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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#1451
SickOfItAll

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Lydia geb Lea einen Abschiedskuss . " Mythral hüe dich, Lea . Pass auf dich auf und mach dir um mich keine Gedanken . " Zusammen mit Vernita verlies Lea das Versteck . Lydia lies sich auf eine Liege , offenbar die von Neria , fallen .



Ein altes Lied kam ihr in den Sinn . Sie hatte es bei reisenden Dalish an der Nordgrenze zur Corcariwildniss gehört . Sie mochte es , es erinnerte sie an die gemeinsame Walderung durch die Nacht , unter sternklahrem Himmel .



Sie begann zu singen , klahr und gleichmäßig , langsamund beruhigend :



Fanuilos heryn aglar Rîn athar annún-aearath, Calad ammen i reniar Mi 'aladhremmin ennorath! A Elbereth Gilthoniel i chîn a thûl in míriel Fanuilos le linnathon Ne ndor haer thar i aearon, A elin na gaib eglerib Ned în ben-anor trerennin Si silivrin ne pherth 'waewib Cenim lyth thílyn thuiennin A Elbereth Gilthoniel Men echenim sí derthiel Ne chaered hen nu 'aladhath Ngilith or annún-aearath.



Eine einzelne Träne bahnte sich ihren Weg ihre Wange hinunter und fiel zu Boden . Das Lied lies eine Melancolie in ihr aufkeimen , es machte sie traurig . Sie blickte auf zu Neria und Rowan welche nicht weit entfernt saßen und sich unterhielten .

#1452
Bellandyrs

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Ehrfürchtig stand Lea in der großen Kirche und schaute sich um. Über ihr war die Empore mit der Orgel, vor ihr das riesige Mittelschiff, welches im vorderen Drittel von einem Kreuzgang unterbrochen war. Hinter dem Altar war ein halbkreisförmiger Gang, dahinter eine Art Bank, wo jedoch einzelne Sitzplätze herausgearbeitet waren, die Rückenlehne aus Holz war hoch und mit zahlreichen Schnitzereien versehen.

Eine alte Frau kniete in einer der Bänke, im stillen Gebet versunken. Sonst war nur eine Ordensschwester zu sehen, die sich darum kümmerte, dass die Kerzen brannten. Die Schwester sah Leanora an, als sie nach vorne ging und eine kleine Kerze nahm, diese an den anderen entzündete und zu den anderen dazu stellte, die bereits die Form eines Scheiterhaufens angenommen hatten, das Symbol für Andrastes Verbrennung. Lea kniete nieder und dachte an ihre Eltern, den Bruder und die Schwägerin.

Vernita hatte recht, verstellen musste sie sich nicht. Allein die Erinnerung an das, was passiert war, ließen ihr die Tränen in die Augen steigen. Sie ließ ihre Gedanken schweifen, was seither passiert war, die Reise nach  Denerim, die Gefährten. Bilder von der Folterung Miandras und Azoths stiegen in ihr hoch, aber auch Tjarks Gesicht sah sie vor sich, als würde er leibhaftig vor ihr stehen, und die Trauer überrannte sie vollends.

Tief holte sie Luft. Jetzt wäre sie bereit, der ehrwürdigen Mutter ihre Geschichte zu erzählen. Langsam richtete sie sich auf und erwiderte den Blick, den die Ordensschwester noch immer auf ihr hielt. Dann ging sie darauf zu und
sagte:
„Verzeiht Schwester. Könntet Ihr mich bitte zur Vorsteherin dieses Ordens bringen? Ich würde gerne mein Dasein Andraste und dem Erbauer widmen.“

Ein überraschter Ausdruck war in den Augen der Schwester zu sehen, aber sie nickte und verließ zusammen mit Leanora die Kirche über einen Seitenausgang. Sie überquerten einen Innenhof, der wie ein Quadrat angeordnet war, in der Mitte war ein Springbrunnen und üppige Grünpflanzen, aussen herum ein Gang, durch Rippenbögen vom Garten abgetrennt.

Um diese Vierung herum schlossen sich wiederum an drei Seiten Gebäude an. Eines davon betraten sie, liefen den Gang entlang, eine Treppe hoch und dann standen sie vor der Tür, hinter der die ehrwürdige Mutter ihre  Räume hatte.

„Hier sind wir. Möge der Erbauer Euch segnen“, meinte die Schwester und nickte Lea noch einmal zu, bevor sie wieder zurück in die Kirche ging.

„Vielen Dank, Schwester.“

Dann klopfte sie an, und nach einem forschen „Herein“ trat Leanora ein.

Modifié par Bellandyrs, 12 décembre 2010 - 05:40 .


#1453
Aliens Crew

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Der Raum war mit Regalen und Lesepulten vollgestellt, auf den denen unzählige Bücher und Schriftrollen zu finden waren. Lange Holzleitern waren auf Schienen an diesen Regalen befestigt, sodass man auch problemlos an die oberen Schriftstücke herankommen konnten. Neben diesen Möbelstücken standen auf Gestellen goldfarbene Schalen, in denen Ölfeuer brannten. Sie waren neben dem Kronleuchter an der Decke die einzige Lichtquelle des Raumes, an dessen Ende ein großer Schreibtisch stand, hinter dem eine alte Frau saß und etwas auf ein Stück Pergament kritzelte.
 
Das Gesicht der Alten war von unzähligen Falten zerfurcht. Sie hatte ihre grauen Haare zu einem Knoten zusammengebunden. Und an ihrer rechten Halsseite konnte man deutlich einige Brandnarben sehen. Die knorrigen Hände der Frau legten die Feder und das Pergament zur Seite, während ihre graugrünen Augen die soeben eingetretene Leanora von oben bis unten mit einem kritischen Blick begutachteten.
 
„Kommt näher, mein Kind, damit ich Euch genauer ansehen kann. Meine Augen sind nicht mehr die Allerbesten. Und dann könnt Ihr mir auch sagen, was ich für Euch tun kann?“ fragte die Alte mit kratziger Stimme, wobei sie ihre Hände ineinander faltete. Dabei sah sie die Frau vor sich mit einem durchdringenden Blick an, welcher ihre Worte Lügen strafen ließ.
 

#1454
Bellandyrs

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Unsicher trat Leanora näher an das Pult. Sie war überrascht über die ehrwürdige Mutter, auch wenn sie nicht sagen hätte können, wie sie sich diese eigentlich vorgestellt hatte. Als sie am Schreibtisch ankam, knickste sie unbeholfen. Siedend heiss fiel ihr ein, dass sie nicht wußte, ob sie ihren richtigen Namen nennen sollte.



"Ehrwürdige Mutter" begann sie mit stockender Stimme, der Schmerz sass ihr noch in der Kehle, den sie zuvor in der Kirche übermannt hatte.

"Dieser Orden hier ist meine letzte Hoffnung, meinem Leben einen Sinn zu geben. Wenn Ihr erlaubt, würde ich gerne erzählen, was mich hierher geführt hat?"

Ein musternder Blick traf Lea, aber das Nicken der alten Frau ließ Lea fortfahren.

"Ich habe alles verloren, was ich einst besass. Und ich rede nicht unbedingt von weltlichen Gütern, Land, Besitz, das ist mir einerlei. Ich wuchs in einem liebevollen zuhause auf, im Glauben an den Erbauer und Andraste, seine Braut. Meine Eltern erzogen mich sittlich, mein Bruder schützte mich vor allen Gefahren, und meine Schwägerin war wie eine Schwester zu mir". Wieder begannen die Tränen zu fliessen, als sie die Gesichter ihrer Familie vor sich sah, und sie brauchte eine Weile, bis sie weitersprechen konnte.

"Bis zu jenem schrecklichen Tag, wo Banditen auf unseren Hof kamen. Die Knechte und Mägde wurden wie Nutzvieh abgeschlachtet, die Tiere auf dem Hof in Käfige gesteckt, die Stallungen in Brand gesetzt. Und als ob das nicht reichen würde, haben diese Kerle auch noch meine Mutter und meine Schwägerin geschändet und.. "

Ein weiteres Schluchzen entwich ihrer Kehle. Darüber zu reden kostete sie mehr Kraft, als sie gedacht hätte, und die Bilder des grauenvollen Tages waren so stark, als würde sie das alles gerade noch einmal erleben. Leas knie begannen zu zittern, und unter schluchzern erzählte sie weiter: "Sie haben alle getötet. Ich habe nur überlebt, weil mich mein Vater im Schrank versteckt hat, aber ich mußte alles mit anhören. Und ich sehe nur noch einen Sinn in meinem Leben: Andraste und dem Erbauer zu dienen. Sonst habe ich keine Hoffnung mehr, Frieden zu finden. Ich bitte Euch, nehmt mich auf."

Flehend blickte sie die Ehrwürdige Mutter an, in ihren großen Augen glitzerten die Tränen, die sich noch immer ihren Weg über ihre Wangen suchten.

#1455
Aliens Crew

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Die Ehrwürdige Mutter lauschte aufmerksam Leanoras Ausführungen, wobei sie diese genau beobachtete. Ihre erstaunliche Menschenkenntnis verriet ihr, dass die Trauer und die Tränen ihres Gegenübers echt waren. Sie hatte es schon mit unzähligen Bittstellern zu tun gehabt, die in der Kirche nur eine Futterstelle und ein billiges Dach über den Kopf sahen. Schnell sind diese Gestalten dann wieder verschwunden, als sie feststellen mussten, dass sie die Mildtätigkeit der Kirche mit harter Arbeit zu bezahlen hatten. Doch diese junge Frau schien es ehrlich zu meinen, so dass das Gewissen der Ehrwürdigen Mutter dieser befahl, dieser armen, verlorenen Seele zu helfen.
 
„Ihr braucht keine Angst mehr zu haben, mein Kind“, meinte die Alte, als sie aufstand und um den Schreibtisch herumging. Sie war ziemlich groß, mindestens 1,85 m. Sie trat vor Leanora und sah dieser von oben herab in die tränennassen Augen, wobei ein warmes Lächeln ihre Lippen umspielte. Im Blick der Ehrwürdigen Mutter lag all die Güte, die diese Frau imstande war, einem anderen Menschen zu geben. „Lasst die Trauer und den Schmerz hinter Euch. Hier erwartet Euch ein ruhiges und friedliches Leben. Ihr müsst nur von Eurer Vergangenheit loslassen. In harter Arbeit und festem Glauben werdet Ihr eine Glückseligkeit erfahren, die Ihr nie zuvor gefühlt habt. Verlasst Euch darauf. Der Erbauer und Andraste, seine Braut und Prophetin werden Eure Aufopferung zu würdigen wissen. Und wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten an ihrer Seite.“
 
Die Ehrwürdige Mutter legte eine Hand sanft auf die Wange Leanoras und fing damit deren Tränen auf. „Bald werdet Ihr keinen Grund mehr haben zu weinen, denn hier in diesen Mauern werdet Ihr alles finden, wonach Euer Körper und Eure Seele dürsten…nach Frieden. Geht jetzt zurück in die Kirche und meldet Euch bei Bruder Castillá. Er ist der Verwalter dieses Gotteshauses und wird Euch eine Unterkunft und eine Arbeit aufgeben, die Euren Fertigkeiten gerecht wird. Richtet Euch danach, was er sagt, und Ihr werdet Euch sehr schnell hier einleben. Aber bevor Ihr geht, habt doch bitte die Güte und verratet mir noch Euren Namen, denn dieser ist das Einzige, was von Eurer Vergangenheit hier noch von Bedeutung ist.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 15 décembre 2010 - 11:33 .


#1456
sh0rty

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hey leute hab dass spiel gerade angefangen zu spielen





und mich interesiert ob man es auch online spielen kann

#1457
Doomheart43

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Bevor Vernita und Leanora das Versteck verließen, verabschiedete sich Leanora noch herzlich bei Neria und gab ihr die Tasche auf die Neria aufpassen sollte. „Viel Glück und verwechselt nicht die Farben“ rief Neria Leanora noch nach, doch sie wusste nicht, ob sie diese Worte noch vernahm, da sie schon am oberen Ende der Treppe war.
 
Neria ging zu ihrer Liege, und legte Leanoras Tasche neben ihrer eigenen ab, begab sich zum Tisch zurück, und nahm auf einen der Sesseln platz. Rowan lehnte dankend Nerias Angebot, vom Rotwein zu kosten, ab was auch verständlich war, da sie keine ungefährliche Aufgabe zu erledigen hatte. „Draußen ist es schon so gut wie dunkel“ beantwortete sie Rowans Frage.
 
„Bleiben also nur wir zwei und vier Flaschen Miandra“ sagte sie scherzend, schenkte zwei Becher ein und schob einen davon in Miandras Richtung.

#1458
Kaysallie

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Ehe sie noch etwas darauf hätte sagen können, verschwand Neria aus dem Keller und kam bestückt mit vier Weinflaschen zurück. Immerhin schaffte sie es Getränke zu besorgen ohne irgendwelcher Zwischenfälle, ging Miandra nur durch den Kopf. Gleich darauf machten sich Vernita und Leanora auf den Weg zur Kirche. Miandra verabschiedete sich nicht von Leanora, schließlich redete sie sonst auch nie mit ihr, warum es also plötzlich ändern? Wirklich abgehen würde ihr die Frau ohnehin nicht, und wahrscheinlich würden sie einander sowieso nie wieder sehen. Zumindest schätzte Miandra Leanora für naiv genug ein, um sich wirklich von der Kirche zu deren Glauben, an die Prophetin und den Erbauer, so weit zu bekehren zu lassen, dass diese von dort ohnehin nie wieder weg wollen würde. Aber vielleicht war dies ohnehin der Ort an welchem die Adelige hingehörte, schließlich betete sie schon bei ihrer Verabschiedung zum Erbauer.

Kaum waren die zwei verschwunden machte sich Neria auch schon über die Rotweinflaschen her und begann damit die Getränke in die aus Holz geschnitzten Becher zu schenken. Etwas skeptisch beobachtete Miandra die Halbelfe, bevor sie sich wieder auf den Stuhl hinter sich setzte und den Becher welchen ihr Neria entgegen geschoben hatte in die Hand nahm. Kurz steckte sie ihre Nase hinein um den Wein riechen zu können, nahm daraufhin einen kleinen Schluck, verzog kurz das Gesicht und stellte den Becher wieder auf dem Tisch ab.

"Da hat Euch der Schmied wohl die Flaschen gegeben, die er selbst nicht mehr haben wollte. Und ich muss Rowan zustimmen.. auch wenn unser Vorhaben weniger schwierig sein solle, wäre es wohl etwas unpassend wenn wir den Wachen aufgrund von Volltrunkenheit in die Arme laufen...", sagte sie schließlich und starrte in den Holzbecher.

"Auch wenn es bei diesem Wein hier wohl alle vier Flaschen für einen solchen Zustand benötigen würde...", fügte sie nachdenklich hinzu. Ihre Gedanken wanderten für einen Augenblick zurück in die Taverne ihrer Tante Anette, wo sie so oft aushelfen und andere Dinge über sich ergehen lassen musste.

#1459
Doomheart43

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Oh sie spricht! wunderte sich Neria über die seltene Begebenheit, von Miandra einmal mehr als nur einen Satz hintereinander zu hören.  Der Wein schien ihr nicht gut genug zu sein, da sie ihren Becher nach einem kleinen Schluck, wieder abstellte, und ihr Gesicht verzog. „Na wenn euch der Rotwein nicht mundet, dann dann holt  euch doch ganz einfach Weißwein vom Schmied. Ihr müsst ja nicht, so wie ich, unbedingt Rotwein trinken.“
 
 Kaum hatte Neria die Worte ausgesprochen, trank sie in raschen Zügen ihren Becher aus, griff nach Miandras Becher, und leerte diesen ebenso so schnell wie den ersten. Nachdem sie ihren Becher erneut gefüllt hatte, war die erste Flasche leer. Neria nahm einen frischen Becher zur Hand und stellte diesen auffordernd vor Miandra. „Ach ich bin da nicht so heikel. Vielleicht ist die nächste Flasche besser oder ihr holt euch wirklich einige andere Flaschen vom Schmied“
 
Neria brach sich ein Stück Brot ab, und musterte für einen Augenblick kauend ihr Gegenüber, bevor sie den dritten Becher leerte,  die nächste Flasche öffnete, und erneut ihren Becher füllte. Erst jetzt fiel ihr auf, dass neben Rowan auch noch Azoth, den sie vorher erst kurz kennengelernt hatte, noch im Versteck waren. „Hey Azoth, wollt ihr nicht auch bisschen Rotwein haben“ rief sie mit übermütiger Stimme in den Keller hinein.

#1460
Kaysallie

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Schlagartig wurde sie wieder aus den Gedanken gerissen, als Neria ihr einfach den Becher entriss und diesen leerte als wäre es einfaches Wasser und sie kurz vor dem Verdursten. Miandra blickte Neria nur etwas verwundert an, da sie von der Magierin nicht erwartet hatte, dass diese eine solche Alkoholikerin war. Aber wie viel die Halbelfe wirklich vertragen würde, würde sie noch schnell genug herausfinden.

"Ich bezweifle, dass der Weißwein besser schmecken würde.", erwiderte sie mit einem leichten Grinsen.

"Zudem habt Ihr das Gesöff scheinbar sehr nötig, es wäre doch eine Schandtat es Euch zu entreißen.", fügte sie mit einem Hauch an Ironie hinzu.

Bei dem Satz musste Miandra daran denken, dass wenn Neria so weiter trinken würde, sie bestimmt bald nicht mehr klar bei Sinnen sein würde, und da Miandra wenig Begeisterung dafür aufbrachte, später mit dieser eigenartigen Magierin durch Denerim zu ziehen, kam ihr die Situation gerade recht.

#1461
Doomheart43

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Nachdem Miandra weder Anstalten machte vom Schmied Nachschub zu holen, noch Gefallen am Rotwein zu haben schien, füllte Neria auch den Becher den sie Miandra abgenommen hatte, und schickte sich an auch diese beiden Becher zu leeren. Da Azoth anscheinend auch kein Interesse hatte, mit ihr trinken zu wollen, und nur verdattert in der Gegend herum stand, füllte Neria abermals die vor ihr stehenden Becher und warf die leere Flasche achtlos in den Kamin, wo sie mit einem lauten Klirren zerbrach. „Na wenn keiner mit mir trinken will, dann trink ich halt für alle mit, Prost“ und der Inhalt der nächsten beiden Becher fand in berauschender Geschwindigkeit den Weg in Nerias Rachen.
 
Etwas umständlich versuchte sie die nächste Flasche zu öffnen, und fluchte weil sich die nicht sofort öffnen ließ. Sie ging zu ihrer Liege, holte ihren Zauberstab, hielt die Flasche mit einer Hand,  sprach einen Zauber und der Flaschenkopf fiel wie von einer Faust getroffen auf den Boden. „Na geht doch“ sagte sie sichtlich erleichtert, und füllte ein weiteres Mal mit der beschädigten Flasche beide Becher.

Noch einmal versuchte Neria Azoth zum mittrinken zu bewegen, wusste aber nicht, wen sie von den beiden Azoths ansprechen sollte. Schnaufend setzte sie sich wieder auf ihren Sessel und musterte belustigt die beiden Becher vor ihr. „Naa ihr zwei, wollt ihr zu mir?“ und sie ergriff den nächsten Becher.

#1462
SickOfItAll

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Lydia beobachtete Neria belustigt . Sie lies sich gerade hemmungslos vollaufen . Lachend setzte sie sich zu ihr auf den Schoß , legte die Beine lasziv über die Lehne des Sessels und ihren Arm um Nerias Schultern .



" Neria ! Nun ist aber gut , du kannst ja nichtmehr geradeauslaufen geschweigedenn blicken ! " sie lachte los , Nerias Anblick war einfach gesagt ein Bild für die Götter . Sie umfasste Nerias Kopf mit beiden Händen und zog ihn zu sich heran , worauf sie sie lang und innig Küsste . Der Geruch von Wein stieg ihr in die Nase .

#1463
Aliens Crew

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Vernita wartete, bis Leanora in der Kirche verschwunden war. Sie verzog das Gesicht, als diese ihr noch einmal zuwinkte.
 
‚Das mit der Unauffälligkeit bringen wir dir auch noch bei’, dachte die Elfe, während sie der Frau nur kurz ein Nicken zuwarf. Dann hatte Leanora das Gebäude auch schon betreten, und Vernita machte sich unverzüglich auf den Rückweg. Sie nahm dabei eine andere Route als zuvor, zum Glück kannte sie die Stadt wie ihre Westentasche, so dass sie alle Gassen und Wege haargenau zuordnen konnte. So dauerte es auch nicht lange, bis sie die Schmiede wieder erreicht hatte. Trotz alledem ging die Sonne schon unter. Leanora und sie waren auch ziemlich spät aufgebrochen. Aber das hatte auch den Vorteil ,dass sie sich auch gleich schon wieder auf den Weg machen konnten und nicht lange Zeit mit Warten vergeuden mussten.
 
Die Elfe betrat die Schmiede durch den Hintereingang und stürmte auch sogleich die Treppe hinunter und in das Versteck. Dort bot sich ihr das gewöhnliche Bild, zumindest beinahe. Rowan saß immer noch auf dem Boden und reparierte ihre Rüstung, während Sareth nach wie vor schlief. Azoth hockte auf seiner Matte, während sich Miandra und Neria am Tisch niedergelassen hatten. Und Lydia hatte es sich auf dem Schoß der Magierin bequem gemacht und war gerade dabei, diese zu küssen. Außerdem fiel Vernitas Blick auf die angefangene Flasche Rotwein. Das könnte einiges erklären. Mit einem breitem Grinsen auf den Lippen trat sie hinter Neria und schlug ihr kräftig auf die Schulter.
 
„Na, meine Liebe, das nenne ich mal Wein, Weib und Gesang. Schade, das Leanora nicht hier ist, denn die könnte für den Gesang sorgen. Dann wäre es perfekt“, spöttelte sie bissig. „Können wir bald los? Oder wollt Ihr Euch noch in aller Ruhe von der Kleinen verabschieden? Wir können auch solange draußen warten, wenn Ihr nicht auf Zuschauer steht.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 14 décembre 2010 - 07:47 .


#1464
Bellandyrs

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Leanora hatte den Worten der Ehrwürdigen Mutter zugehört, und sie konnte kaum glauben, dass diese sich ihrer tatsächlich annahm. Die Hand auf ihrer Wange tröstete sie ein wenig.



Dennoch war ihr Blick traurig, und ihre Stimme leise als sie die letzte Frage beantwortete:

"Nein, er hat keine Bedeutung mehr. Die Menschen, die ihn mir gaben, sind tot. Aber wenn Ihr unbedingt einen Namen haben wollt... nennt mich Sophia. Habt Dank Ehrwürdige Mutter, ich werde dann gleich Bruder Castillá aufsuchen, wenn es Euch Recht ist."



Abwartend blieb sie stehen, ob die alte gütige Frau noch etwas zu sagen hatte.

#1465
Doomheart43

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Gerade als Neria dem nächsten Becher den Garaus machen wollte, fühlte sie irgendetwas Kaltes, Nasses auf den Lippen. Der Wein hatte doch irgendwie anders geschmeckt, versuchte sie sich angestrengt zu erinnern. Da bemerkte sie erst, dass sich die Klette Lydia zwischen den Becher und ihren Mund gedrängt hatte. Nachdem Lydia endlich ihre Lippen freigab, versuchte Neria dieses Hindernis zu umgehen, indem sie sich bei Lydia vorbei, in Richtung Weinbecher, vorbei winden wollte.
 
Der plötzliche Schlag auf die Schulter, den Vernita, die gerade von Neria unbemerkt ins Versteck zurückgekommen war, Neria versetzte, brachte sie aus dem Gleichgewicht, und sie stürzte mit dem Zauberstab in der einen, und mit dem Becher in der anderen Hand unsanft zu Boden. Lydia die auf ihr saß flog auf sie drauf. Neria hatte den vollen Becher ins Gesicht bekommen, und der Wein rann ihr über das Gesicht in ihren Ausschnitt hinein.
 
Fluchend rappelte sie sich auf, schulterte ihren Zauberstab, und drehte sich in Richtung des Tisches um wenigstens den zweiten Becher zu ergattern. Lydia, die ebenso gerade aufstehen wollte, wurde durch die Drehung, die Neria mit dem Zauberstab vollzog getroffen und zu Boden geschleudert, was jedoch Neria nicht bemerkte weil sie gierig den Becher ansteuerte, und schließlich das Opfer ihrer Begierde in sich reinschüttete.
 
Sogleich füllte Neria nochmals beide Becher und wollte die letzte Flasche wie die vorhergehende öffnen. Sie kniff die Augen zusammen, zielte mit dem Zauberstab, Wämm, und das Kochgeschirr über dem Feuer flog scheppernd durch den ganzen Keller.  „Ups“ sagte Neria verlegen, und wollte den Zauberstab hinter sich an den Sessel lehnen. Doch sie übersah wiederum Lydia, die sich gerade von ihrem Niederschlag erholt hatte und aufrichten wollte, und rammte ihr diesen unabsichtlich in den Magen, sodass Lydia wieder stöhnend zusammensackte.  Dann nahm Neria die Weinflasche, visierte zielsicher die Tischkante an, und wollte den Flaschenhals auf diese Weise köpfen.
 
Doch irgendwie schien die Tischkante ausgewichen zu sein. Neria die schwungvoll dorthin schlagen wollte, wo sie vorher die Tischkante vermutete, fuhr ins Leere, und sie fiel unter den Tisch. Sie konnte gerade noch die Weinflasche umklammern und retten. Unter dem Tisch hockend, gelang es ihr dann doch noch die Weinflasche auf herkömmliche Weise zu öffnen. Glücklich über ihren Erfolg wollte sie aufstehen, doch sie hatte die Rechnung ohne den Tisch gemacht, schlug sich den Kopf an, hatte aber dermaßen viel Schwung, dass es den Tisch aufhob der dann auf Lydia kippte, die noch immer gekrümmt vor Schmerzen auf dem Boden kauerte.
 
Neria stieg auf den Tisch und suchte verzweifelt die Becher, die im Keller verstreut herumkugelten. Sie wunderte sich, dass der Tisch so seltsam unter ihr schwankte, führte dies aber auf ihr Schwindelgefühl, nicht aber auf die darunter liegende Lydia, zurück. Nachdem ihr die Bechersuche zu mühsam wurde, beschloss Neria den Wein einfach aus der Flasche zu trinken, und machte einen langen, kräftigen Zug aus der Flasche. Doch leider waren ihre Hände vom vorangegangenen Sturz vom Rotwein noch etwas glitschig, sodass ihr die halbgefüllte Flasche entglitt, und zu Boden fiel.
 
Doch sie fiel nicht ganz zu Boden, da Lydia die gerade ächzend unter dem Tisch hervor kroch, sie mit ihrem Kopf vor dem zerbrechen bewahrte.  Neria war überglücklich, dass die Flasche heil geblieben war, und kroch der Flasche, die davon rollte, auf allen vieren nach um dessen kostbaren Inhalt zu retten. Endlich bekam sie die Flasche zu fassen, und kippte sich den letzten Rest, der noch verblieben war, hinter die Binde.
 
Plötzlich sah Neria ein paar Schuhe vor sich, zu dem auch Füße gehörten. Sie zog sich mühsam an den Füssen hoch, und blickte überrascht in die Augen des verdutzen Azoth, der die ganze Zeit Nerias Treiben beobachtet hatte. Neria griff nach Azoths Schultern, lies ihre Hände auf seinen Hals gleiten und umklammerte ihn liebvoll. „Na du? Bist du auch noch Jungfrau“ lispelte sie ihn verführerisch an. Und ehe Azoth reagieren konnte, küsste sie diesen leidenschaftlich, verlor dabei abermals ihr Gleichgewicht, und sie stürzten beide rücklings auf die dahinter stehende Liege.
 
Neria landete unsanft auf Azoth der vor Schmerz aufschrie. Es machte den Anschein als hätte ihn Nerias Knie an seiner Schwachstelle getroffen. Neria schwankte unsicher auf Azoth, und sie versuchte krampfhaft, eine der drei Knopfreihen seines Hemdes aufzuknöpfen, während sie ihn abermals innig küsste.
 

Modifié par Doomheart43, 14 décembre 2010 - 08:43 .


#1466
Guest_Juleiila_*

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Unsicher und und total überrascht ließ sich Azoth küssen. Er merkte den Geschmack vom Wein. Er selbst mochte Alkohol eigentlich nicht. Vorallem nachdem er Miandra tranken sah, und die Flasche aus dem Fenster werfen musste. Für ein paar kurze Momente, wusste er nicht was er tun sollte. Lies es einfach geschehen. Immerhin, küsste ihn da eine attraktive Frau ... was er seit Verena nicht mehr spürte.

Seine Augen wanderten von Nerias Gesicht, nach unten zu ihren Händen, wo sie gerade dabei war sein Hemd aufzuknöpfen. Er spürte die Wärme, und die Hitze die ihn plötzlich umgab, aber leider auch wie sein Körper reagierte.

Eigentlich wollte er das alles nicht, es war nur ein schönes Gefühl, was noch unglaublicher war, einfach intensiver, als würde er es zum ersten mal in seinem Lebe spüren durch die lange Pause.

Plötzlich blickte er mit seinen Augen zu Miandra, versuchte es zumindest, und spürte sofort einen Stich in seinem Herzen. Der Schmerz drang bis in seinen Kopf und er kniff seine Augen zusammen.

Nachdem Neria es geschafft hatte, sein Hemd aufzuknöpfen, löste er sich unsanft von ihren Lippen, stand ruckartig auf und warf sie auf die Liege. Dabei schaute er sie an und schüttelte den Kopf.

"Nicht noch einmal ... schlaft lieber Euren Rausch aus!"

Geschockt und noch immer neben der Rolle stand er da, Neria auf der Matte, und sein Blick blieb auf ihr Haften. Azoth konnte einfach nicht ...

Modifié par Juleiila, 14 décembre 2010 - 09:00 .


#1467
Aliens Crew

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Vernitas Schlag war zwar kräftig, doch sie hätte nie gedacht, was daraus alles erwachsen würde. Die Magierin stürzte zu Boden, und dann überschlugen sich die Ereignisse. Mit einem schnellen Satz sprang die Elfe einen Schritt zurück in sichere Entfernung und beobachtete das Schauspiel, welches ihr Neria dort bot, als diese krampfhaft versuchte, etwas Wein zu trinken. Zuerst grinste Vernita nur schelmisch, aber je länger das Ganze andauerte, desto mehr wurde aus dem Grinsen ein Lachen, welches in einen regelrechten Anfall ausartete. Der Elfe kamen die Tränen, während sie die Magierin dabei zusah, wie sie den Tisch umwarf und sich schließlich und endlich auf Azoth stürzte.
 
„Ja, schnappt Euch den Kleinen, Neria. Er kann es gebrauchen“, lachte sie, wobei sie sich auf die Schenkel klopfte. Als dieser sich letzten Endes von Neria losriss, amüsierte das die Elfe nur noch mehr. „Was ist denn los mit Euch, Azoth? Mögt Ihr etwa keinen Frauen? Sollen wir vielleicht Sareth wecken, damit er sich etwas um Euch kümmern kann?“
 
 

#1468
SickOfItAll

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Lydia schleuderte es unsanft zu Boden . Krachend landete sie auf den Steinfliesen . Schmerz durchzuckte sie . Sie lag rücklings auf dem Boden und bertachtete sich das Chaos , das Neria gerade anrichtete . Sie wollte aufstehn und in Deckung gehen , als von Hinten etwas großes Schweres das Licht Verdunkelte .



Watsch!



Schwarz war es . Und Es schmerzte . Sie war offenbar unter dem Tisch gelandet , und alles was vormals auf dem Tisch drauflau lag jetzt auf und unter ihr . Sie zerrte sich unter der Holzplatte hervor , was vorsichtig gesagt mehr als schwer war , rieb sich Wein und Brot aus dem Gesicht und blinzelte verdattert . Ein Schmerz durchfur sie vom Bein aufwärts . Als sie nachsah , stellte sie fest , das ein Messer , was vormals auf dem Tisch gelegen hatte , ihr ins nackte Bein geschnitten hatte . Tief war der Schnitt nicht m aber er war unerwartet - und schmerzte . Sie stieg vollends auf und besah sich das Chaos .



Kopfschüttelns sagte sie : " Sonst ... gehts euch ... aber allen .... noch ganz ... gut ... ? Oder soll ich mir Gedanken machen ? "

#1469
viento2

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Während sie ihre Rüstung flickte, beobachtete Rowan ihre Gefährten. Die Magierin fing an, Wein auszuschenken und die Schwarzhaarige hatte sich zu ihr gesetzt. Jedoch schien ihr der Wein nicht zu schmecken, während Neria einen Becker nach dem anderen in sich hinein kippte.

Hinzu kam, dass sich das Mädchen auf ihren Schoß gesetzt hatte und sich an ihren Lippen fest gesaugt hatte. Rowan stutzte bei dem Anblick. Doch im Grunde gingen sie diese Sachen nichts an, das war Privatsache ihrer Gefährten und solange sie damit ihr Vorhaben nicht gefährdeten, war es Rowan egal.

Doch als Vernita zurück erschien, geriet die Situation außer Kontrolle. Die Magierin hatte eindeutig zu viel Alkohol getrunken und richtete ein Chaos in dem Keller an. Während das Mädchen vor Schmerzen zu Boden ging und Neria sich auf den Elfen stürzte, sprang Rowan auf und war mit wenigen schnellen Schritten bei der Magierin. Der Elf hatte sie gerade weg gestoßen. Rowan packte sich im Vorbeigehen einen Becher Wasser und schüttete ihn der Frau ins Gesicht.

„Der Elf hat Recht. Ihr habt euch unverantwortlich verhalten und solltet euren Rausch ausschlafen.“ abschätzig betrachtete Rowan die Frau von oben herab.

Wie sich jemand so gehen lassen konnte, war ihr unbegreiflich. Gerade eine Magiern sollte stets darauf bedacht sein, die Kontrolle zu behalten, sonst konnte es für alle Beteiligten gefährlich werden.

Der lachenden Elfe warf Rowan einen bösen Blick zu, bevor sie sich abwandte und zu ihrer Liege zurück kehrte. Sareth war von dem Lärm erwacht und streckte sich verschlafen. Er schaute sich verwirrt um und warf Rowan einen fragenden Blick zu. Sie winkte ab und packte sich ihre Rüstung, die sie schnell anlegte. Ihre Messer nahm sie nicht mit, nur ihre Dolche, die sie verborgen hielt. Den schwarzen Umhang warf sie sich über und zog die Kapuze tief ins Gesicht.

Sareth war vor sie getreten, doch ihr zorniger Blick ließ ihn schweigen. Stattdessen strich er ihr einmal sanft mit der Hand über die Wange, bevor er den Weg zum Ausgang frei gab.

Rowan nickte ihm dankbar zu und machte sich auf, dass Versteck zu verlassen.

#1470
Doomheart43

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Neria wurde unsanft von Azoth auf die Liege geworfen, und sie versuchte sich gerade vergeblich auf ihren Ellbogen aufzustützen, als sie von Rowan mit kaltem Wasser angeschüttet wurde. Sie beachtete Rowans Moralpredigt in keinster Weise und blickte nur Azoth verduzt an. „Was heißt da noch einmal? Wir haben doch noch gar nicht oder?“
 
„Los ziert euch nicht so“, Neria griff nach Azoths Hand, und zog ihn ruckartig wieder zu sich auf die Liege hinunter, wo sie ihn sogleich mit ihren Händen fest umklammerte, und ihn abermals, diesmal aber zärtlicher küsste.

Obwohl er sich anfänglich wehrte, ließ er es nach kurzer Gegenwehr abermals geschehen, sodass Neria ihre Umklammerung lockerte, ihre Hände seinen Rücken hinauf zum Hals glitten, wo sie ihn dann sanft über Nacken und Haare streifte, während sie ihn liebevoll mit ihren grünen Augen anblickte.

#1471
Kaysallie

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Ohne recht zu wissen was sie davon halten sollte, betrachtete sie das Schauspiel, das sich an der gegenüberliegenden Seite des Tisches abspielte, als plötzlich Lydia auf den Schoß von Neria hopste und dieser den innigsten Kuss gab, den Miandra wohl jemals zu Gesicht bekam. Sie war darüber mehr als nur erschüttert, was wohl daran lag, dass Lydia in ihren Augen ein Kind war, sie dabei an ihre eigene Kindheit denken musste, und das so gar nicht in ihr Weltbild passte. Ebenso passte es noch weniger in ihr Weltbild, dass es sich dabei um zwei Frauen handelte. Nicht weil sie eine Abneigung gegen das eigene Geschlecht hatte, eher weil sie so etwas noch nie zuvor gesehen hatte und auch noch nie in Erwägung zog, da sie gar keine Vorstellung darüber hatte wie so etwas funktionieren könnte und welchen Sinn so etwas allgemein hatte.

Ehe sie sich weitere Gedanken über das sich ihr gebotene Schauspiel machen konnte, vernahm sie Vernitas Stimme woraufhin die Magierin, welche bereits nicht mehr zurechnungsfähig war, aufstand und Lydia damit zu Boden schmiss. Anschließend überschlugen sich die Ereignisse regelrecht, und Miandra fühlte sich als wäre sie total fehl am Platz, und beobachtete all das eher schockiert als darüber belustigt. Auch das Lachen welches sie aus dem Hintergrund vernehmen konnte, veränderte ihre Meinung darüber nicht.

Sie sah ja schon viele Betrunkene, doch das hier war die Krönung. Sie wusste nicht was sie mehr aus der Fassung brachte: Das arme Mädchen welches unter der Holzplatte lag, oder diese Halbelfe, die sich über Azoth her machte aufgrund ihrer Sinnesverwirrung.

Erst als sich Lydia und Rowan zu Wort meldeten, erwachte sie langsam aus ihrer Starre, sah nur noch wie sich Neria ein zweites Mal auf den Elfen stürzte, als sie plötzlich eine Art von Wut überkam. Eigentlich konnte es ihr egal sein, doch nach diesen vielen Tagen in denen sie nichts tun konnte außer über all das nachzudenken was in ihrem Leben nicht falsch gelaufen war und diese nervenden Personen um sich ertragen musste, von denen sie auch noch abhängig war, hatte sie es endgültig satt.

Sie hatte es satt sich die gesamte Zeit über Gedanken zu machen. Miandra wollte nur ihre Tochter wieder finden und diese an einen sicheren Ort bringen, doch dass all das so kompliziert werden würde, hatte sie nicht erwartet. Beinahe stufte sie all diese Leute hier schon schlimmer ein als ihr ehemaliges zu Hause, was sie wohl als einen der schlimmsten Orte definieren würde, direkt nach Fort Drakon.

Ohne wirklich über ihr Handeln nachzudenken, stand sie von dem Stuhl auf, ging zu der Liege, auf welcher sich Neria niedergelassen hatte und sich an Azoth festklammerte, packte diesen an der Schulter und zog ihn von ihr weg, sodass er etwas abseits der Liege auf seinem aller Wertesten landete. Erst noch ohne ihm weitere Beachtung zu schenken, packte sie Neria am Ausschnitt deren Robe, zog sie hoch und gab ihr eine kräftige Ohrfeige, sodass gleich daraufhin Blut von der Lippe der Halbelfe tropfte.

"Verdammt noch mal!", schrie sie diese dabei an, "Ihr seid eine Frau und Magierin also benehmt Euch gefälligst wie eine!"

Achtlos ließ sie Neria wieder los, sodass diese unsanft auf der Liege landete, bevor sie sich an Azoth wandte, "Und Ihr seid auch nur ein Kerl."

Mit einer Mischung aus Wut und Enttäuschung, die man aus ihrem Gesicht lesen konnte, wandte sie sich von ihm ab, und ging zurück zu dem umgefallenen Tisch neben welchem Lydia stand und das Schauspiel noch immer entgeistert beobachtete. Neben dieser kniete sie sich hin und musterte deren Verletzung, die sie am Bein erlitten hatte.

"Keine Sorge, das haben wir gleich.", sagte Miandra zu dieser ohne sie anzusehen und versuchte den Zorn ihrer Stimme zu unterdrücken, da er ja nicht dem Mädchen galt, wobei die Worte fast mehr zu ihrer eigenen Beruhigung dienten. Anschließend stand sie wieder auf um in dem Chaos irgendwo Verbandszeug zu finden, auch wenn sie gerade lieber an einem anderen Ort gewesen wäre, doch sie wusste, dass das nicht möglich war.

Modifié par Kaysallie, 16 décembre 2010 - 12:51 .


#1472
Aliens Crew

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„Vielleicht hat dieser Name für Euch keinerlei Bedeutung mehr, Sophia, weil Ihr in Eurer Existenz keinerlei Bedeutung mehr seht“, erwiderte die Ehrwürdige Mutter mit tröstender Stimme. „Ihr habt alles verloren, was Euch wichtig war, mein Kind, doch solange Ihr Euren Glauben an den Erbauer bewahrt, solange wird Euer Leben einen Sinn haben. Denn er sieht alles, und er hört alles. Und Ihr werdet feststellen, dass Ihr niemals wieder allein sein werdet, solange Ihr Euer Leben in seine Dienste stellt. Und wenn Eure Zeit gekommen ist, wird er Euch zu sich holen. Dann werdet Ihr wieder mit Eurer Familie zusammen im Nichts sein, an der Seite des Erbauers, und er wird Euch seine Dankbarkeit zeigen, für all das, was Ihr in dieser Welt für ihn getan habt.“
 
Die Alte ließ von Leanora ab und ging wieder zurück zu ihrem Stuhl hinter dem Schreibtisch. „Aber ich habe Euch schon lange genug aufgehalten. Geht jetzt zu Bruder Castillá, damit er Eure Aufnahme in die Wege leiten kann. Gehabt Euch wohl.“
 
Die Ehrwürdige Mutter setzte sich wieder hin, nahm erneut das Pergament und die Feder zur Hand, tauchte diese in ihr Tintenfass und schrieb wie zuvor weiter, wobei sie Leanora keines weiteren Blickes würdigte.
 
 
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Vernita fand die ganze Sache geradezu urkomisch. Der ansonsten so vorlaute Elf, der wie ein verängstigtes Huhn vor der liebestollen Magierin zurückwich, welche aber nicht so leicht locker ließ. Und dann noch Rowan, die sich furchtbar über Neria aufregte, obwohl sie ja selbst in den letzten Tagen nichts besseres zu tun hatte, als mit ihrem Sareth Ausflüge in die Stadt zu machen. Nicht zu vergessen Lydia, deren Aufdringlichkeit in dem ganzen Chaos mit einem Tisch belohnt wurde, den die Magierin wohl unbeabsichtigt auf sie fallen ließ. Erst als Miandra sich einmischte und Neria und Azoth zurechtwies, konnte die Elfe schließlich aufhören zu lachen.
 
„Beruhige dich wieder, Miandra“, meinte sie noch nach Luft schnappend, während sie sich die Tränen aus den Augen wischte. Dieser Lachanfall hatte ihr wirklich den Atem geraubt. „Das war doch halb so schlimm. Kein Grund zur Aufregung. Nur werden wir die Gute wohl heute Nacht nicht mitnehmen können, fürchte ich.“
 
Die Elfe trat zu Neria hinüber, welche noch etwas benommen auf Azoths Liege hockte, ging vor ihr in die Hocke und hielt zwei Finger ihrer rechten Hand vor den Augen der Magierin hoch, welche sie langsam hin- und herbewegte. Nerias benebelter Blick folgte eher schwerfällig Vernnitas Handbewegungen.
 
„Tja“, kommentierte die Elfe diese Reaktion. „So wie es aussieht, werden wir allein unterwegs sein, Miandra. Unsere Magierin scheint heute zu nichts mehr zu gebrauchen zu sein. Also lassen wir sie besser hier. Lydia und Azoth können sich ja ein wenig um sie kümmern.“
 
Bei ihren letzten Worten lag ein dreckiges Grinsen auf Vernitas Gesicht.
 

#1473
viento2

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Rowan trat hinaus in die kühle Abendluft. Die Nacht hatte ihren dunklen Schleier über der Stadt ausgebreitet und nur ein paar schwache Lichter erhellten hier und da die Wege.

Nach einem kurzen Zögern schlich Rowan los und verschmolz sogleich mit den Schatten. Sie hatte ihren Umhang übergeworfen und die Kapuze hochgezogen. Die frische Luft und die Weite über ihrem Kopf ließen ihr Herz aufblühen. Zwar wäre sie lieber außerhalb der Stadt unterwegs gewesen, aber die engen Gassen waren allemal besser als der stickige Keller. Rowan spürte, wie sich ihre Muskeln bewegten und sich ihre Glieder streckten. Die Verletzungen waren vollständig geheilt und sie konnte sich frei und geschmeidig bewegen. Ein Grinsen stahl sich in ihr Gesicht, während sie durch die Straßen huschte.

Das Marktviertel lag am nächsten und so war dies ihr erstes Ziel. Sie begab sich zuerst zu der Taverne „Zum müden Adeligen“ die südlich des Marktes am Anfang einer Seitengasse lag. Dazu musste sie den Weg direkt über den Marktplatz nehmen. Doch zu ihrem Glück lag dieser fast verlassen vor und nur ein paar einzelne Gestalten waren unterwegs. Niemand schenkte ihr Beachtung und so konnte sie unbehelligt die Taverne betreten. Kaum war sie eingetreten, schaute sie sich sofort unauffällig um. Von Stadtwachen war nichts zu sehen und so begab sie sich zu dem Tresen, der gegenüber der Eingangstür lag. An diesem Abend schien die Taverne nicht so gut besucht zu sein. Auf ihrem Weg zu dem Wirt kam Rowan lediglich an zwei Gästen vorbei, die einsam an ihrem Bier nippten. Auch aus den beiden Seitengängen drangen keinerlei Geräusche an ihr Ohr. Eine Magd lehnte gelangweilt an der Theke und starrte auf die Nägel ihrer rechten Hand, während ihr Fuß ungeduldig wippte. Der Wirt strahlte Rowan freudig entgegen und bedeutete ihr mit einer einladenden Geste, sich zu setzen. Anscheinend hatte er im Moment jeden Gast nötig, sonst hätte er die Gestalt, die ganz eingehüllt in ihren dunklen Umhang seine Taverne betreten hatte, nicht so willig an seine Bar geholt.

Rowan ließ sich auf einem Hocker nieder.

„Was darf ich euch bringen, werte Dame?“ säuselte der Wirt ihr entgegen.

Sie bestellte ein Bier, welches wenige Atemzüge später vor ihr stand. Jedoch nippte sie nur kurz daran und wandte dann ihre Aufmerksamkeit wieder dem Wirt zu, der damit beschäftigt war, seine Theke zu wischen. Jedoch sah diese so aus, als hätte er dies an jenem Abend schon häufiger getan.

„Nicht viel los im Moment?“ sprach sie ihn an.

Ein leichtes Zucken in seinem Gesicht verriet ihr, dass sie einen wunden Punkt getroffen hatte.

„Eine kleine Flaute vielleicht. Aber das gibt sich wieder. Wir sind hier immer gut besucht, müsst ihr wissen.“

Kleine Schweißperlen standen auf seiner Stirn. Das lichte schwarze Haar, klebte fettig an seinem Kopf.

„Kommt ihr von hier?“

Rowan ignorierte seine Frage und schaute sich auffällig um.

„Dann habt ihr zur Zeit wohl auch kein Zimmer mehr frei?“ sie nahm noch einen kleinen Schluck von ihrem Getränk und schaute ihn lauernd an.

„Äh....doch. Natürlich. Heute morgen ist eines frei geworden, dass ich euch anbieten kann. Es ist sehr hübsch eingerichtet. Mit einem geräumigen Bett....“

„Wie sieht es mit den Zimmernachbarn aus?“ unterbrach sie das Gebrabbel des Wirtes.

„Ähm....also es handelt sich zur Zeit ausschließlich um fahrende Händler, die ihre Waren auf dem Markt anbieten. Erst gestern traf eine Dame aus Antiva ein. Eine sehr exklusive Person müsst ihr wissen, die sich meine Taverne ausgesucht hat.“ bei der Erwähnung der Dame schien der Mann vor Rowan ein kleines Stück größer zu werden. „Sie handelt mit den feinsten Gewürzen und ist eine sehr umgängliche und stille Person. Auch von ihrem Diener ein Zimmer weiter kann man nichts schlechtes sagen. Allerdings hat sie sich heute Mittag über ihren Badezuber beschwert.....“ Der Wirt wurde leiser und schien den letzten Satz mehr zu sich selbst gesprochen zu haben.

Rowan kramte in einer Tasche ihres Umhangs und schnippte ein Geldstück vor den Wirt auf die Theke.

„Danke, aber ich denke, ich werde mich noch ein wenig umsehen.“

Damit ließ sie den verblüfften Mann stehen und wandte sich zur Eingangstür um. Nachdem sie die Taverne verlassen hatte durchstreifte ihr Blick sogleich die Umgebung während sie sich weiter Richtung Süden aufmachte. Hier auf dem Markt gab es nur diese eine Taverne und in der waren wie es aussah keine zwielichtigen Gestalten abgestiegen. Im Geiste fasste sie einen ganz besonderen Ort ins Auge, zu dem sie sich begab. Dabei umging sie das Gesindeviertel der Stadt und besuchte auf ihrem Weg noch drei weitere Tavernen, in denen sie auch nicht fündig wurde. Nur ihr Geldbeutel wurde dabei leerer ohne dass sie ihre bestellten Getränke wirklich genießen konnte. Andernfalls wäre sie jedoch nach kurzer Zeit nicht mehr zurechnungsfähig gewesen.

Seit sie den Markt verlassen hatte, lag ein salziger Geruch in der Luft, der mit jedem Schritt, den sie machte, stärker wurde. Sie näherte sich dem Meer von Amaranthine und war bald nur noch einen Katzensprung von dem rauen Gewässer entfernt. Die Luft wurde merklich frischer und ein Wind pfiff Rowan um den Kopf und ließ die Kapuze ihres Umhangs flattern. Bald drang das Geräusch von Musik und Gelächter an ihre Ohren. Als sie um eine Ecke bog sah sie vor sich ein auffälliges Gebäude liegen, dessen Fenster hell erleuchtet waren. Direkt dahinter lag, wie Rowan wusste, der Ozean. Das Haus war aus Backsteinen errichtet und größer als die in seiner Umgebung. Auch sah es gepflegter aus. Ein frisch gestrichenes Schild prangte über der Eingangstür, auf dem man eine leuchtend weiße Perle auf blauem Grund erkennen konnte. An der Wand direkt neben der Tür stand ein Schatten der sich leicht bewegte. Beim Näherkommen erkannte Rowan, dass es sich genau genommen um zwei Personen handelte. Eine davon war eine schlanke, junge Frau, die mit dem Rücken an der Wand lehnte und hinter vorgehaltener Hand kicherte. Gut einen Kopf kleiner und mit dem Mund an ihrem Hals fest gesaugt hing ein fetter Kerl, dessen Wams aus weichem, weinroten Samt geschnitten war, jedoch fast aus allen Nähten zu platzen schien. Eine seiner aufgequollenen, wurstigen Hände umgriff die Brust der Schönen, die andere war unter ihrem Kleid verschwunden. Im Vorbeigehen konnte Rowan sein Schnaufen hören und wandte sich leicht angewidert ab. Schnell betrat sie das Gebäude und schaute sich auch hier genaustens um. Der Gastraum war gut gefüllt und Rowan konnte die unterschiedlichsten Gäste ausmachen. Hier saßen feine Herren in geselliger Runde mit Damen des Hauses zusammen, während am Tisch neben ihnen Handwerker und anderes einfaches Volk den Freuden dieses Etablissements fröhnten. Da sieht man mal, welches Gewerbe die Leute an einen Tisch bringt lachte Rowan in sich hinein.

Nachdem sie die Gäste einer kurzen Musterung unterzogen hatte, setzte sie alles auf eine Karte und hängte ihren Umhang an einen Haken am Eingang ab. Im Grunde musste sie sich nur Sorgen machen, dass sich hier einer oder mehrere der Söldner befanden, die sie erkennen konnten. Unter dem anderen Volk würde sie nicht weiter auffallen, auch nicht in ihrer Rüstung. Es waren fast genauso viele Frauen anwesend wie Männer. Jedoch stammten sie eher aus der Mittel- und Unterschicht. Für die feinen Damen schickte sich so ein Zeitvertreib nicht. Zumindest wurde er nicht öffentlich ausgeübt, wie Rowan nur zu gut wusste.

Sie mischte sich unter das fröhliches Volk und inspizierte unauffällig jedes einzelne Gesicht. Dabei bahnte sie sich ihren Weg zur Theke, an der noch etwas Platz frei war. Sie erkannte sofort die dunkelhaarige Schöne, die dahinter arbeitete. Bei ihren vorherigen Aufenthalten in Denerim, war sie ein paar mal hier eingekehrt und das einnehmende und freundliche Wesen von Sanga, der Besitzerin dieser „Taverne“, vergaß niemand so schnell. Auch heute bemühte sie sich herzlich um ihre Gäste, auch wenn dem aufmerksamen Beobachter auffiel, dass kleine Fältchen auf ihrer Stirn und um ihre Augen herum ihrem Gesicht einen eher angestrengten Ausdruck verliehen. Doch sie meisterte den Ansturm der Gäste mit Bravour und schien an mehreren Orten zugleich zu sein.

Rowan ließ sich auf einem freien Hocker nieder und bestellte eine Weinschorle. Sogleich spürte sie, wie sich eine Gestalt neben sie schob. Ein Seitenblick zeigte ihr, dass es sich um einen jungen Elfen handelte, der in dem traditionellen Gelb der Dirnen gekleidet war. Rowan schätzte ihn etwas größer ein, jedoch war er von schlankerer und zarterer Figur als sie selbst. Er hatte rotblondes, langes Haar, dass seidenweich glänzte und zu einem lockeren Knoten im Nacken gebunden war. Sein Gesicht war ebenmäßig und leicht blass. Doch sah er dabei keineswegs kränklich aus, ganz im Gegenteil. Ein leichtes Grübchen an seinem Mundwinkel gab ihm ein jugendlich verschmitztes Aussehen.

Geschmeidig ließ er sich auf den Hocker neben Rowan gleiten und griff nach dem ihm angebotenen Wein. In einer fließenden Bewegung drehte er den Kopf zu ihr herum und lächelte sie an. Erst da wurde ihr bewusst, dass sie ihn die ganze Zeit über angestarrt hatte. Schnell senkte sie den Kopf nach unten und konnte es nur ihrer Selbstbeherrschung verdanken, dass sie dabei nicht rot anlief.

„Seid mir gegrüßt, schöne Dame. Wäre es vermessen, wenn ich auf euer Wohl anstoßen wollte?“ Er hatte sein Glas erhoben und blickte ihr erwartungsvoll entgegen.

Der weiche Klang seiner Stimme streichelte Rowans Seele und das tiefe blau seiner Augen zog sie in seinen Bann. Eine Antwort hätte sie in diesem Moment nicht heraus bekommen und so hob sie einfach nur ihr Glas und prostete ihm zu. Während die beiden an ihrem Getränk nippten, ließen seine Augen keinen Herzschlag lang von ihr ab.

„Ihr seht aus, als währt ihr gerade erst in dieser schönen Stadt angekommen.“

Die Betonung des Wortes 'schön' begleitet von dem Schmunzeln in seinem Gesicht straften seine Worte Lügen. Auch Rowan konnte nicht anders und erwiderte sein Lächeln.

„Ich bin auf der Durchreise.“ ihre Stimme klang nicht so zittrig, wie sie zunächst befürchtet hatte.

„Ah, ich verstehe.“ Diesmal lachte er lauter und gab ihr zwinkernd zu verstehen, dass er keineswegs damit rechnete, eine genauere Information zu erhalten.

„Und wie gefällt euch Denerim bisher, wenn ich fragen darf?“

Seine offenen Art entspannte Rowan und sie genoss es, sich auf ihn einzulassen.

„Ich muss sagen, Denerim hat das ein oder andere Schmuckstück zu bieten, wie ich mir eingestehen muss.“ dabei grinste sie ihn frech an.

Für einen kurzen Augenblick schien der Elf überrascht, doch dann zog sich ein breites Lächeln über sein Gesicht.

„Ihr seid nicht auf den Mund gefallen. Das steht euch ausgezeichnet, muss ich sagen. Aber nun habt ihr mich neugierig gemacht. Was treibt eine bezaubernde, redegewandte junge Frau wie euch hier in unser Etablissement? Über ein Mangel an Verehrern dürftet ihr euch wohl nicht beklagen können.“

Rowan ließ sich nicht anmerken, dass ihr die Frage unangenehm war. Was ihr eher zu schaffen machte war die Tatsache, dass ihr Gegenüber unauffällig ein ganzes Stück näher an sie heran gerückt war. Eine ungeheure Anziehungskraft ging von ihm aus, der sie sich nur schwer entziehen konnte. Jede Faser ihres Körpers schien von dem Seinen wie ein Magnet angezogen zu werden. Fast konnte sie fühlen, wie jedes einzelne ihrer Härchen sich aufstellte.

Gerade wollte sie zu einer Antwort ansetzen, als sie hörte wie die Außentür laut aufgestoßen wurde. Ein paar Gäste riefen empört auf doch schon bald wurden sie von lauten Stimmen übertönt.

„Aus dem Weg!“

Gepolter war zu hören.

„Das hier ist eine Durchsuchung! Steht gefälligst nicht im Weg herum. Macht Platz und treten alle zur Seite!“

#1474
SickOfItAll

SickOfItAll
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Lydia verstand den Witz in Vernitas Aussage . " So gern ich Ihr Gesellschaft leisten würde , ich will raus aus dem Loch hier . Ich brauche wieder frische Luft und Himmel über mir . Sagt , was ihr wollt , ich komme mit .... auch wenn ich mir sicher angenehmerere Zeitgenossen als euch vorstellen kann ... "



Sie dankte Miandra und suchte ihre Sachen zusammen . Ihre Waffen verstaute sie sorgfältig , den Umhang warf sie sich um die Schultern und den Köcher mit Bogen ebenfalls .



Erwartungsvoll blickte sie in die Runde .

#1475
Doomheart43

Doomheart43
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Neria wollte gerade Azoth nochmals küssen, als er wie von Geisterhand ergriffen plötzlich verschwunden war, und Neria ein dumpfes brennen im Gesicht verspürte. Nur schemenhaft konnte sie Miandra erkennen, die ihr offenbar ins Gesicht geschlagen hatte, da ihr sogar etwas Blut von den Lippen tropfte. Offenbar dürften die beiden was miteinander haben, denn anders konnte sie sich Miandras Reaktion nicht erklären. Doch ehe Neria zum stammeln ansetzte, war Miandra auch schon wieder weg.
 
Neria erschrak als plötzlich drei Vernitas vor ihr hockten und mit mindestens zwanzig Fingern vor ihrem Gesicht herumfummelten. Doch als sie das Wort gehen aufschnappte, sprang sie wie von einer Tarantel gestochen auf, und torkelte zu ihrem Zauberstab, der inmitten des Raumes lag. Am Weg dorthin flog sie über Azoth, der von Miandra zuvor auf den Boden bugsiert worden war und Neria landete unsanft direkt auf ihren Zauberstab, den sie sogleich liebevoll umklammerte, sich wieder langsam aufrappelte und wankenden Schrittes Richtung Tür ging.
 
Doch die Tür mit dem quer gestellten Zauberstab durchschreiten zu wollen war keine gute Idee, da Neria auf den Zauberstab auflief, und rücklings auf den Boden krachte. Irgendwie sah sie nun ein, dass es keine gute Idee war heute Abend mit den anderen mitzugehen.
 
Sie kroch auf allen Vieren an Vernita vorbei zu Azoths Liege zurück, und legte sich schwer atmend darauf. „Schhhuldige Vaanita, geht lieber ohne misch“ lallte sie nahezu unverständlich in den Raum hinein.
 
Danach legte sie sich auf den Rücken, und der Raum um sie herum begann sich zu drehen.