Lange konnte Neria ihre Seele nicht baumeln lassen, Lydia war ihr gefolgt und setzte sich zu ihr. Ihr war zwar ihre Gesellschaft nicht unangenehm dennoch wäre sie gerne länger alleine geblieben. Sie hatte ja sowieso nicht vor lange hier sitzen zu bleiben.
„Sag willst du denn nicht einmal schlafen“ fragte sie Lydia nachdenklich. „Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass wir bald mehr Ärger bekommen als uns lieb sein wird, und da sollen wir alle bei klarem Verstand und bei Kräften sein“ fügte sie besorgt hinzu.
Doch kaum hatte sie die Worte Ärger ausgesprochen, personifizierte sich diese Aussage auch schon, da Rowan von ihrem nächtlichen Ausflug zurückkam und sich fürchterlich darüber mokierte Lydia und Neria vor der Schmiede anzutreffen.
Der entspannten Miene wich einem ersten Blick als sie Rowan antwortete „Ist euch irgendwas über die Leber gelaufen, oder ist das jetzt jene Art wie ihr in Zukunft mit mir zu sprechen gedenkt? Ich bin eigentlich davon ausgegangen dass die Sache zwischen uns gegessen ist, aber anscheinend ist dem nicht so. Glaubt ihr wirklich ich müsse mich vor euch rechtfertigen, rechtfertigen für einen kurzen Moment in der Morgendämmerung, wo doch eh noch kein Schwein die Hand vor Augen sehen kann, und ich ein wenig Frischluft schnappen gehe?
Verärgert sprach Neria weiter „Wenn ihr nicht gerade so unfähig wart um einen Rattenschwanz an Wachen hinter euch nachzuziehen dann kommen auch keine Wachen. Zudem haben Stadtwachen die nette Eigenschaft in der Stadt nicht umher zu schleichen sondern man hört und sieht sie rechtzeitig. Aber wenn ihr hier vielleicht noch mehr Wirbel schlagt, dann sind ja vielleicht bald welche hier, also haltet einfach eure Klappe und verzieht euch ins Versteck.
Wir kommen dann nach wann wir wollen und nicht wann ihr wollt. Ich hoffe ich habe mich deutlich genug ausgedrückt“ fügte sie mit bestimmter Stimme hinzu. „Wenn es euch Befriedigung verschafft könnt ihr ja Vernita aufwecken und sie raufschicken. Es würde mich wirklich brennend interessieren was euch die Petzerei einbringen wird“ bei ihren letzten Worten musste sie hämisch grinsen.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1526
Posté 02 janvier 2011 - 02:27
#1527
Posté 02 janvier 2011 - 02:40
" Oh , guten Morgen Rowan . Schön euch zu sehen , aber ihr seht ziemlich mitgenommen aus " , sagte Lydia gut gelaunt zu der wütenden Frau , welche vor ihr stand .
" Bei allen Göttern , macht euch doch nicht ständig solche furchtbaren Gedanken . Wir genießen ein bischen die Morgenluft . Und Vernita kann mich ! Sie ist ein Biest und das weis sie . "
" Bei allen Göttern , macht euch doch nicht ständig solche furchtbaren Gedanken . Wir genießen ein bischen die Morgenluft . Und Vernita kann mich ! Sie ist ein Biest und das weis sie . "
#1528
Posté 02 janvier 2011 - 05:19
Rowan wurde wütend angesichts der Uneinsichtigkeit der beiden. Von dem Mädchen hatte sie nichts anderes erwartet, jedoch hätte sie der Frau mehr Erfahrung und Verstand zugesprochen. Scheinbar war dem jedoch nicht so.
Sie beugte sich flink herunter bis ihr Mund nahe an dem rechten Ohr der Magierin war. In letzter Sekunde unterdrückte sie den Impuls, der Frau eine Klinge an den Hals zu setzen.
„Und was, meine Liebe, wenn es nicht die Stadtwachen sind, die hier vorbei kommen? Hinter unserer Gruppe sind mittlerweile weitaus mehr Gestalten her als nur die Stadtwache.“
Ihre Stimme zischte gefährlich.
„Was ist mit den Söldnern, die sich durch unser letztes Versteck gemetzelt haben? Der abgetrennte Kopf, den wir dort gefunden haben spricht nicht gerade dafür, dass ihre Vorgehensweisen denen der Stadtwache ähnlich sind.“
Mit der rechten Hand drückte sie die Schulter der Frau vor sich unsanft an die Steinwand.
„Und wenn ich mich recht erinnere, sind hinter euch persönlich auch eine Reihe von Templern hinterher. Auch sie treten nicht immer ausschließlich in großen, hörbaren Gruppen auf.“
Der Griff verstärkte sich und ihre Finger drückten unangenehm in die Schulter der Frau, die nur von einem Stück Stoff bedeckt war.
„Ich kann euch übrigens aus Erfahrung sagen, dass die Stadtwache von Denerim auch die ein oder andere zwielichtige Gestalt beschäftigt, um ihre Ziele zu erreichen. Die wäre dann so wie ich einfach aus dem Nichts vor euch aufgetaucht und hätte nicht erst Fragen gestellt. Glaubt mir, ihr würdet in einem solchen Fall längst in der Lache eures eigenen Blutest ersticken weil man euch die Kehle durchgeschnitten habt.“
Die letzten Worte spuckte sie fast vor Verachtung aus.
Mit einem Ruck löste sie sich von der Magierin und richtete sich wieder auf. Aus den Augenwinkeln blickte sie sich um, da sie meinte, ein Geräusch gehört zu haben. Ihr Kopf drehte sich erneut zu der Frau vor sich auf der Bank herum.
„Eines noch. Das hier hat nichts mit uns beiden zu tun, glaubt mir. Hier geht es um die Sicherheit der gesamten Gruppe, die ihr hier gefährdet. Diesen Vortrag hätte jeder von mir bekommen, der den schlechten Scherz gewagt hätte, sich hier draußen unseren Verfolgern als williges Opfer anzubieten.“
Rowan drehte sich endgültig weg und wartete auf keine Antwort der beiden. Eigentlich war es ihr nicht recht, die beiden hier weiter sitzen zu lassen, wo sie jeden auf das Versteck aufmerksam machen würden, doch sie war müde und die ewigen Diskussionen leid. Diese Frau war eine Gefahr für die Gruppe und wie es schien, würde sie dies auch bleiben, da sie absolut uneinsichtig und unvorsichtig war. Rowan konnte nur hoffen, dass sie durch ihre Dummheit von den Templern erwischt wurde, die auf der Suche nach ihr waren, und die Gruppe verschont blieb.
Sie war gerade dabei, die Tür zu durch schreiten, als sie von fern das Klappern von Rüstungen vernahm. Wie es schien würde hier demnächst eine Patrouille vorbei kommen. Mit einem boshaften Grinsen schloss Rowan die Tür hinter sich und wünschte sich, dass es die Anhänger der Kirche waren, die sich gerade auf dem Weg in dieser Straße befanden.
Sie beugte sich flink herunter bis ihr Mund nahe an dem rechten Ohr der Magierin war. In letzter Sekunde unterdrückte sie den Impuls, der Frau eine Klinge an den Hals zu setzen.
„Und was, meine Liebe, wenn es nicht die Stadtwachen sind, die hier vorbei kommen? Hinter unserer Gruppe sind mittlerweile weitaus mehr Gestalten her als nur die Stadtwache.“
Ihre Stimme zischte gefährlich.
„Was ist mit den Söldnern, die sich durch unser letztes Versteck gemetzelt haben? Der abgetrennte Kopf, den wir dort gefunden haben spricht nicht gerade dafür, dass ihre Vorgehensweisen denen der Stadtwache ähnlich sind.“
Mit der rechten Hand drückte sie die Schulter der Frau vor sich unsanft an die Steinwand.
„Und wenn ich mich recht erinnere, sind hinter euch persönlich auch eine Reihe von Templern hinterher. Auch sie treten nicht immer ausschließlich in großen, hörbaren Gruppen auf.“
Der Griff verstärkte sich und ihre Finger drückten unangenehm in die Schulter der Frau, die nur von einem Stück Stoff bedeckt war.
„Ich kann euch übrigens aus Erfahrung sagen, dass die Stadtwache von Denerim auch die ein oder andere zwielichtige Gestalt beschäftigt, um ihre Ziele zu erreichen. Die wäre dann so wie ich einfach aus dem Nichts vor euch aufgetaucht und hätte nicht erst Fragen gestellt. Glaubt mir, ihr würdet in einem solchen Fall längst in der Lache eures eigenen Blutest ersticken weil man euch die Kehle durchgeschnitten habt.“
Die letzten Worte spuckte sie fast vor Verachtung aus.
Mit einem Ruck löste sie sich von der Magierin und richtete sich wieder auf. Aus den Augenwinkeln blickte sie sich um, da sie meinte, ein Geräusch gehört zu haben. Ihr Kopf drehte sich erneut zu der Frau vor sich auf der Bank herum.
„Eines noch. Das hier hat nichts mit uns beiden zu tun, glaubt mir. Hier geht es um die Sicherheit der gesamten Gruppe, die ihr hier gefährdet. Diesen Vortrag hätte jeder von mir bekommen, der den schlechten Scherz gewagt hätte, sich hier draußen unseren Verfolgern als williges Opfer anzubieten.“
Rowan drehte sich endgültig weg und wartete auf keine Antwort der beiden. Eigentlich war es ihr nicht recht, die beiden hier weiter sitzen zu lassen, wo sie jeden auf das Versteck aufmerksam machen würden, doch sie war müde und die ewigen Diskussionen leid. Diese Frau war eine Gefahr für die Gruppe und wie es schien, würde sie dies auch bleiben, da sie absolut uneinsichtig und unvorsichtig war. Rowan konnte nur hoffen, dass sie durch ihre Dummheit von den Templern erwischt wurde, die auf der Suche nach ihr waren, und die Gruppe verschont blieb.
Sie war gerade dabei, die Tür zu durch schreiten, als sie von fern das Klappern von Rüstungen vernahm. Wie es schien würde hier demnächst eine Patrouille vorbei kommen. Mit einem boshaften Grinsen schloss Rowan die Tür hinter sich und wünschte sich, dass es die Anhänger der Kirche waren, die sich gerade auf dem Weg in dieser Straße befanden.
#1529
Posté 02 janvier 2011 - 05:26
So schnell wie Rowan kam und schimpfte ,so schnell war sie auch wieder im Versteck verschwunden . Das hatte auch einen guten Grund , denn es war das Scheppern von Rüstungen zu vernehmen , welche offensichtlich der Stadtwache gehörten .
" Neria , genug Frische Luft , wir sollten wieder nach unten " ,sagte sie , piekste die angesprochene in die Seite , stand auf und ging nach unten . Sie setzte sich ans feuer und kramte nach ihrem kleinen Wetzstein um ihre Messer und das Schwert wieder scharf zu machen , beides hatte im Kerker ordentlich gelitten .
" Neria , genug Frische Luft , wir sollten wieder nach unten " ,sagte sie , piekste die angesprochene in die Seite , stand auf und ging nach unten . Sie setzte sich ans feuer und kramte nach ihrem kleinen Wetzstein um ihre Messer und das Schwert wieder scharf zu machen , beides hatte im Kerker ordentlich gelitten .
Modifié par SickOfItAll, 02 janvier 2011 - 05:28 .
#1530
Posté 02 janvier 2011 - 05:47
Kaum war Rowan im Keller angekommen, bewegte sie sich schnell zu Vernitas Liege und weckte die Elfe leise.
"Eine Patrouillie ist gerade auf dem Weg in unsere Straße. Ich habe sie gehört, als ich die Schmiede betreten habe."
"Eine Patrouillie ist gerade auf dem Weg in unsere Straße. Ich habe sie gehört, als ich die Schmiede betreten habe."
#1531
Posté 02 janvier 2011 - 06:27
Verschlafen öffnete Vernita die Augen, als sie jemand wachrüttelte. Sie brauchte einen Moment um wirklich aufnahmefähig zu werden und Rowans Worte zu verarbeiten. Dann sah sie diese nur aus halb geöffneten Augen und mit einem etwas genervten Gesichtsausdruck an.
„Natürlich kommen die auch mal diese Straße hier entlang“, meinte die Elfe gähnend. „Na und? Dafür befinden wir uns doch in diesem Versteck, oder etwa nicht? Und solange Ihr nicht die Tür offen stehen lasst, werden sie uns auch nicht finden.“
„Natürlich kommen die auch mal diese Straße hier entlang“, meinte die Elfe gähnend. „Na und? Dafür befinden wir uns doch in diesem Versteck, oder etwa nicht? Und solange Ihr nicht die Tür offen stehen lasst, werden sie uns auch nicht finden.“
#1532
Posté 02 janvier 2011 - 06:29
Die Selbstgefälligkeit Rowans ging Neria schön langsam auf die Nerven. Sie führte sich auf als wäre sie etwas Besonderes, dabei war sie ein Nichts. Sie war sich offensichtlich nicht bewusst, wie sehr sie mit ihrem Leben spielte. Eine einzige Handbewegung, ein einziger kurz ausgesprochener Zauber würde sie in den Dreck schicken, wo sie eigentlich hingehören würde.
Vor wenigen Tagen hätte Neria wohl keine Sekunde gezögert Rowans erbärmlichem Leben ein Ende zu setzen. Entweder war sie wirklich so töricht zu glauben sie hätte irgendeinen Funken einer Chance, oder ihr liegt nichts an ihrem Leben. Aber wenn sie unbedingt Kräfte messen will kann sie das gerne haben dachte Neria wütend. Es war an der Zeit dieser Überheblichkeit ein Ende zu setzen. Neria beschloss Rowan eine Lektion zu erteilen, nicht jetzt und nicht hier, aber es würde sich schon irgendwann eine passende Gelegenheit dazu bieten.
Als Rowan sie zum wiederholten Male berührte um ihren nichts sagenden Worten Nachdruck zu verleihen, musste sich Neria schwer zusammenreißen um dieses Vorhaben nicht sofort in die Tat umzusetzen. Es war Zufall oder Glück das Rowan einen kurzen Augenblick später wieder von ihr ließ, und ins Versteck zurückkehrte.
Dachte sie wirklich sie könnte sich unbemerkt an zwei Leute heranschleichen die auf einer Bank sitzen die direkt an der Seitenwand eines Hauses steht, wie dumm kann man nur sein dachte Neria kopfschüttelnd.
Scheinbar von Rowans Worten beeindruckt folgte Lydia ihr ins Versteck. Neria vernahm in der Ferne ein Geräusch welches wie das scheppern von Rüstungen klang. Neria sprang auf, und versuchte in der Ferne zu erkennen ob sich ihr Verdacht bestätigte. Nach einem kurzen Augenblick konnte sie einen Wagen erkennen, der von zwei Maultieren gezogen wurde.
Es schien sich um einen Trödler zu handeln der Kochgeschirr, alte Waffen und sogar Rüstungen in seinem Wagen transportierte. Das Scheppern rührte von den Rüstungen her, die er seitlich auf den Wagen gebunden hatte. Als der Trödler beim Haus des Schmiedes vorbeikam musste Neria schmunzeln. Hatte sich doch der Trödler offenbar die Rüstungen der toten Templer unter den Nagel gerissen.
Neria erkannte dieses seltsame Emblem an einer dieser Rüstungen wieder. Beruhigt lies sie sich wieder auf der Holzbank nieder, und beschloss noch eine Weile die gute Luft zu genießen, bevor sie endgültig wieder in den stickigen Keller zurück musste. Für die Gruppe wäre es momentan besser, wenn ihre Wut die sich in ihr aufgestaut hatte, etwas abflacht, denn ansonsten würde es im Versteck wohl zu einem Gemetzel kommen. Sie lehnte sich abermals zurück, beobachtete die Wolken die über ihr vorbeizogen, und versuchte das Geschehene zu vergessen.
Vor wenigen Tagen hätte Neria wohl keine Sekunde gezögert Rowans erbärmlichem Leben ein Ende zu setzen. Entweder war sie wirklich so töricht zu glauben sie hätte irgendeinen Funken einer Chance, oder ihr liegt nichts an ihrem Leben. Aber wenn sie unbedingt Kräfte messen will kann sie das gerne haben dachte Neria wütend. Es war an der Zeit dieser Überheblichkeit ein Ende zu setzen. Neria beschloss Rowan eine Lektion zu erteilen, nicht jetzt und nicht hier, aber es würde sich schon irgendwann eine passende Gelegenheit dazu bieten.
Als Rowan sie zum wiederholten Male berührte um ihren nichts sagenden Worten Nachdruck zu verleihen, musste sich Neria schwer zusammenreißen um dieses Vorhaben nicht sofort in die Tat umzusetzen. Es war Zufall oder Glück das Rowan einen kurzen Augenblick später wieder von ihr ließ, und ins Versteck zurückkehrte.
Dachte sie wirklich sie könnte sich unbemerkt an zwei Leute heranschleichen die auf einer Bank sitzen die direkt an der Seitenwand eines Hauses steht, wie dumm kann man nur sein dachte Neria kopfschüttelnd.
Scheinbar von Rowans Worten beeindruckt folgte Lydia ihr ins Versteck. Neria vernahm in der Ferne ein Geräusch welches wie das scheppern von Rüstungen klang. Neria sprang auf, und versuchte in der Ferne zu erkennen ob sich ihr Verdacht bestätigte. Nach einem kurzen Augenblick konnte sie einen Wagen erkennen, der von zwei Maultieren gezogen wurde.
Es schien sich um einen Trödler zu handeln der Kochgeschirr, alte Waffen und sogar Rüstungen in seinem Wagen transportierte. Das Scheppern rührte von den Rüstungen her, die er seitlich auf den Wagen gebunden hatte. Als der Trödler beim Haus des Schmiedes vorbeikam musste Neria schmunzeln. Hatte sich doch der Trödler offenbar die Rüstungen der toten Templer unter den Nagel gerissen.
Neria erkannte dieses seltsame Emblem an einer dieser Rüstungen wieder. Beruhigt lies sie sich wieder auf der Holzbank nieder, und beschloss noch eine Weile die gute Luft zu genießen, bevor sie endgültig wieder in den stickigen Keller zurück musste. Für die Gruppe wäre es momentan besser, wenn ihre Wut die sich in ihr aufgestaut hatte, etwas abflacht, denn ansonsten würde es im Versteck wohl zu einem Gemetzel kommen. Sie lehnte sich abermals zurück, beobachtete die Wolken die über ihr vorbeizogen, und versuchte das Geschehene zu vergessen.
#1533
Posté 03 janvier 2011 - 04:26
Hastig wurde die Tür aufgerissen. Ein kalter Windhauch drang vom Korridor her in den Raum ein und der helle Lichtschein einer Laterne, die an der Decke dieses Flures hing schien ebenso in das Zimmer hinein. Doch nur für einen Moment, denn schon einen Augenblick später baute sich ein drohender Schatten im Türrahmen auf, der jeden einfallenden Lichtschein sogleich verdunkelte.
„Guten Morgen, junges Gemüse! Raus mit euch aus den Federn!“ krächzte Schwester Beandricé lautstark in den Raum hinein. „Habt ihr gehört?!? Lucia! Sophia! Bewegt eure Hintern aus den Betten und macht euch bereit für das heutige Tagewerk! Los, los!“
So schnell wie sie aufgetaucht war, so schnell war die Oberschwester auch schon wieder verschwunden. Und die beiden Frauen hörten deutlich wie sie die nächste Tür aufriss und die nächsten Schwestern aus dem Schlaf schrie. Und ihr schien diese Weckaktion wirklich großen Spaß zu machen.
Lucia reckte und streckte sich ausgiebig, während sie gähnend aus dem Bett kletterte. Sie blieb einen Moment auf der Bettkante sitzen und sah verschlafen zu Leanora hinüber. „Wir sollten uns beeilen, wenn wir noch vor der Morgenandacht etwas zu essen bekommen wollen“, bemerkte sie schief grinsend, bevor sie ein weiteres Mal gähnen musste. Anschließend rieb sie sich noch einmal über die Augen und stand auf, um sich zu waschen.
„Guten Morgen, junges Gemüse! Raus mit euch aus den Federn!“ krächzte Schwester Beandricé lautstark in den Raum hinein. „Habt ihr gehört?!? Lucia! Sophia! Bewegt eure Hintern aus den Betten und macht euch bereit für das heutige Tagewerk! Los, los!“
So schnell wie sie aufgetaucht war, so schnell war die Oberschwester auch schon wieder verschwunden. Und die beiden Frauen hörten deutlich wie sie die nächste Tür aufriss und die nächsten Schwestern aus dem Schlaf schrie. Und ihr schien diese Weckaktion wirklich großen Spaß zu machen.
Lucia reckte und streckte sich ausgiebig, während sie gähnend aus dem Bett kletterte. Sie blieb einen Moment auf der Bettkante sitzen und sah verschlafen zu Leanora hinüber. „Wir sollten uns beeilen, wenn wir noch vor der Morgenandacht etwas zu essen bekommen wollen“, bemerkte sie schief grinsend, bevor sie ein weiteres Mal gähnen musste. Anschließend rieb sie sich noch einmal über die Augen und stand auf, um sich zu waschen.
#1534
Posté 03 janvier 2011 - 06:56
Lea stöhnte leise auf, als sie die Stimme der Oberschwester hörte. Sie rieb sich die Augen und gähnte hinter vorgehaltener Hand.
"Ein Königreich für eine Stunde mehr Schlaf... Beim Erbauer, Lucia, wie spät ist es in etwa?"
Sie seufzte noch einmal und stand trotzdem sofort leichtfüssig auf, streckte sich ausgiebig und begab sich auch zum Waschzuber, wo sie sich den Schlaf aus den Augen wusch.
Dann nahm sie ein Unterkleid nebst Robe aus ihrem Schrank und zog sich an. Am schwersten war es, ihre Haare zu bändigen. Immer wieder kringelten sich vorwitzige Löckchen aus dem Band, welches die Haare im Nacken zusammenhielt, hervor, und sie gab es schließlich auf.
Zusammen mit Lucia begab sie sich zum Speise-Saal des Ordens, Lucia lief freudig und hungrig voran. Als Lea den Raum betrat hatte sie das Gefühl, dass sich alle Augen auf sie richteten. Sie wurde rot und senkte den Blick verlegen zu Boden. Schnell heftete sie sich an Lucias Fersen, und kurz darauf nahm sie neben dieser Platz, eine Schüssel warmen Haferbrei in der Hand, den sie hungrig löffelte.
Dabei sah sie sich leicht verstohlen um und fing ausgerechnet einen feurigen Blick Renaldos ein, der sie leicht anlächelte, was Lea noch mehr erröten und ihren Kopf tiefer über die Schüssel sinken ließ. Alles, aber das konnte sie am frühen Morgen noch nicht gebrauchen. Sie schielte zu Lucia, und fand ihre Befürchtung bestätigt. Lucia runzelte die Stirn, ihre Augen hingen an Bruder Renaldo also entging ihr auch sein Blick nicht. Dennoch grinste sie gleich darauf und wisperte Lea zu: "Ich habs Dir doch gesagt!"
Lea zog es vor, zu schweigen und nahm lieber den letzten Löffel ihres Haferbreis zu sich.
Kurz danach ging es zur Morgen-Andacht, und Lea hatte ihre Probleme, dieser zu folgen. Lucia lächelte ihr aufmunternd zu, Lea würde die Gesänge des Lichts sicher auch noch lernen. Obwohl Lea wußte, dass dies nun jeden Tag auf sie zukommen würde, war sie froh, als die Messe endlich vorbei war.
Als sie aus der Kirche traten sagte sie zu Lucia:
"Ich muß nun zu Bruder Castillá. Bis später meine Liebe."
Daraufhin machte sie sich auf den Weg, und kurz danach klopfte sie an die Tür, hinter der sie den Bruder vermutete.
"Ein Königreich für eine Stunde mehr Schlaf... Beim Erbauer, Lucia, wie spät ist es in etwa?"
Sie seufzte noch einmal und stand trotzdem sofort leichtfüssig auf, streckte sich ausgiebig und begab sich auch zum Waschzuber, wo sie sich den Schlaf aus den Augen wusch.
Dann nahm sie ein Unterkleid nebst Robe aus ihrem Schrank und zog sich an. Am schwersten war es, ihre Haare zu bändigen. Immer wieder kringelten sich vorwitzige Löckchen aus dem Band, welches die Haare im Nacken zusammenhielt, hervor, und sie gab es schließlich auf.
Zusammen mit Lucia begab sie sich zum Speise-Saal des Ordens, Lucia lief freudig und hungrig voran. Als Lea den Raum betrat hatte sie das Gefühl, dass sich alle Augen auf sie richteten. Sie wurde rot und senkte den Blick verlegen zu Boden. Schnell heftete sie sich an Lucias Fersen, und kurz darauf nahm sie neben dieser Platz, eine Schüssel warmen Haferbrei in der Hand, den sie hungrig löffelte.
Dabei sah sie sich leicht verstohlen um und fing ausgerechnet einen feurigen Blick Renaldos ein, der sie leicht anlächelte, was Lea noch mehr erröten und ihren Kopf tiefer über die Schüssel sinken ließ. Alles, aber das konnte sie am frühen Morgen noch nicht gebrauchen. Sie schielte zu Lucia, und fand ihre Befürchtung bestätigt. Lucia runzelte die Stirn, ihre Augen hingen an Bruder Renaldo also entging ihr auch sein Blick nicht. Dennoch grinste sie gleich darauf und wisperte Lea zu: "Ich habs Dir doch gesagt!"
Lea zog es vor, zu schweigen und nahm lieber den letzten Löffel ihres Haferbreis zu sich.
Kurz danach ging es zur Morgen-Andacht, und Lea hatte ihre Probleme, dieser zu folgen. Lucia lächelte ihr aufmunternd zu, Lea würde die Gesänge des Lichts sicher auch noch lernen. Obwohl Lea wußte, dass dies nun jeden Tag auf sie zukommen würde, war sie froh, als die Messe endlich vorbei war.
Als sie aus der Kirche traten sagte sie zu Lucia:
"Ich muß nun zu Bruder Castillá. Bis später meine Liebe."
Daraufhin machte sie sich auf den Weg, und kurz danach klopfte sie an die Tür, hinter der sie den Bruder vermutete.
Modifié par Bellandyrs, 07 janvier 2011 - 05:24 .
#1535
Posté 04 janvier 2011 - 11:40
Rowan zuckte nur mit den Achseln, nachdem Vernita dem Anschein nach nicht vorhatte, etwas zu unternehmen. Sie ging müde und steifbeinig zu ihrer Liege auf der Sareth schlief. Schnell hatte sie sich ihres nassen Umhangs und der Rüstung entledigt. Sie setzte sich auf den Boden und lehnte mit dem Rücken gegen die Liege. Eine Weile wollte sie noch warten, bevor sie sich Schlafen legen würde. Das Mädchen war ihr zurück ins Versteck gefolgt doch von der Magierin war nichts zu sehen. Entweder war es ein Fehlalarm oder sie hatten die Frau bereits gefasst. Jedoch schien für die Gruppe hier im Keller keine Gefahr zu bestehen, denn die Minuten verstrichen, ohne das etwas passierte.
Das einzige Geräusch, das Rowan vernahm, war das regelmäßige Atmen des Kriegers hinter ihr. Bleierne Müdigkeit legte sich über sie und so legte sie sich nach kurzer Zeit neben Sareth und zog die Decke über sich. Der Krieger reagierte im Schlaf auf sie und legte den Arm um sie damit er sie fest an sich ziehen konnte. Im ersten Moment versteifte sich Rowan wieder. Zu sehr steckten noch die alten Gewohnheiten in ihr. Doch seine Anwesenheit und sein Geruch entspannten sie nach und nach und schon bald war sie eingeschlafen.
Das einzige Geräusch, das Rowan vernahm, war das regelmäßige Atmen des Kriegers hinter ihr. Bleierne Müdigkeit legte sich über sie und so legte sie sich nach kurzer Zeit neben Sareth und zog die Decke über sich. Der Krieger reagierte im Schlaf auf sie und legte den Arm um sie damit er sie fest an sich ziehen konnte. Im ersten Moment versteifte sich Rowan wieder. Zu sehr steckten noch die alten Gewohnheiten in ihr. Doch seine Anwesenheit und sein Geruch entspannten sie nach und nach und schon bald war sie eingeschlafen.
#1536
Posté 04 janvier 2011 - 12:36
Neria saß noch eine Weile auf der Holzbank, und während sie das Schauspiel am Himmel betrachtete, ließ auch ihr Ärger über Rowan nach. Der Wind trieb die Wolken vor sich her, und teilweise war die Wolkendecke aufgerissen, sodass sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch die immer dünner werdende Wokendecke bahnten. Es wurde heller, und die Strassen füllten sich mehr und mehr mit Menschen die geschäftig ihrer Wege gingen.
Es ist wohl an der Zeit wieder ins Versteck zurückzukehren, da die Gefahr entdeckt zu werden von Sekunde zu Sekunde größer wurde, dachte Neria wehmütig. So erhob sie sich von der Holzbank und ging wieder zurück in das Haus des Schmiedes.
Nachdem sie sich im Badezimmer gewaschen hatte begab sie sich in den Keller und setzte sich auf ihre Liege.
Es ist wohl an der Zeit wieder ins Versteck zurückzukehren, da die Gefahr entdeckt zu werden von Sekunde zu Sekunde größer wurde, dachte Neria wehmütig. So erhob sie sich von der Holzbank und ging wieder zurück in das Haus des Schmiedes.
Nachdem sie sich im Badezimmer gewaschen hatte begab sie sich in den Keller und setzte sich auf ihre Liege.
Modifié par Doomheart43, 04 janvier 2011 - 08:51 .
#1537
Posté 04 janvier 2011 - 08:57
„Tretet ein!“ rief eine Stimme hinter der Tür, an die Leanora geklopft hatte, was diese auch gleich darauf tat. Bruder Castillá saß hinter seinem Schreibtisch und winkte die junge Frau zu sich heran. „Kommt näher und setzt Euch, Schwester Sophia. Schön Euch an diesem herrlichen Morgen zu sehen. Ich hoffe, Ihr hattet eine angenehme Nachtruhe.“
Bevor die Angesprochene auf die Frage des Alten überhaupt hätte antworten können, sprach dieser gleich weiter, während Leanora an den Schreibtisch herantrat und sich auf einen der Besucherstühle setzte. „Ich habe gestern Abend noch mit Oberschwester Beandricé über Euch gesprochen. Sie meinte, ich sollte Euch für den Küchen- oder Putzdienst einteilen, damit Ihr das Arbeiten lernen könnt, wie sie so schön sagte. Sie ist wohl der Meinung, Ihr wäret zu nichts anderem zu gebrauchen. Allerdings denke ich nicht, dass wir Eure Vorkenntnisse, was den Umgang mit Tieren angeht, gänzlich außer Acht lassen sollten. So werde ich Euch wohl bei der Versorgung unseres Nutzviehs einsetzen und auch mit Kommandant Neranos über Euren Einsatz in den Pferdeställen der Templer sprechen. Ich bin sicher…“
Ein lautes und forderndes Klopfen an der Tür unterbrach Bruder Castillá in seinen Ausführungen. Etwas irritiert wandte er seinen Blick von Leanora ab und richtete seine Aufmerksamkeit diesem Geräusch zu.
„Hier geht es ja schlimmer zu als in einem Taubenschlag“, meinte er zu der jungen Frau gewandt, bevor seine Stimme lauter wurde. „Herein, bitte!“
Die Tür wurde geöffnet und ein etwa 1,90 m großer Mann mit blond gelockten Haaren betrat die Stube. Er trug die seidene Uniform eines Templers, an dessen Gürtel in einer Scheide ein aufwendig gearbeiteter Prunksäbel hing. Mit seinen leuchtenden, graugrünen Augen sah er erst den Alten an, bevor sein Blick zu Leanora herüber wanderte und auf ihr haften zu bleiben schien.
„Ahh, Kommandant Neranos“, begrüßte Bruder Castillá den Neuankömmling. „Wir haben gerade von Euch gesprochen. Willkommen. Und guten Morgen. Was kann ich für Euch tun?“
„Guten Morgen, Bruder Castillá. Nun, zunächst einmal könntet Ihr mich mit dieser reizenden jungen Dame bekannt machen“, erwiderte der Kommandant, wobei er ein charmantes Lächeln aufsetzte, ohne seinen Blick von Leanora abzuwenden.
„Aber natürlich, wo sind nur meine Manieren? Das ist Schwester Sophia, unser Neuzugang. Schwester Sophia, das ist Kommandant Neronas, Befehlshaber der Templer von Denerim.“
„Ja, jetzt wo Ihr es sagt, Bruder Castillá, fällt mir auch auf, dass diese bezaubernde junge Dame die Robe der Kirche trägt“, entgegnete der Kommandant, während er nach Leanoras Hand griff und dieser einen leichten Kuss gab. „Wobei ich hinzufügen muss, dass sie Euch ausgezeichnet kleidet, Schwester Sophia, und ich überaus erfreut bin, Eure Bekanntschaft zu machen.“
Bevor die Angesprochene auf die Frage des Alten überhaupt hätte antworten können, sprach dieser gleich weiter, während Leanora an den Schreibtisch herantrat und sich auf einen der Besucherstühle setzte. „Ich habe gestern Abend noch mit Oberschwester Beandricé über Euch gesprochen. Sie meinte, ich sollte Euch für den Küchen- oder Putzdienst einteilen, damit Ihr das Arbeiten lernen könnt, wie sie so schön sagte. Sie ist wohl der Meinung, Ihr wäret zu nichts anderem zu gebrauchen. Allerdings denke ich nicht, dass wir Eure Vorkenntnisse, was den Umgang mit Tieren angeht, gänzlich außer Acht lassen sollten. So werde ich Euch wohl bei der Versorgung unseres Nutzviehs einsetzen und auch mit Kommandant Neranos über Euren Einsatz in den Pferdeställen der Templer sprechen. Ich bin sicher…“
Ein lautes und forderndes Klopfen an der Tür unterbrach Bruder Castillá in seinen Ausführungen. Etwas irritiert wandte er seinen Blick von Leanora ab und richtete seine Aufmerksamkeit diesem Geräusch zu.
„Hier geht es ja schlimmer zu als in einem Taubenschlag“, meinte er zu der jungen Frau gewandt, bevor seine Stimme lauter wurde. „Herein, bitte!“
Die Tür wurde geöffnet und ein etwa 1,90 m großer Mann mit blond gelockten Haaren betrat die Stube. Er trug die seidene Uniform eines Templers, an dessen Gürtel in einer Scheide ein aufwendig gearbeiteter Prunksäbel hing. Mit seinen leuchtenden, graugrünen Augen sah er erst den Alten an, bevor sein Blick zu Leanora herüber wanderte und auf ihr haften zu bleiben schien.
„Ahh, Kommandant Neranos“, begrüßte Bruder Castillá den Neuankömmling. „Wir haben gerade von Euch gesprochen. Willkommen. Und guten Morgen. Was kann ich für Euch tun?“
„Guten Morgen, Bruder Castillá. Nun, zunächst einmal könntet Ihr mich mit dieser reizenden jungen Dame bekannt machen“, erwiderte der Kommandant, wobei er ein charmantes Lächeln aufsetzte, ohne seinen Blick von Leanora abzuwenden.
„Aber natürlich, wo sind nur meine Manieren? Das ist Schwester Sophia, unser Neuzugang. Schwester Sophia, das ist Kommandant Neronas, Befehlshaber der Templer von Denerim.“
„Ja, jetzt wo Ihr es sagt, Bruder Castillá, fällt mir auch auf, dass diese bezaubernde junge Dame die Robe der Kirche trägt“, entgegnete der Kommandant, während er nach Leanoras Hand griff und dieser einen leichten Kuss gab. „Wobei ich hinzufügen muss, dass sie Euch ausgezeichnet kleidet, Schwester Sophia, und ich überaus erfreut bin, Eure Bekanntschaft zu machen.“
#1538
Posté 04 janvier 2011 - 10:01
Lydia sah Neria nach , als sie sich auf ihre Liege setzte . Sie selbst hatte schon lange keinen Schlaf mehr gefunden , doch sie stand auf und platzierte sich zu Neria . Vorsichtig legte sie ihr einenArm um die Hüften unden Kopf auf die Schultern . " Ich habe gerade nochmal an das Bad zurückgedacht " , giggelte sie . " Was denkt ihr , haben wir im neuen Versteck wieder die Möglichkeit dazu ? Vieleicht hat es auch so ein schönes Bad . "
#1539
Posté 06 janvier 2011 - 04:42
Lea hörte Bruder Castillá gespannt zu. Sie freute sich, dass er sich nicht nur auf die Oberschwester verließ sondern ihre Liebe zu den Tieren mit in seine Überlegungen einfließen ließ. Gerade, als sie hoffte, er würde eine Gesangsprobe verlangen, klopfte es an der Tür, und der Kommandant trat ein.
Sie blickte den Templer an und wurde - wieder einmal - knallrot, als er sich über ihre Hand beugte.
"Die Ehre ist ganz auf meiner Seite, Kommandant Neronas", erwiderte Lea mit melodischer Stimme, die sie gottlob wieder gefunden hatte. Kurzzeitig hatte es ihr die Sprache verschlagen, der Kommandant war eine imposante Erscheinung, sein Charisma überwältigend.
Im Prinzip ärgerte sie sich, dass sie schon wieder rot wurde, nur weil ihr ein attraktiver Mann einen charmanten Blick zuwarf. Zu Hause waren solche Blicke keine Seltenheit, aber dort hatte sie die Sicherheit, die ihr hier fehlte. Dort war es kein Problem, mit einer höflichen und charmanten Antwort dem eventuellen Verehrer von vornherein in die Schranken zu weisen. Und als Schwester Sophia war sie nochmal in einer anderen Situation. Renaldo, der ihr feurige Blicke zuwarf, und kein Geheimnis aus seiner Absicht machte - nämlich sie in sein Lager zu kriegen, und im absoluten Gegensatz der Kommandant, der sie mit seinen vollendeten Manieren ein klein wenig an Tjark von Talisker erinnerte. Aber unter dem Schutzmantel der Kirchenrobe war es absolut unmöglich, auch nur ansatzweise Interesse an einem Mann zu zeigen. Auch wenn man sich diesem Templer kaum entziehen konnte. Die Frauen mußten wahrscheinlich scharenweise um seine Gunst anstehen, bei dieser Ausstrahlung.
Lea hatte das Gefühl, dass der Raum plötzlich viel zu klein, und die Luft mit Hochspannung angereichert war. Ihr Blick versank in dem des Templers.
Sie blickte den Templer an und wurde - wieder einmal - knallrot, als er sich über ihre Hand beugte.
"Die Ehre ist ganz auf meiner Seite, Kommandant Neronas", erwiderte Lea mit melodischer Stimme, die sie gottlob wieder gefunden hatte. Kurzzeitig hatte es ihr die Sprache verschlagen, der Kommandant war eine imposante Erscheinung, sein Charisma überwältigend.
Im Prinzip ärgerte sie sich, dass sie schon wieder rot wurde, nur weil ihr ein attraktiver Mann einen charmanten Blick zuwarf. Zu Hause waren solche Blicke keine Seltenheit, aber dort hatte sie die Sicherheit, die ihr hier fehlte. Dort war es kein Problem, mit einer höflichen und charmanten Antwort dem eventuellen Verehrer von vornherein in die Schranken zu weisen. Und als Schwester Sophia war sie nochmal in einer anderen Situation. Renaldo, der ihr feurige Blicke zuwarf, und kein Geheimnis aus seiner Absicht machte - nämlich sie in sein Lager zu kriegen, und im absoluten Gegensatz der Kommandant, der sie mit seinen vollendeten Manieren ein klein wenig an Tjark von Talisker erinnerte. Aber unter dem Schutzmantel der Kirchenrobe war es absolut unmöglich, auch nur ansatzweise Interesse an einem Mann zu zeigen. Auch wenn man sich diesem Templer kaum entziehen konnte. Die Frauen mußten wahrscheinlich scharenweise um seine Gunst anstehen, bei dieser Ausstrahlung.
Lea hatte das Gefühl, dass der Raum plötzlich viel zu klein, und die Luft mit Hochspannung angereichert war. Ihr Blick versank in dem des Templers.
Modifié par Bellandyrs, 07 janvier 2011 - 05:20 .
#1540
Posté 07 janvier 2011 - 05:45
„Die Ehre, besser gesagt, die Freude liegt ganz auf meiner Seite“, entgegnete Neranos nach wie vor lächelnd, während er sich ebenfalls im Blick Leanoras verlor. „Aber verzeiht mir bitte. Es ist ungebührlich von mir, eine Schwester der Kirche auf eine solch schamlose Art und Weise meine Aufwartung zu machen. Ich hoffe doch, Ihr vergebt einem armen Wicht wie mir diese unwürdige Dreistigkeit mit der ich Euch angesprochen habe, Schwester Sophia.“
Der Kommandant legte die Arme an seinen Körper an und verbeugte sich vor Leanora. Als er sich wieder erhob und sich ihre Blicke erneut trafen, lächelte er sie wieder charmant und ein wenig vorwitzig an. Offenbar hatte es ihm gefallen, dass die junge Frau durch sein Verhalten rot geworden war.
Bruder Castillá räusperte sich laut, nachdem sich die beiden einen Moment lang schweigend in die Augen gesehen hatten, wodurch diese sich leicht erschraken, da ihnen für diesen kurzen Augenblick gar nicht mehr bewusst gewesen war, dass sie sich nicht allein in dieser Stube aufhielten.
„Ich vermute, Ihr seid nicht wegen Schwester Sophia hierher zu mir gekommen, oder etwa doch, Kommandant?“ meinte der Alte, wobei der den Templer mit einem gespielten, strafenden Blick bedachte. Nur sein Lächeln verriet, dass er es nicht wirklich ernst meinte. „Denn das würde so gar nicht zu Euch passen, mein Freund.“
„Natürlich nicht, Bruder Castillá“, antwortete Neranos schnell, wobei er sich zum ersten Mal von der jungen Frau abwandte. Er grinste den Alten verschmitzt an, bevor er wieder ernst wurde und mit fester Stimme weiter sprach. „Ich bin hier, um Euch darüber in Kenntnis zu setzen, dass morgen früh ein hoher Würdenträger der Kirche nach Denerim kommen wird. Und ich möchte Euch darum bitten, dieser ehrwürdigen Person ein Quartier zu besorgen und sich auch ansonsten um alle seine Bedürfnisse zu kümmern.“
„Selbstverständlich tue ich das. Das ist ein Teil meiner Aufgaben. Aber verratet Ihr mir auch, um wen es sich dabei handelt?“
„Gewiss doch. Es handelt sich bei diesem Mann um den Inquisitor Gromschlag, der angeblich in unsere schöne Stadt kommt, um einer gefährlichen Blutmagierin das Handwerk zu legen, die sich seit kurzem hier aufhalten soll.“
„Das hört sich sehr beunruhigend an“, erwiderte der Alte, wobei er sich nachdenklich an seinem Spitzbart zog.
„In der Tat. Aber ich denke, dass wir mit Inquisitor Gromschlags Hilfe die Angelegenheit schnell geklärt haben werden. Nur leider habe ich, wie ich bereits sagte, kein angemessenes Quartier für so ein hohe Persönlichkeit. Lediglich seinen Männer kann ich in unserer Kaserne eine Unterkunft bieten.“
„Macht Euch darüber keine Sorgen, Kommandant. Ich werde mich um alles nötige kümmern.“
„Danke, Bruder Castillá“, bemerkte Neranos noch erleichtert, wobei er ein leichte Verbeugung andeutete. Anschließend wandte er sich wieder Leanora zu, vor der er sich ebenfalls verbeugte. „Ich empfehle mich und darf noch einmal anmerken, wie erfreut ich darüber bin, Eure Bekanntschaft gemacht haben zu dürfen. Sollte es Eure Zeit erlauben, Schwester Sophia und sollte Euer Verstand ebenso scharf sein wie Eure Schönheit atemberaubend ist, so würde ich es sehr begrüßen, Euch in meine private Bibliothek zu einem guten Buch und einer heißen Tasse Tee einladen zu dürfen. Selbstverständlich nur zu einem rein freundschaftlichen Gespräch versteht sich.
Bei seinen letzten Worten warf der Templer Bruder Castillá einen flüchtigen Blick zu, der diesen nur wohl wissend und auch etwas väterlich anlächelte.
Der Kommandant legte die Arme an seinen Körper an und verbeugte sich vor Leanora. Als er sich wieder erhob und sich ihre Blicke erneut trafen, lächelte er sie wieder charmant und ein wenig vorwitzig an. Offenbar hatte es ihm gefallen, dass die junge Frau durch sein Verhalten rot geworden war.
Bruder Castillá räusperte sich laut, nachdem sich die beiden einen Moment lang schweigend in die Augen gesehen hatten, wodurch diese sich leicht erschraken, da ihnen für diesen kurzen Augenblick gar nicht mehr bewusst gewesen war, dass sie sich nicht allein in dieser Stube aufhielten.
„Ich vermute, Ihr seid nicht wegen Schwester Sophia hierher zu mir gekommen, oder etwa doch, Kommandant?“ meinte der Alte, wobei der den Templer mit einem gespielten, strafenden Blick bedachte. Nur sein Lächeln verriet, dass er es nicht wirklich ernst meinte. „Denn das würde so gar nicht zu Euch passen, mein Freund.“
„Natürlich nicht, Bruder Castillá“, antwortete Neranos schnell, wobei er sich zum ersten Mal von der jungen Frau abwandte. Er grinste den Alten verschmitzt an, bevor er wieder ernst wurde und mit fester Stimme weiter sprach. „Ich bin hier, um Euch darüber in Kenntnis zu setzen, dass morgen früh ein hoher Würdenträger der Kirche nach Denerim kommen wird. Und ich möchte Euch darum bitten, dieser ehrwürdigen Person ein Quartier zu besorgen und sich auch ansonsten um alle seine Bedürfnisse zu kümmern.“
„Selbstverständlich tue ich das. Das ist ein Teil meiner Aufgaben. Aber verratet Ihr mir auch, um wen es sich dabei handelt?“
„Gewiss doch. Es handelt sich bei diesem Mann um den Inquisitor Gromschlag, der angeblich in unsere schöne Stadt kommt, um einer gefährlichen Blutmagierin das Handwerk zu legen, die sich seit kurzem hier aufhalten soll.“
„Das hört sich sehr beunruhigend an“, erwiderte der Alte, wobei er sich nachdenklich an seinem Spitzbart zog.
„In der Tat. Aber ich denke, dass wir mit Inquisitor Gromschlags Hilfe die Angelegenheit schnell geklärt haben werden. Nur leider habe ich, wie ich bereits sagte, kein angemessenes Quartier für so ein hohe Persönlichkeit. Lediglich seinen Männer kann ich in unserer Kaserne eine Unterkunft bieten.“
„Macht Euch darüber keine Sorgen, Kommandant. Ich werde mich um alles nötige kümmern.“
„Danke, Bruder Castillá“, bemerkte Neranos noch erleichtert, wobei er ein leichte Verbeugung andeutete. Anschließend wandte er sich wieder Leanora zu, vor der er sich ebenfalls verbeugte. „Ich empfehle mich und darf noch einmal anmerken, wie erfreut ich darüber bin, Eure Bekanntschaft gemacht haben zu dürfen. Sollte es Eure Zeit erlauben, Schwester Sophia und sollte Euer Verstand ebenso scharf sein wie Eure Schönheit atemberaubend ist, so würde ich es sehr begrüßen, Euch in meine private Bibliothek zu einem guten Buch und einer heißen Tasse Tee einladen zu dürfen. Selbstverständlich nur zu einem rein freundschaftlichen Gespräch versteht sich.
Bei seinen letzten Worten warf der Templer Bruder Castillá einen flüchtigen Blick zu, der diesen nur wohl wissend und auch etwas väterlich anlächelte.
#1541
Posté 08 janvier 2011 - 12:28
Diese Augen! Sie hätte darin auf ewig versinken können, Kommandant Neranos strahlte eine Ruhe aus, die sie magnetisch anzog. Sie hatte das Gefühl, allein sein Händedruck würde ausreichen, um sie vor allen Gefahren zu beschützen. Es war, als hätte jemand die Zeit angehalten, und erst Bruder Castillás Worte rissen sie zurück in die Wirklichkeit, und sie hörte die Entschuldigung des Kommandanten. Wofür entschuldigte er sich nur? Bedauerte er es, dass sie eine Laienschwester und somit unerreichbar für ihn war?
"Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen, Kommandant. Ihr konntet es ja nicht wissen, dass ich vor kurzem den Entschluß faßte, mein Leben dem Erbauer zu widmen."
Sie war heilfroh, dass sie saß, denn ihre Knie fühlten sich zittrig an. Lea versuchte, ihre Nervosität unter Kontrolle zu bringen, als sie vernahm, dass ein Inquisitor unterwegs war, um einer Magierin das Handwerk zu legen. Es kostete sie alle Kraft, nicht bleich zu werden und wie von Taranteln gestochen, aufzuspringen um ihre Gefährten zu warnen. Es konnte sich im Prinzip fast nur um Neria handeln, welche gesucht wurde. Schließlich war sie erst seit kurzem in der Stadt, und dass diese Blutmagie anwandte, hatte sie ja selber miterlebt, als sie die Verletzten damit geheilt hatte.
Wäre eine andere Magierin in dieser Stadt, hätten Rowan oder Vernita das sicherlich vernommen. Sie mußte die Gefährten warnen!
Ihre Gedanken überschlugen sich. Bruder Castillá wollte den Inquisitor hier unterbringen? Würde sie eine Möglichkeit haben, das ganze unblutig zu beenden? Die Pastillen fielen ihr ein. Rot und Grün zusammen wirkten absolut tödlich, nicht nachweisbar. Beide in das Getränk des Inquisitors gemischt und zumindest wäre das Problem, zumindest vorerst, gelöst. Aber würde sie dadurch nicht erst recht ihre Gruppe in Gefahr bringen?
Sie erschrak beinahe, als sich der Kommandant wieder an sie wandte, überspielte das jedoch mit einem strahelnden Lächeln.
"Dieser Einladung würde ich gerne Folge leisten, sofern es Bruder Castillá und mein Zeitplan erlauben, Kommandant." Fragend blickte sie den Kirchenvorsteher an, nicht wissend, dass ein beinahe flehender Ausdruck in ihren Augen lag.
"Ihr braucht Euch nicht zu entschuldigen, Kommandant. Ihr konntet es ja nicht wissen, dass ich vor kurzem den Entschluß faßte, mein Leben dem Erbauer zu widmen."
Sie war heilfroh, dass sie saß, denn ihre Knie fühlten sich zittrig an. Lea versuchte, ihre Nervosität unter Kontrolle zu bringen, als sie vernahm, dass ein Inquisitor unterwegs war, um einer Magierin das Handwerk zu legen. Es kostete sie alle Kraft, nicht bleich zu werden und wie von Taranteln gestochen, aufzuspringen um ihre Gefährten zu warnen. Es konnte sich im Prinzip fast nur um Neria handeln, welche gesucht wurde. Schließlich war sie erst seit kurzem in der Stadt, und dass diese Blutmagie anwandte, hatte sie ja selber miterlebt, als sie die Verletzten damit geheilt hatte.
Wäre eine andere Magierin in dieser Stadt, hätten Rowan oder Vernita das sicherlich vernommen. Sie mußte die Gefährten warnen!
Ihre Gedanken überschlugen sich. Bruder Castillá wollte den Inquisitor hier unterbringen? Würde sie eine Möglichkeit haben, das ganze unblutig zu beenden? Die Pastillen fielen ihr ein. Rot und Grün zusammen wirkten absolut tödlich, nicht nachweisbar. Beide in das Getränk des Inquisitors gemischt und zumindest wäre das Problem, zumindest vorerst, gelöst. Aber würde sie dadurch nicht erst recht ihre Gruppe in Gefahr bringen?
Sie erschrak beinahe, als sich der Kommandant wieder an sie wandte, überspielte das jedoch mit einem strahelnden Lächeln.
"Dieser Einladung würde ich gerne Folge leisten, sofern es Bruder Castillá und mein Zeitplan erlauben, Kommandant." Fragend blickte sie den Kirchenvorsteher an, nicht wissend, dass ein beinahe flehender Ausdruck in ihren Augen lag.
Modifié par Bellandyrs, 08 janvier 2011 - 12:31 .
#1542
Posté 08 janvier 2011 - 02:14
„Das lässt sich sicher einrichten, doch nur unter einer Bedingung“, erwiderte Bruder Castillá, wobei er mahnend den rechten Zeigefinger hob. Sowohl Leanora als auch Neranos sahen den Alten fragend und etwas nervös an, als dieser eine längere Pause einlegte, in der er die beiden nur eindringlich ansah.
„Und die wäre?“ fragte der Templer nach einem endlos wirkenden Moment der Stille.
„Nun, Schwester Sophia hat mir erzählt, dass sie einige Erfahrung mit Tieren, insbesondere mit Pferden, hat“, meinte Bruder Castillá mit einem einnehmenden Lächeln auf den Lippen. „Ich habe sie bereits mit der Versorgung der Nutztiere unserer Kirche betraut, doch nur Ihr könnt der Schwester erlauben, sich auch um die Pferde Eurer Männer zu kümmern, Kommandant. Es scheint ihr viel zu bedeuten und für die Brüder und Schwestern dieser Kirche, die ich als meine Kinder betrachte, tue ich fast alles.“
Der Templer atmete innerlich erleichtert auf. Das war ja geradezu ein Lappalie. Der Mann hatte allerhöchsten Respekt vor Bruder Castillá und schon befürchtet, dass dieser wer weiß was fordern würde. „Ja, da wird sich bestimmt was machen lassen. Ich rede nachher mit meinem Stallburschen, ob er noch Unterstützung gebrauchen kann. Aber im Grunde sehe ich da kein Problem.“
„Das höre ich gerne. Aber wenn Ihr uns jetzt entschuldigen würdet, Kommandant. Schwester Sophia und ich haben noch paar Kleinigkeiten zu besprechen. Und außerdem muss ich mich anschließend noch um die Unterbringung des Inquisitors kümmern. Einen schönen Tag noch.“
„Ja sicher, Bruder Castillá. Wie Ihr wünscht“, erwiderte Neranos, wobei er sich noch einmal vor den beiden verbeugte. „Ich werde sofort mit meinem Stallburschen sprechen und Euch über seine Aussage in Kenntnis setzen. Ich ziehe mich jetzt zurück. Bruder Castillá, Schwester Sophia, ich wünsche Euch beiden einen angenehmen Tag.“
Der Templer lächelte Leanora noch einmal an, wobei er ihr erneut ein letztes Mal tief in die Augen sah, bevor er sich umwandte und erhobenen Hauptes die Stube verließ, so wie es sich für einen Kommandanten der Templer gehörte. Nachdem er den Raum verlassen hatte, lehnte sich der Alte weit über seinen Tisch, während er der blonden Frau mit einem seltsamen Lächeln auf den Lippen eindringlich in die Augen blickte.
„Der Kommandant hat ganz offensichtlich Gefallen an Euch gefunden, Schwester Sophia“, meinte er mit einem etwas fordernden Unterton. „Das habe ich bei ihm noch nie in dieser Form erlebt. Es hat Euch geholfen, den Posten in den Pferdeställen der Templer zu bekommen, aber ich hoffe, Ihr werdet diesen Umstand nicht ausnutzen, um dem guten Neranos irgendwelchen Schaden zuzufügen. Er ist für mich so etwas wie ein Sohn, und ich würde es nur sehr ungern sehen, wenn ihn jemand verletzen würde. Ich schätze, wir verstehen uns, oder?“
„Und die wäre?“ fragte der Templer nach einem endlos wirkenden Moment der Stille.
„Nun, Schwester Sophia hat mir erzählt, dass sie einige Erfahrung mit Tieren, insbesondere mit Pferden, hat“, meinte Bruder Castillá mit einem einnehmenden Lächeln auf den Lippen. „Ich habe sie bereits mit der Versorgung der Nutztiere unserer Kirche betraut, doch nur Ihr könnt der Schwester erlauben, sich auch um die Pferde Eurer Männer zu kümmern, Kommandant. Es scheint ihr viel zu bedeuten und für die Brüder und Schwestern dieser Kirche, die ich als meine Kinder betrachte, tue ich fast alles.“
Der Templer atmete innerlich erleichtert auf. Das war ja geradezu ein Lappalie. Der Mann hatte allerhöchsten Respekt vor Bruder Castillá und schon befürchtet, dass dieser wer weiß was fordern würde. „Ja, da wird sich bestimmt was machen lassen. Ich rede nachher mit meinem Stallburschen, ob er noch Unterstützung gebrauchen kann. Aber im Grunde sehe ich da kein Problem.“
„Das höre ich gerne. Aber wenn Ihr uns jetzt entschuldigen würdet, Kommandant. Schwester Sophia und ich haben noch paar Kleinigkeiten zu besprechen. Und außerdem muss ich mich anschließend noch um die Unterbringung des Inquisitors kümmern. Einen schönen Tag noch.“
„Ja sicher, Bruder Castillá. Wie Ihr wünscht“, erwiderte Neranos, wobei er sich noch einmal vor den beiden verbeugte. „Ich werde sofort mit meinem Stallburschen sprechen und Euch über seine Aussage in Kenntnis setzen. Ich ziehe mich jetzt zurück. Bruder Castillá, Schwester Sophia, ich wünsche Euch beiden einen angenehmen Tag.“
Der Templer lächelte Leanora noch einmal an, wobei er ihr erneut ein letztes Mal tief in die Augen sah, bevor er sich umwandte und erhobenen Hauptes die Stube verließ, so wie es sich für einen Kommandanten der Templer gehörte. Nachdem er den Raum verlassen hatte, lehnte sich der Alte weit über seinen Tisch, während er der blonden Frau mit einem seltsamen Lächeln auf den Lippen eindringlich in die Augen blickte.
„Der Kommandant hat ganz offensichtlich Gefallen an Euch gefunden, Schwester Sophia“, meinte er mit einem etwas fordernden Unterton. „Das habe ich bei ihm noch nie in dieser Form erlebt. Es hat Euch geholfen, den Posten in den Pferdeställen der Templer zu bekommen, aber ich hoffe, Ihr werdet diesen Umstand nicht ausnutzen, um dem guten Neranos irgendwelchen Schaden zuzufügen. Er ist für mich so etwas wie ein Sohn, und ich würde es nur sehr ungern sehen, wenn ihn jemand verletzen würde. Ich schätze, wir verstehen uns, oder?“
#1543
Posté 08 janvier 2011 - 03:11
Lea strahlte über beide Ohren, es hörte sich tatsächlich so an als würde sie künftig in den Pferdeställen arbeiten dürfen. Auch wenn sie den Templer sehr sympatisch fand und sich dieses Knistern nicht erklären konnte, welches sie spürte, wenn er sie ansah, hatte sie sicher keine unkeuschen Gedanken dabei. In ihr stand immer noch ihre innere Überzeugung, dass sie sich nur demjenigen hingeben würde, der einst ihr Gemahl sein würde. Sollte sie ihre Jungfräulichkeit Renaldo opfern müssen, um an Informationen zu kommen, würde sie Nerias Pillen zu Hilfe nehmen. Aber sie hoffte immer noch, rein durch ihre Ausstrahlung und Andeutungen dem Bruder die benötigten Informationen entlocken zu können.
So konnte sie Bruder Castillá ehrlich in die Augen blicken, als sie ihm antwortete.
"Habt keine Sorge, Bruder Castillá. Ich bin selber viel zu sehr verletzt worden um einem ehrlichen Menschen, wie es der Kommandant ist, schaden zu wollen. Und solltet Ihr an etwas anderes denken, so kann ich Euch beruhigen. Ich hege keinerlei unkeuschen Gedanken. Ob ich in den Ställen arbeiten kann, müssen wir abwarten. Aber freuen würde es mich natürlich sehr."
Ein Leuchten trat in ihre Augen, als sie an all die wunderbaren Pferde dachte, die sie versorgen dürfte.
So konnte sie Bruder Castillá ehrlich in die Augen blicken, als sie ihm antwortete.
"Habt keine Sorge, Bruder Castillá. Ich bin selber viel zu sehr verletzt worden um einem ehrlichen Menschen, wie es der Kommandant ist, schaden zu wollen. Und solltet Ihr an etwas anderes denken, so kann ich Euch beruhigen. Ich hege keinerlei unkeuschen Gedanken. Ob ich in den Ställen arbeiten kann, müssen wir abwarten. Aber freuen würde es mich natürlich sehr."
Ein Leuchten trat in ihre Augen, als sie an all die wunderbaren Pferde dachte, die sie versorgen dürfte.
#1544
Posté 08 janvier 2011 - 05:56
„Das freut mich zu hören, Schwester Sophia“, entgegnete Bruder Castillá sichtlich zufrieden. „Und sicher wird der Kommandant Euch diesen Posten in seinen Pferdeställen besorgen. Ich kenne ihn lange genug, um zu erkennen, dass er hochmotiviert ist, um Euch in seiner Nähe zu wissen. Ihr werdet schon sehen.“
Der Alte lehnte sich zurück, bevor er nüchtern aber auch mit einem Schwung Bedauern in seiner Stimme fortfuhr. „Ich denke, wenn Ihr im Moment keine weiteren Fragen habt, sollten wir unser Gespräch für heute beenden. Ich hätte gern noch eine Kostprobe Eurer Gesangsstimme gehört, aber wie Ihr ja gerade gehört habt, wird mein Tag heute wohl um einiges arbeitsintensiver, als ich es ursprünglich geplant habe. Es gibt für die Ankunft dieses Inquisitors noch einiges vorzubereiten. So werde ich wohl jetzt nach Schwester Beandricé läuten, die Euch dann zu unseren Tiergehegen führen wird. Sobald ich eine Nachricht von Kommandant Neranos erhalte, gebe ich Euch Bescheid. Möchtet Ihr noch etwas wissen, bevor ich Euch nun entlasse?“
Der Alte lehnte sich zurück, bevor er nüchtern aber auch mit einem Schwung Bedauern in seiner Stimme fortfuhr. „Ich denke, wenn Ihr im Moment keine weiteren Fragen habt, sollten wir unser Gespräch für heute beenden. Ich hätte gern noch eine Kostprobe Eurer Gesangsstimme gehört, aber wie Ihr ja gerade gehört habt, wird mein Tag heute wohl um einiges arbeitsintensiver, als ich es ursprünglich geplant habe. Es gibt für die Ankunft dieses Inquisitors noch einiges vorzubereiten. So werde ich wohl jetzt nach Schwester Beandricé läuten, die Euch dann zu unseren Tiergehegen führen wird. Sobald ich eine Nachricht von Kommandant Neranos erhalte, gebe ich Euch Bescheid. Möchtet Ihr noch etwas wissen, bevor ich Euch nun entlasse?“
Modifié par Aliens Crew, 08 janvier 2011 - 06:51 .
#1545
Posté 09 janvier 2011 - 10:27
"Nein, vielen Dank, Bruder Castillá", antwortete Lea.
Kurz darauf erschien die Oberschwester, und Lea hatte das Gefühl, dass diese noch mürrischer dreinblickte als je zuvor. Beandricé musterte Lea von oben bis unten, bevor sie meinte:
"Wie habt Ihr das denn angestellt? Euren zarten Händchen würde ein wenig Boden schrubben sicher nicht schaden. Aber anscheinend hält der Erbauer eine schützende Hand über Euch. Folgt mir!"
Kurz darauf betraten sie die Gehege. Hennen gackerten aufgeregt, Truthähne stolzierten herum, Schweine suhlten sich und grunzten.
Beandrice deutete mal hierhin, mal dorthin und auf Lea hagelten die Befehle nur so ein.
"In zwei Stunden gibt es Mittagessen, danach eine weitere Andacht. Dann habt Ihr den Rest des Nachmittages Zeit, den Rest zu erledigen. Und wehe ich sehe heute Abend auch nur einen schmutzigen Halm in den Ställen!"
Hämisch grinste die Oberschwester, bevor sie sich schwungvoll umdrehte und davon eilte.
Kaum war diese außer Sichtweite, murmelte Lea: "Alte Spinatwachtel. Dir würde ein Mann sicherlich gut tun..." aber dann machte sie sich an die Arbeit. Zuerst sammelte sie die Eier der Hennen ein, welche sie in die Küche brachte, wo sie mit einem allgemeinen Hallo freundlich aufgenommen wurde. Danach machte sie sich an die weiteren Arbeiten, die ihr aufgetragen wurden. Die Stallungen auszumisten verschob sie auf den Nachmittag, das würde fürs erste zuviel Zeit beanspruchen. So entschied sie sich die Tiere zu füttern, und summte dabei eine fröhliche Weise vor sich hin. Sie ertappte sich dabei, dass ihre Gedanken immer öfter an den Kommandanten wanderten, und die schmerzhaften Gefühle, die sie für Tjark empfand, leichter wurden, ja sogar ein wenig verblassten. Sehr schnell verging die Zeit, und es ertönte der Gong, welcher zum Mittagessen rief.
Lea wusch sich die Hände und das Gesicht, und machte sich dann auf den Weg in den Speisesaal, wo sie wieder neben Schwester Lucia Platz nahm und diese freundlich anlächelte.
Kurz darauf erschien die Oberschwester, und Lea hatte das Gefühl, dass diese noch mürrischer dreinblickte als je zuvor. Beandricé musterte Lea von oben bis unten, bevor sie meinte:
"Wie habt Ihr das denn angestellt? Euren zarten Händchen würde ein wenig Boden schrubben sicher nicht schaden. Aber anscheinend hält der Erbauer eine schützende Hand über Euch. Folgt mir!"
Kurz darauf betraten sie die Gehege. Hennen gackerten aufgeregt, Truthähne stolzierten herum, Schweine suhlten sich und grunzten.
Beandrice deutete mal hierhin, mal dorthin und auf Lea hagelten die Befehle nur so ein.
"In zwei Stunden gibt es Mittagessen, danach eine weitere Andacht. Dann habt Ihr den Rest des Nachmittages Zeit, den Rest zu erledigen. Und wehe ich sehe heute Abend auch nur einen schmutzigen Halm in den Ställen!"
Hämisch grinste die Oberschwester, bevor sie sich schwungvoll umdrehte und davon eilte.
Kaum war diese außer Sichtweite, murmelte Lea: "Alte Spinatwachtel. Dir würde ein Mann sicherlich gut tun..." aber dann machte sie sich an die Arbeit. Zuerst sammelte sie die Eier der Hennen ein, welche sie in die Küche brachte, wo sie mit einem allgemeinen Hallo freundlich aufgenommen wurde. Danach machte sie sich an die weiteren Arbeiten, die ihr aufgetragen wurden. Die Stallungen auszumisten verschob sie auf den Nachmittag, das würde fürs erste zuviel Zeit beanspruchen. So entschied sie sich die Tiere zu füttern, und summte dabei eine fröhliche Weise vor sich hin. Sie ertappte sich dabei, dass ihre Gedanken immer öfter an den Kommandanten wanderten, und die schmerzhaften Gefühle, die sie für Tjark empfand, leichter wurden, ja sogar ein wenig verblassten. Sehr schnell verging die Zeit, und es ertönte der Gong, welcher zum Mittagessen rief.
Lea wusch sich die Hände und das Gesicht, und machte sich dann auf den Weg in den Speisesaal, wo sie wieder neben Schwester Lucia Platz nahm und diese freundlich anlächelte.
#1546
Posté 10 janvier 2011 - 04:14
„Hallo, Sophia“, lachte Lucia die blonde Frau an, als diese sich neben sie setzte. „Schön dich zu sehen. Hattest Du bisher einen schönen Tag? Ich hoffe doch.“
Sie löffelte weiter von ihrer Suppe, während sie kurz mit dem Kopf nach rechts nickte, um Leanoras Aufmerksamkeit in diese Richtung zu lenken, wobei sie die Frau schelmisch angrinste.
„Sieh mal, wer da wieder ein Auge auf dich wirft“, meinte die Schwester vorwitzig, während sie für einen Moment zu Bruder Renaldo rüberschielte, der Leanora ganz unverhohlen anstarrte und dabei dreckig grinste. „Ich glaube, ich fange langsam an, dich zu hassen.“
Auch wenn ihre Stimme todernst klang, so verriet Lucias Grinsen der blonden Frau, dass diese ihre letzte Äußerung nicht wirklich ernst gemeint hatte.
___________________________________________________________________________
Da Rowan nach Vernitas mürrischer Antwort nichts mehr sagte, schlief die Elfe auch kurz darauf wieder ein. Sie war einfach zu müde gewesen, um sich wirkliche Sorgen machen zu können. Sie bekam nur am Rande mit, dass sich die blonde Frau neben ihre Liege setzte und noch ein wenig aufzupassen schien. Das reichte Vernita in diesem Moment aus, um wieder beruhigt einschlafen zu können. Und dieses Mal war es eine der seltenen Ruheperioden der Elfe, in der sie nicht von Alpträumen geplagt wurde. Umso erholsamer fiel auch ihr Schlaf aus.
Irgendwann schreckte Vernita auf. Sie öffnete schlagartig die Augen und richtete sich sogleich auf. Gähnend sah sie sich in dem Versteck um. Nein, so tief und fest hatte sie schon ewig nicht mehr geschlafen. Wahrscheinlich wäre sie nicht einmal wach geworden, wenn eine Herde Brontos direkt neben ihr vorbeigetrampelt wäre. Das beunruhigte sie ein wenig. Ihr leichter Schlaf hatte sie sonst immer vor Gefahren beschützt. Wurde sie etwa träge und nachlässig?
Sie schüttelte den Gedanken ab und blickte sich um. Die anderen schienen noch zu schlafen, und die Elfe hatte keine Ahnung, welche Tageszeit es jetzt draußen war, da sie vergessen hatte, eine neue Kerze anzuzünden, mit der sie das Fortschreiten der Zeit sonst immer gemessen hatte. Noch ein Zeichen für Nachlässigkeit?
‚Mach dich nicht selbst fertig’, dachte sie nur. ‚Du bist nur nervlich etwas angespannt wegen…ja wegen was eigentlich? Vielleicht wegen ihr?’
Vernita warf einen Blick auf Miandra, die sich auf der Liege neben ihr in ihre Decke eingerollt hatte und schlief. Sofort kreisten die Gedanken der Elfe wieder um den Kuss, den ihr die schwarzhaarige Frau gestern in der Perle gegeben hatte. Instinktiv leckte sie sich über die Lippen, doch Miandras Geschmack war inzwischen verflogen, so sehr Vernita das auch bedauerte. Sie widerstand dem Impuls, aufzustehen, zu der schwarzhaarigen Frau hinüberzugehen und sie noch einmal zu küssen, nur um deren Geschmack wieder auf der Zunge spüren zu können.
Und es kamen neue Befürchtungen in Vernita auf. Sie dachte daran, dass dieser Kuss sie noch mehr an Miandra binden würde, als es ihre Gefühle ohnehin schon taten, und dass obwohl diese für die Elfe offensichtlich nicht mehr als Freundschaft aufbringen konnte. Vernita war sich plötzlich nicht mehr so sicher, ob sie das auf Dauer ertragen würde.
Seufzend stand sie auf und ging zu dem Wasserfass, an welchen sie sich den Schweiß von ihrem Körper wusch. Danach zog sie sich ihre Zivilkleidung wieder über und begab sich zu dem inzwischen verloschenen Lagerfeuer. Die Elfe sortierte die nicht mehr verwendbaren Holzreste aus, bevor sie mit dem Rest, sowie einigen neuen Scheiten und neues Feuer entfachte. Anschließend setzte sie sich daneben auf den Boden und wartete darauf, dass ihre Gefährten aufwachten, insbesondere war sie auf Rowans Bericht gespannt, denn Vernita konnte es kaum noch erwarten zu erfahren, ob die blonde Frau schon irgendetwas über ihre neuen Feinde herausgefunden hatte.
Sie löffelte weiter von ihrer Suppe, während sie kurz mit dem Kopf nach rechts nickte, um Leanoras Aufmerksamkeit in diese Richtung zu lenken, wobei sie die Frau schelmisch angrinste.
„Sieh mal, wer da wieder ein Auge auf dich wirft“, meinte die Schwester vorwitzig, während sie für einen Moment zu Bruder Renaldo rüberschielte, der Leanora ganz unverhohlen anstarrte und dabei dreckig grinste. „Ich glaube, ich fange langsam an, dich zu hassen.“
Auch wenn ihre Stimme todernst klang, so verriet Lucias Grinsen der blonden Frau, dass diese ihre letzte Äußerung nicht wirklich ernst gemeint hatte.
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Da Rowan nach Vernitas mürrischer Antwort nichts mehr sagte, schlief die Elfe auch kurz darauf wieder ein. Sie war einfach zu müde gewesen, um sich wirkliche Sorgen machen zu können. Sie bekam nur am Rande mit, dass sich die blonde Frau neben ihre Liege setzte und noch ein wenig aufzupassen schien. Das reichte Vernita in diesem Moment aus, um wieder beruhigt einschlafen zu können. Und dieses Mal war es eine der seltenen Ruheperioden der Elfe, in der sie nicht von Alpträumen geplagt wurde. Umso erholsamer fiel auch ihr Schlaf aus.
Irgendwann schreckte Vernita auf. Sie öffnete schlagartig die Augen und richtete sich sogleich auf. Gähnend sah sie sich in dem Versteck um. Nein, so tief und fest hatte sie schon ewig nicht mehr geschlafen. Wahrscheinlich wäre sie nicht einmal wach geworden, wenn eine Herde Brontos direkt neben ihr vorbeigetrampelt wäre. Das beunruhigte sie ein wenig. Ihr leichter Schlaf hatte sie sonst immer vor Gefahren beschützt. Wurde sie etwa träge und nachlässig?
Sie schüttelte den Gedanken ab und blickte sich um. Die anderen schienen noch zu schlafen, und die Elfe hatte keine Ahnung, welche Tageszeit es jetzt draußen war, da sie vergessen hatte, eine neue Kerze anzuzünden, mit der sie das Fortschreiten der Zeit sonst immer gemessen hatte. Noch ein Zeichen für Nachlässigkeit?
‚Mach dich nicht selbst fertig’, dachte sie nur. ‚Du bist nur nervlich etwas angespannt wegen…ja wegen was eigentlich? Vielleicht wegen ihr?’
Vernita warf einen Blick auf Miandra, die sich auf der Liege neben ihr in ihre Decke eingerollt hatte und schlief. Sofort kreisten die Gedanken der Elfe wieder um den Kuss, den ihr die schwarzhaarige Frau gestern in der Perle gegeben hatte. Instinktiv leckte sie sich über die Lippen, doch Miandras Geschmack war inzwischen verflogen, so sehr Vernita das auch bedauerte. Sie widerstand dem Impuls, aufzustehen, zu der schwarzhaarigen Frau hinüberzugehen und sie noch einmal zu küssen, nur um deren Geschmack wieder auf der Zunge spüren zu können.
Und es kamen neue Befürchtungen in Vernita auf. Sie dachte daran, dass dieser Kuss sie noch mehr an Miandra binden würde, als es ihre Gefühle ohnehin schon taten, und dass obwohl diese für die Elfe offensichtlich nicht mehr als Freundschaft aufbringen konnte. Vernita war sich plötzlich nicht mehr so sicher, ob sie das auf Dauer ertragen würde.
Seufzend stand sie auf und ging zu dem Wasserfass, an welchen sie sich den Schweiß von ihrem Körper wusch. Danach zog sie sich ihre Zivilkleidung wieder über und begab sich zu dem inzwischen verloschenen Lagerfeuer. Die Elfe sortierte die nicht mehr verwendbaren Holzreste aus, bevor sie mit dem Rest, sowie einigen neuen Scheiten und neues Feuer entfachte. Anschließend setzte sie sich daneben auf den Boden und wartete darauf, dass ihre Gefährten aufwachten, insbesondere war sie auf Rowans Bericht gespannt, denn Vernita konnte es kaum noch erwarten zu erfahren, ob die blonde Frau schon irgendetwas über ihre neuen Feinde herausgefunden hatte.
#1547
Posté 10 janvier 2011 - 07:12
Lea stöhnte innerlich auf. Nicht der schon wieder! Es gab genug hübsche Schwestern hier, er mußte nicht unbedingt so sichtbar auf sie starren. Am Ende zog sie sich zwar nicht den Hass von Lucia zu, aber vielleicht von der einen oder anderen Schwester, die ein Auge auf Renaldo geworfen hatte.
"Bei Andraste, Lucia! Du weißt doch dass er mir einfach zu aufdringlich ist. Es ist zwar ein ausnehmend gutaussehender Mann, aber seine Art stört mich gewaltig."
Dennoch kam sie nicht umhin, zu ihm zu blicken, woraufhin sein Grinsen noch breiter wurde. Lea vergaß sogar, rot zu werden, so verärgert war sie über diesen Mann. Ernst starrte sie ihm in die Augen, bis ihr einfiel, dass sie sich diesen Vorteil nicht verscherzen durfte, und so nahm ihr Gesicht wieder freundlichere Züge an und sie schaffte es sogar, ihm zaghaft zuzulächeln.
Danach wandte sie sich aber sofort wieder an Lucia.
"Ja, mein Tag war recht angenehm bisher. Ich darf mich zum Glück um das Nutzvieh kümmern, nach der Mittags-Messe muß ich die Ställe ausmisten, aber das macht mir nichts aus. Sag mal, hast du den Kommandanten der Templer schon gesehen? Der platzte in Burder Castillás Stube, als ich bei ihm war. Was für ein Mann!" seufzte sie, und ihr Blick richtete sich für einen Moment verträumt auf die Wand gegenüber. Leise wispernd fuhr sie fort: "Angeblich trifft morgen ein Inquisitor ein, namens Gromschlag. Hast Du von dem schon gehört? Muß ja ein mächtig hohes Tier sein, Kommandant Neranos war ganz aus dem Häuschen, weil er meinte, er könnte ihm keine angemessene Unterkunft bieten."
Sie nahm sich ein Stück Brot und zerkrümelte es in ihrer Suppe, bevor sie das ganze dann genußvoll aß.
"Bei Andraste, Lucia! Du weißt doch dass er mir einfach zu aufdringlich ist. Es ist zwar ein ausnehmend gutaussehender Mann, aber seine Art stört mich gewaltig."
Dennoch kam sie nicht umhin, zu ihm zu blicken, woraufhin sein Grinsen noch breiter wurde. Lea vergaß sogar, rot zu werden, so verärgert war sie über diesen Mann. Ernst starrte sie ihm in die Augen, bis ihr einfiel, dass sie sich diesen Vorteil nicht verscherzen durfte, und so nahm ihr Gesicht wieder freundlichere Züge an und sie schaffte es sogar, ihm zaghaft zuzulächeln.
Danach wandte sie sich aber sofort wieder an Lucia.
"Ja, mein Tag war recht angenehm bisher. Ich darf mich zum Glück um das Nutzvieh kümmern, nach der Mittags-Messe muß ich die Ställe ausmisten, aber das macht mir nichts aus. Sag mal, hast du den Kommandanten der Templer schon gesehen? Der platzte in Burder Castillás Stube, als ich bei ihm war. Was für ein Mann!" seufzte sie, und ihr Blick richtete sich für einen Moment verträumt auf die Wand gegenüber. Leise wispernd fuhr sie fort: "Angeblich trifft morgen ein Inquisitor ein, namens Gromschlag. Hast Du von dem schon gehört? Muß ja ein mächtig hohes Tier sein, Kommandant Neranos war ganz aus dem Häuschen, weil er meinte, er könnte ihm keine angemessene Unterkunft bieten."
Sie nahm sich ein Stück Brot und zerkrümelte es in ihrer Suppe, bevor sie das ganze dann genußvoll aß.
#1548
Posté 11 janvier 2011 - 04:55
„Vielleicht bist du auch einfach nur zu anspruchsvoll“, feixte Lucia mit Leanora. „Ich wünschte, Bruder Renaldo wäre zu mir mal ein wenig aufdringlicher. Dem würde ich schon zeigen, wozu eine Frau wie ich alles imstande ist.“
Die Schwester lachte kurz auf, bevor sie den Ausführungen ihrer Zimmergenossin weiter lauschte. „Aha, verstehe. Daher also dein Desinteresse an unserem guten Bruder Renaldo. Du schwebst schon in höheren Regionen, wie? Ich finde ja auch, dass der Kommandant der Templer ein süßer Kerl ist, aber ich habe noch nie erlebt, dass er sich für eine der Schwestern interessieren würde, warum sollte er also bei dir…“ Sie stockte kurz, bevor sie aufgeregt weiter sprach. „Oder hat er dir etwa schon den Hof gemacht? Komm, erzähl mir alles. Jede Kleinigkeit will ich wissen. Du bist mir aber ein ganz schön schlimmer Finger, Sophia. Mir spielst du die Unschuld vom Lande vor und bändelst dann hier hintenrum reihenweise mit den Männern an. Diese Unschuldsmasche scheint ja wirklich gut zu funktionieren.“
Lucia lachte Leanora schelmisch an, bevor sie sich wieder über ihren Teller hermachte. Als diese dann den Inquisitor erwähnte, verschluckte sie sich an ihrer Suppe, was in einem heftigen Hustenanfall ausartete, der ihr Gesicht rot anlaufen ließ. Erst nachdem ihr Leanora ein paar Mal kräftig auf den Rücken geschlagen hatte, konnte sie sich wieder etwas beruhigen.
„Meinst du wirklich Gromschlag, den Inquisitor? Bist du ganz sicher?“ fragte Lucia mit leicht krächzender Stimme, räusperte sich einmal, bevor sie wieder normal weiter sprechen konnte, was sie auch im Flüsterton tat. „Gromschlag ist ein Zwerg, der seltsamerweise für die Kirche arbeitet und über keinerlei Bartwuchs verfügt. Er wird deshalb auch hinter vorgehaltener Hand „der Bartlose“ genannt. Ich bin ihm zwar noch nie begegnet, aber was ich bisher über ihn gehört habe, jagt mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Er soll ein ganz brutaler Kerl sein, der abtrünnige Magier und andere Ketzer mit unbarmherziger Härte verfolgt und hinrichten lässt. Falls er sie nicht vorher schon selbst erschlägt. Er soll dabei auch nicht davor zurückschrecken, seine eigenen Männer zu opfern, um sein Ziel zu erreichen. Und ich habe auch schon davon gehört, dass er andere Templer hat exekutieren lassen, die seine Befehle auch nur ein kleinster Weise in Frage gestellt haben. Wenn er wirklich hierher kommt, dann könnte das für jeden von uns sehr unangenehm enden, da ihm eine kleine Schwester wie du oder ich sicher nichts bedeuten mag. Ich hoffe nur, dass er nie zu uns ins Kuratorium kommt, wo ich arbeite.“
Die Schwester lachte kurz auf, bevor sie den Ausführungen ihrer Zimmergenossin weiter lauschte. „Aha, verstehe. Daher also dein Desinteresse an unserem guten Bruder Renaldo. Du schwebst schon in höheren Regionen, wie? Ich finde ja auch, dass der Kommandant der Templer ein süßer Kerl ist, aber ich habe noch nie erlebt, dass er sich für eine der Schwestern interessieren würde, warum sollte er also bei dir…“ Sie stockte kurz, bevor sie aufgeregt weiter sprach. „Oder hat er dir etwa schon den Hof gemacht? Komm, erzähl mir alles. Jede Kleinigkeit will ich wissen. Du bist mir aber ein ganz schön schlimmer Finger, Sophia. Mir spielst du die Unschuld vom Lande vor und bändelst dann hier hintenrum reihenweise mit den Männern an. Diese Unschuldsmasche scheint ja wirklich gut zu funktionieren.“
Lucia lachte Leanora schelmisch an, bevor sie sich wieder über ihren Teller hermachte. Als diese dann den Inquisitor erwähnte, verschluckte sie sich an ihrer Suppe, was in einem heftigen Hustenanfall ausartete, der ihr Gesicht rot anlaufen ließ. Erst nachdem ihr Leanora ein paar Mal kräftig auf den Rücken geschlagen hatte, konnte sie sich wieder etwas beruhigen.
„Meinst du wirklich Gromschlag, den Inquisitor? Bist du ganz sicher?“ fragte Lucia mit leicht krächzender Stimme, räusperte sich einmal, bevor sie wieder normal weiter sprechen konnte, was sie auch im Flüsterton tat. „Gromschlag ist ein Zwerg, der seltsamerweise für die Kirche arbeitet und über keinerlei Bartwuchs verfügt. Er wird deshalb auch hinter vorgehaltener Hand „der Bartlose“ genannt. Ich bin ihm zwar noch nie begegnet, aber was ich bisher über ihn gehört habe, jagt mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Er soll ein ganz brutaler Kerl sein, der abtrünnige Magier und andere Ketzer mit unbarmherziger Härte verfolgt und hinrichten lässt. Falls er sie nicht vorher schon selbst erschlägt. Er soll dabei auch nicht davor zurückschrecken, seine eigenen Männer zu opfern, um sein Ziel zu erreichen. Und ich habe auch schon davon gehört, dass er andere Templer hat exekutieren lassen, die seine Befehle auch nur ein kleinster Weise in Frage gestellt haben. Wenn er wirklich hierher kommt, dann könnte das für jeden von uns sehr unangenehm enden, da ihm eine kleine Schwester wie du oder ich sicher nichts bedeuten mag. Ich hoffe nur, dass er nie zu uns ins Kuratorium kommt, wo ich arbeite.“
Modifié par Aliens Crew, 11 janvier 2011 - 06:04 .
#1549
Posté 11 janvier 2011 - 05:25
Rowan erwachte von dem Geräusch von plätscherndem Wasser. Müde hob sie die Lider an und sah die Elfe am Wassertrog stehen. Eine Weile blieb sie noch liegen und genoss die Wärme des Kriegers, der sich an ihren Rücken gedrängt hatte. Als ihr das Knistern des Feuers ans Ohr drang, setzte sie sich jedoch auf und schlug die Decke zurück.
In dem Keller war es mittlerweile sehr muffig geworden und schon sehnte sie sich wieder nach draußen auf die Straßen Denerims zurück. Die Elfe hatte sich neben das Feuer gesetzt und starrte in die Flammen. Das ständige Kneten ihrer Hände signalisierte Rowan deren Unruhe.
Sie stand auf und streckte sich kurz. Ein paar ihrer Gelenke knackten befreiend, bevor sie leichtfüßig zu Vernita hinüber ging. Es war wohl besser, wenn sie zuerst mit der Elfe sprach bevor sie sich wusch und etwas anzog. Im Schneidersitz ließ sie sich neben der Frau nieder.
„Guten Morgen......oder besser Tag?“ ein Grinsen zog sich über ihr Gesicht.
„Ich hoffe, ihr konntet letzte Nacht etwas erreichen. Leider kann ich das von mir nicht sagen.“
Rowan schaute sich um, während sie mit der Elfe sprach. Bis auf Lea, die die Gruppe vorübergehend verlassen hatte, schlief der Rest noch.
„Ich war in der Taverne am Marktplatz und habe dann auf dem Weg zur Perle jede Taverne abgeklappert, an der ich vorbei gekommen bin. Jedoch halten sich zur Zeit dort keine Personen auf, die potentielle Söldner sein könnten. Um ehrlich zu sein, scheinen die örtlichen Tavernen im Moment eher Probleme zu haben, ihre Zimmer voll zu bekommen.“
Sie schaute der Elfe ins Gesicht.
„Meint ihr, es hat Sinn, im Palastviertel nach den Söldnern zu suchen?“
In dem Keller war es mittlerweile sehr muffig geworden und schon sehnte sie sich wieder nach draußen auf die Straßen Denerims zurück. Die Elfe hatte sich neben das Feuer gesetzt und starrte in die Flammen. Das ständige Kneten ihrer Hände signalisierte Rowan deren Unruhe.
Sie stand auf und streckte sich kurz. Ein paar ihrer Gelenke knackten befreiend, bevor sie leichtfüßig zu Vernita hinüber ging. Es war wohl besser, wenn sie zuerst mit der Elfe sprach bevor sie sich wusch und etwas anzog. Im Schneidersitz ließ sie sich neben der Frau nieder.
„Guten Morgen......oder besser Tag?“ ein Grinsen zog sich über ihr Gesicht.
„Ich hoffe, ihr konntet letzte Nacht etwas erreichen. Leider kann ich das von mir nicht sagen.“
Rowan schaute sich um, während sie mit der Elfe sprach. Bis auf Lea, die die Gruppe vorübergehend verlassen hatte, schlief der Rest noch.
„Ich war in der Taverne am Marktplatz und habe dann auf dem Weg zur Perle jede Taverne abgeklappert, an der ich vorbei gekommen bin. Jedoch halten sich zur Zeit dort keine Personen auf, die potentielle Söldner sein könnten. Um ehrlich zu sein, scheinen die örtlichen Tavernen im Moment eher Probleme zu haben, ihre Zimmer voll zu bekommen.“
Sie schaute der Elfe ins Gesicht.
„Meint ihr, es hat Sinn, im Palastviertel nach den Söldnern zu suchen?“
#1550
Posté 11 janvier 2011 - 06:14
Lea hatte während Lucias Ausführungen ihre Mahlzeit beendet. Deswegen konnte sie ihr auch antworten, als diese sie mit Fragen löcherte.
"Der Kommandant und mir den Hof machen? Wo denkst Du hin, Lucia. Bruder Castillá hat ihn gefragt, ob ich die Pferde der Templer versorgen dürfte, und Neranos hat gemeint, er fragt seinen Stallburschen, ob er noch Hilfe brauchen kann. Ach, das wär was.. zu Hause war ich mehr in den Pferdeställen als sonst wo. Ich vermisse die Arbeit mit diesen Tieren wirklich. Und um Deine Frage zu beantworten: ich glaube nicht, dass eine Einladung zum Tee in seiner privaten Bibliothek darunter zählt, dass er mir den Hof macht. Zudem geziemt es sich einfach nicht. Ein Templer, und eine Laienschwester des Ordens. Ich finde einfach, dass man sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen kann, und er wird wohl unter der Damenwelt wählen können. Da muß er nicht im Kloster schauen." Lea redete sich so in Rage, dass sie kaum bemerkte, dass sich das schon mehr nach Verteidigung anhörte, als nach einem normalen Bericht. "Und ich bandle hier nicht an, das kannst mir glauben. Nichts liegt mir ferner als mich auf einen Kerl einzulassen. Ich bin nicht umsonst in den Orden eingetreten Lucia. Ich will einfach nur meine Ruhe haben. Was kannst Du mir denn sonst über Neranos berichten?" fragte sie jedoch gleich neugierig.
Ihre gute Laune verflog jedoch augenblicklich, als sie die Reaktion Lucias auf Gromschlags Namen sah, und sie selber wurde kreidebleich. Sie mußte heute Abend unbedingt Vernita warnen, und hoffen, dass die Warnung noch früh genug ausgesprochen wurde, um Neria in Sicherheit zu bringen.
"Lucia" wisperte sie leise. "Ich muß heute Nacht unbedingt in den Innenhof des Klosters. Eine frühere Freundin will sich dort mit mir treffen und sehen, wie es mir geht. Also wundere dich nicht, wenn ich plötzlich aufstehe, ja? Und bitte, sag es niemanden. Ich möchte nicht, dass getuschelt wird. Wirst du mir helfen?" Gleich darauf wurde sie noch eine Spur bleicher, ihr Verstand verarbeitete wohl erst nach und nach die Informationen die sie von Lucia erhalten hatte.
"Beim Erbauer", flüsterte sie. "Glaubst du, der Kommandant ist in Gefahr?"
Einerseits war sie sich sicher, dass Neranos den Bartlosen mit Sicherheit kannte, beziehungsweise wußte, welch Legenden sich um den Inquisitor rankten, andererseits ergriff eine eisige Hand ihr Herz. Noch einen Menschen zu verlieren, zu dem sie sich hingezogen fühlte, wäre defintiv zu viel für sie.
"Der Kommandant und mir den Hof machen? Wo denkst Du hin, Lucia. Bruder Castillá hat ihn gefragt, ob ich die Pferde der Templer versorgen dürfte, und Neranos hat gemeint, er fragt seinen Stallburschen, ob er noch Hilfe brauchen kann. Ach, das wär was.. zu Hause war ich mehr in den Pferdeställen als sonst wo. Ich vermisse die Arbeit mit diesen Tieren wirklich. Und um Deine Frage zu beantworten: ich glaube nicht, dass eine Einladung zum Tee in seiner privaten Bibliothek darunter zählt, dass er mir den Hof macht. Zudem geziemt es sich einfach nicht. Ein Templer, und eine Laienschwester des Ordens. Ich finde einfach, dass man sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen kann, und er wird wohl unter der Damenwelt wählen können. Da muß er nicht im Kloster schauen." Lea redete sich so in Rage, dass sie kaum bemerkte, dass sich das schon mehr nach Verteidigung anhörte, als nach einem normalen Bericht. "Und ich bandle hier nicht an, das kannst mir glauben. Nichts liegt mir ferner als mich auf einen Kerl einzulassen. Ich bin nicht umsonst in den Orden eingetreten Lucia. Ich will einfach nur meine Ruhe haben. Was kannst Du mir denn sonst über Neranos berichten?" fragte sie jedoch gleich neugierig.
Ihre gute Laune verflog jedoch augenblicklich, als sie die Reaktion Lucias auf Gromschlags Namen sah, und sie selber wurde kreidebleich. Sie mußte heute Abend unbedingt Vernita warnen, und hoffen, dass die Warnung noch früh genug ausgesprochen wurde, um Neria in Sicherheit zu bringen.
"Lucia" wisperte sie leise. "Ich muß heute Nacht unbedingt in den Innenhof des Klosters. Eine frühere Freundin will sich dort mit mir treffen und sehen, wie es mir geht. Also wundere dich nicht, wenn ich plötzlich aufstehe, ja? Und bitte, sag es niemanden. Ich möchte nicht, dass getuschelt wird. Wirst du mir helfen?" Gleich darauf wurde sie noch eine Spur bleicher, ihr Verstand verarbeitete wohl erst nach und nach die Informationen die sie von Lucia erhalten hatte.
"Beim Erbauer", flüsterte sie. "Glaubst du, der Kommandant ist in Gefahr?"
Einerseits war sie sich sicher, dass Neranos den Bartlosen mit Sicherheit kannte, beziehungsweise wußte, welch Legenden sich um den Inquisitor rankten, andererseits ergriff eine eisige Hand ihr Herz. Noch einen Menschen zu verlieren, zu dem sie sich hingezogen fühlte, wäre defintiv zu viel für sie.
Modifié par Bellandyrs, 11 janvier 2011 - 06:19 .





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