^ Doch, ich finde schon, dass man eine Menge über ihn erfahren kann. (Aber natürlich kann man meiner Meinung nach ohnehin nie genug mit seinen Gefährten reden, was ich besser finde, als Köpfe einzuschlagen

).
Man erfährt von ihm die eher tragische Geschichte, dass seine Mutter, eine Dalish-Elfe einen armen Holzfäller geheiratet hat, der dann gestorben ist, sodass sie sich im Bordell verdingen musste (ist etwas klischeehaft, aber Zevran drückt ja nicht auf die Tränendrüse, sondern ist eher tough). Dann ist die Mutter bei seiner Geburt gestorben und er wurde von den anderen Huren aufgezogen, bis er mit 7 (?) Jahren an die Krähen verkauft wurde, wo man ihm eben schon früh das Töten eingeimpft hat. Er hat also nie was anderes gelernt und hat genug Biss gehabt, in seinem Beruf gut zu werden. Wenn man das Ansehen bedenkt, dass die Krähen in Antiva genießen, scheint er nicht soo schlecht damit zu fahren.
Je nach Charakter, den man spielt, kann ich aber auch gut verstehen, dass man mit seiner Lebensphilosophie nicht so gut klar kommt

. Es ist aber auch nicht so, dass er keine Fehler eingestehen würde oder seine Taten nicht auch bedauern kann. Man merkt das wenn er dem Hauptcharakter von dem "Verrat" von dieser Frau erzählt, in die er verknallt war.
Bei dem Hintergrund ist es irgendwie logisch, dass Zevran jemand ist, eher auf "ungezwungene" Beziehungen setzt (wer weiß, ob man am nächsten Tag überhaupt noch lebt) und mit Wörtern wie "Liebe" sehr vorsichtig ist. Gefühle zuzulassen fällt ihm eben sehr schwer. Und als Hauptcharakter hat man die Möglichkeit, positiven Einfluss auf ihn auszuüben, indem man ihm Freundschaft und Vertrauen entgegenbringt. Im Grunde genommen will er ja wirklich die Krähen verlassen, er braucht eben nur so eine Art Anker, der ihn in seinem neuen Leben hält. Wenn der Hauptcharakter ihm das Gefühl gibt, dass mehr für ihn drin ist, als ein Leben als Meuchelmörder, dann ist er meiner Meinung nach sehr froh, sein Leben ändern zu können. Den höchsten Vertrauensverlust bekommt man daher auch, wenn man ihn z.B. wegen einer anderen Romanze in den Wind schießt oder wenn man ihm sagt, dass er einen ja schließlich töten wollte und man ihm immer noch nicht traut. Im Grunde genommen wartet er ja nur auf Gelegenheit, sich beweisen zu können, aber er braucht eben auch einen Anreiz.
SPOILER:
Je nachdem, welches Ende man wählt, erfährt man ja auch, dass Zevran z.B. beim Aufbau der Grauen Wächter hilft, sofern man am Ende überlebt hat. Diese Aufgabe sieht er als ehrenhaft an. Stirbt der Hauptcharakter aber, dann versuchen mehrere Meister der Krähen Zevran zu beseitigen, was keinem von ihnen gelingt, weshalb die Krähen schließlich Zevran selbst zum neuen Meister machen. Es wird dann noch erwähnt, dass er nie wusste, ob das nun ein Sieg oder eine Niederlage ist.
Modifié par Caja, 01 mars 2011 - 11:07 .