Aller au contenu

Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


  • Veuillez vous connecter pour répondre
2750 réponses à ce sujet

#2001
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Sie hatte es befürchtet, dass das zuviel war. Lea konnte nur hoffen, dass sein Herz, seine Liebe zu ihr, siegen würde.

"Nein mein Liebster. Sonst nichts, aber ich denke, das reicht ja auch, oder etwa nicht? Ich weiß, welchen Eid Du geschworen hast. Du stehst für das Gesetz und das Recht. Was aber, wenn das Gesetz irrt? Ist es denn Recht, dass meine Familie des Verrates beschuldigt wird? Dass ich gesucht werde, und nicht einmal weiß, warum?

Zuvor sagtest Du noch, Du willst nicht mehr ohne mich sein, selbst wenn es Dich Deine Karriere kosten sollte. Nun, leider gehört dieser Punkt im Moment zu mir dazu. Glaube mir, mir wäre es auch lieber, es wäre nicht so. Schau, wenn Du Dich für mich entscheidest müssen wir ohnehin überlegen, wie ich aus dem Kloster kann. Denn eine Laien- beziehungsweise Ordensschwester und ein Templer..." sie schüttelte den Kopf und sah ihn an. "Du weißt so gut wie ich, dass das nicht möglich ist. Aber wenn wir unsere Liebe leben wollen, dann geht das nur, wenn der Name meiner Familie reingewaschen ist. Oder willst Du mich in Deinem Anwesen im Keller verstecken? Du wärst mit einer Frau zusammen, die gesucht wird."

Sie hauchte einen Kuss auf seine Hand, um ihn gleich darauf zu umarmen und fest an sich zu drücken. "Ich brauche Dich Sengaal. Du hast meinem Leben wieder eine Zukunft gegeben, eine andere als im Kloster zu sein. Eine, die ich gehabt hätte, bevor das Elend passierte. Und nun geh zu Bruder Castillá und rede mit ihm. Ich hoffe nur, dass Gromschlag mich inzwischen nicht wieder abholen läßt, ich weiß nicht wie ich mich dann verhalten soll. Bitte komm schnell zurück!"

Sie hob ihren Kopf, stellte sich auf die Zehenspitzen und ihre Lippen hauchten einen zarten Kuss auf die seinen. Dabei schloß sie die Augen und wünschte wieder einmal, der Moment würde ewig dauern.

Modifié par Bellandyrs, 19 juillet 2011 - 08:43 .


#2002
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Während Miandra aufmerksam Vernitas Arbeit mit den Giften und Sprengladungen beobachtete, lauschte sie nebenbei dem Gespräch zwischen dieser und Sha´ira. Magie, Sitten und Gebräuche von Elfen und deren Glaube… mit all dem konnte sie nichts anfangen. Magie war ihr immer schon ein Rätsel gewesen und ebenso wie die Versklavung von Elfen nur ein Beweis dafür, wie ungerecht die von den Göttern geschaffene Welt doch war. Eigentlich wurde Miandra gläubig erzogen und regelmäßig von ihrer Mutter mit in die kleine Dorfkirche geschleppt um zum Erbauer zu beten, er möge die Ernten reich ausfallen lassen, und sie vor weiteren Kriegen und Krankheiten verschonen. Zumindest war das das, wofür ihre Mutter und andere Bauern beteten… Aber sie selbst? Sie betete für andere Dinge, doch keines dieser Gebete wurde jemals auch nur ansatzweise erhört. So saß sie nach einiger Zeit nur noch in der Kirche und lauschte dem leisen Gemurmel der anderen, ohne selbst weitere Hoffnungsrufe an den Erbauer oder Andraste zu verschwenden. Wurden die Gebete der anderen erhört? Oder waren sie alle nur zu dumm, um zu merken, dass es keinen Unterschied machte? Oder hatte der Erbauer einfach nur Spaß daran ihnen zuzuhören, ohne etwas zu tun? Wie ein tyrannischer Monarch, der seinen Untertanen zwar Anhörungen gewährt, jedoch nicht vor hat, ihnen zu helfen…
Ja, diese Fragen hatte sie sich schon oft gestellt, bis sie schließlich gar nicht mehr zur Kirche ging – was ihre Eltern absolut gar nicht verstanden. Aber das ausgerechnet die das nicht verstehen würden, war ihr ohnehin im vornherein klar gewesen. Ob die zwei wohl jetzt bei ihrem ach so geliebten Erbauer waren und sie aus dem Nichts beobachten konnten wenn sie schlief?

Miandra schüttelte die Gedanken zur Seite. Das waren eindeutig keine Themen mit denen sie sich beschäftigen wollte. Außerdem hatte sie bereits vor einiger Zeit erkannt, dass es keinen Sinn hatte darüber zu diskutieren. So begann sie stattdessen damit das Feuer wieder löschen, als sie bemerkte, dass die Gifte und Sprengladungen fertig waren. Nachdem sie das Feuer mit Wasser und Erde erstickt hatte, qualmte der Rauch durch eine der schmalen Öffnungen und Miandra hoffte, dass dieser nicht irgendjemand auffallen würde als schließlich ihr Blick auf das große Loch in der Wand fiel.

„Wollt Ihr nicht lieber dieses von Götterhand geschaffene Loch beseitigen, bevor es uns noch zum Verhängnis wird, anstatt Eure Zeit mit irgendwelchen Geschichten über Länder und Kulturen zu verschwenden, die wir ohnehin niemals zu Gesicht bekommen werden?“ murmelte sie von dem Thema genervt, während sie weiteren Dreck über die kleine Feuerstelle schob.

Modifié par Kaysallie, 20 juillet 2011 - 05:09 .


#2003
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia lauschte gespannt dem Gespräch zwischen Vernita und Sha´ira . Sie lies sich von Sha´iras Worten in Gedanken nach Nevarra entführen , in die prächtigen Städte und Paläste und zu den weiten Feldern und Wäldern des Landes .
Ihr gefiel es , das man dort die Traditionen ihrer Vorfahren noch hochhielt und noch an die Götter glaubte , ganz so wie man es in ihrer Heimat getan hatte .

" Sha´ira , ich verspreche dir , wenn wir lebendig aus diesem Wahnsinn herauskommen , dann reise ich mit dir nach Nevarra . Ich will dieses Land sehen , seine Leute kennenlernen und seine Gebräuche miterleben . "

Lydia wandte sich Vernita zu , welche noch mit ihren Giften beschäftigt war und sprach diese unvermittelt an .
" Ihr solltet es auch tun . Wer weis , vielleicht findet ihr die Verbindung zu unserem Volk wieder , wenn ihr es nicht unterdrückt und geknechtet seht . Aber ihr habt auch recht , wenn ihr sagt , das wir uns auf den morgigen Tag vorbereiten sollen . Das Gift das ihr gebraut habt ist gut , aber ich habe meine eigenen dabei . Trotzdem nehme ich gern eine Flasche davon . "

Lydia griff nach dem Fläschchen , das Sha´ira vor sich gestellt hatte und entstöpselte es . Es roch scharf nach Todeswurzel und verdicker . Es war kein schlechtes Gift , aber Lydia kannte wirkungsvollere , wenn auch schwieriger herzustellende . Doch ans Giftmischen wollte sie noch nicht denken , dafür war das Wetter zu gut .

" Aber wenn ihr euch vorbereiten wollt , dann kommt mit nach draußen . Bei diesem Wetter hier in der Lagerhalle zu sitzen ist ja fast schon zu schade . Es ist warm draußen , und das Wasser ist direkt vor unserer Haustüre . Warum gehen wir nicht baden ? Das Wasser ist kristallklahr , man kann bis auf den Boden sehen . Und Schwimmen ist gesund . Was ist mit euch Miandra , wollt ihr mit uns baden gehen ? Wenn ihr nicht schwimmen könnt , ist das keine Schande , wir bringen es euch liebend gerne bei . Also was sagt ihr ? Es kann euch in so manchen Situationen das Leben retten , wenn ihr schwimmen könnt . Außerdem ist es spaßig und gesund . "

#2004
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Sengaal genoss die Zärtlichkeiten Leanoras und wäre am liebsten bei ihr geblieben, jedoch meldete sich die ganze Zeit über auch sein Gewissen und sein Pflichtgefühl. Er war ein Templer, ein Soldat der Kirche, ein Streiter für die Gerechtigkeit. Konnte er sich da mit einer Gesuchten zusammentun, die wer weiß was für Verbrechen begangen hatte? Würde er damit nicht alles verraten, wofür er geschworen hatte, einzutreten?
 
Sollte Leanora allerdings mit ihren Ausführungen recht haben, so war sie hier das unschuldige Opfer, und die wahren Schurken saßen an einer ganz anderen Stelle, verborgen hinter ihren Ämtern und Titeln, von wo aus sie ihre skrupellosen Machenschaften auf Kosten anderer um jeden Preis durchsetzten. Und dieser Abschaum beschmutzte alles, wofür Neranos sein Leben lang eingetreten war. Nein, er musste sich Klarheit verschaffen! Und ein Gespräch mit Bruder Castillá war dabei sein erster Schritt.
 
„Ich werde mich beeilen, Leanora“, erwiderte Sengaal und versuchte dabei zuversichtlich zu klingen. „Ich brauche nur einen Moment der Ruhe, um meine Gedanken zu ordnen und mir Klarheit zu verschaffen. Das Gespräch mit Bruder Castillá wird mir dabei sicher helfen. Fürchte dich also nicht, ich werde bald zurück sein.“
 
Neranos gab der blondhaarigen Frau noch einen Kuss auf die Stirn und löste sich anschließend von ihr, auch wenn es ihm sehr schwer fiel. Danach verließ er die kleine Kammer und atmete draußen auf dem Korridor einmal tief durch. Es gab viel zu tun, und er hatte wenig Zeit. So kommandierte er einen Templer als Wache ab, welchem er einbläute niemanden zu Leanora hineinzulassen, bis er wieder da war. Nachdem das geschehen war, machte er sich umgehend auf den Weg zu Bruder Castillás Stube, in der Hoffnung dort die Antworten zu finden, nach denen sein Herz und seine Seele verlangten.
 
___________________________________________________________________________
 
„Nun, ich strebe nicht danach, mein Leben so zu führen, dass irgendwelche Ahnen, die schon lange zu Staub zerfallen sind, stolz auf mich sein können. Das überlasse ich dann solchen Idealisten wie dir“, meinte Vernita schief grinsend an Sha’ira gewandt. Sie erinnerte sich dabei an ihren ehemaligen Lehrer, mit dem sie ein Verhältnis hatte und welcher auch immer versuchte, ihr die Lehren der Dales näherzubringen. Vor allem kam ihr dabei in den Sinn, dass ihm sein naiver Glaube nichts weiter einbrachte, als ein halbes Dutzend Armbrustbolzen, die seinen Körper durchbohrten. Nein, für diesen mystischen Kram würde sie sich nie begeistern können.
 
„Was deine flammenden Waffen angeht…sie sind ganz nett, doch nützen sie dir nicht viel, wenn dein Gegner ein ebensolche Rüstung trägt, wie ich es normalerweise immer tue. Darin wurden nämlich Drachenschuppen miteingearbeitet, was mir im Kampf einen wirksamen Schutz gegen jeglichen Feuerschaden beschert. Da könntest du die ganze Bude mit deinen Speeren abfackeln, mich juckt das nicht. Aber wenn du meine Gifte nicht willst…“
 
Die Elfe sah zufrieden dabei zu, wie Lydia die Flasche an sich nahm. „…ja, da hast du recht. Gifte kann man nie genug bei sich haben. Nur auf den Schwimmunterricht verzichte ich, Kleine. Nicht nur weil ich das eh schon kann sondern vor allem, weil ich dafür keine Zeit habe. Es gilt noch ein paar Fallen zu basteln und meine Waffen zu schärfen. Wer weiß, wann ich sonst noch mal dazu komme. Und ihr solltet auch lieber das Loch in der Wand reparieren, wie Miandra es bereits sagte.“
 
Vernita machte eine kurze Pause, während sie über die Worte des Mädchens nachdachte. „Und was das andere betrifft...sollten wir dies hier tatsächlich überleben, habe ich schon andere Pläne, als durch die Weltgeschichte zu reisen.“ Bei ihren Worten warf sie einen kurzen Blick auf Miandra, welche gerade die Reste des Lagerfeuers zuschüttete.
 

Modifié par Aliens Crew, 21 juillet 2011 - 05:18 .


#2005
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
" Ich habe nur eine Handvoll Gifte bei mir , und nur zwei davon sind tatsächlich tödlich . An sonsten wirken sie auf verschiedenste Art und Weise , von Halluzinationen bis zu tiefem Schlaf . Und wenn ihr fallen sucht , oben hab ich ein paar gesammelt . Nichts besonderes , zwei kleine Schlagfallen und eine kleine Splitterfalle , dann habt ihr euch das schoneinmal gespahrt . Waffen sind schnell geschärft , und das Loch flickt Sha´ira gerade , also warum sollten wir uns denn nicht einmal im Wasser etwas entspannen ? "

Lydia drehte sich um und beobachtete Sha´ira , die gerade Bretter und Nägel zusammensuchte um das Loch in der Wand auszubessern .

" Aber wie ist es denn nun mit euch Miandra ? Wollt ihr denn nicht mitkommen und baden gehen ? "

#2006
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
Verwundert blicke Miandra zu dem Mädchen. Schwimmen gehen? Wie kam die Kleine nur auf eine solch eigenartige Idee? Und in was für Situationen sollte das denn hilfreich sein, wenn man schwimmen konnte? Vielleicht auf einer Schiffsreise, aber sowas hatten sie ja bis jetzt noch nicht geplant…

„Nein ich kann nicht schwimmen. Wozu denn auch? Bisher habe ich es schließlich auch nicht benötigt…“, sagte sie nach einer kleinen Weile ernst, aber auch mit einem Hauch an Verlegenheit. „Und ja, es ist warm draußen und die Sonne scheint, so wie fast jeden Tag eben, was wäre es also für ein Verlust in dem Lagerhaus zu bleiben, um sich vor Söldnern und der Stadtwache zu verstecken und Fallen vorzubereiten? Und ich denke wir werden mehr brauchen, als nur zwei Schlag- und eine Splitterfalle, es sei denn wir wollen, dass uns diese Söldner zu allererst auslachen, wenn sie uns gefunden haben.“

#2007
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia legte den Kopf schief und lächelte Miandra an . " Aber das ist doch kein Grund zur Verlegenheit nicht schwimmen zu können . Und wo es hilft es zu können ? Überall , wo Wasser in der Nähe ist , das tiefgenug ist , um nicht darin stehen zu können . Und die Stadtwache patrouliert dieses Gebiet nur Nachts . Tagsüber sind wir selbst im Freien hier mehr als sicher . und Fallen können wir auch noch abends bauen , aber die Sonne lacht und das Wasser ist warm . Kommt und nehmt Vernita mit , es schadet nichts . "
Lydia lachte , als sie sich die Stiefel auszog und zu den Kisten stellte .
" Nun kommt schon ihr beiden , warum sollen wir denn nicht ein bisschen Spaß haben dürfen ? "

#2008
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Einerseits voller Glück, andererseits mit dumpfen Grübeleien behaftet, ließ sich Lea zurück auf ihr Bett sinken. Da hatte sie nun den Salat. Entweder hatte sie mit den Ereignissen ihr Vorhaben zum Scheitern verurteilt und ihre Gefährten ausgeliefert, oder mit Sengaal einen mächtigen Verbündeten gewonnen. Wenn sie nur wüßte, wie weit er bereit war seine Ansichten zu überdenken, seinen Ehrenkodex über den Haufen zu werfen. Allein die Tatsache, dass er ihr seine Gefühle gestanden hatte, war für sie ein Zeichen, dass er durchaus bereit war sich über einige Bedenken bezüglich Moral und Ehre hinweg zu setzen.

Unbewußt strichen ihre Finger zart über ihren Mund, dort wo sie Sengaals Kuss noch immer spüren konnte. Hauchzart, wie Schmetterlingsflügel hatten sich ihre Lippen nur berührt. Sie war froh darüber, dass es kein intensiverer Kuss war, denn dabei wäre all ihre Liebe zu diesem Mann an die Oberfläche gekommen, zusätzlich die Sehnsucht nach Schutz und Geborgenheit, und diese Gefühle hätten jedweden Damm gebrochen. Und dazu war sie noch nicht bereit, auch wenn sie sich danach sehnte, seinen Körper zu spüren. Es war zuviel auf sie eingestürmt, um unter diesen Umständen ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Wenn es soweit war, dann sollte die Umgebung und die Stimmung passen. Aber sicher nicht, wenn sie Angst haben mußte, dass jederzeit irgend jemand ins Zimmer stürmen konnte.

Sollte sie sich nun einigermaßen sicher fühlen? Vor ihrer Tür hatte Neranos einen Templer seines Vertrauens postiert, aber dieser würde gegen Gromschlag sicher nichts unternehmen, sollte der Zwerg in die Stube wollen. Leise seufzte sie auf. Wieso mußte ihr Leben seit dem verhängnisvollen Tag des Überfalls nur so kompliziert sein? Trotzdem war ein kleiner Teil in ihr froh, dass sie diese Zeiten durchmachte. Das unschuldige Wesen von einst war sie nicht mehr, die Erlebnisse hatten ihre Persönlichkeit geformt, sie etwas stärker gemacht. Die Grenzen zwischen gut und böse hatten sich ineinander verwischt, umgedreht, verformt. Sie hatte erkannt, dass es nicht nur weiß und schwarz im Leben gab, sondern viele Schattierungen dazwischen, und selbst in schweren Stunden immer ein Licht in der Dunkelheit zu finden war.

Wieder wanderten ihre Gedanken zum Kommandanten. Lea wünschte sich nichts sehnlicher, als dass ihre Beziehung gedeihen, und ihre Gefühle zueinander weiter wachsen würden. Sie spürte, dass sie mit diesem Mann alt werden wollte. Und wieder einmal verfluchte sie den Umstand, wie er sie kennenlernte. Es wäre um sovieles einfacher gewesen, wäre sie noch die alte Countess, fröhlich zu Hause bei ihrer Familie. Aber dort, gestand sie sich ein, hätte sie ihn nie kennengelernt.

Leanora stand auf und schenkte sich einen Krug mit Wasser ein, mittlerweile hatte sie Durst bekommen. Ihr Blick schweifte nach aussen, die Sonne lachte vom Himmel, und weit und breit war keine Wolke zu sehen. Unwillkürlich dachte sie an die dunkle Kammer, in der sie noch vor kurzer Zeit verhört wurde, und sie erschauderte. Wäre der Kommandant nicht gewesen... sie wollte gar nicht weiter denken. Trotzdem mußte sie sich Gedanken machen, was sie dem Inquisitor sagen konnte, ohne sich und ihre Gefährten in Gefahr zu bringen. Trocken lachte sie kurz auf - sich selber hatte sie schon genug in die Tinte gesetzt. Aber Gromschlag hätte das ohnehin herausgefunden - dank der netten Steckbriefe, die wohl überall in der Stadt verstreut waren. Sie wußte, welchen er meinte. Immerhin hatte sie diesen bei Tjark von Talisker gesehen. Wenn sie nur wüßte, wer wirklich dahinter steckte - und wieso. Es mußte einen Grund geben, aber es wollte ihr wie immer keiner einfallen. Hatten die Eltern irgendetwas nicht bezahlt? Hatten sie Feinde von denen sie nichts wußte? Wieder einmal stellte Lea fest, dass sie sich daheim viel zu wenig um die Belange des Hofes gekümmert hatte. Allein die Arbeit mit den Pferden war für sie bedeutungsvoll, aber wieviel sie dabei nicht gelernt hatte was wichtig gewesen wäre, merkte sie erst jetzt.

Jetzt, wo der Kommandant nicht mehr hier war, verstrichen die Minuten nur langsam, und trotz der ganzen Grübeleien spürte sie, dass sich die fehlende Nachtruhe rächte und sie müde wurde. Wenn sie ohnehin zum Nichtstun verdammt war, dann konnte sie die Zeit genauso nutzen und versuchen, ein wenig zu schlafen. Später würde sie vielleicht froh sein, wenn sie ausgeruht war. Lea schlüpfte aus ihren Schuhen, zog sich wollene Socken an und legte sich bäuchlings auf ihr Bett, wo sie ein wenig im Buch der Pferderassen blätterte, bevor ihr Kopf auf die Seite fiel und sie fest eingeschlafen war.

Modifié par Bellandyrs, 20 juillet 2011 - 07:43 .


#2009
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Die Tür wurde aufgerissen und gleich darauf wieder zugeschlagen, nachdem der rote Wirbelwind die kleine Stube betreten hatte. Der rothaarigen Frau reichte ein Blick, um die schlafende Person auf dem Bett liegen zu sehen. Sofort eilte sie zu dieser hinüber setzte sich auf die Bettkante und schüttelte die dort liegende Frau kräftig an der Schulter.
 
„Leanora! Leanora, wach auf!“ meinte Lucia außer sich vor Sorge, während sie weiterhin versuchte, diese wachzurütteln. „Na, komm schon! Lass mich nicht hängen!“
 
___________________________________________________________________________
 
„Liegt das ein deinem jungen Alter, oder weshalb erkennst du den Ernst der Lage nicht, Lydia?“ erwiderte Vernita kopfschüttelnd.  „Selbst wenn hier tatsächlich keine Stadtwache patrouilliert, so werden wir immer noch gesucht. Und diese Söldner werden sich bei ihrer Suche wohl vor allem auf die Bereiche konzentrieren, die von den Wachen nicht abgedeckt werden. Zumindest würde ich das tun. Es wäre also völlig hirnrissig, uns der Gefahr einer Entdeckung auszusetzen, nur um baden zu gehen, das leuchtet selbst dir ein, oder?“
 
Die Elfe verstaute die neu erstellten Gifte und Sprengladungen in ihrer Tasche, während sie weitersprach. „Außerdem haben wir heute Abend keine Zeit mehr für irgendwelche Vorbereitungsarbeiten. Denn dann befinden wir uns innerhalb der Kirchenmauern dieser Stadt und finden hoffentlich eine Antwort auf das Rätsel, welches wir zu lösen gedenken.“
 
 

#2010
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Ja, wir sollten uns erstmals auf das konzentrieren. Vielleicht ergibt sich ja ein anderes Mal Gelegenheit dazu es zu erlernen… In der Zwischenzeit, werde ich tiefe Gewässer wohl meiden müssen, wie ich es auch bisher immer getan habe.“ sagte sie mit einem sehr zaghaften Lächeln.

„Wie verlief eigentlich Euer gestriger Ausflug? Ihr wolltet doch Denerim verlassen, gab es irgendwelche Zwischenfälle?“ fragte sie das Mädchen, einerseits um auf ein anderes Thema zu lenken, andererseits da sie wissen wollte, wie sicher sie in dem Lagerhaus tatsächlich noch waren… denn auf den eigenen Schutz schien das Mädchen nicht sonderlich zu achten… und ob die Nevarerin solche Sachen ernster nahm, konnte sie auch nicht recht sagen.

Modifié par Kaysallie, 21 juillet 2011 - 05:51 .


#2011
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea schreckte aus ihrem Schlaf hoch, als Lucia sie an der Schulter rüttelte. Wie von der Tarantel gestochen richtete sie sich auf und riß ihre Augenlider in die Höhe.

"Bah, Lucia! Wie kannst du nur! Ich hatte gerade so gut geschlafen! Wie kommst Du hier überhaupt herein, ich dachte, der Templer vor der Tür darf keine Menschenseele hereinlassen? Und ich laß Dich nicht hängen, erzähl mir lieber, wieso Du hier bist."
Langsam begann ihr Gehirn wieder zu funktionieren, und sie wurde stutzig. Irgendwie war das verdreht. Sollte Lucia nicht eher sie fragen, wieso sie hier war? Oder hatte es sich im Kloster wie ein Lauffeuer verbreitet, dass sie Hausarrest hatte? Lea runzelte die Stirn, da war noch etwas was sie irritierte. Was war das nur?
Plötzlich fiel es ihr ein. Hatte sie während sie Lucia erzählte was ihr widerfahren war, ihren richtigen Namen genannt? Sie hätte schwören können, dass dies nicht der Fall war, immerhin hatte sie am Morgen noch Sophia zu ihr gesagt.
Vorsichtig fragte sie die Freundin: "Sag mal Lucia.. woher, bei Andraste, kennst Du meinen Namen?!"

#2012
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
„Ich kenne ihn eben, Süße. Und ich bin dir auch nicht böse, dass du ihn mir nicht gesagt hast. Ich hätte mich dann vermutlich eh verplappert mit meinem losen Mundwerk“, grinste Lucia zurück, bevor sie wieder ernst wurde und ein sorgenvoller Blick in ihre Augen trat. „Ich bin Kommandant Neranos über den Weg gelaufen. Er hat ihn mir verraten, ebenso hat er mir gesagt, was passiert ist. Es scheint so, als hätte eine gewisse Freundin, die ich habe, unserem gutaussehenden Kommandanten ins Ohr geflüstert, dass ich über ihr kleines Geheimnis bescheid weiß.“
 
Für einen Augenblick lag wieder dieses spitzbübische Grinsen auf den Lippen der rothaarigen Frau, welches aber nicht ihre Augen erreichte. „Er gab mir auch seinen Siegelring, den ich der Wache zeigen sollte, damit sie weiß, dass ich von ihm geschickt wurde und mich einlässt.“
 
Sie zeigte Leanora den prachtvollen Ring mit der Gravur des Templerordens. „Er war gerade auf dem Weg zu Bruder Castillá, als wir uns über den Weg liefen und meinte ich sollte einmal nach dir sehen, bevor ich wieder zu ihm zurück soll. Ich weiß nicht, was du mit diesem Mann angestellt hast, aber ich habe den guten Neranos noch nie so aufgewühlt und durch den Wind gesehen wie vorhin. Du musst mächtig Eindruck auf ihn gemacht haben. Wäre diese ganze Sache mit Gromschlag nicht so furchtbar, würde ich mich so wahnsinnig für dich freuen. Ich hoffe, dir geht es gut. Aber was ist das?“
 
Lucia begutachtete Leanoras Wange. „Hat man dich geschlagen? Bist du in Ordnung?“
 
 

#2013
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Das erklärte alles. Lea schalt sich einen Narren, dass sie sogar der Freundin misstraute, der sie eigentlich ihre Geheimnisse anvertraut hatte.

"Tut mir leid Lucia, ich sehe wirklich weiße Mäuse. Oder leide unter Verfolgungswahn, was weiß ich" seufzte sie.

"Eindruck auf ihn gemacht? Nun, ich weiß nicht", begann sie zögernd. "Ich glaube eher, ich habe ihn verschreckt, und ich kann nur hoffen, dass ich seine Ideale nicht ganz über den Haufen geworfen habe. Dass er dir aber gesagt hat, dass ich ihm erzählt habe, dass du Bescheid weißt... " gedankenverloren schüttelte Lea den Kopf. War das nun ein weiterer Liebesbeweis seinerseits?

"Woher weißt Du von Gromschlag? Von Neranos, oder weiß ohnehin das ganze Kloster Bescheid?" fragte sie resignierend.
"Keine Sorge meine Liebe, es geht mir relativ gut, wenn ich an den armen Templer denke, dann hat es ihn schlimmer erwischt. Seine Hand dürfte die nächste Zeit nicht brauchbar sein. Gromschlag ist wahrlich nicht zimperlich".
Sie erzählte der Freundin von den Ereignissen des Vormittags, angefangen bei der Befragung, über ihre Ohrfeige, der Bestrafung des Templers, das Zusammensein mit Sengaal und was dabei besprochen wurde, bis hin wo sie letztlich eingenickt war.

"Lucia, ich weiß es nicht, entweder habe ich ihn damit wirklich erschreckt, oder er steht zu mir. Aber wenn, dann mußt Du heute für mich eintreten. Du mußt meinen Part des Einbruchs übernehmen. Ich kenne meine Bekannte gut genug, um zu wissen, dass sie Sengaal eher die Kehle durchschneiden würde, als ihm zu vertrauen. Sie haßt Männer abgrundtief, Frauen gegenüber ist sie auch mistrauisch, aber wenn Du ihr sagst, was vorgefallen ist, dann versteht sie es. Nun verstehen wohl nicht, aber kapieren. Sag ihr aber bitte nichts von der Liebe, die Sengaal und mich verbindet, ich glaube, dann würde sie ausrasten."

Sie grübelte vor sich hin, sprang kurz auf und reichte Lucia den Dolch.
"Hier hast Du ihn, sicher ist sicher. Es langt, wenn ich mich Gromschlag an den Strick geliefert habe. Versuche wenigstens Du, das Unrecht aufzudecken", bat sie Lucia. Lea konnte nicht anders, sie drückte die Freundin fest an ihre Brust, und eine Träne löste sich aus ihren Augen.
"Danke meine Freundin. Ohne Dich und Sengaal würde ich wohl gerade verzweifeln" flüsterte sie leise.
Sie löste sich wieder von dem rothaarigen Wirbelwind.

"Und nun erzähl, wann und wieso Du Dich wieder mit dem Kommandanten treffen sollst, und was er gesagt hat."

Modifié par Bellandyrs, 21 juillet 2011 - 07:34 .


#2014
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
„Dafür sind Freunde doch da, meine Liebe. Du hättest sicher auch dasselbe für mich getan“, winkte Lucia etwas verlegen ab. „Und dein Liebster möchte nach dem Treffen mit Bruder Castillá mit mir darüber reden, was dieser gesagt hat. Auch wenn er nach deinen Ausführungen noch Zweifel hat, so bin ich fest davon überzeugt, dass er sich längst dafür entschieden hat, uns zu helfen. Glaube mir, ich kenne mich da aus. Männer sind für mich sozusagen ein offenes Buch. Vertraue mir. Es wird schon alles gut werden.“
 
Die rothaarige Frau nahm den Dolch an sich und versteckte ihn gleich darauf unter ihrer Robe. „Danke dafür. Ich hoffe nur, dass ich ihn nicht brauchen werde. Ich frage mich nur gerade, wie ich deine Bekannte erkennen soll. Ich habe sie ja noch nie gesehen. Und ich will ja nicht jede Schnepfe hier anquatschen, die sich hier herumtreibt...“
 
Bei ihren letzten Worten grinste Lucia ihre Freundin wieder frech an. „Und natürlich erzähle ich niemanden etwas von Dir und deinem Kommandanten. Das ist doch Ehrensache. Allerdings sollte ich mich jetzt langsam zurück zu Bruder Castillás Stube begeben, bevor ich deinen Neranos noch verpasse. Ich komme dann später noch einmal vorbei und sehe nach dir. Vielleicht habe ich bis dahin auch ein paar neue Informationen für dich.“
 

#2015
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia schaute auf und lachte . " Unser ... Ausflug ? Nunja , eigentlich ganz gut , aber der Rückweg war etwas ... nennen wir es problematisch . "

Lydia wandte sich vollends Miandra zu und erzählte detailliert , was vorgefallen war , vom entdeckt werden bis zum Brand der Destillerie am Markt und dem entkommen am Hafen .

" Aber wenn wir Glück haben , dann werden wir mit Nahrungsmitteln und allem , was wir sonst so benötigen versorgt werden . Ich weis nur nicht , wann sie uns Vorräte vorbeibringt . Vielleicht schon heute Nacht , vielleicht auch erst morgen , aber das wird sich zeigen . Und falls ihr vorhattet an den Markt zu gehen , spitzt die Ohren , wir haben dort letzte Nacht eine Destillerie abgefackelt . Dort werden die Schoßhunde des Arls unterwegs sein und die Wachen werden die Ohren spitzen . "

Modifié par SickOfItAll, 22 juillet 2011 - 06:15 .


#2016
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Lea fiel ein Stein vom Herzen. Lucia kannte sich ja wirklich besser aus was Männer betraf, und wenn die Freundin sagte, Neranos hätte sich wohl für sie entschieden, dann wollte sie das nur zu gerne glauben. Ein Funken Hoffnung keimte wieder in ihr hoch.

"Na keine Sorge Lucia, Du wirst sie erkennen. Ich weiß zwar nicht, wie sie sich verkleiden wird, aber ihre Augenringe sind unübersehbar. Und sie ist nicht das, was man als hübsch bezeichnen würde, eher eine Art Mannweib. Sei vorsichtig mein Liebe, sie ist wie gesagt jedem gegenüber misstrauisch und läßt lieber erst ihr Schwert sprechen bevor sie zu fragen beginnt. Aber sie weiß von Dir normalerweise Bescheid, also zumindest, dass Du meine Zimmernachbarin bist."

Sie drückte Lucia noch einmal an sich.
"Und nun geh, und berichte mir, was sich getan hat sobald Du etwas weißt. Oder vielleicht kommt der Kommandant ja persönlich vorbei, versprochen hatte er es jedenfalls. Ich habe noch immer Angst, dass der Zwerg mich nochmal abholen läßt, und ich nicht weiß, was ich sagen kann oder darf", seufzte sie. Ihre Hoffnung war wirklich, dass sie von Sengaal Instruktionen erhielt, wie sie sich zu verhalten hatte, sollte der Inquisitor sie weiter befragen. Und Lea war sich sicher, dass er das tun würde.

Modifié par Bellandyrs, 22 juillet 2011 - 06:19 .


#2017
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Ihr habt die Stadtwache also in die Richtung des Hafens gelockt?“ fragte Miandra ein wenig schockiert über die Ausführungen des Mädchens. Waren die zwei denn noch ganz bei Trost? Sie hoffte nur, dass die Stadtwache dumm genug war und das Gebiet weiterhin so mied wie bisher, obwohl sie die Verfolgung hier abbrechen mussten. Aber schwimmen zu können, hat wohl wirklich Vorteile… dachte sie sich noch.

„Und ich weiß nicht, ob es klug ist ein solches Risiko einzugehen, nur wegen der Versorgung von Nahrungsmitteln... ich glaube im Moment haben wir wirklich andere Sorgen“, fuhr sie fort und rieb sich dabei angestrengt mit zwei Fingern die Augen. Interessant, dass ausgerechnet sie so etwas sagte. Ihr bisheriges Leben war doch genau das immer die größte Sorge gewesen.

„Aber wie mir scheint hatten die Wachen gestern allerhand zu tun - zumindest was das Löschen von Bränden angeht“ sagte sie noch mehr zu sich selbst als zu den anderen, mit einem schadenfrohen Grinsen. Kurz blickte sie zu Sha´ira, um zu sehen wie sich diese am Schließen des Lochs in der Wand abmühte, bevor sie sich an Vernita wandte. „Wollen wir uns nun um die Fallen kümmern? Scheinbar haben wir sie wirklich nötiger als gedacht…“

#2018
SickOfItAll

SickOfItAll
  • Members
  • 319 messages
Lydia legte die Sirn in Falten und rieb sich mit zwei Fingern den Nasenrücken .
" Nicht unbedingt zu uns , aber wir sind ihnen hierher entkommen . Weiter im Norden sind wir swischen den Bootsstegen ins Hafenbecken gesprungen , ich gehe davon aus , die Wache denkt , das wir ertrunken sind . Wie ihr seht hilft es , wenn man schwimmen kann . Aber das beiseite , was die Stadtwache die letzte Nacht gegen uns aufgefahren hat war ... beängstigend . Mindestens ein Zug berittener , eine ganze Kompanie an Fußvolk , Bogenschützen , selbst die Miliz hat geholfen und Straßen gesperrt . "

Sie blickte nach draußen zu Sha´ira , die gerade am Loch zu tun hatte und fuhr fort .
" Sie kann uns all das bringen , was wir brauchen . Nichtnur Nahrung und Verpflegung . Zur Not besorgt sie uns Bärenfallen , Waffenöl , Dolche , Gifte , alles was wir brauchen könnten . Wenn sie kommt , bringt sie mir zum Beispiel ein Bündel Pfeile mit . Und wenn ihr das mit dem Brand meint . . . was habt ihr angezündet , das ihr so schelmisch grinst ? "

Lydia begutachtete die Utensilien , welche zum Fallenbau teilweise schon in greifbarer Nähe bereit lagen und antwortete dann . " Wenn ihr mir helfen wollt , das Lagerhaus zu sichern , wär ich euch dankbar , an andere Fallen denken wir danach . "

#2019
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
„Ich werde schon aufpassen, Leanora“, grinste Lucia diese an, während sie sich von der Frau löste. „Es wird sicher alles gut werden, da bin ich sicher. Hab’ nur ein wenig Vertrauen. So, ich werde nun gehen. Alles Gute, meine Süße.“
 
Die rothaarige Frau zwinkerte Leanora noch einmal zu, bevor sie wieder vom Bett aufstand und schnellen Schrittes das Zimmer verließ. Hinter ihr schlug die Tür polternd zu, und so war Leanora erneut allein in diesem kahlen Raum.
 
___________________________________________________________________________
 
„So wie es aussieht, müssen wir wohl wirklich bald von hier verschwinden, bevor uns die Stadtwache nicht doch noch aufspürt. Na ja, wir werden sehen, was uns der Besuch in der Kirche bringen wird“, bemerkte Vernita nachdenklich, während sie die Dinge begutachtete, die sie in diesem Lagerhaus gefunden hatte.
 
„Also aus diesen Metallteilen lässt sich bestimmt eine Schnappfalle herstellen und diese Nägel brauche ich nur mit Tropfen des Feuerkristallsprengfeuers kombinieren, schon hat man eine schöne Splitterfalle. Fangen wir also erst einmal damit an, bevor wir zu den komplizierteren Dingen übergehen.“
 
Die Elfe griff zu einem der Metallstreifen und begann damit diesen in Form zu biegen, wozu sie einige Kraft aufbringen musste. Miandra gab sie zuvor noch einen Haufen Nägel, die sie in die auf dem Boden liegenden Leinentücher einwickeln sollte. Diese würden sie anschließend mit dem Elixier aus Feuerkristallen einreiben und mit einer Lunte versehen – eine wirklich explosive Mischung.
 
 

#2020
Kaysallie

Kaysallie
  • Members
  • 1 082 messages
„Ach nicht so wichtig“ winkte Miandra die Frage von Lydia ab, doch ihr schadenfrohes Grinsen blieb bestehen.

Anschließend kümmerte sie sich um die Nägel, welche ihr Vernita gab und befolgte deren Anweisungen. Nachdem sie noch einige Schnapp- und Splitterfallen hergestellt hatten, montierten sie diese vor und in dem Lagerhaus an den verschiedenen Eingängen und an Stellen, wo man sie am wenigsten erwartete. Zudem brachten sie noch einige Stolperdrähte bei den Türen an, welche mit Sprengladungen kombiniert wurden. Diese und weitere Arbeiten benötigten viel Feingefühl, Geduld und Zeit. Nachdem alles angebracht war, schien auch Sha´ira mit dem Verschließen des Lochs fertig geworden zu sein. So schärften sie noch ihre Waffen und man konnte durch die schmalen Öffnungen an der Decke bereits erkennen, dass die Dämmerung eingesetzt hatte.

Miandra aß noch zwei Scheiben von dem trockenen Brotlaib und leerte die Flasche mit dem Obstwein, bevor sie ihre Waffen am Gürtel verstaute und sich aufbruchbereit ihren Umhang umlegte.

Modifié par Kaysallie, 25 juillet 2011 - 04:05 .


#2021
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Vertrauen? Wenn sie Vernitas Aussagen glaubte, hatte sie sogar zuviel Vertrauen. Aber ein wenig Glück konnte auch nicht schaden.

Auch wenn Lucia sie aus dem Schlaf geschreckt hatte, war sie noch immer wie gerädert. Würde die Besprechung bei Bruder Castillá etwas bringen? Und was würden sie heute Abend finden? Innerlich verbesserte sie sich: was würden die anderen finden?

Sie setzte sich wieder auf ihr Bett und blätterte im Buch. Etwas anderes konnte sie ohnehin nicht machen außer auf ihren Liebsten warten, und dabei vergingen die Minuten doch schneller mit einer Beschäftigung.

#2022
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Ruckartig wurde die Tür aufgerissen. Leanora, welche die ganze Zeit über unruhig auf ihrem Bett gesessen und in dem Buch über Pferde geblättert hatte, erschrak und sprang auch gleich darauf auf die Füße. Doch es betrat nicht, wie sie schon gefürchtet hatte, Gromschlag die Kammer sondern Kommandant Neranos, welcher sogleich, ohne ein Wort zu sagen, zu ihr hinübereilte. Erst dicht vor ihr blieb er stehen, nahm die Frau stürmisch in die Arme und küsste sie wild und leidenschaftlich, so als ob es kein Morgen mehr geben würde. Dabei presste er seinen Körper gegen den ihren, während er mit seinen Händen über ihren Rücken und durch ihre Haare strich.
 
„Verzeih mir, Leanora“, stammelte er zwischendurch atemlos, ohne von der Frau abzulassen. „Verzeih mir, dass ich gezweifelt habe. Verzeih mir, dass ich unsicher war und mich an hohle Phrasen von Ehre und Pflichterfüllung geklammert habe. Was bedeuten sie schon, wenn sie einen Mann dazu bringen, alles Glück auf dieser Welt aufgeben zu müssen. Bruder Castillá und Schwester Lucia haben mir endgültig die Augen geöffnet. Ich bin ganz der deine, Leanora. Ich werde dir beistehen, so gut ich es vermag. Ich liebe dich von ganzen Herzen. Du bedeutest mir mehr als alle Schwüre von Ehre und Ritterlichkeit. Für mich gibt es ab jetzt nur noch dich und nichts weiter.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 24 juillet 2011 - 08:40 .


#2023
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
Leanora rutschte das Herz wieder einmal in die Hosentasche, als die Tür aufgerissen wurde, welches aber gleich darauf um so heftiger zu schlagen begann, als Sengaal auf sie zurannte. Er riß sie in seine Arme, drückte sie, dass sie kaum Luft bekam, aber es machte ihr nichts aus. Seine Reaktion bedeutete wohl, dass seine Liebe zu ihr gesiegt hatte.
Gleich darauf wurde sie mit einer Leidenschaft geküßt, die sie zuerst verunsicherte, schließlich wurde sie erst einmal in ihrem Leben mit solch Heftigkeit liebkost, und dieser Kuss von Tjark damals war völlig anders, da er zuerst zart und forschend war. Sengaal hingegen verzichtete darauf und drückte damit sofort seine Gefühle und seine Leidenschaft für sie aus. Als sie die erste Schreck-Sekunde überwunden hatte schloß sie die Augen, ein leises Stöhnen löste sich aus ihrer Kehle und sie erwiderte den Kuss mit dem Feuer ihrer Gefühle zu diesem Mann. Unbewußt krallten sich ihre Hände an seinen Rücken, sie klammerte sich an ihn, um nicht umzufallen da ihr die Knie nachzugeben drohten.

Tränen des Glücks schossen in ihre Augen, als er ihr seine Liebe endgültig gestand.
"Es gibt nichts zu verzeihen mein Liebster. Es ist nur zu verständlich, dass Du ins Zweifeln kamst", flüsterte sie liebevoll an sein Ohr. Ihre Hände strichen über seinen Rücken, noch mehr an sich pressend und sie fühlte, wie sich ihre Brustwarzen aufstellten vor Wonne. Am liebsten hätte sie seine nackte Haut auf ihrer gespürt, mit ihren Händen und Lippen seinen Körper erforscht, aber sie hatte auch Angst davor, etwas falsch zu machen. Zudem wäre das viel zu früh, schließlich war das der erste Tag, an dem sie sich ihre Liebe zueinander gestanden hatten.
Ihr Herz schlug noch immer bis zum Hals, ihre Augen waren dunkel vor Erregung. Was stellte dieser Mann nur mit ihr an, wie konnte man solche Gefühle rein mit einem Kuss auslösen?

"Lucia war kurz hier, hat mir aber auch nicht viel erzählt. Also erzähl mir von deinem Gespräch mit den beiden, mein Geliebter. Vor allem von dem mit Bruder Castillá", bat sie ihn und blickte ihm in die Augen.
Seine waren vom warmen grau-grün ins grüne verfärbt. Allein in seinem Blick hätte sie versinken mögen.

Modifié par Bellandyrs, 24 juillet 2011 - 04:18 .


#2024
Aliens Crew

Aliens Crew
  • Members
  • 5 178 messages
Seine Leidenschaft schien Sengaal zu übermannen. Noch nie zuvor in seinem Leben hatte eine Frau solche Gefühle in ihm geweckt. Er sog den Duft ihres Körpers bis tief in seine Lungen, während eine Gänsehaut über seinen eigenen lief. Er drohte die Kontrolle über sich zu verlieren, so dicht stand er schon davor, Leanora einfach die Robe vom Leib zu reißen und sie hier und jetzt zu nehmen. Für einen Moment war es ihm auch völlig egal, dass vor der Tür eine Wache stand oder dass sonst noch jemand hätte ins Zimmer kommen können. Erst Leanoras Worte rissen ihn aus dieser Ekstase heraus.
 
„Ja, ich habe auch mit ihr gesprochen“, sagte Neranos recht kurzatmig, während er der Frau tief in die Augen sah und freudestrahlend anlächelte, kurz bevor er ernst wurde. „Und sie meinte auch, du hättest ihr gesagt, dass du sie gebeten hast, sie möge doch deinen Platz bei dem Einbruch in Renaldos Stube übernehmen. Das will ich aber nicht. Und Bruder Castillá ist in diesem Punkt mit mir einer Meinung.“
 
Sengaal setzt sich auf die Bettkante und zog dabei Leanora mit sich, welche neben ihm Platz nahm. Die beiden hielten sich nach wie vor an den Armen fest und blickten sich tief in die Augen, während er weitersprach. „Wenn das hier vorbei ist, wirst du die Kirche wohl oder übel verlassen müssen, denn ansonsten wird Gromschlag dich sicher solange bearbeiten, bis er dir etwas anhängen kann. Zumindest wenn wir nichts finden, womit wir Renaldos Schuld beweisen können. Aber dieses Schicksal soll Lucia nicht auch noch teilen. Sie hat ja so wie es aussieht nichts anderes, als das hier, während du zu deinem Leben als Countess zurückkehren kannst, sobald du diese Sache überstanden hast. Also will ich sie soweit wie möglich aus dieser Angelegenheit heraushalten, verstehst du?“
 
Der Mann strich Leanora sanft über die Arme, sah sich einmal kurz um, bevor sich sein Gesicht dem der Frau näherte, und er im Flüsterton weiterredete. „Lucia wird als Mittelsmann zwischen uns fungieren, während Castillá und ich den elenden Renaldo in Castillás Stube beschäftigen werden. Die Wache vor der Tür wird dich bald von hier wegbringen und dich unterwegs verlieren, sodass du in Renaldos Privatgemächer einbrechen kannst. Hier ist der Schlüssel.“
 
Der Kommandant zog einen silbernen Schlüssel aus seiner Hosentasche und übergab diesen Leanora. „Wir werden in unregelmäßigen Abständen Lucia mit diversen Botengängen losschicken, damit sie nachsehen kann, wie weit du bist und ob du schon etwas Brauchbares finden konntest. Sollte das der Fall sein, dann können wir das hoffentlich alles Gromschlag vorlegen, damit er den Übeltäter überführen kann und deinen Namen von allen Vorwürfen reinwäscht. Es ist ein großes Risiko, welches wir hier eingehen. Ich hoffe, dass alles gut gehen wird. Mit etwas Glück hast du es heute Nacht also überstanden, meine liebe, süße Countess. Und dann können wir über unsere gemeinsame Zukunft sprechen.“
 
Bei seinen letzen Worten lächelte Sengaal ihr aufmunternd zu.
 

Modifié par Aliens Crew, 24 juillet 2011 - 07:27 .


#2025
Bellandyrs

Bellandyrs
  • Members
  • 1 091 messages
"Und Gromschlag wird mich außerhalb der Klostermauern nicht jagen?" zweifelte sie. "Sengaal, ich werde da draussen gesucht! Was, wenn er genau hier auftaucht, wenn ich nicht da bin? Wie willst Du ihm das erklären?" Die Verzweiflung wollte sie überkommen, aber Sengaal strahlte soviel Geborgenheit aus, dass sie ihm vollends vertraute. Er würde wohl auch dafür einen Plan ausgeheckt haben.

Sie steckte den Schlüssel in die Tasche ihrer Robe. "Ich gebe Dir Recht, ich will Lucias Leben nicht noch mehr gefährden. Hast Du ... ich meine weiß Bruder Castillá... " sie wurde rot und verhaspelte sich, fuhr aber trotzdem verlegen fort. "Weiß er von uns? Weiß er dass ich das Kloster wieder verlassen werde? Ich denke noch an seine Worte, wo er mich sogar fragte ob uns mehr als Freundschaft verbindet und er sich auf mich verläßt, dass wir diesen Ehrenkodex nicht brechen." Ihre Stimme verlor sich und sie mußte sich zusammen nehmen, da sie wieder in seinen strahlenden Augen versank.
"Ich habe Angst mein Liebster. Um Dich genauso wie um mich. Bitte versprich mir dass Du auf Dich aufpassen wirst."

Lea zog ihre Beine aufs Bett, setzte sich seitlich auf seine Oberschenkel und drückte sich an ihn, dabei ihre Hände hinter seinem Nacken verschränkt.
"Ich brauche Dich", flüsterte sie. Sie wollte ihn nochmal küssen, seinen Mund liebkosen, aber durfte sie das? War es verwerflich, wenn sie den Anfang zu einem Kuss machte?
'Zum Teufel damit, wir lieben uns schließlich' wischte sie ihre Bedenken zur Seite, und ihre Lippen näherten sich den seinen.