Warum muss man überhaupt irdische Dialekte in ein Fantasy-Reich integrieren?
Naja, Thedas weist schon sehr viele Parallelen/Bezüge zum europäischen Mittelalter auf: Ferelden als altes England/Wales/Schottland, Orlais als Frankreich, Antiva in Anlehnung an italienische Stadtstaaten, das Tevinter Imperium als byzantinisches Reich. Da ist es nur verständlich, dass auch reale Sprachen, Dialekte und Akzente herangezogen werden.
Mir persönlich gefällt dieser Aspekt. Ich kann aber auch verstehen, wenn man lieber auf ein Setting mit komplett neuen Sprachen und Dialekten baut.
Sprache ist halt sehr wichtig um auch Unterschiede der Völker klar zu machen. Ein Arishok ist eben kein kleiner Lausbub der daher redet, er ist eben ruhig, wissend, ein wenig über den Dingen stehend.
Da die Gebiete eben, wie schon ein paar Mal gesagt wurde, an reele Regionen angelehnt sind, würde das an sich schon passen. Aber im Deutschen funktioniert das kaum, da hat man das eher über die Art und Weise des Redens, über "hörbare Intelligenz". Als Beispiel fällt mir da nur der "Bettler" im Elfenviertel von Denerim ein. Er sprach eben recht einfach, immer ein "Messere" uswusf. Jedwede adlige Person eben "gehobener". Wie gesagt, deutsch ist dafür mMn leider die falsche Sprache um das zu akzentieren / dialektisieren. Im Englischen funktioniert das besser.
Ja, sie haben die Regionen an alte Reiche aus dem Mittelalter angelehnt, schön und gut. Fand ich auch schon überflüssig. Man hätte auch anders darstellen können, dass Orlais mit Ferelden verfeindet ist, ohne auf das alte England/Frankreich anzuspielen. (Meine Ansicht).Aber warum deshalb die Dialekte übernehmen? Dann hätte man es besser so regeln können wie im alten Kotor, wo einige Chars in huttisch gesprochen haben und untertitelt wurden.
Anderes Beispiel dazu. Ich kenne die englische Version von ME 1+2 zwar nicht, habe aber gelesen, dass Tali dort im Original einen mexikanischen Akzent hat. Passt das auch? Immerhin ist sie nicht einmal ein Mensch...
vaqueholic wrote... Nur sollten sie das bitte nicht auf die Sprache übertragen. Im Fall der beiden Launcets ist das als Sidekick ja evtl ganz witzig, aber ein DA in Orlais nur damit wäre eine Katastrophe.
In DA 3 also in Orlais werden wir zu 99,9% hochdeutsch hören. Die Liebhaber der englischen Fassung wird es aber freuen.
Eine Frage an euch: Anders wurde in der englischen Fassung ja umbesetzt. Hätte man dies auch in der deutschen Version tun soll um zu zeigen das er sich für verändert hat oder ist es ok wie es ist?
Ich vertrete letzteres, da es ein angenehmes Gefühl ist einen vertrauten Charakter mit seiner bekannten Stimme wiederzuhören.
Ich finde wie gesagt dass der deutsche Sprecher gut auf seine witzige Seite passte, aber in den ernsten Szenen von DA2 die ich auf Deutsch gesehen habe kam er einfach nicht halb so gut rüber wie der neue englische Sprecher. Vielleicht auch weil dessen Stimme dunkler ist. Aber genauso hätte wohl Anders' erster englischer Sprecher nicht mehr so gut gepasst.
Ich finde es übrigens witzig dass die deutsche Synchro in keinem Falle außer Anders Kontinuität erfährt und ausgerechnet der erfährt im Englischen keine^^
Modifié par Porenferser, 05 juillet 2011 - 03:29 .
Ja, sie haben die Regionen an alte Reiche aus dem Mittelalter angelehnt, schön und gut. Fand ich auch schon überflüssig. Man hätte auch anders darstellen können, dass Orlais mit Ferelden verfeindet ist, ohne auf das alte England/Frankreich anzuspielen. (Meine Ansicht).Aber warum deshalb die Dialekte übernehmen? Dann hätte man es besser so regeln können wie im alten Kotor, wo einige Chars in huttisch gesprochen haben und untertitelt wurden.
Untertitel wären auch eine nette Idee gewesen. Die ganzen Gespräche mit bzw. zwischen den Dalish oder den Zwergen hätten damit pirma funktioniert.
Ich kann nur für mich sprechen, aber ich finde die Ähnlichkeiten mit den europäischen Staaten und Königreichen gerade deshalb so gut, weil sie meiner Meinung nach eine stärkere Immersion ermöglichen. Ich für meinen Teil bin kein Fan von High Fantasy (mehr), ich bevorzuge Dark Fantasy mit einer gewissen, "realistischen" Note. Ich mag überschaubare Welten - was nicht bedeutet, dass ein Setting mit wenigen Rassen, Götter, Ländern etc. nicht auch komplexe Strukturen aufweisen könnte.
Ich befürchte, diese Abneigung verdanke ich vielen Jahren des DSA Spielens und einer gewissen Sättigung diesbezüglich.
Bei einem Fantasy-Setting sollte eher auf Bezüge zu unserer Vergangenheit verzichtet werden. Denn ansonsten ist es für mich kein Fantasy mehr sondern eher historisch.
Jein. Bezüge zur Realität kann man immer und überall finden. Ob gewollt oder nicht, man findet sie.
Zudem kann man dem DA-Universum nicht wirklich vorwerfen, dass es solche Dinge überstrapaziert. Da gibt es ganz andere Konsorten...
Porenferser wrote... Ich finde wie gesagt dass der deutsche Sprecher gut auf seine witzige Seite passte, aber in den ernsten Szenen von DA2 die ich auf Deutsch gesehen habe kam er einfach nicht halb so gut rüber wie der neue englische Sprecher.
Ich finde das der Eindruck täuscht. Tammo Kaulbarsch war richtig toll. Ich habe ihn richtig den Freiheitskämpfer für die Magier abgenommen. Die ernsten Stellen hat er auch super gemeistert.
Ich finde es übrigens witzig dass die deutsche Synchro in keinem Falle außer Anders Kontinuität erfährt und ausgerechnet der erfährt im Englischen keine^^
Nur bei Alistair ist das wirklich bedauerlich. Alle anderen waren ok oder besser als die bisherigen Sprecher.
Bei Anders haben sich die deutschen Verantwortlichen hat gesagt, das es sich bei ihm lohnt.
Aber warst du nicht der der sagte Wechsel bei Hauptfiguren sind grundsätzlich schrecklich? =P
Ja für Hauptfiguren. Also Shepard und Hawke oder wiederkehrende Leute wie Anders, Garrus oder Joker. Sprich wenn eine Person eine wichtige und längere Rolle spielt.
Bei einen Cameoauftritt wie bei Nathaniel, Gerechtigkeit oder Flemeth ist es anders. Da kann ich nicht verlangen das sie den bisherigen Sprecher casten. Das wäre nett, aber es geht auch ohne.
Aber ein Wechsel bei der Hauptfigur sprich den Helden ist für mich unerträglich.
Edit: Alistair war zwar auch nur ein Cameo, aber Martin May hätte sich trotzdem gelohnt, weil es ja drei verschiedene Cameos gibt.
Wieso kann man das nicht verlangen? Verstehe ich nicht. Klappt im Englischen doch auch. Und auch bei Filmen und Serien.
Weil Firmen wie EA das nicht wert ist. Warum sollte man extra einen Martin May nach Berlin holen, wenn man auch einen Frank Schröder, der Berlin lebt, haben kann.
Wieso kann man das nicht verlangen? Verstehe ich nicht. Klappt im Englischen doch auch. Und auch bei Filmen und Serien.
Weil Firmen wie EA das nicht wert ist. Warum sollte man extra einen Martin May nach Berlin holen, wenn man auch einen Frank Schröder, der Berlin lebt, haben kann.
Anakan betet Tonworx, auf Wunsch von EA natürlich, Martin May ein paar Zeilen aufnehmen zu lassen und das Ergebnis an Anakan übermitteln. Nicht anders ist es bei Tanja Dohse abgelaufen.
Aliens Crew wrote... Anderes Beispiel dazu. Ich kenne die englische Version von ME 1+2 zwar nicht, habe aber gelesen, dass Tali dort im Original einen mexikanischen Akzent hat. Passt das auch? Immerhin ist sie nicht einmal ein Mensch...
Ja. Siehe hier:
Ich finde den Akzent sehr süß. Übrigens sprechen viele der Quarianer in einem Akzent. Idiotischerweise aber nicht alle, wie z.B. Reegar, der sehr stereotyp nach amerikanischen Soldat klingt. Das wurde wie bei Orlais wohl gemacht, um die Anlehnung an ein nomadisches Zigeuner-Volk zu verstärken.
Ich mag Akzente total. Dadurch kann man einer Figur mehr Persönlichkeit geben, finde ich. Und eben, wie hier schon gesagt wurde, regionale bzw. staatliche Zugehörigkeit vermitteln. Oft wird auch Britisch und Amerikanisch genutzt um Standeszugehörigkeit zu vermitteln. Die reichen Leute haben immer nen britischen Akzent Die Zwerge haben alle nen amerikanische Akzent....bis auf Bodahn! Wirklich konsequent war BW da nicht *g* Andererseits kann man seinen Akzent ja auch verlieren, wenn man lange genug woanders gelebt hat. Maßlos irritiert war ich von Zevran's spanischen Akzent. Den finde ich soooo schrecklich! Aber es sprechen ja irgendwie alle in Antiva so.
Ich bevorzuge irdische Akzente statt neue Sprache mit Untertiteln zu erschaffen. Es reicht mir, wenn einzelne Wörter der verschiedenen Rassen eingeworfen werden, wie bei den Dalish oder den Quarianern.
Naja slawisch ist das nicht. Wenn du einen slawischen willst:
Aber wirklich mexikanisch / spanisch ist das nicht, auch wenn ich den eigentlichen Gedanken nachvollziehen kann.
Der Akzent wird nur verwendet, um irgendwelche sterotypischen Muster aufzuzeigen. Warum gilt der britische Akzent z. B. als nobel oder gehoben. Wenn man liest, hört oder sieht, wie sich viele Briten im Urlaub z. B. aufführen, so müsste doch eigentlich das Gegenteil der Fall sein. Das hört sich jetzt zwar nach einem Vorurteil an, und es werden auch nicht alle Briten so sein, aber es zeigt auch, dass der Akzent allein nicht einen gewissen Stand ausmacht. Da gehört schon weitaus mehr dazu.
Mit der Sprache und Ausdrucksweise kann man da viel machen, ohne auf Akzente zurückgreifen zu müssen. Wer natürlich Akzente mag, der soll sich daran ruhig erfreuen. Ich für meinen Teil erachte sie als überflüssig und bei Außerirdischen wie z. B. Tali sogar als albern, zumindest solange es sich dabei um einen irdischen Dialekt handelt. Ist einfach unlogisch.
Ist auch unlogisch. Zumindest bei Dialekten. Aber wie du selbst sagst, die Ausdrucksweise macht schon einen enormen Unterschied, aber woher denn sonst nehmen, wenn nicht aus der Realität?Genau daher kennen wir ja die Sprachen und ihre Nuancen, Intonierungen uswusf.
Ich weiß wirklich was du meinst, aber wenn kein irdischer Dialekt, welcher denn dann? Außerirdischer?Weiß nicht, wie s bei dir ist, aber mein extraterrestrisches Marsianisch und Saturnisch sind eher weniger gut.
Bei Außerirdischen, welche einen Translator benutzen, um die irdische Sprache englisch (deutsch - je nach Spieleinstellung) zu sprechen, dürften schon aus diesem Grund keinen Akzent sprechen, eben weil die Übersetzung durch eine Maschine erfolgt.
Und bei anderen kann man ja auch einen Dialekt erfinden. Beispiel: Bei den Japanern kommt es ja teilweise zu Verwechslungen zwischen den arabischen Buchstaben "r" und "l". Warum nicht etwas ähnliches für eine Alien-Spezies erfinden? Ist das so schwierig?
Und Ausdrucksweise hat ja nix mit Dialekt zu tun. Da ist es doch okay, dass aus unserer Sprache abzuleiten. Die Bandidos sagen z. B. "ey alter", während der Fürst einen mit "werter Herr" anspricht.
Bei Mordin haben sie versucht ihm eine individuelle Sprechweise zu geben, die ich auch äußerst gelungen finde.
Wäre eine solche individuelle oder rassische Sprechweise etwas womit du dich anfreunden kannst, Aliens Crew?
Hat er ja im Deutschen auch gemacht, da sprach er auch so schnell, dass man mit dem Zuhören kaum nachkam. Das fand ich z. B. sehr gut, da es auch zur Spezies der Salarianer passt. So auch, dass die Hanar so übertrieben geschwollen reden oder die Elcor so laangsaam und monoton. Diese Dinge sind ja auch originell und geben dem Ganzen eine besondere Note. Also bei solchen Ideen auch von mir: Daumen hoch!