„Nun, von einem sexistischen Schwein wie dir hatte ich nichts anderes erwartet, als so eine unqualifizierte Bemerkung, Kleiner“, entgegnete Vernita verächtlich auf Sareths Einwurf. „Und ich mache dich darauf aufmerksam, dass ich mit Rowan gesprochen habe, und nicht mit dir.“
Die Stimme der Elfe wurde etwas ruhiger, als sie weitersprach. „Und wir beide haben wohl eine unterschiedliche Vorstellung darüber, was es heißt sich um jemanden zu kümmern, Rowan. Oder hatte es für Euch vielleicht den Eindruck, als wollte ich wie eine läufige Hündin über Miandra herfallen? Nur bei euch beiden sah es mir nicht so aus, als würdet ihr euch nur in den Armen halten. Ich hatte eher das Gefühl, als würdet ihr inzwischen die anderen durch euer Stöhnen aufwecken, wenn ich nichts gesagt hätte. Oder wollt Ihr mir etwa weismachen, dass es nicht dazu gekommen wäre und dass Euch der Sex in Eurer jetzigen Verfassung mehr geschadet als geholfen hätte?“
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1076
Posté 10 octobre 2010 - 12:41
#1077
Posté 10 octobre 2010 - 01:01
Rowan zischte genervt.
„Kümmert euch nicht um Sachen, die euch nichts angehen. Für euch gibt es anscheinend nichts anders außer Sex, dass zwischen einer Frau und einem Mann passieren kann!“
Sie zog die Decken hoch bis unter das Kinn.
„Es tut mir wirklich leid, dass ihr so denkt. Und nun lasst uns endlich schlafen. Das solltet ihr übrigens auch tun.“
„Kümmert euch nicht um Sachen, die euch nichts angehen. Für euch gibt es anscheinend nichts anders außer Sex, dass zwischen einer Frau und einem Mann passieren kann!“
Sie zog die Decken hoch bis unter das Kinn.
„Es tut mir wirklich leid, dass ihr so denkt. Und nun lasst uns endlich schlafen. Das solltet ihr übrigens auch tun.“
#1078
Posté 10 octobre 2010 - 01:31
„Nun, solange eine solche Beziehung von einem Mann ausgeht, wird es immer nur auf Sex hinauslaufen, Rowan“, meinte Vernita mit fester Stimme. „Das werdet Ihr auch noch früh genug feststellen müssen, verlasst Euch darauf. Aber in Eurem derzeitigen Gemütszustand hat es eh keinen Sinn, weiter mit Euch darüber zu diskutieren. Und Ihr habt Recht, wir benötigen alle etwas Schlaf. Also erholt Euch gut.“
Die Elfe schüttelte leicht den Kopf. Sie konnte nicht fassen, wie naiv Rowan doch war. Sie schien wirklich keinerlei Erfahrung mit Männern zu haben. Sonst würde sie so einen romantischen Quatsch nicht von sich geben. Vernita selbst war noch keinem Mann begegnet, dem es nicht vorrangig um Sex ging, wenn er sich mit einer Frau einließ. Außer dieser Kerl interessierte sich selbst nur für Männer. Oder hatte die Elfe nur nie mit einem solchen Mann zu tun gehabt? Sollte es tatsächlich Männer geben, die nicht nur auf Sex fixiert waren? Und sollte ausgerechnet Sareth ein solcher Mann sein? Nun, das würde wohl nur die Zeit zeigen, doch bisher konnte sie der Söldner nicht davon überzeugen, dass er anders war, als die Typen, mit denen es Vernita bisher zu tun hatte.
Sie schloss die Augen und versuchte etwas zu schlafen, doch es wollte ihr irgendwie nicht gelingen. So lag sie einfach da und hing ihren Gedanken nach.
Die Elfe schüttelte leicht den Kopf. Sie konnte nicht fassen, wie naiv Rowan doch war. Sie schien wirklich keinerlei Erfahrung mit Männern zu haben. Sonst würde sie so einen romantischen Quatsch nicht von sich geben. Vernita selbst war noch keinem Mann begegnet, dem es nicht vorrangig um Sex ging, wenn er sich mit einer Frau einließ. Außer dieser Kerl interessierte sich selbst nur für Männer. Oder hatte die Elfe nur nie mit einem solchen Mann zu tun gehabt? Sollte es tatsächlich Männer geben, die nicht nur auf Sex fixiert waren? Und sollte ausgerechnet Sareth ein solcher Mann sein? Nun, das würde wohl nur die Zeit zeigen, doch bisher konnte sie der Söldner nicht davon überzeugen, dass er anders war, als die Typen, mit denen es Vernita bisher zu tun hatte.
Sie schloss die Augen und versuchte etwas zu schlafen, doch es wollte ihr irgendwie nicht gelingen. So lag sie einfach da und hing ihren Gedanken nach.
#1079
Posté 10 octobre 2010 - 08:56
Miandra konnte zwar weder Sareth und Rowan, noch Vernita von ihrer Liege aus sehen, aber dennoch lauschte sie dem Gespräch. Sie kannte Sareth nur von der Begegnung in der Taverne, wie er über Rowan herfiel und diese bedrohte, und nun tat er dies offenbar schon wieder? Miandra verstand nicht, wieso er überhaupt unter ihnen war.. vielleicht würde er die Situation, dass sie alle verletzt waren noch zu seinen Gunsten nutzen!
Nachdem sie glaubte, dass alle schlafen würden, versuchte sie sich aufzusetzen. Ihr tat bereits alles noch mehr weh, da sie immer nur in derselben Position liegen konnte. Am liebsten wäre sie etwas auf und ab gegangen, um die Muskeln wieder etwas entspannen zu können. Doch das war wohl ein Wunschdenken, denn sie schaffte es gerade so mit ach und Krach, sowie vielem murmelnden Flüchen, sich aufzusetzen. Alles schien zu spannen, zu drücken und pochen. Vorsichtig lehnte sie sich seitlich mit dem Kopf an die kühle Wand, spürte wie ihr Schweiß an den Schläfen hinab lief, und musste einige Momente angestrengt atmen.
Sie hustete einige Male und erst nachdem sich ihre Atmung etwas beruhig hatte, blickte sie sich um, ließ den Kopf jedoch an die Wand gelehnt. Der kühle Stein war irgendwie angenehm auf ihrer erhitzten Stirn, und ihr Kopf fühlte sich so schwer an, dass er eine Stütze brauchte.
Sie erkannte erst nach längerem Hinsehen, wie Sareth und Rowan nebeneinander lagen. Irgendetwas daran machte sie stutzig. Es sah irgendwie nicht so aus, wie sie es sich vorgestellt hatte und das verwirrte sie noch mehr, als sie ohnehin schon war. Die Zuwendung der beiden sah so.. anders - ihr fiel kein anderes Wort dafür ein - aus. Erinnerungen an die Beziehung zwischen ihrem Vater und ihrer Mutter, an sich selbst und ihrem Mann, sowie an andere Frauen und deren Erzählungen kamen zurück, und ihr wurde schlagartig klar, dass sie sowas noch nie gesehen hatte. Wo sie her kam, war es generell untersagt in der Öffentlichkeit herumzumachen oder darüber zu sprechen. Solche Sachen wurden eher unter den Tisch gekehrt und ignoriert. Oder war sie selbst es, die es ignorierte?
Sie wandte den Blick ab und starrte wieder auf eine der Kerzen. Ihre Gedanken schienen um alles Mögliche zu kreisen und trotz der extremen Erschöpfung wollte sie sich nicht schlafen legen.
Nachdem sie glaubte, dass alle schlafen würden, versuchte sie sich aufzusetzen. Ihr tat bereits alles noch mehr weh, da sie immer nur in derselben Position liegen konnte. Am liebsten wäre sie etwas auf und ab gegangen, um die Muskeln wieder etwas entspannen zu können. Doch das war wohl ein Wunschdenken, denn sie schaffte es gerade so mit ach und Krach, sowie vielem murmelnden Flüchen, sich aufzusetzen. Alles schien zu spannen, zu drücken und pochen. Vorsichtig lehnte sie sich seitlich mit dem Kopf an die kühle Wand, spürte wie ihr Schweiß an den Schläfen hinab lief, und musste einige Momente angestrengt atmen.
Sie hustete einige Male und erst nachdem sich ihre Atmung etwas beruhig hatte, blickte sie sich um, ließ den Kopf jedoch an die Wand gelehnt. Der kühle Stein war irgendwie angenehm auf ihrer erhitzten Stirn, und ihr Kopf fühlte sich so schwer an, dass er eine Stütze brauchte.
Sie erkannte erst nach längerem Hinsehen, wie Sareth und Rowan nebeneinander lagen. Irgendetwas daran machte sie stutzig. Es sah irgendwie nicht so aus, wie sie es sich vorgestellt hatte und das verwirrte sie noch mehr, als sie ohnehin schon war. Die Zuwendung der beiden sah so.. anders - ihr fiel kein anderes Wort dafür ein - aus. Erinnerungen an die Beziehung zwischen ihrem Vater und ihrer Mutter, an sich selbst und ihrem Mann, sowie an andere Frauen und deren Erzählungen kamen zurück, und ihr wurde schlagartig klar, dass sie sowas noch nie gesehen hatte. Wo sie her kam, war es generell untersagt in der Öffentlichkeit herumzumachen oder darüber zu sprechen. Solche Sachen wurden eher unter den Tisch gekehrt und ignoriert. Oder war sie selbst es, die es ignorierte?
Sie wandte den Blick ab und starrte wieder auf eine der Kerzen. Ihre Gedanken schienen um alles Mögliche zu kreisen und trotz der extremen Erschöpfung wollte sie sich nicht schlafen legen.
Modifié par Kaysallie, 12 octobre 2010 - 07:52 .
#1080
Posté 10 octobre 2010 - 09:48
Lea drehte sich zur Seite, so dass sie die Wand anblickte, und zog ihre Beine an. Zusammen gekugelt lag sie da, und hörte die Worte von Vernita. Ein Schmerz durchzog ihr Herz, und sie biß sich auf die Unterlippe, um nicht doch noch laut aufzuweinen.
Ihre Gefährten waren körperlich mehr oder weniger mitgenommen, was ihr zum Glück erspart blieb. Aber ihr Herz und ihre Seele litten mehr, als sie in Worte zu fassen vermochte.
Noch lange lag sie wach, manchmal die Augen geschlossen, manchmal einfach starr gegen die Wand gerichtet, und ihre Gedanken kreisten um das geschehene und das, was sie alles gelesen hatte. Erst sehr viel später nickte sie ein, und ihre Träume kreisten um Tjark, mischten sich mit den Bildern der gefolterten Miandra, die plötzlich ein anderes Gesicht hatte. Die Szene wechselte, sie fühlte sich als würde sie vergewaltigt und geschlagen werden, Tjarks Gesicht über ihr, zynisch, spöttisch, der sie brutal küsste und sagte: Ich warte im Nichts auf Dich. Wieder wechselte die Szene, eine kleine blondhaarige Frau zeigte mit Tränen in den Augen auf sie und sagte immer wieder: was hast du getan... du nimmst mir meinen Bruder, und behauptest, ihn zu lieben... dann wieder Tjark, der sie zärtlich anlächelte und sagte: ich liebe Dich Lea, egal was andere behaupten...
Unruhig wältze sie sich herum, und wachte letztlich schweißgebadet auf. Verwirrt starrte sie wieder an die Wand. Was davon war Traum, was davon war Wirklichkeit?
Ihre Gefährten waren körperlich mehr oder weniger mitgenommen, was ihr zum Glück erspart blieb. Aber ihr Herz und ihre Seele litten mehr, als sie in Worte zu fassen vermochte.
Noch lange lag sie wach, manchmal die Augen geschlossen, manchmal einfach starr gegen die Wand gerichtet, und ihre Gedanken kreisten um das geschehene und das, was sie alles gelesen hatte. Erst sehr viel später nickte sie ein, und ihre Träume kreisten um Tjark, mischten sich mit den Bildern der gefolterten Miandra, die plötzlich ein anderes Gesicht hatte. Die Szene wechselte, sie fühlte sich als würde sie vergewaltigt und geschlagen werden, Tjarks Gesicht über ihr, zynisch, spöttisch, der sie brutal küsste und sagte: Ich warte im Nichts auf Dich. Wieder wechselte die Szene, eine kleine blondhaarige Frau zeigte mit Tränen in den Augen auf sie und sagte immer wieder: was hast du getan... du nimmst mir meinen Bruder, und behauptest, ihn zu lieben... dann wieder Tjark, der sie zärtlich anlächelte und sagte: ich liebe Dich Lea, egal was andere behaupten...
Unruhig wältze sie sich herum, und wachte letztlich schweißgebadet auf. Verwirrt starrte sie wieder an die Wand. Was davon war Traum, was davon war Wirklichkeit?
#1081
Posté 10 octobre 2010 - 07:01
Brangroth betrat den großen Versammlungsraum. Der Riese musste den Kopf einziehen, um ihn sich nicht am Türrahmen zu stoßen. Der Raum selbst war relativ schlicht eingerichtet. An den Wänden hingen die Wappen des Landes und der verschiedenen Arltümer. Die Kronleuchter an der Decke sorgten für ausreichend Licht. In der Mitte stand ein langer Holztisch, am dem mehrere Stühle platziert worden waren. An dieser Tafel saßen sie. Sieben Gestalten, die der Leutnant gut kannte und deren Anwesenheit er verlangt hatte.
Da war zum einen ein Söldner, der nur „der Qunari“ genannt wurde, eben weil er ein solcher war. Es war ein riesiger Kerl, fast so groß wie Brangroth selbst und auch fast ebenso breit. Der Qunari hatte eine dunkle Hautfarbe und man sagte über ihn, dass er in seinem Leben mehr Leute umgebracht als Worte gesprochen hatte. Das war mit Sicherheit stark übertrieben, aber so still wie er war, konnte es auch stimmen. Meistens ließ er angeblich nur sein breiten Zweihänder für sich sprechen.
Neben dem Qunari saß ein Mann, den man „den Orlaisianer“ nannte, denn dies war alles, was über diesen Söldner bekannt war. Er hatte kurze, blonde Haare und feine Gesichtszüge. Er wirkte sehr charismatisch, sein Lächeln wirkte einnehmend. Nur wer in seine kalten, blauen Augen sah, der konnte erkennen, dass der Orlaisianer ein kaltblütiger Killer war, dem es Spaß machte seine Opfer leiden zu lassen. Und bei weiblichen Zielpersonen nahm er es sich zumeist auch nicht, diese vor der Liquidierung zu begatten. Egal, ob diese das wollten oder nicht.
Neben dem Orlaisianer hockte „die Zwergin“. Sie hatte schulterlange, rote Haare, die sie zumeist zu einem Pferdeschwanz zusammenband. Ihre Spezialität war das führen einer Kriegsaxt samt Schild. Sie liebte es , ihre Gegner in kleine Stücke zu hacken, damit diese sie mit ihrem Blut bespritzten. Dabei fingen ihre dunkelbraunen fast schwarzen Augen immer an ziemlich irre zu leuchten. Außerdem sagte man ihr nach, dass sie wohl auch schon mal die Leichen ihrer Opfer verspeiste. Allerdings waren das größtenteils nur Gerüchte, die von ihrer Blutrünstigkeit herrührten.
Am Kopfende der Tafel saß ein dunkelhaariger Mann mit einem Vollbart, welcher „der Magus“ genannt wurde. Er trug zumeist einen dunkelroten Kapuzenmantel, der den größten Teil seines entstellten Gesichtes verdeckte. Angeblich stammten die Narben, die ihn verunstalteten von einem Kampf gegen einen mächtigen Dämonen, den er mal beschworen hatte, aber nicht kontrollieren konnte. Zwar gewann er den Kampf gegen diese Abscheulichkeit, doch war er seitdem für immer gezeichnet. Er soll nur darauf bedacht sein, seine Macht zu vergrößern.
Auf der anderen Seite der Tafel hatten sich „die Zwillinge“ niedergelassen. Es handelte sich bei diesen beiden um einen jungen Mann und dessen Schwester, die sich erstaunlich ähnlich sahen. Da sie beide kurze hellblonde Haare und grüne Augen hatten und auch die Frau als sehr flachbrüstig zu bezeichnen war, konnte man sie kaum auseinander halten. Die beiden arbeiteten immer im Team, wobei sie eher durch ihre Geschicklichkeit als durch ihre Stärke auffielen. Außerdem sammelten sie mit vorliebe Trophäen von ihren Opfern. Das konnten einfache Gegenstände bis hin zu Haarsträhnen oder auch schon mal Zähne sein.
Die letzte im Bunde war eine dünne, zierliche Person mit langen, braunen Haaren. Sie wurde aufgrund ihrer Rasse „die Elfe“ genannt. Sie trug eine aufwändige Gesichtstätowierung, und ihre grauen Augen strahlten eine sonderbare Ruhe aus. Wenn man sich die junge Frau so ansah, hätte man sie wohl für eine einfach Dalish gehalten, doch wahrscheinlich war sie die gefährlichste der hier anwesenden Personen. Sie konnte mit ihrem Langbogen auf vierhundert Meter Entfernung ihrem Gegner das Auge herausschießen. Zudem war sie ein Expertin in Schleich- und Infiltrationsfragen.
Brangroth trat an das Ende des Tisches, wo er kräftig mit der Faust auf den Tisch donnerte, um die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich zu ziehen, obwohl dies eigentlich nicht nötig war. Die Söldner hatten ihn schon die ganze Zeit über beobachtet, seit er den Raum betreten hatte.
„Nun“, begann der Leutnant mit seiner tiefen Stimme. „Ihr fragt Euch sicher, warum ich Euch sehen wollte. Es ist so, dass ich einen Auftrag für Euch habe.“
„Ich arbeite grundsätzlich allein“, warf die Elfe ein, wobei sie die anderen Söldner misstrauisch beäugte.
„Das ist mir bewusst, Elfe!“ ging der Riese dazwischen, bevor es zu Streitereien zwischen den Anwesenden kommen konnte. „Doch die Situation erfordert es, dass Ihr in diesem Fall zusammenarbeiten müsst, da Euer Ziel kein blutiger Anfänger oder ein eingebildeter Adeliger sein wird.“
„Und wer soll eliminiert werden?“ fragte die Zwergin.
„Es handelt sich um eine lebende Legende. Vernita, Grauer Wächter und die Retterin der Welt vor der letzten Verderbnis. Und wahrscheinlich das kaltblütigste Miststück, dass Euch je begegnet ist.“
„Es wird mir ein Vergnügen sein, ihre Bekanntschaft zu machen“, kommentierte der Olaisianer, während er sich über die Lippen leckte.
„Ruhe!“ befahl Brangroth. „Unterschätzt dieses Weib nicht. Sie hat mit ihren Gefährten zusammen zwei ihrer Freunde aus Fort Drakon befreit und dabei unzählige Wachen getötet.“
„Habt Ihr die Sachen ihrer Freunde noch in Eurem Besitz?“ fragte einer der Zwillinge mit seiner Fistelstimme. „Die würden wir gern als unsere Bezahlung nehmen.“
„Ja, und am Besten gebt sie uns sofort“, warf der andere ein. Der weibliche? Der Leutnant konnte die beiden nicht auseinander halten. „So finden wir sie bestimmt viel schneller, nicht wahr?“
„Du sagst es, Schwesterherz.“
Bangroth hielt das zwar für blödsinnig, aber ganz Unrecht hatten die beiden nicht. Ihm ist schon aufgefallen, dass sie ihre Zielpersonen schneller fanden, wenn sie vorab etwas persönliches von diesen erhalten hatten. „Also gut. Einverstanden. Das erledigen wir nach der Besprechung.“
„Wo wir gerade bei der Bezahlung sind“, meldete sich der Magus mit tonloser Stimme. „Was gedachtet Ihr denn, mir zu geben? Ihr wisst doch, dass ich für Geld kaum Verwendung habe.“
„Ich hatte mir schon gedacht, dass Ihr mich das fragen würdet, Magus. Daher wird es Euch freuen, dass ich dieses mal etwas ganz besonderes für Euch habe, den Stab Eures alten Freundes Hennrik.“
„Ihr habt den Stab von Hennrik, dem Abtrünnigen?“ fragte der Magier ungläubig. „Wo habt Ihr den her.“
„Wir haben ihn seiner Leiche abgenommen“, grinste der Riese. „Er ist bei dem Versuch in die Festung Drakon einzudringen, von einer Falle getötet worden.“
„Ein unrühmliches Ende für einen unrühmlichen Mann“, meinte der Magus lachend.
„Wenn das jetzt endlich geklärt ist, dann hätte ich jetzt gerne ein paar Einzelheiten, wenn es recht ist“, bemerkte die Elfe ungeduldig.
„Ihr habt Recht“, entgegnete Bragoth. „Also, Vernita ist eine dunkelhäutige Elfe mit rotbraunen Haaren und einer lange Narbe hinter ihrem linken Ohr. Sie hat dunkelbraune Augen, und ihre Gesichtszüge sind für eine Elfe ungewöhnlich grob und kantig. Eine ihrer Gefährtinnen, die sie aus dem Knast befreit hat, ist eine schwarzhaarige Frau mit blauen Augen und einer leicht gebräunten Haut. Der zweite ist ein dunkelhaariger Elf mit einer Gesichtstätowierung. Und sie begleitet zudem noch eine junge blondhaarige Frau, die ebenfalls eine auffällige Gesichtstätowierungen besitzt. Genaue Zeichnungen dieser Personen werden Euch von einem meiner Männer nach dieser Besprechung übergeben. Außer diesen dreien gibt es aber noch eine unbekannte Zahl weiterer Gefährten, über die es nur widersprüchliche Beschreibungen gibt.“
Der Riese machte eine künstliche Pause, bevor er mit fester Stimme weitersprach.
„Es spielt bei der Ergreifung dieser Staatsfeinde keine Rolle, ob Ihr sie uns tot oder lebendig bringt. Nur solltet Ihr keinen von Ihnen unterschätzen. Niemals. Noch Fragen?““
„Ja, wann geht es los“, meinte der Orlaisianer mit einem dreckigen Grinsen auf den Lippen.
„Sofort!“ sagte der Leutnant hart.
„Gut!“ meldete sich der Qunari mit monotoner Stimme zu Wort. „Möge es ein guter Kampf werden.“
„Alles, klar! Macht Euch an die Arbeit!“ befahl Brangroth mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Nun konnte der Tanz beginnen. Und die besten Tänzer waren auf seiner Seite. Die Elfe und ihre Lakaien würden ihr blaues Wunder erleben.
Da war zum einen ein Söldner, der nur „der Qunari“ genannt wurde, eben weil er ein solcher war. Es war ein riesiger Kerl, fast so groß wie Brangroth selbst und auch fast ebenso breit. Der Qunari hatte eine dunkle Hautfarbe und man sagte über ihn, dass er in seinem Leben mehr Leute umgebracht als Worte gesprochen hatte. Das war mit Sicherheit stark übertrieben, aber so still wie er war, konnte es auch stimmen. Meistens ließ er angeblich nur sein breiten Zweihänder für sich sprechen.
Neben dem Qunari saß ein Mann, den man „den Orlaisianer“ nannte, denn dies war alles, was über diesen Söldner bekannt war. Er hatte kurze, blonde Haare und feine Gesichtszüge. Er wirkte sehr charismatisch, sein Lächeln wirkte einnehmend. Nur wer in seine kalten, blauen Augen sah, der konnte erkennen, dass der Orlaisianer ein kaltblütiger Killer war, dem es Spaß machte seine Opfer leiden zu lassen. Und bei weiblichen Zielpersonen nahm er es sich zumeist auch nicht, diese vor der Liquidierung zu begatten. Egal, ob diese das wollten oder nicht.
Neben dem Orlaisianer hockte „die Zwergin“. Sie hatte schulterlange, rote Haare, die sie zumeist zu einem Pferdeschwanz zusammenband. Ihre Spezialität war das führen einer Kriegsaxt samt Schild. Sie liebte es , ihre Gegner in kleine Stücke zu hacken, damit diese sie mit ihrem Blut bespritzten. Dabei fingen ihre dunkelbraunen fast schwarzen Augen immer an ziemlich irre zu leuchten. Außerdem sagte man ihr nach, dass sie wohl auch schon mal die Leichen ihrer Opfer verspeiste. Allerdings waren das größtenteils nur Gerüchte, die von ihrer Blutrünstigkeit herrührten.
Am Kopfende der Tafel saß ein dunkelhaariger Mann mit einem Vollbart, welcher „der Magus“ genannt wurde. Er trug zumeist einen dunkelroten Kapuzenmantel, der den größten Teil seines entstellten Gesichtes verdeckte. Angeblich stammten die Narben, die ihn verunstalteten von einem Kampf gegen einen mächtigen Dämonen, den er mal beschworen hatte, aber nicht kontrollieren konnte. Zwar gewann er den Kampf gegen diese Abscheulichkeit, doch war er seitdem für immer gezeichnet. Er soll nur darauf bedacht sein, seine Macht zu vergrößern.
Auf der anderen Seite der Tafel hatten sich „die Zwillinge“ niedergelassen. Es handelte sich bei diesen beiden um einen jungen Mann und dessen Schwester, die sich erstaunlich ähnlich sahen. Da sie beide kurze hellblonde Haare und grüne Augen hatten und auch die Frau als sehr flachbrüstig zu bezeichnen war, konnte man sie kaum auseinander halten. Die beiden arbeiteten immer im Team, wobei sie eher durch ihre Geschicklichkeit als durch ihre Stärke auffielen. Außerdem sammelten sie mit vorliebe Trophäen von ihren Opfern. Das konnten einfache Gegenstände bis hin zu Haarsträhnen oder auch schon mal Zähne sein.
Die letzte im Bunde war eine dünne, zierliche Person mit langen, braunen Haaren. Sie wurde aufgrund ihrer Rasse „die Elfe“ genannt. Sie trug eine aufwändige Gesichtstätowierung, und ihre grauen Augen strahlten eine sonderbare Ruhe aus. Wenn man sich die junge Frau so ansah, hätte man sie wohl für eine einfach Dalish gehalten, doch wahrscheinlich war sie die gefährlichste der hier anwesenden Personen. Sie konnte mit ihrem Langbogen auf vierhundert Meter Entfernung ihrem Gegner das Auge herausschießen. Zudem war sie ein Expertin in Schleich- und Infiltrationsfragen.
Brangroth trat an das Ende des Tisches, wo er kräftig mit der Faust auf den Tisch donnerte, um die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich zu ziehen, obwohl dies eigentlich nicht nötig war. Die Söldner hatten ihn schon die ganze Zeit über beobachtet, seit er den Raum betreten hatte.
„Nun“, begann der Leutnant mit seiner tiefen Stimme. „Ihr fragt Euch sicher, warum ich Euch sehen wollte. Es ist so, dass ich einen Auftrag für Euch habe.“
„Ich arbeite grundsätzlich allein“, warf die Elfe ein, wobei sie die anderen Söldner misstrauisch beäugte.
„Das ist mir bewusst, Elfe!“ ging der Riese dazwischen, bevor es zu Streitereien zwischen den Anwesenden kommen konnte. „Doch die Situation erfordert es, dass Ihr in diesem Fall zusammenarbeiten müsst, da Euer Ziel kein blutiger Anfänger oder ein eingebildeter Adeliger sein wird.“
„Und wer soll eliminiert werden?“ fragte die Zwergin.
„Es handelt sich um eine lebende Legende. Vernita, Grauer Wächter und die Retterin der Welt vor der letzten Verderbnis. Und wahrscheinlich das kaltblütigste Miststück, dass Euch je begegnet ist.“
„Es wird mir ein Vergnügen sein, ihre Bekanntschaft zu machen“, kommentierte der Olaisianer, während er sich über die Lippen leckte.
„Ruhe!“ befahl Brangroth. „Unterschätzt dieses Weib nicht. Sie hat mit ihren Gefährten zusammen zwei ihrer Freunde aus Fort Drakon befreit und dabei unzählige Wachen getötet.“
„Habt Ihr die Sachen ihrer Freunde noch in Eurem Besitz?“ fragte einer der Zwillinge mit seiner Fistelstimme. „Die würden wir gern als unsere Bezahlung nehmen.“
„Ja, und am Besten gebt sie uns sofort“, warf der andere ein. Der weibliche? Der Leutnant konnte die beiden nicht auseinander halten. „So finden wir sie bestimmt viel schneller, nicht wahr?“
„Du sagst es, Schwesterherz.“
Bangroth hielt das zwar für blödsinnig, aber ganz Unrecht hatten die beiden nicht. Ihm ist schon aufgefallen, dass sie ihre Zielpersonen schneller fanden, wenn sie vorab etwas persönliches von diesen erhalten hatten. „Also gut. Einverstanden. Das erledigen wir nach der Besprechung.“
„Wo wir gerade bei der Bezahlung sind“, meldete sich der Magus mit tonloser Stimme. „Was gedachtet Ihr denn, mir zu geben? Ihr wisst doch, dass ich für Geld kaum Verwendung habe.“
„Ich hatte mir schon gedacht, dass Ihr mich das fragen würdet, Magus. Daher wird es Euch freuen, dass ich dieses mal etwas ganz besonderes für Euch habe, den Stab Eures alten Freundes Hennrik.“
„Ihr habt den Stab von Hennrik, dem Abtrünnigen?“ fragte der Magier ungläubig. „Wo habt Ihr den her.“
„Wir haben ihn seiner Leiche abgenommen“, grinste der Riese. „Er ist bei dem Versuch in die Festung Drakon einzudringen, von einer Falle getötet worden.“
„Ein unrühmliches Ende für einen unrühmlichen Mann“, meinte der Magus lachend.
„Wenn das jetzt endlich geklärt ist, dann hätte ich jetzt gerne ein paar Einzelheiten, wenn es recht ist“, bemerkte die Elfe ungeduldig.
„Ihr habt Recht“, entgegnete Bragoth. „Also, Vernita ist eine dunkelhäutige Elfe mit rotbraunen Haaren und einer lange Narbe hinter ihrem linken Ohr. Sie hat dunkelbraune Augen, und ihre Gesichtszüge sind für eine Elfe ungewöhnlich grob und kantig. Eine ihrer Gefährtinnen, die sie aus dem Knast befreit hat, ist eine schwarzhaarige Frau mit blauen Augen und einer leicht gebräunten Haut. Der zweite ist ein dunkelhaariger Elf mit einer Gesichtstätowierung. Und sie begleitet zudem noch eine junge blondhaarige Frau, die ebenfalls eine auffällige Gesichtstätowierungen besitzt. Genaue Zeichnungen dieser Personen werden Euch von einem meiner Männer nach dieser Besprechung übergeben. Außer diesen dreien gibt es aber noch eine unbekannte Zahl weiterer Gefährten, über die es nur widersprüchliche Beschreibungen gibt.“
Der Riese machte eine künstliche Pause, bevor er mit fester Stimme weitersprach.
„Es spielt bei der Ergreifung dieser Staatsfeinde keine Rolle, ob Ihr sie uns tot oder lebendig bringt. Nur solltet Ihr keinen von Ihnen unterschätzen. Niemals. Noch Fragen?““
„Ja, wann geht es los“, meinte der Orlaisianer mit einem dreckigen Grinsen auf den Lippen.
„Sofort!“ sagte der Leutnant hart.
„Gut!“ meldete sich der Qunari mit monotoner Stimme zu Wort. „Möge es ein guter Kampf werden.“
„Alles, klar! Macht Euch an die Arbeit!“ befahl Brangroth mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen. Nun konnte der Tanz beginnen. Und die besten Tänzer waren auf seiner Seite. Die Elfe und ihre Lakaien würden ihr blaues Wunder erleben.
Modifié par Aliens Crew, 14 octobre 2010 - 09:38 .
#1082
Posté 11 octobre 2010 - 07:18
Lydia erwachte aus ihren fiebrigen Träumen . Sie hatte schrecklich heiß , war aber nicht verschwitzt .
Sie blinzelte . Was hatte sie gerade für einen schrägen Unsinn geträumt ...
Karavanen , welche über schneebedeckte Pässe in endlosen Gebirgen zogen , durch endlose dunkle und tiefe Wälder , über schluchten und Klamme hinweg .
" Uooh ... wo... " sie stöhnte , als de Schmerz in ihrer Brust explodierte . Sie war ziemlich mitgenommen , Brüche und Prellungen , Schnitte und Stiche , Kratzer und Schürfwunden - kurzum : Sie war odrentlich durch die Mangel gedreht worden .
Doch es half nichts hier zu liegen und den Lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen .
Mit schmerzverzerrtem Gesicht setzte sie sich auf und blickte sich um . Außer Vernita , Lea und Miandra schien der Rest der Gruppe zu schlafen .
"Lea .... was ist ... wie geht ... es euch .. ?" presste sie hervor . " Habt ... habt ihr auch ... so schlecht ... geträumt ?"
Sie blinzelte . Was hatte sie gerade für einen schrägen Unsinn geträumt ...
Karavanen , welche über schneebedeckte Pässe in endlosen Gebirgen zogen , durch endlose dunkle und tiefe Wälder , über schluchten und Klamme hinweg .
" Uooh ... wo... " sie stöhnte , als de Schmerz in ihrer Brust explodierte . Sie war ziemlich mitgenommen , Brüche und Prellungen , Schnitte und Stiche , Kratzer und Schürfwunden - kurzum : Sie war odrentlich durch die Mangel gedreht worden .
Doch es half nichts hier zu liegen und den Lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen .
Mit schmerzverzerrtem Gesicht setzte sie sich auf und blickte sich um . Außer Vernita , Lea und Miandra schien der Rest der Gruppe zu schlafen .
"Lea .... was ist ... wie geht ... es euch .. ?" presste sie hervor . " Habt ... habt ihr auch ... so schlecht ... geträumt ?"
Modifié par SickOfItAll, 11 octobre 2010 - 07:36 .
#1083
Posté 11 octobre 2010 - 07:32
Leanora fühlte sich alles andere als ausgeruht. Zuvieles war passiert, und davon hatte ihr Unterbewußtsein im Schlaf einiges versucht, zu verarbeiten. Lydias Worte holten sie in die Gegenwart zurück.
Schnell stand Lea auf und ging zu Lydia, wobei sie zu zittern begann. Der kalte Schweiß auf ihrer Haut ließ sie frieren.
"Mir geht es gut, Lydia. Auch wenn ich schlecht geträumt habe, aber ich glaube, das liegt einfach daran weil wir heute zuviel erlebt haben. Du solltest noch ein wenig schlafen, Kleines. Werd gesund und komm zu Kräften. Warte, ich hol dir etwas Wasser."
Sie nahm einen Becher, schenkte etwas von dem erfrischenden Getränk ein und brachte ihn Lydia.
"Kannst Du ihn selber halten?" fragte sie das Mädchen, drückte ihr dabei das Gefäß in die Hand.
Dann ging sie zurück zu ihrer Tasche, holte frische Kleidung hervor und zog sich ein wenig zurück, um sich mit Hilfe eines kleinen Frottee-Lappens und Seife zu waschen. Zum Glück war auch Wasser dafür in Eimern gebracht worden, und standen etwas abseits.
Hernach fühlte sie sich doch um einiges besser, und als sie ihre frischen Sachen anzog, war die Welt beinahe wieder in Ordnung.
Schnell stand Lea auf und ging zu Lydia, wobei sie zu zittern begann. Der kalte Schweiß auf ihrer Haut ließ sie frieren.
"Mir geht es gut, Lydia. Auch wenn ich schlecht geträumt habe, aber ich glaube, das liegt einfach daran weil wir heute zuviel erlebt haben. Du solltest noch ein wenig schlafen, Kleines. Werd gesund und komm zu Kräften. Warte, ich hol dir etwas Wasser."
Sie nahm einen Becher, schenkte etwas von dem erfrischenden Getränk ein und brachte ihn Lydia.
"Kannst Du ihn selber halten?" fragte sie das Mädchen, drückte ihr dabei das Gefäß in die Hand.
Dann ging sie zurück zu ihrer Tasche, holte frische Kleidung hervor und zog sich ein wenig zurück, um sich mit Hilfe eines kleinen Frottee-Lappens und Seife zu waschen. Zum Glück war auch Wasser dafür in Eimern gebracht worden, und standen etwas abseits.
Hernach fühlte sie sich doch um einiges besser, und als sie ihre frischen Sachen anzog, war die Welt beinahe wieder in Ordnung.
#1084
Posté 11 octobre 2010 - 07:42
" Danke lea... " sagte sie und nahm den Becher mit zitternden Händen entgegen .
" Ich ... kann nicht schlafen , ich ... ich habe gerade ... seltsames geträumt ... "
Sie dachte über das erlebte nach . War es wirklich real ? " Lea ... ist ... ist dieser ... wahnsinn tatsächlich ... passsiert ? "
" Ich ... kann nicht schlafen , ich ... ich habe gerade ... seltsames geträumt ... "
Sie dachte über das erlebte nach . War es wirklich real ? " Lea ... ist ... ist dieser ... wahnsinn tatsächlich ... passsiert ? "
#1085
Posté 11 octobre 2010 - 08:01
Lea schlüpfte gerade in ihren Pullover, als sie Lydia zunickte.
"Ja ist es, ich glaub es selber noch kaum. Aber ich denke, Kylar oder unser Gastgeber wird uns sicher auf dem laufenden halten, was in der Stadt darüber geredet wird. Ich danke dem Erbauer, dass wir da lebendig rausgekommen sind, auch wenn wir Hennrik verloren haben. Verhältnismäßig gesehen, sind die Verluste relativ gering, auch wenn es mir um den Magier wirklich leid tut. Aber es hätte wirklich schlimmer kommen können. Willst Du von Deinem Traum erzählen?"
"Ja ist es, ich glaub es selber noch kaum. Aber ich denke, Kylar oder unser Gastgeber wird uns sicher auf dem laufenden halten, was in der Stadt darüber geredet wird. Ich danke dem Erbauer, dass wir da lebendig rausgekommen sind, auch wenn wir Hennrik verloren haben. Verhältnismäßig gesehen, sind die Verluste relativ gering, auch wenn es mir um den Magier wirklich leid tut. Aber es hätte wirklich schlimmer kommen können. Willst Du von Deinem Traum erzählen?"
#1086
Posté 11 octobre 2010 - 08:15
" Ich sah ... Menschen . Menschen ... die durch die Welt zogen ... eine Karawane . Wälder und Berge ...Dann immer wieder Feuer ... tot und Leid .... höhlen und Gänge .... fratzen .... fratzen die ... die Leichen zerstückeln ... spitze Zähne ... dann waren die Frazen tot .... verbrannt ... sie ... sie lagen da auf dem Boden ... haufenweise ... dann war ich wieder im Wald ... die Karavane ... jemand hat Geschichten erzählt ... große Helden ... schreckliche Schlachten .
Dann kam der Schmerz in die Brust ... dieser unerträgliche Schmerz !! "
Sie krümmte sich , doch das machte alles nur schlimer . Jedesmal Atem schmerzte schrecklich .
" Gott nein !! .. Aaah !! "
Tränen traten ihr in die Augen , dann lies der Schmerz in der Brust langsam nach , die Wellen ebbten ab und das Atmen viel ihr wieder leichter . Erschöpft lag sie wieder da .
Dann kam der Schmerz in die Brust ... dieser unerträgliche Schmerz !! "
Sie krümmte sich , doch das machte alles nur schlimer . Jedesmal Atem schmerzte schrecklich .
" Gott nein !! .. Aaah !! "
Tränen traten ihr in die Augen , dann lies der Schmerz in der Brust langsam nach , die Wellen ebbten ab und das Atmen viel ihr wieder leichter . Erschöpft lag sie wieder da .
#1087
Posté 11 octobre 2010 - 08:27
Lea erschrak. Armes Mädchen, was mußte die Kleine nur alles mitmachen. Mit einem Schritt war sie bei Lydia und strich ihr über die Stirn.
"Schhhh, ganz ruhig Lydia. Wir sind in Sicherheit, vorerst zumindest. Sieh zu, dass Du noch ein wenig schlafen kannst. Wir sind ja bei Dir."
Und ganz leise begann Lea, ein Gute-Nacht-Lied zu singen. Das, was ihr ihre Mutter immer vorgesungen hat, als sie noch ein kleines Mädchen war.
"Guten Abend, gut' Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlüpf unter die Deck'
Guten Abend, gut' Nacht
Von Englein bewacht
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum 's Paradies"
Dabei zitterte ihre Stimme nur ein ganz klein wenig, als sie die Erinnerungen überkamen.
"Schhhh, ganz ruhig Lydia. Wir sind in Sicherheit, vorerst zumindest. Sieh zu, dass Du noch ein wenig schlafen kannst. Wir sind ja bei Dir."
Und ganz leise begann Lea, ein Gute-Nacht-Lied zu singen. Das, was ihr ihre Mutter immer vorgesungen hat, als sie noch ein kleines Mädchen war.
"Guten Abend, gut' Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlüpf unter die Deck'
Guten Abend, gut' Nacht
Von Englein bewacht
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum 's Paradies"
Dabei zitterte ihre Stimme nur ein ganz klein wenig, als sie die Erinnerungen überkamen.
Modifié par Bellandyrs, 15 octobre 2010 - 06:38 .
#1088
Posté 11 octobre 2010 - 08:49
Der Gesang von Lea lies Lydia schließlich alles vergessen . Sie legte ihr die Arme um den Hals und begann bitterlich zu weinen . Die Tränen kannten keinen Halt mehr , doch es war ihr egal . Zu viel hatte sie erlebt , zu viel hatte sie gesehen , sie musste es verarbeiten , sie musste ihren Frust , ihre Traue und Angst loswerden und sie hatte in Lea jemanden gefunden , dme sie sich mitteilen konnte .
Sie lag ihr in den Armen , bebte , zitterte und schluchzte . Der Alptraum hatte ein Ende , doch die Nachwehen überkamen sie wie ein kalter Regen .
Sie lag ihr in den Armen , bebte , zitterte und schluchzte . Der Alptraum hatte ein Ende , doch die Nachwehen überkamen sie wie ein kalter Regen .
#1089
Posté 11 octobre 2010 - 09:07
Vorsichtig hielt Lea Lydia in ihren Armen und versuchte sie zu trösten, in dem sie das Mädchen zum einen weinen ließ, und zum anderen ihr übers Haar strich und vorsichtig hin und her wiegte.
Wem konnte man es verdenken, dass die Kleine weinen mußte? Selbst Leas zarte Seele hatte Probleme damit, die Schrecken des Tages zu verarbeiten. Wie sehr mußte da erst ein Kinderherz leiden?
Leise summte Leanora weitere Lieder, anscheinend beruhigte dies Lydia auch ein wenig. Sehr langsam entspannte sich das Mädchen in ihren Armen, und erst da ließ sie ihren Kopf zurücksinken. Lea blieb bei ihr sitzen, um Lydia das Gefühl zu vermitteln, dass sie nicht allein war.
Wem konnte man es verdenken, dass die Kleine weinen mußte? Selbst Leas zarte Seele hatte Probleme damit, die Schrecken des Tages zu verarbeiten. Wie sehr mußte da erst ein Kinderherz leiden?
Leise summte Leanora weitere Lieder, anscheinend beruhigte dies Lydia auch ein wenig. Sehr langsam entspannte sich das Mädchen in ihren Armen, und erst da ließ sie ihren Kopf zurücksinken. Lea blieb bei ihr sitzen, um Lydia das Gefühl zu vermitteln, dass sie nicht allein war.
#1090
Posté 11 octobre 2010 - 09:40
Lydia fühlte sich wieder schwach und lehr . Kraftlos und matt lag sie da , die Tränen liefen ihr die Wangen herunter ohne das sie etwas dagegen hätte tun können .
" Lea ... " begann sie nach einer gefühlten Ewigkeit mit zittriger , bebender Stimme . " Lea .... ihr seid ... ihr seid ein wunderbarer Mensch . Ich ... ich ... ich kann euch nicht genug danken ... ihr seid ... so wundervoll ... "
Unter Aufbietung ihrer letzten Kraft setzte sie sich mühevoll auf . Sie ignorierte den stechenden Schmerz in ihrer Brust und küßte sie . Mit Tränenverschmiertem Gesicht lächelte sie sie an .
"Ich ... kann es euch auf keine andere weise sagen ... "
Dann sank sie zurück in ihre Kissen , traurig und doch überglücklich , das Lea für sie da war und auf sie acht gab .
Sie wurde schnell schläfrig und konnte ihre Augen nurnoch mit Mühe offenhalten .
" Lea ... " begann sie nach einer gefühlten Ewigkeit mit zittriger , bebender Stimme . " Lea .... ihr seid ... ihr seid ein wunderbarer Mensch . Ich ... ich ... ich kann euch nicht genug danken ... ihr seid ... so wundervoll ... "
Unter Aufbietung ihrer letzten Kraft setzte sie sich mühevoll auf . Sie ignorierte den stechenden Schmerz in ihrer Brust und küßte sie . Mit Tränenverschmiertem Gesicht lächelte sie sie an .
"Ich ... kann es euch auf keine andere weise sagen ... "
Dann sank sie zurück in ihre Kissen , traurig und doch überglücklich , das Lea für sie da war und auf sie acht gab .
Sie wurde schnell schläfrig und konnte ihre Augen nurnoch mit Mühe offenhalten .
Modifié par SickOfItAll, 11 octobre 2010 - 10:26 .
#1091
Posté 12 octobre 2010 - 12:21
Rowan sank in einen unruhigen Schlaf. Sie schaffte es kaum, die Ereignisse des Tages zu verdrängen. Zu schmerzvoll waren die Eindrücke und Gedanken, die sie quälten. Zu frisch die Wunden, die gerissen worden waren.
Ein Gesicht tauchte über ihr auf. Zuerst lag es im Schatten doch dann sah sie die grünen Augen, die ihr entgegen blickten. Wie ein Schlag traf es sie als sie sein Lächeln sah. Ein Blick, der vor nicht allzu langer Zeit voller Liebe und Vertrauen gewesen war und nun vor Hass und Abscheu loderte.
Schwere Erde fiel auf sie nieder und raubte ihr den Atem. Eine erdrückende Last legte sich auf ihre Brust. Blut und trockene Erde bahnten sich den Weg in ihren Hals. Ihre Lunge schrie nach Luft, doch nichts drang mehr durch die dunkle Wand, die sich auf sie legte.
Das letzte, was sie sah, waren zwei grüne Augen, in die sie einst so gern geblickt hatte....
Hustend wachte Rowan schlagartig auf und griff sich an den Hals. Tief sog sie den Atem ein und musste wieder husten, weil zu viel Luft dabei in ihre Lungen kam. Der Schweiß stand ihr auf der Stirn als sie sich umschaute. Sie war immer noch in dem Versteck in das sie nach der Befreiung geflohen waren. Um sie herum war es friedlich, doch ihr Herz wollte nicht aufhören, in ihrer Brust zu pochen. Kalter Schweiß lag auf ihrem Körper und ließ sie in der Kühle des Verstecks anfangen zu zittern.
Doch nach und nach drang ein Gefühl in ihr Bewusstsein. Eine Wärme, die sie spürte. Sie schaute zur Seite und blickte in das friedliche Gesicht von Sareth, der neben ihr schlief. Ruhig und gleichmäßig ging sein Atem und auch Rowan fing an, sich zu entspannen. Sie legte sich wieder zurück unter die Decke und rutschte zu dem Krieger heran. Ihr Gesicht vergrub sie an seiner Brust während sie ihre kalten und klammen Finger vor ihrem Bauch verschränkte. Ihr Zittern ließ nach und ihr Herz beruhigte sich allmählich. Eine Träne bahnte sich den Weg über ihre Wange und versank in ihrem Mundwinkel.
Ein Gesicht tauchte über ihr auf. Zuerst lag es im Schatten doch dann sah sie die grünen Augen, die ihr entgegen blickten. Wie ein Schlag traf es sie als sie sein Lächeln sah. Ein Blick, der vor nicht allzu langer Zeit voller Liebe und Vertrauen gewesen war und nun vor Hass und Abscheu loderte.
Schwere Erde fiel auf sie nieder und raubte ihr den Atem. Eine erdrückende Last legte sich auf ihre Brust. Blut und trockene Erde bahnten sich den Weg in ihren Hals. Ihre Lunge schrie nach Luft, doch nichts drang mehr durch die dunkle Wand, die sich auf sie legte.
Das letzte, was sie sah, waren zwei grüne Augen, in die sie einst so gern geblickt hatte....
Hustend wachte Rowan schlagartig auf und griff sich an den Hals. Tief sog sie den Atem ein und musste wieder husten, weil zu viel Luft dabei in ihre Lungen kam. Der Schweiß stand ihr auf der Stirn als sie sich umschaute. Sie war immer noch in dem Versteck in das sie nach der Befreiung geflohen waren. Um sie herum war es friedlich, doch ihr Herz wollte nicht aufhören, in ihrer Brust zu pochen. Kalter Schweiß lag auf ihrem Körper und ließ sie in der Kühle des Verstecks anfangen zu zittern.
Doch nach und nach drang ein Gefühl in ihr Bewusstsein. Eine Wärme, die sie spürte. Sie schaute zur Seite und blickte in das friedliche Gesicht von Sareth, der neben ihr schlief. Ruhig und gleichmäßig ging sein Atem und auch Rowan fing an, sich zu entspannen. Sie legte sich wieder zurück unter die Decke und rutschte zu dem Krieger heran. Ihr Gesicht vergrub sie an seiner Brust während sie ihre kalten und klammen Finger vor ihrem Bauch verschränkte. Ihr Zittern ließ nach und ihr Herz beruhigte sich allmählich. Eine Träne bahnte sich den Weg über ihre Wange und versank in ihrem Mundwinkel.
#1092
Posté 12 octobre 2010 - 04:38
„Sie ist wirklich ein hübsches Ding“, meinte der blondhaarige Mann, während er sich über die Lippen leckte. Seine kalten, blauen Augen musterten Rowans Körper von oben bis unten. „Ich bin überrascht, dass du sie überhaupt gefunden hast, Sareth. Dabei hatte sie ihre Spuren doch so gut verwischt, und dann war trotzdem alles umsonst.“
„Du kennst mich, Bruderherz“, erwiderte Sareth dreckig grinsend. „Es gibt keine Beute, die sich mir auf Dauer entziehen kann.“
„Ja, das stimmt. Und wie ich dich kenne, hast du sie auch bereits flachgelegt, nicht wahr? War es schwierig sie rumzukriegen?“
„Natürlich habe ich sie gevögelt. Was hast du denn gedacht? Das lasse ich mir bei so einem süßen Hasen doch nicht entgehen. Und es war so leicht, sie ins Bett zu kriegen. Ich brauchte ihr nur was von Liebe und dem ganzen Quatsch erzählen, und schon lag sie in meinen Armen. Das war schon fast zu einfach.“
„Ich werde es wohl nicht so leicht haben, was?“
„Das bezweifle ich“, meinte Sareth, als er Rowan die Spitze seines Speeres in den Rücken drückte. Die Frau verspannte sich. Fassungslos hatte sie bis jetzt einfach nur dagestanden und den beiden Männern gelauscht.
‚Was ist hier nur los?’ ging es ihr durch den Kopf. ‚Wer ist dieser Kerl? Und was ist plötzlich mit meinem geliebten Sareth los? Hatte er mich etwa doch getäuscht? Sollte Vernita etwa Recht gehabt haben, mit dem was sie über den Söldner gesagt hatte? Hatte er die ganze Zeit über nur mit mir gespielt?’
Rowan wagte nicht, sich zu bewegen. Nur ein Ruck und Sareth hätte sie aufgespießt. Sie musste warten. Offenbar wollte dieser Kerl vor ihr sie noch vergewaltigen, bevor die beiden sie töteten. Das könnte ihre Chance sein, den Spieß umzudrehen. Sie machte sich auf alles gefasst.
„Ist sie denn wenigstens gut?“
„Nun, lass es mich so sagen“, führte Sareth aus. „Sie ist vielleicht nicht die Königin der Lust, doch was ihr an Erfahrung fehlt, macht sie durch ihre Wildheit wieder mehr als wett. Außerdem ist sie eines der engsten Weiber, die ich je genagelt habe.“
„Das hört man doch gerne.“
„Willst du sie lebend haben, oder ist es dir egal?“
„Du kennst mich, Sareth. Es ist mir völlig gleich. Töte sie ruhig. Nach der Mühe, die du mit ihr hattest, hast du dir das Recht verdient, sie kaltzumachen.“
Rowan erschrak, als sie die Worte des Mannes vor sich vernahm. Doch ehe sie hätte reagieren können, stieß ihr Sareth bereits seinen Speer in den Rücken. Die Waffe durchdrang mit Leichtigkeit ihren Körper und trat unterhalb ihrer Brust wieder aus diesem heraus.
Mit vor Überraschung und Entsetzen weit aufgerissenen Augen starrte die junge Frau auf die blutverschmierte Speerspitze vor ihr, von der ihr Lebenssaft auf den Boden tropfte. Sie spürte, wie sie langsam abdriftete und das Bewusstsein verlor. Die Worte der Männer klangen nur noch hohl und sehr weit entfernt in ihren Ohren.
„Du solltest dich mit ihr beeilen, solange ihr Körper noch warm ist“, lachte Sareth höhnisch.
„Ja, natürlich. Geht gleich los. Und die Belohnung teilen wir wie immer gleichmäßig auf, oder?“
„Aber natürlich, Bruderherz. Wir sind doch ein eingespieltes Team.“
Vernita öffnete ruckartig die Augen. Sie brauchte einen Moment, um sich zu orientieren und sich an das schummrige Licht zu gewöhnen. Doch dann bemerkte sie, dass sie auf einer Liege in ihrem Unterschlupf lag. Offenbar war sie wohl eingeschlafen.
Vor sich sah sie Rowan, die es sich zusammen mit Sareth auf einer Liege bequem gemacht hatte und sich eng an diesen schmiegte. Sofort kam der Elfe ihr Traum in Erinnerung. Oder war es etwa doch eine Vision gewesen? Seit sie zu einem Grauen Wächter geworden war, hatte sie diese des Öfteren. Nur leider fiel es ihr immer sehr schwer, Traum von Vision zu unterscheiden.
Auch wenn sie sich nicht sicher war, so würde sie weiter ein Auge auf Sareth werfen. Sie traute dem Mann nicht über den Weg. Und sie verstand überhaupt nicht, warum Rowan das anscheinend tat, wo diese doch sonst immer so misstrauisch war. Auch Vernita gegenüber. Sollte sich Sareth dazu entschließen, der blonden Frau tatsächlich etwas antun zu wollen, so würde er erschreckt feststellen müssen, dass der Tod manchmal auch eine Erlösung sein konnte. Trotzdem hoffte sie für Rowan, dass es nicht soweit kommen würde.
Dann hörte die Elfe plötzlich Leanoras Gesang. Sie wandte den Blick in diese Richtung und sah, dass die Frau an Lydias Liege hockte und dem Mädchen etwas vorsang. Vernita mochte das Lied nicht, aber der Gesangsstimme Leanoras lauschte sie immer wieder gerne. Doch ihr fiel auch auf, dass in der Stimme der Frau eine leichte Unsicherheit mitschwang. Für so etwas hatte die Elfe ein gutes Ohr. Ihr steckten bestimmt noch die Anstrengung und der Schrecken des Tages in den Knochen.
Vernita warf einen kurzen Blick auf die Kerze neben ihrem improvisierten Bett. Diese war schon recht weit heruntergebrannt, ein Zeichen dafür, dass die Gruppe schon eine ganze Weile in diesem Versteck zugebracht hatte. Draußen müsste es jetzt langsam dunkel werden.
Die Elfe richtete sich langsam auf. Sie schaute sich um, wobei sie bemerkte, dass Miandra wach an einer Mauer gelehnt saß und in den Schein einer Kerze starrte. Vernita rappelte sich auf, bevor sie zu ihr hinüberschlenderte. Mit einem Seufzer ließ sie sich neben der schwarzhaarigen Frau nieder. Dann sah sie diese von der Seite her an, ein leichtes Lächeln auf den Lippen.
„Kannst du nicht schlafen?“ fragte sie besorgt.
„Du kennst mich, Bruderherz“, erwiderte Sareth dreckig grinsend. „Es gibt keine Beute, die sich mir auf Dauer entziehen kann.“
„Ja, das stimmt. Und wie ich dich kenne, hast du sie auch bereits flachgelegt, nicht wahr? War es schwierig sie rumzukriegen?“
„Natürlich habe ich sie gevögelt. Was hast du denn gedacht? Das lasse ich mir bei so einem süßen Hasen doch nicht entgehen. Und es war so leicht, sie ins Bett zu kriegen. Ich brauchte ihr nur was von Liebe und dem ganzen Quatsch erzählen, und schon lag sie in meinen Armen. Das war schon fast zu einfach.“
„Ich werde es wohl nicht so leicht haben, was?“
„Das bezweifle ich“, meinte Sareth, als er Rowan die Spitze seines Speeres in den Rücken drückte. Die Frau verspannte sich. Fassungslos hatte sie bis jetzt einfach nur dagestanden und den beiden Männern gelauscht.
‚Was ist hier nur los?’ ging es ihr durch den Kopf. ‚Wer ist dieser Kerl? Und was ist plötzlich mit meinem geliebten Sareth los? Hatte er mich etwa doch getäuscht? Sollte Vernita etwa Recht gehabt haben, mit dem was sie über den Söldner gesagt hatte? Hatte er die ganze Zeit über nur mit mir gespielt?’
Rowan wagte nicht, sich zu bewegen. Nur ein Ruck und Sareth hätte sie aufgespießt. Sie musste warten. Offenbar wollte dieser Kerl vor ihr sie noch vergewaltigen, bevor die beiden sie töteten. Das könnte ihre Chance sein, den Spieß umzudrehen. Sie machte sich auf alles gefasst.
„Ist sie denn wenigstens gut?“
„Nun, lass es mich so sagen“, führte Sareth aus. „Sie ist vielleicht nicht die Königin der Lust, doch was ihr an Erfahrung fehlt, macht sie durch ihre Wildheit wieder mehr als wett. Außerdem ist sie eines der engsten Weiber, die ich je genagelt habe.“
„Das hört man doch gerne.“
„Willst du sie lebend haben, oder ist es dir egal?“
„Du kennst mich, Sareth. Es ist mir völlig gleich. Töte sie ruhig. Nach der Mühe, die du mit ihr hattest, hast du dir das Recht verdient, sie kaltzumachen.“
Rowan erschrak, als sie die Worte des Mannes vor sich vernahm. Doch ehe sie hätte reagieren können, stieß ihr Sareth bereits seinen Speer in den Rücken. Die Waffe durchdrang mit Leichtigkeit ihren Körper und trat unterhalb ihrer Brust wieder aus diesem heraus.
Mit vor Überraschung und Entsetzen weit aufgerissenen Augen starrte die junge Frau auf die blutverschmierte Speerspitze vor ihr, von der ihr Lebenssaft auf den Boden tropfte. Sie spürte, wie sie langsam abdriftete und das Bewusstsein verlor. Die Worte der Männer klangen nur noch hohl und sehr weit entfernt in ihren Ohren.
„Du solltest dich mit ihr beeilen, solange ihr Körper noch warm ist“, lachte Sareth höhnisch.
„Ja, natürlich. Geht gleich los. Und die Belohnung teilen wir wie immer gleichmäßig auf, oder?“
„Aber natürlich, Bruderherz. Wir sind doch ein eingespieltes Team.“
Vernita öffnete ruckartig die Augen. Sie brauchte einen Moment, um sich zu orientieren und sich an das schummrige Licht zu gewöhnen. Doch dann bemerkte sie, dass sie auf einer Liege in ihrem Unterschlupf lag. Offenbar war sie wohl eingeschlafen.
Vor sich sah sie Rowan, die es sich zusammen mit Sareth auf einer Liege bequem gemacht hatte und sich eng an diesen schmiegte. Sofort kam der Elfe ihr Traum in Erinnerung. Oder war es etwa doch eine Vision gewesen? Seit sie zu einem Grauen Wächter geworden war, hatte sie diese des Öfteren. Nur leider fiel es ihr immer sehr schwer, Traum von Vision zu unterscheiden.
Auch wenn sie sich nicht sicher war, so würde sie weiter ein Auge auf Sareth werfen. Sie traute dem Mann nicht über den Weg. Und sie verstand überhaupt nicht, warum Rowan das anscheinend tat, wo diese doch sonst immer so misstrauisch war. Auch Vernita gegenüber. Sollte sich Sareth dazu entschließen, der blonden Frau tatsächlich etwas antun zu wollen, so würde er erschreckt feststellen müssen, dass der Tod manchmal auch eine Erlösung sein konnte. Trotzdem hoffte sie für Rowan, dass es nicht soweit kommen würde.
Dann hörte die Elfe plötzlich Leanoras Gesang. Sie wandte den Blick in diese Richtung und sah, dass die Frau an Lydias Liege hockte und dem Mädchen etwas vorsang. Vernita mochte das Lied nicht, aber der Gesangsstimme Leanoras lauschte sie immer wieder gerne. Doch ihr fiel auch auf, dass in der Stimme der Frau eine leichte Unsicherheit mitschwang. Für so etwas hatte die Elfe ein gutes Ohr. Ihr steckten bestimmt noch die Anstrengung und der Schrecken des Tages in den Knochen.
Vernita warf einen kurzen Blick auf die Kerze neben ihrem improvisierten Bett. Diese war schon recht weit heruntergebrannt, ein Zeichen dafür, dass die Gruppe schon eine ganze Weile in diesem Versteck zugebracht hatte. Draußen müsste es jetzt langsam dunkel werden.
Die Elfe richtete sich langsam auf. Sie schaute sich um, wobei sie bemerkte, dass Miandra wach an einer Mauer gelehnt saß und in den Schein einer Kerze starrte. Vernita rappelte sich auf, bevor sie zu ihr hinüberschlenderte. Mit einem Seufzer ließ sie sich neben der schwarzhaarigen Frau nieder. Dann sah sie diese von der Seite her an, ein leichtes Lächeln auf den Lippen.
„Kannst du nicht schlafen?“ fragte sie besorgt.
#1093
Posté 12 octobre 2010 - 05:42
Immer wieder beobachtete sie, wie ein neuer Wachstropfen an der Seite der Kerze hinab lief, und diese immer weiter zu schrumpfen schien. Doch eigentlich starrte sie ins Leere, war in verschiedenste Gedanken versunken, verlor das Zeitgefühl. Hätte Miandra sich nicht aufgesetzt, so wäre sie höchstwahrscheinlich eingeschlafen, doch die Haltung hielt sie wach.
Nebenbei bekam sie mit, wie die anderen in verschiedenen Zeitabständen aufwachten. Auch wenn Miandra nur kurz in deren Richtung blickte, so wusste sie, dass wohl jeder von ihnen durch einen Traum geweckt wurde. Das Mädchen, welches den Unterschied von Realität und Traum nicht mehr kannte. Leanora, die scheinbar von diesen eigenartigen Briefen träumte, welche sie zuvor fanatisch durchgegangen war. Rowan, welche die gesamte Zeit über unruhig schlief und es nur eine Frage Zeit war, bis sie davon geweckt werden würde. Vernita, die den Grund gekonnt verbarg..
Sie lauschte dem Lied von Leanora und beobachtete weiterhin die kleine Flamme. Es war kein aufwändiges Lied, aber das musste es auch nicht sein. Wichtig daran war nur, welchen Zweck es erfüllen sollte. Kinder konnte man leicht mit Liedern beruhigen, wie sie gut wusste..
Erst als Vernita sie ansprach, bekam sie wirklich mit, dass sich diese neben sie gesetzt hatte. Miandra blinzelte einige Male. Sie hatte zu lange in das kleine Licht gestarrt, und es dauerte bis sich die Augen an die restliche Dunkelheit dieser Steinhalle gewöhnen konnten.
"Schlafen?", Miandra blickte Vernita kurz verwirrt an, bevor sie die Frage verstand, "Können bestimmt.. wollen.. eher nicht.", erwiderte sie bedrückt mit einem leichten Seufzer und wandte den Blick wieder auf die kleine Flamme.
Nebenbei bekam sie mit, wie die anderen in verschiedenen Zeitabständen aufwachten. Auch wenn Miandra nur kurz in deren Richtung blickte, so wusste sie, dass wohl jeder von ihnen durch einen Traum geweckt wurde. Das Mädchen, welches den Unterschied von Realität und Traum nicht mehr kannte. Leanora, die scheinbar von diesen eigenartigen Briefen träumte, welche sie zuvor fanatisch durchgegangen war. Rowan, welche die gesamte Zeit über unruhig schlief und es nur eine Frage Zeit war, bis sie davon geweckt werden würde. Vernita, die den Grund gekonnt verbarg..
Sie lauschte dem Lied von Leanora und beobachtete weiterhin die kleine Flamme. Es war kein aufwändiges Lied, aber das musste es auch nicht sein. Wichtig daran war nur, welchen Zweck es erfüllen sollte. Kinder konnte man leicht mit Liedern beruhigen, wie sie gut wusste..
Erst als Vernita sie ansprach, bekam sie wirklich mit, dass sich diese neben sie gesetzt hatte. Miandra blinzelte einige Male. Sie hatte zu lange in das kleine Licht gestarrt, und es dauerte bis sich die Augen an die restliche Dunkelheit dieser Steinhalle gewöhnen konnten.
"Schlafen?", Miandra blickte Vernita kurz verwirrt an, bevor sie die Frage verstand, "Können bestimmt.. wollen.. eher nicht.", erwiderte sie bedrückt mit einem leichten Seufzer und wandte den Blick wieder auf die kleine Flamme.
#1094
Posté 12 octobre 2010 - 06:21
„Hast du Angst davor einzuschlafen...und zu träumen? Das kann ich verstehen.“ Vernitas Stimme klang noch besorgter als zuvor. „Mich quälen ebenfalls ständig Alpträume. Trotz alledem muss jeder auch mal schlafen, auch du.“
In ihrem tiefsten Innern konnte die Elfe Miandra verstehen. Sie schlief auch nicht mehr besonders viel. Diese ständigen Träume zerrten allmählich an ihren Nerven. Und nie träumte sie von etwas Schönem. Es ging immer nur um Tod, Verrat und Verderben. So als würde es für sie nichts anderes geben.
„Möchtest du dann wenigstens was essen?“ fragte sie mit einem Lächeln. „Ich könnte auf jeden Fall etwas vertragen und könnte dir was mitbringen.“
In ihrem tiefsten Innern konnte die Elfe Miandra verstehen. Sie schlief auch nicht mehr besonders viel. Diese ständigen Träume zerrten allmählich an ihren Nerven. Und nie träumte sie von etwas Schönem. Es ging immer nur um Tod, Verrat und Verderben. So als würde es für sie nichts anderes geben.
„Möchtest du dann wenigstens was essen?“ fragte sie mit einem Lächeln. „Ich könnte auf jeden Fall etwas vertragen und könnte dir was mitbringen.“
#1095
Posté 12 octobre 2010 - 07:14
Sareth träumte.Doch war sein Traum nicht von schlechter Natur.Es war nicht mal ein wirklicher ein Traum.Eher Erinnerungen.Erinnerungen aus seinen Tagen als Söldner.Erinnerungen die er als Soldat,Leibwächter,Mörder,Brandstifter und als Dieb gemacht hatte.
Aber in allen Erinnerungen war er auch ein Bruder.Ein Bruder der den Seinen nicht retten konnte.
Als die Erinnerungen drohten seinen schlafenden Geist zu übermannen wachte Sareth auf.Er öffnete schlagartig die Augen und durchfuhr damit den Raum vor sich.Er stellte kurz darauf die schummrige Atmosphäre fest und erinnerte sich auch gleich darauf wo er war.Aber an eine Sache erinnerte er sich nicht.Nämlich daran das Rowan so nah bei ihn lag.Als er realisierte,dass sie näher an ihn heran gerückt sein musste,überkam ihm ein Lächeln das sich auf seinen Gesicht breit machte.Er umarmte sie mit seinen freien Arm,drückte sie noch etwas fester an sich ran und küsste ihre Haare.
"Geht es dir besser ?"
Aber in allen Erinnerungen war er auch ein Bruder.Ein Bruder der den Seinen nicht retten konnte.
Als die Erinnerungen drohten seinen schlafenden Geist zu übermannen wachte Sareth auf.Er öffnete schlagartig die Augen und durchfuhr damit den Raum vor sich.Er stellte kurz darauf die schummrige Atmosphäre fest und erinnerte sich auch gleich darauf wo er war.Aber an eine Sache erinnerte er sich nicht.Nämlich daran das Rowan so nah bei ihn lag.Als er realisierte,dass sie näher an ihn heran gerückt sein musste,überkam ihm ein Lächeln das sich auf seinen Gesicht breit machte.Er umarmte sie mit seinen freien Arm,drückte sie noch etwas fester an sich ran und küsste ihre Haare.
"Geht es dir besser ?"
#1096
Posté 12 octobre 2010 - 07:24
Miandra regte sich nicht und starrte weiterhin auf das flimmernde Licht. "Es sind keine guten Träume..", begann sie schließlich mit erschöpfter und bedrückter Stimme, "Ich hatte seit Jahren keine Träume mehr.. ich möchte nicht wieder vergessen was wirklich ist, und was nicht.. wobei ich mir gerade eben nicht einmal mehr so sicher bin, was von all dem was ich gesehen und gespürt habe, der Wirklichkeit entspricht."
Sie seufzte und blickte zu Vernita, "Aber vielleicht ist das auch besser so. Zumindest teilweise..."
Miandra machte eine kurze Pause. Beinahe hätte sie gefragt, was Vernita denn für Träume hatte, verkniff es sich dann doch lieber wieder. Es war wohl nicht der beste Augenblick für irgendwelche Gruselgeschichten, von denen sie noch weniger ein Auge zu bekommen würde.
Nachdenklich nickte sie nur, auf die Frage wegen des Essens. Eigentlich hatte sie keinen Hunger, aber sie wusste, dass ihr Magen völlig leer war, hoffte nur, dass sie daraufhin nicht brechen musste. Seitdem sie das erste Mal in der Zelle Fort Drakons erbrach, hatte sie höllische Magenschmerzen, aber vielleicht war es auch nur ein Hungergefühl, welches sie nicht mehr zu definieren wusste.
Sie seufzte und blickte zu Vernita, "Aber vielleicht ist das auch besser so. Zumindest teilweise..."
Miandra machte eine kurze Pause. Beinahe hätte sie gefragt, was Vernita denn für Träume hatte, verkniff es sich dann doch lieber wieder. Es war wohl nicht der beste Augenblick für irgendwelche Gruselgeschichten, von denen sie noch weniger ein Auge zu bekommen würde.
Nachdenklich nickte sie nur, auf die Frage wegen des Essens. Eigentlich hatte sie keinen Hunger, aber sie wusste, dass ihr Magen völlig leer war, hoffte nur, dass sie daraufhin nicht brechen musste. Seitdem sie das erste Mal in der Zelle Fort Drakons erbrach, hatte sie höllische Magenschmerzen, aber vielleicht war es auch nur ein Hungergefühl, welches sie nicht mehr zu definieren wusste.
Modifié par Kaysallie, 12 octobre 2010 - 07:50 .
#1097
Posté 13 octobre 2010 - 03:30
„Mir fällt es auch manchmal schwer zu erkennen, was Realität ist oder nur ein Traum war. Insbesondere da ich neben meinen Träumen auch Visionen habe. Hat mit meinem Dasein als Grauer Wächter zu tun“, bemerkte Vernita mit einem Lächeln, als sie Miandras Blick sah, den sie als sehr skeptisch einschätzte. „Nur fällt es mir oft sehr schwer zwischen meinen Träumen und meinen Visionen zu unterscheiden. Also verlasse ich mich fast immer auf meinen Instinkt.“
Die Elfe sah der schwarzhaarigen Frau direkt in die Augen, während sich ihr Lächeln verbreiterte. „Aber um dir zu helfen, nimm meine Hand“, fuhr sie weiter fort, wobei sie Miandras Hand in die ihre nahm und diese sanft streichelte. „Fühle sie. Spüre jede ihrer Berührungen. Das ist wahr. Das ist Realität. Ich bin hier, bei dir. Um dir zu helfen und um bei dir zu sein. Damit du nie mehr alleine sein musst. Damit wir beide nie mehr alleine sein müssen. Und immer wenn du nicht mehr weißt, was Wirklichkeit ist und was nicht, dann komm zu mir und nimm meine Hand. Und du bekommst von mir ein Stück Wirklichkeit zurück, für die es sich zu leben lohnt.“
Vernita hob Miandras Hand und hauchte ihr einen Kuss auf die Finger, bevor sie diese wieder sinken ließ.
„So, und nun kümmere ich mich um das Essen. Erwarte aber bitte nicht zuviel. Ich bin keine besonders gute Köchin“, meinte die Elfe grinsend. Dann sprang sie mit einem Satz auf, was sie aber gleich darauf bereute, da sofort ein stechender Schmerz durch ihren Rücken fuhr, der sie zusammenzucken ließ.
„Ahh, verdammt!“ fluchte sie. „Ich sollte nicht dauernd vergessen, dass ich noch nicht wieder voll einsatzfähig bin! So eine Scheiße aber auch! Bin gleich wieder da.“
Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte Vernita zu den Vorratssäcken in der Ecke ihres Unterschlupfes. Erst als sie dort angekommen war, hatte das Pochen in ihrem Rücken etwas nachgelassen. Sie kramte in den Säcken herum, bis sie etwas Gemüse gefunden hatte, mit dem sie eine einfache Suppe zubereiten wollte. Sie fand auch Brot, welches sie Miandra dazu kredenzen wollte.
Mit dem Holz, welches ihnen der Schmied zur Verfügung gestellt hatte, machte sie ein kleines Feuerchen. Dabei war sie überrascht, wie gut der Abzug des dabei entstehenden Qualms in diesen Katakomben funktionierte. Sie füllte einen Kessel mit Wasser, den sie mit einem Kochgestell über das Feuer hing. Anschließend fing sie an, dass Gemüse klein zu schneiden und in den Kessel zu werfen. Mit einigen Gewürzen verfeinerte sie das Ganze, wobei sie diese aber sehr sparsam einsetzte, da sie Miandras Magen nichts zu schweres oder zu scharfes zumuten wollte. Und während sie das tat und die Suppe mit dem Kochlöffel umrührte, summte sie das Lied, welches Leanora der schwarzhaarigen Frau in der Folterkammer vorgesungen hatte. Dabei bekamen ihre Augen einen leicht verträumten Ausdruck.
Die Elfe sah der schwarzhaarigen Frau direkt in die Augen, während sich ihr Lächeln verbreiterte. „Aber um dir zu helfen, nimm meine Hand“, fuhr sie weiter fort, wobei sie Miandras Hand in die ihre nahm und diese sanft streichelte. „Fühle sie. Spüre jede ihrer Berührungen. Das ist wahr. Das ist Realität. Ich bin hier, bei dir. Um dir zu helfen und um bei dir zu sein. Damit du nie mehr alleine sein musst. Damit wir beide nie mehr alleine sein müssen. Und immer wenn du nicht mehr weißt, was Wirklichkeit ist und was nicht, dann komm zu mir und nimm meine Hand. Und du bekommst von mir ein Stück Wirklichkeit zurück, für die es sich zu leben lohnt.“
Vernita hob Miandras Hand und hauchte ihr einen Kuss auf die Finger, bevor sie diese wieder sinken ließ.
„So, und nun kümmere ich mich um das Essen. Erwarte aber bitte nicht zuviel. Ich bin keine besonders gute Köchin“, meinte die Elfe grinsend. Dann sprang sie mit einem Satz auf, was sie aber gleich darauf bereute, da sofort ein stechender Schmerz durch ihren Rücken fuhr, der sie zusammenzucken ließ.
„Ahh, verdammt!“ fluchte sie. „Ich sollte nicht dauernd vergessen, dass ich noch nicht wieder voll einsatzfähig bin! So eine Scheiße aber auch! Bin gleich wieder da.“
Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte Vernita zu den Vorratssäcken in der Ecke ihres Unterschlupfes. Erst als sie dort angekommen war, hatte das Pochen in ihrem Rücken etwas nachgelassen. Sie kramte in den Säcken herum, bis sie etwas Gemüse gefunden hatte, mit dem sie eine einfache Suppe zubereiten wollte. Sie fand auch Brot, welches sie Miandra dazu kredenzen wollte.
Mit dem Holz, welches ihnen der Schmied zur Verfügung gestellt hatte, machte sie ein kleines Feuerchen. Dabei war sie überrascht, wie gut der Abzug des dabei entstehenden Qualms in diesen Katakomben funktionierte. Sie füllte einen Kessel mit Wasser, den sie mit einem Kochgestell über das Feuer hing. Anschließend fing sie an, dass Gemüse klein zu schneiden und in den Kessel zu werfen. Mit einigen Gewürzen verfeinerte sie das Ganze, wobei sie diese aber sehr sparsam einsetzte, da sie Miandras Magen nichts zu schweres oder zu scharfes zumuten wollte. Und während sie das tat und die Suppe mit dem Kochlöffel umrührte, summte sie das Lied, welches Leanora der schwarzhaarigen Frau in der Folterkammer vorgesungen hatte. Dabei bekamen ihre Augen einen leicht verträumten Ausdruck.
#1098
Posté 13 octobre 2010 - 06:16
Miandras Blick wechselte mehrmals zwischen Vernita und deren Hand. Sie spürte die sanfte Berührung, doch diese war ihr definitiv zu real. Unmerkbar hielt sie für einen Moment die Luft an, und merkte, dass sie sich verkrampfte, wusste aber eigentlich nicht recht wieso. Vielleicht weil sie leichte Berührungsängste aufgrund verschiedenster Erinnerungen hatte, und sich mit all diesen Verletzungen ziemlich wehrlos fühlte. Wehrlos… sie hatte sich vorgenommen das nie wieder zu sein. Vielleicht aber auch weil sie einfach noch nie in einer solchen Situation war, und nicht damit umzugehen wusste. Noch nie wurde sie so berührt, wie gerade eben, aber sie hatte keine Ahnung was sie davon halten sollte, ob es gut oder schlecht war.
Vernita meinte sie würde ihr helfen und für sie da sein. Eigentlich wusste sie das bereits, aber es wollte wohl nicht so recht in ihren Schädel rein. Zu sehr hatte sie sich schon daran gewöhnt, immer auf sich alleine gestellt zu sein, um sich nun plötzlich mit anderen Ansichten anfreunden zu können. An das Gefühl der Einsamkeit war sie bereits so lange gebunden, dass sie es schon als normal ansah und nichts anderes mehr in Erwägung zog.
Der fluchende Aufschrei von Vernita, ließ sie aus ihrer scheinbaren Starre reißen. Sie erschrak regelrecht, und fluchte kurz daraufhin ebenfalls schmerzvoll Unverständliches vor sich hin, da ihr ganzer Körper schmerzend zu ziehen schien.
Nachdem sich die Schmerzen etwas gemindert hatten, lehnte sie sich wieder seitlich an die Wand, und beobachtete mit müden Augen das Geschehen.
Vernita meinte sie würde ihr helfen und für sie da sein. Eigentlich wusste sie das bereits, aber es wollte wohl nicht so recht in ihren Schädel rein. Zu sehr hatte sie sich schon daran gewöhnt, immer auf sich alleine gestellt zu sein, um sich nun plötzlich mit anderen Ansichten anfreunden zu können. An das Gefühl der Einsamkeit war sie bereits so lange gebunden, dass sie es schon als normal ansah und nichts anderes mehr in Erwägung zog.
Der fluchende Aufschrei von Vernita, ließ sie aus ihrer scheinbaren Starre reißen. Sie erschrak regelrecht, und fluchte kurz daraufhin ebenfalls schmerzvoll Unverständliches vor sich hin, da ihr ganzer Körper schmerzend zu ziehen schien.
Nachdem sich die Schmerzen etwas gemindert hatten, lehnte sie sich wieder seitlich an die Wand, und beobachtete mit müden Augen das Geschehen.
#1099
Posté 13 octobre 2010 - 06:53
Nach dem Traum konnte Rowan nicht mehr einschlafen. Sie lag auf der Seite zusammen gekauert, mit dem Gesicht an Sareths Brust. Ihre Augen waren geöffnet und starrten auf sein Hemd. Nach nicht allzu langer Zeit erwachte der Krieger.
„Es geht schon besser. Ich brauch noch ein bisschen Ruhe, dann werde ich bald wieder auf den Beinen sein, denke ich.“
Sie genoss seine Umarmung und schloss ihre Augen.
„Wie geht es dir? Du bist nicht verletzt, oder?“
Sie hatte ihm diese Frage schon einmal gestellt, erinnerte sie sich. Doch sie wollte sicher gehen, dass es ihm gut ging.
Plötzlich tauchte das fröhliche Gesicht von Hennrik wieder vor ihren Augen auf. Ein kurzes Schütteln durchlief ihren Körper. Wie konnte ihr dieser Fehler, der den Magier das Leben gekostet hatte, je vergeben werden? Die Müdigkeit und die Schwäche brachen Rowans Selbstbeherrschung und Tränen liefen ihre Wangen hinab. Schluchzer suchten sich ihren Weg aus ihrem Hals und brachten sie zum zittern. Mit den Händen klammerte sie sich an Sareth und suchte Trost.
„Es geht schon besser. Ich brauch noch ein bisschen Ruhe, dann werde ich bald wieder auf den Beinen sein, denke ich.“
Sie genoss seine Umarmung und schloss ihre Augen.
„Wie geht es dir? Du bist nicht verletzt, oder?“
Sie hatte ihm diese Frage schon einmal gestellt, erinnerte sie sich. Doch sie wollte sicher gehen, dass es ihm gut ging.
Plötzlich tauchte das fröhliche Gesicht von Hennrik wieder vor ihren Augen auf. Ein kurzes Schütteln durchlief ihren Körper. Wie konnte ihr dieser Fehler, der den Magier das Leben gekostet hatte, je vergeben werden? Die Müdigkeit und die Schwäche brachen Rowans Selbstbeherrschung und Tränen liefen ihre Wangen hinab. Schluchzer suchten sich ihren Weg aus ihrem Hals und brachten sie zum zittern. Mit den Händen klammerte sie sich an Sareth und suchte Trost.
#1100
Posté 13 octobre 2010 - 07:08
Sareth war über Rowans Worte froh.Ihr ging es besser.
"Nein.Ich bin nicht verletzt.Aber mein Stolz.Ich habe gesagt,dass ich auf dich aufpassen werde.Doch das konnte ich nicht."
Er machte eine kurze Pause und atmete dann erleichtert auf.
"Aber nun geht es dir ja besser und das stimmt mich froh."
Auf einmal spürte er wie Rowan zitterte.Er drückte sie an sich und sah sie fragend an.
"Was hast du ? Kann ich was für dich tun?"
"Nein.Ich bin nicht verletzt.Aber mein Stolz.Ich habe gesagt,dass ich auf dich aufpassen werde.Doch das konnte ich nicht."
Er machte eine kurze Pause und atmete dann erleichtert auf.
"Aber nun geht es dir ja besser und das stimmt mich froh."
Auf einmal spürte er wie Rowan zitterte.Er drückte sie an sich und sah sie fragend an.
"Was hast du ? Kann ich was für dich tun?"





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