Aller au contenu

Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


  • Veuillez vous connecter pour répondre
2750 réponses à ce sujet

#1626
Kisu

Kisu
  • Members
  • 89 messages
Sha´ira lief los , dicht gefolgt von den beiden geretteten . Sie kannte sich in Denerim nicht besonders aus , also blieb sie nach einigen Gassen stehen , als die Frau sie ansprach .
" Ich helfe denen die Hilfe brauchen . Doch möcht ich wissen , ob ihr nicht eine Bleibe kennt , auf der Straße hab ich jetzt schon lang genug geschlafen . Kennt ihr eine Taverne ? "

Aufmerksam lauschte sie der Straße , das Scheppern bog ab , anscheinend hatten sie die Leichen nicht bemerkt oder waren erst garnicht in die Gasse gelaufen . " Das waren keine Soldaten . Keine Stahlstiefel . Eshta ! Dieses Weib sucht jemanden . Euch vieleicht ...? " Sie blickte die beiden ohne jede Regung an und musterte sie . " Ihr werft fragen auf . Aber wenn ihr etwas gegen sie habt , dann sollt ihr wissen das ich ebenfalls etwas gegen sie habe . Ich biete euch Hilfe an . "

Modifié par Kisu, 02 février 2011 - 08:30 .


#1627
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea hatte das Stück einfach so gespielt, aber während sie sang, kam ihr die Ironie des Liedes zu Bewußtsein. Sengaal stand hinter ihr, die Hände auf ihren Schultern, und es fühlte sich so an, als würden sie da hin gehören. Sie bedauerte es, als er die Hände wieder weg nahm.

"Für Euch würde ich den ganzen Abend spielen, Sengaal. Es bereitet mir selber Freude, wieder einmal in den Genuß des musizierens zu kommen. Auch wenn ich vielleicht im Kirchenchor mitwirken dürfte, ist es dennoch etwas völlig anderes, privat zu singen und zu spielen. Noch dazu bei so einem hervorragenden Instrument! Da macht es gleich doppelt Spaß.
Zudem hat Bruder Castillá meine Stimme noch nicht gehört. Wer weiß ob er sie überhaupt für gut genug befinden würde."

Sie sah ihm wieder in die Augen und verlor sich in seinem Blick. Sie fand den Kommandanten immer symphatischer je länger der Abend dauerte. Um so froher war sie, als er ein Geschicklichkeitsspiel vorschlug. So würden sie doch noch mehr Zeit miteinander verbringen und sie war noch kein bischen müde.

"Aber gerne würde ich das Spiel einmal probieren, Sengaal. Es kann eigentlich nur witzig werden!"

Der Templer holte das Spiel und bot Lea Portwein an. Dann erklärte er ihr die Spielregeln.
Lea lächelte. "So schwer kann das doch nicht sein?" meinte sie, aber mußte gleich darauf feststellen, dass es doch ganz schön kniffelig war, die Holzstäbchen zu ziehen oder abzuheben, ohne dass ein anderes ins Wackeln kam. Das erste Spiel gewann der Kommandant haushoch, und Lea meinte dazu:
"Das zählt noch nicht, Ihr habt darin schließlich Übung! Laßt uns noch eines zum üben spielen, und dann richtig."
Beim zweiten Durchgang stellte sie sich etwas geschickter an. Der Sieg ging zwar wieder an Neranos, aber nicht mehr so überlegen.

Weitere Spiele folgten, der Abstand wurde immer geringer, und Lea hatte der Ehrgeiz gepackt.

Vor lauter Anstrengung, die Hand völlig ruhig zu halten, hatten sich Leas Wangen mittlerweile langsam gerötet. Der Portwein tat sein übriges dazu. Sie lachten und amüsierten sich wie zwei kleine Kinder, wenn der andere sein Stäbchen verlor.
"Puh, das ist anstrengender, als es aussieht", lachte Leanora. Sie war an der Reihe und balancierte ein Stäbchen geschickt aus dem Stapel, als sie niesen mußte. Um schnell die Hand vor den Mund zu halten, ließ sie beide Stäbe fallen, die daraufhin auf dem Boden landeten.

"Gesundheit" wünschte der Kommandant, und Lea bedankte sich, kniete sich auf den Boden und holte die Stäbchen unterm Tisch hervor. Als sie sich aufrichten wollte, hatte sie jedoch die Ausladung der Tischplatte unterschätzt und stieß sich den Kopf relativ unsanft. Daraufhin ließ sie die Stäbchen noch einmal fallen, um sich mit der rechten Hand an den Hinterkopf zu fassen.
"Aua! Ich glaube, der Tisch ist größer geworden!" rief sie unter dem Möbelstück hervor.

Noch bevor der Kommandant ihr zu Hilfe eilen konnte, krabbelte sie auf allen vieren noch ein Stück zurück, schaute vorsichtig nach oben, und richtete sich dann wieder auf.
Sie sah ihm in die Augen und begann herzhaft zu lachen, so dass ihr beinah die Tränen kamen. Sie stellte sich vor, wie ungeschickt das ausgesehen haben mußte, als sie auf allen vieren krabbelnd sich den Kopf stieß, und die Beute dadurch wieder fallen ließ.

Modifié par Bellandyrs, 02 février 2011 - 08:58 .


#1628
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Rowan zögerte kurz. Konnte sie der Frau trauen? Eshta war die Person, die ihnen wahrscheinlich die Söldner auf die Fersen gehetzt hatte. Rowan zuckte zusammen. Gehörte die Elfe vielleicht auch dazu? War sie beauftragt worden, sich bei der Gruppe einzuschleichen?

"Hier in der Nähe befindet sich keine Taverne. Da müsstest ihr schon ein Stück weiter gehen. Außerdem bezweifel ich, dass ihr um diese Zeit noch irgendwo Einlass finden werdet."

Sie sollte die Frau einfach stehen lassen und sich schleunigst ins Versteck zurück machen. Doch sie fühlte sich auch verpflichtet, da die Frau Sareth das Leben gerettet hatte. Außerdem konnten sie eine weitere Kämpferin gut gebrauchen.

Nach einem kurzen innerlichen Kampf, hatte sich Rowan entschieden.

"Ich kann euch hier in der Nähe einen Unterschlupf zeigen, jedoch war ich dort schon länger nicht mehr und es kann sein, dass der Ort ziemlich herunter gekommen ist. Dort könntet ihr die Nacht verbringen. Und was eure Hilfe anbelangt.....so kann ich diese Entscheidung nicht alleine treffen."

#1629
Kisu

Kisu
  • Members
  • 89 messages
" Mein Dank gebührt euch . Ich dachte mir schon , ihr seit nicht allein . Und wenn es schon ein Dach ist , das den Regen abhält . "



Sie blickte sich um . " Bringt mich hin , so ihr wollt , aber lauft . Soldaten . Es sind Stahlstiefel . "

#1630
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Rowan nickte der Frau zu, bevor sie sich wieder in Bewegung setzte. Sie führte sie weiter durch das Armenviertel hindurch. Immer verschlungener und enger wurden die Gassen.

In einer dieser schmalen Gassen bog sie plötzlich unvermittelt zwischen zwei Häusern ab. Ein Außenstehender hätte den im Schatten liegenden Eingang vermutlich nicht entdeckt. Im Dunkeln tastete sie sich zwischen den Holzwänden entlang, bis sie die Rückseite erreicht hatte. An das Haus zu ihrer linken schmiegte sich ein kleiner Holzverschlag an. Er maß etwa zwei Schritte in der Tiefe und drei in der Breite und die Elfe würde sich etwas bücken müssen. Früher wurde er offensichtlich zum Lagern von Heu benutzt, doch er machte den Eindruck, als wäre er in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten. Rowan hatte ihn vor Jahren bei einem ihrer Streifzüge entdeckt, als sie sich kurzerhand vor den Wachen eines wütenden Edelmannes verstecken musste.

"Hier könnt ihr die Nacht über unterkommen, während ich Rücksprache halte. Jedoch solltet ihr euch nicht die Mühe machen, länger auf mich zu warten. Sollte ich bis zur nächsten Nacht nicht bei euch vorbeigekommen sein, dann zieht eures Weges."

#1631
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 179 messages
Neranos und Leanora spielten eine Weile dieses neue Spiel und tranken dazu Portwein. Dabei lachten sie fast die ganze Zeit über. Der Kommandant konnte sich nicht daran erinnern, wann er zum letzten Mal so viel Spaß gehabt hatte wie an diesem Abend. Er wünschte, sich dass dieser nie zu Ende gehen würde.
 
Als die blondhaarige Frau unter den Tisch kroch und sich anschließend den Kopf an selbigem stieß, was zur Folge hatte, dass der Stäbchenhaufen auseinander rollte, konnte er nicht anders, als lauthals loszulachen. „Wenn Ihr unbedingt gewinnen wollt, dann sagt es doch einfach. Dann halte ich mich etwas zurück“, prustete er los, während ihm die Lachtränen aus den Augen liefen. „Dafür braucht Ihr nicht gleich die ganze Spielfläche abzuräumen.“
 
Und als sie dann unter dem Möbelstück hervorgekrabbelt kam, wurde sein Lachen noch lauter, und er schlug reflexartig auf den Tisch, wodurch noch mehr Stäbchen auf den Boden kullerten, was bei ihm einen weiteren Lachanfall hervorrief. Auch Leanora fing an zu lachen, als ihr Blick auf den Kommandanten fiel. Und beide brauchten eine ganze Weile, um sich wieder zu beruhigen.
 
„Ihr seid mir vielleicht eine“, lachte Neranos, während er sich die Tränen aus dem Gesicht wischte. „Als Ihr unter dem Tisch hervorgekrochen kamt, habt Ihr mich an meine Katze erinnert, die ich als Kind mein eigen nannte. Sie war meine beste Freundin müsst Ihr wissen und versteckte sich immer unter meinem Bett. Und wenn sie darunter hervorkam, sah das genauso aus wie jetzt gerade bei Euch. Nur war sie nie so süß wie Ihr es seid, Sophia.“
 
Sengaal legte seine Hand auf die Leanoras und drückte diese liebevoll, während er die Frau anlächelte. Er spürte, dass er drauf und dran war, sich in Leanora zu verlieben, doch das war ihm in diesem Moment völlig egal. Ebenso wie die Konsequenzen, die daraus entstehen konnten. Aber diese Empfindung fühlte sich richtig an. Und er wollte daran festhalten.
 
 
 

#1632
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Zum Glück konnte Lea nicht mehr röter werden, da ihr Gesicht durch das Lachen mittlerweile die Farbe einer überreifen Tomate angenommen hatte. Das Kompliment, welches Neranos ihr machte, hätte sie sonst noch mehr erröten lassen. Als er seine Hand auf die ihrige legte, schlug ihr Herz wie verrückt, und sie erwiderte sein Lächeln. Schon sehr lange hatte sie nicht mehr so einen schönen Abend verbracht. Selbst wenn sie an zuhause zurückdachte, konnte sie sich so schnell an keinen Ball erinnern, an dem sie sich nur annähernd so wohl gefühlt hatte, geschweige denn, sich so köstlich unterhalten hatte. Wieder verfluchte sie die Umstände, wie sie den Templer kennen gelernt hatte. Dennoch, wäre sie nicht im Kloster aufgenommen worden, hätte sie ihn überhaupt nicht kennengelernt. Die Lage war verzwickt, wenn nicht sogar aussichtlos. Dazu kam die Angst, dass er herausfinden würde, wer sie wirklich war.
Er wußte schließlich nicht, dass sie zu unrecht gesucht wurde, das ganze nur eine Farce war, und sie ihren Namen rein waschen wollte. Allerdings würde dieser nie mehr so blüten weiß werden wie er einst war, schließlich war sie bei der Befreiung ihrer Gefährten dabei und hatte einen Mord begangen. Eine unschuldige Leanora würde es nie wieder geben, und sie konnte sich nicht vorstellen, dass Sengaal das verstehen konnte, geschweige denn verzeihen.
Ob er von den vermißten Kindern wußte? Es war schwer vorstellbar, Neranos machte einen zu ehrlichen Eindruck. Aber ihn auf solch heikle Themen anzusprechen lag ihr in diesem Moment absolut fern.

"Hat Euere Katze denn auch hin und wieder die Krallen ausgefahren, Kommandant? So süss bin ich eigentlich gar nicht", wehrte sie bescheiden ab, aber lächelte ihn sofort wieder strahlend an. Dabei konnte man ihre Gefühle für ihn durchaus aus den Augen lesen, wenn man sie kannte.
Eigentlich wurde es langsam Zeit, den Besuch zu beenden. Der Abend war doch schneller vergangen als ihr lieb war, aber sie wollte noch nicht gehen, egal ob es sich nun schickte oder nicht. Am liebsten wäre sie für alle Ewigkeit so da gestanden, seine Hand auf ihrer, sich in die Augen blickend. Erst recht, wo sie wußte, dass so schnell keine Möglichkeit mehr kam, mit ihm unter vier Augen zu reden, auf privater Ebene.

"Könnte bitte jemand die Zeit anhalten?" fragte sie leise und ihr ganzes Herz lag in ihrem Blick.

Modifié par Bellandyrs, 03 février 2011 - 07:07 .


#1633
Jyvindar

Jyvindar
  • Members
  • 7 messages
Na da sieh mal einer an.

Es wäre wirklich sehr nett gewesen, wenn man ihn vorgewarnt hätte, dass hier noch Besuch vorbeikam... und dann auch noch Mit...bewohner? Jyvindar ließ die Haarsträhne durch seine Hand gleiten, hob selbige dann auch zum Gruß an, wobei sich ein windschiefes Lächeln auf seinem Gesicht abzeichnete. „Hätte ich gewusst, dass ich Besuch bekomme hätte ich sauber gemacht und ein Festmahl aufgetragen.“ Das Grinsen wurde noch ein wenig schiefer, während er seinerseits die Elfe vor sich besah. Ahja...

Gut an ihm selbst war nicht viel dran und in dem – wohl ehemals – weißen Hemd und der abgetragenen Lederhose wirkte er mehr wie ein Landstreicher, denn irgendjemand der mit einem Schwert umgehen konnte.

„So sieht es leider schlecht aus... wenn ihr Hunger haben solltet....“ er deutete mit dem Zeigefinger auf seine Nase „...immer der Nase nach, dort wo es am meisten stinkt, findet man etwas um das man sich mit den Ratten prügeln kann...“ Der mochte wohl einen Schelm gefrühstückt haben? Wirkte zumindest so. Genau genommen, war Jyvindar doch ein wenig angesäuert, dass nun hier mir nichts dir nichts Leute auftauchten... aber zumindest bot das nun eine Chance diese grässliche Langeweile zu vertreiben. Er zuckte mit den Schultern, machte auf den Absatz kehrt um die wenigen Schritte zu seinem eigenen provisorischem Lager zu gehen.

#1634
Kisu

Kisu
  • Members
  • 89 messages
Sie sah sich um und horchte . " Keine Stiefel . Gut . Habt Dank , besser als nichts . "



In einer an der Wand mit Ketten befestigen Leiter lag noch trockenes Heu und Stroh . Es war zwar alt , aber es staubte nicht und war auch nicht angefault oder schimmlig . Es war einigermaßen weich , das mit Abstand beste , was sie seit dem Überschreiten der Grenze im Gebirge hier angetroffen hatte .



" I thia-car . . . verzeiht . Habt dank . "



Mit diesen Worten begann sie sich auszuziehn , was keine große Sache war - sie trug generell nicht viel . Behende klettete sie in die Krippe und rollte sich in ihren rock ein .

#1635
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Rowan ließ die Frau alleine und machte sich mit Sareth auf den Weg zurück ins Versteck. Nach einer Weile fing der Krieger an zu flüstern.

"Woher sie wohl kommt? Ist dir aufgefallen, wie sie das 'R' rollte beim sprechen? Definitiv nicht aus Ferelden. Und diesen Akzent kenne ich auch nicht aus Orlais."

Rowan konnte förmlich hören, wie er die Stirn kräuselte während er nachdachte.

"Was hast du mit ihr vor?"

"Ich werde Vernita über sie informieren. Wenn man ihr trauen kann und wir einen gemeinsamen Feind haben, dann könnte sie sich durchaus als nützlich erweisen. Auch wenn ihre Art zu Töten nicht gerade für Diskretion sorgen wird."

Rowan zog den Umhang enger um ihre Schultern während sie den Krieger durch die Straßen Denerims führte.


#1636
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 179 messages
„Aha, verstehe…Ihr seid also ein Wildkatze, die es darauf anlegt, gezähmt zu werden, was?“ grinste Neranos die rotgewordene Leanora schelmisch an. „Nichts würde mir mehr Freude bereiten, als genau dieses zu versuchen.“
 
Er führte ihre Hand zu seinem Mund und hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Finger, bevor er genau diese Stelle streichelte, als wolle er damit erreichen, dass eben dieser Kuss niemals auf den Fingern der blondhaarigen Frau verblasste. „Aber wie Ihr schon so treffend sagtet, wo ist nur derjenige, der für uns die Zeit stillstehen lässt? Anscheinend hat dieser jemand heute Ausgang, so dass wir uns nun wohl leider voneinander verabschieden müssen. Allerdings nur für heute, denn ich möchte Euch auf jeden Fall so bald wie möglich wiedersehen, Sophia. Und um Euch einen Grund zu geben, zu mir zurückzukommen, überlasse ich Euch das Buch über die Pferderassen auf Thedas. Vielleicht bringt Euch dessen Studium Erkenntnisse über diese edlen Tiere, die Euch bisher unbekannt sind. Außerdem werde ich morgen mit Bruder Castillá über Eure vorzüglichen Gesangstalente sprechen. Möglicherweise bekommt Ihr dann im Kirchenchor eine tragende Rolle zugesprochen.“
 
___________________________________________________________________________
 
Vernita warf einen genervten Blick zu Miandra und Neria, bevor sie sich wieder an den rothaarigen Mann wandte.
 
„Ihr scheint mir ja ein richtiger kleiner Witzbold zu sein, was?“ fragte sie mit verächtlich klingender Stimme. „Und weswegen werdet Ihr gesucht? Ich hause ungern mit jemandem zusammen, der mir im Gegenzug einen unbekannten Feind zum Mittagessen serviert. Oder haust Ihr aus purer Lust und Laune in so einem heruntergekommenen Drecksloch?“
 
 

#1637
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
"Eine Wildkatze?" Lea lachte glockenhell auf. "Nein, Sengaal, ich glaube nicht"
Ein wohliger Schauer durchfuhr sie, als er ihre Finger küßte. Sie konnte kaum glauben, dass das gerade tatsächlich passierte, aber ein Blick in seine Augen verriet ihr, dass es die Wirklichkeit war.

"Wie kann ich Euch nur danken, Kommandant? Es war ein wunderschöner und unvergesslicher Abend für mich. Und dass Ihr mir das Buch leihen wollt .. ich werde sorgsam darauf acht geben", versprach sie ihm. Solch eine Kostbarkeit, und sie würde darin studieren können und vielleicht neue Erkenntnisse ihrer künftigen Arbeit daraus ziehen können.

Sie drückte das Buch, welches ihr Neranos aushändigte, an sich, gab ihm die Hand und bedankte sich noch einmal überschwänglich für den zauberhaften Abend. Der Templer geleitete sie noch bis zur Tür und winkte ihr nach.

Kaum war sie ausser Sichtweite, verlangsamte sie ihre Schritte und schlug den Weg zum Treffpunkt ein. Sie wollte sehen, ob Vernita inzwischen da war, oder eine Nachricht hinterlassen hatte. Ihr Zeitgefühl hatte sie völlig verloren, sie hätte nicht sagen können, wie spät es gerade war.
Ihre Gedanken überschlugen sich, sie war völlig aufgewühlt, und ihr Gesicht war noch immer erhitzt.
Langsam schlenderte sie zum Innenhof, wo allerdings keine Spur von der Elfe war, und auch ihre Notizen lagen noch im Baumstumpf. War es wirklich erst ein Tag her, wo sie Vernita im Kloster abgeladen hatte? Sovieles war auf sie eingestürzt, und sie fühlte sich tatsächlich wohl und glücklich.
Sie setzte sich auf eine Bank und ließ ihren Gedanken freien Lauf. Vor allem die Erinnerungen an den heutigen Abend kamen in ihr hoch, und egal wo sie hinblickte, sah sie Sengaal vor sich. Ob er wußte, wie sehr er sie durcheinander brachte? Einerseits war sie froh, dass sie nicht ernsthaft vorhatte, dem Orden für immer beizutreten und ihr Gelübde abzulegen. Andererseits gab es auch so keine Zukunft für sie. Ihr krampfte sich das Herz zusammen, als sie daran dachte, was sie ihm alles beichten müßte, und das würde keine Liebe aushalten. Zumindest konnte sie sich das nicht vorstellen. Würde sie ihm im umgekehrten Falle verzeihen können? Würde er seine Position aufgeben und Gutsherr sein können? Sie schüttelte den Kopf. Wohin verirrten sich nur ihre Gedanken? Vor allem müßte sie erst einmal ihren Grundbesitz wieder ihr Eigen nennen können bevor sie sowas überhaupt in Betracht ziehen konnte. Konnte sie als Leanora um ihn werben?
Leise seufzte sie auf. Wahrscheinlicher war, dass sie ihn nie wieder sehen würde, sobald sie das Kloster wieder verlassen würde.

Zärtlich strich sie mit ihrem Zeigefinger die Konturen im Leder des Buches nach. Wie er wohl küßte? Sie wurde rot, als sie sich diesen Gedanken ausmalte. Abermals schüttelte sie den Kopf über sich selber. "Hör auf, dich verrückt zu machen!" schalt sie sich selber.

Dann stand sie auf, ging zurück in ihr Zimmer und versuchte möglichst leise zu sein, um Lucia nicht zu wecken. Sofern diese überhaupt schon schlief.

Modifié par Bellandyrs, 04 février 2011 - 08:31 .


#1638
Jyvindar

Jyvindar
  • Members
  • 7 messages
Na wie finden wir denn das? Spaziert hier herein und wirft direkt mit Fragen über Dinge um sich, die sie ja mal rein gar nichts angehen. Jyvindar ließ sich im Schneidersitz auf der Decke nieder, stützte die Ellenbogen auf die Knie, das Gesicht in den beiden Händen ab und grinste den Dreien entgegen. "Och eigentlich ich bin ich gar nicht so klein, oder?" Er lachte leise, angelte sich mit den Fingern einige Strähnen aus dem Gesicht. "Ich sehe das so... ich war zuerst hier - also seid ihr es wohl, die mir fremde Unannehmlichkeiten auftischten könnte, würde ich böses von euch denken, was ich natürlich nicht tue, da ich ein freundlicher Zimmergenosse sein möchte der euch hier herzlich willkommen heißen will." Er war freundlich... er war zumindest seiner Meinung nach die meiste Zeit über recht freundlich... wobei das Grinsen, das nach wie vor auf seinen Zügen lag noch immer von deutlicher Erheiterung sprach.

#1639
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Miandra war froh, dass sie dieses heruntergekommene Viertel wieder verließen, und hoffte dass dieses Lagerhaus nicht dem Zustand von dem Viertel gleich kam. Sie war zwar nicht sehr penibel, dennoch gab es auch Grenzen was so etwas anging, aber wahrscheinlich hätte sie in der Situation, in welcher sie gerade waren, jedwede Unterkunft angenommen.

Als die Luft kälter und feuchter wurde, verstand sie erst nicht wieso dies geschah, dachte jedoch auch nicht wirklich darüber nach, sondern zog sich den Umgang einfach enger, wohl in der Hoffnung, dass dies etwas gegen die Kälte bringen würde. Erst als sie ein leises Rauschen vernahm wurde ihr klar, dass sie sich dem Meer von Amaranthine näherten. Für einen kurzen Moment bedauerte Miandra, dass die Finsternis der Nacht den Anblick auf den Ozean zerstörte, denn schließlich hatte sie noch nie das Meer gesehen, außer von einigen gemalten Bildern aus Büchern. Doch dieses Gefühl verschwand sofort wieder, als sie das Lagerhaus betraten und ihren neuen Mitbewohner kennen lernten.

Eher abfällig musterte Miandra den rothaarigen Mann und beobachtete die Unterhaltung zwischen ihm und Vernita - auch der genervte Blick der Elfe entging Miandra dabei nicht. Nachdem er sich auf einer Decke niedergelassen hatte und wohl erneut die Nerven von ihnen testen wollte, ging Miandra näher an Vernita ran, um ihr ins Ohr flüstern zu können, wobei sie sich intuitiv an deren Oberarm festhielt.

"Wir sollten den Kerl lieber beseitigen, solch Vorwitzigkeit können wir nicht gebrauchen, denn etwas anderes scheint dieses Einauge ja nicht können. Wenigstens könnten wir dann in dieser Bruchbude halbwegs ruhig schlafen. Oder glaubt Ihr, dass den jemand vermissen würde?"

#1640
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 179 messages
Als Lucia in aus ihrem Schlaf hoch schreckte, war von ihrer Zimmergenossin noch nichts zu sehen. Ein kurzer Blick von ihr zeigte der rothaarigen Frau, dass Leanoras Schlafstätte noch völlig unberührt war.
 
‚Ob sie wohl gleich bei ihm nächtigt?’ ging es ihr sofort durch den Kopf, wobei sich ein schelmisches Grinsen auf ihre Lippen legte. ‚Das ist mir aber auch schon so eine.’
 
Lucia drehte sich auf die andere Seite und schloss die Augen, als sie die Tür hörte. Jemand versuchte sie möglichst leise zu öffnen und schlich anschließend ins Zimmer. Auch das Schließen des Zuganges erfolgte erstaunlich geräuschlos. Doch da sie ohnehin gerade nicht geschlafen hatte, nützte Leanora ihre Vorsicht nichts. Ruckartig richtete sich Lucia auf und starrte ihr Gegenüber im Dunkel des Raumes ins Gesicht, wobei ein seltsames Glitzern in ihren Augen lag.
 
„Sophia! Bist du das?“ fragte sie den Schatten an der Tür. „Komm her und setze dich zu mir. Und dann wirst du mir alles erzählen, ja? Ach, ich platze vor Neugierde. Na los, sag mir alles, was vorgefallen ist!“
 
 

#1641
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
"Huch!" Lea stieß einen kurzen leisen Schrei aus und ließ beinahe das Buch fallen, als sie Lucias Stimme aus dem Dunkeln vernahm. Sie war so darauf konzentriert keinen Lärm zu verursachen dass sie darauf nicht vorbereitet war.

"Lucia! Hast Du mich erschreckt!" lachte sie dann aber auf. "Sag bloß nicht, du bist die ganze Zeit wach gelegen?"



Nachdem die Zimmergenossin wach war, zündete Lea eine Kerze an um etwas Licht in den Raum zu bringen. Sie ging zu ihrem Bett, legte das Buch auf dem kleinen Tisch ab und zog sich ihr Nachthemd an. Erst dann setzte sie sich auf ihr eigenes Bett, welches wieder unter der Last quietschte und lächelte Lucia an.



"Du bist ja neugierig", grinste sie. "Es war unbeschreiblich schön Lucia. Er ist so charmant, wortgewandt, klug, liebevoll, aufmerksam. Dazu kommt, dass er einfach fantastisch aussieht, allein seine Augen! In denen kann man versinken, das sag ich Dir. Stell Dir vor, ich darf morgen Vormittag bei den Templern im Stall mithelfen, also habe ich endlich wieder mit Pferden zu tun! Ach, ich freu mich so! Und er hat einen wundervollen Flügel - sogar ein eigenes Musikzimmer! Das hättest Du sehen sollen, alles sehr geschmackvoll ausgestattet, hochwertig, aber dezent. Wertvolle Gemälde, der Parkettboden ist ein Traum, und allein die Bibliothek umfaßt unzählige Werke. Der Kommandant ist wirklich ein Schatz, er hat mir ein Buch geliehen über die Pferderassen von Thedas. Wußtest Du, dass er Sengaal mit Vornamen heißt? Ich finde das paßt zu ihm", schwärmte sie.

Diesesmal war Lea diejenige, die den Mund nicht halten konnte, und so sprudelten die Worte nur aus ihr heraus, Lucia hatte derweil keine Möglichkeit sie auch nur einmal zu unterbrechen.



"Also gut, der Reihe nach. Sein Diener, Fassian - übrigens auch ein sehr netter und wortgewandter Bursche - brachte Tee und Gebäck und ließ uns dann netterweise alleine. Dann haben wir zuerst hauptsächlich über Pferde und unsere Interessen geplaudert. Als wir das Buch studierten stand er hinter mir, ich glaube, es hat keine Taubenfeder mehr dazwischen gepaßt. Er hat mir sogar zweimal meine Finger geküßt! Und meine Hand genommen, als wir ins Musikzimmer gingen. Aber halt, das war ja später. Jedenfalls fand ich seine Nähe sehr ... angenehm." Lea räusperte sich, da sie wirklich nicht wußte, wie sie dazu hätte sagen sollen. "Und er riecht gut. Oh, entschuldige, das gehört hier nicht her, also ich meine", verhaspelte sie sich. "Wie auch immer, jedenfalls gingen wir dann ins Musikzimmer als er hörte, dass ich gerne singe. Und dann durfte ich auf dem Flügel spielen und singen, und er wird Bruder Castillá fragen, ob ich vielleicht im Chor mitsingen darf. Hab ich erwähnt, dass er ein Schatz ist? Und gelacht haben wir auch zusammen, wir haben etwas gespielt was sich Mikado nennt. Hast du davon schon mal gehört? Es ist witzig, aber recht kniffelig. Natürlich habe ich haushoch verloren, aber es macht Spaß."



Sie seufzte leise. Der Abend war viel zu schnell vergangen, und noch immer sah sie Sengaal vor sich. Wieder seufzte sie. "Lucia, sag mir, wieso konnte ich nicht vor einem halben Jahr oder so diesen Mann kennenlernen? Es ist so aussichtslos..." fügte sie hinzu, mehr für sich, als für Lucias Ohren gedacht.

#1642
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 179 messages
„Ich bin überhaupt nicht neugierig“, widersprach Lucia ihrem Gegenüber gespielt empört, bevor sie zu Grinsen begann. „Ich will nur alles wissen.“
 
Dann lauschte sie gebannt Leanoras Ausführungen, wobei ihr Grinsen immer breiter wurde und sie auch ein paar Mal kichern musste, während die blondhaarige Frau gar nicht mehr aufhörte zu erzählen. Als diese dann schließlich doch fertig und ihre Stimme wehmütig wurde, da lächelte Lucia ihr aufmunternd zu.
 
„Lass den Kopf nicht hängen, Sophia“, meinte die rothaarige Frau beruhigend, während sie aufstand und zu Leanora hinüberging. Sie setzte sich neben die Frau auf die Bettkante und nahm diese freundschaftlich in den Arm. „Es wird schon alles gut werden, Kleines. Und keine Angst. Ich werde niemandem von Deinem kleinen Techtelmechtel mit dem Kommandanten erzählen. Und das solltest Du auch nicht tun. Ich werde mir was einfallen lassen, hörst du? Wir sind doch Freundinnen, oder? Und als Freundinnen steht man sich doch bei, nicht wahr? Wirst schon sehen. Gemeinsam finden wir schon einen Weg, wie du mit deinem neuen Schatz zusammenkommen kannst. Also, verliere jetzt nicht den Mut. Andraste wird uns sicher beistehen.“
 
Lucia streichelte Leanora tröstend über den Arm, während sie die Frau aufmunternd anlächelte. „Und ich freue mich riesig für dich. Ich wusste doch gleich, dass du hier in der Kirche dein Glück finden würdest. Hätte nur nicht gedacht, dass es gleich unser süßer Kommandant sein würde, den du dir schnappst.“
 

#1643
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
"Ach Lucia" meinte Lea resignierend. Sie drückte Lucia kurz, dankbar um die aufmunternden Worte. "Ich denke schon dass wir Freundinnen sind, immerhin weißt Du mehr von mir als sonst jemand. Zumindest würde ich mich sehr freuen, wenn Du es so siehst", lächelte sie die rothaarige Frau an. "Traurig bin ich nicht, dafür ist das Gefühl viel zu schön. Ich glaube, ich bin tatsächlich verliebt", staunte sie über sich selber.



Trocken und mit einer Portion Ironie in der Stimme fuhr sie fort: "Ja, dass ich im Orden zufrieden sein werde, war mir schon bewußt, aber dass ich mich ausgerechnet hier verlieben würde, damit habe ich nicht gerechnet. Keine Sorge, Du bist die einzige, der ich das erzähle. Dafür steht für Sengaal einfach zuviel auf dem Spiel - und für mich auch. Aber sollte sich das wirklich als die Liebe meines Lebens entwickeln, so kann ich ja nie mein Gelübde ablegen", grübelte sie weiter.



"Dein Wort in des Erbauers Ohren, Lucia. Vielleicht legt der ja ein gutes Wort ein, dass doch noch alles gut enden wird? Und vielleicht merkt Renaldo mal, dass Charakter mehr zu bieten hat als ein schönes Gesicht. Ich würde es Dir so vergönnen, wenn Du auch glücklich wärst", seufzte Lea.



Dass sie ohnehin nie im Sinn hatte, eine richtige Ordensschwester zu werden, verschwieg sie. Eine gemeinsame Zukunft war relativ aussichtslos, zumindest zum jetzigen Standpunkt der Dinge. Und ob es später leichter sein würde, war fragwürdig.



Sie drückte die neue Freundin noch einmal liebevoll, bevor sie sagte:

"Ich glaube, wir sollten den Rest der Nacht noch nutzen und versuchen, zu schlafen, oder was meinst Du? Wobei ich überhaupt nicht müde bin, dafür geht mir gerade viel zu viel im Kopf um. Ich hoffe nur, Du hast wenigstens schon geschlafen? Aber geweckt habe ich Dich nicht, oder?" sorgte sie sich. Sie hätte es bedauert, wenn sie Lucia ihren benötigten Schlaf geraubt haben sollte.

#1644
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 179 messages
„Mach dir darüber keine Gedanken, Sophia“, winkte Lucia beiläufig ab. „Ich konnte ohnehin nicht richtig schlafen, bis ich nicht von „Sengaal“ und dir gehört habe. Aber nun wird es wohl doch langsam Zeit für uns.“
 
Die rothaarige Frau gähnte theatralisch in ihre Hand hinein. Sie drückte Leanora noch einmal liebevoll an sich und gab ihr einen flüchtigen Schmatzer auf die Wange. „Und jetzt hör auf damit, vor dich hinzugrübeln, und versuche ein wenig zu schlafen, Kleines. Morgen sehen wir dann weiter.“
 
Lucia stand wieder auf und ging zu ihrer Schlafstätte zurück. Sie legte sich hin, rollte sich in ihre Decke ein und grinste Leanora noch einmal an. „Schlaf gut, Sophia und träum was Schönes. Gute Nacht.“
 
Dann machte sie die Augen zu, bevor sie kurz darauf auch schon einschlief.
 
___________________________________________________________________________
 
„Das ist eine sehr gute Frage, Miandra“, erwiderte Vernita leise. „Also ich würde diesen Spaßvogel bestimmt nicht vermissen und hätte somit auch nichts dagegen, diesen Kerl sofort an die Fische zu verfüttern. Allerdings müssen wir auch ein Augenmerk auf unsere neuen „Freunde“ haben, die diesem Gnom ja Zuflucht gewährt haben. Und auch wenn ich vor Legin und seinen Schergen keine Angst habe, so könnte ein Konflikt mit diesen Gestalten unnötige Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Das würde ich gern vermeiden. Also, lass uns versuchen, uns mit diesem Typen zu arrangieren. Sollte das nicht klappen, dann landet er doch noch im Meer.“
 
Die Elfe drehte sich um und wandte sich anschließend an Shendár. „Weißt du etwas über diesen Kerl?“
 
„Nein, wie Legin schon sagte, hat er nur für seine Unterbringung gezahlt. Und mehr wissen wir auch nicht.“
 
„Schon gut, Kleiner“, beschwichtigte die Vernita ihr Gegenüber, als sie merkte, dass dieser schon wieder nervös wurde. „Von jetzt an kommen wir alleine klar. Du kannst gehen.“
 
Der Angesprochene nickte nur, gab der Elfe die Fackel, bevor er sich abwandte und schnellen Schrittes das Lagerhaus verließ. Vernita sah ihm noch nach, bis er verschwunden war. Anschließend wandte sie sich an Miandra und Neria.
 
„So, dann machen wir mal weiter“, bemerkte sie trocken. „Ihr beide werdet jetzt zu unserem alten Versteck zurückkehren und unseren Umzug in die Wege leiten. Nehmt alles mit, was wir gebrauchen können und vergesst nicht, unsere Gefährten einzusammeln. Ich werde in der Zwischenzeit unsere Prinzessin in der Kirche besuchen gehen, alles klar?“
 
 

#1645
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Miandra musterte den rothaarigen Mann noch einmal misstrauisch, bevor sie Vernita zunickte und das Lagerhaus verließ. Wahrscheinlich hatte die Elfe recht, es wäre wohl besser erst mehr über ihren neuen Mitbewohner herauszufinden, bevor sie einen unüberlegten Schritt tun würden. Doch, dass ihnen der Kerl von Nutzen sein würde, bezweifelte Miandra stark.

Während des Rückweges zum Versteck blieben Miandras Gedanken dabei hängen, wie wohl die nächsten Tage ablaufen würden, und ob sich dieses neue Versteck besser als das alte bewähren würde, oder nicht. Schweigend folgte sie der Magierin, die den Weg besser kannte als sie selbst und hatte keinerlei Interesse daran mit dieser irgendwelche Worte zu wechseln. Nach geraumer Zeit erreichten sie schließlich die Schmiede, in welcher ihnen von Harold eintritt gewährt wurde, doch sein Blick sprach Bände. Wahrscheinlich konnte dieser es kaum erwarten die Gruppe los zu werden, immerhin stand für ihn viel auf dem Spiel.

Als sie sich dem Geheimzugang des Kellers näherten, stieg Miandra bereits ein Geruch von Lebensmitteln in die Nase, doch ohne zu Fragen bekam sie ihre Antwort, als sie einen riesigen Haufen an Essen sah, der fast bis zur Decke reichte. Wo sollten sie denn das alles hin essen? Oder gehörte ein Teil davon vielleicht dem Schmied? Dennoch würde die Hälfte davon bestimmt vergammeln, aber mehr als die Hälfte davon würden sie ohnehin nicht tragen können, doch Miandra ließ sich nicht lange davon beeindrucken und wandte sich an das Mädchen.

"Packt Euren Kram zusammen, wir werden umziehen.", sagte sie trocken, bevor sie zu ihrem Schlafplatz ging und damit begann die Schlafmatten einzurollen, denn diese würden sie in dem Lagerhaus bestimmt benötigen.

#1646
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Hm ... äh ... was ? Wie .. oh , grüße ! " sagte Lydia und reckte sich . " Gefällt euch , was ich angeschleppt habe ? War beileibe nicht einfach , aber zu Essen haben wir genug . Bevor hier die Panik ausbricht , wo geht es hin ? " brummte sie und stand von der Liege auf . Sie warf sich ihren Umhang über die Schultern und wickelte ihn um sich .

Sie stand vor dem Turm von Essen und Getränken und strich sich ein paar Haare aus dem Gesicht . " Oh , das wird schwer werden ... " Sagte sie und wunderte sich , wie sie all das zum neuen Lagerplatz transportieren sollte .

#1647
viento2

viento2
  • Members
  • 701 messages
Rowan und Sareth schlichen sich zurück zum Versteck. Der Schmied verzog ärgerlich das Gesicht, als er ihnen die Tür öffnete und grummelte vor sich hin.

"....wie im Taubenschlag hier....und das zu dieser Stunde..."

Sie beachtete ihn nicht und begab sich sogleich hinunter in den Keller. Verblüfft stieß sie die Luft aus, als sie die Essensvorräte erblickte, die sich nun im Raum befanden. Die Schwarzhaarige und die Magierin waren dabei, ihre Sachen zusammen zu packen, was Rowan signalisierte, dass sie wohl in dieser Nacht endlich in ein anderes Versteck umziehen würden. Das kleine Mädchen stand vor dem Berg voller Essen und raufte sich die Haare.

"Beim Erbauer......" Sareth schüttelte verwundert den Kopf "wer soll das alles essen?"

Rowan trat an ihre Liege heran und zog sich ihren Rucksack über, den sie stets gepackt bereit hielt. Währenddessen fing der Krieger bereits an, seine Rüstung anzulegen.


#1648
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 179 messages
Miandra nickte Vernita nur bestätigend zu, bevor sie gemeinsam mit Neria das Lagerhaus verließ. Die Elfe sah den beiden noch nach, bevor sie sich selbst in Bewegung setzte. Zuvor warf sie dem rothaarigen Mann, der nach wie vor auf seiner Matte hockte, noch einen argwöhnischen Blick zu. Doch dieser machte keinerlei Anstalten in Bezug auf seine baldigen Mitbewohner etwas zu sagen oder zu tun. So beschloss Vernita, sich später mit ihm auseinander zu setzen, oder ihn auseinander zu nehmen, falls es die Situation erfordern sollte.
 
Die Elfe trat durch die kleine Tür zurück auf die Straße und sah sich um. Es war noch dunkel draußen und der Himmel wurde nach wie vor von einer dicken Wolkendecke beherrscht, die durch den aufkommenden Wind über das Land getrieben wurde. Sie atmete einmal tief durch, sog die frische Nachtluft tief in ihre Lungen ein. Sie spürte den Geschmack des Salzwassers auf ihrer Zunge, welches vom Meer herüberwehte. Ihr prüfender Blick fuhr über die anderen Gebäude und Lagerhallen. Und über die Straße, welche menschenleer vor ihr lag.
 
‚Tja, das kann ja was geben‘, dachte sie bei sich, bevor sie sich auf den Weg zur Kirche machte. Sie benutzte wieder einmal die engen Seitenwege abseits der Hauptstraßen, wich hier und da einer Patrouille der Stadtwache aus und blickte sich ständig nach Verfolgern um. Schließlich und endlich erreichte sie die Mauer auf der Rückseite des Kirchengeländes, über die sie vor zwei Nächten zum letzten Mal geklettert war.
 
Innerhalb weniger Augenblicke hatte die Elfe das Hindernis überwunden und hockte auf der dahinterliegenden Wiese, während sie die Umgebung auskundschafte. Doch wie bei ihrem letzten Besuch hier fand sie den Hinterhof verlassen vor. So huschte Vernita zu einer nahen Buschgruppe, in der sie sich versteckte und von hier aus Platz beobachtete. Sie wollte erst eine zeitlang auf Leanora warten, bevor sie den Baumstumpf nach Nachrichten von der blondhaarigen Frau absuchen würde.
 
Und während sie so in diesem Gebüsch kauerte und den Hof im Auge behielt, überkamen sie alle möglichen Gedanken. Sie dachte kurz über diesen rothaarigen Kerl nach, mit dem sie ihr neues Versteck teilen würden. Konnten sie ihm trauen? Wäre es vielleicht wirklich besser, wenn sie diesen einfach verschwinden lassen würden? Oder könnte er sich am Ende noch als nützlich erweisen? Ihre Gedanken gingen zu Azoth über, der seit kurzem spurlos verschwunden war. Hatte er sie einfach verlassen, ohne sich von ihnen zu verabschieden? Und das obwohl er Miandra hoch und heilig versprochen hatte, ihr bei der Suche nach ihrer Tochter zu helfen? Passen würde es zu diesem nichtsnutzigen Kerl, der ihnen mehr Ärger eingebracht als Hilfestellung geleistet hatte. Oder war er am Ende geschnappt worden und plauderte nun alles aus, was er über die Gruppe wusste? Sobald sie ihr neues Versteck bezogen hatten, würde sie der Sache nachgehen.
 
Als ihre Gedanken zu Miandra übergingen, erschauderte Vernita leicht. Würde sie es schaffen der schwarzhaarigen Frau ihre Tochter zurückzuholen? Irgendwie kamen sie in dieser Sache nicht wirklich weiter. Stattdessen rasselten sie von einer Problemsituation in die nächste. Sie hoffte nur für Miandra und auch für sich selbst, dass sie Elana lebend finden würden. Doch selbst wenn ihnen das gelang, wie sollte es dann weitergehen? Vernita mochte Miandra sehr gern, nein, vielmehr liebte sie diese Frau vom ganzen Herzen, aber dieses Gefühl beruhte leider nicht auf Gegenseitigkeit. Was würde die schwarzhaarige Frau tun, wenn sie beiden diese Sache überstanden hatten? Würde sie von Vernita überhaupt noch etwas wissen wollen? Oder würde sie genauso schnell wieder verschwinden, wie sie in ihr Leben getreten war?
 
Vernita versuchte nicht länger darüber nachzudenken, sondern konzentrierte sich auf ihre aktuelle Aufgabe. Dabei kam ihr sofort Leanora in den Sinn, welche sie auf diese wahnwitzige Mission geschickt hatte. Würde die Adelige dieser heiklen Angelegenheit überhaupt gewachsen sein? Oder hatte die Elfe ihr damit einen Selbstmordauftrag erteilt? Wäre es vielleicht nicht doch besser gewesen, sie hätte diesen Part selbst übernommen? Nein, nein, das wäre nicht gegangen. Elfen waren so gut wie nicht in der Kirche vorhanden. Vernita selbst hätte dort nur für Aufsehen gesorgt. Vor allem, wenn sie dort auch noch jeden mit ihren Fragen gelöchert hätte. Nein! Leanora zu schicken war die einzige logische Wahl gewesen. Vernita hoffte nur, dass die blondhaarige Frau das finden würde, was sie alle suchten.
 
Der Elfe dauerte das Ganze inzwischen zu lange, so machte sie sich auf und schlich über die Wiese zu dem alten Baumstumpf hinüber. Nachdem sie ihr Ziel erreicht hatte, ging sie daneben in die Hocke, bevor sie sich eingehend umschaute. Erst als sie sicher war, dass sie niemand beobachtete, wühlte sie in dem ausgehölten Loch des toten Baumes herum, bis sie die beiden Nachrichten Leanoras in den Händen hielt, welche sie sogleich aufschlug und studierte.
 
‚Hmm…du nennst dich also Sophia. Interessant‘, ging es Vernita durch den Kopf. ‚Nur dass du in den Stallungen der Templer arbeiten wirst interessiert mich ebenso wenig wie die Tatsache, dass du deine Oberschwester nicht leiden kannst. Dieser Templer allerdings könnte sich als wertvolle Informationsquelle herausstellen. Auch die Sache mit diesem Bruder und dem Inquisitor sind hilfreiche Informationen, nur solltest du nichts gegen die beiden unternehmen, was deinen Auftrag gefährden könnte.‘
 
Die Elfe nahm sich einen Kohlestift zur Hand, den sie sich extra deswegen beim Schmied besorgt hatte und schrieb unter einem der beiden Pergamentbögen eine Nachricht für Leanora auf:
 
Versucht möglichst viel über diesen sexhungrigen Bruder herauszufinden. Wendet dazu jedwedes erforderliche Mittel an. Möglicherweise ist das der Kerl, den wir suchen oder er bringt uns zumindest auf seine Spur. Unternehmt nichts gegen diesen Inquisitor oder gegen sonst jemanden. Das würde nur Eure Nachforschungen erschweren. Wir hören morgen Nacht wieder voneinander. Persönlich, wenn möglich. Ansonsten wie gehabt. V.
 
Vernita faltete das Blatt wieder zusammen und schob es zurück in den ausgehöhlten Baumstumpf. Danach sah sie sich noch einmal um, bevor sie sich abwandte und das Kirchengelände auf demselben Weg wieder verließ, auf dem sie gekommen war.
 

#1649
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Gerade als sich Miandra erneut an Lydia wenden wollte, betraten auch Rowan und Sareth das Versteck, welche wohl sofort begriffen, dass es an der Zeit war umzusiedeln.

„Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass wir all das mitnehmen können?“, wandte sie sich schließlich an das Mädchen, als sie bemerkte wie diese darüber zu grübeln schien, wie sie all die Lebensmittel mitnehmen könnte.

„Und selbst wenn, so viel können wir ohnehin nicht essen, packt einfach ein was Ihr tragen könnt, und lasst des Rest hier. Vielleicht sieht der Schmied es ja als Bezahlung für die Nutzung dieses Verstecks an.“, fügte sie noch trocken hinzu, bevor sie sich daran machte die restlichen Sachen einzupacken, worunter sich hauptsächlich Kleidungsstücke befanden. Da sie selbst seit dem Vorfall in Fort Drakon keine Rüstung und sonstige Reiseutensilien mehr hatte, war sie relativ zügig fertig. Nachdem sie auch noch die Sachen von Vernita eingepackt, und alles neben dem Eingang platziert hatte, blickte sie erneut zu dem Essensberg, nahm eine weitere Tasche und machte sich daran diese mit einigen der gestohlenen Lebensmittel zu füllen.

Modifié par Kaysallie, 10 février 2011 - 01:11 .


#1650
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Hm ? Das mitnehmen ? Das ist kein Problem " , grinste Lydia frech . " Ich hab einen Pferdekarren besorgt , der steht nicht weit von hier . Wenn ihr möchtet , könnt ihr mir helfen aufladen , allein mag das schwer werden , ich habe mich schon gequält das hier herunterzuschleppen . "

Zufrieden betrachtete sie nochmal den Haufen an Nahrungsmitteln , den sie angeschleppt hatte .

" Ich hoffe , unser neues Versteck ist etwas komfortabler , als dieses hier . Wenn wir dort sind , kann ich gerne etwas kochen , so ihr mögt . Es sollte an nichts mangeln . . . Oh , ich war nicht müßig , mich nach kleingeld umzusehen , wer braucht , der mag sich nehmen . " sagte sie und zog einen Beutel klimpernd aus einer Gürteltasche . Grinsend hielt sie es den Anderen hin . " Man muss nur wissen wie . "