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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#1176
Doomheart43

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Gerade wie Neria sich wieder aufrappeln wollte nahm sie einen Schatten wahr der auf sie zusprang, sie an der Schulter packte und sie in eine Nische zog, wo sie eine weitere Gestalt bemerkte. In Sekundenbruchteilen musste sie entscheiden ob sie die Person ins Jenseits befördern oder gewähren lassen sollte. Doch ihr wurde die Entscheidung abgenommen da just in dem Moment etliche Templer vorbei gerannt kamen und die schemenhafte Gestalt ihr zu verstehen gab sich ruhig zu verhalten. So hatte sie einerseits keine andere Wahl und andererseits wurde sie von diesem Jemand aus dem Sichtfeld der Templer gezogen.
 
Als die Templer in der finstern Nacht verschwunden waren und man nur mehr das scheppern ihrer Rüstungen wahrnahm trat die Fremde einen Schritt zurück und verlangte Erklärungen von ihr die sie ihr nicht geben wollte.  Neria hatte unweigerlich mitbekommen das es sich um eine Frau handeln musste, da sich deren Brüste auf die ihren pressten während sie Neria gegen die Wand gedrückt hatte. Anscheinend war ihr die Fremde doch nicht so wohl gesinnt da ihre Hände in Richtung ihres Dolches glitten.
 
 „Lasst das lieber sein oder ich töte euch augenblicklich“ zischte sie leise „zudem bin ich
Euch absolut keine Rechenschaft schuldig.  Ihr scheint selber Dreck am Stecken zu haben wenn es euer einziges Interesse war selbst nicht entdeckt zu werden.“
 
Ihre Begleitung schien auch eine Frau zu sein zumindest konnte sie deren langes Haar sehen. Ohne die andere Frau aus den Augen zu lassen packte sie die Fremde an der Schulter und drehte sie herum um im Mondschein ihr Gesicht zu erkennen. Sie war etwas größer als Neria und für eine Frau, von kräftigem Körperbau und sie war eine Elfe!
 
Im selben Moment wo ihr das gewahr wurde sprach sie einen Lähmzauber auf die andere Frau und stieß  die Fremde gegen die Hausmauer. Ihre Lippen bewegten sich kaum wie sie hasserfüllt hervorpresste „Verdammte Elfe es gibt nichts schlimmeres für mich als Elfen“ Für die Aktion eben vorhin lass ich euch schnell sterben, nicht so qualvoll wie ihr es alle verdienen würdet“ 
 
Die Elfe hatte mit Nerias wütender Reaktion offensichtlich nicht gerechnet. Sie war eher in Erwartung von bescheidener Dankbarkeit und vor allem in Erwartung einer Antwort verblieben anders konnte sie sich nicht erklären warum die Elfe ihren Dolch noch nicht gezogen hatte. Neria wollte gerade einen ihrer Todesmagiezauber aussprechen, als die Wolke die zuvor den Mond etwas bedeckt hatte, weiter zog und es somit etwas heller wurde.
 
 Neria entdeckte im Gesicht der Elfe ein Tattoo, wurde stutzig und brach ihren Zauber ab. „Sie kannte dieses Tattoo aber woher?“  Die Fremde hatte mittlerweile doch ihren Dolch gezogen und wollte ihn gerade in Neria rammen als Neria hastig sagte „Wartet“ Als diese verdutzt zögerte fährt sie mit ruhiger Stimme fort „Ich denke bevor wir beide etwas Unüberlegtes machen sollten wir miteinander reden“.
 
 Neria musterte  die Elfe nochmals genauer. Sie war dunkelhäutiger als man es von Elfen gewöhnt war. Ein Teil von ihr schien eher einem Qunari zu ähneln, zumindest lies die Hautfarbe und der kräftige Körperbau darauf schließen, und auch wenn es schwer zu erkennen war, dürfte die Elfe annähernd so alt wie sie sein. Fieberhaft durchforschte Neria ihre Erinnerungen während sie die Fremde betrachtete. Schließlich fiel es ihr wie Schuppen vor den Augen und sie konnte sich vage an ein Mädchen aus dem Gesindeviertel erinnern, wo sie ebenfalls aufgewachsen war.

„Sie wurde zwar nicht von den anderen Kindern so gequält wie sie selbst aber sie war auch kein Teil der Gemeinschaft und wurde von den anderen ignoriert. Doch wie war ihr Name“ fragte sie sich. Um das betretene Schweigen zu brechen erklärt Neria „Mein Name ist Neria, und ich glaube euch zu kennen. Wenn mich nicht alles täuscht seid ihr so wie ich im Gesindeviertel aufgewachsen, mehr will ich jetzt dazu nicht sagen doch euch mein Name etwas sagen sollte dann kennt ihr auch meine Geschichte“
 
„Wenn ihr es hier zu unsicher findet können wir dieses Gespräch auch woanders fortführen“ fügt sie noch abschließend hinzu.
 
Neria war verwirrt, es war das erste Mal das sie eine Elfe verschont hatte, das stand ihr normal nicht zu Gesicht hatte sie doch schon ganze Dörfer auf dem Gewissen, aber wenn sie wirklich das Mädchen aus ihren Erinnerungen sein sollte, dann hatten sie einiges gemeinsam zumindest was die Kindheit betrifft. Irgendwie vermisste sie den unbändigen Hass der ansonsten in ihr steckte, um die dunkelhäutige Elfe zu töten.

Modifié par Doomheart43, 03 novembre 2010 - 12:31 .


#1177
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Vernitas erster Impuls war es, der Frau vor ihr das Messer in die Brust zu stoßen, als diese sie gegen die Wand presste und irgendetwas mit Leanora machte, was nach einem Lähmungszauber aussah. Sie war also eine Magierin. Das hatte ihr gerade noch gefehlt! Es wäre wirklich das Klügste, sie auf der Stelle zu töten! Aber irgendetwas hielt sie für einen Moment zurück, was sie sich selbst nicht erklären konnte. Doch als die Frau damit drohte, sie zu töten, war aller Zweifel von ihr gewichen Die Elfe zog ihre Waffe und wollte gerade zustechen, als die Magierin ihr sagte, es nicht zu tun.
 
Wieder hielt Vernita inne, obwohl ihr Verstand ihr riet, diese Magierin sofort zur Strecke zu bringen. Trotzdem hatte die Elfe das Gefühl, dass diese Frau sich von all den anderen unterschied, die bisher versucht hatten, sie zu töten. Obwohl diese Frau einer Magierin war, denen Vernita noch nie getraut hatte, so war sie auch in der Zwangslage, dass sie Hilfe benötigte, wenn sie in dieser Nacht nicht noch von einer Horde Templer niedergemacht werden wollte. Das konnte sie doch für ihre Zwecke ausnutzen. Und eine mächtige Magierin konnte man immer gebrauchen.
 
Trotz alledem würde die Elfe Vorsicht walten lassen und ihr Messer in der Hand behalten. Sie hatte viel Erfahrung mit dem Töten von Magiern. Sie wusste, dass diese immer ein Moment der Konzentration brauchten, um ihre Sprüche wirken lassen zu können. Und diese Konzentration konnte Vernita inzwischen aus dem Gesicht eines Magiers ablesen. Sie musste nur dicht genug bei dieser Frau bleiben, um ihr im Notfall schnell den Hals durchschneiden zu können.
 
Vernita wurde etwas stutzig, als diese Frau sich als Neria vorstellte und vorgab sie zu kennen. Konnte das sein? Die Elfe konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, was vor allem daran lag, dass sie fast alles aus dieser Zeit aus ihrem Geist verdrängt hatte.
 
„Ja, ich bin im Gesindeviertel in Denerim aufgewachsen“, erwiderte Vernita, wobei sie ihr Gegenüber eingehend musterte. „Doch an Euch kann ich mich nicht erinnern. Allerdings hatte ich dort auch eigentlich keine Freunde und denke dementsprechend ungern an diese Zeit zurück.“
 
Die Elfe hielt einen Moment inne, während sie über Nerias Worte nachdachte. „Und da Ihr im Gesindeviertel aufgewachsen seid, überrascht es mich, dass Ihr gegen Euer eigenes Volk einen derartigen Hass empfindet, den man sonst nur von einem Menschen kennt. Also vermute ich mal, dass Ihr nur eine Halbelfe seid, ein Bastard zwischen einem Elf und einem Menschen. Liege ich da richtig?“
 
Ein spöttisches Grinsen legte sich auf das Gesicht der Elfe, bevor ihr Blick auf die immer noch gelähmte Leanora fiel. „Und noch etwas. Wenn Ihr es wirklich vorzieht, Euch mit mir zu unterhalten, anstatt von mir abgestochen zu werden, dann solltet Ihr erst einmal meine Gefährtin aus ihrer Starre befreien und mir zum zweiten einen Grund nennen, warum ich Euch ein sicheres Versteck vor Euren Verfolgern anbieten soll. Außer Ihr zieht es vor von mir oder auch von den Templern niedergemetzelt zu werden. Nun, was sagt Ihr?“
 
 

#1178
Doomheart43

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Während die Worte Halbelfe und Bastard sich wie Säure in Nerias Bewusstsein einbrannten erinnerte sie sich wieder an jene Tage wo das gesagte zu ihren täglichen Erfahrungen zählte. Diese verdammte Elfe war anscheinend doch nicht besser als alle anderen als sie das spöttische Grinsen in ihren Gesichtszügen bemerkte.
 
Neria kniff ihre Augen zu einem hasserfüllten Blick zusammen, während sie ihre Fäuste vor Zorn dermaßen ballte, dass sie sich Fingernägel ins Fleisch trieb. Ihr war die Lust aufs reden vergangen, und sie bereute es die Elfe verschont zu haben. Nur der Umstand das die Elfe ihre drohende Haltung zurückgenommen hatte lies sie auf deren Frage antworten, anstelle dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hatten.
 
Mit vor Hass erfüllter zittriger Stimme entgegnete sie ihr.
 
„Ihr wagt es mich Bastard zu nennen obwohl ihr anscheinend selber nicht von reinem Blut zu sein scheint? Ich weis zwar nicht wie ihr darauf gekommen seid, aber ihr liegt richtig mit eurer Annahme. Aber ich kann euch eines versichern, es war der menschliche Teil in mir der mich Einhalt gebieten lies.“
 
 Sie war hier eigentlich  fertig, es gab für Neria keinen Grund mehr weiterzusprechen und sie wollte sich schon abwenden als ihr einfiel dass sie vielleicht doch einige Informationen über das Gesindeviertel von der Elfe herausholen könnte. 
 
„Wenn ihr schon nichts über mich wisst, könnt ihr mir etwas über folgende Leute erzählen?“ und zählte einige der Elfe sogleich einige Namen auf

"Elissa Wynmondia
Theofillas Daelwon
Anariel Avari
Eliwaen Avari
Ardanos Barad"

"Wisst ihr was aus ihnen geworden ist beziehungsweise wo sie genau wohnen.?" fügte sie ihrer Frage anschliessend noch hinzu.

 
Sie wandte den Blick in Richtung ihrer Gefährtin und sagte schnippisch. „Die lasse ich wieder laufen wenn ich es für richtig halte und nicht wann ihr glaub es mir gebieten zu können“

Modifié par Doomheart43, 03 novembre 2010 - 01:22 .


#1179
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„Ihr lasst Euch viel zu leicht provozieren, meine Liebe“, grinste Vernita die Magierin an. „Das ist eine Schwäche, die Ihr Euch abgewöhnen solltet, wenn Ihr nicht ein schnelles Ende finden wollt, da jeder Profi diesen Makel sofort zu seinem Vorteil nutzen wird. Seht mich an. Ihr könnt mich soviel beleidigen wie Ihr wollt, das kratzt mich absolut nicht. Da müsst Ihr schon etwas Heftigere Dinge aufbringen als ein paar Worte.“
 
Die Elfe fuhr sich nachdenklich durch ihre Haare, während sie weitersprach. „Und dafür, dass ich gerade Euren Arsch davor bewahrt habe, in kleine Stücke gehackt zu werden, seid Ihr ziemlich undankbar. Ihr solltet dringend an Euren Manieren arbeiten, meine Liebe.“
 
Doch dann wurde sie von einem Moment auf den anderen wieder todernst. Das Grinsen verschwand so schnell aus Vernitas Gesicht, wie es gekommen war, während sie einen Schritt auf die Frau zumachte. Und der Sarkasmus in ihrer Stimme wich einer kühlen Art mit einem drohenden Unterton. „Und was die Namen Eurer „Freunde“ angeht, die Ihr mir eben genannt habt, und denen Ihr bestimmt keine Glückwünsche überbringen wollt, so kann ich Euch sagen, dass ich einige davon sogar kenne. Doch sehe ich keinen Grund jemandem wie Euch zu helfen. Lasst meine Gefährtin gehen, dann könnte ich meine Meinung vielleicht ändern. Tut es nicht, und wir bringen es hier und jetzt zuende. Entscheidet Euch. Ihr habt die Wahl, Schätzchen.“
 

#1180
Doomheart43

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Neria neigte ihren Kopf etwas zur Seite, sah die Elfe mit abschätzendem Blick an, und erwiderte

"Was meine angebliche Schwäche anbelangt muss ich euch recht geben. Ich kann meine Gefühle nicht kontrollieren obwohl das Wort Gefühle nicht gerade passend ist da ich eigentlich nur so etwas wie Hass empfinde"
"Mich gerettet?" fährt sie zynisch fort "Ihr wolltet doch nur euren eigenen Arsch und den eurer Gefährtin retten" "Mir sind diese verdammten Blechbüchsen schon seit Jahren auf den Fersen, was glaubt ihr wohl wieso ich dennoch vor euch stehe?"

"Ich hab eure Drohungen und Spielchen schön langsam satt, seid ihr so wirklich so töricht oder einfach nur Lebensmüde"

Mit einer schnellen Bewegung legte sie ihre flache Hand auf die Wange der Elfe und schwenkt mit leichtem Druck ihren Kopf in Richtung ihrer Gefährtin "seht"

In diesem moment kam wieder Leben in die andere Frau, sie wirkte benommen aber es schien ihr gutzugehen.

Während sie ihre Hand wieder von ihrer Wange nahm sprach Neria schelmisch lächelnd weiter
"Nicht ich habe den Zauber aufgehoben sondern er war nur temporär. Vielleicht solltet ihr euch auch eine schwäche abgewöhnen, vielleicht kennt ihr das Wort aber dessen Bedeutung nicht. Man nennt es Geduld meine Liebe"

"So jetzt habt ihr eure Gefährtin wieder, versucht ihr mich nun gemeinsam zu töten?"

Neria sah auf die linke Wange der Elfe und bemerkte amüsiert.
"Mein Blut habt ihr ja schon an euch kleben wie es aussieht"

und sie betrachtete sichtlich gelangweilt ihre Hand die sie zuvor bei ihrem Wutanfall mit ihren Nägeln malträtiert hatte.

Modifié par Doomheart43, 03 novembre 2010 - 03:08 .


#1181
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„Wenn es mir nur darum gegangen wäre, meinen eigenen Arsch zu retten, dann hätte ich Euch bereits in dem Moment die Kehle aufgeschlitzt, als ich Euch in diese Nische gezerrt habe. Also erübrigt sich wohl die Frage, ob ich Euch nun mithilfe meiner Begleiterin zur Strecke bringen will, nicht wahr?“ entgegnete die Elfe kopfschüttelnd. „Und dass Euer Lähmungszauber jetzt schon seine Wirkung verloren hat, zeugt für mich eher von den mangelnden Fähigkeiten Eurerseits als von dem Fehlen der Geduld meinerseits. Ist das vielleicht der Grund, warum die Templer Euch noch nicht erwischt haben? Dass Ihr nicht wichtig genug seid, um wirklich gefunden werden zu müssen. Den wahrhaft gefährlichen Abtrünnigen hetzt die Kirche nämlich immer einen Inquisitor auf den Hals, anstatt diese Arbeit dem gemeinem Fußvolk zu überlassen, aber lassen wir das.“
 
Die Elfe fuhr mit ihrer Hand über ihre Wange, an der das Blut der Magierin klebte. Anschließend sah sie auf ihre Finger, welche sie langsam aneinander rieb. „Und soll mich Euer Blut an meinem Körper jetzt beeindrucken, oder was sollte das Ganze? Glaubt mir, ich hatte schon soviel Blut an mir, dass es für zwei Leben reicht. Und wo wir schon mal dabei sind, Ihr solltet so schnelle Bewegungen wie gerade eben in meiner Gegenwart vermeiden, meine Liebe. Es könnte sonst sein, dass ich Euch aus einem Reflex heraus absteche, und das wäre dann sehr bedauerlich, nicht wahr?“
 
Ein Grinsen legte sich erneut auf das Gesicht der Elfe. „Und wo wir gerade schon beim Austausch von „Höflichkeiten“ sind, mein Name ist Vernita. Aber da Ihr mich zu kennen glaubt, wisst Ihr das ja vielleicht schon. Und diese junge Dame heißt Leanora.“
 
Die Gemeinte, die noch immer ein wenig benommen war, lächelte nur etwas verlegen. Ihr war der Streit der beiden Frauen sichtlich unangenehm und wünschte sich wohl gerade an einen anderen Ort.
 
„So, das war das“, meinte Vernita abfällig. „Kommen wir lieber zu wichtigeren Dingen. Ich schlage Euch ein Geschäft vor, meine Liebe. Meine Gefährten und ich könnten noch einen Magier gebrauchen, nachdem unser letzter...nun sagen wir, einen Unfall hatte. Allerdings nur, wenn Ihr mehr drauf habt, als Euch vor meiner Nase auf die Fresse zu legen wie eben gerade. Und natürlich falls Ihr nichts gegen einen guten Kampf gegen einen übermächtigen Feind habt. Als Gegenleistung, verschaffe ich Euch ein sicheres Versteck und am Ende vielleicht auch Eure Rache, wenn Ihr nichts anderes als das anstrebt. Denkt aber nicht, dass ich das tue, weil Ihr mir leid tut oder weil ich eine so großherzige Person bin. Nur kann ich im Moment nun mal keine amoklaufende Halbelfe in dieser Stadt gebrauchen, welche die Wachen noch mehr aufscheucht, als sie es ohnehin schon sind. Das ist mein Angebot. Ihr könnt es annehmen, oder wir lassen Euch hier zurück und sehen Euch in ein paar Tagen auf dem Scheiterhaufen der Inquisition wieder. Also, wie sieht es aus? Werden wir uns handelseinig?“
 
 

#1182
Doomheart43

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Diese vermaledeite Elfe stieg einfach nicht von ihrem hohen Ross herunter, in gewisser Weise schienen sie sich sehr ähnlich zu sein. Diese Frau hatte einfach Talent dazu sie zur Weisglut zu bringen. Aber Neria versuchte ihre Worte so gut es ging einfach zu überhören und runterzuschlucken was ihr so alles auf der Zunge lag. So dickköpfig und unbelehrbar sie auch zu sein schien, sie hatte wenigstens Mumm in den Knochen und wusste was sie wollte, im Gegensatz zu den ganzen Schwächlingen die sie bisher abgeschlachtet hatte.

Das Thema Versteck lies Neria hellhörig werden und der sogenannte übermächtige Gegner trieb ihr ein leises schmunzeln über die Lippen. „Na gut wenn sie mich für ihre Zwecke einspannen wollen, dann werde ich meinen Teil des Deals einhalten, wenn ich schon in Denerim bin machen paar tote mehr oder weniger auch nichts aus, vielleicht geht es sowieso ins Gesindeviertel dann könne sie alles in einem Aufwasch erledigen“

Dann richtet sie ihr Wort an Vernita „Jetzt wo ihr mir euren Namen genannt habt, muss ich zugeben ihn nicht zu kennen, aber das ist nicht unbedingt negativ zu werten da ich alles Positive aus dieser Zeit verdrängt habe und mich nur an die Dinge erinnern kann die man mir angetan hat“

Obwohl ich mir nach unserer kurzen Bekanntschaft sicher bin dass das mit uns nicht gut gehen kann werde ich euch helfen diesen“ sie lächelte dabei und setzt süffisant fort „so übermächtigen Gegner zu besiegen. Doch was meine Sache anbelangt verbitte ich mir dass ihr oder eure Gefährten euch einmischt. Das ist mein Krieg und mein Kampf und ich habe jahrelang auf den Tag der Rache gewartet. Ich werde das Ganze jedoch durchziehen bevor ich mich in eure Dienste stelle.“

Zögerlich fuhr sie fort „Ich weis nicht in welche Probleme ihr verwickelt seid und wie viele Feinde ihr habt aber seid gewarnt wenn ich an eurer Seite bin werden es noch viel mehr werden, mehr als ihr euch vorstellen könnt. Ich habe Verbrechen begangen die wohl eure schlimmsten Albräume in den Schatten stellen.

Ach und wenn ihr auf so eine Art Aufnahmeprüfung besteht beziehungsweise eine Überprüfung meiner Fähigkeiten von mir verlangt, wie ich ihren Worten unschwer entnehmen konnte, dann lasst uns doch ganz einfach warten bis die Templer wieder hier sind.

„Noch etwas“ fügte sie mit warnenden Unterton hinzu „Solltet ihr mich jemals wieder als Bastard bezeichnen oder meine Herkunft in den Schmutz ziehen dann waren das eure letzten Worte….und unterlasst in dem Zusammenhang auch tunlichst eure Gefährten von meiner Abstammung zu unterrichten.“ Meine spitzen Ohren sind gut von meinen Haaren verdeckt somit wird wohl keiner auf die Idee kommen das ich eine Halbelfe bin“

Mit den Worten „wischt euch damit ab es war nicht meine Absicht“ reichte sie Vernita ein Stofftuch aus ihrer Tasche.

„Also warten wir nun auf die Templer oder gehen wir?“

Modifié par Doomheart43, 03 novembre 2010 - 05:41 .


#1183
Aliens Crew

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Vernita nahm das Tuch der Magierin entgegen und wischte sich damit das Blut aus dem Gesicht, bevor sie ihr den blutbefleckten Lappen wieder zurückgab.
 
„Ihr würdet wahrscheinlich nicht so reden, wenn Ihr meine Träume kennen würdet, meine Liebe“, grinste die Elfe ihr Gegenüber an. „Und da wir es schon mit dem Arl und seiner Privatarmee zu tun haben, die mit Verbecherbanden und korrupten Kirchenangehörigen paktieren, so kommt es wohl auf die zwei, drei Typen, die hinter Euch her sind, wohl auch nicht mehr an. Aber klären wir die Details besser woanders. Durch den kleinen Aufruhr, den Ihr hier angezettelt habt, komme ich heute Nacht sowieso nicht mehr dazu, das zu erledigen, was ich vorhatte, also können wir auch zurückgehen.“
 
Vernita wollte sich gerade abwenden, hielt aber noch einmal inne und sprach mit ernster Stimme weiter. „Eine Sache noch. Die Wichtigste überhaupt, sozusagen. Wenn wir zusammen in den Kampf ziehen, dann habe ich das Kommando. Wenn ich sage „spring“, dann fragt Ihr nur „wie hoch“. Ich bin in dieser Gruppe die Einzigste, die mit dem Führen von Kampfverbänden Erfahrung hat. Aus diesem Grund werde ich auch nicht mit Euch darüber diskutieren, ich hoffe, dass das deutlich war. Und Eure Rache werdet Ihr dann haben, wenn ich Euch sage, dass Ihr sie haben könnt, alles klar? Die Situation ist schon verfahren genug, weil so ein Schlauberger in meiner Begleitung auf die glorreiche Idee gekommen ist am helllichten Tag Leute an Häuserwände zu nageln. Ich brauche jetzt nicht noch jemanden, der während dieser Operation anfängt Amok zu laufen. Wenn wir in dieser Sache eine Übereinkunft finden, dann können wir sofort aufbrechen.“
 
 

#1184
SickOfItAll

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" Miri ... ? ... Miri ? .... höhrst du mich Miri ? " begann sie leise und Zaghaft . Sie wusste nicht wirklich was sie sagen sollte . " Es ... ich .... du bist hier in Sicherheit . Mach dir keine Gedanken , lass deine Sorgen für einen Augenblick fallen .  Kein Grund noch Angst zu haben , wir sind hier sicher . "  Sie quälte sich unter Schmerzen auf und wankte zu Miandra . bei ihrer Liege angekommen lies sie sich auf die Knie sinken . " Miri , ich bins . Seh mir in die Augen und lass die die Tränen raus . . . ich verspreche es , danach fühlt man sich einfach besser . " Sie wurde rot - in etwa vergleichbar mit einer blassen Tomate , denn sie wusste nicht ob Miandra ihre guten Worte auch als solche auffassen würde .

#1185
Doomheart43

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Neria nahm ihr Stofftuch zurück betrachtete es kurz und warf es achtlos über ihre Schulter auf den Boden. "Soso der Arl ist also das Ziel, na mit den paar Hampelmännern werden wir schon fertig werden" und nickte zur Selbstbestätigung während sie das sagte.

"Mir ist prinzipiell egal wer oder was das Sagen hat wenn ich dabei bin werdet ihr sowieso nicht viel zu tun bekommen und dadurch dementsprechend wenig zu sagen haben " Wenn es wirklich nötig sein sollte dann sagt mir halt wer das Ziel ist und ob derjenige mit viel oder wenig Schmerzen, mit lautem Knall oder leise sterben soll. Und wenn ich euch nur den Rücken freihalten soll dann kann ich ja mittlerweile ein Buch lesen" fügt sie scherzend hinzu.

"Doch was die andere Sache angeht" ihre Miene verfinsterte sich wieder "Ich lasse mir auf keinen Fall von euch sagen wann und an wem ich meine Rache haben darf" "Ich habe euch vorher gesagt das dies meine Angelegenheit ist und ich erwarte von euch dass ihr das respektiert. Ich werde Rache nehmen wann ICH es für richtig halte und auch wenn ihr mir die Informationen die ihr habt vorenthaltet, und nicht wann ihr es mir sagt. Wenn ihr damit nicht einverstanden seid dann vergessen wir einfach dass wir uns je gesehen haben.“

Modifié par Doomheart43, 03 novembre 2010 - 08:01 .


#1186
Kaysallie

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Nachdem Vernita und Leanora das Versteck verlassen hatten, blieb Miandra weiterhin in der selben Position sitzen, stoppte jedoch damit ein Lied vor sich her zu summen, sondern beobachtete stattdessen Rowan, wie diese versuchte die Langeweile durch irgendwelche Übungen wegzudenken. Doch eigentlich starrte Miandra ins Leere. Eine Art Last schien von ihr gefallen zu sein seit dem Vernita nicht mehr in demselben Raum war wie sie. Trotz alledem beschäftigten sie viele andere Gedanken.

Plötzlich begann das Mädchen irgendwas zu stottern und sie realisierte es erst wirklich als sich diese neben ihr zappelig auf die Knie fallen ließ. Hatte das Mädchen etwa Fieber? War der erste Gedanke der ihr durch den Kopf schoss. Wieso sollte sie nicht wissen wer sie ist, und warum sollte sie sich an der Schulter eines Kindes ausheulen? Das verstoß ohnehin gegen all ihre Prinzipien und zudem hatte sie überhaupt gar keinen Drang danach zu weinen.

Aber wahrscheinlich hatte das Mädchen wirklich Fieber, schließlich war sie auch ziemlich rot im Gesicht... und zudem wurde sie scheinbar stark verletzt bei dieser Aktion im Fort. Miandra konnte es ohnehin nicht befürworten, dass das Mädchen nun in diese ganze Sache verwickelt war, und dabei scheinbar fast gestorben wäre. Sie war viel zu jung für so etwas... Leid und Tod würden ihr ohnehin noch früh genug begegnen.

"Es geht mir gut, aber Ihr solltet Euch vielleicht ein wenig hinlegen und ausruhen.", erwiderte sie und versuchte Lydia anzulächeln was ihr nicht wirklich gelang.

"Wir haben noch viel vor...", fügte sie melancholisch hinzu, wandte den Blick wieder von dem Mädchen ab und starrte erneut ins Leere.


#1187
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„Wenn Ihr so darüber denkt, dann seid Ihr dümmer als Ihr ausseht“, erwiderte Vernita abwertend. „Ich habe mehr Attentate verübt als Ihr Monde alt seid und weiß daher, dass solche Dinge mit dem Verstand und nicht mit dem Herzen durchgeführt werden müssen. Außer Ihr strebt dabei ein Selbstmordkommando an, wofür ich aber überhaupt nicht bin. Also lasst Euch Eure Arroganz und Überheblichkeit nicht zu Kopf steigen. Ich kenne keinen abtrünnigen Magier, der eines natürlichen Todes gestorben wäre, und wenn Ihr nicht lernt Eure Entscheidungen durch Euer Hirn nicht durch Euer Herz treffen zu lassen, dann werdet Ihr das auch nicht. Aber genug der Worte. Wir verschwinden von hier. Folgt mir. Und meidet das Licht. Niemand darf uns sehen.“
 
Die Elfe kreiselte herum und lief schnellen Schrittes die Gasse entlang, bis die Dunkelheit sie verschluckt hatte. Leanora warf der Magierin noch einen unsicheren Blick zu, bevor sie Vernita folgte. Gemeinsam machten sie sich direkt auf dem Weg zurück zur Schmiede.
 
 

#1188
SickOfItAll

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" Mir geht es wieder einigermaßen gut . Noch ein paar Tage ruhe und Vorsicht und mein Brustkorb ist wieder zusammengewachsen . Ich mache mir Sorgen um dich . Ich versteh es manachmal nicht ... aber vielleicht muss ich es auch nicht . Harren wir der Dinge die da kommen , das wir sie tragen können haben wir gezeigt . " sagte sie . lächelte und legte , vorsichtig darauf bedacht Miandras Rücken nicht zu berühren , ihr einen Arm um die Schulter , drückte sie kurz und stand danach auf um sich zurück in ihre Kissenburg zu begeben , wobei ihr dies weniger Schmerzen bereitete , als sie zunächst befürchtet hatte . Ein kleinwenig zufrieden lies sie sich in ihre Kissen sinken , zog sich die Decke bis zur Nasenspitze und seufzte . Sie schloss die Augen und döste noch ein wenig vor sich hin , dabei ihre Gedanken abschweifen lassend und über vergangenes und zukünftiges nachdenkend .

Modifié par SickOfItAll, 03 novembre 2010 - 08:50 .


#1189
Kaysallie

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Kurz verkrampfte sich Miandra als ihr Lydia plötzlich um den Hals fiel. Damit hatte sie nicht gerechnet, doch dabei war es eigentlich absehbar für ein solch stürmisches Kind. Miandra ließ es geschehen auch wenn es ihr nicht gefiel. Sie wollte kein Mitleid und keine Fürsorge von jemanden dessen Mutter sie sein könnte, da sollte es schon eher umgekehrt sein. Zudem kannte sie Lydia kaum.. wieso sorgte sich diese um sie? Weil man sie im Fort gefoltert hat? Mehr wusste diese schließlich nicht über sie. Doch vielleicht war das der Grund.. zumindest klang es plausibel für ein junges Mädchen, welches noch voller Zukunftsträume war und Leid aus dem Weg gehen möchte, sich wohl nach einer Familie sehnt..

Aber vielleicht waren das eher ihre eigenen bereits lange gestorbenen Träume. Sie schob das Thema gedanklich zur Seite, da sie das Mädchen ihrer Ansicht nach eindeutig zu wenig kannte, um darüber nachdenken zu können, was in ihr vor ging.

Stattdessen rappelte sie sich von ihrer inzwischen ungemütlichen Position auf und ging in gebückter Haltung zu dem Wasserfass. Dort angekommen trank sie einen halben Becher leer und wusch sich das Gesicht. Dabei fiel ihr auf, wie dringend sie ein Bad nötig hätte und hoffte, dass sie nicht mehr allzu lange in diesem lebendigen Grab sitzen würden.

Miandra nahm sich anschließend einen halben Brotlaib aus einem der Säcke und begab sich mit diesem sowie dem Becher zurück zu ihrer Liege, wo sie sich erneut in die Decke hüllte und damit begann das Brot zu verspeisen, wobei sie gedanklich jedoch an einem anderen Ort war.


#1190
Doomheart43

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Vernita dürfte an ihren ständigen Belehrungen Gefallen finden, sie hörte einfach nicht damit auf. Neria war schon viel zu müde um darauf einzugehen. Doch Vernitas letzten Satz ließ sich Neria noch einmal auf der Zunge zergehen und murmelte ihn nach, während sie eiligen Schrittes Leanora hinterher lief, die Vernita gefolgt war. „Sie solle mit dem Verstand und nicht mit dem Herz Entscheidungen treffen“

„Ihr Herz hatte sie schon vor langer Zeit verloren, man hatte es ihr regelrecht herausgerissen“ stellte sie fest.

Ihre beschlagenen Stiefel klapperten durch die Gassen, zu laut wie sie glaubte deshalb blieb sie kurz stehen, zog die Schuhe aus und nahm sie in ihre Hände um dann sogleich den beiden Frauen nach zu hetzen.

Sie huschten wie drei Schatten durch die verwinkelten Gassen. Neria hatte die beiden Frauen gerade eingeholt als Vernita abrupt stehen blieb und an eine Tür  klopfte. Die Tür öffnete sich einen Spalt, offensichtlich wurde Vernita erkannt und sie wurden eingelassen. Neria betrat ein Gebäude das wie ein Verkaufsraum aussah. Vernita flüsterte mit dem Mann einige Worte, wahrscheinlich klärte sie ihn über Neria auf zudem dürfte Vernita sich über etwas, was den Mann betraf, ärgern. Sie schnappte nur flüchtig einen Namen auf „Kylar“. Vernita gab Neria ein Zeichen ihr ins Hinterzimmer zu folgen. Auf dem Weg dorthin drängte sie sich bei dem Fremden vorbei, kurz streiften sich ihre Blicke und Neria zuckte zusammen.

„Schon wieder ein Elf grummelte sie in sich hinein“ Der junge Elf sah recht gut aus dennoch hätte er ihr tot noch besser gefallen. Leanora lächelte Kylar an als hätten die beide etwas miteinander.
Neria die Leanora erstmals im Licht sah war erleichtert das wenigstens die blonde, hübsche Frau kein Elf war.

Im Hinterzimmer angelangt gingen sie Treppen nach unten bis sie Vernita einen versteckten Zugang öffnete und sie einen kleinen Raum betraten der anscheinend als eine Art Lagerraum diente.

Der modrige Geruch der ihr in die Nase stieg erinnerte sie irgendwie an das Kellergewölbe im Zirkel, wo sie ihren Studien nachgegangen war.

Der Raum war dürftig mit 2 Fackeln beleuchtet die an der Kellerwand hingen. In einer Feuerstelle loderte ein kleines Lagerfeuer; darüber hängendes Kochgeschirr und der Duft von Essen deutete darauf hin dass es kürzlich als Kochstelle benutzt wurde. Etwas weiter am Rand standen einige Sessel und ein Tisch, auf ihm eine Kerze die schon in ihren letzten Zügen lag. Hinter dem Tisch waren einige provisorische Betten, die teilweise aus simplen Schlafmatten bestanden, an der Kellerwand entlang aneinandergereiht.

Neria fühlte wie ein beklemmendes Gefühl in ihr hochstieg. Sie hasste enge Räume wenn sie sich nicht sogar zugestehen musste Raumangst zu haben. „Als Magier muss man auf Abstand zu seinen Gegnern bedacht sein wenn man den nicht hat kann das tödlich enden.“ Instinktiv suchte sie sofort nach einer Möglichkeit wie man sich hier am besten verteidigen könne.

Erst jetzt bemerkte sie dass sich weitere Personen in dem Keller befanden. Um sie besser erkennen zu können ging sie langsamen Schrittes in Richtung des Tisches vor dem sie stehen blieb, Während das schwache Kerzenlicht in ihren Augen flackerte, musterte sie kritisch die illustre Runde. Auf einem der Betten erblickte sie einen schlafenden Mann der ein Krieger zu sein schien.  Davor konnte sie  eine junge Frau betrachten die unmotiviert rumhüpfte. "Etwas spät für Morgensport "dachte sie belustigt.

Ihr Blick wanderte weiter und verweilte bei einer schwarzhaarigen Frau die im Bett daneben gedankenverloren kauerte. Sie schien Schmerzen zu haben da sie in einer unnatürlichen Haltung verweilte. Schließlich warf sie ihren Blick auf die beiden Frauen die sie in der Ecke des Raumes vorfand. Die eine war Leanora die mittlerweile auf dem Bett das dort stand Platz genommen hatte. Nach näherer Betrachtung erkannte sie, dass es sich bei der anderen um ein Elfenmädchen handelte das sich offensichtlich erfreut über Leanoras Rückkehr an den Körper der Menschenfrau schmiegte.

„Was in des Teufels Namen macht dieser Elfenbengel hier“ schnaubte sie wütend in den Raum und war gerade im Begriff sich selbst zu vergessen.

„Ein Kind dabei zu haben bedeutet nur zusätzliche Gefahr die man sich nicht leisten könne außerdem ist es elfischer Herkunft“ schoss es ihr durch den Kopf.
„Ich sollte es töten doch dann hätte ich wahrscheinlich das ganze Lumpenpack hier auf dem Hals, wer weiß was ihnen an der Göre liegt“ spinnt sie den Gedanken weiter.
„Doch sie war nicht hier um zu töten, zumindest noch nicht, denn ihr Rachefeldzug im Gesindeviertel hatte Vorrang zudem brauchte sie ein Versteck wo sie danach untertauchen könnte. Es wäre töricht alles wegen einem Kind aufs Spiel zu setzen.“

Mit schnellen Schritten ging sie um den Tisch herum und verharrte in stoischer Haltung vor den beiden.
Die Kleine war sichtlich von ihren forschen Worten erschrocken und drückte sich nun noch mehr an Leanora. Neria war nicht entgangen dass das Elfenmädchen verletzt war und raunte über ihre Schulter hinweg zu den anderen Anwesenden.

„Was seid ihr nur für ein armseliger Haufen das ihr ein Kind für euch kämpfen lässt?“ Ihre Worte waren noch nicht im Gewölbe verhallt fuhr sie fort. “Wie wollt ihr euch selbst verteidigen wenn ihr nicht einmal diese “sie schnappt kurz nach Luft um ein passendes Wort zu finden „Elfenbrut schützen könnt?“

Sie drehte sich forsch zu Vernita um die noch bei der Tür verweilte und wirft ihr spöttisch zu „Ein Resultat eurer hervorragenden Führungsqualitäten? oder habt ihr der Göre das Messer selbst in die Brust gerammt weil sie nicht nach eurem Befehl gehandelt hat?“

Dann wandte sie sich wieder dem Elfenkind zu

„Ob ich will oder nicht ich muss dieses Kind heilen, das elende Gewimmer würde ihr den letzten Nerv rauben zudem stellte es in diesem Zustand eine Gefahr für alle hier unten dar. Was wäre wenn sie flüchten oder erneut kämpfen müssten?“ und dachte an Vernitas vorhaben.

„Der blonde Engel neben ihr machte ihr nicht den Eindruck als würde sie das Kind in Stich lassen, und wenn die Blonde nicht geht…..Neria zählte eins und eins zusammen und sah sich schon so gut wie in einem Kampf der nicht ihrer war. Ich muss einige Tage mit den Leuten hier auskommen bis sich die Dinge in Denerim etwas beruhigt haben also nehme ich das kleinere Übel in Kauf“

„Gebt mir ein Messer" herrschte sie die Anwesenden an, doch während sich deren Mienen ob ihrer bisherigen Worte nur verfinsterten machte keiner auch nur Anstalten ihrem Wunsch Folge zu leisten. Verärgert kramte sie in ihrer Tasche nach ihrem eigenen Dolch, nahm ihn zur Hand und schloss mit einem schnellen Schritt die flüchtige Lücke die sie noch von dem Elfenmädchen trennte.

„ ….sie spürte wie die Luft vor Spannung vibrierte die trügerische Stille wirkte gespenstisch und bedrückend zugleich, man konnte sogar das flackern des Kerzenlichts hören das durch den leichten Luftzug der durch den Türspalt kam verursacht wurde, die Hände aller Anwesenden näherten sich unscheinbar ihren Waffen, bereit jeden Moment aufzuspringen und über Neria herzufallen.“

Bevor jedoch die Situation eskalierte schnitt sich Neria für alle sichtbar in den Unterarm aus dem sogleich ein kleiner Rinnsal ihres Blutes auf den Steinboden zu tropfen begann und erklärte mit ruhiger Stimme.

„Ich verwende keinen herkömmlichen Heilzauber, da diese die Verletzungen nur oberflächlich heilen können und kurzfristig helfen. Ich habe einige Zauber erlernt die eine Mischung aus Geistheilung und Blutmagie sind. Damit kann ich Wunden, die noch relativ frisch sind, komplett heilen. Allerdings ist diese Prozedur mit großen Schmerzen verbunden da der Heilprozess innerhalb von Sekunden stattfindet“

„Du erträgst doch Schmerzen oder?“ befragte sie die junge Elfe und sah sie dabei mit durchdringendem Blick an. Doch als sie ihr verweintes Gesicht sah verzichtete sie darauf die Antwort abzuwarten, schüttelte lediglich verächtlich den Kopf und beschloss den Part mit den Schmerzen selbst zu übernehmen.

„Wenn die hier zum Schreien beginnt haben wir innerhalb von Minuten die gesamte Stadtwache oder wenn es noch schlimmer kommt die Templer auf dem Hals“

Sie kniete sich vor das Bett, zog die junge Elfe unsanft zu sich heran, fasste mit festem Griff ihre Hand, schloss ihre Augen und murmelte für die anderen unverständliche Worte. Ihre Hände fingen dabei in einem blassen rot zu schimmern an und ein rötlicher Nebel breitete sich innerhalb weniger Sekunden über den gesamten Körper des jungen Mädchens aus. Neria zuckte nur kurz zusammen als der Schmerz des Heilvorganges ihren eigenen Körper erreichte.

Selbstzufrieden betrachtete sie das Resultat ihres Heilzaubers, stand wieder auf und sprach „Braucht noch wer Heilung?“ Dann richtete sie ihr Wort herausfordernd direkt an die schwarzhaarige Frau.

„Was ist mit euch meine Liebe? Erlaubt es euer Stolz sich von mir helfen zu lassen? Ihr scheint mir ja ziemlich mitgenommen zu sein. Oder zieht ihr es vor eure Gefährten zu gefährden weil ihr nicht voll einsatzfähig seid? Ich kann und will es mir ehrlich gesagt auch nicht leisten von euch wegen eurer Verletzungen aufgehalten zu werden. Bevor ihr mir jedoch antwortet möchte ich euch darauf hinweisen dass ich für euch den Part mit den Schmerzen nicht übernehmen werde“,

ihr Blick streift über ihren Körper und sie fügt dem gesagten hinzu „Wie es mir scheint seid ihr Schmerzen ja irgendwie gewöhnt zu sein.

In Erwartung einer Antwort starrte sie die schwarzhaarige mit ihrem kalten, ausdrucklosen Blick an, während sie mit dem Dolch in ihrer Hand spielte.

Modifié par Doomheart43, 04 novembre 2010 - 10:38 .


#1191
Aliens Crew

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„Nun, wenn Ihr es unbedingt wissen müsst“, meinte Vernita sichtlich genervt über die Bemerkungen dieser mehr als vorlauten Magierin. „Wir haben zu sechst Fort Drakon gestürmt und uns mit der ganzen Garnison angelegt, und dabei hat sich die Kleine sogar als nützlich erwiesen. Zumindest als nützlicher als Ihr es bisher wart, denn außer Eurer großen Klappe, habt Ihr bisher noch nichts gezeigt, abgesehen davon Euch vor meinen Füßen im Dreck zu wälzen. Und wo wir gerade dabei sind, der Einzige, der bei diese Aktion draufgegangen ist, war Hennrik. Aber der war ja auch Magier, und die kratzen ja immer ab, wenn es hart auf hart kommt, nicht wahr? Frage mich nur, wie lange Ihr braucht, bis wir Euren Kadaver irgendwo zurücklassen müssen. So wie Ihr Euch aufführt, wird es wohl nicht mehr allzu lange dauern.“
 
Die Elfe durchquerte den Raum, während sie Neria dabei beobachtete, wie sich diese mit Lydia beschäftigte. Auch wenn Vernita die Kleine nicht wirklich mochte, so missfiel es ihr, dass dieser Neuankömmling für soviel Unruhe in der Gruppe sorgte. Und für jemanden, durch dessen Adern selbst elfisches Blut floss, war sie verdammt rassistisch gegenüber ihren eigenen Wurzeln. Das könnte sich noch als Problem herausstellen. Genauso wie die Tatsache, dass dieses Weib eine Blutmagierin war, denn gegen die nützten Vernita ihre üblichen Managentzugstränke nichts. Aber sie hatte doch noch dieses Spezialgebräu, welches einem das Blut in den Adern gefrieren ließ, oder? Die perfekte Waffe gegen jeden großmäuligen Blutmagier.
 
Vernita erreichte ihre Sachen und prüfte sogleich ihre Vorräte. Ihre Sprengladungen gingen langsam zur Neige, da musste sie bald für Nachschub sorgen, aber eines ihrer Anti-Blutmagierelixiere hatte sie noch. Ein zufriedenes Grinsen legte sich auf ihre Lippen, welches sofort wich, als sie merkte, dass Neria nun mit Miandra sprach und diese offenbar herausforderte. Sofort schnappte sich die Elfe eines ihrer Schwerter und nährte sich damit schnellen Schrittes der Magierin, die ihr momentan den Rücken zudrehte. Nachdem sie diese kurz darauf erreicht hatte, drückte sie Neria die Spitze ihrer Waffe ins Kreuz.
 
„Ich würde bei dem, was Ihr nun vorhabt, sehr vorsichtig sein, meine Liebe“, zischte Vernita böse. „Ansonsten endet Euer Leben schneller, als Ihr „Blutmagier“ sagen könnt. Und da ich weiß, dass Ihr mich ansehen müsst, um Eure Zauber wirken zu können, solltet Ihr besser nicht versuchen Euch umzudrehen, klar?“
 

Modifié par Aliens Crew, 04 novembre 2010 - 10:22 .


#1192
Kaysallie

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Miandra hatte gerade das letzte Stück des trockenen Brotes gegessen, als man plötzlich vernehmen konnte, dass jemand die geheime Schiebetüre öffnete. Etwas ungläubig musterte sie die Frau, welche zusammen mit Vernita und Leanora durch den Gang stolziert kam. An der eher abgenutzten Kleidung und dem Stab erkannte man sofort, dass es sich um eine Magierin handelte. Schnell zeigte sich auch, dass diese wohl sehr von sich selbst überzeugt war. Ob das ein Vor- oder Nachteil war, würde sich wohl noch früh genug herausstellen.

Erst dachte Miandra, Vernita würde diese Neue irgendwie kennen - warum sonst sollte sie diese mit in das Versteck nehmen? Aber schnell erkannte sie an Vernitas Verhalten, dass diese ihr weniger als nur gar kein Vertrauen schenkte. Scheinbar gabelte sie die Frau draußen auf, was auch eine Erklärung dafür wäre, wieso sie so schnell wieder zurück waren, und nahm sie mit, da Magier eine starke und mächtige Waffe waren.. sofern man sie auf der eigenen Seite hatte. Doch diese war wohl alles andere als Hand zahm.

Unschlüssig darüber was sie nun von dem Ganzen halten sollte, beobachtete Miandra wie die Magierin Lydias Wunden heilte. Blutmagie war verboten, also war sie wohl eine Abtrünnige, die bestimmt von Templern gejagt wurde.. das fehlte ihnen ja gerade noch.

Ehe Miandra etwas auf die Frage antworten konnte, überschlugen sich erneut die Ereignisse, und nur eine Sekunde später stand Vernita hinter der Magierin und drückte dieser die Spitze ihres Kurzschwertes an den Rücken, verbunden mit einigen drohenden Worten.

Miandra ignorierte Vernitas Reaktion und wandte sich an die Magierin, "Euer Eifer ist bemerkenswert, dennoch bezweifle ich, dass eine schnelle Heilung der Wunden unserer Situation einen Vorteil verschaffen würden. Ob ich nun gesund hier fest sitze, oder verwundet, was macht es für einen Unterschied? Zudem habe ich kein Interesse an Eurer Hilfe, oder habe ich Euch darum gebeten? Und sehr vertrauenswürdig seht Ihr mir auch nicht gerade aus...", abschätzig musterte Miandra die Magierung erneut.

"Ach und ich bin nicht Eure Liebe, also spart Euch Eure Worte und erklärt Euch lieber, oder haltet einfach die Klappe und sucht Euch einen Platz welcher nicht in meinem Blickfeld liegt.. von dem Gezicke was Ihr von Euch gebt, bekommt man ja Kopfschmerzen..."

Miandra wandte den Blick kopfschüttelnd und desinteressiert ab. Was sollte schon geschehen? Entweder würde sich diese fügen, oder sie hätte ein Kurzschwert im Rücken stecken.. Und wenn nicht.. so würden sie eben alle sterben.. ob jetzt oder später, was würde es für einen Unterschied machen. Miandra war das alles ziemlich egal.




#1193
Doomheart43

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Neria hatte die schwarzhaarige also richtig eingeschätzt, sie war sich anscheinend zu gut um ihr Angebot anzunehmen, oder hatte sie einfach nur Angst vor Schmerzen? „Hochmut kommt vor dem Fall“ dachte sie sich und in ihrem Zustand würden sie wohl oder übel auf die schwarzhaarige verzichten müssen. „Ob das Vernita bewusst war?“ fragte sie sich. Die Frau unterschied sich in ihrer lieblichen Art in keinster Weise von Vernita. „Die beiden könnten Zwillingsschwestern sein“ stellte sie hämisch fest.
 
Kaum einen Gedanken an Vernita verschwendet zeigte die sich auch schon wieder von ihrer besten  Seite als Neria ihre Schimpftriaden vernahm und Vernita ihr obendrein diesmal ein Schwert in den Rücken drückte um offensichtlich  ihren Worten den nötigen Nachdruck zu verleihen.
 
Gelassen, ohne sich umzudrehen, entgegnete Neria
 
„Seid ihr wirklich so töricht um zu glauben dass ich mich umdrehen muss um zu zaubern? Ich weis nicht mit welchen erbärmlichen Magiern ihr es bisher zu tun hattet, oder wer euch diesen Irrglauben in euer Hirn, sofern ihr überhaupt eines habt, gesetzt hat. Kennt ihr den Unterschied zwischen Angriffs- und Verteidigungszauber? Offensichtlich nicht" bestätigte sie trimphierend  ihre eigenen Worte.

"Ihr seid anscheinend versessen darauf eure Kräfte  mit mir zu messen, anders kann ich mir euer Verhalten nicht erklären. So wie es aussieht sind euch die persönlichen Differenzen die ihr mit habt wichtiger als euer Vorhaben".
 
“ Gut“ fuhr sie fort „dann stecht jetzt zu. Ich kann euch zwar tatsächlich nicht zuvor töten, aber ich garantiere euch dass ihr mit mir sterben werdet, denn ich sorge dafür, dass mit jedem Tropfen Blut den ich vergiesse ihr mitbluten werdet. Also wenn ihr euch nicht hundertprozentig sicher seid mehr Blut in euch zu haben als ich,  dann würde ich es an eurer Stelle sein lassen.“
 
Kaum hatte sie die letzten Worte gesprochen begannen Nerias Augen rötlich zu glühen und ein rosafarbener Schleier  umhüllte ihren Körper. Sie drehte sich langsam zu Vernita, fixierte mit beiden Händen deren Schwert und drückte ihren Körper langsam gegen die gezückte Waffe.  Wie das Schwert langsam in ihre Magengrube eindrang, und Blut aus der kleinen Wunde zu triefen begann, stand sie von Angesicht zu Angesicht mit Vernita und hauchte ihr mit leiser Stimme entgegen.
 
„Spürt ihr das?“ Als das Blut aus Nerias Bauchgegend auf den Boden tropfte schien Vernita dieselbe Menge Blut durch Augen, Nase und Ohren zu verlieren. „Seid ihr bereit zu sterben meine Liebe“ Neria presste ihren Körper noch mehr gegen Vernitas Schwert und blickte mit lüsternen Blick in ihr blutverschmiertes Gesicht.

Modifié par Doomheart43, 04 novembre 2010 - 02:30 .


#1194
Kaysallie

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Diese Magierin hatte echt Nerven. Saß in einem Raum aus Stein umgeben von sechs Leuten, die sie alle mit ihren Blicken fixierten und jederzeit dazu bereit wären ihr die Kehle durchzuschneiden, und wagte es ihre Blutmagie gegen eine dieser sechs Personen anzuwenden?

Entweder war sie dumm, lebensmüde oder einfach nur stur und überheblich. Miandra hatte nun definitiv genug von dieser jungen Magierin, die glaubte sie könne sich alles erlauben nur weil sie magiebegabt war.

Ohne weiter darüber nachzudenken nahm Miandra eine der Bandagen, stand auf - wobei sie die Schmerzen einfach runterschluckte, was ihr dank der Wut auf diese Göre recht gut gelang - diese hatte eindeutig den falschen Tag erwischt um sich hier aufzuplustern - und ging relativ schnell zu den Beiden. Mit nur einer einzelnen Bewegung rollte sie die Bandage währenddessen auf und nahm diese doppelt damit sie robuster war.

Kaum hatte sie die Magiern ,welche ihr den Rücken zudrehte und irgendetwas von sterben faselte, erreicht, schnürte sie ihr die Bandage um den Hals, indem sie ihr diese wie ein Lasso über den Kopf warf. Anschließend zog sie diese fest, sodass es der Magierein die Kehle zuschnürte, und man ein kurzes Röcheln vernehmen konnte und zerrte sie zwei Schritte von Vernita fort. Mit der freien Hand entriss sie dieser den Stab welchen die Magierin am Rücken trug, warf diesen achtlos zur Seite, packte die rechte Hand der Frau und drehte diese auf ihren Rücken - was bestimmt sehr weh tat, da sie kurz zusammenzuckte - und schnürte die Bandage fester, während sie ihr relativ tonlos ins Ohr flüsterte, "Also entweder Ihr seid artig oder Euch wird bald die Luft ausgehen. Ich für meinen Teil habe keine Lust auf solch Kindereien.."

Auch wenn Miandras Wunden höllisch spannten, so ließ sie sich die Schmerzen nicht anmerken. Diese Magierin war vielleicht mächtig was Zauber anbelangt, aber von so etwas wie Kraft- und Ausdauertraining hatte diese wohl noch nie etwas gehört, denn aus dem Griff konnte sie sich so schnell nicht befreien.

Modifié par Kaysallie, 04 novembre 2010 - 03:24 .


#1195
Aliens Crew

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Vernita kochte vor Wut. Diese Magierin war eindeutig zu weit gegangen. Ihr erster Impuls war es, dieser großmäuligen Frau einfach ihr Schwert in den Körper zu rammen, ganz gleich, was dann auch passieren würde. Doch ehe es dazu kam, mischte sich Miandra ein, die einige ihrer Bandagen um Nerias Hals schnürte und ihr damit die Kehle zudrückte. So konnte sich das Blatt auf einmal wenden. Mit grimmigen Blick trat sie auf die Magierin zu, wobei sie ihr Schwert achtlos zur Seite warf. Dies würde sie jetzt nicht mehr brauchen.
 
„Es gibt viele Methoden jemanden zu töten, Magierin“, zischte sie böse, bevor sie der Angesprochenen einen Fausthieb auf deren Wunde verpasste, woraufhin diese aufstöhnte. „Dazu brauche ich nicht einmal Euer Blut zu vergießen. Mich interessiert eigentlich nur noch, was Ihr Euch eigentlich erdreistet, mich so herauszufordern. Ich rette Euren Arsch vor Euren Häschern, schlage Euch einen Handel vor und gewähre Euch Zuflucht, und was ist der Dank dafür? Ihr spielt Euch auf, als wäret Ihr der Erzdämon persönlich, beleidigt und bedroht meine Gefährten und wundert Euch darüber, dass ich nicht tatenlos danebenstehe? Und dann habt Ihr auch noch die Unverschämtheit, mich mit Eurer abartigen Blutmagie zu belegen, weil ich Euch zur Raison rufen will? So etwas von Arroganz und Hochmut ist mir ja noch nie begegnet! Ihr werdet jetzt augenblicklich diesen Fluch von mir nehmen, wenn Ihr nicht wollt, dass ich Miandra Euch erdrosseln lasse oder Euch gar selbst das Genick breche. Und dann solltet Ihr mir besser einen guten Grund nennen, warum Euer Leben nicht hier und jetzt enden sollte!“
 
Ein gefährliches Funkeln lag bei ihren Worten in den Augen der Elfe.
 

Modifié par Aliens Crew, 05 novembre 2010 - 08:10 .


#1196
Doomheart43

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Als sich Neria gerade Vernitas Schwert noch tiefer reinrammen wollte, um so ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, spürte sie auf einmal wie sich eine Schlinge um ihren Hals legte, und sie unsanft von Vernita und deren Schwert zurückgerissen wurde.
 
Neria hatte gepokert mit hohem Einsatz, ihrem Leben und auch mit dem von Vernita. Dem war jetzt aber nicht mehr so.  Würde sie auf andere Weise getötet werden als das sie verblutete dann würde nur sie sterben.
 
Von ihrer misslichen Lage befreit kam Vernita sogleich triumphierend auf sie zu und schlug ihr auf die Wunde die das Schwert hinterlassen hatte. Abgesehen davon dass das höllisch schmerzte, spritzte das Blut nur so aus dem Stich in ihrer Magengrube. Unbeeindruckt, dass auch Vernita sogleich das Blut übers Gesicht rann, wurde sie von ihr  mit hasserfüllter Stimme mit Vorwürfen zugeschüttet. Zu allem Überdruss verlangte sie auch sofort von ihrem Blutpakt befreit zu werden, da sie Neria sonst töten würde.
 
„Also endet es jetzt und hier“ seufzte Neria melodramatisch „Ein unrühmliches Ende für sie, von einem Krüppel und einer Schurkin geschlagen“ dachte sie bei sich und grübelte danach über Vernitas Worte.
 
„Eigentlich hatte Vernita Recht, sie schenkte ihr ohne viel nachzufragen wer sie ist und was sie ist ihr Vertrauen, zumindest soviel dass sie Neria in ihr Versteck mitnahm. Sie gefährdete damit nicht nur ihre Gefährten sondern riskierte auch deren Loyalität, ob ihrer eigenwilligen Entscheidung,  zu verlieren und sie hatte nichts Besseres zu tun als diese auch noch zu untergraben. Scheinbar ist mein größter Feind mein Stolz und nicht mein mächtigster Gegner“ stellte sie resignierend fest.
 
Neria sah ihr Vorhaben Rache zu üben in weite Ferne gerückt.“ Was sollte sie der Elfe nun sagen?“ „Es gab keinen guten Grund sie am leben zu lassen oder doch?“ Nachdem der Blutpakt mit Vernita nun sowieso sinnfrei war beschloss sie den Zauber aufzuheben. Sie fuhr sich mit der freien linken Hand kreisförmig über die Wunde, murmelte ein paar Worte und Vernita hörte unmittelbar danach zu bluten auf.
 
Dann überlegte Neria krampfhaft ob es für sie nicht doch noch eine Möglichkeit gab die beiden zu besiegen. „Doch dazu war es zu spät sie waren zu nahe, und sie in einer zu misslichen Lage“ stellte sie bedrückt fest. „Also reden“ dachte sie bei sich…aber reden war noch nie ihre Stärke  „was sollte sie sagen?“ „sobald sie ihren Mund aufmacht merkt doch sowieso jeder dass sie voller Hass steckt“
 
Nach einigem Grübeln wie und was sie sagen sollte brachte sie mit erstickter Stimme hervor
 
„Ich bin eine Einzelgängerin, sodass ich so etwas das ihr Manieren nennt, nicht kenne. Bisher bedurfte ich auch keiner, da ich normalerweise nicht rede sondern einfach töte. Ob mein Auftreten richtig oder falsch ist können nur andere beurteilen. Anscheinend habt ihr gerade euer Urteil darüber gefällt“ stellte sie bestätigend fest.
 
Sie fuhr mit abschätzender Stimme fort
 
„Doch was mir auch fremd ist, ist die Tatsache, ein Schwert in den Rücken gesetzt zu bekommen wenn man jemanden Hilfe anbietet. Gehört das zu den guten Manieren? Ich dachte ihr wollt als Gegenleistung für meine Unterkunft meine Hilfe für euren Kampf“ und fügte dem hinzu „im Prinzip ein Kampf der nicht der meine ist“…..“und glaubt mir, ich hab beim Erbauer andere Sorgen.“
 
Sich rechtfertigend sprach Neria weiter.
„Und kaum betrete ich euer Versteck fällt ihr mir in den Rücken? Meine Reaktion war ein reiner Schutzmechanismus, sollte ich euch denn gewähren lassen? Wie würdet ihr handeln wenn ihr euch in die Enge getrieben fühlt? Das mindeste was ihr tun würdet wäre euch Respekt zu verschaffen oder?“ und blickte bei ihrer Frage Vernita tief in die Augen.  „Auch ich wollte lediglich Respekt oder glaubt ihr wirklich ich hatte den Tod gesucht?“
 
„Ich dachte ihr braucht einen Magier? Dabei hatte ich eher den Eindruck ihr hasst Magier und wolltet mich hier nur zur Strecke bringen. Wenn es wirklich so ist dann bringt es jetzt zu Ende. Ich habe keine Angst vor dem Tod, alles was ich war, ist eigentlich schon vor Jahren gestorben.“
 
In Erwartung jetzt ihr Ende zu finden schloss sie langsam ihre Augen.

Modifié par Doomheart43, 06 novembre 2010 - 03:46 .


#1197
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„Nun, natürlich können wir eine Magierin gebrauchen, keine Frage. Ihr habt nur eine seltsame Art von Hilfe anzubieten, Neria“, entgegnete Vernita spöttisch. „Die meisten Anwesenden in diesem Raum haben schon mehr Schmerzen durchlebt als gut für sie ist, insbesondere die Frau hinter Euch. Und Eure Hilfe besteht anscheinend darin, Ihr durch weitere Schmerzen zu helfen. Das ist nicht tragbar. Genau das wollte ich Euch begreiflich machen, als ich Euch mit dem Schwert bedroht habe. Denn Schmerzen führen nur zu weiteren Schmerzen und sonst gar nichts. Diese Lektion habe ich inzwischen gelernt, nur Euch scheint sie noch fremd zu sein. Wollt Ihr mir etwa erzählen, dass Ihr keine gewöhnlichen Heilzauber kennt? Ist das nicht das erste, was sie Euch im Zirkel der Magi beibringen? Wir haben Zeit, da unsere nächsten Schritte erst noch gründlich geplant werden müssen, also können unsere Wunden auch schonend behandelt werden.“
 
Die Elfe machte eine kurze Pause, bevor sie ernst und mit unbeweglicher Miene weitersprach. „Ich kann Euch teilweise sogar verstehen. Ich war auch mal eine Einzelgängerin und wie Ihr auf dem Pfad der Rache. Doch dieser Pfad führt nur zur Selbstzerstörung. Und auch, wenn die Rache an sich süß anmutet, so hat sie doch einen bitteren Nachgeschmack. Auch wenn ich Euch Euer Recht auf Rache nicht absprechen will, so sollte sie unserem eigentlichen Ziel nicht im Wege stehen. Ich biete Euch etwas, was weitaus wichtiger und bedeutender ist, als der Tod einiger Elfen. Eine Möglichkeit, Euren Namen reinzuwaschen, falls Euch an so etwas überhaupt gelegen ist. Die Feinde, gegen die wir antreten sind mächtig, gefährlich und korrupt. Aus einem uns unbekannten Grund entführen sie die Kinder des Landes. Und das sicher nicht im Auftrag Königin Anoras, dafür keine ich die Frau gut genug. Doch um diese Machenschaften aufzudecken benötigen wir Beweise. Unser aller Leben hängen davon ab. Aber ich denke, jetzt ist es erst einmal an der Zeit, dass Ihr uns erzählt, warum diese Elfen sterben sollen und warum Ihr Euer eigenes Volk so sehr hasst.“
 
 

#1198
Doomheart43

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Neria hatte eigentlich erwartet  den Todesstoss versetzt zu bekommen, doch anstelle dessen fing Vernita, in einem Ton den sie bisher von ihr nicht kannte, zu sprechen an. Sie öffnete wieder ihre Augen und sah sie verwundert an. „Gewährte sie ihr wirklich Gnade, Gnade die sie wahrscheinlich nicht zu geben bereit gewesen wäre?“ dachte sie ungläubig. Nachdem sie alle Worte in sich aufgesogen hatte räusperte sie sich kurz verlegen und wusste nicht so recht wie sie Vernita ihren Dank zum Ausdruck bringen sollte. Verzweifelt nach Worten ringend sah sie Vernita an und brachte kein Wort heraus „Ich kann es nicht“ hämmerte es in ihrem Kopf. Sie focht einen inneren Kampf aus da ihr so eine Situation äußerst peinlich und auch fremd war. Sie würde lieber Taten sprechen lassen schwor sie sich weil Worte ein Zeichen von Schwäche wären.
 
 
„Den Namen reinwaschen“ fragte sie ungläubig um von ihrer Verlegenheit abzulenken. „Das klingt gut aber ich glaube kaum dass mein Name noch rein zu waschen ist Doch ihr könnt selber darüber urteilen wenn ihr meine Geschichte gehört habt.
 
Mit ihren Händen schob sie ihre schwarzen Haare ein wenig zur Seite sodass alle ihre spitzen Ohren sehen konnten und begann mit ruhiger Stimme zu sprechen.
 
„Wie ihr unschwer erkennen könnt bin ich eine Halbelfe auch Bastard genannt “dabei sah sie Vernita mit einem warnenden Blick an. „Ich habe meinen menschlichen Vater niemals gesehen da er wegen der verbotenen Liebschaft mit meiner Mutter flüchten musste um so einer etwaigen Hinrichtung zu entgehen. Ich bin im Gesindeviertel hier in Denerim aufgewachsen und wurde von meinem eigenen Volk, ich wähnte mich eigentlich als Elfe"
fügte sie erklärend hinzu „wie eine aussätzige behandelt. Worte wie Bastard waren noch die harmlosesten Dinge die ich mir jahrlang an den Kopf werfen lassen musste.

Oft bin ich stundenlang in einer Ecke gekauert und hab geheult. Ich bin somit als Einzelgängerin aufgewachsen und hab die meiste Zeit am Hof meiner Mutter, die Viehzucht betrieb, verbracht.
Dort hatte ich auch, wenn auch unbewusst den ersten Kontakt mit Blutmagie die ich aber zu jenem Zeitpunkt noch nicht unter Kontrolle hatte. Ich rettete damals ein Jungtier vor dem sicheren Tod nahm aber dem Muttertier dadurch das Leben.

Mit 15 Jahren lernte ich Theofillas kennen, der Sohn eines Händlers im Gesindeviertel. Ich hatte die schönste Zeit in meinem Leben und durfte das erste, aber auch einzige Mal erfahren was Liebe ist. Doch unser Glück währte nicht lange da uns eines Tages ein paar halbwüchsige Elfen in einer Seitengasse auflauerten, Theofillas einen Dolch in die Brust rammten und mich vergewaltigen wollten.
Panik, Wut und blinder Hass haben meine Blutmagie entfacht und ich tötete damit einen der Widersacher um sogleich meinem sterbenden Freund wieder Leben einzuhauchen.
 
Dieser Vorfall hatte fatale Folgen auf mein Wesen und auf mein weiteres Leben. Endlich hatte man  einen Grund gefunden um mich loszuwerden. Ich wurde verhaftet, eingesperrt, und geschlagen und schließlich an die Templer ausgeliefert. Ich verdankte nur meinem jungen Alter dass sie mich nicht hingerichtet haben, sondern in den Zirkel der Magi brachten um meine Kräfte dort unter Kontrolle bringen zu können.
Im Zirkel lief es dann nicht anders als bis dahin nur mit dem Unterschied das ich aufgrund meiner magischen Kräfte gefürchtet wurde und mir deshalb die Läuterung verwehrt wurde.
 
Ich habe Tagein und Tagaus in der Bibliothek verbracht und hab mir fast alles selber beigebracht, und wie ich im Keller auf verbotene Bucher der Todes- und Blutmagie gestoßen bin hab ich auch diese Magiearten verinnerlicht beziehungsweise im Falle von Blutmagie diese zu kontrollieren gelernt. Man hat mich beim ausüben von Blutmagie erwischt und wollte mich endgültig hinrichten lassen. Doch ich bin ihnen zuvorgekommen und ich habe alle im Zirkel getötet.
 
Nachdem mich mein eigenes Volk gequält, verraten und verstoßen hatte, galt mein Hass den Elfen, wo auch immer ich ihnen begegnete hab ich getötet; Männer, Frauen, Kinder einfach alle“ Neria hielt kurz inne und überlegte ob sie Vernita und den anderen die ganze Wahrheit erzählen sollte und fuhr dann zögernd fort
 
„das ist auch der Grund wieso ich hier bin. Jene die mich zu dem gemacht haben was ich bin sollen büssen".
 
Sie richtet ihr Wort an Vernita „Wie ich bei unserer ersten Begegnung noch die Oberhand hatte wollte ich euch ebenso töten, doch ich erkannte das ihr auch anders seid, zudem erinnerte mich euer Tattoo an ein Mädchen in meinem Alter das im Gegensatz zu mir von den anderen nur ignoriert wurde“ dabei betonte sie das Wort `nur` abfällig
 
Neria holt kurz Atem und spricht nachdenklich weiter „Ihr solltet euch wirklich noch einmal überlegen ob ihr mich dabei haben wollt. Ich bin nicht nur eine abtrünnige Magierin, eine geächtete Gesetzlose, ich bin eine Mörderin und werde wegen meiner zahllosen Vergehen nicht nur von Kopfgeldjägern gejagt sondern auch von der Kirche mit ihren Templern. Wenn ihr mit mir gemeinsam gesehen werdet bevor ihr vielleicht eure Gnade von Anora bekommt braucht ihr euch über das Thema Gnade keine Gedanken mehr machen. Und wenn ihr glaubt ihr habt viele Feinde dann habt ihr dann ein Vielfaches davon.“
 
„Ich war es euch schuldig euch das nicht vorzuenthalten“
 
Zufrieden registrierte Neria das sie soeben was gesagt hatte was man irgendwie als Dankeschön werten konnte.
 
Nochmals spricht sie Vernita direkt an und sagt selbstkritisch „Ich habe wohl eure warnenden Worte über Rache vernommen, aber ich habe sie nur gehört und nicht gefühlt. Vielleicht werde ich das tun wenn es soweit ist, ich weis es nicht“
 
„Um noch einmal auf die Sache von vorhin zurückzukommen, gebe ich euch ein Versprechen gegen keiner eurer Gefährten jemals wieder einen Zauber einzusetzen, sofern ihr mich jetzt, wo ihr alles über mich wisst, noch in eure Gruppe aufnehmen wollt.“
 
Neria warf einen flüchtigen Blick auf ihren Bauch wo noch immer das Blut raustriefte und warf zögernd ein „Doch einen Zauber würde ich gerne noch wirken“ dabei drehte sie sich zu der schwarzhaarigen Frau die Vernita vorhin als Miandra bezeichnet hatte um, blickte ihr forschend in die Augen und bemühte sich redlich diesmal freundlicher zu fragen  „Um euch zu heilen wäre sehr viel Blut meinerseits nötig, Wenn ich hier schon so eine Sauerei veranstaltet habe, wollen wir doch das viele Blut nicht ungenutzt lassen oder was meint Ihr“
 
Bevor Miandra ihr antworten konnte fiel sie ihr erklärend ins Wort
„Lasst euch von mir helfen. Auch wenn ihr es aus Stolz nicht selber wollt, tut es für eure Gefährten, sie werden euch gesund brauchen. Oder wollt ihr riskieren einen von ihnen zu verlieren nur weil ihr eure Schwerthand nicht heben könnt? Vielleicht mag es euch gleichgültig sein was mit euch passiert aber gilt das auch für eure Gefährten?“
 
Sie betrachtete Miranda noch mal eingehend und stellte dann fest, „eure Wunden sind zu stark als dass hier ein normaler Heilzauber nützen würde. Ich kann euch die Schmerzen die ihr bei der Heilung haben würdet nicht ersparen, aber ich würde sie mit euch teilen".
 
"Und wenn ihr wissen wollt wem ihr euch gerade anvertrauen würdet, mein Name ist Neria." lies sie ihren Namen erklingen
Aber entscheidet bitte schnell ich muss meine Wunde bald schließen sonst kippe ich noch selber um.

Modifié par Doomheart43, 06 novembre 2010 - 09:23 .


#1199
Kaysallie

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Miandra hatte eigentlich nicht damit gerechnet, dass sich diese Magierin doch noch beruhigen würde und sah sie schon schlaff zu Boden gleitend vor sich. Doch als diese plötzlich damit begann ihnen ihre gesamte Lebensgeschichte zu erzählen, merkte Miandra, dass sie sich vielleicht geirrt hatte, und lockerte den Griff ein wenig.

Die Geschichte berührte und interessierte Miandra kein Stück, trotz alledem ließ sie die Magierin los und entfernte sich dieser zwei Schritte, da sie realisierte, wie nahe sie dieser eigentlich gerade gekommen war. Natürlich geschah das nur um sie daran zu hindern noch mehr Schaden anzurichten, aber jetzt wo diese keinen Schaden mehr anrichten wollte, sondern sogar Hilfe anbot, stieg in Miandra ein unwohles Gefühl hoch, als sie die junge Magierin so nahe neben sich spürte.

Kurz dachte sie über die Worte nach, und blickte einen Augenblick zu Vernita, um aus deren Gesichtsausdruck lesen zu können, wie sie darüber dachte. Natürlich war sie dagegen und hätte am liebsten gleich selbst das Wort ergriffen. Schnell blickte sie wieder zu der Magierin, die sich Neria nannte, und erwiderte etwas genervt mit einem Seufzer, "Also schön, wenn Ihr unbedingt darauf besteht."

Genervt wandte sie sich von dieser ab und ging mit schmerzverzerrter Miene zurück zu ihrer Liege. Durch die schnelle Reaktion von vorhin waren die Wunden bestimmt erneut aufgerissen. Als sie sich niedergelassen hatte blickte sie erneut zu Neria und fuhr ernst und etwas abfällig fort, "Ich habe jedoch kein Interesse daran meine Schmerzen mit Euch zu teilen, und glaubt ja nicht, dass ich Euch nun mehr vertraue als vorhin."

#1200
Doomheart43

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Anscheinend hatte Neria doch die richtigen Worte gefunden um Miandras Zustimmung zu erhalten. Doch bevor sie ihr zu ihrer Liege folgte, wandte sie sich zu Vernita , da ihr der kurze Blickkontakt zwischen Miandra und Vernita aufgefallen war. Irgendetwas sagte ihr, dass sie in dieser Sache auch Vernitas Einverständnis suchen musste. Vernita sah Neria sehr skeptisch an, die Sache schien ihr mehr Kopfzerbrechen zu machen als eigentlich angebracht gewesen wäre, mehr als nur das Misstrauen das sie Neria gegenüber hatte.  Schließlich nickte Vernita ihr doch zögerlich zu um sie allerdings im selben Moment unsanft zu sich zu ziehen und mit flüsterder Stimme  deutlich machte, dass bei dieser Heilung nichts schiefgehen dürfe. Die Art wie Vernita ihr das sagte war eher besorgter Natur als es eine Warnung sein sollte.
 
Neria folgte daraufhin Miranda zu ihrer Liege und kniete zu deren Füssen nieder.
 
„Nein meine Liebe ich werde euch die Schmerzen nicht alleine ertragen lassen, ich habe keine Lust auf eine weitere Konfrontation mit Vernita“ dachte sie insgeheim „Abgesehen davon würde Miandra kaum merken das der Schmerz nur halb so qualvoll sein würde“ beschloss sie ihre Gedanken und richtete ihr Wort an Miandra.
 
„Nachdem ihr zahlreiche Wunden habt und einige sehr stark sind geht das nun nicht so einfach nur mit Händchen halten wie bei dem Mädchen dort“ und deutete mit dem Kopf auf die junge Elfe. „Ich muss euch zumindest in der Nähe eurer Wunden berühren“ fuhr sie fort.
 
Neria bemerkte sofort das Miandra bei ihren Worte zusammenzuckte, sich verkrampfte und am liebsten doch auf ihre Hilfe verzichtet hätte. Ihr Blick hatte so etwas wie ´ich würde lieber sterben als mich von euch berühren zu lassen´. Doch Neria lies sich auf  keinen direkten Blickkontakt mir ihr ein und wirkte ganz sachlich als sie sprach
 
 „Schließt eure Augen und denkt ganz einfach an etwas Schönes, dann werdet ihr meine Hände gar nicht spüren. Über ihren Rücken hinweg warf sie Vernita noch zu „Lasst bitte diesmal euer Schwert stecken und unterbrecht mich in keinster Weise. Ein Abbruch des Zaubers würde unser beider Tod bedeuten. Die Blutmagie ist zwar mächtig aber gefährlich für alle die damit verbunden sind, aber das wisst ihr ja mittlerweile selbst“ fügte sie mit ernster Stimme hinzu.
 
Sie fühlte förmlich wie Vernita im Begriff war sie doch noch von Miranda wegzureißen und sprach schnell „Seid ihr bereit Miandra“ die zögerlich mit dem Kopf nickte. Neria fasste Miandra bei den Hüften, konzentrierte sich, sprach ihren Zauber und lies ihre Hände mit einer sanften Berührung über ihren geschundenen Körper gleiten. Nachdem sie ja beschlossen hatte den Schmerz zu teilen schimmerten beide in einem blässlichen Rot während der Heilvorgang andauerte.
 
Ein höllischer Schmerz durchfuhr Neria, sie lies sich aber trotzdem nicht aus der Konzentration bringen. „Wenn das nur die Hälfte ist möchte ich gar nicht wissen wie sich alles davon anfühlen würde“ schoss ihr durch den Kopf. Miandra dürfte es schlimmer erwischt haben als sie dachte. Die Heilung erwies sich als äußerst langwierig.

Es kam ihr vor als würden Stunden vergehen. Doch sie hatte in diesem Moment kein Gefühl für Raum und Zeit und fühlte nur den Schmerz und wie ihre Kräfte abnahmen. „Was haben die mit ihr gemacht?“ dachte sie wie sie nahezu am Ende ihrer Zauberkraft war. Mit eisernen Willen und in Gedanken an Vernitas Worte hielt sie ihre Konzentration und die Verbindung zu Miandra aufrecht, denn eines davon zu verlieren hätte sie beide getötet.
 
Doch endlich war es vollbracht, Neria sackte völlig entkräftet in sich zusammen. Der wenige Schlaf der letzten Tage, der hohe Blutverlust und die kräfteraubende Heilung taten ihr übriges dass sie schlaff auf den Boden sank, ihre Lider wurden schwer wie Blei und sie war im Begriff vor Miandras Liege einzuschlafen, was sie nach einem kurzen Augenblick, ohne zu spüren dass sie eigentlich auf dem nasskalten Steinboden lag, auch tat.

Modifié par Doomheart43, 06 novembre 2010 - 05:01 .