hindeutet, dass es als eine Art versteckt gedacht war."
Am rechten Rand des Tunnels befanden sich Stühle, ein Tisch, Fässer, Säcke, und viele Kissen sowie Decken. Kylar ging darauf zu, "Ich habe dafür gesorgt, dass ihr Wasser habt, sowie etwas zu Essen, dass wohl für zwei bis drei Tage reichen sollte. Und natürlich habe ich einige meiner Waren entbehren können, um euren Rücken nicht zu viel zuzumuten.", er seufzte und wandte sich wieder an alle, "Ich wünschte, ich hätte mehr tun können... aber nun muss ich gehen. Ich wünsche euch viel Erfolg, und hoffe, sofern ihr diesen habt, dass ich sobald es möglich ist, davon in Kenntnis gesetzt werde."
Anschließend ging er auf Leanora zu fasste nach ihrer Hand und gab ihr darauf mit einer leichten Verbeugung einen Kuss.
"Passt auf Euch auf, Mylady", fügte er mit einem Lächeln hinzu, bevor er ihre Hand wieder los ließ und in Richtung Ausgang ging, bei Harold blieb er noch kurz stehen, "Sollten sie spätestens morgen Abend nicht zurück sein, so berichte mir bitte..."
Harold nickte ihm nur zu, und gab ihm einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter.
"Ihr könnt die Tür von innen durch einen Hebel verschließen, von außen gar nicht. Nach Betätigung des Hebels schließt sie sich nach einigen Sekunden, die ausreichen um nach draußen zu gehen, bevor die Tür einrastet. Ich lasse sie einstweilen offen, bis ihr vollzählig seid. Ihr findet mich oben, wenn ihr etwas braucht, aber wie wichtig euch der Schutz dieser Mauern ist, das könnt nur ihr wissen... und vergesst nicht, ich kenne jedes Stück, das hier in den Regalen ruht!"
Er entzündete noch einige Kerzen an den Wänden, bevor auch er in dem dunklen Loch verschwand.
#915
Posté 16 septembre 2010 - 07:08
Leanora blickte Kylar nach, bis ihn die Dunkelheit verschluckt hatte. Gedankenverloren strich sie unbewußt mit der anderen Hand über die Stelle, die er zuvor geküßt hatte. Aufpassen sollte sie auf sich... nun, vor hatte sie es jedenfalls.
Seufzend ließ sie ihren Rucksack in einer Ecke auf den Boden gleiten und blickte sich nach einer Möglichkeit um, das Kleid irgendwo aufzuhängen oder wenigstens irgendwo ablegen konnte, ohne dass es auf den Boden mußte. Letztlich legte sie es über eine Stuhl-Lehne.
Dann holte sie sich ein Kissen, wickelte sich in eine Decke und machte es sich soweit es ging auf dem Boden bequem.
Seufzend ließ sie ihren Rucksack in einer Ecke auf den Boden gleiten und blickte sich nach einer Möglichkeit um, das Kleid irgendwo aufzuhängen oder wenigstens irgendwo ablegen konnte, ohne dass es auf den Boden mußte. Letztlich legte sie es über eine Stuhl-Lehne.
Dann holte sie sich ein Kissen, wickelte sich in eine Decke und machte es sich soweit es ging auf dem Boden bequem.
#916
Posté 16 septembre 2010 - 08:28
Lydia schaute sich um . Es war nicht mehr als ein alter Keller , kalt , aber wenigstens nicht nass . Zaghaft nahm sie sich ein kleines Kissen und eine Decke , suchte sich ein dunkles Eck und kauerte sich ein . Sie zitterte und ihre Hände verkrampften sich um die dünne Decke . Sie schlöss die Augen und versuchte Morgen auszublenden . Wieder kamen Erinnerungen hoch . Sie wollte sie nicht sehen , nicht dran denken müssen . Sie kämpfte mit sich , doch sie verlor den Kampf . Wimmerns saß sie in der Ecke , tränen fielen ihr von der Nase und rannen ihr die Wangen hinunter .
#917
Posté 16 septembre 2010 - 08:38
Hennrik nahm sich gleich eine Decke und ein Kissen und legte sich an der Wand zur Ruhe. Bereits nach wenigen Sekunden konnte man ein leises Schnarchen vernehmen.
Rowan verstaute derweil Vernitas Sachen an einer Ecke, an der sie nicht mit denen des Wirts verwechselt werden konnten. Sie selber nahm sich eine Decke und lehnte sich an die Felswand neben Hennrik. Sie zog den Stoff bis über ihre Brust und blieb schweigend sitzen.
In einer Ecke kauerte das Mädchen und weinte vor sich hin. Rowan hatte es sich gleich gedacht. Sie war noch zu jung für so eine Aktion. Es war ein Fehler, sie mitzunehmen. Sie würde das ganze nicht verkraften, Vor allem seelisch nicht. Und nun durften sie sich die ganze Nacht das Gejammer anhören.
Missmutig seufzte Rowan. Sie hatte einen anstrengenden Job vor sich und musste sich ausruhen.
Rowan verstaute derweil Vernitas Sachen an einer Ecke, an der sie nicht mit denen des Wirts verwechselt werden konnten. Sie selber nahm sich eine Decke und lehnte sich an die Felswand neben Hennrik. Sie zog den Stoff bis über ihre Brust und blieb schweigend sitzen.
In einer Ecke kauerte das Mädchen und weinte vor sich hin. Rowan hatte es sich gleich gedacht. Sie war noch zu jung für so eine Aktion. Es war ein Fehler, sie mitzunehmen. Sie würde das ganze nicht verkraften, Vor allem seelisch nicht. Und nun durften sie sich die ganze Nacht das Gejammer anhören.
Missmutig seufzte Rowan. Sie hatte einen anstrengenden Job vor sich und musste sich ausruhen.
#918
Posté 16 septembre 2010 - 09:03
Sie rieb sich die Augen und atmete tief durch . Der Raum war recht groß , sie konnte also trocken nochmals mit dem Schwert üben . Sei raffte sich zusammen , ihre Vergangenheit wollte sie begraben .
Sie stand auf und griff nach ihrem Schwert . Jetzt konnte sie auch mit den Trockenübungen zeigen , was sie konnte . Sie stehhle sich mitten in den Raum , den rechten fuß etwas zur Seite gedreht und nach hinten versetzt , leicht in die Knie . Schwertzug , verteidigung tief . Schmeller Schwungangriff , Links , rechts , links , rechts , links , unterschwung . Parrade seitlich , schulter zum Gegner . Pirrouette , schlag aus der Drehung in Deckungshöhe , schlag andere Seite . halbe Drehung , stoß zurück , schwung vorwärts aufwärts . Deckungsumgehen , stoß , schlag links , rechts , links ,. rechts , stoß , halbe Drehung , schlag aus dem Schwung , schlag links , rechts , links , rechts . stoß , ausfallschritt , dabei Stoß rückwärts . Sprungdrehung ganz in der Luft , schnitt rundum , parrade links , parrade hinten , parrade links , links , vorn , rechts , links hinten , stoß rechts , Drehung aus dem Stoß , schwung links , sprung vorwärts , stoß , drehung , schwung aus der Drehung , ausfallschritt , ducken , Schwung von unten unter der Deckung hindurch , drehung , Stoß , Pirouette , schwung gegen den Hals .
Sie stand komplett Still in der Pose , in der sie die Bewegung beendet hatte .
Sie stand auf und griff nach ihrem Schwert . Jetzt konnte sie auch mit den Trockenübungen zeigen , was sie konnte . Sie stehhle sich mitten in den Raum , den rechten fuß etwas zur Seite gedreht und nach hinten versetzt , leicht in die Knie . Schwertzug , verteidigung tief . Schmeller Schwungangriff , Links , rechts , links , rechts , links , unterschwung . Parrade seitlich , schulter zum Gegner . Pirrouette , schlag aus der Drehung in Deckungshöhe , schlag andere Seite . halbe Drehung , stoß zurück , schwung vorwärts aufwärts . Deckungsumgehen , stoß , schlag links , rechts , links ,. rechts , stoß , halbe Drehung , schlag aus dem Schwung , schlag links , rechts , links , rechts . stoß , ausfallschritt , dabei Stoß rückwärts . Sprungdrehung ganz in der Luft , schnitt rundum , parrade links , parrade hinten , parrade links , links , vorn , rechts , links hinten , stoß rechts , Drehung aus dem Stoß , schwung links , sprung vorwärts , stoß , drehung , schwung aus der Drehung , ausfallschritt , ducken , Schwung von unten unter der Deckung hindurch , drehung , Stoß , Pirouette , schwung gegen den Hals .
Sie stand komplett Still in der Pose , in der sie die Bewegung beendet hatte .
#919
Guest_Juleiila_*
Posté 16 septembre 2010 - 10:05
Guest_Juleiila_*
Azoth seufzte und blickte zu Miandra. Nie zuvor sah er sie weinen, immer wirkte sie recht gefühlskalt und verschlossen, und man sah ihr an, dass sie genau damit zu kämpfen schien als hätte sie zwei verschiedene Meinungen.
"Ihr seid nicht zu Recht hier... Ihr nicht, aber ich... hätte ich nicht...", er musste husten, und ihm wurde währenddessen klar, dass es keinen Sinn hatte, darüber zu reden, es würde nichts ändern.
"Würdet Ihr mir... ein einziges Mal vertrauen? Hasst mich... von mir aus, wenn ich es missbrauche..."
Sie öffnete kurz die Augen und starrte ihn an, mit einem Blick, dem ohnehin alles egal zu sein schien.
Azoth zog sie erneut vorsichtig zu sich hoch, und legte ihren Kopf seitlich in seinen linken Arm. Er strich ihr vorsichtig einige schwarze Haarsträhnen aus dem Gesicht und fühlte ihre Stirn. Sie hatte starkes Fieber, aber vielleicht nahm er selbst es auch einfach nur heißer wahr, da er ziemlich fror. Er spürte, wie schwer es ihr viel zu atmen, sie leicht zitterte und bei jedem noch so kleinen Laut aus den Zellen neben ihnen zusammenzuckte.
Ihm selbst ging es ziemlich schlecht, er fühlte sich schwach und war sich sicher, dass er irgendein Gift eingeatmet hatte, das ihn halluzinieren und durchdrehen ließ, und nun extreme Nachwirkungen zeigte, aber im Gegensatz zu Miandra war er wohl noch topfit, und dafür fühlte er sich sichtlich schlecht. Es war einfach ein grausamer Anblick, der ihm in der Seele weh tat.
"Versucht zu schlafen... denkt Euch an einen anderen Ort...", er legte ihr die Hand seitlich auf den Kopf um ihr das Ohr zuzuhalten, damit sie den grausamen Geräuschen entgehen konnte. Anschließend lehnte er sich wieder zurück an die Gitterstäbe und schloss die Augen. Er hätte schwören können, dass er in diesem Moment spürte, wie ein durchdringender Blick auf ihm lastete, welcher jedoch nach wenigen Sekunden, zusammen mit einem leichten Seufzer von Miandra, verschwand.
Sie tat tatsächlich das was er ihr sagte, und fiel nach einiger Zeit in einen fiebrigen und unruhigen Schlaf. Er wusste nicht, an welchen Ort sie sich gedacht hatte, jedoch schien er sie nicht ins Nichts begleitet zu haben. Azoth blieb die gesamte scheinbare Nacht wach, die sich wohl auf ewig in seinen Erinnerungen abzeichnen würde.
"Ihr seid nicht zu Recht hier... Ihr nicht, aber ich... hätte ich nicht...", er musste husten, und ihm wurde währenddessen klar, dass es keinen Sinn hatte, darüber zu reden, es würde nichts ändern.
"Würdet Ihr mir... ein einziges Mal vertrauen? Hasst mich... von mir aus, wenn ich es missbrauche..."
Sie öffnete kurz die Augen und starrte ihn an, mit einem Blick, dem ohnehin alles egal zu sein schien.
Azoth zog sie erneut vorsichtig zu sich hoch, und legte ihren Kopf seitlich in seinen linken Arm. Er strich ihr vorsichtig einige schwarze Haarsträhnen aus dem Gesicht und fühlte ihre Stirn. Sie hatte starkes Fieber, aber vielleicht nahm er selbst es auch einfach nur heißer wahr, da er ziemlich fror. Er spürte, wie schwer es ihr viel zu atmen, sie leicht zitterte und bei jedem noch so kleinen Laut aus den Zellen neben ihnen zusammenzuckte.
Ihm selbst ging es ziemlich schlecht, er fühlte sich schwach und war sich sicher, dass er irgendein Gift eingeatmet hatte, das ihn halluzinieren und durchdrehen ließ, und nun extreme Nachwirkungen zeigte, aber im Gegensatz zu Miandra war er wohl noch topfit, und dafür fühlte er sich sichtlich schlecht. Es war einfach ein grausamer Anblick, der ihm in der Seele weh tat.
"Versucht zu schlafen... denkt Euch an einen anderen Ort...", er legte ihr die Hand seitlich auf den Kopf um ihr das Ohr zuzuhalten, damit sie den grausamen Geräuschen entgehen konnte. Anschließend lehnte er sich wieder zurück an die Gitterstäbe und schloss die Augen. Er hätte schwören können, dass er in diesem Moment spürte, wie ein durchdringender Blick auf ihm lastete, welcher jedoch nach wenigen Sekunden, zusammen mit einem leichten Seufzer von Miandra, verschwand.
Sie tat tatsächlich das was er ihr sagte, und fiel nach einiger Zeit in einen fiebrigen und unruhigen Schlaf. Er wusste nicht, an welchen Ort sie sich gedacht hatte, jedoch schien er sie nicht ins Nichts begleitet zu haben. Azoth blieb die gesamte scheinbare Nacht wach, die sich wohl auf ewig in seinen Erinnerungen abzeichnen würde.
#920
Posté 17 septembre 2010 - 04:02
Vernita verschwand in den Schatten der Nacht. Es war schon recht spät geworden. Aber das spielte keine Rolle. Sie würde in dieser Nacht ohnehin kein Auge zutun. Die Elfe schlich durch die Straßen zu dem Haus des Schmiedes, von denen Kylar ihnen erzählt hatte und wo sich ihre Gefährten inzwischen eingefunden haben müssten.
Geschickt wich sie den Nachtwachen aus und umging auch Passanten, die zumeist im volltrunkenen Zustand durch die Gassen und Straßen torkelten. Vernita war in ihrem Element. Schleichen, verstecken, sich leise und ungesehen bewegen. All diese Dinge beherrschte sie perfekt. Während sie durch die Schatten der Straßen huschte, fiel ihr auf, wie leicht es doch für sie wäre, jetzt schon zwei Rüstungen für Sareth und sie selbst zu besorgen. Diese Wachen waren einfach zu sorglos. Sie hatte unzählige Gelegenheiten, einen oder auch zwei von ihnen lautlos und schnell zu erledigen. Doch sie wusste auch, dass es dafür noch zu früh war. Bis zum Beginn ihrer Operation würde man die Leichen finden oder zumindest die Wachen vermissen. Dieses Risiko durfte sie nicht eingehen.
Die Gehässigkeit und Zufriedenheit, die sie vorhin noch gespürt hatte, als sie die Zeugin und deren Mann hingerichtet hatte, waren schon wieder verflogen. Diese Gefühle hatten nicht sehr lange vorgehalten, und sie hätte auf dieses kurze Vergnügen gern verzichtet, wenn sie dadurch Miandra in Sicherheit gewusst hätte. Doch nun machte sich wieder die Angst in der Elfe breit. Angst davor, Miandra zu verlieren, aber auch die Angst davor, die Kontrolle zu verlieren, wenn sie vor ihrem toten Körper stehen sollte und sich eingestehen musste, dass sie versagt hatte. Versagt, weil sie sie nicht beschützen und der Frau ihr Kind nicht zurückbringen konnte.
Dazu schlich sich langsam aber sicher noch ein weiteres Gefühl. Misstrauen. Und zwar Misstrauen gegenüber Azoths Freund Kylar. Vernita hielt nicht viel von Azoth. Er war ihr zu impulsiv und unberechenbar. Doch aus irgendwelchen Gründen verhielt er sich der Gruppe gegenüber loyal. Die Elfe glaubte nicht daran, dass er sie verraten würde. Aber wie war das bei Kylar? Ihn kannte Vernita überhaupt nicht und konnte ihn dementsprechend auch nicht einschätzen.
Was würde er alles tun, um seinen Freund Azoth zu retten? Würde er die Elfe und die anderen für Azoths Leben verraten? Schließlich kannte er sie kaum. Vernita würde es sicher tun. Und was würde er wohl machen, wenn sein eigenes Leben bedroht wäre? Würde er vielleicht sogar Azoth über die Klinge springen lassen, um sich selbst zu retten?
Die Elfe hing weiter ihren Gedanken nach, bis sie schließlich ihr Ziel erreichte. Sie sah sich auf der Straße um. Sie war leer. So trat sie vor die Tür der Schmiede und hämmerte mit der Faust gegen das dicke Eichenholz. Nach einer Weile wurde die Tür einen Spaltbreit geöffnet und ein großer, stabil gebauter Mann lugte heraus.
„Ihr seid sicher diese Elfe, von der Kylar erzählt hat“, brummelte er, als er Vernita erblickte.
„So ist es, Harold“, erwiderte diese lächelnd. „Ich nehme an, dass meine Gefährten schon hier sind, oder?“
„Ja, sie sind hier. Aber kommt doch herein...“, meinte der Schmied und gab die Tür frei.
„Vernita ist mein Name. Und danke, dass wir bei Euch unterschlüpfen können. Seid versichert, es soll Euer Schaden nicht sein.“
„Nun, ich nehme Euer Gold“, lachte Harold. „Aber vor allem tue ich dies für meinen Freund Kylar und dessen Freund Azoth. Aber vielleicht könnt Ihr mir wenigstens sagen, was eigentlich los ist, und wie lange Ihr Euch bei mir verstecken wollt?“
„Azoth und eine weitere Gefährtin von uns wurden heute Morgen verhaftet und werden seitdem in Fort Drakon festgehalten. Und wir werden sie da raus holen. Danach haben wir noch etwas anderes in der Stadt zu erledigen, so dass ich nicht genau sahen kann, wie lange wir Eure Gastfreundschaft in Anspruch nehmen müssen Aber wir werden Euch nicht länger belästigen als unbedingt notwendig.“
„Schon gut“, winkte der Schmied ab. „Die Einzelheiten will ich gar nicht wissen. Eure Freunde sind unten im Keller. Mit dem Hebel an der Wand könnt Ihr den geheimen Zugang öffnen und schließen. Aber Hände weg von meinen Sachen!“
„Kein Angst. Wir werden Euch schon nicht bestehlen“, lachte die Elfe, bevor sie sich auf den Weg nach unten begab. „Gute Nacht, Harold.“
„Ja, gute Nacht“, rief dieser der Elfe noch hinterher.
Vernita betrat den Keller und sah auch gleich den offenen Geheimgang. Sie trat in den alten Tunnel, bevor sie die Tür mit dem Hebel schloss, wie es ihr Harold gesagt hatte. Als sie sich umschaute, bemerkte sie, dass es sich die anderen mehr oder weniger auf dem Boden bequem gemacht hatten. Nur Lydia stand mitten im Raum und machte einige Kampfübungen. Zumindest konnte man es dafür halten.
„Leg dich lieber schlafen, Kleine“, bemerkte die Elfe nur, als sie in die Ecke ging, wo ihre Ausrüstung lag. „Du wirst morgen deine ganze Kraft brauchen.“
Vernita prüfte, ob all ihre Sachen unbeschadet beim Schmied angekommen waren, was sie wohl auch getan haben. Dann setzte sie sich auf einen der Stühle und wartete mit unbeweglicher Miene auf den nächsten Morgen.
Geschickt wich sie den Nachtwachen aus und umging auch Passanten, die zumeist im volltrunkenen Zustand durch die Gassen und Straßen torkelten. Vernita war in ihrem Element. Schleichen, verstecken, sich leise und ungesehen bewegen. All diese Dinge beherrschte sie perfekt. Während sie durch die Schatten der Straßen huschte, fiel ihr auf, wie leicht es doch für sie wäre, jetzt schon zwei Rüstungen für Sareth und sie selbst zu besorgen. Diese Wachen waren einfach zu sorglos. Sie hatte unzählige Gelegenheiten, einen oder auch zwei von ihnen lautlos und schnell zu erledigen. Doch sie wusste auch, dass es dafür noch zu früh war. Bis zum Beginn ihrer Operation würde man die Leichen finden oder zumindest die Wachen vermissen. Dieses Risiko durfte sie nicht eingehen.
Die Gehässigkeit und Zufriedenheit, die sie vorhin noch gespürt hatte, als sie die Zeugin und deren Mann hingerichtet hatte, waren schon wieder verflogen. Diese Gefühle hatten nicht sehr lange vorgehalten, und sie hätte auf dieses kurze Vergnügen gern verzichtet, wenn sie dadurch Miandra in Sicherheit gewusst hätte. Doch nun machte sich wieder die Angst in der Elfe breit. Angst davor, Miandra zu verlieren, aber auch die Angst davor, die Kontrolle zu verlieren, wenn sie vor ihrem toten Körper stehen sollte und sich eingestehen musste, dass sie versagt hatte. Versagt, weil sie sie nicht beschützen und der Frau ihr Kind nicht zurückbringen konnte.
Dazu schlich sich langsam aber sicher noch ein weiteres Gefühl. Misstrauen. Und zwar Misstrauen gegenüber Azoths Freund Kylar. Vernita hielt nicht viel von Azoth. Er war ihr zu impulsiv und unberechenbar. Doch aus irgendwelchen Gründen verhielt er sich der Gruppe gegenüber loyal. Die Elfe glaubte nicht daran, dass er sie verraten würde. Aber wie war das bei Kylar? Ihn kannte Vernita überhaupt nicht und konnte ihn dementsprechend auch nicht einschätzen.
Was würde er alles tun, um seinen Freund Azoth zu retten? Würde er die Elfe und die anderen für Azoths Leben verraten? Schließlich kannte er sie kaum. Vernita würde es sicher tun. Und was würde er wohl machen, wenn sein eigenes Leben bedroht wäre? Würde er vielleicht sogar Azoth über die Klinge springen lassen, um sich selbst zu retten?
Die Elfe hing weiter ihren Gedanken nach, bis sie schließlich ihr Ziel erreichte. Sie sah sich auf der Straße um. Sie war leer. So trat sie vor die Tür der Schmiede und hämmerte mit der Faust gegen das dicke Eichenholz. Nach einer Weile wurde die Tür einen Spaltbreit geöffnet und ein großer, stabil gebauter Mann lugte heraus.
„Ihr seid sicher diese Elfe, von der Kylar erzählt hat“, brummelte er, als er Vernita erblickte.
„So ist es, Harold“, erwiderte diese lächelnd. „Ich nehme an, dass meine Gefährten schon hier sind, oder?“
„Ja, sie sind hier. Aber kommt doch herein...“, meinte der Schmied und gab die Tür frei.
„Vernita ist mein Name. Und danke, dass wir bei Euch unterschlüpfen können. Seid versichert, es soll Euer Schaden nicht sein.“
„Nun, ich nehme Euer Gold“, lachte Harold. „Aber vor allem tue ich dies für meinen Freund Kylar und dessen Freund Azoth. Aber vielleicht könnt Ihr mir wenigstens sagen, was eigentlich los ist, und wie lange Ihr Euch bei mir verstecken wollt?“
„Azoth und eine weitere Gefährtin von uns wurden heute Morgen verhaftet und werden seitdem in Fort Drakon festgehalten. Und wir werden sie da raus holen. Danach haben wir noch etwas anderes in der Stadt zu erledigen, so dass ich nicht genau sahen kann, wie lange wir Eure Gastfreundschaft in Anspruch nehmen müssen Aber wir werden Euch nicht länger belästigen als unbedingt notwendig.“
„Schon gut“, winkte der Schmied ab. „Die Einzelheiten will ich gar nicht wissen. Eure Freunde sind unten im Keller. Mit dem Hebel an der Wand könnt Ihr den geheimen Zugang öffnen und schließen. Aber Hände weg von meinen Sachen!“
„Kein Angst. Wir werden Euch schon nicht bestehlen“, lachte die Elfe, bevor sie sich auf den Weg nach unten begab. „Gute Nacht, Harold.“
„Ja, gute Nacht“, rief dieser der Elfe noch hinterher.
Vernita betrat den Keller und sah auch gleich den offenen Geheimgang. Sie trat in den alten Tunnel, bevor sie die Tür mit dem Hebel schloss, wie es ihr Harold gesagt hatte. Als sie sich umschaute, bemerkte sie, dass es sich die anderen mehr oder weniger auf dem Boden bequem gemacht hatten. Nur Lydia stand mitten im Raum und machte einige Kampfübungen. Zumindest konnte man es dafür halten.
„Leg dich lieber schlafen, Kleine“, bemerkte die Elfe nur, als sie in die Ecke ging, wo ihre Ausrüstung lag. „Du wirst morgen deine ganze Kraft brauchen.“
Vernita prüfte, ob all ihre Sachen unbeschadet beim Schmied angekommen waren, was sie wohl auch getan haben. Dann setzte sie sich auf einen der Stühle und wartete mit unbeweglicher Miene auf den nächsten Morgen.
Modifié par Aliens Crew, 19 septembre 2010 - 06:33 .
#921
Posté 17 septembre 2010 - 09:02
Lea befestigte das Haarnetz um ihre Frisur und sah Lydia noch ein wenig bei ihren Übungen zu. Als Vernita auftauchte, war sie schon beinahe eingeschlafen. Sie nickte der Elfe kurz zu.
Dann schloß sie endgültig ihre Augen und versuchte, sich nicht zuviele Gedanken zu machen. Es würde ohnehin anders kommen, als sie sich nun durchspielte. Sie hatte sich den halben Tag damit verrückt gemacht, wie sie dem Kommandanten gegenüber treten sollte. Sie würde es morgen sehen, und je nach dem, welcher Mensch ihr da gegenüberstand, reagieren.
Kurz danach war sie eingenickt, das Kissen unterm Nacken zusammen gerollt, damit ihre Frisur nicht zu sehr lädiert wurde.
Dann schloß sie endgültig ihre Augen und versuchte, sich nicht zuviele Gedanken zu machen. Es würde ohnehin anders kommen, als sie sich nun durchspielte. Sie hatte sich den halben Tag damit verrückt gemacht, wie sie dem Kommandanten gegenüber treten sollte. Sie würde es morgen sehen, und je nach dem, welcher Mensch ihr da gegenüberstand, reagieren.
Kurz danach war sie eingenickt, das Kissen unterm Nacken zusammen gerollt, damit ihre Frisur nicht zu sehr lädiert wurde.
#922
Posté 17 septembre 2010 - 09:15
Lydia steckte ihr Schwert behutsam , ja fast schon zärtlich zurück in die Scheide . Sie stellte es in ihre Ecke und blickte sich um . Es war so still und friedlich , alle schliefen sie , bis auf Vernita , die sie offenbar abfällig anblickte . Vernita . Lydia musste immer an Mutters Horrorgeschichten denken , von Toten , die nach der Beerdigung aus den Gräbern sitiegen um das Fleisch der Lebenden zu fressen . Vernita sah nach einem ebendieser Toten aus .
Lydia sah , das noch viele Decken und Kissen unbenutzt wahren und sicherte sich gleich einige mehr - nur zur Sicherheit , versteht sich . Sie hatte noch eine freie Matratze bei Lea entdeckt und schlich sich dort hin . Nachdem sie sich ihre Kissen aufgetürmt hatte und unter ihre drei Bettdecken verkrochen hatte , zog sie die Decken bis zur Nasenspitze und lies sich u die Kissen sinken . Ein gefühl der wohligen Behaglichkeit machte sich in ihr breit . Sie blickte hinüber zu Leanora .
" Habt ihr auch solche Angst vor Morgen ? " flüsterte sie .
Lydia sah , das noch viele Decken und Kissen unbenutzt wahren und sicherte sich gleich einige mehr - nur zur Sicherheit , versteht sich . Sie hatte noch eine freie Matratze bei Lea entdeckt und schlich sich dort hin . Nachdem sie sich ihre Kissen aufgetürmt hatte und unter ihre drei Bettdecken verkrochen hatte , zog sie die Decken bis zur Nasenspitze und lies sich u die Kissen sinken . Ein gefühl der wohligen Behaglichkeit machte sich in ihr breit . Sie blickte hinüber zu Leanora .
" Habt ihr auch solche Angst vor Morgen ? " flüsterte sie .
#923
Posté 18 septembre 2010 - 09:38
Vernita saß die ganze Nacht über scheinbar bewegungslos auf ihrem Stuhl. Sie sah zu, wie sich die anderen nach und nach hinlegten und einschliefen, doch sie selbst tat das nicht. Sie konnte es nicht.
So saß sie einfach auf ihrem Stuhl. Völlig regungslos und mit versteinerter Miene. Nur ihre Augenlider schlugen regelmäßig auf und zu. Und nur daran konnte man in diesen Momenten erkennen, dass es sich bei der Elfe tatsächlich um ein lebendes Wesen handelte. Wie gebannt starrte sie auf eine der Kerzen. Und obwohl der Raum keine Fenster besaß, durch die sie hätte nach draußen sehen können, wusste Vernita genau, wie spät es war. Sie hatte schon oft in einer solchen Situation gesteckt, hatte so manche Nacht in einem dunklen Kellerloch verbracht und auf den nächsten Morgen gewartet. Die Kerze würde ihr sagen, wann es soweit war, dass sie aufbrechen mussten. Denn sie wusste genau, wie lange eine Kerze brauchte, um herunterzubrennen. Somit konnte sie sich genau ausrechnen, wie lange sie in diesem Versteck verbleiben mussten, bis der große Tag endlich gekommen war.
Vernita dachte nicht nach. Im Gegenteil. Sie war dabei ihren Kopf zu leeren, ihn von allen überflüssigen Gedanken zu befreien, damit sie sich voll und ganz auf ihre morgige Mission konzentrieren konnte. Das machte sie jedes Mal vor einem großen Einsatz und hatte dementsprechend Übung darin. Doch heute fiel ihr das besonders schwer. Zuviel persönliches haftete dieser Operation an. Doch sie durfte sich davon nicht beirren lassen. Diese Befreiungsaktion durfte einfach nicht scheitern. Und wenn sie jeden der anderen opfern musste, so würde sie es tun, wenn sie Miandra dafür retten könnte. Das schwor sie sich in diesem Moment.
Nach und nach schaffte sie es, ihre Gedanken zu ordnen, kam der Profi in der Elfe zum Vorschein. Sie ging den Plan durch. Immer und immer wieder. Bis auch das irgendwann verblasste und ihren Kopf verließ. Nun war ihr Hirn leer, befreit von allem Ballast, der sie am nächsten Morgen nur behindern würde. Nicht einmal die Atemgeräusche ihrer Gefährten nahm sie in diesem Moment wahr. Ruhig und gelassen beobachtete sie weiter die Kerze, die vor ihr stand und weiter und weiter herunterbrannte.
Als diese schließlich zu einem kurzen Stummel geworden war, stand Vernita endlich auf. Es war soweit. Die Stunde der Wahrheit lag vor ihnen. Nun würde sich entscheiden, ob der Plan der Elfe gut war und wie viel ihre Gefährten tatsächlich taugten. Sie ging zu jedem einzelnen und weckte ihn auf.
„Wacht auf. Und zieht Euer Kleid an. Es geht los“, meinte sie zu Leanora.
„Ich hoffe, Ihr seid bereit für Euren Einbruch, Rowan, sagte sie zu der blonden Frau.
„Ihr beide denkt hoffentlich daran, nur Zivilkleidung zu tragen“, mahnte sie Lydia und Sareth, wobei sie noch zu dem Söldner meinte. „Und lass deinen Speer hier. Die Waffe der Stadtwache muss dir genügen. Ich hoffe, du kannst damit umgehen.“
„Für Euch wird es auch Zeit alter Mann“, weckte sie Hennrik nur knapp, bevor sie sich wieder an alle wandte. „Wenn einer noch was essen will, dann soll er es gleich tun und sich beeilen. Wir brechen bald auf.“
So saß sie einfach auf ihrem Stuhl. Völlig regungslos und mit versteinerter Miene. Nur ihre Augenlider schlugen regelmäßig auf und zu. Und nur daran konnte man in diesen Momenten erkennen, dass es sich bei der Elfe tatsächlich um ein lebendes Wesen handelte. Wie gebannt starrte sie auf eine der Kerzen. Und obwohl der Raum keine Fenster besaß, durch die sie hätte nach draußen sehen können, wusste Vernita genau, wie spät es war. Sie hatte schon oft in einer solchen Situation gesteckt, hatte so manche Nacht in einem dunklen Kellerloch verbracht und auf den nächsten Morgen gewartet. Die Kerze würde ihr sagen, wann es soweit war, dass sie aufbrechen mussten. Denn sie wusste genau, wie lange eine Kerze brauchte, um herunterzubrennen. Somit konnte sie sich genau ausrechnen, wie lange sie in diesem Versteck verbleiben mussten, bis der große Tag endlich gekommen war.
Vernita dachte nicht nach. Im Gegenteil. Sie war dabei ihren Kopf zu leeren, ihn von allen überflüssigen Gedanken zu befreien, damit sie sich voll und ganz auf ihre morgige Mission konzentrieren konnte. Das machte sie jedes Mal vor einem großen Einsatz und hatte dementsprechend Übung darin. Doch heute fiel ihr das besonders schwer. Zuviel persönliches haftete dieser Operation an. Doch sie durfte sich davon nicht beirren lassen. Diese Befreiungsaktion durfte einfach nicht scheitern. Und wenn sie jeden der anderen opfern musste, so würde sie es tun, wenn sie Miandra dafür retten könnte. Das schwor sie sich in diesem Moment.
Nach und nach schaffte sie es, ihre Gedanken zu ordnen, kam der Profi in der Elfe zum Vorschein. Sie ging den Plan durch. Immer und immer wieder. Bis auch das irgendwann verblasste und ihren Kopf verließ. Nun war ihr Hirn leer, befreit von allem Ballast, der sie am nächsten Morgen nur behindern würde. Nicht einmal die Atemgeräusche ihrer Gefährten nahm sie in diesem Moment wahr. Ruhig und gelassen beobachtete sie weiter die Kerze, die vor ihr stand und weiter und weiter herunterbrannte.
Als diese schließlich zu einem kurzen Stummel geworden war, stand Vernita endlich auf. Es war soweit. Die Stunde der Wahrheit lag vor ihnen. Nun würde sich entscheiden, ob der Plan der Elfe gut war und wie viel ihre Gefährten tatsächlich taugten. Sie ging zu jedem einzelnen und weckte ihn auf.
„Wacht auf. Und zieht Euer Kleid an. Es geht los“, meinte sie zu Leanora.
„Ich hoffe, Ihr seid bereit für Euren Einbruch, Rowan, sagte sie zu der blonden Frau.
„Ihr beide denkt hoffentlich daran, nur Zivilkleidung zu tragen“, mahnte sie Lydia und Sareth, wobei sie noch zu dem Söldner meinte. „Und lass deinen Speer hier. Die Waffe der Stadtwache muss dir genügen. Ich hoffe, du kannst damit umgehen.“
„Für Euch wird es auch Zeit alter Mann“, weckte sie Hennrik nur knapp, bevor sie sich wieder an alle wandte. „Wenn einer noch was essen will, dann soll er es gleich tun und sich beeilen. Wir brechen bald auf.“
#924
Posté 18 septembre 2010 - 05:15
Angekettet, unbeweglich, vernahm sie Gelächter und schmerzerfüllte Schreie aus dem Hintergrund. Sie hätte sich am liebsten die Ohren zugehalten, und versuchte an etwas anderes zu denken, doch es gelang ihr nicht. Vor sich sah sie nur eine Wand, und von der Decke schien Blut, wie bei einem sanften Nieselregen, herabzutropfen. Plötzlich spürte sie, wie sie am Arm gepackt wurde, und ihr jemand etwas ins Ohr flüsterte. Sie verstand die Worte nicht, sie waren so unklar, so verzerrt, doch derjenige verschwand kurze Zeit darauf. Das Blut lief ihr inzwischen langsam über das Gesicht, und tropfte vom Kinn zu Boden. Sie wagte es nicht, nach oben zu blicken, um zu wissen, woher es stammte. Sie hörte das Surren einer Peitsche, und rechnete jeden Moment mit einem Schlag.
Sie wurde nicht getroffen, stattdessen ertönten weitere Schreie, eine Stimme, die sie kannte. Trotz der Ketten, drehte sie sich unter Schmerzen zur Seite. Was sie sah, ließ ihren Herzschlag aussetzen, und es innerlich zerbrechen, ihre Augen weiten und mit Tränen erfüllen, welche sich mit dem Blut an ihren Wangen vermischten.
Sie sah mehrere Schauspiele gleichzeitig, doch jedes davon war grausamer als das andere, und es gab nichts, das sie hätte dagegen tun können.
Ein Mann, den sie nicht zu kennen vermochte, der einen schreienden weinenden Säugling brutal an die Wand drückte, und den kleinen Körper nach und nach mit rostigen Nieten an die Wand hämmerte, wie ein Flugblatt. Ein schreiendes, weinendes Stück Papier, welches sich rot zu färben schien, und nach einem Röcheln verstummte.
Der fette Ingo, mit einem wahnsinnigen Grinsen - wodurch sich sein Doppelkinn, wie eine Wulst über den Kragen seiner Rüstung drückte -, vor welchem jedes Kind Albträume bekommen würde, mit der Peitsche in seiner Rechten, mit der Rosendornenkette, mit welcher er auch auf Miandra bei der letzten Folter einschlug. Blutende Hautfetzen, die vom Körper getrennt wurden, verfingen sich bereits darin, doch egal wie blutüberlaufen und fleischlos der Rücken auf den er einschlug bereits war, er hörte nicht auf, genoss jeden schmerzverzerrten Aufschrei. Erst im zweiten Moment erkannte sie das Gesicht… der Elfe, den Blick zur Wand, auf den blutenden Säugling gerichtet, mit Tränen in den Augen, bis auch sie am Boden zusammenbrach, ihr Gesicht in ihre eigene Blutlacke fiel, und Ingo selbst noch auf sie einschlug, als sie nur noch leblos da lag.
Das dritte Schauspiel, war nur zwei Schritte davon entfernt. Sie sah einen Mann von hinten. Er drückte ein junges Mädchen gegen die Wand, hielt ihr den Mund zu. Die Augen des Mädchens waren angstvoll zugepresst, Tränen drangen daraus hervor, und liefen über die Hand des Mannes. Mit seiner anderen Hand fuhr er lüstern über ihren nackten Körper, bis er sich schließlich daran vergriff. Selbst durch die Hand, welche er an ihren Mund drückte, konnte man dumpfe schmerz- und angstvolle Schreie vernehmen. Nachdem er sich scheinbar Stunden an dem jungen Geschöpf vergangen hatte, griff er nach einem Dolch, und schlitzte ihr ohne Vorwarnung die Kehle auf. Er ging einen Schritt zur Seite und verschwand für kurze Zeit im Schatten. Das Mädchen fiel auf die Knie, drückte ihre Hände reflexartig an ihre Kehle, und blickte mit glasigen braunen Augen zu Miandra. Ein leichtes unscheinbares Lächeln stahl sich über das Gesicht des Mädchens, bevor ihr das Leben aus Körper gesogen wurde, und sie leblos zu Boden krachte. Blut quoll aus ihrem Mund und Hals, vermischte sich mit dem der toten Elfe, und tauchte ihre schwarzen Haare in die warme rote Farbe.
Einen kurzen Moment schien alles Leben aus dem dunklen Raum gewichen zu sein, selbst Ingo schlug nichtmehr auf den Leichnam ein, und war zusammen mit den anderen beiden nur noch ein Teil des dunklen Schattens. Ein Moment in dem Miandra regungslos zu Boden starrte, nicht fähig zu realisieren, was sie gerade gesehen hatte. Ihr Lebensinhalt lag auf dem steinernen Boden, starb vor ihren Augen unter Qualen, die sie kannte und die niemand sonst verdient hätte.
Plötzlich erschien vor ihren Augen das Gesicht des Mannes, der sich gerade an dem Mädchen, ihrer Tochter, vergriffen hatte, mit einem psychisch gestörtem Grinsen. Er leckte die Klinge des Dolches ab, und befeuchtete mit dem Blut seine Lippen.
Es war das Gesicht ihres Vaters, welches sich urplötzlich zu duplizieren begann, immer wieder, bis sie unzählige Gesichter vor sich sah, die alle im selben Takt zu lachen begannen.
Miandras Puls raste, sie schnappte nach Luft und Schweißperlen standen ihr auf der Stirn. Wäre sie nicht so lädiert gewesen, so wäre sie aufgesprungen vor Schreck. Stattdessen bewegte sie sich nicht, und begann eher langsam zu realisieren, dass es sich um einen Albtraum gehandelt hatte. Den letzten Traum hatte sie vor Jahren, noch bevor ihr Bruder starb. Sie hatte vergessen, wie sich so etwas anfühlte.
Sie spürte noch immer Azoths Hand auf ihrem Kopf, und blickte auf. Er sah völlig entkräftet und übermüdet aus und schien ins Leere zu starren, saß noch immer in derselben Pose, wie zuvor. Miandra wusste nicht, wie lange sie geschlafen hatte, sie wusste nur, dass ihr alles weh tat und sich die Bilder ihres Traumes immer wieder vor ihr abspielten.
Doch dann regte sich Azoth und blickte zu einer anderen Stelle, und sie konnte an seinem Blick ablesen, dass sie an der Reihe waren.
Sie wurde nicht getroffen, stattdessen ertönten weitere Schreie, eine Stimme, die sie kannte. Trotz der Ketten, drehte sie sich unter Schmerzen zur Seite. Was sie sah, ließ ihren Herzschlag aussetzen, und es innerlich zerbrechen, ihre Augen weiten und mit Tränen erfüllen, welche sich mit dem Blut an ihren Wangen vermischten.
Sie sah mehrere Schauspiele gleichzeitig, doch jedes davon war grausamer als das andere, und es gab nichts, das sie hätte dagegen tun können.
Ein Mann, den sie nicht zu kennen vermochte, der einen schreienden weinenden Säugling brutal an die Wand drückte, und den kleinen Körper nach und nach mit rostigen Nieten an die Wand hämmerte, wie ein Flugblatt. Ein schreiendes, weinendes Stück Papier, welches sich rot zu färben schien, und nach einem Röcheln verstummte.
Der fette Ingo, mit einem wahnsinnigen Grinsen - wodurch sich sein Doppelkinn, wie eine Wulst über den Kragen seiner Rüstung drückte -, vor welchem jedes Kind Albträume bekommen würde, mit der Peitsche in seiner Rechten, mit der Rosendornenkette, mit welcher er auch auf Miandra bei der letzten Folter einschlug. Blutende Hautfetzen, die vom Körper getrennt wurden, verfingen sich bereits darin, doch egal wie blutüberlaufen und fleischlos der Rücken auf den er einschlug bereits war, er hörte nicht auf, genoss jeden schmerzverzerrten Aufschrei. Erst im zweiten Moment erkannte sie das Gesicht… der Elfe, den Blick zur Wand, auf den blutenden Säugling gerichtet, mit Tränen in den Augen, bis auch sie am Boden zusammenbrach, ihr Gesicht in ihre eigene Blutlacke fiel, und Ingo selbst noch auf sie einschlug, als sie nur noch leblos da lag.
Das dritte Schauspiel, war nur zwei Schritte davon entfernt. Sie sah einen Mann von hinten. Er drückte ein junges Mädchen gegen die Wand, hielt ihr den Mund zu. Die Augen des Mädchens waren angstvoll zugepresst, Tränen drangen daraus hervor, und liefen über die Hand des Mannes. Mit seiner anderen Hand fuhr er lüstern über ihren nackten Körper, bis er sich schließlich daran vergriff. Selbst durch die Hand, welche er an ihren Mund drückte, konnte man dumpfe schmerz- und angstvolle Schreie vernehmen. Nachdem er sich scheinbar Stunden an dem jungen Geschöpf vergangen hatte, griff er nach einem Dolch, und schlitzte ihr ohne Vorwarnung die Kehle auf. Er ging einen Schritt zur Seite und verschwand für kurze Zeit im Schatten. Das Mädchen fiel auf die Knie, drückte ihre Hände reflexartig an ihre Kehle, und blickte mit glasigen braunen Augen zu Miandra. Ein leichtes unscheinbares Lächeln stahl sich über das Gesicht des Mädchens, bevor ihr das Leben aus Körper gesogen wurde, und sie leblos zu Boden krachte. Blut quoll aus ihrem Mund und Hals, vermischte sich mit dem der toten Elfe, und tauchte ihre schwarzen Haare in die warme rote Farbe.
Einen kurzen Moment schien alles Leben aus dem dunklen Raum gewichen zu sein, selbst Ingo schlug nichtmehr auf den Leichnam ein, und war zusammen mit den anderen beiden nur noch ein Teil des dunklen Schattens. Ein Moment in dem Miandra regungslos zu Boden starrte, nicht fähig zu realisieren, was sie gerade gesehen hatte. Ihr Lebensinhalt lag auf dem steinernen Boden, starb vor ihren Augen unter Qualen, die sie kannte und die niemand sonst verdient hätte.
Plötzlich erschien vor ihren Augen das Gesicht des Mannes, der sich gerade an dem Mädchen, ihrer Tochter, vergriffen hatte, mit einem psychisch gestörtem Grinsen. Er leckte die Klinge des Dolches ab, und befeuchtete mit dem Blut seine Lippen.
Es war das Gesicht ihres Vaters, welches sich urplötzlich zu duplizieren begann, immer wieder, bis sie unzählige Gesichter vor sich sah, die alle im selben Takt zu lachen begannen.
Miandras Puls raste, sie schnappte nach Luft und Schweißperlen standen ihr auf der Stirn. Wäre sie nicht so lädiert gewesen, so wäre sie aufgesprungen vor Schreck. Stattdessen bewegte sie sich nicht, und begann eher langsam zu realisieren, dass es sich um einen Albtraum gehandelt hatte. Den letzten Traum hatte sie vor Jahren, noch bevor ihr Bruder starb. Sie hatte vergessen, wie sich so etwas anfühlte.
Sie spürte noch immer Azoths Hand auf ihrem Kopf, und blickte auf. Er sah völlig entkräftet und übermüdet aus und schien ins Leere zu starren, saß noch immer in derselben Pose, wie zuvor. Miandra wusste nicht, wie lange sie geschlafen hatte, sie wusste nur, dass ihr alles weh tat und sich die Bilder ihres Traumes immer wieder vor ihr abspielten.
Doch dann regte sich Azoth und blickte zu einer anderen Stelle, und sie konnte an seinem Blick ablesen, dass sie an der Reihe waren.
#925
Posté 19 septembre 2010 - 04:04
Lea schälte sich aus ihrer Decke und gähnte ausgiebig. Sie hatte wider Erwarten relativ gut geschlafen und fühlte sich auch ziemlich ausgeruht. Schnell wusch sie das Gesicht mit Wasser, befreite ihre Frisur aus dem Haarnetz und steckte eine Locke fest. So schön die Haarpracht war, aber ihre Kopfhaut spannte ziemlich durch die Haarnadeln.
Anschließend schlüpfte sie in ihr Kleid, bat Vernita ihr bei den Knöpfen im Schulterbereich zu helfen. Es sass perfekt. In die Tasche wanderte ihr Fächer und die Phiole mit dem Gift, es sah aus wie ein kleiner Parfum-Flacon. Es roch ein wenig nach Bittermandel. Und war, wie Vernita ihr versicherte, absolut schnell wirkend.
Leanora aß etwas von den Nahrungsmitteln, die für die Gruppe hergebracht wurden. Zum Glück befand sich etwas Obst dabei, und ein Apfel sättigte und war auch in gewisser Weise durstlöschend.
Nachdem sie diesen vertilgt hatte, war sie richtig wach - und die Nervosität kam hoch. Hoffentlich würde ihr Plan klappen, und hoffentlich war es noch nicht zu spät.
Anschließend schlüpfte sie in ihr Kleid, bat Vernita ihr bei den Knöpfen im Schulterbereich zu helfen. Es sass perfekt. In die Tasche wanderte ihr Fächer und die Phiole mit dem Gift, es sah aus wie ein kleiner Parfum-Flacon. Es roch ein wenig nach Bittermandel. Und war, wie Vernita ihr versicherte, absolut schnell wirkend.
Leanora aß etwas von den Nahrungsmitteln, die für die Gruppe hergebracht wurden. Zum Glück befand sich etwas Obst dabei, und ein Apfel sättigte und war auch in gewisser Weise durstlöschend.
Nachdem sie diesen vertilgt hatte, war sie richtig wach - und die Nervosität kam hoch. Hoffentlich würde ihr Plan klappen, und hoffentlich war es noch nicht zu spät.





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