Aliens Crew wrote...
Und warum klappt das Eintauchen in die Spielwelt bei Awekening nicht? Weil die alten Charaktere nicht mehr dabei sind?
Ja. Immersion muss differenziert werden, zum einen gibt es die, von der du sprichst, d.h. eine glaubhafte, nachvollziehbare Welt, in der sich der Spieler "wohlfühlt" und in die er "hineingesaugt" wird.
Immersion geht aber noch weiter, denn wenn der Spieler einmal in einer Welt "drin" ist, dann sollte er auch darin bleiben - und in DA:O funktioniert das über die Charaktere, zu denen man ein Band aufbaut und die einem, zum Teil, ans Herz gewachsen sind. Das hat in DA:O super funktioniert und eigentlich auch bis zum Ende konsequent gut geklappt: alle Charaktere hatten ein sinnvolles "Nachleben" im Epilog. Die einzige Ausnahme war eben die Romanze des Helden, die eigentlich bei ihm bleibt...und dann in Awakening z.B. bei Leliana mit einem Brief abgespeist wird. Das ist ein starker Bruch in der stimmigen Spielwelt und fördert die Immersion nicht gerade. So ein Brief wäre eine gute Idee für einen "ungebundenen" Charakter gewesen, z.B. Alistair, der sich für sein Kleinkindverhalten im Redeemer Ending entschuldigt, aber bei einer "gebundenen" Person ist das extrem unglaubwürdig und, de facto, schlechtes Gamedesign, das man von Bioware eigentlich nicht gewohnt ist. Ob Gefährten oder nicht ist weniger wichtig, aber zumindest ein kurzes Auftauchen wäre Pflicht gewesen, bei Wynne klappt's doch auch.
Keiner wird sich beschweren, dass es bei DA2 eine neue Gruppe gibt und einen neuen HC, aber bei einer Erweiterung erwarte ich, dass man nicht mit der Geschichte bricht, sondern diese weiterführt - das hat fast überall geklappt, nur eben der Romanzen-Teil ist ein echter Stilbruch und mindert den eigentlich recht guten Gesamteindruck von Awakening.





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