Samantha schnappte sich das Mädchen und drückte es an sich. "Schh, mein Kind, alles wird gut." Doch in einer solchen Situation helfen Worte nur wenig, das arme Geschöpfe weinte ununterbrochen weiter und klammerte sich an ihre Robe. "Wie lautet dein Name, Kleines?", fragte die alte Magierin und lächelte ihr aufmunternd zu.
"Ha.. Hannah. Mein Name ist Hannah", schluchzte das Mädchen und blickte sie aus grossen Augen an, während vereinzelte Trännen immer noch über ihre Wangen rannen. "Ich bin seit wenigen Tagen hier... meine... meine Familie hat mich an diese Männer verkauft. Ich sei nur ein weiteres Maul, dass sie nicht stopfen können, haben meine Eltern gesagt."
Samantha warf Lian einen Blick zu und fuhr mit dem Hand über den Kopf des Mädchens. Armes Ding. "Sind noch weitere Kinder hier?", fragte sie nach einigen Minuten. Das Mädchen schüttelte nur den Kopf und mied es, die toten Männer und die ermordete Priesterin anzuschauen. "Dann lass uns gehen", flüsterte sie, stand auf und nahm sie bei der Hand.
"Lian... ich fürchte, hier können wir nichts mehr tun. Wir sollten so schnell wie möglich verschwinden."
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Started by
Guest_Juleiila_*
, Jul 21 2010 12:04 PM
#51
Posted 23 July 2010 - 03:24 PM
#52
Guest_Juleiila_*
Posted 23 July 2010 - 03:28 PM
Guest_Juleiila_*
"In Ordnung." sagte Lian und ging zusammen mit den dreien, den Koridor wieder entlang, bis sie zur Falltüre kamen, die sie hinaufstiegen, und das Haus verließen. Sie gingen wieder den Weg in den Wald. Lian war Stumm.
Er hatte gehofft die Kinder zu finden, noch wichtiger Miandras Tochter. Doch stattdessen führte der Weg weiter, nach Denerim. Und Denereim war groß, wer weiß wo sie dort war. Er seufzte und hielt an.
"Was nun? Ich werde wohl oder übel...nach Denerim reisen müssen. Und was werdet ihr machen?" fragte er.
Er hatte gehofft die Kinder zu finden, noch wichtiger Miandras Tochter. Doch stattdessen führte der Weg weiter, nach Denerim. Und Denereim war groß, wer weiß wo sie dort war. Er seufzte und hielt an.
"Was nun? Ich werde wohl oder übel...nach Denerim reisen müssen. Und was werdet ihr machen?" fragte er.
#53
Posted 23 July 2010 - 03:35 PM
"Ich glaube, ich werde Hannah zu mir in den Turm mitnehmen. Da sie über keinerlei Magiebegabung verfügt, wird sie in meiner Nähe aufwachsen und den Turm eines Tages verlassen dürfen. Das werde ich schon einrichten können." Das kleine Mädchen blickte sie schüchtern an und lächelte hoffnungsvoll.
"Was Euch betrifft... ich wünsche Euch viel Glück, Lian. Bringt diese Hunde zur Strecke." Samantha warf dem Mabari einen entschuldigenden Blick zu. "Das war nicht abschätzig gemeint, Kleiner."
Sie tätschelte dem Tier den Kopf und drückte Lian zum Abschied an sich. "Passt auf Euch auf... und vertrampelt mir ja keine Büsche mehr im Wald. Glaubt mir, meine Augen und Ohren sind überall!"
"Was Euch betrifft... ich wünsche Euch viel Glück, Lian. Bringt diese Hunde zur Strecke." Samantha warf dem Mabari einen entschuldigenden Blick zu. "Das war nicht abschätzig gemeint, Kleiner."
Sie tätschelte dem Tier den Kopf und drückte Lian zum Abschied an sich. "Passt auf Euch auf... und vertrampelt mir ja keine Büsche mehr im Wald. Glaubt mir, meine Augen und Ohren sind überall!"
#54
Guest_Juleiila_*
Posted 23 July 2010 - 03:44 PM
Guest_Juleiila_*
Lian verbeugte sich vor Samantha. "Habt Dank." dann erwiederte er die Umarmung. Er war froh, von jemandem Hilfe bekommen zu haben, denn allein hätte er es bestimmt nie geschafft.
"Passt mir gut auf das Mädchen auf, Samantha. Und auf Euch. So wie der Erbauer unsere Wege kreuzen lies, so lässt er sie auch wieder trennen. Schade eigentlich." meinte er und grinste.
Er drehte sich kurz um, lief in einen Busch, knaxxte dort etwas ab, und ging damit wieder zu Samantha. Versteckt hielt er es hinter dem Rücken. Als er sie hervorholte sagte er noch etwas.
"Hier für Euch. Damit das Zimmer bei den kalten gestein Mauern nicht gar so unfreundlich im Turm wirkte." damit überreichte er ihr die Rose, die nicht nur in einem Rot, sondern in weiteren Farben, wie Orange, Gelb und Lila voller pracht aufleuchtete.
"Vielleicht sehen wir uns wieder." sagte er, bevor er die Kapuze wieder weit in sein Gesicht zog, und mit seinem Hund im dunklem Walde verschwand. Er reiste nach Osten. In Richtung Denerim.
"Passt mir gut auf das Mädchen auf, Samantha. Und auf Euch. So wie der Erbauer unsere Wege kreuzen lies, so lässt er sie auch wieder trennen. Schade eigentlich." meinte er und grinste.
Er drehte sich kurz um, lief in einen Busch, knaxxte dort etwas ab, und ging damit wieder zu Samantha. Versteckt hielt er es hinter dem Rücken. Als er sie hervorholte sagte er noch etwas.
"Hier für Euch. Damit das Zimmer bei den kalten gestein Mauern nicht gar so unfreundlich im Turm wirkte." damit überreichte er ihr die Rose, die nicht nur in einem Rot, sondern in weiteren Farben, wie Orange, Gelb und Lila voller pracht aufleuchtete.
"Vielleicht sehen wir uns wieder." sagte er, bevor er die Kapuze wieder weit in sein Gesicht zog, und mit seinem Hund im dunklem Walde verschwand. Er reiste nach Osten. In Richtung Denerim.
Edited by Juleiila, 23 July 2010 - 03:45 PM.
#55
Posted 23 July 2010 - 03:48 PM
Samantha starrte verblüfft die Rose an. Eine derartige Blüte hatte sie noch nie gesehen... ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, als sie die Rose sorgfältig in ihrer Tasche verstaute.
"Komm, Hannah", meinte sie fröhlich, "ein neuer Lebensabschnitt beginnt." Sie warf einen kurzen Blick zurück und sah Lian im Dickicht verschwinden. Vielleicht würden sie sich eines Tages wiedersehen.
Und so gingen auch sie ihres Weges...
"Komm, Hannah", meinte sie fröhlich, "ein neuer Lebensabschnitt beginnt." Sie warf einen kurzen Blick zurück und sah Lian im Dickicht verschwinden. Vielleicht würden sie sich eines Tages wiedersehen.
Und so gingen auch sie ihres Weges...
Edited by govi1, 23 July 2010 - 03:48 PM.
#56
Posted 23 July 2010 - 05:31 PM
Vernita und Hennrik setzten sich zu Miandra, die gerade dabei war, etwas zu essen. Sie schien allerdings keinen sehr großen Hunger zu haben, da sie eher gelangweilt auf ihrer Brotscheibe herumkaute und zwischendurch immer an ihrem Tee nippte. Hennrik zündete sich mal wieder seine Pfeife an, womit er kleine Rauchwölkchen zur Decke aufsteigen ließ.
„Ihr mit Eurer elenden Qualmerei“, murrte Vernita, während sie den Rauch mit den Händen wegzuwedeln versuchte.
„Und Ihr mit Eurer permanent schlechten Laune“, konterte der Alte, ohne das Gesicht zu verziehen. „Aber lassen wir die Streiterei, ja?“
„Schon gut“, grummelte die Elfe, bevor ihre Stimme wieder sachlicher und ruhiger wurde. „Sobald Ihr Euer Frühstück beendet habt, Miandra, brechen wir auf. Wir werden zu Fuß wohl etwa zwei Wochen brauchen, bis wir die Stadt erreichen, wenn wir beim Gehen nicht einschlafen.“ Ihr Blick fiel bei diesen Worten auf Hennrik.
„Sobald wir dort sind, werde ich mit einem alten, nun ja Freund wäre übertrieben, sagen wir einfach mit einem alten Geschäftspartner in Kontakt treten. Ich hoffe, daß er sich noch in Denerim aufhält. Nachdem die halbe Stadt von der Dunklen Brut während der letzten Verderbnis in Schutt und Asche gelegt wurde, war ich nicht mehr dort gewesen. Aber wie ich den alten Gauner kenne, ist er sicher längst wieder zurückgekehrt. Er kann uns vielleicht weiterhelfen. Brisante Informationen waren schon immer sein Spezialgebiet gewesen. Und er schuldet mir noch einen kleinen Gefallen.“
Die beiden warteten noch bis Miandra zu Ende gegessen hatten, bevor sie alle drei austanden und gemeinsam die Taverne verließen. Sie nahmen den Weg über die alte Handelsstraße Richtung Denerim und ließen den kleinen Ort Lothering hinter sich.
„Ihr mit Eurer elenden Qualmerei“, murrte Vernita, während sie den Rauch mit den Händen wegzuwedeln versuchte.
„Und Ihr mit Eurer permanent schlechten Laune“, konterte der Alte, ohne das Gesicht zu verziehen. „Aber lassen wir die Streiterei, ja?“
„Schon gut“, grummelte die Elfe, bevor ihre Stimme wieder sachlicher und ruhiger wurde. „Sobald Ihr Euer Frühstück beendet habt, Miandra, brechen wir auf. Wir werden zu Fuß wohl etwa zwei Wochen brauchen, bis wir die Stadt erreichen, wenn wir beim Gehen nicht einschlafen.“ Ihr Blick fiel bei diesen Worten auf Hennrik.
„Sobald wir dort sind, werde ich mit einem alten, nun ja Freund wäre übertrieben, sagen wir einfach mit einem alten Geschäftspartner in Kontakt treten. Ich hoffe, daß er sich noch in Denerim aufhält. Nachdem die halbe Stadt von der Dunklen Brut während der letzten Verderbnis in Schutt und Asche gelegt wurde, war ich nicht mehr dort gewesen. Aber wie ich den alten Gauner kenne, ist er sicher längst wieder zurückgekehrt. Er kann uns vielleicht weiterhelfen. Brisante Informationen waren schon immer sein Spezialgebiet gewesen. Und er schuldet mir noch einen kleinen Gefallen.“
Die beiden warteten noch bis Miandra zu Ende gegessen hatten, bevor sie alle drei austanden und gemeinsam die Taverne verließen. Sie nahmen den Weg über die alte Handelsstraße Richtung Denerim und ließen den kleinen Ort Lothering hinter sich.
#57
Posted 23 July 2010 - 06:09 PM
Der erste Reisetag verlief ohne Zwischenfälle. Der Tag blieb sonnig, doch die Bäume boten angenehmen Schatten, und dadurch Schutz vor der Hitze, sowie einen herrlichen Duft nach allen möglichen Pflanzensorten. Immer die Straße nach Osten entlang. Denerim war bei jedem Wegekreuz angeschrieben, doch sie mussten einfach nur geradeaus gehen. Miandra trottete wortlos hinter Vernita her, dicht gefolgt von Hennrik, welcher - fast schon wie ein Vogel – Lieder vor sich her pfiff und eine dünne Rauchwolke hinter sich herzog.
Ansonsten verlief der Tag relativ wortlos, denn reden kostete ohnehin nur unnötige Kraft. Und worüber hätten sie sich schon unterhalten sollen?
Sie legten keine Pausen ein, was Hennrik am Abend dann auch zu spüren bekam. Sobald sie die Sonne nur noch schwach hinter ihnen zu spüren bekamen, was den Sonnenuntergang einleitete, drehte sich Miandra um, und sah einen relativ großen Abstand zwischen sich selbst und dem Alten.
„Wir sollten wohl erst morgen früh weiterreisen.“, sagte sie zu Vernita.
Ansonsten verlief der Tag relativ wortlos, denn reden kostete ohnehin nur unnötige Kraft. Und worüber hätten sie sich schon unterhalten sollen?
Sie legten keine Pausen ein, was Hennrik am Abend dann auch zu spüren bekam. Sobald sie die Sonne nur noch schwach hinter ihnen zu spüren bekamen, was den Sonnenuntergang einleitete, drehte sich Miandra um, und sah einen relativ großen Abstand zwischen sich selbst und dem Alten.
„Wir sollten wohl erst morgen früh weiterreisen.“, sagte sie zu Vernita.
#58
Posted 23 July 2010 - 06:49 PM
Vernita brummte kurz, als sie zu Hennrik zurückschaute. „Nun gut, schlagen wir ein Lager abseits der Straße auf, bevor der Alte noch eine Herzattacke bekommt.“
Sie gingen ein Stück in den Wald hinein, bis sie eine kleine Lichtung ereichten, die von der Straße aus nicht zu sehen war. Hier konnten sie ungestört übernachten. Schnell hatten sie Feuerholz gesammelt und ein kleines Lagerfeuer entzündet. Hennrik legte sich fast sofort hin und schlief auch kurz darauf ein. Für ihn war dieses schnelle Tempo wohl nichts, welches Vernita an den Tag gelegt hatte. Die beiden Frauen hingegen saßen noch eine Zeit lang schweigend am Feuer.
„Wart Ihr eigentlich schon mal in Denerim?“ brach die Elfe nach einer Weile das Schweigen und warf einen weiteren Ast in die Flammen. Dabei flogen unzählige Funken in die Luft, bevor das Holzstück mit einem Knacken zu brennen begann.
Sie gingen ein Stück in den Wald hinein, bis sie eine kleine Lichtung ereichten, die von der Straße aus nicht zu sehen war. Hier konnten sie ungestört übernachten. Schnell hatten sie Feuerholz gesammelt und ein kleines Lagerfeuer entzündet. Hennrik legte sich fast sofort hin und schlief auch kurz darauf ein. Für ihn war dieses schnelle Tempo wohl nichts, welches Vernita an den Tag gelegt hatte. Die beiden Frauen hingegen saßen noch eine Zeit lang schweigend am Feuer.
„Wart Ihr eigentlich schon mal in Denerim?“ brach die Elfe nach einer Weile das Schweigen und warf einen weiteren Ast in die Flammen. Dabei flogen unzählige Funken in die Luft, bevor das Holzstück mit einem Knacken zu brennen begann.
#59
Posted 23 July 2010 - 07:17 PM
„Nein, ich war nie auf Reisen. Für so etwas gab es nie den Anlass oder die Zeit. Wir hatten weder Verwandte außerhalb des Dorfes, noch sonst wem. Es spielte sich alles in unserer eigenen kleinen Welt ab.“, sie schmunzelte und kramte das letzte Stück Fleisch aus der Tasche, um es langsam am Rand des Feuer garen zu lassen, bevor es noch schlecht werden würde.
„Interessant wie schnell sich die Dinge ändern können ...“, flüsterte sie dann und starrte dabei in das Feuer, sagte das jedoch eher zu sich selbst, bevor sie den Blick wieder zu Vernita wandte, „Wie ist es in Denerim? Ich kannte bisher nur Erzählungen, jedoch … wie soll ich sagen, nie von jemanden wo ich mit Sicherheit sagen kann, dass er auch wirklich dort war.“
Dann drehte sie den Ast, auf welchem sie das Fleischstück aufgespießt hatte, und blickte freudig auf das bevorstehende Mahl.
„Interessant wie schnell sich die Dinge ändern können ...“, flüsterte sie dann und starrte dabei in das Feuer, sagte das jedoch eher zu sich selbst, bevor sie den Blick wieder zu Vernita wandte, „Wie ist es in Denerim? Ich kannte bisher nur Erzählungen, jedoch … wie soll ich sagen, nie von jemanden wo ich mit Sicherheit sagen kann, dass er auch wirklich dort war.“
Dann drehte sie den Ast, auf welchem sie das Fleischstück aufgespießt hatte, und blickte freudig auf das bevorstehende Mahl.
#60
Posted 23 July 2010 - 08:15 PM
„Die Stadt ist Sumpf. Eine Brutstätte für Verbrecher und Gesindel. Überall herrscht Korruption und Gewalt. Die Wachen sind bestechlich und in den Seitengassen lauern überall Banditen.“
Die Elfe schloss die Augen und rieb sich mit den Fingern ihrer rechten Hand über die Stirn. Die Wut und der Schmerz wollten wieder an die Oberfläche kommen, doch diesmal hatte sie die Sache im Griff.
„Ich bin im Gesindeviertel der Elfen in Denerim aufgewachsen. Das ist wahrlich kein besonders schöner Ort“, erzählte sie weiter, wobei ein zynisches Lächeln ihre Lippen umspielte. „Wir Elfen sind in der Gesellschaft der Menschen nur Personen zweiter Klasse. Billige Arbeitkräfte, die keine Macht haben und wie Sklaven behandelt werden. Oder als Prostituierte...“
Sie spürte, wie wieder Tränen in ihre Augen stiegen. Doch dieses Mal versuchte sie nicht, diese zurückzuhalten. Es war besser einmal zu weinen, als wieder einen Tobsuchtsanfall zu bekommen.
„Ich war eine dieser Dirnen. Besser gesagt, ich wurde zu einer gemacht. Ein einflussreicher adeliger Mensch fand gefallen an mir. Keine Ahnung warum. Er ließ mich in sein Anwesen bringen. Erst versuchte er mich dazu zu überreden, seine Geliebte zu werden. Versprach mir Reichtum und eine Möglichkeit dem elenden Leben im Gesindeviertel zu entgehen. Ich glaubte ihm kein Wort und weigerte mich. Dann nahm er sich mit Gewalt, daß was er wollte. Während er über mich herfiel, hielt er mit ständig einen Dolch an den Hals, damit ich mich ja nicht wehren konnte.“
Vernita wandte den Kopf zur Seite. Sie trug ihren Helm nicht, so daß Miandras Blick auf die Narbe am Hals der Elfe fiel, über den diese mit den Fingern strich. Vernita weinte immer noch, hatte sich aber ansonsten im Griff. Ihre Stimme klang tonlos, so als würde sie von einer anderen Person sprechen und nicht von sich selbst. Und in gewisser Weise stimmte das auch.
„Daher habe ich diese Narbe“, fuhr sie fort, ohne ihr Gegenüber anzusehen. „Doch zu meinem Unglück blieb es nicht bei dieser einen Vergewaltigung. Er hatte wohl wirklich gefallen an mir gefunden, und so wurde ich wieder und wieder in sein Anwesen gezerrt. Es war ein nicht enden wollendes Martyrium. Und irgendwann glaubten die anderen Elfen im Gesindeviertel, ich würde mich diesem Abschaum freiwillig hingeben, denn es war ungewöhnlich, daß sich ein Adeliger immer wieder die selbe Frau holte. Das Ansehen meiner Familie sank unter meinen Leuten rapide. Und dann wurde ich schwanger...“
Sie hielt kurz inne und atmete tief durch. „Ich...ich wollte diese Kind nicht. Ich hatte keinen Kontakt zu anderen Männern, also war es klar, daß es von ihm sein musste. Ich hasste dieses Kind, denn es war von ihm. Von einem Mann, der mich nur misshandelt und gequält hatte. Ich wollte diesen Bastard in mir nur irgendwie loswerden. Ganz egal wie. Doch als er merkte, daß ich schwanger war, ließ er von mir ab. Die Wachen kamen nicht mehr, um mich zu holen. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich frei und voller Lebensfreude. Die Schwangerschaft befreite mich aus seiner Knechtschaft als Liebessklavin. Und je länger diese Schwangerschaft dauerte, desto mehr freute ich mich auf das Kind. Aus Hass wurde Liebe. Diesem Kind hatte ich es zu verdanken, daß die Demütigungen und die Schmerzen endlich ein Ende hatten. Und dafür würde ich dem Baby ewig dankbar sein. Doch nachdem ich das Kind geboren hatte...“
Sie verlor wieder die Fassung. Sie winkte mit beiden Händen ab, während sie den Kopf schüttelte. „Tut...tut mir leid, ich bin noch nicht soweit.“ Sie ballte beide Hände zu Fäusten, bis ihr ganzer Körper bebte. Gleichzeitig atmete sie tief durch. Nach ein paar Minuten hatte sie ihre Selbstbeherrschung wiedererlangt.
„Ich werde Euch den Rest ein andermal erzählen“, sagte sie nach einer Weile erstaunlich gelassen, wobei sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischte. „Um auf Eure Frage zurückzukommen...Möglich daß sich nach dem Bürgerkrieg und der Verderbnis die Dinge in der Stadt geändert haben. Königin Anora hat nach dem Sieg über die Dunkle Brut große Versprechungen gemacht. Doch das ist Jahre her. Und ich kenne die Menschen. Und auch das Leben in großen Städten. Selbst wenn die Königin ihre Versprechungen ernst gemeint hatte, so mußte sie ein ganzes Land wieder aufbauen. Würde mich also nicht wundern, wenn die Zustände wieder genauso sind wie früher, wenn nicht schlimmer. Der Alltag holt die größten Ideale ein und zerstört sie mit seinen Vorurteilen und festgefahrenen Meinungen. Also seid in dieser Stadt ständig auf der Hut. Oder Ihr seid schneller eine Leiche, als Ihr „Denerim“ sagen könnt.“
Die Elfe schloss die Augen und rieb sich mit den Fingern ihrer rechten Hand über die Stirn. Die Wut und der Schmerz wollten wieder an die Oberfläche kommen, doch diesmal hatte sie die Sache im Griff.
„Ich bin im Gesindeviertel der Elfen in Denerim aufgewachsen. Das ist wahrlich kein besonders schöner Ort“, erzählte sie weiter, wobei ein zynisches Lächeln ihre Lippen umspielte. „Wir Elfen sind in der Gesellschaft der Menschen nur Personen zweiter Klasse. Billige Arbeitkräfte, die keine Macht haben und wie Sklaven behandelt werden. Oder als Prostituierte...“
Sie spürte, wie wieder Tränen in ihre Augen stiegen. Doch dieses Mal versuchte sie nicht, diese zurückzuhalten. Es war besser einmal zu weinen, als wieder einen Tobsuchtsanfall zu bekommen.
„Ich war eine dieser Dirnen. Besser gesagt, ich wurde zu einer gemacht. Ein einflussreicher adeliger Mensch fand gefallen an mir. Keine Ahnung warum. Er ließ mich in sein Anwesen bringen. Erst versuchte er mich dazu zu überreden, seine Geliebte zu werden. Versprach mir Reichtum und eine Möglichkeit dem elenden Leben im Gesindeviertel zu entgehen. Ich glaubte ihm kein Wort und weigerte mich. Dann nahm er sich mit Gewalt, daß was er wollte. Während er über mich herfiel, hielt er mit ständig einen Dolch an den Hals, damit ich mich ja nicht wehren konnte.“
Vernita wandte den Kopf zur Seite. Sie trug ihren Helm nicht, so daß Miandras Blick auf die Narbe am Hals der Elfe fiel, über den diese mit den Fingern strich. Vernita weinte immer noch, hatte sich aber ansonsten im Griff. Ihre Stimme klang tonlos, so als würde sie von einer anderen Person sprechen und nicht von sich selbst. Und in gewisser Weise stimmte das auch.
„Daher habe ich diese Narbe“, fuhr sie fort, ohne ihr Gegenüber anzusehen. „Doch zu meinem Unglück blieb es nicht bei dieser einen Vergewaltigung. Er hatte wohl wirklich gefallen an mir gefunden, und so wurde ich wieder und wieder in sein Anwesen gezerrt. Es war ein nicht enden wollendes Martyrium. Und irgendwann glaubten die anderen Elfen im Gesindeviertel, ich würde mich diesem Abschaum freiwillig hingeben, denn es war ungewöhnlich, daß sich ein Adeliger immer wieder die selbe Frau holte. Das Ansehen meiner Familie sank unter meinen Leuten rapide. Und dann wurde ich schwanger...“
Sie hielt kurz inne und atmete tief durch. „Ich...ich wollte diese Kind nicht. Ich hatte keinen Kontakt zu anderen Männern, also war es klar, daß es von ihm sein musste. Ich hasste dieses Kind, denn es war von ihm. Von einem Mann, der mich nur misshandelt und gequält hatte. Ich wollte diesen Bastard in mir nur irgendwie loswerden. Ganz egal wie. Doch als er merkte, daß ich schwanger war, ließ er von mir ab. Die Wachen kamen nicht mehr, um mich zu holen. Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich frei und voller Lebensfreude. Die Schwangerschaft befreite mich aus seiner Knechtschaft als Liebessklavin. Und je länger diese Schwangerschaft dauerte, desto mehr freute ich mich auf das Kind. Aus Hass wurde Liebe. Diesem Kind hatte ich es zu verdanken, daß die Demütigungen und die Schmerzen endlich ein Ende hatten. Und dafür würde ich dem Baby ewig dankbar sein. Doch nachdem ich das Kind geboren hatte...“
Sie verlor wieder die Fassung. Sie winkte mit beiden Händen ab, während sie den Kopf schüttelte. „Tut...tut mir leid, ich bin noch nicht soweit.“ Sie ballte beide Hände zu Fäusten, bis ihr ganzer Körper bebte. Gleichzeitig atmete sie tief durch. Nach ein paar Minuten hatte sie ihre Selbstbeherrschung wiedererlangt.
„Ich werde Euch den Rest ein andermal erzählen“, sagte sie nach einer Weile erstaunlich gelassen, wobei sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischte. „Um auf Eure Frage zurückzukommen...Möglich daß sich nach dem Bürgerkrieg und der Verderbnis die Dinge in der Stadt geändert haben. Königin Anora hat nach dem Sieg über die Dunkle Brut große Versprechungen gemacht. Doch das ist Jahre her. Und ich kenne die Menschen. Und auch das Leben in großen Städten. Selbst wenn die Königin ihre Versprechungen ernst gemeint hatte, so mußte sie ein ganzes Land wieder aufbauen. Würde mich also nicht wundern, wenn die Zustände wieder genauso sind wie früher, wenn nicht schlimmer. Der Alltag holt die größten Ideale ein und zerstört sie mit seinen Vorurteilen und festgefahrenen Meinungen. Also seid in dieser Stadt ständig auf der Hut. Oder Ihr seid schneller eine Leiche, als Ihr „Denerim“ sagen könnt.“
Edited by Aliens Crew, 10 June 2011 - 11:08 PM.
#61
Posted 23 July 2010 - 09:38 PM
Miandra wusste im ersten Moment nicht recht wie sie reagieren sollte. Sie hörte so viel Leid aus der Geschichte von Vernita, doch sie verstand die Elfe … nur all zu gut.
„Das mit Eurem Kind tut mir Leid … wirklich sehr …“, sie schluckte, sie konnte nicht wirklich etwas sagen. Vernita sprach einfach so darauf los, sie vertraute ihr Teile ihres Lebens an, die ihr wohl sehr schwer fielen sie zu erzählen. Da sie nicht recht wusste, was sie sagen sollte, begann sie einfach darauf loszureden, was sie sonst nie tat. Vielleicht würde Vernita das etwas von sich selbst ablenken.
„Glaubt mir, es ist nicht nur in Denerim so … Und auch nicht nur unter Elfen. Ich weiß wie es ist, nur wie ein Gegenstand benutzt zu werden, und das von der eigenen Familie. Als ich ein Kind war, hatten meine Eltern nicht viel Geld, daher musste ich bereits mit sehr jungen Jahren mithelfen, sei es am Feld, im Haushalt oder … oder bei meinem Vater in der Werkstadt. Mein Vater war Tischler. Er fertigte jedoch hauptsächlich Stühle und Tische. Ich musste ihm oft beim Schleifen des Holzes helfen, oder einfach nur seinen Dreck wegräumen. Und ich denke … ich denke er sah mich nicht als seine Tochter.“
Sie hielt kurz inne und starrte in das Feuer. Doch sie konnte keine Tränen mehr vergießen, nicht so wie es Vernita tat. Nein, sie hatte keinen Tränen mehr übrig für diese Geschichte.
„Er trank viel. Sehr viel. Schnaps, Bier … alles … Ich ignorierte immer seine Sprüche, und erledigte einfach die Arbeit die er mir aufgab. Ich wollte ihn nicht ansehen … ich hatte Angst vor ihm … Doch eines Tages … stand er hinter mir, zerrte mich gewaltvoll mit sich, bis er mich an eine Wand presste. Er hielt mir den Mund zu, doch ich denke nicht, dass ich hätte schreien können, selbst wenn er das nicht getan hätte. Ich war einfach zu geschockt. Er riss mir den Rock nach oben … und … ja … er demütigte mich. Ich habe mich geschämt, hatte Angst und Schmerzen, wusste nicht was ich tun sollte.“
Sie wandte das Fleisch noch einmal, eher aus Ablenkung, als dass es hätte wichtig sein können. Ihre Hände zitterten dabei, sodass ihr der Ast beinahe komplett ins Feuer fiel.
„Ich erzählte es vorerst niemanden. Ich war erst elf Jahre alt und war völlig verstört. Doch es blieb nicht bei dem einen Mal … Ab diesem Tage, vergriff er sich immer öfter an mir … bis ich es meinem älteren Bruder erzählte. Er war fünfzehn, also auch noch ein Kind, doch ich sah in ihm immer eine Art Vorbild und verstand mich mit ihm sehr gut. Er passte sozusagen immer auf mich auf. Zudem war er von meinen Eltern mehr geliebt als ich. Er war eben, ein toller Kerl. Er reagierte geschockt, und versprach mir, dass er es niemanden erzählen würde, doch als er meinen Vater antraf, rastete er aus und die beiden begannen sich prügeln … mitten in der Werkstadt …“
Sie ballte ihre Hände zu Fäusten.
„Mein Vater war wie immer besoffen und fand das alles witzig. Auch wenn er betrunken war, war er noch kräftiger als mein Bruder, und drängte ihn durch die Werkstadt, bis mein Bruder stolperte... er fiel jedoch nicht einfach zu Boden… sein Kopf landete auf einer Hacke, die sonst nur zum Fällen der Bäume gedacht war, und einfach so angelehnt … an der Mauer stand … mit der scharfen Kante nach oben. Mein Vater bekam es erst gar nicht mit und machte meinen Bruder lächerlich, wieso er nicht wieder aufstehen würde … Ich rannte davon und holte meine Mutter … wie auch immer … das Ganze wurde als Arbeitsunfall vertuscht, und mir redete man das auch noch ein … Doch mein Vater schloss nur wenige Wochen später die Tischlerei und trank keinen Tropfen Alkohol mehr. Doch er schob die Schuld auf mich. Er meinte ich hätte meinen Bruder wirres Zeug erzählt, und er sei nur deshalb ausgerastet. Und meine Mutter… sie glaube meinem Vater auch noch … Von da an war nichts mehr so wie vorher. Die Jahre über spürte ich bei jedem Blick, den man mir zu warf, einen Hauch von Wut. Sie machten mich dafür verantwortlich … Ich verdrängte das Ganze über die nächsten fünf Jahre und schluckte es runter, bis ich verheiratet wurde. Anfangs war mein Mann recht gut zu mir, und ich war froh, aus dem Elternhaus raus zu sein. Ich bemühte mich um die Ehe. Ich dachte ich hätte einen neuen Lebensanfang. Er war erst einundzwanzig Jahre, aber schon recht geschickt und fleißig. Doch wie der Erbauer es so wollte, machte auch ihm das Bier zum Tier. Ich war nicht mehr so naiv und hatte auch oftmals eine große Klappe, und hab dies eben dann zu spüren bekommen. Ich wurde oft von Nachbarinnen gefragt, wieso ich denn schon wieder ein blaues Auge habe … Doch nachdem ich Elana bekam, und herausfand, dass mein Mann sich mit diesen Typen eingelassen hatte, begann ich zu trainieren. Ich wollte mich zur Wehr setzen können, und nicht immer nur tatenlos zu sehen, oder das Opfer eines betrunkenen Mannes sein. Und ich hatte Angst, dass Elana vielleicht eines Tages, dasselbe Schicksal wie ich erleiden würde. Zu Beginn trainierte ich immer im Wald, weit entfernt vom Dorf, und nahm Elana mit – sie war ja noch ein Kleinkind. Meinem Mann erzählte ich nichts davon. Ich hatte immer einige Ausreden parat, wenn er fragte wo ich denn den ganzen Tag über gewesen bin. Doch als Elana älter wurde, ließ ich sie oft bei Freunden, auch wenn sie immer beleidigt war, dass sie nicht zu Hause essen durfte, so wie all die anderen Kinder … Doch ich spürte, dass etwas geschehen würde … Bis eben der Tag anbrach … Als es bereits Abend war, kam ich zurück ins Dorf, ich sah die Flammen, wie sie aus jedem Haus loderten, meine toten Freundinnen, blutüberströmt, oftmals breitbeinig am Boden liegen. Aufgespießte Köpfe und Hände von jungen Männern, die sich scheinbar wehren wollten. Protestartig aufgehängte ausgeblutete Schweine und Rinder, verbrannter Hafer. Es war wie auf einem Schlachtfeld. Auch wenn ich meinen Mann nie geliebt habe, und er mich oft schlug … so hatte ich dort mein Leben, meine Erinnerungen, wo es auch durchaus schöne gab. Ich suchte nach meiner Tochter, rannte wie von einem Blinden gesteuert in brennende Häuser … fand jedoch nichts. Erst später, nachdem ich völlig erschöpft aufgab und weiterzog, fand ich heraus, dass sie entführt wurde.“
Sie seufzte, und nahm das Fleisch vom Feuer, und blickte zu Vernita. „Es tut mir wirklich Leid um Euer Kind, was auch immer damit geschehen ist.“
Dann begann sie leicht nervös, das Fleisch zu essen, und brach ein Stück vom Brotlaib ab, welches sie dazu aß, dann begann sie zu lachen und sagte „Ja ich denke, man ist nirgendwo sicher. Weder in Denerim auf der Straße, noch zu Hause hinter verschlossenen Türen.“
„Das mit Eurem Kind tut mir Leid … wirklich sehr …“, sie schluckte, sie konnte nicht wirklich etwas sagen. Vernita sprach einfach so darauf los, sie vertraute ihr Teile ihres Lebens an, die ihr wohl sehr schwer fielen sie zu erzählen. Da sie nicht recht wusste, was sie sagen sollte, begann sie einfach darauf loszureden, was sie sonst nie tat. Vielleicht würde Vernita das etwas von sich selbst ablenken.
„Glaubt mir, es ist nicht nur in Denerim so … Und auch nicht nur unter Elfen. Ich weiß wie es ist, nur wie ein Gegenstand benutzt zu werden, und das von der eigenen Familie. Als ich ein Kind war, hatten meine Eltern nicht viel Geld, daher musste ich bereits mit sehr jungen Jahren mithelfen, sei es am Feld, im Haushalt oder … oder bei meinem Vater in der Werkstadt. Mein Vater war Tischler. Er fertigte jedoch hauptsächlich Stühle und Tische. Ich musste ihm oft beim Schleifen des Holzes helfen, oder einfach nur seinen Dreck wegräumen. Und ich denke … ich denke er sah mich nicht als seine Tochter.“
Sie hielt kurz inne und starrte in das Feuer. Doch sie konnte keine Tränen mehr vergießen, nicht so wie es Vernita tat. Nein, sie hatte keinen Tränen mehr übrig für diese Geschichte.
„Er trank viel. Sehr viel. Schnaps, Bier … alles … Ich ignorierte immer seine Sprüche, und erledigte einfach die Arbeit die er mir aufgab. Ich wollte ihn nicht ansehen … ich hatte Angst vor ihm … Doch eines Tages … stand er hinter mir, zerrte mich gewaltvoll mit sich, bis er mich an eine Wand presste. Er hielt mir den Mund zu, doch ich denke nicht, dass ich hätte schreien können, selbst wenn er das nicht getan hätte. Ich war einfach zu geschockt. Er riss mir den Rock nach oben … und … ja … er demütigte mich. Ich habe mich geschämt, hatte Angst und Schmerzen, wusste nicht was ich tun sollte.“
Sie wandte das Fleisch noch einmal, eher aus Ablenkung, als dass es hätte wichtig sein können. Ihre Hände zitterten dabei, sodass ihr der Ast beinahe komplett ins Feuer fiel.
„Ich erzählte es vorerst niemanden. Ich war erst elf Jahre alt und war völlig verstört. Doch es blieb nicht bei dem einen Mal … Ab diesem Tage, vergriff er sich immer öfter an mir … bis ich es meinem älteren Bruder erzählte. Er war fünfzehn, also auch noch ein Kind, doch ich sah in ihm immer eine Art Vorbild und verstand mich mit ihm sehr gut. Er passte sozusagen immer auf mich auf. Zudem war er von meinen Eltern mehr geliebt als ich. Er war eben, ein toller Kerl. Er reagierte geschockt, und versprach mir, dass er es niemanden erzählen würde, doch als er meinen Vater antraf, rastete er aus und die beiden begannen sich prügeln … mitten in der Werkstadt …“
Sie ballte ihre Hände zu Fäusten.
„Mein Vater war wie immer besoffen und fand das alles witzig. Auch wenn er betrunken war, war er noch kräftiger als mein Bruder, und drängte ihn durch die Werkstadt, bis mein Bruder stolperte... er fiel jedoch nicht einfach zu Boden… sein Kopf landete auf einer Hacke, die sonst nur zum Fällen der Bäume gedacht war, und einfach so angelehnt … an der Mauer stand … mit der scharfen Kante nach oben. Mein Vater bekam es erst gar nicht mit und machte meinen Bruder lächerlich, wieso er nicht wieder aufstehen würde … Ich rannte davon und holte meine Mutter … wie auch immer … das Ganze wurde als Arbeitsunfall vertuscht, und mir redete man das auch noch ein … Doch mein Vater schloss nur wenige Wochen später die Tischlerei und trank keinen Tropfen Alkohol mehr. Doch er schob die Schuld auf mich. Er meinte ich hätte meinen Bruder wirres Zeug erzählt, und er sei nur deshalb ausgerastet. Und meine Mutter… sie glaube meinem Vater auch noch … Von da an war nichts mehr so wie vorher. Die Jahre über spürte ich bei jedem Blick, den man mir zu warf, einen Hauch von Wut. Sie machten mich dafür verantwortlich … Ich verdrängte das Ganze über die nächsten fünf Jahre und schluckte es runter, bis ich verheiratet wurde. Anfangs war mein Mann recht gut zu mir, und ich war froh, aus dem Elternhaus raus zu sein. Ich bemühte mich um die Ehe. Ich dachte ich hätte einen neuen Lebensanfang. Er war erst einundzwanzig Jahre, aber schon recht geschickt und fleißig. Doch wie der Erbauer es so wollte, machte auch ihm das Bier zum Tier. Ich war nicht mehr so naiv und hatte auch oftmals eine große Klappe, und hab dies eben dann zu spüren bekommen. Ich wurde oft von Nachbarinnen gefragt, wieso ich denn schon wieder ein blaues Auge habe … Doch nachdem ich Elana bekam, und herausfand, dass mein Mann sich mit diesen Typen eingelassen hatte, begann ich zu trainieren. Ich wollte mich zur Wehr setzen können, und nicht immer nur tatenlos zu sehen, oder das Opfer eines betrunkenen Mannes sein. Und ich hatte Angst, dass Elana vielleicht eines Tages, dasselbe Schicksal wie ich erleiden würde. Zu Beginn trainierte ich immer im Wald, weit entfernt vom Dorf, und nahm Elana mit – sie war ja noch ein Kleinkind. Meinem Mann erzählte ich nichts davon. Ich hatte immer einige Ausreden parat, wenn er fragte wo ich denn den ganzen Tag über gewesen bin. Doch als Elana älter wurde, ließ ich sie oft bei Freunden, auch wenn sie immer beleidigt war, dass sie nicht zu Hause essen durfte, so wie all die anderen Kinder … Doch ich spürte, dass etwas geschehen würde … Bis eben der Tag anbrach … Als es bereits Abend war, kam ich zurück ins Dorf, ich sah die Flammen, wie sie aus jedem Haus loderten, meine toten Freundinnen, blutüberströmt, oftmals breitbeinig am Boden liegen. Aufgespießte Köpfe und Hände von jungen Männern, die sich scheinbar wehren wollten. Protestartig aufgehängte ausgeblutete Schweine und Rinder, verbrannter Hafer. Es war wie auf einem Schlachtfeld. Auch wenn ich meinen Mann nie geliebt habe, und er mich oft schlug … so hatte ich dort mein Leben, meine Erinnerungen, wo es auch durchaus schöne gab. Ich suchte nach meiner Tochter, rannte wie von einem Blinden gesteuert in brennende Häuser … fand jedoch nichts. Erst später, nachdem ich völlig erschöpft aufgab und weiterzog, fand ich heraus, dass sie entführt wurde.“
Sie seufzte, und nahm das Fleisch vom Feuer, und blickte zu Vernita. „Es tut mir wirklich Leid um Euer Kind, was auch immer damit geschehen ist.“
Dann begann sie leicht nervös, das Fleisch zu essen, und brach ein Stück vom Brotlaib ab, welches sie dazu aß, dann begann sie zu lachen und sagte „Ja ich denke, man ist nirgendwo sicher. Weder in Denerim auf der Straße, noch zu Hause hinter verschlossenen Türen.“
#62
Posted 24 July 2010 - 09:39 AM
Vernita hörte den Ausführungen Miandras aufmerksam zu. Je mehr sie von der Frau erfuhr, desto mehr beruhigte sie sich wieder und desto stärker wurde ein Gefühl in ihr, daß sie seit dem Tod ihres Sohnes nicht mehr gefühlt hatte. Mitleid. Sie kannte seit diesem Vorfall eigentlich nur noch Wut und Hass und Gleichgültigkeit. Doch hier saß eine Person vor ihr, die sie wahrscheinlich besser verstand als alle anderen auf der Welt. Eine Frau, die den selben Leidensweg hinter sich hatte wie sie selbst.
Die Elfe stand auf, umkreiste das Lagerfeuer und setzte sich direkt neben Miandra wieder auf den Boden. Vernita sah sie kurz an, bevor sie etwas näher rutschte, ihr den Arm um die Schulter legte und sich an sie anlehnte, bis ihre Köpfe sich berührten.
„Ich hasse es eigentlich, wenn irgendjemand versucht, mich zu bemitleiden“, begann sie mit ruhiger Stimme. „Denn niemand meint es wirklich ernst. Sie heucheln dir was vor, nur damit du dich besser fühlst. Sie haben keine Ahnung, was wirklich in dir vorgeht und geben vor, dich zu verstehen. Und diese falsche Anteilnahme ist so erbärmlich.“
Sie löste sich wieder von Miandra und sah ihr von der Seite her ins Gesicht, ihren Arm ließ sie aber auf deren Schulter liegen.
„Aber Ihr...Ihr versteht mich wirklich. Genauso wie ich Euch verstehe. Wir beide haben ein Leben voller Demütigungen, Schmerzen und Verlust hinter uns. Uns wurde alles genommen, doch wir haben nicht aufgegeben. Wir sind seelenverwandt. Der einzigste Unterschied zwischen uns beiden ist der, daß Ihr Euch noch an die Hoffnung klammern könnt, daß Ihr das zurückbekommen könnt, was Euch das Wichtigste auf dieser Welt ist. Eure Tochter. Diesen Trost habe ich nicht mehr. Trotzdem werde ich nicht verzagen. Es tut mir wirklich leid, was Euch wiederfahren ist, und das meine ich ehrlich, denn ich kann genau nachempfinden, was im Moment in Euch vorgeht.“
Das Gesicht Vernitas nahm einen harten und unerbittlichen Zug an, während sie weitersprach.
„Und darum verspreche ich Euch, daß ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, um Euch Eure Tochter zurückzubringen. Und das ist jetzt mehr, als unsere geschäftliche Vereinbarung, die wir zuvor getroffen haben. Es ist nun etwas persönliches. Ich werde Euch helfen, und wenn es das letzte ist, was ich tue. Und sollte Eure Tochter bereits...tot sein, so werde ich Euch dabei helfen, ihren Tod zu rächen und ihre Mörder grausam zu bestrafen.“
Ein Lächeln stahl sich auf das Gesicht der Elfe, während sie von Miandra abließ und sich wieder auf die andere Seite des Lagerfeuers begab.
„Doch nun sollten wir uns ausruhen. Bis Denerim ist es noch ein weiter Weg.“
Die Elfe stand auf, umkreiste das Lagerfeuer und setzte sich direkt neben Miandra wieder auf den Boden. Vernita sah sie kurz an, bevor sie etwas näher rutschte, ihr den Arm um die Schulter legte und sich an sie anlehnte, bis ihre Köpfe sich berührten.
„Ich hasse es eigentlich, wenn irgendjemand versucht, mich zu bemitleiden“, begann sie mit ruhiger Stimme. „Denn niemand meint es wirklich ernst. Sie heucheln dir was vor, nur damit du dich besser fühlst. Sie haben keine Ahnung, was wirklich in dir vorgeht und geben vor, dich zu verstehen. Und diese falsche Anteilnahme ist so erbärmlich.“
Sie löste sich wieder von Miandra und sah ihr von der Seite her ins Gesicht, ihren Arm ließ sie aber auf deren Schulter liegen.
„Aber Ihr...Ihr versteht mich wirklich. Genauso wie ich Euch verstehe. Wir beide haben ein Leben voller Demütigungen, Schmerzen und Verlust hinter uns. Uns wurde alles genommen, doch wir haben nicht aufgegeben. Wir sind seelenverwandt. Der einzigste Unterschied zwischen uns beiden ist der, daß Ihr Euch noch an die Hoffnung klammern könnt, daß Ihr das zurückbekommen könnt, was Euch das Wichtigste auf dieser Welt ist. Eure Tochter. Diesen Trost habe ich nicht mehr. Trotzdem werde ich nicht verzagen. Es tut mir wirklich leid, was Euch wiederfahren ist, und das meine ich ehrlich, denn ich kann genau nachempfinden, was im Moment in Euch vorgeht.“
Das Gesicht Vernitas nahm einen harten und unerbittlichen Zug an, während sie weitersprach.
„Und darum verspreche ich Euch, daß ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, um Euch Eure Tochter zurückzubringen. Und das ist jetzt mehr, als unsere geschäftliche Vereinbarung, die wir zuvor getroffen haben. Es ist nun etwas persönliches. Ich werde Euch helfen, und wenn es das letzte ist, was ich tue. Und sollte Eure Tochter bereits...tot sein, so werde ich Euch dabei helfen, ihren Tod zu rächen und ihre Mörder grausam zu bestrafen.“
Ein Lächeln stahl sich auf das Gesicht der Elfe, während sie von Miandra abließ und sich wieder auf die andere Seite des Lagerfeuers begab.
„Doch nun sollten wir uns ausruhen. Bis Denerim ist es noch ein weiter Weg.“
#63
Guest_Juleiila_*
Posted 24 July 2010 - 02:02 PM
Guest_Juleiila_*
Nachdem sich die Wege zwischen Samantha und Lian trennten, machten er und sein Hund sich weiter auf die Reisen. Er reiste in RIchtung Osten. Zu der Stadt, die man Denerim nannte. Ohne Pause, ging er seinen Weg. Wenn es Nachts war, ging er trotzdem weiter, ohne zu Rasten. Wie gut das ihm die Kapuze tief im Gesicht lag, denn sonst hätte man die Tiefen Augenringe gesehn, die unter seinen Augen gezeichnet waren.
Es war bereits wieder morgens, ziemlich warm und die Sonne stand hoch am Himmel, ohne auch nur eine Wolke. Lian und sein Hund nähertem sich dem Stadttor, und traten ein. Die Stadt war groß, er selbst war noch nie in Denerim.
Mitten auf dem Marktplatz hielt er an. Sein blick glitt heimlich und so das es niemand sehen konnte, zur Kirche. Vor der Kirchentür standen zwei Templer, und eine Kirchenangehörige. "Bastarde." flüsterte Lian, verkrampft.
Mit dem Blick weiter auf dem Boden gesenkt, machte er sich auf den Weg in die Taverne. Zusammen mit seinem Hund ging er zu einem Tisch in der Ecke. Lian bestellte sich Brot, Wurst, Käse und einen Krug Bier. Die Wurst gab er seinem Hund, er selbst aß ein Brot mit Käse und trank danach gemütlich sein Bier.
Er musste unbedingt zu Miandra. Wenn sie wüsste, das sich ihre Tochter hier in Denerim aufhielt. Und wenn sie wüsste, das die Kirche in dem ganzen Sklavenhandel verwickelt war. Oh Erbauer, was würde sie sagen. Doch ehe er sich versah, nickte er in seinem Stuhl ein, und schlief eine Weile.
Es war bereits wieder morgens, ziemlich warm und die Sonne stand hoch am Himmel, ohne auch nur eine Wolke. Lian und sein Hund nähertem sich dem Stadttor, und traten ein. Die Stadt war groß, er selbst war noch nie in Denerim.
Mitten auf dem Marktplatz hielt er an. Sein blick glitt heimlich und so das es niemand sehen konnte, zur Kirche. Vor der Kirchentür standen zwei Templer, und eine Kirchenangehörige. "Bastarde." flüsterte Lian, verkrampft.
Mit dem Blick weiter auf dem Boden gesenkt, machte er sich auf den Weg in die Taverne. Zusammen mit seinem Hund ging er zu einem Tisch in der Ecke. Lian bestellte sich Brot, Wurst, Käse und einen Krug Bier. Die Wurst gab er seinem Hund, er selbst aß ein Brot mit Käse und trank danach gemütlich sein Bier.
Er musste unbedingt zu Miandra. Wenn sie wüsste, das sich ihre Tochter hier in Denerim aufhielt. Und wenn sie wüsste, das die Kirche in dem ganzen Sklavenhandel verwickelt war. Oh Erbauer, was würde sie sagen. Doch ehe er sich versah, nickte er in seinem Stuhl ein, und schlief eine Weile.
#64
Posted 24 July 2010 - 02:09 PM
„Ja Hoffnung …“, murmelte sie und blickte dabei zu Vernita, „Es ist wohl eher ein Verdrängen der Tatsachen.“, sie hielt kurz inne, bevor sie ernster und deutlicher wurde, „Ich danke Euch, für Eure Hilfe. Es tut gut jemanden anzutreffen, der versteht, wieso man so ist, wie man ist ... Doch genug davon! Vergangene Erinnerungen zerstören nur die Stimmung und übrige Freunden am Leben.“
Danach schwieg sie eine Weile und aß weiter an dem Fleisch und Brot, bis sie satt war. „Ach.“, seufzte sie, „Das Gefühl sich nach einem Tag, wo man nur auf den Beinen war, sich endlich den Magen vollschlagen zu können, an einem warmen Feuer zu sitzen und den Nachthimmel zu betrachten … Solange man solche Kleinigkeiten noch bemerkt, lohnt es sich zu kämpfen ...“
Anschließend zog sie ihren Umhang enger, legte sich mit ihrem Kopf auf ihre Tasche und lauschte dem Knirschen des Holzes, wie es langsam verbrannte. Sie schloss die Augen und dachte an Elana. Wo sie wohl gerade war? Sie verdrängte die Gedanken, wie sie es immer tat, lauschte dem Zirpen der Grillen, atmete den Geruch des Grases, der Erde und dem verbrannten Holz ein, bis ihr Atem gleichmäßiger wurde, und sie einschlief.
Danach schwieg sie eine Weile und aß weiter an dem Fleisch und Brot, bis sie satt war. „Ach.“, seufzte sie, „Das Gefühl sich nach einem Tag, wo man nur auf den Beinen war, sich endlich den Magen vollschlagen zu können, an einem warmen Feuer zu sitzen und den Nachthimmel zu betrachten … Solange man solche Kleinigkeiten noch bemerkt, lohnt es sich zu kämpfen ...“
Anschließend zog sie ihren Umhang enger, legte sich mit ihrem Kopf auf ihre Tasche und lauschte dem Knirschen des Holzes, wie es langsam verbrannte. Sie schloss die Augen und dachte an Elana. Wo sie wohl gerade war? Sie verdrängte die Gedanken, wie sie es immer tat, lauschte dem Zirpen der Grillen, atmete den Geruch des Grases, der Erde und dem verbrannten Holz ein, bis ihr Atem gleichmäßiger wurde, und sie einschlief.
#65
Posted 24 July 2010 - 02:31 PM
„Steh auf, du Schlampe!“ knurrte der Mann und schüttelte den Arm der Elfe. „Deine Anwesenheit wird verlangt!“
„Mann, Fento! Beeil dich!“ protestierte der zweite Mann, der am Zelleneingang auf seinen Kameraden wartete. „Gleich gibt es was zu futtern, und ich sterbe vor Hunger!“
„Ja, ja. Beruhige dich. Nun wach schon auf, du Miststück!“ tobte Fento weiter und beugte sich dabei über die Elfe. Genau darauf hatte Vernita gewartet. Sie fuhr auf ihrer Liege herum, bevor sie der Wache einen alten, rostigen Nagel in das linke Auge rammte. Der Mann schrie schmerzerfüllt auf, wobei er zwei Schritte zurücktorkelte und versuchte, den Eisenstift aus seinem Auge zu ziehen.
Vernita selbst sprang auf, zog Fentos Schwert aus dessen Scheide und stürzte damit auf die Wache zu, die noch am Zelleneingang stand. Zwei Sekunden später stand sie schon direkt vor dem Mann, und musterte ihn für einen winzigen Augenblick. Starr vor Schreck blickte die Wache der Elfe ins Gesicht, das von Hass und Wut verzerrt war. Ihre dunkelbraunen Augen funkelten böse. Sie selbst erkannte, daß dieser Mann kaum älter war als sie selbst, dennoch kannte sie keine Gnade. Das war der Mann, der sie ausgepeitscht hatte. Der ein teuflisches Vergnügen dabei empfunden hatte, ihr Schmerzen zuzufügen. Und dafür musste er sterben.
Bevor die Wache seine Waffe ziehen oder auch nur einen Laut von sich geben konnte, rammte sie ihm Fentos Schwert in den Bauch. Der Mann stöhnte auf, als die Waffe seinen Körper durchstieß. Die Elfe zog das Schwert wieder heraus und die Wache sackte auf die Knie. Er hielt sich die Hände auf die Wunde, während er nach oben auf die Elfe starrte. Sein Mund stand dabei halb offen, die Augen waren weit aufgerissen.
„Warte!“ zischte Vernita böse. „Jetzt bin ich wieder dran!“
Die Worte der Elfe brannten sich in das Gehirn des Mannes ein. Silbe für Silbe, Buchstabe für Buchstabe. Und er wusste genau, worauf sie anspielte. Dieselbe Sätze hatte er selbst zu seinem Kameraden Fento bei Vernitas ersten „Sitzung“ gesagt. Nun war ihm klar, was sie getan hatten. Sie hatten ein Monster geschaffen. Ein Wesen, für daß es nur noch Blut und Tod geben würde. Und er war ihr erstes Opfer.
Vernita zögerte nicht länger, sondern stieß mit einem wilden Schrei auf den Lippen das Schwert in den Mund des Mannes, bis die Klinge an seinem Hinterkopf wieder zum Vorschein kam. Ein Röcheln entwich der Kehle der Wache, bevor sie tot zusammensackte.
Fauchend wandte sich die Elfe um, das blutbefleckte Schwert in der rechten Hand haltend. Fento hatte es inzwischen geschafft, sich den Nagel aus dem Auge zu ziehen. Kreischend und mit blutüberströmten Gesicht, starrte er Vernita an, das Gesicht von Wut und Wahnsinn entstellt.
Als er merkte, dass die Elfe seine Waffe in der Hand hielt, stürmte er wie von Sinnen auf die Frau zu. Die Hände in ihre Richtung gestreckt, versuchte er die Kehle Vernitas zu umklammern. Diese wich seinem plumpen Angriff einfach aus, wobei sie ihm zudem noch ein Bein stellte. Fento kam zu Fall und krachte auf den Boden. Er stöhnte kurz auf, bevor er sich wieder in der Gewalt hatte. Er drehte sich auf den Rücken und wollte gerade wieder aufstehen, als die Elfe schon über ihm stand.
„Mal sehen, ob du das spürst!“ fauchte Vernita und stieß das Schwert in den Unterleib des Mannes. Fento schrie wie am Spieß und hielt seine Hände schützend nach oben, um weitere Angriffe damit abzuwehren. Die Elfe nutzte dies, um dem Mann mit einem kräftigen Hieb die rechte Hand abzuschlagen. Blut spritzte aus dem Armstumpf und aus der Wunde in Fentos Unterleib und verteilte sich in einer großen Lache auf dem Zellenboden. Der Mann kreischte immer noch.
„Ich hätte Lust, den ganzen Tag damit zu verbringen, dich in kleine Stückchen zu hacken, du mieses Stück Dreck!“ zischte Vernita, wobei sie das Schwert auf die Brust des Mannes setzte. „Doch ich habe weder die Zeit dazu, noch bist du diese Mühe überhaupt wert! Möge Deine Seele in ewiger Verdammnis brennen!“
Die Elfe stieß die Waffe in den Brustkorb Fentos, bis die Klinge auf den Boden unter ihm traf. Röchelnd hauchte die Wache sein Leben aus. Seine Arme fielen schlaff herunter. Seine Augen verloren jeden Glanz und blickten leer ins Nichts. Vernita ließ das Schwert in seiner Brust stecken, als sie sich von ihm abwandte.
Sie trat auf den Gang und sah sich um. Niemand war zu sehen. Anscheinend waren Fento und sein Kumpan die einzigen Wachen, die sich hier im Moment aufhielten. Die anderen waren bestimmt schon alle beim Essen. Die Elfe grinste kurz, bevor sie die Beine ihres ersten Opfers packte und diesen in die Zelle schleifte. Dort zog sie diesem die Rüstung aus und streifte sie sich selbst über. Sie passte zwar nicht ganz, aber es würde schon gehen. Anschließend schnappte sie sich noch seine Waffe und verließ den Zellentrakt.
Es dauerte eine Weile, bis sie ihr Ziel erreicht hatte. Sie schlich sich geschickt durch das Anwesen des Adeligen. Sie kannte sich hier schließlich aus. Sie musste ihn ja oft genug besuchen. Als sie das Schlafzimmer des Hausherren betrat, sah sie ihn auch schon auf dem breiten Himmelbett liegen. Er schien zu schlafen. Ihr Blick fiel auf den Nachttisch neben dem Bett. Dort lag der Dolch, mit dem er sie so oft gefügig gemacht hatte. Instinktiv fasste sie sich an die Narbe unter ihrem Ohr. Und dann kam ihr die Idee.
Sie zog leise die Rüstung aus und entledigte sich auch ihrer übrigen Kleidung. Nackt und nur mit dem Schwert in der Hand schlich sie zum Bett. Sie griff sich den Dolch, bevor sie langsam zu dem bärtigen, dunkelhäutigen Mann über die Matratze kroch. Sie setzte sich auf die Brust des Mannes, der dies aber nicht mitbekam. Zumindest wachte er nicht auf. Nur ein zufriedenes Grinsen umspielte seine Lippen.
‚Na warte, du Schwein!’ dachte die Elfe bei sich, wobei ihr Blick auf die linke Hand des Mannes fiel, welche neben seinem Kopf auf dem Kissen lag. Ein hämisches Grinsen lag auf Vernitas Lippen, als sie mit dem Schwert ausholte und es im nächsten Moment durch die Hand ihres neuen Opfers stieß. Die scharfe Klinge der Waffe durchstieß mit Leichtigkeit die Handfläche und nagelte diese an der Matratze des Bettes fest. Blut drang aus der Wunde, färbte die Bettwäsche rot. Der Mann wachte schreiend auf und wollte schon aus dem Bett springen, als er den Dolch an seiner Kehle spürte. Sein Schreien wurde zu einem Wimmern und er ließ sich zurück in die Kissen sinken.
„Hallo, Süßer“, flüsterte sie sanft, doch mit einem gefährlichen Unterton in der Stimme. Sie ließ den Dolch sachte über die Kehle des Mannes gleiten, bis unter seine linkes Ohr. Genau an die Stelle, an der sie selbst immer diese Waffe spüren musste, während sie mit diesem Mann zusammen war. „Wir beide wollen doch noch etwas Spaß haben, nicht wahr?“
Sie griff nach der rechten Hand des Mannes und presste diese an ihre linke Brust. Der Mann spürte, daß sich ihre Brustwarzen erhärteten. Ein wohliger Schauer lief über den Rücken der Elfe.
„Spürst du das, mein Schatz?“ fragte sie hämisch grinsend. „Es ist das erste mal, dass deine Anwesenheit mich so in Ekstase versetzt. Freust du dich nicht darüber?“ Während sie sprach, bohrte sie den Dolch in den Hals des Mannes, allerdings nicht zu tief. Schließlich sollte er nicht daran sterben. Noch nicht.
Das Gesicht des Mannes verzerrte sich vor Schmerz und Angst. Schweiß stand auf seiner Stirn und Panik lag in seinen Augen. Er wollte sich befreien, doch er kam nicht weg. Seine linke Hand war nach wie vor am Bett festgenagelt und seine rechte hielt die Elfe krampfhaft an ihre Brust gepresst.
„Dann lasst uns endlich beginnen, mein Liebling“, hauchte sie voller Wut, aber auch voller Erregung, denn ihr ganzer Körper verspürte eine unbändige Lust. Ihr wurde gleichzeitig heiß und kalt und ein Kribbeln fuhr über ihr Haut.
Sie holte mit dem Dolch aus und stach diesen dann in die Wange des Mannes. Blut spritzte aus der Wunde, während der Mann zu Kreischen begann. Doch niemand würde ihn hören. Vernitas Schreien blieben auch immer unbeachtet. Sie zog den Dolch wieder heraus und stach ein weiteres mal zu, diesmal in seine Nase.
„Komm, mein Hengst! Zeig es mir endlich!“ stöhnte sie laut und lachte dabei vor Lust und Befriedigung. Endlich war er da. Der Tag der Rache. Und den wollte sie auskosten. Nach so vielen Jahren der Schmerzen und Demütigungen war es endlich soweit. Er musste bezahlen, für alles, was er ihr angetan hatte.
Sie tobte und wütete. Sie stach, schnitt und schlitzte ihm das ganze Gesicht auf. Ein Auge fiel ihr zum Opfer, die Nase wurde abgeschnitten, ebenso die Unterlippe und die Zunge. Haare samt der Haut darunter flogen über das Kissen. Schon war das Antlitz des Mannes nicht mehr zu erkennen. Aus seinem Schreien war nur noch ein Wimmern und Röcheln geworden. Seine Kraft ließ langsam nach. Hatte er sich zuvor noch krampfhaft an ihre Brust gekrallt, so war sein Griff jetzt nur noch schlaff und kraftlos.
Die Elfe hingegen lachte und stöhnte die ganze Zeit über. Zwischendurch verspottete sie den Mann, während sie wie eine Furie über ihn herfiel. Sie war im Blutrausch. Ihre Augen funkelten und ihr Gesicht war eine Maske des Hasses. Erst als sie merkte, das die Kraft des Mannes nachließ, wurde sie wieder ruhiger. Sie drückte die rechte Hand des Mannes auf das Bett, bevor sie auch diese mit dem Dolch an die Matratze nagelte.
„So, mein Schatz!“ keuchte sie atemlos und überaus befriedigt. „Ich werde nun gehen, Liebling. Aber zuerst bekommst du noch einen Abschiedskuss von mir. Wie es sich unter Liebenden gehört.“
Sie schob den Kopf des Mannes nach oben, so daß dessen Hals frei lag. Dann öffnete sie weit ihren Mund und biss ihm in die Kehle. Mit ihren Zähnen zerrte und riss sie an der Schlagader des Mannes herum, bis sie schließlich ein großes Stück aus seinem Hals herausgebissen hatte. Sie hob den Kopf wieder und spuckte dem Mann das Stück Fleisch mitten ins Gesicht, während das Blut einer Fontäne gleich aus der Wunde sprudelte und sie von oben bis unten bespritzte. Vernita genoss es, vom Blut des Mannes bespritzt zu werden. Sie hatte die Augen geschlossen und atmete langsam und zufrieden ein und aus. Nachdem der Blutstrom etwas nachließ öffnete sie die Augen und blickte noch einmal auf die entstellte Leiche des Mannes.
„Ich habe das alles nur für dich getan, mein Schatz“, flüsterte sie leise, bevor sie zufrieden zu lachen begann.
Vernita schreckte auf und zog dabei eines ihrer Schwerter. Schwer atmend saß sie da und wusste im ersten Moment nicht, wo sie sich befand. Sie blickte sich um und fand sich auf einer kleinen Waldlichtung wieder. Ihr Blick fiel auf Miandra und Hennrik, die schlafend neben dem erloschenen Lagerfeuer lagen. Die Erinnerung an die vergangenen Tage kam zu ihr zurück. Sie beruhigte ihr Atmung und steckte das Schwert weg.
Die ersten Sonnenstrahlen erschienen bereits am Horizont. Es war also an der Zeit aufzubrechen. Sie stand auf und ging zu Miandra. Sie schüttelte sie leicht an der Schulter. „Wacht auf, es ist Zeit. Wir müssen weiter.“
„Mann, Fento! Beeil dich!“ protestierte der zweite Mann, der am Zelleneingang auf seinen Kameraden wartete. „Gleich gibt es was zu futtern, und ich sterbe vor Hunger!“
„Ja, ja. Beruhige dich. Nun wach schon auf, du Miststück!“ tobte Fento weiter und beugte sich dabei über die Elfe. Genau darauf hatte Vernita gewartet. Sie fuhr auf ihrer Liege herum, bevor sie der Wache einen alten, rostigen Nagel in das linke Auge rammte. Der Mann schrie schmerzerfüllt auf, wobei er zwei Schritte zurücktorkelte und versuchte, den Eisenstift aus seinem Auge zu ziehen.
Vernita selbst sprang auf, zog Fentos Schwert aus dessen Scheide und stürzte damit auf die Wache zu, die noch am Zelleneingang stand. Zwei Sekunden später stand sie schon direkt vor dem Mann, und musterte ihn für einen winzigen Augenblick. Starr vor Schreck blickte die Wache der Elfe ins Gesicht, das von Hass und Wut verzerrt war. Ihre dunkelbraunen Augen funkelten böse. Sie selbst erkannte, daß dieser Mann kaum älter war als sie selbst, dennoch kannte sie keine Gnade. Das war der Mann, der sie ausgepeitscht hatte. Der ein teuflisches Vergnügen dabei empfunden hatte, ihr Schmerzen zuzufügen. Und dafür musste er sterben.
Bevor die Wache seine Waffe ziehen oder auch nur einen Laut von sich geben konnte, rammte sie ihm Fentos Schwert in den Bauch. Der Mann stöhnte auf, als die Waffe seinen Körper durchstieß. Die Elfe zog das Schwert wieder heraus und die Wache sackte auf die Knie. Er hielt sich die Hände auf die Wunde, während er nach oben auf die Elfe starrte. Sein Mund stand dabei halb offen, die Augen waren weit aufgerissen.
„Warte!“ zischte Vernita böse. „Jetzt bin ich wieder dran!“
Die Worte der Elfe brannten sich in das Gehirn des Mannes ein. Silbe für Silbe, Buchstabe für Buchstabe. Und er wusste genau, worauf sie anspielte. Dieselbe Sätze hatte er selbst zu seinem Kameraden Fento bei Vernitas ersten „Sitzung“ gesagt. Nun war ihm klar, was sie getan hatten. Sie hatten ein Monster geschaffen. Ein Wesen, für daß es nur noch Blut und Tod geben würde. Und er war ihr erstes Opfer.
Vernita zögerte nicht länger, sondern stieß mit einem wilden Schrei auf den Lippen das Schwert in den Mund des Mannes, bis die Klinge an seinem Hinterkopf wieder zum Vorschein kam. Ein Röcheln entwich der Kehle der Wache, bevor sie tot zusammensackte.
Fauchend wandte sich die Elfe um, das blutbefleckte Schwert in der rechten Hand haltend. Fento hatte es inzwischen geschafft, sich den Nagel aus dem Auge zu ziehen. Kreischend und mit blutüberströmten Gesicht, starrte er Vernita an, das Gesicht von Wut und Wahnsinn entstellt.
Als er merkte, dass die Elfe seine Waffe in der Hand hielt, stürmte er wie von Sinnen auf die Frau zu. Die Hände in ihre Richtung gestreckt, versuchte er die Kehle Vernitas zu umklammern. Diese wich seinem plumpen Angriff einfach aus, wobei sie ihm zudem noch ein Bein stellte. Fento kam zu Fall und krachte auf den Boden. Er stöhnte kurz auf, bevor er sich wieder in der Gewalt hatte. Er drehte sich auf den Rücken und wollte gerade wieder aufstehen, als die Elfe schon über ihm stand.
„Mal sehen, ob du das spürst!“ fauchte Vernita und stieß das Schwert in den Unterleib des Mannes. Fento schrie wie am Spieß und hielt seine Hände schützend nach oben, um weitere Angriffe damit abzuwehren. Die Elfe nutzte dies, um dem Mann mit einem kräftigen Hieb die rechte Hand abzuschlagen. Blut spritzte aus dem Armstumpf und aus der Wunde in Fentos Unterleib und verteilte sich in einer großen Lache auf dem Zellenboden. Der Mann kreischte immer noch.
„Ich hätte Lust, den ganzen Tag damit zu verbringen, dich in kleine Stückchen zu hacken, du mieses Stück Dreck!“ zischte Vernita, wobei sie das Schwert auf die Brust des Mannes setzte. „Doch ich habe weder die Zeit dazu, noch bist du diese Mühe überhaupt wert! Möge Deine Seele in ewiger Verdammnis brennen!“
Die Elfe stieß die Waffe in den Brustkorb Fentos, bis die Klinge auf den Boden unter ihm traf. Röchelnd hauchte die Wache sein Leben aus. Seine Arme fielen schlaff herunter. Seine Augen verloren jeden Glanz und blickten leer ins Nichts. Vernita ließ das Schwert in seiner Brust stecken, als sie sich von ihm abwandte.
Sie trat auf den Gang und sah sich um. Niemand war zu sehen. Anscheinend waren Fento und sein Kumpan die einzigen Wachen, die sich hier im Moment aufhielten. Die anderen waren bestimmt schon alle beim Essen. Die Elfe grinste kurz, bevor sie die Beine ihres ersten Opfers packte und diesen in die Zelle schleifte. Dort zog sie diesem die Rüstung aus und streifte sie sich selbst über. Sie passte zwar nicht ganz, aber es würde schon gehen. Anschließend schnappte sie sich noch seine Waffe und verließ den Zellentrakt.
Es dauerte eine Weile, bis sie ihr Ziel erreicht hatte. Sie schlich sich geschickt durch das Anwesen des Adeligen. Sie kannte sich hier schließlich aus. Sie musste ihn ja oft genug besuchen. Als sie das Schlafzimmer des Hausherren betrat, sah sie ihn auch schon auf dem breiten Himmelbett liegen. Er schien zu schlafen. Ihr Blick fiel auf den Nachttisch neben dem Bett. Dort lag der Dolch, mit dem er sie so oft gefügig gemacht hatte. Instinktiv fasste sie sich an die Narbe unter ihrem Ohr. Und dann kam ihr die Idee.
Sie zog leise die Rüstung aus und entledigte sich auch ihrer übrigen Kleidung. Nackt und nur mit dem Schwert in der Hand schlich sie zum Bett. Sie griff sich den Dolch, bevor sie langsam zu dem bärtigen, dunkelhäutigen Mann über die Matratze kroch. Sie setzte sich auf die Brust des Mannes, der dies aber nicht mitbekam. Zumindest wachte er nicht auf. Nur ein zufriedenes Grinsen umspielte seine Lippen.
‚Na warte, du Schwein!’ dachte die Elfe bei sich, wobei ihr Blick auf die linke Hand des Mannes fiel, welche neben seinem Kopf auf dem Kissen lag. Ein hämisches Grinsen lag auf Vernitas Lippen, als sie mit dem Schwert ausholte und es im nächsten Moment durch die Hand ihres neuen Opfers stieß. Die scharfe Klinge der Waffe durchstieß mit Leichtigkeit die Handfläche und nagelte diese an der Matratze des Bettes fest. Blut drang aus der Wunde, färbte die Bettwäsche rot. Der Mann wachte schreiend auf und wollte schon aus dem Bett springen, als er den Dolch an seiner Kehle spürte. Sein Schreien wurde zu einem Wimmern und er ließ sich zurück in die Kissen sinken.
„Hallo, Süßer“, flüsterte sie sanft, doch mit einem gefährlichen Unterton in der Stimme. Sie ließ den Dolch sachte über die Kehle des Mannes gleiten, bis unter seine linkes Ohr. Genau an die Stelle, an der sie selbst immer diese Waffe spüren musste, während sie mit diesem Mann zusammen war. „Wir beide wollen doch noch etwas Spaß haben, nicht wahr?“
Sie griff nach der rechten Hand des Mannes und presste diese an ihre linke Brust. Der Mann spürte, daß sich ihre Brustwarzen erhärteten. Ein wohliger Schauer lief über den Rücken der Elfe.
„Spürst du das, mein Schatz?“ fragte sie hämisch grinsend. „Es ist das erste mal, dass deine Anwesenheit mich so in Ekstase versetzt. Freust du dich nicht darüber?“ Während sie sprach, bohrte sie den Dolch in den Hals des Mannes, allerdings nicht zu tief. Schließlich sollte er nicht daran sterben. Noch nicht.
Das Gesicht des Mannes verzerrte sich vor Schmerz und Angst. Schweiß stand auf seiner Stirn und Panik lag in seinen Augen. Er wollte sich befreien, doch er kam nicht weg. Seine linke Hand war nach wie vor am Bett festgenagelt und seine rechte hielt die Elfe krampfhaft an ihre Brust gepresst.
„Dann lasst uns endlich beginnen, mein Liebling“, hauchte sie voller Wut, aber auch voller Erregung, denn ihr ganzer Körper verspürte eine unbändige Lust. Ihr wurde gleichzeitig heiß und kalt und ein Kribbeln fuhr über ihr Haut.
Sie holte mit dem Dolch aus und stach diesen dann in die Wange des Mannes. Blut spritzte aus der Wunde, während der Mann zu Kreischen begann. Doch niemand würde ihn hören. Vernitas Schreien blieben auch immer unbeachtet. Sie zog den Dolch wieder heraus und stach ein weiteres mal zu, diesmal in seine Nase.
„Komm, mein Hengst! Zeig es mir endlich!“ stöhnte sie laut und lachte dabei vor Lust und Befriedigung. Endlich war er da. Der Tag der Rache. Und den wollte sie auskosten. Nach so vielen Jahren der Schmerzen und Demütigungen war es endlich soweit. Er musste bezahlen, für alles, was er ihr angetan hatte.
Sie tobte und wütete. Sie stach, schnitt und schlitzte ihm das ganze Gesicht auf. Ein Auge fiel ihr zum Opfer, die Nase wurde abgeschnitten, ebenso die Unterlippe und die Zunge. Haare samt der Haut darunter flogen über das Kissen. Schon war das Antlitz des Mannes nicht mehr zu erkennen. Aus seinem Schreien war nur noch ein Wimmern und Röcheln geworden. Seine Kraft ließ langsam nach. Hatte er sich zuvor noch krampfhaft an ihre Brust gekrallt, so war sein Griff jetzt nur noch schlaff und kraftlos.
Die Elfe hingegen lachte und stöhnte die ganze Zeit über. Zwischendurch verspottete sie den Mann, während sie wie eine Furie über ihn herfiel. Sie war im Blutrausch. Ihre Augen funkelten und ihr Gesicht war eine Maske des Hasses. Erst als sie merkte, das die Kraft des Mannes nachließ, wurde sie wieder ruhiger. Sie drückte die rechte Hand des Mannes auf das Bett, bevor sie auch diese mit dem Dolch an die Matratze nagelte.
„So, mein Schatz!“ keuchte sie atemlos und überaus befriedigt. „Ich werde nun gehen, Liebling. Aber zuerst bekommst du noch einen Abschiedskuss von mir. Wie es sich unter Liebenden gehört.“
Sie schob den Kopf des Mannes nach oben, so daß dessen Hals frei lag. Dann öffnete sie weit ihren Mund und biss ihm in die Kehle. Mit ihren Zähnen zerrte und riss sie an der Schlagader des Mannes herum, bis sie schließlich ein großes Stück aus seinem Hals herausgebissen hatte. Sie hob den Kopf wieder und spuckte dem Mann das Stück Fleisch mitten ins Gesicht, während das Blut einer Fontäne gleich aus der Wunde sprudelte und sie von oben bis unten bespritzte. Vernita genoss es, vom Blut des Mannes bespritzt zu werden. Sie hatte die Augen geschlossen und atmete langsam und zufrieden ein und aus. Nachdem der Blutstrom etwas nachließ öffnete sie die Augen und blickte noch einmal auf die entstellte Leiche des Mannes.
„Ich habe das alles nur für dich getan, mein Schatz“, flüsterte sie leise, bevor sie zufrieden zu lachen begann.
Vernita schreckte auf und zog dabei eines ihrer Schwerter. Schwer atmend saß sie da und wusste im ersten Moment nicht, wo sie sich befand. Sie blickte sich um und fand sich auf einer kleinen Waldlichtung wieder. Ihr Blick fiel auf Miandra und Hennrik, die schlafend neben dem erloschenen Lagerfeuer lagen. Die Erinnerung an die vergangenen Tage kam zu ihr zurück. Sie beruhigte ihr Atmung und steckte das Schwert weg.
Die ersten Sonnenstrahlen erschienen bereits am Horizont. Es war also an der Zeit aufzubrechen. Sie stand auf und ging zu Miandra. Sie schüttelte sie leicht an der Schulter. „Wacht auf, es ist Zeit. Wir müssen weiter.“
#66
Posted 24 July 2010 - 03:56 PM
Die Nacht verlief für Miandra ruhig, sie verbrachte einen traumlosen Schlaf. Nachdem Vernita sie geweckt hatte, trank sie etwas aus dem Wasserschlauch, und begann mit den Füßen Erde über die Feuerstelle zu schieben, und diese anschließend niederzutrampeln. Dann blickte sie nach Osten, wo bereits die Sonne zu sehen war, und anschließend zu Hennrik, welcher gerade eher unsanft von Vernita geweckt wurde.
Das erste was dieser Tat, war seine Pfeife zu stopfen, und kleine Rauchringe zu pusten, dann stand er auf, und wirkte für einen kurzen Moment wie ein junger Knabe. Man musste dem Mann nur etwas Schlaf gönnen, und schon trotze er voller Energie. Ja, der Alte war ein Rätsel für sich, dachte sich Miandra. Sie bekam selten, solch alte Menschen zu Gesicht, da die meisten vorher im Krieg fielen, oder durch Krankheiten ihr Ende fanden. Sie stellte sich kurz die Frage, wie lange ein Mensch wohl leben konnte. Hennrik war bestimmt älter als siebzig Winter. Was man wohl alles erleben konnte, in einer solch langen Zeit, und dennoch wirkte er lebensfroh. Ein wenig Neid kam in Miandra hoch, als sie erkannte, dass er scheinbar nie echtes Leid erfuhr, und sie wandte den Blick ab.
Wortlos folgte sie Vernita, weiterhin in Richtung Osten. Wie schon tags zuvor, konnte sich der alte Mann hinter ihr seine Lieder nicht verkneifen und pfiff eines nach dem anderen vor sich hin. Einige harmlose Wolken bedecken den Himmel, doch ansonsten war es ein friedvoller Tag.
Miandras Gedanken schweiften nur ein Mal ab. Sie dachte an ihren Vater. Seit sie geheiratet hatte, sah sie ihre Eltern nur noch zu besonderen Anlässen, und die letzten Jahre brach sie den Kontakt komplett ab. Sie zwangen sich schließlich auch immer eher selbst dazu, sie zu besuchen, einfach um ‚das gute Bild zu wahren‘, anstatt es wirklich zu wollen. Doch mit der Zeit wurde es ihr gleichgültig, was andere von ihr dachten. Sie hatte sich nie, für das was er ihr angetan hatte, gerächt, verdrängte es einfach, doch jetzt wo sie das alles einfach erzählte, kamen ihr die Bilder wieder in den Sinn. Außer ihrem Bruder erzählte sie niemanden etwas von dem Vorfall, wohl aus Angst, schließlich würde er vielleicht noch leben, wenn sie es ihm nicht erzählt hätte. Doch was würde ihr die Rache an etwas, das ihr vor so vielen Jahren widerfuhr bringen? Nein, sie würde es einfach vergessen, so wie sie es bisher auch getan hatte.
Sie schüttelte den Kopf und blickte zum Himmel. Die Sonne stand inzwischen genau über ihnen, wie schnell doch die Zeit verging, aber der Weg nach Denerim schien kein Ende zu haben.
Sie blickte wieder nach vorne, wodurch ihr Vernita ins Blickfeld fiel. Sie wollte sich nicht ausmalen, was die Elfe sonst noch alles erlebt hatte. Sie war ein Fass, welches bereits des Öfteren überlief, dem war sie sich sicher. Doch so eigenartig es auch war, fühlte sie sich in ihrer Gegenwart wohler, als all die Jahre unter all den Hausfrauen, wo sie ihre Rolle perfekt schauspielern musste. Nach außen immer so wirken, als sei alles in Ordnung, auch wenn es nicht so war. Ja sie war eine perfekte Schauspielerin geworden, ohne es wirklich zu wollen. Wieso wurde ihr das erst jetzt bewusst? Wieso war sie nicht schon viel früher einfach von dort verschwunden, sondern spielte das Spiel immer länger mit?
Sie schüttelte erneut den Kopf, wie wenn sie dadurch die Gedanken wegscheuchen könnte, und blickte zu den Bäumen, wo sie einige Vögel ausmachen konnte, so wie abgefallene Blätter, die durch den Wind getragen wurden.
Das erste was dieser Tat, war seine Pfeife zu stopfen, und kleine Rauchringe zu pusten, dann stand er auf, und wirkte für einen kurzen Moment wie ein junger Knabe. Man musste dem Mann nur etwas Schlaf gönnen, und schon trotze er voller Energie. Ja, der Alte war ein Rätsel für sich, dachte sich Miandra. Sie bekam selten, solch alte Menschen zu Gesicht, da die meisten vorher im Krieg fielen, oder durch Krankheiten ihr Ende fanden. Sie stellte sich kurz die Frage, wie lange ein Mensch wohl leben konnte. Hennrik war bestimmt älter als siebzig Winter. Was man wohl alles erleben konnte, in einer solch langen Zeit, und dennoch wirkte er lebensfroh. Ein wenig Neid kam in Miandra hoch, als sie erkannte, dass er scheinbar nie echtes Leid erfuhr, und sie wandte den Blick ab.
Wortlos folgte sie Vernita, weiterhin in Richtung Osten. Wie schon tags zuvor, konnte sich der alte Mann hinter ihr seine Lieder nicht verkneifen und pfiff eines nach dem anderen vor sich hin. Einige harmlose Wolken bedecken den Himmel, doch ansonsten war es ein friedvoller Tag.
Miandras Gedanken schweiften nur ein Mal ab. Sie dachte an ihren Vater. Seit sie geheiratet hatte, sah sie ihre Eltern nur noch zu besonderen Anlässen, und die letzten Jahre brach sie den Kontakt komplett ab. Sie zwangen sich schließlich auch immer eher selbst dazu, sie zu besuchen, einfach um ‚das gute Bild zu wahren‘, anstatt es wirklich zu wollen. Doch mit der Zeit wurde es ihr gleichgültig, was andere von ihr dachten. Sie hatte sich nie, für das was er ihr angetan hatte, gerächt, verdrängte es einfach, doch jetzt wo sie das alles einfach erzählte, kamen ihr die Bilder wieder in den Sinn. Außer ihrem Bruder erzählte sie niemanden etwas von dem Vorfall, wohl aus Angst, schließlich würde er vielleicht noch leben, wenn sie es ihm nicht erzählt hätte. Doch was würde ihr die Rache an etwas, das ihr vor so vielen Jahren widerfuhr bringen? Nein, sie würde es einfach vergessen, so wie sie es bisher auch getan hatte.
Sie schüttelte den Kopf und blickte zum Himmel. Die Sonne stand inzwischen genau über ihnen, wie schnell doch die Zeit verging, aber der Weg nach Denerim schien kein Ende zu haben.
Sie blickte wieder nach vorne, wodurch ihr Vernita ins Blickfeld fiel. Sie wollte sich nicht ausmalen, was die Elfe sonst noch alles erlebt hatte. Sie war ein Fass, welches bereits des Öfteren überlief, dem war sie sich sicher. Doch so eigenartig es auch war, fühlte sie sich in ihrer Gegenwart wohler, als all die Jahre unter all den Hausfrauen, wo sie ihre Rolle perfekt schauspielern musste. Nach außen immer so wirken, als sei alles in Ordnung, auch wenn es nicht so war. Ja sie war eine perfekte Schauspielerin geworden, ohne es wirklich zu wollen. Wieso wurde ihr das erst jetzt bewusst? Wieso war sie nicht schon viel früher einfach von dort verschwunden, sondern spielte das Spiel immer länger mit?
Sie schüttelte erneut den Kopf, wie wenn sie dadurch die Gedanken wegscheuchen könnte, und blickte zu den Bäumen, wo sie einige Vögel ausmachen konnte, so wie abgefallene Blätter, die durch den Wind getragen wurden.
#67
Posted 24 July 2010 - 07:00 PM
Sie wanderten schon eine ganze Weile die Straße nach Denerim entlang. Vernita ging vorne weg, gefolgt von Miandra, während Hennrik wieder einmal das Schlusslicht bildete. Schweigend marschierten die drei über den staubigen Weg. Nur der Magier pfiff oder summte irgendwelche Lieder vor sich hin oder grummelte etwas Unverständliches in seinen dichten Bart.
Die Sonne stand schon hoch am Himmel und auch einige vereinzelte Wolken zeigten sich dort. Eine leichte Brise streifte durch die Wälder, in der sich die Kronen der Bäume rauschend bewegten. Einige Vögel zwitscherten ihr Lied und in den Büschen bewegten sich allerlei kleine Tiere.
Die drei hingen ihren Gedanken nach. Vernita dachte an die Verderbnis zurück und an die Parallelen zu ihrer heutigen Reise. Erst Ostagar, dann Lothering und jetzt auch noch Denerim. Was kam als nächstes? Etwa Orzammar? Aber dieses mal war es anders. Es gab keine Verderbnis. Auch keine Dunkle Brut. Zumindest spürte sie keine. Nicht wirklich.
Und noch etwas war nicht so wie damals. Es war jemand bei ihr. Sicher, damals hatte sie auch Gefährten, die sie begleiteten, doch diesmal war es anders. Keiner ihrer alten Kampfgefährten bedeutete ihr etwas. Sie waren einfach nur da, ein Mittel zum Zweck. Nicht mehr und nicht weniger. Keiner von ihnen hatte die Elfe jemals verstanden.
Aber diese Frau, Miandra, sie war anders. Auch sie hatte gelitten. Auch ihr wurde fast alles genommen. Vernita mochte die schwarzhaarige Frau. Sie wusste eigentlich gar nicht, wieso. Seit dem Tod ihres Sohnes hatte sie so etwas nicht mehr gefühlt. Es war ungewohnt und schwer zu erfassen. Was bahnte sich da an? Freundschaft? Oder etwa Liebe?
Die Elfe schüttelte den Kopf. Es war zu früh, um sich darüber Gedanken zu machen. Doch etwas war ihr jetzt schon klar. Was auch immer zwischen den beiden Frauen entstehen mag, sie würde nicht zulassen, daß Miandra etwas zustieß. Und wenn sie selbst dafür sterben musste, sie würde ihr helfen, ihre Tochter zu finden.
Ein anderer Gedanke erfasste Vernita. Ein sehr beunruhigender. Miandra konnte kämpfen, daß hatte sie in Lothering bewiesen. Aber sie war keine kampferprobte Kriegerin wie Vernita. Die Elfe hatte schon in unzähligen Kämpfen gestanden und Hunderte wenn nicht gar Tausende von Feinden getötet. Während der Verderbnis und auch danach war jeder Tag für Vernita ein weiterer Kampf gewesen. Sie kannte nichts anderes. Doch Miandra. Wie lange könnte sie durchhalten, wenn sie es erst mit ernstzunehmenden Gegnern zu tun bekamen? Bisher hatten sie ja nur gegen Abschaum gefochten. Aber das würde sich sicher bald ändern. Das hatte die Elfe ganz eindeutig im Gefühl.
Vernita ließ sich zurückfallen, bis sie mit der schwarzhaarigen Frau auf gleicher Höhe war. Als sie nebeneinander herliefen, sah die Elfe Miandra von der Seite her an und lächelte.
„Kennt Ihr Euch eigentlich mit Giften aus?“ fragte sie nach einer kurzen Weile. „Ihr seid sehr geschickt mit Euren Dolchen, doch mit einem guten Waffengift könntet Ihr wahrhaft tödlich sein.“
Die Sonne stand schon hoch am Himmel und auch einige vereinzelte Wolken zeigten sich dort. Eine leichte Brise streifte durch die Wälder, in der sich die Kronen der Bäume rauschend bewegten. Einige Vögel zwitscherten ihr Lied und in den Büschen bewegten sich allerlei kleine Tiere.
Die drei hingen ihren Gedanken nach. Vernita dachte an die Verderbnis zurück und an die Parallelen zu ihrer heutigen Reise. Erst Ostagar, dann Lothering und jetzt auch noch Denerim. Was kam als nächstes? Etwa Orzammar? Aber dieses mal war es anders. Es gab keine Verderbnis. Auch keine Dunkle Brut. Zumindest spürte sie keine. Nicht wirklich.
Und noch etwas war nicht so wie damals. Es war jemand bei ihr. Sicher, damals hatte sie auch Gefährten, die sie begleiteten, doch diesmal war es anders. Keiner ihrer alten Kampfgefährten bedeutete ihr etwas. Sie waren einfach nur da, ein Mittel zum Zweck. Nicht mehr und nicht weniger. Keiner von ihnen hatte die Elfe jemals verstanden.
Aber diese Frau, Miandra, sie war anders. Auch sie hatte gelitten. Auch ihr wurde fast alles genommen. Vernita mochte die schwarzhaarige Frau. Sie wusste eigentlich gar nicht, wieso. Seit dem Tod ihres Sohnes hatte sie so etwas nicht mehr gefühlt. Es war ungewohnt und schwer zu erfassen. Was bahnte sich da an? Freundschaft? Oder etwa Liebe?
Die Elfe schüttelte den Kopf. Es war zu früh, um sich darüber Gedanken zu machen. Doch etwas war ihr jetzt schon klar. Was auch immer zwischen den beiden Frauen entstehen mag, sie würde nicht zulassen, daß Miandra etwas zustieß. Und wenn sie selbst dafür sterben musste, sie würde ihr helfen, ihre Tochter zu finden.
Ein anderer Gedanke erfasste Vernita. Ein sehr beunruhigender. Miandra konnte kämpfen, daß hatte sie in Lothering bewiesen. Aber sie war keine kampferprobte Kriegerin wie Vernita. Die Elfe hatte schon in unzähligen Kämpfen gestanden und Hunderte wenn nicht gar Tausende von Feinden getötet. Während der Verderbnis und auch danach war jeder Tag für Vernita ein weiterer Kampf gewesen. Sie kannte nichts anderes. Doch Miandra. Wie lange könnte sie durchhalten, wenn sie es erst mit ernstzunehmenden Gegnern zu tun bekamen? Bisher hatten sie ja nur gegen Abschaum gefochten. Aber das würde sich sicher bald ändern. Das hatte die Elfe ganz eindeutig im Gefühl.
Vernita ließ sich zurückfallen, bis sie mit der schwarzhaarigen Frau auf gleicher Höhe war. Als sie nebeneinander herliefen, sah die Elfe Miandra von der Seite her an und lächelte.
„Kennt Ihr Euch eigentlich mit Giften aus?“ fragte sie nach einer kurzen Weile. „Ihr seid sehr geschickt mit Euren Dolchen, doch mit einem guten Waffengift könntet Ihr wahrhaft tödlich sein.“
#68
Posted 24 July 2010 - 07:45 PM
„Nun ja mit Giften direkt habe ich bisher keinerlei Erfahrungen gemacht. Ich weiß nur welche Pflanzen zur Giftherstellung geeignet sind ... doch dieses Wissen hatte ich eher, um diese Pflanzen zu meiden. Denn wer will schon ausversehen eine Todeswurzel in seiner Suppe haben, also ich ganz bestimmt nicht!“
Sie zog einen der der Dolche aus dem Gurt und betrachtete diesen, „Ja ein wenig Gift wäre bestimmt hilfreich. Dann muss man nicht so fest zustechen.“, ein leichtes Grinsen lag in ihrem Gesicht. Sie hatte sonst keinerlei Gefühlsregungen wenn sie daran denken musste, dass sie diese Waffen zum Töten bei sich trug, doch der Gedanke gerade gefiel ihr, warum auch immer.
„Habt Ihr Euch das alles selbst beigebracht?“, fragte sie dann und wandte den Blick wieder zu Vernita, „Ich meine Euren Kampfstil und die Herstellung von Giften?“
Sie zog einen der der Dolche aus dem Gurt und betrachtete diesen, „Ja ein wenig Gift wäre bestimmt hilfreich. Dann muss man nicht so fest zustechen.“, ein leichtes Grinsen lag in ihrem Gesicht. Sie hatte sonst keinerlei Gefühlsregungen wenn sie daran denken musste, dass sie diese Waffen zum Töten bei sich trug, doch der Gedanke gerade gefiel ihr, warum auch immer.
„Habt Ihr Euch das alles selbst beigebracht?“, fragte sie dann und wandte den Blick wieder zu Vernita, „Ich meine Euren Kampfstil und die Herstellung von Giften?“
#69
Posted 25 July 2010 - 09:34 AM
„Vor meiner Zeit als Grauer Wächter konnte ich lediglich etwas mit Dolchen und Messern umgehen. Als Elfe, die in einem Gesindelviertel aufgewachsen ist, ist es nicht ungewöhnlich, den Gebrauch mit leichten Waffen zu erlernen. Was anderes bekommt man dort auch nicht in die Finger“, grinste Vernita zurück.
„Nein, den Kampf mit zwei Waffen und auch den Umgang mit Giften und Sprengladungen hat mir ein Assassine aus Antiva beigebracht, der mich während der Verderbnis begleitet hat. Zumindest in den Grundzügen. Ich habe diese Techniken im Laufe der Jahre selbst verfeinert und zur Perfektion gebracht.“
Vernitas Grinsen verbreiterte sich, als sie Miandras neugieriges Gesicht sah.
„Und bevor Ihr fragt. Ja, ich hatte eine sexuelle Beziehung mit diesem Meuchelmörder. Aber nicht aus Lust und schon gar nicht aus Liebe. Ich glaube nicht, daß ich je wieder einen Mann lieben kann, seit...“ Sie hielt kurz inne und schüttelte den Kopf, um nicht wieder die Kontrolle zu verlieren, bevor sie fortfuhr. „Ich habe ihm nur einen Grund geliefert, damit er mich freiwillig in alle seine Geheimnisse einweihte. Männer sind ja so leicht zu durchschauen.“
Die Elfe kramte in ihrer Tasche herum und holte nach einer kurzen Zeit ein Fläschchen mit einer dunklen Flüssigkeit heraus, die sie Miandra übergab.
„Hier nehmt das. Dieses Waffengift ist für den Anwender harmlos, da es seine Wirkung nur im Blutkreislauf des Opfers entfaltet. Ist also genau das Richtige für einen Anfänger. Streicht das vor einem Kampf auf Eure Waffen, es ist recht klebrig, wird also eine ganze Weile auf den Klingen haften bleiben. Wenn ihr damit einen Gegner verletzt, so wird dieser innerhalb von wenigen Sekunden unter leichten Lähmungserscheinungen zu kämpfen haben. Außerdem brennt das Zeug wie Feuer, sobald es mit Blut in Verbindung kommt. Euer Feind wird denken, Ihr hättet ihm eine brennende Fackel in den Arsch geschoben.“
„Nein, den Kampf mit zwei Waffen und auch den Umgang mit Giften und Sprengladungen hat mir ein Assassine aus Antiva beigebracht, der mich während der Verderbnis begleitet hat. Zumindest in den Grundzügen. Ich habe diese Techniken im Laufe der Jahre selbst verfeinert und zur Perfektion gebracht.“
Vernitas Grinsen verbreiterte sich, als sie Miandras neugieriges Gesicht sah.
„Und bevor Ihr fragt. Ja, ich hatte eine sexuelle Beziehung mit diesem Meuchelmörder. Aber nicht aus Lust und schon gar nicht aus Liebe. Ich glaube nicht, daß ich je wieder einen Mann lieben kann, seit...“ Sie hielt kurz inne und schüttelte den Kopf, um nicht wieder die Kontrolle zu verlieren, bevor sie fortfuhr. „Ich habe ihm nur einen Grund geliefert, damit er mich freiwillig in alle seine Geheimnisse einweihte. Männer sind ja so leicht zu durchschauen.“
Die Elfe kramte in ihrer Tasche herum und holte nach einer kurzen Zeit ein Fläschchen mit einer dunklen Flüssigkeit heraus, die sie Miandra übergab.
„Hier nehmt das. Dieses Waffengift ist für den Anwender harmlos, da es seine Wirkung nur im Blutkreislauf des Opfers entfaltet. Ist also genau das Richtige für einen Anfänger. Streicht das vor einem Kampf auf Eure Waffen, es ist recht klebrig, wird also eine ganze Weile auf den Klingen haften bleiben. Wenn ihr damit einen Gegner verletzt, so wird dieser innerhalb von wenigen Sekunden unter leichten Lähmungserscheinungen zu kämpfen haben. Außerdem brennt das Zeug wie Feuer, sobald es mit Blut in Verbindung kommt. Euer Feind wird denken, Ihr hättet ihm eine brennende Fackel in den Arsch geschoben.“
#70
Posted 25 July 2010 - 11:45 AM
„Ja, Männer sind in der Tat leicht zu durchschauen.“, sie drehte sich kurz zu Hennrik um, doch dieser hörte den beiden scheinbar nicht zu, „Versprich ihnen ein Fass Bier und eine Frau die sich alles gefallen lässt, und schon tanzen sie dir um den Finger … und Liebe … nun ja wie soll man lernen zu lieben, wenn man selbst immer nur verachtet wurde … ich denke nicht, dass ich jemals irgendjemanden geliebt habe, außer meiner Tochter … doch das ist eine andere Art der Liebe, würde ich sagen.“
Nein, so ein Gefühl wird sie niemals in sich tragen, dessen war sie sich bewusst. Zu viel aufgestauter und tief vergrabener Hass vergiftet ihre Seele, und verbietet solche Gefühle. Manchmal kam sie selbst sich nur wie eine leere Hülle vor, die alles mit einem unsichtbaren Schild abblockte und dadurch über sich ergehen ließ.
Sie steckte das Fläschchen in ihre Tasche, „Ich danke Euch für das Gift. Die Wirkung hört sich durchaus interessant an.“, sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ja langsam fand sie Gefallen am Töten. Nach all den Jahren, lag endlich mal jemand unter ihr, über dessen Leben sie richten konnte. An dem Gefühl nicht mehr schwach und verletzbar zu sein, hätte sie sich schon früher bereichern sollen … Nur der Erbauer weiß was sie dann angerichtet hätte.
Sie blickte wieder auf, und sah zum Horizont. Sie kniff die Augen zusammen, irgendetwas näherte sich ihnen. Man konnte deutlich eine Silhouette erkennen … nein ein Pferd und einen Wagen, welchen das Tier zog, ausmachen. Nur wenige Minuten später machte der Wagen neben ihnen halt. Auf dem Pferd saß ein einfach gekleideter Mann, welcher sofort mit Leichtigkeit vom Tier sprang und zu plappern begann.
„Meine lieben Reisefreunde! Ihr seht aus als könntet Ihr etwas Reiseproviant benötigen!“, er blickte auf die Waffen der drei, „Oder vielleicht doch lieber etwas Ausrüstung! Ja beim alten Pavlos von der Weststraße bekommt Ihr alles, was Ihr benötigt!“, er lief wie ein irrer um den Wagen und zog eine Decke, welche darüber gespannt war, zu Seite. Darunter befanden sich wohl seine Waren. Angefangen von einigen Säcken worin sich wohl Nahrungsmittel befanden, bis hin zu funkelnden Waffen und Rüstungen schien der Kerl wirklich alles auf seinem Wagen zu haben. „Wie wäre es mit ein paar neuen Dolchen, oder einen neuen Rüstung für eine der reizenden Damen hier vorn! Oder ein neuer Hut für unseren alten Magierfreund!“, er zog alle mögliches Sachen hervor und zeigte sie voller Stolz her, „Nur für ein paar Sovereigns, könntet Ihr der neue Besitzer sein!“
Nein, so ein Gefühl wird sie niemals in sich tragen, dessen war sie sich bewusst. Zu viel aufgestauter und tief vergrabener Hass vergiftet ihre Seele, und verbietet solche Gefühle. Manchmal kam sie selbst sich nur wie eine leere Hülle vor, die alles mit einem unsichtbaren Schild abblockte und dadurch über sich ergehen ließ.
Sie steckte das Fläschchen in ihre Tasche, „Ich danke Euch für das Gift. Die Wirkung hört sich durchaus interessant an.“, sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Ja langsam fand sie Gefallen am Töten. Nach all den Jahren, lag endlich mal jemand unter ihr, über dessen Leben sie richten konnte. An dem Gefühl nicht mehr schwach und verletzbar zu sein, hätte sie sich schon früher bereichern sollen … Nur der Erbauer weiß was sie dann angerichtet hätte.
Sie blickte wieder auf, und sah zum Horizont. Sie kniff die Augen zusammen, irgendetwas näherte sich ihnen. Man konnte deutlich eine Silhouette erkennen … nein ein Pferd und einen Wagen, welchen das Tier zog, ausmachen. Nur wenige Minuten später machte der Wagen neben ihnen halt. Auf dem Pferd saß ein einfach gekleideter Mann, welcher sofort mit Leichtigkeit vom Tier sprang und zu plappern begann.
„Meine lieben Reisefreunde! Ihr seht aus als könntet Ihr etwas Reiseproviant benötigen!“, er blickte auf die Waffen der drei, „Oder vielleicht doch lieber etwas Ausrüstung! Ja beim alten Pavlos von der Weststraße bekommt Ihr alles, was Ihr benötigt!“, er lief wie ein irrer um den Wagen und zog eine Decke, welche darüber gespannt war, zu Seite. Darunter befanden sich wohl seine Waren. Angefangen von einigen Säcken worin sich wohl Nahrungsmittel befanden, bis hin zu funkelnden Waffen und Rüstungen schien der Kerl wirklich alles auf seinem Wagen zu haben. „Wie wäre es mit ein paar neuen Dolchen, oder einen neuen Rüstung für eine der reizenden Damen hier vorn! Oder ein neuer Hut für unseren alten Magierfreund!“, er zog alle mögliches Sachen hervor und zeigte sie voller Stolz her, „Nur für ein paar Sovereigns, könntet Ihr der neue Besitzer sein!“
#71
Posted 25 July 2010 - 12:02 PM
„Habt Ihr auch Frost- oder Feuerkristalle?“ wollte Vernita wissen. „Oder andere Dinge, aus denen ich mir ein paar explosive Dinge herstellen kann? Nach meinem letzten Aufenthalt in einer größeren Siedlung sind meine Vorräte doch arg geschrumpft.“
#72
Posted 25 July 2010 - 12:22 PM
Er zeigte mit dem Finger auf Vernita, „Ich sehe schon! Ihr wisst was gut ist!“ Er begann in einem der Säcke zu wühlen, „In der Tat habe ich einige! Und Ihr habt Glück sie sind auch noch im Angebot! Und wenn ihr sie alle aufkauft, bekommt ihr natürlich Rabatt! Denn Pavlos von der Weststraße weiß schließlich was sich gehört!“, er kramte fünf Feuerkristalle, sowie sechs Frostkristalle hervor, „Nur zwanzig Silberlinge pro Stück! Was sagt Ihr?“
#73
Posted 25 July 2010 - 12:42 PM
„Ihr seid ein alter Schlingel. Ich dachte, Ihr wolltet mir Rabatt geben? Ich gebe Euch fünfzehn Silber pro Stück, und dazu nehme ich noch diesen alten Wurfstern. Der dürfte ja nicht mehr als fünfzig Silber wert sein, nicht wahr?“ Die Elfe setzte ihr charmantestes Lächeln auf.
#74
Posted 25 July 2010 - 01:18 PM
„Na schön, ich gebe Euch die elf Kristalle und den Wurfstern für zwei Sovereigns und zwanzig Silberlinge, weiter kann ich den Preis für Euch nicht drücken, gute Frau!“, erwiderte er lächelnd.
Währenddessen Vernita mit dem Händler verhandelte, kramte Miandra in ihrer Tasche, um zu sehen ob sie etwas benötigte. Außer ein paar Bandagen, fehlte eigentlich nichts. Die Waffen die der Händler hatte, waren nicht wirklich viel besser als ihre eigenen, so wie sie das am ersten Blick erkennen konnte. Die Rüstungen waren zwar alle neu, doch ihre eigene war abgesehen von einigen Kratzspuren den Wolfs, welcher sie im Wald angriff, noch fast unversehrt. Doch es war interessant zu beobachten. Dieser Mann reiste den ganzen Tag die Straße entlang, in der Hoffnung etwas an Reisende zu verkaufen. Das muss ein armseliges Geschäft sein.
„Verkauft Ihr auch Wundumschläge und Schleifsteine?“, fragte sie diesen dann. Ohne zu antworten lief er nochmal auf dem Wagen umher, bis er die gefragten Sachen aus einem seiner Säcke zog.
„Wundumschläge vom feinsten! Hergestellt in Denerim, aus dem besten Leinenstoff den es zu kaufen gibt! Eine rasche Heilung ist damit garantiert! Und ein Schleifstein, auf das Eure Dolche so scharf werden, dass sie selbst Plattenrüstungen durchbohren!“
Ja Händler waren amüsante Leute, sie liebten es zu übertreiben um Leichtgläubige um den Finger zu wickeln, doch meistens entsprach nicht einmal die Hälfte von dem was sie sagten der Wahrheit. Es war alles nur Show, und der Wagen war ihre Bühne.
„Und das nur für fünfzig Silberlinge!“
„Machen wir vierzig daraus.“
„Gute Frau! Ihr beliebt zu scherzen! Auch ich muss Profit machen!“
Sie rührte sich nicht und starrte ihn einfach nur mich verschränkten Armen an.
Man merkte, dass er ungeduldig wurde, er hatte eher mit einer Antwort gerechnet, als damit, dass sie stur blieb und nichts sagte.
„ … Also schön! … Vierzig Silberlinge! Aber nur wegen Eurer schönen Augen! Und vergesst nicht, Pavlos von der Weststraße ist der Freund der Reisenden!“
Sie gab ihm das Geld und nahm die Gegenstände entgegen. Er wandte sich sofort wieder an Vernita, „Und gute Frau, das Angebot steht noch! Zwei Sovereigns und zwanzig Silberlinge und diese wunderschönen funkenden Kristalle, sowie der Wurfstern, mögen Euch bei explosiven Experimenten zur Seite stehen!“
Währenddessen Vernita mit dem Händler verhandelte, kramte Miandra in ihrer Tasche, um zu sehen ob sie etwas benötigte. Außer ein paar Bandagen, fehlte eigentlich nichts. Die Waffen die der Händler hatte, waren nicht wirklich viel besser als ihre eigenen, so wie sie das am ersten Blick erkennen konnte. Die Rüstungen waren zwar alle neu, doch ihre eigene war abgesehen von einigen Kratzspuren den Wolfs, welcher sie im Wald angriff, noch fast unversehrt. Doch es war interessant zu beobachten. Dieser Mann reiste den ganzen Tag die Straße entlang, in der Hoffnung etwas an Reisende zu verkaufen. Das muss ein armseliges Geschäft sein.
„Verkauft Ihr auch Wundumschläge und Schleifsteine?“, fragte sie diesen dann. Ohne zu antworten lief er nochmal auf dem Wagen umher, bis er die gefragten Sachen aus einem seiner Säcke zog.
„Wundumschläge vom feinsten! Hergestellt in Denerim, aus dem besten Leinenstoff den es zu kaufen gibt! Eine rasche Heilung ist damit garantiert! Und ein Schleifstein, auf das Eure Dolche so scharf werden, dass sie selbst Plattenrüstungen durchbohren!“
Ja Händler waren amüsante Leute, sie liebten es zu übertreiben um Leichtgläubige um den Finger zu wickeln, doch meistens entsprach nicht einmal die Hälfte von dem was sie sagten der Wahrheit. Es war alles nur Show, und der Wagen war ihre Bühne.
„Und das nur für fünfzig Silberlinge!“
„Machen wir vierzig daraus.“
„Gute Frau! Ihr beliebt zu scherzen! Auch ich muss Profit machen!“
Sie rührte sich nicht und starrte ihn einfach nur mich verschränkten Armen an.
Man merkte, dass er ungeduldig wurde, er hatte eher mit einer Antwort gerechnet, als damit, dass sie stur blieb und nichts sagte.
„ … Also schön! … Vierzig Silberlinge! Aber nur wegen Eurer schönen Augen! Und vergesst nicht, Pavlos von der Weststraße ist der Freund der Reisenden!“
Sie gab ihm das Geld und nahm die Gegenstände entgegen. Er wandte sich sofort wieder an Vernita, „Und gute Frau, das Angebot steht noch! Zwei Sovereigns und zwanzig Silberlinge und diese wunderschönen funkenden Kristalle, sowie der Wurfstern, mögen Euch bei explosiven Experimenten zur Seite stehen!“
#75
Posted 25 July 2010 - 03:04 PM
„Also gut, Ihr Halsabschneider“, erwiderte die Elfe und gab dem Händler das Geld. Dieser überreichte ihr die Kristalle und den Wurfstern, welche sie schnell in ihrer Tasche verstaute.
Hennrik hatte inzwischen auch den Wagen des Händlers erreicht und sah sich dessen Waren an. Nach einer kurzen Verhandlung kaufte er sich einige Ingredienzien für seine Tränke und einen kleinen Beutel mit Tabak.
Anschließend verabschiedete sich der Händler von den dreien und zog weiter seines Weges. Auch Vernita, Miandra und Hennrik marschierten wieder in Richtung Denerim. Nachdem der Händler außer Sichtweite war, lachte die Elfe laut auf, während sie den Wurfstern erneut aus ihrer Tasche zog.
„Dieser Narr! Wisst Ihr, was das ist?“ fragte sie Miandra, wobei sie den Stern der schwarzhaarigen Frau zeigte. Bevor diese antworten konnte, fuhr sie fort. „Dies ist eine mächtige, magische Waffe, ein Relikt. Sie stammt noch aus der Zeit als das Reich von Tevinter fast ganz Thedas beherrscht hatte. Obwohl diese Waffe nur ein einziges Mal eingesetzt werden kann, ist sie jeden Sovereign wert.“
Sie steckte den Wurfstern wieder in ihre Tasche.
„Der Legende nach wurden diese Waffen für die Magister angefertigt, die in die Goldene Stadt aufbrechen wollten. Doch diese konnten es nicht erwarten, die Heimstätte des Erbauers zu betreten, so daß sie ohne sie aufbrachen. Die Sterne gingen im Laufe der Jahrhunderte verloren. Sie sind besonders wirksam gegen magische und übernatürliche Wesen. Ich habe mal gesehen, wie eine solche Waffe gegen einen Hohen Drachen eingesetzt wurde. Innerhalb von Sekunden verbrannte er in einem gleißen, hellen Lichtschein, der nicht einmal Asche zurückließ. Ich hätte nie gedacht, daß ich jemals wieder einen solchen Stern zu Gesicht bekommen geschweige denn selbst in den Händen halten würde. Wenn ich an Euren Erbauer glauben würde, so würde ich denken, es wäre ein Zeichen von ihm.“
Hennrik hatte inzwischen auch den Wagen des Händlers erreicht und sah sich dessen Waren an. Nach einer kurzen Verhandlung kaufte er sich einige Ingredienzien für seine Tränke und einen kleinen Beutel mit Tabak.
Anschließend verabschiedete sich der Händler von den dreien und zog weiter seines Weges. Auch Vernita, Miandra und Hennrik marschierten wieder in Richtung Denerim. Nachdem der Händler außer Sichtweite war, lachte die Elfe laut auf, während sie den Wurfstern erneut aus ihrer Tasche zog.
„Dieser Narr! Wisst Ihr, was das ist?“ fragte sie Miandra, wobei sie den Stern der schwarzhaarigen Frau zeigte. Bevor diese antworten konnte, fuhr sie fort. „Dies ist eine mächtige, magische Waffe, ein Relikt. Sie stammt noch aus der Zeit als das Reich von Tevinter fast ganz Thedas beherrscht hatte. Obwohl diese Waffe nur ein einziges Mal eingesetzt werden kann, ist sie jeden Sovereign wert.“
Sie steckte den Wurfstern wieder in ihre Tasche.
„Der Legende nach wurden diese Waffen für die Magister angefertigt, die in die Goldene Stadt aufbrechen wollten. Doch diese konnten es nicht erwarten, die Heimstätte des Erbauers zu betreten, so daß sie ohne sie aufbrachen. Die Sterne gingen im Laufe der Jahrhunderte verloren. Sie sind besonders wirksam gegen magische und übernatürliche Wesen. Ich habe mal gesehen, wie eine solche Waffe gegen einen Hohen Drachen eingesetzt wurde. Innerhalb von Sekunden verbrannte er in einem gleißen, hellen Lichtschein, der nicht einmal Asche zurückließ. Ich hätte nie gedacht, daß ich jemals wieder einen solchen Stern zu Gesicht bekommen geschweige denn selbst in den Händen halten würde. Wenn ich an Euren Erbauer glauben würde, so würde ich denken, es wäre ein Zeichen von ihm.“





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