„Wovon sprichst du da eigentlich, Miandra?“ fragte Vernita verblüfft. Sie war Pragmatikerin, hatte mit Aberglauben und Mystizismus nichts im Sinn und konnte auch nicht viel damit anfangen. Sie glaubte auch nicht an ein höheres Schicksal oder dass das Leben einem bestimmten Zweck diente. Für sie war alles lediglich eine logische Abfolge von Ursache und Wirkung und nichts, dem vielleicht ein göttlicher Plan zugrunde lag. „Und worauf willst du hinaus? Bist du etwa an einem solchen Tag geboren? Oder vielleicht deine Tochter? Und vor allem, glaubst du an diesen ganzen Unsinn, von dem du da redest?“
Die Elfe machte sich ernsthafte Sorgen um die schwarzhaarige Frau. Was war nur mit Miandra los? Verlor sie jetzt etwa die Hoffnung oder gar den Verstand? Hatten sie die letzten Wochen so dermaßen mitgenommen, dass sie jetzt den Bezug zur Realität verlor? Oder zeigten sich bei ihr nun lediglich einige Erschöpfungsmerkmale? Immerhin hatte die junge Frau ja in letzter Zeit eine Menge mitgemacht. So etwas konnte einen schon fertigmachen. Doch wie konnte Vernita ihr nur helfen? Darüber zermarterte sich die Elfe das Hirn, da sie in solchen Dingen nicht besonders gut war. Schließlich löste sie ihre Probleme eh immer mehr mit der Faust als mit Worten.
Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
Débuté par
Guest_Juleiila_*
, juil. 21 2010 12:04
#1851
Posté 13 mai 2011 - 03:40
#1852
Posté 13 mai 2011 - 05:10
„Es fiel mir nur gerade ein.“, erwiderte Miandra abwehrend, und ärgerte sich wohl darüber überhaupt etwas gesagt zu haben, fuhr dann aber überraschenderweise nach einer kurzen Pause einfach fort, denn scheinbar bedrückte sie das Ganze doch zu sehr, um einfach darüber zu schweigen.
„Als ich noch jünger war, habe ich daran geglaubt, ja – oder wurde mir dieser Glaube wohl eher eingeredet. Aber Zeiten ändern sich, denn auch an den Erbauer habe ich einst geglaubt, was ich nun ebenfalls nicht mehr tue. Ich glaube nur an Leben und Tod, und dass jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich ist. Auch wenn es oft egal ist, was man tut, da es immer Situationen geben wird, die unausweichlich sind, wenn man ein gewisses Ziel anstrebt.“, sie hielt kurz nachdenklich inne, wobei sie langsam ihren Kopf senkte, wodurch sie nicht mehr zum Himmel starrte.
„Nur gerade eben musste ich daran denken, da es doch eigentlich der Wahrheit entspricht, oder nicht? Denn schließlich habe ich doch meiner gesamten Familie den Tod gebracht.“, sagte sie dann und blickte zum ersten Mal zu Vernita, seitdem diese neben ihr saß. Dabei musterte sie die Elfe einen Augenblick eindringlich.
„Und ob ich an einem Tag, wo der Himmel blutrot war, zu Welt gekommen bin, kann ich Euch nicht sagen, da ich mich daran nicht mehr erinnern kann – aber man hat es mir zumindest gesagt.“, sagte sie ein wenig spöttisch mit einem zaghaften Grinsen, bevor sie mit einem Seufzen wehmütig weitersprach, „Aber, dass Elana in der Nacht vor zehn Jahren, welche uns heute erwarten wird, zur Welt kam, das kann ich Euch versichern – auch wenn ich versucht habe nicht an diesen Tag zu denken. Oder eher gehofft habe, ich würde bis dahin diese Stadt hinter mir wissen.“
Miandras Blick war kurz nachdenklich zu Boden gewandert, doch dann sah sie Vernita etwas ängstlich, nahezu schüchtern, an, „Würdet Ihr es Euch mit mir ansehen? Also die Sterne meine ich…“, sie stockte kurz und fuhr hektisch fort, „Natürlich nachdem wir zurück sind, schließlich müssen wir den Söldnern auf den Fersen bleiben, und natürlich nur ganz kurz, wir wollen ja keine Zeit verschwenden! Aber ich habe sie mir sonst immer mit Elana angesehen, sie liebte es sie zu zählen, auch wenn sie nie sehr weit kam, da sie es ohnehin nie geschafft hätte, die ganze Nacht wach zu bleiben, und es außerdem viel zu viele sind um sie zu zählen. Aber der Anblick... er.. er ist sehr schön… ich hab sie mir schon lange nicht mehr alleine angesehen.“
„Als ich noch jünger war, habe ich daran geglaubt, ja – oder wurde mir dieser Glaube wohl eher eingeredet. Aber Zeiten ändern sich, denn auch an den Erbauer habe ich einst geglaubt, was ich nun ebenfalls nicht mehr tue. Ich glaube nur an Leben und Tod, und dass jeder für sein Schicksal selbst verantwortlich ist. Auch wenn es oft egal ist, was man tut, da es immer Situationen geben wird, die unausweichlich sind, wenn man ein gewisses Ziel anstrebt.“, sie hielt kurz nachdenklich inne, wobei sie langsam ihren Kopf senkte, wodurch sie nicht mehr zum Himmel starrte.
„Nur gerade eben musste ich daran denken, da es doch eigentlich der Wahrheit entspricht, oder nicht? Denn schließlich habe ich doch meiner gesamten Familie den Tod gebracht.“, sagte sie dann und blickte zum ersten Mal zu Vernita, seitdem diese neben ihr saß. Dabei musterte sie die Elfe einen Augenblick eindringlich.
„Und ob ich an einem Tag, wo der Himmel blutrot war, zu Welt gekommen bin, kann ich Euch nicht sagen, da ich mich daran nicht mehr erinnern kann – aber man hat es mir zumindest gesagt.“, sagte sie ein wenig spöttisch mit einem zaghaften Grinsen, bevor sie mit einem Seufzen wehmütig weitersprach, „Aber, dass Elana in der Nacht vor zehn Jahren, welche uns heute erwarten wird, zur Welt kam, das kann ich Euch versichern – auch wenn ich versucht habe nicht an diesen Tag zu denken. Oder eher gehofft habe, ich würde bis dahin diese Stadt hinter mir wissen.“
Miandras Blick war kurz nachdenklich zu Boden gewandert, doch dann sah sie Vernita etwas ängstlich, nahezu schüchtern, an, „Würdet Ihr es Euch mit mir ansehen? Also die Sterne meine ich…“, sie stockte kurz und fuhr hektisch fort, „Natürlich nachdem wir zurück sind, schließlich müssen wir den Söldnern auf den Fersen bleiben, und natürlich nur ganz kurz, wir wollen ja keine Zeit verschwenden! Aber ich habe sie mir sonst immer mit Elana angesehen, sie liebte es sie zu zählen, auch wenn sie nie sehr weit kam, da sie es ohnehin nie geschafft hätte, die ganze Nacht wach zu bleiben, und es außerdem viel zu viele sind um sie zu zählen. Aber der Anblick... er.. er ist sehr schön… ich hab sie mir schon lange nicht mehr alleine angesehen.“
Modifié par Kaysallie, 14 mai 2011 - 02:14 .
#1853
Posté 14 mai 2011 - 02:17
„Es spielt überhaupt keine Rolle, an was für einem Tag du geboren wurdest, Miandra“, erwiderte Vernita, als die schwarzhaarige Frau sie ansah, während sie deren Hand ergriff und sanft aber auch bestimmend drückte. „Und du hast deinen Eltern auch nicht den Tod gebracht. Das waren sie selbst durch ihr überaus schändliches Verhalten. Auch trägst du keine Schuld an der Vernichtung deines Dorfes. Und mit Elanas Geburt hast du dazu noch bewiesen, dass du Leben schenkst, und es nicht nimmst. Außer irgendwelche Subjekte zwingen dich dazu. Solltest du an Schicksal glauben, so war es sicher kein Zufall, dass du das Massaker an den Leuten aus deinem Dorf überlebt hast. Stattdessen bist diesem entgangen, um deine Tochter zu finden und zu retten und um diejenigen zu bestrafen, die dafür verantwortlich sind. Darüber solltest du nachdenken, bevor du dich von Aberglauben und Vorurteilen blenden lässt.“
Die Elfe lächelte Miandra liebevoll an, als diese sie bat, sich mit ihr zusammen die Sterne anzusehen. Und innerlich freute sie sich schon darauf, mit dieser vor dem Lagerhaus zu sitzen und in den Himmel hinaufzustarren. „Natürlich werde ich mit dir diese alte Tradition deiner Familie fortsetzen, Miandra. Es erfüllt mein Herz mit Freude, dass du mir dabei gestattest den Platz deiner Tochter einzunehmen. Wir werden solange die Sterne betrachten, wie du magst, oder bist du in meinen Armen eingeschlafen bist.“
Vernita Gesichtsausdruck nahm bei ihren letzten Worten einen neckenden Ausdruck an. „Das war nur ein Witz. Aber ich freue mich wirklich darauf, an deiner Seite zu sitzen und mit dir zusammen die Sterne zu beobachten. Mehr als du dir vorstellen kannst sogar.“
Die Elfe lächelte Miandra liebevoll an, als diese sie bat, sich mit ihr zusammen die Sterne anzusehen. Und innerlich freute sie sich schon darauf, mit dieser vor dem Lagerhaus zu sitzen und in den Himmel hinaufzustarren. „Natürlich werde ich mit dir diese alte Tradition deiner Familie fortsetzen, Miandra. Es erfüllt mein Herz mit Freude, dass du mir dabei gestattest den Platz deiner Tochter einzunehmen. Wir werden solange die Sterne betrachten, wie du magst, oder bist du in meinen Armen eingeschlafen bist.“
Vernita Gesichtsausdruck nahm bei ihren letzten Worten einen neckenden Ausdruck an. „Das war nur ein Witz. Aber ich freue mich wirklich darauf, an deiner Seite zu sitzen und mit dir zusammen die Sterne zu beobachten. Mehr als du dir vorstellen kannst sogar.“
#1854
Posté 14 mai 2011 - 05:36
Sha´ira war von Lydia beeindruckt . Sie war geschmeidig wie eine Katze und für ihr Alter zäh . Zäher als manche Krieger , die sie schon getroffen hatte . Sie hatten schon eine weile draußen am Pier trainiert , als sie zum zweiten Übungskampf ansetzten . Sha´ira wollte testen , welche Fortschritte Lydia schon gemacht hatte , denn sie lernte schnell .
Sie umkreisten einander wie Katzen , bereit das die andere zuerst zuschlagen würde .
Plötzlich schnellte Lydia nach vorn und schlug von unten mit dem Stock nach oben und hätte sie damit um ein Haar entwaffnet . Sha´ira wich zurück und schlug mit einem kräftigen Schlag zurück , doch Lydia blockte und konterte ihn .
Lydia war ein harter Brocken . Sie kämpften eine ganze Weile und Lydia drängte sie immer weiter zurück in Richtung Lagerhaus . Schritt für Schritt , Schlag für Schlag bewegten sie sich langsam rückwärts . Als sie schon vor dem Eingang des Lagerhauses standen , machte Sha´ira ernst .
Ihr war nicht entgangen , das sie zwei Zuschauer hatten . Miandra und Vernita saßen vor dem Lagerhaus .
Sha´ira katapultierte sich mit einem kräftigen Sprung nach vorn und stürzte sich auf Lydia , doch die wich zurück . Sie taumelte und drohte nach vorn umzufallen , doch konnte sie sich gerade noch aufrichten , als Lydia ihr mit voller Wucht den Stab auf dem Oberarm schlug , sodas der in zwei Teile zerbrach . Lydia sprang an ihr vorbei und hob den zweiten Teil des Stabes in einer Rolle auf und wirbelte herum . Sha´ira schlug aus einer Drehung heraus zu , doch Lydia blockte und traf sie mitten in den Rücken . Den Schmerz ignorierte sie , und duckte sich unter Lydias Schlag hindurch . Sie machte einen Rückwärtssalto , katapultierte sich auf Lydia zu und schlug , doch diese blockte . Sha´ira drückte mit ihrem vollen Gewicht gegen Lydia , doch sie hielt stand und drückte dagegen .
Sie umkreisten einander wie Katzen , bereit das die andere zuerst zuschlagen würde .
Plötzlich schnellte Lydia nach vorn und schlug von unten mit dem Stock nach oben und hätte sie damit um ein Haar entwaffnet . Sha´ira wich zurück und schlug mit einem kräftigen Schlag zurück , doch Lydia blockte und konterte ihn .
Lydia war ein harter Brocken . Sie kämpften eine ganze Weile und Lydia drängte sie immer weiter zurück in Richtung Lagerhaus . Schritt für Schritt , Schlag für Schlag bewegten sie sich langsam rückwärts . Als sie schon vor dem Eingang des Lagerhauses standen , machte Sha´ira ernst .
Ihr war nicht entgangen , das sie zwei Zuschauer hatten . Miandra und Vernita saßen vor dem Lagerhaus .
Sha´ira katapultierte sich mit einem kräftigen Sprung nach vorn und stürzte sich auf Lydia , doch die wich zurück . Sie taumelte und drohte nach vorn umzufallen , doch konnte sie sich gerade noch aufrichten , als Lydia ihr mit voller Wucht den Stab auf dem Oberarm schlug , sodas der in zwei Teile zerbrach . Lydia sprang an ihr vorbei und hob den zweiten Teil des Stabes in einer Rolle auf und wirbelte herum . Sha´ira schlug aus einer Drehung heraus zu , doch Lydia blockte und traf sie mitten in den Rücken . Den Schmerz ignorierte sie , und duckte sich unter Lydias Schlag hindurch . Sie machte einen Rückwärtssalto , katapultierte sich auf Lydia zu und schlug , doch diese blockte . Sha´ira drückte mit ihrem vollen Gewicht gegen Lydia , doch sie hielt stand und drückte dagegen .
Modifié par Kisu, 15 mai 2011 - 12:41 .
#1855
Posté 15 mai 2011 - 12:40
Lydia war froh , das das Training vorüber war . Sie war ausgelaugt , hatte blaue Flecken und Prellungen , im Großen und Ganzen fühlte sie sich , wie durch die Mangel gedreht. Nachdem sie sich des Stabes entledigt hatte , durchsuchte sie die kleine Truhe des Dachzimmers nach ihren gestohlenen Geldvorräten . Sie wurde fündig und zog einen der Goldsäckchen aus der Kiste . Sha´ira und sie wollten auf den Markt gehen und verschiedene Dinge einkaufen , sowie in die Rüstgasse . Lydia benötigte eine richtige Rüstung , oder zumindest etwas , das ihr mehr Schutz bot , als ihre jetzige Kleidung .
Sie trat nach draußen vor die Lagerhalle , wo Vernita und Minadra saßen .
" Guten Morgen die Damen . Ich hoffe doch , euch hat unser Training gefallen . " Sprach sie die Beiden an und grinste .
" Das ist aber nicht das , worauf ich hinauswollte . Sha´ira und ich werden nacher auf den Markt und in die Rüstgasse gehen , wir benötigen einige Dinge . ch kaufe mir beispielsweise neue Kleider . Braucht ihr auch etwas , dann sagt es mir , oder kommt mit . "
Sie trat nach draußen vor die Lagerhalle , wo Vernita und Minadra saßen .
" Guten Morgen die Damen . Ich hoffe doch , euch hat unser Training gefallen . " Sprach sie die Beiden an und grinste .
" Das ist aber nicht das , worauf ich hinauswollte . Sha´ira und ich werden nacher auf den Markt und in die Rüstgasse gehen , wir benötigen einige Dinge . ch kaufe mir beispielsweise neue Kleider . Braucht ihr auch etwas , dann sagt es mir , oder kommt mit . "
#1856
Posté 15 mai 2011 - 01:40
Miandra blickte Vernita einen kurzen Moment entgeistert an, auch wenn sie sah, dass Vernita sie wohl nur aufziehen wollte. Doch wirklich sicher war sie sich dabei nicht, aber vielleicht war sie auch nur aufgrund der Berührung an ihrer Hand irritiert. Es fühlte sich tröstend an, doch irgendetwas daran beunruhigte sie, so dass sie ihre Hand vorsichtig zurückzog.
„Ja, vielleicht“, sagte sie einsilbig mit wenig Überzeugungskraft, und blickte erneut zum Himmel, wobei sie wohl über Vernitas Worte nachdachte.
„Hoffen wir nur, dass es kein anderer nimmt…“, flüsterte sie leise und voller Wehmut. Doch ihre Gedanken schnellten zu dem, worum sie die Elfe gebeten hatte. Miandra fragte sich, ob es dumm gewesen war, sie so etwas zu fragen. Denn sie spürte, dass sie es am liebsten bereits wieder rückgängig machen würde. Schließlich wusste sie, welche Gefühle Vernita für sie hegte, und anhand deren Antwort und Gesichtsausdruck, wusste Miandra, dass sie etwas getan hatte, worauf die Elfe wohl schon lange gewartet hatte. Aber wenn sie daran dachte, heute Nacht alleine sein zu müssen, stellte es ihr förmlich die Nackenhaare auf. Nein, es war richtig, die Elfe darum zu beten.
Trotzdem wusste Miandra nicht was sie dazu sagen sollte, wurde jedoch auch aus ihren Gedanken gebracht, als sie Lydia und Sha´ira erspähte, welche wohl damit beschäftigt waren Lärm zu machen. Miandra versuchte die beiden einfach zu ignorieren, was ihr nicht so recht gelingen wollte, denn nur kurz darauf kam Lydia direkt zu ihnen und fragte sie etwas, was in Miandra erneut Wut hochkommen ließ. Diese beiden Weiber würden es nie verstehen, warum sie hier waren.
Doch sie hatte keinerlei Interesse mehr daran, irgendjemanden versuchen zu berichtigen. Daher stand sie einfach nur wortlos auf, wobei sie Lydia und vor allem Sha´ira verächtlich ansah, und hinkte zurück ins Lagerhaus, wo sie sich auf ihrer Schlafmatte niederließ und mit ihrer Arbeit von vorhin fortfuhr, ihren Verband zu lösen, um sich ihre Wunde anzusehen.
„Ja, vielleicht“, sagte sie einsilbig mit wenig Überzeugungskraft, und blickte erneut zum Himmel, wobei sie wohl über Vernitas Worte nachdachte.
„Hoffen wir nur, dass es kein anderer nimmt…“, flüsterte sie leise und voller Wehmut. Doch ihre Gedanken schnellten zu dem, worum sie die Elfe gebeten hatte. Miandra fragte sich, ob es dumm gewesen war, sie so etwas zu fragen. Denn sie spürte, dass sie es am liebsten bereits wieder rückgängig machen würde. Schließlich wusste sie, welche Gefühle Vernita für sie hegte, und anhand deren Antwort und Gesichtsausdruck, wusste Miandra, dass sie etwas getan hatte, worauf die Elfe wohl schon lange gewartet hatte. Aber wenn sie daran dachte, heute Nacht alleine sein zu müssen, stellte es ihr förmlich die Nackenhaare auf. Nein, es war richtig, die Elfe darum zu beten.
Trotzdem wusste Miandra nicht was sie dazu sagen sollte, wurde jedoch auch aus ihren Gedanken gebracht, als sie Lydia und Sha´ira erspähte, welche wohl damit beschäftigt waren Lärm zu machen. Miandra versuchte die beiden einfach zu ignorieren, was ihr nicht so recht gelingen wollte, denn nur kurz darauf kam Lydia direkt zu ihnen und fragte sie etwas, was in Miandra erneut Wut hochkommen ließ. Diese beiden Weiber würden es nie verstehen, warum sie hier waren.
Doch sie hatte keinerlei Interesse mehr daran, irgendjemanden versuchen zu berichtigen. Daher stand sie einfach nur wortlos auf, wobei sie Lydia und vor allem Sha´ira verächtlich ansah, und hinkte zurück ins Lagerhaus, wo sie sich auf ihrer Schlafmatte niederließ und mit ihrer Arbeit von vorhin fortfuhr, ihren Verband zu lösen, um sich ihre Wunde anzusehen.
Modifié par Kaysallie, 07 janvier 2012 - 05:11 .
#1857
Posté 15 mai 2011 - 03:32
Vernita wollte gerade auf Miandras zögerliche Antwort etwas erwidern, als Lydia und Sha’ira auf sie zukamen. Die beiden kämpften mit Kampfstäben miteinander, wobei die Elfe nur müde den Kopf schüttelte. Was sollte das Mädchen dabei lernen, da sie doch sonst mit Dolchen, Schwertern oder Säbeln in die Schlacht zog? Irgendwie erinnerte sie das ganze Spektakel an die balgenden Kinder aus dem Gesindeviertel Denerims, welche sie in ihrer Kindheit des Öfteren beim Spielen zugeschaut hatte. Sie schüttelte diesen Gedanken schnell wieder ab.
In der Zwischenzeit hatten die beiden auch schon ihr Training beendet und schienen sich zum Aufbruch bereit zu machen. Und tatsächlich sprach sie Lydia unvermittelt an, ob Vernita sie vielleicht zum Einkaufen begleiten wollte. Hatten die beiden jetzt endgültig den Verstand verloren? Miandra schien etwas ähnliches durch den Kopf zu gehen, als sie ziemlich entnervt aufstand und ins Lagerhaus zurückging. Die Elfe hingegen richtete sich ganz langsam wieder auf und fixierte die beiden Personen vor sich mit einem durchdringenden Blick.
„Seid ihr beiden noch ganz bei Trost?“ fauchte sie die Elfen an. „Habt ihr vergessen, weshalb wir hier sind? Haltet ihr das hier etwa für einen gemütlichen Ausflug? Du wirst wie wir in der ganzen Stadt gesucht, Lydia, und da fällt dir nichts besseres ein, als dich am helllichtem Tag in der Öffentlichkeit zu zeigen? Bist du so scharf auf einen kleinen Aufenthalt in den Folterkammern von Fort Drakon mit anschließender Hinrichtung auf dem Innenhof der Festung? Wenn du so versessen aufs Sterben bist, dann kann ich dir diesen Gefallen auch gleich hier tun! Dann hast du es wenigstens schnell hinter dir und ersparst dir die unnötigen Qualen einer langwierigen Folter!“
Vernita war außer sich vor Wut. Sie konnte diese Sturheit und grenzenlose Naivität dieser beiden Weiber einfach nicht nachvollziehen. Irgendwie schienen sich die beiden nicht viel aus ihren Leben zu machen. Oder sie kapierten einfach nicht, dass es für sie alle im Moment das Klügste war, sich keinen unnötigen Risiken auszusetzen.
In der Zwischenzeit hatten die beiden auch schon ihr Training beendet und schienen sich zum Aufbruch bereit zu machen. Und tatsächlich sprach sie Lydia unvermittelt an, ob Vernita sie vielleicht zum Einkaufen begleiten wollte. Hatten die beiden jetzt endgültig den Verstand verloren? Miandra schien etwas ähnliches durch den Kopf zu gehen, als sie ziemlich entnervt aufstand und ins Lagerhaus zurückging. Die Elfe hingegen richtete sich ganz langsam wieder auf und fixierte die beiden Personen vor sich mit einem durchdringenden Blick.
„Seid ihr beiden noch ganz bei Trost?“ fauchte sie die Elfen an. „Habt ihr vergessen, weshalb wir hier sind? Haltet ihr das hier etwa für einen gemütlichen Ausflug? Du wirst wie wir in der ganzen Stadt gesucht, Lydia, und da fällt dir nichts besseres ein, als dich am helllichtem Tag in der Öffentlichkeit zu zeigen? Bist du so scharf auf einen kleinen Aufenthalt in den Folterkammern von Fort Drakon mit anschließender Hinrichtung auf dem Innenhof der Festung? Wenn du so versessen aufs Sterben bist, dann kann ich dir diesen Gefallen auch gleich hier tun! Dann hast du es wenigstens schnell hinter dir und ersparst dir die unnötigen Qualen einer langwierigen Folter!“
Vernita war außer sich vor Wut. Sie konnte diese Sturheit und grenzenlose Naivität dieser beiden Weiber einfach nicht nachvollziehen. Irgendwie schienen sich die beiden nicht viel aus ihren Leben zu machen. Oder sie kapierten einfach nicht, dass es für sie alle im Moment das Klügste war, sich keinen unnötigen Risiken auszusetzen.
Modifié par Aliens Crew, 15 mai 2011 - 04:04 .
#1858
Posté 15 mai 2011 - 04:06
" Seid versichert , das es uns gut geht Vernita . Ein gemütlicher Ausflug ist etwas anderes , aber ihr werdet es wohl einsehen , das wir einige Sachen benötigen und das ich etwas brauche , das mich im Kampf wenigstens ein bischen schützt . "
Lydia verstand die Wut Vernitas , doch in diesem Fall war sie unbegründet . Sie wussten beide , was sie taten , und der Markt war immer so lebhaft besucht , das es ein leichtes war unterzutauchen .
" Seid unbesorgt , wir werden bald zurücksein . Noch ist Zeit zu sagen , was ihr benötigt . "
Lydia verstand die Wut Vernitas , doch in diesem Fall war sie unbegründet . Sie wussten beide , was sie taten , und der Markt war immer so lebhaft besucht , das es ein leichtes war unterzutauchen .
" Seid unbesorgt , wir werden bald zurücksein . Noch ist Zeit zu sagen , was ihr benötigt . "
Modifié par SickOfItAll, 15 mai 2011 - 04:19 .
#1859
Posté 15 mai 2011 - 04:57
„Du treibst mich noch in den Wahnsinn, Kleine“, brummte Vernita frustriert. „Und wie ich deine Sturheit kenne, kann ich dir dein bescheuertes Vorhaben wohl nur mit Gewalt austreiben, was? Ich habe aber keine Lust, dir die Knochen zu brechen, zu mal ich deine Hilfe vielleicht noch benötigen werde. Also verschwinde, bevor ich es mir anders überlege, doch bevor du gehst, gebe ich dir noch etwas mit. Warte hier.“
Die Elfe wandte sich ab und ging zurück in das Lagerhaus. Sie warf einen kurzen Blick auf Miandra, die gerade damit beschäftigt war, sich ihre Wunde anzusehen. Vernita seufzte einmal, bevor sie zu ihrer Tasche trat, aus dessen Innern sie eine kleine Glasflasche mit einer grauschwarzen Flüssigkeit darin hervorholte. Mit dieser in der Hand machte sie sich wieder auf den Weg nach draußen.
„Hier! Nimm das mit!“, meinte sie zu Lydia gewandt und überreichte ihr die Flasche. „Solltet ihr von Wachen eingekreist werden, dann werft dieses Gefäß vor euch auf den Boden. Das Zeug da drin ist harmlos, doch es wird eine dichte schwarze Rauchwolke innerhalb weniger Augenblicke aufsteigen lassen, die alles verhüllt. Die anderen auf dem Markt werden panisch davonlaufen und so könnt ihr in dem Getümmel entkommen. Setzt diese Flasche nur im äußersten Notfall ein. Es ist meine letzte, und das Zeug ist schwer herzustellen. Und jetzt haut endlich ab, sonst bereue ich meine Entscheidung noch. Ich selbst benötige nichts weiter.“
Die Elfe wandte sich ab und ging zurück in das Lagerhaus. Sie warf einen kurzen Blick auf Miandra, die gerade damit beschäftigt war, sich ihre Wunde anzusehen. Vernita seufzte einmal, bevor sie zu ihrer Tasche trat, aus dessen Innern sie eine kleine Glasflasche mit einer grauschwarzen Flüssigkeit darin hervorholte. Mit dieser in der Hand machte sie sich wieder auf den Weg nach draußen.
„Hier! Nimm das mit!“, meinte sie zu Lydia gewandt und überreichte ihr die Flasche. „Solltet ihr von Wachen eingekreist werden, dann werft dieses Gefäß vor euch auf den Boden. Das Zeug da drin ist harmlos, doch es wird eine dichte schwarze Rauchwolke innerhalb weniger Augenblicke aufsteigen lassen, die alles verhüllt. Die anderen auf dem Markt werden panisch davonlaufen und so könnt ihr in dem Getümmel entkommen. Setzt diese Flasche nur im äußersten Notfall ein. Es ist meine letzte, und das Zeug ist schwer herzustellen. Und jetzt haut endlich ab, sonst bereue ich meine Entscheidung noch. Ich selbst benötige nichts weiter.“
#1860
Posté 15 mai 2011 - 06:38
" Seid bedankt . Und macht euch keine Sorgen um uns , wir sind schließlich schon groß genug um auf uns selbst aufzupassen . "
Mit diesen Worten verschwanden die Beiden in Richtung Markt .
Je näher sie dem Markt und den geschäftigen Seitengassen kamen , desto lauter und enger wurde es . Händler boten an Ständen am Straßenrand Ihre Waren feil , Träger und Marktkarren wuselten wie emsige Ameisen durch die Gassen , Wachen latschten gelangweilt die Reihen auf und ab . Das alltägliche Markttreiben wirkte auf Lydia wie aufgewühlte See . Von einem Trubel schwappte man in den Nächsten .
Auf dem offenen Marktplatz , der quasi das Herz Denerims bildete , war eingies geboten . Zwischen den Ständen drängten sich die Menschen , es roch nach gebratenem Fleisch , frischem Brot , Gewürzen , frisch geschorener Wolle und geschmolzenem Eisen . Sha´ira und Lydia schlängelten sich durch die Reihen und begutachteten die Warenauslagen . In Denerim gab es alles , was das Herz begehrte . Von feinster Seide über beste Vorräte bis zu den exklusivsten Möbeln war auf dem Markt so gut wie alles zu erstehen - mit der entsprechenden Geldbörse als Vorraussetzung .
Sie fanden recht zügig , was sie suchten . Zuerst schauten sie sich nach einer kleinen Truhe um , denn das Dachzimmer war noch recht leer und sie wollten es etwas einrichten . Die Truhe fanden sie am Rande des Marktes in einer kleinen Schreinerei .
Als nächstes suchten sie nach Tiegeln und Töpfen wir Zutaten für die Alchemie , fanden aber vorher ein Schafsfell , das sie kurzerhand mitnahmen . Die Tiegel fanden sie bei einem bärtigen Töpfer , der seinen Stand mitten auf dem Markt aufgeschlagen hatte . Als letztes benötigte Lydia noch etwas , das sie besser schützte als ihre Kleidung . Die Lederwarenhändler am Markt hatten aber nicht was sie suchte , also gingen sie zur Rüstgasse . Dort hatten sich Waffen und Rüstungsmacher niedergelassen und vom Hornbogen bis zur Silberitplattenrüstung war alles zu erstehen . Sie suchten in drei Lederwerkstädten , doch erst in einer Schneiderei die normalerweise Magiergewänder fertigte wurden sie fündig .
Durch Zufall schauten sie sich im Geschäft um , im Glauben , es gäbe Lederrüstungen oder ähnliches zu erstehen , als Lydia etwas ganz anderes entdeckte . In einer Ecke des Ladens lag etwas zusammengefaltetes , halb begraben unter einem Berg aus Stoffrollen und Garnen . Als Lydia das Paket darunter herausgefischt hatte , erkannte sie , was es war und grinste breit . Es handelte sich offenbar um einen ledernen Assasinenanzug , der den Träger von Kopf bis Fuß in hautenges Leder hüllte . Dazu gab es einige Gürtel , Schnallen und Riemen , an denen man Schertscheiden und Dolchhalter oder ähnliches befestigen konnte . Und zu ihrer Überraschung passte er wie angegossen . Sie suchte die dazugehörige Maske unter dem Stapel heraus und ging zur alten Frau , welche emsig durch den Laden huschte und Kleider hin und her trug . Sie bezahlten Sie und verschwanden zurück auf den Markt . Als sie an einem kleinen zugestellten Alchemistenständchen verbeigingen , viel Lydia Vernitas Worte ein .
´Setz diese Flasche nur im Notfall ein . Es ist meine letzte, und das Zeug ist schwer herzustellen .´
Sie trat an den Stand heran und zog das Fläschchen aus der Tsche . Der junge bärtige Mann hinter der Ladentheke war gerade damit beschäftigt etwas im Mörser zu zerkleinern , als sie ihn fragte , ob er ihr soetwas herstellen könnte . Er bejahte und durchsuchte sein Ständchen . Nach einiger Zeit wurde er fündig und händigte ihnen zu Spottpreisen drei Rauchpulverfläschchen aus .
Zufrieden machten sie sich auf den Rückweg zum Hafen .
Am Lagerhaus hatte sich derweil nicht viel getan . " Vernita , ich habe hier etwas für euch ! " rief Lydia und lachte . Sie gab ihr die vier Rauchpulverfläschchen . " Sagt nicht , ihr hättet sie nicht gebraucht . Auch ich war erfolgreich . Wenn auch nicht in der Weise , in der ich anfangs dachte . Aber seht selbst " , woraufhin sie ins kleine Dachzimmer verschwand und sich auszog .
Es war gelinde gesagt nicht ganz einfach in den ledernen Anzug hineinzukommen , aber mit Sha´iras Hilfe war es einigermaßen machbar . Sie hatten im Nachbarlagerhaus die Nacht zuvor einen Spiegel gefunden und Lydia musste zugeben , das sie sich gefiel . Das Leder war wie eine zweite Haut . Passgenau , keine Falten , nirgens lose , wenn auch ein wenig eng im Schritt .
Sie kletterten beide wieder nach unten und sahen sich nach etwas zu Essen um .
" Und , gefalle ich euch ? " Sagte Lydia zu Vernita und Sha´ira .
Mit diesen Worten verschwanden die Beiden in Richtung Markt .
Je näher sie dem Markt und den geschäftigen Seitengassen kamen , desto lauter und enger wurde es . Händler boten an Ständen am Straßenrand Ihre Waren feil , Träger und Marktkarren wuselten wie emsige Ameisen durch die Gassen , Wachen latschten gelangweilt die Reihen auf und ab . Das alltägliche Markttreiben wirkte auf Lydia wie aufgewühlte See . Von einem Trubel schwappte man in den Nächsten .
Auf dem offenen Marktplatz , der quasi das Herz Denerims bildete , war eingies geboten . Zwischen den Ständen drängten sich die Menschen , es roch nach gebratenem Fleisch , frischem Brot , Gewürzen , frisch geschorener Wolle und geschmolzenem Eisen . Sha´ira und Lydia schlängelten sich durch die Reihen und begutachteten die Warenauslagen . In Denerim gab es alles , was das Herz begehrte . Von feinster Seide über beste Vorräte bis zu den exklusivsten Möbeln war auf dem Markt so gut wie alles zu erstehen - mit der entsprechenden Geldbörse als Vorraussetzung .
Sie fanden recht zügig , was sie suchten . Zuerst schauten sie sich nach einer kleinen Truhe um , denn das Dachzimmer war noch recht leer und sie wollten es etwas einrichten . Die Truhe fanden sie am Rande des Marktes in einer kleinen Schreinerei .
Als nächstes suchten sie nach Tiegeln und Töpfen wir Zutaten für die Alchemie , fanden aber vorher ein Schafsfell , das sie kurzerhand mitnahmen . Die Tiegel fanden sie bei einem bärtigen Töpfer , der seinen Stand mitten auf dem Markt aufgeschlagen hatte . Als letztes benötigte Lydia noch etwas , das sie besser schützte als ihre Kleidung . Die Lederwarenhändler am Markt hatten aber nicht was sie suchte , also gingen sie zur Rüstgasse . Dort hatten sich Waffen und Rüstungsmacher niedergelassen und vom Hornbogen bis zur Silberitplattenrüstung war alles zu erstehen . Sie suchten in drei Lederwerkstädten , doch erst in einer Schneiderei die normalerweise Magiergewänder fertigte wurden sie fündig .
Durch Zufall schauten sie sich im Geschäft um , im Glauben , es gäbe Lederrüstungen oder ähnliches zu erstehen , als Lydia etwas ganz anderes entdeckte . In einer Ecke des Ladens lag etwas zusammengefaltetes , halb begraben unter einem Berg aus Stoffrollen und Garnen . Als Lydia das Paket darunter herausgefischt hatte , erkannte sie , was es war und grinste breit . Es handelte sich offenbar um einen ledernen Assasinenanzug , der den Träger von Kopf bis Fuß in hautenges Leder hüllte . Dazu gab es einige Gürtel , Schnallen und Riemen , an denen man Schertscheiden und Dolchhalter oder ähnliches befestigen konnte . Und zu ihrer Überraschung passte er wie angegossen . Sie suchte die dazugehörige Maske unter dem Stapel heraus und ging zur alten Frau , welche emsig durch den Laden huschte und Kleider hin und her trug . Sie bezahlten Sie und verschwanden zurück auf den Markt . Als sie an einem kleinen zugestellten Alchemistenständchen verbeigingen , viel Lydia Vernitas Worte ein .
´Setz diese Flasche nur im Notfall ein . Es ist meine letzte, und das Zeug ist schwer herzustellen .´
Sie trat an den Stand heran und zog das Fläschchen aus der Tsche . Der junge bärtige Mann hinter der Ladentheke war gerade damit beschäftigt etwas im Mörser zu zerkleinern , als sie ihn fragte , ob er ihr soetwas herstellen könnte . Er bejahte und durchsuchte sein Ständchen . Nach einiger Zeit wurde er fündig und händigte ihnen zu Spottpreisen drei Rauchpulverfläschchen aus .
Zufrieden machten sie sich auf den Rückweg zum Hafen .
Am Lagerhaus hatte sich derweil nicht viel getan . " Vernita , ich habe hier etwas für euch ! " rief Lydia und lachte . Sie gab ihr die vier Rauchpulverfläschchen . " Sagt nicht , ihr hättet sie nicht gebraucht . Auch ich war erfolgreich . Wenn auch nicht in der Weise , in der ich anfangs dachte . Aber seht selbst " , woraufhin sie ins kleine Dachzimmer verschwand und sich auszog .
Es war gelinde gesagt nicht ganz einfach in den ledernen Anzug hineinzukommen , aber mit Sha´iras Hilfe war es einigermaßen machbar . Sie hatten im Nachbarlagerhaus die Nacht zuvor einen Spiegel gefunden und Lydia musste zugeben , das sie sich gefiel . Das Leder war wie eine zweite Haut . Passgenau , keine Falten , nirgens lose , wenn auch ein wenig eng im Schritt .
Sie kletterten beide wieder nach unten und sahen sich nach etwas zu Essen um .
" Und , gefalle ich euch ? " Sagte Lydia zu Vernita und Sha´ira .
#1861
Posté 16 mai 2011 - 03:24
Etwas verblüfft nahm Vernita von Lydia die vier Fläschchen entgegen. Und noch bevor sie etwas hätte sagen können, war das Mädchen auch schon die Leiter zum Dachstuhl hinaufgeklettert. Die Elfe schüttelte leicht den Kopf, während sie zu ihrer Tasche ging, in welche sie die Gefäße verstaute. Kaum war sie damit fertig geworden, da stand Lydia schon erneut vor ihr, in einem dünnen Lederkostüm gekleidet.
„Kommt darauf an, was du darstellen willst, Kleine“, entgegnete Vernita grinsend. „Vielleicht eine Akrobatin aus einem Wanderzirkus? Oder heuerst du jetzt gar in einem Bordell für besondere Wünsche an? Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass dies deine Vorstellung von einer guten Rüstung ist, oder? In dem Fummel könnte ich dich ja sogar mit einem Käsemesser erstechen. Da ist ja mein Leinenhemd noch widerstandsfähiger. Ihr jungen Dinger habt anscheinend überhaupt keinen Plan über praktikable Kleidung, was?“
„Kommt darauf an, was du darstellen willst, Kleine“, entgegnete Vernita grinsend. „Vielleicht eine Akrobatin aus einem Wanderzirkus? Oder heuerst du jetzt gar in einem Bordell für besondere Wünsche an? Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass dies deine Vorstellung von einer guten Rüstung ist, oder? In dem Fummel könnte ich dich ja sogar mit einem Käsemesser erstechen. Da ist ja mein Leinenhemd noch widerstandsfähiger. Ihr jungen Dinger habt anscheinend überhaupt keinen Plan über praktikable Kleidung, was?“
#1862
Posté 16 mai 2011 - 03:46
Lydia lachte und schaute an sich hinunter . Es war ungewöhnlich in so einem hautengen Ding zu stecken , auch wenn sie sich eingestehen musste , das es nicht schlecht aussah .
" Darstellen ? Ich ? Niemanden . Es geht ja auch nicht darum , das sie mir so viel Schutz bietet wie euer Blecheimer , den ihr normalerweise tragt . Ich bin nicht darauf aus gesehen oder gehört zu werden . Oder wollt ihr mir weis machen , das ihr leiser unterwegs seit als ich mit meinem hübschen Anzug ?"
Sie grinste breit und setzte sich auf eine Kiste nahebei , bevor sie fortfuhr .
" Außerdem kann ich noch bequem etwas drüberziehen . A propos drüberziehen , der Anzug ist nicht komplett . Ein Teil liegt noch oben . Eigentlich wollte ich euch ja danach fragen , wie der Plan für die nächste Nacht aussieht . Noch eine Nacht mit Möbel und anderen netten Sachen für unser Dachzimmer suchen brauchen wir nicht . Zumal wir nun schon eine ganze Weile hier sitzen und ... nun ja ... nichts tun . "
" Darstellen ? Ich ? Niemanden . Es geht ja auch nicht darum , das sie mir so viel Schutz bietet wie euer Blecheimer , den ihr normalerweise tragt . Ich bin nicht darauf aus gesehen oder gehört zu werden . Oder wollt ihr mir weis machen , das ihr leiser unterwegs seit als ich mit meinem hübschen Anzug ?"
Sie grinste breit und setzte sich auf eine Kiste nahebei , bevor sie fortfuhr .
" Außerdem kann ich noch bequem etwas drüberziehen . A propos drüberziehen , der Anzug ist nicht komplett . Ein Teil liegt noch oben . Eigentlich wollte ich euch ja danach fragen , wie der Plan für die nächste Nacht aussieht . Noch eine Nacht mit Möbel und anderen netten Sachen für unser Dachzimmer suchen brauchen wir nicht . Zumal wir nun schon eine ganze Weile hier sitzen und ... nun ja ... nichts tun . "
#1863
Posté 17 mai 2011 - 03:50
„Wenn du mit deiner Frage wissen willst, ob ich es schaffe mich in meiner Rüstung unbemerkt an jemanden heranzuschleichen, dann lautet die Antwort „Ja“. Ist nur eine Frage der Übung. Ob ich dabei nun leiser bin als du in einem quietschenden Lederkostüm, kann ich nicht sagen, aber bisher hat es noch immer gereicht, um mich geräuschlos an mein Opfer heranschleichen zu können“, erwiderte Vernita grinsend.
Sie ging zu ihrer Schlafstätte zurück und setzte sich dorthin, während Lydia wieder einmal auf eine Kiste kletterte und die Elfe auszufragen versuchte.
„Was heißt hier „seit einer ganzen Weile“, Kleines?“ meinte Vernita spöttisch, während sie leicht den Kopf schüttelte. „Ihr jungen Dinger habt wirklich ein anderes Zeitgefühl, wie mir scheint. Wir sind doch erst seit zwei Tagen in diesem Schuppen, auch wenn dir das durch die Warterei vielleicht länger vorgekommen sein mag. Und unser Vorgehen dürfte doch auch allen klar sein, oder? Wir warten darauf, dass uns Leanora die Informationen beschafft, welche wir benötigen, während wir versuchen, uns dieser elenden Kopfgeldjäger zu entledigen, sofern wir sie finden versteht sich. Mehr können wir im Moment nicht tun. Außer natürlich, du ziehst es vor, blind ins offene Messer zu laufen. Das steht dir natürlich frei. Nur das liegt nicht so ganz in meinem Sinne.“
Sie ging zu ihrer Schlafstätte zurück und setzte sich dorthin, während Lydia wieder einmal auf eine Kiste kletterte und die Elfe auszufragen versuchte.
„Was heißt hier „seit einer ganzen Weile“, Kleines?“ meinte Vernita spöttisch, während sie leicht den Kopf schüttelte. „Ihr jungen Dinger habt wirklich ein anderes Zeitgefühl, wie mir scheint. Wir sind doch erst seit zwei Tagen in diesem Schuppen, auch wenn dir das durch die Warterei vielleicht länger vorgekommen sein mag. Und unser Vorgehen dürfte doch auch allen klar sein, oder? Wir warten darauf, dass uns Leanora die Informationen beschafft, welche wir benötigen, während wir versuchen, uns dieser elenden Kopfgeldjäger zu entledigen, sofern wir sie finden versteht sich. Mehr können wir im Moment nicht tun. Außer natürlich, du ziehst es vor, blind ins offene Messer zu laufen. Das steht dir natürlich frei. Nur das liegt nicht so ganz in meinem Sinne.“
#1864
Posté 17 mai 2011 - 04:49
" Das will ich sehen . " lachte Lydia . " Zumal mein Anzug nicht quietscht . "
Sie griff nach einem Apfel bevor sie antwortete .
" Zwei Tage hier im Hafen , aber vergesst nicht die Zeit im Keller . Wisst ihr , ich bin für die Natur gemacht , ich brauche Bewegung , Freiraum . Herumsitzen macht mich krank , müde , schlaff und lustlos . Und mit offenen Armen in den Tod springen , damit gedenke ich noch einige Zeit zu warten ... auch wenn ich es schon einmal versucht hatte .
Wenn ihr von diesen Söldnern sprecht , was wissen wir über sie ? "
Sie zog ihr Stiefelmesser aus der Scheide am Unterschenkel und schnitzte Stückchen aus dem Apfel , wärend sie auf Vernitas Antwort wartete .
Sie griff nach einem Apfel bevor sie antwortete .
" Zwei Tage hier im Hafen , aber vergesst nicht die Zeit im Keller . Wisst ihr , ich bin für die Natur gemacht , ich brauche Bewegung , Freiraum . Herumsitzen macht mich krank , müde , schlaff und lustlos . Und mit offenen Armen in den Tod springen , damit gedenke ich noch einige Zeit zu warten ... auch wenn ich es schon einmal versucht hatte .
Wenn ihr von diesen Söldnern sprecht , was wissen wir über sie ? "
Sie zog ihr Stiefelmesser aus der Scheide am Unterschenkel und schnitzte Stückchen aus dem Apfel , wärend sie auf Vernitas Antwort wartete .
#1865
Posté 18 mai 2011 - 02:20
So wie sie es vor hatte, löste Miandra den Verband restlos von ihrem Oberschenkel – was kein leichtes Unterfangen war, denn aus der Wunde war weiterhin Blut ausgetreten, wodurch die Bandage festklebte. Nur sehr langsam und mit äußerster Vorsicht, schaffte sie es sich von dem Stoff zu befreien, ohne die Wunde grob aufzureißen. Miandra begutachtete den tiefen Schnitt, der ihr mehr Schmerzen verursachte als sie zugeben würde. Ihr wurde klar, dass sie sich mit einer solchen Wunde eigentlich schonen müsste – doch für Schonung, fehlte ihnen die Zeit.
Miandra lehnte sich seufzend zurück, und blickte zu Neria. Die Magierin schlief noch, so wie sie es sehr oft tat. Wahrscheinlich kostete ihr die Heilung mit Blutmagie sehr viel Kraft. Doch als plötzlich Sha´ira und Lydia hereinstürmten und das Mädchen – wie so oft – mit Vernita zu diskutieren begann, wurde auch die Magierin aus ihrem Schlaf gerissen, und lauschte ebenso widerwillig den anderen. Miandra wusste, dass sie keine andere Wahl hatte, als Neria darum zu beten ihre Verletzung zu heilen, doch alleine bei dem Gedanken an die letzte Heilung schauderte sie. Zudem konnte Miandra diese Halbelfe einfach nicht ausstehen – aber wen konnte sie denn eigentlich wirklich gut leiden? Doch nur jetzt hatte sie die Gelegenheit dazu, jetzt wo es draußen noch hell war, und sie sich bis Einbruch der Nacht von der Strapaze erholen konnte.
Auch wenn Miandra dies relativ schnell klar wurde, brauchte sie eine Weile um über ihren Schatten zu springen. So saß sie nur da lauschte unaufmerksam Lydia und Vernita, und starrte dabei ins Leere. Doch dann stand sie doch auf, hinkte zu Neria und setzte sich wortlos neben diese auf die Liege. Die Magierin beäugte sie ein wenig überrascht aus ihren müden Augen, schien jedoch schnell zu erkennen was Miandra eigentlich von ihr wollte, als ihr Blick auf ihrem Bein hängen blieb.
„Ihr solltet besser auf Euch aufpassen, wenn Ihr wollt, dass ich ein Zusammentreffen mit diesen Söldnern nicht verschlafe.“, sagte diese mit einem Gähnen und hielt sich dabei die Hand vor den Mund, „Dabei hatte ich gehofft, mir heute Nacht auch einmal wieder die Beine vertreten zu können, aber wenn ich mir das so ansehe, wird daraus wohl wieder nichts.“, fuhr sie etwas enttäuscht fort.
„Ihr werdet bestimmt noch genug Gelegenheit dazu bekommen.“, erwiderte Miandra aufbauend – auch wenn sie eigentlich wenig Interesse daran hatte, zusammen mit der Halbelfe durch Denerim zu ziehen.
„Jaja…“, seufzte Neria nur, als hätte sie Miandras Gedanken gelesen, drehte sich dabei zur Seite und begutachtete noch einmal eindringlich die Schnittwunde, bevor sie ein Messer aus ihrer Tasche zog und sich mit einer zügigen Bewegung mit der scharfen Klinge über die Handfläche fuhr.
„Es könnte ein wenig weh tun, aber ich versuche Euch das Gröbste zu ersparen.“, sagte sie noch und legte dabei bereits ihre blutende Hand auf die Wunde, wodurch Miandra kurz zusammenzuckte.
„Versucht Euch einfach zu entspannen.“, meinte die Magierin noch mit einem zaghaften Lächeln, und schloss dabei ihre Augen. Miandra sah noch wie sich die Lippen der Halbelfe flüsternd bewegten, bevor auch sie ihre Augen schloss. Schon nach weniger Zeit spürte sie eine brennende Hitze und ein fürchterliches Ziehen an ihrem Bein, und nach weiteren Sekunden meinte sie sogar zu spüren, wie ihr eigenes Blut durch jede einzelne Ader ihres Körpers zu fließen schien, und in dabei ihren Ohren rauschte. Doch das Ziehen an ihrem Bein wurde von Sekunde zu Sekunde stärker, und als sie glaubte es nichtmehr ertragen zu können, war es plötzlich vorbei. Vollkommen erschöpft schlug sie ihre Augen auf und sah die Halbelfe verschwommen vor sich, die noch blasser als sonst aussah.
„Ich sollte mich wieder hinlegen.“, hauchte diese hervor, und hielt sich dabei mit einer Hand den Kopf, fiel jedoch zeitgleich zur Seite, direkt auf ihre Schlafmatte. Mehr konnte Miandra jedoch nicht mehr erkennen, da ihr die Augen zufielen, und sie ebenfalls völlig entkräftet zusammenbrach.
Miandra lehnte sich seufzend zurück, und blickte zu Neria. Die Magierin schlief noch, so wie sie es sehr oft tat. Wahrscheinlich kostete ihr die Heilung mit Blutmagie sehr viel Kraft. Doch als plötzlich Sha´ira und Lydia hereinstürmten und das Mädchen – wie so oft – mit Vernita zu diskutieren begann, wurde auch die Magierin aus ihrem Schlaf gerissen, und lauschte ebenso widerwillig den anderen. Miandra wusste, dass sie keine andere Wahl hatte, als Neria darum zu beten ihre Verletzung zu heilen, doch alleine bei dem Gedanken an die letzte Heilung schauderte sie. Zudem konnte Miandra diese Halbelfe einfach nicht ausstehen – aber wen konnte sie denn eigentlich wirklich gut leiden? Doch nur jetzt hatte sie die Gelegenheit dazu, jetzt wo es draußen noch hell war, und sie sich bis Einbruch der Nacht von der Strapaze erholen konnte.
Auch wenn Miandra dies relativ schnell klar wurde, brauchte sie eine Weile um über ihren Schatten zu springen. So saß sie nur da lauschte unaufmerksam Lydia und Vernita, und starrte dabei ins Leere. Doch dann stand sie doch auf, hinkte zu Neria und setzte sich wortlos neben diese auf die Liege. Die Magierin beäugte sie ein wenig überrascht aus ihren müden Augen, schien jedoch schnell zu erkennen was Miandra eigentlich von ihr wollte, als ihr Blick auf ihrem Bein hängen blieb.
„Ihr solltet besser auf Euch aufpassen, wenn Ihr wollt, dass ich ein Zusammentreffen mit diesen Söldnern nicht verschlafe.“, sagte diese mit einem Gähnen und hielt sich dabei die Hand vor den Mund, „Dabei hatte ich gehofft, mir heute Nacht auch einmal wieder die Beine vertreten zu können, aber wenn ich mir das so ansehe, wird daraus wohl wieder nichts.“, fuhr sie etwas enttäuscht fort.
„Ihr werdet bestimmt noch genug Gelegenheit dazu bekommen.“, erwiderte Miandra aufbauend – auch wenn sie eigentlich wenig Interesse daran hatte, zusammen mit der Halbelfe durch Denerim zu ziehen.
„Jaja…“, seufzte Neria nur, als hätte sie Miandras Gedanken gelesen, drehte sich dabei zur Seite und begutachtete noch einmal eindringlich die Schnittwunde, bevor sie ein Messer aus ihrer Tasche zog und sich mit einer zügigen Bewegung mit der scharfen Klinge über die Handfläche fuhr.
„Es könnte ein wenig weh tun, aber ich versuche Euch das Gröbste zu ersparen.“, sagte sie noch und legte dabei bereits ihre blutende Hand auf die Wunde, wodurch Miandra kurz zusammenzuckte.
„Versucht Euch einfach zu entspannen.“, meinte die Magierin noch mit einem zaghaften Lächeln, und schloss dabei ihre Augen. Miandra sah noch wie sich die Lippen der Halbelfe flüsternd bewegten, bevor auch sie ihre Augen schloss. Schon nach weniger Zeit spürte sie eine brennende Hitze und ein fürchterliches Ziehen an ihrem Bein, und nach weiteren Sekunden meinte sie sogar zu spüren, wie ihr eigenes Blut durch jede einzelne Ader ihres Körpers zu fließen schien, und in dabei ihren Ohren rauschte. Doch das Ziehen an ihrem Bein wurde von Sekunde zu Sekunde stärker, und als sie glaubte es nichtmehr ertragen zu können, war es plötzlich vorbei. Vollkommen erschöpft schlug sie ihre Augen auf und sah die Halbelfe verschwommen vor sich, die noch blasser als sonst aussah.
„Ich sollte mich wieder hinlegen.“, hauchte diese hervor, und hielt sich dabei mit einer Hand den Kopf, fiel jedoch zeitgleich zur Seite, direkt auf ihre Schlafmatte. Mehr konnte Miandra jedoch nicht mehr erkennen, da ihr die Augen zufielen, und sie ebenfalls völlig entkräftet zusammenbrach.
#1866
Posté 18 mai 2011 - 03:43
„Nun, Du scheinst ein ziemlich schlechtes Gedächtnis für dein Alter zu haben, Lydia, da ich gestern schon berichtete, was ich über die Söldner in Erfahrung gebracht habe“, erwiderte Vernita schnippisch, bevor ihr Tonfall wieder sachlicher wurde. „Doch da Miandra zu dem Zeitpunkt nicht anwesend war, wiederhole ich mich auch noch einmal. Da ich gestern in der Schmiede eine von ihnen ausschalten konnte, dürften wir es nun noch mit fünf weiteren Männern zu tun haben. Und einer von ihnen ist ein ziemlich gefährlicher Magier, der mich beinahe geröstet hätte. Ich glaube, dass dies ihr Anführer ist. Dann gibt es da noch einen ziemlichen gewandten Qunari und einen blonden Kerl, der Aussprache nach zu urteilen, würde ich sagen, er kommt aus Orlais. Bei den anderen beiden handelt es sich um Zwillinge mit kindlichen Gesichtszügen, die zudem ganz erstaunliche Bluthunde sind, wenn es sich dabei um die Personen handelt, die ich zu kennen meine.“
Die Elfe machte eine kurze Pause, in der sie abwechselnd Lydia und Miandra anblickte. „Zumindest haben sie das Versteck in der Schmiede ziemlich schnell gefunden, so dass es richtig von uns war, Legin und seine Männer auszuschalten, da es wohl nicht lange gedauert hätte, bis sie auf dessen Spur gekommen wären. Diese Leute sind Profis, die wir nicht unterschätzen sollten. Wir müssen sie so schnell es geht finden und erledigen, bevor sie uns aufspüren können. Sobald diese Kerle tot sind, haben wir ein großes Problem weniger am Hals.“
Erst jetzt fiel Vernita auf, dass Miandra aufgestanden und zu Neria hinübergegangen war, während sie selbst auf Lydia eingeredet hatte. Die Magierin hatte ihre blutige Hand auf den Oberschenkel der schwarzhaarigen Frau abgelegt. Offensichtlich war ihre Verletzung doch schwerwiegender gewesen als Miandra zugeben wollte. Der Heilungsprozess ging recht schnell vonstatten, schien die beiden Frauen aber ziemlich mitgenommen zu haben.
Die Elfe stand auf und ging zu Miandra, welche über Neria zusammengesackt war. Kurzerhand nahm sie die Frau auf ihre starken Arme und trug sich zu ihrem Lager zurück, wo sie diese behutsam ablegte.
„Schlaf gut, meine Süße“, flüsterte Vernita leise, wobei sie Miandra sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. „Ich werde über dich wachen, du hast also nichts zu befürchten.“
Die Elfe lächelte der schwarzhaarigen Frau noch einmal zu, bevor sie aufstand und zu ihrer eigenen Liege zurückschlenderte. Dort setzte sie sich hin, lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand und starrte gebannt ins Leere.
Die Elfe machte eine kurze Pause, in der sie abwechselnd Lydia und Miandra anblickte. „Zumindest haben sie das Versteck in der Schmiede ziemlich schnell gefunden, so dass es richtig von uns war, Legin und seine Männer auszuschalten, da es wohl nicht lange gedauert hätte, bis sie auf dessen Spur gekommen wären. Diese Leute sind Profis, die wir nicht unterschätzen sollten. Wir müssen sie so schnell es geht finden und erledigen, bevor sie uns aufspüren können. Sobald diese Kerle tot sind, haben wir ein großes Problem weniger am Hals.“
Erst jetzt fiel Vernita auf, dass Miandra aufgestanden und zu Neria hinübergegangen war, während sie selbst auf Lydia eingeredet hatte. Die Magierin hatte ihre blutige Hand auf den Oberschenkel der schwarzhaarigen Frau abgelegt. Offensichtlich war ihre Verletzung doch schwerwiegender gewesen als Miandra zugeben wollte. Der Heilungsprozess ging recht schnell vonstatten, schien die beiden Frauen aber ziemlich mitgenommen zu haben.
Die Elfe stand auf und ging zu Miandra, welche über Neria zusammengesackt war. Kurzerhand nahm sie die Frau auf ihre starken Arme und trug sich zu ihrem Lager zurück, wo sie diese behutsam ablegte.
„Schlaf gut, meine Süße“, flüsterte Vernita leise, wobei sie Miandra sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. „Ich werde über dich wachen, du hast also nichts zu befürchten.“
Die Elfe lächelte der schwarzhaarigen Frau noch einmal zu, bevor sie aufstand und zu ihrer eigenen Liege zurückschlenderte. Dort setzte sie sich hin, lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand und starrte gebannt ins Leere.
#1867
Posté 18 mai 2011 - 04:46
Sha´ira lauschte Vernitas Ausführungen aufmerksam . Man hatte also Auftragsmörder auf sie angesetzt . Das war ihr nichts neues , in Orlais hatte ein betrügerischer Kaufmann versucht Sie umzubringen , da sie seine Schmuggelgeschäfte hatte platzen lassen und eines seiner Schiffe in Brand gesetzt und versenkt hatte . Der Mörder fand ein unrühmliches Ende in einer kleinen Seitengasse in Val Reueaux .
" Mit Auftragsmördern habe ich schon meine ... Erfahrungen gesammelt . Besser wir finden sie , als sie uns . Und je schneller , desto besser . "
Sie setzte sich zu Lydia bevor sie weitersprach .
" Ich wusste nicht , das eine Magierin mit euch reist . Erfreuliche Feststellungen . "
Zu Lydia gewandt flüsterte sie " Ob du mir gefällst ? ... was soll ich dir sagen .. ? " Sie machte eine unbeabsichtigt lange Pause und merkte , wie ihr das Blut ins Gesicht stieg . Sollte sie ihr sagen , was sie dachte , was sie wirklich dachte ? Sie fand Lydia sehr hübsch , um nicht zu sagen bezaubernd .
Das war ihre größte Schwäche . Lydia hatte sie an ihrem wunden Punkt getroffen und verletzt ohne gegen sie gekämpft zu haben . Sha´ira belies es bei ihren Worten und versuchte ihre Schamesröte so gut es eben ging zu verstecken .
Sie hatte sich verliebt .
" Mit Auftragsmördern habe ich schon meine ... Erfahrungen gesammelt . Besser wir finden sie , als sie uns . Und je schneller , desto besser . "
Sie setzte sich zu Lydia bevor sie weitersprach .
" Ich wusste nicht , das eine Magierin mit euch reist . Erfreuliche Feststellungen . "
Zu Lydia gewandt flüsterte sie " Ob du mir gefällst ? ... was soll ich dir sagen .. ? " Sie machte eine unbeabsichtigt lange Pause und merkte , wie ihr das Blut ins Gesicht stieg . Sollte sie ihr sagen , was sie dachte , was sie wirklich dachte ? Sie fand Lydia sehr hübsch , um nicht zu sagen bezaubernd .
Das war ihre größte Schwäche . Lydia hatte sie an ihrem wunden Punkt getroffen und verletzt ohne gegen sie gekämpft zu haben . Sha´ira belies es bei ihren Worten und versuchte ihre Schamesröte so gut es eben ging zu verstecken .
Sie hatte sich verliebt .
#1868
Posté 18 mai 2011 - 05:28
Lea lauschte den klappernden Hufen des Ponys nach, und stieß dann einen erleichterten Seufzer aus. Dieser Zwerg verursachte in ihr ein ängstliches Gefühl, wo sich sich dauernd fragte, ob sie etwas ausgefressen hatte. Aber so gesehen hatte sie ja tatsächlich einiges auf dem Kerbholz, und sie betete zum Erbauer, dass Gromschlag nicht hinter ihre Geheimnisse kommen würde.
Es lag ihr schwer im Magen, dass er unterwegs war. Er hatte vor, Neria zu schnappen, dessen war sich Lea absolut sicher. Das einzige, was sie im Moment ein wenig beruhigte war die Tatsache, dass er momentan alleine unterwegs war, und ihre Gefährten zahlenmäßig in dem Fall überlegen waren. Dennoch ließ sich das ungute Gefühl nicht abschütteln, so sehr sie sich auch auf ihre Arbeit konzentrierte.
Erst als sie soweit fertig war und noch etwas Zeit blieb, den Tieren ein paar Streichel-Einheiten zu verpassen, entspannte sie sich.
Es lag ihr schwer im Magen, dass er unterwegs war. Er hatte vor, Neria zu schnappen, dessen war sich Lea absolut sicher. Das einzige, was sie im Moment ein wenig beruhigte war die Tatsache, dass er momentan alleine unterwegs war, und ihre Gefährten zahlenmäßig in dem Fall überlegen waren. Dennoch ließ sich das ungute Gefühl nicht abschütteln, so sehr sie sich auch auf ihre Arbeit konzentrierte.
Erst als sie soweit fertig war und noch etwas Zeit blieb, den Tieren ein paar Streichel-Einheiten zu verpassen, entspannte sie sich.
#1869
Posté 19 mai 2011 - 03:30
Gromschlag brachte sein Pony zum Stehen, als er die heruntergekommene Spelunke passierte. Ein hohes Aufkommen an Soldaten der Stadtwache hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Langsam stieg er von seinem Pferd ab und schritt auf das Gebäude zu, direkt eine der Wachen entgegen, wobei er sich eingehend umsah.
„Was ist hier los?“ fragte er mit scharfer Stimme den vor ihm stehenden Mann.
„Das ist eine Angelegenheit der Stadtwache“, entgegnete dieser förmlich. „Geht bitte weiter, mein Herr.“
Der Zwerg zog die Augenbrauen zusammen und bedachte die Wache mit einem finsteren Blick. „Hört zu, mein Junge. Ich bin ein Inquisitor der Kirche und wenn Ihr nicht wegen Ketzerei angeklagt und verurteilt werden wollt, dann antwortet gefälligst auf meine Frage.“
Der Angesprochene wurde bei diesen Worten merklich blasser. Furcht trat in seine Augen, und er biss sich nervös auf die Unterlippe, während er angestrengt darüber nachdachte, was er jetzt tun sollte.
„Ich höre!“ forderte Gromschlag grimmig.
„Ein Schieber und seine Männer wurden dort drinnen niedergemacht“, antwortete die Wache hastig. „Wir gehen von einem Bandenkrieg aus, haben aber noch keinen Hinweis auf die Täter gefunden.“
Na also, geht doch“, grinste der Zwerg und ging an der Wache vorbei in die Spelunke, ohne von dieser aufgehalten zu werden.
Im Innern bot sich ihm ein Bild des Chaos. Überall lagen Leichen in eingetrockneten Blutlachen herum. Der Schankraum selbst war verwüstet, Tische waren umgeworfen oder in ihre Einzelteile zerlegt worden. Soldaten untersuchten den Tatort. Einige von ihnen begannen damit, die toten Körper nach draußen zu schaffen und auf einen Leichenkarren zu werfen. In dem Raum roch es nach Schweiß, abgestandenem Bier und nach einsetzender Verwesung. Zudem schwirrten unzählige Fliegen und andere Insekten durch die Luft.
Der Zwerg durchschritt langsam den Schankraum, begutachtete die Toten und suchte den Boden nach Spuren ab. Eine weitere Wache kam auf ihn zu und sprach ihn an.
„Wer seid Ihr? Und was tut Ihr hier?“
Gromschlag bewegte ganz sachte den Kopf in die Richtung des dunkelhäutigen Mannes, der anscheinend der befehlshabende Offizier dieser Patrouille war. Er musterte sein Gegenüber von oben bis unten.
„Ich bin ein Inquisitor der Templer und führe eine Untersuchung der Kirche durch“, erwiderte der Zwerg mit einem drohenden Unterton in der Stimme.
„Verstehe“, meinte der Offizier knapp. „Vermutlich sucht Ihr nach Legin Dingolor, dem Kopf dieser Bande. Seine Leiche liegt in einem Hinterzimmer, den Gang dort entlang.“
Gromschlag nickte dem Mann kurz zu, bevor er sich auf den Weg in das Hinterzimmer begab. Unterwegs musste er über mehrere Leichen steigen und sich an einigen Wachen vorbeidrängen. Schließlich erreichte er das Schlafzimmer des Schiebers, auf dessen blutüberströmten Bett eine tote Frau lag. Legin selbst fand er daneben liegend vor. Der Zwerg wollte sich gerade schon abwenden, als er im Schein der Lampe knapp unterhalb des Bettes etwas aufblitzen sah.
Neugierig ging er in die Hocke und hob den kleinen Gegenstand auf, welcher sich als goldene Stiefelniete entpuppte. Gromschlag drehte die Niete zwischen seinen Fingern hin und her, während er sich die Gravur auf dessen Kopf genau ansah. Sie zeigte einen feuerspeienden Drachen. Sehr winzig und kaum zu erkennen, außer für solche Adleraugen wie Gromschlag sie besaß. Nachdem er erkannt hatte, was auf der Niete für ein Symbol eingraviert worden war, ließ er diese in seiner hohlen Hand verschwinden und starrte auf die Leiche der Frau vor seinen Augen, während seine Gesichtszüge einen nachdenklichen Ausdruck annahmen.
„Xencadanor, was führt dich in diese Stadt?“ murmelte er vor sich hin, bevor er aufstand und schnellen Schrittes die Spelunke verließ.
„Was ist hier los?“ fragte er mit scharfer Stimme den vor ihm stehenden Mann.
„Das ist eine Angelegenheit der Stadtwache“, entgegnete dieser förmlich. „Geht bitte weiter, mein Herr.“
Der Zwerg zog die Augenbrauen zusammen und bedachte die Wache mit einem finsteren Blick. „Hört zu, mein Junge. Ich bin ein Inquisitor der Kirche und wenn Ihr nicht wegen Ketzerei angeklagt und verurteilt werden wollt, dann antwortet gefälligst auf meine Frage.“
Der Angesprochene wurde bei diesen Worten merklich blasser. Furcht trat in seine Augen, und er biss sich nervös auf die Unterlippe, während er angestrengt darüber nachdachte, was er jetzt tun sollte.
„Ich höre!“ forderte Gromschlag grimmig.
„Ein Schieber und seine Männer wurden dort drinnen niedergemacht“, antwortete die Wache hastig. „Wir gehen von einem Bandenkrieg aus, haben aber noch keinen Hinweis auf die Täter gefunden.“
Na also, geht doch“, grinste der Zwerg und ging an der Wache vorbei in die Spelunke, ohne von dieser aufgehalten zu werden.
Im Innern bot sich ihm ein Bild des Chaos. Überall lagen Leichen in eingetrockneten Blutlachen herum. Der Schankraum selbst war verwüstet, Tische waren umgeworfen oder in ihre Einzelteile zerlegt worden. Soldaten untersuchten den Tatort. Einige von ihnen begannen damit, die toten Körper nach draußen zu schaffen und auf einen Leichenkarren zu werfen. In dem Raum roch es nach Schweiß, abgestandenem Bier und nach einsetzender Verwesung. Zudem schwirrten unzählige Fliegen und andere Insekten durch die Luft.
Der Zwerg durchschritt langsam den Schankraum, begutachtete die Toten und suchte den Boden nach Spuren ab. Eine weitere Wache kam auf ihn zu und sprach ihn an.
„Wer seid Ihr? Und was tut Ihr hier?“
Gromschlag bewegte ganz sachte den Kopf in die Richtung des dunkelhäutigen Mannes, der anscheinend der befehlshabende Offizier dieser Patrouille war. Er musterte sein Gegenüber von oben bis unten.
„Ich bin ein Inquisitor der Templer und führe eine Untersuchung der Kirche durch“, erwiderte der Zwerg mit einem drohenden Unterton in der Stimme.
„Verstehe“, meinte der Offizier knapp. „Vermutlich sucht Ihr nach Legin Dingolor, dem Kopf dieser Bande. Seine Leiche liegt in einem Hinterzimmer, den Gang dort entlang.“
Gromschlag nickte dem Mann kurz zu, bevor er sich auf den Weg in das Hinterzimmer begab. Unterwegs musste er über mehrere Leichen steigen und sich an einigen Wachen vorbeidrängen. Schließlich erreichte er das Schlafzimmer des Schiebers, auf dessen blutüberströmten Bett eine tote Frau lag. Legin selbst fand er daneben liegend vor. Der Zwerg wollte sich gerade schon abwenden, als er im Schein der Lampe knapp unterhalb des Bettes etwas aufblitzen sah.
Neugierig ging er in die Hocke und hob den kleinen Gegenstand auf, welcher sich als goldene Stiefelniete entpuppte. Gromschlag drehte die Niete zwischen seinen Fingern hin und her, während er sich die Gravur auf dessen Kopf genau ansah. Sie zeigte einen feuerspeienden Drachen. Sehr winzig und kaum zu erkennen, außer für solche Adleraugen wie Gromschlag sie besaß. Nachdem er erkannt hatte, was auf der Niete für ein Symbol eingraviert worden war, ließ er diese in seiner hohlen Hand verschwinden und starrte auf die Leiche der Frau vor seinen Augen, während seine Gesichtszüge einen nachdenklichen Ausdruck annahmen.
„Xencadanor, was führt dich in diese Stadt?“ murmelte er vor sich hin, bevor er aufstand und schnellen Schrittes die Spelunke verließ.
#1870
Posté 19 mai 2011 - 04:39
Lydia kicherte , als sie Sha´ira ins Gesicht sah . Sie verstand zu gut .
" Danke Sha´ira " , grinste sie das Mädchen an und wurde selbst ein wenig rot .
Sha ´ira war ein liebes Mädchen . Sie war ... anders als die Anderen . Unkonventionell , vielleicht sogar etwas exotisch . Sie war eine Person , auf die man sich verlassen konnte , das spürte sie . Wenn sie Treue schwor , dann meinte sie es , wie sie es sagte , wenn sie Hilfe gelobte , dann meinte sie es , wie sie es sagte .
" Danke Sha´ira " , grinste sie das Mädchen an und wurde selbst ein wenig rot .
Sha ´ira war ein liebes Mädchen . Sie war ... anders als die Anderen . Unkonventionell , vielleicht sogar etwas exotisch . Sie war eine Person , auf die man sich verlassen konnte , das spürte sie . Wenn sie Treue schwor , dann meinte sie es , wie sie es sagte , wenn sie Hilfe gelobte , dann meinte sie es , wie sie es sagte .
#1871
Posté 21 mai 2011 - 01:10
Sie studierte die Namen der Pferde, redete ein wenig mit ihnen und ließ dabei kein einziges Tier aus. Sie zog dies absichtlich in die Länge. Zum einen hätte Lea gerne wenigstens Heribert von dem Zwischenfall mit Gromschlag erzählt, zum anderen hoffte sie, dass Sengaal einen Spontan-Ausflug in die Ställe machen würde. Ihr Magen knurrte, was ein sicheres Zeichen dafür war, dass die Mittagsstunde geschlagen hatte und sie sich sputen mußte. Mit einem liebevollen Klaps auf die Kruppe des Braunen, in dessen Box sie gerade stand, verabschiedete sich von dem Tier und lief eiligen Schrittes zurück ins Kloster.
Lucia hatte ihr wie immer einen Platz frei gehalten, lachte sie spitzbübisch an und fragte leise, ob sie etwas erreichen konnte. Genauso leise wisperte Lea der Freundin zu, dass sie abends nochmal eine Unterredung mit Bruder Castillá haben würde, und sie erst dann genaueres sagen konnte. Zudem erwähnte sie, dass Renaldo den Tag unterwegs war.
Gemeinsam gingen sie zur Andacht, Lea war froh um die kühle Luft in der Kirche. Sie mochte die Zeit während der Andacht, da konnte man seinen Gedanken nachhängen, man durfte nur den Einsatz in die Gesänge nicht verpassen. Die Messe lief jedoch bisher gleich ab, und sie bekam langsam ein Gespür dafür, wann gepredigt, und wann gesungen wurde.
Der Rest des Tages verlief friedlich. Lea kümmerte sich um die Nutztiere, mistete aus, sammelte die Eier der Hennen ein, verscheuchte eine verwilderte Katze, die auf der Lauer war und einen kleinen Spatz als Beute auserkoren hatte.
Dazwischen schimpfte sie den Hahn aus, der seinen natürlichen Trieben freien Lauf ließ:
"Hör auf damit! Du bist im Kloster, da macht man sowas nicht!"
Der Hahn ließ sich jedoch nicht beirren, und Lea zuckte nur die Schultern. "Na dann halt nicht. Aber immerhin hab ich es versucht, die Tugend hier zu bewahren."
Bei den Worten flogen ihre Gedanken zum Kommandanten. Würde sie ihm widerstehen können? Er übte eine magnetische Anziehungskraft auf sie aus, und jedes mal, wenn sie ihn sah, fühlte sie sich als hätte sie Ameisen gefrühstückt. Wie würde sich ein Kuss von ihm anfühlen? Oder ... mehr? Bei dem Gedanken errötete sie wie eine reife Erdbeere und rief sich zur Ordnung. Trotzdem konnte sie es nicht verleugnen, dass sich ihr Körper nach seiner Berührung sehnte. Und nicht nur ihr Körper, fügte sie in Gedanken hinzu. Ob er wohl genauso empfand?
Das schöne an ihrer Arbeit war, dass sie alleine mit den Tieren war. Sie mußte sich nicht verstellen, konnte sein, wie sie war, und dabei Tagträumen nachhängen oder die weiteren Schritte überdenken. Die Zeit verging dabei wie im Fluge, und bis sie sichs versah, war es auch schon Zeit sich zu waschen und für das Abendbrot umzuziehen. So ging sie in ihr Zimmer zurück und wartete dort auf Lucia.
Lucia hatte ihr wie immer einen Platz frei gehalten, lachte sie spitzbübisch an und fragte leise, ob sie etwas erreichen konnte. Genauso leise wisperte Lea der Freundin zu, dass sie abends nochmal eine Unterredung mit Bruder Castillá haben würde, und sie erst dann genaueres sagen konnte. Zudem erwähnte sie, dass Renaldo den Tag unterwegs war.
Gemeinsam gingen sie zur Andacht, Lea war froh um die kühle Luft in der Kirche. Sie mochte die Zeit während der Andacht, da konnte man seinen Gedanken nachhängen, man durfte nur den Einsatz in die Gesänge nicht verpassen. Die Messe lief jedoch bisher gleich ab, und sie bekam langsam ein Gespür dafür, wann gepredigt, und wann gesungen wurde.
Der Rest des Tages verlief friedlich. Lea kümmerte sich um die Nutztiere, mistete aus, sammelte die Eier der Hennen ein, verscheuchte eine verwilderte Katze, die auf der Lauer war und einen kleinen Spatz als Beute auserkoren hatte.
Dazwischen schimpfte sie den Hahn aus, der seinen natürlichen Trieben freien Lauf ließ:
"Hör auf damit! Du bist im Kloster, da macht man sowas nicht!"
Der Hahn ließ sich jedoch nicht beirren, und Lea zuckte nur die Schultern. "Na dann halt nicht. Aber immerhin hab ich es versucht, die Tugend hier zu bewahren."
Bei den Worten flogen ihre Gedanken zum Kommandanten. Würde sie ihm widerstehen können? Er übte eine magnetische Anziehungskraft auf sie aus, und jedes mal, wenn sie ihn sah, fühlte sie sich als hätte sie Ameisen gefrühstückt. Wie würde sich ein Kuss von ihm anfühlen? Oder ... mehr? Bei dem Gedanken errötete sie wie eine reife Erdbeere und rief sich zur Ordnung. Trotzdem konnte sie es nicht verleugnen, dass sich ihr Körper nach seiner Berührung sehnte. Und nicht nur ihr Körper, fügte sie in Gedanken hinzu. Ob er wohl genauso empfand?
Das schöne an ihrer Arbeit war, dass sie alleine mit den Tieren war. Sie mußte sich nicht verstellen, konnte sein, wie sie war, und dabei Tagträumen nachhängen oder die weiteren Schritte überdenken. Die Zeit verging dabei wie im Fluge, und bis sie sichs versah, war es auch schon Zeit sich zu waschen und für das Abendbrot umzuziehen. So ging sie in ihr Zimmer zurück und wartete dort auf Lucia.
#1872
Posté 21 mai 2011 - 04:56
„Hallo, meine Süße“, begrüßte Lucia ihre Zimmerkameradin Leanora freudestrahlend, als sie den Raum betrat. Sie ging sogleich zu der Waschschüssel und schaufelte sich etwas Wasser ins Gesicht, wobei sie laut prustete. Nachdem sie damit fertig war, trocknete sie sich ab und setzte sich zu ihrer Freundin.
„Hattest du einen schönen Tag, Sophia?“ fragte sie grinsend, wobei aus ihren Augen zu lesen war, dass die rothaarige Frau wieder einmal irgendwelche Hintergedanken hatte. Und zwar ziemlich unkeusche. „Und wann hast du dein Treffen mit Bruder Castillá? Ich bin ja so gespannt, was er zu sagen hat.“
„Hattest du einen schönen Tag, Sophia?“ fragte sie grinsend, wobei aus ihren Augen zu lesen war, dass die rothaarige Frau wieder einmal irgendwelche Hintergedanken hatte. Und zwar ziemlich unkeusche. „Und wann hast du dein Treffen mit Bruder Castillá? Ich bin ja so gespannt, was er zu sagen hat.“
#1873
Posté 21 mai 2011 - 05:40
Lea lächelte.
"Ja ich hatte einen schönen Tag, vor allem ruhig. Nur ein Zwischenfall der mir das Blut in den Adern beinah gefrieren ließ."
Sie berichtete Lucia von Gromschlag und seinem Verhalten.
"Ich hoffe nur, ich werde deswegen nicht noch ausgeschimpft. Aber was hätte ich den tun sollen? Sofort los spurten?" Lea schüttelte den Kopf, lächelte aber gleich daraufhin wieder. Sie war voller Zuversicht, was das spätere Treffen mit dem Kirchenvorsteher brachte.
"Nun, ich hab Bruder Castillá alles erzählt. Auch, dass Du darüber informiert bist. Er will sich Gedanken machen und mir nach der Abend-Andacht einen Plan darlegen."
Plötzlich runzelte sie die Stirn und griff nach Lucias Hand, welche sie fest drückte.
"Lucia, beim Erbauer... sollte ich mich in Bruder Castillá getäuscht haben, dann sind wir beide unseres Lebens nicht mehr sicher." Lea wurde blaß. Hoffentlich stimmte es, dass sie ihrem Gefühl trauen konnte. Sonst hatte sie ihre Freundin in Todesgefahr gebracht. Und sie würde den morgigen Tag wohl nicht mehr erleben, oder in einer Folterkammer landen.
Sie wurde noch eine Spur blasser, und Übelkeit stieg in ihr hoch. Schnell stand sie auf und holte sich einen Becher mit frischem Wasser, den sie langsam austrank. Danach war die Übelkeit zwar vorbei, aber die Angst war geblieben.
"Ja ich hatte einen schönen Tag, vor allem ruhig. Nur ein Zwischenfall der mir das Blut in den Adern beinah gefrieren ließ."
Sie berichtete Lucia von Gromschlag und seinem Verhalten.
"Ich hoffe nur, ich werde deswegen nicht noch ausgeschimpft. Aber was hätte ich den tun sollen? Sofort los spurten?" Lea schüttelte den Kopf, lächelte aber gleich daraufhin wieder. Sie war voller Zuversicht, was das spätere Treffen mit dem Kirchenvorsteher brachte.
"Nun, ich hab Bruder Castillá alles erzählt. Auch, dass Du darüber informiert bist. Er will sich Gedanken machen und mir nach der Abend-Andacht einen Plan darlegen."
Plötzlich runzelte sie die Stirn und griff nach Lucias Hand, welche sie fest drückte.
"Lucia, beim Erbauer... sollte ich mich in Bruder Castillá getäuscht haben, dann sind wir beide unseres Lebens nicht mehr sicher." Lea wurde blaß. Hoffentlich stimmte es, dass sie ihrem Gefühl trauen konnte. Sonst hatte sie ihre Freundin in Todesgefahr gebracht. Und sie würde den morgigen Tag wohl nicht mehr erleben, oder in einer Folterkammer landen.
Sie wurde noch eine Spur blasser, und Übelkeit stieg in ihr hoch. Schnell stand sie auf und holte sich einen Becher mit frischem Wasser, den sie langsam austrank. Danach war die Übelkeit zwar vorbei, aber die Angst war geblieben.
#1874
Posté 21 mai 2011 - 11:35
„Ja, dieser Zwerg kann einem schon wirklich Angst einflössen“, meinte Lucia, als Leanora ihr von ihrer Begegnung mit dem Inquisitor erzählte. „Aber zum Glück interessiert der sich nur für Blutmagier. Und mit solchen Leuten haben wir beide ja wohl so gar nichts zu tun.“
Die Stirn der rothaarigen Frau legte sich in Falten, während ihr Gegenüber ihr von ihren Befürchtungen bezüglich des Kirchenvorstandes berichtete. Besorgt sah sie Leanora nach, als diese plötzlich aufsprang und sich etwas zu trinken besorgte. Lucia stand nun ebenfalls auf und trat hinter Leanora, bevor sie dieser tröstend eine Hand auf die Schulter legte.
„Habe keine Angst, Sophia“, sagte sich zuversichtlich. „Ich kenne Bruder Castillá schon seit einigen Jahren. Er ist sehr konservativ und schätzt es überhaupt nicht, wenn Typen wie dieser Renaldo ihre Positionen ausnutzen, um sich selbst zu bereichern anstatt im Namen des Erbauers zu handeln. Er wird uns ganz sicher helfen und uns nicht ans Messer liefern. Davon bin ich felsenfest überzeugt.“
Die rothaarige Frau grinste ihre Freundin frech an, bevor sie Leanora kräftig auf die Schulter klopfte. „Los, komm. Lass uns etwas essen gehen. Ich sterbe fast vor Hunger. Und dann hör’ endlich auf dir Sorgen zu machen. Es wird schon alles glatt gehen.“
Die Stirn der rothaarigen Frau legte sich in Falten, während ihr Gegenüber ihr von ihren Befürchtungen bezüglich des Kirchenvorstandes berichtete. Besorgt sah sie Leanora nach, als diese plötzlich aufsprang und sich etwas zu trinken besorgte. Lucia stand nun ebenfalls auf und trat hinter Leanora, bevor sie dieser tröstend eine Hand auf die Schulter legte.
„Habe keine Angst, Sophia“, sagte sich zuversichtlich. „Ich kenne Bruder Castillá schon seit einigen Jahren. Er ist sehr konservativ und schätzt es überhaupt nicht, wenn Typen wie dieser Renaldo ihre Positionen ausnutzen, um sich selbst zu bereichern anstatt im Namen des Erbauers zu handeln. Er wird uns ganz sicher helfen und uns nicht ans Messer liefern. Davon bin ich felsenfest überzeugt.“
Die rothaarige Frau grinste ihre Freundin frech an, bevor sie Leanora kräftig auf die Schulter klopfte. „Los, komm. Lass uns etwas essen gehen. Ich sterbe fast vor Hunger. Und dann hör’ endlich auf dir Sorgen zu machen. Es wird schon alles glatt gehen.“
#1875
Posté 22 mai 2011 - 09:33
"Dein Wort in Andrastes Ohren", seufzte Lea. Aber die Worte der Freundin beruhigten sie dann doch. Sie wußte, dass sie sich normalerweise auf ihren Instinkt verlassen konnte, was die Einschätzung der Menschen betraf, denn Menschenkenntnis an sich hatte sie kaum eine. Trotzdem litt sie derzet wohl tatsächlich unter Verfolgungswahn und sah Gefahren, wo es eigentlich keine gab.
Zusammen mit Lucia machte sie sich auf den Weg in den Speisesaal. Nachdem sie Platz genommen hatten, ließ sie erst ihren Blick über die Runde schweifen, stellte erleichtert fest, dass Renaldo von seinen Besorgungen wohl noch nicht zurück war und begann zu essen. Dabei grübelte sie vor sich hin.
Sie hörte noch Miandras Worte, dass sie sich nicht jedem anvertrauen sollte. Das tat sie ja auch nicht, sie suchte sich ihre Vertrauten schon aus. Ihre Gedanken schweiften in die Zukunft. Sollte sie es schaffen, ihre Ländereien und ihren Namen zurück zu erhalten, dann würde sie sich einen Gemahl suchen müssen. Sie traute sich zwar zu, die Arbeit für den Hof bewältigen zu können, sie hatte genug Fachwissen. Aber sie wußte auch, dass Geschäfte im Normalfall die Männer erledigten und Frauen einen schwereren Stand hatten. Kannte sie überhaupt eine Frau, die das geschafft hatte? Nach längerer Überlegung fiel ihr nur eine ein, und von der hatte sie lediglich gehört, als die Mutter davon schwärmte. Der Name war ihr entfallen, aber die Dame war Stoff-Händlerin in Orlais, wo die Eltern einst wegen neuer Pferde waren. Es gab wohl nur zwei Ausnahmen, wo Frauen in leitenden Positionen akzeptiert waren: die Kirche und im Bordell.
Bei dem Gedanken mußte sie sich ein Lachen verkneifen.
Lucia bemerkte es und fragte sie, was denn so lustig sei. Lea erklärte es der Freundin, als sie die Teller zurück brachten und zur Andacht gingen, und auch Lucia lachte aus vollem Hals.
"Ja, das ist schon komisch. Schaffst du hier keinen Aufstieg gehst halt in die Kirche - oder anders herum" kicherte Lucia.
Die beiden grinsten noch immer, als sie die Kirche betraten, aber dann begann die Messe und die Freundinnen konzentrierten sich auf die Worte des Predigers.
Zusammen mit Lucia machte sie sich auf den Weg in den Speisesaal. Nachdem sie Platz genommen hatten, ließ sie erst ihren Blick über die Runde schweifen, stellte erleichtert fest, dass Renaldo von seinen Besorgungen wohl noch nicht zurück war und begann zu essen. Dabei grübelte sie vor sich hin.
Sie hörte noch Miandras Worte, dass sie sich nicht jedem anvertrauen sollte. Das tat sie ja auch nicht, sie suchte sich ihre Vertrauten schon aus. Ihre Gedanken schweiften in die Zukunft. Sollte sie es schaffen, ihre Ländereien und ihren Namen zurück zu erhalten, dann würde sie sich einen Gemahl suchen müssen. Sie traute sich zwar zu, die Arbeit für den Hof bewältigen zu können, sie hatte genug Fachwissen. Aber sie wußte auch, dass Geschäfte im Normalfall die Männer erledigten und Frauen einen schwereren Stand hatten. Kannte sie überhaupt eine Frau, die das geschafft hatte? Nach längerer Überlegung fiel ihr nur eine ein, und von der hatte sie lediglich gehört, als die Mutter davon schwärmte. Der Name war ihr entfallen, aber die Dame war Stoff-Händlerin in Orlais, wo die Eltern einst wegen neuer Pferde waren. Es gab wohl nur zwei Ausnahmen, wo Frauen in leitenden Positionen akzeptiert waren: die Kirche und im Bordell.
Bei dem Gedanken mußte sie sich ein Lachen verkneifen.
Lucia bemerkte es und fragte sie, was denn so lustig sei. Lea erklärte es der Freundin, als sie die Teller zurück brachten und zur Andacht gingen, und auch Lucia lachte aus vollem Hals.
"Ja, das ist schon komisch. Schaffst du hier keinen Aufstieg gehst halt in die Kirche - oder anders herum" kicherte Lucia.
Die beiden grinsten noch immer, als sie die Kirche betraten, aber dann begann die Messe und die Freundinnen konzentrierten sich auf die Worte des Predigers.





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