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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#1101
viento2

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Rowans Körper wurde vom Weinen geschüttelt und sie konnte kaum sprechen.

„Ich......ich.....hab einen.....Fehler gemacht....und....Hennrik musste dafür......mit dem.....Leben....bezahlen...“

Ihre Finger krampften sich um sein Hemd und sie zog sich näher an ihn.

Modifié par viento2, 14 octobre 2010 - 03:31 .


#1102
starbroker1988

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"Ein jeder wusste um die Gefahren und hat die Konsequenzen in Kauf genommen.Genaus wie ein jeder Fehler macht......so wie ich."

Sein Blick wurde etwas traurig und irrte im Raum umher.

"Doch trifft dich keine Schuld.Vielmehr liegt die Schuld bei denen die unsere Gefährten eingesperrt hatten oder bei dem der die Falle platziert hat.Aber nicht bei dir."

Er streichelte ihr durchs Haar und wischte ihr ein paar Tränen aus dem Gesicht.

"Ich werde keine Fehler mehr machen.Jetzt habe ich ja dich an meiner Seite und das wird sich nicht mehr ändern."




#1103
viento2

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Rowan räusperte sich und sah dem Krieger fest in die Augen.

„Wenn ich einen Fehler mache, dann sollte ich selber die Konsequenzen davon tragen und nicht ein anderer.“

Sie senkte den Blick wieder und drehte ihren Kopf weg von Sareth.

„Ich sollte jetzt da unten liegen, nicht Hennrik!“

Das hatte er nicht verdient. Er war der unbeschwerteste und fröhlichste aus der ganzen Gruppe gewesen. Und als Magier aufgrund seiner Fähigkeiten auch wichtiger als sie selber.

#1104
starbroker1988

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Sareth sah ein das er jetzt nicht viel sagen konnte um Rowan aufzuheitern.Stattdessen umarmte er sie ganz fest und drückte sie an sich.

"Ich bin für dich da wenn du etwas brauchst."

#1105
viento2

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Rowan weinte eine Weile an seiner Brust, bis ihre Tränen nach und nach verebbten. Sie fühlte sich leer und unendlich müde.

Erschöpft sank sie schließlich in einen traumlosen Schlaf.

#1106
Aliens Crew

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Vernitas Suppe brauchte nicht lange, um aufzukochen. Die Elfe nahm einen Holzlöffel zur Hand, um ihr Mahl zu probieren, wobei sie erst einmal kräftig pusten musste, da es sehr heiß geworden war. Sie ließ die Suppe langsam über ihre Zunge gleiten, während sie nachdenklich das Gesicht verzog. Die Suppe schmeckte…passabel, zumindest für ihre ziemlich geringen Ansprüche. Sie hoffte, dass sie Miandra munden würde. Die Meinung der anderen darüber war ihr völlig egal. Wenn sie etwas an Vernitas Kochkünsten auszusetzen hatten, dann sollten sie es gefälligst selber besser machen.
 
Die Elfe füllte zwei Tonschälchen mit der Suppe, in die sie jeweils noch einen kleinen Holzlöffel legte. Dann griff sie sich noch einen Laib Weißbrot, welchen sie quer über den beiden Schälchen platzierte. Anschließend nahm sie diese in ihre Hände und stand auf. Langsam ging sie damit zu Miandras Liege hinüber, um nichts von der Suppe zu verschütten.
 
„Ich habe ein wenig Suppe gekocht, falls Ihr Hunger haben solltet“; meinte sie im Vorbeigehen zu Leanora, ohne diese anzusehen. Die Frau saß nach wie vor neben Lydia auf deren Liege. „Es ist zwar nicht viel, aber es ist heiß.“
 
Sie ging weiter, wobei ihr Blick auf Sareth und Rowan fiel, welche sich gegenseitig umarmten. Bei diesem Anblick schüttelte sie nur leicht den Kopf. Es wollte einfach nicht in ihren Schädel, weshalb die blonde Frau diesem Söldner so leichtfertig vertraute. Vernita würde das mit Sicherheit nicht tun und diesen Kerl genau im Auge behalten. Doch ihr war auch klar, dass sie Rowan die Sache nicht ausreden konnte. Dafür war die blonde Frau viel zu stur. So konnte sie nur hoffen, dass sie sich irrte und dass für Rowan alles gut werden würde. Oder aber sie würde sich Sareths Kopf holen, falls er sich tatsächlich als ein Verräter entpuppen sollte.
 
„Ihr könnt euch auch ruhig auch was von meiner Suppe greifen, wenn ihr wollt. Es ist genug für alle da“; bemerkte sie noch zu den beiden gewandt, bevor sie sich umdrehte und zu Miandras Liege weiterging. Dort angekommen setzte sie sich gleich neben die schwarzhaarige Frau.
 
„Hier, bitte“, sagte sie mit einem Lächeln, wobei sie eine der Tonschälchen Miandra übergab. Ihr eigenes stellte sie einen Moment zur Seite, bevor sie das Weißbrot entzwei riss. Die Hälfte davon reichte sie an die schwarzhaarige Frau weiter. „Und das kannst du in die Suppe stippen. Wird dir sicher gut tun.“
 
Dann nahm sich Vernita ihr Schälchen wieder zur Hand. Eine zeitlang saß sie schweigend neben Miandra, während sie ihre Suppe schlürfte und das Brot dazu aß.
 
„Ich hoffe, die Suppe schmeckt dir, zumindest ein wenig“; brach die Elfe dann das Schweigen. „Ich bin keine besonders gute Köchin, aber für mich hat es immer gereicht…ach verdammt, was rede ich hier eigentlich für einen Scheiß!“
 
Sie ließ ihren Löffel in das Schälchen fallen, welches sie etwa zur Hälfte geleert hatte, wodurch ein Teil der Suppe über dessen Rand spritzte. „Du hast Qualen durchlebt, die sich niemand auch nur im Traum vorstellen kann, und ich quatsche hier nur wie ein Idiot über meine miserablen Kochkünste. Wenn ich nur wüsste, wie ich dir helfen kann…“
 
Resigniert fasste sie sich an den Kopf und rieb ihre Stirn, während sie ausdruckslos auf den Boden starrte.
 

#1107
Kaysallie

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Miandra beobachtete Sareth und Rowan, doch da sie sich bei dem Anblick irgendwie ekelte, schloss sie die Augen und versuchte an gar nichts zu denken - was ihr aufgrund der Müdigkeit sogar ziemlich leicht fiel. Beinahe wäre sie im Sitzen an die Wand gelehnt eingeschlafen, doch als Vernita sie ansprach und ihr die Schale mit der Suppe entgegenstreckte wurde sie wieder etwas wach gerüttelt.

Sie nahm das Essen entgegen und starrte einige Zeit gedankenverloren in die Suppe. Sie spürte den Wasserdampf in ihrem Gesicht, atmete den Geruch des Essens ein, und spürte nun endlich ein leichtes Gefühl von Hunger – zwar gemischt mit etwas Übelkeit, aber das lag wohl daran, dass sie schon so lange nichts mehr gegessen hatte. Erst als Vernita über ihre Kochkünste zu sprechen begann, tunkte sie das Brot in das heiße Gebräu und führte es mit leicht zittrigen Händen zu ihrem Mund. Es schmeckte nicht schlecht, nur etwas langweilig, aber sie erwartete auch nichts Außergewöhnliches, schließlich wäre das etwas übernommen gewesen. Aber der Geschmack war ohnehin nicht wichtig, es war warm und würde den Magen füllen.

Als Vernita plötzlich den Tonfall mitten im Satz wechselte und zu fluchen begann, zuckte sie zusammen und verschüttete beinahe etwas von der Suppe.

„Worüber möchtet Ihr denn sonst sprechen?“, erwiderte sie schließlich mit einem Seufzer, „Darüber, dass ich jedes Mal wenn ich meine Augen schließe, dieses Schwein vor mir sehe? Darüber, dass ich in meinen Träumen seine Stimme höre, und die Schläge spüre? Darüber, dass ich lieber tot wäre, da ich all diese Gedanken und Schmerzen nicht mehr aushalte, aber es nicht sein darf, da ich nicht möchte, dass meiner Tochter irgendwann etwas Ähnliches passiert?“

Sie hielt einen Moment inne, „Wenn Ihr mir wirklich helfen wollt, dann redet einfach weiterhin über Eure miserablen Kochkünste.“

Ausdrucklos tunkte sie erneut das Brot zittrig in die Suppe und biss davon ab. „Es ist besser als es zu Beginn in der Taverne war, also kann es gar nicht so miserabel sein…“, fügte sie mit einem leichten Grinsen, noch das Brot kauend, hinzu.


#1108
Bellandyrs

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Lea war zwar leicht irritiert, als Lydia ihr einen Schmatz gab, aber sie lächelte dabei. Schließlich wurde das Mädchen schläfrig und kuschelte sich wieder in ihre Decke, dabei Leas Hand haltend.

Vernita stand zwischenzeitlich auf und betätigte sich als Köchin, worüber Lea sehr dankbar war. Sie hatte gar nicht daran gedacht, für die anderen eine Mahlzeit zu kochen. Ihr hatte das Obst gereicht, aber nun merkte sie doch, dass ihr ein Schälchen Suppe wohl gut tun würde. Weniger um den Hunger zu stillen, sondern um sie zu wärmen. Ihr war eigentlich furchtbar kalt. Hatte sie sich am Ende doch noch erkältet, als sie vorhin durch den Regen rannte?

Vorsichtig verließ sie Lydias Liege und holte sich etwas von der Suppe, sowie ein Stück Brot. Sie verbrannte sich beinah den Gaumen an einem Stück Karotte und schnappte nach Luft. Aber letzlich entwich ihr doch ein genieserischer Seufzer. Endlich etwas warmes im Magen, vielleicht konnte sie ja danach endlich schlafen, ohne von den Schrecken des Tages eingeholt zu werden.

"Vielen Dank Vernita, es schmeckt sogar recht gut! Ihr stellt Euer Licht hier unter den Scheffel, die Bohnen damals in der Taverne waren da um einiges schlimmer" sagte sie in die Richtung, in der die Elfe und Miandra sassen.

Modifié par Bellandyrs, 14 octobre 2010 - 06:53 .


#1109
Aliens Crew

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„Du hast recht. Ich sollte nicht…ach, ich weiß auch nicht“, entgegnete die Elfe missmutig. „Es ist nur so, dass ich genau weiß, was du jetzt durchmachst und wie es in dir aussieht. Ich habe es doch selbst am eigenen Leib erfahren. All die Schmerzen, die Demütigungen und den Wunsch, dass dies alles nur noch vorbeigehen sollte. Egal wie. Aber das Schlimmste daran war die Einsamkeit. Niemanden zu haben, mit dem darüber reden und dem man sich anvertrauen konnte. Nicht einmal dem Grauen Wächter, der mich davor bewahrt hatte, vor dem Haus meiner Eltern aufgeknüpft zu werden, kümmerte es, wie es mir ging. Er interessierte sich nur für meine Fähigkeiten im Kampf, sowie für meinen Einfallsreichtum, mit dem ich aus dem Knast geflohen bin. Für ihn war ich nur ein Werkzeug.“
 
Die Elfe wandte den Kopf und sah Miandra direkt ins Gesicht. „So blieb mir nur mein unbändiger Hass. Hass auf die herrschende Klasse, Hass auf alle Männer und sogar Hass auf alle Menschen. Schon seltsam, dass jemand wie ich, der so voller Hass auf alles und jeden in dieser Welt war, eben genau diese Welt vor der drohenden Vernichtung bewahrt hat, nicht?“
 
Über Vernitas Gesicht huschte ein zynisches Lächeln, bevor sie wieder ernst wurde. „Doch dieser Hass frisst einen auf. Stück für Stück. Jeden Tag ein bisschen mehr, bis nichts mehr von einem übrig bleibt. Es ist der sichere Weg zur Selbstzerstörung. Ich habe nicht vor, diesen Weg weiter zu gehen. Und ich werde alles daran setzen, dass auch du diesen Weg nicht gehen wirst.“
 
Die Elfe wandte kurz den Kopf in Leanoras Richtung, als diese sie bezüglich des Essens ansprach. „Danke. Aber seid froh, dass Ihr nie das essen musstet, was ich zusammengebraut habe, als ich mit dem Kochen angefangen habe. Dagegen war die Bohnensuppe des Tavernenwirtes ein wahrer Gaumenschmaus.“
 
Vernita lachte kurz, bevor sie ganz auf die Liege rutschte und sich neben Miandra an die Wand lehnte, die ihren verschwitzten Rücken kühlte. Dann nahm sie ihr Schälchen wieder zur Hand und aß weiter.
 
„Wenn du also mit mir über das, was passiert ist, reden möchtest, so habe ich immer ein offenes Ohr für dich“, meinte sie nach einer kurzen Weile zu der schwarzhaarigen Frau gewandt. „Oder wir unterhalten uns weiter über meine kalt gewordene Suppe, die zudem wie eingeschlafene Füße schmeckt. Das mit der Würzerei werde ich wohl nie auf die Reihe kriegen.“
 
Die Elfe wandte bei ihren Worten den Kopf in Miandras Richtung und grinste sie schief an.
 

#1110
Kaysallie

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Schweigend und regungslos starrte sie weiterhin in die Schale mit der Suppe, aß jedoch nicht weiter, ihr war der Appetit irgendwie vergangen. Die kühle Mauer ließ zwar ihr Fieber sinken, aber ihr war dennoch ungewöhnlich heiß, aber immerhin drehte sich nicht mehr alles. Oder lag das nur daran, dass sie die gesamte Zeit regungslos da saß?

"Hört auf damit, mich mit Euch zu vergleichen.", sagte sie nach einer Weile mit schwacher Stimme, weiter in die Schale starrend, was sie irgendwie teilnahmslos erscheinen ließ.

"Ich verspüre keinen Hass. Ich fühle gar nichts. Keine Wut, keine Einsamkeit, nur unendliche Leere mit einem Funken von Angst, davor, dass mich diese komplett verschlucken könnte, und ich mein Ziel... noch einmal aufgebe..."

Sie schluckte und stellte die Schale ungeschickt zur Seite, "Und ich möchte nicht darüber reden.. was soll das für einen Sinn haben... das ändert doch auch nichts daran..."

Miandra verzog das Gesicht schmerzhaft, als sie sich versuchte etwas bequemer hinzusetzen, und starrte anschließend einige Sekunden gerade aus. Ihre Atmung hatte sich merkbar beschleunigt, und ihr war immer noch so extrem heiß. Sie spürte wie sich immer mehr Speichel in ihrem Mund anzusammeln schien. Nur einen Augenblick später, kippte sie zur Seite und übergab sich.

Außer den zwei Bissen des Brotes, des Wassers und der Magensäure, die ihr den gesamten Rachen zu verätzen schien, erbrach sie nichts, doch der Brechreiz nagte an ihrer wenigen Kraft, ließ ihren Körper erzittern und sie nachträglich stark husten.


#1111
Bellandyrs

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Lea hatte ihre Suppe bereits ausgelöffelt, als Miandra die ihrige wieder hergab. Das würgen der Frau verursachte Leanora selber Übelkeit, aber sie biss die Zähne zusammen, stand auf und suchte nach Lappen und einem Eimer. Als sie die Teile gefunden hatte, ging sie zu Miandra und sah sie besorgt an.

"Achje Ihr Ärmste. Ich denke, Kamillentee wäre wohl eher etwas für Euren geschundenen Magen. Ich werde mich erkundigen ob der Schmied frische Kamillenblüten hat."
Schnell beseitigte sie das Malheur, und brachte den Eimer samt Lappen mit spitzen Fingern in die letzte Ecke, weit genug entfernt, um nicht zu stören. Dann kehrte sie zu Miandra zurück und stand mehr oder weniger hilflos neben ihr. Wenn sie ihr nur helfen könnte!
Vorsichtig legte sie ihre Hand auf Miandras Stirn. Diese war noch immer viel zu heiß, also ging Lea nochmal zurück zum Waschzuber, tauchte einen Stoff-Fetzen ins kalte Wasser und reichte ihn Miandra.
"Hier, vielleicht kühlt es die Stirn etwas. Ihr solltet versuchen, ein wenig zu schlafen. Vielleicht beruhigt sich Euer Magen dann auch wieder ein wenig. Gute Nacht, Miandra."

Aufseufzend ging sie zurück zu ihrer Liegestatt. Das würde noch eine unruhige Nacht werden. Aber immerhin lenkte sie dies alles von ihren Grübeleien ab. Sie kuschelte sich wieder in ihre Decke und schloß die Augen. Dass sie dabei Tjark vor sich sah konnte sie nicht verhindern.

Modifié par Bellandyrs, 15 octobre 2010 - 06:32 .


#1112
Aliens Crew

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Vernita schreckte auf, als Miandra zu brechen anfing. Sie verschluckte sich sogar an ihrer Suppe, wobei ihr die Schale aus der Hand auf ihre Beine fiel. Zum Glück war die Suppe inzwischen kalt geworden. Nur musste sie kurz husten, bevor sie sich wieder im Griff hatte.
 
Sie rutschte zu der schwarzhaarigen Frau hinüber und holte schon mit der Hand aus, um dieser beruhigend auf den Rücken zu klopfen. Doch bevor es dazu kam, hielt sie inne, da ihr plötzlich bewusst wurde, wie es um diesen bestellt war. Da kam auch schon Leanora mit einem Eimer angerannt und murmelte etwas von Kamillenblütentee. Das wäre doch was.
 
„Bin gleich wieder da!“ rief die Elfe voller Tatendrang und sprang auf. Den Schmerz, der deshalb durch ihren Rücken fuhr, ignorierte sie schlicht und ergreifend. Schnellen Schrittes ging sie zum Ausgang und verließ gleich darauf das Versteck. Sie eilte die Treppe hinauf und suchte in der darüber liegenden Wohnung nach dem Schmied. In der Küche, die wohl auch als sein Esszimmer diente, fand sie ihn schließlich. Er saß an dem großen Tisch und aß etwas.
 
„Habt Ihr Kamillenblüten da, aus denen ich einen Tee kochen kann? Eine meiner Gefährtinnen geht es nicht besonders“, fragte sie den Mann, der die halbnackte Elfe wieder völlig fassungslos anstarrte. Diese sah in etwas genervt an, als er nicht sogleich antwortete. „Und? Habt Ihr jetzt welche oder nicht?“
 
„Ja, ja, einen Moment“, stotterte dieser und stand auf. Er ging zu seinem Küchenschrank, öffnete diesen und suchte darin herum. Nach kurzer Zeit zog er einen ledernen Beutel heraus, den er Vernita übergab. „Hier, bitte.“
 
„Danke“, erwiderte die Elfe grinsend. Sie wollte sich gerade umdrehen und gehen, hielt aber noch für einen Moment inne. „Soll ich mir das nächste mal lieber was überziehen, damit Eure Kinnlade nicht wieder auf den Boden knallt, wenn ich mit Euch spreche?“
 
Der Schmied sagte nichts darauf, doch sein Kopf wurde knallrot, während er sich umdrehte und zu seinem Tisch zurückging. Vernita lachte auf, bevor sie sich wieder auf den Weg in den Keller machte.
 
Dort angekommen schnappte sie sich einen kleinen Kessel, tat einige der Blüten hinein und füllte ihn mit Wasser. Anschließend hängte sie das Gefäß über die Feuerstelle, damit sich das Wasser erhitzen konnte. Nun machte sich die Elfe auf den Weg zu Miandra. Ein Blick zeigte ihr, dass sich Leanora bereits wieder hingelegt hatte. Neben der schwarzhaarige Frau ging Vernita in die Hocke.
 
„Ich hoffe, das lag jetzt nicht an meiner Kochkunst“, grinste sie die Frau an. „Ich mache dir gerade einen Tee. Er wird dir sicher gut tun.“
 
 

#1113
Kaysallie

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Keinen einzigen Millimeter wollte sich Miandra mehr bewegen. Die schnelle Bewegung, der Brech- und anschließende Hustenreitz ließen all die Wunden schmerzhaft zusammenziehen. Die Kehle brannte, der bittere Geschmack der Magensäure wollte nicht aus ihrem Mund und der Nase verschwinden. Das feuchte Tuch, welches ihr Leanora auf die Stirn gelegt hatte, war zwar angenehm, aber nichts desto trotz, benutzte sie es stattdessen unbeholfen, um sich den Mund ab- und teilweise auszuwischen. Der Geschmack war einfach unerträglich, ebenso wie das Gefühl auf andere angewiesen zu sein. Wie sehr sie doch diese Unselbstständigkeit hasste.

Anschließend blieb sie einfach seitlich liegen und starrte erschöpft, noch immer zitternd, geradeaus. So miserabel wie in jenem Moment fühlte sie sich wohl erst ein Mal, und das war als man sie direkt nach der Folter zurück in die Zelle warf. Ihr war kalt und heiß gleichzeitig, alles drehte sich, schmerzte, brannte, pochte. Am liebsten wäre sie auf der Stelle tot gewesen. Sie wollte nicht mehr. War es das denn überhaupt wert?

Unermessliche Müdigkeit überkam sie, aber sie hielt die Augen krampfhaft offen, wollte noch immer nicht schlafen.. aber was würde es ändern? War die Realität denn wirklich angenehmer, als diese grässlichen Albträume?

Mit leicht glasigen Augen blickte sie zu Vernita, die sich neben sie gehockt hatte. Sie bezweifelte, dass der Tee etwas bringen würde, war aber auch nicht in der Verfassung dagegen zu protestieren.

"Ich wünschte es würde daran liegen..", brachte sie mit kratziger schwacher Stimme hervor, gefolgt von einem leichten Hustanfall.

Modifié par Kaysallie, 15 octobre 2010 - 09:28 .


#1114
SickOfItAll

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Lydia fühlte sich - trotz ihrer ab und an aufflammenden Schmerzen in der Brust , wenn sie sich bewegte - wohl und behütet . Eine bhagliche Wärme durchströmte ihren Körper und ihre Sinne drifteten langsam gen Schlaf . Sie dachte nach . Und sie stellte fest , ihr fehlte etwas .
Musik . Sie hatte schon lange nichtmehr gespielt . Genaugenommen , seit sie die Taverne verlassen hatten , doch ihr kam es wie eine endlose Ewigkeit vor .
" Gibt es hier in greifbarer Nähe eine Laute oder Flöte oder änliches ? " Fragte sie leise in den Raum . Sie wollte die Stimmung etwas heben , auch wenn ihr die Brust schmerzte . Doch der Schmerz würde auch irgendwann wieder vergehen . Nur wann ?!
" Wenn diese ... Schmerzen nicht wären ... ! " stöhnte sie , als sie sich etwas drehte und ihre Brust wieder in Höllenflammen aufging .

Modifié par SickOfItAll, 15 octobre 2010 - 10:08 .


#1115
Aliens Crew

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„Ja, das wünschte ich mir auch“, hauchte Vernita kaum hörbar, bevor sie einen Moment nachdenklich schwieg. „Ich sehe mal nach dem Tee.“
 
Die Elfe stand auf und ging zu ihrem Feuer zurück Ihr fiel auf, dass das Wasser bereits kochte. Sie nahm den Kessel von der Verankerung, bevor sie ihn auf drei auf dem Boden platzierte Holzklötzchen stellte, wo der Tee noch etwas ziehen konnte. In der Zwischenzeit suchte sie nach einer Tasse für Miandra.
 
Da stammelte Lydia etwas von einer Laute. Sie musste wohl im Fieberwahn sein, denn sonst würde sie in ihrem Zustand nicht solch einen Blödsinn von sich geben. Sie musste erst einmal gesund werden, bevor sie auch nur daran denken konnte, irgendwelche Instrumente zu spielen. Und solange sie in diesem Kellerloch hausten und sich verstecken mussten, würde Vernita etwas derartiges sowieso nicht zulassen. Dazu war das Risiko entdeckt zu werden einfach zu groß.
 
Widerwillig hielt sie auch nach einer zweiten Tasse Ausschau, welche sie auch gleich darauf fand. Sie füllte beide Gefäße mit ihrem selbst gebrauten Tee und ging damit zuerst zu Lydia.
 
„Hier, nimm das und trink! Aber pass auf! Es ist heiß!“ meinte sie fordernd, während sie dem Mädchen die Tasse in die Hand drückte. „Und dann legst du dich hin und schläfst, verstanden. Du scheinst es nötig zu haben.“
 
Ohne eine Reaktion abzuwarten, wandte sich die Elfe gleich wieder ab und schritt zu Miandra hinüber. Ihr gab sie die zweite Tasse.
 
„Hier“, sagte sie fürsorglich. „Trink das. Ich weiß nicht, ob es dir helfen wird, aber zumindest bekommst du damit diesen widerlichen Geschmack aus dem Mund, der sich dort bestimmt breit gemacht hat.“
 
Ein Lächeln huschte über Vernitas Gesicht. „Und versuche ein wenig zu schlafen. Ich lege mich gleich neben dich und werde für dich da sein, wenn du mich brauchst.“
 
Die Elfe stand wieder auf und humpelte zu ihrer Liege hinüber. Kurzentschlossen hob sie diese auf einer Seite hoch, bevor sie sie über den Boden zog, was ein schabendes Geräusch verursachte. Direkt neben der Liege der schwarzhaarigen Frau ließ sie die ihre wieder zu Boden sinken. Anschließend legte sie sich mit einem lauten Seufzer darauf. Sie drehte sich auf die Seite, sodass sie Miandra im Auge behalten konnte, welche sie auch eine zeitlang schweigend beobachtete, bevor ihr allmählich die Augen zufielen.
 

#1116
Kaysallie

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Der Tee war noch viel zu heiß, um ihn sofort trinken zu können, aber der Geruch der Kamillen stieg in Miandras Nase, und tat bereits gut. Nach einer Weile, als sich die Tasse nur noch warm anfühlte wagte sie einen kleinen Schluck, hob dabei nur leicht den Kopf an. Der widerliche Geschmack und das brennende Gefühl verschwanden nicht sofort, aber die warme Kräuterflüssigkeit erfüllte dennoch ihren Zweck und beruhigte den gereizten Magen. Sie wiederholte den Prozess ein paar Mal, bis die Tasse zur Hälfte geleert war. Einige Male musste sie husten, doch schon bald schaffte sie es nicht mehr die Augen offen zu halten. Seitlich liegend und die Teetasse haltend, wäre sie beinahe eingeschlafen, rappelte sich dann doch wieder auf, und stellte die Tasse so ungeschickt zur Seite, dass diese beinahe umgefallen wäre.

Nachdem sie sich einfach auf den Bauch fallen ließ – was zwar etwas weh tat, sie aber die seitliche Position nicht mehr aushielt – musterte sie kurz Vernita, die neben ihr lag. Einen Moment kam sie sich ziemlich dumm vor und wusste nicht was und ob sie etwas sagen sollte. Sie blieb dabei nichts zu sagen, drehte den Kopf in die andere Richtung und schlief fast augenblicklich ein, hoffend keinen Albtraum zu haben, und wenn doch, dass sie schnell wieder aufwachen würde.


#1117
Aliens Crew

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Zufrieden beobachtete Vernita, wie Miandra den Tee trank. Offenbar tat er ihr gut, zumindest spukte sie ihn nicht gleich wieder aus. Das war ein gutes Zeichen.
 
Die Elfe war davon überzeugt, dass die Verletzungen der schwarzhaarigen Frau in einigen Tagen verheilt sein würden, wenigstens die physischen. Sie machte sich vielmehr Sorgen, um die Wunden, die ihre Seele genommen hatte. Sie hoffte nur, dass sie Miandra dabei helfen konnte, diese zu heilen. Sie wollte es zumindest versuchen, auch wenn dieses Unterfangen einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Aber Vernita war einfach nicht der Typ, der schnell aufgab. Sie würden es schon schaffen.
 
Nachdem Miandra den größten Teil ihres Tees ausgetrunken und ihre Tasse weggestellt hatte, lagen die beiden Frauen noch schweigend da und sahen sich eingehend an. Nach kurzer Zeit drehte die schwarzhaarige Frau dann ihren Kopf weg und schien auch sogleich einzuschlafen. Vernita lächelte erleichtert, als sie das mitbekam, bevor die Müdigkeit sie ebenfalls übermannte, und sie erschöpft die Augen schloss.
 

#1118
Bellandyrs

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Keine halbe Stunde später beschloss Lea, Tjarks Geheimfach weiter zu durchwühlen und zu entdecken. Schlafen konnte sie ohnehin nicht. Sie griff nach einem alten verschnörkelten Buch, von Schriften aus alter Zeit kaum zu
unterscheiden. Ihre Gedanken drehten sich förmlich im Kreis als sie die kunstvollen Gravuren des Buchbandes behutsam mit dem Finger nach fuhr. Worum könnte es sich dabei nur handeln? Die Familienchronik?
Tjark's tiefste Geheimnisse? Geheimnisse Fereldens? Würde sie sogar interessantes bezüglich ihrer Familie daraus erfahren? Sie konnte es kaum erwarten aus dem Buch zu lesen, trotzdem warte sie noch einen  Augenblick, denn ihr Herz hatte Angst davor was sie lesen würde. Ja, in gewisser Hinsicht würde sie sogar Tjark's Vertrauen missbrauchen, falls er ihr das je wirklich gegeben hatte. Doch letztlich obsiegte die Neugier.
Leanora öffnete das Buch und begann zu lesen.

Gleich auf der ersten Seite war Leanora erstaunt, sie fand darauf eine ihr durchaus bekannte Handschrift, die sie nicht erwartet hätte. Es war die von Tjark's Mutter.

Mein Sohn,

wie es seit Generation in unserer Familie Brauch ist, möchte auch ich Dir zu Deinem 15. Geburtstag Deinen Teil unserer Familienchronik schenken.
Wundere Dich bitte nicht über den antik anmutenden Buchband, er ist ein Teil dieser Tradition. Er ist über 400 Jahre alt, und wird immer von Generation zu Generation weitergegeben, nachdem der Inhalt der einzelnen Bücher dem großen Gesamtwerk hinzugefügt wurde.


So möchte auch ich Dich nun bitten, lass diese Tradition weiter leben!

Schreib hier Dein Leben nieder, sei es nur was dich bewegt. Damit später alle wissen, wer Du wirklich warst und wofür Du gelebt hast.

Das ganze mag Dir noch albern vorkommen, aber ich bin mir sicher, dass Du im Verlauf der Jahre den  wirklichen Wert einer solchen Tradition erkennen wirst.

Alles gute zum Geburtstag

Deine Dich immer liebende Mutter

Wer hätte das gedacht, es war anscheinend genau das was Leanora vermutete, eine Art Tagebuch. Allein dieser erste, durchaus nichtssagende Eintrag, beflügelte Leanora's Phantasie. Würde Tjark wohl der Bitte seiner Mutter gefolgt sein? Und wirklich niedergeschrieben haben was ihn innerlich bewegte? Leanora wurde ganz ungeduldig, sie konnte es doch kaum erwarten mehr über das innerstes dieses Menschen zu erfahren, den sie innerhalb eines Tages lieben lernte und wieder vergessen musste.
Voller Neugierde blätterte Leanora die Seiten um und verschlang dabei jedes Wort, als wäre es das erste Essen nach der Fastenzeit.

Nach etwa zehn Seiten machte sie eine Pause um das gelesene zu verarbeiten. Die Einträge stammten alle, wie sollte es auch anders sein, aus Tjark's Kindheit. Er freute sich über die Ernte auf dem Feld, über Papa's  geschossenens Wild, er war überglücklich einmal mit ihm auf Jagd gehen zu dürfen.

Alles in allem bot sich Leanora ein doch sehr kindlicher und fröhlicher Eindruck, ganz und gar nicht dem Bild entsprechend was sie von Tjark durch die Lektüre der Briefe gewonnen hatte. Genau das fachte ihre Neugier nur noch mehr an, was hatte ihn wohl so verändert? Leanora hoffte inständig Antworten auf diese Frage zu finden. Scheinbar würden ihre Wünsche erfüllt werden, das war Leanora relativ schnell klar, als sie den nächsten Eintrag zu lesen begann.

Ich weiß nicht mehr weiter. Heute erreichte mich die Nachricht, dass ich zum Militär müsse. Papa und Mama waren darüber gar nicht glücklich. Ich auch nicht. Ich liebe mein Leben hier. Es ist unbeschwert, natürlich und ich hab es schätzen gelernt. Und ich dachte, dass ich das Gut hier irgendwann übernehmen werde. Aber ich werde es nicht ändern können.
In zwei Wochen muss ich in die Kaserne ziehen, man wolle mich dort auf den Alltag der Armee vorbereiten. Ich hab noch nie gekämpft, ich habe richtiggehend Angst davor. Ich wollte heute mit meiner Schwester darüber reden, Ihren Rat holen. Doch ich habe es verworfen, sie ist zu jung, um sie damit zu belasten.

Mama und Papa sind mit der Ernte am werken. Ich muss damit allein klar kommen.

Das hätte Leanora nun eher nicht erwartet, sie ging davon aus, dass Tjark das Militär und den Dienst dort seit je her liebte. Es folgten unzählige Einträge die Tjark's Angst vor der Armee verdeutlichten, es war sogar stellenweise Panik zu erkennen, und Leanora hatte das Gefühl, Tjark fühlte sich während dieser Zeit einsam und verlassen, nicht im Stande mit seinen Problemen allein klar zu kommen.

Vor 3 Tagen begann mein Dienst in der Kaserne, ich konnte zuvor nichts schreiben, weil ich weder Zeit noch Kraft hatte. Ich kann gar nicht ausdrücken wie ich mich fühle. Ich glaube minderwertig, benutzt, ja sogar missbraucht trifft es gut. Wir haben hier keine eigene Meinung, dürfen sie nicht haben. Keine Freiheiten. Sind Diener der Offiziere.
So den Rest meines Lebens zu fristen kann und will ich mir nicht vorstellen. Ich muss jetzt aufhören, Tagebücher sind hier verboten und werden hart bestraft.


Tjark's Karriere begann doch anders als Leanora es sich vorgestellt hatte. Gierig verschlang sie die nächsten Seiten.


Nach nun 3 Monaten Ausbildung habe ich mich laut meinen Offizieren zu einem passablen Stück Scheiße entwickelt. Ob man das als Kompliment verstehen kann weiß ich nicht. Ich habe, so oft es uns erlaubt ist, an die Familie geschrieben. Ich habe ihnen immer gesagt es geht mir gut, ich habe Spass hier und eine schöne Zeit. Sie sollen nicht wissen wie sehr ich es hasse, wie es mich anwidert. Dass sie sich Sorgen um mich machen will ich nicht.

Das entsprach eher dem Bild das Leanora von Tjark hatte, doch je mehr sie las, je sicherer war sie sich, dass er zwei Persönlichkeiten hatte.

Ich habe lange mit mir gerungen, doch ich habe mich nun entschieden. Ich hätte einfach wegrennen können und Fahnenflucht begehen. Doch glaube ich schon eine Verantwortung zu haben, eine Verantwortung meiner Familie gegenüber, aber auch Thedas gegenüber. Ich habe mich heute, dank einer mittlerweile akzeptablen Beziehung zu meinem Kommandanten, für die Offizierslaufbahn gemeldet. Ich freue mich ein wenig darauf endlich nicht mehr NUR Befehle annehmen und befolgen zu müssen, doch ich habe mir bei meiner Ehre geschworen niemals ein solcher Offizier zu werden wie diese Menschenschinder hier.

Sollte das der Grund gewesen sein? Der Tjark dazu brachte Offizier zu werden? Verantwortungsgefühl? Oder war es nur der Wunsch endlich dem Soldatenleben zu entfliehen?
Leanora war verwirrt aber zugleich auch erstaunt. Die nächsten Einträge waren allesamt aus Tjark's  Offiziersausbildung. Tjark sprach dabei voller Entsetzen darüber, dass ihm beigebracht wurde kaltschnäuzig zu sein, seine Soldaten zu verachten, sogar die Menschen allgemein.

Das war Leanora nicht fremd, hatte sie doch bis dato nur von Offizieren gehört, die diesem Bild entsprachen. Doch während sie den letzten Eintrag zu Ende lies, fiel ihr auf, dass die nächste Seite leer war. Sollte das Tagebuch hier enden? Es gab noch sovieles, was Leanora wissen wollte. Eifrig blätterte sie weiter, zwanzig, dreißig, vierzig Seiten. Nichts ausser gähnend leere Seiten. Nach rund fünfzig Seiten fand sie einen weiteren Eintrag.

Ich habe die letzten 3 Jahre keinen Eintrag hier gemacht, mir aber fest vorgenommen sie irgendwann nachzuholen. Ich bin jetzt Offizier und werde in den nächsten Wochen meinen Einsatzort erfahren, ich freue mich darauf, endlich das zu tun, was ich nicht gelernt habe.
Meine Ausbilder halten mich für einen Musteroffizier, ein kaltschnäuziges menschenverachtendes Arschloch. Ich habe es wirklich geschafft die anderen und leider auch mich selbst zu täuschen. Ich habe meinen ersten Gefangenen gefoltert, ihn sogar danach getötet. Und mir dabei eingeredet ich tu das jetzt nur um die Möglichkeit zu bekommen es später nicht zu tun. Ich habe Angst davor mich damit selber belogen zu haben, weil auf eine durchaus sadistische Art habe ich es genossen. Ich weiß das meine Familie davon zu tiefst enttäuscht wäre, auch wie ich Frauen ausnutze, man könnte fast gebrauchen sagen. Dank meiner Ausbildung habe ich eine wirklich ansehnliche Figur bekommen, und das und nichts anderes ist es was die Frauen wollen. Ich hingegen suche nur ihren Einfluss, ihre Macht, ihr Geld. Dass das ganze mit einer gehörige Portion Spaß verbunden ist, stört mich weniger. Denn ich habe gelernt, auch wenn es für mich eine schmerzhafte Erfahrung war. Da Beziehungen, Macht und Geld die Welt regieren, ist das die einzige Möglichkeit für mich, etwas ändern zu können. Ich hoffe inständig mich hierbei nicht auch zu irren und mich auch dabei selbst zu belügen.


Leanora stockte der Atem, sie musste nach Luft schnappen, das Buch zur Seite legen. Tjark gebrauchte Frauen? Ihrer Macht wegen? Es stellten sich ihr die Haare zu Berge bei dem Gedanken er wollte sie auch nur  „gebrauchen“. Doch nach einem Moment des Nachdenkens fiel es ihr wie Schuppen von den Augen, daran konnte es nicht gelegen haben. Sie besaß keine Macht, keinen Einfluss und keine Beziehungen von denen Tjark wusste, er hätte nur gewinnen können wenn er sie auffliegen lassen hätte. Tat er aber nicht. War es doch etwas anderes, was er für sie empfand?

Für einen kurzen Moment war sie der Meinung, Tjark hätte wirklich etwas wie Liebe für sie empfunden, doch dieser Gedanke wurde rasch zerstört, als Leanora auf den nächsten Seiten von insgesamt elf Liebschaften las. Sie war nicht unbedingt verwundert darüber das Tjark Frauen hatte, aber die Vorstellung dass auch Männer dabei
waren, fand sie immer noch ekelhaft. Welch Überwindung mag es ihn wohl gekostet haben? Oder hat er es trotz allem genossen? Noch während Leanora versuchte sich einzureden, er tat es des eigenen Nutzen wegen, stieß sie auf einen Namen der ihr das Blut in den Adern kochen ließ. Eshtá Gianauro, allein dieser Name machte sie wütend. Das war ein wenig viel für Leanora, sie beschloß, das Buch erst einmal zur Seite zu legen und Revue passieren zu lassen was sie bereits gelesen hatte. Vielleicht würde sie doch schlafen können, müde genug war sie.

Modifié par Bellandyrs, 18 octobre 2010 - 06:29 .


#1119
Aliens Crew

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Vernita schreckte auf. Sofort sah sie Miandra vor sich auf dem Bauch liegen. Sie schien fest zu schlafen. Und bei diesem Anblick legte sich ein Lächeln auf das Gesicht der Elfe.
 
‚Gut so’ ,dachte sie bei sich. ‚Ruh dich aus. Du brauchst das jetzt.’
 
Leise richtete sich Vernita auf und sah sich um. Ihr Lagerfeuer war fast komplett heruntergebrannt, die Kerze neben ihrer Liege bereits erloschen. Es musste also schon einige Zeit vergangen sein. Sie schätzte, dass es jetzt etwa mittags war.
 
Die Elfe stand auf und reckte sich vorsichtig. Die Schmerzen in ihrem Rücken waren bei weitem nicht mehr so schlimm wie am gestrigen Tag. Sie hatte schon immer gutes Heilfleisch gehabt, aber auch Sareths Arbeit an ihr fiel wohl besser aus, als sie es ihm gegenüber jemals zugeben würde. Vielleicht könnte sie heute Abend schon wieder eine Exkursion nach draußen starten, um dort nach dem rechten zu sehen. Sie zog es zumindest in Erwägung.
 
Ein Blick in die Runde zeigte Vernita, dass die anderen noch alle schliefen, so beschloss sie das Feuer wieder anzufachen und die erloschenen Kerze durch neue zu ersetzen. Sie überlegte auch, ob sie etwas zu Essen zu kochen sollte, wollte dies dann aber doch lieber einen der anderen überlassen. Schließlich sollte ihr Essen nicht das schaffen, was die Klingen der Stadtwachen nicht geschafft hatten.
 
So setzte sie sich nach ihrer Arbeit wieder auf ihre Liege und wartete darauf, dass die anderen endlich aufwachten, damit sie mit ihnen das weitere Vorgehen planen konnte.
 

#1120
Kaysallie

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Glücklicherweise schlief Miandra die gesamte Nacht tief und fest. Wahrscheinlich war sie zu erschöpft gewesen um überhaupt etwas träumen zu können. Zumindest zu Beginn. Viele verschiedene Bruchstücke tauchten in ihren Träumen auf. Momente, welche sie bereits vergessen hatte. Sie träumte von dem Tag, an welchem sie das brennende Dort vor fand. All die Leichen mit dessen leblosen Fratzen, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt hatten. Der Gestank und das leise Geräusch von brennendem Holz, das über all die Toten zu hallen schien. Verzweiflung, ein so starkes Gefühl welches in Panik und Angst überging. Das Haus ihrer Nachbarn. Zwei Stöcke, ein Pferdestall umgeben von großen Weiden und Feldern. In der Mitte der brennende Kern, in welchem sie ihre Tochter guten Gewissens zurückgelassen hatte.

"Du hattest versprochen vor dem Essen wieder da zu sein!", ertönte eine weinende Stimme aus dem riesigen Holzhaus. Sie riss die Türe auf, sodass ihr qualmender heißer Rauch, der ihre Lunge zu verätzen schien, entgegen strömte. Mit den Händen das Gesicht schützend lief sie einen scheinbar endlosen Flur entlang. Die Stimme schien von allen Seiten zu kommen, und sich mit einem schäbigen Lachen zu vermischen. Eine weitere Tür. Nichts, nur abgebrannte Möbelstücke. Noch eine Tür. Nichts, nur eine fauchende Katze die zwischen ihren Beinen hindurch lief und das Weite suchte. Wieder eine Tür.

Miandra begann zu blinzeln und sah eine kahle Steinmauer vor sich. Vorsichtig berührte sie diese. Der kalte Stein, welcher diesen sandigen Geruch abgab und wovon leichter Staub abging, als sie diesen anfasste, war real. Sie war sich sicher. Eine weitere Bewegung bestätigte es - die Schmerzen waren nicht verschwunden.

Vorsichtig versuchte sie sich aufzusetzen. Sie musste wohl die gesamte Zeit in derselben Haltung geschlafen haben, da sie ein steifes Kreutz hatte. Nachdem sie es geschafft hatte sich in einer halbwegs angenehmen Position hinzusetzen blickte sie sich um.

Abgesehen von Vernita, die auf der Matte neben ihr saß, schienen alle zu schlafen. Kurz blieb ihr Blick bei Azoth hängen. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass dieser seit dem sie hier waren ein einziges Mal bei Bewusstsein war.. oder hatte sie es auch einfach nur nicht mitbekommen? Schließlich wandte sie den Blick wieder ab, dabei drängten zu viele scheußliche Bilder in ihren Kopf.

"Wie lange habe ich geschlafen?", fragte sie Vernita mit noch ziemlich verschlafener Stimme und griff nach der Teetasse von gestern, worin sich noch immer kalter Kamillentee befand.


#1121
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Vernita wandte den Kopf, als sie Miandras Stimme hörte. Sie war so in Gedanken versunken gewesen, dass sie gar nicht mitbekommen hatte, dass die schwarzhaarige Frau erwacht war. Ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, während sie sich auf der Liege umdrehte, damit sie Miandra ansehen konnte.
 
„Es dürfte jetzt etwa Mittag sein. Du hast also eine ganze Weile geschlafen“, erwiderte die Elfe schmunzelnd auf die Frage der schwarzhaarigen Frau. „Und, wie geht es dir? Hast du Hunger? Möchtest du was essen?“
 

#1122
Kaysallie

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"Mittag?", wiederholte sie etwas überrascht, sie fühlte sich nicht gerade danach als hätte sie besonders lange geschlafen, aber sie wusste auch nicht die Zeit zu welcher sie eingeschlafen war, also war es vielleicht auch gar nicht so lange gewesen? Sie beschloss darüber nicht länger nachzudenken und nahm einen Schluck von dem kalten Tee. Wie es ihr ging? Sie dachte einige Sekunden nach, doch ihr fiel darauf keine wirkliche Antwort ein.

"Ich möchte nichts essen.. und nein, es liegt nicht an Eurer Kochkunst.", erwiderte sie schließlich und warf Vernita ein leichtes Lächeln zu, bevor sie mit einem Seufzer fortfuhr, "Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee wäre..."

Nachdenklich nahm sie einen weiteren Schluck aus der Tasse, und merkte erst jetzt, dass ihre Hände zitterten. Das Fieber war wohl verschwunden, doch ihr war nicht kalt, es lag an etwas anderem. Hatte sie etwa Angst davor sich wieder übergeben zu müssen? Hatte sie vergessen wie es sich anfühlt, wenn man Hunger hat? Sie wollte nicht darüber nachdenken, sie wusste genau woran es lag.

"Habt Ihr geträumt?", fragte sie, wusste nicht warum. Aus Interesse, Neugierde, oder doch einfach nur um von sich selbst abzulenken?

Modifié par Kaysallie, 17 octobre 2010 - 08:21 .


#1123
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„Es ist nett von dir, dass du das sagst“, meinte Vernita auf Miandras Bemerkung über die Kochkünste der Elfe. „Aber es ist nicht nötig, mir zu schmeicheln. Ich weiß, dass ich als Köchin eine absolute Versagerin bin, somit hätte ich das Kochen sowieso jemand anderen überlassen. Aber da du ja eh keinen Hunger hast, ist auch egal. Dann kann ich ruhig die anderen mit meinem Fraß vergiften.“
 
Vernita lachte kurz auf, bevor sie wieder ernst wurde.
 
„Träume? Ja, Träume habe ich eigentlich ständig. Und ich kann mich auch meistens verdammt gut an diese erinnern, da sie sehr oft mit Visionen gepaart sind“, meinte die Elfe nachdenklich. Sie lächelte Miandra fast schon entschuldigend an, als sie deren skeptischen Blick bemerkte. „Ja, Visionen. Das hat was mit meinem Grauen-Wächter-Dasein zu tun. Dementsprechend düster sind diese Visionen auch zumeist. Aber in der letzten Nacht war das anders.“
 
Sie rutschte näher an Miandra heran, nahm deren Hände in die ihren und blickte die Frau fest in die Augen.
 
„Ich habe von dir geträumt, Miandra. Von dir und von deiner Tochter. Wir hatten sie gefunden. Und sie lebte. Hast du verstanden? Sie lebte!“ sagte die Elfe eindringlich, wobei ihr Blick soviel Zuversicht ausstrahlte wie noch nie zuvor. „Ich sah, wie du sie in deinen Armen hieltest und ihr beiden weintet vor Freude, wie es schien. Elana sagte, wie sehr sie dich liebt und das ihr alles so schrecklich Leid tut, was geschehen sei, woraufhin du sie beruhigtest und ihr versichert hast, dass sie jedes Opfer und jede Anstrengung wert ist, welche du aufbringen musstest, um sie zu finden. Und mehr als jemals zuvor, bin ich davon überzeugt, dass es sich dabei nicht um einen Traum, sonder um eine Vision gehandelt hat. Hast du gehört? Verlier also nicht die Hoffnung! Wir werden Elana finden und sie retten! Koste es, was es wolle!“
 

#1124
Kaysallie

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Tränen sammelten sich in Miandras Augen, als sie die Ausführung dieser angeblichen Vision hörte und spürte, wie sehr die Elfe daran glaubte. Den Enthusiasmus von Vernita hätte sie nur zu gerne geteilt, doch sie sah das Ganze aus anderer Sicht. Eine Weile ließ sie die Worte auf sich wirken und blickte dabei auf Vernitas Hände, welche die ihren hielten.

"Ich habe mich mit ihr gestritten an dem Tag als.. Ihr wisst schon.", begann sie urplötzlich mit zittriger Stimme, den Tränen nur ein Blinzeln nahe, "Sie wollte mit mir mitkommen in den Wald, aber ich.. ich hab sie bei den Nachbarn und ihren Freunden gelassen.. sie hätte sich doch nur gelangweilt und nicht verstanden warum ich das tue.. und ich wollte nicht, dass sie von den anderen Kindern als anders, oder ich als verrückt bezeichnet werde , wenn sie ihnen erzählt, wo wir waren. Es ist nicht schön für ein Kind zu hören, wenn über die eigenen Eltern gelacht wird. Aber sie hat es nicht verstanden, fühlte sich wohl von mir abgeschoben.."

Einige Tränen liefen ihr bereits an den Wangen hinab, als sich ein nachdenkliches Lächeln auf ihr Gesicht legte, "Ich glaube ich habe sie was das Essen angeht etwas verzogen.. sie hasste es bei den Nachbarn zu essen, da es ihr dort nicht schmeckte. Ich glaube Euer Essen würde sie sofort wieder ausspucken."

Sie seufzte, hielt einen Moment inne, löste ihre Hände aus Vernitas und wischte die Tränen mit dem Handrücken von den Wangen, "Daher.. habe ich ihr versprochen, dass ich sie vor dem Abendessen wieder abhole.. sie hat mir nicht geglaubt.. und behielt Recht.. Ich vergaß die Zeit und war wütend über einige Dinge, die sie mir an den Kopf geworfen hatte.. und als ich zurück kam, sah ich schon von weitem das Feuer und.."

Miandra beende den Satz nichts sondern winkte mit der Hand ab, bevor sie vorwurfsvoll und etwas wütend fortfuhr, "Wahrscheinlich will sie mich sowieso nicht sehen.. und wenn doch.. was dann? Ich habe ohnehin schon versagt und ihr Leben zu Nichte gemacht... wer weiß was sie inzwischen schon alles durchmachen musste? Wie soll sie mir so etwas überhaupt verzeihen? Hätte ich sie mitgenommen, wie sie es wollte, dann wäre alles in Ordnung gewesen, dann wäre ich nicht hier, wäre nicht in diesem blöden Fort gewesen und hätte wohl schon irgendwo einen Ort zum Leben gefunden. Aber das war wohl meine gerechte Strafe für diese Dummheit. Und wie könnt Ihr Euch so sicher sein, dass wir sie finden? Vielleicht war es keine Vision, sondern nur ein normaler Traum? Ach ist doch auch egal... Momentan können wir sowieso nichts tun, außer hier herumzusitzen."

Nervös und nachdenklich spielte sie mit einer Haarsträhne herum, um irgendetwas zwischen die Finger zu haben, um nicht gleich wieder loszuheulen. Gedanklich beschimpfte sie sich selbst über das was passiert war, und darüber, dass sie sich schon wieder darüber Gedanken machte, es brachte doch sowieso nichts.


#1125
Bellandyrs

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Lea gähnte und rieb sich verschlafen die Augen. Anscheinend war sie doch über Tjarks Buch eingenickt, und hatte lange geschlafen. Sie hörte Miandra und Vernita miteinander reden, wenngleich sie nicht verstand, was gesprochen wurde. Lea streckte sich ausgiebig, wobei ihr ein leichter Stich durch den Unterarm fuhr.

"Aua!" grummelte sie und blickte auf den Arm. Die Kruste die sich über dem Schnitt gebildet hatte, hatte sich ein wenig gelöst, als sie sich reckte. Sie hatte die Wunde beinahe vergessen, erst recht im Angesicht, was ihren Gefährten passiert war.

Ihr Magen knurrte, Hunger machte sich bemerkbar. Leise stand sie auf und ging zu den Vorräten. Darunter war auch Milch und etwas Gries. Davon konnte sie durchaus einen Brei zubereiten, Butter und ein Glas Honig waren auch unter den Nahrungsmitteln. Das war auch so ziemlich die einzige Mahlzeit, die sie zubereiten konnte. Zuhause gab es dafür eine Köchin. Aber Lea liebte süssen Griesbrei, und deswegen wußte sie auch, wie dieser zubereitet wurde.



Sie machte sich ans Werk, kurze Zeit später war die Milch heiß genug, um den Gries einzurühren. Sie ließ das ganze ein wenig vor sich hin köcheln, zum Glück war die Glut vom Feuer noch heiß genug. Lea legte einen Holzscheit nach und pustete sachte in die Glut, so dass das Holz bald Feuer fing. Es knisterte, und eine herrliche Wärme ging vom Feuer aus. Sie bemerkte erst jetzt, dass ihr eigentlich kalt war. Um so mehr freute sie sich auf den warmen Brei, der gleich darauf fertig war. Sie füllte diesen in kleine Schalen, ließ ein paar Butterstücke darauf schmelzen und ließ ein paar Tropfen Honig aus dem Glas darauf fallen.



Zwei der Schälchen brachte sie nebst Holzlöffeln zu Vernita und Miandra.



"Guten Appetit, ich hoffe, ihr mögt Griesbrei."



Sie selber setzte sich wieder auf ihre Liege, wickelte sich wieder in ihre Decke und aß mit Genuss ihre Portion.