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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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2750 réponses à ce sujet

#1801
Aliens Crew

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„Wir haben nur dafür gesorgt, dass uns unsere Gönner nicht in den Rücken fallen können, Lydia. Du willst vermutlich gar nicht wissen, was wir dafür tun mussten“, bemerkte Vernita welche sich in der Zwischenzeit umgezogen hatte und nun wieder zur Miandra zurückging, welche die angetrunkene Weinflasche in die Luft hob. Der Elfe war schon klar, was die schwarzhaarige Frau beabsichtigte. Ihr Bein brannte vermutlich gerade wie Feuer, durch die Verletzung und durch den Alkohol in eben dieser Wunde. Und vielleicht war es auch nicht das Schlechteste, wenn sie ihr Sinne etwas betäubte.
 
„Danke, ich nehme einen Schluck“, meinte Vernita auf Miandras Angebot hin und nahm dieser die Flasche aus der Hand. Dann setzte sie diese zu einem kräftigen Schluck an. Sie leerte etwa ein Viertel des Gefäßes und gab es anschließend der schwarzhaarigen Frau mit einem Seufzen zurück. „Nicht schlecht der Stoff, aber ich bevorzuge härter Sachen. Warte, vielleicht finde ich unter unseren Vorräten ja was Besseres.“
 
Die Elfe wandte sich ab und ging zu dem Lebensmittelvorrat, den sie aus dem alten Versteck mitgenommen hatten. Nach kurzer Zeit hatte sie gefunden, wonach sie gesucht hatte – einer Flasche Branntwein. Zufriedend nickend zog sie sogleich den Korken aus dem Flaschenhals und probierte den Schnaps. Er brannte in ihrer Kehle und somit war er in ihren Augen genau richtig. Sie ging damit zurück zu Miandra und hielt dieser die Flasche hin.
 
„Hier“, sagte Vernita grinsend. „Versuch’ das mal. Danach kannst du sicher ruhig schlafen.“
 

#1802
SickOfItAll

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Lydia hob eine Augenbraue und lachte sarkastisch . " Lasst mich raten . Ihr habt sie geschlachtet und im nächstbesten Loch versenkt ? Wundern ... würde es mich bei euch garnicht . "
Sie begutachtete Miandra und stellte fest , das diese verletzt war . ´Was zu beweisen war ´ , dachte sie sich .
" Wenn die Schmerzen allzu stark sind , kenne ich besseres , als sich grundlos zu besaufen . Sagt , wenn ich es euch machen soll . An sonsten wäre ich einem Schluck Schnaps nicht abgetan , nachdem ich die halbe Nacht draußen gesessen habe , wärmt das . "
Auch wenn sie normalerweise keinen Alkohol trank , der Schnaps würde sie etwas wärmen .

#1803
Kaysallie

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Mit einem leichten Grinsen stellte sie die Weinflasche ungeschickt zur Seite, und griff nach dem Branntwein. Nachdem sie daraus einen kräftigen Schluck genommen hatte, beugte sie sich kurz hustend nach vorne, da ihre Kehle davon wie Feuer brannte.

„Ah! Ich seh‘ schon, Ihr habt einen guten Geschmack!“, sagte sie weiterhin hustend, „Aber vergesst nicht, ich habe mein halbes Leben in einer Taverne gearbeitet. Da musste ich schon stärkere Getränke kosten, als das hier.“

Sie nahm einen weiteren Schluck aus der Flasche. Dieses Mal musste sie nicht mehr husten.
„Aber ja, zum Einschlafen sollte es reichen.“, fügte sie mit einem zufriedenen Seufzen hinzu, und lehnte den Kopf mit geschlossenen Augen an die Wand hinter sich, wobei sie dem lauschte was das Mädchen sagte. Als diese geendet hatte, begann Miandra lauthals loszulachen.

„Ihr wollt es mir machen?“, fragte sie weiterhin lachend, und blickte zu dem Mädchen, wodurch sie noch mehr zu lachen begann, und sich Tränen aus den Augen wischen musste, „Ihr seid echt zu komisch.“

Es dauerte eine Weile bis sie sich von dem Lachkrampf erholt hatte, bevor sie ein wenig ernster fortfuhr – jedoch war deutlich zu merken, dass sich bereits Alkohol in ihrem Blut breit gemacht hatte.

„Schmerzen.. glaubt mir Kleine, das sind keine Schmerzen, nur die Folge einer Dummheit, gefolgt von einer weiteren.“, anschließend streckte sie die Flasche in die Richtung von Lydia. Wie weit diese eigentlich entfernt stand, schien sie nicht mehr wirklich zu erkennen.

„Hier, nehmt etwas davon, dann könnt Ihr meinem grundlosen Verhalten wunderbar beistehen.“, fuhr sie mit einem breiten sarkastischen Grinsen fort. Änderte jedoch sofort ihre Meinung, bevor Lydia darauf eingehen konnte. „Aber nein, lieber nicht, dafür seid Ihr noch zu jung.“

Sie zog die Flasche wieder zurück, und ließ ihren Kopf erneut nach hinten fallen. Der Alkohol trug tatsächlich dazu bei, dass ihre Augen immer schwerer wurden - das Pochen in ihrem Bein, schien auch in weite Ferne zu rücken. Auch ihre Hände schienen schwer und kraftlos zu werden, da ihr die Flasche mit dem Branntwein, langsam zu entgleiten schien – doch davon bekam sie nicht wirklich etwas mit.

#1804
SickOfItAll

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" Nun ... wenn ihr schon darauf besteht ... " sagte sie mit einem breiten Grinsen .
Der Alkohol hatte ihr schon gehörig zugesetzt , wäre sie nüchtern gewesen , hätte sie eine weit unfreundlichere Antwort bekommen .
" Kommt und legt wenigstens dem Schnaps zur Seite , ich glaube ihr hattet genug für heute und bevor ihr noch etwas verschüttet . "
Damit stand sie auf , kniete sich neben Miandra und nahm ihr die Schnapsflasche weg , welche sie sicherheitshalber außer Reichweite auf eine Kiste stellte .
" Meine Güte , seht ihr fertig aus . Jetzt ist aber genug , sonst wollt ihr morgen früh sterben . " Sagte sie lachend zu ihr .
" Ihr seit zwar betrunken , aber nicht minder schön , will ich euch sagen . " fügte sie etwas verlegen hinzu . Sie bezweifelte , das Miandra trotz des Vollsuffs ihr darauf freundlich danken würde , aber sie hatte das Gefühl , das sie es sagen müsste .

#1805
Kaysallie

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Miandra war bereits fast eingeschlafen, wurde jedoch wieder wachgerüttelt, als sie spürte, wie ihr die Flasche des Branntweines aus der Hand gerissen wurde. Ein wenig verwirrt blickte sie zur Seite und sah Lydia, welche die Flasche auf einer Kiste abstellte. Auch wenn sie das, was das Mädchen davor gesagt hatte, nicht wirklich mitbekam, so entging ihr der letzte Satz dieser keineswegs. Urplötzlich fühlte sie sich wieder komplett wach, und blickte das Mädchen emotionslos an.

"Vielleicht sollte ich dann mehr trinken.", schnaubte sie hervor. "Schönheit? Oder ein anderes Wort für Oberflächlichkeit?"
Lydia schien einen wunden Punkt bei Miandra getroffen zu haben, da selbst der Branntwein nicht dazu beitrug, dass sie es einfach überhören oder mit Spaß nehmen konnte.
"Ihr solltet niemanden für etwas loben, zu dem er selbst nichts beigetragen hat. Oder glaubt Ihr, ich habe es mir ausgesucht, wie ich aussehe? Schön wär's.", sie legte den Kopf schief und musterte das Mädchen dabei ein wenig. Doch irgendwie verkniff sie sich weitere Worte - was vielleicht doch am Alkohol lag? - wandte sich ab, und legte sich vorsichtig auf den Rücken. Dabei spürte sie erneut das Ziehen der Wunde an ihrem Oberschenkel, versuchte es jedoch einfach zu ignorieren. Anschließend starrte sie nachdenklich und ein wenig genervt an die dunkle Decke des Lagerhauses, welche sich für sie sogar irgendwie zu drehen schien.

#1806
Aliens Crew

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„Das reicht jetzt, Kleine!“ brummte Vernita zu Lydia gewandt, während sie zu der Kiste ging, auf dem das Mädchen die Schnapsflasche hingestellt hatte. Die Elfe nahm sich das Gefäß und kippte den Rest des Inhalts mit einem langen Zug in sich hinein. Anschließend rülpste sie einmal und stellte die leere Flasche dann zurück auf die Kiste. „Komm, mach’ einen Abgang und lass sie schlafen. Sollte Miandra noch etwas brauchen, dann kümmere ich mich schon darum. Und jetzt sieh zu, dass du Land gewinnst, bevor ich noch ungeduldig werde. Ich hatte einen Scheißtag und dementsprechend mies ist auch meine Laune. Also leg’ es nicht drauf an, verstanden?!?“
 
Vernita legte sich auf ihr Lager, welches sie sich in einigem Abstand neben dem von Miandra zurecht gemacht hatte. Dabei schwankte ihr Blick zwischen dem Gesicht des Mädchens und dem der schwarzhaarigen Frau hin und her.
 
 

#1807
SickOfItAll

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Lydia brummte . " Besauft ihr euch nur , dann könnt ihr es vielleicht auch ertragen ,wenn ihr mogens in den Spiegel seht . Dann habt ihr nicht jeden Tag eine solche beschissene Laune . " dachte sie sich .
" Wisst ihr , ihr seit richtige Ekel . Beide . Meint man es gut zu euch erntet man nichts als verachtung und unfreundliche Worte . Bei euch muss man froh sein , wenn ihr nich jedem , den ihr seht , die Gedärme herausreißt und ihn damit erwürgt . Wie fändet ihr es , wenn ihr etwas freundlicher euren Mitmenschen gegenüber wärt und nicht immer jeden außer Miri anschreien würdet , der euch über den Weg läuft ? Ein bitte hier und ein danke dort machen einiges sehr viel leichter . . . Auch sollte man nicht jedem in der Umgebung seine Rülpskünste zeigen . "
Sie setzte sich in den Lotussitz wo sie gerade gekniet hatte . Nach einiger Zeit fragte sie Miandra
" Sagt , Miandra , warum seit ihr so ... abweisend ? Ich meinte es gut , es war meine ehrliche Meinung , das ihr gut ausseht . Auch sonst , ihr redet nicht viel , ihr sitzt teilnamslos an der Wand und starrt Löcher in die Luft . Ich weis , es klingt vermessen , aber mich interessiert was euch bewegt , oder eben nicht bewegt , wenn ihr darüber reden wollt , ich werde es niemandem erzählen . "

#1808
Kaysallie

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Miandra lag regungslos auf der Liege und starrte noch immer zur Decke, während sie den anderen beiden lauschte – vor allem dem, was Lydia von sich gab. Abweisend… ja sie war abweisend, und wusste auch warum. Schließlich hatte sie lange genug darüber nachgedacht, und dank der Frage des Mädchens fiel ihr auch alles wieder ein. Aufgrund des Alkohols und den anderen Ereignissen des Tages, hatte sie nicht mehr darüber nachgedacht, war abgelenkt davon. Nun aber kam sie wieder – die Frage, die sie schon so oft vor ihrem geistigen Auge sah. Es dauerte eine Weile bis Miandra darauf einging, so als müsste sie erstmals ihre Gedanken ordnen. Schließlich wandte sie den Blick zu dem Mädchen, wobei ihre Stimme nicht erzürnt, sondern etwas gekränkt klang, „Ihr glaubt also, dass es mir darauf an kommt? Wie gut Ihr ein Geheimnis wahren könnt? Wenn ich darüber reden wollte, dann würde ich es tun, ich habe jedoch kein Interesse daran. Der einzige Grund, wieso ich Euch oder irgendjemand anderen etwas von mir erzählen würde, wäre wenn ich merke dass mich derjenige auch versteht. Alles andere wäre reine Zeitverschwendung. Ihr aber fragt nur aus Höflichkeit, Verwirrung und Neugierde, wie es immer alle tun. Aber das interessiert mich herzlich wenig. Versteht Ihr das denn nicht? Nennt mich Ekel oder wie immer Ihr wollt, das zeigt mir nur, wie wenig Ihr es überhaupt verstehen wollt.“

Anschließend setzte sie sich wieder auf – wobei sie sich den Kopf hielt, da sich alles zu drehen schien – und stand schwerfällig von der Liege auf. Das Gefühl der wohlen Müdigkeit und Wärme des Alkohols, war übergegangen in einen schweren schmerzenden Kopf und einen Hauch von Übelkeit – woran wahrscheinlich auch all die Bilder der Vergangenheit schuld waren, welche ihre Gedanken nun prägten. Einen Augenblick blieb sie neben der Wand stehen, und hielt sich daran mit einer Hand an. Erst als sich alles etwas weniger zu drehen schien, ging sie zur Tür. Irgendwie hatte sie den Drang danach, etwas Luft zu schnappen, dachte jedoch in jenem Moment nicht daran, dass der Geruch des Hafens eigentlich zu wünschen übrig ließ.

„Ich bin so, weil ich schon immer so war, und daran wird sich nichts ändern. Akzeptiert es einfach, so wie ich es tue… oder bis heute getan habe.“, murmelte sie dabei noch vor sich hin, bevor sie bei der Hälfte des Weges stehen blieb, als sie das Ziehen in ihrem Bein vernahm. So lehnte sie sich mit der Schulter seitlich an die Wand, ohne mitzubekommen, dass sie daran langsam hinab zu Boden glitt.

#1809
SickOfItAll

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Lydia seufzte und lehnte den Kopf an die Wand . " Ihr ... versteht nicht . Ich mache mir Sorgen . Darf ich das denn nicht ? Ich weis nicht viel aus eurer Vergangenheit , um genau zu sein , nichts . Aber ich will helfen . "
Sie muste grinsen , als Miandra auf halbem Weg nach draußen wieder die Kraft verlies und raffte sich auf , um ihr zu helfen . Sie legte ihr ihre Decke um die Schultern und griff ihr unter die Arme um ihr Aufzuhelfen .
" Wohin des Weges ? Draußen ist es nicht besonders warm , aber wenn ihr unbedingt nach draußen wollt ? "

#1810
Aliens Crew

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„Großartige Arbeit, Kleine! Das hast du wirklich toll hingekriegt!“, fluchte Vernita und sprang auf. „Wann lernst du endlich einmal die Klappe zu halten, wenn ich es dir sage?!? Kapierst du nicht, dass deine oberflächliche Sorge um sie mehr Schaden als Nutzen bringt!“
 
Die Elfe ging zu Miandra, der Lydia gerade eine Decke umlegte und aufzuhelfen versuchte. Grob drängte sich Vernita dazwischen und schob das Mädchen einfach zur Seite.
 
„Lass mich das machen, Kleine. Du lässt sie höchstens noch fallen, du Fliegengewicht.“ Die Elfe legte Miandras Arm um ihre Schulter und stützte sie gleichzeitig, indem sie den ihren um den Brustkorb der schwarzhaarigen Frau schlang.
 
„Komm, Miandra. Ich bring dich zurück zu deiner Liege. Du solltest jetzt schlafen und keinen Spaziergang machen“, meinte sie in einem erstaunlich ruhigen Tonfall zu der Frau, während sie sich langsam in die entsprechende Richtung bewegte und Miandra vorsichtig aber bestimmt mit sich zog. Nach zwei Schritten blieb Vernita stehen und wandte sich noch einmal an Lydia.
 
„Und was die Sache mit der Höflichkeit angeht, Kleine...Ich habe in meinen jungen Jahren meinen Peiniger immer und immer wieder darum angefleht, er möge von mir ablassen. Doch erst nachdem ich ihm seine Kehle mit meinen Zähnen herausgerissen habe, ließ er mich endlich in Ruhe. Mit netten Worten und Freundlichkeit kommst du in dieser Welt nicht weit. Das solltest du dir merken, wenn du vorhast, irgendwann einmal das Erwachsenenalter zu erreichen.“
 
Die Elfe schüttelte nur leicht den Kopf, bevor sie sich wieder in Bewegung setzte.
 
 

#1811
SickOfItAll

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" Oh , Sorge ist also für euch oberflächlich ? Habt ihr schonmal soetwas wie Mitgefühl erlebt ? Wenn man sich um seine Gefärten wirklich sorgt , sich für ihre Sorgen und Nöte interessiert , sich dafür einsetzt das es ihnen gut geht ?! Könnte man nicht meinen , würde mich aber bei eurem Verhalten in keinster Weise wundern . Ihr , solange es nach eurer Pfeie tanzt , geht es euch blendend , wenn man das mach was ihr wollt . "
Sie schüttelte den Kopf und lies sich an die Wand fallen . " Euer Leben ist nicht meines und Höflichkeit hilft . Zur Waffe greift man nur , wenn es sonst keinen Ausweg mehr gibt . Aber da in euren Dickschädel sowieso nichts hineingeht , schon garnicht von mir , lass ich es . Mit euch ist es vergebens , ehr bring ich einem Bronto das Sprechen bei . "
Sie war genervt und doch konnte sie Vernita irgendwo verstehen . Sie kannte kein anderes Leben als das des Sterbens und sterben lassens . Darum bemitleidete Sie sie .

#1812
Kaysallie

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Ohne wirklich zuzuhören, bekam Miandra nur Bruchteile von dem, was die anderen beiden sagten, mit. Viel lieber wäre sie nach draußen gegangen, wo sie ihre Ruhe gehabt hätte, ließ sich jedoch trotzdem einfach von der Elfe zurück zu ihrem Lager bringen. Irgendwie schien sich alles vor ihr zu drehen, jeder Schritt war eine Herausforderung, wie auf einem schaukelnden Schiff. Die Worte Sorge, Höflichkeit und Mitgefühl schienen in ihren Ohren zu hallen, gemischt mit einem lauten Pulsschlag, der nicht von ihrem Herz, sondern aus ihrem Bein zu kommen schien. Dann spürte sie eine Art Druck der auf ihrer Brust lastete, der immer stärker zu werden schien, und ihr fast den Atem raubte – dabei handelte es sich nur um Vernitas Arm, der sie stützen sollte. Sie fühlte sich dennoch eingeengt. So kam es, dass sie kurz von einem Art panischen Gefühl übermannt wurde, und sich aus dem Griff der Elfe befreien wollte. Doch irgendwie schien ihr das nicht so recht zu gelingen – woran wohl einerseits der Alkohol schuld war – so dass sie stattdessen zur Seite kippte, Vernita dabei mitriss, umfiel, und direkt auf der Elfe landete. Dadurch schien sich irgendwie alles nur noch mehr zu drehen, doch immerhin hatte Vernita sie dabei losgelassen. Sie blieb einen Moment einfach auf dieser liegen und atmete hastig Luft ein und aus, als wäre sie gerade bis zur Erschöpfung gelaufen, bevor sie ein wenig den Kopf anhob und sich verwirrt umsah.

„Ups.“, sagte sie dann nur, als sie Vernita unter sich feststellte, kroch von dieser runter, wobei sie beinahe auf dem Boden gelandet wäre, bevor sie auf allen Vieren zu ihrem Schlafplatz krabbelte, wo sie sich einfach auf den Bauch fallen ließ. Dabei hatte sie jedoch für einen Moment ihre Wunde vergessen, schreckte also sofort schmerzschreiend und fluchend wieder hoch, wobei sie automatisch beide Hände auf den Oberschenkel drückte. Erst als die Schmerzen nachzulassen schienen ließ sie das Bein wieder los, und blickte mit zusammengekniffenen Augen zu Vernita.

„Ihr habt meine Decke!“, stellte sie betrunken fest, und zeigte mit wackeligem Finger auf den Stoff, den sie beim Umfallen verloren hatte, der nun neben der Elfe am Boden lag.

#1813
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Vernita war so sehr mit Lydia beschäftigt, dass ihr erst dann auffiel, wie sehr Miandra plötzlich zu Strampeln begann, als die beiden schon zu Boden gingen. Hart landete die schwarzhaarige Frau auf ihr, woraufhin sie leise stöhnte. Diese schien davon nicht viel mitbekommen zu haben, was ja auch nicht verwunderlich war. Schließlich fiel sie auf Vernita relativ weich. Bevor der Elfe richtig klar wurde, was da eben nun eigentlich geschehen war, war Miandra auch schon zu ihrer Liege zurückgekrochen und verlangte lallend nach ihrer Decke.
 
Vernita brauchte einen Moment, um sich zu fangen und die Verwirrung bezüglich des Sturzes abzuschütteln. Danach rappelte sie sich wieder auf, nahm die Decke und ging damit zu Miandra. Sie gab der Frau die Decke und half ihr auch noch, sich darunter zu verkriechen, da diese damit schon beträchtliche Schwierigkeiten hatte. Anschließend warf sie noch einen kurzen Blick auf Miandra, doch diese schien schon im Land der Träume zu verweilen So strich sie ihr sanft über das Haar und lächelte auf sie herab.

"Du hattest wohl wirklich genug. Schlaf gut und träum' was Schönes", flüsterte die Elfe leise, bevor sie sich umdrehte und zu ihrer Schlafstätte zurückging, auf der sie sich erneut niederließ.
 
„Und jetzt will ich von dir nichts mehr hören, Kleine“, meinte sie noch zu Lydia gewandt. „Sonst weckst du sie nur wieder auf.“
 
Nach diesen Worten drehte sie sich zur Seite, so dass sie Miandra im Blickfeld hatte und schloss anschließend die Augen, um nun auch endlich etwas schlafen zu können.
 

Modifié par Aliens Crew, 26 avril 2011 - 07:47 .


#1814
SickOfItAll

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Als sie wieder nur unfreundliche Blicke und Maßregelungen erntete , hatte Lydia genug . Sie griff sich ihre Decke und kletterte wortlos zurück in die Dachkammer . Dort lag Sha´ira noch immer eingerollt auf der Liege und blubberte leise vor sich hin .
Lydia rollte sich ebenfalls in ihre Decke ein und es dauerte nicht sonderlich lange , bis sie wieder eingeschlafen war .

#1815
Bellandyrs

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Leanora erwachte am nächsten Morgen durch die schrille Stimme der Oberschwester. Sie fühlte sich wie gerädert, geschlafen hatte sie nur wenig, und wenn dann nicht sehr gut. Lediglich Lucias gleichmäßige Atemzüge hatten sie immer wieder soweit beruhigt, dass sie auch ein wenig eingenickt war.

Langsam schälte sie sich aus dem Bett, streckte sich und gähnte ganz entgegen ihrer guten Erziehung ohne die Hand vor den Mund zu halten.
"Bei Andraste, bin ich müde" sagte sie. "Guten Morgen Lucia, ich hoffe, du konntest schlafen."

Noch einmal streckte sie sich und ein unangenehmes Ziehen in den Oberarmen machte sich bemerkbar.
"Na toll, Muskelkater vom Striegeln - das ist mir auch schon ewig nicht mehr passiert", seufzte sie resignierend. Aber dann wurde sie doch noch wach, als sie sich mit dem kalten Wasser erfrischte.

Die beiden Freundinnen verließen zusammen das Zimmer, um zu frühstücken und die Morgen-Andacht zu besuchen. Leas Gedanken schweiften immer wieder ab, sie verhaspelte sich in den Gesängen und dachte abwechselnd an Neria, den Inquisitor, Vernita und Sengaal, um dann wieder verstohlen auf Renaldo und Bruder Castillá zu blicken.

Nach der Messe nickte Lucia Lea zu und wünschte ihr viel Glück.
"Erzähl mir zu Mittag, was der Kirchenvorsteher sagte" wisperte Lucia ihr zu und verschwand, um sich ihrem Tagwerk zu widmen.

Leas Herz klopfte wie ein eingesperrter Vogel als sie sich der Tür von Bruder Castillá näherte, ihr Gesangsbuch hielt sie mit beiden Händen fest umklammert, dass die Knöchel beinahe weiß hervor schienen. Als sie an der Tür stand, holte sie tief Luft und klopfte.

"Herein" kam die Antwort von Bruder Castillá, Lea öffnete die Tür und trat ein.

#1816
Aliens Crew

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Bruder Castillá tunkte seine Schreibfeder gerade in sein Tintenfass, als es an der Tür klopfte. Überrascht sah er von seinem Pergamentbogen auf, auf welchen er gerade eine Liste der Dinge zusammenstellte, die sie für den alltäglichen Arbeitsablauf in der Kirche benötigten und nicht selbst herstellen konnten. Er ließ die Feder im Tintenfass stecken, legte das Pergament zur Seite, faltete seine Hände auf dem Tisch vor sich und rief: „Herein!“
 
Zu seinem Erstaunen war es Leanora, die ihn zu so früher Stunde aufsuchte. Sie schien ziemlich angespannt zu sein. Ihre Hände krampften sich um ein ledergebundenes Buch und ihre Gesichtshaut wirkte sehr blass. Zudem schien sie leicht zu zittern.
 
„Schwester Sophia! Was für eine Freude Euch zu sehen“, begrüßte Bruder Castillá die Frau überschwänglich und deutete mit einer Hand auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. „Bitte nehmt doch Platz. Ihr seht etwas mitgenommen aus. Gibt es ein Problem? Kann ich Euch irgendwie helfen?“
 

#1817
Bellandyrs

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Dankbar nahm Lea den angebotenen Stuhl an und ließ sich darauf nieder. Ihr Lächeln fiel etwas verkrampft aus, als sie auf Bruder Castillás überschwängliche Begrüßung reagierte. Es sah danach aus, als würde er sich tatsächlich freuen, sie zu sehen. Das war immerhin ein gutes Zeichen, sie konnte darauf zählen, dass er seine Worte ernst meinte.

"Das könnt Ihr in der Tat, Bruder Castillá", antwortete Lea und entspannte sich ein wenig. Hier fühlte sie sich sicher und vor allem nicht verfolgt. Denn morgens hätte sie keinen Schritt ohne Lucia gemacht, es war wie ein Spießrutenlauf, um Renaldo ja nicht versehentlich über den Weg zu laufen.

"Bruder Renaldo. Ihr habt ja gesehen, wie unsittlich er sich an meinem ersten Abend hier genähert hat. Das war noch harmlos, im Gegensatz zu dem, was er sich gestern im Stall erlaubt hat."

Burder Castillá schenkte Wasser aus einer Karaffe in Becher und stellte Lea eines davon hin, hielt aber mitten in der Bewegung inne und runzelte die Stirn. Mit einer Geste bedeutete er ihr, fortzufahren und nahm Platz.
Lea nahm mit zitternden Händen einen Schluck vom Wasser und sprach weiter:
"Ich war gerade mit dem ersten Pferd fertig und verließ die Box mit liebevollen Worten für das Tier, als Renaldo direkt am Gang stand und mir auflauerte. Zuerst auch noch relativ harmlos, näherte sich indem er seine Hand auf die Schulter legte, aber er brachte mich somit in Bedrängnis, weil er mich an die Boxenwand zurück drängte. Zuerst machte er mir ein Kompliment, bezüglich meiner Arbeitsweise und meines Aussehens. Wartet ich versuche mich an den genauen Wortlaut zu erinnern..."
Sie überlegte kurz, aber anstrengen brauchte sie sich nicht. Die Worte Renaldos hatten sich in ihr eingefressen wie die Peitschenhiebe auf Vernitas Rücken.
"Sein genauer Wortlaut war: Du bist nicht nur wunderschön, sondern anscheinend auch sehr fleißig. Ich habe dich beobachtet. Du arbeitest wie ein Tier und hast Spaß dabei. Wenn ich einmal dem Kirchendienst den Rücken kehre und mich auf meinem Landsitz zur Ruhe setze, werde ich eine Frau von deinen Qualitäten benötigen. Allerdings sollte ich zuvor herausfinden, ob der Inhalt dieses Naschwerkes der aufwendigen Verpackung auch gerecht wird, nicht wahr?“

Lea brach beinahe der kalte Schweiß aus den Poren, als sie die Situation in ihrem inneren Auge noch einmal vor sich sah. Hastig trank sie den Becher aus.
"Ich bat ihn, mich los zu lassen und sich nicht wie ein räudiger Straßenköter zu benehmen. Allerdings ohne Erfolg, im Gegenteil, er wurde grob. Er glaube mir nicht, dass ich aus lauteren Motiven in den Orden gegangen bin, warf mir vor, ich hätte ein Techtelmechtel mit Kommandant Neranos. ich weiß zwar nicht, woher er diese Information hat, dass ich beim Kommandanten eingeladen war und wir einen sehr angenehmen Abend verbracht haben, aber das ist auch einerlei. Renaldo meinte, ich solle mich nicht zieren.
Er hat mich zwar nicht geschlagen, aber er hätte sich wohl mit Gewalt genommen was er haben wollte, seine Hände waren bereits wie Schraubstöcke an mir. Zum Glück kam Heribert herein und hat das ganze mit wenigen Worten beendet. Renaldos Kommentar war lediglich, dass wir uns noch sprechen würden."

Leas Blick war die ganze Zeit starr auf den Boden gerichtet, und nun zitterte sie tatsächlich wie Espenlaub. Langsam blickte sie Castillá wieder an, in ihren Augen lag die Angst, die sie tags zuvor durchgestanden hatte.

"Der Kommandant weiß über diesen Vorfall Bescheid, er hat mir über seinen Diener auch eine Waffe zukommen lassen, die meiner Verteidigung dienen sollte. Und Neranos meinte, wenn, dann seid Ihr derjenige, der mir helfen könnte. Seine Befugnisse würden nicht so weit reichen. Bruder Castillá ich habe tatsächlich Angst, wenn ich mich in den Klostermauern bewege. Hinter jedem Strauch fürchte ich, lauert mir Renaldo auf. Wahrscheinlich leide ich mittlerweile unter Verfolgungswahn oder so etwas. Aber da ist noch etwas, was mir nicht aus dem Kopf geht. Wie kommt Renaldo zu einem Landsitz? Hat er vermögende Verwandtschaft? Ein Erbe? Als Klosterbruder dachte ich eigentlich, hat man kein Geld?"

Sie legte ihr Buch zur Seite, stand auf, und ging zur Wasser-Karaffe. "Darf ich mir nachschenken?" Nachdem Castillá zerstreut genickt hatte, füllte sie ihren Becher noch einmal und trank ihn leer. Erst jetzt ließ das Zittern nach, sie kehrte zurück zu ihrem Platz und wartete, was der Kirchenvorsteher dazu sagen würde.

Modifié par Bellandyrs, 30 avril 2011 - 08:37 .


#1818
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Bruder Castillá hörte Leanoras Ausführungen sehr genau zu. Dabei legte sich seine Stirn in Falten, und er zwirbelte seinen Spitzbart zwischen seinen Fingern. Das eine oder andere Mal war er versucht, die Frau zu unterbrechen und etwas einzuwerfen, doch stattdessen hielt er sich zurück und ließ diese aussprechen. Und selbst danach schwieg er noch eine Weile, in der er sich nachdenklich gegen sein Kinn tippte.
 
„Hmm“, meinte er schließlich. „Ich habe schon seit einer geraumen Weile den Verdacht, dass Bruder Renaldo nicht nur ein Ungläubiger ist, sondern zudem noch seine Position für kriminelle Machenschaften ausnutzt. Nur fiel er bisher lediglich durch Unkeuschheit und ungebührlichem Benehmens auf. Jedoch hatte er bisher nur mit Schwestern intimen Kontakt, die dies auch gewollt haben. Das gefiel mir zwar nicht, doch konnte ich nichts dagegen tun, da er immer zu seiner Tante gerannt ist, wenn ich ihn zur Rechenschaft ziehen wollte. Wie ich Euch ja bereits gesagt habe, ist er der Neffe der Ehrwürdigen Mutter, was die ganze Sache sehr verkompliziert. In diesem Fall jedoch wird ihm nicht einmal das etwas helfen können. Trotzdem müssen wir sehr vorsichtig sein. Sollten wir einen Fehler begehen, könnte uns das unseren Kopf kosten, insbesondere wenn der Inquisitor Gromschlag davon Wind bekommen sollte.“
 
Der Kirchenverwalter nahm einen Schluck Wasser, während er vor sich hingrübelte. Dabei sah er geistesabwesend auf die Tischplatte. Erst nachdem er den Becher abgesetzt und ihn wieder auf dem Tisch abgestellt hatte, blickte er Leanora wieder fest in die Augen. „Ihr müsst wissen, dass Renaldo das Schwarze Schaf einer einflussreichen Familie hier in Denerim ist, die ihn hier in die Kirche gesteckt haben, um ihn loszuwerden. Zumindest war das die offizielle Begründung, die der Ehrwürdigen Mutter aufgetischt worden ist. Sie sollte sich um ihn kümmern und ihn auf den Pfad der Tugend zurückführen. Darauf sprang die gutmütige, wenn auch etwas senile, alte Frau natürlich sofort an. Doch nachdem, was ich nun von Euch gehört habe, scheint er aus einem ganz anderen Grund hier zu sein. Wenn wir herausfinden, was er wirklich hier will, dann haben wir auch etwas, womit wir ihn ein für allemal loswerden können. Doch das wird sicher nicht leicht werden. Und mit Sicherheit auch ziemlich gefährlich.“
 
Bruder Castillá machte eine kurze Pause, in der er nachdenklich zur Decke hinaufblickte. Doch nur für einen Moment. Danach sah er Leanora wieder direkt ins Gesicht, und seine Augen schienen die ihren geradezu zu durchdringen. „Es ist zwar riskant, aber wenn wir beide zusammenarbeiten, können wir bestimmt Renaldo für seine Taten zur Rechenschaft ziehen. Ich habe zwar noch keinen konkreten Plan, aber mir wird da schon noch was einfallen. Falls Ihr mir dabei helfen wollt, so kommt heute Abend nach der Andacht wieder zu mir. Bis dahin wird mir sicher etwas eingefallen sein. Und macht Euch keine Sorgen wegen Bruder Renaldo. Er ist heute im Auftrag der Ehrwürdigen Mutter in die Stadt gegangen und wird vor heute Nacht nicht zurück erwartet. Ihr könnt also unbesorgt Eurem Tagewerk nachgehen. Wir sehen uns dann heute Abend, falls Ihr bereit sein solltet, uns in dieser Angelegenheit zu helfen. Doch bevor Ihr nun geht, habe ich noch zwei Fragen an Euch. Zum einen würde mich interessieren, ob Ihr noch jemand anders als den Kommandanten ins Vertrauen gezogen habt. Jemanden, der uns vielleicht helfen könnte. Und zum anderen möchte ich wissen, ob etwas an dem ist, was Renaldo gesagt hat. Ich meine, die Sache mit Neranos und Euch. Ist da mehr als Freundschaft zwischen Euch beiden?“
 
 

#1819
Bellandyrs

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Lea war heilfroh zu hören, dass Renaldo den ganzen Tag unterwegs war. Sofort entspannte sie sich, ein erleichterter Seufzer entfuhr ihren Lippen. Allerdings brachte sie die Frage in Verlegenheit, ob mehr als Freundschaft zwischen Neranos und ihr war. War es denn mehr? Ihr Herz sagte ja, aber ihr Verstand nein.

"Schwester Lucia wurde von mir ins Vertrauen gezogen, Bruder Castillá. Sie hatte bereits ihre Hilfe angeboten, aber zu zweit wußten wir nicht so recht, was wir tun könnten. Dem Erbauer sei Dank, dass Renaldo heute nicht im Kloster weilt. Um Eure andere Frage zu beantworten: es ist nicht mehr als Freundschaft zwischen uns. Wir schätzen uns sehr und ich gebe zu, wir fühlen uns voneinander angezogen, dennoch wissen wir beide was dem Anstand gebührt. An jenem Abend haben wir uns hervorragend miteinander unterhalten, festgestellt, dass wir viele gemeinsame Interessen haben. Aber seid versichert, dass es nur eine Freundschaft ist, und keine Romanze."
Sie schmunzelte leicht und fügte hinzu: "Hätte ich ihn kennengelernt bevor ich ins Kloster eingetreten bin, hätte das ganze vielleicht anders ausgesehen. Aber das, Bruder Castillá, war ein anderes Leben, eine andere Zeit."

Ihr Blick richtete sich verträumt auf einen unbestimmten Punkt in der Ferne, aber der Augenblick währte nur kurz. Schnell fasste sie sich wieder.
"Wie kommt Ihr auf die Idee, dass Bruder Renaldo seine Position für kriminelle Machenschaften ausnutzt? Während meiner Reise hierher habe ich etwas aufgeschnappt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er damit zu tun hat...". Lea überlegte, ob sie Bruder Castillá von den entführten Kindern erzählen sollte. Aber verliefen die Informationen, die sie hatten, nicht auch bisher in Denerim?
"Vor allem will ich keine falschen Anschuldigungen machen, Bruder Castillá. Ihr könnt auf mich zählen, wenn es darum geht, ihm das Handwerk zu legen, sobald wir handfeste Beweise haben. Nur eine Bitte habe ich: laßt meinen Namen aus dem Spiel. Es könnte sein, dass ich von irgend jemanden erkannt werde, der sich rächen würde, und ich wäre im Kloster nicht mehr sicher. Geschweige denn, das Kloster selber."
Leanora überlegte fieberhaft. Aber sie hatte bereits angefangen, zu erzählen, und Bruder Castillá würde sicher nachfragen. So entschloß sie sich, alles zu erzählen, was sie von den entführten Kindern wußte, mitsamt den Hinweisen die sie hatten, ließ dabei aber ihre Gefährten wohlweislich aus dem Spiel. Davon mußte er nichts wissen. Sie erklärte ihm, dass sie dies alles während ihrer Reise beziehungsweise Flucht von zu Hause erfahren hatte, wenn sie in den verschiedenen Dörfern oder Gehöften Rast gemacht hatte. Außerdem erzählte sie ihm, dass dabei der Name Esthá Gianauro aufgetaucht war.

"Wie gesagt, ich will keine falschen Anschuldigungen machen. Aber könnte es damit zu tun haben?"

#1820
Kisu

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Sha´ira erwachte mit den ersten Vogelrufen , noch vor Sonnenaufgang . Sie wälzte sich auf ihrer Liege herum und stellte fest , das die die Nacht in ihrer Rüstung verbracht hatte . Sie setzte sich auf und blickte sich um . Lydia lag wie tot auf ihrer Liege und schien zu schlafen wie ein Stein . So leise sie konnte stand sie von der Liege auf und kletterte ins Lagerhaus hinunter . Dort war es ebenfalls still , also schlich sie hinaus in den Hafen .
Die ersten Sonnenstrahlen griffen bereits durch das Zwielicht des Morgens und erfüllten die Gassen Denerims mit einem rötlichen Licht . Golden tanzte der Sonnenschein auf den kalten Wellen im Hafen und die seidenen Lichtfinger griffen durch den Nebel der Nacht . Die Welt erwachte hier im Süden nicht anders , als sie es im Norden tat und so begann Sha´ire ihren Tag , wie sie es immer tat . Mit einem Gebet . Sie mochte zwar dem Mondclan angehören , doch war ihr der Sonnenaufgang ebenso heilig die der Sonnenuntergang .
Sie setzte sich vor das Lagerhaus und begann ihre Verse zu rezitieren .
"Anor, Ithil ar elenath le beriar.
Di nathar vellyn lín.
Man ceril ar ias le,
Di silir allen míriel.
Dan ledhil na raid ym,
Tiro le!
Cared lim i vorn i-faer ym,
Den ú-belir "
Noch eine Weile saß sie im Halbschatten , bis die Sonne weiter ihren Pfad am Himmel bestiegen hatte und meditierte . Doch wurde ihre Konzentration von unten herauf gestört . Ihr Magen knurrte , immerhin hatte sie seit drei Tagen nichts gegessen .

#1821
Aliens Crew

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„Das sind wirklich schwerwiegende Anschuldigungen, Schwester Sophia“, bemerkte Bruder Castillá nachdenklich und nahm noch einen Schluck Wasser. „Ich hatte ja schon immer den Verdacht, dass mit diesem Mann etwas faul ist, aber dies übertrifft dann doch meine kühnsten Vorstellungen. Aber möglich wäre es durchaus.“
 
Der Kirchenvorsteher sah für einen Moment grübelnd auf die Tischplatte. „Sollten wir dafür Beweise finden, so können wir die ganze Sache beruhigt an Inquisitor Gromschlag übergeben. So wie ich gehört habe, hat er eine Vorliebe dafür, Verbrecher in den Reihen der Kirche aufzuspüren und zu bestrafen. Und sollten wir gar einen Bezug zwischen Renaldo und Esthá Gianauro finden, so kann er sich auch darum kümmern, da er auch großen politischen Einfluss hat.“
 
Bruder Castillá leerte seinen Becher und stellte diesen beiseite. „Aber zunächst müssen wir uns überlegen, wie wir die Sache angehen werden. Und ich bin auch sicher, dass mir diesbezüglich was einfallen wird. Nur brauche ich dazu etwas Ruhe. Geht jetzt zurück an Euer Tagewerk, Schwester Sophia. Wir sehen uns heute Abend. Dann können wir darüber sprechen, wie wir diesem Mann das Handwerk legen können. Bis dahin wünsche ich Euch einen angenehmen Tag.“
 
Der alte Mann stand auf, bevor er damit begann im Raum auf und ab zu laufen und dabei leise vor sich hinzumurmeln.
 
 

#1822
Bellandyrs

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"Vielen Dank Bruder Castillá, wir sehen uns heute Abend. Der Erbauer möge Euch segnen."

Lea stand auf und verließ den Raum. Sie wußte, sie hatte Renaldo gerade für etwas beschuldigt, wo sie keinerlei Beweise hatte. Aber wenn er Dreck am Stecken hatte, so würde das auffliegen, auch wenn es nicht die entführten Kinder waren. Sie selber wäre schon froh, wenn dadurch der Name ihrer Familie wieder reingewaschen würde, und sie mit gutem Gewissen dem Kloster den Rücken kehren konnte.

Langsam machte sie sich auf den Weg in die Ställe der Templer, sie freute sich auf die Pferde, und ihr Herz klopfte auch ein wenig ungestümer, je näher sie sich dem Ziel näherte. Würde sie den Kommandanten sehen? Und wenn ja, würde er alleine sein? Auf die Anwesenheit oder gar Bekanntschaft von Inquisitor Gromschlag legte sie keinen Wert, im Gegenteil.

Dennoch schweiften ihre Gedanken zur Unterhaltung mit Bruder Castillá ab. War Esthá Gianauro so bekannt in Denerim? Der Kirchenvorsteher wußte immerhin, dass diese politischen Einfluß hatte, sonst hätte er das nicht erwähnt. Stellte sich die Frage, welchen Einfluß Renaldo hatte - oder seine Familie. Lea konnte nur hoffen, dass sie ihre Vertrauten nicht in Schwierigkeiten brachte. Dass das ganze eher einem Eiertanz glich, war ihr bewußt. Trotzdem - die Ereignisse hatten ihren Lauf genommen - es war nur eine Frage der Strategie und der Zeit, bis das ganze Früchte tragen würde. Und dass bei Renaldo irgendetwas außer Unkeuschheit zu finden war - davon war Lea absolut überzeugt.

Inzwischen hatte sie die Stallungen erreicht.
"Guten Tag Heribert" rief sie fröhlich in die Gasse, da sie nicht wußte, ob der Stallknecht überhaupt anwesend war.
Dann verschwand sie kurz in der kleinen Kammer, wo sie sich wieder die Stallhosen und die Stiefel anzog. Als erstes wollte sie nach dem Pferd sehen, welches sie gestern herumgeführt hatte, und es schien ihm gut zu gehen. Sachte tätschelte sie den Hals des Tieres.
"Na, du bist ja wieder wohlauf, das ist schön zu sehen. Dann kümmere ich mich mal um die anderen."

Sie holte Schubkarre und Mistgabel und begann, die Pferdeäpfel von der Einstreu zu entfernen.

#1823
SickOfItAll

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Lydia hatte schon lange nicht mehr so gut geschlafen , wie diese Nacht . Sie blieb noch eine ganze Weile auf ihrer Liege liegen und wälzte sich herum , bevor sie sich dazu durchringen konnte , schlussendlich aufzustehen . Als sie sich umsah , stellte sie fest , das Sha´ira schon aus den Federn war , offenbar eine Frühaufsteherin .
Sie zog sich notdürftig etwas über , der Hauch von Nichts , den sie diese Nacht beinahe getragen hatte war nicht unbedingt wärmend und es musste sie nicht jeder halbnackt sehen .
Als Sie die Leiter zur Dachkammer hinuntergeklettert war , stellte sie fest , das unten noch alles schlief . " Vernita ist noch nicht wach und schreit niemanden an ... wunderliches geht vor sich ... " sagte sie sich und pfiff , wie es die Vögel in den Bergen im Süden taten .
Sie durchsuchte stillschweigend die Futtertasche nach essbarem und fand was sie suchte . Mit Brot , Butter und Honig tapste sie nach draußen in die Sonne und setzte sich auf eine Kiste neben dem Tor zum Lagerhaus .
Sie wäre aber fast wieder von der Kiste gefallen , als Sha´ira plötzlich neben ihr auftauchte .
" Gorgor ! ... bei den Göttern , wo kommt ihr denn auf einmal her ? Kommt und setzt euch , ihr seht aus , als könntet ihr ein ganzes Schwein verschlingen . "

#1824
Aliens Crew

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„Nun, da kann mal wohl nicht mehr viel machen. So schön diese Spur auch war, diese hartnäckige Elfe scheint uns immer einen Schritt voraus zu sein“, bemerkte der Magus, welcher neben der Leiche eines Mannes hockte, seine Arme auch seine Oberschenkel ablegend und seine Hände nach unten baumeln lassend. Eingehend musterte er dabei die Wunde im Rücken des Toten.
 
„Diese verdammte Schlampe! Wenn sie doch endlich tot wäre!“ fluchte der Orlaisianer, welcher neben dem Magus stand und auf die Leiche der nackten Frau starrte, die im Bett dieses kleinen Kämmerleins lag.
 
„Es wird mir eine Freude sein, ihr diesen zu bereiten“, brummte der Qunari, der sich mit verschränkten Armen an dem Türpfosten anlehnte.
 
„Darum sind wir hier, meine Herren“, erwiderte der Magus und richtete sich wieder auf, bevor er sich an die Elfe wandte, die in diesem Augenblick zur Tür hereinkam. „Was habt Ihr für uns, meine Gute?“
 
„Der Tote da neben Euch ist, wie wir es bereits vermuteten, der Schieber Legin Dingolor, welcher sich neben anderen Dingen auch mit der Unterbringung und dem ein- bzw. rausschleusen von kriminellen Subjekten beschäftigt hatte.“
 
„Dann lief es wohl so ab, wie wir es uns bereits dachten“, unterbrach sie der Magus. „Die Elfe nahm seine Hilfe in Anspruch um Unterzutauchen und hat ihn dann anschließend beseitigt, um alle Spuren zu verwischen.“
 
„Vielleicht ist sie aber auch schon über alle Berge“, vermutete der Orlaisianer.
 
„Nein, das glaube ich nicht. Dann wäre sie längst weg. Ganz bestimmt. Nein, sie hat hier noch etwas zu erledigen, das ist so sicher wie das Feuer in Andrastes Kirchen. Und bis das getan ist, wird sie auch hier bleiben. Koste es, was es wolle!“ widersprach der Magier. Dann richtete er seinen Blick wieder auf die Elfe. „Gibt es sonst noch etwas, das wir wissen sollten?“
 
„Allerdings“, meinte diese grinsend. „Dieser Dingolor hatte einen Laufburschen, der in diesem Stadtviertel bekannt ist wie ein bunter Hund. Er wird aufgrund seiner Haar- und Augenfarbe „der Albinoelf“ genannt. Sein richtiger Name ist Shendár, und wie ich gesehen habe befindet er sich nicht unter den Leichen in dieser Spelunke.“
 
„Das ist zumindest ein Ansatz“, meinte der Magus und setzte sich in Bewegung. „Setzt die Zwillinge auf diesen Shendár an. Ich will diesen Albinoelfen haben und zwar so schnell wie möglich!“
 
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Vernita schreckte hoch. Sie öffnete die Augen und setzte sich ruckartig auf. Anschließend rieb sie sich den Nacken, während sie sich in der Lagerhalle umsah. Miandra lag noch auf ihrem Lager und schien zu schlafen. Auch Neria war noch nicht erwacht. Und ihr fiel nun auch auf, dass sich dieser komische, rothaarige Kerl, wie hieß er denn noch gleich, ach ja, Jyvindar nicht mehr hier in diesem Versteck aufhielt. Wo konnte er nur sein?
 
Die Elfe überlegte kurz, war sich aber ganz sicher, ihn letzte Nacht noch hier gesehen zu haben. War er nur kurz weg, oder hatte er sie verlassen? Vielleicht gefielen ihm seinen neuen Mitbewohner nicht.
 
Vernita schüttelte kurz den Kopf, um die Gedanken an diesen Mann möglichst schnell abzuschütteln. Es gab keine Verbindung zwischen ihnen und diesem Elfen, also spielte es wohl auch keine Rolle, ob er eventuell gefasst werden würde oder nicht.
 
So stand die Elfe auf, lockerte ihren Körper durch ein paar Dehnübungen, bevor sie sich auf die Suche nach etwas Essbarem begab.
 
 

#1825
Kaysallie

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Ein ziehender Schmerz in ihrem Bein, sorgte dafür, dass Miandra unangenehm aus ihrem Schlaf gerissen wurde. Sie hatte sich wohl unbewusst zur Seite gedreht, so dass ihr eigenes Gewicht auf ihr Bein drückte. Stöhnend setzte sie sich auf, wobei sich für einen kurzen Moment alles drehte, bevor sie einen weiteren Stich, doch dieses Mal in ihrem Kopf, vernahm.

„Beim Erbauer! Kaum ein paar Wochen unterwegs, schon vertrage ich nichts mehr!“, schimpfte sie und hielt sich dabei mit beiden Händen den Kopf.

„Sollte all das hier jemals ein Ende nehmen, so muss ich mich wohl wieder abhärten... Wie soll ich jemals Herrin einer Taverne werden, wenn mich meine Kunden unter den Tisch trinken!?“, noch während sie vor sich hinmurmelte, begann sie hektisch die Taschen zu durchwühlen, die neben ihrer Liege standen, auf der Suche nach dem Wasserschlauch.