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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#1226
Aliens Crew

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Vom Lagerfeuer aus hörte Vernita beiläufig, wie sich Rowan und Sareth unterhielten. Eigentlich interessierte die Elfe nicht, was die beiden zu bequatschen hatten, doch als sie das Wort „draußen“ vernahm wurde sie hellhörig. Das konnten die beiden doch nicht ernst meinen, oder etwa doch?
 
„Ich hätte wissen müssen, dass ich dein Hirn treffe, wenn ich dir in die Eier trete, Kleiner. Du bist schließlich ein Mann“, spöttelte Vernita, während sie mit einem Stock in dem Lagerfeuer herumstocherte. „Aber ihr beiden wollt doch nicht tatsächlich jetzt einen Spaziergang durch die Stadt machen, oder? Davon rate ich euch dringend ab. Abgesehen von den Patrouillen der Stadtwache, die nach uns suchen, wimmelt es da draußen außerdem von Templern, die sich wohl jede verdächtig aussehende Person greifen, die sie finden können, um diese einzulochen, ein wenig zu foltern und dann auf den Scheiterhaufen zu stellen. Und das wird sicher kein angenehmer Zeitvertreib für euch beide, das kann ich euch versichern.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 07 novembre 2010 - 06:29 .


#1227
viento2

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Rowan zog tief die kühle Nachtluft ein, als sie vor die Tür getreten waren. Sie schaute sich intensiv um, damit sie nicht in eine Patrouillie der Stadtwache liefen. Als Sareth sie in eine kleine Seitenstraße führte, erkannte Rowan den Ort wieder. Sie war schon einmal hier gewesen und erinnerte sich an eine geschützte Stelle.

„Wir sollten ein bisschen vorsichtiger sein und hier nicht erhobenen Hauptes herumspazieren. Folge mir.“

Sie entzog Sareth ihren Arm und lief geduckt an den schäbigen Häusern entlang. Am Ende der Straße bog sie in eine sehr schmale Seitengasse ab. Ein Blick nach hinten versicherte ihr, dass Sareth ihr folgte. An einem schmalen Häuservorsprung blieb sie stehen.

„Ich hoffe, du kannst klettern“ grinste sie den Krieger an.

Dann schwang sie sich auf den Vorsprung hoch. Ihre Wunden protestierten schmerzhaft, doch sie ignorierte sie. Als nächstes zog sie sich auf ein angrenzendes Dach hinauf. Leise und geduckt lief sie über das Dach bis zu einem verfallenen Turm. Es handelte sich um einen alten, zum Teil eingefallenen Wachturm, der schon länger nicht mehr benutzt worden war. Rowan hatte ihn schon öfters als Versteck benutzt, wenn sie sich in Denerim aufgehalten hatte. Durch ein schmales Fenster gelangte sie in das Treppenhaus. Die Stufen waren staubig und rutschig doch sie waren intakt und führten die beiden hoch in die oberste Etage. Helles Mondlicht drang ihnen entgegen als sie die oberste Stufe erreichten. Das Dach war noch vorhanden, jedoch fehlte ein Stück Wand. Sie war zum großen Teil herausgebrochen und gab den Blick frei über den Marktplatz von Denerim.

Rowan trat näher an die Öffnung heran und setzte sich an den intakten Teil der Steinwand. Ein kühler Wind blies hier oben und sie zog ihren Umhang enger um sich. Die Wunde am Bein hatte angefangen, unangenehm zu pochen und unbewusst rieb sie mit ihrer Hand darüber.

#1228
starbroker1988

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Sareth hatte mühe Rowan zu folgen.Zwar war sie verletzt aber er ungeübt im klettern.Nach kurzem erreichten sie einen alten Wachtturm von dem Rowan wohl zu wissen schien.Als sie sich an die Öffnung,die einen guten Ausblick über den Markt gewährte, im Turm hinsaß tat Sareth das Selbige.

Er setzte sich direkt neben Rowan die etwas zu frieren schien und legte seinen Arm um sie.

"Wie geht es dir? Schmerzt dein Bein noch sehr ?"

#1229
viento2

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Rowan schaute auf ihre Hand.

„Ja, etwas. Aber es geht schon.“

Sie zögerte kurz und wirkte etwas unentschlossen. Dann gab sie sich einen Ruck und legte ihren Kopf auf die Schulter des Kriegers.
Auch wenn ihr das Gefühl noch neu war und etwas unbehaglich, musste sie sich eingestehen, dass sie die Nähe des Mannes genoss.

Modifié par viento2, 07 novembre 2010 - 07:13 .


#1230
starbroker1988

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Sareth war über Rowans Nähe sehr angetan.Er drückte sich noch etwas fester an sie und griff mit seiner Hand die Ihrige und streichelte leicht über sie.

Dann sah er auf den Markt mit seinen wenigen Lichtern.

"Schön,nicht wahr?"

#1231
viento2

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Rowan erschauerte, als Sareth sie an sich drückte. Sein Geruch umhüllte sie und seine Wärme ergriff Besitz von ihr.

„Mhhm“ stimmte sie ihm zu.

Sie blickte ebenfalls auf den Marktplatz, doch in Gedanken war sie bei ihm. Sie dachte an die Zeit in Orlais. Sareth war oft in ihrer Nähe gewesen und hatte ihr Komplimente gemacht. Damals hatte sie das nicht ernst genommen. Ihr wurde gelehrt, wie man sich verstellte um seine Ziele zu erreichen. Niemand war dort ehrlich zum anderen. Deshalb war sie immer davon ausgegangen, dass es auch bei Sareth so war.

Doch sie schien sich getäuscht zu haben.....oder? Konnte sie ihm wirklich trauen? Sie wünschte sich sehr, jemanden zu haben, bei dem sie nicht auf der Hut sein musste. Bei dem sie sich einfach fallen lassen konnte.

#1232
starbroker1988

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Sareth genoss es Rowan bei sich zu haben.Doch hatte er auch Sorgen in Bezug auf Rowan.

"Rowan....egal was geschieht,du kannst mir vertrauen.Ich hoffe du weißt das."


#1233
Doomheart43

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Neria wusste nicht wie lange sie geschlafen hatte als sie erwachte. Jedenfalls fühlte sie sich noch vollkommen ausgepumpt und schwach. Sie rieb sich die Augen und sah sich um. Der Krieger lag nicht mehr auf seinem Bett ebenso die Frau die bei ihrem Eintreffen so was wie Fitnessübungen machte hatte offensichtlich den Keller verlassen. Miandra die ihre Schlafstelle neben ihrer hatte schien tief und fest zu schlafen. Neria huschte ein verschmilztes Lächeln über das Gesicht während sie Miandra kurz betrachtete. „Haben wir zwei gestern unseren Stolz doch noch besiegt“ dachte sie „und es hat sich ausgezahlt“ murmelt sie bestätigend und beobachtete dabei die junge Elfe die inmitten des Raums herum sprang.
 
„Doch warum lag sie auf einer Liege“ überlegte sie krampfhaft „bin ich nicht vor Miandras Liege eingeschlafen?“ und bemerkte im selben Moment dass auch ihre Wunde versorgt worden war. Sie sah fragend zum Lagerfeuer wo Vernita kauerte „Die Elfe ist wirklich immer wieder für Überraschungen gut“ dachte sie dankbar.
 
Neria saß eine zeitlang auf ihrer Liege und dachte darüber nach ob sie wirklich nur aus Rache nach Denerim gekommen war. „Was war mit ihrer Mutter, die einzige die immer für sie da war?“ „Wieso dachte sie erst jetzt an sie, was hatte sie all die Jahre daran gehindert sie heimlich aufzusuchen?“ „Sie war so vom Hass eingenommen dass sie den einzigen Menschen vergessen hatte der ihr je was bedeutet hatte, bis auf Theofillas natürlich“ stellte sie selbstkritisch fest.
 
„Sie musste sie sehen, sofort, bevor sie sie noch Tod und Verderben ins Gesindeviertel bringt“ und nahm sich vor sich gleich auf den Weg zu machen. Sie wusste von der Gefährlichkeit ihres Vorhabens. Nicht nur dass sie gesucht wurde, fühlte sie sich noch ziemlich geschwächt von der Heilung Miarandas. Aber sie war sowieso nicht auf einen Kampf aus und würde auch ihren Zauberstab hier lassen um keinen Verdacht zu erwecken
 
Bevor sie das Versteck verließ ging sie zu Lydia und flüsterte ihr ins Ohr „Ich muss kurz weg, könntest du mir einen Gefallen tun?“ Bevor diese antworten konnte fuhr sie fort „Mein schwarzer Rappen Aris steht draußen vor der Stadt in einem kleinen Waldstück. Nimm dieses Stück Stoff von mir“ dabei riss sie ein kleinen Streifen aus ihrer Robe und überreichte ihn der jungen Elfe. „Lass Aris daran riechen und er wird mit dir kommen. Stell ihn im Stall der Taverne unter und sei vorsichtig, denn ich will nicht schon wieder Vernitas Schwert in den Rippen haben“ fügte sie abschließend hinzu
 
Kaum hatte sie die letzten Worte gesprochen, wandte sie sich um und griff sich einen Umhang von einem der Sessel, zog sich die Kapuze soweit es ging über den Kopf, und verließ den Keller. Vernita die gedankenverloren ins Feuer starrte schien Neria überhaupt nicht registriert haben.
 
Die Stadt war noch nahezu menschenleer dennoch machte sie um alle einen großen Bogen um nicht erkannt zu werden. Im Gesindeviertel angekommen ging sie direkt  zum Hof ihrer Mutter. Doch der Hof war verfallen und verlassen; von ihrer Mutter keine Spur. Nicht unweit des Hofes sah sie einen Bettler und steuerte diesen sogleich an, in der Hoffnung dass er ihr Auskunft über den verbleib ihrer Mutter geben könnte. Sie gab ihm ein paar Münzen  und fragte ihn „Sagt wisst ihr wo die Besitzerin dieses Hofes hingekommen ist?“
 
Der Bettler war offensichtlich erfreut über die kleine Spende und sprach zu ihr „Ah ihr meint wohl die gute alte Elissa Wyn…und kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Wynmondia“ half sie dem Bettler auf die Sprünge. „Ah ja so hieß sie, daran kann ich mich noch erinnern, es ist allerdings schon einige Monde her“ sprach der Bettler. „Sie wurde schwer krank und man hat sie ins Hospiz gebracht“ fuhr er fort.
 
 „Vielen Dank“ erwiderte Neria und wollte sich eiligen Schrittes auf den Weg machen, als sie sich noch einmal umwandte und den Bettler fragte „Wisst ihr zufällig auch etwas von Theofillas dem Sohn des Händlers“ Der Bettler entgegnete ihr mit ernster Stimme „Der arme wurde von seinem eigenen Vater verjagt da er eine Beziehung mit einer jungen Halbelfe hatte, die euch übrigens sehr ähnlich sah“ bemerkte er schmunzelnd. Neria warf dem Bettler noch einige Münzen zu und machte sich nun endgültig auf den Weg.
 
Sie hatte ihre Mutter eigentlich all die Jahre nicht vermisst weil sie nur mit ihren Rachegelüsten beschäftigt war. Doch jetzt wo sie so nah davor war sie anzutreffen oder von ihrem Tod zu erfahren überfiel sie irgendwie ein beklemmendes Gefühl. Theofillas würde sie wohl nie mehr wieder sehen, aber es wäre besser so, es ist soviel seit damals passiert“ dachte sie seufzend.
 
Im Hospiz angekommen traf sie einen Mann an, der gerade mit der Reinigung des Vorraumes beschäftigt war. Sie nannte ihm den Namen ihrer Mutter und befragte ihn nach deren verbleib.
Der Mann deutete auf den nächsten Raum und sprach „Sie liegt ganz hinten auf der linken Seite beim Fenster“ und fügt dann nachdenklich hinzu „sie lebt noch wenn man ihren Zustand so nennen kann aber ich glaube kaum das sie mit euch sprechen wird“
 
„Wieso sollte sie mit ihr nicht sprechen wenn sie doch lebt“ dachte Neria und betrat verunsichert den nächsten Raum wo sie der Beschreibung des Mannes folgte. Es roch penetrant nach Arzneimitteln und in den Betten lagen Patienten unterschiedlichen Alters die sie gar nicht genauer betrachtete, da sie schnurstracks das Bett am Fenster ansteuerte, wo sie ihre Mutter vermutete.
 
Als sie an das Bett herantrat schreckte sie entsetzt zurück, die Frau die sie im Bett antraf, konnte unmöglich ihre Mutter sein dachte sie ungläubig.
Die Frau war aschfahl, in einem von Falten durchsähten Gesicht Augen die leer und ausdruckslos auf die Raumdecke blickten, die Haare waren grau und zersaust, die Arme so dünn sodass man die Knochen durchschimmern sah, die knöchernen Finger glichen dürren Zweigen. Doch dann erkannte sie den Ring an einem der Finger wieder „Es war tatsächlich ihre Mutter“ stellte sie bestürzt fest.
 
Neria war fassungslos, sie hatte vieles erwartet aber dieser Anblick ging weit über ihre Vorstellungskraft hinaus „Wie kann das sein sie ist doch noch keine 50 Monde alt“ „sie sieht aus als wäre sie doppelt so alt“ fragte sie sich erschüttert.
 
Neria nahm die Hand ihrer Mutter, beugte sich über sie und hauchte ihr leise fragend zu „Mutter“ doch die alte Frau zeigt keine Regung. Neria wiederholte ihre Worte nochmals „Mutter hört ihr mich?“ „Sprecht zu mir oder gebt mir ein Zeichen“ doch nichts dergleichen geschah.
 
Neria versuchte sich daraufhin mit verschiedensten Heilzaubern an ihrer Mutter. Doch ihr Körper schien von allem unbeeindruckt zu bleiben. Neria musste einsehen das sie machtlos war und ein Gefühl ohnmächtiger Hilflosigkeit übermannte sie. „Magie hat ihre Grenzen und man kann mit ihr nicht alle Probleme aus der Welt schaffen“ dachte sie resignierend. Ihre Mutter hatte ihren Lebenswillen schon lange verloren und vegetierte nur mehr wie ein krankes Tier dahin.
 
In Gedanken wurde Neria zerrissen von Selbstvorwürfen „Ich bin an allem Schuld, hätte ich damals diesen jungen Elfen nicht getötet wäre alles anders gekommen, vielleicht hätte sie doch alles über sich ergehen lassen sollen. Oder wäre ich doch ganz einfach früher zu ihr zurückgekehrt“ stellte sie ihren Rachefeldzug in Frage. „Ich bin zu einem Werkzeug des Todes geworden unfähig Liebe und Leben zu geben. Eigentlich habe ich sie getötet“ stellte sie schuldbewusst fest.
 
Sie begann von innerem Schmerz geplagt, schreiend mit ihren Fäusten auf den starren Körper einzutrommeln „Mutter wach auf, sieh mich an….bitte, nein es kann nicht sein“ dann sackte sie auf den Körper ihrer Mutter und legte ihren Kopf auf deren Brust.
Es übermannten sie Gefühle, Gefühle die sie als verloren glaubte, und lies den Tränen die sie bisher zurückgehalten hatte freien Lauf.
 
Sie wusste nicht wie lange sie so verweilte. Wie das bitterliche weinen in schluchzen überging, richtete sie sich langsam auf,  streifte ihrer Mutter liebevoll mit ihrer Hand über das Gesicht und schloss ihr die Augen. Sie hatte beschlossen dem Leiden ihrer Mutter ein Ende zu setzen. Mit den Worten „Es tut mir leid Mutter“ entzog sie ihr mit einem ihrer Todeszauber den letzen Rest Leben den sie noch in sich hatte.
 
In diesem Moment wurde ihr bewusst dass nichts mehr so sein würde wie es war. Ihre menschliche Seite hatte sich nun durchgesetzt und somit auch deren Schwächen. Das hieß für sie zwar nicht das Elfen gefühlslose Wesen sind aber sie hatten ihre Persönlichkeit einfach besser unter Kontrolle, und diese Kontrolle die von ihrem Hass verstärkt wurde, hatte sie nun verloren. „Für immer oder war es nur ein Moment der Schwäche?“ war eine Frage auf die sie die Antwort nicht kannte und auch nicht wissen wollte.  Sie fühlte sich leer, so unendlich leer.
 
Neria machte sich wieder auf den Rückweg. In Gedanken verloren nahm sie ihre Umgebung gar nicht wahr und wäre fast in einen Trupp Templer gelaufen. Endlich im Versteck angekommen registrierte sie ebenso nichts und niemanden, legte den geborgten Umhang wieder auf einen Sessel und  setzte sich schweigend auf ihre Liege. Sie zog die Knie an ihren Körper, legte ihre verschränkten Arme darauf und vergrub ihren Kopf in ihren Armen.
 
Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Trauer, Verzweiflung, Schuld alles Gefühle die sie bisher nicht kannte, Schmerzen die ihr fremd waren raubten ihre nahezu den Verstand. Sie biss sich auf die Lippen um nicht laut aufzuschreien. Die Mauer die sie in all den Jahren um sich aufgebaut hatte war zerrüttet und stand vor dem Einsturz.
 
 
 

Modifié par Doomheart43, 08 novembre 2010 - 10:54 .


#1234
SickOfItAll

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Lydia staunte , als Neria ihr den Stoffetzen in die Hand drückte . " Aber gerne doch , ich bin quasi schon wieder da ! " Sagte sie erfreut und suchte einige Sachen zusammen . Sie zog ihr Hemd und das Korsett wieder an , wobei sich letzteres als etwas schwierig gestaltete , hüllte sich in ihrem Mantel und steckte sich zwei Wurfmesser in die Stiefel sowie ihr Schwert auf den Rücken .

Lautlos verschwand sie aus dem Keller und hinaus auf die nächtliche Gasse . Die Dunkelheit und die stille lagen wie ein Leichentuch über der Stadt . Lautlos huschte sie durch die Gassen , vorbei an dunklen Fenstern , nur vereinzelt schimmerte noch Licht aus den Häusern .

Als sie sich dem Stadttor näherte , sah sie schon von weitem , das es offenstand , doch der Wachtosten momentan nicht besetzt war . " Wachwechsel , das lässt sich nutzen ! " dachte sie sich und schlich zum Wachhäuschen am Tor . Drinnen brannten einige Kerzen , der Raum war Menschenlehr. Sie sah sich um . Viel war nicht im Raum ,w as hätte von Nutzen sein können , doch sie fand ein Seil von etwa 20 Fuß Länge , einen Beutel mit Brot und einem kleinen Schinken sowie ein Goldtäschchen , welches offenbar gut gefüllt war . Den Goldbeutel steckte sie zum Brot und dem Schinken und warf sich das Seil über die Schulter . Draußen vor dem Tor hörte sie Stimmen , welche offenbar von den Torwächtern kamen , also wollte sie verschwinden um nicht doch noch erwischt zu werden .Ungesehen verschwand sie aus dem Wachhäuschen und schlich die Stadtmauer entlang , bis sie an einem der Türme angelangt war . Routiniert kletterte sie das tief gefurchte Mauerwerk nach oben um sich einen Ausblick zu verschaffen . Das Waldstück lag direkt vor ihr vielleicht 150 Schritt von der Stadtmauer entfernt . Doch sie kam nicht nach unten , sie konnte es drehen und wenden wie sie wollte .

Nachdem sie einige Zeit ostwärts ging , fand sie eine Möglichkeit für Hinab . Eine alte Tanne stand relativ dicht an der Mauer , sie musste nur hinüberkommen . Jetzt tat das Seil sein Übriges . Sie knotete eine Schlaufe hinein und warf es hinüber zur Tanne , in der Hoffnung die große Schlinge über die Krone fallen zu lassen . Nach einigen Anläufen klappte das schließlich und das Seil saß fest .Das Ende des Seils knotete sie an einen Holzpfosten , welcher eine erloschene Lampe hielt und kletterte kopfüber am Seil hängend zur Tanne ninüber . Geschickt rutschte sie den Stamm hinab und blickte nach oben . Das Seil war auffällig , sie konnte es schlecht hier hängen lassen , also zog sie eines Ihrer Wurfmesser und begab sich abermals in die Baumkrone . Dort kappte sie das Seil und verschwand dann entgültig im Wald .  Es war stockfinster , doch von ihren regelmäßigen Diebestouren war sie das gewohnt und konnte trotz dessen einigermaßen gut sehen .

Sie konnte schnauben hören und Pferdehufe , sie war wohl nicht allzuweit von Aris entfernt . Sie steuerte auf eine Lichtung zu , welche sich als heller Fleck aus der Finsterniss des Waldes abhob und dort stand das Pferd .  Aris guckte sie verdutzt an , als sie aus dem Schatten der Bäume trat . " Aris .... aris , komm her großer , ich mach dir nichts " , flüsterte sie dem Pferd zu . Langsam und vorsichtig trabte er näher , bis er sie mit seiner Nase vorsichtig anstupste . " Na , ... komm her , ich tu dir nichts ... kommst du mit ? " fragte sie und ging einige Schritte . Zögerlich kam Aris hinterdrein . Sie drehte sich um . " Lässt du dich auch reiten ? Wollen wir es versuchen ? " Ein Schnauben und Kopfsenken wertete sie als ja und stieg auf , wobei Aris kein Anzeichen von Unruhe gab . Langsam setzten sie sich in Bewegung und steuerte auf die Heerstraße zum Tor zu . Sie zog sich die Kapuze tiefer ins Gesicht und den Umhang enger , es war frisch geworden . Am Tor selbst saß ein Wachmann , welcher augenscheinlich eingeschlafen war . Er hockte zusammengesackt und leise schnarchend da und schien cie beiden nicht zu bemerken .

" Wer kann es ihm verdenken , eine unfreundliche Dienstzeit , die er schieben muss " , dachte sie und bog in die nächste Straße in Richtung Taverne ein . Ebenda war nicht viel Betrieb , lediglich ein junges Mädel in ihrem Alter war im Stall und füllte Futter und Tränke nach . Sie war überaus hübsch , kurze dunkle Haare , ein freundliches Gesicht und wundervolle tiefblaue Augen . Sie lachte sie an und nahm das Pferd entgegen . Sie schwatzten noch eine Weile , wobei sich herausstellte , das sie Mika hieß und ebenfalls 13 Jahre alt war . Sie war kräftiger ,und ein wenig größer als Lydia , doch sie sah zierlich und zerbrechlich aus  . Nach einem ausgedehnten Plausch  verabschiedeten sie sich herzlich und versicherten sich , sich auf jeden Fall nochmals zu treffen . Mika blickte ihr nach , als sie lautlos im Schatten verschwand und beide hatten sie Gefallen aneinander gefunden , wenn nicht sogar ineinander verguckt .

Zurück im Keller legte sie grinsend ihren Mantel ab und gab Vernita die Ausbeute an Vorräten , das Goldsäckel legte sie auf ihre zum Nachttisch umfunktionierte Kiste um es später zu zählen . Sie setzte sich zu Neria auf die Liege . " Euer Pferd ist in besten Händen , Aris ist ein zutraulicher Bursche . Wenn ihr ih abholen wollt geht zu Mika und sagt einen herzliche Gruß von Lilly " wobei es ihr bei den letzten Worten die Schamesröte ins Gesicht trieb . Mika ... sie hatte sich tatsächlich auf den ersten Blick verliebt .

Modifié par SickOfItAll, 08 novembre 2010 - 05:11 .


#1235
viento2

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Rowan erwachte, als die Sonne nur durch den schmalen Streifen am Horizont zu erahnen war und die ersten Vögel ihren morgendlichen Gesang anstimmten. Sie musste am Abend zuvor doch müder gewesen sein und war in Sareths Armen eingeschlafen. Die Kälte der Nacht und die aufgezogenen Feuchtigkeit ließen sie frösteln und Rowan wickelte sich dichter in ihren Umhang. Für einen Moment betrachtete sie den schlafenden Krieger. Er sah so friedlich aus. Seine Gesichtszüge waren vollkommen entspannt und er schnarchte leise durch die Nase.

Sie kuschelte sich enger an ihn und beobachtete den Sonnenaufgang. Der Himmel wurde allmählich heller, während unter ihnen auf dem Marktplatz die Stadt zum Leben erwachte. Rowan genoss diesen Augenblick der Ruhe. Von unten würde man sie nicht sehen können, das hatte sie bereits in der Vergangenheit ausgetestet, und so konnte sie dem Treiben entspannt zusehen.

Ihr Magen fing leicht an zu knurren und sie ärgerte sich ein wenig, dass sie nichts zu essen mitgenommen hatte. Sie würden den Turm erst wieder verlassen können, wenn die Dunkelheit sie verbergen konnte. Bis dahin mussten sie hier ausharren. Alles andere wäre zu riskant gewesen. Sie hoffte nur, dass sich die anderen nicht allzu große Sorgen machten.

#1236
starbroker1988

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Sareth war wohl nicht klar gewesen wie müde er war.Nachdem Rowan eingeschlafen war hielt er Wache über sie.Seine letzte Erinnerung war ,dass er denn Mond betrachtete.Er muss wohl durch den beruhigenden Anblick eingeschlafen sein.

Doch nun sah er eine heranbrechende Sonne und einen sich mit Leben füllenden Markt.Er wandte seinen Blick zu Rowan die noch immer an ihn gelehnt neben ihm saß.

Er küsste ihr Haar und sagte mit leiser,fast gehauchten Stimme:"Guten Morgen,Sonnenschein."

#1237
viento2

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Sie drehte sich zu ihm um als er sie ansprach.

„Guten Morgen“ lächelte sie ihn an.

„Leider haben wir die Nacht verschlafen und müssen den Tag über nun hier bleiben. Aber hier oben sind wir sicher.“

Modifié par viento2, 08 novembre 2010 - 07:49 .


#1238
Aliens Crew

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„Sind die anderen da drinnen?“ fragte die Elfe in einem genervten Ton, als sie vor den Zwillingen zum Stillstand kam, die aneinandergelehnt neben der Eingangstür standen und in die Luft starrten, mit den Gedanken offenbar meilenweit entfernt.
 
„Ja, sie sprechen gerade mit dem Besitzer“, meinte einer der beiden, der in einer dunklen Lederrüstung gekleidet war, ohne die Elfe anzusehen.
 
„Und es scheint ihnen großes Vergnügen zu bereiten“, fügte der zweite von ihnen grinsend hinzu, welcher einen weiten Kapuzenmantel trug.
 
„Schicke Sachen habt ihr da übrigens an“, bemerkte die Elfe abfällig.
 
„Ja, nicht wahr? Sie gehörten den beiden Gefangenen und passen uns doch ausgezeichnet, findet Ihr nicht?“ erwiderte der Zwilling in dem Mantel.
 
„Und sie haben uns direkt hierher geführt“, fügte der zweite geistesabwesend hinzu.
 
Die Elfe schüttelte nur den Kopf. Sie konnte die Zwillinge weder auseinander halten noch wirklich ernst nehmen. Außerdem fragte sie sich, ob die beiden überhaupt zurechnungsfähig waren. Doch sie schienen wirklich gute Spürhunde zu sein. Ein Grinsen legte sich auf das Gesicht der Frau, als sie sich vorstellte, wie die beiden mit der Nase im Dreck schnupperten und auf allen vieren zu ihrem Ziel trotteten, wie zwei lausige Köter. Sie wollte sich gerade wieder in Bewegung setzten, als der Qunari, der auf der anderen Seite der Tür stand, mehr zu sich selbst als zu ihr sprach.
 
„Es sind heute erstaunlich viele Templer auf den Straßen unterwegs“, meinte er emotionslos, wobei seine Augen überall nur nicht auf der Elfe zu ruhen schienen.
 
„Ja, die suchen wohl nach einem abtrünnigen Magier“, entgegnete die Elfe, wobei sie ebenfalls ihren Blick über die Personen auf den Wegen und Gassen wandern ließ. „Frage mich, ob das nicht sogar unser neuer Freund ist.“
 
Sie lachte über ihre eigenen Worte, bevor sie schließlich an den dreien vorbeiging und durch die Tür das Gebäude betrat. Der Schankraum war menschenleer, die Tische frisch abgeputzt. Ein Wischer lag neben einem vollen Wassereimer auf dem Boden. Anscheinend hatte dort jemand seine Reinigungsarbeiten abgebrochen, oder wurde dabei unterbrochen.
 
Durch die geschlossene Tür am anderen Ende des Raumes vernahm sie das Murmeln von Stimmen. Dort mussten sich ihren neuen „Gefährten“ aufhalten. Sie folgte dem Geräusch und betrat kurz darauf den Nachbarraum, eindeutig die Küche der Herberge. Ihr viel sofort auf, dass auf dem Ofen ein Topf mit Wasser stand, welches wohl schon eine Weile kochte, da weiße Dampfschaden aus ihm emporstiegen.
 
Außerdem sah sie den Orlaisianer und die Zwergin, die gerade einen fetten Kerl in die Mangel nahmen, vermutlich den Wirt der Herberge. Er wies mehrere Platzwunden auf, zudem war sein Gesicht puterrot und mit unzähligen Brandblasen übersät. Die Elfe konnte sich schon denken, woher diese stammten. In einer Ecke lag noch ein weiterer Mann gefesselt am Boden und beobachtete mit schreckgeweiteten Augen das Geschehen. Neben ihm stand der Magus, der ziemlich gelangweilt den anderen beiden ein Zeichen gab. Die Zwergin nickte daraufhin, bevor die beiden den Kopf des Wirtes in Topf mit dem kochendheißend Wasser stopften.
 
Der Wirt strampelte wie wild mit Händen und Füßen, doch kam er gegen die Kraft der beiden Söldner nicht an. Dabei gurgelte und röchelte er, während er das heiße Wasser schlucken musste. Nach kurzer Zeit gab der Magus ein weiteres Zeichen, woraufhin, die beiden den Wirt wieder aus dem Topf zogen. Keuchend und prustend holte dieser Luft, wobei noch weiße Dampfschaden aus seinem verbrannten Gesicht aufstiegen.
 
„So, die Fremden nach denen ich dich gefragt habe, waren also hier und haben hier ein paar Tage übernachtet, richtig?“ fragte der Magus kühl, wobei er scheinbar desinteressiert seine Fingerspitzen inspizierte. Der Angesprochene nickte sofort. „Und sonst ist dir nichts aufgefallen? Hatten sie vielleicht Besuch oder hast du mal mitbekommen, worüber sie gesprochen haben?“
 
„Sie haben immer darauf geachtet, dass ich von ihren Gesprächen nichts mitbekomme“, stammelte der Wirt, wobei in seiner Stimme Angst und Panik mitschwang. „Und an Besuch kann ich mich nicht erinnern.“
 
Der Magus verdrehte die Augen, während er den beiden Söldnern erneut ein Zeichen gab. Diese bewegten den Kopf des Wirtes ein weiteres Mal in Richtung Topf. Dessen Augen weiteten sich, während er sich dem Gefäß immer mehr näherte. „Wartet. Mir fällt gerade noch was ein.“
 
Sogleich hob der Magus die Hand, woraufhin die beiden Söldner inne hielten und sah den Wirt zum ersten Mal direkt an. „Dann spucke es schon aus!“
 
„Ein dunkelhaariger Elf mit einer auffälligen Tätowierung auf der Stirn hat diese Leute mehr als einmal besucht. Ich glaube, er ist ein Schneidermeister oder etwas in der Art.“
 
„Name?!?“
 
„Ich kenne den Namen leider nicht. Ich schwöre es.“
 
„Ich wünschte, ich könnte dir so ohne weiteres glauben“, bemerkte der Magus, woraufhin er seinen beiden Komplizen erneut en Zeichen gab. Diese wussten sofort, was jetzt kommen sollte. Der Orlaisianer verdrehte dem Wirt den Arm, woraufhin dieser schmerzerfüllt aufheulte, bevor er dessen Hand auf den heißen Ofen presste, sodass es laut zischte. Aus dem Heulen des Wirtes wurde ein Schreien, das lauter wurde je länger seine Hand auf der heißen Platte verbrannte. Doch dann war da auch schon die Zwergin heran, holte aus und schlug noch im selben Moment mit ihrer Axt zu. Der wuchtige Hieb trennte die Hand des Mannes unterhalb des Handgelenkes einfach ab. Der Getroffene ging kreischend zu Boden, wobei er den Armstumpf, aus dem literweise Blut spritzte, mit seiner anderen Hand umklammerte.
 
Die Zwergin hingegen schnappte sich die abgetrennte Hand und warf sie sogleich in den Kochtopf. „Ein kleiner Imbiss“, scherzte sie nur, als die anderen sie überrascht ansahen.
 
„Und, ist dir der Name jetzt eingefallen?“ herrschte der Magus den Wirt an. Doch dieser antwortete nicht, sondern kreischte weiter vor sich hin. „Und hör mit dem Gejammer auf, sonst schneiden dir die beiden die andere Hand auch noch ab.“
 
„Ich weiß ihn wirklich nicht“, wimmerte der Wirt unter Tränen.
 
„Du bist jämmerlich, du Wurm“, verspottete der Magus den Mann, während er an ihm vorbeiging und sich zu der Elfe gesellte, die nach wie vor an der Tür stand. „Kümmert Euch um dieses Häufchen Elend, sowie um seinen Gehilfen und jeden, den Ihr hier sonst noch findet. Anschließend trefft uns in unserer Taverne, damit wir unsere weiteren Schritte planen können.“
 
Mit einer theatralischen Handbewegung bedeutete er der Elfe mit ihm nach draußen zu gehen. „Kommt, meine Liebe. Lassen wir die beiden die Drecksarbeit erledigen.“
 
„Das wird ein Festessen“, lachte die Zwergin, dreckig, während sie dem Wirt mit ihrer Axt einen Fuß abschlug.
 
„Ja, macht ihn fertig“, grölte der Orlaisianer wie von Sinnen, während er mit dem Blut des Wirtes bespritzt wurde.
 
„Ich habt recht“, meinte die Elfe nur kopfschüttelnd, bevor sie gemeinsam mit dem Magus die Küche verließ und zurück in den Schankraum ging, wo sie sich an ihn wandte. „Denkt Ihr, dass es klug ist, ein solches Schlachtfest zu hinterlassen?“
 
„Wir haben freie Hand mit diesem Gesindel zu verfahren, wie es uns beliebt. Das sind Staatsfeinde. Nach ihnen und ihren Verbündeten kräht im Nachhinein kein Hahn mehr“, beschwichtigte der Magus abwinkend. „Und so bekommen die beiden wenigstens etwas Spaß und gehen uns nicht auf die Nerven.“
 
„Von unserer Gruppe seid Ihr mir noch der Liebste. In Eurem Kopf befindet sich zumindest ein Gehirn, dass auch regelmäßig benutzt wird“, schmunzelte die Elfe.
 
„Danke, meine Liebe. Das Kompliment kann ich nur zurückgeben. Aber davon ab...habt Ihr etwas herausgefunden?“
 
„Nun, seit letzter Nacht treiben sich erstaunlich viele Templer in der Stadt herum.“
 
„Ja, die habe ich auch schon bemerkt.“
 
„Und es heißt, dass ein Inquisitor auf dem Weg hierher ist, der in ein paar Tagen hier eintreffen wird“, berichtete die Frau weiter.
 
„Ein Inquisitor? Kennt Ihr auch seinen Namen?“
 
„Nun, er wird der Bartlose genannt. Sagt Euch der Name etwas?“
 
„Allerdings“, grinste der Magus boshaft. „Der Bartlose ist wohl der schlimmste Alptraum eines jeden abtrünnigen Magiers. Er ist ein Zwerg, die ja schon allgemein über eine gewisse Magieresistenz verfügen, doch dieses Exemplar ist ein wahres Unikum. Es heißt, dass er vollkommen immun gegenüber magischen Einflüssen sein soll, sowohl negativen wie auch positiven. Außerdem ist er ein wahrer Meister im Umgang mit der Axt. Wen auch immer die Kirche da erwischen will, diese Person muss verdammt gefährlich sein. Das dürfte interessant werden.“
 
„Er ist doch nicht hinter Euch her, oder?“ Die Frau klang ein wenig beunruhigt, aber wohl mehr aus Eigeninteresse als aus Sorge um den Magier.
 
„Keine Angst, meine Liebe. Mein Status wurde von der Kirche schon lange anerkannt. Da könnt Ihr ganz beruhigt sein.“
 
„Ah, verstehe. Und hat dieser Wurm noch etwas anderes von sich gegeben, außer die Sache mit diesem Schneider.“
 
„In der Tat“, lachte der Magus auf. „Offenbar besteht die Gruppe, die wir suchen noch aus drei uns bisher unbekannten Mitgliedern. Da wäre zum einen eine gutaussehende, blondhaarige Frau, die von edler Abstammung zu sein scheint. Dann ist da noch ein Krieger und ein kleines Mädchen.“
 
„Ein Mädchen? Tatsächlich?“
 
„Sieht so aus“, meinte der Magus noch, als er die Tür zur Taverne öffnete und die Elfe nach draußen treten ließ. „Ich werde Euch nachher noch die Einzelheiten dazu offenbaren.“
 
Nachdem die beiden die Taverne verlassen hatten, schlug der Magus die Tür hinter sich zu, was die Schmerzensschreie des Wirtes ungehört hinter ihnen im Nichts verhallen ließ.
 
 

Modifié par Aliens Crew, 15 décembre 2010 - 02:58 .


#1239
starbroker1988

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"Das macht nichts.Du konntest in Ruhe schlafen.Nur das zählt für mich."

Er kramte mit seiner freien Hand in seiner Tasche und holte eine kleine Feldflasche aus seiner Tasche.Er hielt die Feldflasche Rowan hin.

"Hier.Es ist zwar kein warmer Tee aber wenigstens etwas zu trinken das dich aufwärmt."

#1240
viento2

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Rowan nahm die Flasche entgegen und trank einen Schluck daraus. Zu spät bemerkte sie den beißenden Geruch, der ihr entgegen schlug. Schon rann ihr die Flüssigkeit den Hals hinunter und zog ein Brennen hinter sich her. Sie musste augenblicklich husten und lehnte sich nach vorne, während sie dem Krieger die Flasche wieder hinhielt.

Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er ihr Schnaps anbot. Während sie weiter hustete, traten ihr Tränen in die Augen und ihr Gesicht lief rot an.

#1241
starbroker1988

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"Alles in Ordnung? Ich wusste nicht das du so was nicht verträgst."

Er nahm ihr die Feldflasche ab und klopfte ihr leicht auf dem Rücken.

"Geht es wieder ?"

#1242
viento2

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„Schon ok“ krächzte sie während sie eine Hand an ihre Brust gepresst hielt. „Geht schon wieder.“

Das Brennen hatte etwas nachgelassen und dafür stellte sich eine enorme Wärme in ihrem Magen ein. Doch sie merkte auch, wie ihr das Gesöff sofort zu Kopf stieg. Sie trank normalerweise nichts Hochprozentiges und vor allem nicht auf leeren Magen.

Rowan drehte den Kopf zu Sareth um. „Was genau war.....“ Sie stockte als sie bemerkte, dass sich das Gesicht des Kriegers nur wenige fingerbreit von ihrem befand. Hätte nicht der Alkohol schon sein übriges getan, wäre sie wohl auf der Stelle rot angelaufen. Verwirrt wollte sie etwas abrutschen von ihm.

#1243
starbroker1988

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Als Rowan von Sareth etwas weiter weg rutschen wollte,reagierte er fast reflexartig und zog sie wieder an sich heran,sodass ihr Gesicht wieder kurz vor seinem lag.Mit den Fingern seiner anderen Hand fuhr er ihr über die Wange.Seine Augen wanderten von den ihrigen zu Rowans Mund und immer wieder hin und her.So als ob er sich nicht entscheiden könne wo er hingucken will.

Nach den paar Sekunden in den er sich nicht entscheiden konnte wo er hinsehen sollte küsste er Rowan auf dem Mund währrend die beiden von der aufgehenden Sonne erhellt wurden.

#1244
viento2

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Rowan blieb vor Überraschung fast du Luft weg, als Sareth sie küsste. Im ersten Moment kam ihr Fluchtreflex hoch und sie wollte sich wehren. Doch das Gefühl, dass sie überkam, ließ sie innehalten. Ihr Herz fing wild an zu schlagen und ihre Fingerspitzen und Zehen kribbelten heftig. Die Wärme, die ihn ihr aufstieg, war stärker, als die es Alkohols und vertrieb jegliche Kälte aus ihren Gliedern. Kleine Ameisen schienen in ihrem Bauch zu krabbeln.

Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlte sie, wie es war, jemandem wirklich nahe zu sein und zu vertrauen. Sie fing an, sich endlich zu entspannen, und gab sich seinem Kuss hin.

Nach scheinbar endlosen Minuten lösten sie sich wieder voneinander und Rowan legte ihren Kopf an seine Brust. Sie hörte, wie sein Herz ebenfalls laut und schnell schlug und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

#1245
starbroker1988

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Nach dem langen Kuss spürte Sareth nun Rowans Kopf auf seiner Brust.Er genoss es sie in seiner Nähe zu wissen.Währrend er sie fest umklammerte wanderte sein Blick in die Ferne.Zur Sonne die immer strahlender zu leuchten schien und den Horizont in ein schönes orange-rot tauchte.Ein starker Sonnenstrahl ließ ihn seinen Blick abwenden und zu den Markt wandern.Er erkannte nach ein paar Sekunden,dass der Markt von sehr vielen Wachen patroulliert wurde.
Sein Gesicht das gerade noch von einen leichten Grinsen überzogen war wurde auf einmal sehr hart.Er machte sich sichtlich Sorgen.

Modifié par starbroker1988, 08 novembre 2010 - 09:32 .


#1246
viento2

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Rowan bemerkte die Wachen ebenfalls. Sie spürte, wie sich der Krieger hinter ihr versteifte. Ihre Hand wanderte zu der seinen und drückte sie sanft.

„Hier oben sind wir sicher, glaube mir. Der Eingang zum Turm ist schon lange verschüttet. In diesem heruntergekommenen Stadtteil kümmert sich niemand darum. Der einzige Zugang ist über das Dach, über das wir gekommen sind.“

Doch auch sie machte sich Sorgen. Ewig konnten sie nicht in dem Keller bleiben. Und das Problem war, dass sie nicht einfach aus der Stadt verschwinden konnten. Immerhin mussten sie sich noch um die Sache mit den entführten Kinder kümmern. Wie sie das anstellen sollten, wo die halbe Welt hinter ihnen her war, mochte sich Rowan gar nicht ausmalen.

Modifié par viento2, 08 novembre 2010 - 09:36 .


#1247
Doomheart43

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Neria hatte Lydia gar nicht bemerkt als sich diese zu ihr auf die Liege setzte. Erst wie sie zu sprechen began und etwas von Aris erwähnte, wurde sie hellhörig und war froh dass sie wenigstens ihr geliebtes Pferd in Sicherheit wusste.
Neria wollte nicht das Lydia ihr verweintes Gesicht sah, deswegen murmelte sie  fast unverständlich für Lydia ihren Dank in ihre verschränkten Arme hinein.  Doch dann sah sie doch kurz auf und strich Lydia liebevoll übers Haar "Wenigstens habe ich heute auch was positives gelernt" dachte sie und begrub ihren Kopf wieder in ihren Armen. "Es wird keine unschuldigen toten Elfen mehr geben. Dafür werden die Verantwortlichen doppelt büssen" schwor sie sich.

Modifié par Doomheart43, 08 novembre 2010 - 10:40 .


#1248
SickOfItAll

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Lydia rückte auf zu Neria und legte ihr die Arme um die Schultern . " Ich danke euch . Dafür das ihr mich geheilt habt , dafür das icheuer Pferd holen durfte . Ihr seit eine liebe Person Neria . Und wenn ihr weinen müsst , dann unterdrückt es nicht . Lasst es raus , danach geht es euch besser , versprochen . " Lächelte sie und lehnte ihren Kopf an Nerias . Sie begann sie zu mögen , auch wenn sie zu beginn abweisend war , etwas hatte ihr das Herz geöffnet und die Trauer darin entfacht .

" Ihr braucht mir nicht zu danken , ich hab das gerne getan . . . "

#1249
Doomheart43

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"Wenn die Kleine das gestern gemacht hätte, hätte ich sie womöglich dafür umgebracht" dachte Neria. Doch jetzt war sie irgendwie froh dass sie jemand aufmuntern wollte. "Nein sie konnte nicht mehr heulen, sie hatte heute schon Tränen für die letzten neun Monde vergossen, außerdem wollte sie nicht dass sie irgendwer in diesem Zustand sieht"

"Lydia ich danke dir für alles aber bitte lass mich jetzt alleine ich muss vieles verarbeiten und muss damit alleine fertig werden" sprach Neria mit zittriger Stimme.

Modifié par Doomheart43, 08 novembre 2010 - 11:07 .


#1250
Aliens Crew

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Vernita stocherte weiter in dem Feuer herum, mehr aus Langeweile, als damit die Flammen am Lodern zu halten. Während sie das tat blickte sie augenscheinlich ins Leere, doch dieser Eindruck trog. Von ihrer Position aus konnte sie den ganzen Raum überblicken. Sie sah Miandra, die auf ihrer Liege schlief und auch Leanora, die weiterhin das Tagebuch und die Briefe dieses Obersts studierte. Die Elfe wunderte sich darüber, wie diese sich so sehr mit einem Mann beschäftigen konnten, noch dazu mit einem, der bereits Würmerfraß sein dürfte. Aber manche Frauen benahmen sich schon recht merkwürdig, wenn es um Männer ging. So wie Rowan, die mit ihrem neuen Liebling einen nächtlichen Spaziergang veranstaltete, obwohl die halbe Stadtwache auf der Suche nach ihnen war.
 
Vernita bekam auch mit, wie sich Neria und Lydia verkrümelten und wieder schüttelte sie nur leicht den Kopf. Es wollte ihr einfach nicht in ihren Schädel, wie leichtsinnig manche Leute doch waren. Sie riskierten ihren Hals, und für was? Wenn Vernita das richtig verstanden hatte, dann machte sich Lydia auf, um Nerias Pferd zu holen. Wozu? Hier in der Stadt konnte sie den Gaul sowieso nicht gebrauchen und ob sie Denerim jemals lebend verlassen würde, stand auch noch auf einem ganzen anderen Blatt Papier.
 
So spielte sie weiter mit dem Feuer herum, während sie über ihre weiteren Schritte grübelte. Sie hatten eine weitere Spur. In der Kirche von Denerim gab es einen Komplizen für die Machenschaften Esthá Gianauros und über den kamen sie wohlmöglich auch an dieses Miststück heran. Doch wie sollten sie die Sache angehen? Würde ein simpler Einbruch genügen, oder mussten sie gar dort jemanden einschleusen? Und wenn ja, wer sollte das übernehmen? Sie selbst fiel weg. Ihr Gesicht dürfte mittlerweile zu bekannt sein. Außerdem waren Elfen in der Kirch eher selten, was für weiteres Aufsehen sorgen würde. Aber wer sollte es dann tun? Miandra wollte sie diese gefährliche Aufgabe nicht zumuten und Rowan…nun, wenn die Gute sich mal von ihrem neuen Liebling loseisen könnte, wäre sie eigentlich eine gute Wahl. Doch auch Leanora hatte sich bei der Sache mit dem Oberst als sehr talentiert herausgestellt. Aber zunächst einmal wollte die Elfe die Lage sondieren, was sie wohl in der nächsten Nacht erledigen würde, falls nicht wieder etwas Unvorhersehbares geschah.
 
Vernita verbrachte Stunden damit, ins Lagerfeuer zu starren und sich Gedanken, um ihre nahe Zukunft zu machen, bis schließlich Neria und auch Lydia zurückkehrten. Nur von Rowan und Sareth fehlte bis jetzt jede Spur. Und da es inzwischen draußen hell sein dürfte, machte sich die Elfe so langsam Sorgen darum, ob die beiden vielleicht gefasst worden waren, was auch für den Rest der Gruppe sehr gefährlich werden könnte. Dann fiel ihr auf, dass Lydia die Magierin offenbar anquatschte, und diese anscheinend nicht mit der Kleinen reden wollte. So ging sie zu den beiden hinüber und setzte sich zu ihnen auf die Liege.
 
„Lass gut sein, Lydia“, meinte sie zu dem Mädchen gewandt. „Ich denke, unser Neuzugang braucht etwas Ruhe. Also geh ihr nicht auf die Nerven, verstanden? Und jetzt lass uns allein.“
 
Die Angesprochene verzog das Gesicht, bevor sie sichtlich beleidigt zu ihrem Schlafplatz zurückging.
 
„Und was ist mit Euch los, Neria?“ fragte Vernita, nachdem Lydia verschwunden war. „Ihr seht nicht so aus, als wäre Euer Rachefeldzug bisher sehr erfolgreich gewesen, oder weshalb wart Ihr mitten in der Nacht in einer Stadt voller Templer unterwegs, die nach Euch suchen?“