Die freie Wildnis von Ferelden (Dragon Age RP)
#2151
Posté 30 août 2011 - 05:47
" Es hängt an euch . Ja ich weis , das ihr nicht schwimmen könnt . Aber das tut das Schiff ja für uns . Und wenn wir ersteinmal dort sind, dann ist es auch ein Leichtes euch beiden das überwasserhalten beizubringen. Dazu müsse wir aber nunmal ans Wasser. Und jetzt entscheidet euch, oder ich werde zum verdammten Oger !!! "
#2152
Posté 30 août 2011 - 06:19
Die Elfe überlegte wieder angestrengt und tippte sich dabei gegen das Kinn. Nach einer Weile legte sich ein Lächeln auf ihre Lippen und sie schlug mit der Faust in ihre offene Handfläche, sodass es leise schepperte. „Ich hab’s. Deine Idee hat mich auf etwas gebracht, Miandra, auch wenn diese nicht ernst gemeint war. Wir verstecken uns in einer Taverne und zwar nicht in irgendeiner, sondern in der, in der wir schon nach unserer Ankunft in Denerim Unterschlupf gesucht haben. Der Wirt ist tot und das Interesse der Stadtwache an dieser Spelunke dürfte inzwischen erkaltet sein. Die werden doch nie damit rechnen, dass wir an diesen Ort zurückkehren. Wir verbringen dort die Nacht und nehmen uns morgen diesen Magierladen vor. Mit etwas Glück finden wir dort dann das, was wir suchen und haben die ganze Sache morgen Abend bereits hinter uns.“
#2153
Posté 30 août 2011 - 08:43
Miandra seufzte. Am liebsten wäre sie gerade einfach an einem völlig anderen Ort gewesen. Raus aus dieser verfluchten Stadt, in der es nichts als Probleme gab, und man nicht mehr einfach die Straße entlang gehen konnte, ohne Angst zu haben festgenommen zu werden, weg von diesem erdrückenden Gemäuer und wieder zurück auf Wiesen und in Wälder, wo die Häuser nicht aneinander klebten und die Menschen noch Luft zum Atmen hatten, anstatt in ihrem eigenen Unrat zu ersticken.
Wie gerne hätte sie eine Wahl gehabt.
„Ich hoffe du hast recht“, sagte sie schwermütig zu Vernita, bevor sie zu Lydia blickte, welche ziemlich verärgert aussah, was Miandra überhaupt nicht verstand.
„Sobald ihr zwei euch erholt habt, und die Nacht vorbei ist, könnt ihr ja die Lage auskundschaften am Hafen, wenn ihr wollt und es euch das Risiko wert ist. Ich denke es ist in unserer Situation immer gut eine zweite Zuflucht zu haben… Auch wenn ich für meinen Teil den Hafen momentan lieber meiden würde… aber ja, lasst uns sehen was sich morgen ergeben wird, sofern wir die Nacht überleben, versteht sich“, sagte sie im gleichen mutlosen Tonfall, bevor sie sich wieder abwandte und abermals leise seufzte, sowie versuchte sich zu orientieren. Sie hatten das Marktviertel erst gerade verlassen, also dürfte die Taverne nicht weit entfernt sein.
#2154
Posté 30 août 2011 - 08:55
" Wag dich. Versuch es und ich begehe noch einen Mord! Ich bin gerade dem Tod von der Schippe gesprungen, mir ist es egal, ob du mich hier abstichst oder ich sonstwo sterbe. Jemanden wie ich will ich nicht als Rückendeckung haben. Merk es dir, wenn wir ´Seite an Seite´ kämpfen. Mir ist es gleich ob wir hier sterben, im Hafen ersaufen oder in der alten Taverne erschagen werden wie reudige Hunde. Aber geht nur , geht und führt uns ins Unglück. Ihr beiden wisst ja eh alles besser . "
Lydia wandte sich ab und spähre die Gasse auf und ab. Die Geräusche der Stadtwache waren nun deutlich zu vernehmen, aber ihr war das im Moment egal. Ihr war alles egal. Ob Vernita sie erstochen hätte wie ein Schwein oder die Stadtwachen sie alle erschlagen hätte, es wäre ihr gleich gewesen. Vernita provozierte es und irgendwann würde Lydia sich nichtmehr halten können. Und dann würde Blut fließen.
" Ihr scheint ja an euren Leben noch zu hängen, also an eurer Stelle würde ich einen Schritt schneller denken, oder wir sind bald alle ziemlich mausetot. " wisperte Lydia sarkastisch.
#2155
Posté 31 août 2011 - 03:24
„Du brauchst dir keine Sorgen machen“, sagte sie in einem ruhigen Ton. Ihr Ärger war wie verflogen, als sie mit der schwarzhaarigen Frau sprach. „Wir werden nur diese eine Nacht in dieser Spelunke verbringen. Unsere Feinde sind damit beschäftigt, den Hafen nach uns abzusuchen, also werden wir dort auch sicher vor ihnen sein. Wir vermeiden es einfach in diesem Bau ein Licht zu entzünden, dann wird auch niemanden auffallen, dass wir überhaupt dort sind, in Ordnung? So, und jetzt lasst uns gehen, bevor uns hier tatsächlich noch jemand findet.“
#2156
Posté 31 août 2011 - 05:35
Sie runzelte die Stirn.
"Die Taverne?" fragte sie überrascht. "Ich glaube nicht, dass die jemand geputzt hat, sprich, die ganze Sauerei dürfte noch dort sein." Lea rümpfte die Nase. Alles, aber wenn sie allein an das Blutbad im Stall dachte wurde ihr übel. Wie würde es dann erst innen aussehen, geschweige denn riechen?
Andererseits handelte es sich ohnehin nur um wenige Stunden bis zum Morgengrauen, und die würden sie dort schon aushalten.
"Na schön, dann laßt uns mal dahin gehen", fügte sie unsicher hinzu.
Modifié par Bellandyrs, 31 août 2011 - 05:37 .
#2157
Posté 31 août 2011 - 07:47
Sie zitterte im kühlen Nachtwind und schlang einen Arm um Sha´ira. Es war am Tage zwar warm, aber in der Nacht doch kühl. Sie wunderte sich, warum Sha´ira nicht frohr. Selbst durch das Leder ihres Anzuges spührte sie ihre wärme und zarte Haut. Das lies sie ihren Ärger vergessen und ihre Wut verflog mit dem kühlen Luftzug durch die Gassen. Langsam wünschte sie sich wirklich nichts mehr als ein weiches Bett und viel Zeit zum ausschlafen. Die vergangenen Tage hingen ihr in den Knochen und auch wenn sie unbeschadet aus dem Kampf mit dem Orlaisianer herausgekommen war, fühlte sie sich doch wie gerädert. Doch vor allem wünschte sie sich Zeit mit Sha´ira. Sie waren verliebt, aber die Kämpfe der letzten Tage hatten an beiden gezehrt und ihnen die Zeit zur Zweisamkeit genommen.
Plötzlich kam ihr ein Spruch von Mutter in den Sinn und sie musste lachen. ´ Wenn du verliebt bist, dann nim dir ein paar Tage Zeit. Liebe ist wie ein Blümchen aus Glas. Hektik zerstört beides, aber wer vorsichtig damit umgeht, wird ewig Freude daran haben. ´Wie wahr die Worte doch waren. Lydia hoffte, das sie bald mehr Zeit hätten, nicht immer fliehen und hektisch von einer dunklen Ecke zur nächsten springen würden. Das Boot zog sie magisch an. Sie liebte das Wasser und zu Hause war sie immer gerne mit dem Paddelboot auf dem Bergsee herumgefahren. Sie war die Erste, die sich traute, denn es ging das Gerücht um, das ein menschenfressendes Ungeheuer im See leben würde. Sie kannte den See in und auswenig, jeden versunkenen Baum, jeden großen Felsen, jede Unterwasserhöhle. Das Wasser zog sie an und bereitete ihr Fernweh. Aber Lea hatte Recht. Es war vielleicht wirklich klüger am nächsten Morgen nachzusehen. Und so beleies sie es bei einem stummen Protest und freuhte sich auf ein weiches Bett und Zeit zum Schlafen ...
#2158
Posté 31 août 2011 - 08:42
" Lilly ... Ruhe bewaren. Du bist gleich immer so aufgeregt, meine kleine hitzköpfige Maus. Einfach ignorieren. So werdet ihr nicht warm miteinander. Wo wir bei warm sind, ist dir kalt ? "
Sie zog Lydia zu sich und hätte sie etwas gehabt, das sie ihr über die Schultern hätte legen können , so hätte sie das getan. Aber Lydias Umhang lag zerrissen im Lagerhaus und sie selbst trug nicht mehr als das , was sie an Rüstung am Körper hatte .
Sie sehnte sich nach einem Bett. Ein weiches Bett, darin hatte sie seit über einem Jahr nichtmehr geschlafen. Und das beste daran war, das sie nicht alleine war. Lydia war bei ihr, und sie hätte sich niemand besseren vorstellen oder erträumen können. Ein weiches Bett und viel Zeit zur Zweisamkeit. Das war es, wonach sich Sha´ira sehnte, und sie lies es Lydia spüren.
#2159
Posté 01 septembre 2011 - 03:33
Die Elfe führte die Gruppe über Umwege zur Taverne zurück. Nachdem sie die Rückseite des Gebäudes erreicht hatten, blieben sie noch etwas im Schatten der gegenüberliegenden Straßenseite stehen und beobachteten die Umgebung. Doch nichts tat sich. Und das für eine ganze Weile. So nickte Vernita den anderen zu, woraufhin sie alle zum Eingang zur Küche schlichen. Die Elfe öffnete diese vorsichtig, wobei sie vorsichtshalber doch eines ihrer Schwerter zur Hand genommen hatte. Man konnte ja nie wissen. Die Elfe schlich in die Küche, welche sie noch genauso vorfand wie bei ihrem letzten Besuch. Nichts deutete darauf hin, dass seitdem jemand hier gewesen war. Und wie erwartet stank es in diesem Raum ziemlich penetrant nach Blut und überall schwirrten Stubenfliegen durch die Luft. Doch es wäre wohl weitaus schlimmer gewesen, wenn die Leichen noch hier liegen und vor sich hin verwesen würden.
„Dann sehen wir uns mal den Schankraum an“, raunte sie den anderen zu, bevor sie zu der Verbindungstür huschte. Auch diese öffnete sie sehr vorsichtig und lugte in den dahinter liegenden Raum. Doch auch hier war nichts zu erkennen, außer dem Blutfleck auf dem Boden. Sie verließ die Küche und sah sich im Schankbereich der Taverne genau um, doch auch dieser war menschenleer. So entspannte sich die Elfe ein wenig und steckte ihre Waffe weg. „Es scheint niemand hier zu sein. Wenn jemand Hunger hat, dann finden wir vielleicht in der Küche noch etwas, das noch nicht verdorben ist. Ansonsten würde ich sagen, gehen wir auf die Zimmer und ruhen uns etwas aus. Und nicht vergessen, kein Licht entzünden. Wir wollen ja schließlich keine unnötige Aufmerksamkeit auf uns ziehen, nicht wahr?“
Modifié par Aliens Crew, 01 septembre 2011 - 03:48 .
#2160
Posté 01 septembre 2011 - 05:17
So hielt sie sich weiterhin die Nase zu während sie versuchte etwas in dem dunklen Raum zu erkennen, denn nach Gerüchen konnte man sich hier definitiv nicht orientieren. Auf leisen Sohlen und sich ständig umsehend ging sie ein Stück tiefer hinein, durch eine offenstehende Türe, in welcher es wohl kein Fenster gab, da sie kaum ihre Hand vor Augen sehen konnte. Es handelte sich um den Vorratsraum, und vorsichtig tastete sie sich an Regalen entlang. Dabei streiften ihre Finger etwas, das sie an einen vergammelten und ausgetrockneten Salatkopf erinnerte, später etwas Hartes, vielleicht ein Laib Brot? Noch etwas weiter etwas Glattes, das ein gedämpftes klirrendes Geräusch von sich gab, als ihre Fingernägel dagegen klopften. So tastete sie sich weiter in den Raum hinein, bis sie schließlich mit dem Kopf gegen etwas eher Weiches stieß, das von der Decke herabzuhängen schien, anschließend zu baumeln begann und einen fleischigen Geruch abgab. Miandra konnte einige Dinge nur erahnen, und packte von überall etwas ein. Sie hoffte, dass in den Zimmern mehr Licht von draußen hereinscheinen würde, um nicht doch auf eine tote Ratte oder ein verschimmeltes Brot zu beißen.
So verließ sie den eher kleinen Raum wieder und folgte den anderen bis hin zum Schankraum. Die vielen Stühle und Tische standen genauso da, wie sie diese in Erinnerung hatte, auch wenn sie teilweise nur Umrisse erkennen konnte. Doch auch hier war die Luft ziemlich abgestanden, scheinbar waren alle Fenster geschlossen. So beschloss Miandra sich nach oben zu begeben. Die Stufen der Holztreppe gaben ein leichtes Quietschen von sich, als sie diese emporstieg. Doch kaum hatte sie den oberen Bereich erreicht, hörte sie plötzlich ein lautes Krachen und hielt kurz inne. Es klang als hätte jemand eine Türe zugeworfen. Sofort erhöhte sich ihr Pulsschlag und sie blieb regungslos in der Bewegung stehen, während sie über den Flur blickte, und jede der Zimmertüren in Augenschein nahm.
Einige Sekunden verstrichen, als sie das Geräusch ein weiteres Mal vernehmen konnte, woraufhin sie einen beruhigten Seufzer ausstieß. Der Wirt hatte offenbar die Türe von Rowans ehemaligen Zimmer, aus welcher Vernita das Schloss herausgebrochen hatte, nicht mehr repariert vor seinem Ableben, denn diese schlug dank eines Luftzugs, der sich durch die einzelnen Räume zog, ständig auf und zu, krachte dabei an die Wand oder zurück in den Türrahmen.
So setzte sie ihren Weg fort, probierte direkt an der ersten Tür, diese schien nicht abgeschlossen zu sein und so trat sie mit einem prüfenden Blick in das Zimmer. Relativ schnell stellte Miandra fest, dass dieses leer war. So legte sie ihre geplünderten Nahrungsmittel auf dem kleinen Tisch ab, und begab sich zum Fenster um ein wenig auf die nächtliche Straße vor der Taverne spähen zu können.
Modifié par Kaysallie, 01 septembre 2011 - 05:20 .
#2161
Posté 01 septembre 2011 - 06:49
Oben angekommen spähte sie den Gang auf und Ab. Beide Seiten des Fluhres führten zu verschiedenen Räumen, die einen groß , die anderen klein. Sie suchte nach einem möglichst weichen und geräumigen Bett und in einem Zimmer an der hinteren Hausfront fand sie es. Ein relativ großes Doppelbett, anscheinend noch unbenutzt und frisch bezogen. Einige fluffige Kissen lagen darauf und die Matratze war außergewöhnlich weich, sie sank schon beinahe darin ein.
Nachdem sie auf dem Tisch, welcher vor dem Fenster stand alles, bis auf ihren Ledernen Anzug abgelegt hatte, ging sie zu Miandras Zimmer und spitzelte durch den Türspalt.
" Du hast dir hier noch etwas zu essen gesucht? " Flüsterte sie dieser zu. " Wenn du bis morgen wartest, gehe ich auf den Markt und sehe mich mal unverbindlich um. Wer weis , wie schimmelig und faul das hier schon alles ist. "
#2162
Posté 01 septembre 2011 - 07:21
So schlich sie leise den anderen hinterher und schlug oben den Weg zu ihrem damaligen Zimmer ein. Sie nickte den andern nur zu und wünschte ihnen leise eine gute Nacht, bevor sie die Stube betrat.
#2163
Posté 01 septembre 2011 - 07:44
So wandte sie sich um, als sie genau in diesem Moment das Mädchen in der Tür stehen sah, welches ihr zuflüstere.
Miandra zuckte mit den Schultern. „Irgendwas davon wird sich schon verzehren lassen.“
Mit diesen Worten ging sie zu dem Tisch und begutachtete die Sachen, soweit sie das in dem spärlichen Licht welches von draußen hereinschien tun konnte. Sie hatte wohl offenbar einen dunklen Brotlaib mitgenommen der so hart wie Stein war. Naja, vielleicht könnte sie damit jemand Unerwünschtes erschlagen, aber wirklich genießbar war der wohl nicht mehr. Ein leichtes Grinsen legte sich bei dem Gedanken auf ihr Gesicht, bevor sie sich weiter umsah. Auch der Käse den sie gefunden hatte war wohl bereits mehr grün als gelb, als sie diesen hochhob und in die Richtung des Fensters hielt. Die Äpfel waren weich und schrumpelig, sowie von braunen Flecken geziert, ebenso wie die Karotten und der Salat. Das einzige was man von diesen Sachen wohl noch genüsslich verzehren konnte war das Stück Schweinespeck - zumindest sah es noch nicht schimmlig aus -, die fette Mettwurst, sowie die eine Flasche Rotwein.
Naja immerhin würde sie sich betrinken können, und bei diesem Gedanken huschte Miandra ein ironisches Lächeln auf die Lippen. Doch ihre Gedanken wechselten zu Lydias Frage. Sie hielt nicht viel davon, dass sich jemand von ihnen auf dem Markt herumtrieb, aber wahrscheinlich würde sie das Mädchen ohnehin nicht davon abhalten können.
„Ja das sehen wir dann morgen, aber jetzt geht lieber ins Bett, die Nacht ist kurz“, sagte sie nur noch, bevor sie sich den Mantel ablegte und diesen über die Lebensmittel warf, damit sich deren Geruch nicht im Zimmer verbreiten konnte, bevor sie sich auf die Bettkante setzte und sich mit einem Seufzen nach hinten fallen ließ. Ein wenig Staub wurde dabei aufgewirbelt, welcher sie kurz in der Nase kitzelte, doch Miandra konnte ein Niesen unterdrücken. Dann müsste ihr Magen eben bis morgen durchhalten, doch so schlimm war das nicht, denn als sie das viel zu weiche Bett unter ihrem Rücken spürte, überkam sie ohnehin wieder diese furchtbare Müdigkeit, die sich langsam auf ihren Knochen niederlegte.
Modifié par Kaysallie, 01 septembre 2011 - 07:47 .
#2164
Posté 01 septembre 2011 - 08:32
" Die Nacht ist so lang wie man sie sich macht. Schlaf gut. "
Und mit diesen Worten war sie auch schon verschwunden. Drüben in ihrer kleinen Stube war das Bett aufgeschlagen und Sha´ira saß auf der Kante und entkleidete sich. Lydia näherte sich ihr und legte ihr lasziv die Arme um den Hals.
" Lass mich dir ein wenig helfen..." flüsterte sie ihr ins ohr und küsste sie. Sie zog ihr nacheinander alles aus, bis Sha´ira schließlich nackt vor ihr lag. Sie selbst entpackte sich danach und schlüpfte dann zu Sha´ira ins Bett.
Das war das erste mal, das sie nackt mit einer anderen Person in einem Bett schlief, aber es war wunderbar. Noch nie zuvor hatte sie so intensiv die Nähe einer anderen genossen wie jetzt. Ihr Kopf lag auf Sha´iras Brust, sie lauschte dem dumpfen "Thump-thump" ihres Herzens, genoss ihren zarten Duft ihre Wärme und das Gefühl der Nähe und Verbundenheit.
Sha´ira wünschte sich, das der Moment nie enden würde. Lydia hatte sich an sie gekuschelt, sie lagen sicher in einem weichen, warmen Bett und niemand würde sie stören. Diesen Moment hatte sie sich gewünscht, seit sie im Lagerhaus am Feuer saßen.
" Ae, gwend velwain, gen melin. " seufzte sie Lydia ins Ohr und küsste sie auf die Stirn. Lydia kicherte und drückte sie fest an sich.
"Mîr velwain i-phain a êl e-fuin níne-fuinen... " antwortete sie ihr flüsternd , bevor sie sie leidenschaftlich küsste. Ihre Lippen waren zart wie Seide und weich wie eine Feder. Lydia schloss die Augen und genoss den Kuss, bevor sie ihren Kopf wieder auf Sha´iras Brust bettete und weiter ihrem Herzschlag lauschte.
So lagen sie noch einige Zeit wach, flüsterten sich süße Worte zu und tauschten Zärtlichkeiten aus, bis sie langsam in den Schlaf abdrifteten. So weich wie in der Taverne hatten beide schon seit langem nichtmehr geschlafen.
Modifié par SickOfItAll, 02 septembre 2011 - 02:03 .
#2165
Posté 02 septembre 2011 - 02:41
Sie beschloss, diesem Geräusch ein Ende zu machen, da sie keine Lust darauf hatte, von diesem die ganze Nacht wachgehalten zu werden. So betrat sie das Zimmer und schaute sich um. Zuerst überlegte sie, ob sie die ganze Tür ganz einfach aus den Angeln reißen sollte, doch dann kam ihr eine subtilere Idee, als ihr Blick auf den relativ schwer aussehenden Nachttisch fiel. Sie machte sich gleich an die Arbeit und rückte das Möbelstück von der Wand ab, wobei dieses ein kratschendes Geräusch von sich gab. Nachdem die Lücke groß genug war, umrundete sie den Nachttisch und begann damit diesen durch den Raum zu schieben. Stück für Stück bewegte sie das wirklich recht schwere Möbelstück durchs Zimmer. Schließlich erreichte sie damit die Tür, öffnete diese, bis sie die Wand berührte, bevor sie den Nachttisch davorschob. Nun konnte die Tür nicht mehr aufschwingen, und sie würden wesentlich ruhiger schlafen können.
Anschließend trat Vernita wieder auf den Flur und ging zu Miandras Zimmer. Auf dem Weg dahin lief ihr Lydia über den Weg, welche sie aber nicht weiter beachtete. Als die Elfe ihr Ziel erreicht hatte, klopfte sie an die Tür, bevor sie diese, ohne auf eine Antwort zu warten, öffnete und den dahinterliegenden Raum betrat. Ein Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, als sie die schwarzhaarige Frau auf dem Bett liegen sah.
„Schläfst du schon, Miandra?“ fragte sie leise und trat näher an das Bett heran, wobei die Holzdielen unter ihren Füßen knarrten. „Macht es dir etwas aus, wenn ich heute Nacht bei dir bleibe und mich zu dir lege?“
#2166
Posté 02 septembre 2011 - 07:50
„Kommt drauf an ob du vorhast diese Metallhülle anzulassen, wenn ja, dann muss ich nochmal drüber nachdenken ob mir das nicht doch zu unbequem wird.“
Kaum hatte Miandra die Worte gesprochen, setzte sie sich wieder komplett an die Bettkante und zog sich ihre Schuhe aus, was relativ zügig geschah, bevor sie kurz aufstand um ihren Waffengurt abzulegen sowie die Decke zur Seite zu werfen, wobei erneut etwas Staub aufgewirbelt wurde, wodurch ihr nun doch ein unterdrücktes „…tschi!“ entwich, gefolgt von einem „Entschuldige“. Kurz rieb sie sich an der Nase bevor sie ins Bett unter die Decke schlüpfte und sich mit einem zufriedenen leisen Seufzen ins Kissen fallen ließ. So zu liegen war doch gleich viel bequemer, und das letzte Mal dass sie in einem Bett geschlafen hatte war doch auch schon etwas her.
Dann hob sie jedoch noch einmal den Kopf an und wobei ihr eben noch müder Blick eher einem überraschten glich, da ihr der Gedanke gerade erst in diesem Moment gekommen war, als sie zu Vernita sah. „Oder brauchst du Hilfe dabei?“
Modifié par Kaysallie, 03 septembre 2011 - 09:24 .
#2167
Posté 03 septembre 2011 - 12:14
„Nein, nein. Danke. Das geht schon“, winkte Vernita auf Miandras Frage ab. „Ich mache das ja sonst auch immer selbst. Brauchst Dafür also nicht extra aufzustehen. Außerdem geht das Ablegen eh immer schneller als das Anziehen.“
So entledigte sie sich auch noch der restlichen Rüstung, welche sie einfach auf dem Boden ablegte. Als letztes setzte sie den Helm ab, wonach sie den Kopf schüttelte und sich dabei durch die Haare fuhr. „Ich denke, ich sollte meine Haare mal wieder waschen, doch werden wir hier wohl kein Wasser dafür finden, fürchte ich.“, lachte sie dabei.
Schließlich stand sie auf und zog zu guter letzt ihre Unterkleidung aus, so dass sie nur noch eine Unterhose am Leib trug. Dann hob sie ihre Schwerter vom Boden auf und umrundete damit langsam das Bett. Auf der anderen Seite angekommen platzierte sie die beiden Waffen griffbereit neben der Schlafstätte, bevor sie zu Miandra unter die Decke kroch. Sie schmiegte sich eng an die schwarzhaarige Frau, genoss deren Nähe und Wärme und sog deren Geruch tief in ihre Lungen.
„Schlaf gut, Miandra“, flüsterte sie dieser leise ins Ohr und nahm sie dabei in den Arm. Sie legte ihren Kopf ebenfalls auf das Kissen und beobachtete noch einen Moment die Frau neben sich, bevor ihr schließlich die Augen zufielen.
#2168
Posté 03 septembre 2011 - 08:57
Hurtig schlüpfte sie aus ihrer blutbefleckten Robe und warf diese achtlos in die andere Ecke des Raumes. Ob sie diese am nächsten Tag woanders entsorgen würde, oder einfach dort verrotten lassen sollte, würde sie später entscheiden. Zu allererst wollte sie sich das Blut des Magiers von den Händen waschen.
Danach kramte sie in ihrem Rucksack, zog Kamm und Haarband heraus und kümmerte sich um ihre Haare. Schließlich überlegte sie, ob sie sich noch frische Unterwäsche anziehen sollte, aber nach einem Blick auf das Bett beschloß sie, doch noch ihre alte Wäsche anzubehalten.
Gleich danach fiel sie todmüde auf die Schlafstätte. Dem Wirt sei Dank, dass dieser einst ihrem Wunsch gefolgt war und die Unterlage ausgewechselt hatte. Müde zog sie die Decke über ihren Körper. Ihre letzten Gedanken galten Sengaal, bevor sie die Augen schloß. Dabei umspielte ein glückliches Lächeln ihre Lippen.
#2169
Posté 03 septembre 2011 - 11:48
Sie scheuchte den Gedanken zur Seite. Daran wollte sie nun wirklich nicht denken. Zudem war es gerade eben etwas völlig anders, das erkannte sogar so jemand wie sie, der so etwas eigentlich nicht gewohnt war. Vor einigen Tagen oder Wochen hätte sie sich wahrscheinlich in einer solchen Situation bedrängt gefühlt; ein unwohles Angstgefühl wäre in ihr hochgekommen, aber all das blieb aus. Es schien so weit entfernt zu sein, dabei war es nicht einmal zwei Tage her. Doch letzte Nacht hatte sie sich über eine persönliche Grenze gewagt, gemerkt wie gut dieser Schritt ihrer Seele getan hatte und wie viel mehr Wege diese noch gehen wollte.
So rückte sich Miandra ein wenig zurecht, sodass sie ebenfalls einen Arm um die Elfe legen konnte. Dabei streiften ihre Finger über deren Rücken, wobei sie leicht Vernitas Narben spüren konnte. Miandra holte einmal - ungewollt - etwas stärker Luft, bevor sie schließlich ihre Hand an Vernitas Schulter festkrallte und sich selbst noch dichter an diese drückte, als würde sie sich am liebsten in ihr vergraben und verstecken, sowie die Wärme und Nähe in sich selbst aufnehmen wollen. Eine tiefe Sehnsucht nach diesen Dingen hatte sie übermannt und wurde gleichzeitig gestillt, wodurch sich ein Gefühl von Glückseligkeit in ihr ausbreitete; ein Gefühl das sie noch nie in solchen Maßen gespürt hatte.
„Ich danke dir“, hauchte sie noch ganz leise. Ein zaghaftes aber zufriedenes Lächeln lag bei diesen Worten auf Miandras Lippen, als sie ihre Augen zum letzten Mal für diese Nacht schloss und endlich in ihren ersehnten Schlaf fiel.
Modifié par Kaysallie, 03 septembre 2011 - 11:51 .
#2170
Posté 04 septembre 2011 - 03:48
So gerne sie auch einfach nur hier liegen geblieben wäre, um die Nähe der Frau zu genießen, die sie liebte, so sehr wusste Vernita auch, dass es Zeit war, aufzustehen und ihre Aufgabe zuende zu führen. Sie waren dicht dran, das fühlte die Elfe genau. Und deshalb war es auch so wichtig, dass sie jetzt keine Zeit mehr vergeudeten. Vernita zog ihren Arm zurück und ergriff damit ganz vorsichtig den von Miandra, bevor sie diesen ganz sachte von ihrer Schulter hob und auf das Bett legte. Nicht aber bevor sie den Fingern der Frau noch einen zärtlichen Kuss gab. Langsam und so leise wie möglich schwang sich die Elfe aus dem Bett. Auf der Kante blieb sie noch einen Moment sitzen und rieb sich gähnend den Nacken. Dabei kam ihr wieder in den Sinn, wie gerne sie doch ein Bad nehmen würde, doch das musste wohl oder übel warten.
So stand sie auf und reckte sich ausgiebig. Anschließend begab sie sich zu dem Tisch, auf dem Miandra die Lebensmittel abgelegt hatte, welche sie in der letzten Nacht aus dem Vorratsraum mitgenommen hatte. Sie setzte sich vor dem Tisch auf einen Schemel, zog den Mantel zurück und begutachtete die Sachen. Sie waren wirklich nicht mehr im besten Zustand, aber mit etwas Bearbeitung, würde es schon gehen. Also nahm Vernita ihr Messer zur Hand und begann damit, die faulen Stellen an den Äpfeln herauszuschneiden. Sie wollte die Lebensmittel schon mal soweit vorbereiten, damit die beiden Frauen wenigstens etwas zu essen hatten, sobald Miandra erwacht war. So beschäftigte die Elfe sich damit, während ihre Gedanken unentwegt um die schwarzhaarige Frau kreisten. Vernita konnte gar nicht beschreiben, wie glücklich sie darüber war, dass diese sich ihr endlich geöffnet und damit aufgehört hatte, sie selbst auf Distanz zu halten. In Gedanken malte sie sich gerade aus, wie schön es doch sein könnte, wenn sie Elana erst einmal befreit hatten und die drei dann irgendwo zurückgezogen als friedliche und harmonische Familie leben könnten. Damit würde ein Wunschtraum in Erfüllung gehen, auf welchen die Elfe schon in ihrer Kindheit aufgehört hatte, darauf zu hoffen.
Modifié par Aliens Crew, 04 septembre 2011 - 04:28 .
#2171
Posté 04 septembre 2011 - 06:57
„Du hättest mich ruhig wecken können“, sagte Miandra mit einem leicht verlegenen Lächeln. Dass man sie einfach so weiterschlafen ließ, und ihr Arbeit abnahm was das Essen betraf, war sie nun wirklich nicht gewohnt. Wobei sie sich langsam daran gewöhnte, dass nichts mehr so verlief, wie sie es ursprünglich gewohnt war. Eigentlich wollte sie Vernita fragen ob sie ihr behilflich sein konnte, aber es schien nicht mehr wirklich viel zu geben was sie noch tun könnte. Daher beobachtete sie die Elfe bei ihren letzten Arbeiten, bevor sie sich ein kleines Apfelstück nahm und dieses in den Mund schob, wobei ihre Gedanken zu ihrer heutigen Aufgabe abdrifteten.
Modifié par Kaysallie, 04 septembre 2011 - 06:59 .
#2172
Posté 04 septembre 2011 - 07:50
Sie spührte Lydias Arme, welche sie um ihre Hüften geschlungen hatte, sie spührte ihren Atem auf der Brust, ihren Herzschlag. Das Bett war weich und wunderbar warm, sie versanken beinahe darin. Für einen Moment überlegte Sha´ira aufzustehen, aber die Behaglichkeit überzeugte sie liegen zu bleiben und sich an Lydia zu kuscheln.
Sie stieß einen Seufzer der Behaglichkeit aus, wickelte sich in die Decke ein und drückte sich an Lydia, welche die Umarmung sanft und schläfrig erwiederte.
" Noch ein kleines bisschen ... dann müssen wir aber aufstehen... " brummelte Sha´ira vor sich hin und genoss die Nähe und die Wärme Lydias.
Modifié par Kisu, 04 septembre 2011 - 07:53 .
#2173
Posté 04 septembre 2011 - 08:02
Die Elfe legte das Messer weg, nachdem sie mit dem Käse fertig war und den Rest in zwei Teile geschnitten hatte, wovon sie eines an Miandra weiterreichte. „Hier, bitte. Schauen wir mal, ob mit dem Brot noch was anzufangen ist.“
Vernita grinste, als sie sich den Laib an sich nahm und diesen durchbrechen wollte, was aber schwieriger wahr, als man meinen würde. Die Elfe hatte sichtlich Schwierigkeiten den steinharten Laib zu brechen. „Meine Güte“, meinte sie angestrengt. „Das Zeug ist ja härter als so mancher Streitkolben, den ich schon in Händen hielt. Den sollten wir mitnehmen. Wen auch immer wir das Ding an den Kopf werfen, dürfte so schnell nicht mehr aufwachen.“
Schließlich schaffte Vernita es doch, das Brot zu zerteilen, wobei es ein Geräusch gab, als würde Holz brechen. Anschließend legte sie eine Hälfte auf den Tisch und untersuchte die andere, wobei sie zufrieden nickte. „Dachte ich mir doch. Das Innere kann man noch essen. Du wirst es nur mit den Fingern aus der Kruste pulen müssen.“
Nun schnitt sie noch die Wurst und die Speckschwarte in zwei Hälften und gab jeweils eine davon Miandra. Den Salat hatte sie links liegen gelassen, da dieser nicht mehr zu retten war.
„Hier. Lass’ es dir schmecken. Das wird fürs erste reichen müssen, fürchte ich, aber besser als nichts. Und wir werden all unsere Kraft brauchen, also schön alles aufessen, ja?“ sagte die Elfe betont fordernd und zeigte dabei mit dem Messer in Miandras Richtung. Doch ihr Grinsen verriet, dass sie das Ganze nicht ernst meinte. Dann legte sie dieses auch schon zur Seite, entkorkte die Flasche Wein und nahm gleich einen Schluck daraus.
„Na ja, zumindest schmeckt der Wein ganz ordentlich. Was will man auch mehr?“ lachte sie und gab die Flasche gleich weiter. „Und? Hast du wenigstens gut geschlafen?“
#2174
Posté 04 septembre 2011 - 10:26
„Ja Mama“, erwiderte sie nur scherzhaft mit einem breiten Grinsen, als ihr Vernita spaßhalber mit dem Messer drohte, und hüllte sich etwas von dem weicheren Kern des Brotes heraus, um dies zusammen mit dem Käse, der Wurst und dem Speck zu verzehren.
„Ja ich habe gut geschlafen“, erwiderte sie etwas leise ohne das weiter auszuführen, wobei man die Gründe wahrscheinlich an ihrem leicht verträumten Blick ablesen konnte.
Doch als sie so einen kurzen Moment schweigend am Tisch saßen und aßen, schweiften ihre Gedanken kurz zurück in eine Zeit wo ihre Mutter noch das Essen auf den Tisch gestellt hatte. Vielleicht hatten sie Vernitas Worte daran erinnert, aber wieso genau sie darauf kam wusste sie nicht. Niemals hätte sie es gewagt auch nur einen Krümel von der Mahlzeit übrig zu lassen, auch wenn es ihr nicht schmeckte, aber das war für Miandra eben normal gewesen. Nahrung kostete viel Arbeit und durfte nicht verschwendet werden. Und bei diesen Gedanken musste sie an das denken, was ihr im Nichts widerfahren war.
„Ich habe meine Familie wiedergesehen“, sagte sie unvermittelt und nahm einen Schluck aus der Rotweinflasche. Wahrlich ein guter Tropfen. „Im Nichts meine ich“, fuhr sie fort als sie die Flasche wieder abstellte und sich erneut an dem Brot zu schaffen machte.
„Wir saßen auch zusammen und haben gegessen, meine Mutter, mein Vater und mein Bruder, aber es war anders als sonst. Ich musste keine Gebete oder Danksagungen an den Erbauer richten, oder auf meinen Vater warten bevor ich den Teller anrühren durfte. Ich durfte einfach das essen, was auf dem Tisch stand. Und meine Mutter hat es tatsächlich interessiert ob mir das schmeckte, was sie da gezaubert hatte, und sie fühlte sich gekränkt da sie glaubte es wäre für meinen Gaumen zu langweilig“
Miandra machte eine kurze Pause, nahm noch einen kleinen Schluck aus der Flasche und reichte diese anschließend an Vernita weiter.
„Das tat sie eigentlich nie. Und mein Vater nahm mich sogar noch in Schutz“, Miandra schüttelte ungläubig den Kopf. „Und die beiden sahen so glücklich aus…“
Kurz starrte Miandra ein wenig wehmütig auf die Tischplatte, bevor sie wieder aufblickte und Vernita dabei ein zaghaftes Lächeln schenkte. „Wie klein die Träume einer Kinderseele doch sind.“
Anschließend widmete sie sich wieder dem Essen welches vor ihr lag. Sie wusste nicht wieso sie der Elfe das gerade erzählt hatte. Vielleicht, weil sie diese einfach nicht anschweigen wollte, und es ihr gerade in den Sinn kam. Vielleicht aber auch, weil sie es einfach loswerden wollte. Vielleicht aber auch einfach aus anderen Gründen die sie nicht verstand. Anschließend schwieg sie, obwohl die Frage danach, ob Vernita etwas Ähnliches erlebt hatte, schon fast auf ihrer Zunge lag, doch sie verkniff es sich dann doch. Die Elfe würde es ihr schon erzählen wenn diese es wollte.
Modifié par Kaysallie, 05 septembre 2011 - 02:54 .
#2175
Posté 05 septembre 2011 - 02:56
„Ich wurde daran erinnert, dass das Schicksal meiner Familie, als Lustsklavin für einen adeligen Menschen zu dienen, mir schon im Kindesalter sein Siegel aufdrückte. Du musst wissen, bevor er sich mich als sein Opfer aussuchte, war es meine Mutter, welche er regelmäßig zu sich holte, um sie zu vergewaltigen. Das hatte zur Folge, dass ich als Kind meinen einzigen Spielkammeraden verlor, weil seine Mutter ihm eines Tages verbot, sich weiterhin mit mir abzugeben. Sie hielt unsere Familie für Abschaum, da sich meine Mutter mit einem Menschen eingelassen hatte. Dass dies nicht freiwillig geschah, das interessierte niemanden. Obwohl…“
Vernita überlegte kurz, wobei sie einen großen Schluck aus der Flasche nahm, welche Miandra ihr gegeben hatte. Danach sah sie noch einen Augenblick versonnen auf den Tisch, während sie das Gefäß in ihrer Hand drehte. „Mir wurde im Nichts ebenfalls wieder der Tag vor Augen geführt, an dem dieser Bastard sein Augenmerk von meiner Mutter auf mich übertrug. Und ich erinnerte mich wieder ganz genau an das, was meine Mutter mir in dieser Nacht offenbarte. Sie sagte mir, dass sie das Ganze nur auf sich nahm, weil sie fürchtete, dass dieser adelige Abschaum ansonsten ein Massaker unter unseren Leuten anrichten würde, so wie es wohl schon des Öfteren der Fall gewesen sein soll. Und nur aus diesem Grund, hätte sie sich niemals dagegen zur Wehr gesetzt. Doch war das wirklich so? Je mehr ich darüber nachdenke, desto eher glaube ich, dass sie tatsächlich freiwillig die Geliebte dieses Menschen geworden war. Ansonsten macht das Ganze für mich keinen Sinn.“
Eine Träne löste sich aus dem rechten Auge der Elfe, was diese allerdings gar nicht bemerkte. „Warum sollte sie sich auch für ein Volk opfern, welches ihr dafür zum Dank nur Ablehnung und Verachtung entgegen brachte? Und durch ihre Passivität war sie ja sogar im Begriff, mich demselben Schicksal zuzuführen. Doch das konnte und wollte ich nicht tun. Und wie du weißt, habe ich das auch nicht. Auch wenn meine Rache an diesem Hurensohn einen hohen Preis gefordert hat…“
Wieder hüllte sich die Elfe in Schweigen, während sie lustlos die letzten Reste ihrer Portion verspeiste, wobei sie nach wie vor geistesabwesend auf die Tischplatte stierte. Schließlich hob sie erneut den Blick und sah Miandra direkt in die Augen. „Wir sollten uns bereit machen. Es wird Zeit, mit diesen Lumpenpack abzurechnen.“





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