Die Sovereign stellt für mich ein klassisches Bauernopfer dar. Anstatt alle gemeinsam aufzubrechen, schickt man einen einzelnen Reaper voraus, nachdem die Keeper nicht auf das Signalintervall reagiert haben, um die stärken und schwächen der derzeitigen Spezies abzutasten.
In ME2 arbeiten die Kollektoren in ihrer Basis an einem Reaper, vermutlich.
Dies würde bedeuten, dass Reaper gebaut werden können, was wiederum bedeuten würde, dass Reaper nicht "einfach sind" (Entgegen Sovereigns Behauptung). Erschaffene Konstrukte, die vermutlich, aufgrund der Nutzung von Untergebenen, nicht in der Lage sind sich selbst zu reproduzieren. Was mich zu der Hypothese verleitet, dass die Reaper einst von einem Volk erschaffen wurden.
Der Reaper der Kollektorenbasis hat das optische Aussehen eines Menschen, für seine erstellung werden hunderte, tausende Menschen benötigt. Anhand der Theorie, dass die Kollektoren mit ihrem Großen Schiff die Erde selbst überfallen wollen, und der Reaper der Kollektorenbasis, trotz relativ weniger Kolonisten, einsatzbereit ist, legt die Vermutung nahe, dass er nicht als einziger Geplant war, sondern mehrere davon.
Ausgehend von alledem ist meine Vermutung, dass die Reaper, aufgrund eines Mangels, anderer Schwächen oder der gleichen gezwungen sind, alle 50.000 Jahre eine neue Spezies im All ausfindig zu machen, um diese zu überfallen und sich selbst zu reproduzieren. Hierzu würden die Worte der Sovereign auf Virmire passen. Nicht wortwortlich sagt die Sovereign dort, dass sie zivilisationen beobachten, ihnen technischen Fortschritt gewähren (z.B. durch das finden der Citadel), sie erblühen lassen, und am Gipfel ihrer Existenz, dann wenn sie am mächtigsten sind, zuschlagen und in ihre eigene Rasse umwandeln. Das letzte mal waren es die Protheaner, die in der Galaxie als große, technisch fortgeschrittene Macht bewundert werden. Jetzt fällt die Wahl auf die Spezies, die dem "Bauernopfer" Sovereign erfolgreich Widerstand leistete: Den Menschen.
Eine weitere Theorie wäre, dass die Reaper ihre Rasse aufstocken wollen. Die Protheaner als technisch versierte, die Menschen als Kämpfer. Diese Theorie scheitert allerdings daran, dass die Protheaner den Reapern technisch unterlegen waren.
Wie dem auch sei. Die Tatsache, dass ein so allmächtiges Volk ein "Bauernopfer" einsetzt um die derzeit existierenden Völker zu erkunden. Dass sie ihre Handlanger, die Kollektoren, einsetzen um die Menschen zu fangen und zu verarbeiten anstelle von anfang an wie eine Welle über die Galaxie zu kommen, lässt für mich zwei entscheidende Schlussfolgerungen zu, die unserem Shepard gefallen könnten.
1. Die Reaper fürchten sich vor der potenziellen Stärke der Völker und schicken aus Vorsicht nur einen statt ihrer Gesamten Macht, um gegebenenfalls nicht alle Vernichtet zu werden. Ergo sind sie nicht so mächtig wie sie uns glauben machen wollen und durchaus auch von selbstzweifeln bestimmt.
Eine Macht wie die Reaper fürchtet sich nicht einfach so, ausgehend von meiner Theorie, dass sie sich als Volk nicht selbst reproduzieren können, würde dies bedeuten, dass eine Niederlage ihrer "Großen Armada" ihre vielleicht entgültige Vernichtung wäre. Was zudem implizieren würde, dass ihre Zahl nicht unendlich, wenn auch sehr groß wäre. Sprich: Jeder tote Reaper ist ein Sieg!
2.Dass sie nach dem versuchten Blitzartigen Überfall und der "Säuberung" durch die Kollektoren, jetzt gezwungen sind mit ihrer ganzen Macht frontal anzugreifen ist für mich ein Anzeichen für deren Rastlosigkeit. Etwas sitzt den Reapern im Nacken, ob es der Zahn der Zeit ist, oder noch mächtigeres als die Reaper (Ich glaube Jakob macht einmal so eine Bemerkung, bin mir aber nicht sicher, dass er ab jetzt für die Kollektoren, die Reaper oder was sonst alles, bereit wäre) ist kann ich nicht sagen. Aber ihr Angriff ist ein von Zugzwang genötigter Akt, eine Flucht nach vorn. Defakto handeln sie zwar routiniert aber trotz 50.000 Jahren Vorbereitung und Warten schlussendlich überstürzt. Ihr überstürztes handeln wird zu Fehlern führen, und Fehler kann sich ein Volk auf der Kippe der Vernichtung nicht leisten.
Fazit: Für ME3 wird es eine Vielversprechende Story und eine Epische Schlacht, denn entweder siegen die Reaper oder es siegt die Galaktische Allianz. Beide stehen zum Beginn von ME3 an der Schwelle ihrer Vernichtung, beide haben das Potenzial zu überleben, und beide tragen den Samen ihres eigenen Untergangs in sich. Gewiss ist nur, was geschehen wird, werden wir selbst in der Hand haben, dank unserem Alter Ego Commander Shepard. (Der Übrigens ob für Cerberus, die Allianz oder Spectre, eine Beförderung verdient hätte!
Ich würde gern eure Meinungen, Kommentare, Ideen dazu hören. Vor allem, weil Bioware nicht dafür bekannt ist einer Partei oder einer Gruppe ein bestimmtes Klischee aufzubürden. Sie legen Wert darauf, dass die "Feinde" in ihren Spielen nicht eine Masse, sondern durchaus auch differenziert sein kann.
Beispiele dafür sind Reavn, der Sithlord der als Jedi oder Sith zurückkehren kann in Kotor, Kreia aus Kotor 2 Die Gut wie Böse ist. Ausserdem sind ähnlichkeiten der Mandalorianer und der Kroganer nicht völlig zu leugnen. Bei ME2 wird der allgemeine Feind "Geth" plötzlich differenziert in "Geth" und "Heretics" zudem erhält man mit Legion Einblicke in ihr Volk. Und die Guten sind auch nicht "Gut" - Korruption, Sklaverei, Kriminalität, Hass, Krieg etc.
Lange Rede, kurzer Sinn: Bioware stellt keine Gruppierung in Schemata wie Gut und Böse, warum sollte es mit den Reapern anderst sein?
Mit besten Wünschen
euer Rabe_Nimmermehr





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