" Was ? Es geht los ? " rief Lydia und schreckte hoch . " Moment noch , ich bin gleich soweit ."
Eilig suchte sie ihre Sachen zusammen , schnallte und gürtete sich die Dinge um , welche sie für Nötig erachtete und gesellte sich zu Vernita .
" Sagt , wie wäre es mit etwas neuem Vorrat ? Wir haben kaum noch etwas zu essen da . Ich könnte etwas besorgen gehen , das ich dabei Geld ausgebe ist nicht gesagt . "
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1576
Posté 21 janvier 2011 - 06:52
#1577
Posté 21 janvier 2011 - 07:59
„Nun, wenn du meinst, dass du das hinkriegst, Lydia, dann kümmere dich um ein paar Vorräte, während wir das Bordell aufsuchen, Lydia“, erwiderte Vernita grübelnd, während sie sich ihren Brustpanzer umschnallte. „Aber lass dich nicht erwischen, alles klar? Noch so eine Befreiungsaktion wie die letzte werden wir wohl nicht mehr durchziehen können, also solltest du es nicht soweit kommen lassen. Und ganz egal, was heute Nacht geschehen wird, wir treffen uns alle hier wieder, selbst wenn wir es schaffen sollten, ein neues Versteck zu organisieren. Also, vorwärts. Es geht los.“
#1578
Posté 21 janvier 2011 - 09:48
" So viel ich tragen kann und mehr und nur vom Feinsten " , meinte sie , lachte und rieb sich die Hände .
Die Nacht war noch Jung , doch die Zeit würde sie brauchen . Warscheinlich würde sie erst mit dem Morgengrauen zurückkehren .
So schnell sie ihre leichten füßr trugen lief sie durch das schlafende Denerim . Lautlos huschte sie durch die Gassen wie ein nächtlicher Schatten im Schein einer Laterne . Ihr Weg führte sie zuerst zu den guten Backstuben am Westende des Marktplatzes . Allseits bekannt für ihre teuren und edlen Erzeugnisse , waren ihre Waren normalerweise nur vür viel Geld zu erstehen .
Der Markt , am Tage belebt und voller Trubel lag nun still und friedlich in der Dunkelheit , die Stände leergeräumt , die Baldachine und Markisen eingerollt .
Die Backstuben wollte sie nicht von vorn betreten , zu Groß das Risiko entdeckt zu werden , also stieg sie aufs Dach . Dort fand sie eine Dachluke , zwar verriegelt , aber im Umgang mit Dietrichen war sie geschult . Schnell war es geöffnet und sie in der Dunkelheit der Backstube verschwunden .
Sie suchte nach einem möglickst großen Kasten , welchen sie auch bald fand . Ausgelegt mit einem weißen dicken Leinentuch begann sie noch warme Brote , Brötchen , verschiedenste süße Köstlichkeiten in allen Sorten , größen und Variationen in den Korb zu packen , immer vorsichtig , darauf bedacht nichts zu zerdrücken , denn die süßen Köstlichkeiten waren zum Teil wahre Kunstwerke . Weitzenbrote , Bauernfladen , Stangenbrot , Vollkornwecklinge , Hefezöpfe , Laugenbrötchen , helle kleine Brötchen , Luftige Hörnchen , Gefüllte Taschen mit allerlei süßen Früchten , Herzhafte Speckstangen , knusprige Waffeln , Pfannkuchen , Blätterteigtaschen mit verschiedenstem Inhalt , hefewecklinge mit dicken Zuckerstreuseln , sogar drei kleinere Cramkuchen , lange haltbar und süß und voller Früchte packte sie in die Kiste . Auf dem Rückweg packte sie noch frischen Sauerteig , Hefeteig und lange haltbaren Stockbrotteig in einen kleinen Korb , schulterte das Ganze und quälte sich zurück zum Versteck . Unbemerkt trug sie ihre Last nach unten und stellte sie ins Eck zu den spärlichen Vorräten , welche dort noch lagerten .
Ihr nächstes Ziel waren die Fleischereien am Markt . Sie lagen etwas abseits in einer mit großen Steinplatten ausgelegten Straße , damit man alles besser sauberhalten konnte . Hier fand sie einen Hintereingang durch eine große Tür , durch die normalerweise das Schlachtviel hineingefürt wurde . Drinnen roch es nach frisch geputzt , Seife und warmem Wasser .
Im Keller der Schlachterei war es stockdunkel , doch sie hatte vorsorglich eine Fackel in ihrem Köcher . Vom Feuerschein erhellt , sah sie sich im langen Keller um . Wieder suchte sie eine Transprotmöglichket , diesmal mehrere Weidenkörbe und eine große Umhängetasche , die wohl jemand hier unten vergessen hatte . Sie steckte alle ein , was ihrer Meinung nach lecker und lange haltbar war . Geräucherte salzige Würste , Pökelfleisch nach Orlaisianischer Art ( In Salzwasser eingelegt , dann geräuchert , dann erst gepökelt und dann auch mit viel Pfeffer gewürzt ) , Trockenfleisch , einige große Schinken , Schweinekeulen , geröstetes Hack zu Bällchen gerollt mit Pfeffer , Salz und Rosmarin , sie fand ein großes Glas mit eingelegten Knoblauchzehen , sogar Oliven aus dem fernen Antiva waren vorrätig , eingelegt in salzige Lake , die Kerne durch Karotten oder anderes Gemüse ersetzt , weiche frische Würste , frisches Salzfleisch , Speck und Bauchlappen . Alldas lud sie in ihre Körbe . Doch es gab mehr . In einem abgetrennten Nebenraum laberte Fisch , geräuchert , filletiert , Exotisches von weit draußen vor der Küste , Krabben , Krebse , eingelegte Garneelen , Räucheraal und anderes . Als sie ihre Körbe gefüllt hatte , sogut sie Tragen konnte , machte sie sich auf den Rückweg , wobei sie nur Knapp einer Patroullie entging .
Der Stapel im Versteck konnte sch sehen lassen . Doch sie wusste eitere Anlaufstellen . Die Kellereien im Pallastviertel hatte das beste Bier , Met und Wein weit und Breit , doch auch Bugmanns in der Lampenmachergasse war eine Adresse . Zuerst ging sie zu Bugmanns , einer der ältesten und besten Schenken in Denerim . Was die Leute sagten , hatte er das Beste Bier in der ganzen Stadt und Umland , denn Er , Josef Bugmann , braute nach seinem eigenen Geheimrezept . Doch Bugmanns Haus erwies sich als schwierig zum einsteigen .Alle Fenster waren gut verrammelt , die Türen mit starken Schlössern versehen . Doch sie fand einen Weg durch die Fasstiege an hinteren Teil des Hauses , zum Innenhof hin . Unten fans sie viele große Fässer und Flaschen voller Bier , Met und Wein . Sie rollte leise drei kleine Fässchen zusammen , alle konnte man sie an Ösen zusammenbinden , doch trotzdem ahtte sie schwer zu tragen , sher schwer . Sie hatte ihre liebe Not die Fässer zum Versteck zu schleifen und musste zweimal durch Seitengassen Schlüpfen um nicht von einer Nachtwache erwischt zu werden .
Zufrieden stellte sie de Fässer zum Stapel in die Ecke , schnaufte einmal durch und dampfte wieder davon .
Das Pallastviertel war deutlich unschöner zugänglich , da alle Tore rund um die Uhr bewacht wurden , doch abseits in dern Nähe der Stalungen und der Lager fand sie eine geeignet Stelle um über die Mauer nach Oben zu kelttern .
Der Weg zu den Lagern war verschlungen , über Brücken , Wehrgänge , Zinnen ,a n Wachtposten vorbei , durch schmale hübsche Gässchen und unter Efeuumrankten Torbögen hindurch .
Doch sie wurde reichlich belohnt . Das Lager war unverschlossen , drinnen brannte Licht und niemand war da . Die Halle war voller berstend beladener Regale , edle Gewürze , feine Köstlichkeiten , Speis und Trank wie sie einem König gerieichen würden . So viele Dinge , Sachen und Lebensmittel , doch wie sollte sie Tragen , was sie wollte ?
Da kamen ihr die Stallungen in den Sinn ! " Wenn das funktioniert , darf Vernita mir die Füße küssen ! " sagte sie leise zu sin und schlich sich auf den Hof . Sie suchte sich ein Seil und ein nichtmehr gebrauchten Flaschenzug , eine geschützte Stelle an der Mauer und einen Balken , welcher aus der Wand des Bedientenhauses ragte . Daran machte sie die Rolle fest , farf das Seil darüber und testete , ob es zum Boden reichte .
Danach suchte sie sich Töpfe mit Gewürzen , Kisten mit Wein und Spirituosen , große Körbe mit frischem Obst und Gemüse , tiegel mit Butter , Schmand , große Töpfe mit saurer Sahne , Kräuter , Öleamphoren und Vasen mit Zucker , und Suckersüßigkeiten , Bonbons , wie sie nur die Pallastbäcker machten . All das trug sie in eine schmale Lücke zwischen Dienerhaus und Mauer , danach schlich sie sich ins Bedienstetenhaus . Still lagen alle im Schlaf , doche inige Räume waren Leer . Sie hatte einige Not , bis sie Dienertracht in ihrer Größe fand , doch sie fan sie letztendlich doch , verstaute ihre eigenen Kleider bei den Dingen die sie im Lager geholt hatte und lief eilig zu den Stallungen .
Dort fand sie ein Pferd und einen kleinen Karren , gerade recht für ihre Besorgungen . Sie warf eine Plane übr den Wagen , schwang sich auf den Kutschbock und klapperte los .
" Halt , wohin ? " fragte eine müde Torwache .
" Nach Hause , ich hatte eine Lieferung gebracht , schon heute Nachmittage , aber ich wurde mit weiteren Aufgaben bedacht . Nun sehne ich mich nache einem Bett . " anntwortete sie müde .
" Wenn wir nur tauschen könnten ... nun gut , eine gute Heimfahrt und gebt acht auf euch junge Frau . "sagte er und lies sie passieren . Sie machte einen Umweg um die Häuser zu Füßen des Palastes , zu der Stelle , an der ihr Seil von der Mauerherablief , kletterte nach Oben , zog das Seil nach und lies eins nach dem Anderen die Kisten und Körbe nach unten , wobei sie jedes Mal nachkletterte um sie unten loszubinden . Nach einiger Zeit war alles unten , sie löste das Seil und versteckte den Flaschenzug . Das Seil nahm sie ,it , denn ´Keine Meil ohne Seil´ , gerade in Denerim als Einbrecherin war dies eine goldene Regel . Sie fuhr den Wagen in den Hinterhof der Schmiede , geschickt vorbei an den Patroullien , auch wenn sie einmal beinahe erwischt worden wäre .
Nachdem sie alles nach unten geschleppt hatte , stieg sie wieder auf den Kutschbock , und trabte los , zum Hafen der Stadt , um einen Platz für das Gespann zu finden . An einer Stallung bei der Hafenmeisterei stellte sie das Pferd unter , schüttete etwas Futter in die Futterrinne aller Tiere , goss Wasser nach und verschwand in der Nacht .
Zurück im Versteck zog sie sich um und betrachtete zufieden ihr Tage(Nacht)werk . Ein großer Stapel voller Köstlichkeiten , nur vom Feinsten , reichte fast bis zur niedrigen Decke . Er nahm viel Platz weg , viel mehr als das kümmerliche Bischen vorher . Sie hatte sogar noch einen Sack Reis und einen Sack Graupen im Lager aufgetrieben , sie konnten sich ier nun fürstlich bekochen . Zufrieden und erschöpft lies sie sich auf ihrer Liege nieder und erwartete die Rückker der anderen und vor allem ihre erstaunten Gesichter .
Lydia war voll und Ganz mit ihrer Leistung zufrieden .
Die Nacht war noch Jung , doch die Zeit würde sie brauchen . Warscheinlich würde sie erst mit dem Morgengrauen zurückkehren .
So schnell sie ihre leichten füßr trugen lief sie durch das schlafende Denerim . Lautlos huschte sie durch die Gassen wie ein nächtlicher Schatten im Schein einer Laterne . Ihr Weg führte sie zuerst zu den guten Backstuben am Westende des Marktplatzes . Allseits bekannt für ihre teuren und edlen Erzeugnisse , waren ihre Waren normalerweise nur vür viel Geld zu erstehen .
Der Markt , am Tage belebt und voller Trubel lag nun still und friedlich in der Dunkelheit , die Stände leergeräumt , die Baldachine und Markisen eingerollt .
Die Backstuben wollte sie nicht von vorn betreten , zu Groß das Risiko entdeckt zu werden , also stieg sie aufs Dach . Dort fand sie eine Dachluke , zwar verriegelt , aber im Umgang mit Dietrichen war sie geschult . Schnell war es geöffnet und sie in der Dunkelheit der Backstube verschwunden .
Sie suchte nach einem möglickst großen Kasten , welchen sie auch bald fand . Ausgelegt mit einem weißen dicken Leinentuch begann sie noch warme Brote , Brötchen , verschiedenste süße Köstlichkeiten in allen Sorten , größen und Variationen in den Korb zu packen , immer vorsichtig , darauf bedacht nichts zu zerdrücken , denn die süßen Köstlichkeiten waren zum Teil wahre Kunstwerke . Weitzenbrote , Bauernfladen , Stangenbrot , Vollkornwecklinge , Hefezöpfe , Laugenbrötchen , helle kleine Brötchen , Luftige Hörnchen , Gefüllte Taschen mit allerlei süßen Früchten , Herzhafte Speckstangen , knusprige Waffeln , Pfannkuchen , Blätterteigtaschen mit verschiedenstem Inhalt , hefewecklinge mit dicken Zuckerstreuseln , sogar drei kleinere Cramkuchen , lange haltbar und süß und voller Früchte packte sie in die Kiste . Auf dem Rückweg packte sie noch frischen Sauerteig , Hefeteig und lange haltbaren Stockbrotteig in einen kleinen Korb , schulterte das Ganze und quälte sich zurück zum Versteck . Unbemerkt trug sie ihre Last nach unten und stellte sie ins Eck zu den spärlichen Vorräten , welche dort noch lagerten .
Ihr nächstes Ziel waren die Fleischereien am Markt . Sie lagen etwas abseits in einer mit großen Steinplatten ausgelegten Straße , damit man alles besser sauberhalten konnte . Hier fand sie einen Hintereingang durch eine große Tür , durch die normalerweise das Schlachtviel hineingefürt wurde . Drinnen roch es nach frisch geputzt , Seife und warmem Wasser .
Im Keller der Schlachterei war es stockdunkel , doch sie hatte vorsorglich eine Fackel in ihrem Köcher . Vom Feuerschein erhellt , sah sie sich im langen Keller um . Wieder suchte sie eine Transprotmöglichket , diesmal mehrere Weidenkörbe und eine große Umhängetasche , die wohl jemand hier unten vergessen hatte . Sie steckte alle ein , was ihrer Meinung nach lecker und lange haltbar war . Geräucherte salzige Würste , Pökelfleisch nach Orlaisianischer Art ( In Salzwasser eingelegt , dann geräuchert , dann erst gepökelt und dann auch mit viel Pfeffer gewürzt ) , Trockenfleisch , einige große Schinken , Schweinekeulen , geröstetes Hack zu Bällchen gerollt mit Pfeffer , Salz und Rosmarin , sie fand ein großes Glas mit eingelegten Knoblauchzehen , sogar Oliven aus dem fernen Antiva waren vorrätig , eingelegt in salzige Lake , die Kerne durch Karotten oder anderes Gemüse ersetzt , weiche frische Würste , frisches Salzfleisch , Speck und Bauchlappen . Alldas lud sie in ihre Körbe . Doch es gab mehr . In einem abgetrennten Nebenraum laberte Fisch , geräuchert , filletiert , Exotisches von weit draußen vor der Küste , Krabben , Krebse , eingelegte Garneelen , Räucheraal und anderes . Als sie ihre Körbe gefüllt hatte , sogut sie Tragen konnte , machte sie sich auf den Rückweg , wobei sie nur Knapp einer Patroullie entging .
Der Stapel im Versteck konnte sch sehen lassen . Doch sie wusste eitere Anlaufstellen . Die Kellereien im Pallastviertel hatte das beste Bier , Met und Wein weit und Breit , doch auch Bugmanns in der Lampenmachergasse war eine Adresse . Zuerst ging sie zu Bugmanns , einer der ältesten und besten Schenken in Denerim . Was die Leute sagten , hatte er das Beste Bier in der ganzen Stadt und Umland , denn Er , Josef Bugmann , braute nach seinem eigenen Geheimrezept . Doch Bugmanns Haus erwies sich als schwierig zum einsteigen .Alle Fenster waren gut verrammelt , die Türen mit starken Schlössern versehen . Doch sie fand einen Weg durch die Fasstiege an hinteren Teil des Hauses , zum Innenhof hin . Unten fans sie viele große Fässer und Flaschen voller Bier , Met und Wein . Sie rollte leise drei kleine Fässchen zusammen , alle konnte man sie an Ösen zusammenbinden , doch trotzdem ahtte sie schwer zu tragen , sher schwer . Sie hatte ihre liebe Not die Fässer zum Versteck zu schleifen und musste zweimal durch Seitengassen Schlüpfen um nicht von einer Nachtwache erwischt zu werden .
Zufrieden stellte sie de Fässer zum Stapel in die Ecke , schnaufte einmal durch und dampfte wieder davon .
Das Pallastviertel war deutlich unschöner zugänglich , da alle Tore rund um die Uhr bewacht wurden , doch abseits in dern Nähe der Stalungen und der Lager fand sie eine geeignet Stelle um über die Mauer nach Oben zu kelttern .
Der Weg zu den Lagern war verschlungen , über Brücken , Wehrgänge , Zinnen ,a n Wachtposten vorbei , durch schmale hübsche Gässchen und unter Efeuumrankten Torbögen hindurch .
Doch sie wurde reichlich belohnt . Das Lager war unverschlossen , drinnen brannte Licht und niemand war da . Die Halle war voller berstend beladener Regale , edle Gewürze , feine Köstlichkeiten , Speis und Trank wie sie einem König gerieichen würden . So viele Dinge , Sachen und Lebensmittel , doch wie sollte sie Tragen , was sie wollte ?
Da kamen ihr die Stallungen in den Sinn ! " Wenn das funktioniert , darf Vernita mir die Füße küssen ! " sagte sie leise zu sin und schlich sich auf den Hof . Sie suchte sich ein Seil und ein nichtmehr gebrauchten Flaschenzug , eine geschützte Stelle an der Mauer und einen Balken , welcher aus der Wand des Bedientenhauses ragte . Daran machte sie die Rolle fest , farf das Seil darüber und testete , ob es zum Boden reichte .
Danach suchte sie sich Töpfe mit Gewürzen , Kisten mit Wein und Spirituosen , große Körbe mit frischem Obst und Gemüse , tiegel mit Butter , Schmand , große Töpfe mit saurer Sahne , Kräuter , Öleamphoren und Vasen mit Zucker , und Suckersüßigkeiten , Bonbons , wie sie nur die Pallastbäcker machten . All das trug sie in eine schmale Lücke zwischen Dienerhaus und Mauer , danach schlich sie sich ins Bedienstetenhaus . Still lagen alle im Schlaf , doche inige Räume waren Leer . Sie hatte einige Not , bis sie Dienertracht in ihrer Größe fand , doch sie fan sie letztendlich doch , verstaute ihre eigenen Kleider bei den Dingen die sie im Lager geholt hatte und lief eilig zu den Stallungen .
Dort fand sie ein Pferd und einen kleinen Karren , gerade recht für ihre Besorgungen . Sie warf eine Plane übr den Wagen , schwang sich auf den Kutschbock und klapperte los .
" Halt , wohin ? " fragte eine müde Torwache .
" Nach Hause , ich hatte eine Lieferung gebracht , schon heute Nachmittage , aber ich wurde mit weiteren Aufgaben bedacht . Nun sehne ich mich nache einem Bett . " anntwortete sie müde .
" Wenn wir nur tauschen könnten ... nun gut , eine gute Heimfahrt und gebt acht auf euch junge Frau . "sagte er und lies sie passieren . Sie machte einen Umweg um die Häuser zu Füßen des Palastes , zu der Stelle , an der ihr Seil von der Mauerherablief , kletterte nach Oben , zog das Seil nach und lies eins nach dem Anderen die Kisten und Körbe nach unten , wobei sie jedes Mal nachkletterte um sie unten loszubinden . Nach einiger Zeit war alles unten , sie löste das Seil und versteckte den Flaschenzug . Das Seil nahm sie ,it , denn ´Keine Meil ohne Seil´ , gerade in Denerim als Einbrecherin war dies eine goldene Regel . Sie fuhr den Wagen in den Hinterhof der Schmiede , geschickt vorbei an den Patroullien , auch wenn sie einmal beinahe erwischt worden wäre .
Nachdem sie alles nach unten geschleppt hatte , stieg sie wieder auf den Kutschbock , und trabte los , zum Hafen der Stadt , um einen Platz für das Gespann zu finden . An einer Stallung bei der Hafenmeisterei stellte sie das Pferd unter , schüttete etwas Futter in die Futterrinne aller Tiere , goss Wasser nach und verschwand in der Nacht .
Zurück im Versteck zog sie sich um und betrachtete zufieden ihr Tage(Nacht)werk . Ein großer Stapel voller Köstlichkeiten , nur vom Feinsten , reichte fast bis zur niedrigen Decke . Er nahm viel Platz weg , viel mehr als das kümmerliche Bischen vorher . Sie hatte sogar noch einen Sack Reis und einen Sack Graupen im Lager aufgetrieben , sie konnten sich ier nun fürstlich bekochen . Zufrieden und erschöpft lies sie sich auf ihrer Liege nieder und erwartete die Rückker der anderen und vor allem ihre erstaunten Gesichter .
Lydia war voll und Ganz mit ihrer Leistung zufrieden .
#1579
Posté 22 janvier 2011 - 12:05
Miandra beobachtete noch einen Moment die Anderen, doch nachdem Lydia aus dem Versteck verschwunden war, erhob auch sie sich von dem Stuhl und ging zu dem Geheimausgang des Verstecks, um dort auf Neria und Vernita zu warten. Dort zog sie sich die Kapuze über den Kopf und knöpfte den Umhang zu. Ob einer der Anderen bei deren Aufgabe versagen würde, war ihr in jenem Moment relativ egal und keinen Gedanken wert, sie wollte nur schnell die Angelegenheit mit dem Bordell hinter sich bringen um schnellstmöglich aus dem Kellerloch verschwinden zu können.
„Also wenn’s nach mir ginge, könnten wir los.“, sagte sie nur mit ein wenig Nachdruck, und verschränkte dabei die Arme.
„Also wenn’s nach mir ginge, könnten wir los.“, sagte sie nur mit ein wenig Nachdruck, und verschränkte dabei die Arme.
#1580
Posté 22 janvier 2011 - 11:33
Neria schrak hoch als Vernita an der Schulter berührte. Sie war so sehr in ihrer Meditation versunken,
dass sie zuerst gar nicht wusste wo sie war. Nach einem kurzen Moment der Verwirrtheit, und einem Blick durch das Versteck fiel ihr wieder alles ein. Selten hatte sie so intensiv meditiert dass sie rund umsich alles vergaß.
Sie hatte keine Ahnung was sie heute Abend alles erwarten würde, aber sie fühlte sich für alleEventualitäten bestens gerüstet. Sie schulterte ihren Zauberstab, ebenso wie ihre eigene und Leanoras Tasche, und ging zu den anderendie schon ungeduldig am Ausgang des Versteckes auf sie warteten.
Mit den beiden Taschen um ihre Hüftenkam sie sich vor wie ein Packesel, aber die beiden Taschen hier zu
lassen kam für sie nicht in Frage, da sie nicht wusste ob sie noch einmal ins Versteck zurückkehren würden. „Ich bin bereit Vernita, lasst uns gehen“ wandte sie sich an Vernita „Falls wir auf unsere Feinde stoßen sollten, was ich fast annehme, gebt mir bitte rechtzeitig Bescheid, ob sie lebend in unsere Hände fallen sollen
oder nicht. Nicht dass ich jemanden töte von dem ihr noch Informationen brauchen solltet“
„Gibt es vielleicht noch etwas was ich wissen muss bevor wir gehen?“ befragte sie ein wenignachdenklich Vernita.
dass sie zuerst gar nicht wusste wo sie war. Nach einem kurzen Moment der Verwirrtheit, und einem Blick durch das Versteck fiel ihr wieder alles ein. Selten hatte sie so intensiv meditiert dass sie rund umsich alles vergaß.
Sie hatte keine Ahnung was sie heute Abend alles erwarten würde, aber sie fühlte sich für alleEventualitäten bestens gerüstet. Sie schulterte ihren Zauberstab, ebenso wie ihre eigene und Leanoras Tasche, und ging zu den anderendie schon ungeduldig am Ausgang des Versteckes auf sie warteten.
Mit den beiden Taschen um ihre Hüftenkam sie sich vor wie ein Packesel, aber die beiden Taschen hier zu
lassen kam für sie nicht in Frage, da sie nicht wusste ob sie noch einmal ins Versteck zurückkehren würden. „Ich bin bereit Vernita, lasst uns gehen“ wandte sie sich an Vernita „Falls wir auf unsere Feinde stoßen sollten, was ich fast annehme, gebt mir bitte rechtzeitig Bescheid, ob sie lebend in unsere Hände fallen sollen
oder nicht. Nicht dass ich jemanden töte von dem ihr noch Informationen brauchen solltet“
„Gibt es vielleicht noch etwas was ich wissen muss bevor wir gehen?“ befragte sie ein wenignachdenklich Vernita.
Modifié par Doomheart43, 22 janvier 2011 - 11:34 .
#1581
Posté 22 janvier 2011 - 02:43
„Wartet bitte einen Moment“, erwiderte einer der beiden Templer, bevor er durch die Tür verschwand, die er und sein Kamerad bewachten. Dieser sah Leanora nur ausdruckslos an, während er auf die Rückkehr seines Kompagnons wartete. Und es dauerte auch eine kurze Weile, bis der Templer wieder erschien. Im Schlepptau hatte er den Diener, welcher Leanora am selben Tag Neranos Einladung überbracht hatte.
„Guten Abend, Schwester Sophia“, begrüßte der Diener Leanora überschwänglich und deutete eine Verbeugung an. „Mein Herr wird sehr erfreut sein, Euch zu sehen. Bitte habt die Güte, mir zu folgen.“
Der Mann deutete der blondhaarigen Frau mit einer einladenden Handbewegung an, ihn zu begleiten. Und so führte er sie durch den Wohn- und Trainingsbereich der Templergarnison von Denerim. Direkt hinter der Tür befand sich eine große Wachstube, in der sich mehrere Templer aufhielten, die sich unterhielten oder auch Karten spielten. Militärisch betrachtet stellten diese Männer wohl die erste Verteidigungslinie dieses Bereiches dar.
Hinter der Wachstube führte ein breiter Korridor in eine große Halle, von der in alle vier Himmelsrichtungen weitere Gänge abgingen. Die Decke dieses Saales wurde durch ein prächtiges Kuppeldach bestimmt, welches aus einem Mosaikfenster bestand. Wenn tagsüber die Sonne durch dieses Fenster schien, musste der Anblick wohl atemberaubend anmuten. Am anderen Ende des Raumes stand ein großes Redenerpult aus purem Marmor, in welches die Symbole des Templerordens eingraviert worden waren. Diese Halle war offenbar der Versammlungsraum des Ordens, wo der Kommandant seinen Truppen Befehle gab und wohl auch schon mal die eine oder andere Ansprache abgehalten wurde.
Der Diener führte Leanora quer durch den Saal, welchen sie durch die gegenüberliegende Tür wieder verließen. Dahinter befand sich ein weiterer Korridor, von dem mehrere Türen abzweigten, die aber allesamt geschlossen waren. Dieser Teil des Gebäudes wirkte viel wohnlicher als der Rest, den die blondhaarige Frau bisher zu Gesicht bekommen hatte.
„Wir befinden uns momentan in den Privaträumen des Kommandanten“, erklärte der Diener beiläufig, während die beiden durch den Korridor schritten. „Die Bibliothek meines Herren liegt am Ende dieses Ganges.“
Kurz darauf erreichten sie die schwere Eichentür, an die der Diener kräftig klopfte. Ein lautes „Herein!“ veranlasste ihn dazu, diese Tür zu öffnen. Er ließ Leanora eintreten, die vor sich Neranos prachtvolle Privatbibliothek bestaunen konnte, die in romantisches Kerzenlicht getaucht wurde. Die Wände waren mit mehreren gut gefüllten Bücherregalen vollgestellt und am Ende des Zimmers stand ein mächtiger Schreibtisch, hinter dem der Kommandant auf einem hohen Stuhl saß. Rechts vom Eingang aus gesehen gab es eine kleine Sitzgruppe mit einem niedrigen Tisch dazu. Neranos stand sofort auf, als die beiden eintraten, bevor er sich ihnen näherte, wobei sein Gesicht von einem strahlenden Lächeln dominiert wurde.
„Schwester Sophia ist hier, mein Herr!“ verkündete der Diener nur pflichtbewusst.
„Ja, ich sehe es, Fassian. Bitte bringe uns jetzt den Tee und lass uns allein.“
„Sehrwohl, mein Herr.“ Der Diener verbeugte sich noch einmal, bevor er der Raum verließ und Leanora mit Neranos allein ließ. Der Kommandant trat direkt vor die blondhaarige Frau und deutete ebenfalls eine Verbeugung an, wobei sein Lächeln noch breiter zu werden schien.
„Ich hoffe, Ihr vergebt mir, wenn ich Euch sage, dass Ihr heute Abend einfach bezaubernd ausseht, Sophia. Und ich freue mich sehr darüber, dass Ihr meiner Einladung gefolgt seid Das Geschenk, welches Euch mein Diener gebracht hat, hat Euch hoffentlich gefallen. Ich wollte Euch damit keinesfalls beschämen. Aber was rede ich hier die ganze Zeit. Bitte nehmt Platz“, begrüßte Neranos Leanora und forderte sie mit einer Handbewegung, sich auf einem der bequemen Sessel der Sitzgruppe hinzusetzen. „Ich kenne da ein paar ausgezeichnete Bücher, die Euch sicher gefallen werden.“
___________________________________________________________________________
„Ja, sicher. Ihr könnt den ganzen Krempel, den ihr Euch da umgeschnallt habt, ruhig hier lassen, Neria. Wir werden mindestens noch einmal diesen Ort besuchen. Aber jetzt verschwinden wir erst einmal. Vorwärts!“ meinte Vernita noch grinsend, bevor die drei Frauen das Versteck verließen.
Die Elfe führte die beiden anderen durch die verschlungenen Wege der Stadt, bis sie schließlich und endlich erneut vor der Perle standen. Wieder einmal versteckten sie sich hinter dem alten Lagerhaus und beobachteten den Eingang des Etablissements. Es schien noch recht ruhig zu sein, trotzdem betraten schon die ersten Gäste das Haus.
„So, ich werde mal nachsehen, ob unser Freund schon dort ist. Wartet in der Zwischenzeit hier auf mich, verstanden?“ wandte sich Vernita an die anderen. „Wenn noch jemand etwas zu sagen hat, bevor ich gehe, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.“
„Guten Abend, Schwester Sophia“, begrüßte der Diener Leanora überschwänglich und deutete eine Verbeugung an. „Mein Herr wird sehr erfreut sein, Euch zu sehen. Bitte habt die Güte, mir zu folgen.“
Der Mann deutete der blondhaarigen Frau mit einer einladenden Handbewegung an, ihn zu begleiten. Und so führte er sie durch den Wohn- und Trainingsbereich der Templergarnison von Denerim. Direkt hinter der Tür befand sich eine große Wachstube, in der sich mehrere Templer aufhielten, die sich unterhielten oder auch Karten spielten. Militärisch betrachtet stellten diese Männer wohl die erste Verteidigungslinie dieses Bereiches dar.
Hinter der Wachstube führte ein breiter Korridor in eine große Halle, von der in alle vier Himmelsrichtungen weitere Gänge abgingen. Die Decke dieses Saales wurde durch ein prächtiges Kuppeldach bestimmt, welches aus einem Mosaikfenster bestand. Wenn tagsüber die Sonne durch dieses Fenster schien, musste der Anblick wohl atemberaubend anmuten. Am anderen Ende des Raumes stand ein großes Redenerpult aus purem Marmor, in welches die Symbole des Templerordens eingraviert worden waren. Diese Halle war offenbar der Versammlungsraum des Ordens, wo der Kommandant seinen Truppen Befehle gab und wohl auch schon mal die eine oder andere Ansprache abgehalten wurde.
Der Diener führte Leanora quer durch den Saal, welchen sie durch die gegenüberliegende Tür wieder verließen. Dahinter befand sich ein weiterer Korridor, von dem mehrere Türen abzweigten, die aber allesamt geschlossen waren. Dieser Teil des Gebäudes wirkte viel wohnlicher als der Rest, den die blondhaarige Frau bisher zu Gesicht bekommen hatte.
„Wir befinden uns momentan in den Privaträumen des Kommandanten“, erklärte der Diener beiläufig, während die beiden durch den Korridor schritten. „Die Bibliothek meines Herren liegt am Ende dieses Ganges.“
Kurz darauf erreichten sie die schwere Eichentür, an die der Diener kräftig klopfte. Ein lautes „Herein!“ veranlasste ihn dazu, diese Tür zu öffnen. Er ließ Leanora eintreten, die vor sich Neranos prachtvolle Privatbibliothek bestaunen konnte, die in romantisches Kerzenlicht getaucht wurde. Die Wände waren mit mehreren gut gefüllten Bücherregalen vollgestellt und am Ende des Zimmers stand ein mächtiger Schreibtisch, hinter dem der Kommandant auf einem hohen Stuhl saß. Rechts vom Eingang aus gesehen gab es eine kleine Sitzgruppe mit einem niedrigen Tisch dazu. Neranos stand sofort auf, als die beiden eintraten, bevor er sich ihnen näherte, wobei sein Gesicht von einem strahlenden Lächeln dominiert wurde.
„Schwester Sophia ist hier, mein Herr!“ verkündete der Diener nur pflichtbewusst.
„Ja, ich sehe es, Fassian. Bitte bringe uns jetzt den Tee und lass uns allein.“
„Sehrwohl, mein Herr.“ Der Diener verbeugte sich noch einmal, bevor er der Raum verließ und Leanora mit Neranos allein ließ. Der Kommandant trat direkt vor die blondhaarige Frau und deutete ebenfalls eine Verbeugung an, wobei sein Lächeln noch breiter zu werden schien.
„Ich hoffe, Ihr vergebt mir, wenn ich Euch sage, dass Ihr heute Abend einfach bezaubernd ausseht, Sophia. Und ich freue mich sehr darüber, dass Ihr meiner Einladung gefolgt seid Das Geschenk, welches Euch mein Diener gebracht hat, hat Euch hoffentlich gefallen. Ich wollte Euch damit keinesfalls beschämen. Aber was rede ich hier die ganze Zeit. Bitte nehmt Platz“, begrüßte Neranos Leanora und forderte sie mit einer Handbewegung, sich auf einem der bequemen Sessel der Sitzgruppe hinzusetzen. „Ich kenne da ein paar ausgezeichnete Bücher, die Euch sicher gefallen werden.“
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„Ja, sicher. Ihr könnt den ganzen Krempel, den ihr Euch da umgeschnallt habt, ruhig hier lassen, Neria. Wir werden mindestens noch einmal diesen Ort besuchen. Aber jetzt verschwinden wir erst einmal. Vorwärts!“ meinte Vernita noch grinsend, bevor die drei Frauen das Versteck verließen.
Die Elfe führte die beiden anderen durch die verschlungenen Wege der Stadt, bis sie schließlich und endlich erneut vor der Perle standen. Wieder einmal versteckten sie sich hinter dem alten Lagerhaus und beobachteten den Eingang des Etablissements. Es schien noch recht ruhig zu sein, trotzdem betraten schon die ersten Gäste das Haus.
„So, ich werde mal nachsehen, ob unser Freund schon dort ist. Wartet in der Zwischenzeit hier auf mich, verstanden?“ wandte sich Vernita an die anderen. „Wenn noch jemand etwas zu sagen hat, bevor ich gehe, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt.“
Modifié par Aliens Crew, 26 février 2011 - 12:49 .
#1582
Posté 22 janvier 2011 - 05:55
Trotz der vielen Schleichwege dauerte es einige Zeit bis sie die Perle erreicht hatten, doch wahrscheinlich tat der Fußmarsch jedem der Dreien gut. Die Luft in dem Keller schien von Stunde zu Stunde stickiger zu werden, was man wohl erst bemerkte, wenn man die kühle Nachtluft einatmete.
Miandra genoss diese Augenblicke in denen sie so etwas wie Freiheit alleine durchs Atmen spüren konnte, doch sie versteifte sich nicht zu sehr auf dieses Gefühl, denn schließlich wusste niemand, ob das neue Versteck nicht vielleicht sogar in einem schlechteren Zustand sein würde als das jetzige und solche nächtlichen Wanderungen würden wohl weiterhin ein hohes Risiko und eine damit verbundene Seltenheit bleiben.
Erneut bei dem alten Lagerhaus angekommen, welches Miandra bereits von gestern kannte, lehnte sie sich mit dem Rücken knapp an die brüchige Holzwand, um in dessen Schatten versteckt zu werden. Kurz spähte sie zu der Perle, erkannte jedoch auf dem ersten Blick kein bekanntes Gesicht unter den eintretenden Gästen.
„Was sollen wir tun, wenn die Razzia heute zu einem… unpassenderen Zeitpunkt aufkreuzt?“, sagte sie im Flüsterton an Vernita gewandt, als diese ihren Satz beendet hatte und blickte diese fragend an.
Miandra genoss diese Augenblicke in denen sie so etwas wie Freiheit alleine durchs Atmen spüren konnte, doch sie versteifte sich nicht zu sehr auf dieses Gefühl, denn schließlich wusste niemand, ob das neue Versteck nicht vielleicht sogar in einem schlechteren Zustand sein würde als das jetzige und solche nächtlichen Wanderungen würden wohl weiterhin ein hohes Risiko und eine damit verbundene Seltenheit bleiben.
Erneut bei dem alten Lagerhaus angekommen, welches Miandra bereits von gestern kannte, lehnte sie sich mit dem Rücken knapp an die brüchige Holzwand, um in dessen Schatten versteckt zu werden. Kurz spähte sie zu der Perle, erkannte jedoch auf dem ersten Blick kein bekanntes Gesicht unter den eintretenden Gästen.
„Was sollen wir tun, wenn die Razzia heute zu einem… unpassenderen Zeitpunkt aufkreuzt?“, sagte sie im Flüsterton an Vernita gewandt, als diese ihren Satz beendet hatte und blickte diese fragend an.
#1583
Posté 23 janvier 2011 - 01:44
„Die Wahrscheinlichkeit, dass heute Nacht wieder eine Razzia durchgeführt wird, ist eher gering, Miandra“, antwortete Vernita ruhig. „Außerdem beabsichtige ich, sowenig Zeit wie möglich in diesem Puff zu verbringen. Ich vergewissere mich nur kurz, ob unser Freund schon dort war und komme dann gleich zurück. Dieser Bau hat nur einen Eingang, sodass wir von hier aus beobachten können, wann dieser Albinoelf hier eintrudelt. Sobald das geschieht, folgen wir ihm. Miandra, du und ich schnappen uns dann diesen Vogel, während Neria uns Rückendeckung gibt. Wenn alles gut läuft, sind wir innerhalb weniger Minuten auch schon wieder raus aus diesem Rattenloch. Doch jetzt bin ich weg. Verhaltet euch ruhig und wartet auf mich. Das wird nicht lange dauern.“
Die Elfe löste sich aus dem Schatten und bewegte sich schnellen Schrittes auf den Eingang der Perle zu. Sie lief leicht geduckt, wobei sie sich ständig umsah, nur um sicher zu gehen, dass hier nicht doch noch eine Patrouille vorbeikam. Als sie schließlich die Tür des Bordells erreichte, richtete sie sich auf und betrat das Gebäude wie ein ganz gewöhnlicher Kunde.
Nachdem sie den Schankraum betreten hatte, blieb sie kurz stehen und sah sich eingehend um. Es waren noch nicht viele Gäste anwesend, so dass sie schnell überschauen konnte, dass auf niemanden der Anwesenden die Beschreibung des Albinoelfen zutraf. So ging sie zur Theke, hinter der Sanga stand und sie schon von weitem aus anlächelte.
„Guten Abend, Vernita. Ihr seid heute aber früh hier, auch wenn ich darüber nicht wirklich überrascht bin“, begrüßte die Ladenbesitzerin die Elfe, als diese den Tresen erreicht hatte.
„Ja, Ihr wisst doch, dass ich auf der Suche nach Shendár bin. War er schon da?“
„Nein, aber er wird sicher bald kommen“, versicherte Sanga. „Möchtet Ihr die Zeit, in der Ihr auf ihn wartet, mit einem netten jungen Mann verbringen oder vielleicht lieber mit einer hübschen Frau. Ich finde sicher etwas passendes für Euch, um Euch auf andere Gedanken zu bringen.“
„Nein, danke. Ich warte lieber draußen auf meinen neuen Freund. Ich bleibe im Moment nicht gerne zu lange an einem Ort, wenn Ihr versteht, was ich meine. Außerdem habe ich an Bekanntschaften dieser Art kein Interesse mehr.“
„Ich verstehe. Nun dann, bis später, würde ich sagen. Ich werde versuchen, Shendár etwas hinzuhalten, wenn er hier auftaucht. Das ist das Mindeste, was ich für eine alte Freundin tun kann.“ Sanga stellte der Elfe zwei kleine Gläser hin, welche sie mit Schnaps füllte. „Hier, der geht aufs Haus. Außerdem erweckt es weniger Aufsehen, wenn Ihr wenigsten einen mit mir getrunken habt, bevor Ihr wieder geht. Auf die gute alte Zeit.“
„Mögen die kommenden Zeiten nicht genauso beschissen ablaufen wie die damaligen“, grinste Vernita, stieß mit der Bordellbesitzerin an, bevor sie das Glas mit einem Zug leerte. „Bis später.“
Die Elfe stellte das Schnapspinnchen zurück auf die Theke, bevor sie sich umdrehte und den Laden wieder verließ. Nachdem sie sich draußen genau umgesehen hatte, gesellte sie sich wieder zu Miandra und Neria.
„Unser Freund war noch nicht hier, aber er wird sicher bald kommen. Jetzt heißt es warten. Also legen wir uns auf die Lauer, bis der Kerl hier aufkreuzt. Hoffentlich dauert das nicht allzu lange.“
Die Elfe löste sich aus dem Schatten und bewegte sich schnellen Schrittes auf den Eingang der Perle zu. Sie lief leicht geduckt, wobei sie sich ständig umsah, nur um sicher zu gehen, dass hier nicht doch noch eine Patrouille vorbeikam. Als sie schließlich die Tür des Bordells erreichte, richtete sie sich auf und betrat das Gebäude wie ein ganz gewöhnlicher Kunde.
Nachdem sie den Schankraum betreten hatte, blieb sie kurz stehen und sah sich eingehend um. Es waren noch nicht viele Gäste anwesend, so dass sie schnell überschauen konnte, dass auf niemanden der Anwesenden die Beschreibung des Albinoelfen zutraf. So ging sie zur Theke, hinter der Sanga stand und sie schon von weitem aus anlächelte.
„Guten Abend, Vernita. Ihr seid heute aber früh hier, auch wenn ich darüber nicht wirklich überrascht bin“, begrüßte die Ladenbesitzerin die Elfe, als diese den Tresen erreicht hatte.
„Ja, Ihr wisst doch, dass ich auf der Suche nach Shendár bin. War er schon da?“
„Nein, aber er wird sicher bald kommen“, versicherte Sanga. „Möchtet Ihr die Zeit, in der Ihr auf ihn wartet, mit einem netten jungen Mann verbringen oder vielleicht lieber mit einer hübschen Frau. Ich finde sicher etwas passendes für Euch, um Euch auf andere Gedanken zu bringen.“
„Nein, danke. Ich warte lieber draußen auf meinen neuen Freund. Ich bleibe im Moment nicht gerne zu lange an einem Ort, wenn Ihr versteht, was ich meine. Außerdem habe ich an Bekanntschaften dieser Art kein Interesse mehr.“
„Ich verstehe. Nun dann, bis später, würde ich sagen. Ich werde versuchen, Shendár etwas hinzuhalten, wenn er hier auftaucht. Das ist das Mindeste, was ich für eine alte Freundin tun kann.“ Sanga stellte der Elfe zwei kleine Gläser hin, welche sie mit Schnaps füllte. „Hier, der geht aufs Haus. Außerdem erweckt es weniger Aufsehen, wenn Ihr wenigsten einen mit mir getrunken habt, bevor Ihr wieder geht. Auf die gute alte Zeit.“
„Mögen die kommenden Zeiten nicht genauso beschissen ablaufen wie die damaligen“, grinste Vernita, stieß mit der Bordellbesitzerin an, bevor sie das Glas mit einem Zug leerte. „Bis später.“
Die Elfe stellte das Schnapspinnchen zurück auf die Theke, bevor sie sich umdrehte und den Laden wieder verließ. Nachdem sie sich draußen genau umgesehen hatte, gesellte sie sich wieder zu Miandra und Neria.
„Unser Freund war noch nicht hier, aber er wird sicher bald kommen. Jetzt heißt es warten. Also legen wir uns auf die Lauer, bis der Kerl hier aufkreuzt. Hoffentlich dauert das nicht allzu lange.“
#1584
Posté 23 janvier 2011 - 06:12
Leanora war dem Diener stillschweigend gefolgt, aber ihr stand der Mund offen, als sie den glanzvollen Saal betrat. Das Kuppeldach, das schwere Rednerpult, alles vom feinsten. Auch wenn sie gewissen Luxus gewohnt war, aber so etwas hatte sie noch nie gesehen.
Auch in der Bibliothek mußte sie sich zusammenreissen, um nicht einen überraschenden Schrei los zu lassen. Es war beeindruckend, wieviele Bücher die Regale umfassten, und auch die Einrichtung war sehr geschmackvoll. War dies die Handschrift des Kommandanten selber, oder hatte er jemanden beauftragt, seine Räume zu gestalten? Letztlich war es Leanora egal, sie war schlichtweg überwältigt.
Zum Glück hatte sie ein wenig Zeit, sich zu fassen, als der Kommandant sie ansprach.
"Ich habe zu danken, Kommandant. Mit dem Geschenk habt Ihr mich nicht beschämt, sondern mich sehr erfreut! Genauso verhält es sich mit dieser Einladung. Um ehrlich zu sein war ich schon ein wenig aufgeregt."
Sie schritt anmutig zu dem angebotenen Stuhl, setzte sich und schlug die Beine übereinander. Der Sessel war ausgesprochen bequem, auch breit genug, dass man mit Abend-Garderobe Platz gehabt hätte. Die derzeitige Mode bestach durch weite aufgebauschte Röcke, die Leanora daheim gerne zu festlichen Anlässen angezogen hatte. Statt dessen sass sie hier mit einer schlichten schmal geschnitten Robe, aus relativ groben Stoff, welche praktisch war aber sicher nicht elegant.
Sie schenkte Neranos ein strahlendes Lächeln. "Diese vielen Bücher", meinte sie und machte eine halbkreisförmige Bewegung mit ihrem Arm, die über die Regale zeigte, "woher sind die nur alle? Habt Ihr die alle im Laufe der Zeit erworben? Ach wie gerne würde ich hier stöbern und lesen", seufzte sie ein wenig resigniert. Statt dessen war sie als Laienschwester unterwegs und durfte Schweineställe ausmisten.
"Ich bin jedenfalls gespannt, welche Ihr mir empfehlen werdet, Kommandant."
Sie wurde unterbrochen, als sich die Tür öffnete und Fassian mit dem Tablett zurückkam. Darauf waren kleine Gebäckstückchen zu finden, brauner Zucker, frische Sahne und eine Kanne Tee, welches er geschickt auf einem Tischchen abstellte und die Tassen befüllte.
"Wenn Ihr noch Wünsche haben solltet, dann klingelt ganz einfach." Damit verschwand er aus der Tür, die er leise hinter sich schloß.
"Ihr habt einen hervorragenden Diener, Kommandant. Es war sicher schwer, so hervorragendes Personal zu finden?" fragte Lea Neranos, und zum ersten Mal blickte sie ihm richtig in die Augen.
Und wieder fiel ihr diese Ausstrahlung auf, die sie wie ein Magnet fesselte. Ihr Blick versank in seinem.
Auch in der Bibliothek mußte sie sich zusammenreissen, um nicht einen überraschenden Schrei los zu lassen. Es war beeindruckend, wieviele Bücher die Regale umfassten, und auch die Einrichtung war sehr geschmackvoll. War dies die Handschrift des Kommandanten selber, oder hatte er jemanden beauftragt, seine Räume zu gestalten? Letztlich war es Leanora egal, sie war schlichtweg überwältigt.
Zum Glück hatte sie ein wenig Zeit, sich zu fassen, als der Kommandant sie ansprach.
"Ich habe zu danken, Kommandant. Mit dem Geschenk habt Ihr mich nicht beschämt, sondern mich sehr erfreut! Genauso verhält es sich mit dieser Einladung. Um ehrlich zu sein war ich schon ein wenig aufgeregt."
Sie schritt anmutig zu dem angebotenen Stuhl, setzte sich und schlug die Beine übereinander. Der Sessel war ausgesprochen bequem, auch breit genug, dass man mit Abend-Garderobe Platz gehabt hätte. Die derzeitige Mode bestach durch weite aufgebauschte Röcke, die Leanora daheim gerne zu festlichen Anlässen angezogen hatte. Statt dessen sass sie hier mit einer schlichten schmal geschnitten Robe, aus relativ groben Stoff, welche praktisch war aber sicher nicht elegant.
Sie schenkte Neranos ein strahlendes Lächeln. "Diese vielen Bücher", meinte sie und machte eine halbkreisförmige Bewegung mit ihrem Arm, die über die Regale zeigte, "woher sind die nur alle? Habt Ihr die alle im Laufe der Zeit erworben? Ach wie gerne würde ich hier stöbern und lesen", seufzte sie ein wenig resigniert. Statt dessen war sie als Laienschwester unterwegs und durfte Schweineställe ausmisten.
"Ich bin jedenfalls gespannt, welche Ihr mir empfehlen werdet, Kommandant."
Sie wurde unterbrochen, als sich die Tür öffnete und Fassian mit dem Tablett zurückkam. Darauf waren kleine Gebäckstückchen zu finden, brauner Zucker, frische Sahne und eine Kanne Tee, welches er geschickt auf einem Tischchen abstellte und die Tassen befüllte.
"Wenn Ihr noch Wünsche haben solltet, dann klingelt ganz einfach." Damit verschwand er aus der Tür, die er leise hinter sich schloß.
"Ihr habt einen hervorragenden Diener, Kommandant. Es war sicher schwer, so hervorragendes Personal zu finden?" fragte Lea Neranos, und zum ersten Mal blickte sie ihm richtig in die Augen.
Und wieder fiel ihr diese Ausstrahlung auf, die sie wie ein Magnet fesselte. Ihr Blick versank in seinem.
#1585
Posté 23 janvier 2011 - 07:22
„Es erfreut mein Herz zu hören, dass Euch mein bescheidenes Präsent gefallen hat, Sophia“, erwiderte der Kommandant lächelnd und warf lediglich ein Stück Zucker in eines der beiden Tassen. „Ich darf Euch doch Sophia nennen, oder Schwester?“
Er schaute die blondhaarige Frau für einen Moment nur schweigend in die Augen, ehe er fortfuhr. „Und was die Bücher angeht...viele habe ich von meinem Vater geerbt, ebenso wie meinen Diener könnte man sagen. Doch im Laufe der Zeit habe ich diese Sammlung Stück für Stück erweitert. Viele befassen sich mit meiner Arbeit als Kommandant der Templer, doch ich bin eben ein Büchernarr, insbesondere was die Themenkreise Kunst und Literatur betrifft. Doch ich besitze auch viele wissenschaftliche Abhandlungen. Das niedergeschriebene Wort hat mich schon immer fasziniert. Aber um Euch ein gutes Buch empfehlen zu können, solltet Ihr mir verraten, für was Ihr Euch interessiert. Da werden wir sicher etwas finden.“
Er nahm einen der Teelöffel und rührte damit sein Getränk um, während er Leanora die andere Tasse auffordernd hinüberschob. „Aber bitte probiert doch einmal den Tee. Fühlt Euch ganz wie zu Hause. Ich bin sicher, er wird Euch munden.“
Er schaute die blondhaarige Frau für einen Moment nur schweigend in die Augen, ehe er fortfuhr. „Und was die Bücher angeht...viele habe ich von meinem Vater geerbt, ebenso wie meinen Diener könnte man sagen. Doch im Laufe der Zeit habe ich diese Sammlung Stück für Stück erweitert. Viele befassen sich mit meiner Arbeit als Kommandant der Templer, doch ich bin eben ein Büchernarr, insbesondere was die Themenkreise Kunst und Literatur betrifft. Doch ich besitze auch viele wissenschaftliche Abhandlungen. Das niedergeschriebene Wort hat mich schon immer fasziniert. Aber um Euch ein gutes Buch empfehlen zu können, solltet Ihr mir verraten, für was Ihr Euch interessiert. Da werden wir sicher etwas finden.“
Er nahm einen der Teelöffel und rührte damit sein Getränk um, während er Leanora die andere Tasse auffordernd hinüberschob. „Aber bitte probiert doch einmal den Tee. Fühlt Euch ganz wie zu Hause. Ich bin sicher, er wird Euch munden.“
#1586
Posté 23 janvier 2011 - 07:47
Leas Hand zitterte leicht, als sie die Tasse entgegen nahm. Sie gab ein klein wenig Sahne hinein und zwei Stücke des Kandis, den sie jedoch nicht umrührte, sondern die Süsse erst später schmecken würde, was den Reiz dieses Tee-Rituals ausmachte. Lea trank einen kleinen Schluck und hatte dann einen kleinen Sahne-Bart an der Oberlippe. Schnell griff sie nach einer kleinen Serviette und tupfte sich den Mund damit ab.
"Hm... er ist köstlich", meinte sie, und schloß genieserisch die Augen. Langsam entspannte sie sich auch ein wenig, obwohl ihr Herz jedesmal einen kleinen Purzelbaum schlug, sobald sie Neranos ansah. Tjark schob sie gedanklich ganz weit weg. Der Kommandant hatte mehr Stil, mehr Klasse, und um einiges bessere Umgangsformen. Und er hatte einen gewaltigen Vorteil: er war lebendig.
"Natürlich dürft Ihr mich Sophia nennen, Kommandant." Leise seufzte sie auf. Sie wollte ihm die Wahrheit sagen, wer sie war, aber sie hatte Angst, dass er sie bei der Ehrwürdigen Mutter verpetzen würde. Andererseits - war es denn nicht verständlich, dass sie einen anderen Namen haben wollte, ihr altes Leben völlig hinter sich lassen wollte? Würde er diese Erklärung hin nehmen? Noch mehr Angst hatte sie jedoch, dass er furchtbar enttäuscht wäre von ihr. Trotzdem, es war zu riskant. Sie kannte ihn zu wenig, um zu wissen, welche Konsequenzen es haben könnte, würde er wissen, wer tatsächlich vor ihm sass.
"Ich gestehe, ich habe mich bisher nicht viel für Bücher interessiert, wenn dann habe ich hie und da Gedichte gelesen, oder spannende Abenteuer-Romane. Aber hauptsächlich habe ich mich den Fachbüchern gewidmet, die mit Pferden zu tun hatten. Es gibt viele interessante Themen, wie man schwer reitbare Tiere wieder zu normalen Reitpferden machen kann. Freilich erfordert das viel Geduld und Einfühlungsvermögen in die Seele des Pferdes, aber es zahlt sich aus. Leider ist immer noch weit verbreitet, dass ein junges Tier mit Gewalt gebrochen wird, statt es langsam an Sattel und Zaumzeug zu gewöhnen. In meinem früheren Leben, wenn man das so sagen kann, habe ich die meiste Zeit im Pferdestall verbracht und mich diesem Thema gewidmet. Aber ich bin offen für Literatur, von Kunst verstehe ich leider nicht allzuviel. Ich kann nur sagen, ob mir ein Gemälde gefällt oder nicht, aber nicht, welche Kunst wirklich dahinter steckt." Sie lächelte ihn entschuldigend an.
Wieso kam sie sich vor wie ein kleines Schulmädchen? So ungebildet war sie doch gar nicht, allein dass sie lesen und schreiben konnte, war in dieser Zeit nicht unbedingt selbstverständlich für eine Frau. Zudem war sie tatsächlich vielseitig interessiert, aber sie hatte immer nur mit einem halben Ohr zugehört, wenn es um solche Themen ging. Viel lieber hatte sie über Pferde gefachsimpelt.
"Ich hoffe, Ihr habt nun nicht den Eindruck von mir, dass ich einseitig interessiert sei. Aber Pferde sind meine Leidenschaft, und waren auch mein Leben."
Ihre Gedanken schweiften zu Donas. Hoffentlich war dieser gut versorgt, und sie machte sich doch Vorwürfe, dass sie sich nicht selber überzeugen konnte, dass er in den besten Händen war.
"Hm... er ist köstlich", meinte sie, und schloß genieserisch die Augen. Langsam entspannte sie sich auch ein wenig, obwohl ihr Herz jedesmal einen kleinen Purzelbaum schlug, sobald sie Neranos ansah. Tjark schob sie gedanklich ganz weit weg. Der Kommandant hatte mehr Stil, mehr Klasse, und um einiges bessere Umgangsformen. Und er hatte einen gewaltigen Vorteil: er war lebendig.
"Natürlich dürft Ihr mich Sophia nennen, Kommandant." Leise seufzte sie auf. Sie wollte ihm die Wahrheit sagen, wer sie war, aber sie hatte Angst, dass er sie bei der Ehrwürdigen Mutter verpetzen würde. Andererseits - war es denn nicht verständlich, dass sie einen anderen Namen haben wollte, ihr altes Leben völlig hinter sich lassen wollte? Würde er diese Erklärung hin nehmen? Noch mehr Angst hatte sie jedoch, dass er furchtbar enttäuscht wäre von ihr. Trotzdem, es war zu riskant. Sie kannte ihn zu wenig, um zu wissen, welche Konsequenzen es haben könnte, würde er wissen, wer tatsächlich vor ihm sass.
"Ich gestehe, ich habe mich bisher nicht viel für Bücher interessiert, wenn dann habe ich hie und da Gedichte gelesen, oder spannende Abenteuer-Romane. Aber hauptsächlich habe ich mich den Fachbüchern gewidmet, die mit Pferden zu tun hatten. Es gibt viele interessante Themen, wie man schwer reitbare Tiere wieder zu normalen Reitpferden machen kann. Freilich erfordert das viel Geduld und Einfühlungsvermögen in die Seele des Pferdes, aber es zahlt sich aus. Leider ist immer noch weit verbreitet, dass ein junges Tier mit Gewalt gebrochen wird, statt es langsam an Sattel und Zaumzeug zu gewöhnen. In meinem früheren Leben, wenn man das so sagen kann, habe ich die meiste Zeit im Pferdestall verbracht und mich diesem Thema gewidmet. Aber ich bin offen für Literatur, von Kunst verstehe ich leider nicht allzuviel. Ich kann nur sagen, ob mir ein Gemälde gefällt oder nicht, aber nicht, welche Kunst wirklich dahinter steckt." Sie lächelte ihn entschuldigend an.
Wieso kam sie sich vor wie ein kleines Schulmädchen? So ungebildet war sie doch gar nicht, allein dass sie lesen und schreiben konnte, war in dieser Zeit nicht unbedingt selbstverständlich für eine Frau. Zudem war sie tatsächlich vielseitig interessiert, aber sie hatte immer nur mit einem halben Ohr zugehört, wenn es um solche Themen ging. Viel lieber hatte sie über Pferde gefachsimpelt.
"Ich hoffe, Ihr habt nun nicht den Eindruck von mir, dass ich einseitig interessiert sei. Aber Pferde sind meine Leidenschaft, und waren auch mein Leben."
Ihre Gedanken schweiften zu Donas. Hoffentlich war dieser gut versorgt, und sie machte sich doch Vorwürfe, dass sie sich nicht selber überzeugen konnte, dass er in den besten Händen war.
Modifié par Bellandyrs, 23 janvier 2011 - 07:48 .
#1587
Posté 23 janvier 2011 - 08:35
„Bitte nennt mich Sengaal“, flüsterte der Kommandant mit sanfter Stimme. „Und da Ihr Euch so für Pferde interessiert, kann ich Euch ein schönes Buch mit dem Titel „Die Pferderassen von Thedas“ empfehlen. Wie Ihr sicher bereits vermutet, enthält dieser Band eine Beschreibung aller bekannten Pferderassen auf diesem Kontinent, inklusive Berichte über deren Herkunft und Aufzucht, sofern es darüber Aufzeichnungen gibt. Es ist vielleicht nicht sehr spannend geschrieben, aber für jemanden wie Euch, der sich für diese Tiere interessiert, lohnt sich das Durchlesen bestimmt, da es sehr viele Fakten enthält. Ein anderes schönes Buch, welches ich als Heranwachsender gelesen habe, ist eine Abenteuergeschichte über einen kleinen Jungen, dessen Pferd weggelaufen ist. Er folgt daraufhin dem Tier, um es wiederzufinden. Es ist zwar eher etwas für Kinder, aber sehr schön geschrieben. Besonders die Passagen, in denen das Pferd selbst auftaucht, fand ich immer sehr schön.“
Neranos nippte an seinem Tee, wobei er Leanora unentwegt ansah. Dabei wirkte es so, als würden seine Augen in dem flackernden Kerzenlicht leuchten wie kleine Diamanten. Die Freude über den Besuch der blondhaarigen Frau stand ihm überdeutlich ins Gesicht geschrieben. „Aber wo wir gerade beim Thema Pferde sind...ich habe mit unserem Stallburschen über Euren Einsatz in unseren Ställen gesprochen. Er könnte tatsächlich noch eine helfende Hand gebrauchen, insbesondere wenn Ihr wirklich so gut mit diesen edlen Tieren umgehen könnt, wie Ihr gesagt habt. Er erwartet Euch morgen früh nach der Morgenandacht in den Ställen unseres Ordens, um sich ein Bild von Euren Fähigkeiten zu machen. Die Wachen sind bereits informiert und werden Euch unbehelligt passieren lassen. Wenn alles gut läuft, werdet Ihr ab sofort vormittags hier arbeiten und Euch nachmittags mit den Nutztieren der Kirche beschäftigen. Ich werde dann noch die Formalitäten mit Bruder Castllá regeln, aber das wird schon in Ordnung gehen.“
Neranos nippte an seinem Tee, wobei er Leanora unentwegt ansah. Dabei wirkte es so, als würden seine Augen in dem flackernden Kerzenlicht leuchten wie kleine Diamanten. Die Freude über den Besuch der blondhaarigen Frau stand ihm überdeutlich ins Gesicht geschrieben. „Aber wo wir gerade beim Thema Pferde sind...ich habe mit unserem Stallburschen über Euren Einsatz in unseren Ställen gesprochen. Er könnte tatsächlich noch eine helfende Hand gebrauchen, insbesondere wenn Ihr wirklich so gut mit diesen edlen Tieren umgehen könnt, wie Ihr gesagt habt. Er erwartet Euch morgen früh nach der Morgenandacht in den Ställen unseres Ordens, um sich ein Bild von Euren Fähigkeiten zu machen. Die Wachen sind bereits informiert und werden Euch unbehelligt passieren lassen. Wenn alles gut läuft, werdet Ihr ab sofort vormittags hier arbeiten und Euch nachmittags mit den Nutztieren der Kirche beschäftigen. Ich werde dann noch die Formalitäten mit Bruder Castllá regeln, aber das wird schon in Ordnung gehen.“
#1588
Posté 23 janvier 2011 - 09:09
"Ihr... ooohh... wie wunderbar!" Lea sprang voller Freude auf, ihr Gesicht war gerötet. "Eine frohere Botschaft hättet Ihr mir nicht überbringen können, Sengaal! Wie kann ich Euch nur dafür danken?" Am liebsten hätte sie Neranos umarmt, aber diesem Impuls widerstand sie doch noch im letzten Augenblick. So nahm sie nur seine Hand kurz und drückte diese voller Dankbarkeit. Sie strahlte übers ganze Gesicht. Das Kerzenlicht wurde in ihren Augen
reflektiert, und die honigfarbenen Einsprengsler funkelten beinahe.
Nachdem sie nun schon stand, fragte sie sogleich: "In das Buch würde ich gerne einen Blick werfen, die Pferderassen von Thedas. Habt Ihr es griffbereit? Aber ich will keine Umstände bereiten" fügte sie hastig hinzu. Sie fühlte sich plötzlich von aller Last befreit, unbeschwert, so wie sie zu Hause war. Ein lebensfroher Wirbelwind, und dieses Gefühl hatte sie die ganze Zeit über vermißt.
"Sengaal Neranos..." murmelte sie leise. "Wie haben Eure Eltern nur diesen außergewöhnlichen Namen gefunden? Er paßt zu Euch", sagte Lea voller Aufrichtigkeit. Und wieder überkam sie das Bedürfnis, ihm ihren richtigen Namen zu sagen. Also holte sie tief Luft.
"Sengaal... ich glaube, es gibt etwas, was Ihr über mich wissen solltet. Aber ich flehe Euch an, urteilt nicht zu hart." Sie sah ihm tief in die Augen, in ihrem Blick lag Unsicherheit und Scham. "Als ich ins Kloster ging wollte ich mein altes Leben hinter mir lassen. Dazu gehört auch mein richtiger Name." Nervös faltete sie die Hände ineinander. Er würde sie verfluchen, verurteilen und achtkantig hinaus werfen. Aber nun hatte sie schon begonnen, die Wahrheit auszupacken, somit konnte sie nicht mehr zurück. Ihre Stimme wurde leise, und ihr Blick fixierte einen Punkt an der Wand. "Ich wollte nicht mehr an mein altes Leben erinnert werden, und so habe ich der Ehrwürdigen Mutter einen anderen Namen genannt. Einer, der mir sehr gefällt, und hätte ich eine Tochter, würde ich sie so taufen, nämlich Sophia."
Noch leiser fügte sie hinzu: "Aber Ihr erinnert mich ein wenig an das Leben, welches ich hatte... und ich habe sehr viel Vertrauen in Euch. Mein richtiger Name ist Leanora."
Jetzt war es heraus, sie fühlte sich zwar erleichtert, aber sie hatte furchtbare Angst vor der Reaktion des Templers. Sie wagte es nicht, ihn wieder anzusehen.
So stand sie vor ihm, beschämt, verlegen und nervöser denn je. Sie hatte alles aufs Spiel gesetzt: ihre persönliche Zukunft, genau so wie die Zeit, die nun im Orden auf sie zukommen würde, die Arbeit mit den Pferden. Als sie daran dachte, löste sich eine Träne aus ihren Augen, ohne dass sie es bemerkte.
reflektiert, und die honigfarbenen Einsprengsler funkelten beinahe.
Nachdem sie nun schon stand, fragte sie sogleich: "In das Buch würde ich gerne einen Blick werfen, die Pferderassen von Thedas. Habt Ihr es griffbereit? Aber ich will keine Umstände bereiten" fügte sie hastig hinzu. Sie fühlte sich plötzlich von aller Last befreit, unbeschwert, so wie sie zu Hause war. Ein lebensfroher Wirbelwind, und dieses Gefühl hatte sie die ganze Zeit über vermißt.
"Sengaal Neranos..." murmelte sie leise. "Wie haben Eure Eltern nur diesen außergewöhnlichen Namen gefunden? Er paßt zu Euch", sagte Lea voller Aufrichtigkeit. Und wieder überkam sie das Bedürfnis, ihm ihren richtigen Namen zu sagen. Also holte sie tief Luft.
"Sengaal... ich glaube, es gibt etwas, was Ihr über mich wissen solltet. Aber ich flehe Euch an, urteilt nicht zu hart." Sie sah ihm tief in die Augen, in ihrem Blick lag Unsicherheit und Scham. "Als ich ins Kloster ging wollte ich mein altes Leben hinter mir lassen. Dazu gehört auch mein richtiger Name." Nervös faltete sie die Hände ineinander. Er würde sie verfluchen, verurteilen und achtkantig hinaus werfen. Aber nun hatte sie schon begonnen, die Wahrheit auszupacken, somit konnte sie nicht mehr zurück. Ihre Stimme wurde leise, und ihr Blick fixierte einen Punkt an der Wand. "Ich wollte nicht mehr an mein altes Leben erinnert werden, und so habe ich der Ehrwürdigen Mutter einen anderen Namen genannt. Einer, der mir sehr gefällt, und hätte ich eine Tochter, würde ich sie so taufen, nämlich Sophia."
Noch leiser fügte sie hinzu: "Aber Ihr erinnert mich ein wenig an das Leben, welches ich hatte... und ich habe sehr viel Vertrauen in Euch. Mein richtiger Name ist Leanora."
Jetzt war es heraus, sie fühlte sich zwar erleichtert, aber sie hatte furchtbare Angst vor der Reaktion des Templers. Sie wagte es nicht, ihn wieder anzusehen.
So stand sie vor ihm, beschämt, verlegen und nervöser denn je. Sie hatte alles aufs Spiel gesetzt: ihre persönliche Zukunft, genau so wie die Zeit, die nun im Orden auf sie zukommen würde, die Arbeit mit den Pferden. Als sie daran dachte, löste sich eine Träne aus ihren Augen, ohne dass sie es bemerkte.
Modifié par Bellandyrs, 23 janvier 2011 - 09:12 .
#1589
Posté 23 janvier 2011 - 11:07
Neria verschwendete keinen Gedanken daran die beiden Taschen zurückzulassen, immerhin hatte sie Leanora versprochen ihre Tasche wie ihren eigenen Augapfel zu hüten. Neria würde es sich nicht verzeihen, wenn Leanoras Tasche in falsche Hände geraten würde, immerhin waren ihre persönlichen Sachen in der Tasche, und wer ist man schon ohne seine Vergangenheit, ohne seine Erinnerungen?
Die beiden Taschen behinderten Neria nur wenig, da sie beide realtiv leicht waren, so konnte Neria Vernita ohne Probleme durchs Dunkel der Nacht folgen bis sie vor der Perle angekommen waren.
Dieses Viertel von Denerim war Neria vollkommen unbekannt, die schmalen Gassen und Wege wirkten ein wenig bedrückend, und hatten etwas Unheimliches an sich. Die Perle selber war an der Eingangstür lediglich von einen schummrigen Laternenlicht beleuchtet und sah wie jedes X-beliebiges Haus in diesem Viertel aus. Man würde nie auf die Idee kommen dass sich in dessen Inneren ein solches Etablissement befinden würde. „Puff“ wie Vernita es nannte.
Neria hatte keine Ahnung was Vernita mit diesem Ausdruck meinte, und beschloss diese bei nächster Gelegenheit danach zu fragen.
Vernita verschwand im inneren der Perle und kehrte nach einer Weile unverrichteter Dinge wieder zu Miandra und Neria zurück. Laut ihrer Aussage war die Zielperson noch nicht eingetroffen, so mussten sie noch auf das auftauchen von diesem Albinoelf warten. Neria nutzte die Zeit und hängte sich die beiden Taschen besser zurecht um mehr Bewegungsfreiheit zu haben. Danach suchte sie wie zuvor wieder Deckung hinter einem Fass, und beobachtete argwöhnisch das rege Treiben am Eingang der Perle. Je später es wurde desto mehr Leute schienen dort Einlass zu begehren, wunderte sich Neria.
Die beiden Taschen behinderten Neria nur wenig, da sie beide realtiv leicht waren, so konnte Neria Vernita ohne Probleme durchs Dunkel der Nacht folgen bis sie vor der Perle angekommen waren.
Dieses Viertel von Denerim war Neria vollkommen unbekannt, die schmalen Gassen und Wege wirkten ein wenig bedrückend, und hatten etwas Unheimliches an sich. Die Perle selber war an der Eingangstür lediglich von einen schummrigen Laternenlicht beleuchtet und sah wie jedes X-beliebiges Haus in diesem Viertel aus. Man würde nie auf die Idee kommen dass sich in dessen Inneren ein solches Etablissement befinden würde. „Puff“ wie Vernita es nannte.
Neria hatte keine Ahnung was Vernita mit diesem Ausdruck meinte, und beschloss diese bei nächster Gelegenheit danach zu fragen.
Vernita verschwand im inneren der Perle und kehrte nach einer Weile unverrichteter Dinge wieder zu Miandra und Neria zurück. Laut ihrer Aussage war die Zielperson noch nicht eingetroffen, so mussten sie noch auf das auftauchen von diesem Albinoelf warten. Neria nutzte die Zeit und hängte sich die beiden Taschen besser zurecht um mehr Bewegungsfreiheit zu haben. Danach suchte sie wie zuvor wieder Deckung hinter einem Fass, und beobachtete argwöhnisch das rege Treiben am Eingang der Perle. Je später es wurde desto mehr Leute schienen dort Einlass zu begehren, wunderte sich Neria.
#1590
Posté 24 janvier 2011 - 04:29
„Es war mir eine Freude, Euch diesen Gefallen zu erweisen, Sophia“, entgegnete Neranos auf Leanoras doch recht überschwängliche Reaktion. Dann ergriff sie für einen Augenblick seine Hand, und er spürte ein behagliches Kribbeln in den Fingern, welches als Gänsehaut seinen gesamten Arm hinaufkletterte. Langsam stand er auf. Und nur mit Mühe widerstand er dem unbändigen Wunsch die Frau in seine Arme zu schließen und leidenschaftlich zu küssen. Was war nur los mit ihm? Etwas Derartiges hatte er bisher noch nie empfunden.
„Ja, wie es der Zufall es so will, liegt dieses Buch über die Pferderassen Thedas tatsächlich auf meinem Schreibtisch“, lächelte er Leanora an. „Wartet, ich hole es sofort.“
Er wollte sich gerade abwenden und das Buch holen, als ihm Leanora tief in die Augen sah und im gestand, dass sie ihm und auch den übrigen Menschen hier in der Kirche einen falschen Namen genannt hatte. Während Neranos genau zugehörte, was ihm sein Gegenüber alles zu sagen hatte, zerfaserte sein Lächeln nach und nach und sein Gesichtsausdruck versteinerte. Er drehte sich um und ließ seinen Blick über die unzähligen Buchrücken seiner Sammlung schweifen, so als würde er dort Antworten auf die Fragen finden, die nun in ihm aufkamen.
‚Sie heißt also Leanora und nicht Sophia‘, ging es ihm durch den Kopf. ‚Und sie hat ihren Namen abgeändert, um mit ihrem alten Leben abzuschließen. Nur, warum erzählt sie mir das? Wenn ihr der Name Leanora nichts mehr bedeutet und sie sich deshalb einen neuen gewählt hat, weshalb nennt sie mir diesen Namen dann? Hat sie etwa irgendetwas zu verbergen? Oder kann sie nur nicht von ihrem alten Leben loslassen? Trage ich vielleicht auch Schuld an dieser Sache? Oder benutzt sie mich nur für einen mir unbekannten Zweck?‘
Betretenes Schweigen stand für einen endlos scheinenden Moment im Raum. Neranos hatte das Gefühl, er könne ganz deutlich seinen Herzschlag hören…und auch den von Leanora, der unruhig wie ein Wildvogel in einem Käfig aufgeregt gegen ihren Brustkorb hämmerte. Langsam wandte er sich wieder zu der Frau um, die es nicht wagte, ihm ins Gesicht zu sehen.
„Warum erzählt Ihr mir das, Sophi…Leanora?“ fragte Sengaal mit tonloser Stimme. Er starrte sie ausdruckslos an, wusste nicht, was er denken oder fühlen sollte. Mit gemächlichen Schritten ging er auf sie zu, wobei er die Hand hob. Und es sah so aus, als wollte er ihr diese um den Hals legen und zudrücken. „Ihr bringt mich da in eine extrem schwierige Lage, wisst Ihr das?“
Neranos trat direkt vor sie, und erst jetzt blickte sie ihm wieder mit einem herzerweichenden Blick in die Augen, während ihr immer noch eine Träne langsam über die Wange hinablief. Seine Hand näherte sich ihr immer weiter, seine Finger umschlossen ihren Nacken, bevor sein Daumen…ihr über die Wange strich, um ihr die Tränen aus dem Gesicht zu wischen.
„Ich weiß jetzt nicht einmal mehr, wie ich Euch nennen soll. Ihr bringt mich völlig durcheinander“, sagte er schließlich aufmunternd, während sich wieder ein sanftes Lächeln auf sein Gesicht legte. „Ich habe Verständnis für Euer Tun. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Menschen, die sich der Kirche anschließen, ihr altes Leben hinter sich lassen wollen. Die meisten hier tun das auf die eine oder andere Weise. Und mit Sicherheit sind auch einige darunter, die sich aus diesem Grund einen neuen Namen zugelegt haben, damit sie sich leichter an dieses neue Leben gewöhnen können. Doch es ist mir schleierhaft, dass Ihr mir Euren alten Namen nennt, wenn er Euch, wie auch Euer früheres Leben, nichts mehr bedeutet. Ich hoffe nicht, dass mein Verhalten Euch gegenüber oder auch Euer Besuch hier bei mir, Euch mit genau den schmerzvollen Erinnerungen quält, die Ihr eigentlich innerhalb dieser Mauern hinter Euch lassen wolltet.“
___________________________________________________________________________
„Da ist er!“ zischte Vernita den anderen zu, als sie den blassen Elfen mit dem schlohweißen Haaren sah, der jetzt gerade um die Ecke bog und sich dem Eingang der Perle nährte. Selbst bei dem schummrigen Licht, das die Laterne neben der Tür abgab, konnte sie deutlich die roten Augen des Mannes erkennen. Sie wartete noch, bis der Elf in dem Gebäude verschwunden war, bevor sie sich an die anderen wandte. „Also schön. Wir gehen jetzt da rein und reden mit dem Albinoelfen. Neria, Ihr bleibt in der Nähe des Einganges stehen und fangt diesen Typen ab, falls er fliehen will, wenn Miandra und ich uns ihm nähern. Da dieser Kerl einen kriminellen Hintergrund hat, ist dies sehr wahrscheinlich. Aber denkt daran, dass wir ihn lebend brauchen. Und setzt keine Blutmagie ein. Auch wenn sich in einem solchen Laden eigentlich jeder um seinen eigenen Kram kümmert, wollen wir keine unnötige Aufmerksamkeit erregen, alles klar? Los geht’s!“
Die drei Frauen überquerten die Straße und betraten kurz darauf die Perle. Ein flüchtiger Blick in die Runde genügte, um den Elfen an der Theke stehen zu sehen, wo er sich mit Sanga unterhielt.
„Neria, Ihr wartet hier!“ meinte Vernita und setzte sich mit Miandra in Bewegung. Während die beiden Frauen auf ihr Ziel zusteuerten, richtete die Elfe das Wort an die schwarzhaarige Frau. „Miandra, stell dich neben diesen Kerl an den Tresen und lenke seine Aufmerksamkeit auf dich. Ich kümmere mich dann um den Rest.“
„Ja, wie es der Zufall es so will, liegt dieses Buch über die Pferderassen Thedas tatsächlich auf meinem Schreibtisch“, lächelte er Leanora an. „Wartet, ich hole es sofort.“
Er wollte sich gerade abwenden und das Buch holen, als ihm Leanora tief in die Augen sah und im gestand, dass sie ihm und auch den übrigen Menschen hier in der Kirche einen falschen Namen genannt hatte. Während Neranos genau zugehörte, was ihm sein Gegenüber alles zu sagen hatte, zerfaserte sein Lächeln nach und nach und sein Gesichtsausdruck versteinerte. Er drehte sich um und ließ seinen Blick über die unzähligen Buchrücken seiner Sammlung schweifen, so als würde er dort Antworten auf die Fragen finden, die nun in ihm aufkamen.
‚Sie heißt also Leanora und nicht Sophia‘, ging es ihm durch den Kopf. ‚Und sie hat ihren Namen abgeändert, um mit ihrem alten Leben abzuschließen. Nur, warum erzählt sie mir das? Wenn ihr der Name Leanora nichts mehr bedeutet und sie sich deshalb einen neuen gewählt hat, weshalb nennt sie mir diesen Namen dann? Hat sie etwa irgendetwas zu verbergen? Oder kann sie nur nicht von ihrem alten Leben loslassen? Trage ich vielleicht auch Schuld an dieser Sache? Oder benutzt sie mich nur für einen mir unbekannten Zweck?‘
Betretenes Schweigen stand für einen endlos scheinenden Moment im Raum. Neranos hatte das Gefühl, er könne ganz deutlich seinen Herzschlag hören…und auch den von Leanora, der unruhig wie ein Wildvogel in einem Käfig aufgeregt gegen ihren Brustkorb hämmerte. Langsam wandte er sich wieder zu der Frau um, die es nicht wagte, ihm ins Gesicht zu sehen.
„Warum erzählt Ihr mir das, Sophi…Leanora?“ fragte Sengaal mit tonloser Stimme. Er starrte sie ausdruckslos an, wusste nicht, was er denken oder fühlen sollte. Mit gemächlichen Schritten ging er auf sie zu, wobei er die Hand hob. Und es sah so aus, als wollte er ihr diese um den Hals legen und zudrücken. „Ihr bringt mich da in eine extrem schwierige Lage, wisst Ihr das?“
Neranos trat direkt vor sie, und erst jetzt blickte sie ihm wieder mit einem herzerweichenden Blick in die Augen, während ihr immer noch eine Träne langsam über die Wange hinablief. Seine Hand näherte sich ihr immer weiter, seine Finger umschlossen ihren Nacken, bevor sein Daumen…ihr über die Wange strich, um ihr die Tränen aus dem Gesicht zu wischen.
„Ich weiß jetzt nicht einmal mehr, wie ich Euch nennen soll. Ihr bringt mich völlig durcheinander“, sagte er schließlich aufmunternd, während sich wieder ein sanftes Lächeln auf sein Gesicht legte. „Ich habe Verständnis für Euer Tun. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Menschen, die sich der Kirche anschließen, ihr altes Leben hinter sich lassen wollen. Die meisten hier tun das auf die eine oder andere Weise. Und mit Sicherheit sind auch einige darunter, die sich aus diesem Grund einen neuen Namen zugelegt haben, damit sie sich leichter an dieses neue Leben gewöhnen können. Doch es ist mir schleierhaft, dass Ihr mir Euren alten Namen nennt, wenn er Euch, wie auch Euer früheres Leben, nichts mehr bedeutet. Ich hoffe nicht, dass mein Verhalten Euch gegenüber oder auch Euer Besuch hier bei mir, Euch mit genau den schmerzvollen Erinnerungen quält, die Ihr eigentlich innerhalb dieser Mauern hinter Euch lassen wolltet.“
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„Da ist er!“ zischte Vernita den anderen zu, als sie den blassen Elfen mit dem schlohweißen Haaren sah, der jetzt gerade um die Ecke bog und sich dem Eingang der Perle nährte. Selbst bei dem schummrigen Licht, das die Laterne neben der Tür abgab, konnte sie deutlich die roten Augen des Mannes erkennen. Sie wartete noch, bis der Elf in dem Gebäude verschwunden war, bevor sie sich an die anderen wandte. „Also schön. Wir gehen jetzt da rein und reden mit dem Albinoelfen. Neria, Ihr bleibt in der Nähe des Einganges stehen und fangt diesen Typen ab, falls er fliehen will, wenn Miandra und ich uns ihm nähern. Da dieser Kerl einen kriminellen Hintergrund hat, ist dies sehr wahrscheinlich. Aber denkt daran, dass wir ihn lebend brauchen. Und setzt keine Blutmagie ein. Auch wenn sich in einem solchen Laden eigentlich jeder um seinen eigenen Kram kümmert, wollen wir keine unnötige Aufmerksamkeit erregen, alles klar? Los geht’s!“
Die drei Frauen überquerten die Straße und betraten kurz darauf die Perle. Ein flüchtiger Blick in die Runde genügte, um den Elfen an der Theke stehen zu sehen, wo er sich mit Sanga unterhielt.
„Neria, Ihr wartet hier!“ meinte Vernita und setzte sich mit Miandra in Bewegung. Während die beiden Frauen auf ihr Ziel zusteuerten, richtete die Elfe das Wort an die schwarzhaarige Frau. „Miandra, stell dich neben diesen Kerl an den Tresen und lenke seine Aufmerksamkeit auf dich. Ich kümmere mich dann um den Rest.“
#1591
Posté 24 janvier 2011 - 05:42
Es dauerte nicht sehr lange, bis Vernita zurückkehrte, doch wirklich wohl in ihrer Haut fühlte sich Miandra während der Abwesenheit der Elfe nicht. Sie konnte die Magierin nicht leiden und vertraute dieser kein Stück. Natürlich gab es für diese Denkweise keinerlei plausiblen Grund, doch den brauchte Miandra auch nicht. Ihr reichte die erste Begegnung, die sie mit Neria hatte aus, um in ihr einen potentiellen Feind zu sehen.
Dementsprechend beobachtete sie nicht nur den Eingang der Perle, sondern auch die Halbelfe genauestens, doch außer, dass diese sich mit ihren Taschen spielte und etwas verwundert zu dem Bordell blickte, geschah nichts Auffälliges. Miandra verstand zwar nicht, warum sich die Magierin so abschleppte, aber im Prinzip war es ihr auch gleichgültig, was die Halbelfe so tat und widmete sich wieder der Beobachtung des Bordells.
Es verging einige Zeit des Wartens, ohne dass sich irgendjemand dem Bordell nähere, der auf die Beschreibung gepasst hätte. Langsam drang die Kälte der Nacht durch den Stoff des Umhangs, und schien durch das Herumstehen verstärkt zu werden, doch Miandra ließ sich nicht anmerken, dass sie fror. Und genau in diesen Moment, tauchte der Albinoelf auf und sie konnten sich in Bewegung setzen.
Nur Sekunden später fand sie sich an dem Ort wieder, von welchem sie gestern so gerne geflüchtet wäre. Nachdem sie verstanden hatte, was zu tun war, nickte sie Vernita bloß zu, entfernte sich die Kapuze vom Kopf und ging auf die Theke zu, bis sie diese erreichte und platzierte sich neben dem Albinoelfen, beachtete diesen jedoch vorerst nicht, da sie genau wusste, dass die meisten Kerle am besten darauf reagierten, wenn man sie einfach ignorierte.
"Einen Rotwein, bitte.", sagte sie an Sanga gewandt, welche nur nickte und sich daran machte ein Glas mit dem roten Getränk zu füllen.
Währenddessen wagte Miandra einen flüchtigen Blick zu dem Mann neben sich, und da sie ihm gerade den Gesprächspartner geraubt hatte, tat er wohl dasselbe. Sie hatte noch nie jemanden gesehen, der eine solch blasse Haut, und dessen Augenfarbe einen Rotstich hatte. Doch wahrscheinlich wurde er des Öfteren aufgrund seines Aussehens schief angesehen, daher versuchte Miandra das zu vermeiden, und da ihr Äußerlichkeiten nicht viel bedeuteten war dies auch nicht sehr schwierig.
Mit einem dankenden Nicken nahm sie das Glas, welches ihr Sanga inzwischen entgegen schob, an und nahm einen kleinen Schluck daraus, bevor sie ein Lächeln aufsetze und sich an den Elfen wandte, "Entschuldigt, dass ich Euch angestarrt habe, aber mir ist noch nie ein so außergewöhnlicher junger Mann entgegen gekommen!"
Natürlich war jedes der Worte gelogen. Etwas verlegen, was sie ausgezeichnet spielte, wandte sie sich wieder dem Rotweinglas zu und nahm erneut einen kleinen Schluck daraus.
Dementsprechend beobachtete sie nicht nur den Eingang der Perle, sondern auch die Halbelfe genauestens, doch außer, dass diese sich mit ihren Taschen spielte und etwas verwundert zu dem Bordell blickte, geschah nichts Auffälliges. Miandra verstand zwar nicht, warum sich die Magierin so abschleppte, aber im Prinzip war es ihr auch gleichgültig, was die Halbelfe so tat und widmete sich wieder der Beobachtung des Bordells.
Es verging einige Zeit des Wartens, ohne dass sich irgendjemand dem Bordell nähere, der auf die Beschreibung gepasst hätte. Langsam drang die Kälte der Nacht durch den Stoff des Umhangs, und schien durch das Herumstehen verstärkt zu werden, doch Miandra ließ sich nicht anmerken, dass sie fror. Und genau in diesen Moment, tauchte der Albinoelf auf und sie konnten sich in Bewegung setzen.
Nur Sekunden später fand sie sich an dem Ort wieder, von welchem sie gestern so gerne geflüchtet wäre. Nachdem sie verstanden hatte, was zu tun war, nickte sie Vernita bloß zu, entfernte sich die Kapuze vom Kopf und ging auf die Theke zu, bis sie diese erreichte und platzierte sich neben dem Albinoelfen, beachtete diesen jedoch vorerst nicht, da sie genau wusste, dass die meisten Kerle am besten darauf reagierten, wenn man sie einfach ignorierte.
"Einen Rotwein, bitte.", sagte sie an Sanga gewandt, welche nur nickte und sich daran machte ein Glas mit dem roten Getränk zu füllen.
Währenddessen wagte Miandra einen flüchtigen Blick zu dem Mann neben sich, und da sie ihm gerade den Gesprächspartner geraubt hatte, tat er wohl dasselbe. Sie hatte noch nie jemanden gesehen, der eine solch blasse Haut, und dessen Augenfarbe einen Rotstich hatte. Doch wahrscheinlich wurde er des Öfteren aufgrund seines Aussehens schief angesehen, daher versuchte Miandra das zu vermeiden, und da ihr Äußerlichkeiten nicht viel bedeuteten war dies auch nicht sehr schwierig.
Mit einem dankenden Nicken nahm sie das Glas, welches ihr Sanga inzwischen entgegen schob, an und nahm einen kleinen Schluck daraus, bevor sie ein Lächeln aufsetze und sich an den Elfen wandte, "Entschuldigt, dass ich Euch angestarrt habe, aber mir ist noch nie ein so außergewöhnlicher junger Mann entgegen gekommen!"
Natürlich war jedes der Worte gelogen. Etwas verlegen, was sie ausgezeichnet spielte, wandte sie sich wieder dem Rotweinglas zu und nahm erneut einen kleinen Schluck daraus.
#1592
Posté 24 janvier 2011 - 06:44
Leas Angst hatte sich also bestätigt, sie spürte förmlich, wie ihm die Gesichtszüge entgleisten. Als er auf sie zuging, die Hand erhoben, griff eine kalte Hand nach ihrem Herz. Sie glaubte zwar nicht, dass er ihr etwas tun würde, aber sicher war sie sich nicht. Dafür blickte sie ihn wieder an, in ihren Augen spiegelten sich all ihr Kummer und ihre Angst wieder, die sie gerade durchstand.
Wenn sie mit allem gerechnet hätte, aber nicht, dass er ihr die Tränen von den Wangen so unendlich zart weg wischte, und ein zaghaftes Lächeln fand den Weg in ihr Gesicht.
"Sengaal, ich danke Euch so sehr für Euer Verständnis. Euer Verhalten mir gegenüber ist tadellos, sucht nicht die Schuld bei Euch. Bleibt ruhig bei Sophia, denn das bin ich ja nun. Ihr habt mich gefragt, wieso ich es Euch gesagt habe. Der eine Grund ist relativ einfach: ich wollte nicht, dass eine Lüge unser Kennenlernen überschattet. Und der andere, weil ich mir eingestehe, dass ich Euch wohl sehr gerne kennengelernt hätte, als ich noch mein Leben als Leanora führte."
Beim letzten Satz wurde sie rot, und als ihr bewußt wurde, dass seine Hand noch immer in ihrem Nacken und sein Daumen auf ihrer Wange lag, hob sie wiederum ihre Hand und legte sie zart über seine, und lehnte vorsichtig ihren Kopf dagegen. Ihr Gesicht mußte dabei die Farbe einer überreifen Tomate haben, so verlegen war sie.
Ihr Blick versank wieder in seinen Augen, und sie wünschte sich nichts mehr, als dass die Zeit stehen bleiben möge. Sie spürte, wie sein Wesen immer mehr Besitz von ihr ergriff, und sie genoß dieses Gefühl. Sie konnte nicht dagegen ankämpfen, seine Ausstrahlung raubte ihr beinahe die Sinne.
Wenn sie mit allem gerechnet hätte, aber nicht, dass er ihr die Tränen von den Wangen so unendlich zart weg wischte, und ein zaghaftes Lächeln fand den Weg in ihr Gesicht.
"Sengaal, ich danke Euch so sehr für Euer Verständnis. Euer Verhalten mir gegenüber ist tadellos, sucht nicht die Schuld bei Euch. Bleibt ruhig bei Sophia, denn das bin ich ja nun. Ihr habt mich gefragt, wieso ich es Euch gesagt habe. Der eine Grund ist relativ einfach: ich wollte nicht, dass eine Lüge unser Kennenlernen überschattet. Und der andere, weil ich mir eingestehe, dass ich Euch wohl sehr gerne kennengelernt hätte, als ich noch mein Leben als Leanora führte."
Beim letzten Satz wurde sie rot, und als ihr bewußt wurde, dass seine Hand noch immer in ihrem Nacken und sein Daumen auf ihrer Wange lag, hob sie wiederum ihre Hand und legte sie zart über seine, und lehnte vorsichtig ihren Kopf dagegen. Ihr Gesicht mußte dabei die Farbe einer überreifen Tomate haben, so verlegen war sie.
Ihr Blick versank wieder in seinen Augen, und sie wünschte sich nichts mehr, als dass die Zeit stehen bleiben möge. Sie spürte, wie sein Wesen immer mehr Besitz von ihr ergriff, und sie genoß dieses Gefühl. Sie konnte nicht dagegen ankämpfen, seine Ausstrahlung raubte ihr beinahe die Sinne.
Modifié par Bellandyrs, 24 janvier 2011 - 07:13 .
#1593
Posté 24 janvier 2011 - 08:25
„Ich wünschte auch, wir hätten uns früher kennen gelernt, Sophia“, lächelte der Kommandant zurück, wobei er den Namen Sophia besonders betonte. Er genoss die Berührung ihrer Hand auf der seinen und wollte plötzlich mehr. Viel mehr. Vor seinem geistige Auge sah er schon, wie er ihr die Robe vom Leib riss und sie gleich hier auf dem niedrigen Tisch nahm. Doch sofort meldete sich sein Gewissen zu Wort. Er war ein Mann von Ehre, und diese Situation der aufgewühlten Gefühle für ein flüchtiges Abenteuer auszunutzen lag außerhalb seiner Weltanschauung. „Doch nun seid Ihr eine Ordensschwester oder werdet es zumindest bald sein, sobald Ihr den Eid abgelegt habt, und ich bin ein Templer. Das macht die ganze Sache mehr als nur kompliziert.“
Er überlegte, was er nun tun sollte. Wieder kam in ihm das Bedürfnis hoch, Leanora einfach in den Arm zu nehmen und zu küssen, aber war das klug? Die Dinge würden dann sicher leicht außer Kontrolle geraten, wenn er sich einmal von seiner Leidenschaft übermann lassen würde, vor allem weil die junge Frau dem wohl auch nicht abgeneigt zu sein schien. Und wie sollte es danach weitergehen? Er würde mit Sicherheit seinen Posten als Kommandant der Templer verlieren, falls es jemals bekannt werden würde, dass er mit einer Schwester der Kirche eine Liebesaffäre eingegangen war. War ihm das egal? Und war es Leanora wert? Sie war ohne Zweifel eine liebreizende, junge Frau, doch sonst wusste er eigentlich nichts von ihr, außer dass sie Pferde liebte. War das wirklich genug, um dafür seine Karriere aufs Spiel zu setzen? Er beschloss, nicht länger darüber nachzudenken und die Sache langsam anzugehen. Schließlich war Leanora ja grad erst in der Kirche angekommen. Sie würde wohl so bald nicht wieder verschwinden.
„Ich denke, wir sollten da nichts tun, was wir beide anschließend bereuen würden. Außerdem lerne ich lieber erst eine Frau kennen, bevor ich mit ihr intim werde. Das klingt vielleicht etwas altmodisch, aber so bin ich halt. Und es hat nichts mit Euch zu tun, das kann ich Euch versichern. Nein, denn Ihr seid eine der liebreizendsten jungen Damen, denen ich jemals begegnet bin, doch wenn ich jetzt noch vertraulicher werde, dann weiß ich nicht, was geschehen wird“, sagte Neranos liebevoll, während er Leanoras Hand zu seinem Mund führte und ihr einen sanften Kuss auf die Finger gab. „Vielleicht sollte ich Euch jetzt doch das Buch über die Pferde Thedas zeigen, bevor wir beide hier noch festwachsen.“
Er überlegte, was er nun tun sollte. Wieder kam in ihm das Bedürfnis hoch, Leanora einfach in den Arm zu nehmen und zu küssen, aber war das klug? Die Dinge würden dann sicher leicht außer Kontrolle geraten, wenn er sich einmal von seiner Leidenschaft übermann lassen würde, vor allem weil die junge Frau dem wohl auch nicht abgeneigt zu sein schien. Und wie sollte es danach weitergehen? Er würde mit Sicherheit seinen Posten als Kommandant der Templer verlieren, falls es jemals bekannt werden würde, dass er mit einer Schwester der Kirche eine Liebesaffäre eingegangen war. War ihm das egal? Und war es Leanora wert? Sie war ohne Zweifel eine liebreizende, junge Frau, doch sonst wusste er eigentlich nichts von ihr, außer dass sie Pferde liebte. War das wirklich genug, um dafür seine Karriere aufs Spiel zu setzen? Er beschloss, nicht länger darüber nachzudenken und die Sache langsam anzugehen. Schließlich war Leanora ja grad erst in der Kirche angekommen. Sie würde wohl so bald nicht wieder verschwinden.
„Ich denke, wir sollten da nichts tun, was wir beide anschließend bereuen würden. Außerdem lerne ich lieber erst eine Frau kennen, bevor ich mit ihr intim werde. Das klingt vielleicht etwas altmodisch, aber so bin ich halt. Und es hat nichts mit Euch zu tun, das kann ich Euch versichern. Nein, denn Ihr seid eine der liebreizendsten jungen Damen, denen ich jemals begegnet bin, doch wenn ich jetzt noch vertraulicher werde, dann weiß ich nicht, was geschehen wird“, sagte Neranos liebevoll, während er Leanoras Hand zu seinem Mund führte und ihr einen sanften Kuss auf die Finger gab. „Vielleicht sollte ich Euch jetzt doch das Buch über die Pferde Thedas zeigen, bevor wir beide hier noch festwachsen.“
#1594
Posté 24 janvier 2011 - 08:58
Lea erschauerte als Sengaal ihre Finger küsste. Es hätte nicht viel gefehlt, dass ihr die Knie nachgegeben hätten. Allerdings war sie sich nicht sicher, ob er nicht irgendetwas völlig falsch verstanden hatte.
"Sengaal... Ihr glaubt doch hoffentlich nicht, dass ich ... " stotterte sie. Dennoch halfen ihr die liebevollen Worte danach, um sie weiter reden zu lassen, und zwar ohne dass ihr die Worte fehlten.
"Seid unbesorgt. Auch ich bin keine Person, die sich auf Abenteuer einläßt. War ich nie, und als zukünftige Ordensschwester erst recht nicht. Wie Ihr schon erwähnt habt, wäre das ganze mehr als nur kompliziert, von daher hätte ich mir ja gewünscht, Euch in meinem alten Leben kennen gelernt zu haben. Ihr macht es einer Frau ja auch nicht gerade einfach", lächelte sie ihn spitzbübisch an. "Somit seid Ihr sicher nicht auf die Gunst einer Ordensschwester angewiesen. Bei Eurer Ausstrahlung braucht Ihr ja nur die Hand auszustrecken, und Ihr könnt unter den hübschesten und reichsten Mädchen Thedas wählen. Und nun laßt uns das Buch studieren gehen, bevor wir unserm Zauber doch noch erliegen!"
Sie löste sich schweren Herzens von ihm, trank ihren Tee auf einen Zug leer, denn das ganze hatte sie durstig gemacht. Dann drehte sie sich ihm wieder zu und war froh, dass sie das ganze relativ glimpflich überstanden hatte.
"Sengaal... Ihr glaubt doch hoffentlich nicht, dass ich ... " stotterte sie. Dennoch halfen ihr die liebevollen Worte danach, um sie weiter reden zu lassen, und zwar ohne dass ihr die Worte fehlten.
"Seid unbesorgt. Auch ich bin keine Person, die sich auf Abenteuer einläßt. War ich nie, und als zukünftige Ordensschwester erst recht nicht. Wie Ihr schon erwähnt habt, wäre das ganze mehr als nur kompliziert, von daher hätte ich mir ja gewünscht, Euch in meinem alten Leben kennen gelernt zu haben. Ihr macht es einer Frau ja auch nicht gerade einfach", lächelte sie ihn spitzbübisch an. "Somit seid Ihr sicher nicht auf die Gunst einer Ordensschwester angewiesen. Bei Eurer Ausstrahlung braucht Ihr ja nur die Hand auszustrecken, und Ihr könnt unter den hübschesten und reichsten Mädchen Thedas wählen. Und nun laßt uns das Buch studieren gehen, bevor wir unserm Zauber doch noch erliegen!"
Sie löste sich schweren Herzens von ihm, trank ihren Tee auf einen Zug leer, denn das ganze hatte sie durstig gemacht. Dann drehte sie sich ihm wieder zu und war froh, dass sie das ganze relativ glimpflich überstanden hatte.
#1595
Posté 25 janvier 2011 - 06:31
Shendár warf der schwarzhaarigen Frau nur einen flüchtigen Blick zu, als diese sich neben ihn stellte und einen Rotwein bestellte. Erst als diese ihn ansprach, unterzog er sie einer genaueren Überprüfung. Eingehend musterte er Miandra von oben bis unten, wobei er insbesondere ihre weiblichen Kurven in Augenschein zu nehmen schien.
„Und mir ist selten eine so atemberaubende Schönheit wie Euch über den Weg gelaufen“, entgegnete der Albinoelf mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen. „Seid Ihr öfters hier in der Perle?“
„Und mir ist selten eine so atemberaubende Schönheit wie Euch über den Weg gelaufen“, entgegnete der Albinoelf mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen. „Seid Ihr öfters hier in der Perle?“
#1596
Posté 25 janvier 2011 - 10:16
Kurz nachdem der Albinoelf den Eingang der Perle passierte hatte, setzten sie sich in Bewegung und betraten ebenfalls das Etablissement. Neria tat wie ihr aufgetragen wurde, und postierte sich neben dem Eingang. Für einen kurzen Augenblick beobachtet sie das illustre Treiben im inneren der Perle.
Die meisten Besucher saßen zu zweit an den Tischen und viele von ihnen tauschten ungeniert Zärtlichkeiten aus. Im hinteren Bereich der Perle verschwanden immer wieder einige Gäste Hand in Hand in einer der beiden Seitentüren. Auch wenn Neria diese Art von Vergnügungsetablissement noch nicht bekannt war, dämmerte ihr schön langsam worum es sich hier handelte. Ob es hier auch Badewannen gab? dachte sie, und musste dabei schelmisch grinsen.
Das klirren eines zerbrochenen Glases riss Neria aus ihren Gedanken, und erinnerte sie wieder an ihre Aufgabe. Sie lehnte sich beteiligungslos an die Wand neben der Eingangstüre und richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Albinoelfen, und ließ diesen nicht mehr aus den Augen.
Die meisten Besucher saßen zu zweit an den Tischen und viele von ihnen tauschten ungeniert Zärtlichkeiten aus. Im hinteren Bereich der Perle verschwanden immer wieder einige Gäste Hand in Hand in einer der beiden Seitentüren. Auch wenn Neria diese Art von Vergnügungsetablissement noch nicht bekannt war, dämmerte ihr schön langsam worum es sich hier handelte. Ob es hier auch Badewannen gab? dachte sie, und musste dabei schelmisch grinsen.
Das klirren eines zerbrochenen Glases riss Neria aus ihren Gedanken, und erinnerte sie wieder an ihre Aufgabe. Sie lehnte sich beteiligungslos an die Wand neben der Eingangstüre und richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Albinoelfen, und ließ diesen nicht mehr aus den Augen.
#1597
Posté 25 janvier 2011 - 10:59
Miandra erwiderte das Grinsen des Elfs, auch wenn sie solche Schleimereien eigentlich hasste und sich von dem Kerl angewidert fühlte. Auch der musternde Blick der sie wohl von oben bis unten Auszog war ihr nicht entgangen. Doch all das ließ sie sich nicht anmerken, denn Dinge tun, die sie eigentlich hasste, waren ohnehin zu ihrer Spezialität geworden. Zudem fühlte sie sich trotz der eigenartigen Situation sicher in ihrer Haut, was wohl daran lag, dass sie genau wusste, dass der Albinoelf wohl von Vernita eine Flasche über den Kopf gezogen bekommen würde, wenn er seine Hände nicht da belassen würde, wo sie gerade waren.
"Ich bitte Euch, Ihr macht mich noch ganz verlegen." erwiderte sie etwas befangen bevor sie komplett gelassen fortfuhr, "Nein ich muss Euch enttäuschen, ich besuche die Perle erst seit kurzem, aber bei solch netter Gesellschaft, werde ich es wohl in Erwägung ziehen des Öfteren hier vorbei zu schauen.", fügte sie hinzu und zwinkerte dem Elfen zu, bevor sie erneut einen kleinen Schluck aus dem Glas nahm, den Elfen dabei jedoch nicht aus den Augen ließ.
"Ich bitte Euch, Ihr macht mich noch ganz verlegen." erwiderte sie etwas befangen bevor sie komplett gelassen fortfuhr, "Nein ich muss Euch enttäuschen, ich besuche die Perle erst seit kurzem, aber bei solch netter Gesellschaft, werde ich es wohl in Erwägung ziehen des Öfteren hier vorbei zu schauen.", fügte sie hinzu und zwinkerte dem Elfen zu, bevor sie erneut einen kleinen Schluck aus dem Glas nahm, den Elfen dabei jedoch nicht aus den Augen ließ.
#1598
Posté 25 janvier 2011 - 04:09
„Nun, bisher bin ich noch keiner Frau begegnet, die es wert gewesen wäre, erobert zu werden…bis heute“, lächelte Neranos Leanora schelmisch an. „Aber sehen wir doch erst einmal nach dem Buch.“
Der Kommandant geleitete seinen Gast zu dem mächtigen Schreibtisch, auf dem ein, in rotbraunen Leder gebundenes, Buch lag, auf dessen Vorderseite ein prachtvolles Pferd eingraviert worden war, welches auf seinen Hinterbeinen stand. Er ließ Leanora vortreten und stellte sich selbst hinter sie, von wo aus er ebenfalls das Buch studieren konnte, da er ein ganzes Stück größer war als die blondhaarige Frau.
„Die prächtigsten Pferde auf Thedas stammen aus Anderfels, wo sie ebenso verehrt werden wie bei uns die Mabari“, kommentierte Neranos, während er das Buch aufschlug. Dort sah man die Zeichnung eines kräftigen Hengstes. Auf der Seite daneben standen der Rassenname sowie jede Menge weitere Informationen, über die Größe, das Durchschnittsalter und die Herkunft dieser Tiere. Während der Templer mit der einen Hand auf das Bild des Hengstes wies und über diese Pferderasse sprach, legte sich reflexartig seine andere auf den Handrücken Leanoras, deren Finger beinahe andächtig die Seiten des Buches berührten. „Ich hätte mir beinahe auch so ein Tier zugelegt, doch sind die Pferde aus Anderfels wild und schwer zu zähmen. Und da ich nur selten die Gelegenheit bekomme auszureiten, wäre so ein prachtvolles Wesen nichts für einen Mann wie mich.“
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„Wenn Ihr das so seht, dann sollten wir beide uns wohl etwas näher kennen lernen, findet Ihr nicht?“ erwiderte Shendár mit einem dreckigen Grinsen auf den Lippen. „Ich bin sicher, danach werdet Ihr noch viel häufiger hier vorbeikommen und Euch nach mir umsehen. Ich miete nur schnell bei Sanga ein Zimmer für uns beide, dann kann der Spaß losgehen.“
„Dann nimm doch gleich eins mit einem besonders großem Bett, Kleiner, damit es für uns drei reicht“, mischte sich Vernita in das Gespräch ein. Sie stellte sich demonstrativ neben den Elfen, den Rücken gegen den Tresen gelehnt, während sie den Mann schief grinsend anstarrte. „Oder sind zwei Frauen etwa eine zu viel für dich?“
Der Kopf des Albinoelfen schnellte herum und blickte etwas entgeistert auf die schwer gerüstete und bewaffnete Elfe, die sich neben ihm positioniert hatte und ihn wie gebannt fixierte. Er wandte sich noch einmal Miandra zu, als ihm klar wurde, was hier vor sich ging.
„Verdammt“, zischte er hektisch und kreiselte auf der Stelle herum, bevor er auf den Ausgang zustürzte. Vernita blieb ganz gelassen stehen, während sie Neria nur kurz zunickte, um ihr zu zeigen, dass sie in Aktion treten durfte.
Der Kommandant geleitete seinen Gast zu dem mächtigen Schreibtisch, auf dem ein, in rotbraunen Leder gebundenes, Buch lag, auf dessen Vorderseite ein prachtvolles Pferd eingraviert worden war, welches auf seinen Hinterbeinen stand. Er ließ Leanora vortreten und stellte sich selbst hinter sie, von wo aus er ebenfalls das Buch studieren konnte, da er ein ganzes Stück größer war als die blondhaarige Frau.
„Die prächtigsten Pferde auf Thedas stammen aus Anderfels, wo sie ebenso verehrt werden wie bei uns die Mabari“, kommentierte Neranos, während er das Buch aufschlug. Dort sah man die Zeichnung eines kräftigen Hengstes. Auf der Seite daneben standen der Rassenname sowie jede Menge weitere Informationen, über die Größe, das Durchschnittsalter und die Herkunft dieser Tiere. Während der Templer mit der einen Hand auf das Bild des Hengstes wies und über diese Pferderasse sprach, legte sich reflexartig seine andere auf den Handrücken Leanoras, deren Finger beinahe andächtig die Seiten des Buches berührten. „Ich hätte mir beinahe auch so ein Tier zugelegt, doch sind die Pferde aus Anderfels wild und schwer zu zähmen. Und da ich nur selten die Gelegenheit bekomme auszureiten, wäre so ein prachtvolles Wesen nichts für einen Mann wie mich.“
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„Wenn Ihr das so seht, dann sollten wir beide uns wohl etwas näher kennen lernen, findet Ihr nicht?“ erwiderte Shendár mit einem dreckigen Grinsen auf den Lippen. „Ich bin sicher, danach werdet Ihr noch viel häufiger hier vorbeikommen und Euch nach mir umsehen. Ich miete nur schnell bei Sanga ein Zimmer für uns beide, dann kann der Spaß losgehen.“
„Dann nimm doch gleich eins mit einem besonders großem Bett, Kleiner, damit es für uns drei reicht“, mischte sich Vernita in das Gespräch ein. Sie stellte sich demonstrativ neben den Elfen, den Rücken gegen den Tresen gelehnt, während sie den Mann schief grinsend anstarrte. „Oder sind zwei Frauen etwa eine zu viel für dich?“
Der Kopf des Albinoelfen schnellte herum und blickte etwas entgeistert auf die schwer gerüstete und bewaffnete Elfe, die sich neben ihm positioniert hatte und ihn wie gebannt fixierte. Er wandte sich noch einmal Miandra zu, als ihm klar wurde, was hier vor sich ging.
„Verdammt“, zischte er hektisch und kreiselte auf der Stelle herum, bevor er auf den Ausgang zustürzte. Vernita blieb ganz gelassen stehen, während sie Neria nur kurz zunickte, um ihr zu zeigen, dass sie in Aktion treten durfte.
#1599
Posté 25 janvier 2011 - 07:47
Lea ließ den Satz unkommentiert, dass Sengaal bis heute keiner Frau begegnet war, die es wert gewesen wäre, erobert zu werden. Hieß das, sie wäre es wert? Es hatte ohnehin keinen Sinn, weder als Ordensschwester, noch als Leanora. Nicht als die Leanora, die sie dann werden würde, wenn sie das alles hinter sich hatte. Immerhin hatte sie einen Mord auf dem Kerbholz.
Sie war sich der körperlichen Nähe des Kommandanten voll bewußt, aber das Buch schlug sie in ihren Bann. Allerdings pochte ihr Herz relativ laut, als er seine Hand über die ihre legte, aber sie genoß es.
"Welch prächtige Tiere... so seht doch, sie erreichen ein Stockmaß von 180 Zentimetern. Das Pferd wäre jedenfalls wie für Euch gemacht!" Eifrig las sie weiter. Vollblüter, sehr nervös, temperamentvoll und schwer zu zähmen. Innerlich faßte Lea den Entschluß, sich eine solche Stute zuzulegen, wenn sie mit ihrer Pferdezucht anfangen würde. Donas als Zuchthengst dazu, auf das erste Fohlen freute sie sich schon heute. ".. sehr springfreudig und ausdauernd. Eignet sich aufgrund der Nervosität nur als Freizeitpferd, auch wenn die Ausdauer Kutschenpferde zulassen würde", las Lea leise weiter. Ihre Augen leuchteten, und andächtig blätterte sie weiter, um die anderen Rassen zu studieren.
Die Rassen Fereldens ließ sie aus, die kannte sie alle samt und sonders. Dann kam ein Kapitel, welche die Pferde Antivas beschrieb. Auch hier fand sie einige Rassen, die sehr interessant waren. Edle Tiere, die aber nicht so nervös waren, dafür aber auch kleiner und zierlicher. Auch einige schwere Zugpferde waren dabei, mit langen Fessel-Behängen aber mit seidigem Fell, die sogar für den Einsatz am Acker geeignet waren. Sie überlegte, wie wohl eine Kreuzung aus dem Fereldschen Vollblut und diesem Orlaisianischem Kaltblut funktionieren könnte, und vor allem, welche Eigenschaften sich daraus hervor heben würden.
Während die beiden das Buch studierten, machten sie sich gegenseitig auf die eine oder andere Eigenschaft der Tiere aufmerksam, und Neranos mußte zugeben, dass Lea eine Menge von Pferden verstand. Aber er ließ es sich nicht anmerken, ob es ihn verwunderte.
Als sie in etwa bei der Hälfte angelangt waren, wandte sich Leanora um.
"Ich bin durstig, wenn Ihr gestattet, so nehme ich mir noch eine Tasse von diesem köstlichen Tee! Außerdem ist die Zeit beinahe verflogen, und wir haben uns kaum unterhalten, außer über Pferde. Erzählt mir von Euch", bat Leanora den Kommandanten. Sie stand Angesicht zu Angesicht bei ihm, er war noch keinen Schritt zurück gewichen.
"Versprecht mir, dass Ihr morgen auf Euch aufpaßt", sagte sie leise. "Von diesem Inquisitor habe ich einiges gruseliges gehört, und ich sorge mich um Euer Wohlbefinden." Fest sah sie ihm in die Augen, sie hatte tatsächlich Angst, dass ihm etwas zustossen konnte.
Sie war sich der körperlichen Nähe des Kommandanten voll bewußt, aber das Buch schlug sie in ihren Bann. Allerdings pochte ihr Herz relativ laut, als er seine Hand über die ihre legte, aber sie genoß es.
"Welch prächtige Tiere... so seht doch, sie erreichen ein Stockmaß von 180 Zentimetern. Das Pferd wäre jedenfalls wie für Euch gemacht!" Eifrig las sie weiter. Vollblüter, sehr nervös, temperamentvoll und schwer zu zähmen. Innerlich faßte Lea den Entschluß, sich eine solche Stute zuzulegen, wenn sie mit ihrer Pferdezucht anfangen würde. Donas als Zuchthengst dazu, auf das erste Fohlen freute sie sich schon heute. ".. sehr springfreudig und ausdauernd. Eignet sich aufgrund der Nervosität nur als Freizeitpferd, auch wenn die Ausdauer Kutschenpferde zulassen würde", las Lea leise weiter. Ihre Augen leuchteten, und andächtig blätterte sie weiter, um die anderen Rassen zu studieren.
Die Rassen Fereldens ließ sie aus, die kannte sie alle samt und sonders. Dann kam ein Kapitel, welche die Pferde Antivas beschrieb. Auch hier fand sie einige Rassen, die sehr interessant waren. Edle Tiere, die aber nicht so nervös waren, dafür aber auch kleiner und zierlicher. Auch einige schwere Zugpferde waren dabei, mit langen Fessel-Behängen aber mit seidigem Fell, die sogar für den Einsatz am Acker geeignet waren. Sie überlegte, wie wohl eine Kreuzung aus dem Fereldschen Vollblut und diesem Orlaisianischem Kaltblut funktionieren könnte, und vor allem, welche Eigenschaften sich daraus hervor heben würden.
Während die beiden das Buch studierten, machten sie sich gegenseitig auf die eine oder andere Eigenschaft der Tiere aufmerksam, und Neranos mußte zugeben, dass Lea eine Menge von Pferden verstand. Aber er ließ es sich nicht anmerken, ob es ihn verwunderte.
Als sie in etwa bei der Hälfte angelangt waren, wandte sich Leanora um.
"Ich bin durstig, wenn Ihr gestattet, so nehme ich mir noch eine Tasse von diesem köstlichen Tee! Außerdem ist die Zeit beinahe verflogen, und wir haben uns kaum unterhalten, außer über Pferde. Erzählt mir von Euch", bat Leanora den Kommandanten. Sie stand Angesicht zu Angesicht bei ihm, er war noch keinen Schritt zurück gewichen.
"Versprecht mir, dass Ihr morgen auf Euch aufpaßt", sagte sie leise. "Von diesem Inquisitor habe ich einiges gruseliges gehört, und ich sorge mich um Euer Wohlbefinden." Fest sah sie ihm in die Augen, sie hatte tatsächlich Angst, dass ihm etwas zustossen konnte.
#1600
Posté 25 janvier 2011 - 08:41
„Mir wird schon nichts passieren, Sophia“, meinte Neranos lächelnd, wobei er ihre Hände in die seinen nahm und an seine Brust drückte, um die junge Frau zu beruhigen. „Dieser Gromschlag hat zwar einen fürchterlichen Ruf, doch seine Erfolgsquote gibt ihm recht. Bisher konnte er noch jeden abtrünnigen Magier zur Strecke bringen, hinter dem er her war. Aber ich bin ein Templer und kein flüchtiger Magier, wir stehen also auf der selben Seite. Das wird schon gut gehen. Aber ich bin entzückt, dass Ihr Euch Sorgen um mich macht. Das ist wirklich lieb von Euch.“
Der Kommandant drückte sanft Leanoras Hände, während er ihr liebevoll in die Augen sah. So standen sie einen Moment schweigend voreinander, bevor er seine Fassung wiedergewonnen hatte. „Nur leider weiß ich nicht, ob wir noch viel Zeit für ein gutes Gespräch haben werden, sobald der Inquisitor hier eintrifft. Ich werde natürlich versuchen, auch in den nächsten Tagen Zeit für Euch zu haben, aber ich kann es leider nicht versprechen. Und das schmerzt mich jetzt schon...aber was rede ich hier eigentlich die ganze Zeit für einen Unsinn. Ihr habt Durst, und ich plappere Euch die Ohren voll wie ein altes Waschweib. Kommt, setzen wir uns wieder hin.“
Die beiden gingen zu der Sitzgruppe zurück und ließen sich in den Sesseln nieder. Neranos nahm die Teekanne zur Hand und füllte die Tassen der beiden wieder auf. Dabei ließ er Leanora keinen Augenblick aus den Augen.
„Ach ja, Ihr wollt ja etwas über mich erfahren“, erinnerte sich der Kommandant mit einem leichten Grinsen, während er der blondhaarigen Frau eine der Tassen hinüberreichte. „Hier, bitte...auch wenn es da nicht viel zu erzählen gibt. Ich bin nur der dritte Sohn eines Adeligen aus Highever und hatte somit keinen Anspruch auf den Titel meines Vaters. So übernahm auch mein älterer Bruder die Ländereien unserer Familie nach dessen Tod. Ich selbst erbte nur einen Haufen Bücher und eben meinen Diener Fassian, wenn Ihr so wollt. Schon zu den Lebzeiten meines Vaters schloss ich mich dem Templerorden an, um der gerechten Sache zu dienen. Ich dachte, so könnte ich diesem Land etwas von dem zurückgeben, was es mir durch meine Geburt in einer Adelsfamilie geschenkt hatte. Ich war schon immer sehr ehrgeizig und konzentrierte mich nur auf meine Arbeit...und meiner Leseleidenschaft natürlich. Dementsprechend schnell stieg ich auch in den Rängen des Ordens auf, doch leider konnte mein Vater nicht mehr miterleben, wie ich zum Kommandanten der Garnison hier in Denerim geworden bin...ich bin sicher, er wäre sehr stolz auf mich gewesen.“
Neranos schwieg für einen Moment, in dem er nachdenklich in seine Tasse starrte, dessen Inhalt er eher geistesabwesend umrührte. Nach einem kurzen Augenblick des Überlegens fuhr er dann fort. „Das war eigentlich schon die ganze Geschichte meines Lebens. Nicht sehr viel, ich weiß, aber ich bin trotzdem stolz, auf das, was ich erreicht habe. Jetzt würde ich ja Euch nach Eurer Vergangenheit fragen, aber Ihr seid ja hier, um genau diese zu vergessen, also lasse ich das lieber. Erzählt mir stattdessen, was Euch sonst noch so interessiert...außer Pferde natürlich.“
Bei seinen letzten Worten hatte der Mann sein Lächeln wiedergefunden, welches er Leanora in seiner ganzen Pracht schenkte.
Der Kommandant drückte sanft Leanoras Hände, während er ihr liebevoll in die Augen sah. So standen sie einen Moment schweigend voreinander, bevor er seine Fassung wiedergewonnen hatte. „Nur leider weiß ich nicht, ob wir noch viel Zeit für ein gutes Gespräch haben werden, sobald der Inquisitor hier eintrifft. Ich werde natürlich versuchen, auch in den nächsten Tagen Zeit für Euch zu haben, aber ich kann es leider nicht versprechen. Und das schmerzt mich jetzt schon...aber was rede ich hier eigentlich die ganze Zeit für einen Unsinn. Ihr habt Durst, und ich plappere Euch die Ohren voll wie ein altes Waschweib. Kommt, setzen wir uns wieder hin.“
Die beiden gingen zu der Sitzgruppe zurück und ließen sich in den Sesseln nieder. Neranos nahm die Teekanne zur Hand und füllte die Tassen der beiden wieder auf. Dabei ließ er Leanora keinen Augenblick aus den Augen.
„Ach ja, Ihr wollt ja etwas über mich erfahren“, erinnerte sich der Kommandant mit einem leichten Grinsen, während er der blondhaarigen Frau eine der Tassen hinüberreichte. „Hier, bitte...auch wenn es da nicht viel zu erzählen gibt. Ich bin nur der dritte Sohn eines Adeligen aus Highever und hatte somit keinen Anspruch auf den Titel meines Vaters. So übernahm auch mein älterer Bruder die Ländereien unserer Familie nach dessen Tod. Ich selbst erbte nur einen Haufen Bücher und eben meinen Diener Fassian, wenn Ihr so wollt. Schon zu den Lebzeiten meines Vaters schloss ich mich dem Templerorden an, um der gerechten Sache zu dienen. Ich dachte, so könnte ich diesem Land etwas von dem zurückgeben, was es mir durch meine Geburt in einer Adelsfamilie geschenkt hatte. Ich war schon immer sehr ehrgeizig und konzentrierte mich nur auf meine Arbeit...und meiner Leseleidenschaft natürlich. Dementsprechend schnell stieg ich auch in den Rängen des Ordens auf, doch leider konnte mein Vater nicht mehr miterleben, wie ich zum Kommandanten der Garnison hier in Denerim geworden bin...ich bin sicher, er wäre sehr stolz auf mich gewesen.“
Neranos schwieg für einen Moment, in dem er nachdenklich in seine Tasse starrte, dessen Inhalt er eher geistesabwesend umrührte. Nach einem kurzen Augenblick des Überlegens fuhr er dann fort. „Das war eigentlich schon die ganze Geschichte meines Lebens. Nicht sehr viel, ich weiß, aber ich bin trotzdem stolz, auf das, was ich erreicht habe. Jetzt würde ich ja Euch nach Eurer Vergangenheit fragen, aber Ihr seid ja hier, um genau diese zu vergessen, also lasse ich das lieber. Erzählt mir stattdessen, was Euch sonst noch so interessiert...außer Pferde natürlich.“
Bei seinen letzten Worten hatte der Mann sein Lächeln wiedergefunden, welches er Leanora in seiner ganzen Pracht schenkte.
Modifié par Aliens Crew, 26 février 2011 - 01:19 .





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