Miandra warf dem kahlen Raum noch einen letzten prüfenden Blick zu, bevor sie sich abwandte und diesen wieder verließ. Lydia hüpfte unruhig und gelangweilt vor dem Haus herum, doch etwas anderes hatte Miandra auch nicht von dem Mädchen erwartet. Miandra beachtete sie nicht länger und blieb neben der Hauswand stehen während Vernita versuchte den alten Bettler auszufragen. Miandra zweifelte nicht daran, dass der alte Mann lügen würde, um an etwas Geld zu kommen – oder eher, dass er schon ein sehr guter Lügner sein müsste, damit ihm Vernita diese abkaufen würde.
Nur wenige Augenblickte später, kehrte die Elfe wieder zurück und erwähnte etwas von einem „Puff“. Miandra musste kurz ihre Gedanken durchforsten, da sie diesen Ausdruck bisher nur einmal gehört hatte in Zusammenhang mit „Bordell“, als sich einige Männer, die damals für eine Nacht in der Taverne in der sie arbeitete untergetaucht waren, darüber unterhielten. Soweit sie es richtig verstanden hatte, soll es sich dabei um eine Art Haus handeln, indem Frauen und Männer ihren Körper für Geld verkaufen. Eigentlich keine dumme Idee, für etwas Geld zu verlangen, was den Kerlen wohl sehr zu gefallen scheint – was Miandra noch nie verstanden hatte. Vor einigen Jahren dachte sie sogar einige Male ernsthaft darüber nach in so einem Haus unterzutauchen, doch wahrscheinlich hätte sie es dort ohnehin nicht lange ausgehalten. Und genau in diesem Moment überschlugen sich ihre Gedankengänge.
„Ihr meint also wir sollen in so ein Bordell gehen, wo es vor lauter Kerlen, die sich um diese Zeit ihren Spaß gönnen, wimmelt, worunter bestimmt auch einige Wachen, die unseren Steckbrief kennen, versteckt sind?“, fragte sie Vernita etwas verwundert.
„Oder denkt Ihr, dass deren Hirn nicht mehr funktioniert, sobald sie einen Fuß in dieses Haus gesetzt haben?“, fügte Miandra mit einem leichten Schmunzeln hinzu, da es wahrscheinlich sogar der Wahrheit entsprach und sie sich ihre Frage wohl gerade selbst beantwortet hatte.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1501
Posté 25 décembre 2010 - 04:01
#1502
Posté 25 décembre 2010 - 04:47
Leanora folgte Bruder Castillá in seine Stube, und setzte sich dort auf einen der Stühle, von dem sie jedoch sofort wieder aufstand. Zuvieles war soeben auf sie eingestürzt, was der Priester ihr gerade sagte. Bruder Renaldo war also der Neffe der Ehrwürdigen Mutter, mitsamt einflussreichen Freunden innerhalb und außerhalb der Kirche? Wie einflussreich waren diese Freunde? War er der Schlüssel dazu, mehr herauszufinden? Ihre Nerven vibrierten, und eine leichte Gänsehaut überzog ihren Rücken. Als sie an das Gesicht des Mannes dachte, stellten sich ihre Häärchen auf der Haut auf. Trotzdem hatte sie im Moment nicht die Zeit, darüber nachzudenken, sondern mußte zuerst Bruder Castillás Fragen beantworten.
Sie runzelte die Stirn. Eine gute Frage, was konnte sie? Eigentlich nichts, was mit schwerer körperlicher Arbeit zu tun hatte, und selbst bei einfacheren Tätigkeiten hatte sie keinerlei Erfahrung, sei es nun beim Kochen, oder auch einfach mit Nadel und Faden umzugehen.
"Bruder Castillá," antwortete sie. "Ich wuchs gut behütet in einer nicht gerade mittellosen Familie auf, und für alle Arbeiten hatten wir Knechte und Mägde. Ich kann nicht vieles. Mir wurde gelehrt, mit Pfeil und Bogen bei der Jagd umzugehen, mit Pferden hab ich ein glückliches Händchen, Stallarbeit macht mir also nichts aus. Überhaupt die Arbeit mit Tieren macht mir Spaß und bereitet mir keine Probleme. Dazu kann ich Klavier spielen, und man sagt, ich könne gut singen. Aber ich fürchte, in der Küche würde ich wohl die Suppe versalzen. Ich muß also vieles lernen, aber ich werde mich anstrengen. Ihr sollt nicht enttäuscht von mir sein."
Abwartend blickte sie den älteren Mann an, gespannt, ob er sie nicht doch noch achtkantig hinauswerfen würde. Und sie mußte an Vernita denken, die sie anfangs als verzogenes Prinzeschen ansah. Würde der Priester auch so denken?
Sie runzelte die Stirn. Eine gute Frage, was konnte sie? Eigentlich nichts, was mit schwerer körperlicher Arbeit zu tun hatte, und selbst bei einfacheren Tätigkeiten hatte sie keinerlei Erfahrung, sei es nun beim Kochen, oder auch einfach mit Nadel und Faden umzugehen.
"Bruder Castillá," antwortete sie. "Ich wuchs gut behütet in einer nicht gerade mittellosen Familie auf, und für alle Arbeiten hatten wir Knechte und Mägde. Ich kann nicht vieles. Mir wurde gelehrt, mit Pfeil und Bogen bei der Jagd umzugehen, mit Pferden hab ich ein glückliches Händchen, Stallarbeit macht mir also nichts aus. Überhaupt die Arbeit mit Tieren macht mir Spaß und bereitet mir keine Probleme. Dazu kann ich Klavier spielen, und man sagt, ich könne gut singen. Aber ich fürchte, in der Küche würde ich wohl die Suppe versalzen. Ich muß also vieles lernen, aber ich werde mich anstrengen. Ihr sollt nicht enttäuscht von mir sein."
Abwartend blickte sie den älteren Mann an, gespannt, ob er sie nicht doch noch achtkantig hinauswerfen würde. Und sie mußte an Vernita denken, die sie anfangs als verzogenes Prinzeschen ansah. Würde der Priester auch so denken?
Modifié par Bellandyrs, 25 décembre 2010 - 04:50 .
#1503
Posté 26 décembre 2010 - 05:30
Bruder Castillá fuhr sich nachdenklich über den Spitzbart. „Hmm...Tiere also. Nun, wir haben Hühner, Schweine und Ziegen hier in der Kirche, die uns mit Fleisch, Milch und Eiern versorgen. Oder vielleicht könnt Ihr Euch auch um die Pferde der Templer in unserem Stall kümmern. Ich werde mir mal ansehen, ob wir Euch dort unterbringen können. Ansonsten gibt es immer noch den leichten Küchendienst oder Ihr macht etwas anderes, wie etwa die Fußböden schrubben. Das ist leicht zu erlernen, selbst wenn Ihr damit keinerlei Erfahrungen habt. Wir werden schon etwas passendes für Euch finden, keine bange. Und was Eure musikalischen Talente angeht...bei nächster Gelegenheit werde ich sie mir einmal anhören. Möglicherweise könntet Ihr unseren Chor verstärken, doch damit beschäftigen wir uns ein anderes Mal.“
Der alte Mann stand auf und ging zu einer Kordel, die in der Ecke des Raumes an der Decke hing. Zweimal zog er kräftig daran, bevor er sich wieder zu Leanora umwandte. „Oberschwester Beandricé wird sich nun um Euch kümmern. Sie wird Euch angemessene Kleidung und eine Unterkunft besorgen. Ihr solltet Euch dann auch bald zur Ruhe begeben, da unser Tagwerk schon recht früh beginnt. Wir beide reden morgen noch über die Aufgaben, die Ihr innerhalb dieser Mauern übernehmen werdet. Habt Ihr noch Fragen?“
Bruder Castillá setzte sich wieder auf seinen Sessel und schaute sein Gegenüber freundlich lächelnd an.
___________________________________________________________________________
„Keine Sorge, Miandra“, beschwichtigte Vernita die schwarzhaarige Frau. „Soldaten halten sich nur in einem solchen Haus auf, wenn sie dienstfrei haben oder im Zuge einer Razzia. Allerdings werden die Stadtwachen kein dienstfrei mehr bekommen, solange sie auf der Suche nach uns sind. Sie dürfen in einem solchen Fall nach Dienstschluss die Kaserne nicht verlassen und bleiben dort bis auf weiteres abrufbereit. Ist eine Standardverfahrensweise bei der Suche nach entflohenen Schwerverbrechern. Viel größere Sorgen mache ich mir um diese Söldner, die hinter uns her sind. Die halten sich nicht an das Protokoll und sind deshalb schwer einzuschätzen. Aber jetzt lasst uns gehen.“
Vernita, Miandra und Lydia setzten sich in Bewegung. Die Elfe führte sie über verschlungene und finstere Gassen in die Hafengegend Denerims, wozu sie fast die komplette Stadt durchqueren mussten. Die wenigen Patrouillen, die ihnen entgegen kamen, umgingen die drei geschickt. Nach einer Weile hatten sie schließlich ihr Ziel erreicht. Von weitem sahen die drei schon den hell erleuchteten Eingang des Bordells. Und die beiden Stadtwachensoldaten, die davor patrouillierten.
„Verdammt! Da sind Soldaten!“ zischte die Elfe leise. „Schnell folgt mir!
Vernita führte die beiden zu einem nahegelegenen Lagerhaus, hinter dessen Ecke sie sich vor den Augen der Wachen verbargen. Von hier aus hatten sie einen guten Blick auf den Eingang der Weißen Perle.
„Da ist bestimmt gerade eine Razzia im Gange!“ meinte Vernita zu den beiden gewandt. „Wir müssen warten, bis sich die Soldaten verzogen haben, bevor wir uns da reinwagen können!“
Der alte Mann stand auf und ging zu einer Kordel, die in der Ecke des Raumes an der Decke hing. Zweimal zog er kräftig daran, bevor er sich wieder zu Leanora umwandte. „Oberschwester Beandricé wird sich nun um Euch kümmern. Sie wird Euch angemessene Kleidung und eine Unterkunft besorgen. Ihr solltet Euch dann auch bald zur Ruhe begeben, da unser Tagwerk schon recht früh beginnt. Wir beide reden morgen noch über die Aufgaben, die Ihr innerhalb dieser Mauern übernehmen werdet. Habt Ihr noch Fragen?“
Bruder Castillá setzte sich wieder auf seinen Sessel und schaute sein Gegenüber freundlich lächelnd an.
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„Keine Sorge, Miandra“, beschwichtigte Vernita die schwarzhaarige Frau. „Soldaten halten sich nur in einem solchen Haus auf, wenn sie dienstfrei haben oder im Zuge einer Razzia. Allerdings werden die Stadtwachen kein dienstfrei mehr bekommen, solange sie auf der Suche nach uns sind. Sie dürfen in einem solchen Fall nach Dienstschluss die Kaserne nicht verlassen und bleiben dort bis auf weiteres abrufbereit. Ist eine Standardverfahrensweise bei der Suche nach entflohenen Schwerverbrechern. Viel größere Sorgen mache ich mir um diese Söldner, die hinter uns her sind. Die halten sich nicht an das Protokoll und sind deshalb schwer einzuschätzen. Aber jetzt lasst uns gehen.“
Vernita, Miandra und Lydia setzten sich in Bewegung. Die Elfe führte sie über verschlungene und finstere Gassen in die Hafengegend Denerims, wozu sie fast die komplette Stadt durchqueren mussten. Die wenigen Patrouillen, die ihnen entgegen kamen, umgingen die drei geschickt. Nach einer Weile hatten sie schließlich ihr Ziel erreicht. Von weitem sahen die drei schon den hell erleuchteten Eingang des Bordells. Und die beiden Stadtwachensoldaten, die davor patrouillierten.
„Verdammt! Da sind Soldaten!“ zischte die Elfe leise. „Schnell folgt mir!
Vernita führte die beiden zu einem nahegelegenen Lagerhaus, hinter dessen Ecke sie sich vor den Augen der Wachen verbargen. Von hier aus hatten sie einen guten Blick auf den Eingang der Weißen Perle.
„Da ist bestimmt gerade eine Razzia im Gange!“ meinte Vernita zu den beiden gewandt. „Wir müssen warten, bis sich die Soldaten verzogen haben, bevor wir uns da reinwagen können!“
#1504
Posté 26 décembre 2010 - 06:08
Lea schüttelte den Kopf. Was sollte sie auch schon groß an offenen Fragen haben.
"Danke Bruder Castillá, ich denke, die Fragen kommen erst mit dem Tagesablauf. Nur eines sollte ich wissen, nämlich wann ich morgen das Tagwerk beginnt, und ob ich dann dort abgeholt werde oder irgendwohin gehen muß. Das müßte ich mir nämlich zuvor einprägen, nicht dass ich mich noch verlaufe."
Sie war heilfroh, dass sie sich schon zur Ruhe begeben konnte. Zuviele Gedanken schwirrten in ihrem Kopf, und die hieß es zu ordnen. Und eine Möglichkeit zu finden, wie sie nachts mit Vernita in Kontakt treten konnte. Was bedeutete, sie würde auf eigene Faust noch einmal durch das Kloster streifen und sich mit den Gängen vertraut machen. Oberste Priorität hierbei war, den kürzesten und schnellesten Weg auszukundschaften, welcher in den Innenhof führte, wo sie sich mit Vernita treffen würde.
"Danke Bruder Castillá, ich denke, die Fragen kommen erst mit dem Tagesablauf. Nur eines sollte ich wissen, nämlich wann ich morgen das Tagwerk beginnt, und ob ich dann dort abgeholt werde oder irgendwohin gehen muß. Das müßte ich mir nämlich zuvor einprägen, nicht dass ich mich noch verlaufe."
Sie war heilfroh, dass sie sich schon zur Ruhe begeben konnte. Zuviele Gedanken schwirrten in ihrem Kopf, und die hieß es zu ordnen. Und eine Möglichkeit zu finden, wie sie nachts mit Vernita in Kontakt treten konnte. Was bedeutete, sie würde auf eigene Faust noch einmal durch das Kloster streifen und sich mit den Gängen vertraut machen. Oberste Priorität hierbei war, den kürzesten und schnellesten Weg auszukundschaften, welcher in den Innenhof führte, wo sie sich mit Vernita treffen würde.
#1505
Posté 27 décembre 2010 - 12:11
„Darüber braucht Ihr Euch keine Sorgen zu machen“, beschwichtigte Bruder Castillá. „Oberschwester Beandricé wird Euch schon wecken und Euch zum Speiseraum führen, wo Ihr etwas zu Essen bekommt. Anschließend geht Ihr mit den anderen Schwestern zur Morgenandacht. Und sobald diese vorbei ist, kommt wieder zur mir, dann sprechen wir über Euer zukünftiges Aufgabengebiet. Ach so, Ihr dürft Euch innerhalb dieser Mauern frei bewegen, nur der Zutritt zum Wohnbereich der Templer ist Euch untersagt, aber da kommt Ihr ohnehin nicht rein, da er stets bewacht wird. Außerdem werden die Räume der Obrigkeit dieser Kirche auch verschlossen sein, wenn wir uns nicht in diesen befinden, oder wir der Ruhe pflegen. Doch das versteht sich sicher von selbst.“
In diesem Moment trat eine Frau Mitte vierzig ein, welche in ein langes Gewand gekleidet war. Ihr feuerrotes Haar hatte sie zu einem dicken Knoten auf dem Hinterkopf zusammengesteckt und ihre fahlblauen Augen musterten Leanora eindringlich. Dabei verzog ihr kalkweißes Gesicht keine Miene.
„Aaah, Schwester Beandricé. Schön das Ihr hier seid“, meinte der Alte sichtlich erfreut. „Das ist Sophia. Sie wird ab sofort als Laienschwester unserer Kirche dienen. Bitte seid so gut, und kümmert Euch um sie. Sie benötigt passende Kleidung und eine Unterkunft. Morgen werden wir gemeinsam eine Tätigkeit für unsere neue Schwester finden.“
Die Angesprochene nickte dem Alten nur kurz zu, der sich zum Abschied noch einmal an Leanora wandte. „Die Schwester wird sich nun um Euch kümmern, Sophia. Ich wünsche Euch ein angenehme Nachtruhe und heiße Euch noch einmal in unserem Orden willkommen. Wir sprechen morgen weiter.“
Dann gab Bruder Castillá der Oberschwester ein Zeichen, woraufhin diese mit ihrer kratzigen Stimme das Wort ergriff. „Na, dann komm, Täubchen. Lass uns gehen. Der Bruder möchte nun allein sein.“
Beandricé geleitete Leanora zur Tür hinaus und führte sie durch den Hauptteil der Kirche zu den Quartieren der Schwestern, während sie auf die blondhaarige Frau einredete. „Du heißt also Sophia, ja? Du kannst mich Oberschwester Beandricé nennen. Ich stehe euch Laienschwestern vor. Mit anderen Worten, was ich sage, dass wird auch gemacht, verstanden? In diesen Mauern herrscht Zucht und Ordnung. Und durch harte Arbeit findest du auch zum Glauben, du wirst schon sehen. Bisher scheinst du davon ja noch nicht viel mitbekommen zu haben, wenn ich mir so deine zarten Händchen ansehe. Aber das kriegen wir schon hin, meine Kleine. Und gedrückt wird sich bei mir nicht, das dies mal von vornherein klar ist. So, da sind wir.“
Die Schwester öffnete die Tür und trat ein „Was stehst du da herum? Komm rein, oder willst du da draußen Wurzeln schlagen?“ brummelte Beandricé sogleich, als Leanora ihr nicht direkt gefolgt war. Der Raum selbst war mit allerlei Schränken, Truhen, Kisten und Fässern vollgestellt. Anscheinend befanden sich die beiden in der Vorratskammer der Kirche.
„Mal sehen, was wir hier haben“, murmelte die Schwester, während sie Leanora noch einmal ganz genau begutachtete. Anschließend öffnete sie einen der Schränke und kramte drei Roben und mehrere Satz Unterkleider aus diesem heraus, welche sie vor der blonden Frau auf die Theke legte. „Hier, dass dürfte dir passen. Komm schon, weiter geht’s.“
Die Oberschwester führte Leanora wieder durch das Gebäude, bis sie zu einem Gang kamen, von dem aus mehrere Türen abzweigten. Vor einer dieser Eingänge blieb sie schließlich stehen. „So, da wären wir. Du teilst dir dieses Zimmer mit Schwester Lucia. Sie dürfte allerdings noch nicht da drin sein, aber du wirst schon sehen, welches ihre Schlafstätte ist. Nimm dir also die andere. Ich wecke dich vor Sonnenaufgang, also solltest Du früh schlafen gehen, um morgen nicht total übermüdet zu sein. Falls du nicht schlafen kannst, solltest du dir darüber keine Sorgen machen. Morgen Nacht kannst du garantiert schlafen, das kann ich dir versprechen. Falls du mich brauchst, ich schlafe in dem Zimmer am Ende des Ganges. Du solltest mich allerdings nur stören, wenn es wirklich wichtig ist, klar? Wenn Du noch Fragen hast, dann stelle sie mir jetzt. Ansonsten sehen wir uns morgen früh.“
Beandricé sah der blonden Frau herausfordernd ins Gesicht.
In diesem Moment trat eine Frau Mitte vierzig ein, welche in ein langes Gewand gekleidet war. Ihr feuerrotes Haar hatte sie zu einem dicken Knoten auf dem Hinterkopf zusammengesteckt und ihre fahlblauen Augen musterten Leanora eindringlich. Dabei verzog ihr kalkweißes Gesicht keine Miene.
„Aaah, Schwester Beandricé. Schön das Ihr hier seid“, meinte der Alte sichtlich erfreut. „Das ist Sophia. Sie wird ab sofort als Laienschwester unserer Kirche dienen. Bitte seid so gut, und kümmert Euch um sie. Sie benötigt passende Kleidung und eine Unterkunft. Morgen werden wir gemeinsam eine Tätigkeit für unsere neue Schwester finden.“
Die Angesprochene nickte dem Alten nur kurz zu, der sich zum Abschied noch einmal an Leanora wandte. „Die Schwester wird sich nun um Euch kümmern, Sophia. Ich wünsche Euch ein angenehme Nachtruhe und heiße Euch noch einmal in unserem Orden willkommen. Wir sprechen morgen weiter.“
Dann gab Bruder Castillá der Oberschwester ein Zeichen, woraufhin diese mit ihrer kratzigen Stimme das Wort ergriff. „Na, dann komm, Täubchen. Lass uns gehen. Der Bruder möchte nun allein sein.“
Beandricé geleitete Leanora zur Tür hinaus und führte sie durch den Hauptteil der Kirche zu den Quartieren der Schwestern, während sie auf die blondhaarige Frau einredete. „Du heißt also Sophia, ja? Du kannst mich Oberschwester Beandricé nennen. Ich stehe euch Laienschwestern vor. Mit anderen Worten, was ich sage, dass wird auch gemacht, verstanden? In diesen Mauern herrscht Zucht und Ordnung. Und durch harte Arbeit findest du auch zum Glauben, du wirst schon sehen. Bisher scheinst du davon ja noch nicht viel mitbekommen zu haben, wenn ich mir so deine zarten Händchen ansehe. Aber das kriegen wir schon hin, meine Kleine. Und gedrückt wird sich bei mir nicht, das dies mal von vornherein klar ist. So, da sind wir.“
Die Schwester öffnete die Tür und trat ein „Was stehst du da herum? Komm rein, oder willst du da draußen Wurzeln schlagen?“ brummelte Beandricé sogleich, als Leanora ihr nicht direkt gefolgt war. Der Raum selbst war mit allerlei Schränken, Truhen, Kisten und Fässern vollgestellt. Anscheinend befanden sich die beiden in der Vorratskammer der Kirche.
„Mal sehen, was wir hier haben“, murmelte die Schwester, während sie Leanora noch einmal ganz genau begutachtete. Anschließend öffnete sie einen der Schränke und kramte drei Roben und mehrere Satz Unterkleider aus diesem heraus, welche sie vor der blonden Frau auf die Theke legte. „Hier, dass dürfte dir passen. Komm schon, weiter geht’s.“
Die Oberschwester führte Leanora wieder durch das Gebäude, bis sie zu einem Gang kamen, von dem aus mehrere Türen abzweigten. Vor einer dieser Eingänge blieb sie schließlich stehen. „So, da wären wir. Du teilst dir dieses Zimmer mit Schwester Lucia. Sie dürfte allerdings noch nicht da drin sein, aber du wirst schon sehen, welches ihre Schlafstätte ist. Nimm dir also die andere. Ich wecke dich vor Sonnenaufgang, also solltest Du früh schlafen gehen, um morgen nicht total übermüdet zu sein. Falls du nicht schlafen kannst, solltest du dir darüber keine Sorgen machen. Morgen Nacht kannst du garantiert schlafen, das kann ich dir versprechen. Falls du mich brauchst, ich schlafe in dem Zimmer am Ende des Ganges. Du solltest mich allerdings nur stören, wenn es wirklich wichtig ist, klar? Wenn Du noch Fragen hast, dann stelle sie mir jetzt. Ansonsten sehen wir uns morgen früh.“
Beandricé sah der blonden Frau herausfordernd ins Gesicht.
Modifié par Aliens Crew, 04 janvier 2011 - 04:57 .
#1506
Posté 27 décembre 2010 - 02:19
Miandra blickte in die Richtung des Bordells. Die beiden Wachen die dort patrouillierten schienen von ihrem Beruf etwas gelangweilt zu sein - scheinbar führten sie solche Durchsuchungen in letzter Zeit des Öfteren durch – natürlich ohne Erfolg. Eine relativ abgemagerte junge Frau - was man gut erkennen konnte, da sie nur die wichtigsten Stellen ihres Körpers mit purpurrotem Stoff bedeckt hatte – durchschritt mit graziösen Schritten die Eingangstür der Perle. Lange blonde gelockte Haare bedeckten ihre Schultern bis hin zu ihren Brüsten und roter Lippenstift zierte ihr blasses Gesicht. Sie passte auf keine Beschreibung der gesuchten Personen und war damit wohl bereits von der Durchsuchung entlassen - zudem sah sie ohnehin so aus, als würde sie ihr gesamtes Leben in diesem Schuppen verbracht haben. Die Aufmerksamkeit einer der Wachen glitt sofort zu der blonden Frau, welche sich diesem bereits genähert hatte. Die Kälte der Nacht, welche ihre Glieder beinahe zum Erzittern brachte, ließ sie sich nicht anmerken, als sie versuchte den Mann zu umgarnen. Es war klar worauf sie hinaus wollte, und es dauerte nicht lange, als sie nach seiner Hand griff, um ihn mit sich in die Perle zu ziehen.
Genau in diesem Moment wurde die Türe ein weiteres Mal geöffnet. Dieses Mal jedoch voller Kraft, so dass diese beinahe aus den Scharnieren glitt und dabei einen lauten Krach von sich gab. Mehrere Wachen, die ihre Arbeit wohl gerade beendet hatten, durchschritten die Tür. Einer dieser, der sie wohl anführte, warf der Patrouille einen erzürnten Blick zu als er sich diesem und der blonden Frau näherte. Ohne Worte packte er die junge Frau mit seinem Panzerhandschuh am Oberarm, zog sie in seine Richtung und gab ihr eine Ohrfeige. Miandra zuckte bei dem Anblick zusammen und wandte den Blick für einige Augenblicke von dem Geschehen ab.
„Dumme Schlampe! Was erlaubst du dir eine königliche Stadtwache mit deinen Drecksfingern bei der Arbeit zu stören?!“, schrie eine wütenden Männerstimme und drang noch in Miandras Ohren. Anschließend waren einige Scheppernde Geräusche zu vernehmen die mit jedem Herzschlag leiser zu werden schienen und von einigen Schluchzern überdeckt wurden.
Nachdem die Soldaten verschwunden schienen, wagte Miandra einen weiteren Blick zu dem Haus. Die blonde Frau kniete auf dem nassen Boden, zitterte am gesamten Körper und hielt sich ihre Wange mit beiden Händen. Blut floss über diese und vermischte sich mir ihren Tränen.
„Ich denke die Razzia ist nun vorbei… “, brachte Miandra nur heraus nachdem sie einige Male geschluckt hatte und setzte bereits zum Gehen an, ohne ein weiteres Mal zu der blonden Frau zu blicken.
Genau in diesem Moment wurde die Türe ein weiteres Mal geöffnet. Dieses Mal jedoch voller Kraft, so dass diese beinahe aus den Scharnieren glitt und dabei einen lauten Krach von sich gab. Mehrere Wachen, die ihre Arbeit wohl gerade beendet hatten, durchschritten die Tür. Einer dieser, der sie wohl anführte, warf der Patrouille einen erzürnten Blick zu als er sich diesem und der blonden Frau näherte. Ohne Worte packte er die junge Frau mit seinem Panzerhandschuh am Oberarm, zog sie in seine Richtung und gab ihr eine Ohrfeige. Miandra zuckte bei dem Anblick zusammen und wandte den Blick für einige Augenblicke von dem Geschehen ab.
„Dumme Schlampe! Was erlaubst du dir eine königliche Stadtwache mit deinen Drecksfingern bei der Arbeit zu stören?!“, schrie eine wütenden Männerstimme und drang noch in Miandras Ohren. Anschließend waren einige Scheppernde Geräusche zu vernehmen die mit jedem Herzschlag leiser zu werden schienen und von einigen Schluchzern überdeckt wurden.
Nachdem die Soldaten verschwunden schienen, wagte Miandra einen weiteren Blick zu dem Haus. Die blonde Frau kniete auf dem nassen Boden, zitterte am gesamten Körper und hielt sich ihre Wange mit beiden Händen. Blut floss über diese und vermischte sich mir ihren Tränen.
„Ich denke die Razzia ist nun vorbei… “, brachte Miandra nur heraus nachdem sie einige Male geschluckt hatte und setzte bereits zum Gehen an, ohne ein weiteres Mal zu der blonden Frau zu blicken.
Modifié par Kaysallie, 27 décembre 2010 - 02:43 .
#1507
Posté 27 décembre 2010 - 06:09
Lea hatte keine Fragen mehr.
"Vielen Dank Oberschwester Beandricé. Wir sehen uns morgen früh." Sie nickte der Schwester zu und betrat dann das kleine Zimmer, wo sie sofort die Tür hinter sich zuzog.
"Meine Güte, welch Schreckschraube... und die Stimme wie Kreide, die über eine Schiefertafel kratzt", dachte Lea bei sich.
Neugierig blickte sie sich in dem spartanisch eingerichteten Zimmer um. Zwei Betten, zwei kleine Schränke, ein Bücherregal, ein kleiner Tisch, den man auch als Schreibtisch verwenden konnte. Am Kopfende des rechten Bettes lag eine Strickweste, so schloß Lea, dass dies wohl das Bett ihrer neuen Zimmergefährtin sein würde. Hoffentlich war diese wenigstens nett, aber allein die Tatsache, dass sie ihr Zimmer teilen mußte, behagte ihr nicht. Die Mitbewohnerin würde auf jeden Fall mitkriegen, wenn sie sich nachts weg schlich. Und wenn das auch so eine Kratzbürste war, dann würde das ganze Unterfangen noch sehr schwer werden.
Sie öffnete eine Schranktür und legte dort die Roben und Unterwäsche ab. Heute würde es wohl egal sein, wenn sie die noch nicht anzog.
Dann setzte sie sich auf die Bettkante und verzog angewidert das Gesicht, als die Matratze erst extrem nachgab und dann gleich darauf ein quietschendes Geräusch verursachte. So schwer war sie wahrlich nicht!
Schnell schob sie die Gedanken beiseite, und versuchte, einen Plan auszuarbeiten. Das Treffen mit Vernita würde auf jeden Fall davon abhängig sein, wie ihre Zimmernachbarin war. Und sie mußte die Gunst der Stunde nutzen, dass dieser Renaldo Gefallen an ihr fand. Vielleicht mußte sie gar nicht bis zum äußersten gehen? Wäre sie frei, würde sie ihn einfach zum Essen einladen, einige Gläser schweren Rotweins haben schon so manche Zunge gelöst, vor allem gepaart mit dem weiblichen Charme, den sie spielen lassen konnte.
Dennoch stand Koketterie hier nicht zur Diskussion, als angehende Ordensschwester durfte sie nicht einmal annährend mit einem Mann herumschäkern. Vielleicht reizte ihn aber gerade ihre Distanziertheit. War er überhaupt derjenige, über den sie an Informationen kommen konnte?
Sie beschloß, einen Versuch zu wagen, sobald sich eine Gelegenheit ergab, aber würde auf jeden Fall Vernita vorher noch um Rat fragen.
Schnell stand sie wieder auf, begab sich zu dem Tisch, auf dem Papier und Tintenfass bereit standen. Hastig kritzelte sie eine Notiz an Vernita.
"Weiß noch nicht wie das mit Treffen funktioniert, deswegen erstmal eine Nachricht. Es gibt hier einen Bruder, der wohl einflussreiche Freunde innerhalb und ausserhalb der Klostermauern hat, und keinen Hehl daraus machte, dass er weder keusch lebt, noch dass er Gefallen an mir findet, und mir nur zu gerne zeigen würde, welche Erfüllung der Glaube an den Erbauer bringen kann. Er meinte er würde mir den Himmel auf Erden bereiten... nun, dass ich mich für so etwas nicht hergebe ist Euch sicher bewußt, aber ich würde gerne Eure Meinung dazu hören."
Lea tauchte die Feder wieder ins Tintenfass und schrieb weiter:
"Die Oberschwester ist eine Kratzbürste, meine Zimmernachbarin kenne ich noch nicht. Ich halte Euch auf dem laufenden. Ich bin hier als Sophia. Gruß, L."
Schnell löschte sie die Tinte, faltete das Pergament so klein wie möglich zusammen und versteckte es in ihrer Jackentasche. Dann verließ sie das Zimmer und schlenderte langsam die Gänge entlang, auf der Suche nach dem Ausgang zum Innenhof.
Kurz darauf wurde sie fündig, und sie stand in der frischen Abendluft vor dem leeren Baumstumpf. Sie blickte sich um, sah aber keine Menschenseele und so ließ sie den Zettel geschwind in dem Versteck verschwinden. Dann spazierte sie in Ruhe eine Runde im Innenhof herum, sollte sie jemand sehen, konnte sie immer noch sagen, sie würde einen Abendspaziergang machen.
Schließlich kehrte sie in ihr Zimmer zurück, aber ihre Nachbarin war noch immer nicht eingetroffen. So setzte sie sich wieder auf die quietschende Bettkante und wartete.
"Vielen Dank Oberschwester Beandricé. Wir sehen uns morgen früh." Sie nickte der Schwester zu und betrat dann das kleine Zimmer, wo sie sofort die Tür hinter sich zuzog.
"Meine Güte, welch Schreckschraube... und die Stimme wie Kreide, die über eine Schiefertafel kratzt", dachte Lea bei sich.
Neugierig blickte sie sich in dem spartanisch eingerichteten Zimmer um. Zwei Betten, zwei kleine Schränke, ein Bücherregal, ein kleiner Tisch, den man auch als Schreibtisch verwenden konnte. Am Kopfende des rechten Bettes lag eine Strickweste, so schloß Lea, dass dies wohl das Bett ihrer neuen Zimmergefährtin sein würde. Hoffentlich war diese wenigstens nett, aber allein die Tatsache, dass sie ihr Zimmer teilen mußte, behagte ihr nicht. Die Mitbewohnerin würde auf jeden Fall mitkriegen, wenn sie sich nachts weg schlich. Und wenn das auch so eine Kratzbürste war, dann würde das ganze Unterfangen noch sehr schwer werden.
Sie öffnete eine Schranktür und legte dort die Roben und Unterwäsche ab. Heute würde es wohl egal sein, wenn sie die noch nicht anzog.
Dann setzte sie sich auf die Bettkante und verzog angewidert das Gesicht, als die Matratze erst extrem nachgab und dann gleich darauf ein quietschendes Geräusch verursachte. So schwer war sie wahrlich nicht!
Schnell schob sie die Gedanken beiseite, und versuchte, einen Plan auszuarbeiten. Das Treffen mit Vernita würde auf jeden Fall davon abhängig sein, wie ihre Zimmernachbarin war. Und sie mußte die Gunst der Stunde nutzen, dass dieser Renaldo Gefallen an ihr fand. Vielleicht mußte sie gar nicht bis zum äußersten gehen? Wäre sie frei, würde sie ihn einfach zum Essen einladen, einige Gläser schweren Rotweins haben schon so manche Zunge gelöst, vor allem gepaart mit dem weiblichen Charme, den sie spielen lassen konnte.
Dennoch stand Koketterie hier nicht zur Diskussion, als angehende Ordensschwester durfte sie nicht einmal annährend mit einem Mann herumschäkern. Vielleicht reizte ihn aber gerade ihre Distanziertheit. War er überhaupt derjenige, über den sie an Informationen kommen konnte?
Sie beschloß, einen Versuch zu wagen, sobald sich eine Gelegenheit ergab, aber würde auf jeden Fall Vernita vorher noch um Rat fragen.
Schnell stand sie wieder auf, begab sich zu dem Tisch, auf dem Papier und Tintenfass bereit standen. Hastig kritzelte sie eine Notiz an Vernita.
"Weiß noch nicht wie das mit Treffen funktioniert, deswegen erstmal eine Nachricht. Es gibt hier einen Bruder, der wohl einflussreiche Freunde innerhalb und ausserhalb der Klostermauern hat, und keinen Hehl daraus machte, dass er weder keusch lebt, noch dass er Gefallen an mir findet, und mir nur zu gerne zeigen würde, welche Erfüllung der Glaube an den Erbauer bringen kann. Er meinte er würde mir den Himmel auf Erden bereiten... nun, dass ich mich für so etwas nicht hergebe ist Euch sicher bewußt, aber ich würde gerne Eure Meinung dazu hören."
Lea tauchte die Feder wieder ins Tintenfass und schrieb weiter:
"Die Oberschwester ist eine Kratzbürste, meine Zimmernachbarin kenne ich noch nicht. Ich halte Euch auf dem laufenden. Ich bin hier als Sophia. Gruß, L."
Schnell löschte sie die Tinte, faltete das Pergament so klein wie möglich zusammen und versteckte es in ihrer Jackentasche. Dann verließ sie das Zimmer und schlenderte langsam die Gänge entlang, auf der Suche nach dem Ausgang zum Innenhof.
Kurz darauf wurde sie fündig, und sie stand in der frischen Abendluft vor dem leeren Baumstumpf. Sie blickte sich um, sah aber keine Menschenseele und so ließ sie den Zettel geschwind in dem Versteck verschwinden. Dann spazierte sie in Ruhe eine Runde im Innenhof herum, sollte sie jemand sehen, konnte sie immer noch sagen, sie würde einen Abendspaziergang machen.
Schließlich kehrte sie in ihr Zimmer zurück, aber ihre Nachbarin war noch immer nicht eingetroffen. So setzte sie sich wieder auf die quietschende Bettkante und wartete.
Modifié par Bellandyrs, 27 décembre 2010 - 07:12 .
#1508
Posté 28 décembre 2010 - 12:38
Die Tür der kleinen Kammer öffnete sich und eine ziemlich kleine und etwas korpulente Frau mit karottenroten Haaren betrat den Raum. Sie hatte grüne Augen und ihr blasses Gesicht war über und über mit Sommersprossen bedeckt. Sie wirkte ziemlich erschöpft und schien Leanora gar nicht zu bemerken.
Schnurstracks ging sie zu ihrem Bett hinüber, ließ sich darauf nieder und wollte sich gerade schon ihre Robe über den Kopf ziehen, als ihr die blondhaarige Frau ins Auge fiel. Erschrocken sprang sie auf und starrte Leanora aus schreckgeweiteten Augen an.
„Meine Güte, hast du mich vielleicht erschreckt!“ stammelte sie noch ganz außer Atem. Ihre Müdigkeit schien auf einmal verflogen zu sein. Sie brauchte einen Moment, um sich zu beruhigen. „Ich nehme mal an, dass du neu hier bist, richtig? Mein Name ist Lucia und so wie es aussieht werden wir beide wohl eine zeitlang hier zusammen hausen, was? Dann sollten wir doch das Beste draus machen, findest du nicht?“
Die junge Frau näherte sich Leanora und streckte ihr zur Begrüßung die Hand entgegen. „Verrätst du mir auch deinen Namen?“
___________________________________________________________________________
Vernita beobachtete schweigend das Treiben der blonden Frau, bis diese durch den Schlag des Soldaten zu Boden ging. Danach konzentrierte sie sich auf die Patrouille, die sich kurz darauf in Bewegung setzte und in einer der Seitenstraßen verschwand. Es dauerte eine Weile, bis das Scheppern ihrer Rüstung verklungen war und man nur noch das Schluchzen der blonden Frau vernehmen konnte. Bevor die Elfe etwas sagen konnte, ergriff Miandra das Wort und machte sich auch schon auf dem Weg in Richtung des Bordells.
„Ja, du hast recht. Also gehen wir“, meinte sie nur, bevor sie sich an Lydia wandte. „Und du bleibst hier und behältst die Gegend im Auge, alles klar?“
Vernita wartete gar nicht auf die Antwort, sondern folgte sogleich der schwarzhaarigen Frau. Die beiden erreichten auch gleich darauf das Gebäude und traten ein. Im Innern ließ nichts mehr darauf schließen, dass hier vor wenigen Augenblicken noch eine Razzia stattgefunden hatte. Die Gäste und Bediensteten gingen schon wieder ihren üblichen Tätigkeiten nach. Essen, trinken, sich unterhalten und der körperlichen Liebe nachgehen.
Die Elfe erinnerte sich an ihren letzten Besuch in diesem Etablissement vor einigen Jahren. Sie war auf der Suche nach einem flüchtigen Verbrecher, der sich in diesem Bordell verstecken wollte. Vernita stellte den Mann, der eine der Bediensteten als Geisel nahm und sich mit ihr einen Weg nach draußen freipressen wollte. Doch die Elfe wollte ihr Ziel nicht einfach ziehen lassen, und da ihr das Leben dieser Hure völlig gleichgültig war, zeigte sie diesem Schlauberger, wie gut sie ihre Schwerter werfen konnte. Zum Glück für die Hure war Vernita schon damals ebenso versiert darin wie heute. Sie tötete den Mann, ohne dass der Frau etwas geschah.
Sanga, die Besitzerin der Perle wollte der Elfe damals für ihre Dienste eine Bezahlung anbieten, doch Vernita verzichtete. Ihr reichte es, die Leiche des Kerls mitnehmen zu können, den sie verfolgt hatte. Sanga versprach ihr daraufhin, nicht zu vergessen, was sie getan hatte und sich irgendwann einmal dafür zu revangieren. Nun sollte sie ihre Chance bekommen.
„Sieh dich um, ob du diesen Albinoelfen hier irgendwo ausmachen kannst“, meinte Vernita zu Miandra gewandt. „Ich rede inzwischen mit der Besitzerin.“
Die Elfe drängte sich durch den vollen Schankraum des Bordells, bis hin zur Theke, hinter der Sanga stand und die Tresenplatte abwischte, während sie aufmerksam dem Treiben ihrer Angestellten zusah. Erst als Vernita sie fast erreicht hatte, fiel sie der Bordellbesitzerin ins Auge.
„Ich glaube, ich traue meinen Augen nicht“, meinte Sanga mehr als überrascht. „Vernita! Die Retterin meiner besten Stute im Stall! Seid Ihr es wirklich?“
„Ja, ich bin es. Aber redet nicht so laut. Es braucht niemand zu wissen, dass ich wieder in der Stadt bin.“
„Verstehe. Kann ich etwas für Euch tun? Ihr seid doch nicht etwa hier, um mich um einen Gefallen zu bitten, oder?“
„Doch. Ich bin hier, um alte Schulden einzutreiben“, erwiderte die Elfe grinsend. „Von Euch und von anderen.“
„Sagt mir, worum es geht! Wenn ich kann, helfe ich Euch gern. Ich bleibe anderen Leuten nur ungern etwas schuldig.“
„Ich suche einen Elfen namens Shendár. Er ist auch unter dem Spitznamen „der Albino“ bekannt.“
„Ja, den kenne ich.“
„Wie ich gehört habe, treibt der Kerl Schutzgelder für einen Kerl namens Legin Dingolor ein“, erzählte Vernita weiter. „Und Ihr sollt auch zu den Leuten gehören, die von ihm erpresst werden.“
Sanga fing lauthals an zu lachen, woraufhin die Elfe überrascht eine Augenbraue hob. Die Bordellbesitzerin brauchte einen Moment, um sich wieder in den Griff zu bekommen. Sie wischte sich noch die Tränen aus den Augen, als sie Vernita antwortete. „Da seid Ihr aber gehörig auf dem Holzweg, werte Freundin. Legin bekommt von mir kein Schutzgeld, ich bezahle ihn dafür, dass ich neue Stuten für meinen Stall bekomme. Er hat ein gutes Händchen dafür, mir talentierten Nachwuchs zu liefern. Und dafür beteilige ich ihm am Gewinn, das ist alles. Aber Shendár ist dabei sein Verbindungsmann, das ist wahr.“
Die Frau hielt einen Moment inne, indem sie angestrengt nachzudenken schien, bevor sie weitaus beunruhigter weitersprach. „Ihr wollt doch nicht etwa einem von beidem etwas antun, oder? Das wäre ganz und gar nicht in meinem Sinne.“
„Nein, nein, keine Angst“, beschwichtigte die Elfe. „Legin schuldet mir auch noch einen kleinen Gefallen. Und jetzt ist es an der Zeit, dass ich diesen von ihm einfordere. Also, wann kann ich mit diesem Shendár sprechen?“
„Er kommt einmal die Woche hier vorbei. Morgen müsste er wieder hier sein. Kommt einfach zur selben Zeit noch einmal her. Dann könnt Ihr Euch mit ihm treffen.“
„Danke, Sanga. Dann sehen wir uns morgen. Noch eine erfolgreiche Nacht“, bemerkte Vernita noch, bevor sie sich abwandte und zu Miandra zurückging.
„So wie es aussieht, werden wir hier heute nichts mehr ausrichten können. Unser Paket kommt erst morgen hierher. Also sollten wir wieder zurückgehen und das Ganze auf morgen Nacht verschieben. Los, verschwinden wir von hier!“
Schnurstracks ging sie zu ihrem Bett hinüber, ließ sich darauf nieder und wollte sich gerade schon ihre Robe über den Kopf ziehen, als ihr die blondhaarige Frau ins Auge fiel. Erschrocken sprang sie auf und starrte Leanora aus schreckgeweiteten Augen an.
„Meine Güte, hast du mich vielleicht erschreckt!“ stammelte sie noch ganz außer Atem. Ihre Müdigkeit schien auf einmal verflogen zu sein. Sie brauchte einen Moment, um sich zu beruhigen. „Ich nehme mal an, dass du neu hier bist, richtig? Mein Name ist Lucia und so wie es aussieht werden wir beide wohl eine zeitlang hier zusammen hausen, was? Dann sollten wir doch das Beste draus machen, findest du nicht?“
Die junge Frau näherte sich Leanora und streckte ihr zur Begrüßung die Hand entgegen. „Verrätst du mir auch deinen Namen?“
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Vernita beobachtete schweigend das Treiben der blonden Frau, bis diese durch den Schlag des Soldaten zu Boden ging. Danach konzentrierte sie sich auf die Patrouille, die sich kurz darauf in Bewegung setzte und in einer der Seitenstraßen verschwand. Es dauerte eine Weile, bis das Scheppern ihrer Rüstung verklungen war und man nur noch das Schluchzen der blonden Frau vernehmen konnte. Bevor die Elfe etwas sagen konnte, ergriff Miandra das Wort und machte sich auch schon auf dem Weg in Richtung des Bordells.
„Ja, du hast recht. Also gehen wir“, meinte sie nur, bevor sie sich an Lydia wandte. „Und du bleibst hier und behältst die Gegend im Auge, alles klar?“
Vernita wartete gar nicht auf die Antwort, sondern folgte sogleich der schwarzhaarigen Frau. Die beiden erreichten auch gleich darauf das Gebäude und traten ein. Im Innern ließ nichts mehr darauf schließen, dass hier vor wenigen Augenblicken noch eine Razzia stattgefunden hatte. Die Gäste und Bediensteten gingen schon wieder ihren üblichen Tätigkeiten nach. Essen, trinken, sich unterhalten und der körperlichen Liebe nachgehen.
Die Elfe erinnerte sich an ihren letzten Besuch in diesem Etablissement vor einigen Jahren. Sie war auf der Suche nach einem flüchtigen Verbrecher, der sich in diesem Bordell verstecken wollte. Vernita stellte den Mann, der eine der Bediensteten als Geisel nahm und sich mit ihr einen Weg nach draußen freipressen wollte. Doch die Elfe wollte ihr Ziel nicht einfach ziehen lassen, und da ihr das Leben dieser Hure völlig gleichgültig war, zeigte sie diesem Schlauberger, wie gut sie ihre Schwerter werfen konnte. Zum Glück für die Hure war Vernita schon damals ebenso versiert darin wie heute. Sie tötete den Mann, ohne dass der Frau etwas geschah.
Sanga, die Besitzerin der Perle wollte der Elfe damals für ihre Dienste eine Bezahlung anbieten, doch Vernita verzichtete. Ihr reichte es, die Leiche des Kerls mitnehmen zu können, den sie verfolgt hatte. Sanga versprach ihr daraufhin, nicht zu vergessen, was sie getan hatte und sich irgendwann einmal dafür zu revangieren. Nun sollte sie ihre Chance bekommen.
„Sieh dich um, ob du diesen Albinoelfen hier irgendwo ausmachen kannst“, meinte Vernita zu Miandra gewandt. „Ich rede inzwischen mit der Besitzerin.“
Die Elfe drängte sich durch den vollen Schankraum des Bordells, bis hin zur Theke, hinter der Sanga stand und die Tresenplatte abwischte, während sie aufmerksam dem Treiben ihrer Angestellten zusah. Erst als Vernita sie fast erreicht hatte, fiel sie der Bordellbesitzerin ins Auge.
„Ich glaube, ich traue meinen Augen nicht“, meinte Sanga mehr als überrascht. „Vernita! Die Retterin meiner besten Stute im Stall! Seid Ihr es wirklich?“
„Ja, ich bin es. Aber redet nicht so laut. Es braucht niemand zu wissen, dass ich wieder in der Stadt bin.“
„Verstehe. Kann ich etwas für Euch tun? Ihr seid doch nicht etwa hier, um mich um einen Gefallen zu bitten, oder?“
„Doch. Ich bin hier, um alte Schulden einzutreiben“, erwiderte die Elfe grinsend. „Von Euch und von anderen.“
„Sagt mir, worum es geht! Wenn ich kann, helfe ich Euch gern. Ich bleibe anderen Leuten nur ungern etwas schuldig.“
„Ich suche einen Elfen namens Shendár. Er ist auch unter dem Spitznamen „der Albino“ bekannt.“
„Ja, den kenne ich.“
„Wie ich gehört habe, treibt der Kerl Schutzgelder für einen Kerl namens Legin Dingolor ein“, erzählte Vernita weiter. „Und Ihr sollt auch zu den Leuten gehören, die von ihm erpresst werden.“
Sanga fing lauthals an zu lachen, woraufhin die Elfe überrascht eine Augenbraue hob. Die Bordellbesitzerin brauchte einen Moment, um sich wieder in den Griff zu bekommen. Sie wischte sich noch die Tränen aus den Augen, als sie Vernita antwortete. „Da seid Ihr aber gehörig auf dem Holzweg, werte Freundin. Legin bekommt von mir kein Schutzgeld, ich bezahle ihn dafür, dass ich neue Stuten für meinen Stall bekomme. Er hat ein gutes Händchen dafür, mir talentierten Nachwuchs zu liefern. Und dafür beteilige ich ihm am Gewinn, das ist alles. Aber Shendár ist dabei sein Verbindungsmann, das ist wahr.“
Die Frau hielt einen Moment inne, indem sie angestrengt nachzudenken schien, bevor sie weitaus beunruhigter weitersprach. „Ihr wollt doch nicht etwa einem von beidem etwas antun, oder? Das wäre ganz und gar nicht in meinem Sinne.“
„Nein, nein, keine Angst“, beschwichtigte die Elfe. „Legin schuldet mir auch noch einen kleinen Gefallen. Und jetzt ist es an der Zeit, dass ich diesen von ihm einfordere. Also, wann kann ich mit diesem Shendár sprechen?“
„Er kommt einmal die Woche hier vorbei. Morgen müsste er wieder hier sein. Kommt einfach zur selben Zeit noch einmal her. Dann könnt Ihr Euch mit ihm treffen.“
„Danke, Sanga. Dann sehen wir uns morgen. Noch eine erfolgreiche Nacht“, bemerkte Vernita noch, bevor sie sich abwandte und zu Miandra zurückging.
„So wie es aussieht, werden wir hier heute nichts mehr ausrichten können. Unser Paket kommt erst morgen hierher. Also sollten wir wieder zurückgehen und das Ganze auf morgen Nacht verschieben. Los, verschwinden wir von hier!“
#1509
Posté 30 décembre 2010 - 01:11
Einen kurzen Augenblick nachdem Vernita in den Menschenmassen verschwunden war, fühlte sich Miandra für einen Bruchteil einer Sekunde komplett fehl am Platz und ein wenig alleine, doch das Gefühl verflog so schnell wie es gekommen war. Kurz überblickte sie den Raum und spürte dabei, wie sie von einigen Blicken getroffen wurde, wodurch sie realisierte, dass sie noch immer direkt am Eingang stand. Für diese Torheit hätte sie sich am liebsten selbst einen Schlag ins Gesicht verpasst, doch sie versuchte es sich nicht anmerken zu lassen und setzte sich stattdessen in Bewegung, um ein wenig in der Menge unterzutauchen. Mit unauffälligen Blicken beobachtete sie, wie sich die verschiedensten Frauen und Männer miteinander unterhielten, dabei scherzten und alkoholische Getränke zu sich nahmen oder sich einander bereits etwas näher kamen. Ein Pärchen in einer Ecke war sogar gerade dabei den Körper des jeweils anderen mit den Händen zu erforschen.
So sah ein Bordell also von Innen aus. Miandra konnte bei dem Gedanken nur den Kopf schütteln. Nachdem sie sich eine Runde durch die Menschenmassen gekämpft hatte, stand sie wieder in der Nähe des Eingangs, wo sie sich an einer mit Stoff gepolsterten Bank niederließ. Schließlich konnte sie nicht einfach stehen bleiben, denn das wäre wohl etwas auffällig gewesen. Da ihr vorhin leider niemand, zu dem die Beschreibung eines „Albinoelfen“ passen würde, ins Auge gestochen war, versuchte sie weiterhin von der Bank aus die Personen unauffällig zu beobachten.
Doch genau das erwies sich als alles andere als einfach. Es schien wie verhext zu sein, da ihre Blicke beinahe jedes Mal – vor allem von den Personen männlichen Geschlechts – erwidert wurden. Sie war eindeutig keine Beobachterin in diesen vier Wänden, was ihr alles andere als gefiel, denn jeder, der dieses Haus betrat war ein Beobachter der darauf aus war, jemanden „kennen zu lernen“. Die Musik, welche gespielt wurde, um die Stimmung noch mehr anzuheizen, schien immer schneller und drückender zu werden. Miandra wusste nicht woran es lag, aber all diese vielen Menschen und Elfen auf einem Haufen, deren Blicke sie wie Nadelstiche spürte und die immer mehr zu werden und näher zu kommen schienen, trieben ihr regelrecht den Schweiß aus den Poren. Sie wäre am liebsten sofort aus dem Gebäude gerannt, doch der Gedanke an ihr Vorhaben hätte eine solche Handlung niemals so leichtfertig toleriert.
Plötzlich tauchte Vernita wieder neben ihr auf und berichtete ihre Neuigkeiten, die Miandra nur gerade recht kamen, doch ehe sie etwas darauf hätte antworten oder gar hätte verschwinden können, spürte sie wie sich irgendjemand ziemlich geschickt neben sie setzte. Miandra wandte den Blick von Vernita ab, um - eher aus reflexartiger Reaktion als aus Neugierde – herauszufinden, um wen es sich dabei handelte.
Doch noch bevor sie in das Gesicht des Unbekannten blicken konnte, wurde ihr bereits ein Glas, gefüllt mit einem blutroten Wein, in die Hand gedrückt, wobei sie die Flüssigkeit beinahe verschüttet hätte, aufgrund dieser stürmischen Aktion ihres Gegenübers.
Zwei Herzschläge lang starrte Miandra ungläubig in das Glas, welches wie herbeigezaubert schien.
„Ein spezieller Wein, der sanft duftet, dem Gaumen schmeichelt und die Sinnesorgane nicht kränkt. Ihr solltet ihn kosten, da er bestimmt perfekt mit Euch harmoniert“, drang schmeichelnd in Miandras Ohren, und sie blickte zeitgleich in das Gesicht des Mannes, welcher sich neben sie gesetzt hatte. Es wurde von einem schelmischen Grinsen geziert, wodurch sich an seiner rechten Wange ein kleines Grübchen bildete. Seine Gesichtsfarbe war von der Sonne braun gebrannt, und glich beinahe dem Braun seiner recht kurzen Haare. Zudem schien er allgemein recht gepflegt und wohlhabend zu sein, da er keinen Bart trug und wohl aufgrund der vielen Stickereien, die in seine Kleidung eingebracht waren. Doch am Irritierensten fand Miandra die grünen Augen dieses Mannes, die sie fixierten, alles andere wohl einfach ignorierten und in welchen wohl so gut wie jede Frau versunken wäre.
Natürlich versank Miandra nicht darin, aber dieser Blick, bei dem man beinahe spüren konnte wie er einen von oben bis unten auszog, machte sie regelrecht wütend. Miandra hatte es satt von diesen Kerlen immer nur als ein Lustobjekt gesehen zu werden, doch im Prinzip konnte man in einem Bordell wohl auch nichts anderes erwarten – worin wohl genau ihr Problem lag.
Wie sollte sie diesen Mann nun einfach abweisen? Wäre das nicht etwas auffällig gewesen? Schließlich mussten sie doch unentdeckt bleiben und sich anpassen... Wären sie nur in einer normalen Taverne gewesen, hätte sie diesen Kerl wohl bereits ausgelacht, wäre einfach aufgestanden und verschwunden. Aber hier? Miandra war noch nie in einem Bordell und wusste nicht was man sich auf diesem unbekannten Gelände erlauben konnte, fühlte sich unsicher bei dem was sie nun vielleicht anrichten könnte. Miandras Gehirnzellen arbeiteten innerhalb weniger Sekunden auf Hochtouren, um nach einer Lösung zu finden.
Dennoch war eines für Miandra klar und bedurfte keinerlei weiterer Überlegung: Sie musste diesen Kerl loswerden, um zusammen mit Vernita von hier verschwinden zu können.
Vernita? Miandra schien ihre Lösung gefunden zu haben. Wahrscheinlich war die Elfe kurz davor auszurasten wegen dieses Kerls, doch Miandra verzichtete auf einen Blick in ihre Richtung und ergriff stattdessen das Wort, wobei ihre gerade noch etwas geschockte Haltung in eine selbstsicherere überging und sich ein nur sehr zaghaftes Grinsen auf ihre Lippen legte. „Und Ihr solltet in Zukunft besser darauf achten, wer hier mit wem… harmoniert.“
Anschließend geschahen wohl mehrere Dinge zur selben Zeit: Zuerst verschwand das Grinsen des Mannes eher langsam, als er versuchte Miandras Worte zu verstehen und dabei einen leicht verwirrten Gesichtsausdruck annahm.
Währenddessen hatte sie das Weinglas auf einem kleinen Holztisch, der direkt vor der Bank stand, abgestellt. Ohne zu zögern wandte sie sich Vernita zu, blickte diese für einen Herzschlag mit einer Art von Furcht in den Augen an, so als wüsste sie keinen anderen Ausweg, bevor sie ihre Hände vorsichtig auf die Wangen der Elfe legte, sich dieser dabei näherte, ihre Augen schloss und ihre Lippen auf die Ihren drückte und zu einem Kuss formte.
Dem Mann, welcher noch immer neben Miandra saß, fiel dabei die Kinnlade nach unten. Nicht, weil er so etwas noch nie gesehen hatte, eher da er damit nicht gerechnet hatte. Es brauchte nur zwei Sekunden, die für ihn reichten, um von der Bank aufzustehen und in der Menschenmasse zu verschwinden, um sich wohl jemand Neues zu suchen, den er mit seinem Wein begeistern konnte.
Sofort nachdem er verschwunden war, löste sich Miandra von Vernita, welche ziemlich geschockt aussah.
„Entschuldigt, aber mir fiel gerade nichts Besseres ein“, flüsterte sie der Elfe noch zu, bevor sie diese komplett losließ, sich wieder zu dem Tisch drehte, erneut nach dem Weinglas griff und dieses mit einem Zug leerte.
„Lasst uns verschwinden“, fügte sie noch mit vom Alkohol verzogenem Gesicht hinzu, erhob sich von der Bank und ging zu der nahegelegenen Türe.
So sah ein Bordell also von Innen aus. Miandra konnte bei dem Gedanken nur den Kopf schütteln. Nachdem sie sich eine Runde durch die Menschenmassen gekämpft hatte, stand sie wieder in der Nähe des Eingangs, wo sie sich an einer mit Stoff gepolsterten Bank niederließ. Schließlich konnte sie nicht einfach stehen bleiben, denn das wäre wohl etwas auffällig gewesen. Da ihr vorhin leider niemand, zu dem die Beschreibung eines „Albinoelfen“ passen würde, ins Auge gestochen war, versuchte sie weiterhin von der Bank aus die Personen unauffällig zu beobachten.
Doch genau das erwies sich als alles andere als einfach. Es schien wie verhext zu sein, da ihre Blicke beinahe jedes Mal – vor allem von den Personen männlichen Geschlechts – erwidert wurden. Sie war eindeutig keine Beobachterin in diesen vier Wänden, was ihr alles andere als gefiel, denn jeder, der dieses Haus betrat war ein Beobachter der darauf aus war, jemanden „kennen zu lernen“. Die Musik, welche gespielt wurde, um die Stimmung noch mehr anzuheizen, schien immer schneller und drückender zu werden. Miandra wusste nicht woran es lag, aber all diese vielen Menschen und Elfen auf einem Haufen, deren Blicke sie wie Nadelstiche spürte und die immer mehr zu werden und näher zu kommen schienen, trieben ihr regelrecht den Schweiß aus den Poren. Sie wäre am liebsten sofort aus dem Gebäude gerannt, doch der Gedanke an ihr Vorhaben hätte eine solche Handlung niemals so leichtfertig toleriert.
Plötzlich tauchte Vernita wieder neben ihr auf und berichtete ihre Neuigkeiten, die Miandra nur gerade recht kamen, doch ehe sie etwas darauf hätte antworten oder gar hätte verschwinden können, spürte sie wie sich irgendjemand ziemlich geschickt neben sie setzte. Miandra wandte den Blick von Vernita ab, um - eher aus reflexartiger Reaktion als aus Neugierde – herauszufinden, um wen es sich dabei handelte.
Doch noch bevor sie in das Gesicht des Unbekannten blicken konnte, wurde ihr bereits ein Glas, gefüllt mit einem blutroten Wein, in die Hand gedrückt, wobei sie die Flüssigkeit beinahe verschüttet hätte, aufgrund dieser stürmischen Aktion ihres Gegenübers.
Zwei Herzschläge lang starrte Miandra ungläubig in das Glas, welches wie herbeigezaubert schien.
„Ein spezieller Wein, der sanft duftet, dem Gaumen schmeichelt und die Sinnesorgane nicht kränkt. Ihr solltet ihn kosten, da er bestimmt perfekt mit Euch harmoniert“, drang schmeichelnd in Miandras Ohren, und sie blickte zeitgleich in das Gesicht des Mannes, welcher sich neben sie gesetzt hatte. Es wurde von einem schelmischen Grinsen geziert, wodurch sich an seiner rechten Wange ein kleines Grübchen bildete. Seine Gesichtsfarbe war von der Sonne braun gebrannt, und glich beinahe dem Braun seiner recht kurzen Haare. Zudem schien er allgemein recht gepflegt und wohlhabend zu sein, da er keinen Bart trug und wohl aufgrund der vielen Stickereien, die in seine Kleidung eingebracht waren. Doch am Irritierensten fand Miandra die grünen Augen dieses Mannes, die sie fixierten, alles andere wohl einfach ignorierten und in welchen wohl so gut wie jede Frau versunken wäre.
Natürlich versank Miandra nicht darin, aber dieser Blick, bei dem man beinahe spüren konnte wie er einen von oben bis unten auszog, machte sie regelrecht wütend. Miandra hatte es satt von diesen Kerlen immer nur als ein Lustobjekt gesehen zu werden, doch im Prinzip konnte man in einem Bordell wohl auch nichts anderes erwarten – worin wohl genau ihr Problem lag.
Wie sollte sie diesen Mann nun einfach abweisen? Wäre das nicht etwas auffällig gewesen? Schließlich mussten sie doch unentdeckt bleiben und sich anpassen... Wären sie nur in einer normalen Taverne gewesen, hätte sie diesen Kerl wohl bereits ausgelacht, wäre einfach aufgestanden und verschwunden. Aber hier? Miandra war noch nie in einem Bordell und wusste nicht was man sich auf diesem unbekannten Gelände erlauben konnte, fühlte sich unsicher bei dem was sie nun vielleicht anrichten könnte. Miandras Gehirnzellen arbeiteten innerhalb weniger Sekunden auf Hochtouren, um nach einer Lösung zu finden.
Dennoch war eines für Miandra klar und bedurfte keinerlei weiterer Überlegung: Sie musste diesen Kerl loswerden, um zusammen mit Vernita von hier verschwinden zu können.
Vernita? Miandra schien ihre Lösung gefunden zu haben. Wahrscheinlich war die Elfe kurz davor auszurasten wegen dieses Kerls, doch Miandra verzichtete auf einen Blick in ihre Richtung und ergriff stattdessen das Wort, wobei ihre gerade noch etwas geschockte Haltung in eine selbstsicherere überging und sich ein nur sehr zaghaftes Grinsen auf ihre Lippen legte. „Und Ihr solltet in Zukunft besser darauf achten, wer hier mit wem… harmoniert.“
Anschließend geschahen wohl mehrere Dinge zur selben Zeit: Zuerst verschwand das Grinsen des Mannes eher langsam, als er versuchte Miandras Worte zu verstehen und dabei einen leicht verwirrten Gesichtsausdruck annahm.
Währenddessen hatte sie das Weinglas auf einem kleinen Holztisch, der direkt vor der Bank stand, abgestellt. Ohne zu zögern wandte sie sich Vernita zu, blickte diese für einen Herzschlag mit einer Art von Furcht in den Augen an, so als wüsste sie keinen anderen Ausweg, bevor sie ihre Hände vorsichtig auf die Wangen der Elfe legte, sich dieser dabei näherte, ihre Augen schloss und ihre Lippen auf die Ihren drückte und zu einem Kuss formte.
Dem Mann, welcher noch immer neben Miandra saß, fiel dabei die Kinnlade nach unten. Nicht, weil er so etwas noch nie gesehen hatte, eher da er damit nicht gerechnet hatte. Es brauchte nur zwei Sekunden, die für ihn reichten, um von der Bank aufzustehen und in der Menschenmasse zu verschwinden, um sich wohl jemand Neues zu suchen, den er mit seinem Wein begeistern konnte.
Sofort nachdem er verschwunden war, löste sich Miandra von Vernita, welche ziemlich geschockt aussah.
„Entschuldigt, aber mir fiel gerade nichts Besseres ein“, flüsterte sie der Elfe noch zu, bevor sie diese komplett losließ, sich wieder zu dem Tisch drehte, erneut nach dem Weinglas griff und dieses mit einem Zug leerte.
„Lasst uns verschwinden“, fügte sie noch mit vom Alkohol verzogenem Gesicht hinzu, erhob sich von der Bank und ging zu der nahegelegenen Türe.
Modifié par Kaysallie, 30 décembre 2010 - 01:20 .
#1510
Posté 30 décembre 2010 - 03:03
Nachdem Vernita sich wieder zu Miandra gesellt hatte und ihr gesagt hatte, was es zu sagen gab, wollte sie sich schon wieder auf den Weg nach draußen begeben, als sich plötzlich ein ziemlich aufgetakelter Kerl neben die schwarzhaarige Frau setzte, dieser ein Weinglas in die Hand drückte und ihr die Ohren voll säuselte. Die Elfe spürte sofort, wie das Blut in ihren Adern zu kochen begann. War es Eifersucht? Oder war sie nur erzürnt darüber, dass dieser Schnösel Miandra anmachte, obwohl diese sich ja offensichtlich mit ihr unterhalten hatte? Sie konnte es nicht genau bestimmen, aber das war auch zweitrangig.
Vernitas Körper fing leicht zu zittern an, sie stand kurz davor die Beherrschung zu verlieren, diesem Kerl die Flasche aus der Hand zu reißen und sie ihm über den Schädel zu ziehen. Oder sie hätte ihm den Kopf abgerissen und den Hals seiner Flasche in den Halsstumpf seines Körpers gerammt. Die Elfe war so sehr auf diesen Kerl fixiert, dass sie gar nicht bemerkte, wie Miandra das Wort ergriff. Erst als ihr Gesicht dicht vor dem ihren aufzutauchen schien, und sie Vernita einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte, nahm sie die schwarzhaarige Frau wieder wahr. Sie spürte ihre feuchten Lippen auf den ihren, realisierte ihren süßen, lieblichen Geschmack und fühlte ihren warmen Atem auf ihrer Haut. Reflexartig erwiderte sie den Kuss der Frau und wollte instinktiv mehr. Sie hob schon ihre Hände, um diese um Miandras Kopf zu legen und die Frau fest an sich zu drücken, als das Ganze auch schon wieder vorbei war.
Die schwarzhaarige Frau wich zurück und entschuldigte sich bei Vernita für ihre Tat, bevor sie das Weinglas dieses Kerls leerte, der sich inzwischen schon aus dem Staub gemacht hatte. Die Elfe blickte für einen Moment gedankenverloren auf die Tischplatte vor ihr, während sie versuchte, das eben Geschehene geistig zu verarbeiteten. War dies gerade eben wirklich geschehen? Oder bildete sie sich das nur ein? Auch wenn das Ganze nur wenige Augenblicke her war, so war sich Vernita da nicht mehr so sicher, das gerade eben wirklich erlebt zu haben. Erst als sie sich über die Lippen leckte und dabei noch einmal Miandra schmeckte, wurde ihr bewusst, dass dies kein Traum oder Wunschvorstellung gewesen war. Aber warum hatte sich Miandra deswegen bei ihr entschuldigt? Sie musste doch wissen, dass dies genau das war, was sich die Elfe schon so lange gewünscht hatte. Oder sagte sie das nur, um keine falschen Hoffnungen in Vernita zu wecken? Oder etwa nur aus Unsicherheit? Die Elfe konnte sich selbst diese Frage nicht beantworten, ihr wurde nur klar, dass es an der Zeit war, sich zusammenzureißen und von hier zu verschwinden.
„Ja, gehen wir“, meinte sie nur knapp und folgte der schwarzhaarigen Frau. Als die beiden gerade das Gebäude verließen, kam ihnen die blondhaarige Frau entgegen, die vorhin vor der Tür von dem Wachhauptmann niedergeschlagen worden war. Ein flüchtiger Blick der Elfe zeigte ihr, dass die getroffene Wange leicht anschwoll. Außerdem zeigte ihr stark geschminktes Gesicht deutliche Spuren ihres Weinkrampfes. ‚So kann sie wohl nicht weiterarbeiten’, ging es Vernita noch durch den Kopf, bevor sie auch schon an der Prostituierten vorbei war. Draußen traf die beiden die kühle Abendluft und ließ die Elfe wieder einen klaren Gedanken fassen.
„Hey, warte mal, Miandra“, sagte Vernita schnell und hielt die schwarzhaarige Frau am Arm fest. „Bevor wir beide jetzt wieder zu den anderen zurückgehen, wollte ich Dir noch sagen, dass du dich nicht bei mir für diesen Kuss entschuldigen musst. Mir hat er sehr gut gefallen und ich hoffe, dir auch. Zumindest bin ich dir dafür dankbar, auch weil du mich davor bewahrt hast, die Beherrschung nicht zu verlieren. Wer weiß, was ich diesem Schnösel sonst angetan hätte? Das hätte uns echt in Schwierigkeiten bringen können.“
Die Elfe trat langsam vor Miandra, schaute erst zu Boden, bevor sie langsam den Blick hob und der schwarzhaarigen Frau direkt in die Augen sah. „Also, nochmals danke, Miandra.“
Vernitas Körper fing leicht zu zittern an, sie stand kurz davor die Beherrschung zu verlieren, diesem Kerl die Flasche aus der Hand zu reißen und sie ihm über den Schädel zu ziehen. Oder sie hätte ihm den Kopf abgerissen und den Hals seiner Flasche in den Halsstumpf seines Körpers gerammt. Die Elfe war so sehr auf diesen Kerl fixiert, dass sie gar nicht bemerkte, wie Miandra das Wort ergriff. Erst als ihr Gesicht dicht vor dem ihren aufzutauchen schien, und sie Vernita einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte, nahm sie die schwarzhaarige Frau wieder wahr. Sie spürte ihre feuchten Lippen auf den ihren, realisierte ihren süßen, lieblichen Geschmack und fühlte ihren warmen Atem auf ihrer Haut. Reflexartig erwiderte sie den Kuss der Frau und wollte instinktiv mehr. Sie hob schon ihre Hände, um diese um Miandras Kopf zu legen und die Frau fest an sich zu drücken, als das Ganze auch schon wieder vorbei war.
Die schwarzhaarige Frau wich zurück und entschuldigte sich bei Vernita für ihre Tat, bevor sie das Weinglas dieses Kerls leerte, der sich inzwischen schon aus dem Staub gemacht hatte. Die Elfe blickte für einen Moment gedankenverloren auf die Tischplatte vor ihr, während sie versuchte, das eben Geschehene geistig zu verarbeiteten. War dies gerade eben wirklich geschehen? Oder bildete sie sich das nur ein? Auch wenn das Ganze nur wenige Augenblicke her war, so war sich Vernita da nicht mehr so sicher, das gerade eben wirklich erlebt zu haben. Erst als sie sich über die Lippen leckte und dabei noch einmal Miandra schmeckte, wurde ihr bewusst, dass dies kein Traum oder Wunschvorstellung gewesen war. Aber warum hatte sich Miandra deswegen bei ihr entschuldigt? Sie musste doch wissen, dass dies genau das war, was sich die Elfe schon so lange gewünscht hatte. Oder sagte sie das nur, um keine falschen Hoffnungen in Vernita zu wecken? Oder etwa nur aus Unsicherheit? Die Elfe konnte sich selbst diese Frage nicht beantworten, ihr wurde nur klar, dass es an der Zeit war, sich zusammenzureißen und von hier zu verschwinden.
„Ja, gehen wir“, meinte sie nur knapp und folgte der schwarzhaarigen Frau. Als die beiden gerade das Gebäude verließen, kam ihnen die blondhaarige Frau entgegen, die vorhin vor der Tür von dem Wachhauptmann niedergeschlagen worden war. Ein flüchtiger Blick der Elfe zeigte ihr, dass die getroffene Wange leicht anschwoll. Außerdem zeigte ihr stark geschminktes Gesicht deutliche Spuren ihres Weinkrampfes. ‚So kann sie wohl nicht weiterarbeiten’, ging es Vernita noch durch den Kopf, bevor sie auch schon an der Prostituierten vorbei war. Draußen traf die beiden die kühle Abendluft und ließ die Elfe wieder einen klaren Gedanken fassen.
„Hey, warte mal, Miandra“, sagte Vernita schnell und hielt die schwarzhaarige Frau am Arm fest. „Bevor wir beide jetzt wieder zu den anderen zurückgehen, wollte ich Dir noch sagen, dass du dich nicht bei mir für diesen Kuss entschuldigen musst. Mir hat er sehr gut gefallen und ich hoffe, dir auch. Zumindest bin ich dir dafür dankbar, auch weil du mich davor bewahrt hast, die Beherrschung nicht zu verlieren. Wer weiß, was ich diesem Schnösel sonst angetan hätte? Das hätte uns echt in Schwierigkeiten bringen können.“
Die Elfe trat langsam vor Miandra, schaute erst zu Boden, bevor sie langsam den Blick hob und der schwarzhaarigen Frau direkt in die Augen sah. „Also, nochmals danke, Miandra.“
Modifié par Aliens Crew, 30 décembre 2010 - 11:52 .
#1511
Posté 30 décembre 2010 - 06:58
Lea stand auf, lächelte und schüttelte Lucias Hand.
"Hallo Lucia, ja, ich bin neu hier. Mein Name ist Sophia. Schön, Dich kennenzulernen! Und tut mir leid, wenn ich Dich erschreckt haben sollte. Ich hoffe doch, dass wir uns verstehen werden. Unter uns gesagt, die nette Oberschwester hat mir einen gewissen Schrecken eingejagt, obwohl Bruder Castillá sehr nett war..."
Sie war gespannt, ob Lucia darauf reagieren würde, und wenn ja, wie.
"Hallo Lucia, ja, ich bin neu hier. Mein Name ist Sophia. Schön, Dich kennenzulernen! Und tut mir leid, wenn ich Dich erschreckt haben sollte. Ich hoffe doch, dass wir uns verstehen werden. Unter uns gesagt, die nette Oberschwester hat mir einen gewissen Schrecken eingejagt, obwohl Bruder Castillá sehr nett war..."
Sie war gespannt, ob Lucia darauf reagieren würde, und wenn ja, wie.
#1512
Posté 31 décembre 2010 - 01:10
„Ach, halb so wild“, beschwichtigte Lucia und ging zu ihrem Bett zurück. “Ich war nur so überrascht, dass ich plötzlich nicht mehr allein in diesem Zimmer wohne. Aber ich freue mich, dass ich jetzt wieder Gesellschaft habe, seit uns Schwester Sybillia verlassen hat, war ich abends immer allein hier. Ist auf die Dauer doch sehr langweilig und außerdem ziemlich einsam. Tja, aber das ist ja jetzt wohl vorbei, was? Ich freue mich auf jeden Fall auf unsere gemeinsame Zeit.“
Die rothaarige Schwester plapperte unentwegt weiter, so als hätte sie seit zehn Jahren nicht mehr mit jemanden gesprochen und wollte das jetzt innerhalb der nächsten fünf Minuten alles nachholen. Leanora sah die junge Frau deshalb nur etwas verdutzt an.
„Ja, und mit Schwester Beandricé hast du wohl recht. Sie ist etwas griesgrämig, aber wenn du hart arbeitest und ihr keinen Ärger machst, dann respektiert sie dich auch, wirst schon sehen. Du darfst dich nur nicht dabei erwischen lassen, wenn du etwas unkeusches tust. Das hat sie gar nicht gern. Und Bruder Castillá auch nicht. Er ist ja so ganz nett und hilfsbereit und alles, aber auch schrecklich konservativ. Nun, das ist eben noch die alte Schule, was soll man da machen? Immer brav sein und beten und arbeiten, und das war es auch schon. Aber wozu hat uns der Erbauer die Lust und die Leidenschaft gegeben, wenn wir sie nicht ausleben? Fragt Bruder Renaldo, der hat diesbezüglich eine ganz andere Auffassung zu solchen Dingen. Glaub mir, der weiß, wovon er redet. Seine Auslegung des Glaubens gefällt mir wesentlich besser. Ist nicht so trocken und spießig wie bei den anderen. Ach, dieser Mann ist einfach ein Traum.“
Die rothaarige Schwester plapperte unentwegt weiter, so als hätte sie seit zehn Jahren nicht mehr mit jemanden gesprochen und wollte das jetzt innerhalb der nächsten fünf Minuten alles nachholen. Leanora sah die junge Frau deshalb nur etwas verdutzt an.
„Ja, und mit Schwester Beandricé hast du wohl recht. Sie ist etwas griesgrämig, aber wenn du hart arbeitest und ihr keinen Ärger machst, dann respektiert sie dich auch, wirst schon sehen. Du darfst dich nur nicht dabei erwischen lassen, wenn du etwas unkeusches tust. Das hat sie gar nicht gern. Und Bruder Castillá auch nicht. Er ist ja so ganz nett und hilfsbereit und alles, aber auch schrecklich konservativ. Nun, das ist eben noch die alte Schule, was soll man da machen? Immer brav sein und beten und arbeiten, und das war es auch schon. Aber wozu hat uns der Erbauer die Lust und die Leidenschaft gegeben, wenn wir sie nicht ausleben? Fragt Bruder Renaldo, der hat diesbezüglich eine ganz andere Auffassung zu solchen Dingen. Glaub mir, der weiß, wovon er redet. Seine Auslegung des Glaubens gefällt mir wesentlich besser. Ist nicht so trocken und spießig wie bei den anderen. Ach, dieser Mann ist einfach ein Traum.“
#1513
Posté 31 décembre 2010 - 10:22
Leanora lächelte als sie Lucias Worte vernahm. So so, Bruder Renaldo war also bereits in den Fängen ihrer neuen Zimmernachbarin, welche einen durchaus netten und amüsanten Eindruck erweckte. Na kein Wunder, dachte Lea bei sich, Rothaarigen wurden ja seit je her nachgesagt, dass sie Feuer im Blut hatten. Allerdings wunderte sie sich, dass Renaldo auch etwas rundlichere Frauen gefielen. Oder war er einfach nicht wählerisch, was Lea eher vermutete.
"Ja, ich glaub dem bin ich schon begegnet... um ehrlich zu sein hab ich mich ziemlich erschrocken als der sich so forsch vorstellte. Vor dem ist wohl keine Robe sicher?" In ihrem Ton lag dabei aber ein lachender Unterton, obwohl sie die Frage durchaus ernst meinte.
"Kennst Du ihn denn näher? Er hat auf jeden Fall Ausstrahlung, da gebe ich Dir Recht. Ist es denn wert, ihn näher zu kennen, wenn man auf kein Abenteuer aus ist?"
"Ja, ich glaub dem bin ich schon begegnet... um ehrlich zu sein hab ich mich ziemlich erschrocken als der sich so forsch vorstellte. Vor dem ist wohl keine Robe sicher?" In ihrem Ton lag dabei aber ein lachender Unterton, obwohl sie die Frage durchaus ernst meinte.
"Kennst Du ihn denn näher? Er hat auf jeden Fall Ausstrahlung, da gebe ich Dir Recht. Ist es denn wert, ihn näher zu kennen, wenn man auf kein Abenteuer aus ist?"
#1514
Posté 31 décembre 2010 - 12:32
„Ich kenne ihn leider nicht so gut, wie ich gern möchte“, gab Lucia verlegen zu, wobei ihr blasses Gesicht plötzlich einen feuerroten Farbton annahm. „Ich träume jede Nacht davon, dass er mich in seine Arme schließt und mir den Himmel auf Erden zeigt, doch ich fürchte, ich bin einfach nicht sein Typ. Aber er ist so süß.“
Die Schwester zog sich ihre Robe über den Kopf und legte diese neben sich auf das Bett. Dann stand sie auf und ging zu der Waschschüssel, die sich in der Ecke des Raumes befand. Sie füllte etwas Wasser aus der Kanne, die daneben auf dem Boden stand in diese hinein und begann sich zu waschen...was wahrscheinlich nicht nur der Reinlichkeit dienen sollte, sondern auch dem Wunsch ihr erhitztes Gemüt etwas abzukühlen. Nachdem sie damit fertig war, griff sie sich ein Handtuch und begab sich zurück zu ihrer Schlafstätte.
„Mit mir unterhält sich immer nur ganz normal, wenn er mich überhaupt mal beachtet“, sprach sie wehmütig weiter, während sie sich abtrocknete. „Ich bin für ihn eben kein Frau, die es wert wäre, erobert zu werden. Dabei weiß er gar nicht, was ihm entgeht, da in mir ein solches Feuer lodert, mit dem ich die ganze Welt entzünden könnte. Aber leider sieht er das nicht so. Schade.“
Sie seufzte kurz, während ihr Blick gedankenverloren in die Ecke gerichtet war. Erst nach einem kurzem Moment des Schweigens sah sie Leanora wieder an, wobei sich ein verlegenes Lächeln auf ihre Lippen stahl. „Aber du hättest wirklich große Chancen bei ihm. Mit deinem Aussehen dürfte es für dich ein leichtes sein, ihn näher kennen zu lernen. Allerdings bezweifle ich, dass er sich mit dir über etwas anderes als Sex unterhalten wird. Zumindest nicht bevor ihr es nicht mindestens einmal miteinander gemacht habt. Hach, irgendwie beneide ich dich um deine Anmut. Würde ich so atemberaubend aussehen, dann wäre Bruder Renaldo schon lange mein.“
Die Schwester zog sich ihre Robe über den Kopf und legte diese neben sich auf das Bett. Dann stand sie auf und ging zu der Waschschüssel, die sich in der Ecke des Raumes befand. Sie füllte etwas Wasser aus der Kanne, die daneben auf dem Boden stand in diese hinein und begann sich zu waschen...was wahrscheinlich nicht nur der Reinlichkeit dienen sollte, sondern auch dem Wunsch ihr erhitztes Gemüt etwas abzukühlen. Nachdem sie damit fertig war, griff sie sich ein Handtuch und begab sich zurück zu ihrer Schlafstätte.
„Mit mir unterhält sich immer nur ganz normal, wenn er mich überhaupt mal beachtet“, sprach sie wehmütig weiter, während sie sich abtrocknete. „Ich bin für ihn eben kein Frau, die es wert wäre, erobert zu werden. Dabei weiß er gar nicht, was ihm entgeht, da in mir ein solches Feuer lodert, mit dem ich die ganze Welt entzünden könnte. Aber leider sieht er das nicht so. Schade.“
Sie seufzte kurz, während ihr Blick gedankenverloren in die Ecke gerichtet war. Erst nach einem kurzem Moment des Schweigens sah sie Leanora wieder an, wobei sich ein verlegenes Lächeln auf ihre Lippen stahl. „Aber du hättest wirklich große Chancen bei ihm. Mit deinem Aussehen dürfte es für dich ein leichtes sein, ihn näher kennen zu lernen. Allerdings bezweifle ich, dass er sich mit dir über etwas anderes als Sex unterhalten wird. Zumindest nicht bevor ihr es nicht mindestens einmal miteinander gemacht habt. Hach, irgendwie beneide ich dich um deine Anmut. Würde ich so atemberaubend aussehen, dann wäre Bruder Renaldo schon lange mein.“
#1515
Posté 31 décembre 2010 - 03:19
Lea wurde krebsrot anhand des Kompliments, welches ihr Lucia aussprach.
"Danke Lucia, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt möchte. In der Richtung bin ich eher altmodisch, einfach Sex mit jemanden zu haben, den man nicht liebt, das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Aber es könnte schon sein, dass er mich als Beute betrachtet. Zumindest kam seine Vorstellung so herüber. Letztlich hatte mich Bruder Castillá vor ihm gerettet, ich war wie vor den Kopf geschlagen und stand eher sprachlos da." Sie seufzte schwer, das Ganze behagte ihr im Prinzip überhaupt nicht.
"Das glaube ich, dass Du mit Deinem Wesen jeden mitreissen kannst. Hm... Lucia? Irgendwie hab ich schon ein wenig Angst davor, was ab morgen hier auf mich zukommt. Du mußt wissen, ich bin ins Kloster geflüchtet, weil mir im Prinzip alles genommen wurde. Irgendwie hat mein ganzes Dasein nicht mehr viel Sinn..."
Und sie begann, ihr die Geschichte zu erzählen, wie sie aufwuchs, dem Überfall und es deckte sich bis ins kleinste Detail mit dem, was sie der Ehrwürdigen Mutter erzählt hatte. Nur dass sie mehr von daheim erzählte, ihren Gesangsunterricht erwähnte, ihre Leidenschaft zur Jagd und zu den Pferden. Als sie geendet hatte meinte sie:
"Ich hoffe, Du bist jetzt nicht entsetzt, weil ich so verwöhnt wurde. Aber immerhin kannst Du sicher verstehen, wieso ich Angst habe vor dem, was da auf mich zukommt."
"Danke Lucia, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt möchte. In der Richtung bin ich eher altmodisch, einfach Sex mit jemanden zu haben, den man nicht liebt, das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Aber es könnte schon sein, dass er mich als Beute betrachtet. Zumindest kam seine Vorstellung so herüber. Letztlich hatte mich Bruder Castillá vor ihm gerettet, ich war wie vor den Kopf geschlagen und stand eher sprachlos da." Sie seufzte schwer, das Ganze behagte ihr im Prinzip überhaupt nicht.
"Das glaube ich, dass Du mit Deinem Wesen jeden mitreissen kannst. Hm... Lucia? Irgendwie hab ich schon ein wenig Angst davor, was ab morgen hier auf mich zukommt. Du mußt wissen, ich bin ins Kloster geflüchtet, weil mir im Prinzip alles genommen wurde. Irgendwie hat mein ganzes Dasein nicht mehr viel Sinn..."
Und sie begann, ihr die Geschichte zu erzählen, wie sie aufwuchs, dem Überfall und es deckte sich bis ins kleinste Detail mit dem, was sie der Ehrwürdigen Mutter erzählt hatte. Nur dass sie mehr von daheim erzählte, ihren Gesangsunterricht erwähnte, ihre Leidenschaft zur Jagd und zu den Pferden. Als sie geendet hatte meinte sie:
"Ich hoffe, Du bist jetzt nicht entsetzt, weil ich so verwöhnt wurde. Aber immerhin kannst Du sicher verstehen, wieso ich Angst habe vor dem, was da auf mich zukommt."
#1516
Posté 31 décembre 2010 - 03:23
Miandra würdigte die blondhaarige Frau, welche ihnen entgegen kam, nur eines flüchtigen Blickes. Miandra tat das was dieser passiert war nur wenig leid, da sie ja eigentlich auch selbst daran schuld war, doch die Art und Weise, wie sie behandelt wurde, war trotz alledem unangemessen und erinnerte Miandra daran, wie schmerzhaft und demütigend ein solcher Schlag ins Gesicht sein kann.
Nur nach wenigen weiteren Schritten erreichte sie schließlich den Ausgang dieses Teufelshauses, welchen sie sich bereits herbeigesehnt hatte. Die kalte Nachtluft veranlasste sie dazu, dass sie sich unbewusst den Umhang komplett zuknöpfte, zudem spürte sie wie ihr der Alkohol des Weines, den sie so schnell geleert hatte, ins Blut stieg.
Gerade als sie in die Richtung des Lagerhauses, bei welchem sie Lydia wusste, gehen wollte, wurde sie am Oberarm gepackt und festgehalten. Zeitgleich begann Vernita zu sprechen, meinte sie solle warten, was Miandra für keine gute Idee hielt, direkt vor diesem Bordell, dennoch blieb sie stehen und lauschte den Ausführungen der Elfe.
Ob es ihr gefallen hatte? Darüber hatte Miandra gar nicht nachgedacht. Das einzige, was sie damit erreichen wollte, war es diesen Kerl möglichst unauffällig los zu werden – worauf sie sich auch hauptsächlich konzentriert hatte. Miandra wusste zwar genau, welche Gefühle Vernita für sie hegte – was Miandra jedoch des Öfteren gerne verdrängte – hatte jedoch gehofft, dass die Elfe in solchen Situationen weitestgehend dazu in der Lage war, dies auszublenden. Doch eigentlich belog sich Miandra mit diesem Gedanken ein wenig selbst. Im Hinterkopf wusste sie genau, wie Vernita wohl reagieren würde – warum sonst sollte sie den Wein wohl so schnell geleert haben?
„Ich wollte diesen Kerl lediglich so schnell und unauffällig wie möglich los werden.“, begann sie schließlich vorsichtig bevor sie weitererklärte, „Ich fühlte mich unwohl und bedrängt in diesem Bordell… beobachtet von vielen dieser Besoffenen, die einen mit ihren Blicken ausziehen und immer näher zu kommen schienen. Und dann auch noch dieser Kerl, der mir mehr als nur nahe kam, Euch einfach ignorierte und glaubte seine Sprüche würden mich dazu veranlassen, mit ihm ins Bett zu springen! Nein, Ihr braucht Euch nicht bei mir für etwas zu bedanken, das ich hauptsächlich für mich selbst getan habe.“
Miandra machte eine kurze Pause, als sie bemerkte, wie viel sie eigentlich gerade gesprochen hatte und wie wütend sie dabei geworden war. Schließlich fuhr sie etwas ruhiger fort und winkte dabei mit der Hand ab, „Vergesst es einfach, zudem hätte es auch nach hinten losgehen können… Es gibt bestimmt Männer denen so etwas gefällt.“
Bei ihrem letzten Satz versuchte sie ihren Ärger scherzhaft zu überspielen, was ihr nur bedingt gelang.
Nur nach wenigen weiteren Schritten erreichte sie schließlich den Ausgang dieses Teufelshauses, welchen sie sich bereits herbeigesehnt hatte. Die kalte Nachtluft veranlasste sie dazu, dass sie sich unbewusst den Umhang komplett zuknöpfte, zudem spürte sie wie ihr der Alkohol des Weines, den sie so schnell geleert hatte, ins Blut stieg.
Gerade als sie in die Richtung des Lagerhauses, bei welchem sie Lydia wusste, gehen wollte, wurde sie am Oberarm gepackt und festgehalten. Zeitgleich begann Vernita zu sprechen, meinte sie solle warten, was Miandra für keine gute Idee hielt, direkt vor diesem Bordell, dennoch blieb sie stehen und lauschte den Ausführungen der Elfe.
Ob es ihr gefallen hatte? Darüber hatte Miandra gar nicht nachgedacht. Das einzige, was sie damit erreichen wollte, war es diesen Kerl möglichst unauffällig los zu werden – worauf sie sich auch hauptsächlich konzentriert hatte. Miandra wusste zwar genau, welche Gefühle Vernita für sie hegte – was Miandra jedoch des Öfteren gerne verdrängte – hatte jedoch gehofft, dass die Elfe in solchen Situationen weitestgehend dazu in der Lage war, dies auszublenden. Doch eigentlich belog sich Miandra mit diesem Gedanken ein wenig selbst. Im Hinterkopf wusste sie genau, wie Vernita wohl reagieren würde – warum sonst sollte sie den Wein wohl so schnell geleert haben?
„Ich wollte diesen Kerl lediglich so schnell und unauffällig wie möglich los werden.“, begann sie schließlich vorsichtig bevor sie weitererklärte, „Ich fühlte mich unwohl und bedrängt in diesem Bordell… beobachtet von vielen dieser Besoffenen, die einen mit ihren Blicken ausziehen und immer näher zu kommen schienen. Und dann auch noch dieser Kerl, der mir mehr als nur nahe kam, Euch einfach ignorierte und glaubte seine Sprüche würden mich dazu veranlassen, mit ihm ins Bett zu springen! Nein, Ihr braucht Euch nicht bei mir für etwas zu bedanken, das ich hauptsächlich für mich selbst getan habe.“
Miandra machte eine kurze Pause, als sie bemerkte, wie viel sie eigentlich gerade gesprochen hatte und wie wütend sie dabei geworden war. Schließlich fuhr sie etwas ruhiger fort und winkte dabei mit der Hand ab, „Vergesst es einfach, zudem hätte es auch nach hinten losgehen können… Es gibt bestimmt Männer denen so etwas gefällt.“
Bei ihrem letzten Satz versuchte sie ihren Ärger scherzhaft zu überspielen, was ihr nur bedingt gelang.
#1517
Posté 31 décembre 2010 - 08:14
„Das ist ja wirklich eine traurige Geschichte, Sophia. Es tut mir so leid für dich“, erwiderte Lucia sichtlich betroffen, nachdem sie Leanora die ganze Zeit über aufmerksam zugehört hatte. „Aber warum sollte es mich schockieren, dass du es besser hattest als viele andere von uns? Es könnte mich höchstens etwas neidisch machen, doch auch darüber bin ich längst hinaus. Ich bin hier glücklich und will gar kein anderes Leben mehr führen. Und du wirst sehen, dass deine Sorgen unbegründet sind. Es wird für dich vielleicht am Anfang etwas schwierig sein, für dein täglich Brot zu arbeiten, doch du wirst bald feststellen, dass es dann auch viel besser schmeckt, als wenn du es einfach nur so serviert bekommst. Glaube mir, das wird schon nicht so schlimm werden.“
Die rothaarige Frau reckte sich ausgiebig und musste dabei gähnen, wobei sie sogar vergaß die Hand vor den Mund zu nehmen. „Verzeih bitte, wenn ich unser schönes Gespräch jetzt beenden muss, aber ich bin schon ziemlich müde. Wenn Du nichts dagegen hast, würde ich jetzt gern etwas schlafen. Und das solltest du auch tun. Die Nacht ist so schnell vorbei. Gute Nacht, Sophia.“
Lucia rollte sich in ihre Decke ein und löschte schon die Kerze auf ihrem kleinen Nachttisch, während sie Leanora verschmitzt anlächelte. Doch nur für einen kurzen Moment, denn länger brauchte sie nicht, um einzuschlafen.
___________________________________________________________________________
„Wäre der Kerl dir noch näher gekommen, als er es eh schon war, dann könnte er jetzt seine Knochen einzeln zählen, das kannst du mir glauben. Ich werde es nicht zulassen, dass dir nochmals jemand etwas antut“, versicherte Vernita mit fester Stimme. „Und das Problem, was du in diesem Puff hattest, kann ich nicht nachvollziehen, was wohl daran liegt, dass ich nicht dem Schönheitsideal der meisten Männer entspreche...zumindest wenn sie noch halbwegs nüchtern sind.“
Sie verzog das Gesicht zu einem wissenden Grinsen. Sie wusste genau wie Männer über sie dachten, aber das war ihr egal. Sie konnte diese ja ebenso wenig leiden. Was ihr nur etwas zu schaffen machte, war die Tatsache, dass Miandra ihrer eigentlichen Frage wieder ausgewichen war. Sie versuchte zwar krampfhaft Worte zu finden, die der Elfe nicht weh taten, doch das würde ihr wohl nur gelingen, wenn es die Worte wären, die Vernita von ihr hören wollte. Doch darauf konnte Vernita wohl lange warten. So versuchte sie nur, sich nichts anmerken zu lassen, um die schwarzhaarige Frau nicht noch mehr von sich zu stoßen als sie es durch ihr unbedachtes Verhalten ohnehin schon getan hatte.
„Aber wenn dir der Aufenthalt in diesem Freudenhaus zuviel Unbehagen bereitet, dann kannst du ja morgen Nacht draußen warten, wenn du magst“, sprach die Elfe einfach weiter. „Das da drin schaffe ich schon allein, oder ich nehme Neria mit, wenn sie damit kein Problem hat. Aber jetzt lass uns von hier verschwinden. Heute können wir hier eh nichts mehr tun, also los!“
Die beiden setzten sich in Bewegung, sammelten noch Lydia ein, bevor sie sich auf den Rückweg zum Versteck machten.
Die rothaarige Frau reckte sich ausgiebig und musste dabei gähnen, wobei sie sogar vergaß die Hand vor den Mund zu nehmen. „Verzeih bitte, wenn ich unser schönes Gespräch jetzt beenden muss, aber ich bin schon ziemlich müde. Wenn Du nichts dagegen hast, würde ich jetzt gern etwas schlafen. Und das solltest du auch tun. Die Nacht ist so schnell vorbei. Gute Nacht, Sophia.“
Lucia rollte sich in ihre Decke ein und löschte schon die Kerze auf ihrem kleinen Nachttisch, während sie Leanora verschmitzt anlächelte. Doch nur für einen kurzen Moment, denn länger brauchte sie nicht, um einzuschlafen.
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„Wäre der Kerl dir noch näher gekommen, als er es eh schon war, dann könnte er jetzt seine Knochen einzeln zählen, das kannst du mir glauben. Ich werde es nicht zulassen, dass dir nochmals jemand etwas antut“, versicherte Vernita mit fester Stimme. „Und das Problem, was du in diesem Puff hattest, kann ich nicht nachvollziehen, was wohl daran liegt, dass ich nicht dem Schönheitsideal der meisten Männer entspreche...zumindest wenn sie noch halbwegs nüchtern sind.“
Sie verzog das Gesicht zu einem wissenden Grinsen. Sie wusste genau wie Männer über sie dachten, aber das war ihr egal. Sie konnte diese ja ebenso wenig leiden. Was ihr nur etwas zu schaffen machte, war die Tatsache, dass Miandra ihrer eigentlichen Frage wieder ausgewichen war. Sie versuchte zwar krampfhaft Worte zu finden, die der Elfe nicht weh taten, doch das würde ihr wohl nur gelingen, wenn es die Worte wären, die Vernita von ihr hören wollte. Doch darauf konnte Vernita wohl lange warten. So versuchte sie nur, sich nichts anmerken zu lassen, um die schwarzhaarige Frau nicht noch mehr von sich zu stoßen als sie es durch ihr unbedachtes Verhalten ohnehin schon getan hatte.
„Aber wenn dir der Aufenthalt in diesem Freudenhaus zuviel Unbehagen bereitet, dann kannst du ja morgen Nacht draußen warten, wenn du magst“, sprach die Elfe einfach weiter. „Das da drin schaffe ich schon allein, oder ich nehme Neria mit, wenn sie damit kein Problem hat. Aber jetzt lass uns von hier verschwinden. Heute können wir hier eh nichts mehr tun, also los!“
Die beiden setzten sich in Bewegung, sammelten noch Lydia ein, bevor sie sich auf den Rückweg zum Versteck machten.
#1518
Posté 01 janvier 2011 - 02:25
„Aber wie Ihr seht, hat es auch ohne den Kerl in alle seine Einzelteile zu zerlegen funktioniert.“, erwiderte sie mit einem leichten Grinsen bevor ihre Gesichtszüge wesentlich nachdenklicher wurden und sie einfach weitersprach ohne vorher länger darüber nachzudenken was sie eigentlich sagen wollte.
„Schönheitsideal… ich glaube nicht, dass es so etwas gibt, zumindest nicht für mich… für die Kerle scheinbar schon...Was nützen einem Äußerlichkeiten schon? Außer, dass die Leute mit denen Ihr sprecht diese in den Vordergrund stellen, und Euch deswegen anders behandeln… ich machte damit bisher keine besonders guten Erfahrungen… und ich bin mir sicher, dass es größtenteils daran lag. Wie man aussieht kann man sich nicht aussuchen, doch wie man handelt schon. Und das ist der wesentlich wichtigere Teil.“, sie machte eine kurze Pause bevor sie fortfuhr, wobei man erkennen konnte, dass ihr das was sie zu sagen versuchte ziemlich schwer fiel. Doch dass sie überhaupt so redselig wurde, lag wohl auch an dem - doch etwas starken - Rotwein, welchen sie vorhin so schnell getrunken hatte.
„Danke dafür, dass Ihr nicht so denkt, wie viele andere, und dafür, dass Ihr mich vor eben diesen Leuten beschützen wollt. Ich weiß, dass ich nicht gut in so etwas bin… ich musste mich nie bei irgendjemanden für irgendetwas bedanken, da es nichts gab, das solche Worte wert gewesen wäre. Aber ich will nur, dass Ihr wisst, dass ich es sehe und wertschätze, und ich es bedauere Euch nicht mehr als das geben zu können.“, sie machte eine weitere Pause und winkte erneut mit der Hand ab.
„Aber genug von diesen Peinlichkeiten! Man könnte ja sonst noch denken ich wäre so eine Heulsuse, wie dieses adelige Blondchen, das wir in der Kirche abgesetzt haben! Und vergesst es, ich werde bestimmt nicht alleine vor der Tür warten wie ein Hund… ich habe schon weitaus schlimmere Räumlichkeiten gesehen als wie die in diesem Bordell. Und sollten wir diese Magierin mitnehmen und sie über alle Kerle so herfallen, wie über Azoth, sollten uns solche Probleme, wie gerade vorhin, auch erspart bleiben.“, ohne auf eine Antwort, auf all das was sie gerade von sich gegeben hatte, zu warten, setzte sie sich mit einem belustigten Grinsen auf dem Gesicht in Bewegung, um Lydia einzusammeln und um zu der Schmiede zurückzukehren.
„Schönheitsideal… ich glaube nicht, dass es so etwas gibt, zumindest nicht für mich… für die Kerle scheinbar schon...Was nützen einem Äußerlichkeiten schon? Außer, dass die Leute mit denen Ihr sprecht diese in den Vordergrund stellen, und Euch deswegen anders behandeln… ich machte damit bisher keine besonders guten Erfahrungen… und ich bin mir sicher, dass es größtenteils daran lag. Wie man aussieht kann man sich nicht aussuchen, doch wie man handelt schon. Und das ist der wesentlich wichtigere Teil.“, sie machte eine kurze Pause bevor sie fortfuhr, wobei man erkennen konnte, dass ihr das was sie zu sagen versuchte ziemlich schwer fiel. Doch dass sie überhaupt so redselig wurde, lag wohl auch an dem - doch etwas starken - Rotwein, welchen sie vorhin so schnell getrunken hatte.
„Danke dafür, dass Ihr nicht so denkt, wie viele andere, und dafür, dass Ihr mich vor eben diesen Leuten beschützen wollt. Ich weiß, dass ich nicht gut in so etwas bin… ich musste mich nie bei irgendjemanden für irgendetwas bedanken, da es nichts gab, das solche Worte wert gewesen wäre. Aber ich will nur, dass Ihr wisst, dass ich es sehe und wertschätze, und ich es bedauere Euch nicht mehr als das geben zu können.“, sie machte eine weitere Pause und winkte erneut mit der Hand ab.
„Aber genug von diesen Peinlichkeiten! Man könnte ja sonst noch denken ich wäre so eine Heulsuse, wie dieses adelige Blondchen, das wir in der Kirche abgesetzt haben! Und vergesst es, ich werde bestimmt nicht alleine vor der Tür warten wie ein Hund… ich habe schon weitaus schlimmere Räumlichkeiten gesehen als wie die in diesem Bordell. Und sollten wir diese Magierin mitnehmen und sie über alle Kerle so herfallen, wie über Azoth, sollten uns solche Probleme, wie gerade vorhin, auch erspart bleiben.“, ohne auf eine Antwort, auf all das was sie gerade von sich gegeben hatte, zu warten, setzte sie sich mit einem belustigten Grinsen auf dem Gesicht in Bewegung, um Lydia einzusammeln und um zu der Schmiede zurückzukehren.
#1519
Posté 01 janvier 2011 - 04:07
Vernita hörte mit Erleichterung, dass Miandra das wertschätzte, was sie tat. Das war immerhin ein Anfang. Wenn sie nur endlich damit aufhören würde, sie mit diesem elenden „ihr“ anzureden, wäre die Elfe fürs erste schon zufrieden. Hatten sie nicht schon genug zusammen durchgemacht, um auf solche Förmlichkeiten verzichten zu können? Sie würde sie bei Gelegenheit darauf ansprechen. Doch nun war es an der Zeit zu verschwinden. So führte Vernita die beiden zurück in die Schmiede. Sie betraten das Gebäude durch den Hintereingang und begaben sich umgehend in das Versteck im Keller.
Dort zeigte sich den dreien das selbe Bild wie schon bei ihrem Aufbruch. Neria, Azoth und Sareth lagen auf ihren Liegen und schliefen. Rowan war wohl noch unterwegs und Vernita hoffte, dass zumindest sie mehr Erfolg bei der Suche nach ihren Feinden haben würde als sie es bei der Suche nach einem neuen Versteck hatten.
„Hier hat sich ja nicht viel getan“, meinte die Elfe nur, als die drei eintraten. „Nun, dann sollten wir uns auch etwas hinlegen.“
Vernita ging zu ihrer Liege und zog schweigend ihre Rüstung aus, bevor sie sich noch einmal wusch und sich, nur mit ihrer Unterhose bekleidet, auf ihre Schlafstätte kuschelte. Sie deckte sich zu, um sich in diesem kühlen Keller nicht noch eine Erkältung einzufangen und warf Miandra noch einen letzten Blick zu.
„Gute Nacht“, sagte sie mit einem Lächeln. „Schlaf gut.“
Dann schloss sie die Augen, bevor sie kurz darauf der Schlaf übermannte.
Dort zeigte sich den dreien das selbe Bild wie schon bei ihrem Aufbruch. Neria, Azoth und Sareth lagen auf ihren Liegen und schliefen. Rowan war wohl noch unterwegs und Vernita hoffte, dass zumindest sie mehr Erfolg bei der Suche nach ihren Feinden haben würde als sie es bei der Suche nach einem neuen Versteck hatten.
„Hier hat sich ja nicht viel getan“, meinte die Elfe nur, als die drei eintraten. „Nun, dann sollten wir uns auch etwas hinlegen.“
Vernita ging zu ihrer Liege und zog schweigend ihre Rüstung aus, bevor sie sich noch einmal wusch und sich, nur mit ihrer Unterhose bekleidet, auf ihre Schlafstätte kuschelte. Sie deckte sich zu, um sich in diesem kühlen Keller nicht noch eine Erkältung einzufangen und warf Miandra noch einen letzten Blick zu.
„Gute Nacht“, sagte sie mit einem Lächeln. „Schlaf gut.“
Dann schloss sie die Augen, bevor sie kurz darauf der Schlaf übermannte.
#1520
Posté 01 janvier 2011 - 05:52
Nachdem ihre begleiterinnen in richtung Bordell entschwanden ,. platzierte sich Lydia in eine dunkle Ecke und beobachtete die Straße . Lange tat sich nichts , kein Geräusch störte die nächtliche Stille , doch irgendwann marschierte eine kleine Patroullie missmutiger Wachen an ihr vorbei . Ansonsten blieb es ruhig - und eisig Kalt . Sie wickelte ihren Umhang um sich und kauerte sich tiefer in die Ecke , in der Hoffnung , das sich Vernita und Miandra beeilen würden und sie wieder zurück in ihre Kissen- und Deckenburg schlüpfen konnte .
Nachdem sie eine kleine Ewigkeit , so schien es ihr , gewartet und gefrohren hatte , bogen die Beiden um die Straßenecke vor der Lagerhalle .
" Endlich , es wird langsam Zeit , das ihr hier auftaucht , ich friere langsam am Boden fest . "
gemeinsam setzten sie ihren Weg zum Versteck zurück fort und dort angekommen verkroch sie Lydia sofort unter ihre Decken und Kissen , gerade so , das noch die Nase hervorschaute , und starrte ins Feuer .
" Habt ihr etwas brauchbares herausgefunden ? " fragte sie Vernita und Miandra .
Nachdem sie eine kleine Ewigkeit , so schien es ihr , gewartet und gefrohren hatte , bogen die Beiden um die Straßenecke vor der Lagerhalle .
" Endlich , es wird langsam Zeit , das ihr hier auftaucht , ich friere langsam am Boden fest . "
gemeinsam setzten sie ihren Weg zum Versteck zurück fort und dort angekommen verkroch sie Lydia sofort unter ihre Decken und Kissen , gerade so , das noch die Nase hervorschaute , und starrte ins Feuer .
" Habt ihr etwas brauchbares herausgefunden ? " fragte sie Vernita und Miandra .
Modifié par SickOfItAll, 01 janvier 2011 - 06:37 .
#1521
Posté 01 janvier 2011 - 07:57
"Gute Nacht Lucia" antwortete Lea leise.
Dann zog sie sich aus, schlüpfte in das Flanell-Nachthemd, welches ihr Oberschwester Beandricé mitgegeben hatte, löschte die Kerze und krabbelte in ihr Bett.
Das erste mal seit einer gefühlten Ewigkeit hatte sie wieder ein richtiges Bett, auch wenn die Matratze alles andere als gut war. Aber im Gegensatz zum Waldboden oder dem Lager im Keller war es einfach eine Wohltat. Naja, beim Wirt war es auch gut auszuhalten, berichtigte sie ihre Gedanken.
Sie schloß die Augen, und lauschte Lucias gleichmäßigen Atemzügen, was sie selber schläfrig machte. Dennoch ließen sie ihre Gedanken nicht gleich zur Ruhe kommen. Die ganzen neuen Eindrücke die auf sie eingestürzt waren, mußten erst noch verarbeitet werden. Und seit der Befreiung ihrer Gefährten aus dem Fort hatte sie ohnehin kaum Zeit, auch das innerlich alles zu verarbeiten und zu sortieren, was sie aus Tjarks Büchern erfahren hatte. Dankbar um die ruhige Zeit, die sie nur für sich hatte, schlief sie schließlich trotzdem ein.
Ihre Träume spiegelten ihre Gedanken jedoch wider, vermischten diese in ein heilloses Durcheinander. Sie spürte Tjarks Kuss auf ihren Lippen, der sie zärtlich anblickte, zeitgleich verwandelte sich sein Gesicht jedoch in das von Bruder Renaldo und das liebevolle Lächeln verwandelte sich in ein zynisches siegessichere Grinsen, welches sich in schallendes Gelächter umwandelte, als sie Miandra kopfüber hängen sah. Seine leise geflüsterten Worte: "wir sehen uns noch" hörten sich plötzlich wie eine Drohung an. Sie sah Renaldo vor sich, hämisch lachend, der zu ihr sagte: "oder sollte ich lieber Countess Leanora Bardigiano sagen, Schwester Sophia? Und Du hast es fast geschafft, dass ich an die Liebe glaube." Ein brutaler Kuss folgte, und er trat zurück. Er gab irgendwem einen Wink, und sie sah eine kleine Zwergin auf sie zutreten, eine große Axt vor sich schwingend. Und Lea weinte, sie fühlte sich, als hätte sie Tjark ein zweites mal verloren.
Schweißgebadet wachte sie auf, und versuchte ihren Herzschlag unter Kontrolle zu bringen. Beim Erbauer, was hatte das Unterbewußtsein ihr nur für groteske Gedanken vorgegaukelt? Oder wollte dieses Lea nur warnen, dass Bruder Renaldo der Schlüssel zu den ganzen Intrigen war und sie vorsichtig sein sollte?
Lea wußte nicht, wie lange sie geschlafen hatte, aber es war noch dunkel im Zimmer, und Lucia atmete noch immer gleichmäßig. Anscheinend hatte sie die Träume nicht mitgekriegt, und Lea hatte weder geschrien noch geredet während sie schlief.
Langsam beruhigte sich ihr Atem wieder. Sie drehte sich auf ihre rechte Seite und starrte die Wand vor ihr an, als würde dort die Antwort auf ihre Fragen liegen. Tatsache war, dass sie das Gefühl nicht los brachte, dass Renaldo eine tragende Schlüsselrolle spielte, und über ihn einiges herauszufinden sei. Würde sie über ihren Schatten springen können? In Lea sträubte sich alles, daran zu denken, aber dann fiel ihr Nerias Geschenk wieder ein. Rot für den Geist, Grün für den Körper? Ach nein, umgekehrt, grün war dafür bestimmt, das Denken auszuschalten. Oder fiel sie damit einfach nur in Tiefschlaf? Sie hätte sich noch mehr erkundigen sollen, wie die Pillen genau wirkten. Das Dumme daran war nur, dass sie wohl am besten beide nehmen sollte, um Gehirn und Körper auszuschalten während sie das durchzog. Aber das war laut Nerias Worten eher ungesund.
Leise seufzte sie auf. Ihre Mission würde noch sehr kniffelig werden, und gefährlicher, als ihr lieb war. Sie befand sich auf einem schmalen Grat, die Rolle der demoralisierten Laienschwester zu spielen und andererseits sollte sie eine skrupellose Spionin sein. Beides war nicht gerade einfach, aber der Wunsch, ihre Familie zu rächen und ihren Namen rein zu waschen, war so stark, dass ihr das die nötige Kraft verleihen würde. Zudem tröstete es sie, dass Lucia so nett war. Sie konnte nur hoffen, dass diese ihr das nicht neiden würde, sollte sie bei Bruder Renaldo erfolgreich sein, sondern sich für Lea mitfreuen würde. Sie mochte Lucia, und hätte nichts dagegen, wenn sie Freundinnen werden würden. Auch daraus würde sie Kraft schöpfen können.
Sie zwang sich, an etwas völlig anderes zu denken, und so wanderten ihre Gedanken zu Donas. Darüber schlief sie dann doch wieder ein, diesesmal tief und traumlos, dafür um so erholsamer.
Dann zog sie sich aus, schlüpfte in das Flanell-Nachthemd, welches ihr Oberschwester Beandricé mitgegeben hatte, löschte die Kerze und krabbelte in ihr Bett.
Das erste mal seit einer gefühlten Ewigkeit hatte sie wieder ein richtiges Bett, auch wenn die Matratze alles andere als gut war. Aber im Gegensatz zum Waldboden oder dem Lager im Keller war es einfach eine Wohltat. Naja, beim Wirt war es auch gut auszuhalten, berichtigte sie ihre Gedanken.
Sie schloß die Augen, und lauschte Lucias gleichmäßigen Atemzügen, was sie selber schläfrig machte. Dennoch ließen sie ihre Gedanken nicht gleich zur Ruhe kommen. Die ganzen neuen Eindrücke die auf sie eingestürzt waren, mußten erst noch verarbeitet werden. Und seit der Befreiung ihrer Gefährten aus dem Fort hatte sie ohnehin kaum Zeit, auch das innerlich alles zu verarbeiten und zu sortieren, was sie aus Tjarks Büchern erfahren hatte. Dankbar um die ruhige Zeit, die sie nur für sich hatte, schlief sie schließlich trotzdem ein.
Ihre Träume spiegelten ihre Gedanken jedoch wider, vermischten diese in ein heilloses Durcheinander. Sie spürte Tjarks Kuss auf ihren Lippen, der sie zärtlich anblickte, zeitgleich verwandelte sich sein Gesicht jedoch in das von Bruder Renaldo und das liebevolle Lächeln verwandelte sich in ein zynisches siegessichere Grinsen, welches sich in schallendes Gelächter umwandelte, als sie Miandra kopfüber hängen sah. Seine leise geflüsterten Worte: "wir sehen uns noch" hörten sich plötzlich wie eine Drohung an. Sie sah Renaldo vor sich, hämisch lachend, der zu ihr sagte: "oder sollte ich lieber Countess Leanora Bardigiano sagen, Schwester Sophia? Und Du hast es fast geschafft, dass ich an die Liebe glaube." Ein brutaler Kuss folgte, und er trat zurück. Er gab irgendwem einen Wink, und sie sah eine kleine Zwergin auf sie zutreten, eine große Axt vor sich schwingend. Und Lea weinte, sie fühlte sich, als hätte sie Tjark ein zweites mal verloren.
Schweißgebadet wachte sie auf, und versuchte ihren Herzschlag unter Kontrolle zu bringen. Beim Erbauer, was hatte das Unterbewußtsein ihr nur für groteske Gedanken vorgegaukelt? Oder wollte dieses Lea nur warnen, dass Bruder Renaldo der Schlüssel zu den ganzen Intrigen war und sie vorsichtig sein sollte?
Lea wußte nicht, wie lange sie geschlafen hatte, aber es war noch dunkel im Zimmer, und Lucia atmete noch immer gleichmäßig. Anscheinend hatte sie die Träume nicht mitgekriegt, und Lea hatte weder geschrien noch geredet während sie schlief.
Langsam beruhigte sich ihr Atem wieder. Sie drehte sich auf ihre rechte Seite und starrte die Wand vor ihr an, als würde dort die Antwort auf ihre Fragen liegen. Tatsache war, dass sie das Gefühl nicht los brachte, dass Renaldo eine tragende Schlüsselrolle spielte, und über ihn einiges herauszufinden sei. Würde sie über ihren Schatten springen können? In Lea sträubte sich alles, daran zu denken, aber dann fiel ihr Nerias Geschenk wieder ein. Rot für den Geist, Grün für den Körper? Ach nein, umgekehrt, grün war dafür bestimmt, das Denken auszuschalten. Oder fiel sie damit einfach nur in Tiefschlaf? Sie hätte sich noch mehr erkundigen sollen, wie die Pillen genau wirkten. Das Dumme daran war nur, dass sie wohl am besten beide nehmen sollte, um Gehirn und Körper auszuschalten während sie das durchzog. Aber das war laut Nerias Worten eher ungesund.
Leise seufzte sie auf. Ihre Mission würde noch sehr kniffelig werden, und gefährlicher, als ihr lieb war. Sie befand sich auf einem schmalen Grat, die Rolle der demoralisierten Laienschwester zu spielen und andererseits sollte sie eine skrupellose Spionin sein. Beides war nicht gerade einfach, aber der Wunsch, ihre Familie zu rächen und ihren Namen rein zu waschen, war so stark, dass ihr das die nötige Kraft verleihen würde. Zudem tröstete es sie, dass Lucia so nett war. Sie konnte nur hoffen, dass diese ihr das nicht neiden würde, sollte sie bei Bruder Renaldo erfolgreich sein, sondern sich für Lea mitfreuen würde. Sie mochte Lucia, und hätte nichts dagegen, wenn sie Freundinnen werden würden. Auch daraus würde sie Kraft schöpfen können.
Sie zwang sich, an etwas völlig anderes zu denken, und so wanderten ihre Gedanken zu Donas. Darüber schlief sie dann doch wieder ein, diesesmal tief und traumlos, dafür um so erholsamer.
Modifié par Bellandyrs, 01 janvier 2011 - 08:11 .
#1522
Posté 01 janvier 2011 - 08:52
Nachdem Miandra den Raum kurz gemustert hatte und ihr dabei wieder einfiel, wieso dieser so verunstaltet war, ging sie zu dem Wasserfass, wo sie einen der Holzbecher füllte, und diesen relativ zügig leerte. Dank des weiten Weges den sie zurückgelegt hatten, sowie des Alkohols, hatte sie bereits eine trockene Kehle die nach Wasser schrie. Anschließend ließ sie sich ebenfalls auf ihrer Liege nieder. Erst dort legte sie den Umhang ab und zog sich ihre Schuhe aus. Ohne weitere Kleidungsstücke abzulegen, oder den geflochtenen Zopf zu öffnen, wickelte sie sich in ihre Decke ein und blickte zu Lydia, von welcher man kaum noch etwas sehen konnte, aufgrund der vielen Kissen und Decken.
„Ihr seht doch, dass sie bereits schläft.“, flüsterte sie in die Richtung des Mädchens, „Und das solltet Ihr auch tun.“
Ohne weiter auf die Frage von Lydia einzugehen, ließ sich Miandra auf die Liege fallen, gähnte einmal ausgiebig und fiel schnell in einen relativ ruhigen Schlaf.
„Ihr seht doch, dass sie bereits schläft.“, flüsterte sie in die Richtung des Mädchens, „Und das solltet Ihr auch tun.“
Ohne weiter auf die Frage von Lydia einzugehen, ließ sich Miandra auf die Liege fallen, gähnte einmal ausgiebig und fiel schnell in einen relativ ruhigen Schlaf.
#1523
Posté 01 janvier 2011 - 09:31
Als Neria erwachte, hatte sie von dem vielen Wein einen ganz pelzigen Gaumen und extremen Durst. Im Keller war es ziemlich dunkel, da dass Feuer nahezu ausgegangen war und nur mehr die Glut leicht klimmte.
Als sie sich aufsetzte, fuhr ihr ein dumpfer Schmerz in den Kopf. Es fühlte sich an als wäre sie unter Pferdehufe gekommen. Die Schmerzen im Kopf pochten unaufhörlich. Mit schmerzerfülltem Gesicht stand sie auf, und hatte vor das Feuer an der Kochstelle wieder zu entfachen.
Sie nahm einige Holzscheite, die in einer Ecke des Kellers gelagert waren, und warf diese auf die restliche Glut, was jedoch zum endgültigen erlöschen des Feuers führte. Verärgert über dieses Missgeschick, suchte sie im dunklen nach ihrem Zauberstab, den sie kurz darauf inmitten des Raumes am Boden liegend fand, und entfachte mit einem ihrer Feuerzauber das Lagerfeuer.
Als sich ihre Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten, sah sie das Chaos im Keller. Das Kochgeschirr war im ganzen Keller verstreut, der Tisch lag verkehrt am Boden, sämtliche Stühle waren umgestürzt. Oh beim Erbauer was hab ich da angerichtet, erinnerte sich Neria wieder aller Einzelheiten, die sie nach ihrer Sauforgie angerichtet hatte. Beschämt schickte sich Neria an das Chaos zu beseitigen. Sie sammelte das Kochgeschirr ein, und stellte den Tisch und die Sessel wieder auf. Danach griff sie zu einem Besen und beseitigte das restliche Chaos das sie verschuldet hatte.
Die anderen, bis auf Rowan, waren von ihrem nächtlichen Ausflug zurückgekehrt und schienen bereits zu schlafen. Sie war schon gespannt was Vernita zu erzählen hatte, und ob sie ein neues Versteck gefunden hatte.
Neria fühlte sich wie gerädert, ihr war schlecht und das Kopfweh schien auch nicht nachlassen zu wollen, so beschloss sie ein wenig frische Luft schnappen zu gehen, und sie machte sich auf den Weg den Keller zu verlassen. Sie nahm noch einen der Becher mit, den sie oben im Bad sorgfältig auswusch, und füllte diesen dann mit Wasser, das sie in schnellen Zügen hastig in sich hinein schüttete. Nach mehreren Bechern hatte sie ihren Durst gelöscht und sie verließ vorsichtig die Schmiede.
Trotz der angehenden Morgendämmerung war es draußen noch relativ dunkel da der Himmel wolkenverhangen war. Es schien in der Nacht geregnet zu haben, da die Strasse nass glänzte und ein nasskalter Wind fuhr ihr ins Gesicht. Doch ihr machte die Kälte nichts aus, sie erfrischte ihre Sinne und Neria sog die klare Luft tief ein. An der Hauswand der Schmiede erblickte Neria eine kleine Holzbank, auf der sie sich niederließ. In wenigen Augenblicken war ihre Robe von dem nassen Holz durchnässt, was Neria jedoch nicht sonderlich störte.
Neria fühlte sich nun wesentlich besser und auch das Kopfweh war verschwunden. Zufrieden lehnte sie sich zurück und beobachtete die Wolken die durch den Wind getrieben an ihr schnell vorbeizogen.
Als sie sich aufsetzte, fuhr ihr ein dumpfer Schmerz in den Kopf. Es fühlte sich an als wäre sie unter Pferdehufe gekommen. Die Schmerzen im Kopf pochten unaufhörlich. Mit schmerzerfülltem Gesicht stand sie auf, und hatte vor das Feuer an der Kochstelle wieder zu entfachen.
Sie nahm einige Holzscheite, die in einer Ecke des Kellers gelagert waren, und warf diese auf die restliche Glut, was jedoch zum endgültigen erlöschen des Feuers führte. Verärgert über dieses Missgeschick, suchte sie im dunklen nach ihrem Zauberstab, den sie kurz darauf inmitten des Raumes am Boden liegend fand, und entfachte mit einem ihrer Feuerzauber das Lagerfeuer.
Als sich ihre Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten, sah sie das Chaos im Keller. Das Kochgeschirr war im ganzen Keller verstreut, der Tisch lag verkehrt am Boden, sämtliche Stühle waren umgestürzt. Oh beim Erbauer was hab ich da angerichtet, erinnerte sich Neria wieder aller Einzelheiten, die sie nach ihrer Sauforgie angerichtet hatte. Beschämt schickte sich Neria an das Chaos zu beseitigen. Sie sammelte das Kochgeschirr ein, und stellte den Tisch und die Sessel wieder auf. Danach griff sie zu einem Besen und beseitigte das restliche Chaos das sie verschuldet hatte.
Die anderen, bis auf Rowan, waren von ihrem nächtlichen Ausflug zurückgekehrt und schienen bereits zu schlafen. Sie war schon gespannt was Vernita zu erzählen hatte, und ob sie ein neues Versteck gefunden hatte.
Neria fühlte sich wie gerädert, ihr war schlecht und das Kopfweh schien auch nicht nachlassen zu wollen, so beschloss sie ein wenig frische Luft schnappen zu gehen, und sie machte sich auf den Weg den Keller zu verlassen. Sie nahm noch einen der Becher mit, den sie oben im Bad sorgfältig auswusch, und füllte diesen dann mit Wasser, das sie in schnellen Zügen hastig in sich hinein schüttete. Nach mehreren Bechern hatte sie ihren Durst gelöscht und sie verließ vorsichtig die Schmiede.
Trotz der angehenden Morgendämmerung war es draußen noch relativ dunkel da der Himmel wolkenverhangen war. Es schien in der Nacht geregnet zu haben, da die Strasse nass glänzte und ein nasskalter Wind fuhr ihr ins Gesicht. Doch ihr machte die Kälte nichts aus, sie erfrischte ihre Sinne und Neria sog die klare Luft tief ein. An der Hauswand der Schmiede erblickte Neria eine kleine Holzbank, auf der sie sich niederließ. In wenigen Augenblicken war ihre Robe von dem nassen Holz durchnässt, was Neria jedoch nicht sonderlich störte.
Neria fühlte sich nun wesentlich besser und auch das Kopfweh war verschwunden. Zufrieden lehnte sie sich zurück und beobachtete die Wolken die durch den Wind getrieben an ihr schnell vorbeizogen.
#1524
Posté 01 janvier 2011 - 10:16
"Neria ... ist dir nicht kalt ? " Fragte Lydia , welche sich zu Neria setzte . Sie war ihr nach oben gefolgt . Sie rutschte näher an sie heran und legte ihr ihren Kopf auf die Schulter . " Man mag nicht glauben , was wir schon erlebt haben und was uns noch bevorsteht . Die Zeit vergeht und wir gehen mit ihr - aber wohin ? "
Verträumt sah sie der Elfe ins Gesicht .
Verträumt sah sie der Elfe ins Gesicht .
#1525
Posté 02 janvier 2011 - 12:16
Es dämmerte bereits als Rowan in die Straße zur Schmiede einbog. Der Regen hatte aufgehört, doch ihr Umhang hing nass an ihrem Körper herunter.
Zunächst erstarrte sie, als sie einen Schatten vor dem Gebäude ausmachen konnte. Doch dann erkannte sie die Magierin und das kleine Mädchen. Sie saßen aneinander gelehnt am Hauseingang.
Unbemerkt schlich sich Rowan an die beiden heran und baute sich dann plötzlich drohend vor ihnen auf. Ärgerlich blickte sie ihnen entgegen.
„Wie könnt ihr es wagen, hier einfach zu sitzen wie auf einem Präsentierteller?“
Ihre Arme hatte sie in die Hüften gestemmt, ihr Gesicht lag im Schatten der Kapuze.
„Durch die Stadt patroullieren Wachen auf der Suche nach uns und hier haltet hier fröhlich einen kleinen Plausch. Macht euch sofort wieder hinunter in den Keller. Und seid froh, dass ich euch gefunden habe. Vernita hätte euch dafür den Kopf abgerissen....und das zu Recht!“
Zunächst erstarrte sie, als sie einen Schatten vor dem Gebäude ausmachen konnte. Doch dann erkannte sie die Magierin und das kleine Mädchen. Sie saßen aneinander gelehnt am Hauseingang.
Unbemerkt schlich sich Rowan an die beiden heran und baute sich dann plötzlich drohend vor ihnen auf. Ärgerlich blickte sie ihnen entgegen.
„Wie könnt ihr es wagen, hier einfach zu sitzen wie auf einem Präsentierteller?“
Ihre Arme hatte sie in die Hüften gestemmt, ihr Gesicht lag im Schatten der Kapuze.
„Durch die Stadt patroullieren Wachen auf der Suche nach uns und hier haltet hier fröhlich einen kleinen Plausch. Macht euch sofort wieder hinunter in den Keller. Und seid froh, dass ich euch gefunden habe. Vernita hätte euch dafür den Kopf abgerissen....und das zu Recht!“





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