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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#1001
viento2

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Es dauerte eine Weile, bis sie hören konnte, dass sich ihre Gegner näherten. Sie hatte sie anscheinend durch die Falle einige Zeit außer Gefecht setzen können. Zu ihrem Bedauern, konnte sie immer noch das Jaulen einiger Hunde hören. Die Tiere waren im Kampf schwerer einzuschätzen als ihre Herren.

Rowan hätte ihren Bogen zur Hilfe nehmen können, doch ihre Arme waren mittlerweile zu schwach um ihn zu halten, ganz zu schweigen davon damit zu zielen. Es musste auch so gehen.

Dann kamen sie.

Zwei Mabari preschten um die Ecke herum. Sie hatten Schaum vorm Maul und fingen böse an zu knurren, als sie Rowan entdeckten. Von ihren Herren war nichts zu sehen. Die beiden Tiere stürmten heran und für einen Atemzug verlor sich Rowans Blick im Spiel ihrer Muskeln. Einer der beiden Hunde hatte an der Flanke angesenktes Fell und eines seiner Ohren war erheblich verkohlt. Die Lefzen hatten sie hochgezogen und zeigten Rowan ihr mächtiges Gebiss.

#1002
starbroker1988

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Sareth rannte wie von Sinnen durch die Katakomben.Einge Male wäre er beinahe gestürzt.Doch das konnte sein Tempo auch nicht verlangsamen.Vernita war einige Meter hinter ihm und versuchte mit ihm zu halten.Nach wenigen Minuten hatte Sareth den Gang erreicht an dem sie Rowan zurück ließen.Von weiten sah er wie zwei Mabari vor Rowan standen und sie anknurrten.Ohne viel nachzudenken rannte Sareth auf die beiden Mabari zu,holte mit seinen Speer aus und warf ihn auf einen der Mabari.Der Mabari mit den verkohlten Ohr wurde von der Wucht des Aufschlags gegen die nächste Wand geschleudert und jaulte noch einmal bevor er dann starb.Der andere Mabari hatte nun Sareth als Beute auserkoren und rannte nun auf ihn zu.Kurz bevor er Sareth erreicht hatte sprang er auf Sareth zu um ihn umzuwerfen.In diesen Augeblick kam Vernita und tötete den Mabari,im Flug,noch bevor er Sareth erreichen konnte.

Vernita zischte zwar noch was heraus.Aber Sareth beachtete sie nicht sondern lief sofort zu Rowan.Er sah wie schwach sie war.Ohne zaudern nahm er sie hoch und nahm sie Huckepack.Rowan auf den Rücken tragend nahm er noch seinen Speer,der im Mabari steckte,und ging eiligen Schrittes zurück zum Ausgang.Zu Rest der Gruppe.

#1003
Aliens Crew

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Vernita folgte Sareth, der wie von Sinnen vor ihr herrannte. Auch wenn sie seine Sorge um Rowan teilte, so war es trotzdem töricht von ihm, einfach so drauf loszustürmen. Somit brachte er sich selbst nur ihn Gefahr. Und wenn er fallen sollte, so nützte er damit auf gar keinen Fall der blonden Frau. Die Elfe folgte weiter dem Mann, der ein paar Mal fast gestürzt wäre, da er viel zu ungestüm den Weg entlang hastete.
 
Doch schließlich erreichten sie Rowan, die von zwei Mabari bedroht wurde. Sareth warf dem ersten direkt seinen Spee entgegen und tötete diesen. Wieder so eine törichte Aktion. Er konnte nur von Glück sagen, dass Vernita bei der ganzen Sache auch noch was zu vermelden hatte. Sonst wären Rowan und er jetzt Geschichte gewesen.
 
Gerade als der Mabari sich auf den Söldner stürzen wollte, warf sich Vernita diesem mit einem Kampfschrei auf den Lippen entgegen und rammte dem Tier ihre Klinge durch den Leib. Die beiden prallten voneinander ab. Und während die Elfe leicht benommen zurücktorkelte, krachte der Hund blutüberströmt zu Boden. Vernita schüttelte kurz den Kopf, um diesen wieder klar zu bekommen. Dieser Mabari hatte eine ganz schön viel Wucht in seinen Angriff gelegt.
 
„Schnappt Euch Rowan und verschwindet!“ zischte sie Sareth an. „Ich gebe Euch Rückendeckung!“
 
Der Mann packte die blonde Frau einfach, warf sie sich über die Schulter und verschwand kurz darauf.
 
Die Elfe sah stattdessen in die Richtung, aus der die Mabari gekommen waren. Das Scheppern von Rüstungen kündigte weitere Feinde an. Vernita wich etwas zurück. Sie wollte die Soldaten etwas beschäftigen, damit Sareth Zeit hatte, die anderen zu erreichen.
 
Da kamen die nächsten Wachen auch schon um die Kurve. Einer von ihnen hielt eine Armbrust in der Hand, die er auch sogleich auf die Elfe richtete. Diese stieß nach vorne und stach dem Mann gleich darauf ihr Schwert in den Bauch. Der Soldat keuchte, während er auf die Knie sackte, die Hand auf die Wunde gepresst.
 
Sein Kamerad knurrte böse, während er sein Schwert auf Vernita niedersausen ließ. Diese wich zu Seite aus, wobei sie ihrem Gegner ihren Faustrücken ins Gesicht schlug. Der Getroffene fluchte laut und wankte zwei Schritte zurück. Weitere Männer drängten sich hinter dem Schwertschwinger durch den schmalen Gang.
 
Die Elfe nutzte den kurzen Moment der Unachtsamkeit ihres Gegners und spießte diesen regelrecht auf. Der Soldat stöhnte schmerzerfüllt auf. Vernita drängte die schwer verletzte Wache zurück und stieß sie seinen Kameraden entgegen. Diese waren von der Wucht dieses plötzlichen Angriffes so überrascht, dass die vorderen von ihnen stürzten und so die restlichen Männer hinter ihnen behinderten.
 
Das war Vernitas Chance. Sie kreiselte herum und fing an zu rennen. Sie hatte es so eilig, dass sie nicht einmal das Schwert aus dem Soldaten zog, den sie gerade getötet hatte. Sie musste hier nur weg. Sonst würde sie die schiere Überzahl der Wachen einfach überrennen. Sie verschwand gerade in dem dunklen Tunnel, als der Armbrustschütze, den sie vorhin verletzt hatte, seine Waffe hob und diese abfeuerte.
 
Der Bolzen löste sich von der Armbrust und sauste durch die Luft. Einen Augenblick später bohrte er sich in Vernitas Rücken. Die Elfe stöhnte erstickt auf, während sie auf die Knie fiel. Mit den Händen fing sie den Sturz ab. Sie atmete einmal tief durch. Sie konnte schon hören, wie ihre Gegner wieder aufstanden und ihr folgten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht rappelte sie sich auf, bevor sie zu laufen begann.
 
Mehr schlecht als recht schleppte sich Vernita durch den engen Gang. Ihre Verfolger waren inzwischen wieder auf den Beinen und schienen sie allmählich einzuholen. Zum Glück für die Elfe musste sie nicht mehr weit rennen. Sie erreichte bereits die Abzweigung. Sie warf sich um die Kurve und geriet ins Stolpern.
 
‚Nur nicht stürzen!’ schoss es ihr durch den Kopf. ‚Dann ist es aus!’
 
Vernita ruderte mit den Armen und schaffte es gerade so eben ihr Gleichgewicht zu halten. Sie preschte weiter durch den niedrigen Gang, den ersten Soldaten dicht hinter sich wissend. Vor sich sah sie schon Leanora, die mit wurfbereitem Stein hinter dem Eingang zur Höhle lauerte. Doch würde sie die Glasphiole auch treffen? Vernita wusste es nicht. Aber sie wollte kein Risiko eingehen. Sollte dieser Soldatenstrom in die Höhle eindringen, dann war es vorbei. Dann würden die Männer sie einfach alle niedermetzeln.
 
Die Elfe beschleunigte ihr Tempo noch weiter. Sie stürmte aus dem schmalen Gang und rannte direkt in Leanora hinein. Sie riss der Frau den Stein aus der Hand, während sie sie mit der Schulter umwarf. Dann sprang sie aus dem Lauf heraus nach vorne, wobei sie in der Luft eine Drehung vollführte, aus der heraus sie den Stein warf.
 
Der kleine Kiesel flog wie ein Geschoss durch die Luft. Er zerteilte die Luft, bevor er sein Ziel traf. Das Fläschchen zersplitterte durch die Wucht des Aufpralls in tausend Teile und setzte eine donnernde Explosion frei. Die Detonation sprengte die Decke des Tunnels unterhalb der Phiole aus dem Fels. Die feurige Druckwelle erfasste den ersten Soldaten, der dicht hinter Vernita in die Höhle eingedrungen war, und riss in entzwei. Sein Kamerad hinter ihm wurde unter den Gesteinsbrocken begraben, die von der Decke des Ganges regneten. Staub und Dreck wirbelte auf und versperrte für eine Weile die Sicht. Erst nachdem sich diese Wolke kurze Zeit später wieder legte, konnten die Gefährten erkennen, dass der Zugang zum Fort vollkommen verschüttet war. Die Wachen würden Wochen brauchen, um sich da durchzugraben. Sie hatten es geschafft. Zumindest fürs erste.
 
„War doch gar nicht so schwierig“, meinte Vernita spöttisch und setzte sich auf. Dabei fuhr ihr stechender Schmerz durch den Körper, wodurch sie erstickt aufstöhnte. „Dieser verdammte Bolzen! Ich glaube, ich werde zu alt für diesen Scheiß!“
 
Auf Vernitas Gesicht lag ein gequältes Grinsen, während sie sich von Leanora aufhelfen ließ.
 

#1004
viento2

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Ein Speer flog an Rowan vorbei und bohrte sich in den Körper eines der Hunde. Der nächste machte einen kräftigen Satz und sprang......in Metall hinein. In eine Rüstung....Vernita?

Bevor sie verstand, was gerade geschehen war, sah sie Sareths Augen durch den Schlitz seines Helms vor sich und spürte, wie er sie hoch nahm und auf seinen Rücken zog. Ihr Körper wurde an kaltes Metall gedrückt, doch das war ihr in diesem Moment egal. Er war bei ihr und sie wusste, er würde sie beschützen. Rowan klammerte sich mit den Armen um seine Schultern und legte ihren Kopf erschöpft in seinen Nacken.

Sareth lief so schnell er konnte und jeder Schritt, jede Erschütterung ließ den Schmerz in ihrem Körper aufflammen. Sie wünschte sich weg von diesem Ort. Raus aus der Dunkelheit und der Enge. Raus aus dieser Stadt. Irgendwo hin, wo es ruhig und still war. An einen Ort, an dem sie sich beruhigt zur Ruhe legen konnte.

Hinter sich wurden die Geräusche der Verfolger lauter. Das Schnaufen der Elfe begleitete sie bei ihrer Flucht. Sareth rannte in die Höhle, in der die anderen auf sie warteten. Er stoppte abrupt und Rowan rutschte von seinem Rücken herunter auf den Boden. Ihre Wange glitt auf den kühlen und feuchten Stein unter ihr und aus verschwommenen Augen sah sie, wie Vernita heran gestürmt kam, gefolgt von einem Trupp Wachen. Die Elfe rammte Leonora und riss ihr etwas aus der Hand. Im nächsten Moment gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Die folgende Erschütterung lief durch Rowans Körper hindurch. Für einen Moment konnte sie nichts erkennen. Die Luft war voller Staub und sie musste husten. Dann klärte sich ihre Sicht. Die Katakomben waren verschüttet. Ein Haufen Geröll und Stein versperrte den Eingang zu den Gängen und trennte sie von ihren Verfolgern.

Sie spürte etwas Warmes an ihrer Wange. Sareth hatte einen Handschuh ausgezogen und seine Hand an ihr Gesicht gelegt. Sie schloss die Augen und genoss die Berührung. Für einen Moment fand ihr Herz die Ruhe, nach der sie sich schon so lange gesehnt hatte.

Doch sie währte nur kurz. Die Schmerzen und die Erschöpfung drangen wieder in ihr Bewusstsein. Sie mussten immer noch von hier verschwinden. Noch war es nicht vorbei.

#1005
Kaysallie

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Miandra atmete schwerfällig, so als wäre sie ebenfalls den gesamten Weg gelaufen. Sie spürte den kalten und feuchten Stein auf ihrer Haut, und begann nach einiger Zeit zu zittern, obwohl ihr eigentlich extrem heiß war und ihr Schweißperlen auf der Stirn standen. Verdammtes Fieber, fluchte sie innerlich. Unbedacht lehnte sie an der Wand, da sie zu schwach war um aufrecht sitzen. Blut drang durch den Verband, und sie fragte sich, wie viel Blut sie seit gestern verloren hatte. Zu viel wohl, da sie schon ziemlich blass war. Unbewusst hielt sie die Hände auf ihren Magen. Irgendwie schien sich immer noch alles zu drehen, und die Stimmen in ihren Ohren zu hallen. Als Vernita mit ihr sprach, hörte sie diese zwar, schien aber kein Wort von dem was sie sagte zu verstehen. Manchmal glaubte sie, alles wäre ein Traum, dann wieder zweifelte sie daran, und manchmal vergaß sie komplett wo sie war, oder bekam nichts von dem mit was um sie herum zu geschehen schien.

Es waren einfach unbeschreibliche Gefühle, Gedanken und Sinneswahrnehmungen die sie in jenen Momenten durchlebte.

Erst die Explosion und das Einstürzten des Tunnels ließen sie kurz wieder wach rütteln. Sie sah nichts außer Staub vor sich, welchen sie einatmete und dadurch zu husten begann, wodurch sie sich wieder verkrampfte, da all die Wunden dabei mehr als sonst schmerzten. Es schien wie ein ewiger Teufelskreis zu sein. Sie lehnte den Kopf etwas zur Seite und versuchte sobald sich der Staub verzogen hatte etwas zu erkennen, sah jedoch im ersten Moment nur Azoth, da dieser neben ihr saß. Sie hörte leise seinen Atem, er war also nur bewusstlos. Kurz musterte sie ihn, sah dass er verbunden war, dass jedoch auch bei ihm die Wunden noch zu bluten schienen, da es leicht durch die Bandagen drang. Sie wusste nicht wie lange sie auf einen der Blutflecken starrte, doch es schien wie eine halbe Ewigkeit. Es war als würde sich ein Film darin abspielen, indem sie alle erdenkbaren Variationen der Folter sah. Manchmal sah sie Azoth oder den schreienden Säugling, am öftesten sah sie Vernita oder ihre Tochter, und ganz selten sah sie sogar sich selbst, oder unbekannte Gesichter.

Miandra wandte den Blick wieder ab, versuchte damit den hallenden Stimmen zu folgen, bewegte jedoch nur ihre Augen und ließ den Kopf erschöpft an der Wand gelehnt. Sie erkannte lediglich zwei Silhouetten, doch ehe sie mehr erkannte, schloss sie die Augen. Sie war einfach zu erschöpft um sie länger offen zu halten, versuchte jedoch wach zu bleiben, und lauschte weiterhin den Geräuschen die im Tunnel widerhallten.


#1006
Aliens Crew

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„Danke“, meinte Vernita zu Leanora gewandt. Dann fiel ihr Blick auf Rowan, die am Boden lag. Sarteh kniete neben ihr und streichelte ihre Wange. Als ob sie dafür jetzt Zeit hatten. Sie mussten hier weg. Und zwar schnell. Sonst würden die Wachen den anderen Zugang zu dieser Höhle nehmen und sie doch noch erledigen.
 
Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte die Elfe zu der blonden Frau hinüber, vor die sie sich kurz darauf hinkniete. Besorgt sah sie in Rowans Gesicht. Diese schien leicht weggetreten zu sein. Und auch stark geschwächt. Die Wunde musste ihr schwer zu schaffen machen.
 
„Wie geht es ihr?“ fragte Vernita, wobei die Frage mehr an die Frau selbst als an Sareth gerichtet war.
 

#1007
viento2

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Rowan nickte Vernita zu.

„Es geht schon. Sieht schlimmer aus, als es ist.“ Sie lächelte schwach. „Wir müssen hier weg.“

Sie versuchte aufzustehen und musste sich dabei von Sareth helfen lassen. Unsicher kam sie auf die Beine. Sie blickte sich um und versuchte, die Situation zu erfassen. Der Elf und Miandra lehnten an einer Wand und schienen beide ohnmächtig zu sein. Leonora kniete auf dem Boden neben Lydia, die ihr Gesicht vor Schmerz verzerrt hatte. Auch Vernita schien mittlerweile verletzt zu sein.

„Nimm den Elf, ich werde es alleine schaffen.“

Die Elfe war mittlerweile zu der Schwarzhaarigen gehumpelt und hatte sie unter großen Mühen auf die Beine gezogen. Trotz der Schmerzen, die sie zu haben schien, hob sie die Frau behutsam in ihre Arme und schleppte sich weiter Richtung Ausgang. Leonora half Lydia und Sareth hatte bereits den Elf wieder über seiner Schulter liegen. Er war an sie heran getreten und fasste mit seinem linken Arm von hinten um ihren Rücken herum. Rowan wollte sich zunächst wehren, doch sie merkte bald, dass sie seine Unterstützung dringend brauchte.

Dankbar lächelte sie ihn an. Mit seiner Hilfe setzte sie sich in Bewegung. Sie wollte nur noch hier raus. Viel zu langsam kamen sie vorwärts. Der Weg schien sich endlos hinzuziehen. Mit jedem Schritt schmerzte ihr Bein mehr und mehr und ihr Rücken fühlte sich steif und unbeweglich an. Ihre Finger und Zehen fingen an, taub zu werden und Kälte kroch ihre Gliedmaßen herauf.

Dann endlich, als sie um die nächste Biegung herum kamen, sahen sie vor sich Licht. Eine helle Öffnung, die allmählich größer wurde.

#1008
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Der Ausgang aus dieser Höhle war in greifbarer Nähe. Der Weg stieg inzwischen recht steil an, führte sie zurück an die Oberfläche. Vernita sah Tageslicht am Ende des Tunnels hineinscheinen. Sie wandte kurz den Kopf in Richtung der anderen.
 
„Beeilung! Wir haben es gleich geschafft!“ rief sie ihnen zu, bevor sie sich wieder umdrehte und weiterging. Ihr Gesicht war dabei verzerrt. Ihr gesamter Körper schmerzte inzwischen, und der Bolzen in ihrem Rücken tat sein übriges. Doch sie ignorierte das alles. Solange noch ein Fünkchen Kraft durch ihre Adern strömte, solange würde sie weiterkämpfen. Sie gab nicht auf. Niemals!
 
Nach kurzer Zeit erreichte die Gruppe den Ausgang. Er lag zwischen einigen großen Felsen und Buschgruppen versteckt. Vorbeigehende Passanten konnten nicht sehen, dass hier ein Pfad in die Tiefe führte. Nur wer danach suchte, konnte diesen finden. Dicht hinter ihnen befand sich die Stadtmauer. Fast schon drohend erhob sie sich hinter den Gefährten.
 
Als sie aus der Höhle traten, wurden sie gleich von dem schlechten Wetter des heutigen Tages begrüßt. Die Tore des Himmels schienen alle geöffnet worden zu sein, da es in Strömen goss. Der Boden war schon weich und matschig geworden. Es musste also bereits eine geraume zeitlang regnen.
 
‚Wie lange waren wir in diesen Katakomben’, ging es der Elfe durch den Kopf. ‚Als wir heute morgen aufbrachen, war von diesem Unwetter noch nichts zu sehen.’
 
Vernita verwarf diesen Gedanken sofort wieder. Es war egal, wie lange es schon Bindfäden regnete, aber dieses schlechte Wetter kam ihnen zugute. Es würde innerhalb weniger Augenblicke alle Spuren, insbesondere ihre Blutspuren verwischen. Das war ausgezeichnet.
 
Die Gefährten traten auf die menschenleere Straße. Niemand ging bei so einem Schauer nach draußen, wenn er es nicht unbedingt musste. Die Elfe blieb einen Moment stehen und lauschte. Neben dem Plätschern des Regens auf ihrer Rüstung und den Schritten ihrer Gefährten in dem matschigen Boden, hatte sie noch andere Geräusche vernommen. Ihr scharfes Gehör vernahm entfernte Rufe und das Scheppern von Rüstungen. Sie waren bereits auf dem Weg.
 
‚Verdammt! Jetzt wird es eng!’ fluchte sie innerlich, während sie sich umsah. Vor ihr befand sich eine Reihe von Wohnhäusern, beziehungsweise von deren Rückseiten. Ein Blick nach rechts zeigte ihr weitere dieser Häuser. Keine Möglichkeit sich dort zu verstecken. Sie schaute in die andere Richtung, wo sie noch mehr Häuser erkennen konnte und einen Schuppen, vielmehr einen Stall. Sollte dieser leer sein, so konnten sie darin Unterschlupf finden. Dazu brauchten sie nur ein wenig Glück.
 
„Los kommt schnell! Wir müssen uns beeilen!“ rief sie zu den anderen gewandt, während sie bereits losstürmte. Die anderen folgten ihr sogleich. Der rutschige Boden machte das Vorankommen nicht gerade einfacher, und Vernita musste aufpassen, dass sie nicht ausrutschte und hinfiel. Doch sie hatte Glück. Keuchend erreichte sie den Stall. Mit einer Hand öffnete sie die kleine Tür, die in dem großen Tor des Gebäudes eingelassen worden war und trat ein.
 
Im Innern stellte sie fest, dass sie sich tatsächlich in einem Stall befanden. Im hinteren Teil befanden sich einige Pferdeboxen, in den sich einige Tiere aufhielten, die wohl vor kurzem gefüttert worden waren. Zumindest waren sie gerade damit beschäftigt, etwas Heu zu fressen. Die Pferde sahen nicht besonders hübsch oder elegant aus. Es schienen reine Nutztiere zu sein. Die Elfe ließ ihren Blick kurz schweifen, bevor ihr klar wurde, welchem Zweck die Pferde dienten.
 
In der anderen Ecke stand eine große Karre. Es war ein langer Pritschenwagen, dessen Ladefläche mit einer dicken Plane bespannt war. Vorne befand sich eine simple Bank, auf der sich der Kutscher hinsetzen konnte. Diese Karre könnte sich noch als nützlich erweisen.
 
Inzwischen waren alle in den Stall gekommen, und Leanora hatte die Tür hinter ihnen geschlossen. Das Geräusch des Regens wurde leiser, als es nur noch dumpf auf das Dach des Stalles prasselte. Hier waren sie sicher. Zumindest für den Moment.
 
Vernita setzte Miandra neben einigen Heuballen ab, so dass sich die Frau für einen Augenblick ausruhen konnte. Dann humpelte die Elfe zur Seitenwand des Stalles und lugte durch einen Spalt in einem der Bretter dort. Sie konnte von hier aus den Zugang zu dem unterirdischen Tunnel erblicken.
 
Dort tummelten sich inzwischen eine ganze Heerschar von Wachen, die fast alle den Weg nahmen, aus dem die Gefährten vorhin gekommen waren. Doch keiner schien sich die Mühe zu machen, den Boden genauer zu untersuchen, denn dann hätten sie vermutlich die Fußspuren von Vernita und den anderen gesehen. Aber da keiner sich in ihre Richtung aufmachte, waren sie ihren Häschern wohl entkommen. Wenigstens für den Augenblick.
 
„Wir haben sie abgeschüttelt. Im Moment sind wir sicher“, meinte sie zu den anderen gewandt. „Jetzt müssen wir zusehen, wie wir zu Schmiede kommen. Ich würde vorschlagen, dass wir diesen Pritschenwagen dazu benutzen. Leanora könnte ihn fahren, während wir uns unter der Plane auf der Ladefläche verstecken. Hat jemand etwas dagegen?“
 

#1009
Bellandyrs

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Lea schickte ein Stoßgebet zum Himmel, als sie das Tor von der Scheune hinter sich zuzog. Fürs erste waren sie in Sicherheit, aber die Gefahr war noch nicht gebannt. Erst recht nicht mit drei halbtoten Gefährten und einer schwer verletzten . Hatte der Erbauer auf sie herabgesehen, da sie nur eine Schnittwunde davon trug? Sareth sah man die Anstrengungen an, aber war zum Glück auch halbwegs auf den Beinen.

Das Geräusch, dass die Pferde beim Fressen verursachten, beruhigte sie ein wenig. Innerlich war sie völlig aufgewühlt, aber sie merkte, dass diese starke Anspannung langsam nachließ. Vernitas Idee mit dem Kutschenwagen war gut, so konnten sie die verletzten am einfachsten transportieren. Aber Lea glaubte nicht, dass sie sich die Pferde nebst Wagen so einfach ausleihen konnten. Stehlen kam aber überhaupt nicht in Frage, zumindest nicht für sie.

"Ich kann den Pritschenwagen anspannen und lenken, das ist kein Problem. Ich bin mir nur nicht sicher, ob wir damit nicht noch mehr Aufsehen erregen. Mein Gesicht dürfte mittlerweile bei den Wachen auch bekannt sein, und so ein Pferdegespann vor der Schmiede ist auch nicht gerade unauffällig. Erst recht nicht, wenn die Besitzer dies zuvor als gestohlen gemeldet haben."

Fragend blickte sie Vernita an, ging aber dann leise zu den Zugpferden und schloß Bekanntschaft, indem sie ihre Hand an die Nüstern hielt und dann den Hals der Tiere tätschelte.

Modifié par Bellandyrs, 03 octobre 2010 - 04:08 .


#1010
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„Natürlich lassen wir das Ding nicht vor der Schmiede stehen“, erwiderte Vernita kopfschüttelnd. Sie hatte eigentlich geglaubt, dass dies selbstverständlich sei. Aber Leanora hatte in solchen Dingen wirklich überhaupt keine Erfahrung. „Sobald Ihr uns abgesetzt habt, stellt Ihr oder auch Sareth das Ding irgendwo ab. Ganz egal wo, Hauptsache weit weg von unserem Unterschlupf.“
 
Die Elfe humpelte durch den Stall und untersuchte sowohl den Wagen, wie auch den Rest des Raumes. „Und so viele Leute, die Euch erkennen könnten, leben ja nicht mehr. Außerdem werden wir bestimmt hier irgendwo eine Decke oder etwas ähnliches finden, die Ihr Euch über den Kopf ziehen könnt. Bei dem Regen da draußen, fallt Ihr damit nicht einmal auf.“
 
Mit einem schiefen Grinsen auf den Lippen wandte sie sich dann wieder an alle. „Ich hoffe nur, dass keiner von euch Angst vor engen, dunklen Räumen hat. Denn unter dieser Plane müssen wir alle ruhig und bewegungslos liegen bleiben. Da brauchen wir keinen Psycho, der plötzlich keine Luft mehr kriegt und dann ausrastet, alles klar?“
 

#1011
Bellandyrs

Bellandyrs
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Lea nickte. "Na dann, ruht Euch ein wenig aus. Ich spanne derweil an."



Eilig suchte sie das Geschirr für die Pferde zusammen und hatte dann die Tiere auch schnell aufgezäumt. Sie hob die Plane des Wagens hoch, legte den Boden darauf mit etwas Stroh aus und zerrupfte noch einen halben Ballen Heu, den sie ganz hinten etwas drapierte. Dahinter konnten ihre Gefährten Unterschlupf finden, nur das Heu würde aus der Plane stehen, und damit keinen Verdacht wecken. Zumindest, wenn man nicht genauer hinsah.



Zum Glück waren die Tiere nicht nervös und verrieten die Eindringlinge nicht. Leas Herz klopfte beinahe zum Zerspringen vor Furcht, zu laut zu sein, und damit die Besitzer zu alamieren.

Es fand sich sogar eine zerlumpte graue Filzdecke, in die sie sich hüllte.

Kurze Zeit später war der Wagen eingespannt, Lea hatte eine Kutscherpeitsche gefunden und nickte Vernita zu. Dabei verbeugte sie sich übertrieben und lächelte. Galgenhumor - dachte sie sich.



"Mylady, Eure Droschke steht bereit. Von mir aus kanns losgehen, wenn Ihr mir nur noch kurz erklärt, in welche Richtung wir müssen. Ich habe durch diese Katakomben sämtliche Orientierung verloren und keine Ahnung, wo in Denerim wir uns nun befinden."




#1012
SickOfItAll

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Lydia war froh wieder am Tageslicht zu sein . Sie mochte die Dunkelheit , aber sie hasste diese engen muffigen Kerker . Trotzdem fühlte sie schon die kalten Finger des Todes nach ihrer Seele greifen . Stimmen schriller den jede Musik schrieen den Tanz des Todes aus dem Nichts .



" Mir ist kalt ... so unbeschreiblich ... kalt " flüsterte sie erstickt . Blut lief ihr noch immer aus den Wunden , nur einige waren notdürftig verbunden worden . Sie war rot und dreckig von Blut und Staub aus dem Kerker .



Plötzlich wurde alles langsam und schwammig verschwommen . Sie wankte . Stimmen drangen nurnoch verzerrt und hallen , unverständlich an ihre Ohren . Sie sackte auf die Knie .

" Nichts ... ich ... fühle nichts ... die schmerzen .... sind ... weg ... "



Sollte dies das ende sein ? Sie wusste es nicht .



" Ver... Vernita ... ? Sagt ... sagt mir .... sagt mir ... das das nicht das Ende ist ... bitte ! "


#1013
starbroker1988

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Als Sareth und die anderen die Scheune erreichten war er heil froh.Er hatte zwar keine Verletzungen davon getragen doch war er erleichtert.Denn nun konnte er sich um Rowan kümmern und ihre Verletzungen versorgen.Er legte den Elf neben Miandra ab und ging mit Rowan ein Stück weiter bevor er sie vorsichtig ins Heu legte.Er sah sie sich genau an.Er suchte nach weiteren Verletzungen als denen die er schon gesehen hatte.Nach einer Weile atmete er erleichtert auf.Keine weiteren Wunden waren zu sehen.Er zog ihr langsam den Lederharnisch aus und untersuchte ihren Rücken.Der Bolzen steckte ziemlich tief in ihr.Er packte den Bolzen mit einer Hand und hielt Rowan mit der anderen fest.
"Das könnte jetzt ziemlich wehtuen."
Rowan nickte einmal kurz und kurz darauf zog Sareth ihr den Bolzen heraus.Wie er schon vermutete blutete es nun ziemlich stark.Doch er hatte Alkohol und Verbandszeug dabei und stoppt sogleich die Blutung.Er erneuerte auch gleich einmal den Verband an ihren Oberschenkel.
Als er damit fertig war trug er sie auf den Pritschenwagen und legte sie dort aufs Heu.
Er ging noch einmal zurück,nahm den Elf und seine Verletzungen in Augenschein,trug ihn ebenfalls auf den Pritschenwagen und legte noch etwas Heu auf ihn.Damit er auch warm blieb.
Danach zog er die Schwere Rüstung der Stadtwache aus und verstaute sie auf dem Wagen.
Er legte sich zu Rowan auf den Wagen und umarmte sie.Ihr sollte schließlich nicht auch noch kalt werden.

Modifié par starbroker1988, 03 octobre 2010 - 06:27 .


#1014
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„Ich hatte Rowan eine Karte gegeben, die den Weg von der Schmiede zum geheimen Zugang aufzeigte. Falls sie diese noch hat, so könnt Ihr Euch danach orientieren“, meinte Vernita zu Leanora gewandt. „Außerdem ist es mit einem Wagen auch nicht allzu weit. Das werdet Ihr sicher finden.“
 
Die Elfe wandte sich von der blonden Frau ab und ging zu Miandra. Diese lag noch bei den Heuballen. Se schien nach wie vor in einem benommen Zustand zu sein, ähnlich dem Betrunkensein. Vernita hatte den Eindruck, dass die schwarzhaarige Frau wach war, glaubte aber nicht, dass diese auch wirklich alles mitbekam, was gerade um sie herum geschah.
 
Doch im Moment konnte sie nicht viel für Miandra tun. Sie mussten hier weg, damit sie am Ende nicht doch noch von jemanden entdeckt wurden. In ihrem Unterschlupf würde sich Vernita um die Wunden der Frau kümmern. Falls die Elfe dann noch dazu in der Lage war. Ihre eigene Verletzung machte ihr gerade schwer zu schaffen. Auch diese musste dringend versorgt werden. Vernita verdrängte die Schmerzen in ihrem Körper, als sie Miandra erneut vom Boden aufhob, zum Wagen brachte und behutsam auf die Ladefläche legte.
 
Sie wollte gerade selbst auf diesen klettern, als Lydia plötzlich neben ihr auftauchte und zu Stammeln begann. Das Mädchen sah sehr blass aus. Außerdem konnte sie sich kaum noch auf den Beinen halten. Unter Schmerzen ging die Elfe vor ihr in die Hocke und fasste sie an beide Schultern.
 
„Hey, Kleine! Jetzt reiß dich zusammen, ja?“ fuhr sie Lydia an, während sie das Mädchen kräftig durchschüttelte. Die Kleine hatte ziemlich viel Blut verloren, Vernita war klar, dass sie jetzt nicht das Bewusstsein verlieren durfte. Das wäre dann wirklich das Ende für Lydia gewesen. „Du musst nur wach bleiben, verstanden? Wir sind bald in Sicherheit! Dort können wir deine Wunden versorgen, klar? Und du wirst nicht sterben! Aber du darfst jetzt nicht einschlafen, hörst du? Dann bleibst du am Leben!“
 
Die Elfe stand wieder auf, wobei sie das Mädchen einfach mit hochhob und auf den Wagen hievte. Anschließend kletterte sie selbst hinterher. Inzwischen hatte sich Sareth auch schon um Rowan und Azoth gekümmert, so dass sie jetzt alle bereit waren. So wandte sich Vernita noch einmal an Leanora.
 
„Jetzt liegt es an Euch. Bringt uns sicher zu unserem Unterschlupf. Unser aller Leben liegt nun in Euren Händen“, meinte die Elfe noch grinsend, bevor sie sich zu den anderen legte und die Plane über ihre aller Köpfe zog.
 

#1015
Bellandyrs

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Lea zog die Plane über ihre Gefährten, darauf bedacht, dass ihnen genug Luft zum atmen blieb. Um etwas mehr Abstand zu erhalten stopfte sie kurzerhand noch etwas Heu hinein, damit hatte die Plane genug Zwischenraum. Rowan drückte ihr die Karte in die Hand, mit bleichem und schmerzverzerrtem Gesicht. Unhörbar seufzte Leanora auf. Wie wahr, das Leben der anderen lag nun in ihrer Hand. Ein Blick auf die Karte verriet ihr, wie sie das Gespann lenken mußte, um zur Schmiede zu kommen. Sie beschloß, einen kleinen Bogen zu fahren und nicht direkt über den Marktplatz, auch wenn diese Strecke etwas kürzer gewesen wäre. Dafür sicher auch gefährlicher.

Vorsichtig schob sie das Tor ein kleines Stück auf und blickte nach draussen. Aber außer einem gackernden Huhn war niemand und nichts zu sehen. Beherzt öffnete sie das Tor ganz, rannte zurück zum Pritschenwagen, löste die Bremse, schwang sich auf den Kutschbock und sagte leise zu ihrer Fracht:
"Jetzt kanns etwas holprig werden, ich hoffe ihr werdet nicht zu sehr durchgeschüttelt!"
Dann nahm sie die Zügel auf, klatschte diese gegen den Rücken der Pferde und spornte sie zusätzlich mit einem "Hüah! Lauft ihr zwei!" an.

Die Tiere setzten sich sofort in Bewegung, das Tor passierten sie noch im Schritt. Lea drehte sich nicht um, sie wollte erst gar nicht wissen, ob man das Klappern der Hufe nun vernommen hatte. Kaum war sie auf der Straße ließ sie die Peitsche durch die Luft sausen, trieb die Pferde nochmal mit den Zügeln an und galoppierte mitsamt ihrer Fracht davon. Das erste Stück der Strasse ging das auch ohne Probleme, trotz des nassen Pflasters. Aber vor der Kurve mußte sie die Tiere unbedingt zügeln, sonst würde der Wagen kippen.

Sie parierte zum Trab und nahm die Biegung der Straße gekonnt, der Wagen blieb stabil und nur ein leise gefluchtes Aua verriet, dass ihre Fracht wohl ein wenig gerutscht war und jemand gegen die Wand gedrückt wurde. Welch Glück, dass diese mit Heu gepolstert waren, so war der Aufprall sicher nicht so schlimm gewesen.

Es regnete in Strömen, Lea hingen die Haare nass ins Gesicht, und die Decke schützte lediglich ein wenig vor der Kälte und verbarg ihr zerrissenes Kleid.
Inzwischen befand sich das Gespann zwei Querstrassen weiter und Lea kontrollierte nochmal, ob sie den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Es war gut, dass sie nicht die direkte Route genommen hatte, hier waren die Straßen zwar etwas schmaler, aber dafür immer noch menschenleer. Sie zügelte die Tiere, als sie in eine etwas breitere Strasse einbog. Bald hatten sie es geschafft. Wenn sie die Karte richtig gelesen hatte, mußte sie hier in der vierten Querstrasse links abbiegen, dann die nächste gleich wieder links, und dort war die Schmiede bereits. Dennoch mußte sie das Gespann hier im Schritt durch die Strasse lenken, es waren Leute unterwegs, zum Glück sah sie keine Wachen. Sie versuchte einzuschätzen, was für Menschen es waren, kam aber zum Entschluß, dass es größtenteils Gesinde war, welches auf dem Weg zum Markt war. Diese würde es nicht interessieren, wenn ein Pferdegespann mit Heu beladen entlang fuhr.

Leanora schickte ein kleines Stoßgebet zum Himmel, bisher war ihr das Glück wohl hold. Dennoch hatte sie sich zu früh gefreut. Gerade, als sie die Querstraße eingebogen war, sprangen seitlich aus einer kleinen Gasse vier vermummte Männer hervor und genau vor die Pferde, die sofort stehen blieben, nachdem sie zuerst erschrocken auf die Hinterbeine gestiegen waren.

Lea war starr vor Schreck. Straßenräuber? Mitten in Denerim? Einer der Männer kam mit gezogener Waffe dreckig grinsend auf sie zu.
"Na was haben wir denn da? Eine Wagenladung Heu? Nun, besser als nichts, oder was meint Ihr, Männer?"
Beifallsheischend sah er sich nach seinen Kameraden um. Diese lachten genau so dreckig und nickten.
Der Wortführer sah zu Lea, dabei seine Zahnlücken entblößend. Sein Blick war siegessicher - und lüstern. "Aber wenn ihr mich fragt, Leute, dann werden wir erst einmal ein wenig Vergnügen mit dieser äußerst hübschen Kutscherin haben!"

Lea schluckte ihren Kloß im Hals hinunter und tastete nach ihrem Schwert, welches sie unter der Decke versteckt hatte. Der Kerl sah durchaus so aus, als würde er seine Worte ernst meinen und umsetzen. Jedenfalls ging er - noch immer grinsend - auf Lea zu, seinen Dolch gezogen.
"Na Püppchen, du sagst ja gar nichts? Hast wohl noch nie nen richtigen Mann gehabt, was? Einer, der es Dir richtig besorgt? Na Zuckerschneckchen, wie ist es - ich bin heute großzügig und laß Dir sogar die Wahl, welchen Du zuerst nimmst!"

Er war verdammt nahe an Lea herangekommen, aber nicht nahe genug, um seinen Dolch zum Einsatz bringen zu können. Leider auch nicht nah genug, dass sie ihm das Schwert über den Schädel hätte schlagen können. Lea überschlug ihre Möglichkeiten. Wenn sie den Anführer kalt machte, hätte sie drei weitere am Hals. Würde sie gegen eine solche Überzahl überhaupt den Hauch einer Chance haben? Die Pferde einfach wieder anzutreiben ging auch nicht, zwei von den Kerlen hielten die Tiere am Zügel fest.

Sie überlegte nur kurz. Irgendwie mußte sie es schaffen, die beiden von den Pferden weg zu locken. Kurzerhand hatte sie ihren Entschluß gefaßt.
Lea lächelte den Anführer lasziv an.
"Verzeiht, ich habe mich durchaus erschrocken, als Ihr hier aufgetaucht seid. Ihr laßt mir also die Wahl ja? Wie großzügig von Euch.... wie wäre es denn mit allen auf einmal?"

Dem Großmaul blieb die Kinnlade offen und blickte Lea verdutzt an. Dann fing er an zu lachen.
"Habt ihr das gehört Männer? Die Kleine glaubt allen ernstes dass sie uns allen gerecht wird? Vergiß das mal, Püppchen! Wir sind richtige Kerle, und wie sollst Du uns allen zugleich ..." Er lachte, dass ihm die Tränen in die Augen schossen und er sich mit seiner freien Hand den Bauch hielt. Seine Kumpanen fielen mit ein, aber eher zaghaft.

Lea zog ihre Augenbraue in die Höhe und schwenkte auf einen hochnäsigen Blick um.
"Achja? Dann beweist, dass Ihr richtige Männer seid, die es einer Frau besorgen können. Ich habe eher das Gefühl, Ihr habt zu wenig Mumm in den Knochen, und habt Angst, dass Ihr es nicht schafft, mich zu befriedigen? Wahrscheinlich ist Euer bestes Stück nicht größer als der Wurmfortsatz eines Erpels." Herausfordernd sah sie die vier nacheinander an. Dass sie dabei die Übelkeit hinunterschlucken mußte, die sie gerade überkam, fiel wohl keinem der Männer auf.

Der Anführer war über ihre Worte wohl nicht amüsiert, er hörte abrupt zu lachen auf.
"Habt Ihr das gehört Männer? Laßt ihr euch das bieten? Laßt die doofen Rösser aus und zeigts dem Zuckerpüppchen, dass ihr keine Schlappschwänze seid!"

Er selber trat noch einen Schritt auf sie zu, die freie Hand fummelte bereits an seinem Hosenlatz herum. Die beiden, die die Pferde hielten, ließen sich das auch nicht zweimal sagen und ließen die Tiere los, grinsten über beide Ohren und gingen auch auf Lea zu. Der vierte sah nur dämlich drein und beobachtete seine Kameraden, wußte aber anscheinend nicht, was er tun sollte.
"Auf was wartest du noch?" schnauzte der Anführer diesen an. "Hilf mit, dieses Häschen vom Kutschbock zu bringen! Hier auf offener Straße macht das keinen Spaß sonst..."

Lea reagierte blitzschnell, als die beiden vorderen zur Seite getreten waren. Sie holte mit der Peitsche aus, zog diese nicht durch die Luft, sondern quer über das Gesicht des Anführers, der sofort seine Waffe fallen ließ und wie am Spieß brüllte.
"Du Miststück! Na warte, das wirst du büssen!" schrie er.

Lea lachte nur, zog die Peitsche nochmal auf und ließ sie über zwei weitere der Männer fahren. Fürs erste waren die außer Gefecht gesetzt, sie hatte die Wangen so tief getroffen, dass das Blut sofort strömte, und Hautfetzen vom Gesicht hingen. Der letzte, der nichts abgekriegt hatte, lief auf seine Freunde zu und half ihnen, die Blutung zu stoppen.

Lea nutzte diese Sekunde aus, klatschte die Zügel auf den Rücken der Pferde und trieb sie wieder in Galopp. Sie wußte, dass sie bald an der Schmiede ankommen würden, konnte sich das Risiko aber nicht leisten, dass die Bande sie doch noch verfolgte, und so fuhr sie kurzerhand zwei Querstraßen weiter, bog dann dort ein und lenkte das Gespann dann im Viereck zurück an die Schmiede, wo sie nun von der anderen Seite ankamen. Von den Banditen war keine Spur mehr zu sehen.

"Wir habens geschafft, alles aussteigen!" sagte sie heiser, und ihre Knie zitterten, als sie den Kutschbock verlies und die Plane von ihrer Verankerung löste.

Modifié par Bellandyrs, 04 octobre 2010 - 06:15 .


#1016
SickOfItAll

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Die welt war lehr . Tot und bar jeglicher Farben und emotionen . Dumpf und hohl klang alles , untermahlt von ihrem immer schwächer werdenden Herzschlag . Sie konnte fühlen , wie das Leben aus ihr wich , wie sie schwach und schläfrig wurde .



Nach einer schier endlosen Fahrt hörte sie eine vertraute Stimme . Dann wurde es wieder heller und Regen fiel Lydia ins Gesicht . Sie blinzelte .



" Lea ... lea ? Seit ... ihr das ? " flüsterte sie schwach und kaum hörbar . " Es .... es tut mir so leid .... "

#1017
Aliens Crew

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„Natürlich ist sie das“, meinte Vernita zu Lydia gewandt. „Und wir sind auch noch hier.“
 
Die Elfe verzog das Gesicht, als sie vom Wagen sprang, teils vor Schmerz, teils weil sie das Gejammer des kleinen Görs nicht mehr hören konnte. So tough wie sie sich ihnen vorgestellt hatte, war sie wohl dann doch nicht. Nun, was hätte Venita auch anderes erwarten sollen. Immerhin war Lydia noch ein Kind und gehörte zu ihren Eltern und nicht auf das Schlachtfeld. Doch war es müßig, darüber nachzudenken. Im Moment gab es wichtigeres zu tun.
 
„Leanora, bitte helft uns, die anderen reinzubringen“, meinte die Elfe zu der Frau gewandt. „Und dann werdet diese Karre los. Stellt sie einfach irgendwo ab, möglichst weit weg von hier. Und macht Euch keine Sorgen um die Verwundeten. Sareth und ich werden uns um sie kümmern.“
 
Vernita zog Miandra zu sich heran, bevor sie die Frau wieder auf ihre Arme nahm. Dabei durchzuckte sie wieder dieser Schmerz, der wie ein Blitz durch ihren Rücken fuhr. Erstickt stöhnte sie kurz auf.
 
„Natürlich erst, nachdem der Kleine mich verbunden hat“, fügte sie noch mit einem schiefen Grinsen hinzu. Dann ging sie zur Schmiede und öffnete die Vordertür. Sie sah noch, wie Sareth Rowan von dem Wagen half und sich danach Azoth griff. Leanora kümmerte sich derweil um Lydia. Da war Vernita auch schon in dem Gebäude verschwunden. Sie stieg die Treppe nach unten in den Keller hinab, wo sie den geheimen Zugang öffnete und durch diesen trat.
 
In ihrem Unterschlupf war noch alles so, wie sie es verlassen hatten. Die Fackeln brannten nach wie vor, und es würde noch eine ganze Weile dauern, bis sie diese durch neue ersetzen mussten. Das Licht war zwar etwas schummerig, aber es würde ausreichen, um die Verletzten versorgen zu können.
 
Sie legte Miandra auf eine der improvisierten Betten und zwar so, dass die Frau auf der Seite liegen konnte. Danach streifte sie die Kettenhandschuhe ab, welche sie achtlos in die Ecke warf, wo diese klirrend landeten. Die Elfe strich Miandra noch einige Haarsträhnen aus dem Gesicht, bevor sie zu ihrer Tasche humpelte. Sie griff sich diese und kehrte damit zu Miandra zurück. Dort kramte sie Verbandszeug, Alkokohl und einige Salben hervor, die sie später noch brauchen würde. Doch nun wartete sie erst einmal auf die anderen, insbesondere auf Sareth, damit der ihr endlich diesen Bolzen aus dem Rücken ziehen konnte.
 

#1018
starbroker1988

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Sareth folgte Vernita in den Keller und schleppte dabei den Elf und Rowan auf seinen Schultern.Im Keller angekommen suchte Sarteh nach einen Bett für jeweils die Beiden die er trug.Er konnte kaum die Hand vor Augen sehen obwohl einige Fackeln brannten.Doch fand er nach kurzer Zeit die Silhouetten von dem was er glaubte das wie Betten oder zumindest Schlafmatten aussahen.Er legte den Elf und Rowan auf jeweils ein solches Bett ab.Er sah nochmal nach den Elfen und seinen Verbänden die,wie Sareth fand,noch immer ihren Zweck erfüllten..Dann wandte er sich Rowan zu und nahm sie ebenfalls in Augenschein.SIe blutete zwar noch doch nicht mehr so stark wie vorhin.
Er nahm ihre Hand und sah ihr in die Augen.
"Ich kümmere mich gleich wieder um dich.Ich versorge nun mal Vernita."
Er ging zu Vernita rüber,die sich um Miandra kümmerte, und sah sie sich genau an.
Der Bolzen stammte von einer Armbrust.UNd er steckte sehr tief in Vernitas Rücken.
"Zieh die Rüstung und deine Kleider aus! Sonst kann ich den Bolzen nicht rausziehen."

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#1019
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„Kannst es wohl gar nicht erwarten, mich nackt zu sehen, Kleiner. Meinst wohl, nur weil ich dir heute einen Kuss gegeben habe, können wir nun gleich zu Sache kommen, was?“ erwiderte Vernita spöttisch grinsend, bevor sie wieder ernst wurde. „Aber vielleicht kannst du Witzbold mir mal verraten, wie ich diese Kettenrüstung ausziehen soll, solange der Bolzen noch darin steckt. Ich meine natürlich ohne das dieser in der Wunde abbricht. Wer hat dich denn in Waffenkunde ausgebildet?“
 
Die Elfe trat vor den Sareth, grinste ihn noch einmal an, bevor sie sich umdrehte. Sie ging leicht in die Hocke, wobei sie sich mit den Händen auf ihren Knien abstützte. „Und jetzt greif dir das Ding und zieh ihn einfach raus. Das ist ein Bolzen und kein Pfeil, also solltest du keine großen Schwierigkeiten damit haben. Und du brauchst nicht zimperlich zu sein. Das halte ich schon aus, also fang endlich an.“
 
 

#1020
starbroker1988

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Sareth guckte etwas verärgert auf Vernita herab.
"Und wer hat dich in Medizin ausgebildet ?Ich muss sicher gehen,dass kein Stück deiner Kleidung in die Wunde gedrückt wurde.Wenn dem nämlich so ist wird die Wunde eitern und du an einer Blutvergiftung sterben."
Sareth ging ein paar Schritte in Richtung der Schmiede bevor er wieder stehen blieb und sich zu Vernita umdrehte."Und das mit den ausziehen der Rüstung.....dafür lässt sich auch eine Lösung finden."
Sareth ging nach oben in die Schmiede und suchte etwas Werkzeug was seiner Meinung nach seinen Zweck erfüllen wird.Er griff sich ein große Zange die an ihren Zähnen gespitzt war.Damit würde er die Panzerung von Vernitas Rüstung,zwar mit Mühe,knacken und ein Stück Rüstung damit entfernen können.Er ging zurück in den Keller,in den Geheimraum wo Vernita auf ihn wartete.
"Damit werden wir deine Rüstung entfernen können.Und danach entfernen wir den Bolzen.Klar ?"

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#1021
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„Du hältst dich wohl wirklich für witzig, was?“ spottete Vernita weiter. „Willst du jetzt etwa mit deiner Zange diese Kettenrüstung knacken? Damit verursachst du höchstens noch mehr Schaden als dieser verdammte Bolzen! Also hör auf da rumzuhampeln, und zieh mir dieses Scheißding endlich aus meinem Rücken. Anschließend zieh ich mich dann aus, so dass du die Wunde säubern kannst. Geht das nicht in deinen Schädel?“
 
Genervt fasste sich die Elfe an den Kopf. „Mann, würde dieses Ding nicht in meinem Rücken stecken, dann hätte ich das schon längst selbst erledigt. Aber nein, ich muss auf dieses Weichei angewiesen sein. Verdammte Kerle! Sind wirklich zu nichts zu gebrauchen!“
 

#1022
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Sareth war nun sichtlich sauer.Er schmiess die Zange auf den Boden und ging auf Vernita zu.Er packte sie bei den Schultern und drückte sie auf den Boden.Dann stellte er sich mit seinen Fuß auf ihren Rücken und suchte mit den anderen einen sicheren Stand.Seine Hände packten den Bolzen und ohne Vorwarnung zog er ihn mit voller Kraft heraus.So etwas war äußerst schmerzhaft.Er versuchte es bei Vernita mit der sanften Tour.Aber nach den Ereignissen des Tages war es ihm egal.

Denn Bolze in der Hand haltend ging er ein paar Schritte zurück und warf ihn sogleich in die nächste Ecke."Steh auf! Ich will die Wunde untersuchen. Und vergiss nicht dein Hemd auszuziehen!"Dabei hatte er eine harte Miene gezogen und ihm war nun jeglicher Sinn von Zurückhaltung verloren gegangen.

#1023
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Als Sareth den Bolzen aus ihrem Rücken zog, verzog Vernita das Gesicht. Doch nicht ein Laut drang über ihre Lippen. Sie hatten ihren Rücken mit Nägeln gespickt und mit Brandeisen und auch anderen Dingen. Sie hatte Schmerzen durchlebt, an denen andere zerbrochen wären. Und sie hatte all das überlebt. Nun würde sie trotz der Schmerzen keine Schwäche zeigen. Nicht vor diesem Mann.
 
„Ich hatte erwartet, dass du den Bolzen auch ohne zu Hilfenahme deiner Füße aus meinem Rücken bekommst“, lästerte sie schwer atmend, während sie wieder aufstand. „Aber anscheinend habe ich deine Kräfte wohl überschätzt, Kleiner.“
 
Sie grinste schief, wobei sie die pochenden Schmerzen in ihrem Rücken zu unterdrücken versuchte. Es gelang ihr nur mit mäßigem Erfolg.
 
Anschließend zog sie sich das Kettenhemd über den Kopf, gefolgt von ihrem Hemd und dem Schweißhemd, welche sie darunter trug. Sie ließ alles einfach auf den Boden sinken. Dann atmete sie ein mal tief durch, bevor sie zu einer der Liegen humpelte. Dort legte sich die Elfe flach auf den Bauch, während sie den Mann immer noch spöttisch grinsend anstarrte.
 
„Los, du kannst anfangen. Ich hoffe, dass du dazu nicht wieder deine Füße benutzen musst.“
 

#1024
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Sareth nahm seinen Tasche und legte sie neben der Liege,auf der Vernita lag,auf dem Boden.Dann nahm er Die Hemden von Vernita in Augenschein.Ihm fiel auf das bei einem ihrer Hemden ein Stück Stoff fehlte.Er sah auf dem Boden nach aber es lag dort nichts stoffartiges herum.Er ging zu Vernitas Liege und kramte in seiner Tasche.Er holte eine Flasche Alkohol hervor und goss sich etwas davon über die Hände.Dann setze er sich zu Vernita auf die Liege,beugte sich über sie und fuhr mit seiner Hand in die Wunde.Er drückte ein paar Muskeln und etwas Gewebe zur Seite.Aber nach kurzen fand er etwas was nicht in den Körper gehörte.Er zog es raus und betrachtete es.Es war der gesuchte Stofffetzen.
Als er ihn gefunden hatte nahm er etwas Alkohol und goss ihn auf die offene Wunde.Dann nahm er Nadel und Faden,tauchte beides in Alkohol,und nähte die Wunde zu.Es würde eine Narbe zurück bleiben.Aber davon hatte Vernita sehr viele.Narben von Peitschenhieben und spitzen Gegenständen.Das erkannte Sareth sehr schnell.Hatte er doch schon oft solche Verletzungen gesehen und sogar selber solche verursacht und auch erlitten.Aber nicht so viele wie Vernita.
Als er die Wunde vernäht hatte legte er Vernita noch einen Verband an.Schließloch sollte sich die Wunde nicht entzünden.
"Fertig.Bald kannst du wieder ohne Probleme Leuten in den Hintern tretten.Aber für die nächsten beiden Tage wirds sich geschont.Ansonsten kette ich dich irgendwo an."
Danach ging er zu Rowan rüber und setzte sich neben ihr auf die Liege.
Er strich ihr einmal durchs Haar und sah sich ihr Gesicht an.So als ob er sie zum ersten Mal sah.

Modifié par starbroker1988, 04 octobre 2010 - 08:48 .


#1025
viento2

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Als Rowan in den Wagen gelegt wurde, schloss sie die Augen und lehnte sich zurück. Vorerst war sie in Sicherheit und konnte sich ein wenig ausruhen. Ihr Geist driftete leicht weg und sie wurde erst wieder richtig wach, als sich Sareth neben sie setzte und ihr durch das Haar strich.

„Hey. Bist du verletzt?“ Sie versuchte, sich aufzusetzen, doch ihre Arme zitterten und sie gab den Versuch wieder auf.

Als sie sich umschaute, erkannte sie das Versteck in der Schmiede und seufzte erleichtert.

„Kannst du mir bitte aus meiner Rüstung helfen und mir eine Decke suchen? Mir ist kalt.“