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Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)


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#2026
Aliens Crew

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„So wie ich Gromschlag bisher kennen gelernt habe, interessiert er sich nicht für die weltliche Politik. Er ist nur auf der Suche nach den Feinden der Kirche, und ihm ist egal, welchen weltlichen Rang diese bekleiden. Er bringt sie gnadenlos zur Strecke“, erwiderte Sengaal mit ruhigen Worten auf Leanoras Frage. „Und nach dieser Aktion wirst du die Kirche verlassen müssen, ganz egal, ob wir etwas finden werden oder nicht. Im schlimmsten Fall komme ich direkt mit dir. Dann fliehen wir gemeinsam aus Ferelden und aus dem Machtbereich der Kirche.“
 
Ein romantisch verklärter Blick lag für einen Moment in seinen Augen. „Nein, Bruder Castillá weiß nichts von uns. Aber er ist auch nicht dumm, vielleicht vermutet er etwas, keine Ahnung. Doch das spielt keine Rolle. Er hilft uns, und wir helfen ihm. Der Rest kann uns egal sein. Nach dieser Nacht werden keine moralischen Zweifel mehr zwischen unserem Glück stehen, das kannst du mir glauben.“
 
Sengaal schlang seine Arme um ihren Körper, als Leanora sich auf seine Beine setzte und sich ihre Lippen ganz langsam den seinen näherten. Er schloss die Augen und wartete sehnlichst auf die Berührung ihres Mundes. Diese Sekunden voll angespannter Erwartung kamen im vor wie Stunden, bis die beiden sich zu einem sanften Kuss vereinigten. Ein endlos scheinender Augenblick folgte, in dem er einfach nur den Geschmack ihrer Lippen genoss und einen Kuss nach dem anderen setzte. Erst langsam und sanft, dann wilder und leidenschaftlicher. Dabei zog er sie näher zu sich heran, während die Erregung seinen ganzen Körper erfasste.
 
„Ich muss gehen“, stöhnte er zwischen ihren Küssen, doch schien sein Wille dazu immer schwächer zu werden. „Ich muss jetzt wirklich gehen. Mach’ es mir doch nicht so schwer, du Feuer meiner Leidenschaft.“
 
Seine Hände strichen über ihren Körper, während der seine mehr als bereit war für eine Vereinigung. Es war nicht der richtige Augenblick dafür, doch schien ihm das von Sekunde zu Sekunde weniger zu interessieren, während sein Wille dieser Frau zu widerstehen mehr und mehr schwand.
 
‚Was tue ich hier nur?’ ging es ihm durch den Kopf. ‚Dafür fehlt uns wirklich die Zeit. Warum höre ich nicht einfach auf?...Weil ich es nicht kann.’
 

#2027
Bellandyrs

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Das Blut rauschte in ihren Ohren, ihr Körper mußte in Flammen stehen. Zumindest fühlte es sich so an, jede Faser ihres Körpers sehnte sich danach, von ihm berührt zu werden. War es die Angst um die ungewisse Zukunft, dass sie sich seiner Leidenschaft nicht entziehen konnte und mehr und mehr ihren Wunsch nährte, ihn ganz zu spüren, sich ihm voll und ganz hinzugeben?
Ihr Atem ging stoßweise, seine Worte, dass er gehen mußte, drangen nur langsam in ihr Gehirn ein, zu sehr war sie gefangen in den völlig neuen Empfindungen, die ihr Körper erlebte.

Widerstrebend löste sie sich von ihm, ihre Lippen geschwollen, ihre Brüste aufgerichtet, hart und fest, die Glut der Leidenschaft in ihren Augen widerspiegelnd. Sie fühlte sich schwindelig und durstig. Am liebsten hätte sie dem Drang in sich nachgegeben, sie wollte ihren Körper kennenlernen. Unbewußt fuhr sie sich mit der Zunge langsam über ihre Lippen, die noch vor Sekunden geküßt wurden, und ihre Hände strichen mit gespreizten Daumen über ihren Oberkörper, wo sie ihre Brustwarzen spürte. Sie biß sich auf die Lippen, um nicht laut aufzustöhnen. Bei Andraste, sie hatte ja keine Ahnung, dass unerfüllte Leidenschaft weh tun konnte. In ihrem Schritt pochte es protestierend, sie spürte, dass sich ihre intimste Stelle nach ihm sehnte. Als ihr dies bewußt wurde, nahm ihr Gesicht die Farbe einer überreifen Tomate an, und sie schämte sich sogleich für diese Gedanken.

"Du hast Recht, caro mio, wir müssen unsere Aufgabe erfüllen. Erst dann wird die rechte Zeit und der rechte Ort sein. Möge der Erbauer seine schützende Hand über uns halten." Sie fuhr mit ihren Händen durch seine Haare, nahm dann sein Gesicht in ihre Hände um ihm einen letzten zärtlichen Kuss zu geben. "Du raubst mir den Verstand, machst mich willenlos" flüsterte sie.

Dann stand sie auf und hielt ihm ihre Hände hin, um ihm aufzuhelfen.

Modifié par Bellandyrs, 24 juillet 2011 - 09:03 .


#2028
Aliens Crew

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Für Sengaal wurde es immer heißer und heißer. Seine Lenden schrien förmlich nach einer Vereinigung mit Leanora und drohten zu explodieren. Und seine Hose schien ihm plötzlich viel zu eng geworden zu sein. In ihm brannte ein Feuer, welches nur diese Frau in seinen Armen zu löschen vermag, all seine Ideale von Ehre, Pflichterfüllung und Keuschheit waren mit einem mal wie weggewischt. So musste sich der Erbauer gefühlt haben, nachdem er zum ersten Mal Andrastes Stimme vernommen hatte.
 
Als sich Leanora schließlich von ihm löste, sie mit ihren Händen über ihren Körper strich, und er ihre Erregung deutlich sehen konnte, wurde sein Verlangen nach ihr nur noch stärker. Sie wurde knallrot, was für ihn ein weiteres Zeichen war, dass es ihr genauso erging wie ihm selbst, dass sie sich nichts sehnlicher wünschte, als mit ihm zu verschmelzen, zu einer einzigen wahren Einheit.
 
Sie küsste ihn noch einmal und sprach von Vernunft aber auch von Sehnsucht. Dann stand sie plötzlich auf und hielt ihm die Arme hin. Er ergriff diese sanft und richtete sich langsam auf, ein breites Lächeln auf seinen Lippen und das Feuer der Leidenschaft in seinen Augen. Während er das tat, glitten seine Hände über ihre Arme bis hoch zu ihren Schultern.
 
„Nein, du raubst mir den meinen. Und das hätte ich nie für möglich gehalten“, flüsterte er ebenso leise, wobei er die Erregung in seiner Stimme nicht verbergen konnte. Er küsste sie ein weiteres Mal voller Zärtlichkeit auf den Mund, während seine Hände erneut auf Wanderschaft gingen und sich auf ihre Brüste legten und diese sanft massierten. Nach einem endlos scheinenden Moment lösten sich seine Lippen von den ihren, und er lächelte ihr voller Lust und Verlangen ins Gesicht. „Ich hoffe, Ihr werdet genauso bereit sein wie jetzt, wenn wir das nächste Mal allein sein werden, meine verehrte Countess.“
 
Bei seinen Worten verstärkte er ein wenig den Druck auf ihren Busen, bevor er seine Hände sinken ließ. „Aber entschuldige mich jetzt für einen Moment, Leanora.“
 
Sengaal wandte sich um und ging schnellen Schrittes zu der Waschschüssel herüber. Dann beugte er sich darüber, bevor er sich mit beiden Händen einen Schwung kaltes Wasser ins Gesicht schaufelte. Dabei prustete und keuchte er wie ein Ertrinkender. Er fühlte sich ausgelaugt wie nach einem harten Übungskampf auf dem Kasernenhof, doch hätte er liebend gern noch weitaus mehr Kraft in die Sache investiert, um Leanora seine Liebe zu ihr unter Beweis zu stellen.
 
Schließlich drehte er sich erneut zu ihr um und lächelte die Frau nach wie vor an. „Ich gehe jetzt besser. Und nimm es mir nicht übel, wenn ich dich nicht noch einmal in meine Arme schließe, bevor ich das tue. Sonst kann ich für nichts mehr garantieren. Du hast mich verzaubert, Leanora. Und dabei sollte ich als Templer doch gegen Magie gefeit sein.“
 
Sein Gesicht nahm einen entschuldigenden Ausdruck an. „Doch gegen deinen Zauber gibt es für mich keinen Schutz. Dabei wusste ich nicht einmal, dass du eine Magierin bist. Wäre allerdings jede Magie so wunderbar wie deine, würde niemand auf dieser Welt uns Templer benötigen.“
 
___________________________________________________________________________
 
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen worden waren, und auch schon langsam die Abenddämmerung Einzug hielt, legte Vernita ihre Rüstung, hängte sich ihre Tasche um und steckte ihre Schwerter in die Scheiden.
 
Miandra war schon bereit zum Aufbruch und wartete beim Ausgang auf die Elfe. Diese wandte sich zuvor noch an Sha’ira und Lydia. „Stellt keinen Blödsinn an, während Miandra und ich in der Kirche sein werden, klar? Macht alles bereit für den Aufbruch. Wir werden wohl bald dieses Lagerhaus verlassen. Und behalt deine Freundin im Auge, Lydia, bevor die wieder so einen Ausraster bekommt wie heute Vormittag.“
 
Vernita grinste noch einmal, bevor sie sich abwandte und zu der schwarzhaarigen Frau gesellte. „Los komm, Miandra. Wir gehen. Besorgen wir uns was Passendes zum Drüberziehen und dann ziehen wir die Sache in der Kirche durch."
 

Modifié par Aliens Crew, 25 juillet 2011 - 03:58 .


#2029
Kaysallie

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Miandra nickte Vernita nur zu, bevor sie das Lagerhaus verließen. Obwohl die Dämmerung erst eingesetzt hatte zog eine kühle Meeresbrise über das Hafengelände und Miandra schnürte sich den Umhang etwas enger, bevor sie der Elfe folgte. Bedacht darauf nicht in eigens aufgestellte Fallen zu tappen ließen sie den Hafen hinter sich, durchquerten wie jedes Mal abgelegene und dunkle Gassen, bis sie schließlich den Marktplatz erreichten, welcher nur eine Gasse von der Kirche entfernt lag. Die Abenddämmerung neigte sich inzwischen fast ihrem Ende zu und der Mond, welcher in der gestrigen Nacht nicht zu sehen war, zeigte sich bereits in einer zarten Sichelform auf dem dunkelblauen Himmel.

Einige Augenblicke beobachteten sie den fast leeren Marktplatz, getarnt in dem Schatten einer Hausmauer, doch zu so später Stunde waren nur noch einige Händler die ihre Waren zusammenpackten zu sehen. Dabei richteten sich die Blicke der beiden vor allem auf einen älteren mageren Mann, der jedoch gut gekleidet war, und gerade einige Stoffe und Kleidungsstücke in verschiedenen Kisten unterbrachte. Er hatte einen kleinen Stand, summte in Gedanken versunken ein Lied vor sich hin und achtete nicht wirklich auf jene Kisten, die hinter ihm standen und wohl bereits vollgepackt waren. Wie zwei Wölfe die ihre Beute ausgemacht hatten, schlichen sie eine Seitengasse weiter, bis sie im Schutz zweier Häuser hinter dem kleinen Verkaufsstand lauernd mit dem Rücken an einer Mauer standen. Doch sie mussten nicht lange auf die richtige Situation warten, da der alte Kerl gerade in jenem Moment seine Arbeit einstellte und aufstand.

„Hey, Fairie, du dummes Ding, komm gefälligst her und hilf mir die Sachen in den Laden zu tragen!“ schimpfe er plötzlich los.

Nur einen kurzen Augenblick später kam eine junge magere Elfe angelaufen. „Ja, Herr“ meinte sie nur hastig und völlig außer Puste. Sofort griff sie nach einer Kiste, die ihr deutlich zu schwer war, und hob diese angestrengt hoch. Gerade als sie losmarschieren wollte, hielt er sie am Oberarm fest, so dass sie stehenblieb. Der Mann nahm noch eine Kiste und stellte sie auf jene, die das Mädchen bereits festhielt. Das war der Elfe nun deutlich zu schwer. Ihre dünnen Arme zitterten unter dem Gewicht und sie schaffte es kaum damit zu gehen.

„Glaubst du ich habe den ganzen Tag Zeit? Los jetzt geh schon!“ schimpfte der Alte nur als er sah, dass sie sich kaum bewegte.

„Herr, ich…“ begann sie, doch er unterbrach sie sofort wieder.

„Willst du etwa sagen, dass dir das zu schwer ist?“

„Nein, ich…“

„Gut, dann geh endlich!“

Das Mädchen zitterte am gesamten Körper und ging auf wackeligen Beinen weiter. Doch weit schaffte sie es nicht, sondern stolperte und fiel nach vorne. Dabei landeten beide Kisten auf dem Boden und die Stoffe und Kleidungsstücke fielen und rollten heraus.

„Du nichtsnutziges Ding!“ schrie der alte Mann fassungslos und stürmte auf sie zu. Er drehte die Elfe, welche sich gerade aufrichten wollte, unsanft zu sich und gab ihr eine kräftige Ohrfeige. Auch die anderen wenigen Händler die noch am Marktplatz waren blickten neugierig zu der Elfe die im Dreck lag.

Mehr von dem Szenario beobachtete Miandra nicht mehr. Stattdessen nutzen sie die Gelegenheit, schlichen schnell an den Stand heran, packten sich jeweils eine der abgelegenen Kisten und verschwanden damit wieder im Schatten der Gassen.
Als sie sich von dem Ort wieder entfernten konnte man das Mädchen nur noch ein wenig wimmern, und den Mann wütend brüllen hören, doch niemand hatte mitbekommen, dass dieser nun zwei Kisten ärmer geworden war.

Nachdem sie sich von dem Markplatz weit genug entfernt hatten, stellten sie ihr Diebesgut am Boden ab. Miandra durchwühlte die Kiste, welche sie mitgenommen hatte, und fand darin recht ansehnliche Kleider und Roben. Sie zog ein blaues aufgebauschtes Kleid mit vielen weißen Rüschen heraus und hielt es nach oben.

„Ohhhh, wie hübsch“ sagte sie theatralisch und hielt es in Vernitas Richtung. „Frage mich ob dir das stehen würde“ fügte sie noch mit einem breiten Grinsen hinzu und begann zu lachen.

„Nein, ernsthaft…“ sagte sie nach einer kurzen Weile, nachdem sie sich wieder beruhigt hatte, und durchsuchte weiterhin die Kiste vor sich. „Ist hier irgendwas Brauchbares dabei? Schließlich hast du mir noch nicht gesagt, welche Aufgabe mir denn nun eigentlich zukommt. Wenn ich den Kerl dem das Zimmer gehört in welches ihr einbrechen wollt aufhalten soll, falls er zu einem unpassenden Zeitpunkt aufkreuzt, wäre wohl irgendetwas Freizügigeres besser geeignet…“
Sie hielt kurz nachdenklich inne und blickte Vernita dann fragend an.

Modifié par Kaysallie, 26 juillet 2011 - 07:20 .


#2030
Bellandyrs

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Ihre Knie gaben ein weiteres mal nach als sie Sengaals Hände auf ihren Brüsten spürte, sie keuchte leise auf und hatte das Gefühl, vom Erdboden gezogen zu werden. Sie spürte seine Härte, sein Verlangen nach ihr, nur zu deutlich durch seine Hose.
Sie ließ sich zurück auf ihr Bett sinken, sonst wäre sie wohl umgekippt. Alles in ihr schrie nach diesem Mann, sie wollte ihn nicht gehen lassen. Wer wußte schon, was nach dieser Einbruch-Sache war? Wenn sie fliehen mußten würden sie so schnell keine Gelegenheit mehr haben. Was, wenn einem von ihnen etwas zustieß? Engergisch schob sie diese Gedanken beiseite. Trotzdem kämpften Herz und Verstand in der Zeit miteinander, in der sich Neranos erfrischte.

Sie lächelte zurück, und ihre Liebe zu ihm stand ihr in die Augen geschrieben, als er sich wieder ihr zuwandte.
"Ich bin keine Magierin, das weißt Du ganz genau", sagte sie heiser. Auch ihrer Stimme war die Erregung noch anzumerken. "Ich will Dir nur das geben, was ich fühle - all meine Liebe."

Sie stand mit wackeligen Beinen wieder auf und ging einen Schritt auf ihn zu.
"Ich war noch nie so bereit wie jetzt, mein Liebster", flüsterte sie ihm ins Ohr. "Am liebsten würde ich Dich nicht gehen lassen, aber außer, dass wir ohnehin nicht gerade den passenden Zeitpunkt haben, gibt es noch etwas, was mich zurück hält." Sie wurde wieder rot, und leise fuhr sie fort: "Du wirst mir zeigen müssen, was ich tun soll, denn ich habe so etwas noch nie gemacht. Also verzeihe ich Dir, dass Du mich nicht mehr umarmst, weil ich auch nicht weiß, wie lange meine Beherrschung noch ausreicht, um dem Drang nicht doch nachzugeben, das kennenzulernen, was Du in mir entfacht hast. Paß bitte auf Dich auf, ja?"

Ein flehender Ausdruck huschte durch ihr Antlitz. "Ich hoffe, dass wir etwas finden, Sengaal. Ich will nicht wieder auf der Flucht sein, sondern mein Leben mit dir geniesen, wenn das hier vorbei ist."

Modifié par Bellandyrs, 26 juillet 2011 - 06:09 .


#2031
SickOfItAll

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Lydia stand auf und kletterte die Leiter zur keinen Dachkammer nach oben . Dort öffnete sie eines der kleinen Kistchen und zog die Fallen hervor , welche sie sich umhängte und wieder nach unten kletterte . Die Fallen legte sie vor Miandra und Vernita auf den Boden .
" Kümmert ihr euch um diese Fallen , ich sehe mich nach brauchbaren Sachen um , um das Lagerhaus zu verminen . "
Daraufhin entfernte sie sich und ging zu Sha´ira welche sich mit den letzten Brettern am Loch in der Wand abmühte .
" Komm , lass das Loch ein Loch sein . Es ist kein Beinbruch . Ich brauche deine Hilfe beim Fallenstellen . und das schmale Loch , was noch offen ist , wird uns dabei jetzt als erstes helfen . Komm , wir brauchen Seil und viel Holz . "
Sha´ira legte den Hammer aus der Hand und die beiden machten sich eifrig ans Werk . Nach einiger Zeit war der Hintereingang zum Lagerhaus mit einer ehr ungemütlichen schlagfalle gesichert und eine halbe Stunde später war auch das Tor mit einem Pendel aus Seil und mit Steinen und alten Messern gefülten Säcken versehen .
" Für den Fall , das sie hier reinkommen wollen , brauchen die ein dickes Fell und breite Schultern . Vernita , was meint ihr . Sollen wir noch mehr Fallen aufstellen ? "

#2032
Kisu

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" Ich glaube , wenn du nach ihr fragst , hast du wenig Glück . Die ist mit Miandra losgezogen und hat uns hier sitzenlassen . Packen wir lieber unsere Siebensachen und sehen zu , das wir hier verschwinden können , falls nötig . Ihr da , entschuldigt , aber man hat uns nicht einander vorgestellt , so soll ich euch Schlafmütze nennen , packt zusammen , was ihr braucht und macht euch bereit im Fall der Fälle aufzubrechen oder zu kämpfen . "
Sha´ira krachte mit den Fingern und sah sich um . In einer Ecke lagen große gusseiserne Pfannen , offensichtlich zur Befeuerung mit Öl als Freiluftbeleuchtung gedacht , doch Sha´ira hatte andere Pläne damit . Sie wies Lydia an , ihr zu helfen , drei Schalen in die Mitte des Lagers zu ziehen und drei auf das halbe Obergeschoss über der Eingangstür . Danach schlugen sie Holzbretter klein und befüllten die Schalen damit . Zum Abschluss gossen sie jede Schale voll mit altem Öl , welches in einigen Fässern ebenfalls im Lagerhaus zu finden war .

" Warten wir die Nacht ab , bevor wir die Pfannen entzünden . Aber lass uns trotzdem ein Feuer machen , sonst sehen wir garnichts ."

Sha´ira suchte weiteres Holz zusammen und mache in einer weiteren Schale ein kleines Feuer , welches ein wenig Licht in die Halle warf und wärme abstrahlte . Langsam kehrte wieder Ruhe ein und das Leichentuch der Nacht senkte sich über Denerim . Die Schatten tanzten ihren wirren Tanz im flackerschein des Feuers und die Dunkelheit brachte einen kühlenden Lufzug vom Meer mit sich . Kaum spürbar lies er die Flammen erzittern und tanzen und lies ein klammes Gefühl hinter sich . Ein Gefühl beobachtet zu werden .

#2033
Aliens Crew

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„Also schön. Haltet ihn gut fest. Wir fangen jetzt an“, meinte der Magus zu dem Orlaisianer und dem Qunari gewandt, welche den Elfen gepackt hatten und diesen daraufhin auf einen Stuhl niederdrückten. Sie zwangen den Arm ihres Opfers auf den alten, morschen Tisch, welcher direkt vor diesem Stuhl stand und hielten dessen Hand dem weiblichen Zwilling entgegen, die auf einem Schemel auf der anderen Seite hockte.
 
Diese grinste teuflisch, während sie einen Dolch zog, dessen Klinge in dem Licht der Laterne an der Decke, welche die einzige Lichtquelle dieses fensterlosen Raumes mit nur einer Tür darstellte, gefährlich aufblitzte. Sie führte mit dieser Waffe langsame Bewegungen durch die Luft aus, wobei der Dolch sich immer weiter der Hand des Elfen näherte. Das Mädchen kicherte dabei, bevor sich schließlich anfing, eine Melodie zu summen. Letztlich erreichte die Waffe die Hand des Mannes, der Zwilling setzte sie direkt oberhalb des Gelenks seines Zeigefinders an.
 
„Nein, tut das nicht“, stammelte der Elf. „Was…was wollt Ihr? Bitte…bitte lasst das nicht zu. Ich…“
 
Die letzten Worte des Mannes gingen in einen lauten Schmerzensschrei über, als der Zwilling die Schneide des Dolches mit einem Ruck nach unten drückte und den Finger mit einem sauberen Schnitt durchtrennte. Sofort spritzte Blut aus der Wunde auf die Hände des Mädchens, welches daraufhin wieder zu kichern begann.
 
„Ihr Schweine! Was soll das? Was wollt Ihr von mir?!?“ kreischte der Elf schmerzverzerrt, während das Mädchen den abgetrennten Finger an sich nahm, aus dem noch Blut floss, welches sie auf ihre eigenen Fingerspitzen verteilte. Anschließend schloss das Mädchen die Augen und fuhr mit ihren Fingern über ihr bleiches Gesicht, was dort blutige Streifen hinterließ. Dabei stöhnte sie leise auf, wie in Ekstase. Nach einer kurzen Weile öffnete sie wieder die Augen und blickte ihr Gegenüber mit einem Leuchten in eben diesen an, welches an funkelnde Sterne am Nachthimmel erinnerte. Dabei lag ein seltsames Lächeln auf ihren blutbefleckten Lippen.
 
„Das war schön“, schwärmte der Zwilling und sah für einen Moment versonnen an die kahle Decke des Raumes, bevor sich ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Elfen konzentrierte. „Ihr seid zwar nicht sie, aber zumindest ein netter Auftakt. Also, machen wir das gleich noch einmal, ja?“
 
Das Mädchen legte den abgetrennten Finger vor sich ab, bevor sie wieder zu dem blutbefleckten Dolch griff. Diesen setzte sie an dem Mittelfinger des Elfen an, um diesen ebenso abzuschneiden. Dabei grinste sie ihr Gegenüber freudestrahlend an.
 
„NEIN!“ kreischte der Elfe los. Panik und Entsetzen lag dabei in seinen Augen und kalter Angstschweiß lief seine Stirn hinunter. „Was wollt Ihr nur von mir? Wie soll ich Euch etwas sagen, wenn Ihr mir nicht einmal eine Frage gestellt habt?!?“
 
Der Magus hob die Hand, woraufhin der Zwilling enttäuscht das Gesicht verzog und sogleich den Dolch zurückzog.
 
„Haben wir das etwa nicht?“ fragte er höhnisch. „Verzeiht uns, Shendár. Das haben wir dann wohl vergessen…“ Das Mädchen kicherte wieder, während der Magier eine kleine Kunstpause anberaumte, bis man die Anspannung im Raum förmlich spüren konnte.
 
„Wir suchen eine Elfe, welcher Euer Boss ein Versteck besorgt hat“, begann er mit eindringlicher Stimme. „Für diesen Gefallen hat sie ihn dann auch gleich umgebracht, wohlwissend, dass wir sie ansonsten schon längst aufgespürt hätten. Doch da Ihr so etwas wie die rechte Hand Legin Dingolors gewesen seid, gehe ich davon aus, dass Ihr wisst von wem ich rede und wo wir diese Person finden können…denn ansonsten wird es für Euch ein ziemlich langer und blutiger Tag werden, fürchte ich…“
 
Dem Albino stockte für einen Moment der Atem, als er daran dachte, was dieses psychotische Weib vor ihm alles mit ihm anstellen konnte. „Eine Elfe?“ stammelte er dann los. „Meint Ihr diese Wächterschlampe? Dieses brutale und kaltblütige Miststück Vernita?“
 
„Genau die meinen wir“, bestätigte der Magus mit ernster Stimme. „Wenn Ihr wisst, wo sie ist, dann redet! Meine Geduld ist erschöpft!“
 
„Nein, wartet“, lenkte Shendár gehetzt ein. „Ich sage Euch, was ich weiß. Sie und ihre Freunde verstecken sich in einem alten Lagerhaus im alten Hafengelände. Ich kann Euch da hinbringen, wenn Ihr mir versprecht mich laufen zu lassen…“
 
„Aber natürlich. Der Hafen“, frohlockte das Mädchen plötzlich erregt, während sie den Finger des Elfen in den Händen hielt und daran roch. „Ihr habt sie dorthin geführt, nicht wahr? Ich rieche es an Euch. Eure Haut duftet nach diesem Ort und weist mir den Weg. Alle Geheimnisse sind nun offenbart.“
 
„Seid Ihr sicher, dass Ihr das Lagerhaus finden werdet?“ wollte die Elfe etwas skeptisch wissen, wobei sie fragend eine Augenbraue hob.
 
„Ja, jaa. Ich weiß nun alles. Es ist so klar wie das Wasser eines Bergsees. Wir können gehen. Wir können sie finden, und dann gehört sie mir“, erwiderte diese jauchzend, während sie Shendárs Finger ableckte und sich diesen anschließend in den Mund steckte.
 
„Das reicht! Ich glaube ihr!“ mischte sich der Magus ein, bevor er sich an die Elfe wandte. „Wir gehen diesmal kein Risiko ein. Geht zum Hauptmann der Stadtwache und besorgt uns ein paar Männer für eine Razzia. Dann heben wir dieses Versteck aus und vernichten dieses Weib ein für alle Mal. Wir beseitigen in der Zwischenzeit dieses kleine Problem hier.“
 
Die Angesprochene nickte nur kurz und entfernte sich dann zügig, während der Zwilling schon wieder zu seinem Dolch griff und diesen erneut an Shendárs Mittelfinger ansetzte. Dabei kicherte sie wieder wie verrückt. Und auch dieses irre Leuchten erschien erneut in ihren Pupillen.
 
„Mit dem größten Vergnügen“, lachte sie freudestrahlend, wobei sie den Dolch nach unten drückte und den zweiten Finger von der Hand des Elfen abtrennte.
 
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Sengaals Herzschlag beschleunigte sich um ein vielfaches, als Leanora wieder vor ihn trat und ihm gestand, dass sie noch eine Jungfrau war. Obwohl er es eigentlich nicht mehr tun wollte, legte er trotzdem noch einmal seine Hände auf ihre Schultern und drückte sie leicht an sich. „Nur die Ruhe, meine schöne Countess. Das kriegen wir schon hin. Und ich werde sehr behutsam sein. Deswegen brauchst du also keine Angst zu haben.“
 
Er fuhr mit seinen Händen nach oben zu ihrem Gesicht und strich ihr sanft über die Wangen und über einige Haarsträhnen, die sich gelöst hatten und über ihren Ohren herunterhingen. Dabei blickte er ihr tief in die Augen. „Und natürlich werde ich auf mich aufpassen. Du hast mir auch allerhand Grund dazu gegeben.“
 
Ein Lächeln huschte bei seinen Worten über sein Gesicht, bevor es ebenfalls einen ziemlich besorgten Ausdruck annahm. „Aber pass‘ du auch auf dich auf. Solltet ihr etwas in Renaldos Stube finden, dann kommt direkt zu Bruder Castillá und mir, damit wir diesen Kerl auf der Stelle festnageln können. Solltet ihr aber tatsächlich nichts finden…dann macht, dass ihr aus der Kirche herauskommt. Flieht von hier und seht euch nicht um. Und sorge dich nicht, ich werde dich dann suchen gehen und dich auch finden. Das verspreche ich dir.“
 
Er verstärkte den Druck seiner Hände auf ihre Wangen ein wenig, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Dann wurde er wieder ganz sanft und lächelte sie wieder liebevoll an.
 
„Ich liebe dich“, sagte er noch zu Abschied und gab Leanora einen letzten zärtlichen Kuss auf den Mund, bevor er von ihr abließ und die Kammer verließ.
 
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„Ja sicher, Miandra. Mach‘ dich ruhig lustig über mich“, meinte Vernita und verzog das Gesicht zu einem schiefen Grinsen, als diese zu lachen begann. „In dem Fummel sehe ich sicher so aus wie eine abgetakelte Hure aus dem billigsten Bordell der Stadt. Vielen Dank für das Kompliment.“
 
Sie hatte diese Worte kaum ausgesprochen, da musste sie selbst ebenfalls schon loslachen. Und nur mit Mühe blieb sie unter ihrer normalen Lautstärke und beruhigte sich erst ein wenig, als Miandra ihr ihre Frage stellte.
 
„Nein, du brauchst nichts Freizügiges anzuziehen. Das kannst du dir für mich aufheben“, witzelte die Elfe und fing gleich darauf wieder an zu kichern. Es dauerte einen Moment, bis sich wieder unter Kontrolle hatte. Sie rieb sich die Lachtränen aus den Augen, während sie weitersprach. „Sollte dieser Kerl vorzeitig in seine Stube zurückkommen, werde ich ihn an die Wand nageln, da wird nicht verhandelt oder gar bezirzt. Nein, ich brauche dich als Rückendeckung und als Tarnung. Ich hatte vor, dass wir uns als Büßerinnen verkleiden…“
 
Vernita kramte nun ebenfalls in ihrer Kiste herum, in der Hoffnung etwas zu finden, was sie Miandra zeigen konnte. „Büßer und Büßerinnen sind zurückgezogen lebende Gläubige des Erbauers, die sich selbst als zu unwürdig betrachten, um in der normalen Kirchengemeinschaft zu leben. Sie verbringen ihr Dasein in abgeschiedenen Klöstern am Arsch der Welt. Nur ab und an sieht man sie in zivilisierten Gegenden und dann sind sie auch mindestens immer zu zweit. Und das Schöne dabei ist…die anderen Angehörigen der Kirche und selbst die Templer sehen sie ebenfalls als minderwertig an, da sie nicht wie die anderen versuchen, den Glauben an den Erbauer zu den Nichtgläubigen zu tragen. Somit werden sie von diesen eigentlich nie beachtet.“
 
Die Elfe grinste, als sie den etwas überrascht wirkenden Gesichtsausdruck der schwarzhaarigen Frau sah. „Sicher fragst du dich jetzt, woher ich so viel über die Angehörigen der Kirche weiß, richtig? Nun, ich musste mal einen Flüchtigen erledigen, der sich in so einem Kloster versteckt hatte und dafür musste ich mich unauffällig unter die Bewohner mischen und habe mich dementsprechend informiert. Und damals hat das als Büßerin sehr gut geklappt, also wird es auch heute gehen. Wir brauchen nur noch so etwas wie das hier…“
 
Vernita zog ruckartig ein weißes Kleidungsstück aus der Kiste, welches sich beim Ausbreiten als ein enggeschnittenes Mieder aus feinster Spitze entpuppte. Etwas verdutzt sah sich die Elfe das Teil an, bevor sie wieder zu lachen begann.
 
„Nein, das brauchen wir dann wohl doch nicht“, prustete sie los, und es dauerte wieder einen Moment, bis sich Vernita wieder beruhigt hatte. „Allerdings würde das bestimmt gut an dir aussehen, Miandra und deine sonnengebräunte Haut zudem ganz hervorragend betonen.“
 
Die Elfe legte das Mieder grinsend in Miandras Kiste, bevor sie in ihrer eigenen weitersuchte. Schließlich wurde sie auch fündig. „Ah. Wer sagt’s denn? Hier. Das ist genau das, was ich suche.“
 
Sie zog einen dunklen, schlichten Mantel aus der Truhe, welcher über eine weite Kapuze verfügte. „Solche weiten Mäntel tragen Büßer in der Regel, und er scheint mir auch zu passen. Jetzt müssen wir nur noch einen für dich auftreiben, dann kann es losgehen.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 26 juillet 2011 - 04:44 .


#2034
SickOfItAll

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Lydia faltete zwei Decken zu weichen Sitzkissen , welche sie am Feuer platzierte . Sie setzte sich zu Sha´ira in den Lotussitz und starrte eine ganze Weile ins Feuer , bevor sie Sie anblickte und ansprach .
"Sagmal , ist dir nicht irgendwie ... kalt ? Ich meine ... du hast ja kaum was an ... undso ... "
Vielleicht war es auch nur der Schein des Feuers , aber ihre Wangen nahmen eine rötliche Farbe an und sie begann zu kichern . Lydia griff nach einer weiteren Decke und warf sie Sha´ira um die Schultern , bevor sie sich an sie lehnte und einen Arm um sie schlang .
" Jetzt musst du nichtmehr so frieren . " kicherte sie , als Sha´ira ihr ebenfalls einen Arm im die Schultern legte und sie an sich zog .
" Weist du ... du ... ich ... ich meine ... ich liebe dich ... " flüsterte Lydia plötzlich . Sie sagte es einfach so frei heraus , denn das war , was sie gerade dachte . Sie war verliebt , mit allen Gefühlen die dazugehörten . und sie spürte , das diese Liebe erwiedert wurde , stärker noch , als Sha´ira sie an sich drückte und ihr elfische Worte der Zärtlichkeit in die Ohren flüsterte . Die Tränen standen ihr in den Augen , so glücklich war sie , doch alles , was sie tun konnte , zu was sie fähig war , war Sha´iras Kopf zu sich zu ziehen und sie leidenschaftlich zu küssen .

#2035
Bellandyrs

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Lea starrte die nun wieder geschlossene Tür an. Wie - sie sollten fliehen wenn sie nichts fanden, er würde sie schon finden? Beim Erbauer, etwas präziser hätte es nicht sein können? Eine unfassbare Angst überkam sie, dass sie ihren Liebsten nicht mehr wieder sehen würde. Plötzlich fiel ihr Vernita ein, ihre Reisegruppe, und sie schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. Wie konnte sie nur so blauäugig sein?
Sie mußte bei der Gruppe bleiben, bis das ganze Rätsel aufgedeckt war. Sicher war ihr vorrangiges und persönliches Ziel, den Namen ihrer Familie rein zu waschen. Aber hatte nicht auch sie die Verpflichtung eingegangen, die verlorenen Kinder wieder zu finden und das Unrecht, welches in Ferelden geschah, aufzudecken? Renaldo mochte einflußreich sein, aber sie vermutete, dass er nicht der Drahtzieher war. Ein Rädchen in der ganzen Mechanik, welcher sich für Geld oder sonstwas dazu benutzen ließ, ohne Moral und Ehre im Leib. Aber letztlich doch ein kleiner Fisch?

Unruhig ging sie im Zimmer auf und ab. Was, wenn sie tatsächlich nichts fanden? Aber das konnte sie sich nicht vorstellen.

Ihre Gedanken flogen zurück zu der intimen Situation, die sie gerade durchlebt hatte, und ein sehnsuchtsvolles Lächeln umspielte ihren Mund. Sie liebte Sengaal Neranos - soviel war sicher, und sie wußte, er war der Richtige. Mochte Andraste ein gemeinsames Leben für sie vorsehen, es lag nicht allein in ihren Händen.

Langsam packte sie ihre wenigen Sachen in den Rucksack. Sie wußte nicht, ob sie nach dem Einbruch nochmal ins Zimmer konnte, so wäre es besser, schon alles bereit zu haben. Dann setzte sie sich wieder hin, und harrte der Dinge, die nun auf sie zukommen würden. Dabei träumte sie von Sengaal an ihrer Seite und einer glücklichen Zukunft.

#2036
Kaysallie

Kaysallie
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Miandra sah die Elfe einen Moment verwirrt an, bevor ihr Blick wieder auf die Kiste welche vor ihr stand überging. Mit nur zwei Fingern, so als wäre das Stoffstück völlig verdreckt und sie hätte Angst sich sonst schmutzig zu machen, hob sie das weiße Mieder nach oben und sah es mehr als nur skeptisch an. Das solle gut an ihr aussehen? Bildete sie sich das nur ein, oder war das generell das erste Mal, dass Vernita irgendetwas bezogen auf ihr Äußeres sagte? Aber wahrscheinlich schon, sonst würde es ihr wohl nicht so sehr auffallen. Und… sowas solle sie sich… ‚aufsparen‘? Wie viel Humor steckte in dieser Aussage? Miandra wusste weder was sie dazu sagen, noch was sie davon halten sollte.

Aber sie schüttelte den Gedanken zur Seite, konzentrierte sich wieder auf ihre bevorstehende Aufgabe, ließ das Stoffstück zurück in die Truhe fallen und sah sich von der Seite den Mantel an, welchen die Elfe in den Händen hielt. Ja, mit sowas konnte sie sich schon eher anfreunden. So zog sie die Holzkiste näher an sich heran und kramte bis ganz nach unten, legte dabei alle möglichen anderen Kleider zur Seite. Leider stellte sie bereits dabei fest, dass es sich bei jedem der Gewänder um ein komplettes Einzelstück zu handeln schien. Doch je weiter sie nach unten kam, umso mehr Umhänge und Mäntel waren zu finden, nur leider in viel zu prachtvollen Farben, mit wunderschönen Stickereien und Verzierungen. Das Schlichteste was sie finden konnte war ein Dunkelblauer, in dem nur ein zarter goldener Garn im Zick-Zack-Muster an dem Kapuzenende eingearbeitet war. Doch den konnte man in der Dunkelheit die über der Gasse lag kaum erkennen. Miandra sah das Stoffstück zögernd an, aber etwas Besseres würde sie wohl so schnell nirgendwo mehr finden, denn der Abend neigte sich immer weiter seinem Ende zu, die Läden waren geschlossen, und in der Truhe konnte man nur noch einen kahlen Holzboden ausmachen. So legte sie den Mantel zur Seite und stopfte die restlichen Sachen wieder zurück in die Kisten. Auch ihren alten Umhang, der ohnehin schon in einem mehr als nur schlechten Zustand war, ließ sie dort, denn den konnte sie sowieso nicht darunter anbehalten. Anschließend schob sie die zwei Truhen in eine dunkle Ecke, denn je länger die Waren vermisst waren, umso besser.
Sie warf sich den Mantel um und war froh über dessen Weite, denn darunter konnte sie unauffällig ihre Waffen verbergen.

„Na dann los Unwürdige, lass uns der Kirche einen Besuch abstatten und… ein bisschen Buße tun“, sagte sie in einem tiefen Ton, jedoch mit einem leichten Lächeln, während sie ihre Haare versteckte und sich die Kapuze tief ins Gesicht zog.

#2037
Aliens Crew

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Die Tür öffnete sich und der Templer erschien im Türrahmen, den Griff noch in der Hand. Er blickte auf Leanora, die auf dem Bett saß und wartete. Sie hob den Kopf, doch der Vollhelm des Mannes verbarg sein Gesicht vollständig, sodass die Frau nicht erkennen konnte, was in dem Templer wohl gerade vorging.
 
„Kommt mit mir!“ sagte er mit seiner verfremdet klingenden Stimme. „Es wird Zeit!“
 
Leanora nickte und sprang auf. Dann nahm sie ihren Rucksack mit sich und folgte dem Mann nach draußen auf den Flur. Es herrschte eine gespenstische Stille. Niemand schien momentan in diesem Teil der Kirche unterwegs zu sein. Die Frau vernahm nur die klappernden Schritte des Templers und das Geräusch ihres eigenen Herzschlages, welches mit jedem weiteren Meter, den sie zurücklegten, lauter zu werden schien.
 
Sie verließen gerade den Wohntrakt und betraten die große Halle, als plötzlich von rechts eine tiefe Stimme ertönte, welche Leanora das Blut in den Adern gefrieren ließ.
 
„Halt, Templer!“ brüllte Gromschlag durch den leeren Saal, und seine Worte hallten von den Wänden wieder und bohrten sich in Leanoras Ohren...und in ihr Herz. „Wo wollt Ihr mit dieser Frau hin?“
 
Der Angesprochene wandte sich um und stand stramm, bevor er zu stammeln begann. „Nun, Herr. Ich...äh...ich soll...“
 
„Verstehe!“ meinte der Inquisitor grinsend, während er langsam auf die beiden zukam. Seine Schritte hallten dabei durch den Saal, und für Leanora klang es fast wie des Wiegenlied des Todes. „Ihr wolltet sie schon einmal zurück in den Verhörraum bringen, weil Ihr gehört habt, dass ich zurück bin. Wirklich vorbildlich, Soldat!“
 
„Ja. Genau so war es, Herr. Danke, Herr.“
 
„Schon gut, mein Junge!“ grinste Gromschlag, welcher die beiden nun erreicht hatte und stehen blieb. „Ihr könnt jetzt gehen. Ich übernehme das hier.“
 
„Ja, Herr!“ antwortete der Mann, salutierte noch einmal, bevor er auf dem Absatz kehrt machte und verschwand.
 
„Und nun zu Euch, meine verehrte Countess“, meinte der Inquisitor sarkastisch und umkreiste dabei die Frau mit gemächlichen Schritten. „Wo wolltet Ihr denn hin? Ihr hattet doch nicht etwa vor, uns schon wieder zu verlassen, oder? Wo wir unser nettes Gespräch doch noch gar nicht beendet hatten...“
 
Das Gesicht des Zwerges hellte auf, bevor er sie breit angrinste. „Oder wolltet Ihr mir nur Eure persönlichen Sachen vorbeibringen, damit ich mal einen Blick darauf werfen kann? Wirklich sehr zuvorkommend von Euch. Doch sollten wir das nicht hier besprechen. Also gehen wir an einen ruhigeren Ort. Los! Ihr wisst schon, wo es langgeht, also bewegt Euch gefälligst!“
 
Der Inquisitor war hinter Leanora stehen geblieben, und sie hörte deutlich die Drohung aus seinen letzten Worten heraus.
 
___________________________________________________________________________
 
Vernita grinste über beide Ohren, als sie den skeptischen Blick Miandras sah, die offensichtlich sehr irritiert über das war, was die Elfe in Bezug auf sie und das Mieder gesagt hatte. Als diese sich jedoch den Kapuzenmantel überzog, tat sie es der schwarzhaarigen Frau gleich. Er passte ihr zwar doch nicht ganz so gut, wie es erst den Anschein hatte, doch er erfüllte seinen Zweck, und das musste genügen.
 
„Du sagst es, unwürdige Schwester. Lassen wir ein paar Sünder büßen!“ Die Elfe lachte kurz auf, bevor sie einen letzten Blick auf die beiden Truhen warf. „Hast du nicht dein Mieder vergessen, Miandra?“
 
Vernita kicherte noch einmal und wandte sich dabei um. „Los komm! Gehen wir zu der Mauer und verschaffen uns Zutritt zum Tempel des Erbauers. Und lehren wir ein paar von seinen schwarzen Schafen wahre Ehrfurcht.“
 
Die Elfe verließ die Gasse und führte sie wieder einmal zu der Steinwand, welche mit Schlingpflanzen überwuchert war und über welche sie anschließend genauso kletterten wie schon die letzten Nächte zuvor.
 
Auf der anderen Seite angekommen, warfen sie zunächst einmal einen Blick in die Runde, doch von Leanora war weit und breit nichts zu sehen.
 
„Ob wir zu früh sind?“ raunte Vernita Miandra zu. „Oder schon zu spät? Komm, lass uns nach unserer Prinzessin suchen gehen.“
 
 

#2038
Bellandyrs

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Lea schloß die Augen, als sie die Stimme des Inquisitors vernahm. Aus, Ende, Vorbei, das war es dann wohl. Adrenalin schoß durch ihren Körper und ließ sie fieberhaft nachdenken. Sie hatte den Schlüssel für den Einbruch in ihrer Robentasche, der Zwerg stand noch am anderen Ende des Raumes und sein Blick war auf den Templer fixiert.
Das war die einzige Chance die sie hatte, damit wenigstens nicht alles umsonst gewesen ist. Aus den Augenwinkeln sah sie rechts einen Kandelaber stehen mit einer wuchtigen Kerze darauf. Sie mußte die Hand nicht mal weit von sich strecken, als sie in Windeseile den Schlüssel aus ihrer Tasche nahm und an den Rand des Halters legte, so dass dieser aber nicht gleich sichtbar war. Das passierte so schnell, dass es der Inquisitor unmöglich sehen konnte.

Kurz darauf gab der Templer Fersengeld, und sie konnte nur hoffen, dass er zu Neranos lief und diesem Bericht erstattete. Wenngleich ihr das nichts helfen würde, er konnte unmöglich zu ihrer Rettung eilen, ohne sich selber verdächtig zu machen. Aber er wußte, dass ihre Reisegefährtin hier sein würde... ihre Hoffnung lag auf Vernita. Auch wenn das dann wirklich das Ende für ihre Freiheit draussen bedeuten würde. Ihre Steckbriefe würden dann in ganz Ferelden zu finden sein, nicht nur in Denerim.
Die andere Möglichkeit war, dass Sengaal herkam und suchen würde, wo der Schlüssel lag. Er wußte, dass sie ihn hatte. Wenn der Einbruch doch statt finden konnte, und ihre Freunde bei Renaldo fündig würden hätte sie - vielleicht - noch eine Chance das alles glimpflich zu überstehen. Aber bis dahin würde der Zwerg sie auseinandernehmen und wieder zusammen setzen. Mochte Andraste ihr beistehen, und der Erbauer dazu.

Sie erwiderte auf Gromschlags Frage nichts, blieb zuerst stocksteif stehen, um dann kurz darauf langsam den Weg einzuschlagen, den sie morgens bereits zurückgelaufen war. Sie würde bei ihrer Version festhalten, solange es ging. Und den Rat beherzigen, den Sengaal ihr gab, nämlich nichts von den Kindern zu erwähnen.
Schweigend und innerlich voller Anspannung durchquerte sie das Kloster, immer näher an die Stätte ihres Schicksals kommend. Dabei hoffte sie dauernd, dass sie jemand sehen würde.

#2039
Kaysallie

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Wie jeden Abend lag ein Schatten über dem leblosen Hof der Kirche und er wurde nur durch wenig Licht aus dem Inneren des Gemäuers verdrängt. Um nach Leanora Ausschau zu halten schlugen sie jene Richtung ein, in welche die Frau die Abende zuvor verschwunden war. Dabei gelangten sie zu einem langen Flur, der mit unzähligen Türen verbunden war. Nur wenige Öllampen an den Wänden erleuchteten den langen Korridor und jedes noch so kleine Geräusch schien an den kahlen Steinwänden abzuprallen und sich vermehrt wiederzugeben. Wahrscheinlich war dies der Wohntrakt von den vielen Klosterbrüder und -schwestern, die bestimmt schon alle in einen tiefen Schlaf versunken waren.
Vielleicht war Leanora noch in einem der vielen Räume und könnte ihnen jeden Moment über den Weg laufen? Oder sie war wie all ihre neuen Brüder und Schwestern eingeschlafen… aber sie konnten das auch schlecht überprüfen, ohne zu wissen in welchem Zimmer die blonde Frau untergebracht war. Vielleicht war sie aber auch an einem völlig anderen Ort?

Auf leisen Sohlen schlichen sie weiter den Flur entlang, wobei das magere Licht riesige Schatten ihrer selbst auf Boden und Wände warf, die sie wie Dämonen zu verfolgen schienen, und Miandra überkam ein mulmiges Gefühl.
Doch plötzlich hielten sie fast zeitgleich abrupt inne und blieben stehen, um nicht von eigenen Geräuschen getäuscht zu werden, und lauschten in die Dunkelheit, welche das Ende des langen Flurs bildete. Erst kaum wahrnehmbar, dann rasant lauter und impulsiver werdend steuerte es genau in ihre Richtung. Ehe sie hätten einen anderen Weg einschlagen oder umkehren können trat ein einzelner Templer aus dem Schatten hervor. Bei jedem seiner schnellen Schritte ertönte ein unangenehmes schepperndes Geräusch. Er schien sehr in Eile und die beiden im ersten Moment nicht einmal bemerkt zu haben. Doch dann blieb er zögernd stehen, und die Laute, die seine Rüstung von sich gegeben hatte, hallten noch leise durch den kahlen Flur. Man konnte seinen Gesichtsausdruck nicht erkennen, da dieses völlig durch den Helm verdeckt wurde, doch Miandra spürte, dass sie eindringlich und verwundert gemustert wurden.

#2040
Aliens Crew

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„Vorwärts!“ rief der Magus und gab damit das Startsignal für die Soldaten der Stadtwache. Die Elfe und er standen auf dem Flachdach einer verfallenden Verladehalle gegenüber dem Lagerhaus im alten Hafen der Stadt. Die Elfe hatte ihren Bogen in der Hand, während der Magus das Geschehen vor dem Zielort ihrer Mission beobachtete.
 
Hinter den umliegenden Gebäuden tauchten augenblicklich die Männer der Stadtwache auf und stürmten in Richtung des Lagerhauses. Unter ihnen befanden sich auch der Qunari, der Orlaisianer und der weibliche Zwilling. Der Trupp umstellte die Lagerhalle, während die erste Welle sich dem Eingang näherte. Dabei tappte einer der Soldaten in eine der Schnappfallen, welche zusammenklappte und deren spitzen Zähne sich tief in die Wade des Mannes bohrten. Schmerzerfüllt brüllte dieser auf und versuchte verzweifelt sich aus seiner misslichen Lage zu befreien.
 
Dann wurde die Eingangstür aufgerissen, bevor die ersten Soldaten das Gebäude stürmten und dabei die nächste Falle auslösten. Einer der Wachen stolperte über den Draht, welcher direkt hinter der Tür gespannt war und aktivierte damit zwei Mechanismen. Zum einen schwang ein angespitzter Holzpfahl, der an einem Seil befestigt war von der Decke herab und bohrte sich in die Brust des Mannes, der sich hinter dem zu Boden gestürzten befand. Zum zweiten fielen rechts und links zwei der Stoffballen zu Boden, wodurch die kleinen Fläschchen mit dem Feuerkristallgemisch an eben diesen zerschellten, und es zu zwei kleinen Explosionen kam, welche die eindringenden Soldaten mit Nägeln und anderen Schrapnells eindeckten.
 
„Seht euch vor! Hier ist alles voller Fallen!“ rief der Orlaisianer, als er in Begleitung einiger weiterer Soldaten in das Gebäude eindrang.
 
„Sie ist nicht hier! Sie ist nicht hier!“ kreischte hinter ihm der weibliche Zwilling, kreiselte auf der Stelle herum und rannte davon.
 
„Was im Namen aller Erzdämonen treibt die kleine Kröte denn da!“ brüllte der Magus zornig von seinem Aussichtsposten aus, als er sah, dass das Mädchen das Weite suchte.
 
„Ganz ruhig“, entgegnete die Elfe gelassen, während sie einen Pfeil aus ihrem Köcher zog, welchen sie locker anlegte und dabei die Gegend nach möglichen Zielen absuchte. „Wir brauchen sie jetzt nicht mehr.“
 
In der Halle selbst sprang Neria gerade von ihrer Liege auf und griff sogleich zu ihrem Zauberstab, der neben ihr an einem Stützpfeiler angelehnt stand. Gehetzt blickte sie sich um, sah die eindringenden Soldaten und bemerkte auch, dass gerade einige andere damit beschäftigt waren, die Seitentür des Lagerhauses einzuschlagen.
 
„Lydia! Sha’ira! Los, raus mit euch! Wir müssen hier weg!“ rief sie den beiden zu, bevor sie sich dem Seiteneingang zuwandte, aus dem schon krachend die ersten Holzsplitter herausbrachen. Sie richtete ihren Zauberstab auf die Tür und konzentrierte sich für einen Moment. Kurz darauf zischte ein Feuerstrahl aus ihrem Stab, fegte durch die Luft und traf die Sprengfalle neben dem Eingang, die dadurch zur Detonation gebracht wurde. Die Tür flog dadurch nach draußen aus den Angeln und riss die Soldaten mit sich, von denen einige Feuer fingen. Doch dann tauchte auch schon der Qunari mit seinem großen Zweihänder auf und blickte sich grimmig in der Halle um. Und hinter ihm strömten schon weitere Soldaten ins Innere des Gebäudes.
 
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‚Verdammter Templer, was treibt der nur hier?!?‘ ging es Vernita durch den Kopf. ‚Na gut, egal. Schauen wir mal, ob ich das noch drauf habe.‘
 
„Verzeiht, Herr. Meine Schwester und ich sind gerade erst hier angekommen und suchen ein Nachtlager“, sagte sie mit einer unterwürfig klingenden Stimme und gesenktem Haupt, so dass die Kapuze ihr Gesicht vollständig verdeckte. „Uns wurde gesagt, dass wir uns hier irgendwo melden müssten, doch haben wir uns anscheinend verlaufen. Könntet Ihr uns den Weg weisen?“
 
Der Templer stöhnte genervt auf. Offensichtlich hatte er etwas Besseres zu tun, als für zwei Büßerinnen den Wegweiser zu spielen. „Meldet euch bei Oberschwester Beandricé. Letzte Tür am Ende des Ganges. Und nun lasst mich vorbei. Ich habe zu tun“, brummte der Mann erregt und drängte sich schon an Miandra und Vernita vorbei.
 
„Habt Dank, der Herr“, erwiderte Vernita noch übertrieben freundlich, doch das hörte der Templer schon gar nicht mehr. Die Elfe sah ihm noch kurz nach, wobei sich ein Grinsen auf ihre Lippen stahl. Sie konnte es also immer noch. Sie beobachtete noch einen Moment lang den Templer, welcher aufgeregt durch den Gang marschierte, bevor sie Miandra mit einem Kopfnicken andeutete, dass sie jetzt weitergehen sollten.
 
___________________________________________________________________________
 
Auf Gromschlags Lippen lag ein breites Grinsen. Er war mehr als zufrieden mit sich selbst, da er davon überzeugt war, mit Leanora einen großen Fang gemacht zu haben. Auch wenn er nicht sicher war, dass diese Frau wirklich etwas gegen die Kirche im Schilde führte, so war er doch davon überzeugt, dass sie zumindest etwas verbarg. Und das wollte er herausfinden. Um jeden Preis.
 
„Wollt Ihr mir nicht gleich sagen, was Ihr wisst?“ fragte der Inquisitor überheblich. „Das würde uns beiden viel Zeit und Mühe ersparen und Euch eine ganze Menge Ärger. Denn bisher habt Ihr mich nur von meiner freundlichen Seite kennengelernt. Und Ihr wollt es sicher nicht erleben, wenn ich mal richtig wütend werde, oder?“
 
Siegessicher lachte Gromschlag auf, als ihm plötzlich zwei Gestalten in langen Kapuzenmänteln ins Auge fielen, die just in diesem Moment aus einem der Seitenkorridore heraustraten. Und sofort war seine gute Laune wie verflogen, und er verzog angewidert das Gesicht.
 
‚Büßer!‘ dachte er verärgert bei sich. ‚Ist man denn nirgendwo vor diesem Abschaum sicher?‘
 
„Los, weiter!“ brummelte er Leanora an, wobei er sich alle Mühe gab, die beiden Personen in den dunklen Kutten zu ignorieren. Doch da stellte sich ihm doch tatsächlich eine der beiden Gestalten direkt in den Weg.
 
„Verzeiht mir, Herr“, sagte die verhüllte Person im Flüsterton, ohne dem Inquisitor ins Antlitz zu schauen. „Hättet Ihr vielleicht die Güte, uns zu verraten, wo wir uns hier waschen könnten. Unsere Reise war lang und anstrengend.“
 
„Verdammtes Gesindel! Geht mir gefälligst aus dem Weg, bevor ich…“, begann Gromschlag zu toben, doch weiter kam er nicht, denn schon flog ihm eine Faust entgegen, welche ihn mit voller Wucht ins Gesicht traf, und seine Nase mit einem lauten Knacken brach.
 
Blut lief ihm aus den Nasenlöchern, während er zurücktaumelte und verzweifelt versuchte, das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Doch schon setzte die Gestalt nach und stellte dem Zwerg ein Bein. Dieser stolperte darüber und stürzte zu Boden, wo er mit einem lauten Scheppern landete. Bevor er sich wieder in der Gewalt hatte, war die verhüllte Person auch schon über ihm und packte ihn in seinen kurzen Haarkranz einer ihrer panzerhandschuhbewehrten Hand.
 
„Und schließlich muss ich ja dein Blut von meinen Sachen kriegen, Kleiner“, zischte die Gestalt in einem sarkastischen Ton, bevor sie ein weiteres Mal zuschlug. Der wuchtige Treffer erwischte den Inquisitor voll und ließ zudem seinen Kopf auf den harten Marmorboden aufschlagen, was ihn stöhnender Weise das Bewusstsein verlieren ließ. Mit verdrehten Augen sackte er schlaff wie ein entgräteter Fisch zusammen.
 
„Träume süß, mein Kleiner“, bemerkte Vernita und nahm die Kapuze vom Kopf, bevor sie Leanora breit angrinste. „Ich nehme an, Ihr freut Euch, mich zu sehen. Oder hätte ich Euch mit Eurem neuen Freund allein lassen sollen? Ihr schient ja mit diesem Gnom eine Verabredung zu haben. Vielleicht Euer neuer Liebhaber?“
 
Die Elfe lachte kurz auf. „Was ist los? Ihr wirkt ein wenig überrascht. Ich sagte doch, dass ich einen Weg finden würde, unbemerkt in diese Kirche einzudringen. Also, schaffen wir diesen Kerl vom Flur weg und tun dann das, weswegen wir hier sind.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 28 juillet 2011 - 07:01 .


#2041
Bellandyrs

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"Meine Güte, Vernita! Das war mal wieder Rettung in letzter Sekunde! Darf ich bekannt machen? Der ohnmächtige Zwerg ist Inquisitor Gromschlag persönlich, ein Glück dass Ihr ihn nicht umgebracht habt!"

Sie wischte sich ihre feuchten Handflächen an der Robe ab, und lächelte den beiden Frauen zu. Sie war tatsächlich noch nie so froh, die zwei zu sehen, wie gerade eben.
"Ich weiß auch wohin wir ihn bringen können, die Tür ist absperrbar und auch nicht mehr weit entfernt. Aber wartet einen Augenblick, ich muß den Schlüssel für die Stube wieder holen, wo wir danach hin müssen."
Ohne eine Antwort abzuwarten rannte sie den Korridor entlang, kam gerade noch um die Kurve ohne eine Statue umzuwerfen, und gelangte kurz darauf wieder an die Stelle, wo sie den Schlüssel abgelegt hatte.
"Beim Erbauer, er ist zum Glück noch hier!" seufzte sie innerlich auf, wandte sich um und lief in der gleichen Geschwindigkeit zu ihren Begleiterinnen zurück.

Keuchend blieb sie vor ihnen stehen.
"In der Tat, die Gewänder kleiden Euch allerliebst", feixte sie. Dann packte sie den Zwerg an den Füssen, und wartete darauf, dass eine der beiden den Oberkörper hochhob, um den Inquisitor erst einmal unschädlich zu machen.

Modifié par Bellandyrs, 28 juillet 2011 - 07:01 .


#2042
Kaysallie

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Während Leanora davoneilte als wäre ein Erzdämon hinter ihr her, ging Miandra näher an den am Boden liegenden Zwerg heran und blickte von oben auf ihn herab, wodurch die Kapuze einen tiefen Schatten über ihr Gesicht legte als sie ihn eindringlich musterte.

„Das soll also derjenige sein, der hinter unserer Blutmagierin her ist?“ flüsterte sie zweifelnd als die blonde Frau wieder zurückgekehrt war - den Kommentar wegen der Gewänder ignorierte sie einfach. Irgendwie sah der Zwerg nicht sehr gefährlich aus, wenn er so bewusstlos auf dem Steinboden lag. Blut tropfte aus seiner Nase heraus, welche ziemlich angeschwollen aussah, was ihm jedoch einen ziemlich dämlich wirkenden Gesichtsausdruck verlieh.

„Weiß nicht ob das ein solches ‚Glück‘ ist, dass der noch am Leben ist…“ murmelte sie noch leicht abfällig, während sie sich nachdenklich ans Kinn fasste und den Bewusstlosen weiterhin fixierte, anstatt irgendwelche Anstalten zu machen der blonden Frau dabei zu helfen ihn wegzutragen. Den kleinen Kerl konnte sie bestimmt auch alleine mit sich mitschleifen… Außerdem gefiel ihr der Gedanke den Zwerg gleich hier und jetzt auszuschalten viel besser als ihn irgendwo einzusperren. Der würde bestimmt noch für Probleme sorgen…

#2043
Bellandyrs

Bellandyrs
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"Ihr mögt recht haben, jetzt sieht er harmlos aus...", erwiderte Leanora, ließ den Satz jedoch unvollendet. "Ich will jedenfalls nicht steckbrieflich gesucht werden weil ich den Inuqisitor der Kirche ermordet habe", fügte sie leise hinzu.

Modifié par Bellandyrs, 28 juillet 2011 - 08:16 .


#2044
Kisu

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Sha´ira zog Lydia eng an sich und schlang beide Arme um sie . Sie genoss ihren Kuss , ihre zarten Lippen und den Duft ihrer Haare . Wie ein Blumenfeld in den Bergen dachte sie und schloss die Augen .
" Du ... ich ... Mîr velwain i-phain a êl e-fuin nín ... " flüsterte sie und wischte Lydia eine Träne von der Wange .

Doch zu mehr Zärtlichkeit , nach der sie sich so sehr sehnte , kam sie nicht . Sie vernahm einen Ruf von draußen und Fußgetrappel , die Lagerhallentüre flog auf und herein stürmten Soldaten der Stadtwache .

" Yrch ! Die hier ?! Jetzt !? Das ist genug ! Es sind genug für uns beide da ! "
Schrie Sha´ira und griff nach ihren Gelven . Die ersten Soldaten wurden von den Fallen ausgeschaltet , doch es waren atasächlich mehr als genug . Sie griff nach einem angebrannten Holzsstück aus dem Feuer und warf es in die Feuerschalen in der Mitte des Raumes . Prasselnd erhellten die Flammen die Halle , und tauchten das werdende Schlachtfeld in ein flirrendes Zwielicht .
Sha´ira lachte wie von Sinnen , als Neria etwas von Rückzug rief . " Lauft und sterbt , ich will Blut sehen ! Die werden hier ein unschönes Ende finden ! Kommt , ihr Feiglinge , kommt und holt uns , wenn ihr könnt ! " Blaffte sie den anstürmenden Soldaten entgegen .

Die ersten Soldaten betraten das Lagerhaus im Eiltempo . Ein Pfeil flog sirrend durch die Luft und durchschlug dem ersten Wachmann den Schädel knapp unter dem Auge . Kurz kreischte er auf , als sich das Auge herausdrückte und der Pfeil den Schädel durchschlug , dann schlug er der Länge nach hin und blieb regungslos liegen . Der nächste Pfeil von Lydia traf einen Wachmann zwischen die Augen . Der sank lautlos zu Boden .

Jetzt oder nie !

Mit einem gutturalen Schrei stürzte sich Sha´ira vorwärts .

Jetzt oder nie !

" Das aufzuwecken , was nie geschlafen hat ! "

Der erste Wachmann war in Reichweite . Mit einem weiten Schwung holte sie aus , und schlug mit einer Gleve zu . Tief drang sie seitlich in den Brustkorb ein . Das brechen von Knochen , das reißen von Muskeln , sehnen , Haut und Fleisch . Nun war es schönste Musik in ihren Ohren . Mit einem Ruck zog sie ihre Gleven wieder aus dem Wachmann heraus und wirbelte herum . dem Nächsten rammte sie eine Gleve in die Brust und als er zu Boden sank , schlug sie ihm mit der anderen den Kopf ab . Blut bespritzte sie und die näheren Stadtwachen , welche einen Schritt zurücktraten , bevor sie gleichzeitig zum Angriff ansetzten .

" Das freizulassen , das nie eingesperrt war ! "

Die Raserei hatte Sha´ira erfasst . Ihre Gefühle , ihre Emotionen , alles wurde von einem Strudel unbändiger Tobsucht verschlungen . Zwei Soldaten sprangen vor und dreckten mit Schilden diejenigen ohne . Doch Sha´ira war die Verteidigung egal . Alles was zählte war der Angriff . Mit einem wuchtigen Stoß durchdrang sie den metallenen Rundschild des einen Wächters und nutzte die Unachtsamkeit des Anderen aus , um ihm mit der Spitze der Gleve die Schulter aufzuschneiden . Er schrie auf vor Schmerz und lies seinen Schild fallen .Das war das letzte was er tat , denn der Stoß nach seiner Brust traf das Ziel und durchstach ihn vollends .

" Das zu schmelzen , was nie gefrohren war ! "

Der Wächter riss den Schild herum und ein Moment der Unachtsamkeit reichte um Sha´ira eine ihrer Gleven aus der Hand zu reißen . Scheppernd landete Schild und Gleve auf dem Steinboden . Sha´ira fuhr geradenoch rechtzeitig herum , um einen Schlag des Soldaten zu parieren . Galant wirbelte sie herum und sprang zurück . Sie wurden eingekreist ! 
Der nächste Soldat , welcher in Reichweite kam , traf ein bitteres Schicksal . Sha´ira schlug mit dem halbmond förmigen Ende der Gleve nach ihm und riss ihm einen Finger damit aus  Den Schwung nutzend schwang sie ihre Gleve herum und hieb ihm den Arm am Ellenbogen ab . Blut spritzte heraus und besudelte sie , doch sie genoss es , zusammen mit dem heulenden Schrei des Wachmannes . Mit einem schnellen Streich durchtrennte sie ihm die Kehle und wurde mit mehr Blut bespritzt .

Ein Harter Schlag traf sie von hinten in den Rücken und schleuderte sie nach vorn auf den Boden . Sie rollte herum und sah sich einem plattengepanzerten Soldaten gegenüber . Sein nächster Schlag kam langsam , so konnte sie ihm ausweichen und aufstehen , doch der darauffolgende traf sie am Unterarm . Blut spritzte heraus , doch sie ignorierte es . Den nächsten Schlag parierte sie und konterte mit einem wuchtigen Hieb , der das Soldatenschild spaltete und in zwei Teile zerbrach . Der nächste schlag glitt an der Schulterpanzerung ab , doch der dritte fans sein Ziel - die schmale Stelle zwischen Hals und Helm . Mit einem  saftigen Geräusch schlug sie dem Plattenpanzer den Kopf ab , welcher in hohem Bogen durch die Luft flog und vor den Füßen eines anderen Soldaten landete . Wieder wurde sie mit blut beschmiert  , doch die Raserei machte sie Blind für alles andere . Tot und Zerstörung , das war alles , woran sie dachte und worauf sie sich konzentrierte .

Modifié par Kisu, 28 juillet 2011 - 08:43 .


#2045
Kaysallie

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„Ach, steckbrieflich gesucht werden wir ohnehin schon, oder ist Euch das hier drin entgangen?“ grinste Miandra die blonde Frau an. „Aber gut, bringen wir ihn erstmals… zu dem Ort mit der absperrbaren Tür, dort lässt sich auch noch über sein Schicksal entscheiden“, fügte sie noch leicht zynisch hinzu, und als hätte Leanora sie mit ihrer Aussage aus ihrer Starre gerissen, packte den kleinen Kerl schließlich doch unsanft an den Armen und hob ihn hoch. Denn es lag auch alles andere als in Miandras Sinnen länger als nötig mit dem bewusstlosen Inquisitor hier herumzustehen, wo jederzeit jemand ihre Wege hätte kreuzen können - und alleine schien Leanora diesen ja nicht tragen zu wollen…

#2046
Bellandyrs

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Der Zwerg war schwerer als man dachte, Lea hätte ihn nie im Leben allein schleppen können, und eine Blutspur hinter ihm auf dem Boden zu ziehen war nicht gerade Sinn der Sache. Zuerst wollte sie ihn schon in den Verhörraum bringen, aber dann fiel ihr ein, dass Sengaal dort wohl als allererstes nach ihr suchen würde. Und wenn genau dann Gromschlag aus seiner Bewußtlosigkeit erwachen würde, wäre das nicht gerade gut.
Einige Türen weiter war jedoch eine nicht benutzte Abstellkammer des Klosters, und dorthin verfrachteten sie den kleinen Mann. In dem Raum war es stockdunkel, lediglich das Kerzenlicht aus dem Korridor warf seine Schatten hinein. Die Tür hatte außen einen Holzriegel, den man umklappen konnte, was zwar nicht ganz so gut wie ein richtiges Schloß war, aber für den Zweck würde es reichen.

"Die Besenkammer ist nebenan, wenn wir also Seil oder einen Lappen brauchen sollten", flüsterte Lea den Gefährtinnen zu. "Ich glaube, es wäre besser, wenn Hände und Beine gebunden wären", meinte sie, überließ diese Entscheidung jedoch der Elfe.

#2047
Aliens Crew

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„Ich stimme Leanora zu“, meinte Vernita entschlossen. „Die Ermordung dieses Zwergs würde uns mehr Nachteile als Vorteile bringen. Denn bisher werden wir nur von Eshtá und ihren Mannen gesucht. Sobald wir deren Machenschaften aufgedeckt haben, hat sich dieser Fall für uns erledigt. Und die Kirche interessiert sich normalerweise nicht für weltliche Dinge, solange diese ihren eigenen Interessen nicht im Wege stehen. Sollten wir jedoch diesen Gnom hier über die Klinge springen lassen, so haben wir seine Glaubensbrüder auch noch am Arsch. Und das würde ich gerne vermeiden.“
 
Die drei Frauen brachten den Inquisitor weg, wobei die Elfe vor allem darauf achtete, dass sie keine Spuren hinterließen, und sie sah sich überdies nach möglichen Zeugen um. Diesbezüglich konnte Vernita aber nichts erkennen.
 
„Gut. Dann besorgt etwas, womit wir den Kleinen fesseln können“, nickte sie Leanora zu, nachdem die beiden Frauen Gromschlag in die Abstellkammer verfrachtet hatten. „Und beeilt Euch. Wir haben noch etwas anderes zu tun.“
 
 

Modifié par Aliens Crew, 29 juillet 2011 - 03:28 .


#2048
Bellandyrs

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Lea wuselte davon und kam keine zwei Minuten später zurück, bepackt mit sauberen Putzlappen, Hanfseilen, die normalerweise als Wäscheleinen dienten und einer Spule Wurstgarn, welche sie Vernita in die Hand drückte.

"Hier, macht mal, ich glaube ich kann so etwas nicht, ich bringe höchstens normale Schleifen zustande. Und ich denke, es sollte ja doch halten."

Modifié par Bellandyrs, 29 juillet 2011 - 05:49 .


#2049
Bellandyrs

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ups sry falscher post

Modifié par Bellandyrs, 29 juillet 2011 - 05:51 .


#2050
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„Ah, sehr gut. Gebt her“, meinte Vernita und machte sich gleich an die Arbeit. Zuerst nahm sie die Rolle mit dem Wurstgarn und rollte etwas davon ab. Damit fesselte die Elfe die Hände des Zwerges über deren Handgelenken auf dessen Rücken zusammen. Sie zog die Knoten richtig fest, bevor sie das Band mit ihrem Messer abschnitt. Dann wiederholte sie den Vorgang mit den Füßen des Mannes.
 
„So. Jetzt gebt mir die Wäscheleine“, sagte sie, als sie damit fertig war. Mit dieser band sie die Hände und Füße des Inquisitors zusammen, um dessen Bewegungsfähigkeit auf null zu reduzieren. Nun konnte dieser nicht einmal mehr kriechen, wenn er wieder zu sich kam. Als letztes griff sie sich noch die Putzlappen, von denen sie einen in Gromschlags Mund steckte und diesen dann mit einem zweiten knebelte.
 
„Damit dürfte der kleine Kerl erst einmal ruhiggestellt sein“, grinste Vernita die beiden anderen an, bevor sie sich direkt an Leanora wandte. „So, nun bringt uns zu der Stube von diesem Bruder Renaldo. Wird Zeit, dass wir zum eigentlich Grund unseres Hier seins voranschreiten.“