Lea war schweigend neben Lian hergewandert, Donas am Zügel führend. Sie war noch immer völlig verwirrt, konnte sich keinen Reim darauf machen, und war wirklich gespannt, was sie in Denerim in Erfahrung bringen würden.
Als sie auf die Lichtung kamen seufzte Leanora unhörbar. Es war ihr schon klar, dass sie wohl keine Herberge mit einem Bett haben würden, aber eine Scheune, wo man im Stroh schlafen konnte, wäre ihr lieber gewesen. Sie sattelte Donas ab, legte den Sattel auf den Boden, dass dieser ihr als Kopfstütze dienen konnte. Die Satteldecke breitete sie am Boden aus als Unterlage. Der Gedanke, dass ihr Kopf direkt auf dem Boden liegen sollte, bereitete ihr Unbehagen. Wer wußte schon welches Viehzeug am Waldboden herumkrabbelte?
Sie sah, wie Vernita verächtlich die Nase rümpfte und Miandra nicht minder auf sie herablächelte. Sogar Lian verkniff sich ein Lachen, aber es war ihr herzlich egal. Letztlich zog sie eine Wolldecke aus ihrem Rucksack und legte diese über die Unterlage. Unter dieser würde sie sich später verkriechen, ob sie schlafen konnte stand auf einem anderen Blatt.
Sie hatte Angst, dass sie dann die Bilder des Tages einholen würde, den Schock noch einmal durchleben mußte.
Lustlos knabberte sie an einigen der Aprikosen während sie sich schweigend zu den anderen ans Lagerfeuer setzte. Zudem hatte sie die Karaffe mit Milch dabei, die sie durstig trank. Sie genoß die Wärme des Feuers, denn der Einbruch der Nacht hatte eine emfpindliche Kälte mitgebracht.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#151
Posté 30 juillet 2010 - 07:20
#152
Posté 30 juillet 2010 - 07:53
Die vier saßen ein Weile schweigend um das Lagerfeuer, während Hennrik an einem Baum lag und schlief. Vernita hatte ihre Schwerter gezogen und begann damit, diese mit einem Schleifstein zu schärfen. Sie hatte heute wieder einige Hälse durchgeschnitten, und sie wollte nicht, dass ihr das beim nächsten mal nicht mehr gelang. Nichts war schlimmer für eine Kämpferin, als ein paar stumpfe Schwerter. Sie musste bei ihren Gedanken grinsen. Sie sah sich in der schweigenden Runde um und durchdachte ihre nächsten Schritte.
„Also“, begann sie, ohne mit ihrer Arbeit aufzuhören, geschweige denn jemanden anzusehen. „Wir werden bald Denerim erreichen. Sobald wir dort sind, werden wir uns ein Zimmer in der dreckigsten, schäbigsten und billigsten Taverne nehmen, die wir finden können.“
Ihr Blick fiel bei diesen Worten kurz auf Leanora.
„Das tun wir nicht nur, um Geld zu sparen, sondern vor allem, weil wir in einer billigen Absteige weniger Aufmerksamkeit erregen. Dort schert sich niemand darum, wer in den Nachbarzimmern haust, solange dieser nicht in seine Bude einbricht. Wir haben offenbar mächtige Feinde, die uns nicht schon bei unserer Ankunft bemerken sollen.“
Die Elfe prüfte die Schneide ihres Schwertes mit den Fingern, nickte zufrieden und nahm sich anschließend ihre zweite Waffe zur Hand.
„Ich werde dann meinen alten Kontaktmann in der Stadt aufsuchen. Es ist zwar schon eine Weile her, seit ich das letzte mal in Denerim war, aber er wird sicher noch dort sein. Er schuldet mir noch einen Gefallen, und wir werden von ihm sicher ein paar wertvolle Informationen erhalten. Während ich nach ihm suche, erwarte ich, dass keiner von euch auf irgendwelche dummen Ideen kommt und auf eigene Faust etwas unternimmt.“
Diesmal fiel ihr Blick auf Lian.
„Sobald wir wissen, was uns bevorsteht, können wir unsere weiteren Schritte planen. Hat irgendwer dazu eine Frage oder möchte sonst noch irgendeinen Kommentar abgeben.“ Bei ihren letzten Worten wurde sie wieder sehr zynisch.
„Also“, begann sie, ohne mit ihrer Arbeit aufzuhören, geschweige denn jemanden anzusehen. „Wir werden bald Denerim erreichen. Sobald wir dort sind, werden wir uns ein Zimmer in der dreckigsten, schäbigsten und billigsten Taverne nehmen, die wir finden können.“
Ihr Blick fiel bei diesen Worten kurz auf Leanora.
„Das tun wir nicht nur, um Geld zu sparen, sondern vor allem, weil wir in einer billigen Absteige weniger Aufmerksamkeit erregen. Dort schert sich niemand darum, wer in den Nachbarzimmern haust, solange dieser nicht in seine Bude einbricht. Wir haben offenbar mächtige Feinde, die uns nicht schon bei unserer Ankunft bemerken sollen.“
Die Elfe prüfte die Schneide ihres Schwertes mit den Fingern, nickte zufrieden und nahm sich anschließend ihre zweite Waffe zur Hand.
„Ich werde dann meinen alten Kontaktmann in der Stadt aufsuchen. Es ist zwar schon eine Weile her, seit ich das letzte mal in Denerim war, aber er wird sicher noch dort sein. Er schuldet mir noch einen Gefallen, und wir werden von ihm sicher ein paar wertvolle Informationen erhalten. Während ich nach ihm suche, erwarte ich, dass keiner von euch auf irgendwelche dummen Ideen kommt und auf eigene Faust etwas unternimmt.“
Diesmal fiel ihr Blick auf Lian.
„Sobald wir wissen, was uns bevorsteht, können wir unsere weiteren Schritte planen. Hat irgendwer dazu eine Frage oder möchte sonst noch irgendeinen Kommentar abgeben.“ Bei ihren letzten Worten wurde sie wieder sehr zynisch.
#153
Posté 30 juillet 2010 - 08:35
"Ganz wie Ihr meint, Vernita. Ich hoffe nur, Euer Informant bezahlt nicht mit dem Tod durch Euch. Mit Verlaub, ich werde versuchen zu schlafen. Gute Nacht allerseits" nickte sie den Frauen und Lian zu, ohne dass sich ihre Lippen oder ihre Augen zu einem Lächeln verzogen.
Langsam bemerkte sie, dass sie tatsächlich müde war. Die Aufregung hatte sie ganz schön geschlaucht und der Fußmarsch hatte sie zusätzlich erschöpft.
Sie tätschelte Donas noch einmal den Hals der sie nur leise anschnaubte, und kroch dann unter ihre Decke. Nero sprang neben sie und legte sich mit dem Rücken an sie gedrängt hin, als hätte er nur darauf gewartet. Ihr war es recht, sein Fell strahlte doch noch etwas Wärme des Feuers ab.
Kurz darauf richtete sie sich jedoch auf und zog ihre Jacke aus, welche sie über einen Ast hängte. Im Pullover zu schlafen wäre einfacher, aber auch die Hosen waren noch recht unangenehm. So holte sie sich eine enge Wollhose und Socken, ging zwischen Donas und dem Baum um vor allzu neugierigen Blicken wenigstens halbwegs verborgen zu sein und wechselte die Beinkleider. Dann kuschelte sie sich endgültig in ihre Decke ein und starrte in den wolkenlosen Himmel.
Langsam bemerkte sie, dass sie tatsächlich müde war. Die Aufregung hatte sie ganz schön geschlaucht und der Fußmarsch hatte sie zusätzlich erschöpft.
Sie tätschelte Donas noch einmal den Hals der sie nur leise anschnaubte, und kroch dann unter ihre Decke. Nero sprang neben sie und legte sich mit dem Rücken an sie gedrängt hin, als hätte er nur darauf gewartet. Ihr war es recht, sein Fell strahlte doch noch etwas Wärme des Feuers ab.
Kurz darauf richtete sie sich jedoch auf und zog ihre Jacke aus, welche sie über einen Ast hängte. Im Pullover zu schlafen wäre einfacher, aber auch die Hosen waren noch recht unangenehm. So holte sie sich eine enge Wollhose und Socken, ging zwischen Donas und dem Baum um vor allzu neugierigen Blicken wenigstens halbwegs verborgen zu sein und wechselte die Beinkleider. Dann kuschelte sie sich endgültig in ihre Decke ein und starrte in den wolkenlosen Himmel.
#154
Guest_Juleiila_*
Posté 30 juillet 2010 - 09:03
Guest_Juleiila_*
„Ich werde damit bestimmt kein Problem haben, in der schäbigsten Taverne zu Schlafen. Aber...“, Lians Blick ging zu Lea über... „ .. ich denke jemand anders, wird damit ein Problem haben.“ nun fing er schäbig zu kichern an, und hielt sich die Hand fest an den Mund gepresst, damit das Gelächter nicht auskam.
Lian schaute zu Miandra, die neben ihm saß. „Wie geht es Euch denn heute? Ich meine … freut Ihr Euch, das wir weitere Spuren finden, und Eurer Tochter immer näher kommen?“ fragte er behütet, und eher leise.
Nebenbei kraulte er seinen Hund am Kopf und den Ohren, die sich immer wieder aufstellten. Der Mabari war bis jetzt sein zweit treuester Gefährte, auf den er sich verlassen konnte. Wahrscheinlich war er dankbar, etwas zu essen zu haben, und auch wegen der Wunde an seiner Pfote. Lian interessierte nicht wem der Hund gehörte. Jetzt war er sein Begleiter, sein Freund, seine treue Seele. Mabaris, konnte man immer mehr vertrauen, als irgendeinem Menschen. Sie würden ihren Herren nie in den Rücken fallen.
Während Lian weiterhin ins Feuer starrte, dachte er an die vergangenen 14 Jahre. Schreckliche Zeiten, er schüttelte den Kopf, und versuchte so, den Erinnerungen zu entweichen. Aber bei dieser Stille gelang ihm das nicht.
Lian schaute zu Miandra, die neben ihm saß. „Wie geht es Euch denn heute? Ich meine … freut Ihr Euch, das wir weitere Spuren finden, und Eurer Tochter immer näher kommen?“ fragte er behütet, und eher leise.
Nebenbei kraulte er seinen Hund am Kopf und den Ohren, die sich immer wieder aufstellten. Der Mabari war bis jetzt sein zweit treuester Gefährte, auf den er sich verlassen konnte. Wahrscheinlich war er dankbar, etwas zu essen zu haben, und auch wegen der Wunde an seiner Pfote. Lian interessierte nicht wem der Hund gehörte. Jetzt war er sein Begleiter, sein Freund, seine treue Seele. Mabaris, konnte man immer mehr vertrauen, als irgendeinem Menschen. Sie würden ihren Herren nie in den Rücken fallen.
Während Lian weiterhin ins Feuer starrte, dachte er an die vergangenen 14 Jahre. Schreckliche Zeiten, er schüttelte den Kopf, und versuchte so, den Erinnerungen zu entweichen. Aber bei dieser Stille gelang ihm das nicht.
#155
Posté 30 juillet 2010 - 09:24
Miandra seufzte, und begann sich die Augen zu reiben. Sie hatte zu lange ins Feuer gestarrt. Ein nur leichtes Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, als sich kurz umdrehte und zu Leanora blickte, welche sich etwas abseits hinter einer aufgehängten Jacke versteckte.
„Natürlich wird sie damit ein Problem haben.“, sagte sie kühl, „Aber sie kann sich glücklich schätzen, überhaupt noch am Leben zu sein.“
Sie wandte den Blick zu Lian, und musste einen Augenblick nachdenken. Wie es ihr geht? Es wäre wohl am besten die Frage einfach zu übergehen, dachte sie sich.
„Ich denke nicht darüber nach, um ehrlich zu sein. Wie sollte ich mich über etwas freuen können, wo ich nicht einmal weiß, ob sie noch am Leben ist. Eigentlich wird mir das näher kommen immer unbehaglicher … da ich nicht weiß, was ich vorfinden werde.“
Etwas nachdenklich blickte sie wieder in die Flammen, und hielt es für das Beste, ein anderes Thema anzuschneiden, „Wie lange seid Ihr schon auf Reisen und in Euer Schwertkunst unterrichtet?“
Sie blickte erst nachdem sie ihm die Frage gestellt hatte in seine Richtung, jedoch war ihr Blick nicht neugierig, sondern gefühlslos, so wie fast immer.
„Natürlich wird sie damit ein Problem haben.“, sagte sie kühl, „Aber sie kann sich glücklich schätzen, überhaupt noch am Leben zu sein.“
Sie wandte den Blick zu Lian, und musste einen Augenblick nachdenken. Wie es ihr geht? Es wäre wohl am besten die Frage einfach zu übergehen, dachte sie sich.
„Ich denke nicht darüber nach, um ehrlich zu sein. Wie sollte ich mich über etwas freuen können, wo ich nicht einmal weiß, ob sie noch am Leben ist. Eigentlich wird mir das näher kommen immer unbehaglicher … da ich nicht weiß, was ich vorfinden werde.“
Etwas nachdenklich blickte sie wieder in die Flammen, und hielt es für das Beste, ein anderes Thema anzuschneiden, „Wie lange seid Ihr schon auf Reisen und in Euer Schwertkunst unterrichtet?“
Sie blickte erst nachdem sie ihm die Frage gestellt hatte in seine Richtung, jedoch war ihr Blick nicht neugierig, sondern gefühlslos, so wie fast immer.
Modifié par Kaysallie, 30 juillet 2010 - 09:28 .
#156
Guest_Juleiila_*
Posté 30 juillet 2010 - 09:31
Guest_Juleiila_*
„Ach so.“ sagte Lian, nahm sich einen Stock und stocherte damit im Lagerfeuer herum. Er hatte bemerkt das Miandra die Frage umging, wie es ihr wohl gehen würde. Das war für ihn Antwort genug. „Wir werden sie schon finden.“
Dann seufzte er. Wie lange er auf Reisen war, und in seiner Schwertkunst geübt war? Jetzt war es soweit. Er würde ab jetzt nie mehr die Gedanken an seine Vergangenheit vergessen, würde Täglich sämtliche Bilder vor seinen Augen sehen, die er am liebsten ausradieren würde aus seinem Leben. Doch so einfach war es nicht.
„Geübt und auf Reisen seit … ungefähr 10 Jahren. Das Kämpfen … brachte ich mir selbst bei. Hm.“ sagte er leise, stocherte weiter in dem Lagerfeuer herum, und blickte starr hinein.
Dann seufzte er. Wie lange er auf Reisen war, und in seiner Schwertkunst geübt war? Jetzt war es soweit. Er würde ab jetzt nie mehr die Gedanken an seine Vergangenheit vergessen, würde Täglich sämtliche Bilder vor seinen Augen sehen, die er am liebsten ausradieren würde aus seinem Leben. Doch so einfach war es nicht.
„Geübt und auf Reisen seit … ungefähr 10 Jahren. Das Kämpfen … brachte ich mir selbst bei. Hm.“ sagte er leise, stocherte weiter in dem Lagerfeuer herum, und blickte starr hinein.
#157
Posté 30 juillet 2010 - 09:41
Zehn Jahre … Vor Zehn Jahren erfuhr sie, dass sie schwanger sei …
„Zehn Jahre … da habt Ihr bestimmt schon die ganze Welt gesehen!“, sagte sie etwas freundlicher.
Dann legte sie sich auf den Rücken und blickte zu den Sternen. Ja, der Himmel sah überall gleich aus, egal wie weit man reisen würde.
„Zehn Jahre … da habt Ihr bestimmt schon die ganze Welt gesehen!“, sagte sie etwas freundlicher.
Dann legte sie sich auf den Rücken und blickte zu den Sternen. Ja, der Himmel sah überall gleich aus, egal wie weit man reisen würde.
#158
Guest_Juleiila_*
Posté 30 juillet 2010 - 09:44
Guest_Juleiila_*
Lian setzte von der starren Grimasse ein leichtes Lächeln auf. „Nein, nicht die ganze Welt. Viel anderes … was man nie sehen sollte. Ich …. ach ich kann das nicht. Ihr habt eh schon viele Bilder in mir wieder hervorholen lassen. Die werde ich jetzt nie mehr los.“ sagte er und warf den Stock ins Feuer.
Dann winkelte er seine Knie an, und verschränkte seine Arme darauf.
Dann winkelte er seine Knie an, und verschränkte seine Arme darauf.
#159
Posté 30 juillet 2010 - 10:11
Etwas überrascht über die Antwort setzte sie sich wieder auf, und blickte ihn leicht verwundert an. Doch dann erinnerte sie sich, an das was er ihr in der Taverne erzählte. Scheinbar sah sie irgendeiner ehemaligen Freundin von ihm ähnlich, wie er behauptete. Es handelte sich dabei wohl um irgendeine Liebesgeschichte, doch auf dem Gebiet war sie nicht gerade eine Hilfe.
„Ich verstehe … Aber ich verstehe nicht, wieso Ihr es so weit kommen gelassen habt ... Eure Gründe wieso Ihr mir bei der Sache helfen wollt, sind mir noch immer ein Rätsel.“
Es war ihr allerdings ein Rätsel, denn nur weil sie einer anderen Frau ähnlich war, war das wohl kein Grund Hilfe bei einer solch schwierigen Aufgabe anzubieten. Für einen Mann ließ er sich relativ leicht von Gefühlen steuern … so etwas war ihr bisher unbekannt, doch vielleicht waren Elfen ja in dieser Hinsicht anders.
„Ich verstehe … Aber ich verstehe nicht, wieso Ihr es so weit kommen gelassen habt ... Eure Gründe wieso Ihr mir bei der Sache helfen wollt, sind mir noch immer ein Rätsel.“
Es war ihr allerdings ein Rätsel, denn nur weil sie einer anderen Frau ähnlich war, war das wohl kein Grund Hilfe bei einer solch schwierigen Aufgabe anzubieten. Für einen Mann ließ er sich relativ leicht von Gefühlen steuern … so etwas war ihr bisher unbekannt, doch vielleicht waren Elfen ja in dieser Hinsicht anders.
Modifié par Kaysallie, 30 juillet 2010 - 10:13 .
#160
Guest_Juleiila_*
Posté 30 juillet 2010 - 10:23
Guest_Juleiila_*
Lian blickte zu Miandra auf, und seine Augen wurden schmal. Dann stand er selbst auf, und stellte sich ihr eng gegenüber.
„Ihr wollt es wirklich wissen hm? Wirklich? Das alles fing an als ich 14 war. Ich wurde selbst an Sklavenhändler und Adlige verkauft. Misshandelt, missbraucht, zum Gelächter anderer benutzt. Und das von meiner eigenen Familie! Danach, habe ich sie getötet, da war ich 19. Ja ich habe sie umgebracht! Und im gesamten Gesindeviertel, in Tevinter, war ich der böse, der Schuldige. Nur sie stand zu mir, und unterstütze mich! Also sind wir aus dem Gesindeviertel geflohen!“ Er kniff sich die Finger über dem Nasenbein zusammen, und schloss schmerzhaft die Augen.
Mit dem Fuß kickte er ins Lagerfeuer, so dass einige Funken sprühten. Dann packte er seinen Umhang, und ging ein Stück tiefer in den Wald hinein, wo er sich an einen Baumstamm lehnte.
„Ihr wollt es wirklich wissen hm? Wirklich? Das alles fing an als ich 14 war. Ich wurde selbst an Sklavenhändler und Adlige verkauft. Misshandelt, missbraucht, zum Gelächter anderer benutzt. Und das von meiner eigenen Familie! Danach, habe ich sie getötet, da war ich 19. Ja ich habe sie umgebracht! Und im gesamten Gesindeviertel, in Tevinter, war ich der böse, der Schuldige. Nur sie stand zu mir, und unterstütze mich! Also sind wir aus dem Gesindeviertel geflohen!“ Er kniff sich die Finger über dem Nasenbein zusammen, und schloss schmerzhaft die Augen.
Mit dem Fuß kickte er ins Lagerfeuer, so dass einige Funken sprühten. Dann packte er seinen Umhang, und ging ein Stück tiefer in den Wald hinein, wo er sich an einen Baumstamm lehnte.
#161
Posté 30 juillet 2010 - 10:25
"Er ist ein Mann", mischte sich Vernita in das Gespräch ein, die soeben ihre Arbeit an ihrem zweiten Schwert beendet hatte. "Habt Ihr schon mal einen Mann gesehen, dessen Handlungweise für ein rationell denkendes Wesen nachvollziehbar wäre. Also, mir ist noch keiner begegnet. Sicher, Eure Familie hat Euch verraten. Das ist...bedauerlich, aber keiner von uns hatte eine leichte Kindheit. Es sagt immer noch nichts über Eure Motivation aus, uns zu folgen."
Die Elfe grinste, während sie ihre Schwerter wegsteckte. "Aber entschuldigt mich jetzt. Ich werde mich nun hinlegen und etwas schlafen. Gute Nacht."
Die Elfe grinste, während sie ihre Schwerter wegsteckte. "Aber entschuldigt mich jetzt. Ich werde mich nun hinlegen und etwas schlafen. Gute Nacht."
Modifié par Aliens Crew, 30 juillet 2010 - 10:32 .
#162
Posté 30 juillet 2010 - 11:02
Als ihr der Elf so nahe kam, fasste sie bereits mit einer der Hände an den Griff einer ihrer Dolche. Scheinbar hatte sie den Nagel auf den Kopf getroffen, und langsam bereute sie es irgendjemanden Fragen zu stellen, und wusste nun auch wieder, wieso sie so etwas selten tat. Nun bekam sie eine wohl sehr kurze und aufschlussreiche Zusammenfassung des Lebens von dem Elf und wusste im ersten Moment nicht recht was sie davon halten sollte, da die Worte scheinbar erst noch ihren Verstand erreichen mussten.
Dennoch … sie ließ die Worte einige Augenblicke auf sich wirken, doch sie waren keine Antwort auf ihre Frage … er erzählte ihr eine Geschichte, die sie gar nicht hören wollte, denn der Grund, wieso er nun hier war, und ihnen helfen wollte, stand noch immer im leer Raum – oder in dem Fall im dunklen Wald.
Doch Vernita hatte recht, er war ein Mann, und bisher verstand sie keine Handlungsweisen von Männern.
Wenn er nicht so schnell gesprochen und anschließend in den Wald gelaufen wäre, hätte sie wohl etwas dazu gesagt, doch sie würde ihm bestimmt nicht hinterherlaufen.
Sie seufzte und ließ die Hand von ihrem Dolch, als sie bemerkte, dass sie diesen noch immer umklammerte, „Gute Nacht, Vernita.“ sagte sie und ließ sich wieder auf den Rücken fallen.
Sie blickte noch kurz zu den Sternen hinauf, und ließ die Lebensgeschichten die man ihr erzählte auf sich wirken, doch als sie schlussendlich wieder bei ihrer eigenen ankam, schloss sie die Augen, und schlief ein.
Dennoch … sie ließ die Worte einige Augenblicke auf sich wirken, doch sie waren keine Antwort auf ihre Frage … er erzählte ihr eine Geschichte, die sie gar nicht hören wollte, denn der Grund, wieso er nun hier war, und ihnen helfen wollte, stand noch immer im leer Raum – oder in dem Fall im dunklen Wald.
Doch Vernita hatte recht, er war ein Mann, und bisher verstand sie keine Handlungsweisen von Männern.
Wenn er nicht so schnell gesprochen und anschließend in den Wald gelaufen wäre, hätte sie wohl etwas dazu gesagt, doch sie würde ihm bestimmt nicht hinterherlaufen.
Sie seufzte und ließ die Hand von ihrem Dolch, als sie bemerkte, dass sie diesen noch immer umklammerte, „Gute Nacht, Vernita.“ sagte sie und ließ sich wieder auf den Rücken fallen.
Sie blickte noch kurz zu den Sternen hinauf, und ließ die Lebensgeschichten die man ihr erzählte auf sich wirken, doch als sie schlussendlich wieder bei ihrer eigenen ankam, schloss sie die Augen, und schlief ein.
#163
Guest_Juleiila_*
Posté 30 juillet 2010 - 11:17
Guest_Juleiila_*
Nachdem Lian in den Wald lief, und sich an den Baum gelehnt hatte, muss er wohl eingeschlafen sein. Es waren bestimmt ein paar Stunden vergangen, wenn nicht sogar bis zum nächsten Morgen. Es war nicht mehr so Dunkel, wie es in der Nacht war, es war wohl bereits sehr früh am Morgen. Er streckte sich und gähnte. Das war nicht gerade die bequemste Art zu schlafen.
Doch dann fiel ihm ein was er gestern Nacht erzählte. Was er Miandra erzählte. Doch anscheinend verstanden sie es immer noch nicht. Er wusste wie es bei Sklavenhändlern war. Und er wollte eben nicht, das Miandras Tochter das selbe oder etwas ähnliches erleben musste. Denn so etwas, hatte niemand verdient. Ob Mensch, Elf oder Zwerg. NIEMAND hatte es verdient. Er seufzte. Vernita und Miandra sprachen von Männern, das man diese nie verstehen würde. Aber sie selbst blickten nicht durch, und hatten wirklich von nichts Ahnung.
Er packte seinen Umhang, und schmiss ihn sich über. Die Kapuze zog er auch schon in sein Gesicht. Es war sehr kalt, und ihm fröstelte etwas. Dann ging er wieder zurück, zu den anderen. Und bemerkte, das sie friedlich schliefen. Wie leichtsinnig. Keiner von ihnen blieb wach, um Wache zu halten. Was wäre gewesen, wenn sie überfallen worden wären? Lian schnalzte mit seiner Zunge, und setzte sich auf seinen Baumstamm. Wartend, darauf das die anderen aufwachten. Er zog den Umhang enger zusammen nah an seinen Körper, und stütze seinen Kopf auf seinem Arm ab.
Doch dann fiel ihm ein was er gestern Nacht erzählte. Was er Miandra erzählte. Doch anscheinend verstanden sie es immer noch nicht. Er wusste wie es bei Sklavenhändlern war. Und er wollte eben nicht, das Miandras Tochter das selbe oder etwas ähnliches erleben musste. Denn so etwas, hatte niemand verdient. Ob Mensch, Elf oder Zwerg. NIEMAND hatte es verdient. Er seufzte. Vernita und Miandra sprachen von Männern, das man diese nie verstehen würde. Aber sie selbst blickten nicht durch, und hatten wirklich von nichts Ahnung.
Er packte seinen Umhang, und schmiss ihn sich über. Die Kapuze zog er auch schon in sein Gesicht. Es war sehr kalt, und ihm fröstelte etwas. Dann ging er wieder zurück, zu den anderen. Und bemerkte, das sie friedlich schliefen. Wie leichtsinnig. Keiner von ihnen blieb wach, um Wache zu halten. Was wäre gewesen, wenn sie überfallen worden wären? Lian schnalzte mit seiner Zunge, und setzte sich auf seinen Baumstamm. Wartend, darauf das die anderen aufwachten. Er zog den Umhang enger zusammen nah an seinen Körper, und stütze seinen Kopf auf seinem Arm ab.
#164
Posté 31 juillet 2010 - 06:37
Lea hatte erstaunlicher weise relativ gut geschlafen. Irgendwann waren ihr die Augen doch zugefallen, und der Schäferhund neben ihr gab ihr Sicherheit. Nero würde sie wecken, wenn Gefahr drohte.
Sie blinzelte und gähnte unter vorgehaltener Hand. Ihr Genick schmerzte, der Sattel war eine schlechte Alternative zum weichen Daunenkissen, das sie normalerweise gewohnt war. Aber sie wollte sich nicht beschweren, es war besser als auf dem kahlen Boden zu liegen.
Leise stand sie auf, schüttelte die Decke aus und verstaute diese im Rucksack. Dann ging sie zu Donas und fuhr ihm mit einer weichen Bürste über den Rücken. Die Satteldecke wurde ausgebürstet, es nicht zu tun würde die Gefahr eines Satteldrucks enorm erhöhen.
Noch war es empfindlich kalt, der Tau glitzerte auf den Blättern und leichte Nebelschwaden hingen in der Luft. Darüber konnte Leanora aber bereits die Sonne hervorblitzen sehen. Sie ging ein Stück weit den Wald hinein und verrichtete dort ihre Morgentoilette, mit taubehafteten Blättern machte sie sich sauber. Sie lauschte angestrengt, ob irgendwo ein Bach floß, hörte aber keinen.
Ihre Lederhose hatte sie mitgenommen, und zog sich noch an Ort und Stelle um. Als sie zurück zum Lager kehrte sah sie bereits diesen Elf am Baumstamm sitzen. Zögernd trat sie auf ihn zu.
"Guten Morgen. Im Eifer des Gefechts gestern habe ich Euren Namen gar nicht erfahren? Ich bin Leanora, erfreut, Euch kennenzulernen."
Sie holte den nächsten Krug mit Milch aus ihrer Tasche und etwas Brot und Wurst. Nero sprang hechelnd herbei und blickte sie aus treuen Augen an.
"Nichts da mein Freund, jag Dir Dein Frühstück selber", lächelte sie ihn an.
Der Hunger war wohl noch nicht so groß, nach diesen Worten ließ sich der Hund vor Leas Füssen nieder.
Lea bot dem Elf den Milchkrug an.
"Bedient Euch, wenn Ihr einen Schluck mögt."
Sie kaute andächtig an ihrem Brot und der Wurst und entspannte sich ein wenig. Für das, was sie bisher erlebte, war dies ein friedlicher Moment, und den wollte sie genießen.
Sie blinzelte und gähnte unter vorgehaltener Hand. Ihr Genick schmerzte, der Sattel war eine schlechte Alternative zum weichen Daunenkissen, das sie normalerweise gewohnt war. Aber sie wollte sich nicht beschweren, es war besser als auf dem kahlen Boden zu liegen.
Leise stand sie auf, schüttelte die Decke aus und verstaute diese im Rucksack. Dann ging sie zu Donas und fuhr ihm mit einer weichen Bürste über den Rücken. Die Satteldecke wurde ausgebürstet, es nicht zu tun würde die Gefahr eines Satteldrucks enorm erhöhen.
Noch war es empfindlich kalt, der Tau glitzerte auf den Blättern und leichte Nebelschwaden hingen in der Luft. Darüber konnte Leanora aber bereits die Sonne hervorblitzen sehen. Sie ging ein Stück weit den Wald hinein und verrichtete dort ihre Morgentoilette, mit taubehafteten Blättern machte sie sich sauber. Sie lauschte angestrengt, ob irgendwo ein Bach floß, hörte aber keinen.
Ihre Lederhose hatte sie mitgenommen, und zog sich noch an Ort und Stelle um. Als sie zurück zum Lager kehrte sah sie bereits diesen Elf am Baumstamm sitzen. Zögernd trat sie auf ihn zu.
"Guten Morgen. Im Eifer des Gefechts gestern habe ich Euren Namen gar nicht erfahren? Ich bin Leanora, erfreut, Euch kennenzulernen."
Sie holte den nächsten Krug mit Milch aus ihrer Tasche und etwas Brot und Wurst. Nero sprang hechelnd herbei und blickte sie aus treuen Augen an.
"Nichts da mein Freund, jag Dir Dein Frühstück selber", lächelte sie ihn an.
Der Hunger war wohl noch nicht so groß, nach diesen Worten ließ sich der Hund vor Leas Füssen nieder.
Lea bot dem Elf den Milchkrug an.
"Bedient Euch, wenn Ihr einen Schluck mögt."
Sie kaute andächtig an ihrem Brot und der Wurst und entspannte sich ein wenig. Für das, was sie bisher erlebte, war dies ein friedlicher Moment, und den wollte sie genießen.
#165
Guest_Juleiila_*
Posté 31 juillet 2010 - 09:11
Guest_Juleiila_*
Lian saß noch immer auf dem Baumstamm, als die Sonne mittlerweile aufging. Er hatte sich seither immer noch nicht bewegt, und seinen Kopf immer noch auf seinen Händen abgestüzt, so das seine Handgelenke mittlerweile schmerzten. Er stand langsam auf und machte sich auf den Weg zu seinem Platz.
Dan bemerkte er, das Lea ihn ansprach. Ohne eine Regung oder einen Augenkontakt, sagte er kühl. „Lian mein Name. Nein Danke, ich trinke keine Milch.“
Dann packte er seine Matte, und rollte sie zusammen. Auch seinen Rucksack nahm er und ging mit seinen Sachen zum Pferd. Er packte alles schon mal darauf, und befestigte es. Dann klopfte er behutsam ein paar mal auf den Rücken des Pferdes, und streichelte seine Mähne.
Daraufhin ging er wieder zu dem Platz. Die anderen schliefen noch, also setzte er sich wieder auf seinen Baumstamm. Verklemmt und zynisch fragte er. „Und wie ist es so als Adlige? Man bekommt ja alles, wenn man Geld hat.....“ dabei hatte er den Blick starr auf Lea gerichtet.
Dan bemerkte er, das Lea ihn ansprach. Ohne eine Regung oder einen Augenkontakt, sagte er kühl. „Lian mein Name. Nein Danke, ich trinke keine Milch.“
Dann packte er seine Matte, und rollte sie zusammen. Auch seinen Rucksack nahm er und ging mit seinen Sachen zum Pferd. Er packte alles schon mal darauf, und befestigte es. Dann klopfte er behutsam ein paar mal auf den Rücken des Pferdes, und streichelte seine Mähne.
Daraufhin ging er wieder zu dem Platz. Die anderen schliefen noch, also setzte er sich wieder auf seinen Baumstamm. Verklemmt und zynisch fragte er. „Und wie ist es so als Adlige? Man bekommt ja alles, wenn man Geld hat.....“ dabei hatte er den Blick starr auf Lea gerichtet.
#166
Posté 31 juillet 2010 - 09:16
Vernita richtete sich auf. Sie hatte den Elf schon herankommen hören, aber als dann auch noch Leanora dazu kam und ein Gespräch mit Lian begann, war ihr klar, dass es Zeit war aufzustehen. Vernita hatte einen sehr leichten Schlaf, so dass eigentlich nur wahre Profis es schaffen würden, sich der Elfe unauffällig zu nähern, während diese schlief.
„Habt Ihr den Weg zu uns zurückgefunden, Lian?“ wollte Vernita mit einem Grinsen auf dem Gesicht wissen. „Übernachtet Ihr immer lieber mitten im Wald anstatt neben einem warmen Feuer?“
„Habt Ihr den Weg zu uns zurückgefunden, Lian?“ wollte Vernita mit einem Grinsen auf dem Gesicht wissen. „Übernachtet Ihr immer lieber mitten im Wald anstatt neben einem warmen Feuer?“
#167
Guest_Juleiila_*
Posté 31 juillet 2010 - 09:23
Guest_Juleiila_*
Lian begann zu lachen, fing sich aber schnell wieder, um Vernita schief anzuschauen. „Ja wisst Ihr, der Wald ist sooo Toll! Einfach atemberaubend. Aber beeilt Euch, wir wollen doch weiter ziehen oder nicht?“
Lian musste sich schon die ganze Zeit beherrschen. Vernita ging ihm mit ihrer Sarkastischen Art, und ihren Kommentaren richtig auf den Nerv. Aber er war ihr überlegen mit den Schwertern. Selbst wenn sie gut war, sie hatte Lian noch nie in richtiger Aktion gesehen. Daher beließ er es darauf, und drehte seinen Kopf wieder zur Seite.
Lian musste sich schon die ganze Zeit beherrschen. Vernita ging ihm mit ihrer Sarkastischen Art, und ihren Kommentaren richtig auf den Nerv. Aber er war ihr überlegen mit den Schwertern. Selbst wenn sie gut war, sie hatte Lian noch nie in richtiger Aktion gesehen. Daher beließ er es darauf, und drehte seinen Kopf wieder zur Seite.
#168
Posté 31 juillet 2010 - 09:43
„Ihr seid ein komischer Kauz, wisst Ihr das?“ erwiderte Vernita immer noch grinsend. „Erst erzählt Ihr uns Eure Lebensgeschichte und dann verkrümelt Ihr Euch in den Wald. Vorausgesetzt natürlich, dass Ihr uns die Wahrheit gesagt habt, was Eure Vorgeschichte betrifft. Ihr macht für mich zumindest nicht den Eindruck wie jemand, der eine solch traumatische Jugend hinter sich hat. Und ich muss es schließlich wissen, denn meine Jugend hätten die meisten wahrscheinlich nicht einmal überlebt.“
Die Elfe machte eine kurze Pause, während sie aufstand und zu Miandra hinüberging. „Normalerweise sind Personen, die als Kinder so etwas durchgemacht haben, wie das, was Ihr erlebt haben wollt, selbstbezogen, misstrauisch und voller Hass. Ihr hingegen scheint das genaue Gegenteil davon zu sein. Also habt Ihr uns entweder einen Bären aufgebunden oder Ihr habt trotz allem, was Ihr durchgemacht habt, Eure kindliche Naivität behalten. Und ich weiß nicht, ob ich Euch dafür bewundern oder bedauern soll.“
Vernita hatte Miandra erreicht und ging neben ihr in die Hocke. Sanft fasste sie die Frau an der Schulter und schüttelte sich ganz sachte. „Wacht auf, Miandra. Wir müssen langsam weiter.“
Die Elfe machte eine kurze Pause, während sie aufstand und zu Miandra hinüberging. „Normalerweise sind Personen, die als Kinder so etwas durchgemacht haben, wie das, was Ihr erlebt haben wollt, selbstbezogen, misstrauisch und voller Hass. Ihr hingegen scheint das genaue Gegenteil davon zu sein. Also habt Ihr uns entweder einen Bären aufgebunden oder Ihr habt trotz allem, was Ihr durchgemacht habt, Eure kindliche Naivität behalten. Und ich weiß nicht, ob ich Euch dafür bewundern oder bedauern soll.“
Vernita hatte Miandra erreicht und ging neben ihr in die Hocke. Sanft fasste sie die Frau an der Schulter und schüttelte sich ganz sachte. „Wacht auf, Miandra. Wir müssen langsam weiter.“
#169
Guest_Juleiila_*
Posté 31 juillet 2010 - 09:52
Guest_Juleiila_*
„Ihr kennt mich auch nicht, meine Liebe. Bis ich Miandra traf hatte ich das alles vergessen.“ meinte er und stand auf. Er war nervös und ging hing und her.
„Das ganze ist 14 Jahre her. Irgendwann muss man mal nach vorne schauen. Alles vergessen, weitermachen. Aber, wenn ihr wollt, alle 4, dann gehe ich. Denn so recht weiß ich auch nicht, warum ich jemandem wie Euch helfe. Wirklich nicht …“ meinte er noch dazu, und ging zu seinem Pferd.
Er setzte sich schon einmal auf, und wartete auf die anderen.....
„Das ganze ist 14 Jahre her. Irgendwann muss man mal nach vorne schauen. Alles vergessen, weitermachen. Aber, wenn ihr wollt, alle 4, dann gehe ich. Denn so recht weiß ich auch nicht, warum ich jemandem wie Euch helfe. Wirklich nicht …“ meinte er noch dazu, und ging zu seinem Pferd.
Er setzte sich schon einmal auf, und wartete auf die anderen.....
#170
Posté 31 juillet 2010 - 10:59
„Manche Wunden kann die Zeit eben nicht heilen, Herr Elf“, entgegnete Vernita resigniert. „Seht mich an. Wir sind auf dem Weg nach Denerim, dem Ort an dem für mich ein Martyrium begann, dass mich nun schon mein Leben lang verfolgt. Jeden Tag, den wir diesem Ort näher kommen, kommen auch die Erinnerungen in mir hoch, die ich mit dieser Stadt verbinde. Und die sind alles andere als angenehm. Hätte ich eine Wahl, würde ich nicht dorthin reisen. Doch irgendwer will meinen Tod, und dieser jemand hält sich dort auf. Also reise ich nach Denerim, finde diesen jemand und töte ihn. So einfach ist das.“
Sie beobachtete Lian, wie dieser auf sein Pferd stieg.
„Nun, warum Ihr uns allerdings folgt, ist mir bisher wirklich noch nicht klar“, fuhr sie fort. „Und es steht Euch natürlich frei zu gehen, wenn Ihr das wollt. Aber es geht hier wohl um mehr als mein Leben oder das von Leanora. Selbst Miandras Tochter scheint nur ein kleines Teil zu sein, von dem was hier in Ferelden momentan geschieht. Mir persönlich ist das egal. Ich interessiere mich nur für meinen eigenen Kram und aus persönlichen Gründen nun auch für das Schicksal von Miandras Tochter. Dieses Land kann von mir aus vor die Hunde gehen.“
Sie stand auf und ging auf Lian zu.
„Doch Ihr scheint mir jemand zu sein, dem das Schicksal von Unschuldigen nicht egal ist. Also, wenn Ihr nicht unseretwegen mitkommen wollt, dann vielleicht, um dieses Land vor einer großen Bedrohung zu schützen. Aber wie gesagt, dass müsst Ihr für Euch selbst entscheiden. Ich kann Euch diese Wahl nicht abnehmen.“
Sie beobachtete Lian, wie dieser auf sein Pferd stieg.
„Nun, warum Ihr uns allerdings folgt, ist mir bisher wirklich noch nicht klar“, fuhr sie fort. „Und es steht Euch natürlich frei zu gehen, wenn Ihr das wollt. Aber es geht hier wohl um mehr als mein Leben oder das von Leanora. Selbst Miandras Tochter scheint nur ein kleines Teil zu sein, von dem was hier in Ferelden momentan geschieht. Mir persönlich ist das egal. Ich interessiere mich nur für meinen eigenen Kram und aus persönlichen Gründen nun auch für das Schicksal von Miandras Tochter. Dieses Land kann von mir aus vor die Hunde gehen.“
Sie stand auf und ging auf Lian zu.
„Doch Ihr scheint mir jemand zu sein, dem das Schicksal von Unschuldigen nicht egal ist. Also, wenn Ihr nicht unseretwegen mitkommen wollt, dann vielleicht, um dieses Land vor einer großen Bedrohung zu schützen. Aber wie gesagt, dass müsst Ihr für Euch selbst entscheiden. Ich kann Euch diese Wahl nicht abnehmen.“
#171
Posté 31 juillet 2010 - 12:20
Leanora wurde sich das erste mal bewußt, dass sie geschnitten wurde, gemieden wurde. Es gab ihr einen kleinen Stich im Herzen, sie war diese kühle Art nicht gewohnt. Zu Hause wurde sie respektiert, und die adligen Jünglinge überschlugen sich beinahe vor Charme und Höflichkeit, was ihr meistens aber auch gewaltig auf den Geist ging. Schleimer konnte sie noch nie leiden, Heuchler genausowenig. Die Knechte und Mägde waren stets freundlich zu ihr, und sie selber war viel zu harmonie-bedürftig um mit jemanden zu streiten. Die liebevolle Umgebung daheim tat ihr übriges, dass Leanora mit solch negativen Gefühlen nie in Berührung kam. Um so mehr schockierte es sie, dass nun gleich drei der Gefährten sie mit Eiseskälte, Spott oder Hohn behandelten. Nur der alte Magier verhielt sich neutral gegenüber, aber den konnte wohl nichts aus der Ruhe bringen.
Merkten die anderen denn nicht, dass ihr die Entführung der Kinder auch an die Nieren ging? Dass sie diese dreckige Angelegenheit auch aufdecken wollte? Zum Wohle des Landes? Anscheinend wohl nicht, sie sahen in ihr nur die verwöhnte Adelstochter, was sie wohl auch war.
Gedankenverloren strich sie dem Schäferhund über den Kopf und sattelte Donas auf.
"Dann laßt uns mal einen neuen Tag überleben" flüsterte sie leise den Tieren zu.
Merkten die anderen denn nicht, dass ihr die Entführung der Kinder auch an die Nieren ging? Dass sie diese dreckige Angelegenheit auch aufdecken wollte? Zum Wohle des Landes? Anscheinend wohl nicht, sie sahen in ihr nur die verwöhnte Adelstochter, was sie wohl auch war.
Gedankenverloren strich sie dem Schäferhund über den Kopf und sattelte Donas auf.
"Dann laßt uns mal einen neuen Tag überleben" flüsterte sie leise den Tieren zu.
#172
Posté 31 juillet 2010 - 12:50
Miandra hatte seit längerem wieder einen erstaunlich tiefen und traumlosen Schlaf. Als Vernita sie weckte, war sie selbst darüber erstaunt. Sie hatte eher damit gerechnet, dass ihr die Erzählungen einen Albtraum bescheren würden … oder waren die Erzählungen nur ein Traum? Nein, sie hörte wie Vernita sich mit Lian unterhielt, und ihr wurde wieder bewusst, dass dies alles Realität war.
Sie setzte sich auf, nahm einen Schluck aus dem Wasserschlauch, und blickte sich kurz um. Der Wald war friedlich – abgesehen von den beiden Elfen die sich gerade in unterhielten. Hennrik war auch bereits wach, und zog wie immer in aller Ruhe an seiner Pfeife. Leanora streichelte mit einem etwas entsetzen Blick den Schäferhund, und sattelte das Pferd.
Jetzt fehlte nur noch ein Zwerg, und sie könnten alle zusammen im Zirkus auftreten, dachte sie sich und musste schmunzeln. Ja, sie waren schon eine eigenartige Truppe.
Sie nahm ihre Tasche, klopfte sich Blätter und Erde vom Umhang und begab sich zu den anderen, und wartete darauf, dass alle bereit waren aufzubrechen.
Sie setzte sich auf, nahm einen Schluck aus dem Wasserschlauch, und blickte sich kurz um. Der Wald war friedlich – abgesehen von den beiden Elfen die sich gerade in unterhielten. Hennrik war auch bereits wach, und zog wie immer in aller Ruhe an seiner Pfeife. Leanora streichelte mit einem etwas entsetzen Blick den Schäferhund, und sattelte das Pferd.
Jetzt fehlte nur noch ein Zwerg, und sie könnten alle zusammen im Zirkus auftreten, dachte sie sich und musste schmunzeln. Ja, sie waren schon eine eigenartige Truppe.
Sie nahm ihre Tasche, klopfte sich Blätter und Erde vom Umhang und begab sich zu den anderen, und wartete darauf, dass alle bereit waren aufzubrechen.
#173
Posté 31 juillet 2010 - 04:06
„Dann wollen wir mal aufbrechen“, verkündete Vernita und marschierte los. Die anderen folgten der Elfe nach und nach.
Die Gruppe bewegte sich weiter Richtung Denerim. Die nächsten Reisetage verliefen ereignislos. Die fünf Reisegefährten waren die meiste Zeit über schweigsam. Es gab nichts zu besprechen. Alles weitere würde sich ergeben, wenn sie ihr Ziel erreichten.
Am Abend des dreizehnten Tages nach ihrem Aufbruch von Lothering konnten die fünf schließlich die mächtige Hauptstadt am Horizont ausmachen. Seit der Verderbnis waren nun schon einige Jahren ins Land gezogen, und den Großteil der Schäden, die der Angriff des Erzdämons der Stadt angetan hatte, waren inzwischen beseitigt worden. Trotzdem konnte man sogar von hier aus erkennen, dass an einigen der höheren Häusern immer noch gebaut wurde.
„So, ich würde sagen, wir lagern hier und begeben uns morgen in die Stadt. Ich schätze, wir brauchen noch den halben Tag, bis wir die Stadttore erreichen. Das ist gut. Während der Mittagszeit ist immer der größte Verkehr in und aus der Stadt. Der ideale Zeitpunkt also, um unauffällig ins Innere zu gelangen“, beschloss die Elfe. „Dort drüben könnten wir uns für die Nacht niederlassen.“
Die Gruppe bewegte sich weiter Richtung Denerim. Die nächsten Reisetage verliefen ereignislos. Die fünf Reisegefährten waren die meiste Zeit über schweigsam. Es gab nichts zu besprechen. Alles weitere würde sich ergeben, wenn sie ihr Ziel erreichten.
Am Abend des dreizehnten Tages nach ihrem Aufbruch von Lothering konnten die fünf schließlich die mächtige Hauptstadt am Horizont ausmachen. Seit der Verderbnis waren nun schon einige Jahren ins Land gezogen, und den Großteil der Schäden, die der Angriff des Erzdämons der Stadt angetan hatte, waren inzwischen beseitigt worden. Trotzdem konnte man sogar von hier aus erkennen, dass an einigen der höheren Häusern immer noch gebaut wurde.
„So, ich würde sagen, wir lagern hier und begeben uns morgen in die Stadt. Ich schätze, wir brauchen noch den halben Tag, bis wir die Stadttore erreichen. Das ist gut. Während der Mittagszeit ist immer der größte Verkehr in und aus der Stadt. Der ideale Zeitpunkt also, um unauffällig ins Innere zu gelangen“, beschloss die Elfe. „Dort drüben könnten wir uns für die Nacht niederlassen.“
#174
Guest_Juleiila_*
Posté 31 juillet 2010 - 06:30
Guest_Juleiila_*
Als die Gruppe einen geeigneten Ort, zum Lagern gefunden hatten, breiteten sie wieder ihre Sachen aus, und entfachten ein Lagerfeuer. Lian band sein Pferd wieder an einen Baum, und nahm sich wieder einen Platz neben Miandra. Als er dann seine Matte ausgebreitet hatte stand er auf.
Er legte seinen Umhang ab, und ging auf Vernita zu. Prüfend blickte er sie an, mit schmalen Augen, musterte er sie. „Hm.“ sagte er, und hielt sich die Hand ans Kinn. „Ich möchte etwas testen. Nicht um einen Standpunkt klar zu machen, sondern einfach um zu wissen, was Ihr drauf habt. Wer weiß, vielleicht können wir uns gegenseitig neue Fähigkeiten beibringen. Was haltet Ihr von einem Übungskampf?“ fragte er nett.
Dann nahm er seine Schwerter, und ging auf einen freien Platz, der nur mit grüner Wiese bestückt war, und sich nichts im Wege stand. Es war bereits am Dämmern, und das war gut. Niemand … kannte Lians Stärken. Seine Stärken, besonders bei Nacht, besser als die anderen zu sehen, und zu kämpfen. Nur deshalb konnte er die Holzfäller so einfach und ohne Mühe, mit einem einfachen Schwertwurf erledigen. Er zog seine Schwerter, ging in Angriffsposition, und wartete auf Vernita.
Er legte seinen Umhang ab, und ging auf Vernita zu. Prüfend blickte er sie an, mit schmalen Augen, musterte er sie. „Hm.“ sagte er, und hielt sich die Hand ans Kinn. „Ich möchte etwas testen. Nicht um einen Standpunkt klar zu machen, sondern einfach um zu wissen, was Ihr drauf habt. Wer weiß, vielleicht können wir uns gegenseitig neue Fähigkeiten beibringen. Was haltet Ihr von einem Übungskampf?“ fragte er nett.
Dann nahm er seine Schwerter, und ging auf einen freien Platz, der nur mit grüner Wiese bestückt war, und sich nichts im Wege stand. Es war bereits am Dämmern, und das war gut. Niemand … kannte Lians Stärken. Seine Stärken, besonders bei Nacht, besser als die anderen zu sehen, und zu kämpfen. Nur deshalb konnte er die Holzfäller so einfach und ohne Mühe, mit einem einfachen Schwertwurf erledigen. Er zog seine Schwerter, ging in Angriffsposition, und wartete auf Vernita.
#175
Posté 31 juillet 2010 - 06:45
„Ihr wollt Euch also mit mir messen, Kleiner“, grinste Vernita den Mann an. „Ich hatte mich schon gefragt, wann Ihr Euren Frust an mir auslassen wollt. Nun, gut macht Euch bereit. Ich bin gleich bei Euch.“
„Ihr beide wollt Euch doch jetzt nicht ernsthaft prügeln wie zwei Straßenkinder, oder?“ fragte Hennrik entrüstet, als er das Gespräch der beiden Elfen mitanhörte.
„Kein Panik, alter Mann“, erwiderte die Frau immer noch grinsend. „Das dient nur zur Übung und zum Abbauen von Spannungen. Ihr übt Eure Zauber doch auch ständig, nicht wahr? Genau, das tun wir auch.“
Vernita legte ihre Tasche ab, da sie diese für einen Übungskampf nicht benötigte. Schließlich wollte sie Lian weder vergiften noch mit ihren Phiolen in die Luft sprengen. Anschließend zog sie ihre Schwerter und ging auf den Elfen zu, der schon auf sie wartete.
„Also dann. Fangt an. Ich werde versuchen, Euch nicht zu verletzen“, meinte Vernita spöttisch, wobei sie sich in leicht geduckter Kampfstellung begab.
„Ihr beide wollt Euch doch jetzt nicht ernsthaft prügeln wie zwei Straßenkinder, oder?“ fragte Hennrik entrüstet, als er das Gespräch der beiden Elfen mitanhörte.
„Kein Panik, alter Mann“, erwiderte die Frau immer noch grinsend. „Das dient nur zur Übung und zum Abbauen von Spannungen. Ihr übt Eure Zauber doch auch ständig, nicht wahr? Genau, das tun wir auch.“
Vernita legte ihre Tasche ab, da sie diese für einen Übungskampf nicht benötigte. Schließlich wollte sie Lian weder vergiften noch mit ihren Phiolen in die Luft sprengen. Anschließend zog sie ihre Schwerter und ging auf den Elfen zu, der schon auf sie wartete.
„Also dann. Fangt an. Ich werde versuchen, Euch nicht zu verletzen“, meinte Vernita spöttisch, wobei sie sich in leicht geduckter Kampfstellung begab.





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