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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#1601
Doomheart43

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Neria hatte keine Ahnung worüber sich Miandra mit dem Elf unterhielt, da sie zu weit entfernt war um deren Gespräch zu hören. Doch plötzlich schien sich die Sache zuzuspitzen, da sich der Elf zu der neben ihm stehenden Vernita wandte, offensichtlich über ihre Anwesenheit erschrak, und Fersengeld gab.
 
Während der Elf Hals über Kopf in Richtung Ausgang stürzte, gab Neria ebenfalls mit einem kurzen nicken Vernita zu verstehen, dass sie ihr Zeichen verstanden hatte.
 
Als sie gerade am überlegen war auf welche Weise sie den Elf stoppen sollte, wurde plötzlich die Eingangstür aufgerissen und weitere Besucher strömten in die Perle. Anscheinend hatten die Leute Zuhause keine Tür, denn sie ließen die Eingangstür sperrangelweit offen.
 
Der Elf bemerkte dies, und beschleunigte seinen Sprint in Richtung der offenen Tür, wobei er einige der Neuankömmlinge regelrecht umrannte. Neria stand weiterhin gelassen neben dem Eingang um den Elf, der sich immer wieder hastig zu ihren beiden Gefährten umwandte, in Sicherheit zu wiegen. Nachdem Neria nicht unbedingt unnötiges Aufsehen mit einem ihrer Zaubersprüche erregen wollte, fasste sie den Entschluss den Elf auf eine herkömmliche Weise zu stoppen.
 
Kurz bevor dieser die Eingangstür erreichte, nahm sie blitzschnell ihren Zauberstab zur Hand, und hielt diesen quer über die Tür an die beiden Türrahmen. Der Elf kam in vollem Tempo  gelaufen, und wandte sich gerade wieder um, um zu sehen ob er verfolgt wurde. Zu spät sah er den von Neria knapp unterhalb der Kopfhöhe quergelegten Zauberstab, und rannte blindlings in diesen hinein. Der Zauberstab der den Elf am Hals erwischte, bog sich und drohte unter der Wucht des Aufpralls zu bersten, doch bevor dies geschah riss es dem Elf die Beine unter den Füssen weg, und er krachte rücklings zu Boden.
 
Neria nahm ihren Zauberstab, warf sich auf den Elf und fixierte diesen am Hals mit ihrem Stab. „Na Weißlöckchen wohin denn so eilig“ warf sie diesen spöttisch, triumphierend zu. „Eine falsche Bewegung und eure Atemprobleme verschlimmern sich“ fuhr sie drohend fort.
 
Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, presste sie ihren Zauberstab noch stärker an den Hals des Elfen. Doch das war gar nicht notwendig, da es den Elf am Kehlkopf erwischt hatte, und dieser ohne ihr zutun schon nach Luft röchelte, so blickte er Neria nur mit schreckgeweiteten Augen an, und tat nichts was Neria veranlasst hätte noch fester zuzudrücken.
 
Das Interesse der anderen Gäste am Geschehen hielt sich in Grenzen. Anscheinend dürfte es in der Perle öfters zu kleineren Reibereien kommen, so wandten sich die Leute sehr bald von der Szene ab, und frönten wieder ihren Gelüsten.
 
 
 
 

Modifié par Doomheart43, 26 janvier 2011 - 09:59 .


#1602
Aliens Crew

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Vernita lachte auf, als sie sah, wie Neria den Albinoelfen zu Fall brachte und sich wie eine Furie auf ihn stürzte.
 
„Nicht gerade sehr subtil, aber wenigstens effizient“, meinte sie grinsender Weise zu Miandra gewandt, bevor sie das Wort an Sanga richtete, die wieder hinter der Theke erschienen war. „Wir brauchen ein abgelegenes Zimmer, damit wir meinen neuen Freund etwas „verwöhnen“ können.“
 
Bei diesen Worten warf sie der Bordellbesitzerin ein paar Münzen auf den Tresen, welche diese schnell einsteckte. „Den Gang entlang, das letzte Zimmer auf der rechten Seite. Dort seid Ihr ungestört.“
 
„Danke, Sanga“, sagte die Elfe noch, bevor sie gemächlich und mit einem fiesen Grinsen auf den Lippen zu Neria hinüberging, die nach wie vor auf der Brust des Elfen hockte und diesen in Schach hielt.
 
„Ich denke, dass reicht fürs erste“, bemerkte sie zu der Magierin gewandt, die daraufhin von dem Mann abließ. Vernita packte diesen anschließend am Kragen und zerrte ihn auf die Füße. Sie zog ihn dicht zu sich heran, so dass sich die beiden Auge in Auge gegenüberstanden. „Los, gehen wir in dieses Zimmer. Wir haben einiges zu besprechen.“
 
Sie stieß den Elfen vor sich her durch den Schankraum und wies ihm so den Weg zu dem von Sanga angegebenen Zimmer. Miandra und Neria folgten den beiden, bis die vier gemeinsam den Raum betraten. Die Magierin schloss die Tür hinter sich, während Miandra die Fensterläden verrammelte. Nun spendete nur noch eine Lampe auf dem Nachttisch ihr schummriges Licht. Die Elfe durchsuchte den Mann nach Waffen, wobei sie bei ihm auch einen langen Dolch fand, welchen sie ihm sogleich abnahm. Danach schubste sie ihn in Richtung der beiden Stühle, die neben einem kleinen runden Tisch in der Ecke standen.
 
„Setz dich!“ befahl Vernita mit scharfer Stimme, was der Elf auch gleich tat. Sie selbst nahm sich den anderen Stuhl, drehte diesen mit der Lehne in Shendárs Richtung und setzte sich dann breitbeinig darauf. Anschließend legte sie ihre Arme auf die Stuhllehne und grinste ihr Gegenüber siegessicher an. Miandra und Neria bauten sich in der Zeit hinter dem Elfen auf, um ihm jede Fluchtmöglichkeit zu nehmen.
 
„So, mein Freund“, begann die Elfe mit einem sarkastischen Unterton. „Im Grunde brauchst du eigentlich gar keine Angst vor uns zu haben. Wir arbeiten weder für die Stadtwache, noch für einen anderen Ganoven, der zu dir oder deinem Boss in Konkurrenz steht. Genau genommen sind wir eigentlich sogar hier, weil wir deine Dienste benötigen. Wenn du uns also schön brav alles erzählst, was wir wissen wollen, dann passiert dir auch nichts.“
 
„Ich bin ganz Ohr“, krächzte der Elf leise. Nerias Treffer an seinem Kehlkopf zeigte noch deutliche Nachwirkungen.
 
„Es geht mir um deinen Boss, Legin Dingolor. Ich will, dass du uns zu ihm führst, denn ich habe ihm ein Geschäft vorzuschlagen.“
 
„Ich kenne keinen Legin Dingolor.“
 
Vernita seufzte, wobei sie die Augen verdrehte. Dann wandte sie sich an die beiden Frauen, die hinter Shendár standen. „Miandra, Neria. Hätte eine von Euch die Güte, diesem Herren klar zu machen, dass ich es gar nicht schätze, wenn man mich belügt.“
 

#1603
viento2

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Rowan trat hinaus ins Freie. Der Himmel war bewölkt und kein einziger Stern zu sehen. Sie spürte wie Sareth hinter sie trat und die Tür zur Schmiede schloss. Während sie die Straße zu beiden Seiten ausspähte war er näher gekommen und sie konnte die Wärme seines Körpers spüren. Jede Faser ihres eigenen zog sie zu ihm hin, und es kostete sie einiges an Kraft, ihm zu widerstehen und die aufkommenden Gedanken wieder hinunter zu schlucken.

In der Straße vor dem Gebäude war nichts zu sehen und so drehte sich Rowan noch einmal um und grinste den Krieger an, bevor sie sich um wandte und sich auf den Weg machte. Geschickt bewegte sie sich im Dunkel der Gassen. Die Kapuze ihres Umhangs verhüllte ihr Gesicht und ließ sie zu einem Schatten werden. Sareth hielt sich dicht hinter ihr und bewegte sich für einen Krieger erstaunlich geschickt. Er hatte sich vom Schmied ein paar einfach Anziehsachen und einen Umhang geliehen. Die Rüstung wäre bei diesem Auftrag nur hinderlich gewesen.

Rowan erinnerte sich, dass sie in ihrer Zeit in Orlais auch einige Male zusammen durch die Straßen gezogen waren. Damals schon hatte sie mehr für den Krieger empfunden, doch zu mehr als ein paar scheuen Blicken war es nicht gekommen. Niemals hätte sie erwartet, dass er den weiten Weg auf sich nehmen würde, um sie zu suchen. Sie hatte immer gehofft, dass er mehr für sie empfinden würde, doch in der Zeit ihrer Ausbildung wurde ihr beigebracht, dass Liebe nur ein Hirngespinst war und dass man sie sich jedoch zunutze machen konnte, um seine Ziele zu erreichen. Dort war Liebe nichts weiter als ein Mittel zum Zweck. Und so hatte sich Rowan verschlossen und die sehnsüchtigen Blicke des Kriegers als Spielerei abgetan und ihn auf Abstand gehalten.

In dieser Nacht nahmen sich die beiden die ärmeren Viertel vor. Viele Schenken gab es hier nicht und vor allem kaum eine, in der man übernachten konnte. Nur sehr wenige Reisende, die ein Zimmer benötigten, stiegen in diesen Vierteln ab. Hinweise auf die Söldner konnten sie keine finden.
Nachdem sie aus einem weiteren stinkenden Gastraum nach draußen traten, seufzte Rowan hörbar.

„Ich hatte schon befürchtet, dass dieser Ausflug eine Zeitverschwendung werden wird.“

Lustlos lehnte sie sich mit dem Rücken an die Häuserwand und kickte einen Stein vor ihren Füßen weg. Die Straße lag verlassen im Dunkeln und auch in der Schenke war ihnen niemand anderes als ein mürrischer Wirt begegnet. Übernachtungsmöglichkeiten hatte er keine, aber er verlangte eine horrende Summe Gold für die Information, ob er in der letzten Zeit merkwürdige Gäste gehabt hatte. Rowan kam es höchst unwahrscheinlich vor, dass eine Gruppe Söldner in dieser Abstiege vorbeikommen würde, daher hatte sie den Wirt einfach stehen gelassen und das Gebäude wieder verlassen.

In Gedanken durchlief sie die Straßen Denerims und überlegte, wo sich in der Nähe weitere Schenken befanden. Eventuell könnte sie auch ihren Bekannten nach den Söldnern fragen, doch sie hatte zu viel Angst, in weiter in ihre Angelegenheiten mit hinein zu ziehen. Nie würde sie es sich verzeihen, wenn ihm ihretwegen etwas zustoßen würde.

Sareth unterbrach ihre Gedanken, indem er sich vor sie stellte und seine Hände links und rechts neben ihr an der Wand abstützte. Sein Gesicht brachte er nahe neben ihres und sie konnte seinen warmen Atem auf ihrer Haut spüren.

„Du bist wunderschön, wenn du grübelst“ frech grinste er sie an und sie musste schmunzeln.

„Hm.....aber ein Lachen steht dir noch viel besser.“

Plötzlich wurde er ernst. Mit einer Hand berührte er ihre Wange und sein Daumen strich sanft über ihr Kinn.

„Ich bin so froh, dass ich dich gefunden hab. Niemals wieder wird es für mich eine andere Frau geben. Du bist die einzige für mich und du machst mich zu einem sehr glücklichen Mann.“

Rowan verschlug es den Atem, als sie seine Worte vernahm. Ihre Brust zog sich angesichts seiner Worte schmerzhaft zusammen. Sie empfand sehr viel für den Krieger und wenn sie ihn richtig verstanden hatte, dann hatte er ihr gerade seine Liebe gestanden und ihr Treue geschworen. Ein Teil von ihr jubelte darüber, doch der andere stürzte in ein bodenloses Loch, als ihr die letzte Nacht in den Sinn kam. Doch bevor sie weiter daran denken konnte, hatten sich seine Lippen auf die ihren gelegt und sie mit einem Kuss verschlossen.
Rowan Herz begann augenblicklich, schneller zu schlagen und Hitze stieg in ihr auf. Die schlechten Gedanken lösten sich in Rauch auf und sie verlor sich in seiner Umarmung. Nach kurzer Zeit löste sie sich sanft von ihm. Für einige Atemzüge schauten sie sich schweigend in die Augen, bevor sie sich wie auf ein unsichtbares Zeichen hin beide wieder in Bewegung setzten, um ihren Weg fort zu führen.

Modifié par viento2, 28 janvier 2011 - 07:50 .


#1604
Kaysallie

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Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit musste sich Miandra ein Lachen verkneifen. Sie wusste nicht warum, aber die Art und Weise, wie sie diesen Albinoelfen einfingen war einfach zu amüsant. Es machte ihr wohl einfach viel mehr Spaß Kerlen etwas vorzumachen, wenn dies aus einem anderen Grund geschah, als keine andere Möglichkeit zu haben, da ihre Existenz davon abhing. Dann auch noch der Gesichtsausdruck von Shendár, als er Begriff was vor sich ging, und die Magierin, die auf ihn sprang wie ein Mabari, waren einfach zu komisch.

"Ach wie schade, wir haben uns doch vorhin so gut unterhalten, warum nun so schweigsam?", sagte sie leicht ironisch, nachdem sie den Elfen in den anderen Raum gebracht hatten und dieser nicht reden wollte. Währenddessen streifte sie ihren Umhang zur Seite und zog eines der Messer aus dem Gurt. Anschließend bückte sie sich ein Stück und blickte Shendár ausdruckslos in die Augen.

"Wisst Ihr was das ist?", fragte sie den Elfen und hielt ihm das Wurfmesser direkt vor die Nasenspitze. Natürlich erwartete sie keine Antwort auf ihre Frage.

"Zu Eurem Nachteil, ist in diesen vier Wänden nicht genug Platz, um sie dafür zu verwenden, wofür sie gedacht sind. Und zu Eurem weiteren Nachteil, halte ich nicht viel von langwierigen Foltermethoden.", sagte sie trocken und hielt einen kurzen Moment inne.

"Zudem weiß ich - auch wenn nicht genau warum - was so Kerlen wie Euch wohl am wichtigsten ist.", fügte sie hinzu, und wandte den Blick von Shendár ab. Ohne länger zu zögern fasste sie zu dem Hosenansatz den Elfen, zog den Stoff ein Stück von der Haut weg, und schnitt mit dem scharfen Messer einen langen Schnitt in diese, sodass der Teil zwischen seinen Beinen von jeglichen Kleidungsstück freigelegt wurde. Anschließend packte sie mit ihrer freien Hand nach seinem wohl wertvollsten Teil, wobei der Elf kurz zusammenzuckte, und hielt das Messer direkt daran, sodass wohl nur eine winzige Bewegung fehlte, um hineinzuschneiden.

"Redet, und achtet darauf, dass Eure Worte nicht mit Lügen gespickt sind, denn von sowas bekomme ich oft ein Zucken in meiner Hand.", sagte Miandra erst ernst, anschließend mit einem zynischen Grinsen und blickte ihn durchdringend an.

Modifié par Kaysallie, 28 janvier 2011 - 04:58 .


#1605
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„Schon gut, schon gut“, lenkte Shendár ein. Sein Blick wechselte ständig zwischen Vernita, Miandra und dem Messer an seinem Penis. „Ich kenne Legin. Nur ist er ein Mann, der seine Privatsphäre über alles schätzt.“
 
„Mich wird er mögen“, grinste die Elfe hämisch zurück. „Ich bin schließlich eine alte Bekannte von ihm. Ich habe ihm vor Jahren einen Gefallen getan. Und nun wird es Zeit, dass er sich dafür revanchiert. Also, wirst du uns zu ihm führen.“
 
„Na schön. Ich organisiere ein Treffen mit ihm“, meinte der Elf beschwichtigend, während ihm der Angstschweiß aus allen Poren trat und über das Gesicht lief. „Kommt morgen Abend noch einmal hierher, dann bringe ich Euch zu ihm.“
 
Vernitas Grinsen wurde verächtlich. „Netter Versuch, Kleiner. Allerdings ist unser Anliegen so dringend, dass es keinen weiteren Aufschub erlaubt. Außerdem bist du nicht vertrauenswürdig genug, um mir garantieren zu können, dass du morgen Abend überhaupt hier aufkreuzt oder vielleicht auch nur in Begleitung einer Meute von Meuchelmördern. Also wirst du uns heute zu Legin führen, und zwar jetzt sofort.“
 
„Das geht nicht. Wirklich nicht“, stotterte der Elf panisch, während er anfing unruhig auf seinem Stuhl herumzurutschen, was ihm einen kleinen Stich in sein bestes Stück bescherte. Schmerzerfüllt sog er scharf die Luft ein. „Er wird mich umbringen, wenn ich das tue.“
 
Vernita stöhnte enttäuscht auf, bevor ihr Gesicht äußerst harte Züge annahm. „Neria, würdet Ihr dem jungen Mann vielleicht mal vor Augen führen, dass der Tod oder der Verlust seines Schwanzes nur das Kleinste seiner Probleme darstellen wird, falls er sich weiterhin so uneinsichtig verhält?“
 

#1606
Doomheart43

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„Mit Vergnügen“ erwiderte Neria schelmisch grinsend auf Vernitas Bitte. „Miandra wenn ihr euch von seinem besten Stück kurz trennen würdet, bevor unser Freund noch Gefallen daran findet“ bat sie diese von dem Elf abzulassen. Miandra trat daraufhin einen Schritt zurück, wischte sich angewidert die Hände an einem Stofftuch ab, und überließ Neria den Vortritt.
 
Neria schmiegte sich von hinten an den Elf, ließ ihre Hände über dessen Brust gleiten und flüsterte ihn mit sanfter Stimme aber drohendem Unterton ins Ohr. „Mir scheint ihr hängt nicht so wirklich an eurem besten Stück, könnte sein dass ihr gerne den passiven Part übernehmt?“
 
„Tja Liebster aus dem wird wohl in Zukunft auch nichts mehr werden, weil mit dem Gesicht das ich euch jetzt verpasse, werdet ihre dieses Etablissement wohl nicht mehr betreten können, ohne das euch die Leute hier angewidert aus dem Haus jagen“ hauchte sie dem Elfen ins Ohr.
 
Erklärend fuhr Neria fort „Schade um euer hübsches Gesicht aber um wie viele Jahre ihr altern werdet bestimmt alleine ihr, und solltet ihr mit der Entscheidung ob ihr uns nicht doch heute noch zu Legin Dingolor führt gar zu lange brauchen, werdet ihr qualvoll sterben“
 
Unbeeindruckt von Nerias Worten starrte der Elf ausdruckslos auf die Decke. Nerias Miene verfinsterte sich angesichts seiner Uneinsichtigkeit. Sie fasste den Elf beim Hals, und murmelte einen ihrer Todesmagiezauber, der seinem Opfer langsam die Körperflüssigkeit entzieht und diesen altern lässt.
 
Nach einem kurzen Moment blutete der Elf aus Nase, Ohren und Mund, sein Körper wurde allmählich seiner Flüssigkeit beraubt. Während sein Körper langsam austrocknete bildeten sich nicht nur in seinem Gesicht Falten und Furchen, der schmerzvolle Alterungsprozess hatte begonnen.
 
Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten, der Elf krümmte sich vor Schmerzen, und stieß mit schmerzerfüllter, erstickter Stimme hervor. „Beim Erbauer ich bitte euch hört auf damit“
 
Neria hielt kurz inne und sah Vernita mit fragendem Blick an. Nachdem diese ihr kurz zunickte unterbrach sie ihren Zauber und wandte sich an den Elfen. „Ich hoffe ihr habt euch jetzt eines Besseren besonnen, und erfüllt nun alle Wünsche meiner Freundin. Noch könnt ihr aufrecht gehen, solltet ihr uns jedoch hinters Licht führen schwöre ich euch, dass ihr diesen Sessel hier nicht mehr verlassen werdet“
 
 
 
 

Modifié par Doomheart43, 28 janvier 2011 - 07:39 .


#1607
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„Na gut, ich bringe Euch zu Legin“, gab der Albinoelf nach. „Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass er mich und auch Euch töten wird.“
 
„Das lass mal getrost meine Sorge sein, Kleiner. Ich bin schon mit Typen fertig geworden, die weitaus gefährlicher waren als dein Boss. Also, lass uns gehen“, winkte Vernita ab, bevor sie sich an die beiden Frauen wandte. „Lasst ihn aufstehen! Er wird uns sicher keinen Ärger mehr machen.“
 
Neria und Miandra traten zurück, woraufhin sich Shendár etwas entspannte. Zuerst untersuchte er die Verletzung an seinem besten Stück, welche aber nur oberflächlich war.
 
„Soll sich meine Freundin hier um den Kratzer an deinem Schwanz kümmern, Kleiner?“ fragte die Elfe mit einem dreckigen Grinsen, woraufhin der Angesprochene nur mit dem Kopf schüttelte. Er hatte genug von den Behandlungsmethoden der beiden zu spüren bekommen. Er hatte kein Verlangen nach einer Zugabe.
 
„Schön, dann nicht. Bringe uns jetzt zu Legin. Vergiss aber nicht, dass meine Freundin hier gut mit dem Wurfmesser umgehen kann und die andere eine Magierin ist. Komm also nicht auf die unheimlich dumme Idee wegzulaufen. Du würdest nicht sehr weit kommen. Und dann hätten wir auch keine Verwendung mehr für dich. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen will.“
 
Der Elf nickte nur, bevor die vier den Raum und anschließend auch die Perle wieder verließen. Ohne Umschweife führte Shendár die drei Frauen in die Elendsviertel Denerims, wo sich der übelste Abschaum herumtrieb. Patrouillen der Stadtwache waren in dieser Gegend eine Seltenheit. Anscheinend erachteten die Herren der Stadt die Bewohner dieser Viertel als nicht beschützenswert. Somit erreichten die vier auch nach einem längeren Fußmarsch unbehelligt ihr Ziel, eine ausgediente Spelunke, die schon lange keinen Gast mehr gesehen hatte, der nicht in irgendeiner Form Dreck am Stecken hatte.
 
Dementsprechend sahen auch die Bediensteten aus. Abgewrackte Dirnen, die den ungewaschenen Strauchdieben ihr Bier brachten und für ein wenig Unterhaltung sorgten. Die Tische waren schlecht geputzt, was in dem schummrigen Dämmerlicht dieser Kaschemme aber kaum auffiel. Auch das Bier sollte man vielleicht nicht so genau begutachten, denn es war durchaus möglich, dass der fettleibige Wirt dies ausgiebig mit Wasser streckte, mit Wasser von nicht unbedingt der besten Qualität versteht sich. Der Schankraum selbst war rauchschwadenverhangen, und es stank nach abgestandenen Bier, getrocknetem Blut, Schweiß und auch nach Urin.
 
Der Elf nickte dem Wirt einmal kurz zu, bevor er sich zu einem der Hinterzimmer begab. Der Wirt selbst musterte Miandra und Neria ziemlich eindringlich. Anscheinend glaubte er wohl, Shendár würde dort mit neuer „Ware“ aufkreuzen. Nur Vernita passte da nicht so ganz ins Bild, da sie nicht gerade das war, was der Wirt unter einer Schönheit verstand. Doch er verkniff sich jeden Kommentar, als er in das Gesicht der Elfe sah, welche ihn böse aus den Augenwinkeln anstarrte.
 
Shendár führte die drei Frauen zu einer von zwei Schlägern bewachten Tür. Diese erkannten den Elfen offenbar, denn sie nickten ihm nur zu und machten auch keine Anstalten ihn aufzuhalten, als dieser an die Tür klopfte, diese öffnete und gleich darauf eintrat.
 
Der Raum dahinter wurde auch nur von ein paar schummrigen Laternen beleuchtet und lag dementsprechend im Halbdunkel. Ein paar Schläger lungerten neben der Tür und in den anderen Ecken des Raumes herum. An einem alten Tisch auf der anderen Seite des Zimmers saß er: Legin Dingolor. Er war ein Mann mit heller Haut und kurzen, karottenroten Haaren. Seine Kinnpartie wurde von einem Drei-Tage-Bart bedeckt, und über seinen farblosen Augen wucherten zwei buschige Augenbrauen.
 
Auf dem Schoß des Mannes saß eine blondhaarige Frau, mit welcher er wohl einige Zärtlichkeiten ausgetauscht hatte, bevor er von den Neuankömmlingen unterbrochen worden war. Dementsprechend genervt fiel sein Blick auch auf den Albinoelfen.
 
„Was willst du, Shendár? Und wer sind diese Weiber, die du da mit anschleppst?“ wollte der Schieber wissen, wobei er das Gesicht verzog.
 
„Erkennt Ihr mich etwa nicht wieder, Legin?“ erwiderte Vernita für den Angesprochenen.
 
„Schweig, Weib! Wer hat dich gefragt?!?“ tobte einer der Schläger und schlug nach der Elfe. Doch diese hatte damit gerechnet und blockte den Schlag mit ihrem linken Arm ab. Gleichzeitig kreiselte sie herum und attackierte den Mann mit der Handkante ihrer rechten Hand, mit der sie seinen Kehlkopf traf. Der Getroffene fing an zu röcheln und sackte auf die Knie. Vernita sprang hinter ihr Opfer, umklammerte den Hals des Schlägers und brach ihm mit einem einzigen Ruck das Genick, was durch ein lautes Knacken bestätigt wurde. Einen Augenblick später zog sie auch schon ihre Schwerter.
 
„Begrüßt Ihr Eure alten Freunde immer so, Legin? Oder nur die, die Euch mal den Arsch gerettet haben?“ zischte sie wütend.
 
„Halt! Wartet!“ brüllte Dingolor seinen Schlägern zu, die schon ihre Waffen gezogen hatten und die drei angreifen wollten. Er selbst war vor Schreck direkt aufgesprungen, wodurch die blonde Frau, welche auf seinem Schoß gesessen hatte, ziemlich unsanft auf dem Boden landete und sie diesem deswegen ziemlich böse anstierte. Doch der Blick, den Legin ihr zurückwarf, machte ihr deutlich, dass es nun an der Zeit war, zu verschwinden. So stand die Dirne auf und verschwand rasch durch eine Tür, die wohl in Dingolors Schlafzimmer führte.
 
„Diese Frau ist Vernita von den Grauen Wächtern!“ verkündete der Schieber zu seinen Schlägern gewandt. „Sie hat die letzte Verderbnis beendet und mehr Leute umgebracht, als ihr alle zusammen! Sie ist bestimmt die tödlichste Schlampe, der ihr jemals begegnet seid! Und sie würde Euch alle innerhalb weniger Augenblicke umbringen, also haltet euch gefälligst zurück!“
 
Die Männer steckten daraufhin ihre Waffen weg und traten zurück, um den dreien nicht zu Nahe zu kommen. Legin nickte zufrieden, bevor er sich wieder auf seinen Stuhl niederließ. Etwas leiser fuhr er fort. „Und, was kann ein einfacher Geschäftsmann wie ich für Euch tun, werte Freundin?“
 
Die Elfe steckte ihre Schwerter wieder weg und trat vor den Schreibtisch des Schiebers. Demonstrativ stützte sie sich mit beiden Händen auf der Tischplatte ab, während sie ihr Gegenüber hart und mit zusammengekniffenen Augen anstarrte. „Ihr seid kein einfacher Geschäftsmann, sondern ein Schieber, der illegale Waren und auch Menschen schmuggelt oder einen Unterschlupf besorgt. Ich habe Euch damals vor der Hinrichtung bewahrt, und dafür erwarte ich heute eine Gegenleistung. Meine Begleiter und ich sind auf einer geheimen Mission hier in Denerim unterwegs und benötigen ein sicheres Versteck. Und soweit ich mich erinnern kann, seid Ihr doch in der Lage, uns so etwas zu besorgen, oder etwa nicht?“
 
 

#1608
Bellandyrs

Bellandyrs
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Lea war froh, die Tasse in ihren Händen zu halten. Als Sengaal erwähnte, dass er auf der gleichen Seite stand wie der Inquisitor, wurde ihr das ganze Ausmaß der Tragödie bewußt. Zum zweiten Mal in ihrem Leben traf sie einen Mann, der sie faszinierte. Und der zwangsläufig gegen sie beziehungsweise ihre Gefährten sein mußte.
Leichte Verzagtheit ergriff von ihr Besitz, auch wenn sie die ganze Zeit über wußte, dass sie als Mitglied der Kirche keine Möglichkeit hatte, diese romantischen Gefühle zuzulassen. Es war, als würde ein Fluch über ihr hängen. Zuhause hatte sie keinen einzigen Mann kennengelernt, der sie auch nur halbwegs faszinierte. Und hier in Denerim innerhalb kürzester Zeit gleich zwei, wo sie sich vorstellen konnte, dass er unter andern Umständen ihr künfitger Gemahl hätte werden können.

So stand sie wieder einmal zwischen Loyalität gegenüber ihren Gefährten und ihrer aufkeimenden Liebe. Sie hatte Angst um Sengaals Wohlbefinden, aber noch mehr Angst hatte sie, dass Neria aufgespürt werden könnte. Ihr wurde bewußt, wie unvorsichtig sie war, als sie dem Kommandanten ihren richtigen Namen genannt hatte, und sie konnte nur hoffen, dass er keine Nachforschungen anstellen würde.

Als er erwähnte, dass sie wohl demnächst keine Zeit mehr finden würden, ein gutes Gespräch zu führen, wurde ihr dennoch das Herz schwer.

"Ich hoffe doch, dass Ihr vielleicht kurz Zeit finden werdet, um Euch ein Bild machen zu können über meine Arbeit in den Stallungen, Sengaal. Aber natürlich verstehe ich, dass Ihr dann genug um die Ohren habt."

Als Neranos von seiner Vergangenheit erzählte, setzte sie die Tasse wieder ab und griff abermals nach seiner Hand.
"Es ist immer schlimm, einen geliebten Menschen zu verlieren, und es hört sich so an, als wärt auch Ihr in einer liebevollen Familie aufgewachsen.  Ich weiß wie es ist, auch ich habe meine Eltern bereits verloren. Ich bin mir sicher, Euer Vater wäre sehr stolz auf Euch gewesen."

Zart strich sie über seinen Handrücken, bevor sie ihn wieder aus ließ.
"Ich danke Euch für Euer Mitgefühl, dass ich meine Vergangenheit vergessen will. Ihr fragt nach meinen Interessen, die ich hatte oder noch immer habe, außer meiner  Liebe zu Tieren. Auch wenn es sich widersprechen mag, aber ich war gerne mit dabei auf der Jagd, aber es waren nie Treibjagden, wo die Tiere aufgescheut wurden. Wir sind nur dann jagen gewesen, wenn es galt, den Bestand der Tiere zu kontrollieren, und erlegten nur kranke oder verwundete Tiere. Ich mochte es, mit Pfeil und Bogen umzugehen, und war sogar relativ geschickt darin. Außerdem tanze ich sehr gerne, Musik an sich mochte ich schon immer. Es wäre schön, wenn ich auch im Kirchenchor unterkommen würde. "

Es war gar nicht so einfach, auf die schnelle aufzuzählen, was sie interessierte. Im Prinzip fielen ihr nur die Sachen ein, die sie leidenschaftlich gern tat, ansonsten war ihr Hirn beinahe wie leer gefegt, erst recht, als ihr Neranos wieder einen dieser tiefen Blicke zuwarf.

#1609
Aliens Crew

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„Was heißt „in einer liebevollen Familie“, Sophia?“ erwiderte Neranos etwas schwermütig. „Um ehrlich zu sein, war meine Kindheit nicht gerade rosig. Meine Mutter starb als ich noch klein war, und für meinen Vater gab es nur Gehorsam, Pflichterfüllung und Disziplin. Er führte seine Familie wie ein strenges Regiment, von Liebe war da nicht viel zu spüren, und ich war froh, dass ich seinem Einfluss entkommen konnte, als ich dafür alt genug war. Das Beste, was ich über meinen Vater sagen kann, ist, dass ich ihn respektiert habe. Doch was beklage ich mich hier eigentlich bei Euch? Wo es doch so viele Kinder in Ferelden gibt, die nicht einmal regelmäßig etwas zu essen bekommen. Von dem Standpunkt aus gesehen, kann ich eigentlich froh über meine Herkunft sein. Sie hat mir das ermöglicht, was ich heute bin.“
 
Als er Leanoras Hand auf der seinen spürte, verflogen seine finsteren Gedanken augenblicklich, und ein warmes Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Es ist schon eigenartig, nicht wahr? Dass ich über solch private Dinge mit einer Frau spreche, die ich erst seit ein paar Stunden kenne? Hätte mir das gestern jemand erzählt, so hätte ich es ihm sicher nicht geglaubt. Aber Ihr seid schon etwas Besonderes, Sophia. Und ich fühle mich in Eurer Nähe mehr als nur wohl.“
 
Der Kommandant hörte der blondhaarigen Frau aufmerksam zu, als diese über ihre Interessen sprach. Ihre Begeisterung für die Jagd konnte er nicht nachvollziehen, obwohl er selbst ja auch so etwas wie ein Jäger war. Allerdings jagte er keine Hirsche oder Hasen, sondern Menschen. Und Gefallen fand er an dieser Tätigkeit mit Sicherheit keinen. Für ihn war diese Arbeit ein notwendiges Übel und eine Bürde, die er auf sich nahm, um die unschuldigen Bewohner dieses Landes vor den Kräften des Bösen zu schützen. Nur dieser Gedanke ermöglichte es ihm überhaupt, diese Tätigkeit als Templer der Kirche ausüben zu können.
 
Leanoras übrige Interessen fanden allerdings das Wohlwollen Neranos, da er selbst gern Musik hörte und das Tanzbein schwang. Gleichzeitig machte es ihn aber auch ein wenig traurig, da er es stark bezweifelte, dass er jemals die Gelegenheit dazu bekommen würde, mit der Frau, die ihm in diesem Augenblick gegenüber saß, tanzen zu können.
 
„Wisst Ihr, ich tanze auch sehr gern. Und es macht mir das Herz schwer, dass ich wohl nie in den Genuss kommen werde, mit einer bezaubernden Frau wie Euch über das Tanzparkett gleiten zu können.“ Er seufzte einmal, bevor er Leanora verschmitzt angrinste. „Aber vielleicht erweist Ihr mir die Ehre, mich Eure Gesangskünste hören zu lassen. Wenn Ihr in den Kirchenchor wollt, dann habt Ihr mit Sicherheit eine faszinierende Gesangstimme.“
 
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„Ein sicheres Versteck also, verstehe“, murmelte Dingolor, wobei er sich nachdenklich das Kinn rieb. „Dann gehe ich mal davon aus, dass Ihr wieder einmal Ärger mit der Obrigkeit dieser Stadt habt, richtig? Das scheint bei Euch ja ein Dauerzustand zu sein.“
 
„Ich hoffe, Ihr wollt damit nicht andeuten, dass Ihr uns bei der erstbesten Gelegenheit verraten wollt, oder?“ drohte Vernita mit harter Stimme. „Das würde ich Euch nicht raten. Ihr wäret nicht der erste, der etwas Derartiges versuchen würde und dafür den Preis zahlen müsste.“
 
„Natürlich will ich Euch nicht verraten, werte Freundin. Wo denkt Ihr hin? Das wäre schlecht fürs Geschäft. Und außerdem bin ich nicht lebensmüde. Ich hänge an meinen Eiern und auch an meinen Eingeweiden. Und ich habe mit eigenen Augen gesehen, was mit Leuten passiert, die zu Euren Feinden zählen. Dazu möchte ich wirklich nicht gehören.“
„Gut für Euch. Und das solltet Ihr auch stets im Hinterkopf behalten, Legin.“
 
„Das Dumme ist nur, dass ich so rein gar nichts für Euch tun kann“, meinte der Schieber sichtlich betroffen. „Ich habe leider gerade kein freies Versteck, in dem Ihr und Eure Freundinnen Unterschlupf finden könntet.“
 
Vernita richtete sich wieder komplett auf, wobei sie scharf die Luft einsog. Ihr Gegenüber spürte förmlich die Spannung, die in der Elfe im Moment inne wohnte. Und er fürchtete, dass diese jeden Augenblick hochgehen könnte und dieses Hinterzimmer in ein Schlachthaus verwandeln würde.
 
„Was ist mit dem alten Lagerhaus am Hafen. Das ist vielleicht etwas schäbig, aber groß genug für die drei“, mischte sich Shendár in das Gespräch ein, als er merkte wie sich die Lage zuspitzte.
 
„Richtig, du hast recht. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht“, meinte Legin mit einem hilflosem Lächeln. „Nun, wenn Ihr nichts dagegen habt, Euer Versteck, mit jemandem zu teilen, dann könnte ich Euch dort unterbringen. Was sagt Ihr?“
 
„Wen habt Ihr dort untergebracht?“ wollte Vernita ungeduldig wissen.
 
„Keine Ahnung. Irgend so einen rothaarigen Krieger, der wohl untertauchen musste. Ich habe keinen Schimmer, warum. Und ich frage auch nie danach. Ist nicht gut fürs Geschäft Er hat bezahlt, das ist alles, was mich interessiert.“
 
Die Elfe verzog genervt das Gesicht. „Ich muss das erst mit meinen Begleiterinnen besprechen.“
 
„Nur zu“, beschwichtigte Dingolor mit einer verständnisvollen Geste, woraufhin Vernita zu Miandra und Neria zurückging.
 
„Mir gefällt das Ganze nicht“, meinte sie im Flüsterton zu den beiden. „Was haltet ihr davon?“
 
 

#1610
viento2

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Rowan und Sareth liefen gemeinsam durch die nächtlichen Straßen Denerims. Ihre letzte Taverne hatten sie kurze Zeit zuvor ergebnislos verlassen und befanden sich nun auf dem Rückweg ins Versteck. Rowan war etwas missmutig, da die Zeit in dem Keller scheinbar nicht verstreichen wollte und wieder kam sie von einer erfolglosen Erkundungstour zurück. Die Wartezeit zerrte an ihren Nerven und die Stadt engte sie mehr und mehr ein.

Die beiden befanden sich im Randgebiet de ärmeren Viertels. Stadtwachen waren ihnen zum Glück keine begegnet in dieser Nacht. Wolken verdunkelten die Sterne am Himmel und ließen kein Mondlicht bis auf den Boden durch. Die Stadt lag in Schatten und nur hin und wieder brachte eine einsame Fackel Licht in die engen Gassen des Viertels.

Rowan bog um die Ecke in eine Gasse ein, die sie als Abkürzung auserkoren hatte, als sie die Schnur bemerkte, die sich auf Knöchelhöhe vor ihren Füßen von einer Seite der Straße zur anderen zog. Im letzten Moment konnte sie einen Schritt darüber setzen und Sareth noch eine Warnung zurufen, dann waren sie bereits von Schatten umzingelt. Ein Hinterhalt!

Flink zog sie ihre Waffen und stellte sich dem ersten Angreifer. Er war ganz in dunkle Stoffe gehüllt und nur die Augen waren zu erkennen. Er kämpfte mit einem abgewetzten Schwert und hatte ein Stück Holz, dass entfernt an einen Schild erinnerte an seinem linken Arm befestigt. Mit geübten Augen überflog Rowan die anderen Gestalten, soweit sie sie erkennen konnte. Es schien eine Gruppe von etwa einem Dutzend Angreifern zu sein. Doch ihre Ausstattung ließ zu wünschen übrig und der ungeschickte Angriff ihres Gegenübers zeigte ihr, dass sie einer eher unerfahreneren Gruppe ins Netz gegangen waren. Trotzdem würde sie nicht den Fehler machen, sie zu unterschätzen.

Ihr Angreifer stürzte sich lautlos auf sie und schwang seine Waffe. Dabei legte er ihr seine Vorderseite offen und Rowan duckte sich mit Leichtigkeit unter seinem Angriff hinweg, während sie ihm mit einem ihrer Klingen eine tödliche Verletzung am Bauch zufügte. Röcheln glitt die Gestalt hinter ihr zu Boden. Rowan wandte sich dem nächsten Gegner zu, doch die Gruppe hatte sich respektvoll zurückgezogen, nachdem das erste ihrer Mitglieder gefallen war. Sie schienen sich neu zu sammeln und umkreisten die beiden Krieger, die jetzt Rücken an Rücken standen.

Kaum ein Laut war zu hören während der Kampf weiter ging. Nur das gelegentliche Klirren, wenn zwei der Klingen aufeinander prallten. Hin und wieder ein Schmerzenslaut ansonsten nur das leise Rascheln ihrer Kleidung. Wie in einem Tanz blockten Rowan und Sareth die Angreifer ab und schickten einen nach dem anderen ins Nichts. Aus den Augenwinkel sah Rowan, wie drei der Gestalten ihr Heil in der Flucht suchten.

Ein weiterer Mann ging durch ihre Klinge zu Boden. In diesem Moment drang ein Fluch an ihre Ohren. Hektisch wirbelte sie herum und erfasste die Situation mit Entsetzen. Sareth und sie waren während des Kampfes getrennt worden. Und nun lag der Krieger am Boden. Über ihm standen zwei in schwarz Gekleidete, bereit zum Angriff, und das Schwert, dass er mitgenommen hatte, lag außerhalb seiner Reichweite. Rowans Herz begann zu rasen. Der Krieger hatte seine Rüstung im Versteck gelassen und war nun ohne Schutz den beiden Angreifern ausgesetzt. Sie wollte sich eben auf einen der beiden werfen, da schob sich eine weitere Gestalt zwischen sie und ihrem Ziel.

Eiskalte Angst ergriff ihr Herz, als ihr bewusst wurde, dass sie zu spät kommen würde.

#1611
SickOfItAll

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- falsches Forum :D

Modifié par SickOfItAll, 31 janvier 2011 - 05:48 .


#1612
Kisu

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Sha´ira lief durch die dunklen Gassen des nächtlichen Denerim . Ziellos , planlos . Sie suchte eigentlich eine Unterkunft für die Nacht , aber anscheinend , war sie falsch abgebogen , als es noch licht war und nun stand sie in einer trostlosen Gegend am nördlichen Ende des Gesindeviertels . Ein kalter Wind pfiff leise säuselnd durch die Straßen , doch Sie spührte ihn kaum . Seit Sie aus Nevarra losgezugen war um ihr Glück und Ruhm in der Ferne zu suchen , trug sie nur eine leichte Rüstung , Bauchfrei , lediglich die Arme und die Beine steckten in schweren Panzerplatten . Ein elfischer Umhang wehte ihr um die Beine , zerfetzt und zerrupft und von einem alten breiten Gürtel zusammengehalten . Im grünen Haar steckten einihe Federn und ein ebenso grünes Caddis zierte ihr Gesicht . Zwei Klauenahnliche Markierungen auf jeder Wange . In der Hand hielt sie einen Klingenspeer wie ihn die Elfen ihres Stammes fertigten und in einer Scheide , welche am breiten Gürtel baumelte , steckte ein geschwungenes Schwert .



Sie seufzte und bog in die nächste Gasse ein , von der sie hoffte , sie würde sie wieder an die Hauptstraßen führen . Es war eine schmale Gasse mit schiefen Häuschen . Eigentlich ganz schön , wenn man es renovieren würde . Plötzlich blieb sie aprupt stehen . Ihre Rüstung klimperte leise . Entweder bildete sie es sich ein , oder sie hörte die Geräusche eines Kampfes . Auch wenn man es won einer Elfe von vieleicht sechzehn oder siebzehn Sommern nicht erwarten würde , sie wusste zu gut wie ein Kampf klang und besser noch , wie er sich anfühlte . Stumm ging sie weiter und stellte bald fest , das sie sich nicht geirrt hatte . Die Geräusche drangen zuerst leise , dann immer deutlicher an ihr Ohr , hin und wieder Geschrei und das Geklirr von Waffen .



Als sie um die nächste Ecke zu ihrer Linken bog , sah sie die Quelle des Tumults . Etwa ein Dutzend Banditen hatten zwei bewaffnete Personen umstellt und angegriffen . Die beidn schienen sich zu verteidigen . Sie sah ihre Chance gutes zu tun , also zog sie ihr Schwer uns stürmte auf die Gruppe los . Einen der Beiden hatten die Angreifer bereits niedergeworfen . Mit einem kraftvollen Hieb von Oben herab mit dem Klingenspeer schlug sie einem der drei Angreifer , welche die arme Seele am Boden bedrängten , den Kopf ab . Blut Sprudelte aus dem Hals und bespritzte sie und ihre baldigen Opfer gleichermaßen . Den Nächsten schlitzte sie mit einer Pirouette in der Mitte auf und stieß ihm das Schert durch die Brust , das es auf der anderen Seite wieder herausschaute . Sie setzte gerade schnellgenug über den Unglücklichen hinweg , um einem Schlag von hinten zu entgehen . Sie rollte sich ab , wirbelte herum , gerade um einem weieren Schlag mit einem großen Hammer zu entgehen . Den nächsen Hieb nutzte sie , duckte sich , warf sich flach über dem Boden nach vorn , drehte sich nach oben und schlug dem Banditen den Arm unterhalb des Ellenbogens ab . Sie rutschte weiter , sprang auf und lies den Speer kreisen . Mit einem Schlag traf sie einen Angreifer am Kopf und schlug einen Teil des Schädels ab .



Das Blut lief in die Spalten der Steine und bildete ein schwarzes Netz zwischen grauen Platten . Die Toten lagen verstreut auf der Straße und die beiden armen Seelen schienen überlebt zu heben . Sie wischte ihren Speer und das Schwer an ihrem Mantelsaum sauber , atmete einmal tief durch und steckte das Schwert wieder weg . Die Akrobatik war nicht ganz einfach gewesen , zumal sie gerüstet war .

#1613
Bellandyrs

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"Oh das tut mir leid, Sengaal", sagte Leanora, als dieser von seiner Familie erzählte. "Ich kann mir so etwas überhaupt nicht vorstellen, da ich selber in einer sehr liebevollen Umgebung aufwuchs. Von daher dachte ich, Euer Schmerz über den Verlust des Vaters wäre gleich dem meinen. Aber wenn ich das nun höre, denke ich, dass Ihr ihm eher beweisen wolltet, dass Ihr es trotzdem zu etwas großartigem gebracht habt. So kann ich nur sagen: seid stolz auf das Erreichte, es kann Euch egal sein ob er es noch mit erlebt hat oder nicht. Ich finde, es ist um sovieles schöner, etwas zu leisten, wenn man damit auch weiß dass man den anderen damit erfreut."

Gebannt hörte sie ihm zu, als er davon träumte, mit ihr zu tanzen.
"Das wäre wirklich bezaubernd. Aber ich denke, als Schwester geziemt sich das nicht mehr, leider. In der Öffentlichkeit können wir das also nicht tun. Aber..." Ihre Augen blitzten schalkhaft auf, und sie deutete mit dem Finger auf die Tür. "Aber soweit ich mich erinnere ist der Saal da vorne mit herrlich glattem Parkett ausgelegt. Es darf halt keiner sehen." Sie schenkte Sengaal ein lausbübisches Grinsen, seine Worte stachelten sie gerade zu an, etwas Unschickliches zu tun. Allerdings fiel ihr schnell ein, dass sie damit die Stellung des Kommandanten in Gefahr bringen würde, wenn sie dabei doch "erwischt" würden. "Verzeiht, Kommandant. Mein Übermut kam durch."

Es war ihr wirklich peinlich, dass sie sich in seiner Gegenwart so gehen ließ, was mußte er nur über sie denken?

Zuletzt meinte sie: "Ich könnte Euch gerne etwas vorsingen. Und wenn Ihr irgendwo einen Flügel stehen habt, würde ich dazu sogar spielen. Natürlich nur, wenn Ihr möchtet."

Modifié par Bellandyrs, 31 janvier 2011 - 07:56 .


#1614
Doomheart43

Doomheart43
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Schließlich gab der Elf doch klein bei, und versprach sie zu Legin Dingolor zu führen. Die Gegend wohin sie der Elf führte war Neria nicht unbekannt, immerhin war sie im Gesindeviertel aufgewachsen. Sie erreichten den Unterschlupf von Legin ohne weitere Zwischenfälle.
 
Neria konzentrierte sich mehr auf die finsteren Gestalten, die in der schäbigen Spelunke hingen, als diese genauer zu betrachten. Der Geruch im Inneren war schon abstoßend genug, als sich noch mit der Räumlichkeit zu befassen.
 
Bevor sie von einem fetten Wirt an zwei Wachen vorbei in ein Hinterzimmer geführt wurden, nahm Neria sicherheitshalber ihren Zauberstab zur Hand. Enge Räume ließen schon immer ein Gefühl der Unbehaglichkeit in ihr aufkommen, da man als Magier normalerweise doch etwas Platz und Zeit braucht um Zaubersprüche zu wirken.
 
Neria war verwundert, dass derjenige der offenbar Legin Dingolor war, den Albinoelfen trotz seiner Entstellungen umgehend erkannte, da er diesen namentlich ansprach. Vielleicht sollte ich ihn doch noch bisschen nachbearbeiten, dachte Neria schelmisch grinsend. Dem Grinsen wich aber sofort ein ernster Blick, wie die Begrüßung etwas aus dem Ruder zu laufen schien, da einer der Schläger Vernita attackierte, und für seine Überheblichkeit sogleich mit dem Leben bezahlte.
 
Neria rechnete mit dem Schlimmsten, wich einige Schritte zurück, um mehr Platz zu haben, und bereitete sich auf eine Auseinandersetzung vor.  Doch Legin nahm den Tod eines seiner Schläger gelassen hin, und entschärfte die angespannte Situation, indem er seine restlichen Schläger anhielt ihre Waffen wieder wegzustecken. Wenn Legin bei jedem Zusammentreffen mit Vernita einen seiner Schläger verliert, wird er bald keine Gefolgschaft mehr haben, dachte Neria amüsiert.
 
Zu dem überschwänglichen Respekt, den er Vernita zollte, schien Legin auch in der Schuld von ihr zu stehen, da er zumindest kurz nachdachte Vernitas Bitte um ein Versteck nachzukommen. Doch anscheinend dachte er nicht genug nach oder er war lebensmüde, da er Vernita nicht die Antwort gab die sie hören wollte. Shendár der Elf der sie hierher geführt hatte, mischte sich aus Angst vor weiteren Verunstaltungen ins Gespräch ein, und erwähnte ein Lagerhaus nahe des Hafens als mögliches Versteck.
 
Vernita, von dem Vorschlag nicht gerade begeistert, wandte sich an ihre beiden Gefährtinnen um deren Meinung darüber einzuholen.
 
„Ein Lagerhaus? Das kann nicht euer Ernst sein.“ erboste sich Neria. Lagerhäuser, egal wo sie stehen sind wie Magneten für Templer und Stadtwachen, dort sucht man doch zu allererst bevor man überhaupt Hausdurchsuchungen macht. Für wie dumm halten die uns eigentlich?“
 
Verärgert über solch eine Dreistigkeit flüsterte sie Vernita leise zu. „Was ist wenn ich die Typen hier einfach, sagen wir, verschwinden lasse oder abfackle?, dann haben wir unser Versteck, oder braucht ihr euren zwielichtigen Freund noch?“
 
Nachdenklich fuhr Neria fort „Allerdings eignet sich diese Bruchbude wohl kaum als Versteck, einerseits ist es hier noch enger als in unserem Keller, und andererseits müssten wir ständig durch den Schankraum spazieren wenn wir das Versteck verlassen wollen. Ich bin mir sicher, dass zumindest ich bereits Steckbrieflich gesucht werde, und die Gestalten da draußen werden keinen Augenblick zögern sich die paar lumpigen Goldstücke verdienen zu wollen.“
 
„Wisst ihr was ein ideales Versteck wäre?“ beendete Neria schwärmend ihre Überlegungen. „Ein abgelegenes Haus das nur über mehrere Hinterhöfe erreichbar ist, mit mehreren Ausgängen um mehrere Fluchtmöglichkeiten zu haben, und idealer weise mit einem Keller, der Zugang zum unterirdischen Katakombensystem zu Denerim gewährt. In der Nähe vom Hospitz gibt es solche Häuser, vielleicht nennt ja Legin eines dieser Häuser sein eigen, und wenn nicht, den Abschaum der dort wohnt wird niemand vermissen, wenn ihr versteht was ich meine.“
 
 

#1615
viento2

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Rowan erstarrte, als sich plötzlich eine weitere Person in das Kampfgeschehen einmischte. Auch ihr Gegenüber hielt inne und drehte sich um. Bevor er oder sie reagieren konnten, lagen die beiden Angreifer, die Sareth bedroht hatten, verstümmelt und blutig im Dreck der Gasse. Auch der letzte der drei überlebte nicht lange. Rowan zog angewidert die Nase kraus, als Blut auf sie spritzte und hässliche Flecken auf ihrer Rüstung hinterließ. Doch sie sah Sareth, der unverletzt auf dem Boden hockte und ein ebenso verdutztes Gesicht machte. Auch seine Kleidung war über und über mit Blut befleckt, aber er lebte. Erleichtert stieß sie die Luft aus, die sie angehalten hatte.

Dann wandte sie sich ihrer Retterin zu. Sie war augenscheinlich eine Elfe und stammte nicht von hier. Sie trug eine sehr unübliche Rüstung, die zwar an Armen und Beinen gepanzert war, den Bauch jedoch vollkommen ungeschützt ließ. Ein zerfledderter Umhang hing ihr über den Schultern und gab ihr einen eher herunter gekommenen Eindruck. Am wundersamsten war die Waffe, die sie bei sich trug. Es war eine Art Speer, an dessen Ende jedoch die Klinge eines Säbels steckte. Ihre Opfer hatte sie damit auch nicht erstochen sondern die Waffe eher wie ein Schwert geführt und sie enthauptet. Nirgendwo hatte sie bisher eine solche Waffe gesehen, geschweige denn von ihr gehört.

Rowan räusperte sich und trat zögerlich einen Schritt auf die Elfe zu. Ihre Klingen lagen noch immer in ihren Händen.

"Danke, für eure Hilfe."

Sareth war mittlerweile aufgestanden, hatte sein Schert wieder ergriffen und sich den Dreck notdürftig von der Kleidung gestrichen.

"Wärt ihr nicht gekommen, dann hätte ich schon bald meinen Ahnen im Nichts gegenüber gestanden. Ich stehe in eurer Schuld." er deutete eine leichte Verbeugung an.

#1616
Kisu

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" Es war mir eine Ehre zu helfen . " Antwortete Sha´ira . " Euch wurde Unrecht getan und ich bekämpfe es wo ich kann . Doch nun verratet mir euren Namen , dann tu ich das nämliche . "



Sie musterte die Frau die vor ihr stand . Sie sah gut aus , wenn auch etwas abweisend . " Eure Schuld könnt ihr vieleicht später begleichen , doch befürchte ich , das es hier nicht gerade ein Platz zum Plausch ist . "

#1617
Aliens Crew

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„Danke, es bedeutet mir sehr viel, dass Ihr das sagt, Sophia“, erwiderte Neranos mit einem glücklichen Lächeln auf Leanoras Lob hin. „Und Ihr führt mich wirklich in Versuchung. Ich könnte mir im Moment nichts Schöneres vorstellen, als mit Euch zu tanzen. Doch dieses Vergnügen wird uns beiden wohl versagt bleiben. Ihr seid eine Ordensschwester und ich ein Templer der Kirche. Und wir könnten beide aus der Gemeinde ausgeschlossen werden, sollte etwas Derartiges die Ohren unserer Vorgesetzten erreichen. Aber Eurem Gesang würde ich wirklich zu gern lauschen. Bitte, folgt mir.“
 
Der Templer stand auf, nahm Leanora bei der Hand und führte sie aus der Bibliothek heraus. Auf dem Gang draußen wandten sie sich nach rechts und gingen bis zur zweiten Tür auf der linken Seite. Neranos öffnete diese und gab damit der blondhaarigen Frau den Blick auf ein prachtvoll eingerichtetes Musikzimmer frei. Am anderen Ende des großen Raumes stand auf einem leicht erhöhten Plateau ein großer weißer Flügel.
 
„Hier finden normalerweise immer die Feierlichkeiten des Hauses statt, bei denen Fassian meinen Gästen etwas vorspielt“, verkündete der Kommandant lachend. „Doch nun würde t Ihr mir eine unermessliche Freude damit machen, wenn ich Euch dazu überreden könnte, dass Ihr mir etwas vorspielt.“
 
___________________________________________________________________________
 
„Wenn Ihr alle Eure Geschäftspartner so behandelt, dass Ihr sie tötet, wenn Ihr glaubt sie nicht mehr zu benötigen, dann wundert es mich nicht, dass Ihr überall steckbrieflich gesucht werdet“, meinte Vernita mit einem zynischen Unterton zu Neria gewandt. „Und wie Ihr bereits sagtet, ist diese Bruchbude zu gut besucht, um als effektives Versteck dienen zu können.“
 
Die Elfe machte eine kurze Pause, während sie Nerias zweitem Vorschlag lauschte. Als sie vernahm, was diese zu sagen hatte, schüttelte sie nur leicht den Kopf. „Ihr wollt Euch ins Gesindeviertel der Elfen zurückziehen? Dort suchen sie uns noch eher als in diesem elenden Lagerhaus, da bin ich mir ganz sicher. Und erst recht, wenn Ihr dann noch anfangt, die dortigen Bewohner umzubringen. Vielleicht kümmert sich die Stadtwache nicht groß um Morde im Gesindeviertel, aber Ihr seid doch auch dort aufgewachsen, oder? Dann solltet Ihr eigentlich wissen, dass die Elfen dort selbst aufeinander aufpassen. Zumindest war das zu meiner Zeit so. Da sollten wir uns besser erst einmal dieses Lagerhaus ansehen, bevor wir uns nach Alternativen umschauen, findet Ihr nicht auch?“
 

#1618
Jyvindar

Jyvindar
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 Langeweile... es gab wohl nichts
langweiligeres als sich zu verstecken und rein gar nichts zu tun,
besonders wenn man eine so impulsive Persönlichkeit war wie er. Aber
die Vernunft riet ihm, dass die Langeweile für den Moment nunmal die
besser Alternative war. Es hätte schlimmer können – sicher, aber
definitiv auch besser.



Im Augenblick hockte Jyvindar in einer
Ecke auf einigen alten Holzkisten, die schon so marode aussahen, als
stünden sie Dekaden hier herum, ohne dass sich auch nur Irgendjemand
darum gekümmert hätte. Wahrscheinlich hätten sie den Halbelfen
auch nicht getragen, wenn er nicht sein Rüstzeug neben dem sehr
provisorischen Lager abgelegt hätte.
Schon damit sah er nicht unbedingt
gefährlich aus, aber zumindest nicht nach einer halben Portion wie
es wohl jetzt tat. Die langen roten Haare trug er offen, fuhr mit den
Fingern durch die Strähnen, damit diese nicht komplett verfilzten
und er zumindest seine Hände irgendwie beschäftigen konnte.
Andererseits sollte er sich auch
Gedanken darüber machen, wie er fortfahren sollte... sich auf Dauer
hier verkriechen kam ohnehin nicht in Frage und würde auch nicht
funktionieren. Und ganz egal wer ihn in die Finger bekam... es lief
im Grunde auf das Gleiche heraus.

Seufzend rutschte er auf die nächst
niedere Kiste von der aus er dann auf den Boden sprang.
Der Stapel ächzte kurz gequält, brach
aber nicht in sich zusammen wie man zuerst vermuten wollte.

#1619
viento2

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Rowan wollte der Elfe gerade einen falschen Namen nennen, als sie zögerte. Die Fremde hatte Sareth das Leben gerettet und besseres verdient.

"Es tut mir leid, aber ich kann euch meinen Namen nicht verraten. Und auch ihr solltet mir euren nicht nennen."

Sie entspannte sich langsam und begann, ihre Klingen zu säubern.

"Ihr habt recht. Dies ist kein Ort zum verweilen, und ebenso nicht die Zeit dazu. Gerne würden wir uns erkenntlich zeigen, doch fürchte ich, dass wir nicht wirklich dazu in der Lage sind, euch einen Gefallen als Dank zu tun."

Unentschlossen zuckte Rowan mit den Schultern. Ihr Pflichtgefühl verbot es ihr, die Frau einfach so stehen zu lassen. Doch hier bleiben konnten sie ebenfalls nicht. Vor allem nicht zwischen den zerstreuten Leichen.

#1620
Kisu

Kisu
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" So soll es sein . "



Sie wandte sich gerade zum gehen , als ihr etwas ind Gedächtnis schoss . " Wartet . Kann es sein , das ich euch schon auf einem Steckbrief gesehen habe ? Am Haupttor hängen einige aus und eines der Bilder sieht euch ähnlich . "



Sie drehte sich um und blickte ihr wieder ins Gesicht . Es bestand kein Zweifel . Sie hatte sie schoneinmal auf einem Steckbrief gesehen , gerade als sie in die Stadt kam . Ihr seit ... nun , Namen sind Schall und Rauch .Das hat Zeit . Verschwinden wir . "



Sie wandte sich zum Gehen , als sie Geschepper vernahm . Es war noch fern , doch für ihre spitzen Ohren schon deutlich zu hören . Und es kam aus der Richtung aus der Sie gekommen war .

" Yrch! " fluchte sie und machte auf dem Absatz kehrt . " Mitkommen , Soldaten ! " Flüsterte sie scharf der Frau zu , welche noch immer in mitten der Leichen stand . Die zu beseitigen war nun keine Zeit mehr . Sie hatte ihr Heil in der Flucht zu suchen , die Soldaten könnte sie später schlachten .

#1621
Bellandyrs

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Leanora fühlte sich, als würde sie träumen, als sie den Flur entlang schritten. Sie fühlte sich zurückversetzt in eine Zeit, die nie wieder kommen würde.
Innerlich verfluchte sie den Umstand, Laienschwester zu sein und dass Sengaal Neranos Kommandant des Templerordens war. Wieso wurden ihr damals nicht solch charakterstarke Männer vorgestellt? Auf den Bällen waren samt und sonders verweichlichte und verzogene Jünglinge, die um ihre Gunst warben, aber kein Mann, der nur annähernd die Klasse Neranos hatte. Nicht einmal Tjark hatte sie so faszinieren können, wie der blonde Mann, der sie an der Hand in das Musikzimmer führte. Allerdings hatte sie sich mit diesem auch nicht annähernd so gut und so lange unterhalten können.

Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als die beiden den prachtvoll ausgestatteten Raum betraten. Der Boden war mit feinsten Parkett-Stäbchen mit Intarsien in anderen Farben ausgelegt, einige bequeme Sitzecken luden zum verweilen ein, auf einem kleinen Tisch stand Portwein und dazugehörige Gläser. Der Flügel auf dem Podest war eine Kostbarkeit.
Andächtig schritt Leanora darauf zu, setzte sich auf den Schemel und ließ probehalber die Finger über die Tasten gleiten. Glücklich schloß sie die Augen, spielte eine schnelle Tonleiter, bevor sie ein klassisches Musikstück intonierte. Ihre Hände fanden die richtigen Töne beinahe von selber, und sie spielte zuerst ein zwei Stücke, ohne dass sie diese gesanglich begleitete. Sie freute sich wie ein kleines Kind, dass sie ohne Noten noch immer spielen konnte, und so wagte sie sich dann doch an ein etwas schwereres Stück, auch wenn dieses ein fröhliches Trinklied war.

Sie öffnete die Augen und sah, dass Neranos sich in einem Sessel niedergelassen hatte, in der Hand ein nun eingeschenktes Glas Portwein und sie mit strahlenden Augen ansah.
Verlegen blickte sie auf ihre Hände und sagte:
"Dann paßt das nächste Lied ja sogar. Auf Euer Wohl, Kommandant!" Sie blickte ihm wieder in die Augen und schenkte ihm ein fröhliches Lächeln.

Lea räusperte sich kurz, schlug die ersten Akkorde an und begann mit ihrer klaren Stimme einen Teil einer  Arie zu singen.

"Tra voi tra voi saprò dividere
il tempo mio giocondo;
Tutto è follia, follia nel mondo
ciò che non è piacer
Godiam, fugace e rapido
e'il gaudio dell'amore,
e'un fior che nasce e muore,
ne più si può goder
Godiamo, c'invita, c'invita un fervido
accento lusinghier"

Den Refrain spielte sie noch einmal ohne Gesang auf dem Flügel und endete dann.
"Leider kann ich mich nicht mehr an den ganzen Text erinnern", fügte sie schulterzuckend hinzu, aber ihre Augen leuchteten voller Freude.

/ooc: Text aus La Traviata - Libiamo ne'liete calici - Part von Violetta

Modifié par Bellandyrs, 01 février 2011 - 09:26 .


#1622
Kaysallie

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Miandra hatte nicht erwartet, dass Shendár erst eine Gesichtsumwandlung brauchte, um sie zu Dingolor zu führen, denn bisher hatte sie wohl keinen Mann gesehen, dem irgendetwas anderes als der Verlust seines besten Teiles wichtiger war. Doch prinzipiell war es ihr egal, was alles nötig gewesen wäre, die Hauptsache war, dass es funktionierte.

Schweigend folgte sie den anderen dreien, und schon bald fand sie sich an dem wohl heruntergekommensten Ort wieder, den sie je gesehen hatte. Wie konnte man sich nur freiwillig so gehen lassen? Würden die Leute hier für mehr Ordnung sorgen, müssten sie das Bier wohl auch nicht mit Wasser verdünnen, um noch Profit zu haben… waren wohl ihre Gedankengänge, doch sie konzentrierte sich schnell auf etwas anderes, als sie den nächsten Raum erreichten und sofort von den Schlägern des Schiebers attackiert wurden. Intuitiv hatte sie bereits zwei Wurfmesser gezogen, als sich die Kerle auch wieder zurückzogen, was wohl besser für ihre Zukunft war.

Misstrauisch lauschte sie dem Gespräch von Vernita und Dingolor, denn scheinbar lag es nicht gerade in seinem Interesse ihnen so einfach einen Unterschlupf zu verschaffen, und Miandra teilte den Ärger der in Vernita hochkam, denn würde er ihnen kein Versteck geben, hätten sie zwei Tage mit der Suche nach ihm vergeudet. Umso besser war es wohl, dass sich Shendár zu Wort meldete, doch auch sein Vorschlag ließ wohl zu wünschen übrig.

„Wir sollten uns das Lagerhaus ansehen, wir haben schon zu lange in dem Keller bei dem Schmied verweilt.“, wandte sie sich im Flüsterton an Vernita, nachdem Neria ihre Meinung und Ideen geäußert hatte und Vernita ihr darauf eine wohl eher ablehnende Antwort gab.

„Doch dieser Kerl, den Legin erwähnte, macht mir so meine Bedenken… Wenn er wohl ein Versteck brauchte, hat er mindestens genug Dreck am Stecken, um uns entweder noch mehr Probleme zu verschaffen, wenn er sich uns anschließt, oder er ist irgendein hinterlistiges Schwein, welches uns die Stadtwache am Hals hetzt, um an irgendwelche Belohnungen zu kommen, wobei das wohl weniger der Fall wäre, da er dadurch nur sein eigenes Versteck aufgeben würde… Aber prinzipiell ist es mir egal wohin wir gehen, ich vertraue weder diesem Schmied, noch dem Kerl da drüben, noch dem Anderen, der in dem Lagerhaus sitzt. Die Hauptsache ist, dass wir nicht zu lange an einem Ort bleiben, das Risiko ist einfach zu hoch, dass uns nicht bereits jemand dabei beobachtet hat, wie wir tagtäglich in der Schmiede ein und ausspazieren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns diese Söldner, die uns ja scheinbar auf den Fersen sind, dort finden.“, fuhr sie fort und fasste sich dabei nachdenklich ans Kinn.


#1623
Doomheart43

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Neria erschrak als ihr Vernitas Worte vor Augen führte dass sie am besten Weg war wieder in ihr altes Verhaltensmuster zurückzufallen. Waren nicht erst einige Tage vergangen seit sie einer dieser Elfen vor den sicheren Tod gerettet hatte?  schellte sie sich selbst. Wie konnte sie das nur vergessen?
 
„Wozu fragt ihr mich eigentlich wenn ihr euch sowieso schon für das Lagerhaus entschieden habt?“ entgegnete sie Vernita verärgert.  „Ich werde dort sicher keine Auge zu machen können, noch dazu sprach Legin davon, dass sich dort schon jemand eingenistet hat. Aber von mir aus sehen wir uns das Lagerhaus halt einmal an, es ist schließlich eure Entscheidung meinte Neria schließlich resignierend.
 

#1624
Aliens Crew

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„Das war einfach wundervoll, ach was sage ich, grandios geradezu“, lobte Neranos die Gesangs- und Spielkünste Leanoras. Er trank noch ein Schluck aus seinem Glas, bevor er es auf dem kleinen Tisch abstellte, wieder aufstand und klatschend auf die blondhaarige Frau zuging. „Ihr habt eine wunderbare Stimme und Euer Können auf dem Flügel übertrifft die meines Dieners bei Weitem. Bitte seid so gut und spielt mir noch ein Stück vor.“
 
Leanora ließ sich nicht zweimal bitten, sondern stimmte ein neues Lied an. Es handelte sich dabei um eine Ballade über die verlorene Liebe zweier junger Menschen. Die blondhaarige Frau wählte dieses Lied rein zufällig. Erst als sie es vortrug, wurde ihr die Ironie des Ganzen bewusst. Der Kommandant stellte sich hinter Leanora, hob den Kopf und schloss die Augen, um sich ganz in der Musik zu verlieren, welche sein Herz berührte. Dabei legte er der Frau unbewusst seine Hände auf die Schultern. Nie hatte er sich so glücklich gefühlt, wie in diesem Augenblick.
 
Nachdem Leanora ihren Gesang beendet hatte, öffnete er seine Augen wieder und sah zu ihr herunter. Als sein Blick auf ihre Schwesterntracht und vor allem auch auf seine Hände fiel, zog er diese ganz schnell wieder zurück. Für einen Moment überkamen ihm Zweifel.
 
‚Was tue ich hier überhaupt?‘ ging es ihm abermals durch den Kopf. ‚Das kann doch gar nicht gut gehen. Sie ist eine Schwester der Kirche und ich ein Templer. Das kann nur in einer Katastrophe enden, doch…je mehr ich über sie erfahre und sie kennenlerne, desto schwieriger ist es für mich, von ihr abzulassen. Bin ich etwa von dieser Frau besessen? Was passiert nur mit mir?‘
 
Schnell schüttelte er diese Gedanken ab, bevor er erneut begeistert in die Hände klatschte. „Bravo, Sophia. Das war einfach phantastisch. Ich könnte Euch den ganzen Abend lang zuhören, doch ich möchte Eure Stimme nicht überstrapazieren. Wie wäre es stattdessen mit einem kleinen Spielchen. Ich kenne da ein ganz neues Geschicklichkeitsspiel, welches sie in Anderfels spielen. Es heißt Mikado. Hättet Ihr vielleicht Interesse, es einmal auszuprobieren? Es wird Euch sicher gefallen.“
 
___________________________________________________________________________
 
„Ich habe Euch nach Alternativen gefragt“, entgegnete Vernita schroff auf Nerias verärgert klingende Antwort. „Aber nach Alternativen, die uns nicht noch mehr Ärger bescheren, als wir ohnehin schon haben. Und die habt Ihr mir nicht bieten können, so bleibt für mich im Moment nur das Lagerhaus als logische Wahl für unser neues Versteck. Denn wie Miandra es schon so treffend bemerkte, hocken wir schon viel zu lange in diesem Kellerloch rum. Und nachdem jetzt auch noch Azoth verschwunden ist, wird es dort mehr als nur gefährlich. Ein Standortwechsel ist also dringend vonnöten. Sobald wir erst einmal in dieser neuen Baracke untergekommen sind, können wir uns immer noch nach einem besseren Unterschlupf umsehen.“
 
Dann wandte sie sich noch kurz an Miandra. „Und keine Angst, wegen diesem Kerl, der da im Moment noch haust. Sollte der uns irgendwelchen Ärger machen, dann versenken wir seine Leiche einfach im Hafenbecken.“
 
Ohne eine Antwort der beiden anderen abzuwarten drehte sie sich zu Legin um. „Wir sind einverstanden. Euer Elfenfreund hier soll uns umgehend dieses Lagerhaus zeigen.“
 
„Du hast die Dame gehört, Shendár“, meinte der Schieber grinsend. „Also tu, wie dir geheißen wurde.“
 
„Ja, ja…natürlich“, stotterte der Angesprochene, bevor er einmal tief durchatmete und mit ruhigerer Stimme fortfuhr. „Bitte, folgt mir.“
 
Bevor die vier den Raum verließen, wandte sich Vernita noch einmal an Dingolor. „Damit sehe ich Eure Schuld mir gegenüber als getilgt an, Legin.“
 
Der Angesprochene nickte nur bestätigend, bevor Shendár die drei Frauen nach draußen geleitete und aus den Elendsviertel Denerims herausführte. Sie bewegten sich in Richtung des Hafens. Die Luft wurde frischer und eine kräftige Brise schlug den vieren entgegen. In der Nähe hörten sie auch schon das Rauschen Meeres.
 
Nach und nach machten die Wohnhäuser großen Lagerhäusern und Verladestellen Platz. Nur einige einzeln stehende Hütten, die wohl Fischern gehörten und eine heruntergekommene Hafenspelunke waren zudem noch auszumachen.
 
Der Albinoelf führte die drei Frauen immer weiter, bis sie fast das Ende des Hafengeländes erreicht hatten. Die Lagerhallen hier waren zum größten Teil leer und verfallen. Nur vor einigen wenigen trieben sich Gestalten herum, die so aussahen, als würden sie nichts Gutes im Schilde führen. In dieser Gegend kann man wohl eine Patrouille der Stadtwache auf drei Meilen gegen den Wind wittern.
 
Shendár hielt vor dem großen Tor einer alten Halle an.
 
„Wir sind da“, verkündete er, bevor er die kleine Zugangstür in diesem Tor öffnete und eintrat. Die drei Frauen folgten ihm sogleich. Der Elf nahm sich eine Fackel aus der Halterung an der Tür und entzündete diese, bevor er den dreien ihr neues zuhause zeigte, was ziemlich heruntergekommen aussah. Viele der Kisten, die hier übereinander gestapelt standen, waren beschädigt oder schon komplett verrottet. Und es roch nach verfaultem Fisch und verdorbenem Obst.
 
Und dann standen sie plötzlich vor ihm. Einem ausgehungert wirkenden Hungerhaken mit langen roten Haaren und einer Augenklappe.
 
„Ich nehme an, das ist unser neuer Mitbewohner“, bemerkte Vernita mit abwertender Stimme, wobei sie ihr Gegenüber eingehend musterte.
 

Modifié par Aliens Crew, 02 février 2011 - 05:10 .


#1625
viento2

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Die Elfe musste Rowan nicht lange bitten. Auch sie hörte das leise Geklapper von Rüstungen und war in wenigen Sätzen hinter ihrer Retterin her. Sareth folgte ihr auf dem Fuß. Rowan war jedoch sehr misstrauisch geworden, nachdem die Frau die Steckbriefe erwähnt hatte. Es war nicht gut, dass ihr Gesicht nun in der Stadt bekannt war. Nun musste sie bei ihren Erkundungsstreifzügen noch vorsichtiger sein, damit niemand, der auf schnelles Geld aus war, die Stadtwachen informierte, während sie nach den Söldnern suchte.

Auch wusste sie nicht, ob sie der Frau vor sich trauen konnte. Das beste war es, sich schnellst möglich abzusetzen.

"Ich denke, es wird besser sein, wenn wir uns trennen. Dann fallen wir weniger auf."

Rowan machte sich bereit, einen anderen Weg einzuschlagen.

"Nochmals vielen Dank. Und sollte sich unsere Wege ein weiteres Mal kreuzen, dann bin ich vielleicht eher in der Lage, mich erkenntlich zu zeigen."