„Ich kann dir leider nicht sagen, woher dieses Schwein seine Informationen her hat“, meinte Lucia achselzuckend. „Vielleicht mutmaßt er das ja auch nur. Ihm würde ich inzwischen alles zutrauen, nachdem was ich von dir gehört habe. Trotz allem sollten wir vorsichtig sein, Sophia.“
Die rothaarige Frau hörte sich erstaunt Leanoras Bericht über die Pillen an und war auch sichtlich überrascht, über die Tatsache, dass sie noch eine Jungfrau war. Das konnte sie sich bei einer Frau mit diesem Aussehen beim besten Willen nicht vorstellen. Doch ließ sie sich nichts anmerken, sondern lächelte ihre Freundin verständnisvoll an.
„Das muss dir doch nicht peinlich sein, dass du noch nichts mit einem Mann hattest, Süße“, erwiderte sie liebevoll, bevor ihre Stimme einen leicht deprimierten Ton annahm. „Ich wünschte mir manchmal auch, dass meine Jugend ein wenig keuscher gewesen wäre, anstatt…“
Sie schwieg für einen Moment und blickte verlegen in eine der Ecken des Raumes, während sie fortfuhr. „…anstatt als Hure in einem Bordell zu arbeiten. Das habe ich nämlich getan, bevor ich mich mein Weg zum Erbauer geführt hat. Wahrscheinlich verachtest du mich jetzt deshalb dafür. Aber ich hatte kaum eine Wahl. Nach dem Tod meiner Eltern war ich ganz allein und mittellos. Und außer meinem Körper hatte ich doch nichts anderes und von irgendetwas musste ich doch leben…“
Lucia war den Tränen nahe, wischte sich über das Gesicht, wobei sie es nach wie vor nicht wagte, Leanora anzusehen. „Und ich möchte nicht, dass du deine Unschuld an so ein Scheusal verlierst. Selbst wenn du deine Sinne mit irgendwelchen Hilfsmitteln betäuben kannst. Du hast was Besseres verdient als ich. Ich würde ja selbst mit ihm schlafen, da es mir schon nichts mehr ausmacht, ob ich mal eine Nacht mit so einem Abschaum verbringe. Er wäre ja nicht der erste…doch mich will er ja nicht und außerdem sagtest du ja bereits, dass ein Sexabenteuer mit diesem Kerl kein Garant dafür ist, auch das zu erfahren, was du über ihn herausfinden willst. Wir müssen uns also etwas anderes überlegen…“
Leanoras übrige Fragen erreichten Lucias Verstand nicht, da sie im Augenblick in ihrer Vergangenheit festsaß, die sie eigentlich schon als vergessen angesehen hatte, doch die ganze Sache mit Renaldo und ihrer neuen Freundin ließ das alles wieder an die Oberfläche kommen, was sie vor scheinbar so langer Zeit verdrängt hatte. So weinte sie bittere Tränen, während sie nach wie vor überall hinsah nur eben nicht in das Gesicht der blondhaarigen Frau.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1751
Posté 24 mars 2011 - 04:06
#1752
Posté 24 mars 2011 - 04:10
Nur mit den Augen, und ohne sich dabei auch nur einen Millimeter zu bewegen, verfolgte Miandras Blick Vernitas Hand, bis sie diese an ihrer Wange spürte. Unscheinbar sog sie scharf Luft ein, und hielt den Atem für einen zeitlosen Moment an. Dabei wusste sie nicht recht, wie sie darauf reagieren sollte, und ließ ihren Blick kurzzeitig darauf haften, bevor sie sich wieder auf das konzentrierte was die Elfe sagte - oder es versuchte. Sie konnte diese Berührung und die Worte nicht einfach ignorieren, denn Miandra spürte, wie sich ein Gefühl der Angst durch ihren gesamten Körper zog, ihn zum Erzittern und ihren Puls zum Rasen brachte. Jedoch nur innerlich. Denn das Einzige was sich an ihr bewegte, waren einige ihrer Haarsträhnen, ausgelöst durch den kalten Wind, der um das Lagerhaus zog. Natürlich hatte sie keine Angst davor, dass Vernita ihr weh tun würde, sondern davor, dass sie eine Berührung, wie diese, schön finden könnte, und sich daran gewöhnen würde.
"Ihr plant ziemlich weit, für jemanden der in einer derartigen Lage steckt", sagte sie etwas gebrochen, als würde sie komplett neben sich stehen, und schluckte anschließend kurz mit geschlossenen Augen. Zeitgleich fasste sie nach Vernitas Hand, entfernte diese vorsichtig von ihrer Wange, und senkte sie nach unten, bevor sie ihre Augen wieder öffnete.
"Und Ihr verdreht mir die Worte im Mund", fuhr sie selbstsicherer jedoch auch nachdenklich fort, nachdem sie einmal tief Luft geholt hatte.
"Ich hatte nie davon gesprochen, dass ich Euch dafür gehasst habe. Ich war wütend, das hat nichts mit Hass zu tun. Und sich selbst den Tod wünschen... sowas tut doch eigentlich niemand, aber wir alle wissen, dass er uns eines Tages heimsuchen wird. Manche früher, andere später. Und für jeden von uns wird davor der Moment kommen, an dem wir akzeptieren und einsehen müssen, dass es vorbei ist. Aber ich weiß, dass Ihr nicht so denkt, schließlich ist Eurer Leben ein einziger Überlebenskampf. Aber ich sah keinen Ausweg aus meiner Situation, sondern nur noch mehr Schmerzen und Qualen, die erst dann geendet hätten, wenn mein Leben vorbei gewesen wäre. Und da hatte ich es akzeptiert, und hätte lieber den Tod, der mich von all dem erlöst hätte, gewählt", Miandra machte eine kurze Pause und blickte nach unten, als ihr auffiel, dass sie Vernitas Hand nicht losgelassen hatte - was sie augenblicklich tat. Anschließend entfernte sie sich und begann damit nervös auf und ab zu gehen, während sie fortfuhr.
"Aber wie auch immer, ich habe keine Lust mehr meine Zeit mit bereits vergangenen Dingen zu verschwenden. Und das solltet Ihr auch nicht tun. Ich kannte Rowan nicht, daher kann ich Euch dazu nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass sie damals nachdem wir in Lothering fertig waren abhaute, dass sie wiederkam, meinte sie wolle helfen - eine Aussage der ich ohnehin nicht trauen würde, da niemand einfach so hilft, ohne dafür irgendeine Gegenleistung zu erwarten -, dann tauchte der Kerl auf, der sie umbringen wollte, mit dem sie nun erneut abgehauen ist. Und von all den anderen Dingen, die Ihr mir vorhin gesagt habt, möchte ich erst gar nicht anfangen", Miandra blieb ruckartig stehen und blickte Vernita schief an.
"Entschuldigt wenn ich das sage, aber das war nichts worauf man bauen konnte. Von Anfang an nicht, und eigentlich hättet Ihr das wissen müssen, dass es jemand der Euch bereits einmal hintergangen hat, kein Problem damit hat, es jederzeit wieder zu tun", kurz wandte sie sich ab, bückte sich ein wenig, und hob Vernitas Handschuh vom Boden auf, bevor sie wieder vor die Elfe trat und ihr diesen entgegen hielt.
"Aber findet Ihr nicht auch, dass wir für heute genug geredet haben?" fragte sie mit einem etwas flehendem Blick, und der Andeutung darauf lieber das zu tun, womit Vernita ihr Gespräch begonnen hatte. Es war einfach nicht Miandras Art so viel über solche Dinge zu reden, und sie fühlte sich dabei nicht wirklich wohl. Zudem wusste sie, dass sie das Reden gerade eigentlich dazu benutzte, um Vernita auf Distanz von sich zu halten, aber sie wusste jedoch nicht, ob sie das nun gut oder schlecht finden sollte, hatte aber auch keinerlei Lust mehr darüber nachzudenken.
"Wären wir jetzt in einer Taverne, und wären meine Taschen mit mehr als nur Luft gefüllt, würde ich Euch jetzt auf ein Glas Schnaps einladen. Zumindest könnte ich grade einen vertragen...", fügte sie noch grinsend und scherzhaft hinzu, wünschte sich in dem Moment jedoch wirklich eine Schnapsflasche, statt des Handschuhs, in der Hand zu halten. Denn das gute am Alkohol war, dass er einem an Tagen wie diesen, wo nichts so laufen wollte wie eigentlich geplant, und man nicht mehr wusste was man denken oder tun sollte, er einem dabei helfen würde, eben genau das zu vergessen.
"Ihr plant ziemlich weit, für jemanden der in einer derartigen Lage steckt", sagte sie etwas gebrochen, als würde sie komplett neben sich stehen, und schluckte anschließend kurz mit geschlossenen Augen. Zeitgleich fasste sie nach Vernitas Hand, entfernte diese vorsichtig von ihrer Wange, und senkte sie nach unten, bevor sie ihre Augen wieder öffnete.
"Und Ihr verdreht mir die Worte im Mund", fuhr sie selbstsicherer jedoch auch nachdenklich fort, nachdem sie einmal tief Luft geholt hatte.
"Ich hatte nie davon gesprochen, dass ich Euch dafür gehasst habe. Ich war wütend, das hat nichts mit Hass zu tun. Und sich selbst den Tod wünschen... sowas tut doch eigentlich niemand, aber wir alle wissen, dass er uns eines Tages heimsuchen wird. Manche früher, andere später. Und für jeden von uns wird davor der Moment kommen, an dem wir akzeptieren und einsehen müssen, dass es vorbei ist. Aber ich weiß, dass Ihr nicht so denkt, schließlich ist Eurer Leben ein einziger Überlebenskampf. Aber ich sah keinen Ausweg aus meiner Situation, sondern nur noch mehr Schmerzen und Qualen, die erst dann geendet hätten, wenn mein Leben vorbei gewesen wäre. Und da hatte ich es akzeptiert, und hätte lieber den Tod, der mich von all dem erlöst hätte, gewählt", Miandra machte eine kurze Pause und blickte nach unten, als ihr auffiel, dass sie Vernitas Hand nicht losgelassen hatte - was sie augenblicklich tat. Anschließend entfernte sie sich und begann damit nervös auf und ab zu gehen, während sie fortfuhr.
"Aber wie auch immer, ich habe keine Lust mehr meine Zeit mit bereits vergangenen Dingen zu verschwenden. Und das solltet Ihr auch nicht tun. Ich kannte Rowan nicht, daher kann ich Euch dazu nicht viel sagen. Ich weiß nur, dass sie damals nachdem wir in Lothering fertig waren abhaute, dass sie wiederkam, meinte sie wolle helfen - eine Aussage der ich ohnehin nicht trauen würde, da niemand einfach so hilft, ohne dafür irgendeine Gegenleistung zu erwarten -, dann tauchte der Kerl auf, der sie umbringen wollte, mit dem sie nun erneut abgehauen ist. Und von all den anderen Dingen, die Ihr mir vorhin gesagt habt, möchte ich erst gar nicht anfangen", Miandra blieb ruckartig stehen und blickte Vernita schief an.
"Entschuldigt wenn ich das sage, aber das war nichts worauf man bauen konnte. Von Anfang an nicht, und eigentlich hättet Ihr das wissen müssen, dass es jemand der Euch bereits einmal hintergangen hat, kein Problem damit hat, es jederzeit wieder zu tun", kurz wandte sie sich ab, bückte sich ein wenig, und hob Vernitas Handschuh vom Boden auf, bevor sie wieder vor die Elfe trat und ihr diesen entgegen hielt.
"Aber findet Ihr nicht auch, dass wir für heute genug geredet haben?" fragte sie mit einem etwas flehendem Blick, und der Andeutung darauf lieber das zu tun, womit Vernita ihr Gespräch begonnen hatte. Es war einfach nicht Miandras Art so viel über solche Dinge zu reden, und sie fühlte sich dabei nicht wirklich wohl. Zudem wusste sie, dass sie das Reden gerade eigentlich dazu benutzte, um Vernita auf Distanz von sich zu halten, aber sie wusste jedoch nicht, ob sie das nun gut oder schlecht finden sollte, hatte aber auch keinerlei Lust mehr darüber nachzudenken.
"Wären wir jetzt in einer Taverne, und wären meine Taschen mit mehr als nur Luft gefüllt, würde ich Euch jetzt auf ein Glas Schnaps einladen. Zumindest könnte ich grade einen vertragen...", fügte sie noch grinsend und scherzhaft hinzu, wünschte sich in dem Moment jedoch wirklich eine Schnapsflasche, statt des Handschuhs, in der Hand zu halten. Denn das gute am Alkohol war, dass er einem an Tagen wie diesen, wo nichts so laufen wollte wie eigentlich geplant, und man nicht mehr wusste was man denken oder tun sollte, er einem dabei helfen würde, eben genau das zu vergessen.
Modifié par Kaysallie, 12 mai 2012 - 12:45 .
#1753
Posté 24 mars 2011 - 07:22
Leanora war verdutzt, als sie hörte, dass auch Lucia eine bewegte Vergangenheit hatte. Andererseits paßte es mehr zu der Freundin, denn immerhin zog diese immer alles ins zweideutige hinein, und für eine keusche Ordensschwester paßte das nicht. Trotzdem bedauerte Leanora Lucia, auch diese hatte ihre Eltern verloren, und das noch in frühen Jahren.
Lea richtete sich auf und krabbelte zu Lucia, setzte sich neben sie und strich ihr über den Oberarm bevor sie die rothaarige Frau einfach in ihre Arme zog und drückte.
"Lucia, weine doch bitte nicht", sagte sie leise. "Wenn dann muß ich mich schämen, dass ich nie lernen mußte, mein Geld mit Arbeit zu verdienen, egal welcher Art diese nun auch sein soll. Du hast das gemacht, was dir zur Verfügung stand und konntest so überleben. Die Eltern zu verlieren ist immer tragisch, vor allem, wenn man in einem liebevollen Zuhause aufgewachsen ist." Sie schmunzelte dabei, weil es beinahe die selben Worte waren, die sie am Abend zuvor Sengaal gesagt hatte, und dabei völlig ins Fettnäpfchen getreten war.
"Und sag sowas nicht, dass ich etwas besseres verdient hätte als Du. In meinen Augen solltest Du glücklich werden, und einen Mann finden, der Dich wirklich liebt. Oder hast Du Dich dem Erbauer bereits so verschrieben, dass daran überhaupt kein Gedanke mehr zu verschwenden ist?" neckte sie Lucia liebevoll. "Und eines versprech ich Dir Lucia, sollte ich diesen ganzen Mist hinter mir haben und wieder zu meinem Vermögen kommen... dann werde ich Dir helfen. Sofern Du von hier überhaupt weg willst heißt es."
Sie fühlte sich hilflos, da Lucia die Tränen herunterliefen, und sie nicht einmal wußte, ob ihre Worte die Freundin überhaupt erreicht hatten. Gerne hätte sie Lucia richtig getröstet, es war das mindeste, was sie für diese tun konnte.
Lea richtete sich auf und krabbelte zu Lucia, setzte sich neben sie und strich ihr über den Oberarm bevor sie die rothaarige Frau einfach in ihre Arme zog und drückte.
"Lucia, weine doch bitte nicht", sagte sie leise. "Wenn dann muß ich mich schämen, dass ich nie lernen mußte, mein Geld mit Arbeit zu verdienen, egal welcher Art diese nun auch sein soll. Du hast das gemacht, was dir zur Verfügung stand und konntest so überleben. Die Eltern zu verlieren ist immer tragisch, vor allem, wenn man in einem liebevollen Zuhause aufgewachsen ist." Sie schmunzelte dabei, weil es beinahe die selben Worte waren, die sie am Abend zuvor Sengaal gesagt hatte, und dabei völlig ins Fettnäpfchen getreten war.
"Und sag sowas nicht, dass ich etwas besseres verdient hätte als Du. In meinen Augen solltest Du glücklich werden, und einen Mann finden, der Dich wirklich liebt. Oder hast Du Dich dem Erbauer bereits so verschrieben, dass daran überhaupt kein Gedanke mehr zu verschwenden ist?" neckte sie Lucia liebevoll. "Und eines versprech ich Dir Lucia, sollte ich diesen ganzen Mist hinter mir haben und wieder zu meinem Vermögen kommen... dann werde ich Dir helfen. Sofern Du von hier überhaupt weg willst heißt es."
Sie fühlte sich hilflos, da Lucia die Tränen herunterliefen, und sie nicht einmal wußte, ob ihre Worte die Freundin überhaupt erreicht hatten. Gerne hätte sie Lucia richtig getröstet, es war das mindeste, was sie für diese tun konnte.
#1754
Posté 24 mars 2011 - 08:17
Vernita genoss die Berührung Miandras, solange sie dauerte. Selbst als diese ihre Hand von ihrer Wange löste und einfach nur festhielt. Und die Elfe dachte über das nach, was ihr Gegenüber ihr sagte.
Hatte sie sich wirklich so geirrt und Miandra missverstanden? War es wirklich nur Wut und kein Hass gewesen, den die Frau ihr gegenüber empfunden hatte? Und hatte sie sich den Tod wirklich nicht gewünscht, sondern lediglich das Unvermeidliche akzeptiert? Und war das im Endeffekt noch wichtig? Wie Miandra schon sagte, war das die Vergangenheit, ebenso wie der Vertrauensbruch durch Rowan, also spielte es wohl keine Rolle mehr. Oder etwa doch? Vernita konnte es nicht sagen, doch das war im Moment auch nicht wichtig. Miandra hatte recht. Es wurde Zeit, dass sie etwas unternahmen. Reden konnten sie später noch.
„Du hast recht. Wir haben fürs erste genug geredet. Wird Zeit, dass wir aufbrechen“, meinte die Elfe fest, nahm den Handschuh entgegen und streifte ihn sich über. „Ich rede noch eben mit Neria, dann geht es los.“
Vernita betrat ohne ein weiteres Wort noch einmal das Lagerhaus. Sie ging direkt zu Neria, die inzwischen erwacht war, auf ihrer Matte saß und sich ausgiebig reckte.
„Geht es endlich wieder los?“ fragte sie voller Tatendrang und sah der Elfe aus verschlafenen Augen direkt ins Gesicht.
„Ja, doch leider nicht für Euch.“
Die Magierin sah Vernita abschätzig an. „Was wollt Ihr damit sagen?“
Die Elfe ging vor der Frau in die Hocke, warf einen kurzen Blick nach oben, bevor sie ihr Gegenüber direkt in die Augen sah.
„Wir haben hier einen Neuzugang, den ich nicht unbeaufsichtigt lassen möchte“, flüsterte Vernita der Magierin zu. „Sie ist im Moment oben bei Lydia. Werft bitte ein Auge auf sie. Sollte sie Ärger machen, dann...“
Neria nickte missmutig. „Schon gut. Ich habe verstanden. Ich pass schon auf“, seufzte sie enttäuscht.
„Gut. Wir werden bald wieder da sein“, sagte Vernita noch zum Abschied, stand auf und verließ das Lagerhaus, wo Miandra noch auf sie wartete. „Also los. Machen wir uns auf den Weg. Mal sehen, was wir herausfinden.“
Hatte sie sich wirklich so geirrt und Miandra missverstanden? War es wirklich nur Wut und kein Hass gewesen, den die Frau ihr gegenüber empfunden hatte? Und hatte sie sich den Tod wirklich nicht gewünscht, sondern lediglich das Unvermeidliche akzeptiert? Und war das im Endeffekt noch wichtig? Wie Miandra schon sagte, war das die Vergangenheit, ebenso wie der Vertrauensbruch durch Rowan, also spielte es wohl keine Rolle mehr. Oder etwa doch? Vernita konnte es nicht sagen, doch das war im Moment auch nicht wichtig. Miandra hatte recht. Es wurde Zeit, dass sie etwas unternahmen. Reden konnten sie später noch.
„Du hast recht. Wir haben fürs erste genug geredet. Wird Zeit, dass wir aufbrechen“, meinte die Elfe fest, nahm den Handschuh entgegen und streifte ihn sich über. „Ich rede noch eben mit Neria, dann geht es los.“
Vernita betrat ohne ein weiteres Wort noch einmal das Lagerhaus. Sie ging direkt zu Neria, die inzwischen erwacht war, auf ihrer Matte saß und sich ausgiebig reckte.
„Geht es endlich wieder los?“ fragte sie voller Tatendrang und sah der Elfe aus verschlafenen Augen direkt ins Gesicht.
„Ja, doch leider nicht für Euch.“
Die Magierin sah Vernita abschätzig an. „Was wollt Ihr damit sagen?“
Die Elfe ging vor der Frau in die Hocke, warf einen kurzen Blick nach oben, bevor sie ihr Gegenüber direkt in die Augen sah.
„Wir haben hier einen Neuzugang, den ich nicht unbeaufsichtigt lassen möchte“, flüsterte Vernita der Magierin zu. „Sie ist im Moment oben bei Lydia. Werft bitte ein Auge auf sie. Sollte sie Ärger machen, dann...“
Neria nickte missmutig. „Schon gut. Ich habe verstanden. Ich pass schon auf“, seufzte sie enttäuscht.
„Gut. Wir werden bald wieder da sein“, sagte Vernita noch zum Abschied, stand auf und verließ das Lagerhaus, wo Miandra noch auf sie wartete. „Also los. Machen wir uns auf den Weg. Mal sehen, was wir herausfinden.“
#1755
Posté 25 mars 2011 - 03:49
„Danke. Das ist sehr lieb von dir, Sophia“, sagte Lucia mit leiser und leicht bebender Stimme. „Ich weiß selbst nicht mehr, was ich eigentlich will. Ich war doch immer glücklich hier, doch hatte ich auch nie eine Person, mit der ich wirklich reden konnte. Du bist die Erste, bei der ich das Gefühl habe, dass da jemand ist, dem wirklich etwas an mir liegt. Und das schon nach so kurzer Zeit. Du bist wirklich eine gute Freundin.“
Die rothaarige Frau löste sich von Leanora und sah diese aus tränennassen Augen an. Dann stahl sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen, während sie sich über die Augen wischte. „Verzeih mir, dass ich dich mit meinen Problemen belaste, die eigentlich schon so lange vergangen sein sollten. Die ganze Sache mit diesem Bastard hat mich nur an früher erinnert. Das war etwas viel für mich. Und entschuldige auch, dass ich dir gerade nicht mehr zugehört hatte. Was hattest du mich noch gefragt?“
Bevor Leanora auf diese Frage antworten konnte, klopfte es auch schon an der Tür. Erschrocken wandte Lucia den Kopf, sprang sogleich auf und wäre fast gestürzt. Sie taumelte zwei Schritte vor und stützte sich an dem Tisch ab, bevor sie sich auf den Schemel fallen ließ, der direkt davor stand. Sie fuhr sich noch einmal über das Gesicht, bevor sie rief: „Ja, bitte?“
Die Tür wurde geöffnet und Neranos braunhaariger Diener trat ein. Fassian trug eine Schatulle bei sich, mit der er zu Leanora hinüberging. Vor ihr blieb er stehen und verbeugte sich überschwänglich.
„Mein Herr schickt mich zu Euch. Er bedauert, Euch nicht selbst dieses Präsent überreichen zu können, aber er hat noch wichtige Angelegenheiten zu erledigen. Darum bat er mich, Euch das hier zu überreichen.“
Der Diener öffnete das kleine Kästchen und zeigte der Frau dessen Inhalt. Darin lagen ein prunkvoller Dolch und zwei ebenso kostbar aussehende Armschienen, beide mit den Insignien der Familie Neranos und dessen Hauswappen versehen.
„Diese Waffe befindet sich seit Generationen im Besitz der Familie Neranos und ist heute noch so scharf wie am ersten Tag. Den Dolch könnt Ihr in Eurem Stiefel verstecken, falls Ihr so welche tragen solltet, oder in seine Scheide stecken, die Ihr Euch um das Bein binden könnt. Zu den Armschienen gibt es noch eine Besonderheit. Ich werde sie Euch demonstrieren.“
Fassian stellte die Schatulle auf dem Tisch ab, nahm die Armschienen heraus und legte sich eine davon an.
„Diese Unterarmschienen sehen aus wie der ganz normale Schutz, den fast jeder Stallbursche trägt, um sich vor den Bissen von Pferden oder anderen Tieren zu schützen. Es fällt also nicht großartig auf, wenn Ihr diese bei Eurer täglichen Arbeit überzieht. Allerdings könnt Ihr damit einem unliebsamen Angreifer eine böse Überraschung bescheren. Ein Teil dieser Schiene lässt sich drehen, wodurch eine kleine Öffnung entsteht…“
Der Diener zeigte Leanora, an welcher Stelle sich das Rüstungsteil bewegen ließ. Anschließend bewegte er ruckartig sein Handgelenk, woraufhin ein kleines Messer aus der eben erschienenen Öffnung schnellte. „…aus der diese überaus scharfe Klinge herauskommt. Sie eignet sich zwar nicht für gerüstete Gegner, aber für einen Überraschungsangriff ist dies eine vorzügliche Waffe.“
Fassian schob das Messer wieder zurück in die Armschiene, verriegelte den Mechanismus und legte den Armschutz wieder ab und zurück in die Schatulle. Danach schloss er diese, bevor er sie der blondhaarigen Frau überreichte.
„Mit den besten Empfehlungen meines Herren“, meinte er dabei theatralisch. „Wenn Ihr keine Fragen mehr habt, werte Sophia, dann werde ich mich nun zurückziehen. Und solltet Ihr noch eine Nachricht für meinen Herren haben, so wird es mir eine Freude sein, ihm diese zu überbringen.“
Die rothaarige Frau löste sich von Leanora und sah diese aus tränennassen Augen an. Dann stahl sich ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen, während sie sich über die Augen wischte. „Verzeih mir, dass ich dich mit meinen Problemen belaste, die eigentlich schon so lange vergangen sein sollten. Die ganze Sache mit diesem Bastard hat mich nur an früher erinnert. Das war etwas viel für mich. Und entschuldige auch, dass ich dir gerade nicht mehr zugehört hatte. Was hattest du mich noch gefragt?“
Bevor Leanora auf diese Frage antworten konnte, klopfte es auch schon an der Tür. Erschrocken wandte Lucia den Kopf, sprang sogleich auf und wäre fast gestürzt. Sie taumelte zwei Schritte vor und stützte sich an dem Tisch ab, bevor sie sich auf den Schemel fallen ließ, der direkt davor stand. Sie fuhr sich noch einmal über das Gesicht, bevor sie rief: „Ja, bitte?“
Die Tür wurde geöffnet und Neranos braunhaariger Diener trat ein. Fassian trug eine Schatulle bei sich, mit der er zu Leanora hinüberging. Vor ihr blieb er stehen und verbeugte sich überschwänglich.
„Mein Herr schickt mich zu Euch. Er bedauert, Euch nicht selbst dieses Präsent überreichen zu können, aber er hat noch wichtige Angelegenheiten zu erledigen. Darum bat er mich, Euch das hier zu überreichen.“
Der Diener öffnete das kleine Kästchen und zeigte der Frau dessen Inhalt. Darin lagen ein prunkvoller Dolch und zwei ebenso kostbar aussehende Armschienen, beide mit den Insignien der Familie Neranos und dessen Hauswappen versehen.
„Diese Waffe befindet sich seit Generationen im Besitz der Familie Neranos und ist heute noch so scharf wie am ersten Tag. Den Dolch könnt Ihr in Eurem Stiefel verstecken, falls Ihr so welche tragen solltet, oder in seine Scheide stecken, die Ihr Euch um das Bein binden könnt. Zu den Armschienen gibt es noch eine Besonderheit. Ich werde sie Euch demonstrieren.“
Fassian stellte die Schatulle auf dem Tisch ab, nahm die Armschienen heraus und legte sich eine davon an.
„Diese Unterarmschienen sehen aus wie der ganz normale Schutz, den fast jeder Stallbursche trägt, um sich vor den Bissen von Pferden oder anderen Tieren zu schützen. Es fällt also nicht großartig auf, wenn Ihr diese bei Eurer täglichen Arbeit überzieht. Allerdings könnt Ihr damit einem unliebsamen Angreifer eine böse Überraschung bescheren. Ein Teil dieser Schiene lässt sich drehen, wodurch eine kleine Öffnung entsteht…“
Der Diener zeigte Leanora, an welcher Stelle sich das Rüstungsteil bewegen ließ. Anschließend bewegte er ruckartig sein Handgelenk, woraufhin ein kleines Messer aus der eben erschienenen Öffnung schnellte. „…aus der diese überaus scharfe Klinge herauskommt. Sie eignet sich zwar nicht für gerüstete Gegner, aber für einen Überraschungsangriff ist dies eine vorzügliche Waffe.“
Fassian schob das Messer wieder zurück in die Armschiene, verriegelte den Mechanismus und legte den Armschutz wieder ab und zurück in die Schatulle. Danach schloss er diese, bevor er sie der blondhaarigen Frau überreichte.
„Mit den besten Empfehlungen meines Herren“, meinte er dabei theatralisch. „Wenn Ihr keine Fragen mehr habt, werte Sophia, dann werde ich mich nun zurückziehen. Und solltet Ihr noch eine Nachricht für meinen Herren haben, so wird es mir eine Freude sein, ihm diese zu überbringen.“
Modifié par Aliens Crew, 25 mars 2011 - 04:21 .
#1756
Posté 25 mars 2011 - 04:53
Miandra war ein wenig überrascht, als die Elfe ohne Widerworte zustimmte, jedoch aber auch froh darüber. Als diese wiederkam nickte sie Vernita nur zu, bevor sie sich die Kapuze ihres Umhangs überzog, und sie sich auf den Weg machten. Hin und wieder kamen ihnen zwielichtige Gestalten entgegen, die in der Dunkelheit der Nacht nur wie flüsternde Schatten wirkten. Wie Miandra bereits vermutet hatte, nutzen sie wohl das abgelegene Hafengelände, um nachts irgendwelche verbotenen Geschäfte abzuhalten, hoffte jedoch, dass die Stadtwache dieses Gebiet weiterhin außer Acht lassen würde - oder zumindest solange bis sie einen besseren Unterschlupf gefunden hatten.
Nachdem sie das Hafengelände verlassen hatten, verzog sich auch nach und nach der salzige Geruch des Meerwassers, sowie der stetig kühle Wind, den man in den finsteren Gassen, die sie durchquerten, kaum noch spüren konnte. Durch die Nacht schien auch das Leben aus der Stadt gehaucht worden zu sein. Nur einige schummrige Lichter, die durch Fensterscheiben zu erkennen waren, wiesen darauf hin, wo sich die Bewohner der Stadt befanden.
Nach einer geraumen Zeit, konnten sie das Dach der Kirche ausmachen, welches über all die sich darum befindlichen Wohnhäuser emporragte. Doch Miandras Blick viel kurz auf etwas anderes, und sie blieb neben einer Mauer stehen. Dabei kniff sie die Augen zusammen, um das was sie in der Dunkelheit ausgemacht hatte, besser erkennen zu können.
"Na was haben wir denn hier...", sagte sie zu sich selbst ein wenig überrascht, bevor sie einen Zettel, der an die Wand geschlagen war, mit einer zügigen Bewegung herunterriss. Anschließend drehte sie sich in Vernitas Richtung, bevor sie ein wenig zu kichern begann.
"Da haben sie Euch ja richtig gut getroffen.", fügte sie ironisch und weiterhin kichernd hinzu, bevor sie den Steckbrief, auf welchem sich ein Phantombild von der Elfe befand, umdrehte und Vernita somit auch einen Blick darauf werfen konnte.
Nachdem sie das Hafengelände verlassen hatten, verzog sich auch nach und nach der salzige Geruch des Meerwassers, sowie der stetig kühle Wind, den man in den finsteren Gassen, die sie durchquerten, kaum noch spüren konnte. Durch die Nacht schien auch das Leben aus der Stadt gehaucht worden zu sein. Nur einige schummrige Lichter, die durch Fensterscheiben zu erkennen waren, wiesen darauf hin, wo sich die Bewohner der Stadt befanden.
Nach einer geraumen Zeit, konnten sie das Dach der Kirche ausmachen, welches über all die sich darum befindlichen Wohnhäuser emporragte. Doch Miandras Blick viel kurz auf etwas anderes, und sie blieb neben einer Mauer stehen. Dabei kniff sie die Augen zusammen, um das was sie in der Dunkelheit ausgemacht hatte, besser erkennen zu können.
"Na was haben wir denn hier...", sagte sie zu sich selbst ein wenig überrascht, bevor sie einen Zettel, der an die Wand geschlagen war, mit einer zügigen Bewegung herunterriss. Anschließend drehte sie sich in Vernitas Richtung, bevor sie ein wenig zu kichern begann.
"Da haben sie Euch ja richtig gut getroffen.", fügte sie ironisch und weiterhin kichernd hinzu, bevor sie den Steckbrief, auf welchem sich ein Phantombild von der Elfe befand, umdrehte und Vernita somit auch einen Blick darauf werfen konnte.
Modifié par Kaysallie, 25 mars 2011 - 04:54 .
#1757
Posté 25 mars 2011 - 05:55
Vernita verzog das Gesicht, als Miandra ihr den Steckbrief unter die Nase hielt. Dann legte sich ein Grinsen auf ihre Lippen und sie untersuchte die Mauer auch einmal. Und es dauerte nicht lange, bis sie gefunden hatte, was sie suchte. Sie riss ebenfalls einen Steckbrief ab, welchen sie der schwarzhaarigen Frau zeigte.
„Dich haben sie aber auch sehr gut getroffen, auch wenn sie das hübsche Leuchten in deinen Augen nicht überzeugend hinbekommen haben“, grinste die Elfe ihr Gegenüber an, bevor sie sich den Steckbrief vor das Gesicht hielt, so dass Miandra ihr Abbild sehen konnte.
„Vielleicht sollten wir uns einfach den Steckbrief des jeweils anderen vor die Stirn nageln, damit uns keiner erkennt, was hältst du davon?“ kicherte Vernita albern los.
„Dich haben sie aber auch sehr gut getroffen, auch wenn sie das hübsche Leuchten in deinen Augen nicht überzeugend hinbekommen haben“, grinste die Elfe ihr Gegenüber an, bevor sie sich den Steckbrief vor das Gesicht hielt, so dass Miandra ihr Abbild sehen konnte.
„Vielleicht sollten wir uns einfach den Steckbrief des jeweils anderen vor die Stirn nageln, damit uns keiner erkennt, was hältst du davon?“ kicherte Vernita albern los.
#1758
Posté 25 mars 2011 - 07:19
Leanora war aufs äußerste entzückt, als sie den Dolch und die Armschienen sah. Vor allem den Armschutz würde sie gut gebrauchen können, der Dolch am Bein wäre eher hinderlich. Schließlich trug sie noch immer eine Robe darüber und kam so nie im Leben schnell genug an die Waffe heran, aber dennoch wollte sie diese tragen.
Sie dankte Fassian überschwänglich und meinte: "Wartet einen Moment, Fassian, ich gebe Euch gerne ein paar Zeilen mit!"
Schnell tauchte sie die Feder ins Tintenfass und verfaßte eine kurze Notiz.
"Kommandant, ich danke Euch herzlich für das Buch, welches mir Euer Diener soeben überbrachte. Es ist sehr nützlich und ich werde es mit Sicherheit täglich bei mir tragen. Ich bin zuversichtlich, dass es gute Dienste leisten wird.
Der Erbauer segne Euch.
Ergebenst, Sophia"
Sie drückte das Pergament Fassian in die Hand und meinte dann:
"Grüßt Euren Herrn von mir. Ich danke ihm sehr! Und sagt ihm, er soll sich nicht über den Inhalt wundern" schmunzelte sie. Sie konnte nur hoffen, dass Sengaal verstand. "Gute Nacht, Fassian."
Der Diener verbeugte sich nochmal vor ihr und verließ dann das Zimmer, nicht ohne den beiden eine gesegnete Nachtruhe gewünscht zu haben.
Als Leanora sicher war, dass der Diener weit genug weg war, blickte sie Lucia wieder an.
"Frag mich nicht, was gerade über mich gekommen ist. Aber es gab genau drei Personen, die von der Einladung Neranos gestern wußten. Und davon wissen nur zwei, wie wir den Abend verbracht haben. Ich hatte gerade das Gefühl, dass vielleicht Fassian bestochen wurde. Aber es kann auch sein, dass ich schon weiße Mäuse sehe. Sollte meine Notiz nicht in die richtigen Hände gelangen, so kann der Leser nicht viel damit anfangen. Andererseits, wenn Fassian zum reden gezwungen wird, dann ist das Schreiben von soeben auch egal."
Sie schüttelte den Kopf und fuhr sich mit der Hand über die Stirn. Wahrscheinlich litt sie schon unter Verfolgungswahn, dachte sie bei sich.
"So und nun wieder zu Deiner Vergangenheit. Lucia, Du mußt Dich nicht entschuldigen! Dazu sind Freundinnen doch da. Und ich habe ja auch niemanden mehr dem ich mich anvertrauen kann. Wegen Renaldo... schätzt Du ihn denn so ein, dass er Informationen herausgeben würde, wenn man ihm willig ist? Ich glaube, er ist viel zu berechnend, aber andererseits sind Männer wohl recht redselig wenn sie eine erfüllte Liebesnacht hinter sich haben?"
Sie lachte leise auf. "Zumindest meine Mutter sagte dies öfter, dass Papa dann alles beantwortete, was sie ihn fragte, und sogar Sachen, wo er normalerweise gesagt hätte: hör zu Weib, das geht dich nichts an."
Ein trauriges Lächeln umspielte ihren Mund. "Aber das ist wohl nochmal etwas anderes, schließlich haben sich meine Eltern wirklich geliebt", meinte sie. "Wegen Bruder Castillá hatte ich vorhin gefragt. Wieviel ich ihn einweihen sollte. Ob er das wissen sollte, dass ich gesucht werde. Oder nur, was im Stall vorgefallen ist. Wenn er es schafft, Renaldo aus der Kirche auszuschließen, dann darf mein Name nirgends auftauchen, sonst bin ich selbst im Kloster nicht mehr sicher. Wenn er das aber nicht weiß, dann wird ihm das egal sein. Hmpf. Mir schwirrt jedenfalls der Kopf bereits vor lauter Überlegungen. Und bald muß ich auch hinaus, mich mit einer Bekannten treffen, die ich gestern versäumt habe. Sie wird wohl gegen Mitternacht an unserem Treffpunkt sein."
Sie dankte Fassian überschwänglich und meinte: "Wartet einen Moment, Fassian, ich gebe Euch gerne ein paar Zeilen mit!"
Schnell tauchte sie die Feder ins Tintenfass und verfaßte eine kurze Notiz.
"Kommandant, ich danke Euch herzlich für das Buch, welches mir Euer Diener soeben überbrachte. Es ist sehr nützlich und ich werde es mit Sicherheit täglich bei mir tragen. Ich bin zuversichtlich, dass es gute Dienste leisten wird.
Der Erbauer segne Euch.
Ergebenst, Sophia"
Sie drückte das Pergament Fassian in die Hand und meinte dann:
"Grüßt Euren Herrn von mir. Ich danke ihm sehr! Und sagt ihm, er soll sich nicht über den Inhalt wundern" schmunzelte sie. Sie konnte nur hoffen, dass Sengaal verstand. "Gute Nacht, Fassian."
Der Diener verbeugte sich nochmal vor ihr und verließ dann das Zimmer, nicht ohne den beiden eine gesegnete Nachtruhe gewünscht zu haben.
Als Leanora sicher war, dass der Diener weit genug weg war, blickte sie Lucia wieder an.
"Frag mich nicht, was gerade über mich gekommen ist. Aber es gab genau drei Personen, die von der Einladung Neranos gestern wußten. Und davon wissen nur zwei, wie wir den Abend verbracht haben. Ich hatte gerade das Gefühl, dass vielleicht Fassian bestochen wurde. Aber es kann auch sein, dass ich schon weiße Mäuse sehe. Sollte meine Notiz nicht in die richtigen Hände gelangen, so kann der Leser nicht viel damit anfangen. Andererseits, wenn Fassian zum reden gezwungen wird, dann ist das Schreiben von soeben auch egal."
Sie schüttelte den Kopf und fuhr sich mit der Hand über die Stirn. Wahrscheinlich litt sie schon unter Verfolgungswahn, dachte sie bei sich.
"So und nun wieder zu Deiner Vergangenheit. Lucia, Du mußt Dich nicht entschuldigen! Dazu sind Freundinnen doch da. Und ich habe ja auch niemanden mehr dem ich mich anvertrauen kann. Wegen Renaldo... schätzt Du ihn denn so ein, dass er Informationen herausgeben würde, wenn man ihm willig ist? Ich glaube, er ist viel zu berechnend, aber andererseits sind Männer wohl recht redselig wenn sie eine erfüllte Liebesnacht hinter sich haben?"
Sie lachte leise auf. "Zumindest meine Mutter sagte dies öfter, dass Papa dann alles beantwortete, was sie ihn fragte, und sogar Sachen, wo er normalerweise gesagt hätte: hör zu Weib, das geht dich nichts an."
Ein trauriges Lächeln umspielte ihren Mund. "Aber das ist wohl nochmal etwas anderes, schließlich haben sich meine Eltern wirklich geliebt", meinte sie. "Wegen Bruder Castillá hatte ich vorhin gefragt. Wieviel ich ihn einweihen sollte. Ob er das wissen sollte, dass ich gesucht werde. Oder nur, was im Stall vorgefallen ist. Wenn er es schafft, Renaldo aus der Kirche auszuschließen, dann darf mein Name nirgends auftauchen, sonst bin ich selbst im Kloster nicht mehr sicher. Wenn er das aber nicht weiß, dann wird ihm das egal sein. Hmpf. Mir schwirrt jedenfalls der Kopf bereits vor lauter Überlegungen. Und bald muß ich auch hinaus, mich mit einer Bekannten treffen, die ich gestern versäumt habe. Sie wird wohl gegen Mitternacht an unserem Treffpunkt sein."
#1759
Posté 25 mars 2011 - 07:56
"Wir wollen doch die armen Wachen nicht allzu sehr verwirren!", erwiderte sie und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, als sich Vernita das Blatt vors Gesicht hielt. Anschließend musterte sie das Bild von sich selbst ein wenig nachdenklich.
"Ja diese Augen.. mit denen hatten immer alle ihre Probleme.", sagte sie ein wenig schwerfällig mit einem Seufzen, bevor sie sich davon abwandte, und den Steckbrief von Vernita zusammenfaltete.
"Den hier werde ich aber behalten... nur für alle Fälle.", murmelte sie dabei erneut kichernd, und stecke das gefaltete Blatt in eine Seitentasche ihren Umhangs, bevor sie zum Gehen ansetzte.
"Ja diese Augen.. mit denen hatten immer alle ihre Probleme.", sagte sie ein wenig schwerfällig mit einem Seufzen, bevor sie sich davon abwandte, und den Steckbrief von Vernita zusammenfaltete.
"Den hier werde ich aber behalten... nur für alle Fälle.", murmelte sie dabei erneut kichernd, und stecke das gefaltete Blatt in eine Seitentasche ihren Umhangs, bevor sie zum Gehen ansetzte.
Modifié par Kaysallie, 25 mars 2011 - 07:56 .
#1760
Posté 26 mars 2011 - 01:51
„Danke, für deine Anteilnahme, Sophia. Das bedeutet mir sehr viel“, erwiderte Lucia und setzte sich wieder zu Leanora. „Leider habe ich keine Ahnung, ob Renaldo gesprächiger wird, wenn er mit jemanden gebumst...oh verzeih mir, ich meine geschlafen hat. Ich hatte ja noch nie Sex mit ihm und nachdem, was ich heute von dir über ihn erfahren habe, bin ich auch nicht wirklich mehr scharf darauf.. Ich denke, wir sollten wirklich mit Bruder Castillá über die Sache reden.“
Die rothaarige Frau tippte sich mit zwei Fingern gegen ihr Kinn, während sie grübelnd zur Decke sah. „Allerdings würde ich ihm nur die Sache mit dem Stall erzählen, und nicht, dass du nur hier bist, um etwas über Renaldo zu erfahren. Er ist sehr konservativ, weißt du. Wenn er denkt, dass du aus unlauteren Gründen hier in der Kirche bist, könnte er dir das sehr übel nehmen. Und wir brauchen ihn doch. Aber sagtest du nicht auch, dass Renaldo etwas von einem Alterruhesitz gequatscht hat? Wenn du Castillá davon erzählst, weckst du bestimmt seine Aufmerksamkeit. Dann hilft er uns sicher, mit diesem Schwein abzurechnen.“
Lucia lächelte Leanora schief an, als diese von ihrer Bekannten sprach, die sie noch treffen wollte. „Hatte mir auch gleich gedacht, dass du das nicht alleine durchziehst, Süße. Du kannst ruhig deine Bekannte aufsuchen, wenn du magst. Von mir erfährt keiner was. Wenn du wiederkommst, kannst du mir ja etwas über sie erzählen, falls es dir nichts ausmacht. Und vielleicht überlässt du mir dann auch den Dolch deines Liebsten, wenn wir beide gegen Renaldo vorgehen. Schließlich könnte ich auch etwas Schutz gebrauchen.“
Die rothaarige Frau tippte sich mit zwei Fingern gegen ihr Kinn, während sie grübelnd zur Decke sah. „Allerdings würde ich ihm nur die Sache mit dem Stall erzählen, und nicht, dass du nur hier bist, um etwas über Renaldo zu erfahren. Er ist sehr konservativ, weißt du. Wenn er denkt, dass du aus unlauteren Gründen hier in der Kirche bist, könnte er dir das sehr übel nehmen. Und wir brauchen ihn doch. Aber sagtest du nicht auch, dass Renaldo etwas von einem Alterruhesitz gequatscht hat? Wenn du Castillá davon erzählst, weckst du bestimmt seine Aufmerksamkeit. Dann hilft er uns sicher, mit diesem Schwein abzurechnen.“
Lucia lächelte Leanora schief an, als diese von ihrer Bekannten sprach, die sie noch treffen wollte. „Hatte mir auch gleich gedacht, dass du das nicht alleine durchziehst, Süße. Du kannst ruhig deine Bekannte aufsuchen, wenn du magst. Von mir erfährt keiner was. Wenn du wiederkommst, kannst du mir ja etwas über sie erzählen, falls es dir nichts ausmacht. Und vielleicht überlässt du mir dann auch den Dolch deines Liebsten, wenn wir beide gegen Renaldo vorgehen. Schließlich könnte ich auch etwas Schutz gebrauchen.“
#1761
Posté 26 mars 2011 - 05:55
Leanora reichte Lucia den Dolch.
"Hier, nimm. Ich denke, ich komme mit den Armschienen alleine durchaus klar. Von meiner Bekannten... nun, immerhin habe ich ihr zu verdanken, dass ich das alles weiß, und ich heil in Denerim angekommen bin. Aber sie ist nicht gerade jemand, mit dem man sofort einen Draht hat. Eigentlich ist sie mir unheimlich, aber sie hat eine Menge Ahnung vom Leben - im Gegensatz zu mir. Und Du hast Recht Lucia, ich gehe morgen gleich nach der Morgenandacht zu Bruder Castillá und erstatte ihm Bericht. Vielleicht können wir Renaldo wegen dem Landsitz ja festnageln. Heribert und Sengaal haben dafür sicher Verständnis, wenn ich ein wenig zu spät komme."
Lea stand auf und holte sich einen Umhang aus dem Regal. Durch das geöffnete Fenster strömte die kühle Nachtluft herein. Sicherheitshalber schnallte sie sich die Armschienen um, man konnte nicht vorsichtig genug sein.
"Ich geh dann mal, allzulange werde ich nicht weg sein. Versuch zu schlafen, Liebes. Danke Dir nochmal für alles!" sagte sie, dann verließ sie leise das Zimmer und huschte den Gang entlang, bedacht darauf, dass sie weder gesehen noch gehört wurde. Keine fünf Minuten später war sie im Hof und stellte sich in den Schatten einer Mauer Nähe des Baumstumpfes, um dort auf Vernita zu warten. Sie hoffte inständig, dass diese nicht allzulange auf sich warten ließ.
"Hier, nimm. Ich denke, ich komme mit den Armschienen alleine durchaus klar. Von meiner Bekannten... nun, immerhin habe ich ihr zu verdanken, dass ich das alles weiß, und ich heil in Denerim angekommen bin. Aber sie ist nicht gerade jemand, mit dem man sofort einen Draht hat. Eigentlich ist sie mir unheimlich, aber sie hat eine Menge Ahnung vom Leben - im Gegensatz zu mir. Und Du hast Recht Lucia, ich gehe morgen gleich nach der Morgenandacht zu Bruder Castillá und erstatte ihm Bericht. Vielleicht können wir Renaldo wegen dem Landsitz ja festnageln. Heribert und Sengaal haben dafür sicher Verständnis, wenn ich ein wenig zu spät komme."
Lea stand auf und holte sich einen Umhang aus dem Regal. Durch das geöffnete Fenster strömte die kühle Nachtluft herein. Sicherheitshalber schnallte sie sich die Armschienen um, man konnte nicht vorsichtig genug sein.
"Ich geh dann mal, allzulange werde ich nicht weg sein. Versuch zu schlafen, Liebes. Danke Dir nochmal für alles!" sagte sie, dann verließ sie leise das Zimmer und huschte den Gang entlang, bedacht darauf, dass sie weder gesehen noch gehört wurde. Keine fünf Minuten später war sie im Hof und stellte sich in den Schatten einer Mauer Nähe des Baumstumpfes, um dort auf Vernita zu warten. Sie hoffte inständig, dass diese nicht allzulange auf sich warten ließ.
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#1762
Posté 27 mars 2011 - 04:40
Vernita schüttelte leicht den Kopf, als Miandra den Steckbrief einsteckte. „Wäre besser die hier zulassen, damit keiner auf den Gedanken kommt, dass wir hier waren“, meinte sie nur, bevor sie den Steckbrief wieder an der Mauer befestigte. Anschließend führte sie die schwarzhaarige Frau zu dem mit Schlingengewächsen überwucherten Teil der Kirchenmauer.
„Hier müssen wir rüber“, bemerkte die Elfe trocken, bevor sie Miandra angrinste. „Ich hoffe, du schaffst das noch auf deine alten Tage.“
Sie kicherte leise, bevor sie anfing die Mauer emporzusteigen. Oben angelangt warf sie erst einmal einen Blick in die Runde, doch der Hof schien verlassen zu sein, außer...versteckte sich da nicht jemand im Schatten? Die Elfe kniff die Augen zusammen und starrte in die Finsternis. Es hatte tatsächlich den Anschein, dass dort jemand im Dunkeln stand und wartete. Ob das Leanora war?
„Sei vorsichtig, Miandra“, flüsterte Vernita nach unten. „Auf dem Hof ist jemand.“
Nach diesen Worten schwang sie ihre Beine über die Mauer und sprang im selben Augenblick in die Tiefe. Sie landete geschickt auf den Füßen, verharrte einen Moment in gehockter Haltung, bevor sie zu dem Gestrüpp schlich, in dem sie sich schon in der gestrigen Nacht versteckt hatte. Von dort aus beobachtete sie noch einmal die Gestalt im Schatten, die von der Statur her wirklich Leanora sein konnte. Trotzdem wollte Vernita auf Nummer sicher gehen.
Sie durchquerte das Gestrüpp und schlich auf dessen anderer Seite über den Hinterhof der Kirche, bis sie die Hauswand erreichte. Sie presste sich mit dem Rücken an diese und bewegte sich langsam auf die Gestalt zu, die sich in der Nähe des Baumstupfes aufhielt. Sie atmete dabei möglichst flach, um ja kein verdächtiges Geräusch zu machen. Erst als sie die Frau fast erreicht hatte, erkannte sie in ihr ihre Gefährtin. Vernita löste sich von der Hauswand und trat zu ihr, ohne allerdings die Umgebung aus den Augen zu verlieren.
„Ihr habt mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt, Leanora“, meinte die Elfe zum Empfang. „Versteckt Euch nächstens besser in dem Gestrüpp da drüben bei der Mauer, so wie ich es immer tue. Da fallt Ihr weniger auf, aber lassen wir das. Was habt Ihr zu berichten?“
„Hier müssen wir rüber“, bemerkte die Elfe trocken, bevor sie Miandra angrinste. „Ich hoffe, du schaffst das noch auf deine alten Tage.“
Sie kicherte leise, bevor sie anfing die Mauer emporzusteigen. Oben angelangt warf sie erst einmal einen Blick in die Runde, doch der Hof schien verlassen zu sein, außer...versteckte sich da nicht jemand im Schatten? Die Elfe kniff die Augen zusammen und starrte in die Finsternis. Es hatte tatsächlich den Anschein, dass dort jemand im Dunkeln stand und wartete. Ob das Leanora war?
„Sei vorsichtig, Miandra“, flüsterte Vernita nach unten. „Auf dem Hof ist jemand.“
Nach diesen Worten schwang sie ihre Beine über die Mauer und sprang im selben Augenblick in die Tiefe. Sie landete geschickt auf den Füßen, verharrte einen Moment in gehockter Haltung, bevor sie zu dem Gestrüpp schlich, in dem sie sich schon in der gestrigen Nacht versteckt hatte. Von dort aus beobachtete sie noch einmal die Gestalt im Schatten, die von der Statur her wirklich Leanora sein konnte. Trotzdem wollte Vernita auf Nummer sicher gehen.
Sie durchquerte das Gestrüpp und schlich auf dessen anderer Seite über den Hinterhof der Kirche, bis sie die Hauswand erreichte. Sie presste sich mit dem Rücken an diese und bewegte sich langsam auf die Gestalt zu, die sich in der Nähe des Baumstupfes aufhielt. Sie atmete dabei möglichst flach, um ja kein verdächtiges Geräusch zu machen. Erst als sie die Frau fast erreicht hatte, erkannte sie in ihr ihre Gefährtin. Vernita löste sich von der Hauswand und trat zu ihr, ohne allerdings die Umgebung aus den Augen zu verlieren.
„Ihr habt mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt, Leanora“, meinte die Elfe zum Empfang. „Versteckt Euch nächstens besser in dem Gestrüpp da drüben bei der Mauer, so wie ich es immer tue. Da fallt Ihr weniger auf, aber lassen wir das. Was habt Ihr zu berichten?“
#1763
Posté 27 mars 2011 - 05:08
Lea selber erschrak als Vernita plötzlich vor ihr auftauchte, und ihr Herz raste.
"Meine Güte, von wegen ich habe Euch einen Schrecken eingejagt... eher umgekehrt! Nun, der Inquisitor ist eingetroffen. Er ist mir absolut unheimlich, allein sein Anblick läßt einem die Gänsehaut über den Rücken laufen. Er hat der Ehrwürdigen Mutter und ihrem Neffen einen vor den Latz geknallt und hat sich mit dem Kommandanten der Templer den Nachmittag über besprochen. Und Renaldo, jener Lustmolch, hätte mich heute Vormittag beinahe vergewaltigt. Ich habe meine Zimmernachbarin diesbezüglich ins Vertrauen gezogen."
Sie sah, wie Vernita die Augen zusammenkniff und aufbrausend antworten wollte, von daher sagte sie schnell: "Keine Sorge, ich habe sie nur in meiner Sache eingeweiht. Und sie wird mir helfen, den Kerl unschädlich zu machen. Morgen werde ich dem Kirchenvorsteher von dem Vorfall im Stall berichten. Renaldo hat etwas von einem Alterslandsitz erwähnt. Und da frage ich mich wirklich, wie man als normaler Bruder in der Kirche zu solch Reichtum kommen kann..."
Sie schüttelte den Kopf und zeigte Vernita ihre Armschienen. "Der Kommandant ist rührend besorgt um mich. Leider kann er mir nicht helfen, seine Befugnisse reichen nicht ins Kloster, sondern hört in der Kaserne auf. Was gibt es von Euch neues?"
Sie erblickte Miandra, die sich leise dazu gesellt hatte. "Guten Abend Miandra, ich hätte nie gedacht, sagen zu können, schön Euch zu sehen." Aber sie war tatsächlich froh, die beiden zu sehen.
"Meine Güte, von wegen ich habe Euch einen Schrecken eingejagt... eher umgekehrt! Nun, der Inquisitor ist eingetroffen. Er ist mir absolut unheimlich, allein sein Anblick läßt einem die Gänsehaut über den Rücken laufen. Er hat der Ehrwürdigen Mutter und ihrem Neffen einen vor den Latz geknallt und hat sich mit dem Kommandanten der Templer den Nachmittag über besprochen. Und Renaldo, jener Lustmolch, hätte mich heute Vormittag beinahe vergewaltigt. Ich habe meine Zimmernachbarin diesbezüglich ins Vertrauen gezogen."
Sie sah, wie Vernita die Augen zusammenkniff und aufbrausend antworten wollte, von daher sagte sie schnell: "Keine Sorge, ich habe sie nur in meiner Sache eingeweiht. Und sie wird mir helfen, den Kerl unschädlich zu machen. Morgen werde ich dem Kirchenvorsteher von dem Vorfall im Stall berichten. Renaldo hat etwas von einem Alterslandsitz erwähnt. Und da frage ich mich wirklich, wie man als normaler Bruder in der Kirche zu solch Reichtum kommen kann..."
Sie schüttelte den Kopf und zeigte Vernita ihre Armschienen. "Der Kommandant ist rührend besorgt um mich. Leider kann er mir nicht helfen, seine Befugnisse reichen nicht ins Kloster, sondern hört in der Kaserne auf. Was gibt es von Euch neues?"
Sie erblickte Miandra, die sich leise dazu gesellt hatte. "Guten Abend Miandra, ich hätte nie gedacht, sagen zu können, schön Euch zu sehen." Aber sie war tatsächlich froh, die beiden zu sehen.
#1764
Posté 27 mars 2011 - 06:15
„Alte Tage?“, wiederholte Miandra nur ein wenig verblüfft, und sah dabei zu, wie Vernita die Mauer empor kletterte. Anschließend wartete sie einen Moment, bis die Lage sicher zu sein schien.
„Tz...“, stieß sie nur darüber belustigt und kopfschüttelnd aus, bevor sie der Elfe gleich kam und die bewachsene Wand hochkletterte. Oben angekommen überprüfte sie noch einmal die Lage, erkannte jedoch, niemanden außer Vernita und Leanora, die sich neben einem Baumstumpf im Schatten verbargen, sodass sie sich vorsichtig auf der anderen Seite der Mauer hinabließ. Ihr verspannter Rücken dankte ihr für diese Kletteraktion zwar nicht, aber sich deswegen beschweren würde sie sich auch nicht. Ohne den Hof aus den Augen zu lassen, schlich sie die Wand entlang, bis sie die Beiden erreicht hatte. Die Frau hatte bereits zu erzählen begonnen, so lauschte sie aufmerksam was diese zu sagen hatte.
„Oh ja, schön Euch zu sehen.“, erwiderte sie sarkastisch als Leanora sie bemerkt hatte, bevor sie genervt fortfuhr, „Schreit meinen Namen am besten noch lauter, damit ihn ja niemand mitbekommt.“
„Der Kommandant ist besorgt um Euch? Scheint so als wäre Eure Zimmernachbarin nicht die Einzige, die mehr weiß, als für ihre Ohren bestimmt ist...“, Miandra rollte mit den Augen, und fasste sich anschließend an die Stirn, sagte jedoch vorerst nichts weiter dazu. Die Frau war wohl mehr als nur unfähig für das Ganze, und plauderte scheinbar alles aus, wie es ihr gerade passte, nur weil sich einmal ein Kerl über ihren Körper hermachen wollte. Und da machte sich Vernita sorgen um einen verschwundenen Steckbrief?
„Tz...“, stieß sie nur darüber belustigt und kopfschüttelnd aus, bevor sie der Elfe gleich kam und die bewachsene Wand hochkletterte. Oben angekommen überprüfte sie noch einmal die Lage, erkannte jedoch, niemanden außer Vernita und Leanora, die sich neben einem Baumstumpf im Schatten verbargen, sodass sie sich vorsichtig auf der anderen Seite der Mauer hinabließ. Ihr verspannter Rücken dankte ihr für diese Kletteraktion zwar nicht, aber sich deswegen beschweren würde sie sich auch nicht. Ohne den Hof aus den Augen zu lassen, schlich sie die Wand entlang, bis sie die Beiden erreicht hatte. Die Frau hatte bereits zu erzählen begonnen, so lauschte sie aufmerksam was diese zu sagen hatte.
„Oh ja, schön Euch zu sehen.“, erwiderte sie sarkastisch als Leanora sie bemerkt hatte, bevor sie genervt fortfuhr, „Schreit meinen Namen am besten noch lauter, damit ihn ja niemand mitbekommt.“
„Der Kommandant ist besorgt um Euch? Scheint so als wäre Eure Zimmernachbarin nicht die Einzige, die mehr weiß, als für ihre Ohren bestimmt ist...“, Miandra rollte mit den Augen, und fasste sich anschließend an die Stirn, sagte jedoch vorerst nichts weiter dazu. Die Frau war wohl mehr als nur unfähig für das Ganze, und plauderte scheinbar alles aus, wie es ihr gerade passte, nur weil sich einmal ein Kerl über ihren Körper hermachen wollte. Und da machte sich Vernita sorgen um einen verschwundenen Steckbrief?
#1765
Posté 28 mars 2011 - 02:56
„Du sagst es!“ meinte Vernita mit Blick auf Miandra, bevor sie sich wieder Leanora zuwandte. „Habt Ihr noch mehr Leute über Eure Pläne informiert? Wie wäre es denn diesbezüglich mit einem Schrieb an der Anschlagtafel des Kantors, damit es die ganze Stadt lesen kann? Ihr seid einfach zu vertrauensselig. Das wird noch mal Euer Tod sein. Und wieso habt Ihr nicht mit diesem Renaldo gevögelt, wenn der Kerl so scharf auf Euch ist? Er ist doch schließlich unser Hauptverdächtiger, und das wäre doch die Gelegenheit gewesen, dass Vertrauen dieses Typen zu erlangen. Und weshalb ist der Kommandant der Templer um Euch so besorgt? Habt Ihr mit dem was am Laufen? Bringt uns das irgendwie weiter? Oder vergeudet Ihr mit diesem Gnom nur Eure Zeit?“
Die Elfe kochte vor Wut und hätte Leanora am Liebsten die ganze Nacht über Vorwürfe gemacht, doch das brachte sie im Moment auch nicht weiter. So vergrub sie ihr Gesicht in den Händen und brummte leise vor sich hin. „So ein Scheiß aber auch. Ich muss nachdenken. Wie kann man in zwei Tagen nur so viel Schwachsinn verzapfen? In Orlais wäret Ihr inzwischen schon lange aufgeflogen und würdet mit einem Strick um den Hals an irgendeinem Ast baumeln.“
Dann ließ sie ihre Hände wieder sinken und fixierte die blondhaarige Frau mit festem Blick. „Gut, was geschehen ist, ist geschehen. Machen wir das Beste draus. Da Ihr es ja verbockt habt, diesen Renaldo zum Umgarnen, um ihn dann wie eine Zitrone auszupressen, müssen wir etwas anderes versuchen, um den Kerl zum Reden zu bringen. Erpressung wäre da wohl das passende Stichwort. Schwärzt ihn bei diesem Kirchenvorsteher an. Die Sache mit dem Altersruhesitz könnte diesem Renaldo das Genick brechen. Doch verliert unser Ziel nicht aus den Augen. Uns geht es nicht darum, diesen Typen aus der Kirche werfen zu lassen, sondern wir brauchen Informationen. Über die verschwundenen Kinder, den Arl, seine Verbindung zu diesem Bruder und auch eine Möglichkeit an ihn und an Esthá heranzukommen. Sobald wir das haben, könnt Ihr mit Renaldo machen, was Ihr wollt, und wenn Ihr ihn für den Mord an Euren Eltern ausbluten lasst, ist mir das auch egal.“
Vernita atmete ein paar Mal tief durch, um ihr überhitztes Gemüt wieder etwas zu beruhigen, bevor sie fortfuhr. „Und Neuigkeiten haben wir auch. Wir sind nicht länger in der Schmiede untergebracht, und das ist auch gut so. Die wurde nämlich von den Söldnern hochgenommen. Harold ist tot, und ich bin unseren Feinden begegnet. Eine von ihnen konnte ich ausschalten. Außerdem haben Rowan und Sareth kalte Füße bekommen und sind zusammen durchgebrannt. Von denen haben wir keine Hilfe mehr zu erwarten. Gleiches scheint wohl auch auf Azoth zuzutreffen, denn der ist ebenfalls schon seit einer Weile verschwunden. Nur Neria und Lydia halten jetzt noch zu uns. Unsere Lage ist also nicht besser geworden.“
Die Elfe kochte vor Wut und hätte Leanora am Liebsten die ganze Nacht über Vorwürfe gemacht, doch das brachte sie im Moment auch nicht weiter. So vergrub sie ihr Gesicht in den Händen und brummte leise vor sich hin. „So ein Scheiß aber auch. Ich muss nachdenken. Wie kann man in zwei Tagen nur so viel Schwachsinn verzapfen? In Orlais wäret Ihr inzwischen schon lange aufgeflogen und würdet mit einem Strick um den Hals an irgendeinem Ast baumeln.“
Dann ließ sie ihre Hände wieder sinken und fixierte die blondhaarige Frau mit festem Blick. „Gut, was geschehen ist, ist geschehen. Machen wir das Beste draus. Da Ihr es ja verbockt habt, diesen Renaldo zum Umgarnen, um ihn dann wie eine Zitrone auszupressen, müssen wir etwas anderes versuchen, um den Kerl zum Reden zu bringen. Erpressung wäre da wohl das passende Stichwort. Schwärzt ihn bei diesem Kirchenvorsteher an. Die Sache mit dem Altersruhesitz könnte diesem Renaldo das Genick brechen. Doch verliert unser Ziel nicht aus den Augen. Uns geht es nicht darum, diesen Typen aus der Kirche werfen zu lassen, sondern wir brauchen Informationen. Über die verschwundenen Kinder, den Arl, seine Verbindung zu diesem Bruder und auch eine Möglichkeit an ihn und an Esthá heranzukommen. Sobald wir das haben, könnt Ihr mit Renaldo machen, was Ihr wollt, und wenn Ihr ihn für den Mord an Euren Eltern ausbluten lasst, ist mir das auch egal.“
Vernita atmete ein paar Mal tief durch, um ihr überhitztes Gemüt wieder etwas zu beruhigen, bevor sie fortfuhr. „Und Neuigkeiten haben wir auch. Wir sind nicht länger in der Schmiede untergebracht, und das ist auch gut so. Die wurde nämlich von den Söldnern hochgenommen. Harold ist tot, und ich bin unseren Feinden begegnet. Eine von ihnen konnte ich ausschalten. Außerdem haben Rowan und Sareth kalte Füße bekommen und sind zusammen durchgebrannt. Von denen haben wir keine Hilfe mehr zu erwarten. Gleiches scheint wohl auch auf Azoth zuzutreffen, denn der ist ebenfalls schon seit einer Weile verschwunden. Nur Neria und Lydia halten jetzt noch zu uns. Unsere Lage ist also nicht besser geworden.“
#1766
Posté 28 mars 2011 - 06:44
Lea wurde abwechselnd blaß und rot, und biß sich auf die Lippen. Vernita hatte ja Recht, aber sie konnte nicht über ihren Schatten springen. Vielleicht wäre es etwas anderes, wenn sie schon Erfahrung mit Männern gehabt hätte, aber so war es einfach nicht möglich. Renaldo zu umgarnen hätte sie zur Not noch hingekriegt, aber sie wußte genau, dass ihm das nicht reichen würde und er sich seine Befriedigung eben auch mit Gewalt holen würde.
Allerdings wurde sie kreidebleich, als sie hörte, dass Vernita auf die Söldner gestossen war. Zudem bedauerte sie es, dass der Schmied sein Leben lassen mußte, aber ändern konnte sie es auch nicht. Wieso mußten nur immer Unschuldige daran glauben? Dass Rowan mit Sareth durchbrennen würde überraschte sie hingegen weniger, allerdings fand sie den Zeitpunkt nicht gerade passend. Sie runzelte nur die Stirn, als sie hörte, dass auch Azoth verschwunden war. Als Feigling hatte sie ihn eigentlich nicht eingestuft, aber sie hatte wohl wirklich keine Menschenkenntnis. Hoffentlich täuschte sie sich nicht in Lucia und Sengaal!
"Das sind ja schreckliche Neuigkeiten! Aber dass das Mädchen noch da ist, wundert mich ein wenig. Anscheinend haben wir sie doch unterschätzt. Paßt nur auf Neria auf, mit dem Inquisitor ist wirklich nicht gut Kirschen essen. Und ich bin mir fast sicher, dass er sie finden wird", fügte sie leise hinzu. "Man hat das Gefühl, er würde einem bis zur Seele schauen." Wieder überlief sie ein kalter Schauder, als sie an den Zwerg dachte.
Ihr Blick streifte Miandra. Wieso war diese nur so kaltherzig ihr gegenüber? Sie hatte sich doch stets hilfsbereit und freundlich verhalten, aber wenn die dunkelhaarige darauf Wert legte, konnte sie die Gefährtin auch ignorieren. Damit hatte sie weniger Probleme als mit offener Konfrontation.
"Keine Sorge. Ich werde die Informationen schon noch erhalten. Aber nicht auf diese Weise. Ich bin mir sicher, dass dieser Bruder nämlich viel zu glatt ist, um auf Schmeicheleien und einer heissen Liebesnacht hereinzufallen und ihm somit etwas entlocken zu können. Ich bin mir dagegen ziemlich sicher, dass er reden wird, wenn er unter Druck gesetzt wird. Und was den Kommandanten betrifft: ich bin froh, dass ich einen Beschützer hier habe. Zudem erhalte ich von ihm durchaus auch Informationen was den Inquisitor betrifft."
Sie nickte den beiden Frauen zu. "Wir sollten uns allerdings nicht jede Nacht hier treffen, das könnte auf Dauer doch gefährlich werden. Ich werde morgen Abend wieder eine Nachricht hinterlassen. Ich will vorerst nicht wissen, wo Ihr untergekrochen seid. Ich kann nur hoffen, es ist sicher genug dort. Gibt es noch etwas, was ich wissen müßte?" fragte sie abschließend.
Allerdings wurde sie kreidebleich, als sie hörte, dass Vernita auf die Söldner gestossen war. Zudem bedauerte sie es, dass der Schmied sein Leben lassen mußte, aber ändern konnte sie es auch nicht. Wieso mußten nur immer Unschuldige daran glauben? Dass Rowan mit Sareth durchbrennen würde überraschte sie hingegen weniger, allerdings fand sie den Zeitpunkt nicht gerade passend. Sie runzelte nur die Stirn, als sie hörte, dass auch Azoth verschwunden war. Als Feigling hatte sie ihn eigentlich nicht eingestuft, aber sie hatte wohl wirklich keine Menschenkenntnis. Hoffentlich täuschte sie sich nicht in Lucia und Sengaal!
"Das sind ja schreckliche Neuigkeiten! Aber dass das Mädchen noch da ist, wundert mich ein wenig. Anscheinend haben wir sie doch unterschätzt. Paßt nur auf Neria auf, mit dem Inquisitor ist wirklich nicht gut Kirschen essen. Und ich bin mir fast sicher, dass er sie finden wird", fügte sie leise hinzu. "Man hat das Gefühl, er würde einem bis zur Seele schauen." Wieder überlief sie ein kalter Schauder, als sie an den Zwerg dachte.
Ihr Blick streifte Miandra. Wieso war diese nur so kaltherzig ihr gegenüber? Sie hatte sich doch stets hilfsbereit und freundlich verhalten, aber wenn die dunkelhaarige darauf Wert legte, konnte sie die Gefährtin auch ignorieren. Damit hatte sie weniger Probleme als mit offener Konfrontation.
"Keine Sorge. Ich werde die Informationen schon noch erhalten. Aber nicht auf diese Weise. Ich bin mir sicher, dass dieser Bruder nämlich viel zu glatt ist, um auf Schmeicheleien und einer heissen Liebesnacht hereinzufallen und ihm somit etwas entlocken zu können. Ich bin mir dagegen ziemlich sicher, dass er reden wird, wenn er unter Druck gesetzt wird. Und was den Kommandanten betrifft: ich bin froh, dass ich einen Beschützer hier habe. Zudem erhalte ich von ihm durchaus auch Informationen was den Inquisitor betrifft."
Sie nickte den beiden Frauen zu. "Wir sollten uns allerdings nicht jede Nacht hier treffen, das könnte auf Dauer doch gefährlich werden. Ich werde morgen Abend wieder eine Nachricht hinterlassen. Ich will vorerst nicht wissen, wo Ihr untergekrochen seid. Ich kann nur hoffen, es ist sicher genug dort. Gibt es noch etwas, was ich wissen müßte?" fragte sie abschließend.
#1767
Posté 28 mars 2011 - 07:40
Miandra verschränkte die Arme und lauschte weiterhin dem Gespräch, wobei ihr Blick ziemlich skeptisch wirkte. Sie hielt Leanora weiterhin für ungeeignet und zu weich, aber wusste auch, dass sie es nun nicht mehr ändern konnten. Bedauerlicherweise waren sie nun, da ihre Gruppe geschrumpft war, noch mehr als zuvor darauf angewiesen, dass sie es nicht vermasseln würde – was Miandra ein alles andere als beruhigendes Gefühl verschaffte. Zumindest bezweifelte sie es stark, dass die Frau es schaffen würde, an wertvolle Informationen zu kommen, aber wirklich was zu verlieren bei dem Versuch hatten sie wohl auch nicht. Viel mehr jedoch störte Miandra die Tatsache, dass die Frau irgendetwas zu verheimlichen schien. Denn der Frage wegen des Kommandanten war sie etwas geschickt ausgewichen und redete nicht Klartext darüber.
„Einen Beschützer… also habt Ihr ihn wohl doch eingeweiht, wie ich vermutet hatte.“, murmelte sie vor sich her, bevor sie Leanora durchdringend anblickte „Ich hoffe Euch ist dabei klar, dass es bei solchen Vertrauenssachen immer zwei Personen gibt. Damit ist er mitwissend und Ihr bringt ihn ebenso in Gefahr, wie Ihr selbst es seid. Und da Euch scheinbar andere Leute ziemlich schnell ans Herz wachsen, solltet Ihr darüber einmal nachdenken.“
Sie machte eine kurze Pause, bevor sie mit einem leichten Grinsen fortfuhr, „Und dass Ihr lieber nicht wissen solltet, wo wir uns verstecken, ist denke ich auch besser so. Wer weiß wer sonst morgen aller bei uns einmarschiert.“
„Einen Beschützer… also habt Ihr ihn wohl doch eingeweiht, wie ich vermutet hatte.“, murmelte sie vor sich her, bevor sie Leanora durchdringend anblickte „Ich hoffe Euch ist dabei klar, dass es bei solchen Vertrauenssachen immer zwei Personen gibt. Damit ist er mitwissend und Ihr bringt ihn ebenso in Gefahr, wie Ihr selbst es seid. Und da Euch scheinbar andere Leute ziemlich schnell ans Herz wachsen, solltet Ihr darüber einmal nachdenken.“
Sie machte eine kurze Pause, bevor sie mit einem leichten Grinsen fortfuhr, „Und dass Ihr lieber nicht wissen solltet, wo wir uns verstecken, ist denke ich auch besser so. Wer weiß wer sonst morgen aller bei uns einmarschiert.“
Modifié par Kaysallie, 28 mars 2011 - 07:40 .
#1768
Posté 28 mars 2011 - 10:42
Leanora wollte Miandra eine schnippische Antwort geben, aber zuckte nur resignierend die Schultern.
"Der Kommandant weiß von gar nichts. Es würde ihn höchstens in Gewissenskonflikte bringen, also seid unbesorgt. Einmarschieren würde höchstens der Inquisitor, aber das wird er auch ohne mein Zutun schaffen. Ich kann Euch nur warnen vor diesem Zwerg. Wenn sonst nichts anliegt würde ich dann gerne schlafen gehen. Die Nachtruhe währt hier nicht lange."
Ihr Blick wanderte zu Vernita, ob diese auch noch etwas hinzufügen wollte.
"Der Kommandant weiß von gar nichts. Es würde ihn höchstens in Gewissenskonflikte bringen, also seid unbesorgt. Einmarschieren würde höchstens der Inquisitor, aber das wird er auch ohne mein Zutun schaffen. Ich kann Euch nur warnen vor diesem Zwerg. Wenn sonst nichts anliegt würde ich dann gerne schlafen gehen. Die Nachtruhe währt hier nicht lange."
Ihr Blick wanderte zu Vernita, ob diese auch noch etwas hinzufügen wollte.
#1769
Posté 30 mars 2011 - 03:10
„Und dabei sollte es auch bleiben“, brummte Vernita verärgert. „Vergesst nicht, dass dieser Kommandant immer noch ein Templer ist und wir uns in Begleitung einer Blutmagierin befinden. Also, selbst wenn Ihr glaubt, ihm Vertrauen zu können oder sogar Gefühle für ihn entwickelt, so ist dieser Kerl für uns immer noch ein Sicherheitsrisiko. Passt auf, wem Ihr dort drinnen was erzählt. Und spielt sie alle gegeneinander aus. Das Ergebnis ist alles, was zählt, egal wer oder was dabei geopfert wird. Unser Anliegen ist zu wichtig, als dass es durch Eure Skrupel zunichte gemacht werden darf. Vergesst nicht, warum Ihr hier seid. Alles andere ist zweitrangig.“
Die Elfe blickte noch einmal in die Runde, aber auf dem Hof befand sich außer ihnen keine Menschenseele. „Gut, dann werden Miandra und ich jetzt wieder gehen. Wir müssen noch die eine oder andere Taverne nach den Söldnern abklappern. Und Ihr macht weiter wie geplant. Hetzt diesen Kirchenvorsteher auf diesen Renaldo, um den Druck auf ihn zu erhöhen. Ich hoffe, das bringt uns weiter. Und schreibt uns morgen Nacht, wie es gelaufen ist. Komm, Miandra. Wir gehen.“
Vernita nickte Leanora noch einmal zu, bevor sie sich abwandte und gemeinsam mit der schwarzhaarigen Frau im Dunkel der Nacht verschwand. Die beiden Frauen überquerten den Hof, bis sie die Mauer erreichten, welche sie bis zu der Stelle folgten, die von den Schlingengewächsen überwuchert worden war. Nacheinander überwanden Miandra und Vernita das Hindernis.
„So, jetzt lass mich einen Augenblick nachdenken“, meinte die Elfe, nachdem die beiden auf der Straße hinter der Kirche wieder festen Boden unter den Füßen hatten. „Das Hafenviertel und den Bereich um den Marktplatz hatte Rowan schon durchkämmt. Es wird dann wohl Zeit, dass wir die vornehmeren Tavernen in Augenschein nehmen, findest du nicht auch, Miandra?“
Die Elfe blickte noch einmal in die Runde, aber auf dem Hof befand sich außer ihnen keine Menschenseele. „Gut, dann werden Miandra und ich jetzt wieder gehen. Wir müssen noch die eine oder andere Taverne nach den Söldnern abklappern. Und Ihr macht weiter wie geplant. Hetzt diesen Kirchenvorsteher auf diesen Renaldo, um den Druck auf ihn zu erhöhen. Ich hoffe, das bringt uns weiter. Und schreibt uns morgen Nacht, wie es gelaufen ist. Komm, Miandra. Wir gehen.“
Vernita nickte Leanora noch einmal zu, bevor sie sich abwandte und gemeinsam mit der schwarzhaarigen Frau im Dunkel der Nacht verschwand. Die beiden Frauen überquerten den Hof, bis sie die Mauer erreichten, welche sie bis zu der Stelle folgten, die von den Schlingengewächsen überwuchert worden war. Nacheinander überwanden Miandra und Vernita das Hindernis.
„So, jetzt lass mich einen Augenblick nachdenken“, meinte die Elfe, nachdem die beiden auf der Straße hinter der Kirche wieder festen Boden unter den Füßen hatten. „Das Hafenviertel und den Bereich um den Marktplatz hatte Rowan schon durchkämmt. Es wird dann wohl Zeit, dass wir die vornehmeren Tavernen in Augenschein nehmen, findest du nicht auch, Miandra?“
#1770
Posté 30 mars 2011 - 06:26
„Vornehmere Tavernen…“, wiederholte Miandra und blickte dabei nachdenklich zu Boden, während sie sich an die Kirchenmauer hinter sich lehnte.
„Findet Ihr nicht, dass wir dafür etwas zu vulgär gekleidet sind?“, fuhr sie fort und musterte dabei sich selbst, sowie anschließend Vernita. „Oder ist das nicht so wichtig?“, fügte sie etwas unsicher hinzu, bevor sie sich von der Mauer abstieß, zwei Schritte nach vorne ging und sich kurz umsah.
„Ich frage mich ohnehin, ob diese Söldner in einer Taverne untergebracht sind. Wenn sie solche Profis sind, könnte es doch auch gut sein, dass ihnen eine privatere Unterkunft zur Verfügung gestellt wurde, oder sie vielleicht sogar in der Kaserne untergebracht sind. Oder die Taverne ist groß genug, um für eine solche Zahl, sowie weitere Gäste, Platz zu haben. In meinen Augen jedoch müssten sie recht viel Zeit einplanen dafür, dass sie uns finden – es sei denn sie sind etwas überheblich. Und solche Zimmer in nobleren Tavernen in Denerim sind sicher nicht gerade billig. Aber wenn es so sein sollte, wissen wir ja, wie viel Ihr Eshtá wert seid.“, kurz legte sich ein Schmunzeln auf Miandras Gesicht, bevor sie mit einer Geste von dem Thema abwinkte und fortfuhr.
„Aber es hat eigentlich keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, denn sollten sie in keiner Taverne untergebracht sein, stehen unsere Chancen wohl ohnehin ziemlich schlecht.“, sie wandte sich ab und musterte von weitem den Glockenturm des Klosters, bis ihr Blick an dem heiligen Symbol, das an der Spitze angebracht war, haften blieb.
„Viel wichtiger ist es wohl, ob man dem Prinzeschen trauen kann…“, stieß sie hervor, bevor sie zu Vernita blickte, als wäre es eine Frage an sie gewesen.
„Findet Ihr nicht, dass wir dafür etwas zu vulgär gekleidet sind?“, fuhr sie fort und musterte dabei sich selbst, sowie anschließend Vernita. „Oder ist das nicht so wichtig?“, fügte sie etwas unsicher hinzu, bevor sie sich von der Mauer abstieß, zwei Schritte nach vorne ging und sich kurz umsah.
„Ich frage mich ohnehin, ob diese Söldner in einer Taverne untergebracht sind. Wenn sie solche Profis sind, könnte es doch auch gut sein, dass ihnen eine privatere Unterkunft zur Verfügung gestellt wurde, oder sie vielleicht sogar in der Kaserne untergebracht sind. Oder die Taverne ist groß genug, um für eine solche Zahl, sowie weitere Gäste, Platz zu haben. In meinen Augen jedoch müssten sie recht viel Zeit einplanen dafür, dass sie uns finden – es sei denn sie sind etwas überheblich. Und solche Zimmer in nobleren Tavernen in Denerim sind sicher nicht gerade billig. Aber wenn es so sein sollte, wissen wir ja, wie viel Ihr Eshtá wert seid.“, kurz legte sich ein Schmunzeln auf Miandras Gesicht, bevor sie mit einer Geste von dem Thema abwinkte und fortfuhr.
„Aber es hat eigentlich keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, denn sollten sie in keiner Taverne untergebracht sein, stehen unsere Chancen wohl ohnehin ziemlich schlecht.“, sie wandte sich ab und musterte von weitem den Glockenturm des Klosters, bis ihr Blick an dem heiligen Symbol, das an der Spitze angebracht war, haften blieb.
„Viel wichtiger ist es wohl, ob man dem Prinzeschen trauen kann…“, stieß sie hervor, bevor sie zu Vernita blickte, als wäre es eine Frage an sie gewesen.
#1771
Posté 31 mars 2011 - 03:24
„Kopfgeldjäger und Söldner sind bei den normalen Stadtwachen ziemlich unbeliebt und werden von diesen sehr argwöhnisch behandelt“, meinte Vernita wissentlich grinsend. Sie hatte sich schließlich mehr als einmal als eine solche betätigt. „Liegt vor allem daran, dass sich diese Personen selten an bestehende Gesetze halten und oft schlimmere Verbrechen begehen als die Typen, derer sie habhaft werden sollen. Kein Söldner mit Stil würde freiwillig in einer Kaserne sein Quartier beziehen. Und was die private Unterkunft betrifft…nun, so etwas nutzen Söldner eigentlich nur, wenn sie etwas Illegales planen oder ihr Ziel bekannt ist und sie sich nur überlegen müssen, wie sie dieses erreichen können.“
Die Elfe schüttelte vehement den Kopf. „Nein, diese Söldner lungern in einer Taverne herum, da bin ich mir absolut sicher. Der Wirt einer solchen Unterbringung ist bei einer entsprechenden Bezahlung die erste Informationsquelle für Klatsch und Tratsch. Und jeder professionelle Kopfgeldjäger hört sich so etwas mit Freuden an und versteht sich auch darin, die Wahrheit aus diesen Geschichten herauszuhören. Und was die Kosten für so eine Unterkunft angeht…diese Leute sind keine blutigen Anfänger, und sie werden auch dementsprechend entlohnt werden. Das Geld, welches sie mit ihren Aufträgen verdienen, legen sie bestimmt nicht für schlechte Zeiten zurück, sondern genießen eher ihr Leben, solange es eben dauert. Und die Lebenserwartung in dieser Branche ist nun mal nicht besonders hoch, wie heute auch diese kleine Zwergin feststellen musste…“
Ein Grinsen umspielte Vernitas Lippen, als sie an den Tod der Söldnerin zurückdachte, die sie auf doch recht plumpe Weise zur Strecke gebracht hatte. Aber ihr war auch klar, dass sie mit ihren verbleibenden Gegnern nicht so leichtes Spiel haben würde. „Aber du hast wohl recht, Miandra. Eshtá lässt sich unsere Ergreifung ganz schön was kosten. Vermutlich hat sie keine Lust darauf, so zu enden wie ihr Lakai Raswenjá. Und nach unserer Aktion in Fort Drakon weiß sie ja auch, wozu wir fähig sind. Da geht sie wohl lieber kein Risiko ein, würde ich meinen.“
Vernita folgte mit ihren Augen Miandras Blick zum Kirchturm herauf und wurde durch ihre Frage etwas verwirrt. „Wie meinst du das? Glaubst du, Leanora würde uns verraten? Oder hältst du sie nur für unfähig, diesen Auftrag durchzuführen?“
Die Elfe schüttelte vehement den Kopf. „Nein, diese Söldner lungern in einer Taverne herum, da bin ich mir absolut sicher. Der Wirt einer solchen Unterbringung ist bei einer entsprechenden Bezahlung die erste Informationsquelle für Klatsch und Tratsch. Und jeder professionelle Kopfgeldjäger hört sich so etwas mit Freuden an und versteht sich auch darin, die Wahrheit aus diesen Geschichten herauszuhören. Und was die Kosten für so eine Unterkunft angeht…diese Leute sind keine blutigen Anfänger, und sie werden auch dementsprechend entlohnt werden. Das Geld, welches sie mit ihren Aufträgen verdienen, legen sie bestimmt nicht für schlechte Zeiten zurück, sondern genießen eher ihr Leben, solange es eben dauert. Und die Lebenserwartung in dieser Branche ist nun mal nicht besonders hoch, wie heute auch diese kleine Zwergin feststellen musste…“
Ein Grinsen umspielte Vernitas Lippen, als sie an den Tod der Söldnerin zurückdachte, die sie auf doch recht plumpe Weise zur Strecke gebracht hatte. Aber ihr war auch klar, dass sie mit ihren verbleibenden Gegnern nicht so leichtes Spiel haben würde. „Aber du hast wohl recht, Miandra. Eshtá lässt sich unsere Ergreifung ganz schön was kosten. Vermutlich hat sie keine Lust darauf, so zu enden wie ihr Lakai Raswenjá. Und nach unserer Aktion in Fort Drakon weiß sie ja auch, wozu wir fähig sind. Da geht sie wohl lieber kein Risiko ein, würde ich meinen.“
Vernita folgte mit ihren Augen Miandras Blick zum Kirchturm herauf und wurde durch ihre Frage etwas verwirrt. „Wie meinst du das? Glaubst du, Leanora würde uns verraten? Oder hältst du sie nur für unfähig, diesen Auftrag durchzuführen?“
#1772
Posté 31 mars 2011 - 04:49
„Ich verstehe. Dann sollten wir den Tavernen wohl einen Besuch abstatten, und hoffen dass wir den Söldnern dabei nicht gleich in die Arme laufen.“, erwiderte Miandra mit einem Nicken, bevor sie eine nachdenkliche Pause machte.
„Was Leanora betrifft… Nun, ich denke schon, ja. Zumindest scheint sie recht schnell Vertrauen zu fassen. Sie ist nun mal eine Adlige, die ihr ganzes Leben mit Samthandschuhen angefasst wurde, als wäre sie eine zerbrechliche Porzellanvase. Sie verbringt nun Tag für Tag in diesem Kloster, ist umgeben von immer denselben Leuten, unterhält sich mit ihnen über Belangloses, und freundet sich mit dem ein oder anderen ernsthaft an - da ich bezweifel, dass sie dazu fähig ist, so etwas nur zu spielen. Was wenn es irgendwann dazu kommen mag, dass sich unter all diesen netten Leuten ein schwarzes Schaf befindet, das wir ausschalten müssen. Ich frage mich, auf wessen Seite sie dann stehen wird. Zudem fühlt sie sich dort drinnen bestimmt wohler und sicherer, als wenn sie mit uns unterwegs ist, da es einfach mehr dem entspricht, wofür Adelige wohl in die Welt gesetzt werden. Und ob sie es schafft an wertvolle Informationen zu kommen, wenn sie Angst davor hat sich einem Kerl zu nähern, der nicht ihren Vorstellungen entspricht… mag ich bezweifeln.“, fuhr sie fort, wobei man deutlich heraushören konnte, dass sie von Adeligen nicht besonders viel hielt. Nebenbei sah sie sich jedoch ständig um, da sie den Ort für alles andere als sicher empfand.
„Ungeeignet wäre wohl das richtige Wort, aber das werden wir bestimmt noch früh genug herausfinden. Lasst uns lieber gehen, irgendwie behagt es mir nicht neben einer Kirche zu stehen.“, fügte sie hinzu, setzte jedoch nicht zum Gehen an, da sie keinerlei Ahnung hatte in welcher Richtung sich der noblere Teil der Stadt befand.
„Was Leanora betrifft… Nun, ich denke schon, ja. Zumindest scheint sie recht schnell Vertrauen zu fassen. Sie ist nun mal eine Adlige, die ihr ganzes Leben mit Samthandschuhen angefasst wurde, als wäre sie eine zerbrechliche Porzellanvase. Sie verbringt nun Tag für Tag in diesem Kloster, ist umgeben von immer denselben Leuten, unterhält sich mit ihnen über Belangloses, und freundet sich mit dem ein oder anderen ernsthaft an - da ich bezweifel, dass sie dazu fähig ist, so etwas nur zu spielen. Was wenn es irgendwann dazu kommen mag, dass sich unter all diesen netten Leuten ein schwarzes Schaf befindet, das wir ausschalten müssen. Ich frage mich, auf wessen Seite sie dann stehen wird. Zudem fühlt sie sich dort drinnen bestimmt wohler und sicherer, als wenn sie mit uns unterwegs ist, da es einfach mehr dem entspricht, wofür Adelige wohl in die Welt gesetzt werden. Und ob sie es schafft an wertvolle Informationen zu kommen, wenn sie Angst davor hat sich einem Kerl zu nähern, der nicht ihren Vorstellungen entspricht… mag ich bezweifeln.“, fuhr sie fort, wobei man deutlich heraushören konnte, dass sie von Adeligen nicht besonders viel hielt. Nebenbei sah sie sich jedoch ständig um, da sie den Ort für alles andere als sicher empfand.
„Ungeeignet wäre wohl das richtige Wort, aber das werden wir bestimmt noch früh genug herausfinden. Lasst uns lieber gehen, irgendwie behagt es mir nicht neben einer Kirche zu stehen.“, fügte sie hinzu, setzte jedoch nicht zum Gehen an, da sie keinerlei Ahnung hatte in welcher Richtung sich der noblere Teil der Stadt befand.
Modifié par Kaysallie, 31 mars 2011 - 04:49 .
#1773
Posté 31 mars 2011 - 05:14
"Keine Sorge. Auch wenn ich relativ schnell Vertrauen fasse - hat mich mein Instinkt selten belogen. Von daher weiß ich dass Renaldo nichts ausplaudern würde, egal wie sehr man ihn umgarnt. Und was den Templer betrifft so weiß ich auch, dass er abtrünnige Magier und Blutmagier hetzt. Ich mag zwar leichtgläubig und ein wenig naiv sein, aber auf den Kopf bin ich nicht gefallen." Den letzten Satz sprach sie in Miandras Richtung. "Viel Glück bei der Suche. Wir lesen uns. Gute Nacht."
Sie wandte sich ab und ging zurück ins Kloster, sich dabei vergewissernd, dass sie nicht verfolgt oder beobachtet wurde. Tatsächlich erreichte sie ihr Zimmer wieder, ohne dass sie einer Menschenseele begegnet wäre oder auch nur ansatzweise jemand zu sehen war. Leise öffnete sie die Tür, schlüpfte durch diese, und schloß sie genauso leise wieder. Sollte Lucia inzwischen bereits eingeschlafen sein, so würde sie ihre Freundin wenigstens dadurch nicht wecken. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie letztlich weg gewesen war, aber sie spürte, wie bleierne Müdigkeit über sie kam.
Sie wandte sich ab und ging zurück ins Kloster, sich dabei vergewissernd, dass sie nicht verfolgt oder beobachtet wurde. Tatsächlich erreichte sie ihr Zimmer wieder, ohne dass sie einer Menschenseele begegnet wäre oder auch nur ansatzweise jemand zu sehen war. Leise öffnete sie die Tür, schlüpfte durch diese, und schloß sie genauso leise wieder. Sollte Lucia inzwischen bereits eingeschlafen sein, so würde sie ihre Freundin wenigstens dadurch nicht wecken. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie letztlich weg gewesen war, aber sie spürte, wie bleierne Müdigkeit über sie kam.
#1774
Posté 02 avril 2011 - 02:58
„Nun, vielleicht unterschätzt Du unsere Prinzessin ja auch nur. Diese kindlich, naive Art kann bei gewissen Leuten einen Beschützerinstinkt wecken. Das ist manchmal ziemlich hilfreich. Und falls nicht...“; Vernita machte ein kurze Pause und zuckte dann mit den Schultern. „...nun, dann werden wir wohl bald ihren Kopf auf eine Lanze gespießt am Eingang der Kirche stehen sehen. Groß etwas verraten, was uns schaden könnte, kann sie nun nicht mehr, also kann sie auch ruhig versuchen, sich nützlich zu machen. Sie tut das ja hauptsächlich für sich selbst und nicht für uns. Denn immerhin befindet sich der Mörder ihrer Familie hinter diesen Mauern. Das dürfte für sie wohl Motivation genug sein, um ihr Bestes zu geben. Aber du hast recht. Lass uns von hier verschwinden.“
Die Elfe setzte sich in Bewegung und ging den Weg zurück, den die beiden gekommen waren. Miandra folgte ihr sogleich. Sie betraten die Gassen des Wohnviertels, welches jenseits des Kirchengeländes begann, als sich ihnen plötzlich vier Gestalten in den Weg stellten.
„Na, wen haben wir denn da?“ fragte einer der Männer, ein schmieriger Typ mit fettigen Haaren und einem Stoppelbart.
„Das sind doch die, die überall gesucht werden, Boss“, meinte der kleine, kahlköpfige Kerl neben diesem.
„Ja, natürlich. Die werden uns ein nettes Sümmchen einbringen“, murmelte der Anführer und strich sich dabei über den Bart.
„Und vielleicht zuvor noch etwas Spaß“, fügte eine Stimme hinter Miandra und Vernita hinzu, wo inzwischen noch zwei weitere Männer aufgetaucht waren. „Zumindest die schwarzhaarige Puppe hier sieht zum Vernaschen süß aus.“
Vernita schloss für einen Moment genervt die Augen, bevor sie diese wieder öffnete und den Anführer der Bande von unten her drohend fixierte. „Ich glaube, du weißt nicht, was du hier tust, Kleiner. Aber das ist auch nicht mehr wichtig.“
„Oh. Hört, hört. Das Monster kann ja sogar sprechen und nicht nur grunzen. Aber sag’ uns, was hast...“
Weiter kam der Mann nicht, da Vernita ihm schon ihren panzerhandschuhbewehrten Faustrücken ins Gesicht gedonnert hatte, woraufhin er und sein kleiner Berater zurücktorkelten. Die Elfe hingegen griff sogleich zu ihren Schwertern.
„Dann zeigen wir diesen Wichten mal, weshalb wir so viel wert sind!“ rief die Elfe und stürzte sich auf die vier Männer vor sich.
Die Elfe setzte sich in Bewegung und ging den Weg zurück, den die beiden gekommen waren. Miandra folgte ihr sogleich. Sie betraten die Gassen des Wohnviertels, welches jenseits des Kirchengeländes begann, als sich ihnen plötzlich vier Gestalten in den Weg stellten.
„Na, wen haben wir denn da?“ fragte einer der Männer, ein schmieriger Typ mit fettigen Haaren und einem Stoppelbart.
„Das sind doch die, die überall gesucht werden, Boss“, meinte der kleine, kahlköpfige Kerl neben diesem.
„Ja, natürlich. Die werden uns ein nettes Sümmchen einbringen“, murmelte der Anführer und strich sich dabei über den Bart.
„Und vielleicht zuvor noch etwas Spaß“, fügte eine Stimme hinter Miandra und Vernita hinzu, wo inzwischen noch zwei weitere Männer aufgetaucht waren. „Zumindest die schwarzhaarige Puppe hier sieht zum Vernaschen süß aus.“
Vernita schloss für einen Moment genervt die Augen, bevor sie diese wieder öffnete und den Anführer der Bande von unten her drohend fixierte. „Ich glaube, du weißt nicht, was du hier tust, Kleiner. Aber das ist auch nicht mehr wichtig.“
„Oh. Hört, hört. Das Monster kann ja sogar sprechen und nicht nur grunzen. Aber sag’ uns, was hast...“
Weiter kam der Mann nicht, da Vernita ihm schon ihren panzerhandschuhbewehrten Faustrücken ins Gesicht gedonnert hatte, woraufhin er und sein kleiner Berater zurücktorkelten. Die Elfe hingegen griff sogleich zu ihren Schwertern.
„Dann zeigen wir diesen Wichten mal, weshalb wir so viel wert sind!“ rief die Elfe und stürzte sich auf die vier Männer vor sich.
#1775
Posté 02 avril 2011 - 09:14
Wie aus dem Nichts erschienen die Männer in der dunklen Gasse. Automatisch wanderten Miandras Hände zu ihrem Gürtel und umklammerten wütend den Griff der kleinen Wurfmesser, als ihre Ohren vernahmen, was sie so mit ihr vor hatten und mit welch herablassenden Art sie sprachen. Es gab wohl nichts das sie mehr hasste, als solch schmierige Kerle, die nur auf Äußerlichkeiten einer Frau achteten und deren Gehirn wohl etwas weiter unten am Körper angebracht war als sonst üblich. Urplötzlich sah sie Ingo unter den Männern, roch den Schweiß seiner fettigen Haare und den üblen Gestank seiner Zunge, die sie auf ihrem Körper spüren musste. Aber ehe sich Miandra längere Gedanken darüber machen konnte, warum ihr dieses Bild gerade in jenen Moment in den Sinn kam, wo sie es doch eigentlich vergessen glaubte, bekam das Großmaul der Vier auch schon Vernitas Faust zu spüren. Daraufhin zog Miandra zwei der Messer und fixierte einen kurzen Augenblick den kleinen kahlköpfigen Kerl, da er etwas weiter zurückgetorkelt war, und somit Vernita nicht in ihrer Schusslinie stand. Gerade als er wieder sein Gleichgewicht zu finden schien, und eine Waffe ziehen wollte, fanden auch schon die zwei Messer ihr Ziel. Das erste schlug direkt in seinen Brustkorb, das zweite weiter oben seitlich in seinem nackten blassen Hals ein. Blut strömte aus der zweiten Wunde, offenbar wurde dabei die Hauptschlagader getroffen. Der kleine Kerl fiel von der Wucht der Treffer rücklings zu Boden, wo er zuckend liegen blieb, und wohl an seinem eigenen Blut ersticken würde. Nur ganz leise konnte man sein Röcheln vernehmen, doch in jenem Moment nahm diesen Laut wohl keiner, außer er selbst, wahr.
Sofort als Miandra sah, dass die Messer ihr Ziel sicher gefunden hatten, wollte sie nach zwei weiteren greifen, als eine kräftige Hand ihren Arm von hinten packte, und diesen unsanft auf ihren Rücken bog, sodass ihr dabei ein leichtes, dennoch schmerzhaftes, Stöhnen entwich, und sich ihr gesamter Körper verkrampfte.
"So böse Spielzeuge sind aber nichts für dich.", sagte der muskulöse Kerl, der sie von hinten gepackt hatte mit schmalziger Stimme. Zeitgleich spürte sie, wie er ihr ein rostiges Messer an die Kehle drückte. Miandra versuchte den Schmerz in ihrem rechten Arm zu ignorieren, und umklammerte mit der linken Hand ein Wurfmesser. Der Mann glaubte wohl bereits gewonnen zu haben, als sie ihm das Messer, so kräftig sie es in ihrer Situation schaffte, direkt in den Oberschenkel rammte. Schreiend ließ er sie los, schnitt ihr jedoch dabei mit dem rostigen Messer vom Hals, bis nach oben zum Kinn, in die Haut. Der Schnitt war nicht tief, blutetet jedoch unausweichlich.
Sofort als sie spürte, dass er sie los ließ, schlug sie ihm zusätzlich mit dem Ellbogen in die Magengegend und setzte sich in Bewegung, um wieder auf Abstand von ihm kommen zu können. Der muskulöse Mann keuchte jedoch nur einen kurzen Moment in gebückter Haltung, wobei er ihr nachblickte. Scheinbar konnte er den Schmerz in seinem Oberschenkel recht gut wegstecken, denn sofort warf er sich nach vorne, und packte Miandra dabei am Bein, sodass sie ebenfalls zu Boden stürzte. Sofort wandte sie sich zur Seite und wollte nach seinem Gesicht treten, doch er war stark genug, um ihre Tritte abzuwehren und um sie festzuhalten.
"So, so. Wir haben hier offenbar eine richtige Furie.", lachte er dabei nur, während er sie mit einer Hand nach unten drückte, und mit den anderen das Wurfmesser aus seinem Schenkel zog.
Sofort als Miandra sah, dass die Messer ihr Ziel sicher gefunden hatten, wollte sie nach zwei weiteren greifen, als eine kräftige Hand ihren Arm von hinten packte, und diesen unsanft auf ihren Rücken bog, sodass ihr dabei ein leichtes, dennoch schmerzhaftes, Stöhnen entwich, und sich ihr gesamter Körper verkrampfte.
"So böse Spielzeuge sind aber nichts für dich.", sagte der muskulöse Kerl, der sie von hinten gepackt hatte mit schmalziger Stimme. Zeitgleich spürte sie, wie er ihr ein rostiges Messer an die Kehle drückte. Miandra versuchte den Schmerz in ihrem rechten Arm zu ignorieren, und umklammerte mit der linken Hand ein Wurfmesser. Der Mann glaubte wohl bereits gewonnen zu haben, als sie ihm das Messer, so kräftig sie es in ihrer Situation schaffte, direkt in den Oberschenkel rammte. Schreiend ließ er sie los, schnitt ihr jedoch dabei mit dem rostigen Messer vom Hals, bis nach oben zum Kinn, in die Haut. Der Schnitt war nicht tief, blutetet jedoch unausweichlich.
Sofort als sie spürte, dass er sie los ließ, schlug sie ihm zusätzlich mit dem Ellbogen in die Magengegend und setzte sich in Bewegung, um wieder auf Abstand von ihm kommen zu können. Der muskulöse Mann keuchte jedoch nur einen kurzen Moment in gebückter Haltung, wobei er ihr nachblickte. Scheinbar konnte er den Schmerz in seinem Oberschenkel recht gut wegstecken, denn sofort warf er sich nach vorne, und packte Miandra dabei am Bein, sodass sie ebenfalls zu Boden stürzte. Sofort wandte sie sich zur Seite und wollte nach seinem Gesicht treten, doch er war stark genug, um ihre Tritte abzuwehren und um sie festzuhalten.
"So, so. Wir haben hier offenbar eine richtige Furie.", lachte er dabei nur, während er sie mit einer Hand nach unten drückte, und mit den anderen das Wurfmesser aus seinem Schenkel zog.





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