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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#1026
starbroker1988

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Sareth zögerte nicht lange und half Rowan aus ihrer Rüstung.Er öffnete alle Schnallen der Verbindung und streifte ihr die Rüstungs teile ab.Dann stand er auf und suchte nach einer Decke.Die letzte Decke hatte er den Elfen gegeben damit er nicht auskühlte in seinen Zustand,erinnerte er sich plötzlich.Überlegend,wo er nun einen Decke hernehmen könnte,stand er im Raum.Kurzer Hand zog er sein Hemd,das vollkommen verschwitzt war,aus und legte sich neben Rowan auf die Liege,umarmte sie und drückte sie an sich.So sollte ihr nun warm werden,dachte er sich.

#1027
viento2

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Unter Schmerzen ließ sich Rowan aus der Rüstung befreien. Die kalte Luft der Kellers ergriff sofort von ihr besitzt und ließ ihr eine Gänsehaut über den Körper laufen. Sie war unendlich müde und jeder Muskel in ihrem Körper schien ihr weh zu tun.

Normalerweise hätte sie es nicht zugelassen, aber sie zitterte am ganzen Leib und es tat gut, Sareths Wärme zu spüren. Mit einem Seufzer drückte sie sich an ihn ran und legte ihren Kopf in die Kuhle unter seinem Kinn. Sie schloss ihre Augen und atmete seinen Geruch tief ein. Die Arme hatte sie vor ihrer Brust verschränkt und die kalten Hände an seine Brust gelegt. Ihre Gedanken begannen bereits, weg zu driften.

„Bist du verletzt worden?“ wiederholte sie ihre Frage.

#1028
starbroker1988

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"Nein.Wurde ich nicht.Obwohl ich viel lieber ein paar Verletzungen in kauf genommen hätte wenn du dafür unverletzt geblieben wärst."

Er streichelte ihr ein wenig mit seiner Hand über ihren Arm um sie zu beruhigen.

"Ruh dich aus! Ich werde über dich wachen!"

#1029
Bellandyrs

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Lea verfrachtete Lydia auf eines der provisorischen Betten, half ihr beim ausziehen und säuberte notdürftig ihre Wunden, um sie dann zu verbinden. Sie hatte keinerlei Übung darin, und dementsprechend sahen die Umschläge dann auch aus, aber das war ihr erst einmal egal. Die Zeit drängte, sie konnte das Gespann nicht ewig vor der Tür stehen lassen.

In Windeseile riß sie das Kleid vom Leib und zog sich frische Hosen und einen warmen Pullover an, schmiß sich ihren Umhang um die Schulter und war das erste mal wirklich dankbar für die Kapuze des Überwurfs.

Sie schmunzelte, als sie hörte, wie Sareth und Vernita sich gegenseitig ankeiften.
"Wenn Ihr weiter so macht, verbluten euch die beiden anderen noch! Ich geh mal die Pferde entsorgen, bis gleich!" rief sie in die Richtung der beiden Streithähne und verschwand draussen.

Die Pferde standen mit hängenden Ohren, eingeknicktem Huf und patschnass vor der Tür, die Augen halb geschlossen, als ob sie ein Nickerchen halten würden. Der Regen störte die Tiere dabei nicht.
"Holla ihr Süssen, aufwachen! Es geht wieder heim!" Lea schwang sich wieder auf den Kutschbock, hoffend, dass die Bande von vorhin weg war. Aber diesesmal hatte sie ihren Säbel eingepackt.

Sie hatte die ganze Zeit gegrübelt, wo sie den Wagen abstellen sollte, beziehungsweise die Pferde. Auch wenn Vernita meinte so weit weg wie möglich - sie wollte das sicher beherzigen. Soweit von der Schmiede weg wie möglich, aber dabei so nah an ihrem Heimatstall wie es nur ging, ohne sich selber in Gefahr zu bringen. Das war nicht einfach, zuvor war sie viel zu sehr auf die Strecke und ihre Flucht konzentriert gewesen, und hatte nicht auf die genaue Umgebung geachtet. Aber ohne Risiko würde sie es nicht herausfinden, also nahm sie die Zügel in die Hand und lenkte das Gespann erst einmal in die Richtung, wo sie sich dieses ausgeliehen hatten. Dabei nahm sie jedoch eine andere Route, sie wollte nicht in die Gefahr laufen, weiteren Räubern in die Hände zu fallen.

Diesesmal blieb ihr das Glück hold, obwohl sie direkt über den Marktplatz fuhr. Aber dort war soviel los, dass sie nicht auffiel, da auch andere Händler mit Planwagen unterwegs waren, und die Stadtwachen zwar emsig herum wuselten, aber dabei Ausschau auf die Passanten hielten. Die Händler interessierten sie nicht. Nur wenige wurden kontrolliert, das Gespann vor Lea hatte es erwischt. Dafür wurde sie durchgewunken.

Kurze Zeit später erreichte sie die Strasse, wo sie aus den Katakomben geklettert waren. Lea war innerlich angespannt, ob es nun vor Wachen wimmeln würde. Aber das Gegenteil war der Fall, die Gasse war wie ausgestorben. Lea war sich nicht sicher, ob sie das nun beruhigen, oder eher nervös machen sollte. Aber nun setzte sie alles auf eine Karte. Entweder wurde sie erwischt - oder sie hatte weiterhin Glück. Sie stieg ab und führte das letzte Stück des Weges die Pferde am Zügel, dabei immer wieder hektisch umsehend, ob sich nicht doch der Vorhang im Haus dort drüben bewegt hatte. Schließlich war sie wieder an der Scheune angelangt, das Tor stand noch immer offen, und drinnen sah es nicht anders aus, als zum Zeitpunkt ihrer Flucht.

Schnell löste sie den Pritschenwagen von dem Geschirr, erlöste die Pferde von ihrem Zaum und brachte sie zurück in ihre Boxen. Das Zaumzeug hängte sie einfach über den nächsten Pfosten, warf den Pferden noch einen Bündel frisches Heu in die Futterkrippe und ließ den Wagen stehen, wo er war. Mochten sich die Besitzer wundern, wieso er wo anders stand, es war ihr egal. Hauptsache die Tiere waren versorgt.

Schnell huschte sie aus dem Stall, schloß das Tor und fing an zu laufen. Die Strecke würde sie ohnehin nicht durchhalten, aber wenigestens aus diesem Viertel wollte sie so schnell wie möglich verschwinden. Hier zahlte es sich aus, dass sie viel Sport machte, jedenfalls lief sie die nächsten zehn Minuten konstant dahin, ohne dass ihr die Puste ausging. Nur die Schnittwunde am Arm pochte, und der Schweiß rannte in Bächen über ihren Rücken. Die nächsten Gassen schritt sie ganz normal dahin, zwar mit flottem Tempo, aber bei diesem Sauwetter war keiner langsam unterwegs oder blieb vor irgendwelchen Auslagen stehen. Jeder versuchte, so schnell wie möglich wieder ins Trockene zu gelangen.

Eine weitere halbe Stunde verging, dann war sie abermals an der Schmiede angelangt, zum zweiten Mal von der Hinterseite. Die einmalige Bekanntschaft mit den Banditen hatte ihr gereicht. Endlich war sie in Sicherheit.

"Ich bin wieder da, keine Zwischenfälle zu vermelden! Wie stets hier? Ich zieh mir nur schnell etwas trockenes an!" rief sie den Gefährten zu und suchte sich frische Kleidung.

Modifié par Bellandyrs, 04 octobre 2010 - 10:03 .


#1030
Aliens Crew

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Vernita blieb ganz ruhig liegen, während Sareth ihre Wunde versorgte. Hätte sie nur ihre normale Rüstung tragen können, dann hätte dieser simple Eisenbolzen ihr nicht einmal einen Kratzer verpassen können. Die Rüstungen der Stadtwachen taugten wirklich absolut gar nichts. Die Elfe hatte die Augen geschlossen und ließ sich in aller Ruhe von dem Mann verarzten.
 
‚Wenigstens etwas, dass dieser Kerl anscheinend beherrscht!’ ging es ihr durch den Kopf, während sie darum bemüht war, das Brennen des Alkohols und sein Herumgestochere in ihrer Wunde zu ignorieren. Nachdem er schließlich fertig wurde und ihr einen Verband angelegt hatte, setzte sie sich auf.
 
„Du hättest Hofarzt werden sollen, Kleiner“, grinste sie spöttisch. „Das hast du zumindest besser drauf, als das Kämpfen!“
 
Vernita saß einen Moment auf ihrer Liege und blickte sich um. Ihr fiel Lydia ins Auge, die offenbar schon versorgt worden war. Von wem? Von Leanora wahrscheinlich. Jemand anders kam dafür eigentlich nicht in Frage. Die Elfe hatte gar nicht mitbekommen, dass sie sich um das Mädchen gekümmert hatte. Und das, obwohl sie ihr gesagt hatte, dass Sareth und sie selbst das übernehmen wollten. Nun gut, solange sie trotzdem die Karre loswurde, ohne auf die Gruppe oder sich selbst aufmerksam zu machen, war es Vernita egal.
 
Ihr Blick wanderte weiter und fiel auf Azoth, der in einer Decke gehüllt auf einer Schlafstätte lag. Aber wo war Sareth? Wieso kümmerte er sich nicht um den Elf? Vernita schaute zu Miandra, die sich ebenfalls noch auf ihrer Liege befand. Auch dort war von dem Mann keine Spur. Wo steckte er bloß? Die Elfe hatte da einen Verdacht. Sie ließ ihren Blick weiter wandern, bis ihn zusammen mit Rowan in einem der improvisierten Betten liegen sah. Das hätte sie sich ja denken können.
 
‚Verdammte Kerle!’ fluchte sie innerlich. ‚Können die wirklich immer nur ans Vögeln denken, oder was? Ich sollte ihm seinen elenden Schwanz abschneiden!’
 
„Hey, Kleiner!“ rief sie stattdessen erbost. „Was treibst du da? Hast du nichts Besseres zu tun, als mit deiner Möchtegern-Freundin zu kuscheln? Soll Azoth etwa an Blutvergiftung sterben, oder wartest du noch auf den Haussklaven, der sich um ihn kümmern kann? Los steh auf, und reinige seine Wunden, während ich mich um Miandra kümmere! Falls du Rowan nur „wärmen“ wolltest, dann gib ihr lieber eine der Decken, die uns der Schmied zur Verfügung gestellt und dort hinten in der Ecke gestapelt hat!“
 
Sie zog ihre Kettenstiefel und die dazugehörige Hose aus, während sie weiterfluchte. „Typisch Mann. Hat immer nur seinen Sexualtrieb im Kopf. Man sollte sie alle kastrieren. Vielleicht machen sie sich dann endlich mal nützlich.“
 
Die Elfe stand auf und ging zu ihrer Tasche, aus der sie ihre leichten Lederschuhe herausholte, die sie auch sofort überzog. Dann machte sie sich auf den Weg nach oben, wo sie sich vom Schmied eine Schüssel mit frischem Wasser geben ließ. Dieser starrte die halbnackte Elfe mit dem Verband um den Körper im ersten Moment wie gebannt an. Doch nachdem sie ziemlich unfreundlich noch einmal nach dem Wasser fragte, brachte er ihr ohne Umschweife das Verlangte. Damit machte sie sich gleich wieder auf den Weg in den Keller.
 
Unten angekommen setzte Vernita sich zu Miandra und fing an dieser möglichst vorsichtig den provisorischen Verband abzunehmen. Dabei ließ sich die Elfe viel Zeit, da sie der Frau keine unnötigen Schmerzen zufügen wollte. Sie hatte in letzter Zeit schon genug mitgemacht. Vernita musste ihr Leid nicht noch verschlimmern.
 
Nachdem sie damit fertig war, begann die Elfe die Schnittwunden, die sich unterhalb von Miandras Brüsten befanden, zu waschen, mit Alkohol zu desinfizieren und zum Schluss mit einer ihrer heilenden Salben einzureiben. Dabei redete sie die ganze Zeit beruhigend auf die Frau ein, um sie etwas von dem Brennen der behandelten Wunden abzulenken. Sie ging dabei so behutsam vor, wie es ihr möglich war. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Elfe diese Arbeit abgeschlossen hatte. Nun kam Miandras Rücken dran.
 
Hier musste Vernita die zum Teil bereits verkrusteten Wunden wieder öffnen, um sie richtig versorgen zu können. Damit bereitete sie der Frau wohl zusätzliche Schmerzen, aber es war die einzige Möglichkeit, um etwaige Blutvergiftungen auszuschließen. Auch diese Arbeit führte sie ungewohnt sanft aus. Zum Schluss verband die Elfe Miandra noch. Das war der Moment, als Leanora zurückkehrte und fragte, wie es aussah.
 
„Ich versorge gerade Miandra, wie Ihr sehen könnt“, entgegnete Vernita, ohne von ihrer Arbeit aufzusehen. „Und wie lief es bei Euch? Alles reibungslos geklappt?“
 

#1031
starbroker1988

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Nachdem Sareth Rowan beruhigt hatte,schlief sie auch sofort ein.Er löste seine Umarmung vorsichtig und stand von der Liege auf.Er ging zu den Decken,die Vernita ihn gezeigt hatte,und legte Rowan damit zu.Danach sammelte er seine Tasche ein und ging damit zu den Elfen,der wohl Azoth hieß, und löste einmal seinen Verband und untersuchte dessen Wunden.Bei genauren hinschauen sahen sie sehr tief aus.Er würde sein Leben lang mit Narben herumlaufen müssen.Aber sie waren auch nicht so tief das er bleibende Schäden davon tragen würde.Sareth nahm eitwas Alkohol und säuberte sich die Hände und danach Azoths Wunden.Zum Glück war der Elf bewusstlos.Desinfektion von Wunden war Schmerzhafter als es aussah.Sareth wusste das.Er hatte sich schon desöfteren selber verarzten müssen.

Danach legte er einen neuen Verband an und deckte den Elf wieder mit seiner Decke zu.

Sareth durchsuchte den Raum.Und sah wie Vernita trotz seiner Anweisung im Raum umher ging.Er ging auf sie zu und zog sie einmal an ihren Arm nach oben und drehte sie um.

"Hatte ich euch nicht gesagt,dass ihr euch schonen sollt?Entweder ihr legt euch jetzt sofort wieder freiwillig ins Bett oder ich zwinge euch!"

#1032
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Vernita war so sehr damit beschäftigt, Miandra zu verbinden und Leanora zu befragen, dass sie Sareth gar nicht bemerkt hatte, welcher inzwischen hinter sie getreten war. Er packte sie am Arm und zog sie auf die Füße, während sie den Körper der schwarzhaarigen Frau gerade etwas anhob, um den Verband darum wickeln zu können. Vor Schreck ließ die Elfe Miandra los, welche auf die Liege zurückfiel. Als Sarteh Vernita zu sich umdrehte, lag blanke Wut in ihren Augen.
 
„Du hast sie wohl nicht mehr alle, was?“ tobte die Elfe böse. „Siehst du nicht, dass ich beschäftigt bin. Willst du, dass sich Miandras Zustand verschlechtert? Lass mich lieber los, bevor ich mich vergesse!“
 

#1033
starbroker1988

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An ihrer Reaktion sehend,dass Vernita nicht freiwillig ins Bett gehen würde sah sich Sareth gezwungen zu handeln.Er drehte Vernitas Arm um,sodass er auf ihren Rücken lag.Mit der anderen Hand drückte er ihr auf den Verband,dort wo er sie gerade eben noch genäht hatte, und ging mit seinen Kopf an ihr Ohr.

"Das sind Schmerzen die ihr bekommen könntet wenn ihr euch mit einer solchen zugenähten Wunde hinsetzt.Geschweige den das ihr dadurch noch länger zum Genesen braucht oder die Wunde wieder aufreißt."

Er ging mit ihr in Richtung ihrer Liege und setzte sie dort ab.Er wollte gerade wieder gehen als er sich kurz zu Vernita umdrehte und sie böse an sah."Ich weiß das ihr ein harter Knochen seid.Aber wenn ihr nochmal aufsteht werde ich euch ruhig stellen."Er wartete kurz.So als wolle er das sie das auch endlich versteht."Um Miandra kümmere ich mich!"


#1034
Bellandyrs

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"Ja es ging alles glatt, Vernita" antwortete sie, eher mechanisch. Sie war relativ entsetzt, dass die beiden Streithähne noch immer zankten.

"Ich mische mich nicht gerne ein, aber ihr solltet eure Energie lieber darauf verwenden, gesund zu werden oder den anderen zu helfen, statt zu streiten. Und Vernita, so ungern ich es sage, aber Sareth hat schon recht. Ihr seid verletzt, also ruht Euch aus. Ich bin ja jetzt hier und kann mithelfen. Also legt Euch hin und tut ausnahmsweise mal, was man Euch sagt." Sie lächelte Vernita dabei aber freundlich an, damit die Elfe wußte, dass sie es nicht böse meinte. Schließlich hatte sie keine Lust, genau zwischen die Fronten zu geraten, wobei sie das wohl gerade tat.

Sie schüttelte den Kopf. Soviel Sturheit auf einen Haufen hatte sie selten erlebt.  Andererseits wußte sie, dass sie gegen eine Mauer sprach. Dennoch verstand Lea nicht, wieso die Elfe hier so einen Dickkopf hatte. Sie würde sich damit nur selber schaden, aber das würde Vernita wohl wissen.

Noch einmal zuckte Lea mit den Schultern, und wandte sich zu Miandra. Vielleicht konnte sie einstweilen den Verband ja anbringen, während die beiden weiter stritten.

Modifié par Bellandyrs, 05 octobre 2010 - 08:04 .


#1035
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„Ich habe gesehen, wie du dich um die Verletzten gekümmert hast, Kleiner“, zischte Vernita wütend, wobei sie den Einwand von Leanora einfach ignorierte. „Während sie hier vor sich hinbluten durften, hast du nichts besseres zu tun gehabt, als dich an Rowan ranzumachen.“
 
Die Elfe stand langsam auf, während sie ihr Messer zog, welches immer noch in einer kleinen Scheide an ihre Hose hing. Sie ging einen Schritt auf Sareth zu, wobei ihre Augen ihn böse anfunkelten.
 
„Außerdem entscheide ich allein, wann ich mich zur Ruhe begebe, kapiert? Und das wird keine Sekunde eher sein, bis ich Miandra fertig verbunden habe. Ich habe deine mitfühlenden Hände schon am eigenen Leib zu spüren bekommen, als du mir den Bolzen aus dem Rücken gerissen hast wie ein irrer Bastard. Also, lass mich meine Arbeit beenden, bevor du ebenfalls verbunden werden musst. Das meine ich todernst! Kümmere dich lieber um Lydia!“
 

Modifié par Aliens Crew, 05 octobre 2010 - 08:22 .


#1036
starbroker1988

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Sareth sah die Klinge die Vernita gezogen hatte und er reagierte sofort auf ihre agressive Haltung.Er umfasste die Klinge des Messers mit einer Hand und drückte fest zu.So fest das seine Hand anfing zu bluten.So wollte er verhindern,dass die Elfe irgendwelche Dummheiten damit anstellt.Dann ging er noch näher an sie ran und sah sie mit etwas verrückten Augen an.
"Wie ich mit manchen Menschen umgehe,geht dich überhaupt nichts an! Und du wolltest doch keine ordentliche Behandlung haben.Also jammere hier nicht wie ein zehnjähriges Kind rum das nicht seinen Willen kriegt."
Er sah sie noch einen Augenblick böse an.Dann lies er die Klinge los und ging zu Leanora rüber.
"Würdet ihr bitte Miandra weiter versorgen? Oder würdet ihr bitte Vernita dabei zur Hand gehen ?
Denn den Anschein nach ist sie mit normalen Menschenverstand gerade nicht zu erreichen."

Modifié par starbroker1988, 06 octobre 2010 - 07:17 .


#1037
Bellandyrs

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"Kümmert Ihr Euch um Lydia? Dann helfe ich Vernita" fragte Lea Sareth.

Sie blickte Vernita fest in die Augen.
"Und hört endlich auf zu streiten, das bringt doch nichts. Kommt, laßt uns Miandra versorgen. Ich bin auch rechtschaffen müde und will mich dann ein wenig ausruhen."

Modifié par Bellandyrs, 06 octobre 2010 - 07:58 .


#1038
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Vernita fing an zu lachen, als sie die blutbefleckte Klinge ihres Messers sah. Sie nahm einen der Lappen zur Hand, mit denen Sareth zuvor noch die Wunde der Elfe gesäubert hatte und wischte damit die Waffe ab, bevor sie diese wieder wegsteckte.
 
„Du bist ja noch durchgeknallter als ich dachte“, lästerte die Elfe. „Erst provozierst du einen Streit mit mir und dann nennst du mich kindisch. Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen packst du noch freiwillig in meine Klinge. Und wofür? Wolltest du mir damit deine Männlichkeit beweisen? Oder deinen Hang zur Selbstverstümmelung? Wenn sich hier jemand kindisch benommen hat, dann warst du das. Und das Lustigste daran, du merkst es nicht einmal.“
 
Vernita wandte sich wieder um und ging zurück zu Miandra, neben die sie sich setzte.
 
„Aber Ihr habt den Mann gehört, Leanora“, lachte sie weiter. „Kommt her und hebt Miandra etwas an, damit ich sie leichter verbinden kann. Danach können wir uns ja um Lydia kümmern. Es sei denn, unser großes Kind hat was dagegen. Vielleicht macht er sich zur Abwechslung ja mal nützlich und erledigt es selbst.“
 
Die Elfe lachte immer noch laut, während sie auf Leanora wartete.
 

#1039
Bellandyrs

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Lea seufzte innerlich auf. Dieser Streit zehrte langsam an ihren ohnehin nicht mehr vorhandenen Nerven. Sie sehnte sich nach etwas Ruhe, sie wollte auch dringend ihre Gedanken ordnen.



Sie ging zu Vernita, hob Miandra vorsichtig hoch, so dass sie verbunden werden konnte.

Mutlosigkeit überkam sie, als sie die schwarzhaarige Frau sah. Hoffentlich würde sie dies überstehen.

#1040
starbroker1988

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"Ich kümmere mich um Lydia.Sie ist bei mir in guten Händen."

Dabei sah ersich seine blutende Hand an.

"Aber vorher verbinde ich mich mal schnell selber."

Er ging zu seiner Tasche und holte sein Verbandszeug und den Alkohol hervor.Er desinfizierte die Wunde und Verband sie sich gleich darauf.Dann nahm er sein Verbandszeug samt Alkohol und ging zu Lydia rüber.Er nahm sie in Augenschein.Sie hatte ebenfalls viele Verletzungen erlitten.Aber sie würde es überleben.In ihr steckte sehr viel Kraft.

Sareth legte seine Hand auf ihre Stirn um zu sehen ob sie Fieber hatte.Er nahm seine Hand wieder zurück.Sie hatte ein leichtes Fieber.Nicht sehr ernst.

Er öffnete die Verbände,die Leanora in Eile, angelegt hatte.Er nahm seinen Alkohol und tunkte einen Stofffetzen rein.Dann reinigte er die Wunden der Kleinen damit.

Es dauerte nicht lange und er hatte ihre Wunden gereinigt.Er legte einen neuen Verband an und deckte sie anschließend noch zu.Er holte eine kleine Phiole aus seiner Tasche und öffnete sie.

Er hielt die Phiole Lydia unter die Nase.

"Hier trink das! Damit geht es dir bald besser!"

#1041
Aliens Crew

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Mit Leanoras Hilfe fiel es Vernita wesentlich leichter, Miandra ordentlich zu verbinden. Und schneller ging es zudem auch noch. Innerhalb kurzer Zeit waren die beiden fertig. Sie legten die schwarzhaarige Frau wieder in eine seitlich Lage, so dass diese sich endlich ausruhen konnte. Sie hatte es sich verdient.
 
Vernita blieb noch einen Moment neben ihr sitzen, wobei sie ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. Ein Blick rüber zu Lydia zeigte der Elfe, dass Sareth sich jetzt doch um das kleine Mädchen kümmerte, was Vernitas Gesichtszügen ein Grinsen entlockte.
 
„Schlaf gut, Miandra“, meinte sie noch, bevor sie aufstand und zu ihrer eigenen Liege zurückging. Dort legte sie sich bäuchlings hin und schloss die Augen. Und innerhalb weniger Augenblicke war sie auch schon eingeschlafen.
 
 

#1042
SickOfItAll

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Sie hörte stimmen und spürte Berührungen . Die Welt flimmerte und wand sich , nichts war fest , es floss wie wasser , nicht mit dem Auge zu fassen . Sie spürte , wie ihr die Verbände abgewickelt wurden , wie es kalt auf ihrer Brust wurde und doch brannte es wie Feuer .



Sie stöhnte , wollte etwas sagen , doch nichts verständliches konnte sie ihrer Kehle entlocken . Noch immer fühlte sie sich ... andersweltlich , nicht lebendig , doch die Kälte des nahenden Todes war aus ihren Gliedern gewichen , ersetzt durch ein Feuer , welches sie von innen zu schmelzen ersuchte .



Sie blinzelte . Wirklich etwas erkennen konnte sie nicht , doch mit dem nächsten Atemzog sog sie einen stechenden , scharf beißenden Geruch ein . Jemand hielt ihr etwas unter die Nase . sie wollte danach greifen , doch ihren Arme versagten ihr den Dienst . kraftlos sanken sie wieder zurück auf die Decken .



" Wer .. seit ihr ? " brachte sie heraus . "Was ... was ... wollt ihr ... "

#1043
Bellandyrs

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Als endlich alle versorgt waren, holte Lea ihre Tasche, schnappte sich eine Decke, wickelte sich darin ein und setzte sich auf eine der Matratzen, mit dem Rücken gegen die Mauer gelehnt. Auf den Boden stellte sie eine Kerze neben sich, die ihr Licht spendete. Dann leerte sie den Inhalt der Tasche aus. Außer ihrem Fächer und der leeren Phiole fielen ihr einige Pergamentrollen in die Hände, ein zerfleddertes Buch, ein Packen Briefe, ein weiteres abgegriffenes Buch und ein kleiner Lederbeutel. Tjarks Inhalt aus dem Geheimfach.

Sie drückte den Lederbeutel an sich, schloss die Augen und sah sein Gesicht vor sich. Lea spürte ihre Unsicherheit wieder, aber auch die Gefühle, die in ihr ausgelöst wurden. Sie fühlte den Kuss auf ihren Lippen, seine Hände, seine Umarmung, seine Stärke, und kämpfte gegen die Tränen an, die wieder kommen wollten.

Dann holte sie tief Luft, rief sich zur Ordnung und öffnete den ersten Brief.

Modifié par Bellandyrs, 07 octobre 2010 - 06:27 .


#1044
starbroker1988

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"Ich bin Sareth.Erinnerst du dich? Ich habe dir mein Schwert im Fort gegeben.Du hast damit viele Wachen zur Strecke gebracht.Du warst sehr tapfer."
Er hielt ihr noch immer die Phiole unter die Nase."Das hier ist Medizin.Sie wird dir helfen schnell wieder gesund zu werden."
Sareth half Lydia ein wenig auf,führte die Phiole zu ihren Mund und kippte ihr etwas Medizin in den Mund.
"Runter schlucken! Aber langsam.Die Medizin brennt sehr im Hals."

Modifié par starbroker1988, 07 octobre 2010 - 06:40 .


#1045
SickOfItAll

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Lydia trank das Gebräu . Sehr brennen war wohl ein schlechter Scherz seitens Sareth gewesen . Es war schlimmer als flüssiges Blei zu trinken . Sie musste schrecklich husten , wieder und wieder , die Medizin war elekhaft , es fühlte sich an , als ob sie ihr den Hals zuschnüren würde .



Jedesmal Husten flammte ein stechender peinigender Schmerz in ihrer Brust auf , als wären alle Rippen gebrochen . Vielleicht war es auch so . Sie blinzelte und versuchte Sareths Augen zu erkennen .



" Ihr seid es ... danke ... für alles ... für die Hilfe und ... das ... schwert ... " Langsam wurde sie schläfrig vom Fieber , welches in ihr glühte wie Kohle .



Kraftlos zog sie beide Arme unter die Decke und versuchte sich noch etwas einzuwickeln .

#1046
Bellandyrs

Bellandyrs
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Mein geliebter Bruder,
ich schreibe Dir heute, zum einen, um dir mitzuteilen, dass ich wieder heil zu Hause angekommen bin, und zum anderen, weil mir das Herz schwer ist. Die Tage in Denerim bei Dir waren sehr schön und vergingen wie im Flug, auch wenn Du nur wenig Zeit hattest, weil Du Dich Deiner Arbeit widmen musstest. Es tut mir aufrichtig leid, dass der Arl gestorben ist, und mir leuchtet ein, dass Du dadurch sehr viel mehr Arbeit hast.

Mama habe ich berichtet, dass es Dir gut geht, und Du blendend aussiehst. Sie lässt fragen, wann Du Dir endlich eine Ehefrau suchst und ihr Enkelkinder schenken wirst. Natürlich kennt sie Dich viel zu gut, um zu wissen, dass dies wohl ein Wunschtraum bleiben wird. Ich glaube, die Frau, die es schafft Dein Herz wirklich zu erobern, muss erst noch gebacken werden.


Hier stockte Lea und zog ihre Stirn Kraus. Wer war Tjark wirklich?

Papa hat sich bei der Frage das Grinsen verkneifen müssen und hat sein Gesicht hinter der Tagespresse verschanzt. Ihm geht es relativ gut, aber der Schweinebraten gestern bekam ihm nicht so gut, heute spürt er die Gicht wieder. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass er sein Glas Bier zum Mittag getrunken hat. Übrigens gibt es auch freudiges zu berichten: Die Sau Mimi hat geworfen, und acht süsse Ferkel zur Welt gebracht, alle putzmunter und gesund.
Aber das wird Dich wahrscheinlich nicht interessieren. Zumindest mittlerweile nicht mehr. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo Du Anteil an zu Hause hattest, wo Du der liebevolle Bruder warst, der zuverlässige Sohn. Und hier kommt der Teil, der mir mein Herz schwer macht.
Als ich bei Dir war, hast Du Dich kaum erkundigt, was zu Hause los ist, was es Neues gibt. Du hast zugehört,  wenn ich etwas erzählt habe, aber es schien, als wären Deine Gedanken weit weg und Du hast nur der Höflichkeit halber zugehört, aber es nicht registriert, was ich gesagt habe. Ich habe gehört, wie Du mit Deinen Dienern umspringst und Befehle erteilst. Sicher habe ich auch gesehen, wie du dieser Blondine Honig um den Mund schmieren konntest, aber Tjark, Du bist nicht mehr der, der Du warst. In meinen Augen bist Du egoistisch geworden – was ich noch verkraften könnte. Was viel schlimmer ist, Du bist kaltherzig geworden.
Wo ist mein wundervoller liebenswerter Bruder hingekommen, immer zu einem Scherz aufgelegt, immer guter
Dinge? Ich bitte Dich um Deiner selbst willen – ändere Dich nicht noch mehr. Ich glaube, Du würdest den Eltern sonst das Herz brechen, und mir mit.

Es umarmt Dich
Deine Dich trotzdem über alles liebende Schwester.


Lea blickte verwirrt auf den Brief. Die letzten Zeilen waren etwas verwischt, als wären Tränen auf die Tinte gefallen. Sie kam sich vor, als wäre sie soeben in Tjarks Familienleben eingedrungen.

Modifié par Bellandyrs, 07 octobre 2010 - 09:34 .


#1047
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Lea holte sich etwas Obst und biss gerade in einen Apfel, als sie den nächsten Brief zur Hand nahm.Dieser war auf feinem
Büttenpapier geschrieben, und Lea verschluckte sich beinahe, als sie das Wappen der Daverts erkannte, eine angesehene Händler-Familie aus der näheren Umgebung Denerims.

Eine zierliche Schrift war zu lesen, aber sauber und klar:

Für Tjark

In Anbetracht Eures strahlenden Lächelns
Ist der Glanz des Sonnenlichtes schwächer geworden
Eure Jugendlichkeit glühte
In der Herrlichkeit Eures Kusses

Sobald ich Euch am Abend sehe
Raubt Ihr mir meine Sinne
Kommt, kommt zu mir

Im Licht Eures Lächelns
Erlosch die Sonne und ihre Strahlen
Es brannte meine Jugend in mir
Von der Anmut Eures Körpers

Das Geheimnis Eurer Augen
Hat sich mir offenbart und erzählten mir
Dass ich Eure Geliebte bin

Ach, wenn ich Euch am Abend sehe
Und mein Seufzen ist Euch Nahrung
dann kommt, kommt zu mir.


Ich warte im Heuschober auf Euch, gegen 21 Uhr... mein Gatte hat zu der Zeit Geschäftspartner im Haus.
In sehnsüchtiger ErwartungEure Susanna



ooc: Text von In Extremo "Le'or Chiyuchech" - abgewandelt, damit es auf Tjark paßt.

Modifié par Bellandyrs, 08 octobre 2010 - 04:54 .


#1048
Bellandyrs

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Sie biss sich auf die Unterlippe. Dieser Brief war eine reine Aufforderung für Tjark, Susanna Davert zu begatten, und das wohl nicht zum ersten male. Lea kannte die Dame nur von Erzählungen, sie war, den Aussagen ihres Bruders Richards zufolge, etwas kleiner, dafür um so fester. Und, so wurde gemunkelt, ziemlich vernachlässigt von ihrem Ehegatten. Lea zog sich das Herz zusammen, allein der Gedanke, dass der Mann, den sie den Richtigen genannt hatte, so etwas tatsächlich ausnutzte und es ihn wohl nicht scherte, ob die Dame vergeben war oder nicht. Leichte Wehmut überkam Lea, aber bevor diese sie zu übermannen drohte, wollte sie weiterlesen. Schließlich hatte sie noch einige Briefe vor sich.

#1049
starbroker1988

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Sareth packte noch seine Phiole mit der Medizin und sein Verbandszeug in seine Tasche.Dann ging er zu der Liege auf der Rowan lag und sah einen Augenblick ihr beim Schlafen zu.
Er strich ihr ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht und legte sich dann vorsichtig zu ihr und umarmte sie.Seine Augen fielen nach kurzer Zeit immer mehr zu.Er würde sicher gleich einschlafen dachte er sich.

Modifié par starbroker1988, 08 octobre 2010 - 06:02 .


#1050
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Der nächste Brief war von seiner Mutter. Irgendwie waren die wohl chronologisch völlig durcheinander, aber das war Leanora einerlei. Sie hatte etwas Mühe, die verschnörkelte Schrift zu entziffern, aber als sie sich an die Art gewohnt hatte, konnte sie es relativ zügig lesen:

Dem Erbauer sei Dank, Du bist also gesund in Deiner neuen Heimat angekommen. Es war schlimm für uns,
nichts von Dir zu hören, aber natürlich verstehen wir, dass Deine Versetzung absoluter Geheimhaltung unterlag. Du bist nun also die rechte Hand des Kommandanten geworden? Wie doch die Zeit vergeht...es ist, als wäre es erst gestern gewesen, wo Du der Armee beigetreten bist, jung, voller Tatendrang, und mit dem besten Willen, Ferelden zu dienen. Wir sind stolz auf Dich, mein Sohn.



Bleib Dir treu, dann wirst Du es sicher noch ein Stück weiter in Deiner Offiziers-Laufbahn bringen. Vergiss uns dabei nicht. Du bist hier immer willkommen, und es wird immer Deine Heimat bleiben.
Es grüßt Dich
Mama
PS: Ich habe Dir noch einen Hefezopf mitgeschickt zur Feier des Tages!
PPS: Dein Vater will auch noch ein paar Worte an Dich richten.


Lea drehte das Blatt auf die Rückseite. Die Schrift des Vaters war akkurat.

Ich habe eine Bitte an Dich, mein Sohn. Kümmere Dich um Deine Schwester und um Deine Mutter, wenn ich
einmal nicht mehr bin. Derzeit sieht es zwar so aus als hätte ich noch lange zu leben, aber man weiß ja nie. Ich verlasse mich auf Dich.



Lea legte den Brief zur Seite. Der nächste wieder von seiner Schwester, in der sie schrieb, dass sie einen Mann kennen gelernt hatte, und dies wohl etwas festes sein würde. Sie schwärmte ziemlich von diesem Kjeld Ronstett, Lea überflog die Zeilen nur. Nichts wirklich interessantes, was Tjark an sich betraf.

Es folgten weitere Schreiben von seiner Schwester, mittlerweile hatten sie sich auch verlobt, und sie sprach
die Bitte aus, dass Tjark ihr Trauzeuge sein möchte.

Ich weiß es ist eine relativ weite Reise, aber es würde mich wirklich freuen, wenn Du mir diesen Wunsch erfüllen würdest.

Leanora rieb sich die Augen. Es war ziemlich anstrengend, die verschiedenen Schriften zu entziffern, noch dazu bei dem diffusen Kerzenlicht. Der gelesene Stapel wuchs langsam, aber es gab noch immer einige ungelesene.

Sie griff zu dem nächsten Blatt und war mit einem Schlag wieder hellwach. Die Schrift war eng zusammen, und sehr eckig.


Hauptmann von Talisker,

schreiben ist nicht meine Stärke, Worte auch nicht. Aber ich will Euch sagen, dass ich sehr von Euch angetan war, als wir gestern auf der Feier des neuen Arls einander vorgestellt wurden.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir am kommenden Freitag beim Abendessen Gesellschaft leisten würdet.

Ich erwarte Euch in der Wirtsstube 'Wilder Eber', ein Tisch für zwei Personen wird reserviert sein.
Seid pünktlich, ich warte nicht gerne.
Hochachtungsvoll
Esthá Gianauro

Modifié par Bellandyrs, 08 octobre 2010 - 06:07 .