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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#1051
Aliens Crew

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„Wie mir zu Ohren gekommen ist, gab es heute Morgen einen kleinen Zwischenfall in Fort Drakon!“ brummte der dunkelhäutige Mann, der hinter seinem Schreibtisch stand, wobei er im Takt mit seiner Faust auf die Platte des Möbelstückes schlug. „Was habt Ihr mir darüber zu berichten?“
 
„Mein Herr, offenbar wurden heute Morgen zwei Gefangene aus der Festung befreit, die gestern wegen Mordes verhaftet worden waren“, erwiderte Eshtá, während sie vor dem Tisch kniete und zu Boden blickte.
 
„Wie war das?“ tobte der Mann hinter dem Schreibtisch. „Wie soll das möglich gewesen sein?“
 
„Wie es aussieht drangen diese Personen als Stadtwachensoldaten getarnt in das Fort ein, töteten Oberst Tjark und befreiten die Gefangenen aus der Folterkammer, wobei sie die Folterknechte auf bestialische Weise niedermetzelten. Einen von ihnen fanden wir aufgespießt in der Eisernen Jungfrau. Anschließend verschwanden die Eindringlinge mit ihren befreiten Freunden durch den geheimen Fluchtunnel, den sie zudem noch zum Einsturz brachten. Bei dem Vorfall wurden Dutzende von Soldaten getötet, mein Herr.“
 
„Und ich denke, Ihr wisst auch, wer hinter dieser Aktion steckte, oder?“
 
„Ja, mein Herr. Ich bin davon überzeugt, dass dahinter die Elfe steckt…“
 
„…dessen Kopf auf meinem Schreibtisch landen sollte, der Ihr aber noch immer nicht habhaft werden konntet!“ vollendete der Mann tobend den Satz, wobei er mit schnellen Schritten um den Schreibtisch herum geschossen kam.
 
„Ja, mein Herr.“
 
Der Mann beugte sich nach vorne, packte Gianauro am Hals und zog sie hoch. Röchelnd ließ diese es geschehen. Dann riss er die Frau nach vorne und presste ihren Kopf nach unten auf die Schreibtischplatte. Anschließend zog er sein Schwert, welches er ihr ins Genick drückte.
 
„Ich will einen Kopf auf meinem Schreibtisch liegen haben!“ zischte der Dunkelhäutige wütend. „Wenn Ihr mir Vernitas Kopf nicht besorgen könnt, dann werde ich eben Euren nehmen, habt Ihr mich verstanden?“
 
Eshtá nickte nur kurz.
 
„Gut“, erwiderte der Mann noch, bevor er Gianauro wieder losließ. „Und jetzt verschwindet. Solltet Ihr mir noch einmal mit derart schlechten Neuigkeiten unter die Augen treten, dann werdet Ihr diesen Raum nur noch mit den Füßen voran verlassen.“
 
„Ich habe verstanden, mein Herr“, entgegnete die Frau unterwürfig, während sie wieder aufstand. Dann verbeugte sie sich noch einmal, bevor sie das Zimmer verließ. Anschließend machte sie sich umgehend auf den Weg zur Kaserne.
 
„Wo hält sich Leutnant Brangroth derzeit auf?“ fragte sie die Wache am Eingang scharf.
 
„Er ist auf dem Übungsplatz und trainiert ein paar neue Rekruten, Milady“, erwiderte die Wache, während sie Haltung annahm.
 
Diese sagte nichts weiter, sondern betrat einfach das Gelände. Sie ging schnellen Schrittes über den Hof der Kaserne, wobei sie die Soldaten beobachtete, die dort exerzierten oder in Gruppen laufend ihre Runden drehten. Der Regen hatte zwar aufgehört, doch der Boden war nach wie vor weich und matschig. Trotzdem trainierten die Soldaten weiter. Für sie gab es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
 
Als sie sich dem Übungsplatz näherte, konnte sie den Kampflärm schon aus einiger Entfernung hören. Während sie dann in Sichtweite kam, legte sich ein böses Grinsen auf ihre schmalen Lippen. Sie sah auf der Mitte des Platzes drei jungen Soldaten, die sich um einen vierten Mann gruppiert hatten. Dieser war ein wahrer Riese von fast zweieinhalb Metern Größe. Seinen Körper muskulös zu nennen, wäre die Untertreibung des Jahres gewesen. Seine Oberarme hatten die Breite kleiner Kinder. Sein Kopf war vollkommen kahl, nur eine Narbe zog sich quer über seinen Schädel. Es gab Leute, die sich darüber lustig gemacht haben, allerdings hatten die wenigstens davon ihr vorlautes Gerede anschließend überlebt.
 
Der Riese trug eine einfache Lederrüstung, aber ganz eindeutig eine Spezielanfertigung, da Rüstungen in dieser Größe bestimmt kein Standard waren. In seinen Händen hielt er einen großen Schild und ein Übungsschwert aus Holz. Er fuchtelte mit seinem Schwert durch die Luft, während er mit den jungen Männern sprach.
 
„Auch wenn ihr zu dritt seid, dürft ihr euren Gegner niemals unterschätzen“, grummelte er mit seiner tiefen Stimme. „Und ihr müsst versuchen mich einzukreisen und eure Angriffe aufeinander abzustimmen...Heb’ deinen Schild mehr an, Joan...Das ist ein Schwert und kein Fächer, mit dem du mir Luft zuwedeln sollst, Grekan...Und denk daran, dass euer Schild auch eine Waffe sein kann...“
 
Einer der jungen Soldaten wagte einen Vorstoß, wobei er versuchte den Riesen mit seinem Holzschwert in den Bauch zu stechen. Dieser schlug mit seinem Schild gegen das Schwert des Mannes, welches ihm durch die Wucht direkt aus der Hand geprellt wurde. Der Riese setzte gleich nach und trat dem Rekruten mit voller Wucht gegen dessen Schild. Der Jüngling wurde einfach zurückgeschleudert, soviel Kraft hatte sein Ausbilder in den Angriff gelegt.
 
„Ich hab’ dir doch gesagt, dass du deinen Schild höher halten sollst, Joan!“ brüllte der Riese, als er erstaunlich schnell herumkreiselte und dem zweiten Rekruten sein Holzschwert so derbe über den Schädel zog, dass dieses zerbrach. Der getroffene Mann ging sogleich bewusstlos zu Boden.
 
Der dritte Soldat versuchte dies nun für sich zu nutzen. Mit einem Schrei auf den Lippen stürmte er vor, während er mit seinem Übungsschwert ausholte. Der Riese ließ seinen Arm vorschnellen und griff nach der Kehle des Mannes, bevor dieser auch nur den Hauch einer Chance hatte, diesem Angriff auszuweichen. Dann hob er den Jüngling einfach hoch, bis dessen Füße in der Luft hingen. Der Mann fing an zu Strampeln, ließ Schwert und Schild los, bevor er versuchte sich mit beiden Händen vom Griff seines Ausbilders zu befreien. Doch vergeblich.
 
„Und unterschätzt niemals einen Gegner“, maßregelte dieser seinen Untergebenen. „Selbst wenn dieser unbewaffnet ist!“
 
„Bravo, Brangroth!“ rief Eshtá Gianauro, während sie Beifall klatschte. „Du bist immer noch der Beste!“
 
Der Riese wandte kurz den Kopf. Der Blick in seinen grauen Augen hellte auf, als er die Frau erblickte. Auf seinen wulstigen Lippen lag ein breites Grinsen.
 
„Die Übungsstunde ist vorbei!“ brüllte er, wobei er den Mann einfach losließ, woraufhin dieser auf die Füße fiel, sein Gleichgewicht nicht mehr halten konnte und rücklings auf die Erde in den Schlamm klatschte.
 
Der Riese ignorierte seinen nach Luft schnappenden Rekruten und schritt stattdessen auf die Frau zu. Als er diese erreicht hatte, verneigte er sich vor ihr. „Ihr wünscht etwas von mir, meine Herrin?“
 
„Ja, Leutnant“, erwiderte die Frau ernst. „Ich habe eine Aufgabe für dich, die deinen Fähigkeiten angemessen ist. Und die kein Versagen toleriert.“
 
„Das sind gute Neuigkeiten, Herrin“, meinte der Riese, während er seine Axt aufhob, die er am Rande des Übungsplatz abgelegt hatte. Es war ein gigantisches zweischneidiges Ungetüm, so groß und schwer, dass sie ein gewöhnlicher Mann kaum zu führen vermochte. Doch Brangroth schwang sie auf seine Schulter, als wäre sie leicht wie ein Feder. „Ich hatte schon lange keinen richtigen Kampf mehr.“
 
„Nimm die Sache nicht auf die leichte Schulter. Dein Gegner ist ein richtiges Miststück. Und sie ist nicht allein.“
 
„Ich habe noch nie einen Gegner unterschätzt, Herrin. Aber sagt mir, wie ich Euch zu Diensten sein kann.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 27 décembre 2010 - 01:13 .


#1052
Bellandyrs

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Verdammt, was hatte Esthá mit Tjark zu schaffen? Er würde wohl nicht.. oder etwa doch? Hektisch durchsuchte Leanora die letzten Briefe, aber es war nur noch ein einziger mit der gleichen Handschrift zu finden:

Ich gratuliere zur Beförderung zum Oberst, Tjark! Es gibt eine Feier zu Euren Ehren, und wir beide werden die Nacht in Zweisamkeit ausklingen lassen... ich hab mir schon etwas einfallen lassen, was Euch sicher gefallen wird! Nehmt die Schlüssel für die Handschellen mit. Esthá.

Leanora wurde blass. Wie pervers war Tjark – oder war es diese Frau? Sie versuchte das Bild auszublenden, glücklicherweise wußte sie auch nicht, wie diese Gianauro aussah. Aber das, was sie bisher von Vernita gehört hatte, ließ ihn ihr eher das Bild eines gewieften Weibsbilds entstehen, mit dem Kämpferherz einer... ja einer was? Einer Giftschlange? Lea stempelte anhand Vernitas Erzählungen diese Frau bereits vorher schon als eiskaltes Miststück ab, aber was sie hier zu lesen bekam, schlug dem Fass den Boden aus.

„Na warte Du Hure, wenn ich Dich erwische...“ murmelte Lea leise vor sich hin.

Modifié par Bellandyrs, 08 octobre 2010 - 07:09 .


#1053
viento2

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Rowan erwachte von einem Pochen in ihrem Oberschenkel. Unruhig regte sie sich und merkte, dass sie nicht alleine war. Sie spürte einen Arm um ihren Oberkörper und warmen Atem in ihrem Nacken. Ihr wurde bewusst, dass jemand hinter ihr lag. Sie versteifte sich augenblicklich und wurde mit einem stechenden Schmerz in ihrem Rücken belohnt.

„Ouch“ stöhnte sie.

Als sich ihre Augen an das Dämmerlicht gewöhnt hatten, sah sie sich um und erkannte, wo sie sich befand. Langsam kehrten die Erinnerungen an den vergangenen Tag zurück. Sie setzte sich vorsichtig auf und drehte sich um. Ihr Kopf schmerzte dumpf und ihre Umgebung schwankte leicht. Sie fühlte sich schwach und immer noch sehr müde, aber weiter schlafen würde sie erst einmal nicht können.

Hinter ihr lag Sareth, dessen Arm nun auf ihre Oberschenkel gerutscht war. Er schlief tief und fest. Rowan beobachtete ihn für eine Weile und genoss den friedlichen Ausdruck auf seinem Gesicht. Sie war erleichtert, dass er nicht verletzt worden war. Vorsichtig hob sie seinen Arm hoch und legte ihn neben sich ab. Sie erhob sich und wartete einen Moment, bis die Welt um sie herum wieder still stand. Dann schaute sie sich um. Lea saß in einer Ecke und war vertieft in Briefe, die sie um sich herum verstreut hatte. Sie bemerkte Rowan nicht. Die anderen schliefen.

Bis auf Hennrik hatten alle die Aktion mehr oder weniger überlebt. Rowan sog die Luft scharf ein, als sie an den Magier dachte. Sie hatten seinen Körper zurücklassen müssen. Wer wusste schon, was mit ihm passierte. Rowans Körper wurde von einem aufkommenden Schluchzen geschüttelt, doch sie unterdrückte dies wieder schnell. Sie war Schuld an seinem Tod, das stand außer Frage.

Mit steifen Gliedern humpelte sie zu dem Trog, in dem Wasser für sie bereit stand. Sie nahm sich eine Kelle voll und trank durstig. Das kühle Nass tat ihrer trockenen Kehle gut.

Kraftlos ließ sie sich anschließend neben dem Fass auf den Boden sinken. Es würde wohl noch eine Weile dauern, bis sie wieder einigermaßen fit war. Sie hoffte, dass das Versteck sicher war und die Gruppe hier wieder zu Kräften kommen konnte.

#1054
Bellandyrs

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Lea war so in ihren Gedanken vertieft, dass sie zuerst nicht bemerkte, dass Rowan aufgewacht war. Wielange sass sie hier eigentlich schon und las? Der Stapel Briefe ließ daraus schließen, dass es länger war, als sie gedacht hatte. Das würde auch erklären, wieso ihre Beine und ihr Rücken schmerzten. Sie war die ganze Zeit so da gesessen, und sie fühlte sich steif an.

Vorsichtig rappelte sie sich auf, darauf bedacht, möglichst leise zu sein, und schlich zu Rowan.
"Wie geht es Euch, Rowan? Ihr seht noch sehr geschwächt aus. Wenn ich Euch helfen kann, sagt mir Bescheid, ja?"
Durstig trank sie vom Wasser und begab sich dann wieder zurück auf ihre Liege, um weiterzulesen.

Modifié par Bellandyrs, 09 octobre 2010 - 03:54 .


#1055
Kaysallie

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Schweißgebadet und mit rasendem Puls erwachte Miandra, blinzelte einige Male um den Raum, welcher in ein nur sehr schwaches und schummriges Licht getaucht war, zu erkennen. Sie sah nur einige Kerzenlichter, die einen kleinen Bereich der sich um diese befand erhellte. Sie hörte einige schnaufende Laute, und eine sanfte Stimme, die sie kannte sah jedoch niemanden. Ihr Gespür vernahm, dass sie auf etwas weichem lag, welches einen leichten Duft von Lavendel in sich trug.

Sie hatte keinerlei Ahnung wo sie sich befand, und wie viel Zeit bereits vergangen war. Doch in jenem Moment beschäftigten sie viel mehr all die Bilder, verschiedenste Fratzen und Situationen bei denen sie nicht mehr wusste, ob sie real waren oder nicht, von denen sie scheinbar geträumt hatte, welche ihren Puls zum Rasen, und ihre Stirn zum Schwitzen brachten.

Miandra lag die gesamte Zeit über in ein und derselben Haltung, sodass ihr davon bereits die Gelenke weh taten, und sie sich unbedacht von der seitlichen Position auf den Bauch fallen ließ, wo sie ein stechender Schmerz durchfuhr. War vielleicht eine ihrer Rippen gebrochen? Leichte Übelkeit kam in ihr hoch, doch sie konnte sich nicht übergeben, da ihr Magen komplett leer war, und begann stattdessen nur zu husten, was jedoch schnell versuchte zu unterdrücken, da sich dadurch all ihre Muskeln zusammenzogen, und die Schmerzen nur noch unerträglicher wurden. Ihr Rachen schien vollkommen ausgetrocknet und es fühlte sich an als hätte sie einen dicken Klos im Hals, und sie trug noch immer einen ekelhaften Geschmack in ihrem Mund, und fast so, als kämen bei diesen Gedankengängen Erinnerungen zurück, stieg ihr auch der Geruch ihrer selbst in die Nase, und sie sehnte sich in jenem Augenblick nach nichts mehr als einem Bad - was natürlich absolut ausgeschlossen war - und nach etwas zu trinken.

Erst nachdem sie einige Sekunden regungslos da lag, bemerkte sie, dass sie fast komplett in Bandagen gehüllt war, was sie darauf schließen ließ, dass Einiges von dem, was sie als unwirklich glaubte, doch der Wahrheit entsprach. Ihr viel zu starkes Fieber war inzwischen kaum merkbar gesunken, wodurch es ihr etwas leichter fiel zu beurteilen in welcher Situation sie sich befand und ob diese realitätsgetreu war, oder nicht. Daher versuchte sie ihre wirren Gedanken vorerst zu vergessen, und weiterhin zu analysieren, wo sie sich befand.

Doch viel mehr als sie bereits vorhin erkannte, fiel ihr nicht ins Auge. Lediglich, dass sie scheinbar in einer Höhle oder dergleichen untergebracht war, da sich die Luft schon beinahe unangenehm kühl anfühlte und der sandige Geruch, der alle anderen zu überdecken schien, an eine Art Keller oder an Steinmauern erinnerte. Am liebsten wäre sie sofort aufgestanden, und hätte sich genauer umgesehen, doch dafür war sie definitiv zu schwach, und ihr Kreislauf sowie die vielen noch recht frischen Wunden hätten es nicht zugelassen. Trotz alledem siegte wohl ihre Neugierde, sodass sie sich vorsichtig an den Armen abstützte und sich leicht daran hochhob. Nun konnte sie den Raum besser überblicken, erkannte Rowan, die sich das Gesicht wusch, ebenso wie Leanora die neben dieser stand und gerade irgendetwas zu dieser gesagt hatte, das kleine Mädchen, welches sie erst flüchtig kannte, sowie diesen Kerl - sie hatte seinen Namen in all der Aufregung vergessen - welcher Rowan in ihrem Zimmer bedroht hatte und nun hie runter ihnen auf einer dünnen Matratze schlief. Ihr Blick blieb kurz skeptisch an ihm hängen, bevor sie auch Azoth und Vernita erblickte, die ebenfalls beide verbunden waren und schliefen.

Sie seufzte leise und ließ sich wieder unter Schmerzen auf das provisorische Bett fallen. Einige Sekunden dachte sie an gar nichts, und starrte nur gerade aus. Miandra verstand die Welt nicht mehr. Sie verstand nicht, wieso ihr diese Leute geholfen haben, wieso sie ihr eigenes Leben in Gefahr brachten, um das ihre zu retten. Wahrscheinlich hätte sie es auch nicht verstanden, wenn man es ihr erklärt hätte. Sie kannte solches Handeln nicht von Personen die sie kaum kannte, war es eher gewohnt, dass sie auf sich alleine gestellt war und sich niemand für sie interessierte. Zudem hatte sie sich bereits damit abgefunden, dass es vorbei war.. dass die Schmerzen und Sorgen ein Ende haben würden.. doch nun war sie immer noch hier, und es schien sich nichts geändert zu haben.


#1056
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Vernita vernahm das Murmeln von Stimmen. Obwohl die Sprecher ziemlich leise redeten, wurde sie davon wach. Sie hatte ausgezeichnete Ohren und einen sehr leichten Schlaf. Sie öffnete abrupt die Augen. Vor sich sah die Elfe den schlecht beleuchteten Raum ihres Unterschlupfes. Ihr gegenüber erblickte sie eine Liege, auf der Sareth lag und schlief. Aber wo war Rowan? Hatte sie nicht dort gelegen?
 
Die Elfe richtete sich langsam auf, wobei ein stechender Schmerz durch ihren Körper fuhr. Sie verzog das Gesicht, doch ließ sich ansonsten nichts anmerken. Sie saß für einen Moment auf der Kante der Liege und rieb sich gähnend die Augen. Ein Blick in die Runde zeigte ihr, dass Rowan und Leanora an ihrem Wasservorrat standen und sich unterhielten. Sie schienen noch nicht bemerkt zu haben, dass die Elfe wach war.
 
Vernita räusperte sich einmal. Dabei fiel ihr auf, das ihre Kehle trocken war, und sie Durst hatte. Ein Schluck Wasser konnte also nicht Schaden. Sie stand auf. Bevor sie sich in Bewegung setzte, warf sie noch einen Blick auf Miandra. Diese schien ebenfalls wach zu sein. Kurzerhand entschloss sich die Elfe, erst nach der schwarzhaarigen Frau zu sehen. Sie ging etwas steifbeinig zu Miandras Liege hinüber. Vor dieser ging sie in die Hocke und blickte der Frau lächelnd ins Gesicht. Miandras Augen sahen Vernita zwar direkt an, doch konnte die Elfe nicht sagen, ob die schwarzhaarige Frau sie auch tatsächlich wahrnahm.
 
„Hallo“, sagte Vernita mit trockener Stimme. Ja, sie benötigte dringend einen Schluck Wasser. Doch im Augenblick war ihr Miandras Wohl wichtiger. Sie fühlte die Stirn der Frau, welche erhitzt war. Trotzdem schien das Fieber schon etwas nachgelassen zu haben.„Ich hoffe, dass es dir wieder besser geht. Du hast mir echte Sorgen gemacht, weißt du das? Aber was rede ich hier? Du hast sicher Durst. Warte, ich hole dir Wasser.“
 
Die Elfe stand wieder auf und ging zu dem Wasserfass. Rowan und Leanora nickt sie nur kurz zu, als diese sie bemerkten. Dann ergriff Vernita einen der Becher und füllte ihn mit Wasser. Zuerst nahm sie selbst einen kräftigen Schluck, leerte das Gefäß mit einem einzigen Zug. Sie konnte gar nicht beschreiben, wie gut das tat. Anschließend füllte sie den Becher erneut und schritt damit zurück zu Miandra. Vor deren Liege ging sie erneut in die Hocke.
 
„So, hier habe ich erst mal etwas zu trinken für dich mitgebracht. Nimm einen Schluck, es wird dir gut tun“, meinte Vernita lächelnd, während sie den Becher zu Miandras Mund führte und ihr etwas Wasser einflösste.
 
 

Modifié par Aliens Crew, 09 octobre 2010 - 09:57 .


#1057
Kaysallie

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Miandra ließ den Mund geschlossen und wies das Wasser mit einer leichten Handbewegung ab, wodurch der Becher zur Seite kippte und beinahe etwas von dem Wasser verschüttet worden wäre. Natürlich war sie durstig, aber es nagte wohl etwas an ihrem Stolz, wie ein kleines Kind behandelt zu werden, das man füttern musste. Sie hasste es einfach die Hilfe von anderen anzunehmen, verstand aber selbst nicht so recht wieso das so war.

"Hört auf damit so nett zu mir zu sein, mich zu bemitleiden und Euch um mich zu sorgen, und die Anderen scheinbar damit anzustecken, das ist doch sonst nicht Eure Art! Oder was hat es gekostet sie davon zu überzeugen mitzuhelfen.. Oder sind hier alle lebensmüde?", sagte sie aggressiv mit kratziger Stimme. Sie hatte zwar keine Ahnung wo sie sich befanden, aber konnte sich an Bruchstücke der Flucht erinnern, wenn auch sehr verschwommen. Sie machte eine kurze Pause in der sie einige Male hustete, dabei schmerzhaft das Gesicht verzog, bevor sie etwas ruhiger fortfuhr, "Die Folter war.. schmerzhaft, aber gerecht.. ich habe nicht aufgepasst, also musste ich Buse tun.. und den Tod, der wäre doch nur eine Erlösung gewesen.. sie hätten euch nicht gekannt.. ihr hättet weitermachen können.. und nun.. wahrscheinlich ist diese gesamte verfluchte Stadt voller Wachen die Beschreibungen von uns haben.."

Ihre Stimme wurde immer schwächer. Man merkte, dass ihr das Reden schwer fiel, aber sie wollte einfach alles was ihr durch den Kopf ging loswerden, egal wie viel Kraft es kosten würde. "Und zudem sind wir verletzt.. wie sollen wir kämpfen.. bis die Wunden verheilt sind.. ist es vielleicht zu spät.. und die Waffen und Rüstung.."

Miandra hielt einen Moment inne in dem sie vorwurfsvoll geradeaus blickte, scheinbar eher in Gedanken. Sie hatte den Tod akzeptiert, aber er war nicht gekommen, also musste sie weiterplanen, weitersuchen.. hatte jedoch keine Ahnung, wie sie das anstellen sollte und ob es überhaupt etwas bringen würde.

Modifié par Kaysallie, 09 octobre 2010 - 02:24 .


#1058
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„Jetzt halt endlich die Klappe, und trink einen Schluck Wasser“, entgegnete Vernita mit fester Stimme. „Und wenn du nicht willst, dass ich dir dabei helfe, dann mach es eben selbst, aber du wirst jetzt endlich was trinken.“
 
Die Elfe drückte Miandra den Becher in die Hand.
 
„Und warum ich dir helfe, dürfte doch wohl offensichtlich sein, oder? Ich...mag dich eben sehr gern. Und außerdem habe ich dir versprochen, dir deine Tochter zurückzuholen. Und zu wem sollte ich sie schon zurückschicken, wenn du tot bist, kannst du mir das verraten?“
 
Vernitas Stimme wurde bei ihren letzten Worten deutlich forscher. Sie konnte Miandras abweisende Haltung nicht verstehen. Die Elfe hatte alles aufs Spiel gesetzt, um die schwarzhaarige Frau aus den Klauen der Folterknechte zu befreien. Dabei hatten sie Hennrik verloren, doch das war Vernita ganz egal. Sie hätte auch den Rest der Gruppe geopfert, nur um Miandra zu retten. Und nun machte sie deren Undankbarkeit schon ein wenig wütend. Doch bisher hatte sich die Elfe noch im Griff.
 
„Und um unsere Sicherheit brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Meinen Tod wollte man schon, bevor ich auch nur einen Fuß in die Stadt gesetzt habe. Genauso geht es Leanora. Somit braucht sie meine Hilfe sowie ich die ihre. Über die Motivation der anderen kann ich dir nichts sagen, doch sie alle wissen, dass wir das hier nur überstehen können, wenn wir als Gruppe zusammenarbeiten.“
 
Sie machte eine kurze Pause, bevor sie viel ruhiger weitersprach.
 
„Und das die Folter sehr schmerzhaft war, das weiß ich. Ich hatte da ganz ähnliche Erfahrungen, wie du weißt. Und es tut mir leid, dass du solche Schmerzen erleiden musstest. Ich wünschte, ich hätte dir das irgendwie ersparen können. Doch nun solltest du etwas trinken und dich noch etwas ausruhen. Vor uns liegt noch viel Arbeit. Und dafür musst du wieder zu Kräften kommen. Du darfst nur nicht die Hoffnung aufgeben.“
 
Vernita konnte selbst kaum glauben, was sie gerade gesagt hatte. Was war nur mit ihr geschehen, seit sie diese Frau kennen gelernt hatte? Wurde sie etwa schwach und verweichlicht? Oder wieder zu einem empfindungsfähigem Lebewesen.
 

#1059
Bellandyrs

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Lea hielt inne, als sie die Stimmen von Vernita und Miandra vernahm. Die beiden waren also auch aufgewacht, gerade bei Miandra war dies ein gutes Zeichen. Mit einem besorgtem Stirnrunzeln glitt ihr Blick kurz zu Azoth, der noch immer so da lag wie sie ihn gebettet hatten. War er von der Ohnmacht in den Schlaf geglitten? Oder immer noch ohnmächtig? Das bereitete ihr Sorgen, aber ändern konnte sie es nicht.

Sie spitzte die Ohren, um zu hören, was die beiden Frauen sagten, aber als sie hörte, dass Miandra bockte und Vernita versuchte, sie zur Vernunft zu bringen, beschloß Lea, sich nicht einzumischen. Sie wandte sich in die Richtung von Miandra, ohne aufzustehen und sagte nur mit klarer aber nicht zu lauter Stimme:



"Vernita hat Recht Miandra. Akzeptiert es, die einen tun es aus Freundschaft und Vertrauen, die anderen aus Eigennutz. Ich weiß nur, dass ich ohne Euch allen hier nicht lange überleben würde."



Damit war für sie dieses Thema fürs erste beendet und Lea vertiefte sich wieder in Tjarks Briefgeheimnisse.




#1060
Bellandyrs

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Hauptmann, Ihr seid schmutzig, ein Tier! Derlei Lasterhaftigkeit musste ich noch nie ertragen! Wenn Worte Eure Lippen verlassen, sind sie so voller Zweideutigkeit, das sprengt jedes gesittete Vorstellungsvermögen! Aber Ihr seid göttlich, hemmungslos, wild, zügellos... ich brauche Euch. Ich will Eure Stärke spüren, Eure Leidenschaft auskosten bis zur absoluten Ekstase. Wenn dann unsere Herzen im Gleichschlag sind wie das Flügelpaar eines Schmetterlings, dann bin ich glücklich. Ich bin süchtig nach Euch, und fiebere unserem Beischlaf entgegen. Meine Gedanken kreisen nur noch um Euch, unsittlich, lasterhaft, und meine Hände streicheln mein intimes Dreieck, da ich die Sehnsucht kaum noch aushalte. Ich verzehre mich nach Euch! Würdet Ihr mich das nächste mal von hinten nehmen? Und bringt Euren Butler wieder mit, zu dritt hat es noch mehr Spaß gemacht! Ergebenst, Eure Valeria.

Lea riss die Augen auf. Beim Erbauer! Tjark hatte wohl alles andere als keusch gelebt. Nun, dass er Erfahrung hatte, hatte sie an seinem Kuss gespürt. Aber was auf diesem Papier stand, trieb ihr die Schamesröte ins Gesicht. Es ging ihr nicht in den Kopf, dass er da wirklich mitgemacht hatte. Aber wie sagte einst ihr geliebter Vater: ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert. Da spielte er jedoch auf eine Witwe aus dem Nachbardorf an, die es nach dem Tod ihres Mannes wohl auch sehr bunt getrieben hatte. Sie konnte sich noch gut erinnern, wie abfällig er über die Frau gesprochen hatte. Wurde über Tjark auch so gelästert? Hatte er seinen Ruf weg?

Die nächste Notiz machte es nicht gerade besser:

Mein Herr, ich habe unser Stelldichein im Separee sehr genossen. Kurz und erfüllend, diskret und dennoch in der Öffentlichkeit, von den Besuchern der Gaststube nur durch einen Vorhang getrennt. Die Hosen lediglich soweit wie nötig herunter gelassen, Euren athletischen Körper an meinem Rücken, ein Keuchen unterdrückend. Gegen eine Wiederholung wäre ich nicht abgeneigt. Der Bote wird auf Eure Antwort warten und mir überbringen. William.

Lea wurde langsam aber sicher wirklich übel. Schnell nahm sie das nächste Schreiben zur Hand.

Die Idee, Lederriemen über den Deckenbalken zu legen und mich daran fest zu hängen war fantastisch. Allerdings hatte ich es mehr genossen, als Du mich bäuchlings über den Tisch gelegt hast, die Beine noch fest am Boden stehend. Es war herrlich, Dich in meinem Hinterausgang zu spüren... aber mein Anus brennt heute noch. Du bist besser gebaut, als meinem Hintern gut tut! Morgen Mittag hätte ich Zeit... ich besorge Rosenöl. Marc.

Angeekelt legte sie den Brief weg. Er hatte also auch mit Männern geschlafen, wohl die ganze Damenwelt Denerims beglückt, und hatte es nun auch noch auf sie, Leanora, abgesehen. Vernita hatte eventuell doch Recht mit ihrer Vermutung, dass ihn ihre Unschuld und Jungfräulichkeit reizte. Leanora war furchtbar enttäuscht von dem Bild, welches sie vom Kommandanten Tjark von Talisker erhielt.

ooc: der erste Brief enthält einiges aus den Kodex-Einträgen Korpus Delicti aus DAO, ist also nicht ausschließlich auf meinem Mist gewachsen.

Modifié par Bellandyrs, 09 octobre 2010 - 04:21 .


#1061
Kaysallie

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Miandra fixierte Vernita einen Augenblick, in welchem sie die Worte der Elfe auf sich wirken ließ, bevor sie sich wieder auf die Seite legte - was ziemlich kompliziert aussah. Nachdem sie einige Male nach Luft geschnappt hatte, da die Bewegung durchaus anstrengend war, trank sie langsam bis der Becher geleert war. Dabei verschüttete sie zwar einiges von dem Wasser, da ihre Hände zitterten, aber das war ihr ziemlich egal, sie wollte keine Hilfe.

Anschließend stellte sie den Becher wackelig neben sich ab, hustete einige Male leicht, bevor sie seufzte und für einen Moment die Augen schloss. Das Wasser tat ihrer trockenen Kehle gut, aber für sie schien es unwichtig.

"Ich verstehe..", natürlich log Miandra, sie verstand es überhaupt nicht, hatte jedoch im Moment keine Lust darüber zu diskutieren. Sie verstand die Beweggründe der anderen nicht, auch wenn Leanora meinte sie tue das aus Eigennutz. Wie konnte sie das ernst nehmen? Diese hatte wohl Angst vor dem Tod, da sie auf die Hilfe der anderen angewiesen war, stürzte sich jedoch mitten in ein Gefängnis um ihre Chancen auf das Leben noch weiter zu mindern? Und sie hatte keine Ahnung was mit Vernita los war. Sie hätte die Elfe nicht für so dumm gehalten, ihr Leben tatsächlich aufs Spiel zu setzen für jemand anderes, selbst wenn sie diesen irgendwie gern hatte, das lag zumindest aus Miandras Sicht nicht in der Natur der Elfe, so wie sie diese kennengelernt hatte. Versprechungen.. sowas sind doch meist auch nur leere Worte. Und war es nicht gerade Vernita, die solchen Aussagen keinen Glauben schenkte, und nun selbst so etwas sagte? Und Hoffnung? Natürlich hatte sie diese bereits aufgegeben da sie am Rande des Todes stand, hatte sich aber scheinbar geirrt, aber selbst wenn.. es würde Tage dauern, bis sie wieder zu Kräften kommen würde, und wahrscheinlich Wochen bis sie wieder kampftauglich war.. Die Aussichten, dass ihre Tochter bis dahin noch am Leben sein würde, war genau so hoch, wie wenn der Erbauer höchst persönlich vor ihr erscheinen würde. Und selbst wenn, wie sollten sie so angeschlagen weitermachen? Seit wann war Vernita so positiv eingestellt? Miandra fühlte sich wie in einer falschen Rolle und wäre nicht alles so real gewesen, hätte sie das Ganze als schlechten Traum abgestempelt. Wahrscheinlich vergaß sie dadurch auch komplett, wie dankbar sie eigentlich dafür sein sollte, dass sie so opferbereite Personen kennen gelernt hatte. Sowas konnte sich schließlich noch als nützlich erweisen.. und dennoch konzentrierte sie sich einfach zu sehr auf die Frage nach dem Warum, als darauf Was die Gruppe eigentlich geleistet hat.

"Und wie sieht der Plan aus, nachdem ich wieder ... zu Kräften gekommen bin?", fuhr Miandra schließlich fort, öffnete die Augen wieder und blickte Vernita skeptisch an. Sie wusste nicht warum sie so versteift darauf war, zu wissen wie es weitergeht und warum sie so undankbar schien. Vielleicht wusste sie einfach nicht anders mit der Situation umzugehen, aber immerhin lenkte sie das Ganze etwas von all den Schmerzen ab.


#1062
Aliens Crew

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Zufrieden sah Vernita, dass Miandra das Wasser trank. Sie wusste doch, dass die Frau durstig sein musste, konnte aber immer noch nicht verstehen, warum diese so unvernünftig war. Sie verhielt sich genauso stur wie...ja, wie sie selbst eben.
 
„Unser primäres Ziel heißt im Moment, einfach am Leben zu bleiben“, erwiderte die Elfe ernst. „Nach unserer Befreiungsaktion werden unsere Feinde wahrscheinlich jedes Haus in der Stadt aufbrechen, um uns aufzuspüren. Mit etwas Glück finden sie aber dieses Versteck nicht. Sobald es etwas ruhiger geworden ist, können wir wieder zur Tat schreiten.“
 
Vernita machte eine kurze Pause, in der sie sich reckte. Dabei verzog sie das Gesicht, da sich ihre Wunde bemerkbar machte. Sie wartete einen Moment, bis der Schmerz nachließ, bevor sie weitersprach.
 
„Unser Ziel ist der neue Arl von Denerim. Er und seine rechte Hand Esthá Gianauro stecken wohl hinter den Kindesentführungen. Nur leider wird es schwierig werden, an diese Leute heranzukommen. Unsere beste Chance ist die Kirche der Stadt, da sich dort jemand aufhalten soll, der ebenfalls in die Sache verstrickt ist. Sobald es hier etwas ruhiger geworden ist, werden wir dort nach weiteren Spuren suchen. Doch bis dahin haben wir noch Zeit, uns auszuruhen und gesund zu werden. Und das solltest du jetzt auch. Schlaf jetzt. Ich werde später nach dir sehen und prüfen, ob dein Fieber weiter gesunken ist. Ansonsten mache ich dir ein paar kalte Umschläge. Und nun ruh dich aus.“
 
Die Elfe stand auf und ging zu ihrer Liege zurück, auf die sie sich setzte. Schwermütig hing sie ihren Gedanken nach. Sie hatte Miandra gesagt, dass alles gut werden würde, doch selbst daran glauben tat sie es nicht. Durch diese Befreiungsaktion wurde ihre Mission weitaus komplizierter, wenn nicht gar aussichtslos. Ihr Feind, der Arl, würde inzwischen wissen, dass Vernita und ihre Gefährten in der Stadt waren, um ihn zu töten. Und er würde sich nun mit noch mehr Wachen umgeben und alles daran geben, sie alle unter die Erde zu bringen.
 
Trotzdem würde Vernita nicht aufgeben. Niemals! Sie hatte nicht Miandra aus dem Knast befreit, um jetzt klein beizugeben. Außerdem war sie schon in schlimmeren und aussichtsloseren Situation, die sie alle gemeistert hatte. Sie brauchte dabei nur an die letzte Verderbnis zurückzudenken.
 
Die Elfe legte sich wieder hin, doch konnte sie nicht wieder einschlafen. So lag sie dort mit geöffneten Augen und beobachtete den schlafenden Sareth, der auf Liege direkt vor Vernita lag.
 
 

#1063
Bellandyrs

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Sie überlegte, ob sie weiter lesen sollte, aber die nächste Handschrift kam ihr wieder bekannt vor. Es war die seiner Schwester. Das nahm ihr die Entscheidung ab.

Mein geliebter Bruder,
Papa ist gestorben. Gestern auf der Treibjagd hatte ihn ein Eber mit seinem Hauer erwischt, und Papa wurde schwer verwundet. Sein gesamter Unterkörper war aufgeschlitzt und...

hier fehlten einige Teile, weil Tränen die Tinte gelöscht oder sehr verwischt hatten.

...Mama trägt es ziemlich gefasst, aber ich glaube, sie tut nur so. Ich sehe, dass sie geweint hat. Du musst nicht zur Bestattung kommen. Anhand des warmen Wetters wird das recht schnell von statten gehen, und Du würdest ohnehin zu spät eintreffen. Ich werde eine Rose in Deinem Namen ablegen. Mama und ich schaffen es auch so.
Die Hochzeit verschieben wir nun auf nächstes Jahr, ich bin mir sicher, Du wirst das verstehen. Ich
vermisse Dich. Deine Schwester Madeleine.



Leanoras Herz zog sich vor Mitgefühl zusammen. Irgendwie mochte sie Tjarks Schwester, sie hörte sich in ihren Briefen immer so unbeschwert und fröhlich an, gerade heraus und ehrlich. Sie freute sich, dass das nächste Blatt wieder die Handschrift der Schwester aufwies, und hoffte, etwas erfreuliches zu lesen.

Tjark! Bitte hilf, komm her und hilf! Ich kann Dir leider nichts genaueres mitteilen, aber Mama wird Dir sicher schreiben. Bitte, vergeude keine Zeit! Ich flehe Dich an, lass alles stehen und liegen, wenn ich Dir noch ein Kupferstück wert bin! Madeleine.


Bei Andraste! Was war passiert? Lea fühlte sich, als würde eine eisige Hand nach ihrem Herz greifen. Sie sorgte sich um Tjarks Schwester, als wäre es ihre eigene. Hastig nahm sie den nächsten Brief zur Hand, geschrieben von der Mutter.


Mein Sohn, Madeleine hat Dir sicher schon geschrieben und Dich um Hilfe gebeten. Seit Dein Vater tot ist, hat sich Madeleines Verlobter, Kjeld, zu einem Tyrannen entwickelt. Ich selber komme nicht gegen ihn an, aber er tut mir wenigstens nichts. Er hat sich hier häuslich eingerichtet, wenn ich etwas sage, lacht er mich aus und meint, was wir denn sonst ohne Mann im Haus tun würden, der Hof würde doch über kurz oder lang vor die Hunde gehen. Leider hat er nicht so unrecht, die Knechte nehmen mich und Madeleine nicht ernst.
Kjeld betrinkt sich regelmäßig, und wenn er vom Wirtshaus heimkommt, dann zwingt er Deine Schwester, ihm beizuwohnen. Wehrt sie sich, schlägt er sie grün und blau. Und ich bin zu schwach, um ihr zu helfen. Du glaubst nicht, wie sehr mich das verzweifeln lässt. Zusehen zu müssen, wie sein Kind geschlagen wird, und es nicht ändern zu können... das geht über meine Kraft. Letztens hat er sie mit solcher Wucht gegen die Mauer geschleudert, dass sie sich eine Rippe gebrochen hat.
Jetzt hat sie auch noch ihr Baby verloren. Sie war schwanger, wir haben es erst kurz vor Vaters Unfall erfahren, ich weiß nicht, ob sie es Dir noch erzählt hat. Sie hat sich so auf das Kind gefreut! Aber ihr Verlobter... er war nicht einmal betrunken, sondern kam von der Feldarbeit heim. Als das Abendessen noch nicht fertig war, ist er  ausgerastet und hat Madeleine einen Faustschlag in den Magen verpasst. Du weißt, wie zierlich Deine Schwester ist...
Bitte komm so schnell wie möglich und erlöse uns von diesem Tyrann. Ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden könnte. Lieber verkaufe ich den Hof und ziehe mit meiner Tochter in die Stadt.

In Liebe, Deine verzweifelte Mama.

Lea war schockiert. Was musste dieses Mädchen wohl mitmachen? Den Vater zu verlieren, den sie auch abgöttisch geliebt hatte tat verdammt weh, wie Leanora am eigenen Leib erfahren hatte. Von ihrem Verlobten
vergewaltigt und misshandelt zu werden, das konnte sie sich in den tiefsten Winkeln ihrer Seele nicht vorstellen. Das war einfach grauenhaft und sadistisch.


Madeleine war ihr vertrauter, als sie gedacht hätte. Und sie wußte auch, warum: Tjarks Schwester erinnerte sie an sich selber. Und der Umgangston, den Madeleine in ihren Briefen anschlug, war der gleiche, den Lea mit ihrem Bruder Richard gepflegt hatte.
Sie war gespannt, wie es weiterging, und nahm den nächsten Bogen zur Hand.

Mein geliebter Bruder!
Ich bin Dir so unendlich dankbar! Meine Seele blutet zwar noch immer, den Verlust meines Kindes werde ich nicht so schnell verwinden können, auch nicht, was mir dieses Schwein angetan hat. Ob ich je wieder einem Mann vertrauen kann, weiß ich nicht, aber ich habe auch keinen Bedarf an körperlicher Zuwendung.
Ich sehe es immer noch vor mir, wie Du Kjeld sehr nachdrücklich Deine Meinung gesagt hast (ich glaube Du hast ihm die Kiefer gebrochen, aber das hat er verdient) und ihm dann gedroht hast, ihn hängen zu lassen, wenn er nicht augenblicklich verschwindet...
Nun, ich fühle keinerlei Trauer in mir, dass es dann tatsächlich so gekommen ist. Du hattest ihn schließlich gewarnt. Papa sagte immer, wer nicht hören will, muss fühlen. Wie hast Du es nur so schnell geschafft, den Kerl der Justiz zu übergeben? Und dann tatsächlich ein Todesurteil erwirken zu können?
Das Geräusch, welches sein brechendes Genick verursachte, macht mir keine Angst oder lässt mich schlecht träumen, im Gegenteil. Die Welt wurde von diesem Abschaum befreit. Und ich bin froh, dass ich das sehen konnte, mich überzeugen durfte, dass er tatsächlich tot ist und keine Gefahr mehr darstellt.

Mama hat einen Pächter für den Hof gefunden. Der Nachbar wird das Land bestellen, darf den Ertrag behalten, bis auf das was wir zum Leben brauchen, und wir können im Haus bleiben. Das werden wir aber noch ein wenig umbauen, ich will nichts mehr darin sehen, was mich an diese schreckliche Zeit erinnert. Und Mama hat hier zu viele Erinnerungen an Papa. Sie lässt Dich grüßen und wünscht sich nur, dass Du endlich ein wenig bodenständiger wirst, und Deine Weibergeschichten einschränkst. Es würde sonst noch böse enden, meinte sie.
Ich hoffe, Du hast Deine Erkältung nun auskuriert, die Du Dir hier zugezogen hast. Und ich hoffe, Du besuchst uns bald.
In inniger Verbundenheit – Deine Dich liebende Madeleine.


Lea schluckte. Durch das Lesen der Briefe war Tjark lebendig, sie lernte ihn kennen. Seiten, die sie schockierten, aber auch Seiten, die es wert waren, dass er geliebt wurde. Lea vergaß dabei sogar beinahe, dass er tot war. Vergiftet, durch ihre Hand.
Es war spät geworden, und sie war müde vom lesen. Sie wickelte sich aus ihrer Decke, trank einen Schluck Wasser und legte sich letztlich hin, um ein wenig zu schlafen. Die Kerze stellte sie jedoch etwas weiter an ihr Kopfteil, das Flackern des Lichts warf Schatten an die Wand. Es beruhigte sie, deren Spiel zusehen zu können. Sie starrte auf die Schatten, und lautlos liefen die Tränen über ihre Wangen. Mochte Vernita sagen was sie wollte, aber sie war sich immer sicherer, dass sie Tjark wirklich liebte. Ihr Leben schien komplett durcheinander zu geraten, wie gerne hätte sie nun Richard ihr Herz ausgeschüttet. Er hätte sie getröstet und Rat gewusst. Leanora
fühlte sich einsamer denn je.

Modifié par Bellandyrs, 09 octobre 2010 - 06:06 .


#1064
viento2

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Rowan schüttelte nur kraftlos den Kopf als Antwort auf Leas Frage. Sie bemerkte, dass die Frau das Kleid bereits ausgezogen hatte. Doch man hätte es sowieso nicht mehr anziehen können, da es wie Rowan auf der Flucht bemerkt hatte, stark zerrissen war. Aber sie hatte sich nie viel aus Kleidern gemacht. In ihrer Lederrüstung fühlte sie sich wesentlich wohler. Das erinnerte sie daran, dass sie sich bald eine neue zulegen müsste. Heute hatte sie wieder einiges abbekommen, doch leider würde sie sich in der nächsten Zeit in Denerim öffentlich nicht mehr blicken lassen können.

Rowan nahm noch eine Kelle voll Wasser, während sie Vernita und Miandra bei deren Gespräch beobachtete. Missmutig sah sie, das die Schwarzhaarige anscheinend nicht zu schätzen wusste, was die Gruppe für sie getan hatte. Hennrik hatte sogar sein Leben gelassen. Ein wenig Dankbarkeit wäre sicher nicht fehl am Platz gewesen. Sie schaute zu Sareth herüber, der weiterhin tief und fest schlief. Auch der komische Elf schlief und war während der ganzen Zeit kein einziges Mal aufgewacht. Vielleicht war dies besser für ihn, dann bekam er seine Schmerzen nicht mit, während sich sein Körper erholen konnte. Er würde noch früh genug erwachen und sein Leid in voller Stärke auskosten können.

Eigentlich wollte sie sich nicht wieder schlafen legen, aber andererseits war ihr Körper noch ziemlich angeschlagen und sie hätte sowieso nicht gewusst, was sie hier unten tun sollte. Auch Lea war anscheinend gerade dabei, sich schlafen zu legen. Außerdem war ihr nicht nach reden zumute.

Sie zögerte kurz. Sollte sie sich einfach wieder zu Sareth legen? Sie war sich noch nicht sicher, wie sie über die Situation denken sollte. Er hatte sich auf der Flucht um sie gekümmert und sie sogar geküsst. Sie hatte es zu gelassen und auch genossen. Doch war sie wirklich bereit für das, was sich zwischen ihnen zu entwickeln schien? In ihrem ganzen Leben war sie auf sich allein gestellt gewesen, musste nur sich selbst vertrauen und war unabhängig von anderes gewesen. Etwas anderes kannte sie nicht. Sollte sie sich wirklich darauf einlassen? Noch konnte sie einen Rückzieher machen.

Ein Teil von ihr sehnte sich danach, sich in die Arme des Mannes zu legen und sich einfach fallen zu lassen. Doch der andere Teil, der im Moment deutlich stärker schien, wehrte sich dagegen. Am liebsten wäre sie an Ort und Stelle sitzen geblieben, doch ihr geschundener Körper sehnte sich nach eine weichen Matratze und es war keine freie mehr vorhanden, die sie hätte nutzen können. Außerdem fing ihr Körper bereits wieder an, zu zittern und in seinen Armen war es warm gewesen. Auch wenn sie sich noch nicht entschieden hatte, würde es wohl nicht schaden, sich wieder zu ihm zu legen, redete sie sich zu. Mit schmerzenden Gliedern erhob sie sich von ihrem Platz und begab sich zurück zu ihrer Liege und legte sich vorsichtig neben den Krieger. Wecken wollte sie ihn nicht, er hatte sich seinen Schlaf verdient. Doch trotzdem reagierte er sofort auf sie. Er rutschte nah an sie heran und legte den Arm über ihren Bauch. Sofort versteifte sich Rowan und wurde unbeweglich. Nur mit großer Überwindung schaffte sie es nach und nach, ihre Muskeln zu entspannen und die Augen zu schließen. Sie lag auf dem Rücken neben Sareth und starrte hinter geschlossenen Augendeckeln ins dunkle, unfähig einzuschlafen.

#1065
Kaysallie

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Der Arl von Denerim.. da hätten sie ja gleich Königin Anora als Feind haben können.. und die Kirche.. viel zu mächtig und zu weitläufig verbreitet, was sie vorhin zwar schon wusste, aber nun schien es ihr noch viel komplizierter. Was es auch war, da man nun nach ihnen suchte.

Zeit um sich auszuruhen.. sie hasste es so unfähig zu sein. Wer weiß was in der Zeit die sie hier verbrachten alles mit den Kindern geschehen würde.. oder bereits geschehen ist? Miandra wusste nicht einmal wie viel Zeit, seitdem sie die Taverne verlassen hatte, überhaupt vergangen war. Erholen und schlafen.. wie sollte sie jetzt wo sie endlich wieder klarer denken konnte schlafen? Ihr Kopf begann beinahe zu schmerzen, weil sie sich so viele Gedanken über die Situation machte. Es war nicht so, dass sie nicht müde oder erschöpft war, aber sie wollte nicht schlafen.. Fast schon so als hätte sie Angst davor einzuschlafen, und würde sich stattdessen lieber mit sinnlosen Gedanken, die sie davon abhielten, beschäftigen. Daher blieb sie einfach nachdenklich liegen, starrte auf eine Kerze, und beobachtete, wie das Wachs langsam an den Seiten herunter tropfte.


#1066
starbroker1988

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Sareth erwachte kurz nachdem Rowan sich zu ihm legte.Er öffnete langsam die Augen und sah Rowan mit geschlossenen Augen vor sich liegen.Er sah sie für eine Weile einfach nur an.So als wolle er sich ihren friedlichen Gesichtsausdruck genau einprägen.Er drückte sich noch etwas fester an sie und legte seine Hand auf ihren Bauch.

Er lehnte sich etwas über sie und gab er ihr einen Kuss auf die Wange.


#1067
viento2

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Rowan spürte, wie sich Sareth zu ihr herüber beugte. Im nächsten Moment fühlte sie seine Lippen auf ihrer Wange. Ein heftiges Zucken durchfuhr ihren Körper und ihre Augenlider flogen auf. Die schnelle Bewegung brachte die Schmerzen ihrer Verletzungen wieder zurück und ein Stöhnen entfuhr ihren Lippen. Jeder Muskel ihres Körpers war angespannt und sie wartete darauf, was als nächstes passieren würde.

Ihre Gedanken flogen wild durcheinander. Ein Teil von ihr wollte augenblicklich fliehen und sie musste alle Kraft aufbringen, um dem Drang zu widerstehen.

#1068
starbroker1988

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Sareth sah wie unglaublich erschrocken Rowan war.Er wollte sie nicht so aus der Bahn werfen.Aber er konnte einfach nicht widerstehen.Er nahm seine Hand von ihren Bauch und fuhr ihr damit durchs Haar.Dann fasste er sie sanft an ihre andere Wange und drehte ihren Kopf zu sich,sodass sie sich ansahen.Ein Augenblick lang sah er ihr in die Augen.Dann küsste er sie auf den Mund und streichelte währrend dessen mit seinen Daumen über ihre Wange.
Nach dem Kuss war er noch immer über sie gebeugt.Er wartete darauf wie sie reagierte.Oder ob sie überhaupt reagieren würde.

Modifié par starbroker1988, 09 octobre 2010 - 08:42 .


#1069
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Rowans Herz setzte für einige Schläge aus, als Sareth sie küsste. Seine Lippen lagen unglaublich sanft auf ihren und ihr Verstand war dabei, weg zu driften. Die Haut unter seiner Hand brannte wie Feuer und heiße Wellen durchfluteten ihren Körper. Fast wehmütig spürte sie, wie er seinen Mund wieder von dem ihren löste. Sie starrte ihn an und verlor sich in seinen Augen. Ihre Lippen öffneten sich, doch kein Laut drang aus ihrem Mund. Ihre Kehle war viel zu trocken.

Wieder kam der Drang in ihr hoch, aufzuspringen und zu fliehen. Weg von hier. Wieder in die vertraute Einsamkeit zurück. Doch sie konnte nicht. Sie würde nicht lange überleben können, ohne einen Blick in seine Augen. Zu viele Gefühle, die sie nie gekannt hatte, hatten sich in den letzten zwei Tagen entwickelt. Nie zuvor hatte sie sich so gefühlt.

Vergessen war plötzlich der Schmerz und die Anstrengung des vergangenen Tages. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und ein leichtes Zittern lief durch ihren Körper. Jedoch war ihr im Moment alles andere als kalt.

Wieder wollte sie etwas sagen, doch sie war unfähig dazu. Chaos herrschte in ihrem Kopf und sie wusste nicht aus noch ein.

#1070
starbroker1988

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Sareth lächelte Rowan an.Er konnte nicht anders als über beide Wangen ein kleines Lächeln hervor zubringen.Er streichelte wieder über Rowans Wange dann küsste er sie erneut.Aber diesmal länger und inniger.Währrend dessen wanderte seine Hand wieder zu ihren Bauch und strich langsam über ihn.Dann stütze er sich mit seiner Hand auf der Liege ab um mehr Halt zu haben.Er beugte sich noch mehr über Rowan und küsste sie erneut.

Nach einger Zeit legte er sich wieder neben sie und umarmte sie noch einmal.

#1071
Aliens Crew

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Vernita beobachtete Sareth und Rowan von ihrer Liege aus. Und mit einem Mal überkam sie ein Anflug von Wut. Wut über diesen Kerl, den sie ohnehin nicht leiden konnte. Er behauptete, Rowan zu mögen, doch die Elfe hatte eher das Gefühl, dass er nur ihren augenblicklichen Zustand der Schwäche und Hilflosigkeit für sich ausnutzen wollte. Sah er nicht, wie es um die blonde Frau stand? Konnte er nicht sehen, dass diese schwer verletzt worden war und vor allem Ruhe und nicht seine albernen Annäherungsversuche brauchte.
 
Vernita mochte Rowan. Und das schon seit sie diese in den Ruinen von Ostagar zum ersten Mal getroffen hatte. Und nun schien sie allmählich diesem sexsüchtigen Penner nachzugeben. Was hatte er bisher schon groß getan, dass er wagte, sich soviel rauszunehmen? Nicht einmal sein plumper Rettungsversuch Rowans wäre geglückt, wenn die Elfe nicht eingegriffen hätte. Und jetzt setzte er die Genesung der blonden Frau aufs Spiel, nur um seinen primitiven Gelüsten nachgehen zu können. Das konnte und wollte Vernita nicht zulassen.
 
„Hey, Kleiner“, rief sie von ihrer Liege aus, ohne sich aufzurichten, während die beiden sich küssten. „Willst du Rowan nicht erst einmal wieder gesund werden lassen, bevor du die wie ein notgeiler Köter auf sie stürzt?“
 

Modifié par Aliens Crew, 10 octobre 2010 - 01:27 .


#1072
viento2

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Rowan loderte innerlich. Ihre Fingerspitzen und Zehen kribbelten und ihr Atem beschleunigte sich. Sie gab sich seinem Kuss vollkommen hin. Ohne ihr Zutun drückte sich ihr Körper fester an seinen heran. Sie fühlte sich schwindelig und ihr Blick brannte vor unausgesprochenem Verlangen. Seine Arme gaben ihr Wärme und Trost und seine Zuneigung war wie Balsam für ihre Seele. Für einen Moment vergaß sie den Tod und die Schmerzen um sich herum. Ihr Herz kam zur Ruhe und sie schloss entspannt ihre Augen.

Erst Vernita holte sie zurück in die Wirklichkeit. Die Stimme der Elfe klang in der vorherigen Stille laut und hart. Rowan drehte sich zu ihr herum und schaute sie ruhig an.

„Mir geht es gut, Vernita. Aber ich bin euch dankbar für euer Mitgefühl. Macht euch keine Sorgen.“

#1073
Aliens Crew

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„Das mögt Ihr ja im Moment denken“, erwiderte Vernita kühl. Sie konnte sich genau vorstellen, was in diesem Moment in Rowan vorging. Sie war offenbar auf der Suche nach Trost und Zuwendung. Vielleicht hatte das auch mit Hennriks Tod zu tun. Zumindest hatte sie den anderen noch nicht gesagt, wie der alte Mann letztendlich gestorben war. Möglicherweise gab sie sich sogar die Schuld für dessen vorzeitiges Ableben. Und auch wenn die Elfe der jungen Frau das Glück gönnte, welches sie wohl jetzt gerade empfand, so wusste sie auch, dass es Rowan im Augenblick mehr schaden als nutzen würde, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten sollten.
 
„Aber Ihr seid momentan nicht in der Verfassung für ein Techtelmechtel mit diesem Kerl da“, fuhr Vernita fort, wobei sie versuchte, möglichst sachlich zu klingen.“ Das kann leicht eine Eigendynamik entwickeln, die Eurer Gesundheit mehr als abträglich sein könnte. Ich habe nicht Euretwegen einen Bolzen eingefangen, um Euch dabei zuzusehen, dass für ein bisschen Sex riskiert, dass sich Eure Wunden wieder öffnen. Kuriert erst einmal Eure Verletzungen aus. Danach könnt Ihr immer noch überlegen, ob es dieser Typ überhaupt wert ist, Eurer Liebhaber zu werden.“
 

#1074
starbroker1988

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Sareth richtete sich auf,sodass er Vernita sehen konnte.Ein fast schon schelmisches lächeln machte sich auf seinen Gesicht breit und seine Augen funkelten in einem jugendlichen Licht.

Ohne viel zu überlegen und mit einer frendlichen Stimme erwiderte er diese Ansprache von Vernita an Rowan.

"Eifersüchtig?"

#1075
viento2

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Rowan wurde leicht ärgerlich über Vernita.

„Ihr wollt mir damit sagen, dass ihr euch in eurem Zustand um Miandra kümmern könnt während ich mich unbedingt schonen soll? Ich meinte es ernst, als ich mich für eure Fürsorge bedankt hab, aber ich bin als genug um selber zu wissen, was gut für mich ist und was nicht. Und mein Zustand wird sich nicht verschlechtern, wenn ich in den Armen eines Freundes liege.“ sie schnaubte und drehte der Elfe wieder den Rücken zu.