Aller au contenu

Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


  • Veuillez vous connecter pour répondre
2750 réponses à ce sujet

#926
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia blinzelte . Sie hatte hervorragend geschlafen . Sie setzte sich auf und streckte sich . Obwohl sie aufrecht im Bett saß , kowaren die Kissen und Decken drumherum doch ein recht hoher Stapel . Sie blickte sich um . Vernita war schon wach , Lea ebenso .



"Guten Morgen " Lächelte sie verschlafen und rieb sich die Augen . " Ich hoffe ihr habt gut geschlafen " sagte sie und stand auf . Zeit , sich auf den Tag vorzubereiten - ein warscheinlich harter und grausamer Tag . Sie ging durch den Raum zu ihrem Gepäck , welches sie in einer Ecke abgestellt hatte . Sie knackte mit den Fingern und nahm einihe kleine flache Messer heraus , welche sie sich in die Stiefel legte . Sie ging zurück zu ihrem Bett lies sich in die Kissen fallen .



Die Vorbereitungen waren nicht körperlich , meghr Seelisch . Sie hasste es zu töten , leben zu beenden , zu stehlen . Doch heute musste sie warscheinlich töten . Viel töten . Doch das war nicht das Einzige was sie zum Denken bewegte . Ihr passte die Vorstellung nicht , von einer toten Oma als Gefangene in die Zitadelle gebracht zu werden . So wie sie aussah , könnte sie es sich jederzeit anders überlegen und sie einsperren lassen . Das gefiel ihr nicht . Wenn sie den Tag überleben würde , würde sie mit ihr wohl noch einmal reden .



Sie blickte zu Lea um ihre Gedanken abzulenken . " Lea , du bist bezaubernd schön ... " sagte sie voller bewunderung .

#927
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea wurde durch Lydias Worte aus ihren Grübeleien aufgeschreckt.



Leicht errötend sah sie das Mädchen an: "Danke. Das ist heute aber auch das einzige Plus, was ich habe... und ich hoffe, dieser Kommandant ist weiblicher Schönheit zugänglich. Nicht, dass er am Ende Männer anziehend findet..." Sie schmunzelte dabei, aber innerlich dachte sie sich, dass dies durchaus möglich sein konnte. Und dann wäre sie mitsamt ihrem Charme aufgeschmissen.

#928
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Vernita sah wie sich Lydia die Messer in die Stiefel steckte und sog daraufhin scharf die Luft ein. Ihr Gesicht verzog sich vor Zorn. Schnellen Schrittes ging sie zum improvisierten Bett des Mädchens, packte sie am Kragen und verpasste ihr eine schallende Ohrfeige.
 
„Wenn ich dir sage, das du dieses Gefängnis ohne Waffen betreten wirst, dann heißt das, dass du keine Waffen bei dir zu tragen hast, kapiert? Geht das nicht in deinen Schädel?“ zischte die Elfe böse, während sie in Lydias Stiefel griff und eins der Messer herauszog, welches sie dem Mädchen unter die Nase hielt. „Schon mal überlegt was passiert, wenn eines der Wachen dieses gute Stück bei dir findet? Und das du durchsucht wirst, bevor wir auch nur einen Fuß in diese Festung setzten, darauf kannst du Gift nehmen. Du wirst von mir schon eine Waffe bekommen, wenn es zum Kampf kommt, Kleines!“
 
Vernita nahm Lydia noch die übrigen Messer ab, bevor sie diese wieder ins Bett zurückwarf. „Und solltest du in dieser Festung nicht genau das tun, was ich dir sage, dann wirst du das Ende dieser Mission garantiert nicht erleben. Verlass dich drauf!“
 
Dann wandte sich die Elfe wieder an alle. „Na los. Beeilt Euch. Wir müssen los! Unsere Gefährten retten sich schließlich nicht von alleine, und wir haben schon genug Zeit vertrödelt!“
 

#929
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Rowan schulterte ihren Rucksack und ihren Bogen und blickte Hennrik an. Er zog sich seinen Umhang um und begab sich auf den Weg Richtung Ausgang. Gemeinsam verließen sie die Schmiede. Es war noch früh am Tag und auf den Straßen Denerims herrschte noch weitestgehend Leere. Die Karte hatte Rowan griffbereit in ihrer Rüstung stecken. Die beiden liefen zügig an den Stadtrand und folgten der Mauer bis zu dem Punkt, der auf der Karte eingezeichnet war. Sie waren nahe an Fort Drakon heran gekommen, dennoch weit genug entfernt, um keinen patrouillierenden Wachen zu begegnen.

Rowan sah noch einmal auf die Karte und trat dann nahe an einen Felsen heran. Hier musste es sein. Unter ihren Füßen floss ein kleines Rinnsal, welches aus dem Stein hervortrat. Es musste einmal größer gewesen sein, denn es hatte sich bereits ein leichtes Bett gebildet, in dem es sich seinen Weg suchte. Vorsichtig griff sie in die Efeuranken hinein und schob sie zu Seite. Vor ihr tat sich ein dunkles Loch auf, welches gerade einmal so hoch war, dass Rowan eintreten konnte, ohne sich bücken zu müssen. Für Hennrik würde es schwerer werden, er müsste seinen Kopf einziehen.

Einen kurzen Moment blieb sie vor dem Eingang stehen und schaute sich den Stein der Öffnung genau an. Nichts wies darauf hin, dass er in irgendeiner Weise verändert worden war.

Mit sachten Schritten, betrat sie den dunklen Gang. Unter ihren Füßen knirschte der Kies. Sie spürte, wie Hennrik hinter ihr ebenfalls den Eingang betrat. Eine Weile dauerte es, dann hatten sich ihre Augen an die Düsternis vor ihr gewöhnt. Der Lichtschein von draußen wurde beständig schwächer und bald hatte sie Probleme, den Weg vor sich ausreichend zu erkennen.

Sie blieb stehen und drehte sich zu dem Magier um.

„Wartet kurz. Ich muss erst Licht machen, bevor wir weiter gehen.“

Sie fing an, in ihrem Rucksack zu kramen, als vor ihr plötzlich ein gleißendes Licht entflammte. Sie fluchte laut auf und war für einen Moment blind, da sie genau in das Licht geschaut hatte. Als sie wieder etwas erkennen konnte, sah sie Hennrik vor sich stehen, der eine weiß leuchtende Kugel in seinen Händen hielt und grinste.

„Verdammt, Hennrik. Warnt mich das nächste Mal bitte vor!“

Rowan drehte sich zurück und schaute sich den Weg an. Der Felsen zu beiden Seiten war rau und feucht und hin und wieder konnte sie ein schmieriges Grün auf dem Stein entdecken. Der Gang wurde allmählich noch niedriger und Rowan konnte zwischendurch Hennrik leise hinter sich fluchen hören.

Sie trat eben vorsichtig um eine Biegung herum, als sie vor sich einen Tunnel erkennen konnte, der nicht natürlichen Ursprungs war. Das Rinnsal zu ihren Füßen verschwand links neben ihr im Felsen in einem faustgroßen Loch. Der Tunnel selber war nun künstlich erweitert worden.

Rowan ließ Hennrik in den Gang hineinleuchten, und betrachtete ihn genau. Auf dem Boden lag Unrat, der von Kleinnagern zu stammen schien. Wände aus Backsteinen säumten den Gang und es waren Fackelhalter eingelassen, die jedoch leer waren. Alles sah sehr gleichmäßig aus und war augenscheinlich schon länger nicht mehr benutzt worden. Sie unterzog den Boden vor sich einer genauen Untersuchung bevor sie den ersten Schritt auf die Steine tat. Hennrik wartete hinter ihr, bis sie ein paar Meter in den Tunnel hinein gegangen war und ihn zu sich winkte.

#930
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia fasste sich an die Wange . Sie war heiß und rot , doch schmerzte sie nicht wirklich . Vernita hatte gerade eine feine Grenze überschritten . Jetzt wurde Lydia wütend . Sie konnte Vernita von Anbeginn nicht ausstehen , doch nun war es blanker Hass der aus ihr sprach .



" Ihr ... ! Ihr ! Schrulliges altes Biest ! Nicht nur das ihr ausseht wie eine seit 10 jahren Tote Großmutter , die vom Vampir gebissen wurde , nein , ihr kennt auch keine Gnade und kein Pardon ! Von Freundlichkeit habt ihr auch noch nichts gehört , und ich wette mit euch um 10 Sovereigns , das ihr niemanden liebt , außer das Töten , das brutale Schlachten ! "



Sie blickte sie giftig an . " Euch soll doch der Blitz erschlagen ! "



Damit drehte sie sich um und suchte sich ein dunkles Eck , was in einem solchen kleinen Raum recht schwierig war . Dort lies sie sich an die Wand fallen und blickte ins Leere .

#931
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
"Man sollte vorsichtig sein mit dem, was man sich wünscht", murmelte Lea leise. Sie blickte Vernita fest in die Augen.

"Von mir aus kanns los gehen. Möge der Erbauer uns gnädig sein."
Dass sie vor Nervosität nicht wußte, ob sie nicht während des Weges noch ein paar Latrinen besuchen mußte, verschwieg sie sicherheitshalber. Lea zwang sich zur Ruhe, völlig aufgelöst dort anzukommen würde sicher auch nicht das beste sein. Also versuchte sie, sich voll in ihre Rolle hineinzuversetzen.
Schnell nahm sie noch einige Münzen und fügte diese dem Inhalt ihrer Tasche hinzu.

Modifié par Bellandyrs, 20 septembre 2010 - 06:29 .


#932
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
„Ich bin überrascht, dass dir deine Eltern anscheinend keinen Respekt vor älteren Personen beigebracht haben, von denen du noch einiges lernen könntest. Aber auf dem Gebiet haben sie wohl vollends versagt, was?“ spottete Vernita, während sie die Arme vor der Brust verschränkte und Lydia hämisch grinsend anstarrte. „Aber das interessiert mich nicht. Du kannst mich auch ruhig soviel beleidigen, wie du willst. Ich habe schon weitaus schlimmeres erlebt, als dass mich die Worte einer dreizehnjährigen Kröte wie dir treffen könnten. Es ist mir auch einerlei, ob du mich hasst oder nicht. Solange du mir Gehorsam zollst, sind mir deine Gefühle mir gegenüber völlig egal. Und über deine Verwünschungen kann ich nur lachen. Was glaubst du, wie viele Menschen, Elfen oder Zwerge mich schon verflucht haben. Und am Ende lagen sie doch röchelnd vor mir im Staub in einer Lache ihres eigenen Blutes. Falls du dich diesen Leuten anschließen willst, kann ich das gerne für dich arrangieren.“
 
Das Gesicht der Elfe verfinsterte sich, und ihr Grinsen verwandelte sich in eine wie versteinert wirkende Maske. „Allerdings mache ich mir Sorgen um deine Loyalität. Und ich frage mich, ob es überhaupt klug ist, dich mitzunehmen. Wenn du nicht in der Lage bist in dieser Festung meinen Anordnungen Folge zu leisten, dann bist du nicht nur total unnütz, sondern auch noch eine Gefahr für unser aller Leben. Und ich für meinen Teil werde mein Leben sicher nicht für so eine verzogene kleine Göre, die sich nicht imstande fühlt ein paar einfache Befehle auszuführen, aufs Spiel setzen. Und da bin ich sicher nicht die einzige, der es so ergeht.“
 
Vernitas Blick streifte kurz Sareth und Leanora, bevor sie wieder Lydia fixierte. „Also, was darf es sein, Kleine? Ordnest du dich nun unter, oder sollen wir dich verschnürt wie ein Paket hier zurücklassen? Schließlich könntest du uns ja verraten, so dass wir dich nicht einfach hier zurücklassen können, ohne dich zu fesseln oder gar zu töten. Nun, entscheide dich!“
 

#933
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Ich tu es nicht für Euch , glaubt mir ! Ich werde tutn , was ich tun muss , aber nicht für euch ! Glaubt mir , ihr seit bei weitem der ekelerregenste Mensch - oder zumindest seht ihr nach einem aus - den ich je gesehen habe ! Das ich auch nur jemanden wie euch anspreche , wäre ich nicht auf euch angewiesen würde ich euch einfach ignorieren ! Und wenn ihr mich töten wollt ... hir stehe ich , unbewaffnet und ungeschützt . Macht , wenn ihr wollt ! "

#934
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
„Mir reicht es mit dir, du vorlautes Rotzbalg“, schnaubte Vernita verärgert. „Ich habe keine Zeit dafür, mich mit dir zu streiten. Und da du dich meiner Autorität offenbar nicht beugen willst, lassen wir dich einfach hier.“
 
Die Elfe wandte den Kopf in Richtung des Söldners. „Sareth, würdest du mir bei der Fesselung dieser Göre helfen? Uns rennt die Zeit davon.“
 

#935
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Was ... wa... ihr wolt mich ?! "Nein ! Nicht mit mir freunde ! " Rief sie erschrocken .

" Wenn ihr nicht wollt das ich mitkomme , dann sagt es ! Ich werde auf euch hören bis wir diesen Wahnsinn hinter uns haben . Versprochen ! " Sie blickte Vernita an . " Ich tue das nicht wegen euch " sagte sie und setzte sich auf ihre Matratze , streckte sich , in erwartung gleich fest verschnürt hierbleiben zu müssen - auch wenn sie mitkommen wollte , Vernita wäre warscheinlich dagegen .

#936
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
„Ich hoffe, dass dein Versprechen auch etwas wert ist, Kleine“, erwiderte Vernita abfällig. „Denn solltest du es dir in der Festung anders überlegen, dann werde ich keine Zeit dafür haben, dich noch zu fesseln. Dann mache ich kurzen Prozess mit dir.“
 
Nun wandte sie sich wieder an alle. „Na, macht schon. Wir müssen los. Wir haben schon viel zu lange hier herumgetrödelt.“
 
Anschließend drehte sie sich um und ging durch den Geheimgang in den Keller.
 

#937
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Leas Blick ging während des Disputes zwischen Vernita hin und her. Gerade als sie etwas sagen wollte, lenkten die beiden schließlich ein. Zum Glück, denn sie hätte nicht gewußt, was sie überhaupt sagen konnte, um diesen Streit zu schlichten. Sie verstand Vernita, dass Lydia ihr hier bedingungslos gehorchen mußte, aber wie die Elfe hingegen mit Lydia umsprang, fand sie auch nicht in Ordnung.



Leise seufzte sie. Das konnte ja heiter werden. Wenn die beiden sich im Fort zu streiten begannen, wäre die Mission aufgeschmissen, soviel war selbst Leanora klar.

Sie lächelte Lydia entgegen: "Nun komm schon. Schau, nicht mal ich bin bewaffnet. Es geht nicht anders."



Andererseits wünschte sie sich, sie hätte wenigstens ihr Jagdmesser ins Strumpfband stecken können. Was, wenn der Kommandant handgreiflich wurde? Darüber wollte sie lieber nicht nachdenken. Tatsache war, dass sie sich nicht wehren konnte, sollte das eintreten.



Sie blies die Kerzen aus, die noch brannten und folgte dann Vernita in den Geheimgang.

#938
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Vernita, Sareth, Leanora und Lydia verließen gemeinsam die Schmiede. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, ein dunkler Schatten lag über der Stadt. In den Straßen Denerims herrschte noch gähnende Leere. So konnte Sareth die vier ziemlich zügig und vor allem ungesehen an den Ort führen, den er am gestrigen Tag für ihren Überfall ausgekundschaftet hatte.
 
Sie erreichten bald darauf die Kreuzung, die der Söldner auf der Karte markiert hatte. Vernita sah sich um. In der Gasse, welche die Patrouille entlang gehen würde, befand sich auch ein alter Schuppen. Das wäre doch ein schöner Ort, um die Leichen zu verstecken. Die Elfe näherte sich der Tür dieses Verschlages und öffnete sie. Sie war nicht verschlossen. Im Innern lag jede Menge Gerümpel herum, darunter auch einige Fässer, die der Elfe ins Auge fielen. Ein Blick hinein zeigte ihr, dass diese leer waren.
 
„Perfekt“, meinte sie zu den anderen gewandt, die sich inzwischen zu ihr gesellt hatten. „Dort drinnen werden wir die Leichen verschwinden lassen. Da findet sie so schnell keiner.“
 
Die anderen nickten zustimmend, bevor Vernita wieder das Wort ergriff. „Lydia und Leanora. Wartet hier im Schuppen, bis Sareth und ich die Wachen überwältigt haben. Anschließend geht es los.“
 
Die Elfe verließ den Verschlag wieder, und Sareth folgte ihr, wobei er die Tür hinter sich schloss.
 
„Ich denke, wir warten dort an der Ecke auf die nächste Patrouille und gehen ihr dann entgegen. Sobald wir am Schuppen sind, lasen wir sie an uns vorbeigehen und schnappen sie uns dann. Wir sollten sie unblutig erledigen. Ich hoffe, du hast das drauf. Und ich hoffe auch, dass du kein Problem damit hast, meinen Liebsten zu spielen, oder?“
 
Vernita lachte, als sie Sareths verblüfften Gesichtsausdruck sah. Sie ging zur Kreuzung, der Mann folgte ihr. Gemeinsam legten sie sich dort auf die Lauer und beobachteten die dunkle Gasse vor sich.
 
Es dauerte eine Weile, bis zwei Soldaten um die Ecke der nächsten Kreuzung bogen und sich den beiden nährten. Einfach perfekt. Konnte gar nicht besser laufen.
 
„Na dann komm, Süßer“, grinste Vernita und hakte sich bei Sareth ein. Sie legte ihren Kopf gegen seinen Oberarm und streichelte sanft seinen Handrücken, während die beiden gemächlich auf die Soldaten zuschlenderten.
 
Sareth schien die ganze Situation ziemlich unangenehm zu sein. Er hatte eindeutig nicht damit gerechnet, dass die Elfe ihm so nah kommen würde, ohne ihn dabei mit einer Waffe zu bedrohen.
 
„Bleib locker, Kleiner“, flüsterte Vernita dem Mann zu, als sie merkte, dass er sich leicht verkrampfte. Dieser atmete einmal tief durch und entspannte sich ein wenig. Offenbar wirkten die beiden dennoch glaubhaft, da die beiden Soldaten keinen Verdacht zu schöpfen schienen. Sie gingen einfach weiter schweigend ihres Weges.
 
Doch schon bald fiel der Elfe auf, dass Sareth und sie zu schnell waren, oder die Soldaten zu langsam, je nachdem wie man die Sache betrachten wollte. Zumindest würden sie erst hinter dem Schuppen auf die beiden treffen, wenn sie so weiterliefen. Das war nicht gut. Aber was sollten sie tun? Vernita dachte fieberhaft nach, bevor sie einen schnellen Entschluss fasste.
 
„Ich denke, wir müssen improvisieren“, flüsterte sie Sareth zu.
 
„Was habt Ihr vor?“ fragte dieser erstaunt.
 
„Scht. Lass mich nur machen.“
 
Sie gingen weiter, bis sie den Schuppen fast erreicht hatten. Und dann schritt Vernita zur Tat.
 
„Diese morgendlichen Spaziergänge mit dir bringen mich immer ganz aus der Fassung, mein Schatz. Komm her zu mir“, meinte sie, als sie stehen blieb und sich zu Sareth umdrehte. Dann griff sie mit beiden Händen nach dem Kopf des Mannes und zog ihn zu sich herunter, bevor sie ihm einen langen und ausdauernden Kuss auf den Mund gab, während sich die Soldaten hinter ihr den beiden immer weiter näherten.
 

#939
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Leanora stand unbeweglich wie eine Statue im Schuppen. Das ganze Gerümpel machte eher den Eindruck, dass es dem Kleid nicht gerade gut tun würde, wenn sie damit in Berührung kommen würde. Dazu war es viel zu dunkel, um etwas genaueres erkennen zu können, auch wenn sich ihre Augen langsam an die Dunkelheit gewohnt hatten und sie wenigstens die Umrisse der Gegenstände ausmachen konnte.



Am liebsten wäre sie im Schuppen auf und ab gegangen, sie war nervös ohne Ende, und jede Minute des Wartens machte es nicht gerade einfacher. So wippte sie ungeduldig auf den Zehenspitzen auf und ab, und hoffte, dass sie nicht im ungeeignetsten Moment niesen mußte, der Staub kitzelte sie nämlich in der Nase.



Lea zitterte leicht vor Anspannung und Kälte, die frühe Stunde war es noch sehr kühl draussen. Sie hatte zwar ihren Umhang umgelegt, den mußte sie hernach auch hier lassen, er war zu einfach für eine Adlige. Momentan war sie aber froh, ihn zu haben, und zog ihn ein wenig enger um sich.



"...tschi" entfuhr es ihr dennoch, und erschrocken hielt sie den Atem an. Aber von draussen waren keinerlei Geräusche zu hören.

#940
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
"shh.." Lydia blickte Lea an . Draußen war nichts zu hören .

´Wenn das mal gutgeht . Ich würde es nicht glauben , das die sich lieben . So wie sie aussieht ...´Dachte sie bei sich , als sie durch einen Splat im Schuppen Vernita und den Krieger beobachtete . ´Zum Schluss wird aus ihrem spiel Ernst und sie lieben sich wirklich .. ´ sie kommte sich ein Grinsen nicht verklneifen . ´Ich hätte Stoff zum Nerven , lästern und aufziehen für die nächsten hundert Jahre ..

Modifié par SickOfItAll, 21 septembre 2010 - 07:49 .


#941
starbroker1988

starbroker1988
  • Members
  • 1 187 messages
Sareth war schon etwas mehr als überrascht von Vernita.Er hatte nicht gedacht,dass sie so weibliche Züge überhaupt hatte.Aber er war von ihr dadurch nur postiv überrascht.Besonders als sie sich bei ihn einhagte und sie gemeinsam die Gasse entlang gingen.



Als die Beiden im Begriff waren den Schuppen vor der Patrouille zu erreichen reagierte Vernita ziemlich schnell.Sareth war gelinde gesagt überaus überrascht.Wenn Vernita nicht seinen Kopf fest gehalten hätte,wäre seine erste Reaktion wohl das wegziehen seines Kopfes gewesen.Aber nach einen kurzen Augenblick realisierte er wieder die Situation.Er umfasste Vernita um ihre Hüfte und ließ seine Hände auf ihr Ruhen.Er wollte eine gute Vorstellung geben.



Als die Wachen im Begriff waren die beiden "Liebenden" zu passieren,wobei sie Vernita und Sareth angafften, schlugen sie zu.Sareth lösste sich von Vernita,drehte eine Wache an dessen Schulter um und schlug ihn mit voller Wucht,mit der Handkante in den Hals.Die Wache fiel auf die Knie und röchelte nach Luft.In diesen Augenblick trat ihn Sareth mit den Knie ins Gesicht,sodass die Wache bewusstlos zu Boden fiel.



Als Sareth sich umdrehte,um sich die nächste Wache vor zu nehmen,sah er wie Vernita über eben jene Wache stand als diese gerade zu Boden fiel.Ab diesen Zeitpunkt musste er sich eingestehen,dass Vernita durchaus verstand was sie tat.Von nun an würde er sie mit mehr Vorsicht betrachten.

#942
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Als die Wachen Vernita und Sareth gerade passiert hatten, ging plötzlich alles sehr schnell. Der Söldner schlug den ersten Soldaten nieder, während sich die Elfe auf den zweiten stürzte. Aus der Drehung heraus trat sie dem Mann in die Kniekehlen. Dieser knickte weg und fiel in den Staub der Gasse. Er wollte sich gerade wieder aufrichten, als Vernita schon über ihm stand. Sie riss ihm den Helm vom Kopf, bevor sie mit beiden Fäusten kräftig auf seine Ohren einschlug.
 
Der Mann schrie schmerzerfüllt auf. Allerdings nur für einen kurzen Moment, denn dann umklammerte die Elfe schon seinen Hals mit ihren kräftigen Armen und drückte ihm die Kehle zu. Das Schreien verkümmerte zu einem Röcheln, als er vergeblich versuchte, den Griff Vernitas zu lösen. Sein ganzer Körper verkrampfte sich, während seine Füße zu zucken begannen. Das Gesicht der Elfe verzerrte sich vor Anstrengung. Schweiß stand auf ihrer Stirn. Doch sie ließ nicht locker. Dann riss sie den Kopf des Mannes mit einem kräftigen Ruck herum, worauf es ein hässlich knackendes Geräusch gab. Der Körper der Wache zuckte noch einmal, bevor er dann schlaff und kraftlos in Vernitas Armen hing. Diese ließ ihn achtlos zu Boden fallen.
 
„Ich hoffe, dein Opfer ist auch tot, Kleiner“, meinte sie grinsend zu Sareth gewandt. „Wenn nicht, dann wird es Zeit, dies nachzuholen. Schließlich können wir es nicht riskieren, dass dieser Gnom vorzeitig aus seiner Ohnmacht aufwacht. Aber zunächst schaffen wir die beiden erst einmal von der Straße.“
 
Die Elfe packte die Füße des Soldaten, dem sie gerade das Genick gebrochen hatte und schleifte ihn zum Schuppen herüber. Sie öffnete die Tür, bevor sie die Leiche in den Verschlag zerrte.
 
„Es wird Zeit für Euch, Leanora“, meinte Vernita, als sie den Schuppen betrat. „Folgt einfach der Straße bis zu ihrem Ende. An der T-Kreuzung wendet Euch nach rechts. Dann kommt Ihr direkt nach Fort Drakon. Wir ziehen uns inzwischen um und folgen Euch nach einiger Zeit. Versucht den Kommandanten zum plaudern zu bringen. Solltet Ihr es nicht schaffen, dann kümmere ich mich um ihn, sobald wir eintreffen. Und das wird sehr hässlich werden. Also habt lieber Erfolg, wenn Ihr mich nicht in Aktion sehen wollt.“
 
Ein Grinsen legte sich bei ihren Worten auf ihr Gesicht. „Und jetzt sputet Euch. Wir haben nicht viel Zeit.“
 
Anschließend verließ Vernita den Schuppen wieder, um den Helm der Wache zu holen und die Schleifspuren zu verwischen, die sie auf der Straße hinterlasen hatte.
 
 

#943
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Hoch erhobenen Hauptes ging sie flotten Schrittes auf den Eingang des Forts zu. Ein Soldat stellte sich ihr in den Weg. „Wohin des Weges?“



Lea hob ihre linke Augenbraue in die Höhe, legte all ihren Hochmut in den Blick den sie dem Wächter zuwarf und antwortete:

„Guten Morgen Mylady, heißt das. Habt Ihr keine Manieren?“ Die andere Augenbraue schnellte nach oben.



Der Soldat schien sichtlich verwirrt. „Äh.. Guten Morgen Mylady. Wohin des Weges?“



Lea ließ ihre Augenbrauen wieder nach unten fallen und zauberte ein Lächeln auf ihr Gesicht.

„Seht Ihr junger Mann, geht doch. Ich will zum Kommandanten, egal ob er schläft oder seine Frau gerade beglückt. Es eilt.“



„So einfach ist das nicht, Mylady. Ihr braucht da schon einen Termin, oder ein Empfehlungsschreiben. Tut mir leid, ich kann Euch nicht durchlassen.“



Leanora trat einen Schritt auf den Mann zu, hob wieder eine Augenbraue an, beugte sich etwas nach vorne, und erwiderte mit honigsüßer Stimme: „Ein Empfehlungsschreiben?“ Sie lachte laut auf. „Einen Termin? Hört mir gut zu, mein Bester. Vor Euch steht Baronin Sophia Magdalena Katharine von Meringheim. Ich glaube nicht, dass ich ein Empfehlungsschreiben brauche. Ich bin mehr oder weniger gerade erst in Denerim angekommen und musste erfahren, dass zwei meiner besten Diener ermordet wurden. Langt das oder braucht Ihr das schriftlich, um mich nun endlich dem Kommandanten zu melden?“



Der Soldat wechselte seine Gesichtsfarbe, als er den Namen der vermeintlichen Baronin hörte.

„Verzeiht, Mylady, natürlich, sofort, ich wusste ja nicht...“ begann er zu stottern.

Lea richtete sich wieder auf und sah ihn durch halbgeschlossene Lider an. „Natürlich wusstet Ihr nicht. Woher auch, wenn Ihr Hellsehen könntet, würdet Ihr ja auf dem Jahrmarkt arbeiten, und nicht als Soldat. Aber wenn Ihr nun die Güte besitzen würdet? Meine Geduld sollte nicht über Maß strapaziert werden!“



Der Angesprochene salutierte zackig. „Wenn Ihr mir bitte gleich folgen würdet, Mylady?“ Er wandte Lea den Rücken zu und führte sie durch den Eingang – in das Fort. Lea atmete unmerklich auf, die erste Hürde war genommen. Sie versuchte sich den Weg einzuprägen, im Prinzip war es relativ einfach bisher. Einfach immer geradeaus, bis zur Treppe, ein Stockwerk nach oben, dann links über eine Art Brücke, die überdacht war. Der Soldat öffnete die dritte Tür auf der rechten Seite, und sie fand sich in einer Art Empfangszimmer wieder.



Die nackten Steinmauern wurden geziert mit Kerzenhaltern die wenig Licht spendeten, dazwischen ein Bild von Königin Anora. Nur ein einziges kleines Fenster ließ etwas von der Morgendämmerung ahnen, dennoch war es bis auf die Lichtquellen der Kerzen stockdunkel. Ein paar wenige gepolsterte Stühle standen in einer Gruppe zusammen. Der Soldat deutete darauf: „Nehmt bitte Platz Mylady. Ich melde Euch.“ Vom Raum gingen zwei weitere Türen ab, der Soldat schlug den Weg zur rechten ein. Kurz bevor er anklopfen wollte, drehte er sich noch einmal um.

„Pardon, aber ich habe den Namen nicht mehr richtig im Gedächtnis? Sophia Maria ?“



Lea blitzte ihn wütend an. „Baronin Sophia Magdalena Katharine von Meringheim. Wollt Ihr auch noch meine Korsett-Größe wissen?“ fragte sie schnippisch.



Der Soldat lief rot an, bevorzugte es aber, nicht darauf zu antworten. Dann klopfte er an und trat nach einem herrischen „Herein“ durch die Tür.



Leanora ließ sich auf den Sessel sinken. Sie merkte, dass ihre Knie zitterten und ihre Hände verschwitzt waren. Schnell wischte sie diese am unteren Saum des Kleides ab, dennoch klopfte ihr Herz bis zum Hals. Was – und vor allem wer - würde sie da drin erwarten? Sie zuckte zusammen, als eine Stimme polterte:

„WER? Es ist mir scheißegal! Was? Sag das doch gleich du unnützer Wurm! Warum ist die Dame noch nicht bei mir? Marsch, Beeilung!!!!“



Die Tür öffnete sich schneller wieder, als Lea lieb war. Der Soldat schritt auf sie zu, leichte Schweißperlen auf der Stirn, sein zuvor aufrechter Gang war etwas in sich zusammen gefallen.

„Oberst Tjark von Talisker erwartet Euch, Mylady. Schönen Tag noch.“ Dann verschwand er im Flur. Lea holte tief Luft und schritt zur Tür, klopfte und betrat die Höhle des Löwen.




#944
starbroker1988

starbroker1988
  • Members
  • 1 187 messages
Sareth beobachtete wie Vernita den leblosen Körper der Wache in den Schuppem zerrte.Als sie zurück kam um den Helm,den sie zurück gelassen hatte,zu holen begann Sareth damit der anderen Wache die Rüstung auszuziehen.

Als er damit fertig war legte er die Rüstung und alle anderen Habseligkeiten der Wache beiseite und trug die bewustlose Wache in den Schuppen.Dort warf er den Mann auf den Boden,zückte einen Dolch und schlitzte seine Kehle auf.Der Mann röchelte noch kurz,dann lag er regungslos auf dem Boden.Sareth nahm die Leiche und steckte sie in eines der Fässer die im Schuppen standen.

Er blickte noch einmal in das nun gefüllte Fass das sich so langsam mit Blut füllte.Es war nicht das erste Mal das er so was sah.Und es würde nicht das letzte Mal sein.

Es würden Heute noch mehr sterben dachte er sich.Ein letzter blick dann drehte er sich um und betrat wieder die Gasse.Er zog sich die schwere Rüstung an und setzte den Vollhelm der Wache auf.Dann holte er seinen Speer,den er in der Nähe versteckt hatte,und wartete dann auf Vernita.

#945
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Vernita nahm den Helm auf, während sich Leanora schnellen Schrittes auf den Weg machte. Anschließend ging die Elfe zurück in den Schuppen, wo sie der Leiche die Rüstung auszog. Während sie das tat, sah sie kurz durch die offene Tür, wo sie Sareth erblickte, der dem bewusstlosen Soldaten auf offener Straße die Sachen abnahm.
 
‚Auffälliger geht’s wohl nicht mehr’, dachte sie kopfschüttelnd bei sich. ‚Und so etwas nennt sich Profi. Nicht zu fassen.’
 
Vernita zog sich die Rüstung über, die etwas zu groß für sie war. Dennoch würden die Wachen vor der Festung wahrscheinlich nicht merken, dass diese einem anderen Soldaten gehört hatte. Man würde sie nur für einen Neuling halten. Da war es nicht ungewöhnlich, dass sie nicht sofort eine maßgeschneiderte Rüstung erhalten hatte. Zumindest passte der Helm, und das war ohnehin das Wichtigste. Schließlich musste sie ihre Herkunft verbergen, denn es gab keine Elfen innerhalb der Stadtwache.
 
Nun kam auch Sareth mit dem bewusstlosen Soldaten in den Schuppen, schlitzte diesem die Kehle auf und stopfte ihn in eines der Fässer. Mit einem genervten Gesichtsausdruck sah Vernita dabei auf das Blut, welches dadurch aus dem Hals des Mannes auf den Boden tropfte und eine deutliche Spur hinterließ.
 
„Hatte ich dir nicht gesagt, dass du den Kerl unblutig erledigen sollst!“ zischte sie böse, während sie mit den Füßen über den Sandboden scharrte, um das Blut abzudecken. Zum Glück hatte dieser Schuppen keinen Holzboden oder etwas ähnliches. „Verdammter Amateur! Ein Kerl wie ein Baum und kann nicht mal so einem Wicht das Genick brechen! Unfassbar!“
 
Der Söldner erwiderte nichts darauf, sondern verließ stattdessen den Verschlag. Die Elfe stopfte in der Zwischenzeit die andere Leiche in eines der Fässer und deckte beide Leichen mit alten Lumpen ab, die in einer Ecke lagen. Als sie damit fertig war und sich umdrehte stand Sareth auch schon wieder in der Tür und hielt etwas langes in seiner Hand. Vernita traute ihren Augen nicht. Es war sein Speer.
 
„Bei allen Erzdämonen dieser Welt! Bin ich etwa nur von Schwachköpfen umgeben, oder was?“ fluchte sie laut. „Habe ich dir nicht gesagt, dass du deinen Speer nicht mitnehmen kannst? Rede ich vielleicht so undeutlich, dass keiner versteht, was ich sage? Ein Speer gehört nicht zur Standardbewaffnung der Stadtwache von Denerim, also bleibt er hier, verstanden? Du wirst ja wohl auch mit einem Schwert kämpfen können, nicht wahr? Oder geht es ohne dein Phallussymbol nicht, Kleiner?!?“
 
 

#946
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea stockte der Atem. Vor ihr stand ein Hüne von Mann, sicher eins neunzig groß, breite Schultern, durchtrainierter, gestählter Körper. Die kurzen mittelblonden Haare waren durcheinander gewuschelt, so als hätte er gerade das Bett verlassen. Sein Gesicht war makellos, ein sauber gestutzter Kinnbart ließ die vollen Lippen zur Geltung kommen. Die Nase war breit, aber nicht zu dominant. Fein geschwungene Augenbrauen und wunderbar lange Wimpern betonten seine hellblauen Augen. Leanora hatte noch nie warme hellblaue Augen gesehen, die meisten waren eher als kühl einzustufen. Aber in diesen hier lag die Wärme eines Sommertages. Sie strahlten heller als der Himmel über Ferelden, und Lea versank kurze Zeit in diesem Blick. Sie schätzte ihn auf Anfang dreißig, aber keinesfalls älter als fünfunddreißig Jahre alt. Beinahe hätte sie vergessen, weswegen sie überhaupt hier war. Gewaltsam riss sie sich von dem Anblick los und musterte seine Kleidung. Der Oberst trug helle cremefarbige Reithosen, dunkelbraune hohe Stiefel, und ein dunkelblaues Hemd, wo die Unterärmel hoch gekrempelt und die obersten Knöpfe offen waren. Selbst die Unterarme waren muskulös und braun gebrannt, die Brust war leicht behaart, aber nicht zu stark.

Ihr Herz klopfte wieder wie wild, aber dieses Mal war die Nervosität anderer Natur. Sie war noch nie so einem umwerfenden Mann begegnet. Warum musste das ausgerechnet jetzt und hier sein? Und wieso musste das ausgerechnet der Kommandant sein?

Der Kommandant hingegen musterte Leanora in ähnlicher Art und Weise, und seine Augen blitzten erfreut auf. Anscheinend gefiel ihm, was er sah. Er stand auf und rückte Lea einen Stuhl zurecht, schritt dann auf sie zu und stellte sich mit einem vollendeten Handkuss vor.

„Mylady, Oberst Tjark von Talisker. Was kann ich für Euch denn tun?“ Seine Hand ruhte etwas länger, als der Anstand erforderte, in ihrer, und er blickte ihr dabei tief in die Augen.

Lea errötete leicht bei seinen Worten. Was für ein Mann! Manieren hatte er auch noch. Sie räusperte sich, bevor sie zu einer Antwort ansetzte. Sie hatte das Gefühl, ihre Stimme würde sich sonst nur wie ein Quaken anhören.
„Erfreut, Euch kennen zu lernen, Oberst. Habt Dank, dass Ihr Eure kostbare Zeit für mich opfert.“

Der Kommandant lächelte sie leicht anzüglich an, was sie weiter erröten ließ. „Für Euch opfere ich den ganzen Tag, sofern Ihr es wollt. Nun, Baronin? Ich glaube nicht, dass Ihr deswegen hier seid, oder?“ Wieder lächelte er anzüglich. „Wenngleich ich sicher nichts dagegen hätte. Die Gegenwart einer so hübschen Dame versüßt einem den Tag.“

Lea schnappte hörbar nach Luft, aber ihr Herz machte bei diesen Worten einige Purzelbäume. Dennoch hatte sie sich relativ schnell wieder unter Kontrolle.
„Oberst von Talisker, ich muss doch sehr bitten... wenngleich mich Eure Worte ehren. Weshalb ich eigentlich hier bin, ist folgender Grund. Ich bin mehr oder weniger gerade in Denerim angekommen, hatte einige meiner Diener bereits vorab hierher geschickt, damit mein Domizil bereit sein möge. Nun ist mir zu Ohren gekommen, dass der Koch und meine Zofe ermordet wurden! Und ich habe schon geschimpft, weil kein Nachtmahl serviert wurde.“

Sie ging einige Schritte im Zimmer auf und ab und setzte sich dann in den Stuhl, wo sie ihre Beine grazil übereinander schlug. „Ihr müsst wissen, er war ein hervorragender Koch. Er beherrschte die orlaisianische Küche, und es wird nicht leicht sein, ihn zu ersetzen. Nicht nur der Kochkünste wegen.“ Lea hüstelte verlegen und die Röte in ihrem Gesicht wurde noch eine Spur kräftiger. „Mit der Zofe verhält es sich ähnlich, ruhig und diskret... wenn Ihr versteht was ich meine?“ Sie zwinkerte ihm zu. Langsam aber sicher fühlte sie sich ihrer Rolle als Baronin gewachsen. Sophia Magdalena Katharine lamentierte weiter, welch großes Unglück ihr damit widerfahren wäre.

Des Oberst Augenbrauen schossen in die Höhe, und ein Schmunzeln überzog sein Gesicht. So war das also, in der Öffentlichkeit alle Etikette wahrend, aber im privaten... sein Grinsen wurde eine Spur breiter. In seinem Auge sah er Sophia, nur noch in ihrem Korsett, in seinen Armen und unter sich vor Lust windend; an den Händen mit Seidentüchern an den Metallstreben seines Bettkopfteiles festgebunden, wo er sie nach allen Regeln der Kunst verwöhnte; nackt vor ihm kniend, wo er ihr Becken mit seiner linken Hand an sich zog und ihren Kopf mit der rechten Hand an ihren langen Haaren ziehend zu sich drehte - wie ihre Haare wohl aussahen, wenn sie keine elegante Hochsteckfrisur trug? ; Aufrecht stehend, die Arme über dem Kopf mit Lederbändern am Deckenbalken gefesselt, wo er sie von hinten nahm und ihre kleinen festen Brüste massierte. Er spürte, wie ihm seine Hosen zu eng wurden.
Andererseits versetzte es ihm auch einen kleinen Stich. Dieses Weibsbild war zu schön, und ihre unverdorbene Ausstrahlung … es wollte ihm nicht gefallen, dass die Baronin wohl ein zügelloses Leben führte, statt sich einem einzigen Mann hinzugeben – ihm. Beim Erbauer, wohin verrannte er sich nur in Gedanken?
Er hüstelte „Pardon? Meine Gedanken waren gerade abgelenkt, ich habe an den Verlust gedacht, den Ihr erlitten habt. Zu gerne hätte ich diese Kost einmal probiert.“ Ein zweideutiger Unterton lag in seiner Stimme.

„Oberst, Ihr könnt versichert sein, dass Ihr eine Einladung zum Abendessen erhalten werdet, solange Ihr nur die Täter hinreichend bestraft! Ich bitte Euch, findet diese Mörder, und hängt Sie!“
Im Stillen bat sie Azoth und Miandra um Verzeihung.

Der Kommandant schritt auf Lea zu und reichte ihr die Hand, um ihr aus dem Stuhl zu helfen. Er legte seinen Arm um ihre Hüfte und führte sie an eines der Fenster im Raum, wo man einen guten Ausblick über das Fort hatte. Lea erschauerte unter seiner Berührung, und hätte sie hier keine Rolle zu spielen gehabt, hätte sie sich wohl an ihn geschmiegt und ihren Kopf an seiner breiten Brust vergraben.
Die Einrichtung des Zimmers hatte sie bis dahin noch nicht wahr genommen, der Raum wurde einzig und allein durch die Anwesenheit Tjarks geprägt. Als sie sich nun vorsichtig umschaute, bemerkte sie verschiedene Degen, Schwerter und Fahnen an der Wand. Einige kleine Portraits früherer Regenten, eine Landkarte. Der Schreibtisch des Kommandanten war aus schwerem dunklem Holz, sicher so groß wie Leas Bett zu Hause. Ein breiter gepolsterter Stuhl mit schwarzem Leder gehörte dazu. Für die Besucher waren etwas zierlichere, mit grünem Samt bezogene Stühle vorgesehen, auf leicht geschwungenen Mahagoni-Füssen.

Ihre Knie fühlten sich mittlerweile an als wären sie aus flüssigem Wachs, und sie war froh um die Stütze, die Ihr der Oberst zukommen ließ. Aber sie wusste auch, dass gerade dieser Umstand für diese wackeligen Beine zuständig war. Bei Andraste, war sie etwa dabei, sich in den Hauptmann zu verlieben?

Vorm Fenster blieb er stehen, stellte sich hinter sie und legte die Arme locker um sie, die Hände hatte er jedoch am Fensterbrett abgestützt. Er berührte sie nicht einmal richtig, dennoch dachte Lea, sofort in Ohnmacht fallen zu müssen, wenn er ihr auch nur ein winziges Stück näher kam.

Tjark zeigte nach draußen, schräg nach links unten.
„Könnt Ihr diesen Gebäudeteil sehen, Mylady?“
Lea nickte zustimmend, sie hätte ohnehin keinen vernünftigen Ton im Moment herausgebracht.
„Dort sind die Mörder Eures Gesindes untergebracht. Wir haben sie bereits gestern in Gewahrsam nehmen können, allerdings nur zwei davon. Der Mord wurde laut Augenzeugen von einer ganzen Gruppe durchgeführt, und wir setzen alles daran, die Namen der Mit-Täter von den Gefangenen zu erfahren. Und sobald wir die haben, werden sie gehängt. Ich hoffe, das beruhigt Euch ein wenig?“

Leanora drehte sich um, was ein Fehler war, da sie dem Hauptmann nun in die Augen blicken musste, und ihr Puls wieder unkontrolliert in die Höhe schnellte. Abermals versanken ihre Augen in den seinen, als sie schließlich sagte: „Nur ein wenig, Oberst. Mir wäre wohler, ich könnte diesen Bastarden selber noch meine Meinung sagen. Und ihnen dazu ein paar saftige Ohrfeigen verpassen.“ Sie trat einen Schritt zurück und lehnte sich an der Mauer an, Tjark immer noch in die Augen sehend.

Der Kommandant lachte hart auf. „Verlasst Euch drauf, Mylady. Meine Männer haben durchaus ihre Methoden... an die Namen zu kommen. Und ich glaube nicht, dass Ihr das genauer wissen wollt. Jedenfalls ist dieser Trakt da drüben für die Gefangenen, die nicht reden wollen. Wenige Kerkerzellen, gut gesichert, ein paar Folterkammern, durch die sie müssen, bevor man überhaupt in den Zellentrakt kommt. Und Eure gesuchten Leute sind erst vor wenigen Stunden vernommen worden und durften anschließend in einem fensterlosen, im Keller untergebrachten Raum über ihre Taten nachdenken. Leider haben sie bisher noch nicht gestanden, aber bald … sie werden noch vor dem Frühstück noch einmal verhört werden. Erst recht, nachdem ich nun weiß, wem dieser Abschaum Leid zugefügt hat.“

Lea schlug das Herz bis zum Hals. Sie lebten also noch, das war schon etwas wert. Wie lange hingegen noch, lag eher an der Konstitution der beiden. Und daran, dass sie nun wirklich versuchen musste, an die Schüssel zu kommen. Andererseits wusste sie nun in etwa, wo ihre Gefährten zu finden waren. Zur Not mussten sie eben alle Zellen öffnen.

„Ich danke Euch, Oberst. Wo sind die Beiden denn genau?“

Wieder lachte der Kommandant. „Ihr glaubt mir wohl nicht? Aber wenn Ihr es wissen wollt... wartet einen Moment, ich suche nur kurz die Unterlagen.“ Er drehte sich um, ging zu seinem Schreibtisch und öffnete die Schubfächer. Lea hatte einen relativ guten Einblick, und entdeckte einen Schlüsselbund in der obersten linken Schublade. Diese wurde jedoch schnell wieder geschlossen, der Auszug darunter aufgezogen und durchgewühlt.
„Ah. Ja. Hier sind sie ja.“ Er zog die Papiere hervor, trat zu Lea und hielt sie ihr unter die Nase.
„Bitteschön. Zwei Gefangene, anhand von Zeugen bestätigt, dass es sich um die Mörder handelt. Ein Weib, schwarzhaarig, ein Elf. Pah, Abschaum, ich sage es ja immer. Lest selber, der Trakt den ich Euch gezeigt habe, stimmt. Ostflügel, Kerker. Je nachdem welche Zelle gerade frei wurde... aber ich denke, dieser andere Elf dürfte mittlerweile Platz gemacht haben. Also dürften die in der mittleren Zelle ihr Dasein fristen. Seid Ihr nun zufrieden, Sophia?“

Sie strahlte ihn an. „Fürwahr, nun ist mir wohler, nachdem ich mit eigenen Augen sehen konnte, dass sie wirklich bestraft werden. Und dass sie ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, darauf kann ich mich ja wohl verlassen?“ Sie warf ihm einen tiefen Blick zu, dass dieser voller Verlangen war, bemerkte sie nicht.

„Selbstverständlich. Wie könnte ich Euch auch nur einen Wunsch abschlagen?“
Er ließ die Papiere achtlos auf den Boden fallen, trat vor sie. Den rechten Fuß hatte er vor seinem linken Bein eingeknickt, er stand völlig entspannt vor ihr, sein linker Arm ging an ihrer rechten Seite vorbei und stützte sich an der Mauer ab. Seine rechte Hand näherte sich ihrem Haar, ein kleines Stück oberhalb ihrer Ohren. Lea schloss die Augen, als er die erste Haarnadel aus der Frisur zog. Die Schmuckspange legte er vorsichtig auf dem Fensterbrett ab. Weitere Nadeln folgten, die er einfach aus der Hand gleiten ließ. Schließlich fielen Lea ihre Haare wieder wie gewohnt hinab, die ersten Sonnenstrahlen verfingen sich darin und ließ sie, dank der Färbung, etwas rötlich schimmern.

Sie zitterte wie ein gefangener Schmetterling, genoss die zarten Berührungen seiner Hände und sehnte sich nach mehr. Sie erschrak vor diesem Gedanken, aber konnte ihn nicht verdrängen. Sein Geruch strömte ihr in die Nase, männlich, aber sein Rasierwasser roch frisch. Lea schnappte nach Luft und öffnete langsam die Augen. Sein Gesicht war konzentriert, sein Blick liebevoll und doch vor unterdrückter Leidenschaft verhangen.

Sein linker Arm löste sich von der Mauer, umfasste Leas Hüfte und zog sie an ihn. Selbst durch ihr Kleid spürte sie seine Erregung. Die rechte Handfläche legte er seitlich an ihren Kopf, der Daumen hob ihr Kinn seitlich an. Leas Teint hatte die Farbe einer überreifen Tomate, sie war völlig unerfahren. Lediglich als junges Mädchen hatte ein Knabe aus der Nachbarschaft ihr einen Kuss gestohlen, und sie erinnerte sich voller Entsetzen an dieses Gefühl. Es war schlabbrig und nass, und hinterher lief sie eilends zum Bach und wusch sich das Gesicht.

Tjarks Kopf senkte sich immer weiter zu ihr, langsam, in seinen Augen lag ein entschlossener Ausdruck. Nur noch wenige Zentimeter trennten seine Lippen von den ihren. Ihr Herz polterte gegen die Rippen, sie hatte das Gefühl, dass es gleich aus ihrem Körper springen würde.
Er wandte sich an ihr rechtes Ohr und sagte heiser:
„Ihr habt mich verhext, Sophia. Ohne diese Frisur seid Ihr sogar noch hübscher. Und ich werde Euch nicht gehen lassen, bevor ich Euch nicht geküsst habe.“ Sein Atem streifte ihr Ohrläppchen, Lea zitterte in seinen Armen, und sie lehnte sich an den Arm, der sie hielt. „Schhhh...“ Zärtlich strich seine Hand über ihren Kopf, dann drückte er diesen an sich und seine Lippen senkten sich auf die ihren. Zuerst zart, knabbernd, fragend. Lea seufzte auf, erkundete mit ihren Lippen die seinen, bis er mit seiner Zunge zwischen ihre Lippen fuhr und sie leidenschaftlich küsste. Lea stöhnte leise auf, das Zittern ließ nach, dafür stellten sich ihre Härchen auf den Armen vor Wonne auf. Sie klammerte sich an ihn, gab sich völlig diesem Kuss hin und war erschrocken, als er dann von ihr ließ. Mit großen Augen blickte sie ihn an, völlig erhitzt, trotz der Gänsehaut.

In seinem Blick lag das Feuer, welches sie in ihm entfacht hatte, aber ein siegessicheres Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Er führte sie zu ihrem Platz zurück.
„Durst meine Liebe?“

Lea nickte nur, unfähig etwas zu sagen.
„Tee oder zur Feier des Tages, dass ich Euch kennen gelernt habe, vielleicht ein Glas Perlwein?“

Leas Stimme war nur noch ein heiseres Krächzen. „Wenn es keine Umstände bereitet, dann bitte Tee. Schwarz, mit Zitrone. Und wenn Ihr irgendwo eine Möglichkeit hättet, wo ich mich etwas frisch machen kann?“

Tjark lachte auf, zeigte auf die andere Tür im Raum. „Dort ist ein Badezimmer, mit Wasch-Schüssel und Lokus. Lasst mich nicht zu lange alleine.“ Er warf ihr eine Kusshand hinterher und zog an einem Glockenstrang.

Lea verschwand hinter besagter Türe und ließ sich kraftlos gegen die Mauer fallen. Tränen wollten ihr in die Augen schießen, die sie jedoch erfolgreich verdrängte. Sie rief sich zur Ordnung. Wie viel Zeit war vergangen? Recht viel länger konnte sie nicht warten, Vernita würde sicher bald das Büro des Kommandanten stürmen. Es musste sein, der Tee war die ideale Gelegenheit. Sie dachte an den Kuss zurück, ein wunderbares Erlebnis, ein wunderbarer Mann. Aber es würde in einer Katastrophe für alle enden, wenn sie ihren Gefühlen freien Lauf lassen würde. Und dass sie sich in diesen Oberst Hals über Kopf verliebt hatte, konnte sie nicht mehr bestreiten. Sie hatte vierundzwanzig Jahre auf diesen einen Mann gewartet, auf den Richtigen. Nun stand er vor ihr, und sie musste ihn töten. Sie schluckte den Kloß im Hals hinunter, ging zur Wasch-Schüssel und spritzte sich mit den Händen das kühle Nass ins Gesicht. Dann nahm sie ein frisches Handtuch vom Stapel, trocknete sich ab, fuhr mit den Fingern durch ihre Haare, holte tief Luft und wappnete sich für den schwersten Teil ihrer Aufgabe: einen Mord zu begehen. An dem Mann, den sie wahrscheinlich sogar liebte.

Modifié par Bellandyrs, 22 septembre 2010 - 07:56 .


#947
starbroker1988

starbroker1988
  • Members
  • 1 187 messages
Als Sareth Vernitas lauten Worte vernahm zögerte er nicht lange.Er griff an die Spitze seines Speeres und fing an die Spotze abzuschrauben.Das gleiche tat er mit der Stange des Speeres.Bis er seinen Speer in ein dutzend Metallteile zerlegt hatte.Die Komponenten der Stange packte er sich in die Tasche.Die Spitze jedoch steckte er in eine leere Scheide an seinen Gürtel.

Dann trat er an Vernita heran und blickte sie kühl an.

"Zwergenhandwerk hat so seine Vorteile."Dabei lächelte er sie an.

Dann nahm er das Schwert der Wache und befestigte es sich an seinen Gürtel.

"Außerdem hab ich der Wache mit Absicht die Kehle aufgeschlitzt.Es sollte wie ein Überfall von ein paar Straßenräubern aussehen."

Dann hob er seinen Arm,der auf ihren Weg zum Fort zeigte, ein Stück an und beugte sich leicht vor."Nach dir,Große!"

#948
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Vorsichtig setzte Rowan einen Schritt vor den anderen und betrachtete die Wände um sich herum genaustens. Nach kurzer Zeit fiel ihr eine Unregelmäßigkeit im Boden vor ihr auf. Sie blieb stehen und überlegte kurz. Sie zog einen ihrer Dolche und begann damit den Mörtel eines Steines zu ihrer linken herauszukratzen, bis sie den Stein heraushebeln konnte. Sie steckte den Dolch wieder weg und ging in die Knie. Mit einer ausladenden Bewegung ließ sie den Stein aus ihrer Hand über den Boden rutschten. Als er die Unregelmäßigkeit passierte konnte man ein leise Klicken vernehmen. Urplötzlich schoss aus den Seitenwänden eine Pfeilsalve, die an der gegenüberliegenden Wand absplitterte und in kleinen Spänen zu Boden fiel.

Hinter ihr zog Hennrik scharf die Luft ein und Rowan konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Sie löste einen weiteren Stein aus der Wand und ließ ihn ebenfalls über die Unregelmäßigkeit rutschen, jedoch passierte dieses mal nichts. Rowan tastete sich weiter vor und passierte die ausgelöste Falle. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie Hennrik einen großen Schritte über die Stelle machte. Er zog den Atem ein und schien etwas sagen zu wollen, doch Rowan unterbrach ihn flüsternd.
„Verhaltet euch ruhig. Wir sind wahrscheinlich schon unter der Festung und es könnte sein, dass man uns hört, wenn wir zu laut sind. Auch solltet ihr eure Zauber wenn möglich nur im Notfall einsetzen, da man uns so auch entdecken könnte.“

Er nickte ihr zu und sie gingen weiter. Nach ein paar Metern kamen sie an die erste Wegkreuzung. Sowohl nach vorne als auch zu den Seiten führten Tunnel weiter. Rowan zog die Karte aus ihrer Rüstung und warf einen Blick darauf. Laut der Elfe, mussten sie den Gang zu ihrer Rechten nehmen. Sie steckte die Karte wieder weg und zog statt dessen ein kleines Stück Kreide hervor. Damit markierte sie den Tunnel, aus dem sie gekommen waren, damit sie ihn nachher auf dem Rückweg schneller erkennen konnten.
Hennrik blieb für einen Moment in der Mitte des Kreuzpunktes stehen und leuchtete in die anderen Gänge hinein. Direkt vor ihnen konnte er etwas auf dem Boden erkennen, was sich bei näherer Betrachtung als menschliches Skelett entpuppte. Es trug die Reste einer verotteten Rüstung und den Schädel zierte eine Wurfaxt. Eine Gänsehaut überkam ihn, als er sich umwandte und weiter der blondhaarigen Frau folgte.

Rowan blieb erneut stehen. Vor sich schimmerte etwas im fahlen Lichtschein von Hennriks Kugel.....ein Stolperdraht.....Sie ging auf Nummer sicher und tastete sich vorsichtig an der Felswand entlang. Da sie nicht wusste, was er auslösen würde, machte sie sich mit geschickten Fingern daran, ihn zu entschärfen. Nachdem sie die Verankerung entdeckt hatte, löste sie den Draht vorsichtig an einer Seite daraus. Als er sich entspannte wartete sie einen Moment ab....nichts passierte.
Sie bedeutete Hennrik zu warten und ging ein paar Meter vor. Nachdem sie sich sicher war, dass die Gefahr vorbei war, winkte sie ihn zu sich heran. Vor ihnen befand sich die nächste Abzweigung. Rowan markierte wieder den Tunnel, aus dem sie gekommen waren und schlich dann weiter.

Es ging durch einige Tunnel und immer wieder musste Rowan Fallen entschärfen. Bisher hatte sie Glück gehabt. Sie waren einfach zu entdecken und entschärfen gewesen. Sie hoffte, dass ihr Glück anhielt. Der Weg ging langsam bergan, was Rowan signalisierte, dass sie sich der Oberfläche näherten. Die Luft wurde immer stickiger, je weiter sie sich vom Eingang entfernten. Hinter Rowan konnte man Hennrik schnaufen hören. Seine Kondition schien längst nicht so gut, wie die der Frau zu sein.

Sie bogen in eine weitere Abzweigung ein und Rowan verharrte wieder. Gewissenhaft erkundete sie den Gang vor sich. Keine Anzeichen einer Falle. Doch die letzte war schon länger her gewesen und Rowan wurde langsam nervös. Hatten sie sich nicht mehr weiter die Mühe gemacht, weil sie davon ausgingen, dass bis hierher niemand kam? Oder folgte die große Überraschung noch?
Sie tastete sich vorsichtig weiter und signalisierte dem Magier einen größeren Abstand zu ihr zu halten. Seine Lichtkugel hatte sie mittlerweile in den Händen, damit sie besser sehen konnte. Der Tunnel sah aus, wie jeder andere davor auch, doch irgendetwas bewirkte, dass sich Rowan die Nackenhaare aufstellten. Schritt für Schritt ging sie weiter voran. Plötzlich fiel ihr etwas ins Auge. An den Wänden neben ihr sah man schwache Andeutungen von Löchern in den Wänden. Rowan konnte sich denken, was das war und suchte vor sich nach dem Auslöser. Er war gut getarnt, doch sie fand die Bodenplatte, die im Staub versteckt lag und die bei Belastung die Falle auslösen würde. Normalerweise reichte es, einfach darüber zu steigen, doch sie würden diesen Weg zur Flucht nutzen und es wäre zu riskant, die Stelle einfach nur zu markieren. Hennrik wartete geduldig hinter ihr, während sie das Brecheisen aus ihrem Gürtel nahm und es unter die Platte schob. Sie stemmte sie vorsichtig hoch und winkte den Magier zu sich heran.

„Bitte haltet sie mal kurz. Aber passt auf, dass sie sich nicht bewegt. Sonst haben wir beide verloren.“

Während Hennrik die Platte weiter nach oben stemmte, ging Rowan in die Knie. Langsam und vorsichtig legte sie ihre Hände an eine kleine Scheibe, die unter der Platte auf einem abgerundeten Stein lag. Nacheinander hob sie sowohl die Platte als auch den Stein ab und legte sie beiseite. Als das geschafft war, stieß sie hörbar die Luft aus. Bei Belastung wäre der Stein nach unten gedrückt worden und hätte den Mechanismus ausgelöst. Jetzt bestand keine Gefahr mehr.
Hennrik ließ auf Rowans Zeichen hin die Platte wieder nach unten sinken. Er grinste sie an und deutete spielerisch eine kleine Verbeugung an. Dabei trat er einen Schritt nach hinten, weiter in den Tunnel hinein, und Rowan hörte ein Geräusch, dass ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ.

...Klick...

Modifié par viento2, 22 septembre 2010 - 10:48 .


#949
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
„Hältst dich wohl für unheimlich witzig, was?“ erwiderte Vernita spöttisch. „Aber selbst wenn du deinen Kampfspeer auf die Größe deines eigenen „Speers“ reduzieren kannst, so nützt dir das herzlich wenig, Kleiner. Schließlich werden wir beide wohl Miandra und Azoth tragen oder zumindest stützen müssen, so dass wir uns auf das Kampfgeschick Leanoras und Lydias verlassen müssen. Das passt mir zwar auch nicht, aber so sieht es nun mal aus. Wir werden nur im Notfall eingreifen, also wirst du wohl kaum dazu kommen, deinen Speer wieder auszufahren.“
 
Die Elfe grinste ihr Gegenüber hämisch an, bevor sie wieder ernst wurde. „Ja, wir gehen. Lydia, du gehst voran. Wir beide folgen dir.“
 
Bevor die drei losgingen, durchsuchte Vernita das Mädchen allerdings noch einmal nach versteckten Waffen. Nach der Nummer von Sareth ging sie lieber auf Nummer sicher. Lydia beschwerte sich zwar darüber, doch davon ließ sich die Elfe nicht beirren. Nachdem sie allerdings nichts bei ihr finden konnten, machten sich die drei auf den Weg, wobei Vernita dem Mädchen die ganze Zeit über eine Hand auf die Schulter legte, um den Anschein zu erwecken, dass Lydia eine Gefangene war.
 
Die drei gingen sehr langsam die Straße zur Festung herunter, um Leanora genügend Zeit zu geben, den Kommandanten auszuhorchen und auszuschalten. Die Elfe wünschte sich, sie hätte das selbst übernehmen können. Sie hatte zwar nicht so ausgeprägte weibliche Attribute wie Leanora und ob man ihr die feine Adelige abgekauft hätte, ist auch noch so eine Frage. Auf der anderen Seite liebte sie es, ihrem Opfer die schwache, hilflose Frau vorzuspielen, damit sich ihr Gegenüber so überlegen vorkam. Sie ließ sich aus diesem Grund auch schon von so manchem schmierigen Kerl begatten, nur um ihm am Ende zu zeigen, wer hier die Fäden zog, nachdem sie diesen Typen den Schwanz abgeschnitten und ihnen ins Maul gestopft hatte. Und das tat sie nur, damit sie sich an den überraschten und vor Schmerzen entstellten Gesichtern zu erfreuen konnte, die ihre Opfer dann immer aufgelegt hatten, während sie langsam verbluteten.
 
„Los, vorwärts! Beweg dich!“ befahl Vernita laut, wobei sie Lydia einen leichten Stoß versetzte. Die drei hatten die Festung fast erreicht, und sie wollte der Torwache eine glaubhafte Vorstellung liefern.
 
„Halt! Wo wollt ihr mit dieser Göre hin?“ rief die Wache laut, als die drei sie erreicht hatten und vor ihr stehen blieben.
 
„Wo werden wir schon hinwollen? In die Festung natürlich, um dieses Miststück abzuliefern“, erwiderte die Elfe.
 
„Gut! Ich übernehme dann von hier aus.“
 
Vernita war überrascht, als sie das hörte, doch nur für einen kurzen Moment. „Das denke ich nicht. Wir haben Befehl, dieses Mädchen direkt zum Kommandanten zu bringen.“
 
„Ach nee“, meinte die Wache abfällig. „Und warum sollte er sich mit so einem Balg abgeben? Wer gibt euch beiden denn nur solche schwachsinnige Befehle?“
 
„Eshtá Gianauro hat uns das befohlen. Immerhin hat dieses Gör hier sie bestohlen und dabei einen ihrer Männer schwer verletzt. Sie hat zwar gesagt, dass wir dieses Balg direkt zum Kommandanten bringen sollen, damit er sich persönlich ihrer annehmen kann, aber von mir aus können wir das auch dir überlassen. Verrate mir nur kurz deinen Namen, damit wir ihr berichten können, in welche fähigen Hände wir dieses Biest gegeben haben“, bemerkte die Elfe lapidar.
 
„Wer? Etwa die Eshtá Gianauro? Die rechte Hand des Arls?“ fragte die Wache sichtlich erschrocken, woraufhin Vernita nur nickte. „Schon gut. Ich werde euch nicht länger aufhalten. Geht ruhig zum Kommandanten, aber zuvor muss ich die Kleine noch durchsuchen.“
 
„Haben wir zwar schon, aber tu dir keinen Zwang an“, erwiderte die Elfe nur beiläufig.
 
„Du bist wirklich nicht zu beneiden, Kleines“, meinte die Wache zu Lydia gewandt, während er diese auf Waffen abtastete. „Gianauro wird es sich bestimmt nicht nehmen lassen, dich persönlich zu verhören. Und das wird sehr unerfreulich für dich werden. Beim letzten Mal hat sie einem Kerl, der sie schräg angequatscht hat, persönlich in der Folterkammer das Fleisch von den Knochen gerissen. Kein schöner Anblick sag ich dir.“
 
Als der Mann fertig war, stand er wieder auf. „Sie ist sauber. Ihr dürft rein. Ich schätze, ihr kennt den Weg, oder?“
 
„Natürlich. Wir kommen schon klar“, grinste die Vernita, bevor die drei das Fort betraten.
 
 

#950
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia schlug das Herz in rasendem Takt . ´Wenn ich das überlebe .. ´ dachte sie sich und blickte sich im Fort um . Wachen . Überall Wachen . Sie hasste Wachen . Wachen und unendlich viele Soldaten .



Sie schloss die Augen und atmete tief durch . Töten musste sie , undzwar bald . Doch sie wusste nicht , ob der Plan auch aufging . Wenn nicht , würde sie hier zu tode Gefoltert . Es musste einfach jetzt gut gehen . Sie musste jetzt einfach der Dinge harren und warten , bis sie den Kerker erreicht hatten .