Den Stolz ablegen?, wenn das so einfach ginge dachte Neria seufzend. So war sie halt, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt, legt sich bei ihr ein Schalter um, und sie rastet aus. Wenn Rowan nur halb so Stolz wie sie wäre, dann würde Vernita es schwer haben, sie davon zu überzeugen ihr Kriegsbeil zu begraben. Geschweige denn, dass sie es zulassen würde sich von ihr heilen zu lassen.
Andererseits könnte sie ja Rowan indirekt heilen, und dachte lächelnd an jenen Moment zurück, wo sie Vernitas Hand für ihre eigene Heilung verwendet hatte. Belustigt vernahm Neria ,wie Lydia und der Mann an der Tür auch noch ihr Fett von Vernitas Laune abbekamen, bevor diese im Keller verschwand. Man könnte fast meinen, Vernita wärmte sich schon ein wenig für das Gespräch mit Rowan auf.
Kaum hatte Vernita den Flur verlassen, klammerte sich Lydia fest an sie, und bevor sich Neria es versah, spürte sie schon Lydias Lippen auf den ihren. Obwohl sie sich innerlich wehrte, ließ sie es geschehen und genoss die weichen Lippen und den süßlichen Geschmack der jungen Elfe.
Etwas beschämt blickte Neria dann den Elfen an. Aus seinem Blick war nicht wirklich zu erkennen, ob er nun fassungslos, oder einfach nur belustigt über die beiden Frauen war. Doch die Frage stand jedoch nicht lange zur Debatte, da er offensichtlich bestürzt Lydia zur Rede stellte.
Nachdem Lydia betreten schwieg und Neria die Situation peinlich war, suchte sie krampfhaft nach einer plausiblen Erklärung, zudem wollte sie es sich nicht schon wieder schon mit jemanden verscherzen. den sie gerade kennenlernte. Nachdem sie nicht viel Zeit hatte, sich die richtigen Worte zurechtzulegen, stammelte sie einfach darauf los.
„Äh, ich bin Neria, es…..es ist nicht so wie es aussieht, Lydia ….hat…..ist….ich…“ Neria lief rot an während sie verzweifelt die richtigen Worte suchte. Hastig startete sie einen zweiten Versuch „Das ist Lydias Art mich zu beruhigen, da ich mich gerade fürchterlich aufgeregt habe“ Würde er ihre Notlüge durchschauen?, dachte Neria beunruhigt, hatte sie es wieder verbockt? Hatte sie es sich mit Elfen verscherzt, bevor sie überhaupt seinen Namen erfahren würde?
Um ihn von dem peinlichen Thema abzulenken, ging sie umgehend auf seine zweite Frage ein. „Soweit ich mitbekommen habe, muss Leanora ins Kloster, weil sie uns dort wertvolle Informationen für unser Vorhaben beschaffen kann. Sie ist von uns allen am besten dazu geeignet diesen Auftrag durchzuführen. Wenn ihr genauere Details wissen wollt, müsst ihr mit ihr selbst, beziehungsweise mit Vernita sprechen. Aber so wie es aussieht, ist eure Gesprächsbasis mit Vernita nicht gerade die beste", sagte sie lächelnd.
Neria unterließ diesmal bewusst die Frage ob der Elf Heilung benötigte, da die Reaktionen auf diese Frage bisher nicht gerade erbauend gewesen sind, aber sie entschied wenigstens gleich mit der Wahrheit rauszurücken. „Ich bin Magierin, genaugenommen bin ich Blutmagierin. Ich hoffe das schreckt euch jetzt nicht allzu sehr von mir ab“ sagte sie vorsichtig abwägend. Daraufhin musterte sie den Elfen, der sich nicht unweit der beiden Frauen hingesetzt hatte, und warf ihm einen scheuen Blick zu.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1426
Posté 06 décembre 2010 - 11:27
#1427
Posté 06 décembre 2010 - 03:29
Lydia legte Neria einen Arm um die Schulter und lies die Beine baumeln . Azoth schien offenbar verwirrt zu sein , Lydia musste sich das Lachen verkneifen , doch grinste sie ihn an .
" Azoth , nach was sieht es für dich aus ? "
Sie merkte , Neria war die Situation offenbar zum schreien peinlich . " Neria " , flüsterte sie " Gefühle zu zeigen ist nichts , wofür man sich zu schämen braucht ..."
" Azoth , nach was sieht es für dich aus ? "
Sie merkte , Neria war die Situation offenbar zum schreien peinlich . " Neria " , flüsterte sie " Gefühle zu zeigen ist nichts , wofür man sich zu schämen braucht ..."
#1428
Posté 06 décembre 2010 - 04:42
„Nun, ich habe dieses Weib nicht in unsere Gruppe aufgenommen, um mit ihr freundliche Konversation zu betreiben, Rowan, sondern ausschließlich deshalb, damit sie uns im Kampf gegen unsere Feinde unterstützt. Also erwarte ich von Euch auch nicht, dass Ihr mit dieser Person Freundschaft schließt. Ich mag auch nicht jeden Gnom hier“, Vernitas Blick lag bei ihren Worten für einen Moment auf Sareth. „Allerdings toleriere ich jeden, der für uns wertvoll sein kann und schlage dessen Hilfe nicht aus. Und das solltet Ihr auch nicht tun.“
Die Wut wich aus dem Blick der Elfe, und dieser nahm einen emotionslosen Ausdruck an. Den Ausdruck eines kalten und berechnenden Profis. „Von mir aus ignoriert dieses Weib, wenn Ihr nichts mit Ihr zu schaffen haben wollt. Trotzdem solltet Ihr deren Hilfe nicht einfach ausschlagen, denn genau dafür ist sie ja schließlich hier. Lasst Euch von Ihr heilen. Um Euch zu zeigen, dass Neria nicht gefährlicher ist als ich, werde ich mich zuvor von ihr heilen lassen, auch wenn dies bei meiner Wunde wohl nicht mehr nötig sein dürfte. Anschließend seid Ihr dann dran. Sollte sie Euch doch wiedererwartend Schaden zufügen, so werde ich ihr umgehend das Genick brechen. Darauf habt Ihr mein Wort. Seid Ihr damit einverstanden?“
Die Wut wich aus dem Blick der Elfe, und dieser nahm einen emotionslosen Ausdruck an. Den Ausdruck eines kalten und berechnenden Profis. „Von mir aus ignoriert dieses Weib, wenn Ihr nichts mit Ihr zu schaffen haben wollt. Trotzdem solltet Ihr deren Hilfe nicht einfach ausschlagen, denn genau dafür ist sie ja schließlich hier. Lasst Euch von Ihr heilen. Um Euch zu zeigen, dass Neria nicht gefährlicher ist als ich, werde ich mich zuvor von ihr heilen lassen, auch wenn dies bei meiner Wunde wohl nicht mehr nötig sein dürfte. Anschließend seid Ihr dann dran. Sollte sie Euch doch wiedererwartend Schaden zufügen, so werde ich ihr umgehend das Genick brechen. Darauf habt Ihr mein Wort. Seid Ihr damit einverstanden?“
#1429
Posté 06 décembre 2010 - 07:16
Rowan kämpfte innerlich mit sich. Sie hatte noch nie wirklich einem Magier getraut. Hennrik war der einzige gewesen, dem sie so etwas wie Vertrauen entgegen gebracht hatte. Aber eine Blutmagierin? Sie erschauerte bei dem Gedanken daran, wozu diese Frau fähig sein konnte.
„Ok.“ Rowan gab sich einen Ruck „Einverstanden. Jedoch müsst ihr euch nicht von ihr heilen lassen. Es reicht mir, wenn ihr dabei seid. Und ich will euer Wort darauf, dass sie keine Blutmagie für die Heilung anwenden wird.“
„Ok.“ Rowan gab sich einen Ruck „Einverstanden. Jedoch müsst ihr euch nicht von ihr heilen lassen. Es reicht mir, wenn ihr dabei seid. Und ich will euer Wort darauf, dass sie keine Blutmagie für die Heilung anwenden wird.“
#1430
Guest_Juleiila_*
Posté 06 décembre 2010 - 08:22
Guest_Juleiila_*
Zuerst runzelte Azoth die Stirn. Grinste dann aber Neria, und Lydia an.
"Neria also. Ich bin Azoth. Und .... kein Grund gleich so ängstlich zu werden." ,lachte er.
"Also, ich lasse euch beiden dann mal alleine." . Mit diesen worten stand Azoth auf, und ging wieder runter. Er setzte sich auf die Matte, und hatte vor, den anderen zu zuhören. Vorallem machte er sich Sorgen um Lea.
"Neria also. Ich bin Azoth. Und .... kein Grund gleich so ängstlich zu werden." ,lachte er.
"Also, ich lasse euch beiden dann mal alleine." . Mit diesen worten stand Azoth auf, und ging wieder runter. Er setzte sich auf die Matte, und hatte vor, den anderen zu zuhören. Vorallem machte er sich Sorgen um Lea.
#1431
Posté 07 décembre 2010 - 04:27
„Das ist schon in Ordnung, Rowan“, winkte Vernita ab. „Meine Wunde brennt noch etwas, auch wenn sich der Schmerz in Grenzen hält. Allerdings wird mir meine Arbeit ohne diesen sehr viel einfacher von der Hand gehen. Außerdem habe auch ich große Vorbehalte gegenüber Magiern, so wie Ihr sie ebenfalls zu haben scheint. Ich lasse mir nur sehr ungern von ihnen helfen. Trotzdem erkenne ich an, dass sie gefährliche Feinde und ebenso machtvolle Verbündete sein können. Und aufgrund meines Misstrauens gegenüber Magiern muss ich mich von eben einer solchen heilen lassen. Schließlich will ich Euch nichts abverlangen, was ich nicht selbst auch tun würde. Das ist nicht mein Weg.“
Ein Lächeln legte sich auf die Lippen der Elfe. „Ich bin froh, dass Ihr einsichtig geworden seid, Rowan, da wir jede Hilfe benötigen werden, die wir kriegen können. Auch die dieser Blutmagierin. Ich werde sie jetzt holen. Und keine Angst. Sie wird ihre Blutmagie nicht auf einen von uns anwenden. Dafür sorge ich schon.“
Vernita wandte sich zum gehen um. Auf dem Weg nach draußen kam ihr Azoth entgegen, welcher schweigend an der Elfe vorbeiging und sich zu seiner Liege begab. Vernita beachtete ihn nicht weiter, sondern verließ stattdessen das Versteck. Im Kellerflur traf sie dann auf Neria und Lydia, welche eng umschlungen auf der Treppe saßen. Die Elfe hob bei diesem Anblick nur eine Augenbraue, sagte aber ansonsten nichts dazu, da sie darin nur eine Bestätigung für etwas sah, was sie schon einen Tag zuvor vermutet hatte. So kam sie gleich zur Sache.
„Nun, ich konnte Rowan davon überzeugen, dass sie sich von Euch helfen lassen wird, Neria“, begann die Elfe. Allerdings werdet Ihr auf den Einsatz Eurer Blutmagie verzichten müssen. Tut einfach mit herkömmlicher Magie alles, was ihr für sie tun könnt. Zunächst werdet Ihr aber meine Rückenverletzung versorgen, auch wenn es lediglich darum geht, mir die Schmerzen zu nehmen, da die Verletzung an sich schon fast verheilt ist. Das Ganze dient lediglich dazu, es Rowan leichter zu machen, sich von Euch behandeln zu lassen. Also, lasst uns gleich beginnen.“
Die Elfe drehte sich wieder um, doch bevor sie sich in Bewegung setzte, wandte sie noch einmal den Kopf um, wobei sie Neria und Lydia hämisch angrinste. „Ach, und noch etwas. Ihr beide gebt wirklich ein hübsches Paar ab.“
Dreckig lachend betrat Vernita wieder das Versteck, wo sie ihr Hemd und ihre Unterkleidung abstreifte, welche sie auf ihre Liege warf. Dann befreite sie sich auch noch von dem Verband, der um ihren Körper gewickelt war. Anschließend lehnte sich die Elfe über eine Stuhllehne und drehte Neria, welche sie hinter sich wähnte, ihren nackten, vernarbten und gebrandmarkten Rücken zu.
„Fangt an, Neria“, meinte sie tonlos. „Und ich hoffe, dass Euch der Anblick meines Rückens keinen Schrecken einjagt oder Euch vielleicht sogar in Ekstase versetzt. Ihr scheint da ja spezielle Vorlieben zu haben…“
Die letzten Worte der Elfe klangen ziemlich hämisch, und ein Grinsen legte sich auf ihre Lippen.
Ein Lächeln legte sich auf die Lippen der Elfe. „Ich bin froh, dass Ihr einsichtig geworden seid, Rowan, da wir jede Hilfe benötigen werden, die wir kriegen können. Auch die dieser Blutmagierin. Ich werde sie jetzt holen. Und keine Angst. Sie wird ihre Blutmagie nicht auf einen von uns anwenden. Dafür sorge ich schon.“
Vernita wandte sich zum gehen um. Auf dem Weg nach draußen kam ihr Azoth entgegen, welcher schweigend an der Elfe vorbeiging und sich zu seiner Liege begab. Vernita beachtete ihn nicht weiter, sondern verließ stattdessen das Versteck. Im Kellerflur traf sie dann auf Neria und Lydia, welche eng umschlungen auf der Treppe saßen. Die Elfe hob bei diesem Anblick nur eine Augenbraue, sagte aber ansonsten nichts dazu, da sie darin nur eine Bestätigung für etwas sah, was sie schon einen Tag zuvor vermutet hatte. So kam sie gleich zur Sache.
„Nun, ich konnte Rowan davon überzeugen, dass sie sich von Euch helfen lassen wird, Neria“, begann die Elfe. Allerdings werdet Ihr auf den Einsatz Eurer Blutmagie verzichten müssen. Tut einfach mit herkömmlicher Magie alles, was ihr für sie tun könnt. Zunächst werdet Ihr aber meine Rückenverletzung versorgen, auch wenn es lediglich darum geht, mir die Schmerzen zu nehmen, da die Verletzung an sich schon fast verheilt ist. Das Ganze dient lediglich dazu, es Rowan leichter zu machen, sich von Euch behandeln zu lassen. Also, lasst uns gleich beginnen.“
Die Elfe drehte sich wieder um, doch bevor sie sich in Bewegung setzte, wandte sie noch einmal den Kopf um, wobei sie Neria und Lydia hämisch angrinste. „Ach, und noch etwas. Ihr beide gebt wirklich ein hübsches Paar ab.“
Dreckig lachend betrat Vernita wieder das Versteck, wo sie ihr Hemd und ihre Unterkleidung abstreifte, welche sie auf ihre Liege warf. Dann befreite sie sich auch noch von dem Verband, der um ihren Körper gewickelt war. Anschließend lehnte sich die Elfe über eine Stuhllehne und drehte Neria, welche sie hinter sich wähnte, ihren nackten, vernarbten und gebrandmarkten Rücken zu.
„Fangt an, Neria“, meinte sie tonlos. „Und ich hoffe, dass Euch der Anblick meines Rückens keinen Schrecken einjagt oder Euch vielleicht sogar in Ekstase versetzt. Ihr scheint da ja spezielle Vorlieben zu haben…“
Die letzten Worte der Elfe klangen ziemlich hämisch, und ein Grinsen legte sich auf ihre Lippen.
#1432
Posté 07 décembre 2010 - 11:54
Weiterhin an dem harten Brot und Trockenfleisch kauend beobachtete sie die Anderen die nach der Reihe aufwachten, aus dem Versteck verschwanden und wiederkamen als wäre Tag der offenen Tür auf dem Anwesen des Arls von Denerim. Zuerst kehre Rowan zurück, die mit zornigen Nadelstichen an ihrer Rüstung hantierte, davon jedoch nur Augenblicke später von Vernita abgelenkt wurde, da es offenbar noch immer – oder schon wieder – ein Problem mit Neria gab, anschließend Azoth der etwas verwirrt wirkte und Leanora, welche irgendetwas bezüglich der Streitigkeiten sagte, jedoch komplett ignoriert wurde, mit sorgenhaften Blicken musterte.
Miandra wusste nicht recht was sie von der gesamten Situation halten sollte, fand es jedoch etwas belustigend, als sie mitbekam worum es scheinbar ging. Einerseits verstand sie Rowan, dass diese sich nicht von dieser Magierin heilen lassen wollte, andererseits verstand sie nicht wieso diese ein solches Problem mit Blutmagie hatte. War es nicht vollkommen gleichgültig? In Miandras Augen war ein Magier ein Magier, egal welche Magie er ausübte, und damit waren in ihren Augen auch alle Magier genau gleich gefährlich. Eigentlich waren solche Fähigkeiten eine Beleidigung gegenüber dem Erbauer. Wieso sollte er die Einen mit solchen magischen Begabungen bevorzugen, und andere nicht? War es nicht eine Art von Gotteslästerung, so anders zu sein… Gott spielen zu können mit einer einfachen Handbewegung und ein paar Worten? So wie sich die Menschen selbst die Macht dazu gaben, über Tod und Leben zu bestimmen, als sie Andraste qualvoll auf dem Scheiterhaufen verbrannten? Wie sollte man so jemals Vergebung für diese Schandtat von dem Erbauer erlangen…
Wie gut, dass Miandra den Glauben an die Kirche bereits vor Jahren abgelegt hatte und es nun nur noch als lächerlich empfand. Als ob der sogenannte Erbauer jemals die Welt zu einem Paradies machen würde… Doch genau als sie diese Gedankengänge ablegen wollte, kehrte Vernita erneut in das Versteck zurück, gefolgt von Neria.
Miandra hatte nicht mehr so recht mitbekommen was die drei nun genau vor hatten, da sie zu sehr von ihren eigenen Gedanken abgelenkt wurde, und beobachtete daher eher mit Skepsis wie sich Vernita von dem Verband befreite. Sie wusste nicht woher genau sie diese Verletzung hatte, doch sie schien nicht sonderlich schwer zu sein. Was Miandra eher aus der Ruhe brachte war der Anblick der ihr von deren Rücken geboten wurde, da es ihr dabei eine Art Stich versetzte wodurch ihr grauenvolle Bilder ins Gedächtnis gerufen wurden. Schnell drehte sie sich wieder zu dem Tisch und wandte den Blick gegen die Holzplatte, an welcher noch immer die letzten Reste des Nahrungsvorrates lagen. Nervös und sich dessen unbewusst trommelte sie mit den Fingern auf der Tischplatte und atmete einige Male tief ein und aus, bevor sie einen weiteren Blick in die Richtung riskierte, diesen jedoch scharf auf Neria lasten ließ, ohne das Trommeln einzustellen.
Miandra wusste nicht recht was sie von der gesamten Situation halten sollte, fand es jedoch etwas belustigend, als sie mitbekam worum es scheinbar ging. Einerseits verstand sie Rowan, dass diese sich nicht von dieser Magierin heilen lassen wollte, andererseits verstand sie nicht wieso diese ein solches Problem mit Blutmagie hatte. War es nicht vollkommen gleichgültig? In Miandras Augen war ein Magier ein Magier, egal welche Magie er ausübte, und damit waren in ihren Augen auch alle Magier genau gleich gefährlich. Eigentlich waren solche Fähigkeiten eine Beleidigung gegenüber dem Erbauer. Wieso sollte er die Einen mit solchen magischen Begabungen bevorzugen, und andere nicht? War es nicht eine Art von Gotteslästerung, so anders zu sein… Gott spielen zu können mit einer einfachen Handbewegung und ein paar Worten? So wie sich die Menschen selbst die Macht dazu gaben, über Tod und Leben zu bestimmen, als sie Andraste qualvoll auf dem Scheiterhaufen verbrannten? Wie sollte man so jemals Vergebung für diese Schandtat von dem Erbauer erlangen…
Wie gut, dass Miandra den Glauben an die Kirche bereits vor Jahren abgelegt hatte und es nun nur noch als lächerlich empfand. Als ob der sogenannte Erbauer jemals die Welt zu einem Paradies machen würde… Doch genau als sie diese Gedankengänge ablegen wollte, kehrte Vernita erneut in das Versteck zurück, gefolgt von Neria.
Miandra hatte nicht mehr so recht mitbekommen was die drei nun genau vor hatten, da sie zu sehr von ihren eigenen Gedanken abgelenkt wurde, und beobachtete daher eher mit Skepsis wie sich Vernita von dem Verband befreite. Sie wusste nicht woher genau sie diese Verletzung hatte, doch sie schien nicht sonderlich schwer zu sein. Was Miandra eher aus der Ruhe brachte war der Anblick der ihr von deren Rücken geboten wurde, da es ihr dabei eine Art Stich versetzte wodurch ihr grauenvolle Bilder ins Gedächtnis gerufen wurden. Schnell drehte sie sich wieder zu dem Tisch und wandte den Blick gegen die Holzplatte, an welcher noch immer die letzten Reste des Nahrungsvorrates lagen. Nervös und sich dessen unbewusst trommelte sie mit den Fingern auf der Tischplatte und atmete einige Male tief ein und aus, bevor sie einen weiteren Blick in die Richtung riskierte, diesen jedoch scharf auf Neria lasten ließ, ohne das Trommeln einzustellen.
Modifié par Kaysallie, 08 décembre 2010 - 07:35 .
#1433
Posté 08 décembre 2010 - 04:26
Azoth war nicht gerade redselig, wenigstens ließ er kein schlechtes Wort über Neria fallen, sondern wandte sich nur lächelnd ab, und verlies den Flur den Vernita wenig später betrat.
Neria war schleierhaft, wie sie Rowan überzeugen konnte sich von ihr heilen zu lassen, aber sie wollte es auch gar nicht wissen, und eigentlich wollte sie diese auch gar nicht mehr heilen.
Seufzend folgte sie Vernita ins Versteck und machte sich daran Vernitas Wunde am Rücken zu heilen. „Meine Güte, was hat man mich euch gemacht? Seid ihr gefoltert worden?“ fragte sie Vernita während ihre Hände über ihren Rücken glitten.
Neria versuchte so gut es ging auch Vernitas alte Verletzungen, die allesamt vernarbt waren, zu behandeln. Doch mehr als dass die Narben dann wenigstens schöner anzusehen waren, konnte sie auch nicht machen.
„Ich verstehe nicht wo Rowan da einen Unterschied sieht, ob ich mit oder ohne Blutmagie heile. Miandra kann ihr sicher bestätigen, dass daran nicht schlechtes ist. Vor allem wenn es nötig sein sollte, aber mittlerweile ist mir das sowieso egal, ob sie sich heilen lässt oder nicht“ fuhr sie emotionslos fort.
„So, fertig ihr könnt euch wieder anziehen Vernita“ und sie blickte erwartungsvoll zu Rowan, die abwartend bei ihrer Liege stand
Neria war schleierhaft, wie sie Rowan überzeugen konnte sich von ihr heilen zu lassen, aber sie wollte es auch gar nicht wissen, und eigentlich wollte sie diese auch gar nicht mehr heilen.
Seufzend folgte sie Vernita ins Versteck und machte sich daran Vernitas Wunde am Rücken zu heilen. „Meine Güte, was hat man mich euch gemacht? Seid ihr gefoltert worden?“ fragte sie Vernita während ihre Hände über ihren Rücken glitten.
Neria versuchte so gut es ging auch Vernitas alte Verletzungen, die allesamt vernarbt waren, zu behandeln. Doch mehr als dass die Narben dann wenigstens schöner anzusehen waren, konnte sie auch nicht machen.
„Ich verstehe nicht wo Rowan da einen Unterschied sieht, ob ich mit oder ohne Blutmagie heile. Miandra kann ihr sicher bestätigen, dass daran nicht schlechtes ist. Vor allem wenn es nötig sein sollte, aber mittlerweile ist mir das sowieso egal, ob sie sich heilen lässt oder nicht“ fuhr sie emotionslos fort.
„So, fertig ihr könnt euch wieder anziehen Vernita“ und sie blickte erwartungsvoll zu Rowan, die abwartend bei ihrer Liege stand
#1434
Posté 08 décembre 2010 - 05:22
Rowan beobachete, wie Neria sich an Vernitas Rücken zu schaffen machte. Sie hatte die Elfe schon einmal verbunden und daher war ihr Anblick nichts neues für sie. Auch konnte sie nicht verstehen, wieso Neria die Narben unbedingt ansehnlicher machen musste. Die Elfe war schließlich keine feine Dame, die auf ihr Aussehen achten musste. Als Krieger trug man nun einmal Narben davon, die einen für den Rest des Lebens zeichneten. Auch Rowans Körper war nicht unversehrt geblieben, wenngleich es keinen Vergleich zu dem von Vernita gab.
Neria beendete ihr Schaffen und schaute auffordernd zu ihr herüber während sich die Elfe ihr Hemd wieder überzog. Auch sie blickte Rowan ernst und abwartend an.
Rowan gab sich einen Ruck und ging zu dem Stuhl hinüber vor dem die Magiern stand. Sie legte ihr Hemd ab und entfernte die Verbände an Oberschenkel und Kreuz. Nur mit einer Unterhose bekleidet ließ sie sich rittlings auf dem Stuhl nieder und wartete ab. Dabei schaute sie die Elfe mit zusammengekniffenen Augenbrauen an.
Neria beendete ihr Schaffen und schaute auffordernd zu ihr herüber während sich die Elfe ihr Hemd wieder überzog. Auch sie blickte Rowan ernst und abwartend an.
Rowan gab sich einen Ruck und ging zu dem Stuhl hinüber vor dem die Magiern stand. Sie legte ihr Hemd ab und entfernte die Verbände an Oberschenkel und Kreuz. Nur mit einer Unterhose bekleidet ließ sie sich rittlings auf dem Stuhl nieder und wartete ab. Dabei schaute sie die Elfe mit zusammengekniffenen Augenbrauen an.
#1435
Posté 08 décembre 2010 - 07:21
Wortlos setzte sich Rowan auf den Stuhl nachdem sie sich ihr Hemd ausgezogen, und die Verbände entfernt hatte. Neria sah Vernita fragend an, da sie sich im Unklaren war, ob sie nicht die Heilung über Vernitas Hand durchführen sollte. Rowans Blick sprach Bände, wie sehr sie verabscheute, was nun auf sie zukommen würde. Doch Vernita machte keine Anstalten sich in irgendeiner Weise einmischen zu wollen, so kniete sich Neria vor Rowan nieder, konzentrierte sich einen Moment, murmelte abermals ihren Heilzauber und streifte Rowan mit einer kreisenden Bewegung über deren Wunde am Oberschenkel.
Die pulsierende Energie aus ihrer Hand, verschloss die bereits halbwegs verheilte Wunde augenblicklich und zurück blieben nur eine kleinere Narbe. Rowans Haut fühlte sich weich und zart an, ganz im Gegensatz zu der von Vernita, was aber auch nicht verwunderlich war, da Rowans Verletzungen bei weitem nicht so schlimm waren, wie die Spuren der Folterung auf Vernitas Rücken. Neria war zu konzentriert um auf Rowans Blick zu achten, abgesehen davon, dass sie vermied Rowan während des Heilvorganges anzusehen. Langsam stand Neria auf, ging um Rowan herum, um ihre Wunde am Rücken genauer zu begutachten.
Die Wunde am Rücken war tief, und die Verletzung dürfte von einem Bolzen oder Pfeil herrühren, der bereits herausgezogen wurde. Neria betastete die Wunde und konnte einige Holzsplitter ausmachen die im inneren der Wunde steckten. Die Verletzung ohne Blutmagie zu heilen wäre fahrlässig, dachte sie grübelnd. Für eine normale Heilung war sie zu schwer, und sie könnte damit nicht garantieren sie sachgemäß zu heilen. Abermals blickte sie Vernita mit besorgtem Blick fragend an. Doch Vernita sah sie nur mit ausdruckloser Miene an.
Rowan würde den Unterschied der Heilung wohl kaum merken, vor allem wenn Neria ihr die Schmerzen die Blutmagie verursacht, nehmen würde überlegte sie kurz, griff zu ihrer Nähnadel die sie zuvor auf dem Tisch liegengelassen hatte, und stach sich damit in die Hand sodass gleich das Blut zu rinnen begann. Ihre Hand schimmerte leicht rötlich als sie Rowans Verletzung am Rücken behandelte. Neria kniff die Augen zusammen als sie der Schmerz der Heilung erreichte. Nach einem kurzen Augenblick konnte man nicht mehr erkennen dass Rowan jemals am Rücken verletzt war.
Als Neria fertig war, nahm sie schnell ein Tuch vom Tisch und wischte sich das Blut, das sie entlarven würde Blutmagie angewandt zu haben, von der Hand.
„So das war es auch schon“ sie wandte sich von den beiden Frauen ab und schickte sich an zu ihrer Liege zu gehen.
Die pulsierende Energie aus ihrer Hand, verschloss die bereits halbwegs verheilte Wunde augenblicklich und zurück blieben nur eine kleinere Narbe. Rowans Haut fühlte sich weich und zart an, ganz im Gegensatz zu der von Vernita, was aber auch nicht verwunderlich war, da Rowans Verletzungen bei weitem nicht so schlimm waren, wie die Spuren der Folterung auf Vernitas Rücken. Neria war zu konzentriert um auf Rowans Blick zu achten, abgesehen davon, dass sie vermied Rowan während des Heilvorganges anzusehen. Langsam stand Neria auf, ging um Rowan herum, um ihre Wunde am Rücken genauer zu begutachten.
Die Wunde am Rücken war tief, und die Verletzung dürfte von einem Bolzen oder Pfeil herrühren, der bereits herausgezogen wurde. Neria betastete die Wunde und konnte einige Holzsplitter ausmachen die im inneren der Wunde steckten. Die Verletzung ohne Blutmagie zu heilen wäre fahrlässig, dachte sie grübelnd. Für eine normale Heilung war sie zu schwer, und sie könnte damit nicht garantieren sie sachgemäß zu heilen. Abermals blickte sie Vernita mit besorgtem Blick fragend an. Doch Vernita sah sie nur mit ausdruckloser Miene an.
Rowan würde den Unterschied der Heilung wohl kaum merken, vor allem wenn Neria ihr die Schmerzen die Blutmagie verursacht, nehmen würde überlegte sie kurz, griff zu ihrer Nähnadel die sie zuvor auf dem Tisch liegengelassen hatte, und stach sich damit in die Hand sodass gleich das Blut zu rinnen begann. Ihre Hand schimmerte leicht rötlich als sie Rowans Verletzung am Rücken behandelte. Neria kniff die Augen zusammen als sie der Schmerz der Heilung erreichte. Nach einem kurzen Augenblick konnte man nicht mehr erkennen dass Rowan jemals am Rücken verletzt war.
Als Neria fertig war, nahm sie schnell ein Tuch vom Tisch und wischte sich das Blut, das sie entlarven würde Blutmagie angewandt zu haben, von der Hand.
„So das war es auch schon“ sie wandte sich von den beiden Frauen ab und schickte sich an zu ihrer Liege zu gehen.
Modifié par Doomheart43, 08 décembre 2010 - 09:15 .
#1436
Posté 08 décembre 2010 - 09:53
Rowan wartete angespannt darauf, dass Neria mit ihrer Arbeit begann. Nach kurzer Zeit spürte sie die Hand der Frau auf ihrem Oberschenkel. Ein starkes Kribbeln breitete sich augenblicklich unter der Haut aus. Die Wunde erwärmte sich stark und Rowan spannte sich zuerst noch mehr an. Doch dieses Gefühl kannte sie bereits von anderen Heilvorgängen und sie schaffte es, ihre Muskeln wieder zu lockern.
Nerias Hände strichen sanft über ihren Oberschenkel und nachdem die Frau sich wieder aufrichtete, war die Haut darunter makellos und unversehrt. Obwohl dies nicht ihre erste Heilung war, starrte Rowan für einen Moment verblüfft dorthin, wo noch vor kurzer Zeit das Loch, das der Bolzen hinterlassen hatte, zu sehen war. Sie bewegte leicht das Bein, doch der erwartete Schmerz blieb aus.
Neria war inzwischen hinter sie getreten und schien die Wunde am Rücken zunächst zu betrachten. Dann konnte Rowan auch hier ihre Hände auf ihrer Haut spüren. Für einen winzigen Moment drang ein stechender Schmerz in ihr Bewusstsein, doch er verschwand wieder so schnell, dass sie sich fragte, ob er nur eingebildet gewesen war. An seinerstatt trat das Kribbeln, dass sie auch schon an ihrem Schenkel gespürt hatte. Die Wunde war tiefer und entzündeter, dementsprechend dauerte der Vorgang hier etwas länger.
Als die Magierin von ihr abließ schaute Rowan hoch in das Gesicht der Frau. Sie wollte gerade aufstehen und die Bewegungsfreiheit ihres Körpers überprüfen, als ihr der Blick von Neria begegnete. Die Frau schaute ihr für den Bruchteil eines Atemzugs in die Augen und senkte ihren Blick dann schnell. Die Art wie sie es tat, ließ Rowan stutzig werden.
Als sich Neria abwandte, griff Rowan blitzschnell eines ihrer Handgelenke und hielt sie fest. In dem starken Griff fühlte sich der Arm der Frau weich und zerbrechlich an. Rowans Blick fiel auf ein Tuch, welches Neria mit ihrer Hand umklammerte. Das Tuch wies rote Flecken auf und das konnte nur eines bedeuten.
„Ihr habt mich mit Blutmagie geheilt, obwohl es euch untersagt war!“ ärgerlich schnappte Rowan nach Luft.
„Dachtet ihr, dass ihr so einfach damit durchkommt?“
Sie schaute der Frau in die Augen, doch was sie darin sah war keine Einsicht oder Reue. Sie sah Zorn und Uneinsichtigkeit. Auch ein gewisses Desinteresse lag in dem Blick der Magierin.
In Rowan selbst stieg der Ärger auf und sie wollte die Frau für ihre Dreistigkeit zur Rechenschaft ziehen. Doch sie zögerte einen Moment. Sie stieß die Luft, die sie angehalten hatte, wieder aus und ihre Schultern sackten in sich zusammen. Gleichzeitig öffnete sie ihren Griff und gab Nerias Arm frei.
Rowan wandte den Blick ab und sprach mehr zu sich selbst.
„Ihr wollt, dass wir euch akzeptieren. Und ihr wollt uns bei unserer Mission begleiten und unterstützen.“
Rowan hob den Kopf und schaute Neria traurig in die Augen.
„Wie sollen wir Vertrauen zu euch aufbauen, wenn ihr uns hintergeht und uns anlügt?“
Nerias Hände strichen sanft über ihren Oberschenkel und nachdem die Frau sich wieder aufrichtete, war die Haut darunter makellos und unversehrt. Obwohl dies nicht ihre erste Heilung war, starrte Rowan für einen Moment verblüfft dorthin, wo noch vor kurzer Zeit das Loch, das der Bolzen hinterlassen hatte, zu sehen war. Sie bewegte leicht das Bein, doch der erwartete Schmerz blieb aus.
Neria war inzwischen hinter sie getreten und schien die Wunde am Rücken zunächst zu betrachten. Dann konnte Rowan auch hier ihre Hände auf ihrer Haut spüren. Für einen winzigen Moment drang ein stechender Schmerz in ihr Bewusstsein, doch er verschwand wieder so schnell, dass sie sich fragte, ob er nur eingebildet gewesen war. An seinerstatt trat das Kribbeln, dass sie auch schon an ihrem Schenkel gespürt hatte. Die Wunde war tiefer und entzündeter, dementsprechend dauerte der Vorgang hier etwas länger.
Als die Magierin von ihr abließ schaute Rowan hoch in das Gesicht der Frau. Sie wollte gerade aufstehen und die Bewegungsfreiheit ihres Körpers überprüfen, als ihr der Blick von Neria begegnete. Die Frau schaute ihr für den Bruchteil eines Atemzugs in die Augen und senkte ihren Blick dann schnell. Die Art wie sie es tat, ließ Rowan stutzig werden.
Als sich Neria abwandte, griff Rowan blitzschnell eines ihrer Handgelenke und hielt sie fest. In dem starken Griff fühlte sich der Arm der Frau weich und zerbrechlich an. Rowans Blick fiel auf ein Tuch, welches Neria mit ihrer Hand umklammerte. Das Tuch wies rote Flecken auf und das konnte nur eines bedeuten.
„Ihr habt mich mit Blutmagie geheilt, obwohl es euch untersagt war!“ ärgerlich schnappte Rowan nach Luft.
„Dachtet ihr, dass ihr so einfach damit durchkommt?“
Sie schaute der Frau in die Augen, doch was sie darin sah war keine Einsicht oder Reue. Sie sah Zorn und Uneinsichtigkeit. Auch ein gewisses Desinteresse lag in dem Blick der Magierin.
In Rowan selbst stieg der Ärger auf und sie wollte die Frau für ihre Dreistigkeit zur Rechenschaft ziehen. Doch sie zögerte einen Moment. Sie stieß die Luft, die sie angehalten hatte, wieder aus und ihre Schultern sackten in sich zusammen. Gleichzeitig öffnete sie ihren Griff und gab Nerias Arm frei.
Rowan wandte den Blick ab und sprach mehr zu sich selbst.
„Ihr wollt, dass wir euch akzeptieren. Und ihr wollt uns bei unserer Mission begleiten und unterstützen.“
Rowan hob den Kopf und schaute Neria traurig in die Augen.
„Wie sollen wir Vertrauen zu euch aufbauen, wenn ihr uns hintergeht und uns anlügt?“
Modifié par viento2, 09 décembre 2010 - 01:23 .
#1437
Posté 09 décembre 2010 - 12:17
Gerade als Neria sich von den beiden Frauen abwandte, und zu ihrer Liege gehen wollte, fasste Rowan mit festen Griff nach ihren Handgelenken und hielt sie zurück. Anhand des von Blut getränkten Tuches in ihrer Hand wusste Rowan, dass Neria sie mit Blutmagie geheilt hatte.
Sie hatte zwar nicht damit gerechnet, dass Rowan sie dabei ertappen würde, aber sie wusste sehr wohl was nun kommen würde. Gefasst wartete Neria bis Rowan ihren Wutausbruch beendete hatte, und ließ deren Worte über sich ergehen. Sie hatte ihr Unverständnis und ihre Reaktion nicht anders erwartet, doch war sie der endlosen Streitereien müde, und ließ sich keine Gefühlsregung anmerken.
Entschlossen begegnete sie Rowans zornerfüllten Blick. Nein, sie würde sich auf keine weiteren Diskussionen mehr einlassen, aber sie würde sich dennoch für ihr handeln rechtfertigen.
Mit ruhiger Stimme entgegnete sie Rowan
„Eure Wunde am Rücken war zu gravierend, als dass ich sie mit normaler Magie hätte heilen können. Der Bolzen oder der Pfeil ist zu tief eingedrungen, es wäre unverantwortlich von mir gewesen, das in diesem Zustand zu lassen. Ich weis, ihr werdet mir das nicht glauben, aber viel hätte nicht gefehlt, und ihr hättet euch die Pein erspart mich kennen zu lernen.
Ich erspare mir die genaueren Details, die das Ding in euch angerichtet hat, zu schildern. Ihr werdet mich ja sowieso als Lügnerin hinstellen. Ich hatte zwei Optionen Rowan. Die eine war auf euch zu hören, auf Blutmagie zu verzichten, allerdings in Kauf zu nehmen, dass ihr an den Spätfolgen eurer Verletzung verreckt, oder eben Blutmagie zu verwenden, zu riskieren, dass ihr es bemerkt, mich dafür verachtet, Vertrauensbruch vorwerft, aber euch komplett zu heilen.
Ich habe mich halt für Zweiteres entschieden, weil ihr verabscheut mich sowieso, ebenso wie ich in euren Augen des Vertrauens nicht würdig bin. Schlimmer kann es sowieso nicht mehr kommen, und jeder einzelne hier ist wichtiger als jede Gefühlsduselei, die wir uns nicht leisten können.
Hasst mich, verabscheut mich oder was auch immer aber lebt, und leistet euren Beitrag zu unserem Vorhaben. Meine Entscheidung war eine Frage des Verstandes nichts anderes.“
Nachdem sie die letzten Worte zu Rowan gesprochen hatte, richtete sie ihr Wort an Vernita.
„Wenn ihr jetzt nichts mehr von mir wissen wollt, dann gehe ich, geheilt seid ihr ja jetzt alle. Somit habe ich wenigstens einen kleinen Beitrag leisten können euch zu helfen.“
Neria legte das Tuch zur Seite, verschloss den kleinen Einstich an ihrer Hand, und sah Vernita abwartend an.
Sie hatte zwar nicht damit gerechnet, dass Rowan sie dabei ertappen würde, aber sie wusste sehr wohl was nun kommen würde. Gefasst wartete Neria bis Rowan ihren Wutausbruch beendete hatte, und ließ deren Worte über sich ergehen. Sie hatte ihr Unverständnis und ihre Reaktion nicht anders erwartet, doch war sie der endlosen Streitereien müde, und ließ sich keine Gefühlsregung anmerken.
Entschlossen begegnete sie Rowans zornerfüllten Blick. Nein, sie würde sich auf keine weiteren Diskussionen mehr einlassen, aber sie würde sich dennoch für ihr handeln rechtfertigen.
Mit ruhiger Stimme entgegnete sie Rowan
„Eure Wunde am Rücken war zu gravierend, als dass ich sie mit normaler Magie hätte heilen können. Der Bolzen oder der Pfeil ist zu tief eingedrungen, es wäre unverantwortlich von mir gewesen, das in diesem Zustand zu lassen. Ich weis, ihr werdet mir das nicht glauben, aber viel hätte nicht gefehlt, und ihr hättet euch die Pein erspart mich kennen zu lernen.
Ich erspare mir die genaueren Details, die das Ding in euch angerichtet hat, zu schildern. Ihr werdet mich ja sowieso als Lügnerin hinstellen. Ich hatte zwei Optionen Rowan. Die eine war auf euch zu hören, auf Blutmagie zu verzichten, allerdings in Kauf zu nehmen, dass ihr an den Spätfolgen eurer Verletzung verreckt, oder eben Blutmagie zu verwenden, zu riskieren, dass ihr es bemerkt, mich dafür verachtet, Vertrauensbruch vorwerft, aber euch komplett zu heilen.
Ich habe mich halt für Zweiteres entschieden, weil ihr verabscheut mich sowieso, ebenso wie ich in euren Augen des Vertrauens nicht würdig bin. Schlimmer kann es sowieso nicht mehr kommen, und jeder einzelne hier ist wichtiger als jede Gefühlsduselei, die wir uns nicht leisten können.
Hasst mich, verabscheut mich oder was auch immer aber lebt, und leistet euren Beitrag zu unserem Vorhaben. Meine Entscheidung war eine Frage des Verstandes nichts anderes.“
Nachdem sie die letzten Worte zu Rowan gesprochen hatte, richtete sie ihr Wort an Vernita.
„Wenn ihr jetzt nichts mehr von mir wissen wollt, dann gehe ich, geheilt seid ihr ja jetzt alle. Somit habe ich wenigstens einen kleinen Beitrag leisten können euch zu helfen.“
Neria legte das Tuch zur Seite, verschloss den kleinen Einstich an ihrer Hand, und sah Vernita abwartend an.
Modifié par Doomheart43, 09 décembre 2010 - 11:59 .
#1438
Posté 09 décembre 2010 - 01:34
"Und warum habt ihr mir das mit meiner Wunde nicht vorher gesagt. Bevor ihr sie einfach ohne mein Wissen mit Blutmagie geheilt habt, obwohl ihr wusstet, dass mir das nicht Recht sein wird?"
Sie blickte Neria weiterhin mit einem resignierten Ausdruck an.
"Wenn ihr nicht offen und ehrlich zu uns seid, dann haben wir nicht mal die Chance dazu, euch kennen zu lernen und Vertrauen zu euch aufzubauen. Findet ihr das fair? Ich kann euch ignorieren und mich nicht weiter mit euch beschäftigen. Aber ich bevorzuge einen einigermaßen ruhigen Schlaf, ohne mir Sorgen machen zu müssen, was währenddessen im Lager passiert. Und ich möchte mich sicher im Kampf fühlen, mit einem Magier in meinem Rücken. Ohne darüber nachdenken zu müssen, was dieser wohl als nächstes ausgeheckt hat."
Rowan erhob sich und zog ihr Hemd wieder über.
"Ich habe nie gesagt, dass ich euch verabscheue. Ich bin nur misstrauisch gegenüber Fremden, besonders gegenüber Magiern. Vielleicht solltet ihr eure Handlungsweise noch einmal überdenken, wenn ihr euch in unsere Gruppe integrieren wollt."
Sie wandte sich ab und begab sich zurück zu ihrer Liege. Ihr Körper fühlte sich frei und wieder geschmeidig an. Sie konnte es kaum erwarten, sich wieder nach draußen zu begeben. Nachdem sie ihre Rüstung ausgebessert hatte, würde sie nach oben gehen, und die Tageszeit überprüfen.
"Danke" wandte sie sich im Gehen noch einmal an die Magierin.
Sie blickte Neria weiterhin mit einem resignierten Ausdruck an.
"Wenn ihr nicht offen und ehrlich zu uns seid, dann haben wir nicht mal die Chance dazu, euch kennen zu lernen und Vertrauen zu euch aufzubauen. Findet ihr das fair? Ich kann euch ignorieren und mich nicht weiter mit euch beschäftigen. Aber ich bevorzuge einen einigermaßen ruhigen Schlaf, ohne mir Sorgen machen zu müssen, was währenddessen im Lager passiert. Und ich möchte mich sicher im Kampf fühlen, mit einem Magier in meinem Rücken. Ohne darüber nachdenken zu müssen, was dieser wohl als nächstes ausgeheckt hat."
Rowan erhob sich und zog ihr Hemd wieder über.
"Ich habe nie gesagt, dass ich euch verabscheue. Ich bin nur misstrauisch gegenüber Fremden, besonders gegenüber Magiern. Vielleicht solltet ihr eure Handlungsweise noch einmal überdenken, wenn ihr euch in unsere Gruppe integrieren wollt."
Sie wandte sich ab und begab sich zurück zu ihrer Liege. Ihr Körper fühlte sich frei und wieder geschmeidig an. Sie konnte es kaum erwarten, sich wieder nach draußen zu begeben. Nachdem sie ihre Rüstung ausgebessert hatte, würde sie nach oben gehen, und die Tageszeit überprüfen.
"Danke" wandte sie sich im Gehen noch einmal an die Magierin.
#1439
Posté 09 décembre 2010 - 04:18
Vernita war bis zum Äußersten angespannt. Abermals stieg Wut in ihr hoch. Wut über diese beiden Weiber, welche immer noch keine Ruhe gaben und stattdessen weiter ihre Privatfehde ausfechten wollten. Und langsam hatte sie genug davon.
„Es reicht, Ihr beiden. Endgültig“; fauchte die Elfe die beiden Frauen an. Ich habe heute noch was anderes zu tun, als permanent Eure albernen Streitigkeiten zu schlichten, also hört endlich mit diesem Scheiß auf. Ihr merkt ja nicht einmal, dass Ihr beide recht habt. Gleichzeitig habt Ihr aber auch beide unrecht.“
Sie wandte sich an Rowan, während sie weiter sprach. „Es stimmt schon, was Ihr sagt. Man kann Neria nicht trauen, wenn sie sich nicht an ihre Zusagen hält, das ist wahr. Aber Eure Abneigung gegen Blutmagie widerspricht jeder Form der Logik. Ich misstraue Magiern auch, doch ich bin keine Anhängerin Eures Erbauers und seiner fanatischen Kirche. Für mich ist ein Magier ein Magier, ganz gleich welche Form von Magier er oder sie anwendet. Ich mache da keinen Unterschied, ob dieser Magier mich mit Blutmagie oder mit elementarerem Feuer töten will. Sie gehören beide durch mein Schwert niedergestreckt. Aber wenn ich mal diese Macht für meine Zwecke einsetzen kann, dann werde ich diesen Vorteil verdammt noch mal auch nutzen.“
Anschließend richtete Vernita ihre Aufmerksamkeit an Neria. „Und nun zu Euch. Ihr habt richtig gehandelt, als Ihr Rowan von ihrer Verletzung geheilt habt. Wir brauchen sie in Höchstform, für das was noch vor uns liegt. Trotzdem hat sie auch recht, wenn sie sagt, dass man Euch nicht trauen kann, wenn Ihr Euch nicht an Euer Wort haltet. Dann stellt Ihr eine Gefahr für uns alle dar. Somit solltet Ihr Euch gut überlegen, ob Ihr weiterhin so leichtfertig Eure Versprechen brechen wollt. Das könnte sich irgendwann einmal ganz gewaltig rächen.“
Die Elfe ging einen Schritt zurück, stemmte die Hände in die Hüften und musterte die beiden Frauen sehr eindringlich. „Als gute Anführerin muss ich Euch beide also mit einer Hand zustimmend auf die Schulter klopfen, während ich Euch mit der anderen die Zähne einschlage. Da ich für diesen Nonsens allerdings keine Zeit habe, erwarte ich von Euch, dass Ihr diesen albernen Disput hier und jetzt beendet, damit wir zum Tagwerk zurückkehren können. Oder hat eine von Euch noch irgendetwas Geistreiches zu diesem Blödsinn zu sagen, bevor ich mich mit Leanora auf den Weg zur Kirche mache?“
Rowan zog sich wieder an und ging zu ihrer Liege hinüber. Dabei sprach sie zu Neria über Vertrauen, bevor sie sich schließlich bei der Magierin bedankte. Die Elfe war daraufhin sichtlich zufrieden. „Schon besser. Und, Neria? Habt Ihr dazu auch noch etwas hinzuzufügen?“
„Es reicht, Ihr beiden. Endgültig“; fauchte die Elfe die beiden Frauen an. Ich habe heute noch was anderes zu tun, als permanent Eure albernen Streitigkeiten zu schlichten, also hört endlich mit diesem Scheiß auf. Ihr merkt ja nicht einmal, dass Ihr beide recht habt. Gleichzeitig habt Ihr aber auch beide unrecht.“
Sie wandte sich an Rowan, während sie weiter sprach. „Es stimmt schon, was Ihr sagt. Man kann Neria nicht trauen, wenn sie sich nicht an ihre Zusagen hält, das ist wahr. Aber Eure Abneigung gegen Blutmagie widerspricht jeder Form der Logik. Ich misstraue Magiern auch, doch ich bin keine Anhängerin Eures Erbauers und seiner fanatischen Kirche. Für mich ist ein Magier ein Magier, ganz gleich welche Form von Magier er oder sie anwendet. Ich mache da keinen Unterschied, ob dieser Magier mich mit Blutmagie oder mit elementarerem Feuer töten will. Sie gehören beide durch mein Schwert niedergestreckt. Aber wenn ich mal diese Macht für meine Zwecke einsetzen kann, dann werde ich diesen Vorteil verdammt noch mal auch nutzen.“
Anschließend richtete Vernita ihre Aufmerksamkeit an Neria. „Und nun zu Euch. Ihr habt richtig gehandelt, als Ihr Rowan von ihrer Verletzung geheilt habt. Wir brauchen sie in Höchstform, für das was noch vor uns liegt. Trotzdem hat sie auch recht, wenn sie sagt, dass man Euch nicht trauen kann, wenn Ihr Euch nicht an Euer Wort haltet. Dann stellt Ihr eine Gefahr für uns alle dar. Somit solltet Ihr Euch gut überlegen, ob Ihr weiterhin so leichtfertig Eure Versprechen brechen wollt. Das könnte sich irgendwann einmal ganz gewaltig rächen.“
Die Elfe ging einen Schritt zurück, stemmte die Hände in die Hüften und musterte die beiden Frauen sehr eindringlich. „Als gute Anführerin muss ich Euch beide also mit einer Hand zustimmend auf die Schulter klopfen, während ich Euch mit der anderen die Zähne einschlage. Da ich für diesen Nonsens allerdings keine Zeit habe, erwarte ich von Euch, dass Ihr diesen albernen Disput hier und jetzt beendet, damit wir zum Tagwerk zurückkehren können. Oder hat eine von Euch noch irgendetwas Geistreiches zu diesem Blödsinn zu sagen, bevor ich mich mit Leanora auf den Weg zur Kirche mache?“
Rowan zog sich wieder an und ging zu ihrer Liege hinüber. Dabei sprach sie zu Neria über Vertrauen, bevor sie sich schließlich bei der Magierin bedankte. Die Elfe war daraufhin sichtlich zufrieden. „Schon besser. Und, Neria? Habt Ihr dazu auch noch etwas hinzuzufügen?“
#1440
Posté 09 décembre 2010 - 05:00
Lydia lauschte und beobachtete . Je mehr Vernita sich selbst als Anführerin und als am besten dafüt geeignet hervorhob , deste stärker wuchs ihr Hass auf sie . Vernita war in ihren Augen nichts als eine arrogante vorlaute Großsprecherin .
" Euch wünsche ich , das euch einmal jemand die Zähne einschlägt , ihr hättet es am ehesten verdient . "
Sie wollte nur Macht ausüben , sie wolte dominieren und ihr Ego befriedigen . Aber Lydia spielte da nicht mit !
Sie ging an Vernita vorbei und warf ihr einen abschätzigen Blick zu . Irgendwann wollte sie einmal gegen sie kämpfen , sie hoffte , das würde möglichst bald sein .
" Euch wünsche ich , das euch einmal jemand die Zähne einschlägt , ihr hättet es am ehesten verdient . "
Sie wollte nur Macht ausüben , sie wolte dominieren und ihr Ego befriedigen . Aber Lydia spielte da nicht mit !
Sie ging an Vernita vorbei und warf ihr einen abschätzigen Blick zu . Irgendwann wollte sie einmal gegen sie kämpfen , sie hoffte , das würde möglichst bald sein .
#1441
Posté 09 décembre 2010 - 08:23
Vernita schien sichtlich genervt zu sein, obwohl Rowan als auch Neria keineswegs mehr lautstark stritten, sondern der Disput eher sachlich zu werden schien. Neria hatte eigentlich damit gerechnet, dass sich Vernita auf Rowans Seite stellen würde, umso mehr war sie verwundert, dass sie beide gleich behandelte. Egal was Rowan als auch Vernita sagte, sie fühlte sich noch nie so sicher das Richtige getan zu haben, deswegen entgegnete sie Vernita selbstsicher.
„Wenn ich wieder die Wahl haben sollte vielleicht ein Leben zu retten oder ein Versprechen zu brechen, würde ich mich wieder so entscheiden. Für mich ist ein Leben mehr Wert als jedes Versprechen. Und wie ihr gerade gesagt habt, vertraut ihr mir sowieso nicht, und was man nicht hat kann man auch nicht verlieren. Ich habe es mittlerweile aufgegeben das Vertrauen von jemanden hier zu gewinnen zu wollen. Ich werde wohl oder übel damit Leben müssen, sagte sie seufzend.
Erklärend fuhr sie fort
„Von meiner Seite ist der Disput sowieso beendet, euch wird ja auch nicht entgangen sein, dass ich seit unserem Gespräch am Flur, kein einziges Mal mehr meine Stimme erhoben habe. Nennt es Resignation oder Einsicht, glaubt was auch immer ihr glauben wollt.“
Neria war des Redens müde, deshalb ging sie auch nicht mehr auf Rowans Vorwürfe und Fragen ein, sie war der Meinung ihre Entscheidung gut genug dargelegt zu haben. Sie erwartete weder Dankbarkeit noch Verständnis, deshalb war sie nicht minder überrascht dennoch ein danke von Rowan zu hören. Es hörte sich sogar ehrlich gemeint an.
Sie sah Rowan kurz an, nickte und lächelte sie dabei an. Daraufhin wandte sie sich wieder Vernita zu.
„Macht euch keinen Kopf Vernita. Geht mit Leanora ruhig zur Kirche, Blutmagie ist vorerst keine mehr nötig. Ich bringe sie halt so zur Strecke“ dabei lächelte sie schelmisch. „Apropos bevor ich es vergesse. Habt ihr hier irgendwo Rotwein? Ich sollte meine Blutregeneration bisschen anregen, ich habe ja doch relativ viel Blut in den letzten Tagen vergossen.“
„Habt ihr sonst noch irgendwelche Aufträge für uns, oder sollen wir einfach nur auf euch warten“, fragte sie Vernita abschließend
„Wenn ich wieder die Wahl haben sollte vielleicht ein Leben zu retten oder ein Versprechen zu brechen, würde ich mich wieder so entscheiden. Für mich ist ein Leben mehr Wert als jedes Versprechen. Und wie ihr gerade gesagt habt, vertraut ihr mir sowieso nicht, und was man nicht hat kann man auch nicht verlieren. Ich habe es mittlerweile aufgegeben das Vertrauen von jemanden hier zu gewinnen zu wollen. Ich werde wohl oder übel damit Leben müssen, sagte sie seufzend.
Erklärend fuhr sie fort
„Von meiner Seite ist der Disput sowieso beendet, euch wird ja auch nicht entgangen sein, dass ich seit unserem Gespräch am Flur, kein einziges Mal mehr meine Stimme erhoben habe. Nennt es Resignation oder Einsicht, glaubt was auch immer ihr glauben wollt.“
Neria war des Redens müde, deshalb ging sie auch nicht mehr auf Rowans Vorwürfe und Fragen ein, sie war der Meinung ihre Entscheidung gut genug dargelegt zu haben. Sie erwartete weder Dankbarkeit noch Verständnis, deshalb war sie nicht minder überrascht dennoch ein danke von Rowan zu hören. Es hörte sich sogar ehrlich gemeint an.
Sie sah Rowan kurz an, nickte und lächelte sie dabei an. Daraufhin wandte sie sich wieder Vernita zu.
„Macht euch keinen Kopf Vernita. Geht mit Leanora ruhig zur Kirche, Blutmagie ist vorerst keine mehr nötig. Ich bringe sie halt so zur Strecke“ dabei lächelte sie schelmisch. „Apropos bevor ich es vergesse. Habt ihr hier irgendwo Rotwein? Ich sollte meine Blutregeneration bisschen anregen, ich habe ja doch relativ viel Blut in den letzten Tagen vergossen.“
„Habt ihr sonst noch irgendwelche Aufträge für uns, oder sollen wir einfach nur auf euch warten“, fragte sie Vernita abschließend
Modifié par Doomheart43, 09 décembre 2010 - 08:34 .
#1442
Posté 09 décembre 2010 - 08:48
Lydia drehte sich zu Neria um , ging zu ihr und legte ihr die Arme um die Schultern . " Ich vertrau dir Neria , egal was die Andern sagen . Du bist eine bewundernswerte Frau und du hast ein großes Herz . " Sie lächelte und fügte flüsternd hinzu " Ich helfe euch , euer Blut in Wallung zu bringen ... immer gern .. "
#1443
Posté 10 décembre 2010 - 03:22
Vernita musterte Lydia mit einem abwertenden Blick. „Wenn ich deinen Kommentar richtig verstanden habe, Kleine, dann wünscht du mir Schmerzen und Verlust an den Hals. Vielleicht denkst du ja auch, dass ich solchen noch nie erlitten habe, was? Wie wenig du doch über mich weißt und wenig du anscheinend verstanden hast, über was ich gerade mit Neria und Rowan gesprochen habe. Dummerweise habe ich auch keine Zeit dazu, es einem kleinen Kind wie dir zu erklären.“
Ein hämisches Grinsen legte sich für einen Moment auf das Gesicht der Elfe, bevor sie wieder ernst wurde und sich an Neria wandte. „Rotwein habe ich keinen, aber Ihr könntet den Schmied darum bitten, Euch welchen zu besorgen. Für etwas Geld wird er es wahrscheinlich mit Freuden tun. Es gibt im Moment ohnehin nichts zu tun. Miandra, Ihr und ich brechen erst auf, wenn es dunkel geworden ist, um nach einem neuen Versteck zu suchen. Dabei werden wir auch nach dem, von Euch erwähnten, Loch in der Stadtmauer suchen, auch wenn ich bezweifle, dass dieses nach dem Wiederaufbau Denerims noch existiert. Rowan und Sareth werden in der Zeit nach den Kopfgeldjägern suchen. So, jetzt muss ich aber los. Ich geleite Leanora sicher zur Kirche. Wenn ich wieder da bin, wird es vermutlich soweit sein, dass wir aufbrechen können.“
Vernita wollte sich gerade abwenden, hielt aber noch für einen Moment inne und blickte Neria tief in die Augen. „Und das mit dem fehlenden Vertrauen dürft Ihr bei mir nicht so eng sehen. Ich traue niemandem, der sich mein Vertrauen nicht verdient hat. Das gilt insbesondere für Magier, da ich deren Fähigkeiten schwer einzuschätzen kann. Und bisher hat Euer Verhalten nur wenig dazu beigetragen, dass ich Euch mein Vertrauen schenken kann. Möglicherweise ändert sich das noch. Doch das liegt ganz allein an Euch. Zudem beneide ich Euch darum, dass Ihr offensichtlich noch nie ein Leben opfern musstet, um die anderen zu retten. Denn ich habe so das dumpfe Gefühl, dass Ihr mit einer solchen Entscheidung nicht leben könntet. Aber vielleicht irre ich mich ja auch und in Euch schlummern noch unentdeckte Talente und Fähigkeiten.“
Nun wandte sich die Elfe endgültig ab, bevor sie auf das Wasserfass zusteuerte. Während sie darauf zuging, streifte sie ihr Hemd und die Unterkleidung wieder ab, um sich dort waschen zu können. Sie richtete den Blick auf Leanora, die noch auf ihrer Liege hockte. „Macht Euch bereit. Wir brechen gleich auf!“
Nachdem sie das Wasserfass erreicht hatte und anfangen hatte, sich zu waschen, schaute sie zu Miandra hinüber, die an einem der Tische saß. Und sofort huschte ein freudiges Lächeln über ihre Lippen. „Hallo, Miandra. Ich hoffe, du hast gut geschlafen. Sind die Lebensmittel, die da vor dir liegen die letzten, die wir noch haben?“
Ein hämisches Grinsen legte sich für einen Moment auf das Gesicht der Elfe, bevor sie wieder ernst wurde und sich an Neria wandte. „Rotwein habe ich keinen, aber Ihr könntet den Schmied darum bitten, Euch welchen zu besorgen. Für etwas Geld wird er es wahrscheinlich mit Freuden tun. Es gibt im Moment ohnehin nichts zu tun. Miandra, Ihr und ich brechen erst auf, wenn es dunkel geworden ist, um nach einem neuen Versteck zu suchen. Dabei werden wir auch nach dem, von Euch erwähnten, Loch in der Stadtmauer suchen, auch wenn ich bezweifle, dass dieses nach dem Wiederaufbau Denerims noch existiert. Rowan und Sareth werden in der Zeit nach den Kopfgeldjägern suchen. So, jetzt muss ich aber los. Ich geleite Leanora sicher zur Kirche. Wenn ich wieder da bin, wird es vermutlich soweit sein, dass wir aufbrechen können.“
Vernita wollte sich gerade abwenden, hielt aber noch für einen Moment inne und blickte Neria tief in die Augen. „Und das mit dem fehlenden Vertrauen dürft Ihr bei mir nicht so eng sehen. Ich traue niemandem, der sich mein Vertrauen nicht verdient hat. Das gilt insbesondere für Magier, da ich deren Fähigkeiten schwer einzuschätzen kann. Und bisher hat Euer Verhalten nur wenig dazu beigetragen, dass ich Euch mein Vertrauen schenken kann. Möglicherweise ändert sich das noch. Doch das liegt ganz allein an Euch. Zudem beneide ich Euch darum, dass Ihr offensichtlich noch nie ein Leben opfern musstet, um die anderen zu retten. Denn ich habe so das dumpfe Gefühl, dass Ihr mit einer solchen Entscheidung nicht leben könntet. Aber vielleicht irre ich mich ja auch und in Euch schlummern noch unentdeckte Talente und Fähigkeiten.“
Nun wandte sich die Elfe endgültig ab, bevor sie auf das Wasserfass zusteuerte. Während sie darauf zuging, streifte sie ihr Hemd und die Unterkleidung wieder ab, um sich dort waschen zu können. Sie richtete den Blick auf Leanora, die noch auf ihrer Liege hockte. „Macht Euch bereit. Wir brechen gleich auf!“
Nachdem sie das Wasserfass erreicht hatte und anfangen hatte, sich zu waschen, schaute sie zu Miandra hinüber, die an einem der Tische saß. Und sofort huschte ein freudiges Lächeln über ihre Lippen. „Hallo, Miandra. Ich hoffe, du hast gut geschlafen. Sind die Lebensmittel, die da vor dir liegen die letzten, die wir noch haben?“
#1444
Posté 10 décembre 2010 - 06:46
Der Streit welchen Rowan und Neria noch immer fochten erinnerte Miandra an zwei andere Frauen, denen der Hof der am Rande ihres Heimatdorfes lag, gehörte. Sie kannte die beiden nur flüchtig, sah sie oft morgens am Markt, oder abends in der Taverne. Es handelte sich um zwei Schwestern, Miandra konnte sich noch wage an deren Namen erinnern. Catriona und Clarinda, doch so unterschiedlich die beiden auch waren, und so oft sie auch eine Meinungsverschiedenheit hatten, Miandra würde wohl trotzdem nicht wissen welche von beiden nun welche war, sie wusste nur, dass sie sich wegen jeder Kleinigkeit stritten, und deswegen überall bekannt waren und die beiden ein tägliches Tratsch-Thema waren. Doch vielleicht waren sie auch einfach nur überfordert, da sie recht früh den Hof ihres Vaters übernehmen mussten, als dieser zusammen mit seinen beiden noch recht jungen Söhnen im Krieg gegen die letzte Verderbnis fiel.
Und warum verschwendete sie nun ihre Gedanken an zwei unbedeutende Weiber die längst zusammen mit ihrem Haus niedergebrannt waren? Miandra merkte, dass sie zu viel über Vergangenes nachdachte, was wohl aufgrund dieses drückenden Nichtstun geschah, auch wenn sie diesen Streit etwas belustigend fand, so fehlte ihr dennoch Bewegung und Frischluft. Umso erleichterter war sie darüber, dass sie sich bald auf die Suche nach einem neuen Versteck machen würden.
"Sofern niemand die vielen toten Ratten die hinter all den Kisten dort drüben liegen essen möchte... Ja, sind das die letzten Vorräte, zumindest von denen die sich hier befanden.", erwiderte sie auf Vernitas Frage und stand sogleich von dem Stuhl auf und streckte sich ein wenig, wobei ihr Blick kurz zu Neria und Lydia glitt.
Für einen Moment musste sie wieder an diese Vermutung welche Vernita über die Beiden aufgestellt hatte zurückdenken, und wandte sich sogleich an Neria, "Wenn Ihr noch immer vor habt Eurer Blut mit Alkohol zu verfeinern, dann kommt mit... wir wollen doch nicht, dass uns der Schmied über den Tisch zieht."
Eigentlich hatte Miandra wenig Lust darauf zu dem Schmied zu gehen um ihn um eine Flasche Wein zu bitten - und schon gar nicht zusammen mit Neria - doch diese Magierin alleine herumlaufen zu lassen wäre doch glatter Selbstmord gewesen, zudem hatte das Thema um sie und Lyida irgendwie Miandras Interesse geweckt.
Und warum verschwendete sie nun ihre Gedanken an zwei unbedeutende Weiber die längst zusammen mit ihrem Haus niedergebrannt waren? Miandra merkte, dass sie zu viel über Vergangenes nachdachte, was wohl aufgrund dieses drückenden Nichtstun geschah, auch wenn sie diesen Streit etwas belustigend fand, so fehlte ihr dennoch Bewegung und Frischluft. Umso erleichterter war sie darüber, dass sie sich bald auf die Suche nach einem neuen Versteck machen würden.
"Sofern niemand die vielen toten Ratten die hinter all den Kisten dort drüben liegen essen möchte... Ja, sind das die letzten Vorräte, zumindest von denen die sich hier befanden.", erwiderte sie auf Vernitas Frage und stand sogleich von dem Stuhl auf und streckte sich ein wenig, wobei ihr Blick kurz zu Neria und Lydia glitt.
Für einen Moment musste sie wieder an diese Vermutung welche Vernita über die Beiden aufgestellt hatte zurückdenken, und wandte sich sogleich an Neria, "Wenn Ihr noch immer vor habt Eurer Blut mit Alkohol zu verfeinern, dann kommt mit... wir wollen doch nicht, dass uns der Schmied über den Tisch zieht."
Eigentlich hatte Miandra wenig Lust darauf zu dem Schmied zu gehen um ihn um eine Flasche Wein zu bitten - und schon gar nicht zusammen mit Neria - doch diese Magierin alleine herumlaufen zu lassen wäre doch glatter Selbstmord gewesen, zudem hatte das Thema um sie und Lyida irgendwie Miandras Interesse geweckt.
#1445
Posté 10 décembre 2010 - 08:13
Rowan achtete nicht weiter auf die anderen. Sie setzte sich stattdessen wieder vor ihre Liege und machte sich an ihrer Lederrüstung zu schaffen. Lieber hätte sie ihre neu gewonnene Bewegungsfreiheit genutzt und wäre nach draußen gegangen. Doch es war sicherlich noch nicht dunkel. Sie würde sich auf den Weg machen, nachdem Vernita Lea zum Kloster gebracht hatte.
Sollte sie Sareth wirklich mitnehmen? Ohne ihn wäre sie schneller unterwegs und auch unauffälliger. Aber sie hatte noch genügend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.
Ein weitere Gedanke drängte sich in ihren Geist. Begleitet von einem leichten Ziehen im Bauch. Seit sie das letzte Mal etwas richtiges gegessen hatte, war schon einige Zeit vergangen. Genau genommen war die letzte warme Mahlzeit in der Taverne gewesen, die jetzt verlassen und mit Blut besudelt war. Rowan nahm sich vor, auf ihrem Streifzug nach etwas Essbarem Ausschau zu halten.
Sie versank wieder in ihre Arbeit und vergaß den Keller um sich herum.
Sollte sie Sareth wirklich mitnehmen? Ohne ihn wäre sie schneller unterwegs und auch unauffälliger. Aber sie hatte noch genügend Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.
Ein weitere Gedanke drängte sich in ihren Geist. Begleitet von einem leichten Ziehen im Bauch. Seit sie das letzte Mal etwas richtiges gegessen hatte, war schon einige Zeit vergangen. Genau genommen war die letzte warme Mahlzeit in der Taverne gewesen, die jetzt verlassen und mit Blut besudelt war. Rowan nahm sich vor, auf ihrem Streifzug nach etwas Essbarem Ausschau zu halten.
Sie versank wieder in ihre Arbeit und vergaß den Keller um sich herum.
#1446
Posté 11 décembre 2010 - 11:03
Vertrauen hin oder her sie würde sich auf ihre Aufgabe konzentrieren, und das war es auch schon. Wenn bei ihren Gegnern keine Templer dabei wären, wäre das ganze sowieso ein Kinderspiel, und Neria dachte dabei an die vielen Jammerlappen, die sie schon ins Jenseits geschickt hatte.
Andererseits würden andere Magier oder Fernkämpfer eine erhebliche Gefahr für die Gruppe darstellen, da sie die einzige in der Gruppe wäre, die sie vor Fernangriffen schützen könnte.
Nachdenklich musste sie an ihre Übung mit den Fässern zurückdenken, wo sie trainiert hatte, drei Schilder innerhalb von kurzer Zeit zu sprechen. Und mehr als drei Schilder gleichzeitig aufrecht zu halten ging nicht, also konnte Vernita damit Recht behalten, was sie in Bezug auf notwendige Entscheidungen zu ihr gesagt hatte.
Sie wischte den Gedanken weg, sie würde es einfach gar nicht soweit kommen lassen um Defensivzauber verwenden zu müssen. Bei Vernitas letzten Worten musste sie schmunzeln, und dachte an die sechs Templer die seit jetzt im Staub vom Gesindeviertel lagen.
Neria befreite sich aus Lydias Umklammerung. „Lydia bitte!“ sagte sie energisch „Willst du nicht bisschen trainieren oder so? Du kannst nicht ständig wie eine Klette an mir hängen, ich brauch einerseits Luft zum atmen, außerdem brauch ich frisches Blut und kein Blut in Wallung“ erklärte sie seufzend.
„Es dauert nicht mehr lange, und wir werden ein wenig erfrischende Abwechslung haben", sagte sie aufmunternd zu Lydia.
„Aber jetzt geh ich mal schnell nach oben, und hole ein paar Flaschen Rotwein vom Schmied“
„Bleibt hier Miandra, ich erledige das schon“ und sie ging schnellen Schrittes aus dem Keller, die Stufen in den Verkaufsraum hinauf. Der Schmied stand hinter seinem Tresen und hantierte gerade an einer seiner Rüstungen herum. Neria trat vor ihn, und sprach ihn sogleich freundlich an
„Guter Mann, habt ihr vielleicht zufällig etwas Rotwein über?“ Der Schmied sah von seiner Arbeit auf, und wollte gerade etwas sagen, doch bevor er antworten konnte, fügte Neria schnell hinzu. „Am besten drei oder vier Flaschen, wir haben etwas zu feiern.“
Der Schmied kratzte sich kurz nachdenklich am Kopf „Drei oder Vier Flaschen? Ihr müsst aber ganz schön durstig sein“ dabei lachte er schallend. „Wer seid ihr überhaupt? Ich habe euch bisher noch nie hier gesehen“, fragte er Neria nachdenklich.
„Ach ich bin nur irgendein Bauernmädchen, und kümmere mich um Essen und Trinken, dabei fällt mir ein ein wenig Brot könnten wir auch noch gebrauchen“ erklärte Neria. Sie warf einige Münzen auf den Tisch. „Reicht das?“ Der Schmied begutachtete die Münzen argwöhnisch, bis sich sein Gesicht aufhellte. Er ging in einen der Nebenräume, der offensichtlich als Vorratskammer diente, und kam mit vier Flaschen Rotwein und einem Laib Brot zurück. Neria nahm alles dankend an sich, und ging vorsichtig die Treppen hinab.
Im Keller angekommen stellte sie die Flaschen auf den Tisch ab, und legte den Laib Brot daneben. „So da bin ich schon wieder. Jetzt brauchen wir nur mehr paar Trinkbecher oder trinken wir das Zeug gleich aus der Flasche“ sagte sie scherzend zu Miandra.
Sie zögerte kurz, da sie sich kurz überwinden musste, und wandte sich dann auch an Rowan „Müsst ihr auch schon weg, oder habt ihr noch Zeit und Lust für das eine oder andere Glas?“
Andererseits würden andere Magier oder Fernkämpfer eine erhebliche Gefahr für die Gruppe darstellen, da sie die einzige in der Gruppe wäre, die sie vor Fernangriffen schützen könnte.
Nachdenklich musste sie an ihre Übung mit den Fässern zurückdenken, wo sie trainiert hatte, drei Schilder innerhalb von kurzer Zeit zu sprechen. Und mehr als drei Schilder gleichzeitig aufrecht zu halten ging nicht, also konnte Vernita damit Recht behalten, was sie in Bezug auf notwendige Entscheidungen zu ihr gesagt hatte.
Sie wischte den Gedanken weg, sie würde es einfach gar nicht soweit kommen lassen um Defensivzauber verwenden zu müssen. Bei Vernitas letzten Worten musste sie schmunzeln, und dachte an die sechs Templer die seit jetzt im Staub vom Gesindeviertel lagen.
Neria befreite sich aus Lydias Umklammerung. „Lydia bitte!“ sagte sie energisch „Willst du nicht bisschen trainieren oder so? Du kannst nicht ständig wie eine Klette an mir hängen, ich brauch einerseits Luft zum atmen, außerdem brauch ich frisches Blut und kein Blut in Wallung“ erklärte sie seufzend.
„Es dauert nicht mehr lange, und wir werden ein wenig erfrischende Abwechslung haben", sagte sie aufmunternd zu Lydia.
„Aber jetzt geh ich mal schnell nach oben, und hole ein paar Flaschen Rotwein vom Schmied“
„Bleibt hier Miandra, ich erledige das schon“ und sie ging schnellen Schrittes aus dem Keller, die Stufen in den Verkaufsraum hinauf. Der Schmied stand hinter seinem Tresen und hantierte gerade an einer seiner Rüstungen herum. Neria trat vor ihn, und sprach ihn sogleich freundlich an
„Guter Mann, habt ihr vielleicht zufällig etwas Rotwein über?“ Der Schmied sah von seiner Arbeit auf, und wollte gerade etwas sagen, doch bevor er antworten konnte, fügte Neria schnell hinzu. „Am besten drei oder vier Flaschen, wir haben etwas zu feiern.“
Der Schmied kratzte sich kurz nachdenklich am Kopf „Drei oder Vier Flaschen? Ihr müsst aber ganz schön durstig sein“ dabei lachte er schallend. „Wer seid ihr überhaupt? Ich habe euch bisher noch nie hier gesehen“, fragte er Neria nachdenklich.
„Ach ich bin nur irgendein Bauernmädchen, und kümmere mich um Essen und Trinken, dabei fällt mir ein ein wenig Brot könnten wir auch noch gebrauchen“ erklärte Neria. Sie warf einige Münzen auf den Tisch. „Reicht das?“ Der Schmied begutachtete die Münzen argwöhnisch, bis sich sein Gesicht aufhellte. Er ging in einen der Nebenräume, der offensichtlich als Vorratskammer diente, und kam mit vier Flaschen Rotwein und einem Laib Brot zurück. Neria nahm alles dankend an sich, und ging vorsichtig die Treppen hinab.
Im Keller angekommen stellte sie die Flaschen auf den Tisch ab, und legte den Laib Brot daneben. „So da bin ich schon wieder. Jetzt brauchen wir nur mehr paar Trinkbecher oder trinken wir das Zeug gleich aus der Flasche“ sagte sie scherzend zu Miandra.
Sie zögerte kurz, da sie sich kurz überwinden musste, und wandte sich dann auch an Rowan „Müsst ihr auch schon weg, oder habt ihr noch Zeit und Lust für das eine oder andere Glas?“
Modifié par Doomheart43, 11 décembre 2010 - 11:09 .
#1447
Posté 11 décembre 2010 - 11:28
Leanora hatte diesen ganzen Disput mit dem doch halbwegs friedlichen Ausgang von ihrem Lager aus still beobachtet. Dennoch war sie völlig aufgeschreckt, als Vernita sagte, dass sie sich fertig machen sollte. Sofort schoß Adrenalin durch ihren Körper, zeitgleich wieder diese unerklärliche Angst.
"Sei kein Hasenfuss, im Kloster kann dir wirklich nichts passieren" sagte sie zu sich selber, aber sie war sich nicht sicher, ob das fruchten würde. Wieso war sie nur so verdammt ängstlich?
Sie rappelte sich auf, suchte ein paar Wäschestücke zusammen, jedoch nichts zu feines. Ihren Kamm warf sie auch noch in die kleine Umhängetasche, das mußte reichen. Seufzend blickte sie auf die Tasche mit Tjarks Briefen, nahm sie an sich und ging zu Neria.
"Hier ist die Tasche von der ich sprach. Bitte hütet sie wie Euren Augapfel. Viel Glück, Neria, haltet durch. Ich hoffe, wir sehen uns bald gesund wieder."
Neria nahm die Tasche entgegen und nickte. Leanora umarmte Neria freundschaftlich, sie bedauerte es, diese Halbelfe erstmal nicht näher kennen lernen zu können. Dann verabschiedete sie sich auf ähnliche Weise von Lydia.
"Paß auf Dich auf, Lydia. Und mach keinen Blödsinn, hörst Du?" fragte sie das Mädchen liebevoll.
Dann ging sie auf Azoths Matte zu und reichte ihm die Hand.
"Auf Wiedersehen Azoth. Viel Glück auch Euch."
Rowan, Miandra und Sareth nickte sie lediglich kurz zu: "Ich bete zum Erbauer, dass er allen Schutz auf euch kommen lasse. Ich hoffe, das Vorhaben glückt, und vor allem dass ihr das ganze ohne weitere Verletzungen übersteht."
Lea brach sich ein kleines Stück vom Brot ab, schenkte sich einen kleinen Schluck vom Wein ein und prostete in die Runde:
"Auf gutes Gelingen!"
Dann trank sie den Becher aus und biss vom Brot ab.
Noch kauend blickte sie Vernita an.
"Wir können los."
Dabei überkam sie wieder ein Gefühl der Hilflosigkeit.
"Sei kein Hasenfuss, im Kloster kann dir wirklich nichts passieren" sagte sie zu sich selber, aber sie war sich nicht sicher, ob das fruchten würde. Wieso war sie nur so verdammt ängstlich?
Sie rappelte sich auf, suchte ein paar Wäschestücke zusammen, jedoch nichts zu feines. Ihren Kamm warf sie auch noch in die kleine Umhängetasche, das mußte reichen. Seufzend blickte sie auf die Tasche mit Tjarks Briefen, nahm sie an sich und ging zu Neria.
"Hier ist die Tasche von der ich sprach. Bitte hütet sie wie Euren Augapfel. Viel Glück, Neria, haltet durch. Ich hoffe, wir sehen uns bald gesund wieder."
Neria nahm die Tasche entgegen und nickte. Leanora umarmte Neria freundschaftlich, sie bedauerte es, diese Halbelfe erstmal nicht näher kennen lernen zu können. Dann verabschiedete sie sich auf ähnliche Weise von Lydia.
"Paß auf Dich auf, Lydia. Und mach keinen Blödsinn, hörst Du?" fragte sie das Mädchen liebevoll.
Dann ging sie auf Azoths Matte zu und reichte ihm die Hand.
"Auf Wiedersehen Azoth. Viel Glück auch Euch."
Rowan, Miandra und Sareth nickte sie lediglich kurz zu: "Ich bete zum Erbauer, dass er allen Schutz auf euch kommen lasse. Ich hoffe, das Vorhaben glückt, und vor allem dass ihr das ganze ohne weitere Verletzungen übersteht."
Lea brach sich ein kleines Stück vom Brot ab, schenkte sich einen kleinen Schluck vom Wein ein und prostete in die Runde:
"Auf gutes Gelingen!"
Dann trank sie den Becher aus und biss vom Brot ab.
Noch kauend blickte sie Vernita an.
"Wir können los."
Dabei überkam sie wieder ein Gefühl der Hilflosigkeit.
Modifié par Bellandyrs, 11 décembre 2010 - 12:15 .
#1448
Posté 11 décembre 2010 - 04:46
Rowan nickte Lea zu. Sie sah furchtbar aufgeregt aus, aber sie würde ihre Aufgabe sicherlich zu aller Zufriedenheit erledigen. In ihr steckte mehr, als sie sich selber zutraute und Rowan hoffte, dass sie mit der Zeit mehr Selbstvertrauen finden würde.
Das Angebot von Neria lehnte sie kopfschüttelnd ab.
"Ich werde für meine Aufgabe heute Nacht einen klaren Kopf gebrauchen. Vielleicht ein anderes Mal. Aber sagt, ist es draußen schon dunkel?"
Das Angebot von Neria lehnte sie kopfschüttelnd ab.
"Ich werde für meine Aufgabe heute Nacht einen klaren Kopf gebrauchen. Vielleicht ein anderes Mal. Aber sagt, ist es draußen schon dunkel?"
#1449
Posté 11 décembre 2010 - 09:01
„Nun, dann werden wir uns wohl auf unserem Streifzug heute Nacht auch nach etwas zu Essen umsehen müssen“, meinte Vernita zu Miandra gewandt, während sie sich weiterwusch. Sie reinigte ihren Körper so gut es ging von dem Schmutz, dem Blut und dem Schweiß der letzten Tage, wobei sie die anderen beobachtete. Leanora packte ihren Kram zusammen, bevor sie sich von den anderen verabschiedete. Neria besorgte sich etwas zu alkoholisches zu trinken und Rowan beschäftigte sich weiterhin mit ihrer Rüstung.
Nachdem sie sich zuende gewaschen hatte, zog sich die Elfe ihre Unterkleidung und ihr Hemd wieder an. Dann besorgte sie sich von den Vorräten des Schmieds ein Stück Stoff, welches sie sich als Cape über den Kopf und die Schultern legte. Sie bedeckte damit ihre Haare und Ohren vollständig und zog es sich soweit ins Gesicht, dass dieses in dem Schatten des Capes verschwand. Als Waffe nahm sie nur ihr Messer mit. Schließlich wollte sie kein Aufsehen erregen.
„Los, Leanora! Gehen wir!“, bemerkte Vernita noch und setzte sich in Bewegung, wobei sie sich noch an die anderen wandte. „Ich bin gleich zurück! Versucht in der Zwischenzeit nicht wieder irgendeinen Blödsinn zu verzapfen!“
Dann verließ sie das Versteck, ohne auf eine Antwort ihrer Gefährten zu warten, wobei ihr Leaonra auf dem Fuß folgte. Die beiden Frauen verließen die Schmiede durch den Vordereingang wie zwei gewöhnliche Kunden. Draußen schien die Sonne, neigte sich aber schon zum Abend hin. Es würde bald dunkel werden. Sie mussten sich also beeilen.
Die Elfe führte Leanora über Umwege zum Haupteingang der Kirche. Dabei gingen sie den Wachen aus dem Weg und tauchten in den Menschenmassen unter, wo zwei Gestalten mehr oder weniger nicht weiter auffielen. Schließlich hatten die beiden das große und prachtvolle Gebäude erreicht, und Vernita wandte sich ein letztes Mal an Leanora.
„Da wären wir. Vergesst nicht, was wir besprochen haben. Gebt vor die letzte Überlebende Eurer Familie zu sein, die von Banditen ermodert wurde. Sagt ihnen, dass Ihr dem Erbauer dienen wollt, da Ihr ihm für Euer Leben danken wollt und weil Ihr ansonsten keinen Sinn mehr für Euer Leben seht. Dann werden sie Euch sicher als Laienschwester aufnehmen. Die Kirche steht auf solche Opfer. Die lassen sich leicht für niedere Arbeiten einsetzen, aber ein wenig Arbeit wird Euch schon nicht umbringen.“
Die Elfe grinste die blonde Frau an. „Ich werde erst morgen mit Euch Kontakt aufnehmen. Entweder am Tage, falls ich es schaffe, ungesehen dort hinein zu kommen oder eben erst in der Nacht an unserem Treffpunkt. Nutzt die Zeit, um Euch mit dem Gelände vertraut zu machen und vielleicht schon die ersten Kontakte zu knüpfen. Habt Ihr noch Fragen soweit?“
Nachdem sie sich zuende gewaschen hatte, zog sich die Elfe ihre Unterkleidung und ihr Hemd wieder an. Dann besorgte sie sich von den Vorräten des Schmieds ein Stück Stoff, welches sie sich als Cape über den Kopf und die Schultern legte. Sie bedeckte damit ihre Haare und Ohren vollständig und zog es sich soweit ins Gesicht, dass dieses in dem Schatten des Capes verschwand. Als Waffe nahm sie nur ihr Messer mit. Schließlich wollte sie kein Aufsehen erregen.
„Los, Leanora! Gehen wir!“, bemerkte Vernita noch und setzte sich in Bewegung, wobei sie sich noch an die anderen wandte. „Ich bin gleich zurück! Versucht in der Zwischenzeit nicht wieder irgendeinen Blödsinn zu verzapfen!“
Dann verließ sie das Versteck, ohne auf eine Antwort ihrer Gefährten zu warten, wobei ihr Leaonra auf dem Fuß folgte. Die beiden Frauen verließen die Schmiede durch den Vordereingang wie zwei gewöhnliche Kunden. Draußen schien die Sonne, neigte sich aber schon zum Abend hin. Es würde bald dunkel werden. Sie mussten sich also beeilen.
Die Elfe führte Leanora über Umwege zum Haupteingang der Kirche. Dabei gingen sie den Wachen aus dem Weg und tauchten in den Menschenmassen unter, wo zwei Gestalten mehr oder weniger nicht weiter auffielen. Schließlich hatten die beiden das große und prachtvolle Gebäude erreicht, und Vernita wandte sich ein letztes Mal an Leanora.
„Da wären wir. Vergesst nicht, was wir besprochen haben. Gebt vor die letzte Überlebende Eurer Familie zu sein, die von Banditen ermodert wurde. Sagt ihnen, dass Ihr dem Erbauer dienen wollt, da Ihr ihm für Euer Leben danken wollt und weil Ihr ansonsten keinen Sinn mehr für Euer Leben seht. Dann werden sie Euch sicher als Laienschwester aufnehmen. Die Kirche steht auf solche Opfer. Die lassen sich leicht für niedere Arbeiten einsetzen, aber ein wenig Arbeit wird Euch schon nicht umbringen.“
Die Elfe grinste die blonde Frau an. „Ich werde erst morgen mit Euch Kontakt aufnehmen. Entweder am Tage, falls ich es schaffe, ungesehen dort hinein zu kommen oder eben erst in der Nacht an unserem Treffpunkt. Nutzt die Zeit, um Euch mit dem Gelände vertraut zu machen und vielleicht schon die ersten Kontakte zu knüpfen. Habt Ihr noch Fragen soweit?“
#1450
Posté 11 décembre 2010 - 09:13
Da standen sie nun - vor dem wuchtigen Portal der Kirche, und Leas Herz schlug unruhig wie ein gefangener Vogel in einer Hand.
"Danke Vernita fürs Herbringen. Ich habe erstmal keine Fragen mehr, wir werden sehen, was sich da drin ergeben wird. Geht kein Risiko ein bei unserem Treffen. Schlimmstenfalls gibt es Zettel im Baumstumpf, wenn die Nachtruhe so streng sein sollte."
Sie gab Vernita zum Abschied die Hand.
"Viel Glück. Hoffentlich erfahre ich so schnell wie möglich etwas."
Bevor Vernita antworten konnte, drehte sich Leanora um und ging die letzten Stufen zum Portal hoch. Vor der Tür drehte sie sich nochmal um und winkte der Elfe zu. Dann öffnete sie die Tore und betrat das Gotteshaus.
"Danke Vernita fürs Herbringen. Ich habe erstmal keine Fragen mehr, wir werden sehen, was sich da drin ergeben wird. Geht kein Risiko ein bei unserem Treffen. Schlimmstenfalls gibt es Zettel im Baumstumpf, wenn die Nachtruhe so streng sein sollte."
Sie gab Vernita zum Abschied die Hand.
"Viel Glück. Hoffentlich erfahre ich so schnell wie möglich etwas."
Bevor Vernita antworten konnte, drehte sich Leanora um und ging die letzten Stufen zum Portal hoch. Vor der Tür drehte sie sich nochmal um und winkte der Elfe zu. Dann öffnete sie die Tore und betrat das Gotteshaus.





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