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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#1376
Doomheart43

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Neria war Leanora dankbar, dass sie das Kochen in die Hand nahm, sie ersparte ihr den Schmach, ihre lausigen Kochkünste zu offenbaren. „Oh, danke ihr wisst gar nicht wie sehr ihr mir gerade aus der Patsche geholfen habt“ erwiderte Neria dankbar.
 
„Wir hatten noch nicht viel Gelegenheit miteinander zu plaudern, noch dazu bin ich euch noch eine Entschuldigung für den kleinen Lähmzauber schuldig, den ich am ersten Tag unserer Begegnung auf euch gesprochen habe. Ich kann euch versichern dass es nur eine Vorsichtsmassnahme war, da ich nicht wusste, wie ihr mir gesinnt seid. Als Mensch hattet ihr sowieso nichts von mir zu befürchten, da sich mein Hass ja nur gegen die Elfen richtete.  Aber das ist nun auch Vergangenheit"  versicherte sie Leaonora.
 
Nachdenklich sprach Neria weiter.
„Ich habe mitbekommen, dass ihr einen brisanten Auftrag zu erfüllen habt, und mir ist auch nicht entgangen, dass ihr euch dabei nicht ganz Wohl in eurer Haut fühlt. Ich will gar nicht daran denken, ob ihr bis zum äußersten gehen müsst“ mit schaudern dachte Neria, wie ihr es dabei ergehen würde, wenn sie sich jemanden hingeben müsste für den sie nur Hass und Verachtung empfindet.
 
Sie ging schnellen Schrittes zu ihrer Liege und entnahm der Tasche die kleine Dose mit den grünen und roten Pastillen und kehrt zu Leaonra zurück. „In dieser Dose sind grüne und rote Pastillen, die grünen schalten euren Geist aus, und die roten lassen euren Körper nichts verspüren. Ich wünsche mir, dass ihr nicht in die Situation kommt sie verwenden zu müssen ,und ich würde euch gerne auf eine andere Weise helfen, aber das ist die einzige Hilfe, die ich euch bei Vernitas wahnwitzigen Plan zukommen lassen kann“ sagte sie bedauernd.
 
„Setzt sie weise ein, und denkt daran, niemals innerhalb kurzer Zeit beide zu nehmen, denn das würde euch mit ziemlicher Sicherheit töten. Aber ich hab auch nicht unbedingt gesagt, dass ihr sie selber nehmen müsst“ fügte sie schelmisch grinsend hinzu. Neria drückte Leanora die Dose mit einem freundlichen Lächeln in die Hand und versicherte Leanora  „Ich werde mit meinen Gedanken bei euch sein, und wünsche euch alles Gute für euren Auftrag, und kommt mir bitte gesund, beziehungsweise so, dass ich euch noch zusammenflicken kann, wieder.“
 
„So, jetzt schauen wir einmal, ob man das Zeug essen kann, was ihr da gerade kocht, riechen tut es jedenfalls sehr gut“ und sie beugte ihren Kopf neugierig über den Topf.

#1377
Bellandyrs

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Leanora stand der Mund offen. Neria entpuppte sich doch als hilfsbereit, und was sie noch mehr wunderte, freundlich. So brachte sie ausser einem verwirrt gestottertem "danke" zuerst auch nicht viel zustande. Dann faßte sie sich aber langsam wieder und lächelte die Elfe herzlich an.

"Ach schon gut, war zwar nicht angenehm, dieser Lähmungszauber, aber es blieb ja kein Schaden zurück, also nicht weiter der Rede wert. Hätte ich solche Fähigkeiten, würde ich sie wohl auch zu meinem Schutz verwenden."

Ein leichtes schalkhaftes Aufblitzen der Augen verriet ihre weiteren Gedanken, als sie Neria sicherheitshalber nochmal fragte:
"Grün schaltet den Geist aus, Rot den Körper? Und beide zusammen sind sicher tödlich? Oder nur vielleicht tödlich?" Ihr Gehirn arbeitete auf Hochtouren. "Wenn es tötet, kann man dann Spuren finden, oder wirkt es eher wie ein natürlicher Tod? Kann man das in einen Trank mischen, oder muß es als ganzes geschluckt werden?"
Sie ließ das Pillen-Döschen in ihrer Tasche verschwinden, auf diesen Schatz würde sie aufpassen wie auf ihren Augapfel.

Leise wisperte sie zu Neria. "Ich hätte da eine kleine Bitte an Euch... ich weiß, es ist eigentlich sentimentaler Kram, aber würdet Ihr Tjarks Tasche bei einem Umzug an Euch nehmen und sie hüten? Es wäre mir wichtig. Sehr wichtig sogar, und jemand anderem möchte ich sie nicht anvertrauen. Die einzige Person, der ich die Tasche geben würde, wäre Vernita, aber ich befürchte, sie sieht das nur als unnützen Balast an..." Sie blickte Neria bittend mit ihren honigfarbenen Augen an.

Modifié par Bellandyrs, 24 novembre 2010 - 02:47 .


#1378
Doomheart43

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Neria, die ihren Kopf schon mehr im, als über dem Kochtopf hatte, hätte beinahe das gesamte Kochgeschirr umgeschmissen als sie sich wieder Leanora zuwandte.
 
Nachdem sie ihre Balance wiedergefunden hatte ,war ihre erste Reaktion  eher ungläubig, misstrauisch, weil bisher niemand mit ihr von Anfang an so freundlich gesprochen hatte, aber ein kurzer forschender Blick auf Leanoras Gesichtszüge, ließen ihre Zweifel, ob der Offenheit der freundlichen Worte, augenblicklich schwinden.
 
"Wenn wir das alleine essen wollen dann könnte ich….“ ,dabei zwinkerte sie Leanora geheimnisvoll zu, und mimte lachend eine Mumie..."psst oder die grünen" und deutete verborgen auf Vernita.
 
Mit ernster Stimme beantwortete sie schließlich Leanoras Fragen "Ja genau so ist es, die Farbe ist eigentlich symbolisch für das was sie bewirken. Beide sind definitiv tödlich, und man kann keine Spuren finden, da sich die darin enthaltene Essenz komplett im Körper zersetzt. Man kann das Ganze auch in ein Getränk mischen, dazu muss man die Pastille aufbrechen anstatt sie zu zerbeißen. Wir können es ja an der schwarzhaarigen Zicke da hinten ausprobieren“ flüsterte sie leise scherzend Leanora zu.
 
„Was eure Tasche angeht, kann ich mich gerne ihrer annehmen, nachdem ich keine Rüstung trage, ist sie wohl kaum zusätzlicher Ballast, lediglich halt eine Tasche mehr die ich tragen muss. Vielleicht passe ich dann auch besser auf mich auf. Es wäre ja schade wenn die Tasche Löcher oder Schnitte bekäme“ und fuhr sich dabei schmunzelnd über ihre frischen Narben.

Modifié par Doomheart43, 24 novembre 2010 - 03:41 .


#1379
Bellandyrs

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Leanora schmunzelte unwillkürlich, als sich Neria so ausließ.

"Vielen Dank Neria. Ihr wißt nicht, wieviel mir das bedeutet. Also nicht nur, dass Ihr die Tasche nehmt, sonder auch Eure Hilfe und .. überhaupt. Es tut gut, mal nicht das Gefühl haben zu müssen, auf einem Pulverfass zu sitzen, welches jeden Moment hochgehen kann, und damit meine ich wohl den höflichen und respektvollen Umgang miteinander. Ich glaube, das haben hier die meisten entweder verlernt, oder .." den Rest des Satzes ließ sie in der Luft schweben, dafür holte sie Schalen hervor und füllte diese mit dem Fleisch-Eintopf.

Dazu brach sie Stücke vom Brot und reichte es zuerst Lydia und Neria, dann genehmigte sie sich selber ihre Mahlzeit.



"Essen ist fertig, wer Hunger hat" nuschelte sie in den Raum, da sie gerade den ersten Bissen im Mund hatte.

#1380
Aliens Crew

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Neria zog Lydia von Vernita weg und holte sich dann auch noch Leanora dazu. Gemeinsam fingen die drei dann an, etwas zu essen zu kochen. Die Elfe selbst stand für einen Moment nur da, bevor sie verständnislos den Kopf schüttelte. Dann ließ sie sich wieder auf den Stuhl nieder, auf dem sie zuvor schon gesessen hatte, als sie sich ihre Rüstung ausgezogen hatte. Essen würde sie heute nichts mehr, sie hatte einfach keinen Hunger. Zu viele Dinge gingen ihr gerade durch den Kopf.
 
Sie fragte sich, womit sie das alles hier nur verdient hatte. Und wie lange sie das noch aushalten sollte, bevor sie den Verstand verlor. War sie die einzige hier, die ihr Hirn benutzte? Mit solchen Leuten war sie wirklich noch nie unterwegs. Ein kleines Kind, dass ihre Freundin besuchen wollte, während die halbe Stadt nach ihnen fahndete. Dann eine Adelige, die eine Heidenangst davor hatte, sich dem Bastard zu stellen, der ihre Familie ermorden ließ. Schließlich war da noch dieser Söldner, der wohl nur dabei war, weil er hinter einer Schurkin her war, die gleich immer so sentimental wurde, wenn es hart auf hart kam. Und dann war da noch diese Blutmagierin, die innerhalb eines Tages von einer Bestie zu einem Lamm wurde. Zudem vermisste sie auch noch diesen übereifrigen Elfen, durch den sie erst in diese Lage gebracht worden waren. Wo steckte dieser Kerl eigentlich schon wieder? Wäre da nicht noch Miandra gewesen, dann hätte Vernita wahrscheinlich schon längst die Brocken hingeschmissen und die Sache allein ausgefochten. Doch so musste sie sich wohl oder übel mit den anderen arrangieren. Erst recht seit dieser Sache mir den Templern.
 
Bei diesem Gedanken zog sie gleich das Emblem aus der Tasche, welches ihr Neria gegeben hatte. Sie begutachtete es eingehend, während sie mit den Fingern über dessen metallische Oberfläche strich. Irgendwo hatte sie dieses Zeichen schon einmal gesehen. Aber wo nur? Es fiel ihr beim besten Willen nicht ein. Sie würde dahingehend jemanden fragen müssen. Und sie wusste auch schon wen. Aber zuerst mussten sie sich nach einem neuen Versteck umsehen. Aber erst morgen.
 
Vernita steckte das Emblem wieder weg und lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück. Sie schloss die Augen und versuchte, sich zu entspannen, während sie den Gesprächen der anderen lauschte.
 
 

#1381
SickOfItAll

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Mit großen Augen nahm Lydia die Schale mit Eintopf entgegen , zog Stäbchen aus eine ihrer Taschen und verputzte den Eintopf , sie trank alles restlos aus .



" Nachdem ihr euch um das Essen gekümmert habt , kümmer ich mich um die Musik , wenns rechtens ist " grinste sie . Bei den Lagerreganlen stand eine Laute und eine Flöte war ebenfalls da . Sie setzte sich ans Feuer , stimmte die Laute und begann zu Spielen . Es waren Lieder , welche sie auf ihrer Reise durch Ferelden kennngelernt hatte und das , was man in ihrem Dorf spielte , schnelle ryhthmen , fröhliche Akkorde . Behende lief sie die Bünde auf und ab , und jagte Akkord nach Akkord . Sie vertiefte sich in eine meditationsähnliche Trance , sie konzentrierte sich ganz auf die Laute und spielte schnelle Lieder , fröhliche Texte drangen dazu über ihre Lippen .

#1382
Kaysallie

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Ohne wirklich darauf zu achten, was genau Neria zu ihr eigentlich gesagt hatte, legte sich ein leichtes Grinsen auf Miandras Gesicht, da sie es irgendwie belustigend fand, wie Neria versuchte ihr ein schlechtes Gewissen einzureden. Sie bot also freiwillig ihre Hilfe an.. wie konnte man nur so einfältig sein? Doch das brauchte sie sich wohl nicht zu fragen, da die anderen ja fast aus demselben Holz geschnitzt waren. Trotzdem verstand Miandra deren Denkweise nicht, und würde sie wahrscheinlich auch nie verstehen. Gemeinsamkeit.. sie kannte nur das Gegenteil davon und war auch nicht Willens etwas daran zu ändern - vielleicht auch weil sie gar keine Ahnung hatte wie. Jeder der hier war, war selbst daran schuld. Niemand musste hier sein, keiner von ihnen wäre in dieser Lage, wenn sie nicht diese Selbstmordaktion im Fort gestartet hätten und sie teilte auch kein gemeinsames Ziel. Ihre Strafe und ihr Tod wären rechtens gewesen und sie hat niemanden von ihnen darum gebeten sie dort raus zu holen. Ja, sie waren Miandras Ansicht nach selbst schuld. Sollten sie nicht weitermachen wollen, würde sie es eben alleine machen, doch um sie einfach wegzuschicken, brachten sie doch alle einen zu großen Vorteil - so nervenzerreibend es auch manchmal war.

Miandra sagte nichts zu dem was Neria ihr gerade zu sagen versuchte, da für sie das Thema bereits wieder erledigt war und bekam dabei nicht einmal recht mit wie Lydia und Vernita sich am liebsten wohl wieder in der Luft zerrissen hätten. Anschließend beobachtete sie die drei Frauen beim Kochen, doch selbst der Geruch des Eintopfs verlieh ihr kein Hungergefühl, da sie noch immer von dem Brotlaib gesättigt war.

Während sich die Anderen über das Essen hermachten, dachte sie über das nach was sich in der Taverne ereignet hatte. Dass der Wirt dabei sein Leben ließ berührte sie nicht, doch sie dachte darüber nach was dieser vielleicht ausgeplaudert hatte... Bestimmt alles was er wusste, wenn sie ihn folterten...

Kurz bildete sich ein Klos in Miandras Hals welchen sie nur schwer runterzuschlucken schaffte, als plötzlich Musik in ihre Ohren drang und Lydia zu singen begann. Die Töne und der Text waren voller Freude, und passten absolut nicht zu dem was sich in ihrem Kopf abspielte. Urplötzlich fühlte sie sich wie in einer Taverne die aus Stein gemeißelt wurde.. Schepperndes Geschirr, Gespräche die sie nicht interessierten, der Geruch von frisch gekochtem Essen und Musik. Doch genau diese lebhafte und freudige Stimmung schienen sie zu quälen, sodass sie von der Liege aufstand und zu der Geheimtüre ging.

"Bin gleich wieder zurück...", sagte sie noch, eher an Vernita als an die Gemeinschaft gewandt, damit diese nicht gleich wieder aufsprang und ihr nachlief, bevor sie die Türe hinter sich schloss und sich an eine der unteren Stufen der Treppe, die von dem kleinen Keller in die Schmiede führte, setzte, einmal tief ein und ausatmete und die Ruhe und Dunkelheit des Kellers, in welchem nur vom oberen Stock Licht zu drängen schien, auf sich wirken ließ.

Modifié par Kaysallie, 24 novembre 2010 - 07:22 .


#1383
SickOfItAll

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Als Lydia nach einem weiteren Stück geendet hatte , stupste sie Neria an .

" Sag mal , spielst du ein Instrument ? Flöte oder dergleichen ? " Sie lächelte verschmitzt .

" Ich könnte dir auch einiges auf der Laute beibringen , so du denn willst ... " Sie begann wider zu spielen , langsamer , ruhiger . Dann griff sie nach der Flöte , sie hatte schon lange keine Flöte mehr gespielt , doch wirklich etwas verlernt hatte sie nicht .



Vorsichtig legte sie diese wieder neben sich . " Mir schlägt diese gedrückte Stimmung aufs Gemüt , ich will etwas dagegen tun . Wie wäre es , einmal gemeinsam ein bischen Musik zu machen ... nur hier sitzen und warten bringt nur Verdruss . "

#1384
viento2

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Rowan lief durch einen dunklen Gang. Neben ihr waren nasse Wände aus Stein, über sich sah sie eine niedrige, kahle Decke. Sie rannte, doch sie wusste nicht, wovor sie weg lief. Oder lief sie auf etwas zu?

Plötzlich wusste sie es. Dort vorne war jemand, der ihre Hilfe brauchte. Immer schneller stolperte sie durch das Dunkel. Wie durch einen Nebel drang das Bewusstsein in ihren Kopf, dass es in diesem Gang voller Fallen wimmeln konnte. Sie hätte vorsichtig sein sollen, doch ihre Füße trieben sie immer weiter.

Dann sie plötzlich einen dunklen Schatten vor sich auf dem Boden liegen. Es war ein Mann, der dort lag. Um ihn herum war Blut und an der Wand hinter ihm steckten Bolzen im Gestein. Das Gesicht konnte sie nicht erkennen, doch sie wusste, dass sie zu spät gekommen war. Er war bereits tot. Sie trat näher heran, um das Gesicht zu erkennen, doch plötzlich zögerte sie.

Mit einem Mal war ihr, als würde sie die Gestalt erkennen.

Nein.....nicht er....das durfte nicht sein schoss es ihr durch den Kopf. Sie erkannte die Rüstung, die der Mann trug und den Speer, den er neben sich liegen hatte. Voller Grauen schlug sie die Hände vors Gesicht. Ihre Knie fingen an unter ihr nachzugeben, da hörte sie plötzlich etwas.....

Ein leises Geräusch drang an ihre Ohren und wurde stetig lauter.

Musik?

Sie hörte eine Laute. Zart klangen die Saiten des Instrumentes doch wurden sie mit jedem Takt mutiger und fröhlicher. Bald erklang eine Stimme dazu. Klar und eindringlich bahnten sich die Töne ihren Weg zu Rowan.

Verwirrt schaute sie auf.

Die Gestalt zu ihren Füßen war verschwunden. Stattdessen konnte sie nun voraus ein Licht erkennen. Dort schien der Tunnel zu enden und auch die Musik kam von dort. Zaghaft machte Rowan ein paar Schritte auf das Licht zu. Die Stimme wurde fester und prägnanter und unterstrich die heitere Weise, die das Instrument erzählte. Immer schneller trugen ihre Füße sie auf das Licht zu während die Musik lauter wurde. Der helle Fleck am Ende des Ganges wurde größer und schließlich musste Rowan die Augen zusammen kneifen, da sie das Licht blendete.

Sie blinzelte ein paar Mal, bis sie sich an die Helligkeit gewöhnt hatte und öffnete dann ihre Augen. Sie blickte sich um und erkannte den Keller wieder, in dem sie sich mit ihren Gefährten versteckt hielt. Vor sich sah sie Sareth sitzen, mit dem Rücken an die Wand gelehnt. Einen Arm hatte er um ihre Schulter gelegt, der andere ruhte auf seinem Oberschenkel. Die Finger seiner Hand klopften im Takt auf sein Bein. Die Augen waren geschlossen, doch die Pupillen bewegten sich hinter den Lidern.

Rowan brauchte einen Moment um aus ihrem Traum wieder in die Wirklichkeit zurück zu kehren. Jemand im Keller spielte Laute und sang dazu. Sie meinte zu erkennen, dass es sich um das junge Mädchen handelte. Rowan genoss die frohen Töne, schloss die Augen wieder und ließ sich von der Musik davon treiben.

#1385
Doomheart43

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Es war Nerias erstes warmes Essen seit vielen Tagen, dementsprechend gierig schlang sie den Eintopf hinunter. Ihr war gar nicht bewusst, dass sie ausgehungert wie ein hungriger Wolf war. „Ihr seid eine wunderbare Köchin,  daran könnte ich mich gewöhnen", sagte sie anerkennend zu Leanora
 
Leanoras Anspannung war sichtlich gewichen und sie strahlte nun Ruhe und Selbstbewusstsein aus. Neria war glücklich darüber, dass sie ihr doch auf eine gewisse Weise helfen konnte. Doch irgendwie war Neria auch beunruhigt über sich selber. Sie war weich geworden, vielleicht zu weich? Würden ihr bei einem Kampf ihre Gefühle nicht im Weg stehen? Was würde passieren, wenn sie im Kampf schnell entscheiden müsste wen sie von ihren Gefährten schützt und wen nicht?  Sie dürfte es auf keinen Fall zulassen, dass persönliche Präferenzen ihr handeln bestimmen, auch wenn ihr das noch so schwer fallen würde.
 
Das Leben eines jeden Gefährten, unabhängig von ihrer Verbundenheit untereinander müsse ihr mehr Wert sein als ihr eigenes. Schutzzauber sind eigentlich ihre Schwäche dachte sie bedauernd. Wozu auch?  Sie hatte sie in der Vergangenheit kaum gebraucht. Der Gedanke, dass sie wenigstens Fernangriffe abwehren konnte beruhigte sie andererseits wieder, weil diese eigentlich die größte Gefahr für die Gruppe darstellen würde.
 
Ein Pfeil, geschossen von einem Gegner, dessen man sich nicht gewahr ist, weil man sich auf seine direkten Gegner konzentriert würde eine tödliche Gefahr bedeuten. Sie nahm sich vor an der Schnelligkeit ihres Schutzzaubers zu arbeiten, mit dem sie zuvor Miandra beim Messerzielwerfen geärgert hatte. In einem der hinteren Ecken des Kellers sah Neria drei Fässer und versuchte so schnell wie möglich alle drei Fässer mit ihrem Schutzzauber zu belegen. Die Fässer begannen hintereinander  leicht bläulich zu schimmern.
 
„Zu langsam“ fluchte sie leise murmelnd, sichtlich unzufrieden mit der Geschwindigkeit ihrer Zauber und wiederholte den Vorgang einige Male, ohne von ihrem Fortschritt überzeugt zu sein. Schließlich stand sie auf, nahm drei Steine vom Boden auf und warf diese in kurzer Abfolge auf die  Fässer. Unmittelbar nachdem sie den letzten Stein geworfen hatte,  sprach sie ihre Schutzzauber. Der erste Stein prallte von einem ihrer Schilde  zurück, der zweite ebenfalls, klong, der dritte traf  das Fass. Verärgert über ihr Versagen, fluchte sie lautstark, und hoffte sogleich, niemals in eine Situation zu kommen, wo sie die Reihenfolge der Schutzzauber bestimmen müsste.
 
Das einzige womit ich spielen kann ist der Zauberstab zischte sie Lydia an, als sie diese nach ihren musikalischen Fähigkeiten befragte, und bedauerte sofort ihre harschen Worte. „Tut mir leid Lydia, es…ach….vergiss es“ stammelte sie. Neria prüfte ihr Gewand und befand es nun für trocken genug. Sie warf einen hastigen Blick auf den Krieger, der zu schlafen schien, legte die Schurwolldecke ab, und wand sich blitzschnell in ihre Sachen. Dann ging sie zu Vernita, die nachdenklich auf einem Sessel beim Tisch saß, und setzte sich neben sie.
 
Neria war nicht entgangen, dass Vernita entgegen ihrer sonstigen Art sehr ruhig und nachdenklich wirkte.
„Wollt ihr denn gar nichts essen“ wandte sie sich fragend an sie. „Ist irgendwas nicht in Ordnung, ich habe den Eindruck als würde euch etwas bedrücken“ befragte sie diese vorsichtig. „Ich will euch nicht auf die Nerven fallen, aber wenn ihr darüber reden wollt…..“fügte sie besorgt hinzu. Da Vernita nicht gleich auf ihre Fragen antwortete deutete Neria auf Leanora „Ich konnte Leanora  ein wenig ihre Angst nehmen, ich hoffe das war in eurem Interesse“ und sie blickte Vernita dabei forschend an.
 

Modifié par Doomheart43, 25 novembre 2010 - 01:59 .


#1386
Aliens Crew

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Vernita öffnete ganz langsam die Augen, als sich Neria neben sie setzte und sie ansprach. Die Elfe drehte leicht den Kopf, welchen sie in den Nacken gelegt hatte, bis sie die Magierin aus den Augenwinkeln ansehen konnte. Ihr Gesicht verzog sich dabei zu einem schiefen Grinsen.
 
„Ich habe keinen Hunger. Ich versuche nur, mir darüber klar zu werden, wie es weitergehen soll. Wir brauchen unbedingt ein neues Versteck und wegen der Templer, von denen Ihr mir dieses Emblem gegeben habt, mache ich mir auch Sorgen. Genauso wie über diese Söldner, die hinter uns her sind. Nur kann ich bei diesem Krach, den diese kleine Kröte hier von sich gibt, keinen klaren Gedanken fassen“, bemerkte sie abfällig.
 
„Ich hatte noch nie viel für Musik übrig“, fuhr sie fort, wobei sie unweigerlich an die Folterknechte denken musste, die sie singender Weise gequält und misshandelt hatten. „Ich habe nur einmal eine Person singen gehört, die mir richtig gut gefallen hat. Und das war Leanora, die in der Folterkammer Miandra etwas vorgesungen hat. Doch selbst ihr Gesang würde im Moment nur meine Konzentration stören und auch nicht meine Sorgen verdrängen. Dafür steht einfach zuviel auf dem Spiel.“
 
Die Elfe wandte ihren Kopf wieder zurück und starrte nun geradeaus an die Decke. „Und was mir noch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Ihr nach Beendigung Eures Rachefeldzuges erstaunlich weich und fürsorglich geworden sein. Was ist aus der blutrünstigen Magierin geworden, die mir mit dem Tode gedroht hat, nur weil ich kein Mensch bin? Habt Ihr diese Furie zusammen mit Euren Feinden begraben und sie durch ein altes, tratschendes Waschweib ersetzt? Habt Ihr noch den Mumm, denjenigen gegenüberzutreten, die unser Leben fordern, um diesen Hundsöhnen kräftig den Arsch aufzureißen? Und seid Ihr auch noch bereit dazu, einen der unseren zu opfern, falls die Situation es zum Wohle der Sache verlangt?“
 

#1387
Doomheart43

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Vernita sprach einen wunden Punkt an, Gedanken mit denen sie sich schon die ganze Zeit auseinander gesetzt hatte. Sie hatte sich tatsächlich total verändert. Aus der skrupellosen, von Hass erfüllten Halbelfe die keine Gefühlsregungen kannte, war eine warmherzige, gefühlvolle Frau geworden, von all dem Hass befreit, der lange Zeit ihr Leben bestimmt hatte.
 
In selbstkritischen Ton entgegnete sie Vernita „Ja, ihr hab recht, ich bin nicht mehr die, die ich einmal war. Der Tod meiner Mutter und all die anderen Dinge die mir die letzten Tage widerfahren sind, haben mich verändert. Gefühle und Empfindungen, die in meinem inneren hinter all dem Hass verborgen waren, sind zum Vorschein gekommen, und bestimmen jetzt mein Denken und Handeln“
 
„Ich tue mir momentan sehr schwer das alles zu verarbeiten, da für mich alles Neuland ist, und es mir einfach zu schnell gegangen ist. Die Neria die ihr kennen gelernt habt, gibt es nicht mehr, und die wird es auch nicht mehr geben“ bestätigte sie mit einem Kopfschütteln.
 
„Ich glaube auch nicht, dass das in eurem Interesse wäre, außer ihr hegt auch Zweifel daran, dass meine Fähigkeit zu kämpfen darunter gelitten hätte.
 
Mit einem Bedauern in der Stimme fuhr Neria fort.
 
„Ich kann all die unschuldigen Opfer nicht mehr zum Leben erwecken, aber ich kann dafür Sorgen das zumindest ebenso viele, die den Tod verdienen, ab nun durch meine Hand sterben werden. Ich werde meine Kräfte in Zukunft für einen guten Zweck einsetzen.
 
Bisher hatte Neria eigentlich nichts gesagt was Vernitas Frage beantwortet hätte, deswegen sprach sie mit überzeugter Stimme weiter. „Ihr selbst habt zu mir gesagt, dass Hass blind macht, aber das heißt nicht, dass ich ohne Hass nicht mehr töten kann. Ganz im Gegenteil, nur ist meine Motivation jetzt eine andere, und noch dazu kann ich jetzt auch meinen Verstand einsetzen, ein nicht unwesentlicher Vorteil“ fügte sie selbstsicher hinzu.
 
„Jemanden zu opfern?“ wiederholte sie nochmals Vernitas Worte nachdenklich. „Jeder Tote auf unserer Seite ist ein Toter zuviel, und solange es in meiner Macht steht werde ich jedes Opfer zu verhindern wissen, selbst wenn ich mich dafür opfern müsste. Auch wenn ich jetzt in euren Augen verweichlicht wirke, dann muss ich euch in einer Hinsicht enttäuschen, ich habe keine Angst vor dem Tod. Tot war ich eigentlich all die Jahre, zu sterben wäre diesem Zustand gleichzusetzen.“
 
„Was das Thema Opfer betrifft“, und sah Vernita dabei bohrend an „Könnt ihr mir mit reinem Gewissen sagen, dass ihr zum Wohle der Sache, wie ihr sagtet, jedes Opfer in Kauf nehmen würdet, auch wenn ihr nicht wisst wen es treffen würde?
 
Mit der Meinung, dass sie von ihrer Seite alles gesagt hatte was Vernita wissen wollte wechselte Neria unmittelbar das Thema und unterbreitete Vernita einen Vorschlag.
 
„Was ein neues Versteck anbelangt, wir sind beide im Gesindeviertel aufgewachsen, es gibt dort, wie ihr wisst, genügend freistehende Häuser und ebenso ein unterirdisches Katakombensystem, da sollten wir ja doch fündig werden, außer ihr bevorzugt eine gewisse Nähe zum Zielort“  fügte sie abschließend hinzu.
 
 
 

#1388
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„Nun, ich war immer darum bemüht, eine gewisse Distanz zu meinen Kampfgefährten zu wahren, damit solche Fragen wie, wen soll ich opfern und wen nicht, gar nicht erst aufkommen konnten. Habe erst kürzlich feststellen müssen, das dies manchmal gar nicht so einfach ist“, entgegnete Vernita, wobei ihre Gedanken gleich wieder zu Miandra andrifteten. Sie verbannte die Vorstellung aus ihrem Kopf, dass sie ausgerechnet sie opfern sollte, um an ihr Ziel zu kommen. Eher würde sie die ganze Sache aufgeben und den Rest der Gruppe ihrem Schicksal überlassen. Sie brauchte einen Moment, um sich wieder zu fangen. Sie wandte ihren Kopf erneut in Nerias Richtung, bevor sie weitersprach. „Aber es freut mich zu hören, dass Ihr Euren Kampfeswillen nicht verloren habt. Ansonsten hätte ich unsere Vereinbarung aufgehoben, da ich niemanden brauchen kann, der nicht bereit ist, für die Erfüllung dieser Mission über die Leichen unserer Feinde zu steigen.“
 
Die Elfe setzte sich wieder gerade hin und rieb sich über die Augen, während sie fortfuhr. „Aber da Ihr gerade das neue Versteck erwähnt habt...ich hatte mir auch überlegt, dass wir uns im Gesindeviertel nach einem passenden Unterschlupf umsehen könnten. Das Problem ist nur, dass Eshtá Gianauro weiß, dass ich eine Elfe bin. Und daher wird sie damit rechnen, dass wir uns dort ein Versteck suchen, da ich die Gegend seit meiner Kindheit an kenne. Bestimmt werden alle Häuser im Gesindeviertel regelmäßig durchsucht. Nein, ich fürchte, wir müssen uns was anderes einfallen lassen. Nur kann ich hier keinen klaren Gedanken fassen, solange uns die kleine Göre die Ohren vollträllert. Entschuldigt mich, ich brauche einen ruhigeren Ort zum Nachgrübeln.“
 
Mit diesen Worten stand Vernita auf und verließ das Versteck, wobei sie genervt mit den Augen rollte, als sie an Lydia vorbeiging, welche die anderen offenbar mit ihren Gesangskünsten beglückte. Sie hatte vor nach oben zu gehen und sich im Verkaufsraum des Schmiedes in eine dunkle, ruhige Ecke zu verkriechen, wo sie ungestört nachdenken konnte. Doch auf dem Weg dahin traf sie auf Miandra, die gedankenverloren auf der Treppe nach oben saß.
 
„Hier bist du also“, meinte die Elfe lächelnd. „Mir wurde es da drinnen einfach zu laut und zu...fröhlich. Hast Du was dagegen, wenn ich mich zu dir setzte? Oder willst du lieber allein sein?“
 
 

#1389
Doomheart43

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Vernita hatte wohl recht, das Gesindeviertel wäre in Anbetracht der Tatsache nicht die beste Wahl für ein Versteck. Vielleicht sollten sie einen Ort wählen mit dem ihre Gegner absolut nicht rechnen würden.

Distanz zu wahren ist leichter gesagt als getan, und sie sah träumerisch zu Leanora und Lydia hinüber, die sie beide in ihr Herz geschlossen hatte, dabei fiel ihr Blick auch auf Rowan und den Krieger, die sich eine Liege teilten und sie musste unweigerlich schmunzeln. Soweit zum Thema Distanz, dachte sie sarkastisch.

Ehe Neria zu Wort kam, war Vernita mit entschuldigenden Worten aufgestanden, und hatte den Keller verlassen.
Es wäre keine Vereinbarung mehr nötig, ihre Motivation war jetzt eine andere, endlich konnte sie etwas tun auf das sie eines Tages Stolz sein könnte, dachte sie selbstzufrieden.

Neria stand auf und ging zu Leanora und Lydia die noch immer an der Kochstelle verweilten. Während sie ihre Schurwolldecke zur Hand nahm sprach sie zu Leanora. „Ich werde versuchen ein wenig zu schlafen, wenn ihr noch ein wenig plaudern wollt könnt ihr euch ja zu mir setzen, aber wundert euch dann nicht, wenn ich euch wegpennen sollte, fügte sie lächelnd hinzu.

Daraufhin ging sie zu ihrer Liege wickelte sich in die Decke ein und legte sich rücklings darauf. Nachdem sie noch nicht wirklich müde war betrachtete sie gedankenlos die Kellerdecke

Modifié par Doomheart43, 26 novembre 2010 - 11:35 .


#1390
Kaysallie

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Die Vorstellung darüber was diese Söldner wohl mit dem Wirt angestellt hatten, ließ Miandras Gedanken zurück nach Fort Drakon fallen. Einige Bilder an welche sie sich zuvor kaum noch erinnern konnte, drängten zurück in ihr Gedächtnis, dennoch verstand sie nicht, warum sie sich gerade eben zurückgezogen hatte. Eigentlich hätte sie dieser dunkle kalte Keller viel mehr an das erinnern müssen was ihr vor kurzem wiederfahren war, als das Versteck, welches im Gegenzug viel mehr Platz spendete, in welchem die Kerzen für mehr Licht sorgten, und wo eine verhältnismäßig fröhliche Stimmung herrschte. Doch dem war nicht so, zumindest nur fast. Eigentlich waren sich beide Räume sehr ähnlich, da sie beide an verschiedene Ereignisse erinnerten, aber trotzdem genoss sie die Ruhe in jenem Moment bei weitem mehr.

Als sie das Geräusch der Schiebetür verbunden mit der Musik die hinter der Mauer gespielt wurde vernahm, blickte sie nur eher automatisch in dessen Richtung. Die Stimmung in dem Raum nebenan hatte sich also noch nicht gewandelt, verschwand jedoch sofort wieder, als das Schloss einrastete.

Wenig verwundert blickte sie Vernita an und versuchte das Lächeln zu erwidern, was ihr nicht wirklich gelang, "Hattet Ihr etwa Angst, dass ich davonlaufe?"

Ohne recht auf eine Antwort zu warten fuhr sie etwas nachdenklicher fort, "Zu fröhlich.. in der Tat. Eigentlich mag ich Musik, meistens lenkt sie von gewissen Dingen ab, aber ..."

Sie hielt kurz inne, als ihr klar wurde, was sie gerade beginnen wollte und winkte schnell wieder mit einer Handbewegung ab, "Ach, nicht so wichtig. Ich warte nur darauf, dass es dort drinnen etwas ruhiger wird und sich der Geruch dieses... verzweifelten Kochversuchs wieder verzogen hat, damit ich schlafen kann. Also solltet Ihr hinter Eurem Rücken eine Laute oder Ähnliches versteckt haben, wäre ich lieber alleine."

#1391
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„Davonlaufen?“ fragte Vernita etwas verwirrt, bevor sie begriff, worauf Miandra hinauswollte. „Nein, nein, ich wollte dir nicht nachlaufen, sondern nur diesem elenden Krach da drinnen entgehen. Dabei kann man ja keinen klaren Gedanken fassen. Und eine Laute habe ich auch nicht dabei.“
 
Die Elfe hob Grinsenderweise ihr Hände, um der schwarzhaarigen Frau zu beweisen, dass sie nichts bei sich trug. „Wüsste sowie nicht, was ich damit sollte, außer sie jemanden über den Schädel zu ziehen. Und was die Kochkünste betrifft...du weißt ja, dass ich in solchen Dingen sehr anspruchslos bin. Das hat mich nicht wirklich gestört.“
 
Vernita setzt sich neben Miandra auf die Treppenstufen und seufzte einmal. „Um ehrlich zu sein, mache ich mir große Sorgen. Die ganze Sache ist so verdammt kompliziert geworden, seit wir in der Stadt angekommen sind. Erst dieser Dreck mit Azoth und dir, welche dieser verdammte Idiot zu verantworten hat. Jetzt diese Sache mit dieser Blutmagierin, bei der ich mir nicht sicher bin, ob ich da nicht einen großen Fehler gemacht habe, als ich die hierher geschleppt habe. Und jetzt auch noch diese Söldner. Über die mache ich mir die meisten Gedanken. Stadtwachensoldaten zu übertölpeln ist einfach, aber diese Typen sind eine ganz andere Klasse. Das sind Profis durch und durch, das spüre ich ganz deutlich.“
 
Die Elfe stützte ihre Ellenbogen auf ihren Oberschenkeln ab und starrte auf ihre Hände, die sie ständig zu Fäusten ballte und wieder öffnete, während sie weiterredete. „Und irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, dass mir das Ganze einfach entgleitet, mir zwischen den Fingern davon schlüpft, sodass ich keine Kontrolle mehr darüber habe. Und das finde ich sehr beunruhigend, da ich nicht weiß, was ich dagegen tun kann.“
 
 

#1392
Bellandyrs

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Leanora war wieder erstaunt, welche Begabung das Mädchen hatte. Die Töne, die sie der Laute entlockte, waren rein und klar, und ihre Stimme war schön anzuhören. Würden diese Talente gefördert werden, könnte aus Lydia direkt eine Bardin werden, die von Hof zu Hof zog und Geschichten und Nachrichten aus aller Herren Länder an den Mann brachte. Allerdings gab es wohl auch andere Barden, die mit dem Unterhaltungswert weniger zu tun hatten.



Trotzdem wurde sie langsam müde, und sie wollte sich moralisch ein wenig auf ihren Eintritt im Kloster vorbereiten. Nervös war sie jedenfalls, und sie war dankbar um die Worte von Neria. Sie selber hatte allein bei der Vorstellung, nun mehr oder weniger auf sich gestellt zu sein, Ameisen im Bauch. Wer konnte denn wissen, ob sie im Kloster nicht doch erkannt wurde? Was dann? Ihre Waffen konnte sie schlecht mitnehmen, um sich zu wehren.



Leanora ging zurück zu ihrem Schlafplatz, wo sie bei Neria vorbeikam.

"Gesegnete Nachtruhe, ich hoffe Ihr könnt Euch ein wenig erholen", sagte sie leise zu der Elfe.

Dann wickelte sie sich in ihre Wolldecke, legte sich hin, schloß die Augen und versuchte, an nichts zu denken.

#1393
SickOfItAll

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Allein saß Lydia am Feuer , der Rest der Truppe war entweder zu Bett gegenagen oder aus dem Versteck verschwunden . Sie starrte in das glimmende Holz des Feuers vor ihr . Sie spielte gedankenverloren auf der Laute , sie wollte nicht ganz in der Stille versinken , welche das Versteck normalerweise bot . Langsam kamen ihre Gedanken zur Ruhe .



Was tat sie hier ? Wo war sie hineigeraten ? In eine Truppe halbwegs rachlüstiger Mörder und emotionsloser Killer - was sie auf Vernita bezog . Sie war in ihren Augen wohl das Schlimmste , was dem Rest der Gruppe wiederfahren konnte . Rowan und der Krieger , dessen Namen sie noch immer nicht kannte , Lea , welche ihre Mutter hätte sein können , Miandra , die immer abwehrend allem und jedem gegenüber war und Neria . Neria , als sie an sie dachte , wurde ihr warm . Doch plötzlich zerbrach etwas in ihr . Es splitterte , zerbarst in tausend kleine Scherben . Doch was war das ? Sie wusste es nicht , doch sie fühlte sich plötzlich unendlich leer und allein . Mit einem Schlag fühlte sie sich wie tod . Doch was war es , was in ihr zerbrach ? Sie wusste es nicht , sie wusste nur das etwas zerbrach und das es schmerzte . Sie legte die Laute beiseite und starrte weiter ins Feuer , als wenn die Antworten auf ihre unzähligen Fragen im glimmenden Holz aufflackern würden .

Langsam rutschte das Feuer in sich zusammen , wurde kleiner , dunkler . Sie wollte fort , nach Hause . Zurück ins Dorf , wieder Vater und Mutter sehen , Schach gegen William spielen und mit der Tochter der Pastorin , Idrial , anbandeln . Sie wollte wieder durch die Bergwälder um das Dorf streifen , mit den Jägern plaudern und abends in den Himmel schauen , die Sterne beobachten bei ihrem unendlichen Lauf über den Himmel .

Doch sie saß hier , in einem steinernen Keller , und wartete . Auf was ? Den Tod ? Vieleicht , vieleicht auch nicht , sie wusste es nicht . Wieder drängte es an die Oberfläche , tief aus den dunkelsten Winkeln ihrer Seele brach es hervor wie schwarzes Wasser , wie zähes Gift quoll es empor und verschlang sie . Das Verlangen zu sterben . Doch warum ? Sie war sicher , sie hatte neue Freundschaften geknüpft , neue Menschen und Elfen kennen gelernt , sie hatte viel dazugelernt . Doch das Verlangen lies sich nur langsam zurückdrängen .

Vorsichtig öffnete sie ihre Armschienen , legte sie zur Seite und schob den Ärmel ihres Hemdes nach oben . Auf dem Unterarm entblößte sich eine weiße Narbe . Sie zog sich vom Handgelenk über die Innenseite des Armes bis außen an den Ellenbogen geschwungen über ihren Unterarm . Zärtlich folgt sie der weißen Spur . Warum ? Was sie so verzweifelt ? Sie konnte sich keine Antwort darauf geben . Sie zitterte und heiße tränen liefen ihr lautlos über die Wangen und tropften zu Boden . Wo sollte sie aber sonst hin ? Allein durch Ferelden ziehen ? Das konnte sie nicht , sie war schon quer durchgereist , jetzt hatte sie Freunde gefunden , die ihr sehr geholfen hatten . Sie konnte das alles nicht fallenlassen , es war zu schön um zu gehen , wengleich gefährlich , doch Gefahr war ihr bekannt . Sie blinzelte und wischte sich die Tränen aus den Augen und von den Wangen .

#1394
Guest_Juleiila_*

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Azoth verbrachte die ganze Zeit über, bei Harold dem Schmied. Auch wenn sie nich viel sprachen, so konnte er bis jetzt nicht bei der Gruppe unten sein. Irgendwas stieß ihn weg, selbst wenn er Miandra ansah, diese Schuldgefühle hätten ihn zerfressen. Und mit Vernita, kam er sowieso nicht klar.

Dank des Schmerzmittels waren seine Schmerzen vollkommen abgeklungen. Innerlich danke er Kylar, und dem Magier den sie damals trafen, total dafür.

Azoth stand auf, und nickte Harold nur zu. Er begab sich auf den Weg nach unten, in die Katakomben zum Versteck zurück. Auf der Treppe saßen Miandra und Vernita. Einen kleinen Moment lang blieb er stehen, schaute die beiden kurz an, und ging dann weiter.

Gerade als er sich auf seine Matte setzte, erblickte er Lydia die am Feuer saß. Er hätte schwören können, einen kurzen traurigen seufzer gehört zu haben. Mit runzelnder Stirn stand er auf, ging zu Lydia rüber, und setzte sich neben sie. Als er ihr ins Gesicht blickte, merkte er, das sie geweint hatte.

"Lydia?" , fragte er vorsichtig. "Was ist den los?"

Modifié par Juleiila, 27 novembre 2010 - 08:03 .


#1395
SickOfItAll

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" Die Glut ist wie ein Spiegel zur Seele ... Azoth , wohin führt uns unsere Reise ? Solen wir je das Ende dieser Straße erreichen ? Wo müssen wir noch durch ? "



Sie drehte ihren Unterarm zu Azoth . " Sieh , es zerfrisst mir die Seele , es kocht die Angst in mir auf , es macht mich wahnsinnig , ängstlich , wütend .... sehnsüchtig . Ich will weg , weg , weg nach Hause , zurück zum Dorf , aber ich kann es nicht . Ich bin in diesem Alptraum gefangen , er spielt mit mir , er treibt mich an den Abgrund ... und hier sitzen und warten .. warten auf was ? Azoth , auf was ?! "



Sie blickte ihn an und strich über ihre Narbe . " Ich wollte schoneinmal entkommen , ich konnte nicht , ich wollte schoneinmal entfliehen , ich konnte nicht . Manchmal treibt mich das zum Wahnsinn , zu dummen Taten , die ich danach bereue . "



Sie schoss die Augen und atmete tief durch . " Azoth , ich habe mein Bestes gegeben und gebe mein Bestes . Ich will diesen Teufelstanz überstehen . Das Steingefängniss macht mich unruhig , mein Blut kocht , ich muss wieder nach draußen , ich muss über die Dächer der Stadt laufen , klettern springen , rennen . Ich will wieder in die Natur , wieder unter den Sternen schlafen , frei sein , das zu tun , was ich möchte , zugehen , wohin es mir gefällt ... aber ich sitze hier . Ich muss warten , Gedult üben . ... Azoth , es ist schwer , aber das gilt es durchzustehen . " Sie lächelte ihn an .

#1396
Guest_Juleiila_*

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Azoth legte einen Arm um Lydia und seufzte. Dann strich er mit dem Daumen sanft über die Narbe an ihrem Unterarm. Er konnte es nicht glauben. Sie war doch noch so Jung, wíe kam sie dazu, sich selbst zu schneiden? War das nicht immer eine Art Hilferuf, wenn man nicht weiterwusste??

"Lydia." , er holte nochmal tief Luft. "Ich weiß nicht wohin das führt. Eines Tages, wenn sich das hier alles geklärt hat, wir frei sein können, wirst auch du frei sein. Wirst unter dem klarem Sternenhimmel deine Nächte verbringen, oder eben zurück in dein Dorf gehen."

Azoth lächelte sie an und deutete dabei auf die Narbe. "Für so etwas, bist du doch viel zu Jung? Sowas, solltest du nicht machen. Es wird immer schlechte Zeiten geben, Zeiten an denen du dir wünscht, nie geboren zu sein. Doch es gibt auch gute Seiten daran. Die Erfahrung die du daraus ziehst, alles mögliche was du lernst. Und DU wirst noch viel Zeit haben. Bessere Zeiten werden ebenfalls warten."

Dann blickte er weiter ins Feuer, und überlegte kurz was er noch sagen sollte. Er erinnerte sich daran, wie sie Lydia kennen lernten, wie sie davon lief, kurz davor war von einem Abgrund zu springen.

"Erinnerst du dich an unsere Begegnung? Daran ... wie du springen wolltest, und was ich zu Dir sagte?? Ich werde auf dich aufpassen Lydia, solange, wie du willst bis das hier alles vorbei ist. Und dann wenn du willst, dich zu deinem Dorf bringen. Denn .... ich habe selbst eine Tochter, sie dürfte um die 9 Jahre Alt sein. Doch ich habe sie noch nie gesehen ... eben weil ich ging. Und nun, sitze ich hier, und neben mir ein Mädchen was nicht viel älter ist. Gibst du mir die Chance, mich um dich zu sorgen?" , seufzte er schwer, und lächelte sie trotzdem an.

#1397
Kaysallie

Kaysallie
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"Man kann nun mal nicht alles kontrollieren. Wenn es sich wirklich um solche Profis handelt, ist es wohl absehbar, dass sie uns früher oder später finden werden. Das Einzige was wir kontrollieren können ist wann und wo. Wenn die Anderen weiterhin so gedankenlos durch Denerim streifen und das Risiko dabei entdeckt zu werden in Kauf nehmen, dann früher, wenn nicht, dann später. Aber wir wissen, dass wir ihnen höchstwahrscheinlich entgegen treten werden, also müssen wir uns darauf vorbereiten. Ich sehe es auch nicht gerade als sehr ausschlaggebend wo sich unser nächstes Versteck befinden wird. Sie werden doch nicht so dumm sein, und irgendwelche Orte ausschießen, oder annehmen wo wir uns verstecken.", sie seufzte kurz.

"Damit meine ich, dass diese Eshtá doch nicht allen Ernstes glaubt, dass wir so dumm sind und uns angenommen im Gesindeviertel verstecken, daher wäre es vielleicht sogar genau da am sichersten, da sie es ausschießen würde. Oder vielleicht auch nicht. Es ist prinzipiell egal. Wichtig wäre nur ein Versteck zu finden, an welchem wir einen Hinterausgang haben. Sollte man uns hier finden, sitzen wir in einer Falle. Man könnte es aber auch umgekehrt betrachten, da wir auch genau wüssten von wo sie kommen würden."

Sie deutete auf die Geheimtür, "Was vielleicht wieder ein Vorteil wäre. Ebenso wie es mit all den Anderen die uns noch ein Klotz am Bein sind ist. Sie erhöhen die Chance, dass wir gefunden werden, aber wenn wir gefunden werden, ist wiederrum die Chance höher, dass wir den Kampf überstehen."

Einen kurzen Moment wurde sie aus ihrem Konzept gebracht als sie hörte wie jemand die Treppe hinabstieg und wäre beinahe aufgesprungen um sich zu verstecken, blieb aber sitzen als sie erkannte, dass es sich um Azoth handelte und starrte ihn nur einen Augenblick ungläubig an.

Als dieser hinter der Geheimtür verschwunden war fuhr sie fort, "Was ich damit sagen wollte ist, dass es egal ist, was wir tun, solange wir nicht komplett vergessen, darauf zu achten."

Modifié par Kaysallie, 28 novembre 2010 - 01:18 .


#1398
Doomheart43

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Neria lächelte müde zurück, wie Leanora ihr eine gute Nacht wünschte. Es war leise im Keller geworden. Lydia hatte zu singen aufgehört, Miandra und Vernita hatten den Keller verlassen, der Krieger und die junge Frau, deren Namen sie noch immer nicht kannte, schliefen.
 
Gerade am einschlafen, registrierte sie noch wie ein dunkelhaariger Elf, den sie bisher nicht gesehen hatte, das Versteck betrat und sich zu Lydia setzte. Die beiden dürften sich gut kennen, da der Elf die Hand um Lydia legte, und sie zu trösten schien.
 
Doch Neria war zu müde, um noch mehr mitzubekommen, schlussendlich fielen ihr die Augen vollends zu, und der Schlaf übermannte sie.
 

#1399
Aliens Crew

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„Du hast recht“, bestätigte Vernita nickend, bevor sie zu gähnen begann. „Alles lässt sich nicht kontrollieren. Es ist nur so, dass ich es gewohnt bin, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die über eine gewisse Ausbildung mit der dazugehörigen Disziplin verfügen. Dieser bunt zusammen gewürfelte Haufen scheint sich mehr mit eigenen Dingen zu beschäftigen, anstatt sich auf die Mission zu konzentrieren. Das könnte uns den Kopf kosten. Und was diese Söldner anbelangt, hatte ich ohnehin vor, diese ausfindig zu machen und auszuschalten, bevor sie uns finden können. Ich hoffe nur, dass Rowan und dieser Gnom, den sie sich da angelacht hat, dieser Aufgabe gewachsen sind. Dann gilt es eigentlich nur mit unserem Versteck solange in Bewegung zu bleiben, bis wir diese Kerle erledigt haben und Leanora in der Kirche eine heiße Spur gefunden hat.“
 
Die Elfe reckte sich, wobei sie erneut ausgiebig gähnte. „Und was das neue Versteck angeht, so könnte ich da vielleicht ein paar alte Kontakte reaktivieren. Möglicherweise finden wir da etwas Passendes. Das ich auch nicht früher darauf gekommen bin. Vielleicht werde ich langsam alt. Oder es liegt an dir. Du inspirierst mich irgendwie.“
 
Vernita grinste verschmitzt, wobei sie die Frau neben sich leicht anstupste. „Das war nur ein Witz, keine Panik. Ich werde dir schon nichts tun. Ich bin auf einmal nur...nur so schrecklich müde.“
 
Die Elfe schloss die Augen und ließ den Kopf hängen. Langsam rutschte sie zur Seite weg, bevor sie gegen das Geländer der Treppe stieß. Doch davon bekam sie schon nichts mehr mit, da sie bereits tief und fest eingeschlafen war. Die Anstrengungen der letzten Tage forderten ihren Tribut.
 
 

#1400
SickOfItAll

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" Es ist nicht so , das ich euch nicht mag , oder nicht vertraue , ihr habt mir vieleicht sogar das Leben gerettet , doch ich kann auf mich selbst aufpassen . Ich bin durch Ferelden gereist , im großen allein , ich habe mich in einige gefährliche Situationen gebracht und bis jetzt kam ich auch immer wieder raus , manchmal unversehrt , manchmal behiel ich das ein oder Andere zurück . "



Sie machte eine Pause und sah ihn an . " Ich genieße eure Gesellschaft , ihr seit ein rechtschaffener Mann , doch ich verspreche , ich kann auf mich selbst aufpassen . Will ich eure Hilfe trotzdessen nicht ausschlagen , das führwar . . . " sie seufzte .