Ruckartig wurde die Stalltür aufgestoßen, bis diese krachend gegen die Wand stieß. Einige der Pferde schreckten auf und fingen an zu schnauben und unruhig mit den Hufen zu scharren. Doch das interessierte den kleinen Mann nicht, der soeben den Stall betrat.
„Stallbursche!“ schrie der Zwerg durch die Boxengasse. „Stallbursche, ich brauche mein Pferd!“
Grummelnd ging Gromschlag weiter, als er nicht gleich eine Antwort erhielt. Seine Rüstung schepperte bei jedem seiner Schritte, während er in jede Pferdebox hineinsah, an der er vorbeischritt. Schließlich erreichte er die Box, in der Leanora gerade mit dem Ausmisten beschäftigt war.
„Seid Ihr etwa für die Pferde zuständig?“ sprach sie der Zwerg mit argwöhnisch klingender Stimme an. Mit seinem stechenden Blick musterte er die Frau von oben bis unten, bevor er diese durchdringend in die Augen starrte. „Irgendwie seht Ihr gar nicht wie ein Stallmädchen aus! Auch kommt mir Euer Gesicht merkwürdig bekannt vor…wer seid Ihr?!?“
Gromschlag stemmte die Hände in die Hüften und schaffte es irgendwie, von oben auf Leanora herabzusehen, obwohl er doch eigentlich kleiner war als sie selbst.
___________________________________________________________________________
Vernita fand einen Laib Brot, zwei Äpfel und eine deftige Mettwurst, in die sie sofort hineinbiss. Ein Schmunzeln legte sich auf ihr Gesicht, als sie hörte, dass Miandra erwacht war und ihre Taschen durchwühlte. Mit ihrem Frühstück in den Händen ging sie kauend zu ihrer Liege zurück, setzte sich und deponierte ihr Essen gleich neben sich.
„Was suchst du?“ fragte sie Miandra, nachdem sie ihren Bissen heruntergeschluckt hatte. „Hast du vielleicht Nachdurst von letzter Nacht? Warte, du kannst was von mir haben.“
Bei den letzten Worten wurde ihr Stimme ironisch, während sie aufstand, ihren Wasserschlauch nahm und damit zu der schwarzhaarigen Frau hinüberging. Vor ihr kam die Elfe zum Stehen und hielt Miandra den Schlauch hin. „Hier, bitte. Oder willst du lieber einen Branntwein zum Frühstück?“
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1826
Posté 05 mai 2011 - 03:07
#1827
Posté 05 mai 2011 - 06:21
Leanora stockte das Blut in den Adern, als der Zwerg sie plötzlich ansprach. Sie hatte zwar das Poltern der Tür vernommen, und dachte sich dabei noch, dass Heribert eigentlich zartfühlender damit umgehen sollte, sonst würde er die Tiere noch scheu machen, aber war dann so in Gedanken versunken dass sie den Inquisitor nicht gehört hatte.
Sie hatte sich jedoch schnell wieder gefangen, es war keine Unsicherheit an ihr als sie ihren Blick züchtig gen Boden senkte und den Zwerg begrüßte:
"Den Erbauer zum Gruß, werter Inquisitor. Welche Frage soll ich zuerst beantworten? Nun, am besten der Reihenfolge nach. Für die Pferde bin ich nur teilweise zuständig, am Vormittag kümmere ich mich darum, am Nachmittag um das Nutzvieh des Klosters. Zu meinen obersten Aufgaben zählt, dass die Boxen sauber sind, die Tiere mit Futter versorgt werden, und gestern zum Beispiel mußten alle Pferde auf Hochglanz gestriegelt werden.
Wenn Ihr den Stallburschen sucht, der Tag und Nacht für die Tiere verantwortlich ist: das ist Heribert, und den habe ich heute auch noch nicht gesehen. Ist aber gut möglich, dass wir aneinander vorbeigelaufen sind, und er im Stall war wenn ich draussen am Misthaufen war.
Und um Eure andere Frage zu beantworten: ich bin Schwester Sophia, Laienschwester am Kloster. Vielleicht sehe ich deswegen nicht wie ein Stallmädchen aus. Aber ich liebe Tiere, und von daher meinte Bruder Castillá, dass mein Tagwerk mit diesen Aufgaben wohl zur vollen Zufriedenheit aller erledigt wird. Habt Ihr noch Fragen oder darf ich meine Arbeit nun weitermachen?" Ihr Ton war dabei aber freundlich und höflich, sie wollte dem Inquisitor keinen Grund geben, sich über sie zu ärgern. Auch wenn die eiskalte Hand, die nach ihrem Herzen griff, stärker wurde.
Sie hatte sich jedoch schnell wieder gefangen, es war keine Unsicherheit an ihr als sie ihren Blick züchtig gen Boden senkte und den Zwerg begrüßte:
"Den Erbauer zum Gruß, werter Inquisitor. Welche Frage soll ich zuerst beantworten? Nun, am besten der Reihenfolge nach. Für die Pferde bin ich nur teilweise zuständig, am Vormittag kümmere ich mich darum, am Nachmittag um das Nutzvieh des Klosters. Zu meinen obersten Aufgaben zählt, dass die Boxen sauber sind, die Tiere mit Futter versorgt werden, und gestern zum Beispiel mußten alle Pferde auf Hochglanz gestriegelt werden.
Wenn Ihr den Stallburschen sucht, der Tag und Nacht für die Tiere verantwortlich ist: das ist Heribert, und den habe ich heute auch noch nicht gesehen. Ist aber gut möglich, dass wir aneinander vorbeigelaufen sind, und er im Stall war wenn ich draussen am Misthaufen war.
Und um Eure andere Frage zu beantworten: ich bin Schwester Sophia, Laienschwester am Kloster. Vielleicht sehe ich deswegen nicht wie ein Stallmädchen aus. Aber ich liebe Tiere, und von daher meinte Bruder Castillá, dass mein Tagwerk mit diesen Aufgaben wohl zur vollen Zufriedenheit aller erledigt wird. Habt Ihr noch Fragen oder darf ich meine Arbeit nun weitermachen?" Ihr Ton war dabei aber freundlich und höflich, sie wollte dem Inquisitor keinen Grund geben, sich über sie zu ärgern. Auch wenn die eiskalte Hand, die nach ihrem Herzen griff, stärker wurde.
Modifié par Bellandyrs, 05 mai 2011 - 06:23 .
#1828
Posté 06 mai 2011 - 10:36
Miandra warf Vernita einen stechenden Blick zu und schnaubte kurz darauf verächtlich, bevor sie den Wasserschlauch entgegen nahm und daraus trank als wäre sie kurz vor dem Verdursten.
"Ihr könnt Eure gute Laune gerne wo anders verbreiten... vielleicht dort drüben bei Eurer Magierfreundin.", sagte sie anschließend gereizt und deutete dabei ein wenig in Nerias Richtung. Miandra hatte gerade wenig Interesse daran, dass sich Vernita über sie lustig machte. Ihr Bein schmerzte, ebenso wie ihr Kopf und sie fühlte sich als hätte sie jemand verprügelt.
"Und nur keine Eile damit ihr zu berichten was gestern vorgefallen ist, schließlich haben wir ja alle Zeit der Welt.", fügte sie noch finster und ironisch hinzu, bevor sie sich von der Elfe abwandte und sich ihr Gesicht mit dem Wasser aus dem Schlauch wusch. Doch auch wenn Ironie in ihren Worten lag, so konnte man wohl heraushören, dass sie mit "gestern" eigentlich nur ihre Verletzung meinte. Aber um direkt darauf hinzuweisen, dass sie Schmerzen hatte und unmöglich mit der Verletzung durch halb Denerim laufen konnte, war sie wohl zu stolz.
"Ihr könnt Eure gute Laune gerne wo anders verbreiten... vielleicht dort drüben bei Eurer Magierfreundin.", sagte sie anschließend gereizt und deutete dabei ein wenig in Nerias Richtung. Miandra hatte gerade wenig Interesse daran, dass sich Vernita über sie lustig machte. Ihr Bein schmerzte, ebenso wie ihr Kopf und sie fühlte sich als hätte sie jemand verprügelt.
"Und nur keine Eile damit ihr zu berichten was gestern vorgefallen ist, schließlich haben wir ja alle Zeit der Welt.", fügte sie noch finster und ironisch hinzu, bevor sie sich von der Elfe abwandte und sich ihr Gesicht mit dem Wasser aus dem Schlauch wusch. Doch auch wenn Ironie in ihren Worten lag, so konnte man wohl heraushören, dass sie mit "gestern" eigentlich nur ihre Verletzung meinte. Aber um direkt darauf hinzuweisen, dass sie Schmerzen hatte und unmöglich mit der Verletzung durch halb Denerim laufen konnte, war sie wohl zu stolz.
Modifié par Kaysallie, 07 mai 2011 - 09:57 .
#1829
Posté 06 mai 2011 - 10:54
„Schwester Sophia also. Schön, schön“, brummelte Gromschlag vor sich hin, während er die Frau vor sich eingehend musterte. „Ihr seid doch der Neuzugang, nicht wahr?“
Leanora stockte für einen Moment der Atem, als sie die Worte des Zwerges vernahm. „Jetzt schaut nicht so überrascht. Ich informiere mich eben immer über die Orte, in denen ich ein Quartier beziehe. Es kann gut sein, dass ich später noch ein oder zwei Fragen an Euch haben werde. Richtet Euch schon einmal darauf ein. Doch jetzt benötige ich zunächst einmal mein Pferd. Doch da Ihr mir dabei anscheinend keine Hilfe seid und auch nicht wisst, wo sich dieser Heribert aufhält, werde ich wohl weiter nach ihm suchen müssen. Geht wieder an die Arbeit. Wir sprechen dann später miteinander.“
Nach diesen Worten drehte sich der Inquisitor unverrichteter Dinge wieder um und stapfte weiter durch die Boxengasse, während er weiter nach dem Stallburschen schrie.
___________________________________________________________________________
„Hey, hey! Weshalb so schlecht gelaunt?“ grinste Vernita weiter und setzte sich wieder auf ihre Liege, wo ihr gleich ihr Frühstück entgegen gerollt kam. „Wenn dir deine Verletzung weh tun sollte, dann beschwere dich nicht bei mir. Ich hatte dir ja schließlich meine Hilfe angeboten, aber du wolltest ja nicht. Vielleicht hörst du ja das nächste Mal auf deine Vernita.“
Verschmitzt grinsend biss sie in einen der Äpfel, während so ein freches Leuchten in ihren Augen zu blitzen schien. „Und wenn du keinen Alkohol verträgst, dann solltest du vielleicht besser bei Milch bleiben.“
Die Elfe lachte kurz auf und klopfte sich dabei auf die Schenkel, hatte sich aber schon nach kurzer Zeit wieder im Griff. Wesentlich ernster fuhr sie dann fort: „Und wie ich festgestellt habe, hat sich unser neuer rothaariger Freund wohl aus dem Staub gemacht. Gestern war er noch da, doch heute morgen habe ich nichts mehr von ihm gesehen. Ich hoffe nur, dass uns das keinen neuen Ärger einbringen wird.“
Leanora stockte für einen Moment der Atem, als sie die Worte des Zwerges vernahm. „Jetzt schaut nicht so überrascht. Ich informiere mich eben immer über die Orte, in denen ich ein Quartier beziehe. Es kann gut sein, dass ich später noch ein oder zwei Fragen an Euch haben werde. Richtet Euch schon einmal darauf ein. Doch jetzt benötige ich zunächst einmal mein Pferd. Doch da Ihr mir dabei anscheinend keine Hilfe seid und auch nicht wisst, wo sich dieser Heribert aufhält, werde ich wohl weiter nach ihm suchen müssen. Geht wieder an die Arbeit. Wir sprechen dann später miteinander.“
Nach diesen Worten drehte sich der Inquisitor unverrichteter Dinge wieder um und stapfte weiter durch die Boxengasse, während er weiter nach dem Stallburschen schrie.
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„Hey, hey! Weshalb so schlecht gelaunt?“ grinste Vernita weiter und setzte sich wieder auf ihre Liege, wo ihr gleich ihr Frühstück entgegen gerollt kam. „Wenn dir deine Verletzung weh tun sollte, dann beschwere dich nicht bei mir. Ich hatte dir ja schließlich meine Hilfe angeboten, aber du wolltest ja nicht. Vielleicht hörst du ja das nächste Mal auf deine Vernita.“
Verschmitzt grinsend biss sie in einen der Äpfel, während so ein freches Leuchten in ihren Augen zu blitzen schien. „Und wenn du keinen Alkohol verträgst, dann solltest du vielleicht besser bei Milch bleiben.“
Die Elfe lachte kurz auf und klopfte sich dabei auf die Schenkel, hatte sich aber schon nach kurzer Zeit wieder im Griff. Wesentlich ernster fuhr sie dann fort: „Und wie ich festgestellt habe, hat sich unser neuer rothaariger Freund wohl aus dem Staub gemacht. Gestern war er noch da, doch heute morgen habe ich nichts mehr von ihm gesehen. Ich hoffe nur, dass uns das keinen neuen Ärger einbringen wird.“
#1830
Posté 06 mai 2011 - 11:36
Lydia und Sha´ira saßen eine Weile schweigend auf der Kiste , aßen und genossen die ersten Sonnenstrahlen . Schließlich hörte Lydia Stimmen und Gelächter von drinnen .
" Sehet da , der Rest kommt aus den Federn . Komm , mal sehen , ob Vernita heute ansprechbar ist . " sagte Lydia und grinste frech . Sie klettert von der Kiste herunter und lugte ins Lagerhaus .
" Guten Morgen die Damen ! Ich hoffe doch , ihr habt anständig geschlafen ? " worauf sie gefolgt von Sha´ira ins Lagerhaus trat und die spärlichen Überreste ihres Frühstücks wieder in die Tasche packten .
" Seit ihr wieder ansprechbar , oder muss man sich über Spätfolgen gedanken machen ? " sagte sie schlieslich zu Miandra , welche wohl am liebsten sterben wollte , so wie sie aussah .
Wieder zu Vernita gewand fuhr sie fort .
" Viel zu Essen haben wir nicht mitgenommen , aber im alten Versteck ist noch ein ganzer Berg . Ich habe einen Plan , wie wir diesen Berg hierherschaffen können , ohne aufzufallen . Außerdem werden wir beide später die Umgebung erkunden , es wäre sinnvoll zu wissen , wo wir hinkönnen , wenn wir einmal sollten schnell verschwinden müssen . . . Wie sieht es eigentlich am alten Versteck aus . Ist es ausgehoben worden ? "
" Sehet da , der Rest kommt aus den Federn . Komm , mal sehen , ob Vernita heute ansprechbar ist . " sagte Lydia und grinste frech . Sie klettert von der Kiste herunter und lugte ins Lagerhaus .
" Guten Morgen die Damen ! Ich hoffe doch , ihr habt anständig geschlafen ? " worauf sie gefolgt von Sha´ira ins Lagerhaus trat und die spärlichen Überreste ihres Frühstücks wieder in die Tasche packten .
" Seit ihr wieder ansprechbar , oder muss man sich über Spätfolgen gedanken machen ? " sagte sie schlieslich zu Miandra , welche wohl am liebsten sterben wollte , so wie sie aussah .
Wieder zu Vernita gewand fuhr sie fort .
" Viel zu Essen haben wir nicht mitgenommen , aber im alten Versteck ist noch ein ganzer Berg . Ich habe einen Plan , wie wir diesen Berg hierherschaffen können , ohne aufzufallen . Außerdem werden wir beide später die Umgebung erkunden , es wäre sinnvoll zu wissen , wo wir hinkönnen , wenn wir einmal sollten schnell verschwinden müssen . . . Wie sieht es eigentlich am alten Versteck aus . Ist es ausgehoben worden ? "
#1831
Posté 07 mai 2011 - 10:33
Miandra ignorierte Vernita einfach, und wandte sich an Lydia, „Wir haben genug zu essen, und ich glaube nicht, dass es in irgendeiner Weise so klug wäre, jemals wieder zu dieser Schmiede zu gehen. Ich habe da von… irgendjemandem gehört, dass sich dort etwas ziemlich Ungemütliches zugetragen hat. Und Ihr braucht Euch nicht am Hafen umzusehen, da ich das bereits getan habe. Wenn Ihr nach Süden geht, findet Ihr lange nichts, außer einem leer stehenden Hafengelände. Erst später einige ärmere Wohnhäuser, sowie eine schäbige Taverne und die Stadtmauer. Geht Ihr nach Norden, kommt Ihr zum eigentlichen Hafen, wo es wohl nur so von Fischhändlern und Reisenden, sowie Wachen wimmelt. Und im Westen befindet sich die eigentliche Stadt Denerim, der Markt und viel Getümmel… und, dass im Osten das Meer liegt, brauche ich Euch wohl nicht zu erklären.“, anschließend wandte sie sich seufzend ab, und suchte sich ebenfalls etwas zu essen aus einer der Taschen.
„Aber wahrscheinlich hört Ihr ohnehin nicht auf mich…“, murmelte sie dabei nur, bevor sie in einen Apfel biss.
„Aber wahrscheinlich hört Ihr ohnehin nicht auf mich…“, murmelte sie dabei nur, bevor sie in einen Apfel biss.
#1832
Posté 07 mai 2011 - 11:40
Sha´ira lauschte den Ausführungen der Frau . Besonders freundlich schien sie nicht zu sein . Schließlich meldete sie sich zu Wort . " Vergebt mir meine Störung , aber die Frage beantwortet dies nicht . Ich gehe warscheinlich recht in der Annahme , das Lydia sich in der Stadt auskennt . Ich habt aber nichts von Fluchtmöglichkeiten gesagt . Außerdem wüsste ich nun gerne , wie wir weiter verfahren . Lydia hat mir erzählt , was bisher geschah , aber wie wird es weitergehen ? "
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sah Vernita fragend an .
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sah Vernita fragend an .
#1833
Posté 07 mai 2011 - 08:23
Miandra blickte zu Sha´ira, und musterte diese eindringlich mit einem herablassenden Blick.
"Hm, wenn sie sich denn so gut auszukennen vermag, wie Ihr behauptet, warum dann überhaupt die Frage? Und verzeiht, wenn ich Euch nicht jedes Detail erzähle, wo Ihr am besten hinlaufen müsst wenn Gefahr droht, aber ich dachte Ihr seid dazu imstande anhand meiner Angaben selbst zu schlussfolgern, was wohl der beste Weg sein könnte. Aber scheinbar seid Ihr kurzsichtiger als ich dachte.", sagte sie zynisch, und wollte sich gerade wieder abwenden, als ihr noch etwas in den Sinn kam, "Ach und solltet Ihr jemals vor haben in die Stadt zu gehen, so solltet Ihr Euch vielleicht etwas passender kleiden.. es sei denn Ihr habt vor alle Blicke auf Euch zu ziehen."
Anschließend drehte sie sich zur Seite und aß weiter den Apfel, wobei sie leicht genervt den Kopf schüttelte.
"Hm, wenn sie sich denn so gut auszukennen vermag, wie Ihr behauptet, warum dann überhaupt die Frage? Und verzeiht, wenn ich Euch nicht jedes Detail erzähle, wo Ihr am besten hinlaufen müsst wenn Gefahr droht, aber ich dachte Ihr seid dazu imstande anhand meiner Angaben selbst zu schlussfolgern, was wohl der beste Weg sein könnte. Aber scheinbar seid Ihr kurzsichtiger als ich dachte.", sagte sie zynisch, und wollte sich gerade wieder abwenden, als ihr noch etwas in den Sinn kam, "Ach und solltet Ihr jemals vor haben in die Stadt zu gehen, so solltet Ihr Euch vielleicht etwas passender kleiden.. es sei denn Ihr habt vor alle Blicke auf Euch zu ziehen."
Anschließend drehte sie sich zur Seite und aß weiter den Apfel, wobei sie leicht genervt den Kopf schüttelte.
#1834
Posté 07 mai 2011 - 09:06
Sha´ira lachte rau . " Schön und gut , ich werde dank euch schon wissen , ich welche Richtung ich zu laufen habe , aber habt ihr schonmal über Geheimwege oder Ähnliches nachgedacht ? Aber wollen wir doch keine Feinde sein , wo ich euren Namen nichteinmal kenne . Ich nehme an , ihr wisst bereits , das ich Sha´ira genannt werde . Eure Freundin Vernita wird es euch schon gesagt haben . "
Sie setzte sich auf eine der Kisten in der Nähe und fuhr fort .
" Mich passend kleiden ? Ich bin passend gekleidet . Dies ist die Tracht der Kampftänzer und ich trage sie nicht ohne Grund . Ich bin stolz darauf sie tragen zu dürfen . Aber lassen wir das , ihr aus Ferelden versteht davon nichts . Nun , zumindest nicht alle , einige scheinen zu begreifen . "
Wobei sie mit dem Kopf zu Lydia nickte .
" Sie versteht . Vielleicht , weil sie meine Sprache spricht , besser als ich die eure . "
Sie setzte sich auf eine der Kisten in der Nähe und fuhr fort .
" Mich passend kleiden ? Ich bin passend gekleidet . Dies ist die Tracht der Kampftänzer und ich trage sie nicht ohne Grund . Ich bin stolz darauf sie tragen zu dürfen . Aber lassen wir das , ihr aus Ferelden versteht davon nichts . Nun , zumindest nicht alle , einige scheinen zu begreifen . "
Wobei sie mit dem Kopf zu Lydia nickte .
" Sie versteht . Vielleicht , weil sie meine Sprache spricht , besser als ich die eure . "
#1835
Posté 07 mai 2011 - 11:40
"Hätte ich Geheimwege entdeckt, so hätte ich sie erwähnt.", erwiderte Miandra knapp, und blickte erneut zu Sha´ira, welche sich auf eine der Kisten gesetzt hatte. Zweifelnd musterte sie diese angebliche Tracht, und schüttelte verständnislos des Kopf.
"Es sind nur Kleider, oder Rüstungen. Kleider halten uns warm, da wir nicht wie Tiere mit einem Fell geboren werden, aber mit zwei Händen um uns etwas Ähnliches herzustellen. Rüstungen um uns vor Angriffen zu schützen. Nicht mehr, und nicht weniger. Aber das was ihr da anhabt... Wozu soll das dienen? Ihr sagtet es habe einen Grund, wieso ihr sie tragt, aber ich sehe keinen - zumindest keinen sinnvollen.", erneut wandte sie sich ab, und rutsche ein wenig auf ihrer Liege herum, bis sie in einer angenehmeren Position saß. Anschließend streifte sie sich die Hose ein Stück nach unten, und begutachtete den Verband an ihrem Oberschenkel. Es war ein wenig Blut durch diesen gesickert.
"Und meinen Namen... naja, Feinde habe ich eh schon genug, also nennt mich Miandra.", sagte sie noch leise mit einer plötzlichen Ruhe, ohne von ihrem Bein wegzusehen.
"Es sind nur Kleider, oder Rüstungen. Kleider halten uns warm, da wir nicht wie Tiere mit einem Fell geboren werden, aber mit zwei Händen um uns etwas Ähnliches herzustellen. Rüstungen um uns vor Angriffen zu schützen. Nicht mehr, und nicht weniger. Aber das was ihr da anhabt... Wozu soll das dienen? Ihr sagtet es habe einen Grund, wieso ihr sie tragt, aber ich sehe keinen - zumindest keinen sinnvollen.", erneut wandte sie sich ab, und rutsche ein wenig auf ihrer Liege herum, bis sie in einer angenehmeren Position saß. Anschließend streifte sie sich die Hose ein Stück nach unten, und begutachtete den Verband an ihrem Oberschenkel. Es war ein wenig Blut durch diesen gesickert.
"Und meinen Namen... naja, Feinde habe ich eh schon genug, also nennt mich Miandra.", sagte sie noch leise mit einer plötzlichen Ruhe, ohne von ihrem Bein wegzusehen.
#1836
Posté 08 mai 2011 - 03:29
Als Lydia sie ansprach, wollte Vernita ihr schon eine ihrer verständnislosen Antworten geben, doch da kam ihr Miandra bereits zuvor. Ziemlich amüsiert lehnte sich die Elfe zurück, hörte dem Gespräch zu und grinste dabei. Gleichzeitig vertilgte sie den Rest ihres Frühstücks. Dann meldete sich auch noch diese neue Elfe Sha’ira zu Wort. Und auch ihr zeigte die schwarzhaarige Frau, was sie von Fremden und ihren vorwitzigen Fragen hielt. Als die beiden dann auf Sha’iras Rüstung zu sprechen kamen, konnte Vernita einfach nicht mehr anders. Das Bedürfnis, sich einzumischen, war einfach zu groß.
„Nun, Miandra hat ganz recht“, bemerkte sie mit einem abschätzigen Blick. „Das, was Ihr da eine Rüstung nennt, sieht man sonst nur in einem Bordell, in dem den Kunden „besondere“ Wünsche erfüllt werden. Als Kampfausrüstung scheint mir diese Tracht vollkommen ungeeignet, da sie keinerlei lebenswichtige Körperteile schützt. Was nützt es Euch, wenn Eure Arme und Beine abgeschirmt sind, wenn ich Euch selbst mit einem rostigen Schwert den Bauch aufschlitzen kann. Ziemlich witzlos das Ganze, meint Ihr nicht auch?“
Verächtlich grinste die Elfe ihr Gegenüber an, bevor dieses zerfaserte, und sie wieder ernst wurde. „Aber um auf Eure Frage zu unserem weiteren Vorgehen zurückzukommen. Wir finden unsere Feinde und löschen sie aus, bevor sie dasselbe mit uns tun können. Soweit im Groben. Um Euch weitere Details zu nennen, kenne ich Euch nicht gut genug. Ihr könntet ebenso gut zu unseren Feinden zählen. Und nur weil Ihr einer Verräterin und deren Liebhaber das Leben gerettet habt, traue ich Euch noch lange nicht über den Weg. Dazu bedarf es weit mehr als das. Aber keine Angst. Ihr werdet schon noch eine Gelegenheit bekommen, Euch zu beweisen oder eben durch mein Schwert zu sterben, je nachdem, was Euer Handeln antreibt. Solltet Ihr Euch allerdings als loyal und nützlich erweisen, so werdet Ihr feststellen, dass ich jemand bin, der Euch nicht hängen lässt, wenn es darum geht unserer gemeinsamen Feindin das Handwerk zu legen.“
Die Elfe strich sich über die Narbe an ihrem Hals, während sie grübelnd fortfuhr. „Allerdings rate ich Euch davon ab tagsüber in die Stadt zu gehen. Das ist für uns viel zu gefährlich. Am Ende führt Ihr unsere Feinde noch hierher. Und das würde mir gar nicht gefallen. Wir operieren nur nachts, um das Risiko einer Entdeckung zu minimieren. Und was die Schmiede betrifft, es gibt dort nichts mehr von Wert für uns, also haltet Euch davon fern. Das gilt auch für dich, Lydia. Verstanden?“
„Nun, Miandra hat ganz recht“, bemerkte sie mit einem abschätzigen Blick. „Das, was Ihr da eine Rüstung nennt, sieht man sonst nur in einem Bordell, in dem den Kunden „besondere“ Wünsche erfüllt werden. Als Kampfausrüstung scheint mir diese Tracht vollkommen ungeeignet, da sie keinerlei lebenswichtige Körperteile schützt. Was nützt es Euch, wenn Eure Arme und Beine abgeschirmt sind, wenn ich Euch selbst mit einem rostigen Schwert den Bauch aufschlitzen kann. Ziemlich witzlos das Ganze, meint Ihr nicht auch?“
Verächtlich grinste die Elfe ihr Gegenüber an, bevor dieses zerfaserte, und sie wieder ernst wurde. „Aber um auf Eure Frage zu unserem weiteren Vorgehen zurückzukommen. Wir finden unsere Feinde und löschen sie aus, bevor sie dasselbe mit uns tun können. Soweit im Groben. Um Euch weitere Details zu nennen, kenne ich Euch nicht gut genug. Ihr könntet ebenso gut zu unseren Feinden zählen. Und nur weil Ihr einer Verräterin und deren Liebhaber das Leben gerettet habt, traue ich Euch noch lange nicht über den Weg. Dazu bedarf es weit mehr als das. Aber keine Angst. Ihr werdet schon noch eine Gelegenheit bekommen, Euch zu beweisen oder eben durch mein Schwert zu sterben, je nachdem, was Euer Handeln antreibt. Solltet Ihr Euch allerdings als loyal und nützlich erweisen, so werdet Ihr feststellen, dass ich jemand bin, der Euch nicht hängen lässt, wenn es darum geht unserer gemeinsamen Feindin das Handwerk zu legen.“
Die Elfe strich sich über die Narbe an ihrem Hals, während sie grübelnd fortfuhr. „Allerdings rate ich Euch davon ab tagsüber in die Stadt zu gehen. Das ist für uns viel zu gefährlich. Am Ende führt Ihr unsere Feinde noch hierher. Und das würde mir gar nicht gefallen. Wir operieren nur nachts, um das Risiko einer Entdeckung zu minimieren. Und was die Schmiede betrifft, es gibt dort nichts mehr von Wert für uns, also haltet Euch davon fern. Das gilt auch für dich, Lydia. Verstanden?“
Modifié par Aliens Crew, 14 mai 2011 - 11:50 .
#1837
Posté 08 mai 2011 - 04:55
"Wisst ihr , ihr beide seit eine Ausgeburt von Freundlichkeit und Fröhlichkeit .Glaubt mir , ich weis was ich tue und Sha´ira weis was sie tut , sonst wären wir beide nicht hier . " sagte Lydia hart zu Vernita . Langsam wurde sie vom Verhalten der beiden Frauen zornig .
" Es kann nicht die Lösung sein , alles und jeden umzubringen ! Und hütet euch , Sha´ira töten zu wollen , oder sonst jemanden aus der Gruppe ! Ihr habt im Fort gesehen das ich kämpfen und töten kann und ich kann euch so oder so nicht ausstehen . Legt es nicht darauf an , das wir uns gegenseitig bekämpfen . "
Vernitas Engstirnigkeit und Uneinsichtigkeit bachten sie zur Weißglut und waren zudem nichteinmal ungefährlich für den Rest der Gruppe . Sie wusste , das Sie keine Hemmungen hatte , Unschuldige auf grausame Art und Weise zu töten .
" Ich bürge für Sha´ira Telcontar , das man ihr bedingungslos vertrauen kann und sich auf ihre Hilfe und Unterstützung verlassen kann ! "
Auch wenn Lydia fast wusste , das dies in Vernitas Augen soviel wie ´Nichts´ bedeutete .
" Es kann nicht die Lösung sein , alles und jeden umzubringen ! Und hütet euch , Sha´ira töten zu wollen , oder sonst jemanden aus der Gruppe ! Ihr habt im Fort gesehen das ich kämpfen und töten kann und ich kann euch so oder so nicht ausstehen . Legt es nicht darauf an , das wir uns gegenseitig bekämpfen . "
Vernitas Engstirnigkeit und Uneinsichtigkeit bachten sie zur Weißglut und waren zudem nichteinmal ungefährlich für den Rest der Gruppe . Sie wusste , das Sie keine Hemmungen hatte , Unschuldige auf grausame Art und Weise zu töten .
" Ich bürge für Sha´ira Telcontar , das man ihr bedingungslos vertrauen kann und sich auf ihre Hilfe und Unterstützung verlassen kann ! "
Auch wenn Lydia fast wusste , das dies in Vernitas Augen soviel wie ´Nichts´ bedeutete .
#1838
Posté 08 mai 2011 - 06:01
Sha´ira stutzte . Sie hatte schon viel Femdenfeindlichkeit in Ferelden erlebt , aber eine solche Hinterwäldlerin wie Vernita hatte sie selten gesehen .
" Ist das also eure Art Fremde zu begrüßen ? Ihnen zu drohen , sie zu erschlagen , wenn sie nicht die eigene Meinung vertreten ? Ich habe schon einiges an Fremdenfeindlichkeit gesehen , als ich in euer Ländchen gekommen bin , aber ihr , Hinterwäldlerfrau , setzt dem Ganzen die Krone auf . "
Sie blickte an sich herunte und dan wieder zu Vernita .
" Was meine Kleidung angeht ... Nun , es ist eine Ehre , das ich sie tragen darf . Dies ist die Tracht der Kampftänzer , meinem Orden . Und damit ihr mir an die Gedärme kommt , müsst ihr erst an meinen Armen vorbei . Ihr wollt es wohl tatsächlich provozieren , das wir uns bekämpfen . Wenn dem so ist , dann werde ich euch nicht enttäuschen . "
Sie verschränkte wieder die Arme und stellte sich breitbeinig vor die beiden Frauen . " Gibt es sonst etwas , das ihr mir an den Kopf werfen wollt , oder sind unsere Streitigkeiten nun beigelegt . Hier wartet jemand auf Training " , woraufhin sie zu Lydia deutete .
" Nehmt euch ein Beispiel an ihr . Sie kann euch viel beibringen . "
" Ist das also eure Art Fremde zu begrüßen ? Ihnen zu drohen , sie zu erschlagen , wenn sie nicht die eigene Meinung vertreten ? Ich habe schon einiges an Fremdenfeindlichkeit gesehen , als ich in euer Ländchen gekommen bin , aber ihr , Hinterwäldlerfrau , setzt dem Ganzen die Krone auf . "
Sie blickte an sich herunte und dan wieder zu Vernita .
" Was meine Kleidung angeht ... Nun , es ist eine Ehre , das ich sie tragen darf . Dies ist die Tracht der Kampftänzer , meinem Orden . Und damit ihr mir an die Gedärme kommt , müsst ihr erst an meinen Armen vorbei . Ihr wollt es wohl tatsächlich provozieren , das wir uns bekämpfen . Wenn dem so ist , dann werde ich euch nicht enttäuschen . "
Sie verschränkte wieder die Arme und stellte sich breitbeinig vor die beiden Frauen . " Gibt es sonst etwas , das ihr mir an den Kopf werfen wollt , oder sind unsere Streitigkeiten nun beigelegt . Hier wartet jemand auf Training " , woraufhin sie zu Lydia deutete .
" Nehmt euch ein Beispiel an ihr . Sie kann euch viel beibringen . "
#1839
Posté 09 mai 2011 - 02:57
„Lydia, du weißt doch ganz genau, dass du mir nicht gewachsen bist, also warum legst du es immer wieder auf einen Kampf mit mir an, den du eh nicht gewinnen kannst, Kleine?“ fragte Vernita müde lächelnd in einem leicht bemitleidend klingenden Tonfall. „Deine neue „Freundin“ kann ich natürlich noch nicht einschätzen, da ich sie ja noch nie in Aktion gesehen habe. Doch um das herauszufinden, werde ich nicht gegen sie antreten, falls sie es nicht darauf anlegt. Ich kämpfe nun mal nicht, um mich mit anderen zu messen, sondern nur um meine Fähigkeiten zu verbessern oder meinen Begleitern etwas beizubringen, damit sie nicht durch den erstbesten Banditen niedergestreckt werden. Doch am Häufigsten kämpfe ich, um meine Feinde zu töten, von denen ich im Moment mehr als genug habe. Und solltet Ihr ebenfalls dazugehören wollen, Sha’ira, so werdet Ihr feststellen, dass ich auch kein Problem damit habe, Euch mein Schwert auch in den Rücken zu stoßen, falls ich die Gelegenheit dazu bekommen sollte.“
Vernita grinste die Elfe herablassend an, während ihre Stimme einen ironischen Klang annahm. „Und sollte das gegen Eure so hochgepriesene Ehre verstoßen, so tut mir das so etwas von Leid, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. Ich halte nichts von Ehre und großen Idealen. Die Ehre hat schon Millionen umgebracht, aber noch nicht einen gerettet. Und ich lebe heute auch nur deshalb noch, weil ich jede Chance nutze, die sich mir bietet, ob sie nun in Euren Augen ehrenhaft sein mag, oder auch nicht. Aber weshalb Ihr mich fremdenfeindlich nennt, verstehe ich nicht. Glaubt Ihr, es liegt daran, dass ich Euch nicht über den Weg traue, weil Ihr nicht aus Ferelden stammt? Da muss ich Euch enttäuschen. Ich habe keine Vorurteile gegen Leute aus Nevarra, Andergast oder Orlais. Für mich seid ihr alle genauso wertlos, wie das Pack, was sich in diesem Land herumtreibt. Wäre ich hingegen so vertrauensselig wie unsere gute Lydia hier, dann würde ich wohl schon längst auf irgendeinem Acker verscharrt liegen und vor mich hin modern. Genau genommen war ich sogar recht freundlich zu Euch. Ansonsten würdet Ihr bereits tot zu meinen Füßen liegen.“
Die Elfe winkte ab und schüttelte dabei leicht den Kopf. „Aber lassen wir das. Ihr wollt mit Lydia trainieren. Dann tut das. Und bringt der Kleinen mal etwas Disziplin bei, die würde ihr gut zu Gesicht stehen. Als Kriegerin solltet Ihr darüber ja verfügen. Und lasst Euch nicht von Ihrer Naivität anstecken. Sonst lebt Ihr in diesem Land nicht besonders lange, soviel kann ich Euch versichern.“
Vernita grinste die Elfe herablassend an, während ihre Stimme einen ironischen Klang annahm. „Und sollte das gegen Eure so hochgepriesene Ehre verstoßen, so tut mir das so etwas von Leid, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen. Ich halte nichts von Ehre und großen Idealen. Die Ehre hat schon Millionen umgebracht, aber noch nicht einen gerettet. Und ich lebe heute auch nur deshalb noch, weil ich jede Chance nutze, die sich mir bietet, ob sie nun in Euren Augen ehrenhaft sein mag, oder auch nicht. Aber weshalb Ihr mich fremdenfeindlich nennt, verstehe ich nicht. Glaubt Ihr, es liegt daran, dass ich Euch nicht über den Weg traue, weil Ihr nicht aus Ferelden stammt? Da muss ich Euch enttäuschen. Ich habe keine Vorurteile gegen Leute aus Nevarra, Andergast oder Orlais. Für mich seid ihr alle genauso wertlos, wie das Pack, was sich in diesem Land herumtreibt. Wäre ich hingegen so vertrauensselig wie unsere gute Lydia hier, dann würde ich wohl schon längst auf irgendeinem Acker verscharrt liegen und vor mich hin modern. Genau genommen war ich sogar recht freundlich zu Euch. Ansonsten würdet Ihr bereits tot zu meinen Füßen liegen.“
Die Elfe winkte ab und schüttelte dabei leicht den Kopf. „Aber lassen wir das. Ihr wollt mit Lydia trainieren. Dann tut das. Und bringt der Kleinen mal etwas Disziplin bei, die würde ihr gut zu Gesicht stehen. Als Kriegerin solltet Ihr darüber ja verfügen. Und lasst Euch nicht von Ihrer Naivität anstecken. Sonst lebt Ihr in diesem Land nicht besonders lange, soviel kann ich Euch versichern.“
#1840
Posté 09 mai 2011 - 04:23
Als Vernita begann sich über die beiden auszulassen , musste Sha´ira loslachen . " Lasst es gut sein ! ... ihr seit wirklich ein komischer Kauz " , lachte sie und schüttelte den Kopf .
" Nun " , begann sie " , meine Freundin hier , sie ist in vielen Dingen weitaus gescheiter als ihr . Sie will nicht jedem dem sie begegnet ihr Schwert in den Rücken stecken und gwarth schimpfen . Sie will lernen , sie will wissen . "
Sha´ira trat näher an die Elfe heran . " Und zuguterletzt , hat sie ... Ideale . Sie glaubt an etwas . Sie ist anders als alle ihr anderen , die ich in euerm Bauernländchen , das ihr Ferelden nennt , bis jetzt getroffen habe . Und wenn ihr eure Fähigkeiten verbessern wollt , dann biete ich euch an , das wir später trainieren . Ohne Waffen . Faust gegen Faust , Körper gegen Körper . Doch zuerst werde ich Lydia unterrichten und sie wird mir ebenfalls einiges zeigen . "
Zu ihrer vorgeblichen Freundlichkeit verkniff sie sich ihr Kommentar , aber etwas , was Vernita gesagt hatte , störte sie .
" Wenn ihr jemanden den Dolch in den Rücken stoßt , dann habt ihr wahrlich keine Ehre im Leib . Ruhm und Ehre haben mehr Leben gerettet , als ihr nur träumen könnt . Und was Lydias Disziplin anbelangt ... nun , sie hat genug , um in in der Legion als ehrenwerte Kriegerin zu gelten . Ihr seht es nur nicht . "
Sie andte sich zu Lydia , und winkte sie zu sich . " Komm , wir wollen fechten . Suchen wir uns einen Stab , denn echte Waffen ziehen wir nur gegen Feinde . "
" Nun " , begann sie " , meine Freundin hier , sie ist in vielen Dingen weitaus gescheiter als ihr . Sie will nicht jedem dem sie begegnet ihr Schwert in den Rücken stecken und gwarth schimpfen . Sie will lernen , sie will wissen . "
Sha´ira trat näher an die Elfe heran . " Und zuguterletzt , hat sie ... Ideale . Sie glaubt an etwas . Sie ist anders als alle ihr anderen , die ich in euerm Bauernländchen , das ihr Ferelden nennt , bis jetzt getroffen habe . Und wenn ihr eure Fähigkeiten verbessern wollt , dann biete ich euch an , das wir später trainieren . Ohne Waffen . Faust gegen Faust , Körper gegen Körper . Doch zuerst werde ich Lydia unterrichten und sie wird mir ebenfalls einiges zeigen . "
Zu ihrer vorgeblichen Freundlichkeit verkniff sie sich ihr Kommentar , aber etwas , was Vernita gesagt hatte , störte sie .
" Wenn ihr jemanden den Dolch in den Rücken stoßt , dann habt ihr wahrlich keine Ehre im Leib . Ruhm und Ehre haben mehr Leben gerettet , als ihr nur träumen könnt . Und was Lydias Disziplin anbelangt ... nun , sie hat genug , um in in der Legion als ehrenwerte Kriegerin zu gelten . Ihr seht es nur nicht . "
Sie andte sich zu Lydia , und winkte sie zu sich . " Komm , wir wollen fechten . Suchen wir uns einen Stab , denn echte Waffen ziehen wir nur gegen Feinde . "
Modifié par Kisu, 09 mai 2011 - 05:32 .
#1841
Posté 09 mai 2011 - 06:11
Lea starrte dem Inquisitor mit offenem Mund hinterher, ihre Knie fühlten sich weich an, aber sie hätte sich eher die Zunge abgebissen als einen Anflug von Angst oder Furcht zu zeigen. Sie wußte beim besten Willen nicht, ob sie nun hilfsbereit sein und ihm wenigstens anbieten sollte, sein Pferd zu satteln. Sofern er wußte, welches Zaumzeug dem Tier gehörte, denn bei sovielen Trensen und Kandarren, die in der Sattelkammer hingen, konnte Lea unmöglich herausfinden, welches ausgerechnet das richtige Zaumzeug war.
Sie beschloß, zuerst die Boxen fertig zu machen, es blieben ohnehin nur noch drei übrig. Danach leerte sie die Schubkarre ein letztes mal aus. Als sie zurück kam, war der Inquisitor noch immer in den Stallgassen unterwegs.
Beherzt trat sie auf ihn zu.
"Wenn Ihr wißt, welches Zaumzeug das richtige ist, und mir Euer Pferd zeigt, dann ist es in wenigen Augenblicken für einen Ausritt bereit. Wie gesagt, darum hat sich Heribert gekümmert, ich weiß nicht, wo die Sachen hängen."
Sie beschloß, zuerst die Boxen fertig zu machen, es blieben ohnehin nur noch drei übrig. Danach leerte sie die Schubkarre ein letztes mal aus. Als sie zurück kam, war der Inquisitor noch immer in den Stallgassen unterwegs.
Beherzt trat sie auf ihn zu.
"Wenn Ihr wißt, welches Zaumzeug das richtige ist, und mir Euer Pferd zeigt, dann ist es in wenigen Augenblicken für einen Ausritt bereit. Wie gesagt, darum hat sich Heribert gekümmert, ich weiß nicht, wo die Sachen hängen."
#1842
Posté 10 mai 2011 - 02:06
Miandra lauschte eher unaufmerksam dem, was die Elfen da von sich gaben, sondern begann einstweilen damit ihren Verband zu lösen, da sie sich ihre Wunde ansehen wollte. Erst als sie bemerkte, wie Sha´ira in eine Art von Kampfhaltung überging, blickte sie kurz in deren Richtung, bevor sie sich wieder ihrem Verband widmete. Doch auch wenn sie eigentlich nicht zuhören wollte, so drang dieser Disput trotzdem in ihre Ohren. Im Prinzip war es ihr egal, wieso sich die anderen so anherrschten, sie war es ohnehin gewohnt, nicht verstanden zu werden - warum es also überhaupt versuchen? Man konnte doch an eben dieser Diskussion erkennen, dass es sowieso keinen Sinn hatte. Sie redeten aneinander vorbei, und keiner der beiden Seiten war überhaupt dazu gewillt, den anderen zu verstehen. Warum verschwendeten sie dann eigentlich all diese Worte?
Doch zwei Worte, welche die Neue erwähnte, machten sie stutzig.
"Erstaunlich, wie schnell sie eine Fremde als ihre Freundin bezeichnet.", sagte Miandra so leise, dass wohl nur Vernita es hören konnte, bevor sie in die Richtung von Sha´ira und Lydia blickte.
"Ideale?", fragte sie mit einem leicht wütenden Unterton, "Ihr wollt mir also allen Ernstes weißmachen, dass es Euch um so etwas geht? Um ein Ideal? Und Ihr denkt also tatsächlich, dass wir hier nur zum Spaß herumsitzen und kein Ziel vor Augen haben!? Dass wir grundlos töten, aus Spaß, Unschuldige - wie Ihr sie nennt - ohne "Ehre" - die Euch ja so wichtig erscheint. Wir bringen euch zur Weißglut - nein ihr alle beide bringt mich dazu - denn ihr redet davon, wie wenig wir doch verstehen, dabei habt ihr gar nichts verstanden!"
Miandra begann damit sich aufzurichten, was ziemlich kompliziert aussah, da sie ihr verwundetes Bein nicht belasten wollte. Jedoch fühlte sie sich gerade viel zu aufgebracht, um einfach sitzen bleiben zu können.
"Ihr denkt also wir seien grausam, unehrenhaft, verständnislos... Ich erzähle Euch, was grausam, unehrenhaft, und verständnislos ist.", murmelte sie währenddessen erzürnt vor sich hin, bis sie es schaffte angelehnt an der Wand zu stehen, wobei sie nach oben blickte, zu den schmalen Öffnungen des Lagerhauses, durch die ein wenig Tageslicht drängte.
Mit einem leichten Seufzten begann sie mit bitterer Stimme fortzufahren, als wäre für einen kurzen Moment ihre Wut verschwunden, und von Wehmut ergriffen worden, "Dort draußen, außerhalb dieser drückenden Stadtmauern, in vereinzelten Dörfern und Farmen, wo die Menschen ungeschützt leben, hat sich wohl jemand diese Unachtsamkeit zu Nutze gemacht. Auch ich habe in einem solchen Dorf gelebt. Vor einigen Wochen wurden viele dieser Dörfer überfallen, ausgeraubt. Die Tiere abgeschlachtet, ebenso wie die Frauen, nachdem man sich an ihnen vergangen hat. Und diejenigen die sich verteidigen wollten, waren die ersten, die ihr Leben gaben. Nur die Kinder haben sie verschont - jedoch mit sich genommen - was vielleicht schlimmer ist, als der Tod. Die Häuser brannten sie nieder, um ihre grausamen Spuren zu verwischen. Niemand weiß, wieso sie das taten, niemand scheint überhaupt darüber zu reden. Niemanden scheint es aufgefallen zu sein... niemanden scheint es zu interessieren, dass so viele unschuldige Kinder, deren ganzes unberührtes Leben noch vor ihnen liegt, verschwunden sind. Ich möchte mir nicht vorstellen, was man ihnen vielleicht antut, wofür man sie missbraucht, aber ich werde es früher oder später herausfinden. Auch meine Tochter ist unter diesen Kindern, und jeder der versucht mich daran zu hindern, dass ich sie und all diese anderen Kinder befreie, der verdient keinen "ehrenvollen" Tod."
Erst jetzt blickte sie scharf zu Sha´ira, "Und nun taucht Ihr auf, und wollt mir... nein uns, etwas von Eurer Ehre, von Idealen und Fremdfeindlichkeit erzählen. Aber scheinbar habt Ihr euch noch nie selbst reden hören. Ihr erwartet Freundlichkeit, und Verständnis, seid aber selbst kein Stück besser. Beleidigt unser Land, meint wir haben keine Ehre, wo Ihr uns und unsere Absichten doch nicht einmal im Geringsten kennt. Aber ich vergaß, bei Leuten die Eure Sprache beherrschen, fühlt Ihr Euch verstanden, und lobt sie dafür auch noch als "anders"... Und Ihr wollt Euch nicht verdeckt halten, da Euch Eure freizügige Tracht wohl so heilig ist, und damit meine Aufgabe gefährden, wollt Euch nicht anpassen, wollt nicht verstehen, und erwartet dass ich Euch sofort meine Lebensgeschichte erzähle, nur weil Ihr hier rein stolziert. Aber wie konnte ich auch erwarten, dass jemand der nicht aus diesem Bauernländchen stammt, so etwas versteht."
Kopfschüttelnd wandte sie sich ab, und setzte sich in Bewegung, "Nein Ihr seid keine weiteren Worte wert... nicht mal mein Wurfmesser würde ich mit Eurem Blut beschmutzen wollen... nein... Ihr widert mich an."
Miandra merkte, wie sehr sie diese Elfe in Rage brachte, und hinkte zum Ausgang, denn sie wollte definitiv nicht mehr im selben Raum, mit diesem eitlen Weib sein, und sie bereute es bereits überhaupt so viel mit ihr geredet zu haben - denn sie würde davon wahrscheinlich ohnehin nichts verstanden haben. Wahrscheinlich hatte sie noch nie zuvor jemand mit ein paar Worten so wütend gemacht - was Miandra selbst nicht verstand. Aber scheinbar war heute einfach nicht ihr Tag - was vielerlei Gründe hatte. So durchquerte sie die Türe, welche hinter ihr zufiel, und ließ sich direkt daneben auf den Boden sacken, wobei sie zum Himmel blickte, als würde sie diesen zum ersten Mal in ihrem Leben sehen.
Doch zwei Worte, welche die Neue erwähnte, machten sie stutzig.
"Erstaunlich, wie schnell sie eine Fremde als ihre Freundin bezeichnet.", sagte Miandra so leise, dass wohl nur Vernita es hören konnte, bevor sie in die Richtung von Sha´ira und Lydia blickte.
"Ideale?", fragte sie mit einem leicht wütenden Unterton, "Ihr wollt mir also allen Ernstes weißmachen, dass es Euch um so etwas geht? Um ein Ideal? Und Ihr denkt also tatsächlich, dass wir hier nur zum Spaß herumsitzen und kein Ziel vor Augen haben!? Dass wir grundlos töten, aus Spaß, Unschuldige - wie Ihr sie nennt - ohne "Ehre" - die Euch ja so wichtig erscheint. Wir bringen euch zur Weißglut - nein ihr alle beide bringt mich dazu - denn ihr redet davon, wie wenig wir doch verstehen, dabei habt ihr gar nichts verstanden!"
Miandra begann damit sich aufzurichten, was ziemlich kompliziert aussah, da sie ihr verwundetes Bein nicht belasten wollte. Jedoch fühlte sie sich gerade viel zu aufgebracht, um einfach sitzen bleiben zu können.
"Ihr denkt also wir seien grausam, unehrenhaft, verständnislos... Ich erzähle Euch, was grausam, unehrenhaft, und verständnislos ist.", murmelte sie währenddessen erzürnt vor sich hin, bis sie es schaffte angelehnt an der Wand zu stehen, wobei sie nach oben blickte, zu den schmalen Öffnungen des Lagerhauses, durch die ein wenig Tageslicht drängte.
Mit einem leichten Seufzten begann sie mit bitterer Stimme fortzufahren, als wäre für einen kurzen Moment ihre Wut verschwunden, und von Wehmut ergriffen worden, "Dort draußen, außerhalb dieser drückenden Stadtmauern, in vereinzelten Dörfern und Farmen, wo die Menschen ungeschützt leben, hat sich wohl jemand diese Unachtsamkeit zu Nutze gemacht. Auch ich habe in einem solchen Dorf gelebt. Vor einigen Wochen wurden viele dieser Dörfer überfallen, ausgeraubt. Die Tiere abgeschlachtet, ebenso wie die Frauen, nachdem man sich an ihnen vergangen hat. Und diejenigen die sich verteidigen wollten, waren die ersten, die ihr Leben gaben. Nur die Kinder haben sie verschont - jedoch mit sich genommen - was vielleicht schlimmer ist, als der Tod. Die Häuser brannten sie nieder, um ihre grausamen Spuren zu verwischen. Niemand weiß, wieso sie das taten, niemand scheint überhaupt darüber zu reden. Niemanden scheint es aufgefallen zu sein... niemanden scheint es zu interessieren, dass so viele unschuldige Kinder, deren ganzes unberührtes Leben noch vor ihnen liegt, verschwunden sind. Ich möchte mir nicht vorstellen, was man ihnen vielleicht antut, wofür man sie missbraucht, aber ich werde es früher oder später herausfinden. Auch meine Tochter ist unter diesen Kindern, und jeder der versucht mich daran zu hindern, dass ich sie und all diese anderen Kinder befreie, der verdient keinen "ehrenvollen" Tod."
Erst jetzt blickte sie scharf zu Sha´ira, "Und nun taucht Ihr auf, und wollt mir... nein uns, etwas von Eurer Ehre, von Idealen und Fremdfeindlichkeit erzählen. Aber scheinbar habt Ihr euch noch nie selbst reden hören. Ihr erwartet Freundlichkeit, und Verständnis, seid aber selbst kein Stück besser. Beleidigt unser Land, meint wir haben keine Ehre, wo Ihr uns und unsere Absichten doch nicht einmal im Geringsten kennt. Aber ich vergaß, bei Leuten die Eure Sprache beherrschen, fühlt Ihr Euch verstanden, und lobt sie dafür auch noch als "anders"... Und Ihr wollt Euch nicht verdeckt halten, da Euch Eure freizügige Tracht wohl so heilig ist, und damit meine Aufgabe gefährden, wollt Euch nicht anpassen, wollt nicht verstehen, und erwartet dass ich Euch sofort meine Lebensgeschichte erzähle, nur weil Ihr hier rein stolziert. Aber wie konnte ich auch erwarten, dass jemand der nicht aus diesem Bauernländchen stammt, so etwas versteht."
Kopfschüttelnd wandte sie sich ab, und setzte sich in Bewegung, "Nein Ihr seid keine weiteren Worte wert... nicht mal mein Wurfmesser würde ich mit Eurem Blut beschmutzen wollen... nein... Ihr widert mich an."
Miandra merkte, wie sehr sie diese Elfe in Rage brachte, und hinkte zum Ausgang, denn sie wollte definitiv nicht mehr im selben Raum, mit diesem eitlen Weib sein, und sie bereute es bereits überhaupt so viel mit ihr geredet zu haben - denn sie würde davon wahrscheinlich ohnehin nichts verstanden haben. Wahrscheinlich hatte sie noch nie zuvor jemand mit ein paar Worten so wütend gemacht - was Miandra selbst nicht verstand. Aber scheinbar war heute einfach nicht ihr Tag - was vielerlei Gründe hatte. So durchquerte sie die Türe, welche hinter ihr zufiel, und ließ sich direkt daneben auf den Boden sacken, wobei sie zum Himmel blickte, als würde sie diesen zum ersten Mal in ihrem Leben sehen.
#1843
Posté 10 mai 2011 - 02:44
Sha´ira stutzte , als Miandra sie anschrieh . Was sie da sagte , war wahr . Sie war auf ihrem Weg hierher durch zwei vollständig ausgebrannte Dörfer gekommen , bar jeglichen Lebens .
Sie wandte sich Vernita zu und trat einige Schritte zurück . " Vergebt mir mein Bild von euch , doch ihr kämpft für ein ehrenwertes Ziel . Ich schwöre euch hiermit meine Hilfe , meine Beistand und meine Unterstützung . Vertraut hir mir , so vertraue ich euch , sterbt ihr für mich , so sterbe ich für euch . Blut wäscht Blut , Schande fällt durch Ehre . "
Wärend sie den Schwur aufsagte , zog sie ihren Dolch aus der Scheide und umfasste ihn mit der linken Hand an der Klinge .
" Blut wäscht Blut . "
Woraufhin sie den Dolch durch ihr Fleisch zog .
" Schande fällt durch Ehre . "
Woraufhin sie ein weiteres mal in den Dolch griff .
" Der Sieg ist mit dem Zorn der Gerechten . "
Einige Blutstropfen fielen auf den Boden . Sie ballte ihre Hand zur Faust und legte sie sich an die Brust .
" Ich habe euch meine Treue geschworen , euch im ehrhaften Kampf beizustehen , für euch zu kämpfen und für euch zu sterben . "
Sie wandte sich Vernita zu und trat einige Schritte zurück . " Vergebt mir mein Bild von euch , doch ihr kämpft für ein ehrenwertes Ziel . Ich schwöre euch hiermit meine Hilfe , meine Beistand und meine Unterstützung . Vertraut hir mir , so vertraue ich euch , sterbt ihr für mich , so sterbe ich für euch . Blut wäscht Blut , Schande fällt durch Ehre . "
Wärend sie den Schwur aufsagte , zog sie ihren Dolch aus der Scheide und umfasste ihn mit der linken Hand an der Klinge .
" Blut wäscht Blut . "
Woraufhin sie den Dolch durch ihr Fleisch zog .
" Schande fällt durch Ehre . "
Woraufhin sie ein weiteres mal in den Dolch griff .
" Der Sieg ist mit dem Zorn der Gerechten . "
Einige Blutstropfen fielen auf den Boden . Sie ballte ihre Hand zur Faust und legte sie sich an die Brust .
" Ich habe euch meine Treue geschworen , euch im ehrhaften Kampf beizustehen , für euch zu kämpfen und für euch zu sterben . "
#1844
Posté 10 mai 2011 - 02:56
Gromschlag suchte in den einzelnen Pferdeboxen nach dem Stallburschen Heribert, doch der schien wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Als er gerade in eine der Kammern hineinblickte, sprach ihn Leanora von hinten an. Der Inquisitor antwortete nicht direkt, sondern stierte im ersten Moment nur starr gegen die Rückwand der Pferdebox. Dann drehte er sich ganz langsam um, ohne auch nur ein Wort zu sagen und fixierte die Frau mit seinem durchdringenden und stechenden Blick.
„Wenn Ihr nicht wisst, wo das Zaumzeug für mein Pferd hingehangen worden ist, wie soll ich Euch dann zeigen, welches das Richtige ist?“ meinte er nach einer Weile des Schweigens in einem ziemlich gereizten Tonfall, wobei er scharf ausatmete. „Und wenn Ihr Euch tatsächlich mit Pferden auskennen solltet, dann dürfte Euch doch eigentlich klar sein, dass ein Mann meiner Größe bestenfalls ein Pony reiten kann, oder seht Ihr das anders? Da stellt sich mir nun natürlich die Frage, wie viele solcher Ponys wohl derzeit in diesen Ställen untergebracht sind, nicht wahr? Solltet Ihr bei dieser Frage ebenso unwissend sein, wie bei der Frage nach dem Zaumzeug, dann geht mir besser aus dem Weg, wenn Ihr nicht meinen Zorn erregen wollt. Ansonsten könnt auch Ihr Euch selbstverständlich um die Sattelung meines Pferdes kümmern. Solange ich heute noch diesen elenden Stall verlassen kann, ist es mir egal, wer mein Reittier sattelt. Und wenn es die Ehrwürdige Mutter höchstpersönlich ist!“
„Wenn Ihr nicht wisst, wo das Zaumzeug für mein Pferd hingehangen worden ist, wie soll ich Euch dann zeigen, welches das Richtige ist?“ meinte er nach einer Weile des Schweigens in einem ziemlich gereizten Tonfall, wobei er scharf ausatmete. „Und wenn Ihr Euch tatsächlich mit Pferden auskennen solltet, dann dürfte Euch doch eigentlich klar sein, dass ein Mann meiner Größe bestenfalls ein Pony reiten kann, oder seht Ihr das anders? Da stellt sich mir nun natürlich die Frage, wie viele solcher Ponys wohl derzeit in diesen Ställen untergebracht sind, nicht wahr? Solltet Ihr bei dieser Frage ebenso unwissend sein, wie bei der Frage nach dem Zaumzeug, dann geht mir besser aus dem Weg, wenn Ihr nicht meinen Zorn erregen wollt. Ansonsten könnt auch Ihr Euch selbstverständlich um die Sattelung meines Pferdes kümmern. Solange ich heute noch diesen elenden Stall verlassen kann, ist es mir egal, wer mein Reittier sattelt. Und wenn es die Ehrwürdige Mutter höchstpersönlich ist!“
#1845
Posté 10 mai 2011 - 06:40
Lea verkniff sich den Kommentar, der ihr auf der Zunge gelegen war. Dass er auf einem kleinen Pferd unterwegs sein würde war ihr durchaus klar, aber es gab im Stall doch ein paar wenige, die in Frage kamen. Am liebsten hätte sie einfach ihre Arbeit weiter gemacht, als nächstes wäre die Fütterung dran gewesen.
"Ich werde sehen, was ich tun kann" sagte sie nur kurz und wandte sich ab, um in die Sattelkammer zu gehen.
Nachdem sie keine Ahnung hatte, welches die Zaumzeuge der hiesigen Templer-Pferde waren, und wo das der Gast-Pferde hing, versuchte sie sich einen Überblick zu schaffen. Erfreut stellte sie fest, dass die Trensen und Sättel fein säuberlich nebeneinander hingen, und bei jedem der Name des Pferdes auf den Sattelbock geschrieben stand. So konnte sie zumindest schon einmal ausschließen, welches es nicht sein konnte.
Kurz darauf hatte sie das passende Zaumzeug gefunden: an den nicht beschrifteten Plätzen suchte sie einfach das kleinste heraus. Sie hängte sich das Zaumzeug über die Schulter, den Sattel auf den Unterarm und ging zurück in den Stall.
Kleine Pferde gab es mehrere, aber es war in der Tat nur ein richtiges Pony dabei. Klein und stämmig, dennoch von edler Abstammung, wie Lea auf den ersten Blick erkennen konnte.
Vor der Box dieses Tieres legte sie den Sattel ab, holte Striegel und ein weiches Tuch, um die Sattelfläche noch zu bearbeiten und kurz darauf zäumte sie das Pony auf. Keine viertel Stunde nachdem der Inquisitor sie angeschnauzt hatte, führte sie sein Pferd auf den Vorplatz, fädelte die Zügel in dem vorgesehenen Haltering ein und meldete dem Zwerg:
"Euer Pferd ist bereit zum Ausritt, Inquisitor. Es steht draussen angebunden. Möge der Erbauer Euren Weg segnen."
Ohne eine Antwort abzuwarten verschwand sie im Heustadel und holte die ersten Ballen, um sie in die Futtertröge zu verteilen.
"Ich werde sehen, was ich tun kann" sagte sie nur kurz und wandte sich ab, um in die Sattelkammer zu gehen.
Nachdem sie keine Ahnung hatte, welches die Zaumzeuge der hiesigen Templer-Pferde waren, und wo das der Gast-Pferde hing, versuchte sie sich einen Überblick zu schaffen. Erfreut stellte sie fest, dass die Trensen und Sättel fein säuberlich nebeneinander hingen, und bei jedem der Name des Pferdes auf den Sattelbock geschrieben stand. So konnte sie zumindest schon einmal ausschließen, welches es nicht sein konnte.
Kurz darauf hatte sie das passende Zaumzeug gefunden: an den nicht beschrifteten Plätzen suchte sie einfach das kleinste heraus. Sie hängte sich das Zaumzeug über die Schulter, den Sattel auf den Unterarm und ging zurück in den Stall.
Kleine Pferde gab es mehrere, aber es war in der Tat nur ein richtiges Pony dabei. Klein und stämmig, dennoch von edler Abstammung, wie Lea auf den ersten Blick erkennen konnte.
Vor der Box dieses Tieres legte sie den Sattel ab, holte Striegel und ein weiches Tuch, um die Sattelfläche noch zu bearbeiten und kurz darauf zäumte sie das Pony auf. Keine viertel Stunde nachdem der Inquisitor sie angeschnauzt hatte, führte sie sein Pferd auf den Vorplatz, fädelte die Zügel in dem vorgesehenen Haltering ein und meldete dem Zwerg:
"Euer Pferd ist bereit zum Ausritt, Inquisitor. Es steht draussen angebunden. Möge der Erbauer Euren Weg segnen."
Ohne eine Antwort abzuwarten verschwand sie im Heustadel und holte die ersten Ballen, um sie in die Futtertröge zu verteilen.
#1846
Posté 10 mai 2011 - 06:56
Vernita wollte gerade noch einen letzten Kommentar zu Sha’iras Meinung ablassen, die sie im Grunde nicht das Geringste interessierte, als sich Miandra plötzlich zu Wort meldete und sich förmlich in Rage redete. Etwas besorgt beobachtete die Elfe sie dabei und sah ihr auch noch nach, als diese das Lagerhaus verließ. Vernita sprang schon auf und wollte der schwarzhaarigen Frau gerade folgen, als diese neue Elfe vortrat und sie ansprach und einen Schwur ableistete.
„Ihr scheint mich vollends zu missverstehen, Weib“, erwiderte sie nur kopfschüttelnd. „Ich verfolge kein ehrenvolles Ziel. Esthá Gianauro will meinen Tod und darum werde ich sie töten und jeden, der ihr dabei zur Seite steht. Und Miandra will lediglich ihre Tochter wiederfinden, hinter dessen Entführung offensichtlich ein und dieselbe Person steckt. Das ist alles. Aus diesem Grund arbeiten wir beide zusammen, wobei für mich noch persönliche Gründe hinzugekommen sind, die Euch aber nicht im Mindesten zu interessieren haben, verstanden?“
Vernita winkte nur ab. „Schwört soviel Ihr wollt. Aber Eure Schwüre interessieren mich nicht im Geringsten. Ich habe schon so viele Leute gesehen, die für ihre Eide einen sinnlosen Tod gestorben sind oder selbige gebrochen haben, um ihr kümmerliches Leben zu retten. Streitet für Eure Ehre, wenn Ihr es unbedingt wollt, aber tut es unter meinem Kommando. Stellt Euch gegen mich, und ich werde Euch töten. Kämpft an meiner Seite und sterbt durch die Hand meiner Feinde. Solltet Ihr allerdings tatsächlich dazu in der Lage sein, beides zu überleben, dann werde ich beeindruckt sein. Und keinen Augenblick früher!“
Vernita ging an der Elfe vorbei und verließ das Lagerhaus. Beim Hinausgehen meinte sie noch sarkastisch: „Außerdem geht Ihr recht leichtfertig mit Eurem Dolch um. Wenn Ihr unbedingt auf Narben steht, dann könnt Ihr von mir gern noch ein paar geschenkt bekommen. Davon habe ich mehr als genug.“
Dann trat die Elfe nach draußen und sah sich um. Lang musste sich nicht suchen, da sich Miandra direkt neben der Tür niedergelassen hatte, sich an der Lagerhauswand anlehnte und in den Himmel hinaufstarrte. Vernita lächelte leicht, während sie sich neben der Frau hinsetzte und mit den Füßen zu scharren begann. Sie nahm etwas Dreck und Sand in die Hand und ließ diesen zwischen ihren Fingern zu Boden rieseln. Dabei sah sie immer wieder zu Miandra hinüber oder auf den Boden, um nach neuen Sand zu greifen.
„Alles in Ordnung mit dir?“ fragte sie nach einer Weile des Schweigens, wobei sie die Frau mit besorgter Miene anblickte.
„Ihr scheint mich vollends zu missverstehen, Weib“, erwiderte sie nur kopfschüttelnd. „Ich verfolge kein ehrenvolles Ziel. Esthá Gianauro will meinen Tod und darum werde ich sie töten und jeden, der ihr dabei zur Seite steht. Und Miandra will lediglich ihre Tochter wiederfinden, hinter dessen Entführung offensichtlich ein und dieselbe Person steckt. Das ist alles. Aus diesem Grund arbeiten wir beide zusammen, wobei für mich noch persönliche Gründe hinzugekommen sind, die Euch aber nicht im Mindesten zu interessieren haben, verstanden?“
Vernita winkte nur ab. „Schwört soviel Ihr wollt. Aber Eure Schwüre interessieren mich nicht im Geringsten. Ich habe schon so viele Leute gesehen, die für ihre Eide einen sinnlosen Tod gestorben sind oder selbige gebrochen haben, um ihr kümmerliches Leben zu retten. Streitet für Eure Ehre, wenn Ihr es unbedingt wollt, aber tut es unter meinem Kommando. Stellt Euch gegen mich, und ich werde Euch töten. Kämpft an meiner Seite und sterbt durch die Hand meiner Feinde. Solltet Ihr allerdings tatsächlich dazu in der Lage sein, beides zu überleben, dann werde ich beeindruckt sein. Und keinen Augenblick früher!“
Vernita ging an der Elfe vorbei und verließ das Lagerhaus. Beim Hinausgehen meinte sie noch sarkastisch: „Außerdem geht Ihr recht leichtfertig mit Eurem Dolch um. Wenn Ihr unbedingt auf Narben steht, dann könnt Ihr von mir gern noch ein paar geschenkt bekommen. Davon habe ich mehr als genug.“
Dann trat die Elfe nach draußen und sah sich um. Lang musste sich nicht suchen, da sich Miandra direkt neben der Tür niedergelassen hatte, sich an der Lagerhauswand anlehnte und in den Himmel hinaufstarrte. Vernita lächelte leicht, während sie sich neben der Frau hinsetzte und mit den Füßen zu scharren begann. Sie nahm etwas Dreck und Sand in die Hand und ließ diesen zwischen ihren Fingern zu Boden rieseln. Dabei sah sie immer wieder zu Miandra hinüber oder auf den Boden, um nach neuen Sand zu greifen.
„Alles in Ordnung mit dir?“ fragte sie nach einer Weile des Schweigens, wobei sie die Frau mit besorgter Miene anblickte.
Modifié par Aliens Crew, 10 mai 2011 - 07:16 .
#1847
Posté 10 mai 2011 - 07:21
" Ich hatte mich also doch nicht in euch getäuscht . Euer Ziel ist ehrenvoll , doch seit ihr euch dessen nicht bewusst ... genausowenig wie ihr uns Nevarraner kennt . "
Sha´ira schüttelte den Kopf und ging zu Lydia hinüber .
" Komm , wir wollen trainieren . Ich weis , das ihr von Ehre wisst , denn ihr habt viel Ehre an euch und eurem tun . "
Sie winkte nach draußen und verschwand selbst im Lagerhaus , um nach geeigneten Stäben zu suchen , denn Waffen zog sie nur gegen Feinde .
Sha´ira schüttelte den Kopf und ging zu Lydia hinüber .
" Komm , wir wollen trainieren . Ich weis , das ihr von Ehre wisst , denn ihr habt viel Ehre an euch und eurem tun . "
Sie winkte nach draußen und verschwand selbst im Lagerhaus , um nach geeigneten Stäben zu suchen , denn Waffen zog sie nur gegen Feinde .
#1848
Posté 11 mai 2011 - 12:31
"Der Himmel, er ist heute komplett blau.", sagte sie unvermittelt, ohne auf die eigentliche Frage von Vernita einzugehen, und ohne sie anzusehen, bevor sie mit einer leicht verbitterten Stimme fortfuhr.
"Es gibt oft Tage an denen sich der Horizont in einer rötlichen Farbe zeigt, und das obwohl sich die Sonne an einem ganz anderen Ort befindet. Von dort wo ich stamme, waren die Menschen sehr abergläubisch - zumindest einige von ihnen. Sie meinten, dass solche Tage an den Krieg erinnern, da es so aussieht, als würde irgendwo weit entfernt ein riesiges Feuer entfacht sein, welches das Blau des Himmels vertreibt, und die Flammen des Todes widerspiegelt. Sie sagten, dass solche Tage von wenig Glück gesegnet sind, auch sagten sie, dass Kinder die an solchen Tagen geboren werden, der Familie viel Unheil bringen, es jedoch eine Sünde ist, sie einfach nach der Geburt zu ertränken. Denn der Erbauer würde das nur mit noch mehr Unheil bestrafen. Und wenn ein solches Kind das erste Mal das Licht der Welt erblickt, und dabei seine Augen öffnet, und diese die Farbe des Himmels widergeben, so sagte man, dass sie einen Teil dieses klaren Blaus gestohlen haben, und es nur noch mehr dieser unheilvollen Tage geben wird.", Miandra hielt einen Moment ohne Regung inne, als schien sie das selbst Gesagte gerade wie ein Hammer getroffen haben.
"Aber heute wird sich der Himmel nicht verfärben", fuhr sie einfach fort, "Denn es gibt einen Tag im Jahr, dem eine besondere Nacht folgt, und an diesem Tag ist der Himmel immer so klar, wie gerade eben. Diese Nacht wird unzählige sterbende Sterne zeigen, bei denen man das Gefühl hat, als würden sie vom Himmel fallen, und dabei eine leuchtende Spur hinter sich herziehen. Dieses Ereignis gilt als etwas sehr Besonderes, denn es kommt immer zur selben Zeit, was für seine Zuverlässigkeit steht. Daher werden auch Kinder die in dieser Nacht zur Welt kommen, als sehr beständig und glückbringend angesehen... Auch heute werden wir sie sehen, sofern die vielen Lichter dieser Teufelsstadt es zulassen. Ich frage mich ob Elana sie auch sehen wird..."
Auch wenn Miandra nicht weitersprach, so hatte sie nicht gesagt, worauf sie eigentlich hinauswollte, und wohl auch vergessen, dass Vernita überhaupt neben ihr saß. Denn auch jetzt schenkte sie der Elfe keine Beachtung, sondern blickte weiterhin gedankenverloren zum Himmel.
"Es gibt oft Tage an denen sich der Horizont in einer rötlichen Farbe zeigt, und das obwohl sich die Sonne an einem ganz anderen Ort befindet. Von dort wo ich stamme, waren die Menschen sehr abergläubisch - zumindest einige von ihnen. Sie meinten, dass solche Tage an den Krieg erinnern, da es so aussieht, als würde irgendwo weit entfernt ein riesiges Feuer entfacht sein, welches das Blau des Himmels vertreibt, und die Flammen des Todes widerspiegelt. Sie sagten, dass solche Tage von wenig Glück gesegnet sind, auch sagten sie, dass Kinder die an solchen Tagen geboren werden, der Familie viel Unheil bringen, es jedoch eine Sünde ist, sie einfach nach der Geburt zu ertränken. Denn der Erbauer würde das nur mit noch mehr Unheil bestrafen. Und wenn ein solches Kind das erste Mal das Licht der Welt erblickt, und dabei seine Augen öffnet, und diese die Farbe des Himmels widergeben, so sagte man, dass sie einen Teil dieses klaren Blaus gestohlen haben, und es nur noch mehr dieser unheilvollen Tage geben wird.", Miandra hielt einen Moment ohne Regung inne, als schien sie das selbst Gesagte gerade wie ein Hammer getroffen haben.
"Aber heute wird sich der Himmel nicht verfärben", fuhr sie einfach fort, "Denn es gibt einen Tag im Jahr, dem eine besondere Nacht folgt, und an diesem Tag ist der Himmel immer so klar, wie gerade eben. Diese Nacht wird unzählige sterbende Sterne zeigen, bei denen man das Gefühl hat, als würden sie vom Himmel fallen, und dabei eine leuchtende Spur hinter sich herziehen. Dieses Ereignis gilt als etwas sehr Besonderes, denn es kommt immer zur selben Zeit, was für seine Zuverlässigkeit steht. Daher werden auch Kinder die in dieser Nacht zur Welt kommen, als sehr beständig und glückbringend angesehen... Auch heute werden wir sie sehen, sofern die vielen Lichter dieser Teufelsstadt es zulassen. Ich frage mich ob Elana sie auch sehen wird..."
Auch wenn Miandra nicht weitersprach, so hatte sie nicht gesagt, worauf sie eigentlich hinauswollte, und wohl auch vergessen, dass Vernita überhaupt neben ihr saß. Denn auch jetzt schenkte sie der Elfe keine Beachtung, sondern blickte weiterhin gedankenverloren zum Himmel.
Modifié par Kaysallie, 11 mai 2011 - 12:35 .
#1849
Posté 11 mai 2011 - 03:17
„Na also, geht doch“, brummelte Gromschlag in seinen nicht vorhandenen Bart hinein, bevor er sich ebenfalls abwandte und grummelnder Weise den Stall verließ. „Heutzutage lassen die auch wirklich jeden in ihre Pferdeställe hinein. Die Zustände in diesem Land voller Hinterwäldler sind wirklich erschreckend. Habe selten so einen chaotischen Haufen wie in dieser Kirche gesehen. Wenn die Göttliche das sehen würde, würde sie wahrscheinlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Glück für diese Bande, dass ich nicht derentwegen hier bin.“
Der Zwerg trat nach draußen auf den Hof, ging zu seinem Pferd und machte es los. Anschließend kletterte er etwas umständlich auf den Rücken des Tieres und ließ es dann Richtung Ausgang traben. Er ritt allein und ohne Begleitung durch das Tor. Er wollte die Stadt kennen lernen und nach Orten auskundschaften, an denen er seine Beute eventuell zu finden vermag. So wie er es immer tat und womit er bisher sehr erfolgreich gefahren war.
Der Zwerg trat nach draußen auf den Hof, ging zu seinem Pferd und machte es los. Anschließend kletterte er etwas umständlich auf den Rücken des Tieres und ließ es dann Richtung Ausgang traben. Er ritt allein und ohne Begleitung durch das Tor. Er wollte die Stadt kennen lernen und nach Orten auskundschaften, an denen er seine Beute eventuell zu finden vermag. So wie er es immer tat und womit er bisher sehr erfolgreich gefahren war.
#1850
Posté 12 mai 2011 - 08:41
Lydia hüpfte von der Kiste und ging nach draußen in die Sonne . Es tat gut , ihre Wärme auf der Haut zu spüren , und binnen kurzer Zeit hatte sie sich bis auf die Hose , ihre Stiefel und das Korsett vollständig entkleidet .
Bevor sie mit dem Training begannen , machten sie sich beide "geschmeidig" . Sie wusste um die Schmerzen , die einem ein gezerrter Muskel bereiten konnte und sie wusste über die Vorteile im Kamof , wenn man flexibel war . Lydia fiel behände in den Spagat , und war auch sonst erstaunlich flexibel .
Doch sie war noch ungelenkig im Vergleich zu Sha´ira . Sie schien keine Knochen zu haben , so konnte sie sich verbiegen , ohne dabei auch nur den Hauch einer Anstrengung zu zeigen .
Nachdem sie sich entsprechend vorbereitet hatten und Sha´ira eine Hand voll getrockneter und zerstoßener Lavendelblüten auf den Boden gestreuht hatte , begannen sie mit dem Training .
Sie hatte schon einige Male mit langen Waffen gekämpft , also bestand Lydia darauf , zuerst einen Übungskampf auszutragen , damit Sha´ira beurteilen konnte , wo ihre Schwächen lagen .
Sie hatte damit gerechnet , das Sha´ira eine schwere Gegnerin werden würde , aber dmait hätte sie nie gerechnet . Sie war unglaublich schnell und schlug zu , als wollte sie Eisen mit einem Schmiedehammer bearbeiten . Lydia hatte ihre liebe Mühe die Schläge , Stöße und Pirouetten zu blocken , doch Sha´ira war unermütlich und eisern in ihrer Disziplin . Keine Schwachstelle in ihrer Verteidigung zeigte sich und ihr Angriff schien nicht zu ermüden . Es schien ihr eine kleine Ewigkeit , die Sha´ira auf sie eindrosch , Schlag auf Schlag , wilde Drehungen , Sprünge , Stöße und bisweilen hohe Tritte .
Doch irgendwann bot sich ihr für einen Bruchteil einer Sekunde eine Gelegenheit . Sha´ira wirbelte gerade herum um zu einem weiteren Angriff auszuholen , als Lydia sich nach hinten wegfallen lies . Sha´ira schlug ins leere und taumelte kurz . Derweil rollte sich Lydia auf dem Boden herum und schlug nach Sha´iras Beinen . Die sprang nach oben , landete aber unsicher , was Lydia ausnutzte und sich mit einem gewagten Vorwärtssprung auf sie stürzte . Sha´ira riss gerade rechtzeitig ihren Stab zur Verteidigung nach oben , doch Lydia warf sie einfach um und rollte sich über sie hinweg ab . Schnell wirbelte sie herum und schlug mit voller Wucht aus der Drehung heraus zu . Es krachte , als der Holzstab auf ihre gepanzerten Arme traf , doch sie schien es nicht zu spüren . Mit einer geschickten Bewegung von Unten heraus , entwaffnete sie Lydia und schlug ihr vor die Brust , das sie umfiel .
" Du warst gut Lydia , sehr gut ." sagte Sha´ira auf Elfisch und reichte ihr lächelnd die Hand . " Aber mir sind einige Dinge aufgefallen , an denen wir arbeiten können . Kommt , ich weise dich ein . "
Die nächste Zeit verbrachten sie damit , auf verschiedene Angriffe , bestimmte Abwehrtechniken zu erlernen , Angriffe zu verfeinern und die Bewegungen flüssiger zu machen .
Bevor sie mit dem Training begannen , machten sie sich beide "geschmeidig" . Sie wusste um die Schmerzen , die einem ein gezerrter Muskel bereiten konnte und sie wusste über die Vorteile im Kamof , wenn man flexibel war . Lydia fiel behände in den Spagat , und war auch sonst erstaunlich flexibel .
Doch sie war noch ungelenkig im Vergleich zu Sha´ira . Sie schien keine Knochen zu haben , so konnte sie sich verbiegen , ohne dabei auch nur den Hauch einer Anstrengung zu zeigen .
Nachdem sie sich entsprechend vorbereitet hatten und Sha´ira eine Hand voll getrockneter und zerstoßener Lavendelblüten auf den Boden gestreuht hatte , begannen sie mit dem Training .
Sie hatte schon einige Male mit langen Waffen gekämpft , also bestand Lydia darauf , zuerst einen Übungskampf auszutragen , damit Sha´ira beurteilen konnte , wo ihre Schwächen lagen .
Sie hatte damit gerechnet , das Sha´ira eine schwere Gegnerin werden würde , aber dmait hätte sie nie gerechnet . Sie war unglaublich schnell und schlug zu , als wollte sie Eisen mit einem Schmiedehammer bearbeiten . Lydia hatte ihre liebe Mühe die Schläge , Stöße und Pirouetten zu blocken , doch Sha´ira war unermütlich und eisern in ihrer Disziplin . Keine Schwachstelle in ihrer Verteidigung zeigte sich und ihr Angriff schien nicht zu ermüden . Es schien ihr eine kleine Ewigkeit , die Sha´ira auf sie eindrosch , Schlag auf Schlag , wilde Drehungen , Sprünge , Stöße und bisweilen hohe Tritte .
Doch irgendwann bot sich ihr für einen Bruchteil einer Sekunde eine Gelegenheit . Sha´ira wirbelte gerade herum um zu einem weiteren Angriff auszuholen , als Lydia sich nach hinten wegfallen lies . Sha´ira schlug ins leere und taumelte kurz . Derweil rollte sich Lydia auf dem Boden herum und schlug nach Sha´iras Beinen . Die sprang nach oben , landete aber unsicher , was Lydia ausnutzte und sich mit einem gewagten Vorwärtssprung auf sie stürzte . Sha´ira riss gerade rechtzeitig ihren Stab zur Verteidigung nach oben , doch Lydia warf sie einfach um und rollte sich über sie hinweg ab . Schnell wirbelte sie herum und schlug mit voller Wucht aus der Drehung heraus zu . Es krachte , als der Holzstab auf ihre gepanzerten Arme traf , doch sie schien es nicht zu spüren . Mit einer geschickten Bewegung von Unten heraus , entwaffnete sie Lydia und schlug ihr vor die Brust , das sie umfiel .
" Du warst gut Lydia , sehr gut ." sagte Sha´ira auf Elfisch und reichte ihr lächelnd die Hand . " Aber mir sind einige Dinge aufgefallen , an denen wir arbeiten können . Kommt , ich weise dich ein . "
Die nächste Zeit verbrachten sie damit , auf verschiedene Angriffe , bestimmte Abwehrtechniken zu erlernen , Angriffe zu verfeinern und die Bewegungen flüssiger zu machen .





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