Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
#1251
Posté 09 novembre 2010 - 06:20
#1252
Posté 09 novembre 2010 - 06:46
Neria wollte nicht unfreundlich wirken deshalb hob sie leicht den Kopf und sah Vernita vorsichtig an. Obwohl sie nicht mehr weinte, ließen sie ihre feuchten Augen Vernitas Gesichtszüge nur unscharf wahrnehmen. Trauer und Wehmut spiegelte sich Nerias Blick wider, keine Spur von dem Hochmut und Stolz der sonst ein unumstößlicher Bestandteil ihres Auftretens war und so sprach sie auch mit bedrückter Stimme „Vernita ich war zwar im Gesindeviertel aber es war nicht die Rache die mich hinführte“ „Ich habe unsere Gruppe nicht gefährdet und hatte nicht einmal meinen Zauberstab dabei wenn ihr das wissen wolltet“
Modifié par Doomheart43, 09 novembre 2010 - 07:01 .
#1253
Posté 09 novembre 2010 - 07:36
Die Elfe schwieg für einen Moment, wobei sie an ihr letztes Gespräch mit Miandra zurückdachte, in der sie der Frau ihre Liebe gestanden und sie diese zurückgewiesen hatte. Vernita musste sich stark zusammenreißen, um nicht selbst zu weinen anzufangen. „Falls Ihr mit mir über das reden wollt, was Euch widerfahren ist, so bin ich hier. Vor allem interessiert es mich, was Ihr als nächstes in Bezug auf Euren Feldzug zu tun gedenkt.“
#1254
Posté 09 novembre 2010 - 08:21
Ihre einfühlsamen Worte und ihre Geste ermutigten Neria sich Vernita anzuvertrauen. Sie erzählte Vernita nicht nur was sich im Gesindeviertel zugetragen hatte, sondern offenbarte ihr auch sämtliche Gedanken und Gefühle die sie dort und auch jetzt begleiteten.
Während sie mit Vernita sprach sah sie diese zwar an aber sie schien durch Vernita gedankenverloren durchzustarren.
Am Ende ihrer Schilderung ging es ihr ein wenig besser; so versuchte sie ihren Zustand selbstkritisch zu beurteilen.
"Vernita für mich sind die Gefühle die ich hatte und auch noch habe völlig fremd, ich muss erst lernen damit umzugehen, vor allem mit dem Wissen das Gefühle Verletzlichkeit bedeuten."
In meinem Zustand wäre ich momentan keine Hilfe für euch, ich bin kein Krieger der einfach sein Schwert zieht und auf seine Gegner zustürmt, ich brauch Konzentration um meine Zauber wirken zu können und dazu muss mein Geist frei von jeglicher Last sein. Ich könnte mir nie verzeihen einen von euch zu gefährden oder gar zu verlieren , nur weil mein Kopf nicht frei ist um mich richtig und schnell genug reagieren zu lassen.
Etwas kämpferischer fuhr Neria fort
„Diejenigen die mir das alles zugefügt haben, haben auch indirekt meine Mutter getötet und dafür müssen sie büssen. Solange das nicht abgeschlossenen ist werde ich keine Ruhe finden. Der Hass auf jene ist das einzige Mittel um mich aus meinem momentanen Zustand zu befreien. Der Hass hat all die Jahre meine Kräfte genährt und er wird mich auch aus diesem Tief holen“
"Ich weis dass ihr diese Art von Problembewältigung nicht gutheißen werdet ,aber es ist für mich die einzige Möglichkeit mit meinem bisherigen Leben abzuschließen und inneren Frieden zu finden. Und je früher ich das mache desto besser ist es für mich, und desto besser wird es für unser gemeinsames Vorhaben sein.“
„Deswegen bitte ich euch mir den Aufenthaltsort von jenen Personen zu geben die ich euch gestern genannt habe. Mir wäre schon geholfen wenn ihr mir sagt wo ich die Avari Brüder finde. Habe ich sie gefunden finde ich den letzten Übeltäter auch “ stellte sie bestätigend fest.
„Haltet mich bitte nicht davon ab und haltet mir auch keine Informationen vor wenn ihr welche habt, es würde mein Vorhaben nur gefährlicher machen.“
„Ich werde jetzt eine Weile meditieren um mich wieder zu sammeln und mich auf mein Vorhaben vorbereiten“.Neria hielt kurz inne „und ich werde es noch heute tun. Ich glaube kaum dass die Templer damit rechnen dass ich bei Tageslicht in der Stadt herumspaziere, und eben diese etwaige Sorglosigkeit werde ich zu meinem Vorteil nutzen.
Neria war nicht entgangen wie sich Vernitas Miene bei ihren letzten Worten verfinsterte, in ihrer Mimik konnte sie Ärger aber auch Besorgniss erkennen. "Ich werde auf mich aufpassen und ihr seht mich wieder das verspreche ich euch"
Modifié par Doomheart43, 10 novembre 2010 - 08:19 .
#1255
Posté 10 novembre 2010 - 04:23
„Ich habe vollstes Verständnis für Eure Situation, Neria“, meinte sie nach einer Weile des Schweigens. „Ich habe auch geweint, als sie vor meinen Augen meine Mutter gehängt und meinen Vater sowie mein...mein Kind abgestochen haben. Und auch mir hat nur mein Hass geholfen, diese Zeit zu überleben und nicht aufzugeben. Deshalb begreife ich auch nicht, wie Ihr auf den Gedanken kommt, ich würde nicht gutheißen, dass Ihr mit diesen Schweinen abrechnen wollt. Im Gegenteil, ich würde es nicht verstehen, wenn Ihr diese laufen lassen würdet. Und aus diesem Grund werde ich Euch auch helfen, Eure Rache zu vollenden.“
Sie überlegte einen kurzen Moment, bevor sie weiter sprach. „Die Informationen, die ich über die Avari Brüder habe, sind veraltet und darum auch zu gefährlich. Doch ich kenne jemanden im Gesindeviertel, der uns weiterhelfen kann, was heißt, dass ich Euch begleiten werde. Und selbst wenn niemand damit rechnen würde, dass Ihr tagsüber unterwegs seid, so werden wir uns trotzdem erst nächste Nacht auf den Weg machen. Das Risiko, dass uns am Tage jemand identifiziert und uns dabei beobachtet, wo wir uns verstecken, ist einfach zu groß. Also brechen wir auf, sobald es wieder dunkel wird. Und jetzt lass ich Euch meditieren.“
Die Elfe stand auf und wollte sich gerade abwenden, als sie dann doch noch für einen Moment inne hielt. „Ach, noch etwas. Ein Krieger muss sich im Kampf genauso konzentrieren wie ein Magier, oder er liegt schneller tot im Staub als er „Stirb, du Hund!“ sagen kann. Ein echter Krieger ist also kein hirnloser Haudrauf-Typ. Aber das nur am Rande.“
Vernita grinste die Magierin an, bevor sie einen Blick auf Miandra warf. Die schwarzhaarige Frau lag nach wie vor auf ihrer Liege und schlief. Sie sah so friedlich aus. Ihr Gesicht war völlig gelöst, vollkommen entspannt. All ihre Sorgen und Ängste schienen in diesem Moment von ihr abgefallen zu sein. Vernita konnte sich nicht daran erinnern, wann sie die Frau das letzte Mal in einem solch sanften und ausgelassenen Zustand gesehen hatte. Die Elfe bekam von diesem Anblick gar nicht genug, sie wollte ihn voll und ganz in sich aufnehmen, solange er andauerte.
So setzte sie sich neben Miandras Liege auf den Boden, legte ihren Kopf seitlich auf dessen Kante und beobachtete die schlafende Frau, wobei sich ein Lächeln auf das Gesicht der Elfe legte. Während sie so bewegungslos da saß, merkte sie nicht einmal, wie ihr nach und nach die Augen zufielen. Und so dauerte es auch gar nicht lange, da war Vernita schon eingeschlafen.
#1256
Posté 10 novembre 2010 - 06:30
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Liebe Vernita,
Wenn Ihr diese Zeilen lest bin ich schon im Gesindeviertel und werde meine Rache üben. Ich danke Euch dass Ihr mir angeboten habt mir zu helfen. Seid mir bitte nicht böse wenn ich Euer Angebot, so sehr es auch von Herzen kommt, nicht annehme.
Wie ich Euch schon gesagt habe ist es nicht nur mein Krieg, sondern es ist auch ein Teil meiner Vergangenheitsbewältigung und auch weis auch nicht wirklich was dort passieren wird. Ich lasse nicht zu dass Ihr Euer Leben für mich riskiert, da Ihr hier Freunde habt, die sich auf Euch verlassen und mit denen ihr noch einiges vorhabt.
Ich muss auch zugeben dass ich mich von Anfang an in Euch getäuscht habe, Ihr seid eine warmherzige Frau, das habt Ihr mir jetzt schon einige Male unter Beweiß gestellt..und wenn ich so beobachte wie Ihr Miandra anblickt werde ich irgendwie neidisch. Ich durfte nie erfahren was Freundschaft ist, deswegen würde ich auch nicht den schmalen Grad, der Freundschaft von Liebe unterscheidet, erkennen.
Ich hätte Euch gerne als Freundin gehabt, vielleicht hätte ich damals über meinen Schatten springen sollen und das dunkelhäutige Mädchen in der Ecke einfach ansprechen sollen.
Ich glaube wir hätten uns gemeinsam Kraft geben können, und vielleicht wäre uns durch unsere Freundschaft vieles in unserem Leben erspart geblieben.
Euer Verlust von dem Ihr mir erzählt habt hat mich sehr getroffen, ich war bestürzt wie schlimm es noch kommen könnte, aber ich war auch betroffen wie sehr mir das Schicksal von anderen nahe gehen kann.
Wiesehr man jemanden liebt weis man erst wenn man denjenigen verloren hat oder dabei ist ihn zu verlieren. Diese Erfahrung habe ich heute gemacht, und ich wünsche Euch allen dass Euch das nie widerfahren wird. Die Vergangenheit kann niemand von uns rückgängig machen.
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„Bei den letzten Zeilen konnte Neria ihr Tränen nicht mehr unterdrücken und ein Teil des Geschriebenen wurde etwas verschmiert“ „Verdammte Gefühle“ schellte sie sich und schrieb weiter.
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Nachdem Ihr mir den Aufenthaltsort der Avari Brüder nicht genannt habt, muss ich anderwärtig versuchen an die Information zu kommen. Ich habe auch schon eine Idee.
Ich weis, ich hab Euch zwar versprochen wiederzukommen, aber für den Fall dass es anders kommen sollte möchte ich Euch allen etwas hinterlassen.
Mein Pferd gebt bitte Lydia, ich bin ihr das schuldig da ich sie zu Beginn so schlecht behandelt habe und sie mir trotzdem geholfen hat Aris in die Stadt zu holen, zudem war sie für mich da wie es mir schlecht gegangen ist.
Das Gold das ich in meiner Tasche habe ist genug dass Ihr Euch alle ein neues Leben aufbauen könnt falls Ihr es schaffen solltet Euren Namen reinzuwaschen. Zu meinem Leidwesen muss ich gestehen dass an diesem Gold mehr Blut klebt als es an Wert hat.
Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Glück für Eure Zukunft, möge sie mehr Licht in Eure dunkle Vergangenheit bringen.
Eure Neria
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Als Neria mit ihrem Brief fertig war, legte sie ihn zur Seite und begann mit ihrer Meditation.
Modifié par Doomheart43, 11 novembre 2010 - 09:52 .
#1257
Posté 10 novembre 2010 - 09:47
Sie war sich bewusst dass ihr Vorhaben unter Umständen ihre ganze Konzentration erfordern würde, und sie es sich keine Ablenkung leisten konnte.
Sie nahm ihren Dolch aus ihrer Tasche und steckte ihn in ihren Gürtel, dann nahm sie den Brief und legte ihn vor Vernita auf Mirandas Liege. Zu guter letzt nahm sie ihren Zauberstand und verließ mit leisen Schritten, wortlos das Versteck.
Im Unterschied zu ihrem nächtlichen Ausflug waren diesmal sehr viele Leute unterwegs. Den Templern und Stadtwachen denen sie begegnete konnte sie geschickt ausweichen indem sie in der Menge untertauchte.
Am Marktplatz von Denerim angekommen überkam sie ein Hungergefühl da sie schon einige Zeit nichts gegessen hatte, und kaufte sich bei einem der Händler etwas zu essen. Während sie an ihrem Brot kaute kam ihr in den Sinn „Ist eigentlich eine Henkersmahlzeit“ „Nur mit dem Unterschied das es nicht die meine ist“ und sie musste unweigerlich bei ihrem Gedanken lächeln.
Im Gesindeviertel angekommen steuerte sie sofort den alten Bettler an, der wie sie glaubte, so gut wie alles wusste was das Viertel betrifft und tatsächlich erhielt sie von ihm, im Gegenzug für einige Münzen, eine genaue Wegbeschreibung zu den Avari Brüdern.
Neria betrat das Haus welches ihr der alte Mann beschrieben hatte und tatsächlich traf sie die beiden Brüder dort an. Nachdem diese den ersten Schreck ihres plötzlichen Erscheinens verdaut hatten verkündigt der jüngere der beiden mit höhnischem Ton „Na wenn das nicht unsere kleine Halbelfenschlampe ist fresse ich einen Besen“
Während er langsam zu seinen Dolche fasste fuhr er ironisch fort. „Wollt ihr es euch also doch noch von uns besorgen lassen oder was is….“ Doch weiter kam er nicht und ging mit einem röcheln zu Boden.
„Mit sowenig im Hirn ist es kein Wunder dass ihn so ein kleiner Geistzauber gleich umbringt“ spöttelte Neria während sie sich dem anderen Bruder zuwandte, der regungslos, starr vor Schreck auf seinen sterbenden Bruder blickte.
„Wollt ihr auch so enden oder verratet ihr mir wo Ardanos ist?“ fragte Neria drohend „Nein bitte nicht, ich erzähle euch alles was ihr wissen wollt“ erwiderte er flehend und gab Neria Ardanoss Aufenthaltsort preis. „Na bitte geht doch“ witzelte Neria und sprach sogleich einen Lähmzauber auf Anariel den älteren der Avaribrüder.
„Vielleicht habe ich ein wenig gelogen“ fuhr sie hämisch grinsend fort. „Ihr werdet zwar nicht wie euer Bruder sterben, aber ihr werdet sterben mein Guter“ Neria nahm dabei ihren Dolch zu Hand und rammte diesen ihrem bewegungsunfähigen Opfer ins Herz. „Wir wollen doch nicht dass der Verdacht auf einen Magier fällt“ sprach sie obwohl sie keine Zuhörer mehr hatte, wandte sich um, und verschwand ebenso schnell wie sie gekommen war.
Danach folgte Neria der Wegbeschreibung die sie aus Anariel herausgepresst hatte, und betrat das Haus von Ardanos Barad, dem letzten verbliebenen, von jenen die sie für ihr Schicksal verantwortlich machte. Er schien mittlerweile verheiratet zu sein, da sie ihn mit einer Frau und einem Kind bei Tisch sitzend vorfand.
Bevor Neria ein Wort sprach und die Familie ihrer Anwesenheit gewahr wurde, flogen sie auch schon wie von einer unsichtbaren Hand geschleudert gegen die hölzerne Raumwand. Der Tisch kippte zur Seite und das Essen ergoss sich auf den Boden. Während die beiden Frauen von der Wucht des Aufpralls leicht benommen versuchten wieder auf die Beine zu kommen, hatte Ardanos etwas weniger Glück da sich eine Querverstrebung, des hinter dem Tisch befindlichen Waffenständers, in seine Hüfte bohrte und er somit bewegungsunfähig festsaß.
Mit schnellem Schritt, und mit einem hämischen Grinsen im Gesicht, trat Neria an den verletzten Ardanos heran. Seine schreck geweiteten Augen ließen Neria wissen dass er sie erkannt hatte. „Ihr rührt euch nicht von der Stelle“ herrschte sie in rauem Ton die Frau und das kleine Mädchen an während sie sich Ardanos zuwandte und ihre Stimme erhob „Ah ich sehe ihr habt mich erkannt, dann wisst ihr auch was nun auf euch zukommt. Es trifft sich gut dass ihr eine Famille habt, dann werdet ihr lernen was es heißt geliebte Menschen zu verlieren, bevor ihr das zeitliche segnet“ fuhr sie in spöttischen Ton fort.
„Wer ist die Frau Ardanos“ fragte die Elfenfrau mit panikerfüllter Stimme während sie ihre Tochter fest an sich drückte um ihr den Anblick des Geschehens zu ersparen.
„Na los sag es ihr, sag ihr wer ich bin und was du und deine Freunde getan haben“ herrschte Neria Ardanos sogleich mit zornerfüllter Stimme an.
Doch Arandos schwieg betreten, was Neria in Rage brachte. „Gut dann werde ich euch mal eine kleine Kostprobe von dem geben was euch erwartet“ Nerias Blick fiel auf die Katze die sich gerade über die am Boden verstreuten Essensreste hermachte. „Wie wäre es wenn ich eurer alterschwachen Katze ein wenig Lebensenergie von euch einhauche?“ und sie sprach sogleich den Zauber den sie schon sooft in ihrem Leben angewandt hatte.
Während die Katze scheinbar jünger und agiler, wie von einer Tarantel gestochen, davon schoss, schrie Ardanos von Schmerzen gepeinigt auf. Er war innerhalb eines Moments um Jahre gealtert. „Hört bitte auf damit, ich erzähle es“ flehte er Neria mit schmerzerfüllter Stimme an. Daraufhin schilderte er seiner Frau was sich vor 9 Monden zugetragen hatte. Seine Frau hörte seinen Ausführungen aufmerksam zu, senkte dann beschämt ihren Kopf, als schien sie zu wissen, dass sie die letzten Minuten ihres Lebens vor sich hatte.
„Ich bitte euch hört mich an“ bettelte Aradnos und begann sogleich mit hastiger Stimme zu sprechen „Ich habe das damals nicht gewollt, es war die Idee der beiden Brüder und derjenige der euch vergewaltigen wollte und von euch getötet wurde, hatte eurem Freund das Messer in die Brust gerammt. Ich hätte euch nie etwas angetan, ich wollte nur mein Gesicht vor meinen Freunden wahren“
Neria zögerte kurz bevor sie in einem schnippischen Ton entgegnete. „Und ihr glaubt wirklich dass ihr als Mitläufer frei von jeglicher Schuld seid? Wollt ihr mir das weismachen?“ und schlug ihm mit ihrem Zauberstab in seine Weichteile sodass er vor Schmerzen wimmerte.
„Nun gut, wenn ihr behauptet nur ein Mitläufer gewesen zu sein, dann werde ich euch meine vor kurzem gewonnene Menschlichkeit beweisen, erwidert sie mit spöttischer Stimme. „Ihr dürft wählen wen ich von den beiden am Leben lassen soll“ und deutete auf seine Frau und das kleine Mädchen. Doch während er sich verzweifelt mit ihrer Frage quälte, stand seine Frau langsam auf, trat an Neria heran und sprach mit entschlossener Stimme „Tötet mich und verschont bitte das Leben meines Kindes“
Neria ein wenig von der Entschlossenheit und der Ruhe dieser Frau beeindruckt entgegnete „So sei es“ und hob ihre Hand um einen ihrer Todeszauber an ihr anzuwenden. „Verabschiedet euch von eurer Tochter“
Die Frau nahm ihre Tochter in ihre Arme und drückte sie fest an sich. Man konnte ihr anmerken wie sie mit den Tränen kämpfte während sie zu ihrer Tochter sprach „Salina du musst jetzt tapfer sein.“ Das kleine Mädchen warf sich heulend in die Arme ihrer Mutter und schrie mit tränenerstickter Stimme „Mutter!, nein!, bitte bleib bei mir, verlasse mich nicht“. Dann wandte sie sich flehend an Neria „Bitte nehmt mir nicht meine Mutter, und lasst auch meinen Vater in Ruhe, sie sind alles was ich habe, ich liebe sie. Was soll ich ohne sie machen?“
Neria die gerade ihren Zauber vollenden wollte zögerte als sie die Worte des kleinen Mädchens vernahm
Warum zögere ich überlegte sie fieberhaft und musterte die Kleine die sie ein ein wenig an Lydia, allerdings 5-6 Monde jünger, erinnerte. Was würde aus ihr werden, ohne ihren Vater, ohne ihre Mutter? Würde sie nicht die Kleine zu dem machen was aus ihr selbst geworden war, fragte sie sich sichtlich verunsichert. Sie kämpfte verzweifelt gegen das Mitleid an das ihren Hass zu überflügeln schien.
Sie selber wusste nur zu gut wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren. Will sie den Schmerz den sie heute erfahren hatte wirklich dem jungen Ding antun?, hinterfragte sie die Berechtigung ihres Handelns.
„Nein es wird keine Rache mehr geben“ dachte und sagte sie sogleich. Die Drei schauten sie erstaunt an als sie ihre Worte vernahmen und konnten ihr Glück zuerst gar nicht fassen.
Neria zog Ardanos vom Waffenständer hinunter und legte ihn vorsichtig auf den Boden. Während sie ihm wieder die verlorene Lebensenergie einflößte und seine Wunde heilte, sagte sie mit ernster Stimme. „Ich denke ihr habt eure Lektion gelernt und werdet dadurch zu einem noch besseren Elfen als ihr anscheinend schon geworden seid, und deutete dabei mir ihrem Kopf auf seine Frau und seine Tochter.
Ardanos sagte kein Wort aber sein Blick gab ihr zu verstehen wie sehr er ihr dankte, und sich seiner Schuld bewusst war. Neria sah in seine Augen und wusste die Richtigkeit ihrer Entscheidung bestätigt. Während sie sich anschickte das Haus zu verlassen, und die Familie ihr dankend nachblickte, stolperte sie über die Katze die jung und verspielt, wie sie jetzt war, Nerias Schatten verfolgte. Sie wollte sie schon fluchend in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzen als sie lachend beschloss „Ach bleib wenigstens du wie du bist“
Wie Neria das Haus verlies, blieb ihr sogleich das Lachen im Hals stecken. „Wir haben sie Sir“ hörte sie eine blecherne Stimme, und ehe sie sich versah kamen mehrere Templer über den Hauptplatz in ihre Richtung gelaufen. „Verdammte Templer“ fuhr es ihr über die Lippen, sie zückte ihren Zauberstab und feuerte ihnen einen Feuerball vor die Füße. Doch mehr als das einige von ihnen zurückgeschleudert wurden schien dieser nichts zu bewirken.
Wenigstens Zeit genug um offeneres Gelände zu suchen, dachte sie und lief in die Richtung wo die Templer ihren Ring um sie noch nicht geschlossen hatten. Doch nach wenigen Sekunden wurde ihr klar dass sie in eine Falle gelaufen war. Da dort wo früher ein schmaler Durchgang war, ragte nun ein Lagerhaus empor. So blieb Neria nichts anderes über als sich dem Kampf zu stellen.
Nach mehreren versuchen die Templer mit Elementarzaubern aufzuhalten warf sie verärgert ihren Zauberstab weg. Dreck, was haben die für neue Rüstungen? Sie waren doch sonst nicht so widerstandsfähig, zweifelte sie an ihren Fähigkeiten und versuchte sich vergeblich an einigen Geistzaubern, welche die Templer aufgrund ihrer mentalen Stärke auch nicht zu beeindrucken schienen.
Die Templer waren mittlerweile bis auf zehn Fuß an Neria herangekommen, und hatten es auch gar nicht mehr eilig, da sie Neria in der Falle wussten. Doch auch Neria ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, es waren ja nicht die ersten Templer die ihr begegneten, und daher wusste sie dass es kein Kinderspiel werden würde. „Gut ihr wollt es nicht anders“ murmelt sie entschlossen und traf die Wahl Todesmagie kombiniert mit Blutmagie einzusetzen. Neria konzentrierte sich kurz und innerhalb eines Augenblicks schien ihr Körper alle Lebensenergie in ihrer Umgebung langsam in sich aufzunehmen.
Das schien endlich Wirkung zu zeigen während ihre Zauberkraft immer stärker wurde, mussten die Templer erfahren wie ihnen langsam ihr Leben ausgesaugt wurde. Sie wurden sich bewusst, dass sie nicht viel Zeit hatten und beschleunigten ihre Schritte. Neria der gewahr wurde, dass sie dennoch zuwenig Zeit hatte, machte bei ihren Angreifern einen Templer aus, der noch relativ jung zu sein schien, und es gelang ihr diesen per Blutmagie zu übernehmen.
Der übernommene Templer richtete sich gegen seine Kameraden und verletzte zwei von ihnen so schwer dass Nerias Todeszauber ihnen den Rest gab. Dann wurde er jedoch von seinen drei verbliebenen Kameraden überwältigt und diese standen kurz darauf unmittelbar vor Neria. „Jetzt wird es eng“ dachte Neria, denn sie hatten noch genug Zeit um Neria zur Strecke zu bringen bevor ihr Leben verwirkt wäre.
Sie konnte den ersten Schwerthieb der ihrem Kopf galt gerade noch unterlaufen, als schon der nächste folgte und einen tiefen Schnitt in ihrer Hüfte hinterließ. Neria schrie vor Schmerzen auf und konnte mit letzter Mühe dem dritten Stich, der wohl ihrem Herzen galt, ausweichen. Der Templer der diesen Streich geführt hatte kam ins straucheln und bot Neria einen kurzen Moment eine Stelle die nicht durch Rüstung geschützt wurde, den Nacken. Neria berührte ihn dort und beraubte seinen Körper in Sekundenbruchteilen jeglicher Flüssigkeit, sodass dessen Körper zu Staub zerfiel und seine Rüstung klirrend zu Boden krachte.
Doch sie konnte sich nicht lange an ihrem Triumph ergötzen, da ihr einer der beiden verbliebenen Widersacher seinen Schild in den Körper rammte. Neria sackte röchelnd auf die Knie, der heftige Schlag hatte die Wunde die ihr Vernitas Schwert zugefügt hatte, und die sie nicht selbst geheilt hatte, wieder aufgerissen. Doch bevor der Templer seinen Schwerthieb setzten konnte sackte er ohne verbliebene Lebenskraft zusammen.
Neria war gerade dabei sich schwerfällig aufzurichten als sie zwei Dinge vernahm. In einiger Entfernung stand Ardanos´s Frau mit einem Bogen in der Hand mit dem sie offensichtlich auf sie zielte und gleichzeitig hörte sie wie eine Klinge hinter ihr die Luft zerschnitt. Jetzt ist es aus dachte sie resignierend und wartete gefasst auf ihren Tod. Umso mehr war sie verwundert als ein Pfeil bei ihr vorbeisurrte, und der Templer hinter ihr getroffen am Hals, röchelnd auf die Knie ging ,und kurz danach tot den Boden küsste.
Die Frau von Ardanos kam auf Neria zu, reichte ihr die Hand um ihr aufzuhelfen und während Neria sie sprachlos anstarrte umarmte sie Neria. „Ich war euch das schuldig“ ließ sie mit erleichterter Stimme verlauten. Nach einem kurzen Augenblick wandte sie sich wieder um und lief zu ihrem Haus zurück.
Neria sah ihr entgeistert nach, und es dauerte eine Weile bis sie das Geschehene realisierte. Bevor sie ihren Zauberstab wieder aufnahm, löste sie ein Emblem aus der Rüstung eines der toten Templer welches sie noch nie zuvor gesehen hatte. Dann schleppte sie sich über entlegene Gassen auf den Weg zurück zum Versteck.
Modifié par Doomheart43, 14 novembre 2010 - 08:46 .
#1258
Posté 11 novembre 2010 - 02:43
Etwas verschlafen richtete sie sich auf und blickte sich um, doch außer Leanora, welche wieder irgendetwas zu lesen schien, Lydia, welche auf der Liege saß und mürrisch dreinschaute, sowie Vernita, die direkt neben ihrer Liege saß und wohl eingeschlafen war, konnte sie niemanden ausfindig machen. Waren sie vielleicht alle oben beim Schmied? Doch im Prinzip war es ihr egal, wo die anderen waren.
Mit einem Gähnen richtete sie sich auf und begab sich zu den Vorräten, welche sie sofort durchstöberte. Sie war nicht hungrig, hatte jedoch den Drang danach sich zu waschen, da sie noch immer diesen Gefängnisgeruch an sich trug und benötigte frische Kleidung. Relativ schnell wurde sie fündig und fand einige Kleidungsstücke, welche wohl Kylar zusammen mit den anderen Sachen in das Versteck gebracht hatte. Miandra war es egal, woher diese Sachen stammten und nahm sich etwas was ihr passen könnte.
Damit verschwand sie hinter der Geheimtür des Verstecks, ohne zu sagen wohin sie sich begab. Oben angekommen traf sie direkt auf den Schmied, welcher sie komisch anglotzte da sie außer des Verbandes und ihrer Unterwäsche nichts anhatte.
"Wo befindet sich Euer Waschraum?", fragte sie ihn direkt, doch dieser zeigte nur mit der Hand auf eine Tür ohne etwas zu sagen, da er scheinbar dafür zu verwundert oder verwirrt war, was sie aufgrund seines offenen Mundes feststellte.
Ohne zu zögern betrat sie den Raum, schloss die Tür hinter sich ab und befreite sich sofort von den Verbänden, welche teilweise an ihrer Haut klebten. Anschließend wusch sie sich direkt mit dem kalten Wasser, welches sich in einem Fass befand, sowie mit Seife, den ganzen Körper sowie die Haare, bis all das Wasser verbraucht war. Nun war ihr zwar eiskalt doch das war es ihr wert. Nachdem sie sich abgetrocknet hatte betrachtete sie sich kurz selbst im Spiegel, wandte den Blick jedoch sofort wieder ab, als sie all die Narben erkennen konnte, zog sich schnell die frische Kleidung über und verließ den Waschraum. Der Schmied warf ihr nur einen verwunderten Blick zu, welchen Miandra einfach ignorierte und begab sich ohne sich weiter umzusehen zurück ins Versteck.
Als sie an den Vorräten vorbeikam schnappte sie sich kurzerhand einen halben Brotlaib und ließ sich mit diesem auf ihrer Liege nieder, wo sie sich sofort in die Decke hüllte, da ihr von dem Wasser noch immer eiskalt war. Gerade als sie von dem Brot abbeißen wollte, fiel ihr Blick auf einen Zettel.
Lag der vorher schon da? Ging ihr nur doch den Kopf, aber wahrscheinlich hatte sie ihn übersehen. Ohne darüber nachzudenken nahm sie sich das Stück Papier und faltete es auf, und musste feststellen dass es sich um einen Brief für Vernita handelte. Ohne sich dabei viel zu denken las sie weiter, und verschluckte sich beinahe an dem Brot, als sie ihren eigenen Namen darin fand, und begann daraufhin stark zu husten.
#1259
Posté 11 novembre 2010 - 07:19
Langsam stapelte sie die Briefe wieder aufeinander und verschnürte sie mit einer Schleife. Auch Tjarks Tagebuch wanderte zurück in ihre Tasche. Irgendwann würde sie seine Mutter und Schwester auffinden und ihnen den Teil der Chronik zukommen lassen, das schwor sie sich noch einmal.
Lea streckte sich, das Sitzen hatte ihre Muskeln völlig verspannt. Sie hatte keine Ahnung, wo die anderen nun alle hin gegangen waren, aber sie würden schon wieder irgendwann auftauchen. Sie selber hatte kein Bedürfnis den sicheren Kellerraum zu verlassen. Lea stand auf und ging zu den Lebensmitteln. Dort nahm sie sich etwas Käse und einen Schluck Wasser.
Als Miandra zu husten begann, blickte sie diese fragend an.
"Geht es Euch besser, Miandra? Kann ich Euch irgendwie helfen?"
Modifié par Bellandyrs, 11 novembre 2010 - 10:24 .
#1260
Posté 12 novembre 2010 - 07:16
„Bringt Ihr was zu trinken“, antwortete Vernita und sprang auf. Schnell setzte sie sich neben Miandra und klopfte Ihr behutsam auf den Rücken. „Alles in Ordnung mit dir? Du sollst auch nicht immer so schlingen, wie oft soll ich dir das denn noch sagen?“
Bei ihren letzten Worten grinste die Elfe die schwarzhaarige Frau an.
#1261
Posté 12 novembre 2010 - 07:49
"Ein Brief von Eurer neuen Freundin.", fügte sie leicht sarkastisch hinzu und richtete sich von der Liege auf um sich an den Kamin setzen zu können, wo zwar kein Feuer mehr brannte, jedoch war die Glut noch nicht erloschen. Dabei wäre sie beinahe mit Leanora zusammengelaufen, welche ihr eilig einen Becher gefüllt mit Wasser entgegenstreckte.
"Es geht schon wieder.", sagte Miandra zu dieser mit einem leichten Lächeln, was wohl eine Art Danke ausdrücken sollte. Trotz alldem nahm sie den Becher entgegen und setzte sich mit diesem an den kleinen Kamin, um sich etwas aufzuwärmen. Da ihre Haare noch relativ nass waren, wurde ihr alleine durch die Decke nicht wirklich wärmer.
#1262
Posté 12 novembre 2010 - 09:05
„Diese verdammte Schlampe!“ zischte sie böse, während sie mit geballten Fäusten und angespannten Muskeln durch den Raum in die Ecke lief, in der ihre Sachen lagen. „Die kann was erleben! Der werde ich zeigen, wie „warmherzig“ ich sein kann! Dieses selbstsüchtige, sture Weib! Ich hätte sie auf der Straße verrecken lassen sollen! Was bildet sich dieses Weibsbild überhaupt ein?!?“
Die Elfe zog ihre Zivilkleidung aus und legte sich Stück für Stück ihre Rüstung an. Es wurde wohl mal wieder Zeit, dass sie in den Kampf zog. Sie musste diese Magierin finden, bevor sie diese tölpelhafte Frau schnappten und zum Reden brachten. Dann würde sie diese zurückbringen oder auch töten, je nachdem, was ihr in der entsprechenden Situation als angemessener erschien. Sie setzte sich ihren Helm auf und steckte ihre Kurzschwerter in die Scheiden auf ihrem Rücken. Anschließend hängte sie sich auch noch ihre Tasche um, für alle Fälle.
„Wartet hier!“ meinte Vernita in einem harten Ton zu den anderen gewandt. „Ich werde dieses Weib suchen gehen! Sollte ich bis zum Abend nicht wiederkommen, dann verschwindet von hier! Und keine Widerrede!“
Ohne eine Antwort abzuwarten, verließ Vernita das Versteck und machte sich auf den Weg nach draußen. Dabei nahm sie den Hinterausgang der Schmiede, immer darauf bedacht sich möglichst im Schatten aufzuhalten, was ihr in der engen dunklen Gasse relativ leicht fiel. Schwieriger würde es werden, ins Gesindeviertel zu kommen. Auch wenn die Straßen inzwischen mit Personen überlaufen sein würden, so wurde immerhin nach ihr gesucht. Und in ihrer Rüstung erregte sie doch schon einige Aufmerksamkeit. Aber auf sie verzichten wollte sie auch nicht, da sie fest damit rechnete, in einen Kampf verwickelt zu werden.
Sie schlug gerade den Weg in Richtung Hauptstraße ein, als sie eine Gestalt wahrnahm, die in einer der Gassen an eine Wand abgestützt stand und offenbar schwer atmend nach Luft rang. Die Elfe ging hinter der Ecke in Deckung, bevor sie in den dunklen Weg hineinlugte. Sofort erkannte sie Neria, die offenbar verletzt worden war und wahrscheinlich eine schöne Blutspur direkt zu ihrem Versteck legte.
‚Wirklich großartig!’ dachte Vernita bei sich und lief schnellen Schrittes die Gasse entlang, bevor sie kurz darauf vor der Magierin stehen blieb und sie mit harter Miene anstarrte.
„So, meine neue Freundin!“ meinte sie betont sarkastisch. „Sagt mir, warum ich Euch nicht sofort das Genick brechen soll, wo Ihr doch schon munter für unsere Feinde eine Fährte direkt zu unserem Versteck legt? Habt Ihr jetzt komplett den Verstand verloren?!?“
#1263
Posté 12 novembre 2010 - 09:30
Doch was war mit Liebe, würde sie jemals auch wieder Liebe erfahren dürfen? Sie dachte wehmütig an die vielen gemeinsamen Stunden, die sie mit Theofillas in ihrem Versteck im Stall ihrer Mutter, verbracht hatten. Sie waren oft stundenlang nur wortlos, fest umschlungen dagelegen. Sie mussten auch nichts sprechen, da der tiefe Blick in des anderen Augen mehr sagte als tausend Worte. Seine Berührungen und Küsse waren so sanft und zärtlich, und hätte ihre Beziehung etwas länger gedauert, dann hätte sie sich ihm sicher ganz hingegeben.
Jäh wurde Neria aus ihren Gedanken gerissen, laute Rufe und Befehle hallten durch die Strassen und Gassen, offensichtlich hatte man die toten Templer gefunden. Zwei toten Elfen wären unbedeutend, aber sechs tote Templer würden die ganze Stadt in Aufruhr versetzen. Man würde die ganze Stadt auf den Kopf stellen, jedes Haus nach ihr durchsuchen. Vielleicht sollte sie sich stellen um die Gruppe nicht zu gefährden, „doch andererseits hab ich Vernita versprochen zurückzukehren“ überlegte sie unschlüssig.
Sie blieb kurz stehen und lauschte als welcher Richtung die Rufe kamen, dabei bemerkte sie, dass sie doch ziemlich stark aus ihren Wunden blutete und Tropfen ihres Blutes, die durch ihre Robe sicherten, eine Blutspur hinterlassen hatten. Sie raffte den unteren Teil der Robe hoch, um zu verhindern, eine verräterische Spur zu hinterlassen, die etwaige Verfolger zum Versteck führen könnten. „Ich muss mich heilen“ überlegte Neria nachdem sie schon ein leichtes Schwindelgefühl durch ihren Blutverlust hatte. Doch dazu jetzt war keine Zeit mehr. Dann begann sie zu laufen, und verzichtete wie auf ihrem bisherigen Rückweg darauf allen Leuten auszuweichen.
Nerias Kräfte schwanden und sie wurde immer langsamer doch sie hatte es nicht mehr weit. Jetzt wo sie in der Nähe des Verstecks war versuchte sie sich Vernitas Reaktion auf ihren Alleingang auszumalen. Sie hatte ihr ja in ihrem Brief all ihre Beweggründe dargelegt, wenn sie auch den einen oder anderen Grund nur leicht angedeutet hatte, aber würde Vernita das einsehen würde sie es verstehen? Wieso wollte sie ihr überhaupt helfen waren es wirklich edle Beweggründe oder einfach kalte Berechnung? Neria wurde bewusst, dass sie noch immer nicht viel über Vernita wusste, aber sehr bald eine Antwort auf ihre Frage bekommen würde.
Neria konnte nicht mehr laufen, und suchte hinter einem Haus ein Versteck um sich auszuruhen. Plötzlich stand Vernita vor ihr und wollte Erklärungen, Erklärungen die wohl eine längere Zeit in Anspruch genommen hätten. Doch die Zeit würden sie nicht mehr haben, deswegen entgegnete sie Vernita. „Lasst uns schnell zum Versteck aufbrechen und uns das dort klären. Welche Vorwürfe ihr auch habt macht sie mir dort wir haben kaum mehr Zeit, es hat einen Zwischenfall gegeben mit dem ich nicht rechnen konnte, ich habe sechs Templer getötet und man sucht bereits nach mir.“ Wenn ihr der Meinung seid mich töten zu müssen dann tut es bevor es die Templer tun oder helft mir zurück zu kommen.
Modifié par Doomheart43, 12 novembre 2010 - 11:46 .
#1264
Posté 13 novembre 2010 - 09:45
Irgendwie waren sie schon ein komischer Haufen, dachte sie bei sich. Sie selber eher ängstlich, zurückhaltend. Vernita stufte sie als zänkisch ein, aber zum Glück hatte die Elfe bisher diese Seite nicht wirklich an ihr ausgelassen. Wenn sie auch nur einmal in das Kreuzfeuer Vernitas kommen würde, würde sie wohl in Tränen ausbrechen. Sie wünschte sich, mental so stark zu sein wie Miandra oder Vernita. Andererseits, überlegte Lea, wäre man dann noch zu starken Gefühlen wie Liebe fähig? Oder war Hass nur eine andere Art von Liebe, aber die Emotionen waren durchaus in der gleichen Intensität vorhanden?
Sie schüttelte den Kopf, um diese Gedanken zu verscheuchen und wandte sich wiederum an die Frau, die neben ihr sass.
"Vernita ist auch lustig. Wenn sie bis abends nicht zurück kommt, sollen wir verschwinden. Alles gut und schön, aber wohin hat sie dabei nicht gesagt. Ich weiß nur, dass ich alleine sicher nicht weit komme, samt Donas und Nero."
Als sie an ihre Tiere dachte, seufzte sie. Wie es den beiden wohl im Moment ging? Donas würde sicher bald den Stall zu Kleinholz zerlegen, wenn er nicht bewegt wurde. Aber um die Schadensbegrenzung würde sie sich schon kümmern, noch hatte sie genug Bargeld oder Schmuck dabei, was sie verwenden konnte. Trotzdem hoffte Lea, dass diese Sache bald geklärt würde, sie mußte irgendwann das mit dem Nachlass regeln, bevor der Arl sich ihr Erbe einheimste.
Bei dem Gedanken daran kam Wut in ihr hoch. Wut darüber, wie ein Mensch nur wegen dem Streben nach Macht rücksichtslos eine Familie auslöschte, oder alles Hab und Gut plünderte. Eigentlich dachte sie, war nach der Verderbnis das Land wieder vereinter - und zivilisierter. Aber da hatte sie der Schein wohl getrogen.
Lea fühlte sich, als hätte sie eine große Last zu tragen. Würde sie je die Weitsicht erhalten, welche Richard und den Vater mit Geschick die Belange des Gestüts lenken liessen? Sie bezweifelte es beinahe. Sie wußte nur, dass sie sich das aneignen mußte, und insofern war dieses Abenteuer mit ihren Gefährten wohl der beste Lehrmeister, um mit ihrem zukünftigen Leben besser klar zu kommen und nicht blau-äugig in weitere Gefahren zu laufen.
Modifié par Bellandyrs, 13 novembre 2010 - 09:49 .
#1265
Posté 13 novembre 2010 - 01:34
Die Elfe trat auf die Magierin zu, stützte sie mit einem Arm ab und schleifte sie den Weg lang, welchen Neria gekommen war, wohl bewusst, dass sie sich deren Feinde immer weiter näherte. Ihr ausgesprochen guter Gehörsinn gab ihr eine ziemlich gute Vorstellung darüber, wie viel Zeit die beiden noch hatten, bis Nerias Verfolger sie hier entdecken würden. Die Magierin sah die Elfe etwas schockiert von der Seite an, da sie schon befürchtete, Vernita würde sie eventuell den Templern zum Fraß vorwerfen. Doch diese hatte etwas ganz anderes im Sinn.
Sie schleifte Neria genau entlang der Blutspur zurück, die diese hinterlassen hatte, bis die beiden Frauen nach einigen Metern an einer geschlossenen Holztür eines Wohnhauses vorbeikamen, welches schon ziemlich verfallen aussah. Vernita wollte die Tür öffnen, doch diese war verschlossen. So ließ sie die Magierin einfach stehen, nahm kurz Anlauf und warf sich mit voller Wucht gegen das Holz des Hauseinganges. Dieses gab augenblicklich nach, als der Ansturm der Elfe das Schloss krachend aus dem Rahmen brach. Vernita stolperte in das Haus hinein, welches anscheinend schon seit geraumer Zeit verlassen worden war. Zumindest hing der Raum voller Spinnenweben und alles lag unter einer dicken Staubschicht.
Vernita trat augenblicklich wieder nach draußen, packte Neria am Arm und riss sie mit sich in das Innere des Gebäudes. Drinnen angekommen schleuderte sie die Magierin in Richtung einer alten Bank, auf welcher diese Sitzenderweise landete. Die Elfe selbst hingegen schlug die Tür hinter sich wieder zu, griff sich einen alten Stuhl und verkeilte diesen unter der Türklinke, um diese zu blockieren. Anschließend zog sie ihre Schwerter und ging zu einem der verrammelten Fenster. Durch die Löcher in dem alten Holz beobachtete sie die Straße.
„Haltet jetzt bloß Euer ansonsten so vorlautes Maul!“ zischte sie Neria entgegen, ohne diese anzublicken. „Ansonsten sehen wir beide gleich ganz schön alt aus!“
#1266
Posté 13 novembre 2010 - 02:23
Anscheinend sollten die anderen nichts davon mitbekommen wenn Vernita sie hier töten würde, oder wollte sie ganz einfach nicht dass die anderen mithören könnten was sie sich zu sagen hatten? Wahrscheinlich wäre es auch besser so dachte sie verständnisvoll.
Schwerfällig seufze Neria, und betrachtete ihre Robe, die schon mehr blutrot war, als dass sie ihre ursprüngliche Farbe hatte.
Um diese Wunden zu heilen wäre keine Blutmagie nötig dachte sie erleichtert, da es nur tiefe Fleischwunden waren und keine inneren Organe verletzt wurden. Andererseits hatte sie schon zuviel Blut verloren um Blutmagie überhaupt einsetzen zu können, und die wenige Kraft die sie noch hatte, wollte sie momentan nicht mit ihrer Heilung verschwenden.
Sie zuckte unweigerlich zusammen als sie draußen die vorbeilaufenden Templer vernahm. Ohne meine Kräfte kann ich Vernita nicht einmal helfen wenn die uns hier finden ließ der Gedanke Neria erschaudern. Sie hatte ja Vernita noch nicht einmal darüber informieren können was sie herausgefunden hatte. Sie wären chancenlos, hätte sie nur besser gelernt wie man Schwerthieben ausweicht ärgerte sich Neria über ihre eigene Schwäche.
Doch selbst wenn die Templer sie hier nicht entdecken würden, würde sie dann nicht doch hier ihr Ende finden? Was auch immer passiert, Neria würde nicht einmal den Versuch machen ihre Hand gegen Vernita zu erheben, es wäre in meinem Zustand sowieso zwecklos stellte sie resignierend fest.
Modifié par Doomheart43, 13 novembre 2010 - 02:25 .
#1267
Posté 13 novembre 2010 - 04:11
„Hier läuft die Blutspur lang!“ rief einer von ihnen. „Beeilt euch! Wir haben sie gleich!“
„Bei dem, was die an Blut verloren hat, finden wir bestimmt nur ihre Leiche!“ meinte ein anderer.
„Ruhe!“ brüllte der erste wieder, da waren sie auch schon an dem Gebäude vorbeigerannt, doch kurz darauf kamen die Templer zu Stillstand.
„Halt!“ befahl der erste. „Hier endet die Spur plötzlich!“
„Vielleicht hat sie sich geheilt, oder die Wunde verbunden?“ mutmaßte der zweite.
„Möglich“, erwiderte die erste Stimme. „Zumindest brauchen wir mehr Männer, um sie aufzuspüren. Geh zurück und besorge uns Verstärkung, der Rest folgt mir! Los!“
Der Trupp setzte sich wieder in Bewegung, während einer der Templer den Weg zurückkam. Vernita hörte deutlich, wie er an dem Haus vorbeikam. Sie trat vom Fenster weg und stellte sich neben der Tür in Bereitschaft. Einen Augenblick später verstummte das Geräusch der Templerrüstung, und zwar direkt vor der Tür. Die Elfe hielt den Atem an.
„Hm, was haben wir denn hier“, murmelte der Templer von draußen, während er an der Tür rüttelte. „Ist da etwa...“
Dann wurde es still, aber nur für einen Moment, denn schon donnerte etwas gegen den Eingang, woraufhin die Tür durch den wuchtigen Tritt des Templers aus den Angeln gerissen wurde und krachend auf dem Boden landete. Schon erschien der Krieger wie ein Riese im Türrahmen. Und als er Neria auf der Bank sitzen sah, fing er plötzlich an zu lachen, was unter seinem Vollhelm hohl und blechern klang.
„Sieh mal an, wen haben wir denn da?“ meinte er höhnisch und trat langsam ein, wobei er zu seinem Zweihänder griff. „Spielst du mit uns verstecken, oder was? Was bist du nur für eine armselige Magierin. Lass es uns zu Ende bringen.“
Der Templer näherte sich Neria, die anscheinend nicht mehr in der Verfassung war, einen Zauber zu wirken, was ihrem Gegner wohl auch gleich auffiel, da er sich nicht gerade beeilte, diese zu töten. Ganz gemächlich hob er seinen Zweihänder, während er Schritt für Schritt auf die Magierin zuging. Fast hatte er sie schon erreicht.
„Deine Schreckensherrschaft ist hier zu Ende, du Abscheulichkeit!“ zischte der Templer böse, und ließ sein Schwert auf die Frau niedersausen. Die Klinge zerteilte pfeifend die Luft, bevor sie klirrend auf Metall stieß. Vernita war vor die Magierin getreten und hatte den Angriff des Mannes mit einem ihrer Schwerter abgeblockt. Und nun stieß sie mit ihrer zweiten Waffe zu, rammte sie dem Templer unterhalb des Armes in die Brust, an der Stelle, an der sich die Schwachstelle seiner schweren Rüstung befand. Tief drang die scharfe Klinge in den Körper des Mannes ein. Dieser torkelte stöhnend zurück, wobei er seinen Zweihänder aus der Hand verlor.
Die Elfe folgte ihm sogleich, trat nach den Beinen ihres Gegner und brachte ihn damit zu Fall. Scheppernd landete der große Mann neben der Tür auf den Fußboden. Und sogleich war die Elfe schon über ihm. Mit einer schnellen Bewegung zog sie dem Templer den Helm vom Kopf, bevor sie ihr zweites Kurzschwert in den Hals ihres Opfers rammte, welches röchelnd sein Leben aushauchte. Sofort zog sie ihre Waffen aus dem Körper des Mannes und rannte zur Tür. Ein kurzer Blick nach draußen zeigte ihr, dass die Kameraden des Templers bereits verschwunden waren.
Erleichtert atmete Vernita auf und steckte ihre Schwerter wieder weg. Anschließend trat sie zu Neria, ging vor dieser in die Hocke und untersuchte deren Wunden. Alles in allem schienen diese nicht so schlimm zu sein, nur musste sie den Blutverlust stoppen oder die Magierin töten. Sie erwischte sich bei dem Gedanken, dass sie für einen Augenblick für die letztere Lösung tendierte. Dann jedoch kramte sie in ihrer Tasche nach Verbandszeug herum.
„Zieht Eure Sachen aus, damit ich die Blutung stoppen kann“, meinte sie äußerst gereizt. „Ich hoffe, Euch ist klar, dass Ihr diese Templer beinahe zu unserem Versteck geführt hättet durch Euren Starrsinn und Eure Dummheit. Was glaubt Ihr wohl, warum ich nicht wollte, dass Ihr hier allein am helllichten Tag durch die Gegend latscht, häh? Wann fangt Ihr endlich an, Euren Verstand zu gebrauchen? Solltet Ihr Euch noch so ein Ding erlauben, dann werdet Ihr feststellen müssen, dass Ihr mich mehr fürchten solltet als unsere Gegner. Ich hoffe, dass ich mich klar ausgedrückt habe?“
Die Augen der Elfe funkelten ihr Gegenüber böse an.
#1268
Posté 13 novembre 2010 - 10:12
Natürlich könnten sie Neria auch foltern und ausfragen wegen des Verstecks, doch woher sollten diese wissen, dass sie ausgerechnet mit dieser Gruppe in Kontakt getreten war? Sie war eine Blutmagierin, bei welcher es wohl das aller Erste war, ihr die Zunge rauzuschneiden. Also warum machte sich Vernita Sorgen um diese Frau? Und warum nahm sie diese überhaupt mit ins Versteck, wenn man diese nicht kontrollieren konnte? Und seit wann interessierte sich Vernita so sehr für die Angelegenheiten anderer?
Miandra korrigierte ihren Gedanken. Sie verstand es nicht nur bedingt, sondern überhaupt nicht. Doch dieses Briefes nach zu urteilen schienen sich die beiden doch etwas besser zu kennen... wohl gut genug um dafür ein paar Templern oder sonstigen Wachen in die Arme zu laufen.
Plötzlich wurde sie von Leanora aus ihren Gedanken gerissen, als diese irgendwas von einem Nero und Donas zu schwafeln begann. Einen kurzen Moment blickte Miandra die Frau nur etwas verwirrt an, doch dann fiel ihr doch wieder ein, dass Leanora von diesem Köter und Gaul gesprochen hatte.
Ein Schmunzeln legte sich auf Miandras Gesicht, jedoch eher um ihren genervten Gesichtsausdruck zu unterbinden. Diese Adeligen gaben ihren Tieren Namen.. beinahe hätte sie zu lachen begonnen. Sie wuchs in einem kleinen Dorf auf, wo die Tiere nur einem Zweck dienten, und zwar diese zu schlachten und zu essen. Pferde und Hunde, um sich Arbeit zu erleichtern. Nicht mehr, und nicht weniger.
"Ja wirklich sehr lustig..", erwiderte sie zweideutig, wobei wohl nur sie selbst verstand, wie es gemeint war.
"Nun ja, wenn sie nicht wieder kommt, dann haben wir ohnehin nur zwei Möglichkeiten.", fuhr sie anschließend nüchtern fort und wandte den Blick wieder zu dem kleinen Kamin und beobachtete die neu entfachten Flammen, "Entweder wir bleiben hier und sterben, da man uns irgendwann finden wird, oder wir folgen der Dummheit der anderen und gehen diese suchen, um denen die uns suchen, direkt in die Arme zu laufen. Ich tendiere eher zu Letztgenanntem, da es eindeutig schneller gehen würde, und ich diese Steinwände für keinen angemessenen Ort halte, um zu sterben."
Anschließend nahm sie einen Schluck von dem Wasser , und blickte weiterhin in das Feuer, wobei sie eine Art Gelassenheit ausstrahlte, obwohl sie etwas genervt war.
Modifié par Kaysallie, 13 novembre 2010 - 10:24 .
#1269
Posté 13 novembre 2010 - 10:24
Es wurde ihr zu viel, sie konnte einfach nicht mehr die Emotionen und Gefühle, die sich in den letzten beiden Tagen bei ihr aufgestaut hatten, zurückhalten. „Einen Dreck werde ich ausziehen“ zischte sie. Sie ballte ihre Fäuste und schlug Vernita, die vor ihr in die Hocke gegangen war, aufs Kinn. Der Schlag war zwar nicht fest, aber dadurch, dass Neria ihr ganzes Körpergewicht in den Schlag gelegt hatte, fiel Vernita rücklings neben dem toten Templer auf den Boden. Neria flog ihrerseits gleich mit und landete kniend auf Vernita.
Die Blässe verschwand aus ihrem Gesicht, sie wurde hochrot und sie schrie Vernita mit zornerfüllter Stimme an.
„ Wieso konntet ihr nicht einfach akzeptieren was ich euch geschrieben hatte? Ihr solltet auch lernen das zu lesen was zwischen den Zeilen steht. Außerdem!…..Ich mag zwar blauäugig sein, aber ich bin nicht blind. Ihr führt doch ebenso einen Kampf in eurem Herzen, eben nur einen anderen als ich. Macht mich nicht für Schmerzen die euch quälen, und für die ich nichts dafür kann, verantwortlich.
Habt ihr denn überhaupt schon einmal gegen Templer gekämpft? Das ist kein abschlachten von irgendwelchen lumpigen Stadtwachen oder sonstigen Gesindel das ihr bisher gewohnt wart. Dort waren Templer die hatten so massive Rüstungen, dass eure wie der reinste Blechhaufen dagegen wirkt. Obendrein waren sie noch gegen all meine Elementarzauber immun. Selbst ich habe so etwas noch nicht erlebt. Ihr wärt dort krepiert und ich hätte nicht mehr die Kraft gehabt euch zu heilen. Seht mich doch an!“
Ihr Blick fiel kurz auf den toten Templer der neben ihnen am Boden lag. „Und ich rede jetzt nicht von Templern die ihr überrascht und hinterrücks meuchelt, ich rede von einem offenen Kampf. Selbst ich wäre nun tot hätte Ardanoss Frau mir nicht das Leben gerettet. Ich habe heute schon jemanden verloren der mir nahe stand, ich hatte wirklich keine Lust mehr das heute nochmals mitzumachen. Könnt oder wollt ihr das nicht verstehen?“ dabei hielt sie kurz nachdenklich inne und fuhr mit aufbrausender Stimme fort.
„Aber so wie es aussieht, hätte ich daran wohl keinen Gedanken verschwenden müssen. Was sollte denn all das Gesülze, von wegen ihr versteht mich? Ihr habt nichts davon ehrlich gemeint. Ihr habt mich hintergangen und belogen. Ihr wolltet mich einfach nur ausnutzen, und ich bin so blöd und bin zurückgekommen. Ich hatte meine Rache, und ich hatte ebenso Antworten auf all meine Fragen bekommen. Ich hätte mich genauso gut aus dem Staub machen können. Aber ich wollte meinem Leben endlich einen Sinn geben, ich wollte endlich auch Gutes vollbringen, diesen Kindern von denen ihr gesprochen habt helfen,……..ich wollte euch helfen“ beendete sie ihren Wutausbruch etwas leiser mit trauriger Stimme.
Ein neues Gefühl das Neria bisher nicht kannte schnürte ihr den Hals zu sodass ihr die Stimme versagte; Einsamkeit, sie fühlte sich plötzlich so allein und verlassen, trostlose Leere erfüllte ihr Herz. Wieso war sie nur nach Denerim zurückgekehrt? Dann wäre ihr all der Schmerz der nun ihr Herz erfüllte erspart geblieben. Es waren einfach zu viele neue Eindrücke auf einmal die auf sie einprasselten wie Regen auf einen trockenen Sandboden.Gefühle zu haben ist wie eine Seuche die nach deinem Herzen greift und haben sie einmal davon Besitz ergriffen lassen sie einen nicht mehr los. Was hätte sie nun dafür geben wieder die zu sein die sie war - kalt, berechnend, skrupellos – so wie Vernita.
Etwas leiser, verwundert darüber, dass sie überhaupt noch zu so einem Energieanfall fähig war, aber noch immer mit zorniger Stimme, in der ein wenig Trotzigkeit mitschwang, fuhr sie fort
„Gut, ich mache jetzt das was ich tun muss, und das brauche ich übrigens jetzt auch nicht mehr.“ Mit diesen Worten drückte sie Vernita das Emblem in die Hand, das sie aus der Rüstung eines der toten Templer gelöst hatte. "Ich werde mich stellen damit ist die Sache für die Templer hier erledigt und für euch besteht keine Gefahr mehr...“ Mit diesen Worten stand sie schwerfällig atmend auf und wollte zur Tür gehen. Doch durch die Aufregung, und ihren schnelleren Herzschlag hatte es ihr Blut nur noch schneller aus den Wunden gepumpt. Die Tür vor Neria erschien ihr wie ein Tunnel und sie versuchte das Ende des Tunnels zu erreichen.
Modifié par Doomheart43, 14 novembre 2010 - 08:46 .
#1270
Posté 14 novembre 2010 - 12:57
„Wenn Ihr wirklich sterben wollt, dann werde ich Euch eben töten, Magierin. Oder haltet Ihr mich tatsächlich für dumm?“ fragte sie erzürnt, ohne sich das bekommene Emblem anzusehen. „Ist Euch schon mal der Gedanke gekommen, dass Euch die Templer vor Eurer Hinrichtung vielleicht noch ein wenig foltern, um herauszubekommen, ob Euch jemand geholfen hat? Und wenn Ihr denkt, dass Ihr nicht reden würdet, dann täuscht Ihr Euch gewaltig! Nein, Ihr würdet geredet! Ich wurde selbst oft genug gefoltert und habe auch genauso häufig andere gefoltert, um zu wissen, dass am Ende jeder redet! Also, seid nicht so naiv zu glauben, dass es bei Euch anders wäre!“
Die Elfe stellte sich vor Neria und blockierte ihr den Weg nach draußen. „Und was Euren Brief betrifft...Ihr wisst überhaupt nichts von mir! Gar nichts! Ich habe Euch von meinem Kind erzählt, aber nicht davon, dass es der Vater meines Kindes war, der es getötet hat. Dieser Dreckskerl hat mich jahrelang vergewaltigt, bis ich irgendwann mal schwanger geworden bin. Und dann hat er das Baby und meine Eltern getötet, damit er deswegen nicht in Misskredit gerät. Ich wurde eingesperrt, gefoltert und weiterhin vergewaltigt, bis ich irgendwann gestorben wäre, wie ich vermute. Doch ich konnte diesem Hurensohn zuvorkommen und ihn dafür büßen lassen. Doch hätte ich mich damals einer solchen Gefühlsduselei hingegeben wie Ihr jetzt, dann wäre ich längst tot. Es ging mir immer nur ums Überleben. Und das war schon schwierig genug.“
Das Gesicht Vernitas nahm einen forschen Ausdruck an. „Was erwartet Ihr eigentlich von mir? Wir kennen uns gerade mal einen Tag, und Ihr kritzelt in Eurem Brief was von Freundschaft und Verständnis. Und dann macht Ihr Euch aus dem Staub und riskiert mit Eurem Rachefeldzug nicht nur Euer sondern unser aller Leben! Ihr wart es also, die mich hintergangen habt. Als ich Euch sagte, dass ich Verständnis für Eure Situation habe, dann war das ernst gemeint. Nur habe ich kein Verständnis dafür, dass Ihr mit Eurem verdammten Stolz und Eigensinn auch mein Leben gefährdet habt, selbst wenn Euch das jetzt nicht einmal bewusst zu sein scheint. Wären wir beide losgezogen, dann hätten Euch diese Templer wahrscheinlich nicht einmal zu Gesicht bekommen, dafür hätte ich schon gesorgt. Und selbst wenn doch...“
Die Elfe drehte sich einmal theatralisch im Kreis, während sie die Arme weit von sich streckte. „Seht Euch doch um, ich habe Eure Verfolger in die Irre geführt und einen von Ihnen ausgeschaltet. Und wo wir schon mal beim Thema sind. Ihr solltet niemals an meinen Kampffähigkeiten zweifeln, denn sie sind das Einzige, was ich habe. Und ich habe schon gegen alles gefochten, was es gibt. Soldaten, Magier, Meuchelmörder, Untote, Dunkle Brut, Drachen...und sogar einen Erzdämon. Trotzdem stehe ich noch hier lebendig vor Euch, obwohl alle Chancen gegen mich standen. Und was Eure Templer mit ihren ach so tollen Rüstungen angeht...ich benutze keine Elementarzauber sondern nur blanken Stahl, kombiniert mit ein paar Giften und Sprengsätzen. Und wie Ihr an unserem jungen Freund hier sehen könnt, so hat jede Rüstung ihren Schwachpunkt, und ich bin sehr gut darin, solche Schwachpunkte aufzuspüren und auszunutzen. Darum lebe ich noch, während all diejenigen, die etwas dagegen hatten, jetzt tot und vergessen sind.“
Vernita trat dicht vor die Magierin, sodass sich deren Gesichter beinahe berührten und sah ihrem Gegenüber dabei fest in die Augen. „Und falls Ihr das noch nicht vergessen habt, so erinnere ich Euch daran, dass wir beide eine geschäftliche Vereinbarung haben, nicht mehr und nicht weniger. Ich biete Euch einen Unterschlupf, und Ihr helft mir dabei, meine Feinde zu vernichten. Die Aussicht, dass Ihr dabei Euren Namen reinwaschen könnt, sollte Euch dabei einen zusätzlichen Anreiz liefern. Wenn Ihr es aber vorzieht wie ein Feigling den Schwanz einzuziehen und lieber dem Tod entgegen treten wollt, dann kann ich das gerne für Euch erledigen. Nur dann sterbt Ihr in der Gewissheit, dass all die Leute, die Euren Tod wollen, über Euch triumphiert haben. Falls Euch das egal ist, dann können wir die ganze Sache hier und jetzt beenden. Ansonsten zieht endlich Eure Klamotten aus, damit ich Euch verbinden kann und Ihr meine Stiefel nicht weiter mit Eurem Blut besudelt.“
#1271
Posté 14 novembre 2010 - 04:38
Mit schwerfälliger, keuchender Stimme entgegnete sie Vernita
„Vernita ich kann eure Beweggründe nicht nachvollziehen. Wieso habt ihr nicht den Templer die Drecksarbeit erledigen lassen und mir das Leben gerettet? Seid ihr so erpicht darauf mich selber zu töten? Warum sprecht ihr eigentlich immer nur davon mich zu töten, tut doch was ihr tun müsst oder wonach ihr euch so sehr sehnt. Ich hatte nie Angst vor dem Tod und habe sie selbst jetzt, wo ich eine andere bin, nicht.
Ich habe nichts mehr zu verlieren, und ich habe auch nichts mehr wofür es sich lohnen würde zu leben. In anderen Worten, ich habe den Hass der in all den Jahren mein Antrieb war verloren, und ich habe auch niemanden mehr für den es sich lohnt zu leben.Ich habe meinen Frieden mit mir gefunden, der Zeitpunkt gerade jetzt zu sterben könnte also nicht günstiger sein.“
Ihre Gedanken in Worte zu fassen fiel Neria immer schwerer und sie fuhr mit leiser Stimme fort.
„Was eurer bisheriges Leben betrifft,… was auch immer euch angetan wurde, dazu habe ich euch bereits gesagt, lasst es nicht an jenen aus die nichts dafür können. Ich habe das mittlerweile gelernt und das solltet ihr auch tun“.
„Wenn ihr wirklich jemanden für Eure Sache gewinnen wollt, der mit euch gemeinsam in den Kampf ziehen, für euch und für eure Sache bereit zu sterben sein soll, dann behandelt denjenigen nicht wie den letzten Dreck. Ich lebe, kämpfe und sterbe entweder als eingeschworenes Team oder gar nicht. Ich will genauso wie ihr, wissen, ob ihr mir den Rücken freihalten würdet. Ich will mich auf euch verlassen können so wie ihr auf mich.“
„Würde ich das nicht wollen könnte ich so weitermachen wie bisher. Nur mit dem Wissen ein gemeinsames Ziel zu verfolgen, wird eure es Gruppe nicht weit bringen, weder mit mir noch ohne mich.“
Neria wollte auf keinen Fall Vernitas Vorwürfe auf sich sitzen lassen und sprach mit vorwurfsvoller Stimme weiter.
„Was eure so tolle List anbelangt ist euch vielleicht ein unbedeutendes Detail entgangen. Einerseits ist euch anscheinend nicht aufgefallen, dass ich die letzten Schritte keine Blutspur mehr hinterlassen habe, …oder glaubt ihr ich bin zum Spaß mit hochgeraffter Robe vor euch gestanden? Auf der anderen Seite habt ihr uns nur noch mehr ins Schlamassel gezogen. Ich wäre schon lange im Versteck und könnte mich heilen. Aber nein, die Frau Gut ist ja versessen darauf mir endlose Vorträge, über meine vermeintliche Blödheit zu halten, wie wenn ich in den letzten Monden nur von Vollidioten gejagt worden wäre“ erklärte sie ärgerlich.
Genauso töricht ist es von euch zu glauben, dass ich vor hatte lebend in die Hände der Templer zu fallen“…kämpferisch fuhr sie fort. „Solange auch nur ein Tropfen Blut in mir ist, nehme ich noch paar von den Schweinen mit, und ihr ahnt gar nicht, wie schnell ich mich selber ins Jenseits befördern kann wenn ich es will“
„Und jetzt geht mir aus der Sonne, um mir Verbände anzulegen ist es zu spät, und das bisschen Kraft das noch in mir ist, verschwende ich jetzt nicht um mich zu heilen, die werde ich jenen widmen, die mich tot sehen wollen.
Mit diesen Worten wollte Neria, Vernita von sich wegstoßen doch ihre Hände glitten kraftlos an Vernitas Schultern hinunter, ihre Beine gaben nach und Neria sank stöhnend in die Knie.
„Sieht so aus als müsste ich mein Vorhaben etwas verschieben“, ließ sie mit kaum hörbarer sarkastischer Stimme, vernehmen. „Und?.. lasst ihr jetzt endlich euer Schwert für euch sprechen? Der Klang eures Schwertes wird sich wohl kaum von euren bisherigen Worten unterscheiden.
Modifié par Doomheart43, 14 novembre 2010 - 05:48 .
#1272
Posté 14 novembre 2010 - 06:27
„Nun, mein Wunsch Euch zu töten ist bei weitem nicht so groß, wie es wohl Euer Wunsch ist zu sterben“, meinte sie stattdessen, während die Frau zu Boden ging. „Ich habe keinen Vorteil von Eurem Tod, vor allem nicht, weil wir Geschäftspartner sind, doch Ihr scheint es darauf anzulegen, Euren Part der Abmachung nicht einhalten zu wollen. Und wenn Eurer Plan mit der Robe so gut ist wie Ihr sagt, warum blutet Ihr dann immer noch meine Stiefel voll? Wartet, das haben wir gleich.“
Die Elfe ging ebenfalls in die Hocke und kramte ihr Verbandszeug aus der Tasche, bevor sie damit begann die geschwächte Magierin von derer Robe zu befreien. Während sie das tat sprach sie einfach weiter. „Interessant, dass gerade Ihr davon sprecht, dass ich gegen die Gruppe arbeiten soll, obwohl ich im Gegensatz zu Euch, mich bisher an unsere Abmachung gehalten habe. Oder wer von uns hat meine Gefährten bedroht, mich mit einem Blutpakt belegt und die Sicherheit aller durch einen eigensinnigen, schlecht geplanten Rachefeldzug gefährdet? Bevor Ihr also über mich und meine Methoden urteilt, solltet Ihr besser mal Euer eigenes bisheriges Verhalten den anderen und auch mir gegenüber einer genauen Untersuchung unterziehen. Und sobald Ihr auch mal damit beginnt, für die Gruppe zu arbeiten anstatt gegen sie, so werdet Ihr sehr schnell feststellen, dass ich einen Kampfgefährten noch nie im Stich gelassen habe. Aber das könnt Ihr offensichtlich nicht beurteilen, da Ihr anscheinend noch nie mit einer Gruppe gekämpft, oder sollte ich mich irren? Und jetzt hört endlich auf Euch zu zieren und lasst mich an diese Wunde ran.“
#1273
Posté 14 novembre 2010 - 07:13
Neria blickte Vernita fragend an, die sich gerade anschickte, ihr einen Verband anzulegen und zog ihr langsam den Verband aus der Hand. „Ich sagte doch dazu ist es zu spät, die Blutung gehört sofort gestoppt, die Wunden gehören verschlossen“
Während sie sprach löste sie einige Knöpfe ihres Unterkleides, schob dieses soweit hinauf das ihre Wunden frei lagen. Dann sprach sie mit ernster Stimme „Vernita wollt ihr mit euren Händen einmal etwas anderes machen als töten, wollt ihr damit heilen?“ und nahm sogleich Vernitas Hand mit lockerem Griff, aus dem sie sich jederzeit mit einer flüchtigen Bewegung befreien könnte, und führte diese langsam in Richtung ihrer Verletzung an der Hüfte.
Modifié par Doomheart43, 14 novembre 2010 - 07:22 .
#1274
Posté 14 novembre 2010 - 07:57
Die Elfe befreite sich aus Nerias Griff, zog die Handschuhe aus und kramte für einen Moment in ihrer Tasche herum. Sie holte eine Flasche mit einer gelblichen Flüssigkeit darin hervor, welche sie in ihrer linken Hand in der Luft schweben ließ. Ihre Rechte hingen hielt sie erneut der Magierin hin.
„In dieser Flasche befindet sich eine flüchtige Substanz. Sollte ich dieses Gefäß fallen lassen, so werden wir beide bei lebendigem Leibe abgefackelt. Auf diese Weise stelle ich sicher, dass Ihr mich nicht einfach mit Eurer Blutmagie tötet. Seht es einfach als eine Chance, mein Vertrauen zu erringen. Solltet ihr dessen würdig sein, werden wir leben, ansonsten enden wir beide hier in diesem stinkenden Loch als Schmorbraten.
#1275
Posté 14 novembre 2010 - 10:49
„Und was eure Frage betrifft; Nein, ich brauche euer Blut nicht, und es wird auch keine Blutmagie im Spiel sein. Einerseits bin ich durch meinen Blutverlust nicht mehr fähig Blutmagie zu wirken und andererseits sehen die Wunden schlimmer aus als sie sind. Die kann ich auch mit einem normalen Heilzauber heilen.“
“ Ja das kann ich auch“ sagte Neria sogleich bestätigend. Vernita würde sich jetzt sicher wundern wozu sie ihre Hand dann bräuchte, dachte Neria und tatsächlich blickte Vernita sie in diesem Moment mit einem unsicheren, fragenden Blick an. Neria überbrückte deren kurzes zögern mit einem leicht nachdrücklicheren ziehen an ihrer Hand.
"Einer Hand an der soviel Blut klebt, schadet es nicht, einmal das Gegenteil von dem zu tun, als Tod und Verderben zu bringen." Mit diesen Worten führte Neria Vernitas rechte Hand an ihre Wunde an der Hüfte, konzentrierte sich kurz, sprach ihren Heilzauber und warme Energie pulsierte von Nerias Hand durch Vernitas Hand hindurch auf die Verletzung.
Neria führte Vernitas Hand, mit langsam kreisenden Bewegungen an ihrem tiefen Schnitt, den das Schwert des Templers hinterlassen hatte, entlang. Die Berührung war leicht und nahezu schwebend und verschloss an jener Stelle wo sie erfolgte die Wunde. Schließlich konnte man nur mehr eine lange Narbe erkennen.
Dasselbe vollzog sich dann wenige Momente später mit ihrer Wunde am Bauch, wo sie schließlich mit einem zufriedenen lächeln Vernitas Hand frei gab. „Fertig“ Nach einigen Sekunden betretenen Schweigens fügte sie hinzu. „Ich denke unsere geschäftliche Vereinbarung ist hiermit nun endgültig besiegelt. Gewissermaßen habt ihr ja sogar auf mir unterschrieben“ spöttelte Neria lächelnd.
„Habt ihr noch was von dem Zeugs?“ und deutete auf die Flasche mit der gelblichen Flüssigkeit die Vernita noch immer in ihrer linken Hand hielt „dann könnten wir darauf anstoßen“ und musste das erste Mal seit langer Zeit so richtig lachen.
Während Neria ihr blutverschmiertes Unterkleid wieder zurecht schob und dessen Knöpfe zuknöpfte sah sie Vernita forschend in die Augen und wartete gespannt auf deren Reaktion.
Modifié par Doomheart43, 14 novembre 2010 - 11:46 .





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