Aller au contenu

Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


  • Veuillez vous connecter pour répondre
2750 réponses à ce sujet

#1476
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
"Ist wohl auch besser so..", murmelte Miandra nur unverständlich vor sich her als gerade eine Tasche durchwühlte in der Hoffnung Verbandszeug zu finden. Schließlich wurde sie fündig und begab sich damit zurück zu Lydia um deren Bein verbinden zu können. Es war kein tiefer Schnitt, dennoch blutete die Wunde stark, sodass sie den Verband dementsprechend fest binden musste.

Währenddessen torkelte Neria erneut durch den Raum und faselte wirres Zeug, kam jedoch nur nach kurzer Zeit erneut auf der Liege zum Stillstand. Miandra fiel es recht schwer sie zu ignorieren, da sie noch immer recht wütend war und schaffte es wohl nur, da sie mit dem Verbinden des Beines von Lydia abgelenkt war.

Nachdem das Bein verbunden war begann Lydia damit ihre Sachen zu verstauen und sich anzukleiden als wolle sie nach draußen gehen. Skeptisch beobachtete Miandra das Mädchen, während sie den Tisch in seine ehemalige Position brachte, sich erneut auf den Stuhl fallen ließ, und damit begann ihre Haare zu einem Zopf zu flechten, um sie anschließend unter einem Kopftuch oder einer Kapuze verstecken zu können, um nicht so einfach erkannt zu werden.

Als sie gerade den Zopf mit einem Band zuknöpfte, stellte sich Lydia mitten in den Raum und schien sie und Vernita wohl wirklich begleiten zu wollen, was Miandra für keine gute Idee hielt. Daher stand sie wieder von dem Stuhl auf und ging neben Lydia leicht in die Hocke, um mit ihr auf gleicher Höhe zu sein.

"Ich verstehe, dass Ihr von hier raus wollt.", flüsterte sie zu der Kleinen, "Aber irgendwer muss ja auf unsere drei Kinder aufpassen.", sie blickte kurz zu Neria, Azoth und Sareth.

"Was wohl keine einfache Aufgabe werden könnte...", fügte sie mit einem Schmunzeln hinzu, bevor sie sich wieder direkt an den Mädchen wandte, "Wir wollen doch nicht, dass wir das neue Versteck mit ein paar Wachen und Templern teilen müssen... Zudem solltet Ihr Eurer Bein schonen. Aber Ihr werdet dem schon gewachsen sein."

Anschließend richtete sie sich wieder auf und machte sich daran einige geeignete Kleidungsstücke zu finden, mit welchen sie sich vor der nächtlichen Kälte schützen konnte.

"Soll ich irgendwelche Waffen mitnehmen?", fragte sie Vernita während sie die Sachen, die ihnen Kylar zur Verfügung gestellt hatte durchwühlte, ohne dabei ihren Blick davon abzuwenden.


#1477
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Nun ... ich denke , die schlafen ihren Rausch bestimmt bald aus . Aufsicht brauchen sie nicht , die sind ja schon groß " , sagte sie uns zwinkerte .



" Ich brauche aber wieder Himmel über mir und Wind im Gesicht . Hier zu sitzen macht mich krank ."

#1478
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
„Ja, die ist fertig“, meinte Vernita, als sie Neria dabei beobachtete, wie diese durch den Raum torkelte. „Also liegt es wohl an uns, Miandra.“
 
Die Elfe stand auf und ging zur ihrer Rüstung, zog ihre Zivilkleidung aus und legte stattdessen ihre Kampfausrüstung an. Während sie das tat fiel ihr Lydia ins Auge, die sich offenbar auch zum Aufbruch bereit machte. Sie wollte doch nicht etwa tatsächlich mitkommen, oder? Es sah fast so aus. Vernita wollte gerade etwas sagen, als sie bemerkte, dass Miandra das Mädchen ansprach und sich anschließend abwandte und die Elfe in bezug auf die Mitnahme von Waffen ansprach.
 
„Nimm lieber welche mit, wir könnten sie eventuell brauchen“, erwiderte Vernita zu der schwarzhaarigen Frau gewandt. Und schon meldete sich Lydia erneut zu Wort. Anscheinend hatten Miandras Worte das Mädchen nicht überzeugen können. Dann musste sie das wohl selbst übernehmen.
 
„Wir werden weder den Himmel über dem Kopf noch den Wind in den Haaren haben, Kleine“, spottete die Elfe abfällig. „Stattdessen werden wir uns mit dreckigem Gesindel unterhalten, deren Waffen sehr locker in den Scheiden hängen. Das bedarf einem knallhartem Auftreten aber auch dem nötigen Fingerspitzengefühl, um die Sache für uns gut ausgehen zu lassen. Beides Eigenschaften, über die du nicht verfügst. Und ich habe auch keine Zeit für dich die Amme zu spielen, während ich mit diesen üblen Typen verhandle. Mit anderen Worten, wir können dich bei der Aktion absolut nicht gebrauchen, also bleibst du hier und bewachst das Lager, klar? Ich hoffe, ich habe mich deutlich genug ausgedrückt und du zwingst mich nicht dazu, dich ans Bett fesseln zu müssen!“
 
Vernita zog ihre Plattenstiefel über, bevor sie aufstand und ihre Kurzschwerter in die Scheiden auf ihrem Rücken steckte. Anschließend setzte sie sich ihren Helm auf und wandte sich an Miandra. „Bist du bereit. Dann lass uns gehen.“
 
 

#1479
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia hatte verstanden . Doch verstanden hieß nicht akzeptieren .



" Wisst ihr nicht . Ich hab mit genug Gesindel und Abschaum zu tun gehabt , ob ihr mir das glaubt ist etwas anderes . Und von Euch muss ich mir soetwas nicht sagen lassen . Ihr werdet sehen , wenn es sein muss kann ich sehr gut ... verhandeln ... und wagt es mich Fesseln zu wollen ! "



Sie steckte sich ihre Stillets in die dafür vorgesehenen Polster in den Armschienen und einen langen breiteren Dolch mit geschwungener Klinge in die hohen Stiefel .



" Wisst ihr , der Eimer macht euch um einiges attraktiver ... " grinste sie hämisch zu Vernita hinüber .

#1480
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Miandra durchwühlte noch einige Momente die Kleidungstücke, bis sie schließlich fündig wurde. Erst dachte sie es handle sich nur um eine braune Wolldecke, doch eigentlich war es ein Umhang mit einer Kapuze. Ohne lange zu überlegen, legte sie sich diesen um die Schultern, knöpfte ihn vorne zu und begab sich zurück zu ihrer Liege, neben welcher noch immer die kleine Holzschachtel stand, in welcher die Wurfmesser aufbewahrt waren. Außer der vielen Messer befand sich auch noch ein Gurt mit vielen Riemen darin, an welchen man die Messer befestigen konnte. Miandra legte sich den Waffengurt zusammen mit den Messern um die Hüfte und ließ den Umhang darüber fallen, sodass man nicht mehr sehen konnte, dass sie diese bei sich trug. Zwei weitere Messer verstaute sie an den Seiten ihrer Schuhe - nur für alle Fälle. Bedauerlicherweise waren die Messer wohl nur für den Fernkampf geeignet - oder um jemanden damit aus kurzer Entfernung ein Auge auszustechen - andererseits hatten ihre Dolche wohl in Fort Drakon den Besitzer gewechselt, ebenso wie ihre Rüstung. Und ohne einer Rüstung wäre der Nahkampf ohnehin reiner Selbstmord gewesen.

"Mit mehr werde ich Euch nicht dienen können.", sagte sie zu Vernita als sie in die Richtung des Ausgangs ging und sich dabei die Kapuze über den Kopf zog. Nebenbei schnappte sie noch Lydias letzte Sätze auf.

"Attraktivität ist nicht immer unbedingt ein Vorteil...", sagte sie etwas nachdenklich an das Mädchen gewandt, während sie diese musterte. In ihrem Gesicht lag ein hämisches Grinsen, und sie war gerade dabei Waffen in ihren Stiefeln zu verstauen. Scheinbar hatten weder ihre, noch die Worte von Vernita, etwas gebracht. Die Kleine war wohl recht stur und uneinsichtig. Zu jung um zu verstehen, was alles auf dem Spiel stand, und wie man sich bei ein solchen Aufgabe fügen musste - beziehungsweise wie man Befehle entgegen nahm. Wie sollten sie so jemanden mit nach draußen nehmen können, der nicht Willens war sich etwas sagen zu lassen? Vielleicht musste man sie ja zum eigenen Schutz wirklich ans Bett fesseln, ging Minadra nur durch den Kopf, während sie Lydia weiterhin, nach einer Lösung suchend, musterte.

#1481
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Ist mir bewusst , Miandra . Ich weis um was es geht und ich weis was passiert , wenn was schiefläuft . Glaubt mir , ich weis es . " Sagte sie kalt zu Miandra . Sie wusste , was in den Köpfen von Vernita und Miandra vorging .



" Die Gepflogenheiten der Unterwelt sind mir nicht ganz fremd . Macht euch also keine Gedanken . "

#1482
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
„Ach, dann liegt es also daran. Mir wird einiges klar“, meinte Vernita mit einem sehr sarkastischen Unterton. „Und ich dachte immer, ich lebe nur deshalb noch, weil ich eine Nahkampfexpertin bin oder einfach nur Glück gehabt habe. Dann muss ich wohl meinem Helm danken, dass ich mit ihm so gut aussehe, dass es den Kerlen, die mir bisher gegenübergetreten sind, so leid tut, eine so bezaubernde Person wie mich töten zu wollen, dass sie stattdessen darauf verzichtet haben und sich lieber von mir haben niedermetzeln lassen. Gepriesen sei dieser Helm, dass er mich so adrett kleidet und somit meinen Gegnern keine Chance lässt.“
 
Die Elfe schüttelte nur grinsender Weise den Kopf. „Deine armseligen Versuche, mich beleidigen zu wollen sind wirklich erbärmlich, Kleines. Mir wurde weitaus schlimmeres angetan, als dass mich ein paar Worte von jemandem wie dir aus der Ruhe bringen könnten. Aber wo wir gerade dabei sind…du scheinst mit Worten ja deine Schwierigkeiten zu haben. Zumindest vermögen meine ja nicht bis in dein Hirn vorzudringen. Oder weshalb kapierst du nicht, dass die Typen, mit denen wir es da zu tun bekommen werden, extrem gefährlich sind. Hätte ich eine Wahl, dann würde ich mit Sicherheit keinen Kontakt zu diesem Drecksvolk suchen.“
 
Vernitas Gesichtszüge wurden sehr ernst. „Außerdem bist du nur ein kleines Mädchen. Ungeachtet dessen, was du vielleicht drauf haben magst, werden sie dich aufgrund deines Alters und deines Erscheinungsbildes nicht ernst nehmen. Das harmloseste, was sie tun werden, ist dich zu verspotten. Würdest du das einfach so über dich ergehen lassen? Und der wichtigste Punkt, weswegen ich dich nicht mitnehmen kann und werde, ist dein Ungehorsam. Ich kann in einer kritischen Situation niemanden um mich herum gebrauchen, der nicht springt, wenn ich sage „spring“. Da ich mich in diesem Punkt nicht auf dich verlassen kann, bleibst du hier, und wenn ich dich mit Gewalt dazu zwingen muss. Und bevor du mich wieder so dämlich anquatschst, weshalb ich die Befehle gebe und nicht zum Beispiel du…nun, ich habe schon weit mehr kritische Situationen überstanden, als du Monde alt bist, was mich als Anführerin prädestiniert, alles klar? So, jetzt haben wir aber genug Zeit vertrödelt. Miandra, wenn du soweit bist, sollten wir aufbrechen.“
 

Modifié par Aliens Crew, 18 décembre 2010 - 08:16 .


#1483
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Als Vernita Charme auf sich bezog , musste Lydia sich das Lachen verkneifen . Sie hatte tatsächlich den Kopf in den Wolken .



" Ihr seid doch sehr ignorant . Mir ist bewusst , das wir mit dem Abschaum der Gesellschaft zusammentreffen , falls ihr das meint . Und macht euch keine Gedanken darum , wenn es darum geht zu überleben , kann ich auch Befehle befolgen . "



Sie prüfte ob sich alle Waffen und sonstige Gegenstände , die sie mitnehmen wollte , an ihrem Platz befanden , schloss den Umhang und zog sich die Kapuze ins Gesicht .

#1484
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Der Elf hatte sich zu dem Lärm umgewandt und Rowan zögerte nicht lange. Schon war sie durch die nächste Tür verschwunden und fand sich in einem kleinen Raum wieder, der zu ihrem Leidwesen kein Fenster besaß. Ein Bett und ein kleiner Schrank befanden sich darin. Ein ausgeblichener Teppich bedeckte den kahlen Steinboden. Fieberhaft wirbelten ihre Gedanken durcheinander auf der Suche nach einem Ausweg. Sie stürzte sich kurzerhand zu dem schmalen Schrank und riss die Tür auf. Darin hing ein gelbes Gewand aus einfachem Leinen, dass sich Rowan über warf. Auf den ersten Blick konnte man ihre Rüstung darunter nicht erkennen.

Der Lärm war mittlerweile lauter geworden und Rowan hörte, dass sie anfingen, die Zimmer zu durchsuchen. Im nächsten Moment wurde ihre Tür aufgerissen und eine Stadtwache betrat das Zimmer. Der Mann schaute sie grimmig an und bedeutete ihr mit einer Hand, in den Schankraum zu treten. Dort schienen sich mittlerweile alle Gäste und Bediensteten zusammengefunden zu haben während die Wachen alle Türen aufgerissen hatten und die Zimmer durchsuchten. An der Theke stand dem Anschein nach ein Hauptmann, auf den Sanga wild gestikulierend einredete. Zwei Wachen durchschritten die Anwesenden und schauten sich um. Sie musterten jeden einzelnen. Rowans Muskeln spannten sich an. Sie war auf alles gefasst. Sollte es zum Äußersten kommen, würde sie eine halsbrecherische Flucht wagen. Dazu musste sie nur die zwei Wachen überwinden, die an der Tür abgestellt waren. Jedoch würde sie sich keinesfalls lebend fangen lassen.

Einer der Stadtwachen war soeben vor sie getreten. Es war ein junger Mann der noch recht unerfahren aussah. Kurzerhand entschloss sich Rowan für die Flucht nach vorn. Sie trat einen Schritt auf ihn zu und fasste ihn an seinem Ellenbogen. Er war etwas größer als sie und so blickte sie mit einem Augenaufschlag zu ihm hoch.

„Oh, seid ihr auf der Suche nach Schurken? Besteht Gefahr für uns? Ihr werdet uns doch beschützen?“ säuselte sie ihn an. Dazu schmiegte sie sich leicht an ihn und war froh, dass er eine Rüstung trug, so würde er ihre eigenen unter ihrem Umhang nicht spüren. Ihr Auftritt verfehlte ihre Wirkung nicht. Der Soldat lief rot an und fiel in ein leichtes Stottern.

„Äh....keine Angst, meine Dame. Wir haben....äh...alles unter Kontrolle. Seid unbesorgt.“

„Ach, da bin ich aber froh, dass die Stadtwache so tapfere Männer wie euch beschäftigt.“

Soweit dies überhaupt möglich war, wurde das Gesicht des Mannes noch röter und er trat unbehaglich von einem Bein auf das andere. Seine Körpersprache signalisierte ihr, dass er von ihrem Auftreten durchaus angetan war.

„Hey, du wirst für deine Arbeit bezahlt, nicht für das Ansabbern von Dirnen!“ brüllte es hinter der Wache, die sofort zusammen zuckte und Rowan grob von sich stieß. Dann drehte er auf dem Absatz herum und salutierte vor der Wache, die hinter ihn getreten war.

„Wir sind hier fertig. Lasst uns abziehen.“

Damit sammelten sich die Soldaten und verließen einer nach dem anderen die Taverne. Ein lauter Seufzer ging durch die Menge, die sich daraufhin wieder verstreute als wäre nichts gewesen. Scheinbar kamen solche Durchsuchungen hier öfter vor. Auch Rowan entspannte sich wieder ein wenig und verlor für einen Moment ihre Unachtsamkeit. Ihr gefror das Blut in den Adern, als sie plötzlich in ihrem Nacken warmen Atem fühlen konnte. Gleich darauf legte sich eine Hand auf ihre Schulter. Sie war darauf gefasst herumzuwirbeln und den Unbekannten außer Gefecht zu setzen als sie eine Stimme innehalten ließ.

„Hm, wie es scheint habt ihr etwas zu verbergen, meine Liebe.“

Sie fuhr herum und blickte geradewegs in die blauen Augen des Elfen, der ihr noch vor ein paar Minuten zugeprostet hatte. Sie kniff die Augenbrauen zusammen und wischte in einer harschen Bewegung die Hand von ihrer Schulter.

„Das geht euch nichts an. Ich...“ ein Finger legte sich sanft auf ihre Lippen.

„Schh...ihr müsst mir nichts erklären. Das ist nicht von Interesse für mich.“ Das bezaubernde Lächeln stahl sich zurück in sein Gesicht.

„Jedoch dürfte es dort draußen im Moment etwas unruhiger zugehen. Vielleicht solltet ihr hier drin abwarten, bis sich der Sturm gelegt hat.“

Es war keine Frage gewesen, so viel konnte Rowan aus seinen Augen lesen. Eher eine Aufforderung, der er sogleich nachkam in dem er sich bei ihr einhakte und sie zu dem Zimmer geleitete, aus dem sie den Umhang genommen hatte. Innerlich zögerte Rowan noch. Sie konnte sich auch einfach für ein paar Stunden im Schankraum vergnügen und sich dann auf den Weg zurück in das Versteck machen. Doch das Angebot des Elfen war zu reizvoll.

Sie ließ sich von ihm in das Zimmer führen. Er schloss die Tür hinter ihr und ging geschmeidig an ihr vorbei zum Bett hin. Nachdem er sich darauf nieder gelassen hatte, kramte er darunter eine Karaffe mit Wein und zwei Gläser hervor. Er befüllte sie und deutete dann mit einem Nicken neben sich. Rowan folgte der Einladung und nahm neben ihm Platz. Er drückte ihr eines der Gläser in die Hand und prostete ihr zu.

„Also, noch einmal auf euch, schöne Unbekannte. Es ist mir ein wahres Vergnügen, euch begegnet zu sein.“

Sie tranken beide einen Schluck bevor Rowan das Wort ergriff.

„Sagt mir, hattet ihr in letzter Zeit ungewöhnliche Gäste hier? Vielleicht eine größere Gruppe von ...sagen wir....Kriegern?“

Ihr Gegenüber richtete kurz den Blick zur Decke und schien zu überlegen. Dann blickte er ihr wieder in die Augen und grinste sie an.

„Naja, wie ihr sicherlich schon gemerkt habt, haben wir hier ein ziemlich breites Spektrum an Gästen. Aber eine Gruppe von Kämpfern, wie ihr gefragt habt, haben wir hier nicht zu Besuch gehabt. Es kommen meist nur Einzelpersonen hier her, eine Gruppe wäre mir aufgefallen.“

Er nahm einen weiteren Schluck aus seinem Glas und stellte es dann auf dem kleinen Nachttisch ab.

„Aber wollt ihr wirklich über solche Dinge mit mir sprechen? Ich könnte mir einen weitaus schöneren Zeitvertreib mit euch vorstellen.“

Er rutschte ein Stück näher und ergriff eine ihrer Hände. Seine Haut fühlte sich zart und weich an. Keine Schwielen oder Unebenheiten kündeten von irgendeiner harten Arbeit, die diese Hände zu verrichten hatten. Sie waren feingliedrig und strömten eine angenehme Wärme aus.

„Ihr habt die starken Hände einer Kriegerin, jedoch scheinen sie auch sehr geschickt zu sein. Ich kann mir vorstellen, in welche Richtung euer Gewerbe geht.“ schelmisch zwinkerte er ihr zu.

Dann nahm er ihr das Glas aus der Hand und stellte es neben seines. Soweit das ging, rückte er noch näher an sie heran und brachte sein Gesicht dicht an ihres heran.

„Ihr seid noch am überlegen, ob ihr euch auf mich einlassen sollt, hab ich Recht?“ Eine Hand legte sich sacht an ihre Wange.

„Macht euch keine Sorgen. Eure Belange interessieren mich nicht. Ich bin nur auf nette Gesellschaft aus, mehr nicht.“

Rowan konnte nicht anders und musste lächeln. In ihr regten sich Gefühle, die sie schon lange nicht mehr gespürt hatte. Die letzten Jahre hatten nur aus Entbehrungen, einsamen Nächten unter freiem Himmel und Kämpfen bestanden. Es kam ihr wie eine halbe Ewigkeit vor, seit sie das letzte Mal bei einem Mann gelegen hatte. Und dieser Elf ihr gegenüber machte es ihr nicht gerade leicht, zu widerstehen. Er war so ganz anders als die Männer mit denen sie sonst zu tun hatte. Von zarter Gestalt und mit lieblichem Anblick. Fast ein bisschen feminin aber dennoch Manns genug.

Sie lehnte sich vor und überbrückte die letzten fingerbreit, die zwischen ihnen gelegen hatten. Sanft legten sich ihre Lippen auf die seinen. Ein leises Glucksen entwich ihrer Kehle, als sie den überraschten Ausdruck in seinen Augen sah, bevor sie dir Ihren zum Kuss schloss.

Er reagierte sofort auf sie. Seine Arme legten sich um sie und zogen sie zu sich heran. Leicht lag sie in seinen Armen und doch fühlte sie sich geborgen und sicher. Der Kuss wurde inniger und ihre Zungen fingen den Tanz an, der so unbeschreiblich sinnlich und erregend sein konnte. Rowans Hände gruben sich in sein samtenes Haar während sie sich an seinen Körper drückte.

Mit geschickten Fingern zog er ihr den gelben Umhang über, löste die Schnallen ihrer Rüstung und legte ein Teil nach dem anderen neben sich ab. Bald hatte sie nur noch ihre Stiefel und ihr Hemd an. Seine Hände fingen an, ihren Körper Stück für Stück zu erkunden. Die Lippen taten es ihnen nach und fuhren über ihren Mundwinkel die Wange entlang, über den Wangenknochen den Hals hinunter, einer unsichtbaren Spur folgend. Ohne ihr Zutun bog sie sich ihm entgegen. Am Schlüsselbein angekommen entwich ihr ein leiser Seufzer. Sanft aber bestimmt drückte er sie in die Kissen und beugte sich über sie. Das Hemd und die Stiefel folgten ihren anderen Sachen und sie sah sein zufriedenes Lächeln als er ihren Körper einer genaueren Betrachtung unterzog. Rowan genoss seine stumme Bewunderung und wartete ab, bis er sich satt gesehen hatte. Dann griff sie ihm beherzt in den Nacken und zog ihn neben sich auf das Bett. Im Nu hatte sie sich über ihn gerollt und auf seine Hüften gesetzt während sich ihre Hände an seiner Hose zu schaffen machten.

Ein vorfreudiges Grinsen legte sich über seine Lippen als er zu ihr aufblickte. Dies war einer der seltenen Augenblicke in ihrem Leben, in dem Rowan auch für andere Aspekte ihrer Ausbildung als Bardin dankbar war. Mit geübten Fingern befreite sie den Elfen von seiner Kleidung. Die Erregung, die sie zuvor gespürt hatte, zeigte sich ihr nun in ihrer vollen Pracht. Mit ihrem Mund fing sie an, seinen Körper zu erkunden wie er es mit ihrem gemacht hatte. Ihre Zunge zog eine Linie die von seiner Brust über seinen Bauchnabel hinunter zu seiner Hüfte führte. Dabei hörte sie, wie sich sein Atem beschleunigte und spürte das Zittern seiner Lenden unter ihren Fingern. Rowans Lippen öffneten sich leicht und schlossen sich um ihn. Ihre Zunge spielte mit ihm und sein lustvolles Aufstöhnen feuerte sie in ihrem Tun an. Seine Hände gruben sich in die Laken neben ihm. Doch es würden nicht die letzten Falten sein, die sich in dieser Nacht durch das Bettzeug ziehen würden während Rowan sich die Zeit vertrieb in der draußen ein unangenehmer Sturm wütete.


#1485
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
Vernita verlor allmählich die Geduld mit Lydia. „Wenn einer von uns beiden hier ignorant ist, dann bist du es, Kleine. Kannst du nicht oder willst du nicht kapieren, dass es nicht reicht, meine Befehle zu befolgen, wenn es zum Kampf kommt. Schließlich will ich ja genau diesen verhindern! Geht das nicht in deinen Idiotenschädel?!? Wenn ich dich mitnehme, dann nur, wenn du genau das tust, was ich dir sage. Sage ich „spring“, dann fragst du nur „wie hoch?“. Sage ich „warte hier“, dann rührst du dich nicht von der Stelle und wenn ich sage „sei still“, dann hältst du gefälligst die Klappe! War das jetzt deutlich genug? Ist diese Nachricht in deinem Zwergenhirn angekommen? Halt! Tut mir leid, damit würde ich ja jeden Zwerg beleidigen! Also, formuliere ich das anders! Hat dein Genlockhirn, diese Informationen korrekt verarbeitet, oder soll ich dir vielleicht noch eine Zeichnung machen?“
 
 

#1486
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Wisst ihr , ihr könntet an euren Umgansformen arbeiten , aber ich werde ausnahmsweise einmal auf euch hören , bis die Sache geklährt ist . " Auf den Rest ihrer Beleidigungen ging sie garnicht ein .



" Irgendwann wird sich das noch bitter rächen . Also , kann es losgehn oder wollen wir Wurzeln schlagen ? "

#1487
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
„Meine Umgangsformen? Gefallen sie dir etwa nicht, Kleines?“ fragte Vernita spöttisch, während sie langsam auf Lydia zuging. Als sie direkt vor dem Mädchen stand, packte sie diese am Kragen und hob sie hoch, bis ihre Gesichter direkt voreinander zum Stillstand kamen. „Dabei dachte ich noch, dass ich besonders höflich mit dir umgehe, da ich dir bisher noch keinen körperlichen Schaden zugefügt habe.“
 
Ein Grinsen legte sich auf das Gesicht der Elfe, während sie Lydia wieder losließ. Das Mädchen, welches den Boden unter den Füßen verloren hatte, landete eben auf diesen und konnte nur mit Mühe das Gleichgewicht halten und einen Sturz verhindern.
 
„Na schön, du sollst deine Chance habe, Kleine“, sagte Vernita mit fester Stimme und einem bestätigenden Nicken. „Du wirst uns begleiten und genau das tun, was ich sage. Und wie bei jedem Lehrling wirst du klein anfangen. Wenn wir unser Ziel erreicht haben, wirst du als Wache draußen warten und uns somit den Rücken freihalten. Das ist ein einfacher Auftrag, sollte also sogar für dich zu schaffen sein. Und ich hoffe, du enttäuscht mich bei dieser simplen Aufgabe nicht. Lasst uns gehen!“
 
Die Elfe wandte sich zum Gehen und schritt durch den Ausgang des Verstecks, wo schon Miandra auf sie wartete.
 
 

#1488
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Ja eure Umgangsformen . " sagte Lydia unbeeindruckt , als Vernita sie hochhob . " Vieleicht arbeitet ihr an denen noch , aber ich wage das zu bezweifeln . Darf ich nun bitten mich wieder loszulassen oder muss ich der Bitte nachdruck verleihen ? "



Daraufhin lies Vernita sie unsanft zu Boden fallen . Sie rappelte sich auf und setzte sich in Beweegung nach draußen . Sie sollte Wache spielen , eine ehr unspektakuläre Aufgabe . Aber immerhin war sie draußen und nicht in diesem muffigen Kellerlager . Sie konnte sich frei bewegen .



Sie war ziemlich gespannt , zu welchem Ergebniss die Aktion gelangen würde .

#1489
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Minadra gefiel der Gedanke zwar nicht, dass Lydia nun doch mitgehen würde, da sie die ganze Sache für das Mädchen für ohnehin viel zu gefährlich hielt, doch eine wirklich andere Wahl hatten sie scheinbar nicht. Das Mädchen war einfach viel zu stur und verstand Vernita aufgrund ihres jungen Alters nicht. Wahrscheinlich wäre sie ihnen ohnehin einfach gefolgt, und sie einfach irgendwo anketten wie einen Hund wäre auch nicht gerade in Miandras Interesse gelegen. Da ihr beide Lösungen nicht gefielen, wusste sie auch nicht recht was sie noch dazu hätte sagen können, und war ein wenig erleichtert darüber, als sich die beiden dann doch noch „einig wurden“, und folgte ihnen durch den Geheimgang, die Treppen hinauf durch die Schmiede und nach draußen in die Dunkelheit der der Nacht.

#1490
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
Vernita, Miandra und Lydia verließen die Schmiede durch den Hinterausgang. Draußen war inzwischen die Sonne untergegangen. Hinzu kam noch, dass sich dichte Wolken zusammengezogen hatten und die Sterne verdunkelten. Ein kräftiger Wind blies durch die Straßen Denerims, und es war nur eine Frage der Zeit, bis es anfangen würde zu regnen. Das konnte den Dreien eigentlich nur zugute kommen.
 
Während die beiden Frauen und das Mädchen durch die Gassen der Stadt schlichen, dachte die Elfe an den Mann, den sie im Begriff waren aufzusuchen. Legin Dingolor. Legin, der Schleuser wurde er genannt. Er war ein wirkliches Stück Abfall, welches eigentlich schon lange am Galgen hätte baumeln sollen. Was wohl auch geschehen wäre, wenn Vernita das damals nicht verhindert hätte.
 
Sie traf diesen Mann zum ersten Mal im Kerker des alten Arls von Denerim zur Zeit der Verderbnis. Sie selbst war dort, um diesem Arl den Garaus zu machen, da er mit ihren Feinden kollaborierte. Während ihres Aufenthaltes im Anwesen dieses Menschenschinders, befreite sie mehrere Gefangene, die dort eingesperrt und gefoltert worden waren. Einer dieser Männer war Legin, der verhaftet worden war, weil er Elfen dabei geholfen hatte, aus dem, zu dieser Zeit abgesperrten, Gesindeviertels zu fliehen. Dies tat er natürlich nicht aus Mildtätigkeit, sondern nur gegen bare Münze, was seinen Kundenstamm natürlich auf wohlhabende Elfen beschränkte. Trotzdem wurde ihm diese Tat nach der Beilegung der Verderbnis zugute gehalten, so dass er begnadigt wurde. Vernita besuchte diesen Kerl danach noch einmal und gab ihm zu verstehen, dass er nur deshalb noch am Leben sei, weil sie ihm diese Gnade hatte zuteil werden lassen. Eines Tages würde sie ihn aufsuchen und diese Schuld eintreiben. Und nun schien dieser Tag gekommen zu sein.
 
Die Elfe führte die beiden anderen zum Haus des Schleusers, welches in einem ziemlich heruntergekommenen Teil der Stadt stand. Die Gasse war eng und schmal und dreckig. In der Ecke hockte ein alter Bettler und bat um Almosen. Das Gebäude selbst machte einen verlassenen Eindruck. Es war nichts weiter als ein eine alte Bretterbude, in der kein Licht brannte.
 
„Lydia, bleib hier und behalte die Gegend im Auge“, sagte Vernita zu dem Mädchen gewandt. „Miandra und ich untersuchen diese Bruchbude.“
 
Anschließend ging sie zum Haupteingang des Gebäudes, dessen Tür schräg in den Angeln hing. Sie stieß sie auf und trat ein. Der große Raum dahinter war vollkommen leer. Keine Möbel oder sonstige Gegenstände zierten das Zimmer. Die Fensterscheiben waren zum größten Teil zerbrochen oder fehlten komplett. In der Decke befand sich ein riesiges Loch.
 
„Sieht so aus, als wäre diese Seuchenhütte schon vor langer Zeit aufgegeben worden“, murmelte die Elfe vor sich hin. „Verdammt!“
 

Modifié par Aliens Crew, 20 décembre 2010 - 07:00 .


#1491
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea lauschte den letzten Worten der Ehrwürdigen Mutter.



"Danke" erwiderte sie leise und verließ mit gesenktem Kopf den Raum, wobei sie die Tür möglichst leise schloß.

Auf dem Flur wischte sie mit dem Handrücken über ihre Augen und versuchte die Tränen zu trocknen. Es hatte sie mehr mitgenommen, als sie dachte, jenen Tag wieder lebendig werden zu lassen. Ein weiterer Gedanke schoß ihr durch den Kopf, und sie sah Tjark vor sich, wie er sie zu sich zog und so unendlich zart küßte, und ein tiefer Seufzer der Wehmut entwich ihrer Kehle.

Dann riss sie sich zusammen und ging zurück in die Kirche, wobei sie sich allerdings zuerst verlief. Zum Glück war eine Schwester unterwegs, die sie nach dem Weg fragte.

Mit krächzender hoher Stimme erklärte diese Lea, wie sie gehen mußte, und tatsächlich fand sie nach einigen Umwegen den Innenhof und dann die Seitentür zur Kirche.



Sie betrat diese und blickte sich suchend um.

#1492
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
Leanora ging gerade etwas unsicher durch die große und prächtige Kirchenhalle, in der sie sich suchend umsah, als sich plötzlich zwei kräftige Hände auf ihre Schultern legten. Sie schrak sofort zusammen, während hinter ihr eine säuselnde Stimme zu sprechen begann.
 
„Hallo, wen haben wir denn hier? Hast du dich verlaufen, mein hübsches Kind?“ fragte die Stimme eindringlich, wobei ihr Besitzer langsam um die Frau herum ging. Dabei ließ er seine Hände sanft über Leanoras Schultern und Rücken wandern. Erst als dieser Mann vor sie trat, konnte sie ihn sich genau ansehen.
 
Er war etwa 1,85 m groß, hatte schwarze nackenlange Haare und mandelbraune Augen, mit welchen er die Frau von oben bis unten begutachtete, so als wolle er sie bereits mit seinen Blicken ausziehen. Dabei lag ein vorwitziges Grinsen auf seinen dünnen Lippen.
 
„Du siehst aus, als suchtest du nach irgendjemandem“, sprach er mit leiser Stimme weiter. „Vielleicht nach einem Führer durch dieses Gebäude? Das könnte ich dann übernehmen, wenn du magst. Ich kenne dieses Gemäuer ganz genau, auch die dunklen, abgelegenen Orte, an denen wir ganz ungestört sein können. Dort kann ich dir dann zeigen, welche Erfüllung der Glaube an den Erbauer einem Menschen doch bringen kann. Aber verrate mir vorher doch bitte noch deinen Namen, ja? Ich weiß immer gern, wie die Frau heißt, der ich den Himmel auf Erden bereite, du verstehst, was ich meine?“
 
Der Mann trat ganz dicht an Leanora heran, bis sich ihre Gesichter beinahe berührten, und sie schon seinen heißen Atem auf ihrer Haut spüren konnte. Noch ein paar Zentimeter weiter, und ihre Lippen würden sich zu einem Kuss vereinigen.
 
 

Modifié par Aliens Crew, 22 décembre 2010 - 06:29 .


#1493
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea zuckte zusammen, als sie Hände auf ihren Schultern spürte, und sie hätte in dem Moment wohl keinen Tropfen Blut gegeben vor Schreck. Als der Mann um sie herum ging konnte sie ihn sehen. Er war unverschämt hübsch, aber die Art, wie er mit ihr umging, behagte ihr gar nicht. Für was hielt er sie eigentlich? Zorn kam in ihr hoch, und sie ging ruckartig einen Schritt zurück. Sein Mund war dem ihren defintiv zu nahe.



Ihr Herz schlug wie ein eingesperrter Vogel, und sie mußte sich beherrschen, ihm nicht ein paar Ohrfeigen für seine Dreistigkeit zu verpassen. So sagte sie nur mit eiskalter Stimme:



"Was erlaubt Ihr Euch? Und um Eure Frage zu beantworten, ich bin auf der Suche nach Bruder Castillá, die Ehrwürdige Mutter sagte, ich sollte mich an ihn wenden. Und wer seid Ihr?



Sie kochte vor Wut, ihre sonst so warmen Augen hatten die Farbe kühlen Bernsteins angenommen, und ihre Brust hebte und senkte sich vor Entrüstung.

#1494
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Nur durch das Loch in der Decke sowie durch die zerbrochenen Fensterscheiben drang das schwache Mondlicht, welches bereits von Wolkenfetzen verdeckt wurde, in den kahlen Raum. Man konnte einen leichten Windzug spüren der den Staub aufwirbelte und Miandra zum Husten brachte. Dieses Gebäude schien wohl schon seit längerer Zeit leer zu stehen - zumindest machte es den Anschein.

Miandra trat in die Mitte des Raumes und blickte sich kurz um, wobei ihr Blick an dem Loch in der Decke hängen blieb und sie sich gedanklich fragte, woher dieses wohl stammte.

"Die Frage ist wohl eher, wieso sie aufgeben wurde...", murmelte sie dabei vor sich her, bevor sie den Raum ein weiteres Mal prüfend musterte, doch außer der schwarzen Leere konnte man kaum mehr erkennen.

"Sieht so aus, als müssten wir wo anders weitersuchen, außer Staub werden wir wohl hier nicht mehr finden.", sagte sie schließlich direkt an Vernita gewandt.

#1495
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia platzierte sich draußen auf einem Fass , welches an der Hauswand stand . Ein kalter Wind zog durch die Gassen und Lydia frohr . Sie wickelte den Umhang eng um sich und hielt nach allem ausschau , was ihr verdächtig aussah . Sie konnte nichts entdecken . Die Nacht war still und der Himmel wolkenverhangen , es war duster . Sie hoffte Vernita und Miandra würden nicht allzulange da drinnen brauchen , allmälich frohr sie auf dem Fass fest .

Sie hüpfte wieder herunter und ging auf und ab um sich die Füße zu vertreten und um nicht vollends zu erfrieren .

#1496
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
„Du bist wunderschön, wenn du wütend bist, meine kleine Rosenblüte“, meinte der dunkelhaarige Mann grinsend, wobei er einen Satz auf Leanora zu machte, so dass er wieder dicht vor ihr stand. Gleichzeitig ergriff er ihre Schultern und zog sie näher zu sich heran. „Wenn die Ehrwürdige Mutter dich geschickt hat, dann bist du bei mir viel besser aufgehoben als bei diesem alten Tattergreis. Ich werde schon das Feuer deiner Leidenschaft entfachen und dein Herz und deine Lenden zum Glühen bringen.“
 
Wieder näherte er sich der blondhaarigen Frau, um ihr einen Kuss auf den Mund zu geben. Doch bevor Leanora hätte reagieren können unterbrach eine scharfe Stimme die Handlungen des Mannes.
 
„Bruder Renaldo! Das reicht jetzt!“ Ein etwa fünfzig Jahre alter Mann mit grauschwarzen Haaren und einem Spitzbart trat aus einem der Nebenräume und bewegte sich auf die beiden zu. Die wasserblauen Augen des ungefähr 1,70 m großen Mannes funkelten den Angesprochenen wütend an. „Lasst die gute Frau los, und kümmert Euch um Eure Pflichten, so gering sie auch seien mögen!“
 
Der Gemeinte erwiderte nichts darauf. Stattdessen ließ er Leanora los und ging an ihr vorbei. Dabei streifte er absichtlich ihre Schulter, drehte den Kopf zu ihr herum und flüsterte ihr lüstern ins Ohr. „Wir sehen uns noch, meine Schöne.“ Dann wandte er sich ab und zog offenbar beleidigt von dannen.
 
Der Alte sah ihm noch einen Moment nach, bevor sein Gesicht aufhellte, und er sich mit einem breiten Lächeln auf den Lippen Leanora näherte. Vor ihr blieb er schließlich stehen und verbeugte sich leicht vor ihr.
 
„Ich muss mich für das Verhalten meines Bruders entschuldigen“, bemerkte er aufrichtig betroffen. „Ihm fehlt es an der Reife und der Sitte, die für einen Mann seines Standes angemessen wäre. Er ist sich nicht darüber im Klaren, dass er sich selbst und auch seine Brüder mit seinem schlechten Benehmen zutiefst beschämt. Ich hoffe, Ihr bekommt dadurch nicht einen zu schlechten Eindruck von unserer Gemeinde. Abgesehen von ihm sind hier alle sehr höflich und zuvorkommend. Aber wo sind nur meine Manieren? Mein Name ist Bruder Castillá. Ich bin der Verwalter dieser Kirche. Und wenn Ihr irgendwelche Hilfe benötigten solltet, so stehe ich Euch jederzeit zur Verfügung, werte Dame.“
 
Der alte Mann faltete seine Hände und blickte Leanora mit seinen warmen, gütig blickenden, Augen an.
 

#1497
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Leanora seufzte erleichtert auf, als dieser Unhold verschwand, und entspannte sich wieder etwas.



"Dem Erbauer sei Dank, Bruder Castillá, Ihr seid zur rechten Zeit gekommen. Ich dachte immer, den Priestern sei Zölibat auferlegt? Aber was plappere ich hier. Mein Name ist Sophia, und die Ehrwürdige Mutter hat mich zu Euch geschickt. Sie meinte, Ihr würdet mir mein zukünftiges Zuhause vorstellen und zuweisen. Ich möchte in die Dienste des Erbauers und seiner Braut Andraste treten, denn einen anderen Sinn hat mein Leben nicht mehr."



Der Mann machte ihr einen gütigen und herzlichen Eindruck, und sie fühlte sich das erste mal seit langer Zeit wieder geborgen. Sie konnte nur hoffen, dass ihr das Klosterleben nicht so sehr gefiel, dass sie ihre Ziele aus den Augen verlor.

#1498
Doomheart43

Doomheart43
  • Members
  • 144 messages
Trotz ihrer Trunkenheit bekam Neria mit, dass zuerst Rowan und später auch noch Vernita, Miandra und Lydia das Versteck verließen. Dass Vernita ein neues Versteck suchen wollte, an das konnte sie sich noch entsinnen, aber was Rowans Auftrag war, war ihr schleierhaft beziehungsweise konnte sie sich nicht mehr daran erinnern.
 
Da war sie nun, alleingelassen mit Azoth und dem Krieger der offensichtlich Rowans Geliebter war. Doch keiner von den beiden schien Interesse an ihr zu haben. Sie wollte sich aufsetzen und etwas von dem restlichen Brot essen gehen, welches sie vom Schmied geholt hatte. Da sich jedoch alles um sie herum drehte, gab sie dieses Unterfangen auf, und ließ sich auf die Liege zurückfallen. Neria war kotzübel und sie bereute es jetzt schon soviel von dem Rotwein getrunken zu haben. Sie wälzte sich unruhig auf der Liege herum, auf der Suche nach einer Position, wo es ihr nicht gar so schlecht erging.
 
Schließlich blieb sie auf der Seite liegen und starrte auf das Feuer, das ihre verworrenen Sinne wie eine Feuerwand wahrnahmen. Sie ärgerte sich über die Tatsache das sie Azoth nicht herumkriegen konnte, sie hätte doch so gerne ……..Wehmütig wurde sie von Erinnerungen früherer Tage ergriffen. Sie dachte an Theofillas ihren Geliebten und an die schönen Stunden die sie mit ihm verbracht hatte. Würde er sie noch lieben? Würde er sie überhaupt noch erkennen? Wo war er?
 
Neria fühlte sich auf einmal alleine und verlassen, und ihr Rausch tat sein übriges, dass sie depressiv wurde. Die Tränen liefen ihr in Strömen herunter und die Tropfen, die sich am Boden ergossen, bildeten ein kleines Rinnsal unter der Liege. Sie wusste nicht wie lange sie so da lag und heulte, als das weinen schließlich in schluchzen überging. Kurz bevor ihr die Augen zu fielen, fasste sie den Entschluss nach Theofillas zu suchen, sobald sie ihre Aufgabe hier erledigt habe.
 

Modifié par Doomheart43, 22 décembre 2010 - 08:04 .


#1499
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Rowan blickte mit offenen Augen stumm ins Dunkel des Zimmers. Die Kerze war erloschen und nur unter der hölzernen Tür drang ein heller Schimmer in den Raum. Sie spürte die Wärme des Elfen an ihrem Rücken. Seinen Arm hatte er um ihre nackte Hüfte gelegt und sein gleichmäßiger Atem lullte sie leicht ein. Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren, doch der Kerze nach zu urteilen, mochte es zwei bis drei Stunden her sein, seit sie mit ihrem Liebhaber das Zimmer betreten hatte. Sie war noch leicht erhitzt von ihrem Spiel und genoss es, in einem weichen Bett zu liegen und ihren Körper auszuruhen. Doch langsam machte sich auch eine Unruhe in ihr breit.

Sie hatte genug Zeit hier verbracht. Vorsichtig legte sie seinen Arm zur Seite und erhob sich. Der Schein vom Gastraum reichte aus, damit sich Rowan orientieren konnte. Schnell hatte sie ihre Sachen gefunden und ihre Rüstung leise wieder angelegt.

Ein letztes Mal beugte sie sich über den Rothaarigen und strich ihm sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht bevor sie sich abwandte und lautlos das Zimmer verließ. Auf dem Nachttisch neben dem Bett lagen einige Geldstücke, die Rowan für angemessen hielt.

Der Gastraum hatte sich mittlerweile geleert und nur ein einzelner Gast saß noch an der Theke. Oder vielmehr hing er über dem Holzbrett und hatte den Kopf schwer auf seine Hände gestützt. Sanga würdigte Rowan keines Blickes, als sie sich zur Tür wandte. Sie griff ihren Umhang vom Haken, warf ihn sich über und betrat dann die Kühle der Nacht.

Vor der Perle war es ruhig und der Himmel war Wolken verhangen und Dunkel. Sie schlich sich durch die Straßen und beschloss noch einen Abstecher zu machen, bevor sie in das Versteck zurück kehrte. Ihre Füße trugen sie weiter südlich in Richtung des Palastviertels von Denerim. Auf ihrem Weg dorthin begegnete ihr hin und wieder eine einzelne Wache, die die Viertel der Wohlhabenderen Bewohner schützten, jedoch schien die Stadtwache nicht davon auszugehen, dass sich gesuchte Verbrecher dort hinbegeben könnten. Wie dumm sie doch sein konnten.

Rowan kam an ein paar weiteren Tavernen vorbei, doch die meisten davon waren bereits dunkel. Dieses Viertel würde sie sich in einer anderen Nacht vornehmen, obwohl sie sich hingegen auch nicht vorstellen konnte, dass die Söldner in einer der nobleren Gegenden abgestiegen waren.

Bald kam sie an ihrem Ziel vorbei. Sie bog in eine kleinere Gasse ab, in der ein paar Geschäfte zu finden waren. Die Häuser hier waren allesamt aus Stein errichtet und machten einen sauberen Eindruck. Auch standen sie nicht so eng aneinander wie zum Beispiel die im Marktviertel. Ein Vorteil, wenn man mehr Geld für den Bau zur Verfügung hatte. An der Seite einer Bäckerei schlich sie sich auf die Rückseite des Hauses. Die Hintertür war wie erwartet verschlossen, doch war es eine Leichtigkeit für Rowan, diese zu öffnen. Lautlos schlüpfte sie ins Innere und schaute sich kurz um. Sie befand sich in einer kleinen, aber gut ausgestatteten Küche. Auf einer Anrichte lagen mehrere Laibe Brot, die dem Anschein nach vom vergangenen Tag übrig geblieben waren. Einen davon nahm sie prüfend in die Hände. Er war schon etwas trockener, aber durchaus noch essbar. Rowan verbarg ihn unter ihrem Umhang und verließ das Gebäude wieder. Die Tür verschloss sie, so dass einem ungeübten Blick der Einbruch nicht auffallen würde.

Ein kleines Stück schlich sie hinter den Häusern weiter, doch einen weiteren Einbruch verkniff sie sich. Sie wollte kein Risiko eingehen. Außerdem konnten sie sich bestimmt von dem Schmied noch weiteres Essen besorgen lassen. Als sie sich dazu entschlossen hatte, das Viertel zu verlassen, fiel ihr Blick auf einen Korb auf der Rückseite eines der Läden. Dort befanden sich Äpfel darin, die allem Anschein nach aussortiert worden waren. Ein paar von ihnen hatten kleinere oder größere dunkle Dellen, doch bei anderen war auf den ersten Blick kein Makel zu entdecken. Ein spöttisches Seufzen entwich Rowan. Die Adligen konnte es sich leisten, ihr Essen auszuwählen und in ihren Augen minderwertiges aussortieren. Der Rest würde entweder an Tiere verfüttert oder weggeschmissen werden, dabei hätten sich die Bewohner der ärmeren Viertel noch darüber freuen können. War es wirklich nötig, dass man verschwenderisch leben musste, wenn man mehr Geld besaß?

Kopfschüttelnd steckte sie auch noch ein paar der Äpfel ein, bevor sie sich endgültig auf den Rückweg machte. Sie war etwa auf der Höhe, des Gesindeviertels, um das sie wieder einen Bogen machte, als der Himmel seine Schleusen öffnete und es zu regnen anfing. Ihr Umhang hielt den Regen etwas ab, doch würde er nicht lange gegen die Nässe schützen. Innerlich freute sie sich auf das Feuer, dass in ihrem Versteck wartete, auch wenn sie es lieber an einem geschützten Ort unter freiem Himmel gehabt hätte.

#1500
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 200 messages
„Ja, normalerweise trifft das auch zu, werte Sophia“, meinte Bruder Castillá mit einem entschuldigenden Lächeln. „Aber Bruder Renaldo ist so etwas wie das Schwarze Schaf dieser Gemeinde, und würde es nach mir gehen, dann wäre er längst nicht mehr ein Mitglied dieser Gemeinschaft. Dummerweise hat er sehr viele einflussreiche Freunde und Verwandte außerhalb und auch innerhalb der Kirche. Er ist beispielsweise der Neffe der Ehrwürdigen Mutter, als deren Berater er auch fungiert, auch wenn das eigentlich nichts zu bedeuten hat. Aber ich will Euch nicht mit meinen Problemen langweilen. Ich freue mich, dass Ihr Euch dazu entschlossen habt, unserem Orden beizutreten. Kommt bitte mit in meine Schreibstube, wo wir uns über alles unterhalten können.“
 
Mit einer höflichen Geste bedeutete der Alte Leanora ihm zu folgen. Er führte sie quer durch den großen Raum zu einer schweren, dunklen Eichentür. Diese öffnete er, bevor er der blonden Frau mit einer freundlichen Handbewegung Einzutreten bat, was diese auch gleich tat.
 
Der Raum selbst war mit Regalen und Schränken voll gestellt, in denen unzählige Bücher und Schriftrollen aufbewahrt wurden. Am Ende der Stube stand ein Schreibtisch, hinter dem sich ein bequemer Ohrensessel befand. Für eventuelle Besucher waren außerdem noch zwei einfache Stühle vorhanden. Durch ein großes Fenster drang das letzte Licht des Tages in den Raum. Der obere Teil dieses Fensters wurde durch ein wunderschönes Mosaikbild der Prophetin Andraste verschönert.
 
„Ich möchte Euch gar nicht danach fragen, aus welchem Grund Ihr unserer Gemeinde beitreten wollt, da es nicht von Belang ist, werte Sophia“, meinte Bruder Castillá, während er die junge Frau durch den Raum führte und ihr mit der einladenden Handbewegung einen Stuhl anbot. „Und wenn die Ehrwürdige Mutter Euch zu mir geschickt hat, dann werden wir auch ein schönes Plätzchen sowie eine Aufgabe für Euch finden.“
 
Ein freundliches Lächeln legte sich auf die Lippen des Alten, während er sich auf seinen Sessel niederließ. „Ich nehme an, dass Ihr wisst, dass wir hier unseren Tag nicht nur mit Beten und dem Vorbringen von Lobpreisungen verbringen, sondern dass das Leben in der Kirche vor allem durch harte Arbeit bestimmt ist. Viele bedürfen unserer Hilfe und viel muss dafür getan werden. Und selbst die einfachsten Tätigkeiten sind für unsere Sache, die Botschaft unseres Erbauers in die Welt hinauszutragen, von immenser Bedeutung. Aber vielleicht könnt Ihr mir bei der Aufgabenverteilung für Euch sogar helfen, indem Ihr mir sagt, was Ihr früher so gemacht habt, welche Fähigkeiten Ihr inzwischen erworben habt und ob Ihr spezielle Begabungen habt, die der Kirche dienlich sein könnten.“
 
 
___________________________________________________________________________
 
 
„Du hast recht, Miandra. Hier werden wir nichts finden“, antwortete Vernita der schwarzhaarigen Frau, während sie sich grübelnd ans Kinn fasste. Hier kamen sie nicht weiter, aber irgendwas hatte sie übersehen. Nur was? Wer konnte ihnen jetzt helfen? Aber natürlich. Wie konnte sie nur so schwer von Begriff sein?
 
„Dieser Bettler da draußen könnte uns weiterhelfen“, sagte sie plötzlich und setzte sich in Bewegung. „Der sieht so aus, als würde er schon lange diesen Bettelplatz sein Eigen nennen. Der weiß sicher, was hier los gewesen ist. Diese Penner sind die Augen und Ohren einer Stadt.“
 
Sie verließ das Gebäude, warf einen kurzen Blick auf Lydia, die unruhig auf und ab ging, bevor sie schnurstracks auf den Bettler zuging, der an der Ecke des gegenüberliegenden Hauses angelehnt saß und seine Hand ausstreckte. Er sah ziemlich abgerissen aus. Die Kleidung bestand nur aus zerrissenen Lumpen, seine grauen Haaren hingen im wirr über das faltige, vernarbte Gesicht. Dicht vor dem Mann kam die Elfe zum Stillstand und ging in die Hocke.
 
„Habt Erbamen mit einem alten Kriegsveteranen“, krächzte der Alte und entblößte dabei seine zu Stummeln heruntergefaulten Zähne.
 
„Du hast im Krieg gekämpft, Alter? In welchem denn?“
 
„Ich war ein Offizier der königlichen Truppen, die während der Verderbnis gegen die Dunkle Brut gekämpft haben.“
 
„Du hast gegen die Brut gekämpft? Interessant. Ich nämlich auch, doch scheint dir die Schlacht um diese Stadt einiges mehr abverlangt zu haben als mir. Doch vielleicht kannst du einer alten Kriegskameradin eine Auskunft geben, um der alten Zeiten wegen und natürlich für diesen Sovereign hier.“
 
Die Elfe zog das Goldstück aus der Tasche und hielt es dem alten Bettler unter die Nase. Die Augen des Alten fingen gleich an zu Leuchten und ein gieriges Grinsen legte sich auf seine Lippen.
 
„Was wollt Ihr wissen?“
 
„Dieses verfallene Gebäude da hinter mir...weißt du, was hier geschehen ist und wo sich seine Bewohner aufhalten?“
 
„Ihr sucht Legin Dingolor, richtig?“
 
Vernita nickt nur.
 
„Dieser Kerl ist ein widerliches Subjekt. Der größte Abschaum der Stadt, wenn Ihr mich fragt. Seid Ihr sicher, dass Ihr ihn finden wollt?“
 
„Absolut“, antwortete die Elfe entschlossen. „Ich weiß, was für eine Sorte Mensch er ist. Darum geht es ja. Ich habe noch eine Rechnung mit ihm offen.“
 
„Das ist gut. Macht kurzen Prozess mit diesem Stück Dreck“, grinste der Alte.
 
„Wo finde ich ihn?“
 
„Er hat vor etwa einem Jahr diese Bude dort drüben aufgegeben. Es gab wohl zuviel Ärger. Ständig war die Stadtwache hier. Es gab unzählige Razzien, doch konnten sie diese Schlange nie erwischen. Irgendwann hat er sich dann einen neuen Unterschlupf gesucht.“
 
„Wo ist er?“
 
„Das weiß ich nicht. Aber ich kenne jemanden, der Euch helfen kann. Der Mann heißt Shendâr und ist ein weißhaariger Elf mit roten Augen und einer extrem blassen Gesichtshaut. Sie nennen ihn deshalb auch „den Albino“. Er ist ein Geldeintreiber Legins und klappert meist die Bordelle und schmierigen Kneipen im Hafen ab. Dort werdet Ihr ihn sicher finden.“
 
„Danke, Alterchen“, erwiderte Vernita grinsend. „Du hast mir sehr geholfen. Hier ist deine Belohnung.“
 
Die Elfe legte dem Bettler das Goldstück in die faltige Hand, woraufhin dieser sogleich aufsprang und erstaunlich schnell das Weite suchte. Soweit also zu der Sache mit dem gebrechlichen Kriegsopfer, doch diese Geschichte hatte sie dem Bettler ohnehin nicht abgekauft. Nur seinen Bericht über diesen Albino glaubte sie ihm. Oder aber er war ein verflucht guter Lügner.
 
Vernita ging zu Miandra und Lydia zurück. „Wir haben eine neue Spur. Statten wir der Weißen Perle einen Besuch ab. Ist schon ewig her, seit ich das letzte Mal einen Fuß in diesen Puff gesetzt habe.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 24 décembre 2010 - 12:35 .