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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#1551
Aliens Crew

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„Machst dir also doch Sorgen, um unseren hübschen Kommandanten, was?“ stichelte Lucia mit einem frechen Grinsen auf den Lippen. „Du bist mir schon so ein Früchtchen, Sophia. Und nein, es bedeutet gar nichts, wenn er dich zum Tee einlädt, auch wenn der Gute mich noch nie zu sich gebeten hat, und auch sonst kenne ich hier niemanden, dem diese Ehre je zuteil geworden wäre. Außer vielleicht Bruder Castillá, aber das kann man ja wohl schlecht vergleichen, oder? Musst ja einen ganz schönen Eindruck auf ihn gemacht haben.“
 
Das Grinsen der rothaarigen Frau wurde noch breiter, während sie die Reste ihrer Suppe vertilgte. „Und keine Sorge, ich werde schon niemandem was davon erzählen, wenn du deine „Freundin“ besuchen gehst. Aber zupf „ihr“ nicht gleich den ganzen schicken Schnauzbart ab, ja? Du willst doch nicht den Komman...äh deine Freundin in Verlegenheit bringen, nicht wahr? Und was ich sonst noch über dein neues Schnuckelchen weiß, erzähle ich dir heute Abend, denn jetzt müssen wir uns langsam beeilen. Gleich fängt die Mittagsmesse an. Da dürfen wir nicht fehlen. Alles was ich dir jetzt schon über ihn sagen kann, ist, dass er nichts für mich ist. Bin nicht annähernd gebildet genug, um auf einen solchen Mann Eindruck machen zu können, doch du scheinst mir in diesem Punkt etwas voraus zu haben. Also, zier dich nicht so. Greif ihn dir, solange es noch geht. Aber nun lass uns gehen. Es wird Zeit.“
 
Lucia stand auf und nahm ihren leeren Teller zur Hand, um diesen dem Küchenpersonal zurückzugeben.
 
___________________________________________________________________________
 
Vernita sah einmal kurz zu Rowan herüber, als diese aufstand, bevor sie wieder ins Feuer starrte. Rein instinktiv rieb und knetete sie sich die Hände oder knackte mit den Fingerknochen. Als die blonde Frau sie ansprach, blickte sie diese aus den Augenwinkeln an, während sie antwortete.
 
„Womöglich haben wir bald ein neues Versteck, aber das wird sich wohl erst heute Nacht entscheiden. Denn erst dann treffe ich mich mit dem Kontaktmann eines alten Geschäftspartners von mir, der mir noch einen Gefallen schuldet. Ich hoffe für ihn, dass er uns hilft, sonst werde ich ihm zeigen müssen, was es bei mir heißt, wenn jemand seine Schulden bei mir nicht bezahlt.“
 
Die Elfe schwieg für einen Moment, während sie über Rowans Frage nachdachte. „Nun, es wäre sicher nicht verkehrt, auch die Herbergen im Palastviertel zu durchforsten, da sie ja für die Stadtwache arbeiten. Allerdings solltet Ihr dort sehr vorsichtig sein, Rowan, da dieser Bereich sicherlich strenger überwacht wird, als die übrige Stadt. Und vergesst nicht, erst mit mir Rücksprache zu halten, wenn Ihr diese Hunde findet, da sie sehr gefährlich sind. Es geht mir bei Eurer Mission vor allem um Aufklärung, da wir fast nichts über unseren Gegner wissen. Sobald wir mehr Informationen haben, überlegen wir uns dann gemeinsam, wie wir gegen unsere neuen Feinde vorgehen werden, in Ordnung?“
 

Modifié par Aliens Crew, 12 janvier 2011 - 05:02 .


#1552
Bellandyrs

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Lea hatte keine Gelegenheit mehr, Lucias Andeutungen zu entkräften, denn schon standen die beiden auf und brachten das Geschirr zurück, um gleich darauf in die Kirche zu laufen. Dort wisperte sie Lucia jedoch zu:
"Du glaubst doch nicht, dass ich mich in der Nacht mit dem Kommandanten treffe?" Sie war ehrlich schockiert, dass ihre Zimmer-Nachbarin ihr das zutraute. Anscheinend wirkte sie nach aussen doch anders, als sie in Wirklichkeit war. Aber es machte wenig Sinn, Lucia darüber aufzuklären, sie würde ihr ohnehin nicht glauben, oder sie erst recht aufziehen.

Der Andacht folgte sie nur halbherzig, ihre Gedanken kreisten um Neranos. Lucia erwähnte, dass sie nachts dem Kommandanten den Schnauzbart nicht abzupfen sollte. Hatte er denn einen? Sie rief sich sein Gesicht ins Gedächtnis zurück, aber ihre Erinnerung brachte ihr nur das Bild seiner wunderbaren Augen, in dessen Blick sie sich verloren hatte.
Zum Glück war sie neben Lucia, diese stupste sie leicht an, als gesungen wurde. Lea hätte sonst den Einsatz völlig verpaßt, dafür sang sie dann um so inbrünstiger mit. Lucia schenkte ihr nur ein wissendes freches Grinsen, und Lea lächelte dankbar zurück.

Die Andacht war schneller vorbei als die Morgen-Messe, zumindest empfand Lea das so.
Danach verabschiedete sich Lucia von ihr: "bis heute Abend, Sophia!" dabei blinzelte sie ihr bedeutungsvoll zu.
Lea mußte unwillkürlich grinsen. Da hatte sie schon so einen Wirbelwind als Nachbarin, und sie war froh darüber. Da nahm sie es gerne hin, dass ihr Lucia unterstellte, die Männer reihenweise um den Finger zu wickeln. Am meisten hatten sie die Worte irritiert, dass sie sich den Kommandaten angeln sollte, solange es noch ginge. Meinte sie, bevor sie ihr Gelübde ablegte? Bei Andraste, soweit sollte es doch nicht kommen. Vorher mußte sie die Informationen besorgt haben und dann schleunigst von hier verschwunden sein.

Mit frischem Tatendrang widmete sie sich den Schweineställen, in denen es wirklich so aussah, wie sie hießen. Es war zwar auch eine anstrengende und nicht gerade nach Rosen duftende Arbeit, aber es machte ihr Spaß, und die Zeit verflog rasch. Dafür war sie hinterher auch wirklich zufrieden mit ihrer Arbeit. Der Unrat war auf dem Misthaufen, der Boden war mit frischer Einstreu bedeckt, die Futtertröge glänzten beinahe wie neu. Schwester Beandricé dürfte nichts zu meckern haben, dachte sie sich.
Zuletzt fütterte sie die Tiere noch einmal und begab sich dann in ihr Zimmer, um sich den Stall-Geruch vom Körper zu waschen.

Modifié par Bellandyrs, 11 janvier 2011 - 08:16 .


#1553
Doomheart43

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Neria schreckte hoch als sie Stimmen hörte. War sie doch glatt im sitzen nochmals eingeschlafen nachdem sie einige Zeit in der Morgenluft verbracht hatte. Sie fühlte sich nun um einiges wohler. Einerseits waren ihre Kopfschmerzen komplett verschwunden, und andererseits hatte sie nun genug geschlafen um endlich einmal so richtig ausgeschlafen zu sein.
 
Während die anderen noch schliefen, schien Vernita sich mit Rowan über deren nächtlichen Ausflüge zu unterhalten. Sie würde noch früh genug erfahren was dabei herausgekommen war, so beschloss Neria hinauf ins Badezimmer zu gehen um sich zu waschen.
 
Als sie gerade im Begriff war aufzustehen, bemerkte sie Lydia die ebenfalls sitzend neben ihr eingeschlafen war. Vorsichtig löste sie sich aus ihrer Umklammerung und machte sich auf den Weg nach oben. Bevor sie den Keller verließ warf sie Vernita und Rowan noch ein freundliches Guten Morgen zu. Es war zwar sicher nicht mehr Morgen, aber ihr fiel gerade nichts Besseres ein. Im Badezimmer angekommen wusch sich Neria ausgiebig und das kalte Wasser, belebte endgültig ihre Sinne wieder. Voll Tatendrang machte sie sich wieder auf den Weg ins Versteck.

#1554
viento2

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Rowan bedachte die Magierin mit einem kurzen Nicken, bevor sie ihre Aufmerksamkeit wieder der Elfe zuwandte.

"Ausschließlich Informationen sammeln, ist mir klar. Soll ich mir kommende Nacht das Palastviertel vornehmen oder haltet ihr andere Gebiete für dringender?"

Fragend blickte sie Vernita an. Mehr zu sich selbst fuhr sie fort.

"Ich denke, ich werde dieses Mal Sareth mitnehmen, damit er sich auch einmal die Beine vertreten kann. Und keine Angst, ich werde aufpassen, dass er keinen Mist baut."

#1555
Aliens Crew

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„Denkt Ihr, dass Euer Freund dem gewachsen ist?“ fragte Vernita mit ernster Miene. „Die Gegend rund um den Palast wird schwer bewacht. Nur ein geübter Dieb mit ausgezeichneten Schleichfähigkeiten kann dieses Gebiet sicher und unbemerkt durchqueren. Ihr kennt ihn besser als ich...ist er dafür geschickt genug? Bei Euch habe ich da keine Zweifel, aber bei ihm bin ich mir da nicht so sicher...“
 
Die Elfe überlegte so angestrengt, dass sie nur am Rande mitbekam, dass Neria die beiden Frauen gegrüßt hatte. Ehe sie hätte antworten können, war die Magierin auch schon verschwunden. So wandte sie sich gleich wieder an Rowan. „Aber auch wenn ich das Palastviertel für ein lohnendes Ziel halte, so dürfen wir nicht die ärmeren Viertel außer acht lassen. Da wir dort vermutlich bald unser nächstes Versteck beziehen werden, sollten wir sicher sein, dass sie nicht dort schon auf uns lauern. Denn ein guter Jäger lagert immer gerne in der Nähe seiner Beute. Also solltet Ihr Euch zuerst dort umsehen, denke ich. Und sobald Ihr da alles abgeklappert habt, wäre das Palastviertel das nächste Ziel.“
 

#1556
viento2

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"Macht euch keine Sorgen. Ich kenne Sareth gut genug, um zu wissen, zu was er fähig ist und zu was nicht. Wenn ich heute Nacht die ärmeren Viertel abklappern werde, kann er auf jeden Fall mitkommen. Für einen Krieger kann er erstaunlich leise und geschickt sein."

Ein flüchtiges Lächeln zog sich über Rowans Gesicht, als sie über den Krieger sprach. Doch schnell senkte sie den Kopf und ließ das Thema fallen.

Sie nickte der Elfe noch einmal zu und begab sich dann wieder zu ihrem Lager um sich etwas anzuziehen.

#1557
Saegenbrecher

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echt gut gemacht..
www.youtube.com/watch=]=]

#1558
Aliens Crew

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„Gut, dann machen wir es so“, meinte Vernita noch knapp, als Rowan aufstand und zu ihrer Liege zurückging. Die Elfe selbst dachte noch für einen Moment nach, wobei sie gebannt in das Feuer starrte. Die letzte Nacht war also nicht sonderlich erfolgreich gewesen. Weder für Rowan noch für sie selbst. Sie hoffte, dass sie dieser Albinoelf weiterbringen würde und dass Leanora vielleicht schon etwas nützliches herausgefunden hatte. Sie wollte sie in der kommenden Nacht auf jeden Fall einmal aufsuchen.
 
Doch nun hatte Vernita noch etwas anderes zu erledigen. Ein kurzer Blick zu Miandra zeigte ihr, dass die schwarzhaarige Frau noch schlief. Das war gut. Miandra konnte, nach allem, was sie durchgemacht hatte, etwas Ruhe gebrauchen. Außerdem würde sie die Elfe ohnehin nur von ihren Aufgaben ablenken, wenn sie wach wäre.
 
So stand Vernita auf und ging zu ihrer Ausrüstung. Sie verbrachte fast den ganzen Tag damit, ihre Schwerter nachzuschärfen und aus den Zutaten, die sie noch in ihrer Tasche hatte, neue Gifte und Sprengladungen herzustellen, da sie das dumpfe Gefühl hatte, dass sie diese noch brauchen würde. Sie war so sehr in ihre Arbeit vertieft, dass sie ihre Gefährten um sich herum komplett vergaß und nicht weiter beachtete.
 
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Name: Vernita
 
Rasse: Elfe
 
Aussehen: Vernita ist eine dunkelhäutige Elfe. Sie ist etwa 1,70 m groß und hat rotbraune Haare. Ihre Augenfarbe ist dunkelbraun, die Augen selbst sind von einer auffälligen Tätowierung eingerahmt. Sie hat ein kantiges Gesicht und einen kräftigen Körperbau.
 
Bemerkungen: Vernita ist eine ausgebildete Attentäterin und ein Grauer Wächter. Sie hat sich bei der Beilegung der letzten Verderbnis einen Namen gemacht. Einige Zeit später hat sie maßgeblich bei der Beilegung einer Krise nahe Amaranthine beigetragen. Außerdem soll sie als Kopfgeldjägerin unzählige Subjekte zur Strecke gebracht und auch diverse Morde verübt haben. Ihre Spezialität soll das Ausschalten von Magiern sein.
 
Einschätzung: Extrem gefährlich
 
Der Magus betrachtete eingehend das Bild, welches über der Beschreibung Vernitas gezeichnet worden war. Insbesondere blickte er seiner abgebildeten Feindin in die Augen. Und obwohl diese leblose Zeichnung nur eine Skizze war, so glaubte der Magus, darin eine böse Ausstrahlung erkennen zu können. Diese Frau würde nicht so leicht zu töten sein, da war er sich hundertprozentig sicher.
 
Er tippte sich nachdenklich gegen das Kinn, bevor er diesen Steckbrief zur Seite legte und sich den nächsten zur Hand nahm.
 
Name: Unbekannt
 
Rasse: Mensch
 
Aussehen: Die Zielperson ist eine hellhäutige Menschenfrau. Sie ist etwa 1,75 m groß und hat kurze, blonde Haare. Ihre Augenfarbe ist blau, das Gesicht wird von einer auffälligen Tätowierung dominiert. Sie hat…
 
Weiter konnte der Magus nicht lesen, denn in diesem Moment wurde die Tür zu seinem Zimmer aufgerissen. Er hob sofort ruckartig den Kopf und sah im selben Augenblick wie die Elfe in den Raum hineingestürmt kam. Und auf ihren Lippen lag ein breites Grinsen.
 
„Wir haben ihn!“ verkündete sie freudestrahlend, als sie den Tisch erreicht hatte und sich leicht nach vorne beugte, mit beiden Händen auf der Tischplatte abstützend.
 
„Den Schneider?“
 
„Genau!“ bestätigte die Elfe grinsend. „Es handelt sich dabei um einen Elfen namens Kylar. Der Qunari und die Zwillinge sind bereits vor Ort und beobachten das Haus dieses Kerls, bis wir eintreffen. Und dem Orlaisianer und der Zwergin habe ich ebenfalls schon Bescheid gegeben. Sie warten unten im Schankraum auf uns.“
 
„Ausgezeichnete Arbeit, meine Liebe“, lobte der Magus sein Gegenüber. „Lasst uns gleich aufbrechen! Ich bin gespannt, ob uns dieser Schneidermeister endlich auf die Spur unserer Beute bringen wird!“
 
 

#1559
Doomheart43

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Als Neria wieder das Versteck betrat, hatten Vernita und Rowan bereits ihr Gespräch beendet. Während Vernita geschäftig ihre Ausrüstung überprüfte und die Klingen ihrer Schwerter schärfte war Rowan wieder bei ihrer Liege und kleidete sich an.
 
Neria blieb nicht verborgen das Vernita irgendwie angespannt und nachdenklich wirkte. Für Neria konnte das nur eines bedeuten, nämlich dass es wohl bald Ärger geben könnte. Wenn sie ihr Gefühl nicht betrog, dann wäre es wohl das Beste sie würde sich auch gewissenhaft auf eine baldige Auseinandersetzung vorbereiten.
 
Vernita würde ihr schon früh genug, die Erkenntnisse ihres nächtlichen Ausfluges mitteilen, so ging Neria schweigend zu ihrer Liege, und beschloss die nächsten Stunden mit Meditation zu verbringen um ihre geistigen Energien aufzuladen.
 
Sie setzte sich im Schneidersitz auf ihre Liege, begann ich zu konzentrieren und war befand sich sehr bald in einem Zustand wo sie ihre geistigen Kräfte kanalisierte und sich ihr Körper in einer Art Schwebezustand befand. Sie nahm ihre Umgebung nicht mehr wahr, und das knistern des Feuers hörte sie nur als beruhigendes Geräusch in weiter Ferne.
 

#1560
Guest_Juleiila_*

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Azoth erwachte aus seinem Schlaf und setzte sich aufrecht auf die Liege. Sein Hals war trocken, was wohl daran lag das er in letzter Zeit zu wenig an Trinken und Nahrung zu sich nahm. Langsam stand er auf, um sich was zu trinken zu holen. Auf beinahe einen Zug trank er den Becher, und schenkte darauf hin sofort nach.

Er rieb sich die Augen, und es überkam ihn ein komisches Gefühl. Er wusste nicht so recht was er hier sollte, geschweigedenn warum sie denn so lange unter der Stadt waren, und sich versteckten. Einfach aus Denerim zu verschwinden wäre wohl einfacher, und vorteilhafter gewesen.

So zog er sich schnell was um, und beschloss die Schmiede zu verlassen. Er wolllte bei Kylar vorbei schaun, einen neuen Plan vorweißen, der nicht seine Gefährten betraf. Azoth wollte einfach nur weg, hier ... konnte er nicht bleiben. Diese Vernita war sowieso nur dabei, die Zeit zu verschwenden. Die Kinder, und Miandras Tochter waren sicherlich schon lange Tot. Und Lea war noch im Kloster, das wäre wohl so ziemlich die einzigste, die er auch wirklch von sich aus vermissen würde. Was das bei Miandra anging ... nun ja, da war die Prägung schuld.

Ohne auch nur auf die anderen zu Achten, oder zurück zu sehen verließ er die Schmiede. Neue Sachen würde er sich auch noch besorgen müssen, oder bei Kylar der sicher noch etwas übrig hatte. Azoth versuchte so unauffällig wie möglich zu bleiben, hielt sich verdeckt in den Schatten, und durchquerte so Denerim.

Als er bei der Schneiderei von Kylar ankam, wurde er langsamer. Er spürte das hier etwas nicht stimmte. Er lehnte sich an die Wand, und versuchte irgendetwas auffälliges zu beobachten. Dabei bemerkte er, das einige Männer die Schneiderei beobachteten, so als ob sie darauf warten würden, das gleich jemand aus der Tür kam.

"Na super... " , seufzte Azoth leise. So ging er einen Stück zurück und durch einige Gärten. So wie beim ersten mal, kletterte er eine Wand hoch, duckte sich, und lief so unbemerkt über die Dächer. Bis er das Fenster erreichte, in das er auch beim ersten mal einstieg. Leise hangelte er sich hindurch, und kam sanft auf seinen Fußsohlen auf.

Als erstes begab er sich auf den Weg nach unten, hinter die Theke, wo er Kylar wegzog und nach oben brachte. Als sie wieder in dem kleinen Raum waren, wo auch damals der Erzmagier auftauchte, schloss er die Türe leise, und lies Kylar wieder los ...

"Bruder, ich denke wir haben ein Problem ... " sagte Azoth, und schüttelte dabei den Kopf....

#1561
Guest_Juleiila_*

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Azoth stand mit dem Rücken gegen die Tür, und lehnte sich an, während er Kylar anstarrte.

„Draußen steht jemand, der nicht gerade nett aussieht, Kylar … und dadurch dass du uns geholfen hast, wurdest du worin mit reingezogen. Entweder überleben wir das hier nicht, oder sie werden uns foltern.“

Unsicher und erstmal geschockt, lies sich Kylar in den Stuhl zurück fallen. Wie er sehen konnte, hatte Azoth noch nicht einmal seine Waffen wieder, oder gar seine Lederrüstung. Auch er selbst, hatte nichts hier. Keine Waffen, oder Mischungen. Sie waren verloren. Das einzige worauf Kylar noch bauen konnte, waren die Kräfte, die sich in Azoth entwickelt hatten. Und ihn einzigartig machten.

Er stand auf und ging auf Azoth zu, der noch immer an der Wand lehnte, und nur geradeaus starrte, wohl tief in Überlegungen versunken.

„Azoth? Hey Azoth? Uns rennt die Zeit davon!“ rüttelte er an seiner Schulter.

Azoth wollte grade zum Wort ansetzen, als er hörte, wie unten die Tür eingetreten wurde, und man Rüstungen klirren hörte. Langsam auf den Weg nach oben.

„Kylar … wir können nichts tun! Wir …. das … schaffen wir schon! Aus uns bekommen sie kein Wort hinaus!“ Er legte eine Hand auf Kylar's Schulter und schaute ihn an. Schon immer waren sie wie Brüder vereint, halfen sich gegenseitig, unterstützen sich wo es ging. Kannten sich seit ihrer Geburt. Und ab da musste er zurück denken, an Tevinter, an Verena und seine Tochter. Er packte Kylar immer fester an der Schulter, so als würden sie nur darauf warten, das man sie holte, und sah plötzlich ein wenig verschwommen, sein Körper begann sich aufzuwärmen, zu erhitzen … und er bebte innerlich. Sah immer noch das Gesindeviertel in Tevinter vor sich, die große Eiche, bis er die Augen schließen musste. Es drehte sich alles, das einzige was er noch hörte, war Kylar, der irgendwie an ihm rüttelte, und beinahe in Panik geriet, und schrie:

„Azoth Azoth! Lass mich jetzt nicht hier alleine !!!“

Doch das bekam Azoth nur am Rande mit, er war am fiebern, und beinahe an der Bewusstlosigkeit. Plötzlich bekam er nur mit, wie er eine Art stoß bekam, und flog. ….



Sekunden Später merkte er einen Aufprall. Auf hartem sandigen Boden. Die Augen öffnete er leicht, und er konnte nur schleierhaft den blauen Himmel sehen. Neben ihm Kylar der an ihm rüttelte.

„Azoth Azoth!!“ , schrie er voller Freude. „Wir sind weg! Wir sind weg dort! …. Azoth?“

Er lag nur am Boden. Wusste nicht was gerade geschehen war, oder warum es ihm so schlecht ging. Er hatte weder Kraft noch konnte er sich irgendwie erheben. Er spürte wie Blut von der Nase über seine Lippe floss, und dann doch wieder entkräftet die Augen schloss.



In der Schneiderstube in Denerim:

Die Tür öffnete sich mit einem ohrenbetäubenden Bersten. Eine Wolke aus Staub und gesplittertem Holz breitete sich in dem Raum im ersten Stock aus. Keinen Atemzug später trat ein riesenhafter Hüne in das Zimmer. Unruhig flog sein Blick hin und her. Das Fenster, durch das der Eindringling gekommen war, stand noch offen, doch in dem Raum war weiterhin nichts zu sehen. Für einen Moment hatte der Riese das Gefühl, dass in der Mitte des Raumes ein Flimmern zu sehen war, doch seine Augen schienen ihn täuschen zu wollen. Nach mehrmaligen Blinzeln, war dort nichts mehr zu erkennen. Mit einem frustrierten Schnauben wandte er sich zu seinen Gefährten um.

#1562
Kaysallie

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Miandra wurde von keinem Laut geweckt, sondern einfach nur, da sie seit langer Zeit wieder komplett ausgeruht war. Dennoch schlief sie wohl sehr lange in derselben Position, da es ihr einen kurzen Stich im Genick versetzte als sie sich gähnend aufsetzte. Miandra konnte sich an keinen bestimmten Traum erinnern, nur an vereinzelte Bruchstücke, die nur einige Momente von alltäglichen Augenblicken ihrer Vergangenheit widerspiegelten. Dabei schweiften ihre Gedanken kurz zu Elana, doch sie lenkte sich davon gekonnt ab, indem sie ihren Blick durch das Versteck gleiten ließ.

Da wohl fast alle wach waren und bereits einigen Tätigkeiten nachgingen, ging sie davon aus, dass sie wohl recht lange geschlafen hatte und es schon recht spät sein musste, doch ohne nachzufragen stand sie auf und ging zu dem Wasserfass. Nachdem sie sich das Gesicht gewaschen und etwas getrunken hatte, setzte sie sich auf einen der Stühle und begann damit den Zopf aufzuflechten, welcher sich durchs Schlafen bereits von alleine zur Hälfte geöffnet hatte, und beobachtete nebenbei die Anderen. Dabei fiel ihr auf, dass Azoth fehlte, doch sie machte sich darüber keine größeren Gedanken, da es relativ oft vor kam, dass einer der Gefährten das Versteck verließ, um irgendetwas – aus Miandras Sicht - Dummes zu tun.

#1563
Aliens Crew

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„So etwas habe ich noch nie gesehen“, staunte die Zwergin, als sie Azoth und Kylar direkt vor ihren Augen hatte verschwinden sehen. „Oder sind die jetzt einfach nur unsichtbar?“
 
„Das haben wir gleich“, erwiderte der Magus grinsend, wobei er die Arme hob und die Finger spreizte. Dann schloss er für einen Moment die Augen. Als er sie wieder öffnete schimmerte ein bläuliches Licht in ihnen, während im selben Augenblick grellweiße Blitze aus seinen Fingerspitzen herausschossen und den Raum mit einem zuckenden Licht erfüllten. Gleichzeitig spürten alle Anwesenden die elektrische Spannung, welche in der Luft lag, während der Magus das Zimmer vor ihnen mit einem knisternden Blitzgewitter überflutete. Doch als dies keine sichtbare Reaktion hervorrief, ließ der Magier seine Hände sinken, was den Zauber beendete. „Nein, hier ist niemand. Die beiden sind weg.“
 
„Ich denke, ich sollte mit Brangroth noch einmal über meine Bezahlung sprechen“, murmelte die Elfe vor sich hin. „Wenn ich gewusst hätte, dass wir es hier auch mit Dämonen zu tun bekommen, dann hätte ich sicherlich mehr Geld verlangt.“
 
„Ganz ruhig, meine Liebe“, beschwichtigte der Magus mit einer abwertenden Handbewegung. „Ich bin sicher, dass wir diesen Kerl niemals wiedersehen werden. Wenn er wirklich so mächtig wäre, wie Ihr befürchtet, dann hätte er uns doch alle vernichtet. Wahrscheinlich ist er nur gut darin, den Schwanz einzuziehen und zu türmen. Aber das ist nicht von belang. Vernita ist das Hauptziel unseres Auftrages. Alle anderen sind lediglich ein Bonus. Dumme Sache nur, dass er diesen Schneidermeister mitgenommen hat. Das wirft unsere Bemühungen zurück und verkompliziert die Sache ein wenig. Uns bleibt wohl nichts anderes übrig, als sein Haus nach irgendwelchen Hinweisen abzuklappern. Also, tun wir das jetzt. Die Zwillinge fangen hier oben an, während wir uns unten umsehen. Vorwärts.“
 
Die Zwillinge nickten nur synchron, bevor sie sich daran machten, den Wohn- und Schlafbereich des Schneiders zu durchforsten. Die anderen gingen in der Zeit nach unten in die Geschäftsräume Kylars. Der Qunari war nicht gerade ein Experte im Durchsuchen, so dass er sich einfach nur neben die Eingangstür stellte und den Raum im Auge behielt, für den Fall, das jemand den Laden betreten würde. Dann würde der Hüne diesem Eindringling schon zeigen, wie gut er darin war, unliebsamen Besuch zu verscheuchen. Die Zwergin und der Orlaisianer gingen in den Arbeits- und Lagerbereich des Geschäftes, während sich der Magus und die Elfe um den Verkaufsraum kümmerten. Sie rissen dabei die Schubladen der Ladentheke auf. Durchforsten seine Geschäftspapiere und selbst die ausgestellten Kleidungsstücke nach irgendwelchen Hinweisen. Während sie das taten ging plötzlich die Eingangstür der Schneiderei auf, und ein ziemlich verpickelter, junger Bursche trat ein, der sofort wie angewurzelt stehen blieb und die Fremden mit schreckgeweiteten Augen anstarrte.
 
„Na, wen haben wir denn da?“ fragte der Magus böse grinsend, während die drei Söldner den Neuankömmling eingehend musterten, der anscheinend ein Gehilfe des Schneiders war, da er mehre Stoffballen bei sich hatte, die er sicher für Kylar irgendwo erstanden hatte. „Der junge Mann hat uns sicher einiges zu erzählen, könnte ich mir denken.“
 
Der Magus gab dem Qunari an der Tür einen Wink, woraufhin dieser den Burschen am Kragen packte und ohne große Kraftanstrengung durch den halben Raum schleuderte. Der Magier wandte sich inzwischen an die Elfe. „Holt den Orlaisianer und die Zwergin hierher. Es gilt wieder, jemanden zum Reden zu bringen.“
 
 

#1564
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Es klopfte an der Tür.
 
„Herein!“ rief Leanora, die sich soeben zu Ende gewaschen und sich nur schnell eine neue Robe übergeworfen hatte. Die Tür wurde daraufhin geöffnet und ein junger, braunhaariger Mann trat ein, dessen Kleidung aus feinen, blauen Zwirn gefertigt worden war. Er ging auf die blonde Frau zu und verneigte sich.
 
„Ihr seid sicher Schwester Sophia“, verkündete der Mann mit überschwänglicher Stimme. „Schwester Beandricé hat mir gesagt, dass ich Euch hier finden kann. Mein Herr, Kommandant Neranos von der Templergarnison von Denerim schickt mich zu Euch, um Euch in seinem Namen demütigst zu fragen, ob Ihr ihm die Ehre erweist, heute Abend in seiner privaten Bibliothek mit ihm eine Tasse Tee zu trinken. Außerdem hat er mir aufgetragen, Euch dieses kleine Präsent zu überreichen.“
 
Der Diener überreichte der blondhaarigen Frau ein kleines, ledergebundenes Buch, welches sehr nobel aussah. Auf dem vorderen Umschlag war eine kleine, goldfarbene Flamme in das Leder eingeprägt, das Zeichen von Andraste. „Dieses Buch enthält den kompletten Gesang des Lichtes, unseres Herrn, des Erbauers. Mein Herr denkt, dass es Euch gerade in Eurer Anfangszeit hier in der Kirche große Dienste leisten wird. Dürfte ich nun von Euch erfahren, welche Antwort ich meinem Herren in Bezug auf seine Einladung überbringen darf, werte Dame?“
 
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Vernita verstaute die fertig gestellten Gifte und Sprengladungen in ihrer Tasche. Ihre Schwerter legte sie neben ihrer Rüstung ab. Es durfte inzwischen schon einige Zeit vergangen sein, und sie nahm sich vor gleich mal einen Blick nach draußen zu wagen. Sie sah sich im Raum um, wobei ihr auffiel, dass Azoth verschwunden war. Das überraschte sie, da er in letzter Zeit kaum mehr aus dem Bett gekommen war und ihr zudem nicht aufgefallen war, wie er sich davongestohlen hatte. Vielleicht hockte er auch wieder oben beim Schmied. Die Elfe hoffte nur, dass er nicht durch die Stadt streifte und irgendeinen Unsinn verzapfte. Er hatte ihr und ihren Gefährten durch sein unbesonnenes Verhalten schon mehr als genug Ärger eingebrockt. Davon konnten sie jetzt nicht noch mehr gebrauchen.
 
Der Elfe fiel ebenfalls auf, dass Miandra inzwischen erwacht war und sich auf einem der Stühle niedergelassen hatte, wo sie sich mit ihren Haaren beschäftigte. So stand sie auf, nahm einen der Äpfel und den Laib Brot an sich, bevor sie sich zu der schwarzhaarigen Frau gesellte.
 
„Hallo, Miandra“, begrüßte Vernita die Frau mit einem Lächeln. „Ich hoffe, du hast gut geschlafen. Hast du Hunger? Hier, iss einen Apfel oder ein Stück Brot. Was anderes haben wir im Moment leider nicht. Ich hoffe ja, dass wir heute Nacht schon ein neues Versteck beziehen können, damit wir uns um etwas zu essen kümmern können. Wäre ja einfach lachhaft, wenn wir unseren Häschern entkommen könnten und dann einfach des Hungers sterben würden, nicht wahr?“
 
Die Elfe grinste Miandra bei ihren Worten schief an, während sie die Nahrungsmittel auf dem Tisch, der neben der schwarzhaarigen Frau stand, ablegte und sich selbst auf einem der anderen Stühle setzte.
 

Modifié par Aliens Crew, 18 janvier 2011 - 06:21 .


#1565
Bellandyrs

Bellandyrs
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Leanora war sprachlos. Die gewählte Ausdrucksweise des Jünglings hatte sie schon überrumpelt, und der Wortlaut erst recht. Dann dieses kostbare Buch in ihren Händen... sie konnte es kaum glauben.

Sie hatte eine verlegene Röte im Gesicht, als sie relativ stotternd antwortete:

"Ich.. aber.. Bruder Castillá.. heute schon?" Dann riß sie sich zusammen, was mochte der Bote nur von ihr denken, wenn sie keinen zusammenhängenden Satz hervorbrachte? Tief holte sie Luft und begann noch einmal.

"Entschuldigt. Das war gerade ein wenig überraschend für mich. Ich werde Bruder Castillá fragen müssen, ob ich dem Abendbrot fern bleiben darf, und auch wie das mit der Abend-Andacht dann geregelt ist. Aber wenn ich von ihm die Erlaubnis erhalte, dürft Ihr Kommandant Neranos melden, dass ich mich sehr freue, diese Einladung anzunehmen. Und sagt ihm, dass ich mich sehr über das Buch gefreut habe, es wird mir in der Tat gute Dienste leisten, gerade jetzt am Anfang."

Sie nickte ihm freudestrahlend zu, und ihre Augen glänzten voller Erwartung.



Würde er ihr persönlich mitteilen, ob sie für die Pferde der Templer verantwortlich sein durfte? Würden sie tiefsinnige Gespräche führen, oder einfach vor Verlegenheit kein Wort herausbringen? Lea befürchtete zumindest, dass sie selber wohl nichts sinnvolles zustande bringen würde. Wieviel sicherer würde sie sich fühlen, könnte sie ein schönes Kleid anziehen und sich zurecht machen können. Ein Blick in den Spiegel reflektierte ihre honigfarbenen Augen, die glückseelig strahlten. Auch wenn sie keine festliche Robe anziehen durfte, aber ein wenig herrichten konnte sie sich wohl.

Und was Lucia dazu sagen würde, wollte sie sich erst gar nicht ausmalen. Ein breites Lächeln stahl sich auf ihr Gesicht.


#1566
Kaysallie

Kaysallie
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Miandra blickte einen Moment nachdenklich auf das Essen, welches Vernita auf den Tisch gelegt hatte. Hatte sie nicht erst gestern die Vorräte überprüft? Scheinbar hatte einer der Anderen die Lebensmittel besorgt, aber da sie den halben Tag verschlafen hatte, hätte währenddessen wohl auch jemand den gesamten Marktplatz von Denerim in das Versteck schaffen können, daher beschäftigte sie sich nicht länger mit dem Gedanken.

„Zu gut geschlafen... sollte mir wieder jemand ein Glas mit Wein andrehen, habt Ihr das Recht es mir zu entreißen... sonst sterben wir nicht an einem Hungertod, sondern werden wohl im Schlaf erstochen.“, erwiderte sie mit einem leichten Grinsen und während sie sprach griff sie nach dem Brotlaib, brach ein kleines Stück von diesem ab, um es anschließend zu verzehren, bevor sie sich erneut an Vernita wandte.

„Wie lange hat der Aufenthalt in Fort Drakon gedauert?“, sagte sie völlig frei heraus, ohne die Tonlage ihrer Stimme zu ändern und kaute dabei weiterhin an dem Brotstück.

„Ich möchte nur wissen, wie viel Zeit vergangen ist, da ich eine zeitlose Lücke in meinem geistigen Kalender habe. Ich dachte es würde mir vielleicht wieder einfallen, aber…“, fügte sie noch hinzu und zuckte dabei mit den Schultern, was wohl den Satz vollenden sollte.

Modifié par Kaysallie, 18 janvier 2011 - 06:46 .


#1567
Aliens Crew

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„Bruder Castillá wurde bereits von mir in Kenntnis gesetzt, Schwester Sophia“, fuhr der Diener fort. „Und er hat keine Einwände bezüglich der Einladung meines Herren, das kann ich Euch versichern. Was Euer Abendmahl und vor allem die Abendandacht anbelangt, so hat mir mein Herr ausdrücklich aufgetragen, Euch mitzuteilen, dass Ihr seinetwegen nicht Eure täglichen Pflichten vernachlässigen sollt. Er erwartet Euch also erst nach dem Gebet in seiner Bibliothek. Er möchte nicht, dass Ihr durch seinen Wunsch, Euch wieder zu sehen, Schwierigkeiten mit der Kirchenobrigkeit bekommt. Er hofft zudem, dass seine Umsicht um Eure Stellung hier in der Kirche, es Euch leichter macht, seine Einladung anzunehmen.“
 
___________________________________________________________________________
 
„Du warst einen vollen Tag in diesem Kerker. Für mich war das die schlimmste Zeit meines Lebens“, erwiderte Vernita in einem deprimierten Tonfall. „Und seitdem sind nun vier weitere Tage vergangen.“
 
Die Elfe sah Miandra mit besorgter Miene entgegen. Hatte sie etwa alles vergessen, was ihr in diesem Höllenloch widerfahren war? Das Ganze hatte doch nur einen Tag gedauert, also weitaus weniger als das Martyrium, welches Vernita selbst ertragen musste. Doch mit Freuden hätte sie die Zeit ihrer Gefangenschaft noch einmal durchlebt, wenn sie damit hätte verhindern können, was der schwarzhaarigen Frau angetan worden war. Allein der Gedanke an den Anblick Miandras, wie sie blutüberströmt kopfüber über diesem Wasserfass hing, in dem sie ertränkt werden sollte, ließ Vernitas Herz zu Eis erstarren. Noch einmal verfluchte sie diesen elenden Elfen dafür, dass dessen unüberlegtes Handeln sie alle in diese Situation gebracht und vor allem Miandra diese Schmerzen zugefügt hatte.
 
„Wieso fragst Du mich danach? Hast Du etwa vergessen, was dort vorgefallen ist?“
 

Modifié par Aliens Crew, 19 janvier 2011 - 11:53 .


#1568
Kaysallie

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"Nein, ich kann mich erinnern, ob an alles, kann ich nicht sagen, aber vieles davon ist ziemlich verschwommen. Manchmal weiß ich nicht was davon Traum und was Realität war... Dennoch kam es mir länger wie ein Tag vor, eher wie eine Ewigkeit.", erwiderte sie nachdenklich und starrte dabei auf das Brotstück welches sie in der Hand hielt. Anschließend hielt sie einen Moment inne und dachte dabei darüber nach, was sie noch hätte sagen können. Warum hatte sie mit dem Thema überhaupt begonnen? Eigentlich wollte sie doch gar nicht darüber reden. Und nun passierte genau das, was sie eigentlich vermeiden wollte: Es gab wieder einen Satz auf den sie nichts erwidern konnte und sie wurde wieder mit diesem sorgenhaften Blick angestarrt, den sie doch so sehr hasste.

"Aber ich wollte eigentlich nur wissen wie lange wir nun schon unterwegs sind...", fügte sie noch schnell hinzu, aß das letzte Stück des Brotes auf, und stand von dem Stuhl auf.

"Doch nur weil weniger Zeit vergangen ist, als ich erwartet hatte, heißt es nicht, dass wir sie vertrödeln müssen, nicht wahr?", sagte sie um endgültig von dem Thema abzulenken und begann damit sich den Umhang anzulegen.


#1569
SickOfItAll

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" Hm ? Was ? Wo ? Wie spät ist es ? " brummte Lydia verschlafen und setzte sich auf . Sie lag zusammengerollt auf Nerias Liege , eingepackt in eine dicke flauschige Decke . Offenbar hatte sie sich vor dem Einschlafen ausgezogen , doch daran konnte sie sich nicht erinnern .

Sie setzte sich auf und blickte sich um .

"Besonders viel passiert scheint nicht zu sein , stelle ich fest . "

#1570
Aliens Crew

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Vernita sah Miandra etwas verblüfft an, als diese plötzlich aufsprang und sich ihren Umhang überwarf. Die Elfe stand ebenfalls auf und trat direkt vor die schwarzhaarige Frau.
 
„Du hast sicher Recht. Es gibt noch einiges zu tun. Allerdings…“ Vernita nahm Miandras Hand in die ihre und streichelte sanft ihre Finger, während sie ihr Gegenüber mit einem zaghaften Lächeln in die Augen sah. „Wenn du jemanden zum Reden brauchst, so bin ich immer für Dich da, das weißt du doch, nicht wahr?“
 
Die Elfe blickte die schwarzhaarige Frau einen Moment liebevoll an, sagte allerdings kein Wort. Dann fiel ihr schlagartig ein, dass diese Berührung Miandra sicher sehr unangenehm sein würde, so ließ sie deren Hand schnell wieder los, wobei ihr Gesicht einen um Entschuldigung bittenden Ausdruck annahm.
 
„Ich vergewissere mich nur eben, wie es draußen aussieht. Sollte es bereits dunkel werden, so können wir uns zum Aufbruch bereit machen“, meinte sie noch hastig, bevor sie sich abwandte und das Versteck verließ.
 

#1571
Bellandyrs

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"Dann richtet Eurem Herrn aus, dass er mich nach der Andacht erwarten kann. Vielen Dank!"



"Meldet Euch bei den Torwachen, diese werden Euch dann zum Kommandanten geleiten. Auf Wiedersehen, Schwester Sophia." Der Bote nickte ihr zu und machte sich eilends davon.



Kaum war die Tür hinter ihm zugefallen, setzte sich Lea zuerst auf ihr Bett. Ihr Herz schlug schneller, als sie für möglich gehalten hätte. War es Aufregung, Vorfreude oder Angst? Sie wußte es nicht, aber sie wußte, dass sie es kaum erwarten konnte, dass das Abendmahl und die Messe vorbei wären.



Plötzlich fiel ihr siedend heiß ein, dass sie sich heute Nacht mit Vernita treffen wollte. Was, wenn sie aber da noch beim Kommandanten war? Sie mußte eine Lösung finden, um Vernita vor dem Inquisitor zu warnen, auch wenn sie selber keine Möglichkeit hätte, das Treffen wahr zu nehmen.

Natürlich! Sie hatte gestern erst einen Zettel im Baumstumpf hinterlassen, das gleiche würde sie heute auch machen. So konnte sie sicher sein, dass die Elfe die Botschaft erhielt.



Schnell setzte sie sich an den Pult und tauchte die Feder in die Tinte.

"Bin heute Abend beim Kommandanten der Templer zum Tee eingeladen. Vielleicht darf ich sogar in den Stallungen der Templer arbeiten. Kommandant Neranos ist sehr zuvorkommend und nett. Vor allem hab ich über ihn erfahren, dass ein Inquisitor namens Gromschlag morgen anreisen wird - mitsamt seiner Armee, um einer gefährlichen Blutmagierin das Handwerk zu legen. Ihr werdet wissen, was zu tun ist. Ich habe noch die Pillen von unserer Gefährtin. Ich weiß, wie beide zusammen wirken. Vielleicht hätte ich eine Möglichkeit das Problem zu beseitigen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich euch damit nicht erst recht in Gefahr bringe. Zudem weiß ich nicht, ob die Möglichkeit absolut sicher ist, oder ob es an der Ausführung scheitern würde.

Ich weiß nicht, ob ich heute unser Treffen wahr nehmen kann. Wenn nicht, antwortet mir bitte, den Zettel hole ich mir ab. Grüße - L."



Schnell löschte sie die Tinte mit Sand, faltete das Blatt zusammen und versteckte es in ihrer Robe. Dann stand sie auf und suchte eine Schmuckspange aus ihrer Tasche und eine Bürste, und bearbeitete damit ihre Locken. Zuletzt steckte sie die Spange seitlich ins Haar, so dass ihr linkes Ohr frei war. Gerade als sie damit fertig war, wurde die Tür aufgerissen und der Wirbelwind Lucia kam ins Zimmer.



"Guten Abend Lucia", lächelte Lea der Zimmer-Gefährtin entgegen. "Ich habe schon befürchtet, Du läßt Dir das Abendessen entgehen", zog sie die rothaarige Schwester auf. Dass sie strahlte wie ein Honigkuchenpferd, war ihr jedoch nicht bewußt.


#1572
Kaysallie

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Am liebsten hätte Miandra ihre Hand sofort zurückgezogen und wäre drei Schritte rückwärtsgegangen. Doch da hinter ihr nichts außer des Stuhls und einer Mauer war, wäre sie wohl nur auf ihrem Allerwertesten gelandet, zudem wusste sie ja, dass Vernita es nicht böse meinte, dennoch war es Miandra ziemlich unangenehm. Und wie oft hatte sie diese Worte nicht bereits gehört. Reden. Wieso wollen immer alle, dass man über solche Dinge redet und sich dabei am besten noch an der Schulter eines Anderen ausheult? Was sollte so etwas bringen, und was würde es ändern? Garnichts.

Doch ehe Miandra etwas zu all dem hätte sagen können, begriff Vernita, dass dies wohl der falsche Weg war und verschwand aus dem Versteck. Kurz blickte Miandra der Elfe nach, bevor sie sich erneut auf den Stuhl hinter sich fallen ließ und ein Mal tief ein und ausatmete, als wäre ihr eine Last von der Schulter gefallen.

Miandra verfluchte sich erneut dafür, dass sie mit dem Thema überhaupt begonnen hatte. Doch zeitgleich stellte sie sich die Frage, warum sie das überhaupt getan hatte. Wollte sich ein Teil von ihr vielleicht doch all das von der Seele reden?

Sie verwarf den Gedanken so schnell wie er gekommen war und hätte sich diesen wohl auch niemals eingestanden.

Daher beschloss sie über all das einfach nicht weiter nachzudenken, so wie sie es bei fast allem tat, und blickte kurz zu dem Mädchen, welches gerade aufgewacht war und sich zu Wort meldete.

„Was habt Ihr denn erwartet? Dass Ihr an einem anderen Ort aufwacht? Oder vielleicht mit anderen Personen? Zumindest deutet Euer Kleidungsstil darauf hin, dass Eure Träume recht angenehm gewesen sein müssen.“, sagte sie etwas genervt zu Lydia, wusste jedoch nicht warum sie das tat. Eigentlich war es Miandra doch ziemlich egal, was die anderen so trieben und von sich gaben. Oder lag es vielleicht doch an der Situation von gerade eben?

Miandra schüttelte den Gedanken ein zweites Mal zur Seite, und begann erneut um sich abzulenken ihre Haare zu einem Zopf zu flechten, um sie besser unter der Kapuze verstecken zu können.


#1573
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„Hallo, Sophia, mein Hübsche“ erwiderte Lucia mit einem frechen Grinsen. „Da hat aber jemand gute Laune, was? Und deine Haare hast du ja auch schon fein hergerichtet, wie ich sehe.“
 
Die rothaarige Frau setzt setzte sich breitbeinig auf einen der Schemel und stützte sich mit beiden Händen auf der Tischplatte ab, den Kopf in den Handflächen liegend. Und ihr Gesicht nahm dabei einen spitzbübischen Ausdruck an. „Anscheinend hat da heute noch jemand was vor, wie mir scheint. Los, komm schon, erzähl mir alles. Und zwar jede Kleinigkeit. Ich platzte vor Neugierde.“
 
 

#1574
Bellandyrs

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Lea lächelte leicht.

"Dir kann man ja wirklich gar nichts verheimlichen oder? Anscheinend hattest Du den siebten Sinn, als Du meintest, ich sollte dem Kommandanten heute Nacht nicht den Schnauzer abzupfen. Ein Bote war vorhin hier und hat mir die Einladung überbracht, nach der Andacht in die Bibliothek zu kommen auf eine Tasse Tee und netten Gesprächen... Bei Andraste, ich bin richtiggehend nervös! Ich glaub ich krieg keinen Bissen hinunter. Und sieh nur, welch hübsches Geschenk er mir überbringen ließ!"
Lea zeigte Lucia den Band mit den Gesängen, welche fast ehrfürchtig über das weiche Leder strich und dann völlig aus dem Häuschen war.

"Mensch Sophia, ich wußte es doch! Los, man soll das Eisen schmieden so lang es heiß ist, und keine Sorge, von mir erfährt keiner was!" grinste sie lausbübisch. "Und nun laß uns essen gehen, Renaldo fallen sicher die Augen aus dem Kopf wenn er Dich sieht."

Lea verzog das Gesicht und seufzte leicht auf. Das war die Kehrseite der Medaille. Sie mochte es nicht, wie dieser sie mit seinen Blicken auszog. Und ihre arrogante und hochnäsige Kühle hatte sie als Schwester Sophia nicht, außerdem konnte sie sich das nicht leisten. Sie brauchte Bruder Renaldo noch für die Informationen, die er haben konnte. Aber vielleicht würde sie auch über Kommandant Neranos das eine oder andere herausfinden können.

Lucia wusch sich Hände und Gesicht, dann brachen sie zum Essen auf. Wider Erwarten knurrte Lea der Magen dann doch, als das Aroma des Eintopfes ihre Nase erreichte. Hungrig leerte sie ihre Schale und saugte den Rest mit dem Brot auf.
Die lüsternen und anzüglichen Blicke Renaldos ignorierte sie gekonnt, indem sie sich leise mit Lucia und einer anderen Schwester unterhielt.

Danach ging es weiter zur Abend-Andacht, und Lea war heilfroh um das Buch, welches Neranos ihr geschenkt hatte. Aber es kam ihr vor als würde die Messe schier endlos dauern, ihre Nervosität wuchs, und zuletzt hatte sie verschwitzte Hände. Deswegen ging sie noch einmal mit zurück ins Zimmer, um sich zu erfrischen, bevor sie Lucia endgültig für diesen Abend verließ.

"Viel Spaß" rief diese ihr zweideutig nach, und Lea wurde rot.
"Also nicht was Du schon wieder denkst!" meinte sie, und wünschte der Nachbarin eine Gute Nacht.

Sie machte einen kleinen Umweg, bevor sie zu den Behausungen der Templer ging, und versteckte den Zettel wieder im Baumstumpf. Sie schlenderte noch eine Runde durch den Innenhof, um sich ein wenig zu sammeln und die Ruhe zu geniessen. Trotzdem stand sie wenige Minuten später vor der Torwache, und sie stellte sich vor.

"Guten Abend. Kommandant Neranos erwartet mich... Könntet Ihr ihm sagen dass Schwester Sophia hier ist?" fragte sie höflich.

Modifié par Bellandyrs, 22 janvier 2011 - 09:34 .


#1575
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„Macht Euch bereit zum Aufbruch. Es wird gleich dunkel“, verkündete Vernita, als sie erneut das Versteck betrat. Sie ging zu Neria herüber, die noch auf ihrer Liege saß und meditierte. Die Elfe legte der Frau sachte eine Hand auf die Schulter. „Habt Ihr gehört, Neria? Es geht los. Ich möchte, dass Ihr dieses mal auch mitkommt.“
 
Ohne eine Antwort abzuwarten, ging Vernita zu ihrem Platz, wo sie ihre Ausrüstung abgelegt hatte und begann damit, ihre Rüstung anzulegen. Während sie das tat, redete sie einfach weiter. „Wir werden also zu diesem Bordell gehen und dort auf die Ankunft dieses Albinoelfen warten. Ich gehe als erstes hinein und kundschafte die Lage aus. Sollte unser „Freund“ noch nicht dort sein, so legen wir uns auf die Lauer und warten draußen auf sein Erscheinen. Je kürzer unser Aufenthalt in diesem Etablissement ist desto besser. Und sobald er dort aufkreuzt, greifen wir ihn uns. Außerdem werde ich heute Nacht noch bei Leanora vorbeischauen müssen. Das wird heute wohl ein recht langer Ausflug für uns werden, also sollten wir keine Zeit mehr verlieren. Noch Fragen?“