„Den Karren halte ich für keine gute Idee, damit müssten wir auf den Hauptstraßen fahren, und dort wimmelt es wohl auch nachts gerne von Wachen. Und selbst wenn sie in der Dunkelheit unsere Gesichter nicht erkennen sollten, so wäre es wohl nicht gerade vom Vorteil, wenn sie den Wagen kontrollieren, und darin lauter gestohlene Lebensmittel vorfinden. Nehmt einfach was Ihr tragen könnt, und lasst den Rest hier, mehr brauchen wir ohnehin nicht. Und packt Sachen ein die lange haltbar sind und man sofort verzehren kann, denn kochen werdet Ihr wohl in dem neuen Versteck nicht können, da es sich um ein Lagerhaus direkt am Meer handelt. Sollte es doch an Nahrung mangeln, so habt Ihr ja scheinbar für genug Geld gesorgt, das man ja bekanntlich gegen so etwas wie Essen tauschen kann. Und nun genug der Fragen, wir haben nicht die ganze Nacht Zeit.“, antwortete sie ein wenig genervt und packte einige der Brote, Weinflaschen und der Wurst in die Tasche vor sich. Anschließend half sie dem Mädchen dabei, auch deren Taschen mit den Lebensmitteln zu füllen.
„Gut, gehen wir.“, sagte sie nur trocken, als alle ihren Krempel zusammen hatten, und Lydia etwas enttäuscht zu den restlichen Nahrungsmitteln blickte, die sie zurücklassen würden. Miandras Gedanken schwenkten kurz zu Azoth, doch sie wusste nicht wieso. Eigentlich hatte sie seit Beginn der Reise nichts anderes von ihm erwartet. Sie spürte nur kurz eine leichte Enttäuschung, bevor sie den Gedanken endgültig abwarf, sich ihre Taschen umhing und einen letzten prüfenden Blick durch den Keller gleiten ließ.
Schwer bepackt verließen sie das Versteck und mussten wohl einen verwunderten Blick von Harold über sich ergehen lassen, als dieser die fünf erblickte, doch er sagte nichts weiter. Miandra konnte nur einen Funken an Freude, darüber, dass sie verschwanden, in seinem Ausdruck lesen, bevor sie die Schmiede, mit dem Gedanken, nie wieder hier her zukommen, verließen.
Neria übernahm, wie vorhin, die Führung und führte die Gruppe durch teilweise enge und abgelegene Gassen, in denen man nur das leise Quieken von einigen Ratten vernehmen konnte. Nach und nach erhöhte sich die Luftfeuchtigkeit, was das erste Zeichen war, dass sie sich dem Meer zu nähern schienen. Erst als sie beim Lagerhaus ankamen, drang auch ein salziger und algiger Geruch in ihre Nasen und man konnte leise das Rauschen des Meeres vernehmen.
Mit einem leisen Knacken öffnete die Magierin schließlich die Türe des alten Lagerhauses, in welchem wie vorhin der rothaarige Mann auf einer Decke saß. Miandra stellte ihre Taschen in einer Ecke ab, und setzte sich, um kurz zu verschnaufen, auf eine der Kisten und beobachtete die Anderen, wobei ihr Blick, geprägt von Misstrauen, hauptsächlich den Neuling verfolgte.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1651
Posté 14 février 2011 - 08:48
#1652
Posté 14 février 2011 - 09:14
" So sei es , aber ich werde später den Rest nachholen , wenn es sein muss , allein " , sagte sie und schulterte eine Tasche mit Brot .
Lydia konnte das Meer auf dem Weg schon riechen . Ein angenehmer Salzduft und ein leichter feuchtkühler Wind trug den Geruch der Wellen mit sich .
Sie erwachte wieder aus ihren Tagträumen , als sie das Versteck betraten .
" Nun ja ... nicht schön , aber selten . " , brummte sie und sah sich um .
Lydia konnte das Meer auf dem Weg schon riechen . Ein angenehmer Salzduft und ein leichter feuchtkühler Wind trug den Geruch der Wellen mit sich .
Sie erwachte wieder aus ihren Tagträumen , als sie das Versteck betraten .
" Nun ja ... nicht schön , aber selten . " , brummte sie und sah sich um .
#1653
Posté 14 février 2011 - 11:28
Er hockte grinsend im Schneidersitz auf seiner Decke als sie das Lagerhaus verließen und es hatte sich relativ wenig an dem Bild verändert, als sie es wieder betraten. Abgesehen von der Tatsache, dass er die ledernen Teile seiner Rüstung trug und die langen Haare zu einem mehr oder minder ordentlichen Zopf geflochten hatte.
Kamen die herein und taten so als wäre er der Einzige dem man hier misstrauen müsste... ahm ja war ja nicht so, dass er zuerst hier gewesen war und die Damen bestimmt nicht freudestrahlend in die offenen Arme schließen würde. Trotzdem musste man nicht dreinsehen, als wäre einem ein Amboss auf den Fuß gefallen. Gut war nicht sein Bier. Jedem das Seine...
Das Grinsen wurde ein wenig schiefer als er bemerkte, dass es jetzt wohl mehr Personen waren als nur die von Vorhin. Inter...essant... aber gut immerhin würde er nicht vor Langeweile vergehen – der würde er mitnichten hinterher trauern. Aber... soviele auf einmal?
Wenigstens er für seinen Teil behielt es sich vor zu schweigen und beobachtete stattdessen wie sie wohl ihr Hab und Gut hereinschafften. Der kurze Anflug von Ärger, dass man ihn nicht vorgewarnt hatte war zumindest wieder verflogen. Fürs Erste.
Kamen die herein und taten so als wäre er der Einzige dem man hier misstrauen müsste... ahm ja war ja nicht so, dass er zuerst hier gewesen war und die Damen bestimmt nicht freudestrahlend in die offenen Arme schließen würde. Trotzdem musste man nicht dreinsehen, als wäre einem ein Amboss auf den Fuß gefallen. Gut war nicht sein Bier. Jedem das Seine...
Das Grinsen wurde ein wenig schiefer als er bemerkte, dass es jetzt wohl mehr Personen waren als nur die von Vorhin. Inter...essant... aber gut immerhin würde er nicht vor Langeweile vergehen – der würde er mitnichten hinterher trauern. Aber... soviele auf einmal?
Wenigstens er für seinen Teil behielt es sich vor zu schweigen und beobachtete stattdessen wie sie wohl ihr Hab und Gut hereinschafften. Der kurze Anflug von Ärger, dass man ihn nicht vorgewarnt hatte war zumindest wieder verflogen. Fürs Erste.
#1654
Posté 15 février 2011 - 03:53
Leicht geschockt hielt Vernita kurz inne, als sie das Versteck in der Schmiede betrat und den riesigen Haufen an Lebensmitteln vor sich sah. Was war hier bloß geschehen? Hatten sich die Hoflieferanten der Königin in der Tür geirrt und ihren ganze Krempel statt im Palast einfach hier abgeliefert? Oder verpachtete der Schmied nun dieses Kellerloch als Lagerplatz? Wie auch immer, Vernita war froh, dass sie nicht länger in diesem Versteck bleiben mussten, denn in spätestens drei Tagen würde die klamme, feuchte Luft dieses Kellers dafür sorgen, dass dieser ganze Berg Nahrungsmitteln zu vergammeln begann. Neben dem widerlichen Gestank mit dem dieser Verfaulungsprozess einherging, würde dieser auch noch ganze Heerscharen von Ratten anlocken, mit denen sie dann das Lager hätten teilen müssten. Und darauf konnte die Elfe gut und gerne verzichten.
So sah sie sich noch einmal kurz um, doch die Sachen der anderen waren inzwischen alle verschwunden. Das zeigte ihr, dass Rowan und Sareth ihren nächtlichen Trip inzwischen wohl auch schon beendet hatten. Vernita griff sich ihre Sachen, die schon jemand für sie, die Elfe tippte dabei auf Miandra, bereit gelegt hatte und stopfte alles in ihre Tasche. Anschließend schnallte sie sich den mit Lebensmitteln vollgepackten Rucksack um, der neben dem Eingang auf sie wartete. Zum Schluss warf sie noch einen letzten Blick in die Runde, löschte die Fackeln und verließ den Keller und anschließend auch das Gebäude.
Schwer bepackt machte sie sich auf dem Weg zum Hafengelände, wobei sie sich beeilte, denn bald würde bereits die Sonne wieder aufgehen und die Straßen würden sich nach und nach mit Leben füllen. Sie erreichte bald darauf die Lagerhallen, wo sich auch schon die ersten Leute herumtrieben, die sie argwöhnisch beäugte. Doch keiner dieser Gestalten schien es darauf anzulegen, sich dieser schwer bewaffneten Elfe in den Weg zu stellen. Als sie schließlich ihr neues Versteck betrat, dämmerte es bereits am Horizont.
So sah sie sich noch einmal kurz um, doch die Sachen der anderen waren inzwischen alle verschwunden. Das zeigte ihr, dass Rowan und Sareth ihren nächtlichen Trip inzwischen wohl auch schon beendet hatten. Vernita griff sich ihre Sachen, die schon jemand für sie, die Elfe tippte dabei auf Miandra, bereit gelegt hatte und stopfte alles in ihre Tasche. Anschließend schnallte sie sich den mit Lebensmitteln vollgepackten Rucksack um, der neben dem Eingang auf sie wartete. Zum Schluss warf sie noch einen letzten Blick in die Runde, löschte die Fackeln und verließ den Keller und anschließend auch das Gebäude.
Schwer bepackt machte sie sich auf dem Weg zum Hafengelände, wobei sie sich beeilte, denn bald würde bereits die Sonne wieder aufgehen und die Straßen würden sich nach und nach mit Leben füllen. Sie erreichte bald darauf die Lagerhallen, wo sich auch schon die ersten Leute herumtrieben, die sie argwöhnisch beäugte. Doch keiner dieser Gestalten schien es darauf anzulegen, sich dieser schwer bewaffneten Elfe in den Weg zu stellen. Als sie schließlich ihr neues Versteck betrat, dämmerte es bereits am Horizont.
#1655
Posté 15 février 2011 - 04:22
Lydia stupste Vernita in die Seite und grinste . " Sagt , wollt ihr mir helfen , den Rest des Vorrats herzuschaffen ? Wenn ihr wollt , bekoch ich euch dann auch . "
Sie lief davon und sah sich im Lagerhaus um . Es war nicht besonders hübsch , aber unter dem Dach gab es ein kleines Kämmerlein , welches nur über eine lange Leiter zu erreichen war . Es war gerade so groß , das Lydia aufrecht darin stehen konnte und ein Bett hätte hineingepasst . An der Wand waren einige Bretter festgeschraubt und die Dachschrägen waren unverkleidet . Das Stroh des Dachs war zu sehen und an den Latten , an denen es festgemacht war , waren Haken aufgehängt .
Sie streckte den Kopf aus dem Eingang und guckte nach unten . Hoch war es nicht , aber irgendwie gemütlich . ""Heda ! Ich habe mein Zimmer gefunden . " Flink rutschte sie die Holme der Leiter nach unten . " Ich finde das Versteck hier garnicht so übel . "
Sie lief davon und sah sich im Lagerhaus um . Es war nicht besonders hübsch , aber unter dem Dach gab es ein kleines Kämmerlein , welches nur über eine lange Leiter zu erreichen war . Es war gerade so groß , das Lydia aufrecht darin stehen konnte und ein Bett hätte hineingepasst . An der Wand waren einige Bretter festgeschraubt und die Dachschrägen waren unverkleidet . Das Stroh des Dachs war zu sehen und an den Latten , an denen es festgemacht war , waren Haken aufgehängt .
Sie streckte den Kopf aus dem Eingang und guckte nach unten . Hoch war es nicht , aber irgendwie gemütlich . ""Heda ! Ich habe mein Zimmer gefunden . " Flink rutschte sie die Holme der Leiter nach unten . " Ich finde das Versteck hier garnicht so übel . "
#1656
Posté 15 février 2011 - 06:05
Vernita war ziemlich überrascht, als Lydia plötzlich neben ihr auftauchte und ihr in die Seite stupste, nachdem die Elfe das Lagerhaus betreten hatte. Dementsprechend verdutzt sah sie dem Mädchen auch nach, als dieses über eine Leiter auf die obere Ebene dieses Gebäudes rannte.
„Wenn du glaubst, dass wir den ganzen Kram, den du da offensichtlich in die Schmiede geschafft hast, hierher karren, dann irrst du dich aber gewaltig“, meinte sie nur etwas genervt, nachdem sie ihre Verwunderung überwunden hatte. „Der Großteil von dem Zeug würde hier sowieso nur verrotten oder sämtliche Ratten des Hafens anlocken. Und mir gefällt keine von diesen beiden Vorstellungen.“
Die Elfe trat neben Miandra, wo sie sich ihrer Tasche und dem Rucksack entledigte. Anschließend setzte sie sich neben die Frau und lächelte diese müde an.
„Es läuft nicht schlecht, würde ich sagen“, sagte sie nach einem kurzen Moment des Schweigens. „Leanora hat schon jemanden gefunden, der unser Mann sein könnte. Mal sehen, was sie bis morgen Nacht alles herausbekommen kann. Und hier bei euch lief alles glatt, nehme ich mal an, oder?“
Sie warf einen kurzen Blick in die Runde, wobei sie den rothaarigen Mann eine Weile musterte, bevor sie sich weiter umsah. „Wo steckt eigentlich Azoth? Ist der Kerl etwa nicht mitgekommen?“
„Wenn du glaubst, dass wir den ganzen Kram, den du da offensichtlich in die Schmiede geschafft hast, hierher karren, dann irrst du dich aber gewaltig“, meinte sie nur etwas genervt, nachdem sie ihre Verwunderung überwunden hatte. „Der Großteil von dem Zeug würde hier sowieso nur verrotten oder sämtliche Ratten des Hafens anlocken. Und mir gefällt keine von diesen beiden Vorstellungen.“
Die Elfe trat neben Miandra, wo sie sich ihrer Tasche und dem Rucksack entledigte. Anschließend setzte sie sich neben die Frau und lächelte diese müde an.
„Es läuft nicht schlecht, würde ich sagen“, sagte sie nach einem kurzen Moment des Schweigens. „Leanora hat schon jemanden gefunden, der unser Mann sein könnte. Mal sehen, was sie bis morgen Nacht alles herausbekommen kann. Und hier bei euch lief alles glatt, nehme ich mal an, oder?“
Sie warf einen kurzen Blick in die Runde, wobei sie den rothaarigen Mann eine Weile musterte, bevor sie sich weiter umsah. „Wo steckt eigentlich Azoth? Ist der Kerl etwa nicht mitgekommen?“
Modifié par Aliens Crew, 15 février 2011 - 06:23 .
#1657
Posté 15 février 2011 - 06:41
" Dann werde ich das selbst erledigen . Ihr wedet Augen machen " , lachte sie und legte ihren Umhang ab . " Das werden wir brauchen können , und ich kann euch fürstlich bekochen . Später werde ich alles holen gehen . Vertraut mir , ich weis , wie ich es zu tun habe . "
Wieder kletterte sie in den kleine Dachraum hoch und begutachtete ihn genauer . Die Bretter and er Wand waren stabil , ebenso wie die Haken am Gebälk . Der Boden war überaschenderweise nur leicht staubig , was sie aber schnell ausgewischt hatte . " Ziemlich wohnlich hier oben . Das lässt sich ausbauen . "
Sie setzte sich auf die Kante des Ausstiegs und lies die Füße baumeln . Eigentlich war es doch ganz angenehm hier .
Wieder kletterte sie in den kleine Dachraum hoch und begutachtete ihn genauer . Die Bretter and er Wand waren stabil , ebenso wie die Haken am Gebälk . Der Boden war überaschenderweise nur leicht staubig , was sie aber schnell ausgewischt hatte . " Ziemlich wohnlich hier oben . Das lässt sich ausbauen . "
Sie setzte sich auf die Kante des Ausstiegs und lies die Füße baumeln . Eigentlich war es doch ganz angenehm hier .
#1658
Posté 15 février 2011 - 07:47
Rowan betrat hinter der Schwarzhaarigen das Lagerhaus und sofort viel ihr der Rothaarige auf, mit dem sie das neue Versteck anscheinend teilen mussten. Das konnte ja heiter werden. So wie es aussah war er ein Unbekannter und somit potentiell gefährlich. Ob sie einfach so würde schlafen können, so lange er in der Nähe war, war mehr als nur fraglich, doch immerhin waren sie eine Gruppe, während er allein zu sein schien.
Sie hockte sich zusammen mit dem Krieger in eine Ecke der Halle unweit von Miandra und ruhte ihre müden Knochen aus. Sareth hatte es sich neben ihr gemütlich gemacht und sich bereits an etwas Brot und Käse aus einer der Taschen bedient. Er reichte auch Rowan etwas, die das ganze eher lustlos hinunter schlang.
Kurze Zeit später traf Vernita ein und gesellte sich zu der Schwarzhaarigen. Rowan trat an die beiden heran und konnte gerade noch die letzten Worte über Leanora mithören.
„Auf ein Wort“ sprach sie die Elfe an, die ihr mit einem Nicken bedeutete, sich neben sie zu setzen.
Rowan ließ sich im Schneidersitz nieder.
„Sareth und ich haben heute die Tavernen in den ärmeren Vierteln der Stadt kontrolliert. Jedoch konnten wir auch hier keinen Hinweis auf den Verbleib der Söldner entdecken.“ Sie hatte ihre Stimme gesenkt, damit nur die beiden Frauen ihre Worte hören konnten.
„Auf dem Rückweg sind wir von einer Gruppe vermummter Herumtreiber angegriffen worden. Sareth wäre beinahe getötet worden, da er sich ohne seine Rüstung nicht richtig schützen konnte...“ beim Gedanken daran musste sie kurz schlucken bevor sie weiter sprechen konnte.
„In letzter Minute kam uns eine Frau zur Hilfe. Sie schlachtete die verbliebenen Männer regelrecht ab und rettete Sareth somit das Leben. Bei einem kurzen Gespräch gab sie vor, mich von einem Steckbrief zu kennen und gab diese Eshta als einen gemeinsamen Feind an. Sie hat uns ihre Hilfe angeboten, ich weiß jedoch nicht, ob man ihr trauen kann. Eventuell ist es ein Versuch, sich in unsere Gruppe einzuschleichen. Sollte sie jedoch von Eshta oder den Söldnern geschickt worden sein, wäre das auch für uns eine Möglichkeit an die Söldner heranzukommen.“
Rowan überlegte kurz und sprach dann weiter.
„Sie scheint elfischer Abstammung zu sein und kommt nicht von hier. Ihren Akzent kenne ich jedoch nicht. Und sie trug eine seltsame Waffe bei sich, die ich zuvor noch nicht gesehen habe. Eine Art Speer, jedoch befindet sich die Klinge eines Säbels an deren Ende. Sie trennte damit einem unserer Angreifer den Kopf von den Schultern.“
Ein angewiderter Ausdruck stahl sich für den Bruchteil eines Atemzuges in ihr Gesicht.
„Was haltet ihr davon? Ich habe sie in einem alten Heustober untergebracht und gesagt, sie solle bis zur nächsten Nacht auf unsere Antwort warten.“
Sie hockte sich zusammen mit dem Krieger in eine Ecke der Halle unweit von Miandra und ruhte ihre müden Knochen aus. Sareth hatte es sich neben ihr gemütlich gemacht und sich bereits an etwas Brot und Käse aus einer der Taschen bedient. Er reichte auch Rowan etwas, die das ganze eher lustlos hinunter schlang.
Kurze Zeit später traf Vernita ein und gesellte sich zu der Schwarzhaarigen. Rowan trat an die beiden heran und konnte gerade noch die letzten Worte über Leanora mithören.
„Auf ein Wort“ sprach sie die Elfe an, die ihr mit einem Nicken bedeutete, sich neben sie zu setzen.
Rowan ließ sich im Schneidersitz nieder.
„Sareth und ich haben heute die Tavernen in den ärmeren Vierteln der Stadt kontrolliert. Jedoch konnten wir auch hier keinen Hinweis auf den Verbleib der Söldner entdecken.“ Sie hatte ihre Stimme gesenkt, damit nur die beiden Frauen ihre Worte hören konnten.
„Auf dem Rückweg sind wir von einer Gruppe vermummter Herumtreiber angegriffen worden. Sareth wäre beinahe getötet worden, da er sich ohne seine Rüstung nicht richtig schützen konnte...“ beim Gedanken daran musste sie kurz schlucken bevor sie weiter sprechen konnte.
„In letzter Minute kam uns eine Frau zur Hilfe. Sie schlachtete die verbliebenen Männer regelrecht ab und rettete Sareth somit das Leben. Bei einem kurzen Gespräch gab sie vor, mich von einem Steckbrief zu kennen und gab diese Eshta als einen gemeinsamen Feind an. Sie hat uns ihre Hilfe angeboten, ich weiß jedoch nicht, ob man ihr trauen kann. Eventuell ist es ein Versuch, sich in unsere Gruppe einzuschleichen. Sollte sie jedoch von Eshta oder den Söldnern geschickt worden sein, wäre das auch für uns eine Möglichkeit an die Söldner heranzukommen.“
Rowan überlegte kurz und sprach dann weiter.
„Sie scheint elfischer Abstammung zu sein und kommt nicht von hier. Ihren Akzent kenne ich jedoch nicht. Und sie trug eine seltsame Waffe bei sich, die ich zuvor noch nicht gesehen habe. Eine Art Speer, jedoch befindet sich die Klinge eines Säbels an deren Ende. Sie trennte damit einem unserer Angreifer den Kopf von den Schultern.“
Ein angewiderter Ausdruck stahl sich für den Bruchteil eines Atemzuges in ihr Gesicht.
„Was haltet ihr davon? Ich habe sie in einem alten Heustober untergebracht und gesagt, sie solle bis zur nächsten Nacht auf unsere Antwort warten.“
#1659
Posté 15 février 2011 - 11:21
„Hm, ich hätte nicht gedacht, dass dieses Prinzesschen so schnell etwas Brauchbares herausfinden würde.“, erwiderte Miandra ein wenig überrascht.
„Nunja, so kann man sich wohl irren, mal sehen wie’s weitergeht.“, fügte sie nur schulterzuckend hinzu, bevor sie fortfuhr.
„Abgesehen davon, dass wir ein stures Kind mitschleppen, welches wohl ganz Denerim das Essen geklaut hat, und dieses wie einen Schatz zu hüten versucht, lief alles glatt, ja, aber wo Azoth hin verschwunden ist, weiß ich nicht. Ich hielt es nicht für klug auf ihn zu warten, denn immerhin hat er das Versteck wortlos verlassen, doch ich bezweifle, dass er uns verpfeifen könnte.. schließlich hat er auch bei der letzten Folter dicht gehalten..“, ein wenig nachdenklich endete sie ihren Satz, als sich auch schon Rowan zu ihnen gesellte und mit gesenkter Stimme berichtete was ihr in jener Nacht widerfahren war. Miandra hielt es für keine gute Idee in der jetzigen Situation noch jemanden in die Gruppe aufzunehmen. Schließlich kannten sie diese Elfe nicht, wer wusste, aus welchen Gründen sie Denerim ausgesucht hatte. Vielleicht war sie ja selbst eine Gesuchte, und würde nur für noch mehr Probleme sorgen. Dass sie mit den Söldern jedoch unter einer Decke stecken würde, schloss Miandra aus, zumindest traute sie ihnen andere Methoden zu, als ein schwarzes Schaf in die Gruppe integrieren zu wollen, doch sie behielt ihre Meinung vorerst für sich.
„Nunja, so kann man sich wohl irren, mal sehen wie’s weitergeht.“, fügte sie nur schulterzuckend hinzu, bevor sie fortfuhr.
„Abgesehen davon, dass wir ein stures Kind mitschleppen, welches wohl ganz Denerim das Essen geklaut hat, und dieses wie einen Schatz zu hüten versucht, lief alles glatt, ja, aber wo Azoth hin verschwunden ist, weiß ich nicht. Ich hielt es nicht für klug auf ihn zu warten, denn immerhin hat er das Versteck wortlos verlassen, doch ich bezweifle, dass er uns verpfeifen könnte.. schließlich hat er auch bei der letzten Folter dicht gehalten..“, ein wenig nachdenklich endete sie ihren Satz, als sich auch schon Rowan zu ihnen gesellte und mit gesenkter Stimme berichtete was ihr in jener Nacht widerfahren war. Miandra hielt es für keine gute Idee in der jetzigen Situation noch jemanden in die Gruppe aufzunehmen. Schließlich kannten sie diese Elfe nicht, wer wusste, aus welchen Gründen sie Denerim ausgesucht hatte. Vielleicht war sie ja selbst eine Gesuchte, und würde nur für noch mehr Probleme sorgen. Dass sie mit den Söldern jedoch unter einer Decke stecken würde, schloss Miandra aus, zumindest traute sie ihnen andere Methoden zu, als ein schwarzes Schaf in die Gruppe integrieren zu wollen, doch sie behielt ihre Meinung vorerst für sich.
#1660
Posté 16 février 2011 - 04:15
Vernita lauschte aufmerksam Miandras und Rowans Ausführungen, während sie sich dabei nachdenklich das Kinn rieb. Azoth war also verschwunden und stattdessen tauchte da plötzlich aus dem Nichts eine Elfe auf, die angeblich eine Feindin ihrer werten Freundin Eshtá Gianauro sein soll. Das gefiel Vernita ganz und gar nicht. Und an so unsagbare Zufälle glaubte sie erst recht nicht. War diese Person vielleicht auch ein Söldner auf der Suche nach ihnen? Steckte sie dann wirklich mit den Typen unter einer Decke, die hinter ihnen her waren wie Rowan es vermutete? Oder arbeitete sie vielleicht auf eigene Faust?
„Ich habe von Elfen und ihren Eigenarten eigentlich so langsam die Schnauze voll“, bemerkte sie schief grinsend und mit einem ironischen Unterton in der Stimme. „Zum einen dieses sture Balg, welches offenbar nicht einmal die einfachsten Dinge versteht.“ Ihr Blick fiel dabei kurz auf Lydia.
„Und dann dieser trottelige Azoth, der uns mehr Ärger eingebracht hat als seine „Hilfe“ wert gewesen wäre. Und nun bedroht seine Abwesenheit vielleicht sogar noch unsere Existenz. Denn selbst, wenn er nicht redet, können wir das auch mit Sicherheit von seinem Freund Kylar sagen? Und wie sieht es aus, wenn sie den Schneider vor Azoths Augen zerschnippeln? Wird er dann sein Schweigen brechen? Immerhin hat er uns im Stich gelassen. Was hält ihn also davon ab, uns zu verraten, um seine eigene Haut und die seines Freundes zu retten. Nein, dieses Risiko kann und werde ich nicht eingehen. Ich werde mich gleich auf den Weg zu Kylars Schneiderei begeben. Ein dumpfes Gefühl sagt mir, dass ich die beiden dort finden werde. Und danach treffe ich ein Entscheidung in Bezug auf Eure neue „Freundin“, Rowan.“
Vernitas Blick fixierte bei ihren letzten Worten die blondhaarige Frau. „Doch zunächst beschäftige ich mich erst einmal mit unserem „Neuzuwachs“.“
Die Elfe stand auf und ging zu dem rothaarigen Mann hinüber, bei dem es sich offenbar ebenfalls um einen Elf handelte. Zumindest hatte er spitz zulaufende Ohren, die Vernita erst jetzt bemerkte, da der Mann seit ihrer letzten Begegnung seine langen Haare zu einem Zopf zusammengebunden hatte. Vor dem Fremden ging sie in die Hocke und musterte diesen von oben bis unten.
„Unser letztes Gespräch war ja nicht sehr informativ, also versuchen wir es noch einmal“, begann Vernita mit einem genervten Unterton in der Stimme. „Ihr habt dafür bezahlt, um Euch in diesem Loch verkriechen zu können, also dürften einige sehr unfreundliche Leute hinter Euch her sein. Uns geht es ähnlich, also sollten wir aus dieser „gemeinsamen Zeit“ das Beste machen, findet Ihr nicht? Oder das Ganze endet in einem Gemetzel. Ihr wäret nicht der erste, den ich aus Sicherheitsgründen kalt gemacht hätte, aber das wollen wir beide doch verhindern, oder? Aber genug der Nettigkeiten. Mein Name ist Vernita, und wie soll ich Euch nennen?“
„Ich habe von Elfen und ihren Eigenarten eigentlich so langsam die Schnauze voll“, bemerkte sie schief grinsend und mit einem ironischen Unterton in der Stimme. „Zum einen dieses sture Balg, welches offenbar nicht einmal die einfachsten Dinge versteht.“ Ihr Blick fiel dabei kurz auf Lydia.
„Und dann dieser trottelige Azoth, der uns mehr Ärger eingebracht hat als seine „Hilfe“ wert gewesen wäre. Und nun bedroht seine Abwesenheit vielleicht sogar noch unsere Existenz. Denn selbst, wenn er nicht redet, können wir das auch mit Sicherheit von seinem Freund Kylar sagen? Und wie sieht es aus, wenn sie den Schneider vor Azoths Augen zerschnippeln? Wird er dann sein Schweigen brechen? Immerhin hat er uns im Stich gelassen. Was hält ihn also davon ab, uns zu verraten, um seine eigene Haut und die seines Freundes zu retten. Nein, dieses Risiko kann und werde ich nicht eingehen. Ich werde mich gleich auf den Weg zu Kylars Schneiderei begeben. Ein dumpfes Gefühl sagt mir, dass ich die beiden dort finden werde. Und danach treffe ich ein Entscheidung in Bezug auf Eure neue „Freundin“, Rowan.“
Vernitas Blick fixierte bei ihren letzten Worten die blondhaarige Frau. „Doch zunächst beschäftige ich mich erst einmal mit unserem „Neuzuwachs“.“
Die Elfe stand auf und ging zu dem rothaarigen Mann hinüber, bei dem es sich offenbar ebenfalls um einen Elf handelte. Zumindest hatte er spitz zulaufende Ohren, die Vernita erst jetzt bemerkte, da der Mann seit ihrer letzten Begegnung seine langen Haare zu einem Zopf zusammengebunden hatte. Vor dem Fremden ging sie in die Hocke und musterte diesen von oben bis unten.
„Unser letztes Gespräch war ja nicht sehr informativ, also versuchen wir es noch einmal“, begann Vernita mit einem genervten Unterton in der Stimme. „Ihr habt dafür bezahlt, um Euch in diesem Loch verkriechen zu können, also dürften einige sehr unfreundliche Leute hinter Euch her sein. Uns geht es ähnlich, also sollten wir aus dieser „gemeinsamen Zeit“ das Beste machen, findet Ihr nicht? Oder das Ganze endet in einem Gemetzel. Ihr wäret nicht der erste, den ich aus Sicherheitsgründen kalt gemacht hätte, aber das wollen wir beide doch verhindern, oder? Aber genug der Nettigkeiten. Mein Name ist Vernita, und wie soll ich Euch nennen?“
#1661
Posté 16 février 2011 - 04:57
" Glaubt nicht , ich sehe das nicht Venita . " grinste Lydia frech als Antwort zurück , denn sie wusste Vernita war von ihr genervt . Sie wusste es und insgeheim genoss sie es , sie hin und wieder etwas zu nerven .
Doch sie wandte sich nun wichtigerem zu . Sie hatte schon lange nichtmehr trainiert und gerade nicht mit dem Bogen . Sie hatte einen kurzen geschwungenen Reiterbogen , den sie schon seit sie das Dorf verlassen hatte und länger noch beis ich trug . Er war aus dunklem Holz und Horn gefertigt und der Griff mit weichem Leder umwickelt . Feine Schnitzereien zogen sich die Arme nach oben , bishin zur Spitze .
Sie griff nach ihren Pfeilen , gefertigt aus dunklem Holz mit weißen Federn und langer schmaler Spitze . Geeignete Ziele waren schwer zu finden , aber draußen stand eine kleine leere Glasflasche an einer morschen Holzwand , vieleicht 30 meter entfernt . Die Flasche war nicth größer als eine ausgestreckte Hand . Sie spannte an und ziehlte schnell , der Pfeil sauste lautlos durch das Lagerhaus , hinaus in den dämmernden Morgen .
*Tock!* Mit einem trockenen splittern und einem holzigen klacken zerbarst das Fläschchen . Der Pfeil steckte tief in der Holzwand . Doch sie wollte weitere Ziele . Sie sah sich um , doch etwas geeignetes fand sie nicht , also holte sie sich ihren Pfeil wieder und verstaute Köcher und Bogen in ihem kleinen Zimmer unterm Dach .
Unten angekommen gesellte sie sich zu den anderen und lauschte . Was sie hörte , interressierte sie .
Doch sie wandte sich nun wichtigerem zu . Sie hatte schon lange nichtmehr trainiert und gerade nicht mit dem Bogen . Sie hatte einen kurzen geschwungenen Reiterbogen , den sie schon seit sie das Dorf verlassen hatte und länger noch beis ich trug . Er war aus dunklem Holz und Horn gefertigt und der Griff mit weichem Leder umwickelt . Feine Schnitzereien zogen sich die Arme nach oben , bishin zur Spitze .
Sie griff nach ihren Pfeilen , gefertigt aus dunklem Holz mit weißen Federn und langer schmaler Spitze . Geeignete Ziele waren schwer zu finden , aber draußen stand eine kleine leere Glasflasche an einer morschen Holzwand , vieleicht 30 meter entfernt . Die Flasche war nicth größer als eine ausgestreckte Hand . Sie spannte an und ziehlte schnell , der Pfeil sauste lautlos durch das Lagerhaus , hinaus in den dämmernden Morgen .
*Tock!* Mit einem trockenen splittern und einem holzigen klacken zerbarst das Fläschchen . Der Pfeil steckte tief in der Holzwand . Doch sie wollte weitere Ziele . Sie sah sich um , doch etwas geeignetes fand sie nicht , also holte sie sich ihren Pfeil wieder und verstaute Köcher und Bogen in ihem kleinen Zimmer unterm Dach .
Unten angekommen gesellte sie sich zu den anderen und lauschte . Was sie hörte , interressierte sie .
#1662
Posté 17 février 2011 - 08:00
Leanora lag indes in ihrem Bett, hatte die Augen geschlossen und sah das Gesicht des Kommandanten vor sich. Immer wieder rief sie sich Einzelheiten des Abends ins Gedächtnis, bevor sie letztlich doch der Schlaf übermannte.
Als am Morgen die Tür aufgerissen wurde, und die kreischende Stimme der Oberschwester sie aus ihren Träumen riss, war sie alles andere als munter. Draussen war erst ein kleines Anzeichen des Sonnenaufgangs zu sehen, aber dennoch sprang sie schnell aus dem Bett. Die Vorfreude, in den Ställen der Templer arbeiten zu dürfen beflügelte sie. Und vielleicht hatte sie ja das Glück, dass Sengaal einen kurzen Besuch dort machen würde, um sich von ihrer Arbeit zu überzeugen?
Sie ließ das kalte Wasser über ihren Nacken laufen, was den letzten Rest der Müdigkeit vertrieb. Lucia sass noch am Bettrand und rieb sich die Augen.
"Guten Morgen meine Liebe", lächelte Lea die Freundin fröhlich an, bevor sie die Haare mit einem blauen Band im Nacken zusammen faßte und sich ihre Robe überzog.
Sie runzelte die Stirn bei dem Anblick. Es mochte ja praktisch sein, aber im Pferdestall mit einer Robe aufzutauchen kam ihr abartig vor. Sie würde später ihre Hosen darunter anziehen, konnte die Oberschwester sagen was sie wollte.
Sie wartete bis Lucia auch fertig war, und zusammen gingen sie in die Morgenandacht.
Als am Morgen die Tür aufgerissen wurde, und die kreischende Stimme der Oberschwester sie aus ihren Träumen riss, war sie alles andere als munter. Draussen war erst ein kleines Anzeichen des Sonnenaufgangs zu sehen, aber dennoch sprang sie schnell aus dem Bett. Die Vorfreude, in den Ställen der Templer arbeiten zu dürfen beflügelte sie. Und vielleicht hatte sie ja das Glück, dass Sengaal einen kurzen Besuch dort machen würde, um sich von ihrer Arbeit zu überzeugen?
Sie ließ das kalte Wasser über ihren Nacken laufen, was den letzten Rest der Müdigkeit vertrieb. Lucia sass noch am Bettrand und rieb sich die Augen.
"Guten Morgen meine Liebe", lächelte Lea die Freundin fröhlich an, bevor sie die Haare mit einem blauen Band im Nacken zusammen faßte und sich ihre Robe überzog.
Sie runzelte die Stirn bei dem Anblick. Es mochte ja praktisch sein, aber im Pferdestall mit einer Robe aufzutauchen kam ihr abartig vor. Sie würde später ihre Hosen darunter anziehen, konnte die Oberschwester sagen was sie wollte.
Sie wartete bis Lucia auch fertig war, und zusammen gingen sie in die Morgenandacht.
#1663
Posté 21 février 2011 - 11:17
Er blickte die Elfe, die vor ihm in die Hocke gegangen war an, wobei er sich sichtlich bemühte diesmal nicht windschief zu grinsen - was allerdings nur in Teilen gelang. Zumindest war es diesmal nur ein schelmisches Schmunzeln, das seine Lippen umspielte, als er sich ein wenig nach vorn neigte. "In der Tat - ich hoffe ihr verzeiht, wenn ich auf rüde Fragen keine sehr genaue Auskunft gebe. Schon gar nicht, wenn man aus heiterem Himmel mitten im Raum steht." Er zwinkerte ihr zu, schickte sich dann an aufzustehen, den Blick einmal durch die Lagerhalle gleitend lassen. Für einen kleinen Moment so mochte es scheinen war der Schalk aus seinem Gesicht gewichen, hatte Platz für Ernsthaftigkeit gemacht, die er jedoch sofort wieder fallen ließ. "Och als Sicherheitsrisiko für euch seh' ich mich nicht. Nicht mehr als ihr es für mich seid nehme ich an... und da ich in der Regel doch recht... friedliebend bin..." Er hob eine Hand um sich den Nacken zu reiben, während das Grinsen allmählich wieder die Oberhand gewann. "...würde ich es durchaus präferieren Frieden zu schließen, oder zumindest einen Waffenstillstand auszuhandeln - eh?" Jetzt lachte er leise, streckte der Elfe vor sich allerdings versöhnlich die Hand entgegen. "Zumindest könnten alle dabei etwas gewinnen... Mich ruft man Jyvindar."
#1664
Posté 21 février 2011 - 08:53
Das Buch leistete ihr gute Dienste, auch wenn sie hin und wieder Lucias Hilfe in Anspruch nahm, die richtige Seite zu finden. Die Andacht verging relativ schnell, aber vielleicht kam es Lea auch nur so vor, immerhin begann ihr Puls zu rasen, wenn sie an den Vormittag dachte. Endlich wieder mit Pferden zusammen zu sein, und vielleicht sah sie ja Sengaal? Das Herzklopfen bescherte ihr aber der Kommandant, soviel gestand sie sich ein.
Beim Frühstück war sie eine der ersten, die damit fertig war, und hurtig lief sie zurück in ihr Zimmer, griff nach ihrer Hose und einem Pullover, um dann über den Innenhof zu den Ställen zu wandern. Der Hof lag zum Glück noch menschneleer vor ihr, und bevor sie an dem Baumstumpf hielt, vergewisserte sie sich, dass auch wirklich keiner zu sehen war, auch nicht hinter einem der Fenster. Schnell bückte sie sich, holte den Zettel aus dem Versteck, und las die Worte von Vernita. Einerseits war sie erleichtert zu lesen, dass sie nichts gegen Gromschlag unternehmen sollte. Einen weiteren Mord hätte sie wohl ohnehin nicht zustande gebracht. Aber dass sie über Bruder Renaldo möglichst viel herausfinden sollte, das behagte ihr gar nicht. Vernita ließ keinen Zweifel offen, was sie mit "jedwedes erforderliche Mittel" meinte.
Lea hoffte nur, dass sie über das reden mit anderen auch etwas herausfinden konnte. Aber sie glaubte nicht wirklich daran. Über kurz oder lang würde sie in den sauren Apfel namens Renaldo beissen müssen, im wahrsten Sinne des Wortes. Angewidert verzog sie den Mund. Sie zerriss das Papier in klitzekleine Fetzen, so dass nichts mehr zu lesen war, und warf diese dann an der Brücke hinunter, die das Kloster von den Templer-Unterkünften trennte. Darunter wand sich ein kleiner Bach, der die Reste der Nachricht verschlang.
Kurze Zeit später erreichte sie die Tore, wo ihr einer der Templer erklärte, wie sie zu den Stallungen kam. Kurze Zeit später erreichte sie diese, trat leise ein, sog den Duft von Heu und Pferden in sich auf und schloß für kurze Zeit glücklich die Augen. Gab es denn etwas schöneres? Das Schnauben eines Pferdes ließ sie die Augen wieder öffnen, und sie versuchte in dem noch etwas difusen Licht den Stallburschen zu finden.
Beim Frühstück war sie eine der ersten, die damit fertig war, und hurtig lief sie zurück in ihr Zimmer, griff nach ihrer Hose und einem Pullover, um dann über den Innenhof zu den Ställen zu wandern. Der Hof lag zum Glück noch menschneleer vor ihr, und bevor sie an dem Baumstumpf hielt, vergewisserte sie sich, dass auch wirklich keiner zu sehen war, auch nicht hinter einem der Fenster. Schnell bückte sie sich, holte den Zettel aus dem Versteck, und las die Worte von Vernita. Einerseits war sie erleichtert zu lesen, dass sie nichts gegen Gromschlag unternehmen sollte. Einen weiteren Mord hätte sie wohl ohnehin nicht zustande gebracht. Aber dass sie über Bruder Renaldo möglichst viel herausfinden sollte, das behagte ihr gar nicht. Vernita ließ keinen Zweifel offen, was sie mit "jedwedes erforderliche Mittel" meinte.
Lea hoffte nur, dass sie über das reden mit anderen auch etwas herausfinden konnte. Aber sie glaubte nicht wirklich daran. Über kurz oder lang würde sie in den sauren Apfel namens Renaldo beissen müssen, im wahrsten Sinne des Wortes. Angewidert verzog sie den Mund. Sie zerriss das Papier in klitzekleine Fetzen, so dass nichts mehr zu lesen war, und warf diese dann an der Brücke hinunter, die das Kloster von den Templer-Unterkünften trennte. Darunter wand sich ein kleiner Bach, der die Reste der Nachricht verschlang.
Kurze Zeit später erreichte sie die Tore, wo ihr einer der Templer erklärte, wie sie zu den Stallungen kam. Kurze Zeit später erreichte sie diese, trat leise ein, sog den Duft von Heu und Pferden in sich auf und schloß für kurze Zeit glücklich die Augen. Gab es denn etwas schöneres? Das Schnauben eines Pferdes ließ sie die Augen wieder öffnen, und sie versuchte in dem noch etwas difusen Licht den Stallburschen zu finden.
Modifié par Bellandyrs, 21 février 2011 - 08:55 .
#1665
Posté 22 février 2011 - 04:02
„Wer schleicht denn hier durch meinen Stall!“ schnaubte der stämmige Kerl mit der roten Nase und schwarzbraunen, langen Haaren. Der Mann schritt behäbig auf Leanora zu, während er den Schleim hochzog und diesen beiläufig ausspuckte.
„Ah, du bis bestimmt das Mädel, von dem mir der Cheffe erzählt hat“, bemerkte er schließlich, als er vor der Frau zum Stehen kam und sich nachdenklich über den Stoppelbart strich. „Du sollst ja ne Menge Ahnung von den Gäulen haben, doch haben wir jetzt keine Zeit, über die Viecher zu schnacken. Jetzt is Fütterungszeit, also schnapp‘ dir ne Heugabel und mach dich ans Werk. Jo, und danach musste noch die Ställe ausmisten, also zack, zack an die Arbeit. Ich hab‘ noch nen paar Gäule zu striegeln, sobald du die gefüttert hast und vorher noch nen paar Sättel zu polieren. Heute kommt irgend so ein wichtiger Popanz, für den se ne Parade oder so abhalten und da muss alles blitzeblank sein, verstehste? Na, dann mal ran. Zeit is Geld.“
Der korpulente Mann deutete auf einen kleinen Verschlag innerhalb des Stalles, der sich neben dessen Vordereingang befand. „Dort drinnen findest du alles, was du für deine Arbeit brauchst, Mädel. Wenne mich suchst, ich bin draußen mit den anderen Jungs, um alles für diese blöde Parade vorzubereiten. Ach ja, und du kannst mich Heribert nennen, Kleines. Jetzt aber los. Es gibt noch viel zu tun.“
Ohne auf eine Antwort Leanoras zu warten, wandte sich der Stallvorsteher ab und latschte genauso behäbig wieder nach draußen, wie er zuvor hinein gekommen war und ließ Leanora allein.
„Ah, du bis bestimmt das Mädel, von dem mir der Cheffe erzählt hat“, bemerkte er schließlich, als er vor der Frau zum Stehen kam und sich nachdenklich über den Stoppelbart strich. „Du sollst ja ne Menge Ahnung von den Gäulen haben, doch haben wir jetzt keine Zeit, über die Viecher zu schnacken. Jetzt is Fütterungszeit, also schnapp‘ dir ne Heugabel und mach dich ans Werk. Jo, und danach musste noch die Ställe ausmisten, also zack, zack an die Arbeit. Ich hab‘ noch nen paar Gäule zu striegeln, sobald du die gefüttert hast und vorher noch nen paar Sättel zu polieren. Heute kommt irgend so ein wichtiger Popanz, für den se ne Parade oder so abhalten und da muss alles blitzeblank sein, verstehste? Na, dann mal ran. Zeit is Geld.“
Der korpulente Mann deutete auf einen kleinen Verschlag innerhalb des Stalles, der sich neben dessen Vordereingang befand. „Dort drinnen findest du alles, was du für deine Arbeit brauchst, Mädel. Wenne mich suchst, ich bin draußen mit den anderen Jungs, um alles für diese blöde Parade vorzubereiten. Ach ja, und du kannst mich Heribert nennen, Kleines. Jetzt aber los. Es gibt noch viel zu tun.“
Ohne auf eine Antwort Leanoras zu warten, wandte sich der Stallvorsteher ab und latschte genauso behäbig wieder nach draußen, wie er zuvor hinein gekommen war und ließ Leanora allein.
#1666
Posté 22 février 2011 - 09:00
Lea blickte dem Stallburschen belustigt hinterher. War das ein lustiger Kerl! Sie konnte sich kaum vorstellen, dass dieser tatsächlich mit Pferden umgehen konnte, allein seine Hände hatten das Ausmaß von einem Holzteller, und sein Auftreten an sich war eher tölpelhaft. Aber Lea hatte keine wirklichen Vorurteile, sie mußte nur schmunzeln.
Und ob sie verstand! Wenn sie das ganze bis Mittag schaffen wollte, durfte sie sich ganz schön ran halten.
So lief sie leichtfüssig in den Verschlag, entledigte sich ihrer Robe und schlüpfte dafür in eine viel zu große Stallhose, die dort hing. Dank der Hosenträger hielt diese zwar, aber sie hätte gut und gerne zweimal hineingepaßt. Ein paar grobe Stiefel vervollständigten ihre Garderobe, und sie schnappte sich die Heugabel. Die Heuballen waren nur teilweise auseinander gerupft, Lea nahm immer wieder die Gabel, lockerte das getrocknete Gras und füllte es in die Futtertröge. Danach war die ganze Gasse voller verlorener Halme bedeckt, welche sie mit einem Besen zusammen kehrte und in den Heuschober zurück brachte.
Die Fütterung der Tiere war schnell erledigt, bald hörte sie nur das Malmen der Kiefer. Sie liebte das Geräusch, es war so friedlich und entspannend. Trotzdem gönnte sie sich nur einen kurzen Moment der Ruhe, bevor sie dann die Mistgabel zur Hand nahm und die Pferdeäpfel von der Einstreu in eine Schubkarre lud, genau wie nasses oder schmutziges Stroh. Auch damit war sie relativ zügig fertig, und sie schob den beladenen Karren vorsichtig hinaus zum Misthaufen.
Als sie mit dem leeren Wagen zurück kehrte, rief sie nach Heribert. Schließlich mußte sie wissen, welche Sättel und Zaumzeuge zu polieren waren, und welche Pferde auf absoluten Hochglanz gebracht werden mußten.
Bevor dieser jedoch zurück kam, hatte sie sich bereits Striegel, Schwamm, Bürste und Hufkratzer sowie Huf-Fett geschnappt und begann mit dem Pferd in der ersten Box, einem edlen Rappen. Dieser war nur ein wenig staubig, so striegelte sie lediglich die Sattelfläche, ging mit einem sauberen Lappen darüber und bürstete Mähne und Schweif. Währenddessen redete sie leise mit dem Tier. Wer sie hörte, mußte denken, sie sei übergeschnappt. Der Rappe hingegen schaute sie mit neugierigen Augen an und spielte mit den Ohren.
"Hm, Du bist ja wirklich ein ganz lieber, oder?" schmeichelte Lea dem Tier. Sie strich mit der Hand über den Vorderfuß und drückte leicht dagegen. "Na komm, auf!" Das Pferd hob willig den Huf hoch, so dass Lea diesen auskratzen konnte. Das ganze wiederholte sie bei jedem weiteren Bein und zuletzt fettete sie die Hufe noch ein. Bevor sie die Box verließ, tätschelte sie den Hals des Rappen.
"Bis bald mein Süsser" verabschiedete sie sich, schloß die Boxentür hinter sich und wandte sich dem nächsten Pferd zu.
Und ob sie verstand! Wenn sie das ganze bis Mittag schaffen wollte, durfte sie sich ganz schön ran halten.
So lief sie leichtfüssig in den Verschlag, entledigte sich ihrer Robe und schlüpfte dafür in eine viel zu große Stallhose, die dort hing. Dank der Hosenträger hielt diese zwar, aber sie hätte gut und gerne zweimal hineingepaßt. Ein paar grobe Stiefel vervollständigten ihre Garderobe, und sie schnappte sich die Heugabel. Die Heuballen waren nur teilweise auseinander gerupft, Lea nahm immer wieder die Gabel, lockerte das getrocknete Gras und füllte es in die Futtertröge. Danach war die ganze Gasse voller verlorener Halme bedeckt, welche sie mit einem Besen zusammen kehrte und in den Heuschober zurück brachte.
Die Fütterung der Tiere war schnell erledigt, bald hörte sie nur das Malmen der Kiefer. Sie liebte das Geräusch, es war so friedlich und entspannend. Trotzdem gönnte sie sich nur einen kurzen Moment der Ruhe, bevor sie dann die Mistgabel zur Hand nahm und die Pferdeäpfel von der Einstreu in eine Schubkarre lud, genau wie nasses oder schmutziges Stroh. Auch damit war sie relativ zügig fertig, und sie schob den beladenen Karren vorsichtig hinaus zum Misthaufen.
Als sie mit dem leeren Wagen zurück kehrte, rief sie nach Heribert. Schließlich mußte sie wissen, welche Sättel und Zaumzeuge zu polieren waren, und welche Pferde auf absoluten Hochglanz gebracht werden mußten.
Bevor dieser jedoch zurück kam, hatte sie sich bereits Striegel, Schwamm, Bürste und Hufkratzer sowie Huf-Fett geschnappt und begann mit dem Pferd in der ersten Box, einem edlen Rappen. Dieser war nur ein wenig staubig, so striegelte sie lediglich die Sattelfläche, ging mit einem sauberen Lappen darüber und bürstete Mähne und Schweif. Währenddessen redete sie leise mit dem Tier. Wer sie hörte, mußte denken, sie sei übergeschnappt. Der Rappe hingegen schaute sie mit neugierigen Augen an und spielte mit den Ohren.
"Hm, Du bist ja wirklich ein ganz lieber, oder?" schmeichelte Lea dem Tier. Sie strich mit der Hand über den Vorderfuß und drückte leicht dagegen. "Na komm, auf!" Das Pferd hob willig den Huf hoch, so dass Lea diesen auskratzen konnte. Das ganze wiederholte sie bei jedem weiteren Bein und zuletzt fettete sie die Hufe noch ein. Bevor sie die Box verließ, tätschelte sie den Hals des Rappen.
"Bis bald mein Süsser" verabschiedete sie sich, schloß die Boxentür hinter sich und wandte sich dem nächsten Pferd zu.
Modifié par Bellandyrs, 23 février 2011 - 06:09 .
#1667
Posté 23 février 2011 - 04:56
„Bin doch schon hier, meine Süße“, flüsterte eine Stimme hinter Leanora, kurz bevor Bruder Renaldo vor sie trat und dabei rein aus Zufall seine Hand über ihre Schultern laufen ließ. Er war leise in den Stall gekommen und hatte sich an die Frau herangeschlichen, wobei er ihre letzten Worte vernahm, die sie zu dem Hengst gesprochen hatte. Und nun baute er sich vor Leanora auf und stützte sich mit dem Arm an einer Boxentür ab, womit er der Frau den Weg versperrte.
„Hat Dir schon jemand gesagt, wie lasziv du in diesem Aufzug aussiehst, meine Schöne“, grinste der Mann Leanora lüstern an, während er sich ihrem Gesicht immer weiter näherte, bis sie seinen Atem schon auf ihrer Haut spüren konnte. „Und ich bin begeistert, dass du diesen Ort für unser erstes Treffen gewählt hast. Hast du schon überprüft, ob eine dieser Boxen frei ist, so dass wir uns darin zurückziehen können. Denn es wird langsam Zeit, dass ich diese Stute hier vor mir ordentlich zureite, findest du nicht?“
Bei seinen Worten nährte sich seine rechte Hand immer weiter dem Gesicht der jungen Frau.
___________________________________________________________________________
„Das beantwortet aber noch nicht meine Frage, warum Ihr Euch hier in diesem Drecksloch aufhaltet, Jyvindar“, erwiderte Vernita genervt, während sie die ausgestreckte Hand des Mannes ignorierte. Die permanent gute Laune dieses Typen ging der Elfe gehörig gegen den Strich, und sie unterdrückte den Wunsch, ihr Schwert zu ziehen und es diesem Kerl in den Leib zu rammen. Denn schließlich hatte sie noch wichtigeres zu erledigen. „Leider fehlt mir jetzt auch die Zeit, Euch zum Sprechen zu bringen, auch wenn mir das viel Vergnügen bereiten würde.“
Ein fieses Grinsen legte sich für einen Moment auf Vernitas Gesicht, bevor sie wieder ernst wurde. „So, jetzt muss ich aber los. Vielleicht beschäftigen wir beide uns noch, wenn ich zurückkomme, falls Ihr dann noch lebt…“
Wieder grinste sie Jyvindar an, bevor sie sich von ihm abwandte und zu Miandra und Rowan zurückging. Als sie neben den beiden Frauen stand, griff sie sich ihre Tasche und hängte sich diese wieder um.
„Ich werde jetzt nach Azoth suchen gehen“, verkündete sie den beiden. „Auch wenn ich nicht glaube, dass dieser Elf noch irgendeine Gefahr für uns darstellt, so will ich doch lieber auf Nummer sicher gehen. Ich bin bald zurück. Werft in der Zeit einen Blick auf diesen Kerl da hinter mir. Sollte er euch irgendwelche Schwierigkeiten machen, dann macht kurzen Prozess mit ihm. Und du machst mir auch keinen Blödsinn hier, Lydia, verstanden?“
Die Elfe ging neben Miandra in die Hocke und näherte sich deren Ohr. „Sollte die Kleine auch etwas Dummes anstellen wollen, dann fessle sie an den nächsten Pfosten, ja?“ flüsterte sie der Frau so leise ins Ohr, dass nur sie es verstehen konnte. „Und sorge dich nicht um mich. Ich werde heil zurückkommen. Das verspreche ich dir.“
„Hat Dir schon jemand gesagt, wie lasziv du in diesem Aufzug aussiehst, meine Schöne“, grinste der Mann Leanora lüstern an, während er sich ihrem Gesicht immer weiter näherte, bis sie seinen Atem schon auf ihrer Haut spüren konnte. „Und ich bin begeistert, dass du diesen Ort für unser erstes Treffen gewählt hast. Hast du schon überprüft, ob eine dieser Boxen frei ist, so dass wir uns darin zurückziehen können. Denn es wird langsam Zeit, dass ich diese Stute hier vor mir ordentlich zureite, findest du nicht?“
Bei seinen Worten nährte sich seine rechte Hand immer weiter dem Gesicht der jungen Frau.
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„Das beantwortet aber noch nicht meine Frage, warum Ihr Euch hier in diesem Drecksloch aufhaltet, Jyvindar“, erwiderte Vernita genervt, während sie die ausgestreckte Hand des Mannes ignorierte. Die permanent gute Laune dieses Typen ging der Elfe gehörig gegen den Strich, und sie unterdrückte den Wunsch, ihr Schwert zu ziehen und es diesem Kerl in den Leib zu rammen. Denn schließlich hatte sie noch wichtigeres zu erledigen. „Leider fehlt mir jetzt auch die Zeit, Euch zum Sprechen zu bringen, auch wenn mir das viel Vergnügen bereiten würde.“
Ein fieses Grinsen legte sich für einen Moment auf Vernitas Gesicht, bevor sie wieder ernst wurde. „So, jetzt muss ich aber los. Vielleicht beschäftigen wir beide uns noch, wenn ich zurückkomme, falls Ihr dann noch lebt…“
Wieder grinste sie Jyvindar an, bevor sie sich von ihm abwandte und zu Miandra und Rowan zurückging. Als sie neben den beiden Frauen stand, griff sie sich ihre Tasche und hängte sich diese wieder um.
„Ich werde jetzt nach Azoth suchen gehen“, verkündete sie den beiden. „Auch wenn ich nicht glaube, dass dieser Elf noch irgendeine Gefahr für uns darstellt, so will ich doch lieber auf Nummer sicher gehen. Ich bin bald zurück. Werft in der Zeit einen Blick auf diesen Kerl da hinter mir. Sollte er euch irgendwelche Schwierigkeiten machen, dann macht kurzen Prozess mit ihm. Und du machst mir auch keinen Blödsinn hier, Lydia, verstanden?“
Die Elfe ging neben Miandra in die Hocke und näherte sich deren Ohr. „Sollte die Kleine auch etwas Dummes anstellen wollen, dann fessle sie an den nächsten Pfosten, ja?“ flüsterte sie der Frau so leise ins Ohr, dass nur sie es verstehen konnte. „Und sorge dich nicht um mich. Ich werde heil zurückkommen. Das verspreche ich dir.“
#1668
Posté 23 février 2011 - 05:25
" Sehe ich für euch nach Böldsinn aus ? " fragte Lydia ernst zurück . " Ich werde mich ein wenig umsehen und mein kleines Zimmer dort oben gemütlich machen . "
Mit diesen Worten verschwand sie , ohne vorher jedoch zu vergessen , sich ihr Schwert auf den Rücken zu hängen . Zuerst wollte sie sich im Lagerhaus selbst nach brauchbarem umsehen , immerhin standen einige Kisten und Fässer hier . Sie kletterte auf einen Stapel Kisten und öffnete die Oberste . Leer . Die Nächste enthielt etwas staubtrockenes Stroh und einen abgebrochenen Porzellanhenkel . So arbeitete sie sich durch die Kisten und Fässer und fand tatsächlich allehand nützliches , welches sie in einer leichten Kiste zusammentrug . Sie hatte ein Schafsfell gefunden , das war zwar staubig , aber nachdem sie es ausgeklopft hatte , war es faktisch wie neu , einen Wandteppich mit einem hübschen Blumenmuster , Nägel , einen kleinen Hammer , einen Wetzstein für Messer oder ähnliches , drei Kerzenhalter für in die Wand zu schlagen , twei Kerzenleuchter zum aufstellen , zwei unbeschriebene Bücher , Pergament , einen alten Handfeger , eine alte Schere , Stoffbahnen , Knochennadeln und Faden , Federn , offensichtlich für Pfeile , Knochenleim in einer Schachtel , Pech in einem Jutesäckchen und diverse leere Säckchen , sowie eine art Lederunterlage für was auch immer , den Rand mit festem Stoff umlaufen .
Doch nun stand sie vor einem Problem .
" Einen Seilzug hab ich , der hängt ja oben , aber wie hat der alte Ohm immer gesagt ? Keine Meil ohne Seil . Jetzt könnte ich welches brauchen ! Verflixt ! " Schimpfte sie zu sich . Wieder durchsuchte sie die Kisten , aber zum Schluss musste sie es einzeln nach oben schaffen . Nachdem sie die Kerzenhalter eingeschlagen , den Teppich an der Wand festgemacht und sonst alles an seinen Platz verfrachtet und vorher gefegt hatte , war sie mit ihrem kleinen Zimmerlein durchaus zufrieden . Hier könnte sie es länger aushalten , aber sie wollte es sich noch gänzlich einrichten . Die Truhe , welche als Tisch herhielt und die Beutelchen brachten sie auf eine Idee . Sie hatte einigen Unterricht in der Alchemie erhalten , wenn sie alles nötige finden oder anderweitig beschaffen könnte , würde sie hier oben etwas an ihren Künsten arbeiten . Für einfache Balsame oder Umschläge würde ihr Wissen sicherlich reichen , aber Übung macht bekanntlich den Meister und sie wollte besser werden .
Mit diesen Worten verschwand sie , ohne vorher jedoch zu vergessen , sich ihr Schwert auf den Rücken zu hängen . Zuerst wollte sie sich im Lagerhaus selbst nach brauchbarem umsehen , immerhin standen einige Kisten und Fässer hier . Sie kletterte auf einen Stapel Kisten und öffnete die Oberste . Leer . Die Nächste enthielt etwas staubtrockenes Stroh und einen abgebrochenen Porzellanhenkel . So arbeitete sie sich durch die Kisten und Fässer und fand tatsächlich allehand nützliches , welches sie in einer leichten Kiste zusammentrug . Sie hatte ein Schafsfell gefunden , das war zwar staubig , aber nachdem sie es ausgeklopft hatte , war es faktisch wie neu , einen Wandteppich mit einem hübschen Blumenmuster , Nägel , einen kleinen Hammer , einen Wetzstein für Messer oder ähnliches , drei Kerzenhalter für in die Wand zu schlagen , twei Kerzenleuchter zum aufstellen , zwei unbeschriebene Bücher , Pergament , einen alten Handfeger , eine alte Schere , Stoffbahnen , Knochennadeln und Faden , Federn , offensichtlich für Pfeile , Knochenleim in einer Schachtel , Pech in einem Jutesäckchen und diverse leere Säckchen , sowie eine art Lederunterlage für was auch immer , den Rand mit festem Stoff umlaufen .
Doch nun stand sie vor einem Problem .
" Einen Seilzug hab ich , der hängt ja oben , aber wie hat der alte Ohm immer gesagt ? Keine Meil ohne Seil . Jetzt könnte ich welches brauchen ! Verflixt ! " Schimpfte sie zu sich . Wieder durchsuchte sie die Kisten , aber zum Schluss musste sie es einzeln nach oben schaffen . Nachdem sie die Kerzenhalter eingeschlagen , den Teppich an der Wand festgemacht und sonst alles an seinen Platz verfrachtet und vorher gefegt hatte , war sie mit ihrem kleinen Zimmerlein durchaus zufrieden . Hier könnte sie es länger aushalten , aber sie wollte es sich noch gänzlich einrichten . Die Truhe , welche als Tisch herhielt und die Beutelchen brachten sie auf eine Idee . Sie hatte einigen Unterricht in der Alchemie erhalten , wenn sie alles nötige finden oder anderweitig beschaffen könnte , würde sie hier oben etwas an ihren Künsten arbeiten . Für einfache Balsame oder Umschläge würde ihr Wissen sicherlich reichen , aber Übung macht bekanntlich den Meister und sie wollte besser werden .
#1669
Posté 23 février 2011 - 06:21
Lea gefror das Blut beinahe in den Adern. Renaldo! Dieser üble Bruder war wohl überall dort, wo man nicht mit ihm rechnete. Seine Wort ließ in Leanora Wut aufsteigen. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen, ihre Iris wurde beinahe grün vor Zorn, und ihre Stimme war kälter als Gletschereis, als sie ihm antwortete.
"Bruder Renaldo! Ihr elendiger Lüstling, Ihr stellt doch jedem Rockzipfel nach, sogar wenn er ausnahmsweise Hosen trägt! Wie könnt Ihr nur so unverschämt sein und denken, ich hätte hier ein Rendezvous mit Euch? Laßt mich gefälligst vorbei, ich habe zu arbeiten! Was habt Ihr hier eigentlich verloren?" fügte sie dann aber doch interessehalber dazu.
Dieser Mann schaffte es immer wieder, sie nur durch seine bloße Anwesenheit in Rage zu versetzen, am liebsten hätte sie ihm den Hufkratzer in sein Gemächt gestossen. Allerdings wäre das wohl nicht sehr förderlich gewesen.
"Bruder Renaldo! Ihr elendiger Lüstling, Ihr stellt doch jedem Rockzipfel nach, sogar wenn er ausnahmsweise Hosen trägt! Wie könnt Ihr nur so unverschämt sein und denken, ich hätte hier ein Rendezvous mit Euch? Laßt mich gefälligst vorbei, ich habe zu arbeiten! Was habt Ihr hier eigentlich verloren?" fügte sie dann aber doch interessehalber dazu.
Dieser Mann schaffte es immer wieder, sie nur durch seine bloße Anwesenheit in Rage zu versetzen, am liebsten hätte sie ihm den Hufkratzer in sein Gemächt gestossen. Allerdings wäre das wohl nicht sehr förderlich gewesen.
Modifié par Bellandyrs, 23 février 2011 - 06:22 .
#1670
Posté 23 février 2011 - 07:31
„Was ich hier tue?“ fragte Renaldo mit fast flüsternder Stimme und einem dreckigen Grinsen auf den Lippen. „Im Moment bewundere ich die bezaubernden Augen der schönsten Frau, die mir jemals begegnet ist und danach...nun das liegt ganz bei dir, meine Süße.“
Er trat zur Seite und umrundete die Frau während er weitersprach. „Außerdem habe ich nach dir gesucht. Du bist nicht nur wunderschön, sondern anscheinend auch sehr fleißig. Ich habe dich beobachtet. Du arbeitest wie ein Tier und hast Spaß dabei. Wenn ich einmal dem Kirchendienst den Rücken kehre und mich auf meinem Landsitz zur Ruhe setze, werde ich eine Frau von deinen Qualitäten benötigen. Allerdings sollte ich zuvor herausfinden, ob der Inhalt dieses Naschwerkes der aufwendigen Verpackung auch gerecht wird, nicht wahr?“
Bei seinen Worten legte Renaldo seine Hände auf Leanoras Schultern und nährte sich ihr von hinten, um ihren Nacken zu küssen.
Er trat zur Seite und umrundete die Frau während er weitersprach. „Außerdem habe ich nach dir gesucht. Du bist nicht nur wunderschön, sondern anscheinend auch sehr fleißig. Ich habe dich beobachtet. Du arbeitest wie ein Tier und hast Spaß dabei. Wenn ich einmal dem Kirchendienst den Rücken kehre und mich auf meinem Landsitz zur Ruhe setze, werde ich eine Frau von deinen Qualitäten benötigen. Allerdings sollte ich zuvor herausfinden, ob der Inhalt dieses Naschwerkes der aufwendigen Verpackung auch gerecht wird, nicht wahr?“
Bei seinen Worten legte Renaldo seine Hände auf Leanoras Schultern und nährte sich ihr von hinten, um ihren Nacken zu küssen.
#1671
Posté 23 février 2011 - 07:40
Flucht! Das war ihr einziger Gedanke, als Renaldo sich ihr näherte. Aber es wäre sinnlos gewesen. Er hätte sich nur ins Fäustchen gelacht. Fieberhaft überlegte sie, wie sie dem ganzen entgehen konnte, ohne ihn völlig vor den Kopf zu stossen.
Sie machte einen kleinen Schritt nach vorne, so weit es ging mit seinen Händen auf ihrer Schulter.
"Bitte Renaldo. Laßt mich los. Ich fühle mich geehrt ob Eures Kompliments, und wir können über alles mögliche plaudern, aber laßt bitte diese Anzüglichkeiten weg. Und hört auf, Euch mir so dermaßen unsittlich zu nähern. Vielleicht schafft Ihr es dann, so etwas wie Achtung und Respekt von meiner Seite zu erhalten. Aber Ihr benehmt Euch wie ein läufiger Strassenköter. Also nehmt endlich die Hände von meinen Schultern und laßt mich weiterarbeiten. Bitte!"
Ihre Stimme hatte einen flehenden Tonfall. Vielleicht würde er auf sie hören. Wenn nicht, war sie verloren, denn sie hatte nie im Leben genug Kraft, mit ihm zu kämpfen, und eine Waffe hatte sie nicht. Höchstens die Heugabel, aber die stand auch zu weit weg.
Sie machte einen kleinen Schritt nach vorne, so weit es ging mit seinen Händen auf ihrer Schulter.
"Bitte Renaldo. Laßt mich los. Ich fühle mich geehrt ob Eures Kompliments, und wir können über alles mögliche plaudern, aber laßt bitte diese Anzüglichkeiten weg. Und hört auf, Euch mir so dermaßen unsittlich zu nähern. Vielleicht schafft Ihr es dann, so etwas wie Achtung und Respekt von meiner Seite zu erhalten. Aber Ihr benehmt Euch wie ein läufiger Strassenköter. Also nehmt endlich die Hände von meinen Schultern und laßt mich weiterarbeiten. Bitte!"
Ihre Stimme hatte einen flehenden Tonfall. Vielleicht würde er auf sie hören. Wenn nicht, war sie verloren, denn sie hatte nie im Leben genug Kraft, mit ihm zu kämpfen, und eine Waffe hatte sie nicht. Höchstens die Heugabel, aber die stand auch zu weit weg.
Modifié par Bellandyrs, 24 février 2011 - 06:06 .
#1672
Posté 23 février 2011 - 08:21
Miandra beobachtete und lauschte von weitem dem Gespräch zwischen dem rothaarigen, der sich Jyvindar nannte, und Vernita. Irgendetwas an dem Kerl beunruhigte sie, wahrscheinlich war es diese gespielte Nettigkeit gemischt mit Arroganz, hinter der er wohl seinen wirklichen Charakter verbarg. Zudem konnte man noch immer nicht sagen ob er ihnen nun feindlich oder freundlich gestellt war, und er war keineswegs ein offenes Buch. Miandra war sich inzwischen sicher, dass Jyvindar mindestens genau so viel Dreck am Stecken hatte, wie sie selbst.
Doch warum interessierte sie das überhaupt? Normalerweise waren ihr Geschichten von Vergangenheiten anderer mehr als nur egal, und auch wenn die Situation es hätte erfordern sollen, Informationen zu bekommen, war sie immer davon überzeugt gewesen, dass es ohnehin nichts am Ablauf der Ereignisse ändern würde, außer des Momentes in welchem diese eintreten würden. Wann war der Moment gekommen, an dem sie erkannte, dass es sich lohnte weiterzumachen? Wäre sie nicht vor einigen Tagen lieber gestorben, anstatt noch an diesem – aus ihrer Sicht – ungerechten Leben teil zu haben und sah keinerlei Sinn mehr darin weiterzusuchen, aus Angst vor der vielleicht bitteren Wahrheit? Doch wahrscheinlich hatte sie begriffen, dass die Ungewissheit schlimmer war als jedwedes Ende, und hatte gelernt, dass es durchaus einen Unterschied machte, wie sehr man dieses Ende anstrebt, oder nicht.
Miandra wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Vernita verkündete, dass sie nach dem Elf suchen gehen wollte. Hatte sie überhaupt mitbekommen, dass sich diese nicht mehr mit dem rothaarigen Mann unterhielt? Ihrer überraschten Reaktion heraus zu urteilen, wohl nicht. Die weiteren Worte der Elfe gefielen Miandra ganz und gar nicht, auch wenn sie nicht sofort wusste warum.
Kurz wandte sie den Blick zu dem Mädchen, als sich dieses zu Wort meldete und sofort wieder auf dem Dachboden verschwand.
Sie sollte also hier bleiben und das Kindermädchen für die kleine Göre spielen, zudem die Anwesenheit der anderen Drei ertragen, die genauso unterhaltsam und redselig waren wie eine schlafende Kuh – oder wie sie selbst -, und auch noch darauf achten, dass der Neuling nicht urplötzlich beschließt, dass es sich alleine doch besser gehaust hat. Aber eigentlich waren es nicht diese Dinge, die sie aufregten. Es war der letzte Satz. Miandra mochte solche Sätze nicht, die einerseits davon ausgingen, dass sie selbst so etwas behaupten würde, und andererseits einen Inhalt in sich trugen, der genau das Gegenteil von dem bezweckte, als eigentlich gewollt.
„Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass ich ein Kind fessle?“, erwiderte sie ein wenig scherzhaft und mit gesenkter Stimme. Ohne länger über all das von vorhin nachzudenken, sowie darüber warum sie diesen Entschluss nun eigentlich gefasst hatte, fuhr sie entschlossen – oder stur – fort, „Und vergesst es, ich werde nicht hier bleiben und mich langweilen, während Ihr den ganzen Spaß für Euch alleine habt.“, nachdem sie geendet hatte, hüpfte sie von der Kiste und ging ohne auf eine Antwort zu warten zu der Tür.
Doch warum interessierte sie das überhaupt? Normalerweise waren ihr Geschichten von Vergangenheiten anderer mehr als nur egal, und auch wenn die Situation es hätte erfordern sollen, Informationen zu bekommen, war sie immer davon überzeugt gewesen, dass es ohnehin nichts am Ablauf der Ereignisse ändern würde, außer des Momentes in welchem diese eintreten würden. Wann war der Moment gekommen, an dem sie erkannte, dass es sich lohnte weiterzumachen? Wäre sie nicht vor einigen Tagen lieber gestorben, anstatt noch an diesem – aus ihrer Sicht – ungerechten Leben teil zu haben und sah keinerlei Sinn mehr darin weiterzusuchen, aus Angst vor der vielleicht bitteren Wahrheit? Doch wahrscheinlich hatte sie begriffen, dass die Ungewissheit schlimmer war als jedwedes Ende, und hatte gelernt, dass es durchaus einen Unterschied machte, wie sehr man dieses Ende anstrebt, oder nicht.
Miandra wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Vernita verkündete, dass sie nach dem Elf suchen gehen wollte. Hatte sie überhaupt mitbekommen, dass sich diese nicht mehr mit dem rothaarigen Mann unterhielt? Ihrer überraschten Reaktion heraus zu urteilen, wohl nicht. Die weiteren Worte der Elfe gefielen Miandra ganz und gar nicht, auch wenn sie nicht sofort wusste warum.
Kurz wandte sie den Blick zu dem Mädchen, als sich dieses zu Wort meldete und sofort wieder auf dem Dachboden verschwand.
Sie sollte also hier bleiben und das Kindermädchen für die kleine Göre spielen, zudem die Anwesenheit der anderen Drei ertragen, die genauso unterhaltsam und redselig waren wie eine schlafende Kuh – oder wie sie selbst -, und auch noch darauf achten, dass der Neuling nicht urplötzlich beschließt, dass es sich alleine doch besser gehaust hat. Aber eigentlich waren es nicht diese Dinge, die sie aufregten. Es war der letzte Satz. Miandra mochte solche Sätze nicht, die einerseits davon ausgingen, dass sie selbst so etwas behaupten würde, und andererseits einen Inhalt in sich trugen, der genau das Gegenteil von dem bezweckte, als eigentlich gewollt.
„Ihr glaubt doch nicht allen Ernstes, dass ich ein Kind fessle?“, erwiderte sie ein wenig scherzhaft und mit gesenkter Stimme. Ohne länger über all das von vorhin nachzudenken, sowie darüber warum sie diesen Entschluss nun eigentlich gefasst hatte, fuhr sie entschlossen – oder stur – fort, „Und vergesst es, ich werde nicht hier bleiben und mich langweilen, während Ihr den ganzen Spaß für Euch alleine habt.“, nachdem sie geendet hatte, hüpfte sie von der Kiste und ging ohne auf eine Antwort zu warten zu der Tür.
Modifié par Kaysallie, 24 février 2011 - 01:35 .
#1673
Posté 24 février 2011 - 11:31
Rowan konnte nur den Kopf schütteln, nachdem die Schwarzhaarige das Lagerhaus verlassen hatte. Draußen war schon der Tag angebrochen und sie waren allesamt die letzte Nacht unterwegs gewesen. Sollte sie ruhig den Tag über draußen herumschleichen, sie würde schon noch merken, was sie davon hatte. Um ein Entdecktwerden machte sich Rowan nicht mehr so viele Sorgen, wie noch in der Schmiede. Nun waren sie am Hafen und hatten einige Hinterausgänge, durch die sie entkommen konnten, sollten sie entdeckt werden. Und das war allemal besser als die Mausefalle, in der sie vorher gehockt hatten.
Sareth hatte sich mittlerweile an ihrer Seite nieder gelassen und gähnte herzhaft. Rowan lächelte ihn an und kramte dann eine Decke aus ihrem Rucksack, die sie ihm reichte.
"Leg dich schlafen. Ich werde wach bleiben und die Augen für uns offen halten. Wenn ich müde werde, dann weck ich dich."
Der Krieger nickte nur müde und wickelte sich dann komplett in die Decke ein. Kurze Zeit später hörte sie seine gleichmäßigen Atemzüge. Dem Erbauer sei Dank hatte wenigstens er einen guten Schlaf. Rowan lag oft genug noch wach und konnte nicht schlafen, während ihr tausend Gedanken durch den Kopf huschten.
Mit dem Rücken an die Wand gelehnt beobachtete sie ihren neuen Mitbewohner kritisch während sie dem Gepolter lauschte, dass das Mädchen über ihnen veranstaltete. Sie sollten sich schleunigst überlegen, was sie mit dem Kind anstellen wollten. Rowan war immer noch der Meinung, dass sie auf keinen Fall bei der Gruppe bleiben durfte, gerade wenn es darauf hinaus lief, dass sie noch mehr in Konflikte verwickelt werden würden. Vielleicht konnten sie sie bei dem Bauern unterbringen, bei dem das Stallmädel ihre Tiere untergebracht hatte.
Sareth hatte sich mittlerweile an ihrer Seite nieder gelassen und gähnte herzhaft. Rowan lächelte ihn an und kramte dann eine Decke aus ihrem Rucksack, die sie ihm reichte.
"Leg dich schlafen. Ich werde wach bleiben und die Augen für uns offen halten. Wenn ich müde werde, dann weck ich dich."
Der Krieger nickte nur müde und wickelte sich dann komplett in die Decke ein. Kurze Zeit später hörte sie seine gleichmäßigen Atemzüge. Dem Erbauer sei Dank hatte wenigstens er einen guten Schlaf. Rowan lag oft genug noch wach und konnte nicht schlafen, während ihr tausend Gedanken durch den Kopf huschten.
Mit dem Rücken an die Wand gelehnt beobachtete sie ihren neuen Mitbewohner kritisch während sie dem Gepolter lauschte, dass das Mädchen über ihnen veranstaltete. Sie sollten sich schleunigst überlegen, was sie mit dem Kind anstellen wollten. Rowan war immer noch der Meinung, dass sie auf keinen Fall bei der Gruppe bleiben durfte, gerade wenn es darauf hinaus lief, dass sie noch mehr in Konflikte verwickelt werden würden. Vielleicht konnten sie sie bei dem Bauern unterbringen, bei dem das Stallmädel ihre Tiere untergebracht hatte.
#1674
Posté 24 février 2011 - 04:04
„Spiel jetzt nicht die Unschuldige, Kleines“, zischte Renaldo leise und zog Leanora mit einem kräftigen Ruck wieder zu sich heran. „Ich weiß von deinem kleinen Techtelmechtel zwischen Sengaal und dir. Bist du seinetwegen hier? Oder weshalb hast du dich der Kirche angeschlossen? Sicher nicht aus den Gründen, die du meiner Tante aufgetischt hast. Denn einen solchen Eindruck machst du nicht auf. Also hör‘ endlich auf, dich zu zieren und lass‘ uns anfangen!“
Nach diesen Worten, presste er seine Lippen auf ihren Nacken und begann damit, mit seinen Händen über ihren Körper zu fahren. Erst strich er ihr nur über den Rücken, wanderte aber ziemlich schnell weiter zu ihren Brüsten, bevor es über den Bauch weiter in Richtung ihres Schrittes ging.
Leanora lief ein kalter Schauer über den Rücken, als Renaldo so zudringlich wurde. Ihr ganzer Körper versteifte sich, und sie wusste im ersten Moment gar nicht, wie ihr geschah, so schnell passierte das Ganze. Als sie sich nach dem ersten Schrecken wieder gefangen hatte, stand sie kurz davor, sich mit Händen und Füssen gegen den Bruder zu wehren, doch da erschallte auch schon eine tiefe Stimme durch den Pferdestall.
„Was is denn hier los? Ringelpiez mit Anfassen, oder was?“ staunte Heribert, während er auf die beiden zu gedackelt kam. Renaldo ließ umgehend von Leanora ab und sprang förmlich zwei Schritte zurück. „Wir haben wirklich keine Zeit für solche Späße. Es gibt noch so viel zu tun. Oder biste hier, um uns zu helfen, mien Jung? Aber das war jetzt nicht grad ne Hilfe, was du da anfangen wolltest, Söhnchen. Hier haste nen Lappen. Damit kannste die Sättel schrubben.“
„Ich habe noch was anderes zu erledigen“, entgegnete Renaldo überheblich und hob arrogant den Kopf. „Also, entschuldigt mich nun.“
Dann wandte er sich noch einmal an Leanora. „Wir beide sprechen später noch einmal miteinander, Schätzchen.“ Anschließend verließ er lachend den Stall.
„Komischer Kauz, dieser Renaldo, was?“ meinte Heribert nur kopfschüttelnd. „Und verdammt faul isser auch noch. Im Gegensatz zu dir, muss ich sagen. Du hast die Gäule schon gefüttert und ihre Boxen ausgemistet. Dat gefällt mir sehr jut. Doch jetzt müssen wir uns beeilen. Komm, Mädel. Frisch ans Werk. Diese Kläpper striegeln sich ja net von selbst.“
___________________________________________________________________________
‚Verdammt noch mal! Das hat mir jetzt auch noch gefehlt!‘ ging es Vernita durch den Kopf, als Miandra plötzlich verkündete, dass sie die Elfe begleiten wollte. Schnell folgte sie der Frau, welche sie an der Tür einholte. Noch bevor Miandra diese vollständig öffnen konnte, knallte die Elfe sie wieder zu, riss die schwarzhaarige Frau zu sich herum und drückte sie gegen den hölzernen Ausgang.
„Hör zu“, sagte Vernita mit leiser, aber fordernder Stimme. „Ich weiß, dass es dir nicht behagt, hier herumzusitzen und nichts tun zu können, außer zu warten, doch ich werde dich nicht mitnehmen. Das ist viel zu gefährlich, verstehst du? Ich habe Übung darin, mich auch tagsüber unbemerkt durch diese Stadt zu schleichen, da ich sie wie meine Westentasche kenne und eine ausgebildete Meuchelmörderin bin. Aber du hast diese Erfahrung nicht. Das Risiko, entdeckt zu werden, wenn du mich begleitest, ist viel zu hoch. Außerdem könnten wir auf die Söldner treffen, und ich will nicht, dass wir ihnen blindlings in die Arme laufen. So gerne ich dich auch dabei hätte, so vehement muss ich darauf bestehen, dass du hier bleibst.“
Ein Lächeln legte sich auf das Gesicht der Elfe. „Wenn du nicht in diesem Lagerhaus bleiben möchtest, dann sieh dich stattdessen hier im Hafenviertel um, damit du weißt, was hier so vor sich geht und welche Route ihr einschlagen müsst, falls ihr während meiner Abwesenheit entdeckt werden solltet. Bitte tu mir den Gefallen und sei vernünftig, ja?“
Nach diesen Worten, presste er seine Lippen auf ihren Nacken und begann damit, mit seinen Händen über ihren Körper zu fahren. Erst strich er ihr nur über den Rücken, wanderte aber ziemlich schnell weiter zu ihren Brüsten, bevor es über den Bauch weiter in Richtung ihres Schrittes ging.
Leanora lief ein kalter Schauer über den Rücken, als Renaldo so zudringlich wurde. Ihr ganzer Körper versteifte sich, und sie wusste im ersten Moment gar nicht, wie ihr geschah, so schnell passierte das Ganze. Als sie sich nach dem ersten Schrecken wieder gefangen hatte, stand sie kurz davor, sich mit Händen und Füssen gegen den Bruder zu wehren, doch da erschallte auch schon eine tiefe Stimme durch den Pferdestall.
„Was is denn hier los? Ringelpiez mit Anfassen, oder was?“ staunte Heribert, während er auf die beiden zu gedackelt kam. Renaldo ließ umgehend von Leanora ab und sprang förmlich zwei Schritte zurück. „Wir haben wirklich keine Zeit für solche Späße. Es gibt noch so viel zu tun. Oder biste hier, um uns zu helfen, mien Jung? Aber das war jetzt nicht grad ne Hilfe, was du da anfangen wolltest, Söhnchen. Hier haste nen Lappen. Damit kannste die Sättel schrubben.“
„Ich habe noch was anderes zu erledigen“, entgegnete Renaldo überheblich und hob arrogant den Kopf. „Also, entschuldigt mich nun.“
Dann wandte er sich noch einmal an Leanora. „Wir beide sprechen später noch einmal miteinander, Schätzchen.“ Anschließend verließ er lachend den Stall.
„Komischer Kauz, dieser Renaldo, was?“ meinte Heribert nur kopfschüttelnd. „Und verdammt faul isser auch noch. Im Gegensatz zu dir, muss ich sagen. Du hast die Gäule schon gefüttert und ihre Boxen ausgemistet. Dat gefällt mir sehr jut. Doch jetzt müssen wir uns beeilen. Komm, Mädel. Frisch ans Werk. Diese Kläpper striegeln sich ja net von selbst.“
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‚Verdammt noch mal! Das hat mir jetzt auch noch gefehlt!‘ ging es Vernita durch den Kopf, als Miandra plötzlich verkündete, dass sie die Elfe begleiten wollte. Schnell folgte sie der Frau, welche sie an der Tür einholte. Noch bevor Miandra diese vollständig öffnen konnte, knallte die Elfe sie wieder zu, riss die schwarzhaarige Frau zu sich herum und drückte sie gegen den hölzernen Ausgang.
„Hör zu“, sagte Vernita mit leiser, aber fordernder Stimme. „Ich weiß, dass es dir nicht behagt, hier herumzusitzen und nichts tun zu können, außer zu warten, doch ich werde dich nicht mitnehmen. Das ist viel zu gefährlich, verstehst du? Ich habe Übung darin, mich auch tagsüber unbemerkt durch diese Stadt zu schleichen, da ich sie wie meine Westentasche kenne und eine ausgebildete Meuchelmörderin bin. Aber du hast diese Erfahrung nicht. Das Risiko, entdeckt zu werden, wenn du mich begleitest, ist viel zu hoch. Außerdem könnten wir auf die Söldner treffen, und ich will nicht, dass wir ihnen blindlings in die Arme laufen. So gerne ich dich auch dabei hätte, so vehement muss ich darauf bestehen, dass du hier bleibst.“
Ein Lächeln legte sich auf das Gesicht der Elfe. „Wenn du nicht in diesem Lagerhaus bleiben möchtest, dann sieh dich stattdessen hier im Hafenviertel um, damit du weißt, was hier so vor sich geht und welche Route ihr einschlagen müsst, falls ihr während meiner Abwesenheit entdeckt werden solltet. Bitte tu mir den Gefallen und sei vernünftig, ja?“
#1675
Posté 24 février 2011 - 07:30
Lea stand neben sich. Sie mußte mit aller Gewalt ihre Tränen zurückdrängen, aber sie zitterte wie Espenlaub, und ihre Knie schlotterten.
"Meine Güte Heribert.. ich kann Euch nicht genug danken, Ihr seid im rechten Moment aufgetaucht! Ich will mir gar nicht ausmalen was dieser elendige Lustmolch alles angestellt hätte!"
Kraftlos ließ sie sich gegen die Boxentür gleiten, kurz davor, zusammen zu klappen.
Und woher, beim Erbauer, wußte er von ihren Gefühlen zu Sengaal? Techtelmechtel? Sengaal war ein Ehrenmann, im Gegensatz zu diesem Bastard. Langsam konnte sie Vernita verstehen, wenn sie einen Hass auf Männer schob. Zumindest, wenn sie nur mit solchen Typen zu tun hatte, wie Renaldo einer war. Aber ihr wurde immer deutlicher bewußt, dass sie das wohl nicht in dem Sinne durchziehen konnte wie Vernita wollte. Sie konnte einfach nicht.
Heribert sah sie fragend an. "Mädel, Du bist ein wenig käsig um die Nase?"
Lea straffte die Schultern.
"Es geht schon wieder Heribert. Aber wenn Ihr eine gute Idee habt, wie man sich gegen solche körperliche Angriffe wehren kann, dann her damit. Der Rappe ist übrigens schon versorgt. Mit was soll ich weitermachen?" fragte sie ihn, froh, sich wieder in die Arbeit stürzen zu können, um sich ein wenig zu beruhigen.
"Meine Güte Heribert.. ich kann Euch nicht genug danken, Ihr seid im rechten Moment aufgetaucht! Ich will mir gar nicht ausmalen was dieser elendige Lustmolch alles angestellt hätte!"
Kraftlos ließ sie sich gegen die Boxentür gleiten, kurz davor, zusammen zu klappen.
Und woher, beim Erbauer, wußte er von ihren Gefühlen zu Sengaal? Techtelmechtel? Sengaal war ein Ehrenmann, im Gegensatz zu diesem Bastard. Langsam konnte sie Vernita verstehen, wenn sie einen Hass auf Männer schob. Zumindest, wenn sie nur mit solchen Typen zu tun hatte, wie Renaldo einer war. Aber ihr wurde immer deutlicher bewußt, dass sie das wohl nicht in dem Sinne durchziehen konnte wie Vernita wollte. Sie konnte einfach nicht.
Heribert sah sie fragend an. "Mädel, Du bist ein wenig käsig um die Nase?"
Lea straffte die Schultern.
"Es geht schon wieder Heribert. Aber wenn Ihr eine gute Idee habt, wie man sich gegen solche körperliche Angriffe wehren kann, dann her damit. Der Rappe ist übrigens schon versorgt. Mit was soll ich weitermachen?" fragte sie ihn, froh, sich wieder in die Arbeit stürzen zu können, um sich ein wenig zu beruhigen.
Modifié par Bellandyrs, 24 février 2011 - 10:01 .





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