Ich habe Dragon Age Origins geliebt und eben wieder ein
neues Spiel gestartet.
Was mir dabei aufgefallen ist:
Habe gerade Alistair getroffen und bis dahin mehr über jede Sprachsequenz
nachgedacht (obwohl ich diese schon mindestens 5 mal durchgespielt habe) als in
DA2 in 15 stunden Spielzeit. Mehr konnte ich nicht da ich zunehmend müder wurde
und anhand von desintresse angefangen habe die Dialoge zu überspringen. Sobald
ich das 3-5 mal gemacht habe, habe ich das Spiel auf die Seite gelegt.
Ich weis das es da nicht allen so geht aber ich selber brauch eine Story die
leicht geführt wird, sonst spiel ich lieber ein mmorpg. Kleine Questhäppchen
die kaum meinen Intellekt fordern interessieren mich nicht. Zudem wenn ich dann
schon am Grinden bin hätte ich wenigsten gerne das der Drop sich lohnt. Die
Geschenke im ersten Teil haben mich dazu verleitet jeden Winkel nach Kisten
abzusuchen und jeden Händler zu finden. Hier habe ich schon nach den ersten
paar Questen keine Lust mehr mich zu bücken um was aufzuheben. Da ich kaum was
interessantes finde und Sovereigns... naja, davon hatte ich mehr als ich
ausgeben könnte. Mit Kisten zu reden um einen Handel zu tätigen ist auch nicht
gerade stimmig.
Es mag sein das im weiter Spiel Entscheidungen zu fällen sind die wichtig für
die Geschichte sind und auch Wendungen und Themen haben die interessant sind.
Doch was habe ich davon wenn ich zuerst 20 Stunden dafür arbeiten muss.
Da ich weder zu mir selbst noch zu meinen Begleitern eine Bindung verspüre
bleibt auch der Teil der mir am ersten Teil am meisten Spass gemacht hat
verschlossen. Wieso ich diese Bindung nicht spüre... naja, da komme ich zu
einer Frau (deren Name ich wieder vergessen habe) und sie sagt "hallo
wie geht's lang nicht gesehen"... aha wie lang nicht gesehen dich kenn ich
nicht!
Das ist mein Charakter also ich eigentlich... und ich kenn jemanden nicht.
Warum? Zudem unnötig so was einzubauen. Wenn ich schon ein Jahr überspringe
möcht ich nicht danach an Ereignisse erinnert werden von denen ich nichts weis.
Liebschaften:Meine Liebschaften in grossen Sprüngen zu erleben ohne das ich die Charaktere
wirklich kenne nimmt mir auch das Interesse daran. Wieso finde ich ihn toll
wieso liebe ich ihn? ka und obs der Magier Anders ist oder der Krieger ist, ist
mir einerlei... (wie hiess der Elf (der wie ein Jüngling von 15 Jahren
aussieht) noch mal?)
In Teil eins als Alistair mich gut mochte und Zevran mich zu sehr mochte von
Alistair darauf angesprochen zu werden hat mich echt verblüfft und wieder eine Entscheidung
die nicht ganz so einfach war. Vor allem da ich fest entschlossen war mit
Zevran was anzufangen... naja blieb an Alistair hängen hab's nicht übers Herz
gebracht. Das sagt schon mal viel über die Gestaltung meiner Begleiter aus.
Auch konnte ich selber entscheiden welches Tempo die Liebschaft hat so habe ich
mal erst gegen ende des Spiels mich darum gekümmert und ein anderes mal gleich
an Anfang. Das erstaunliche war dabei auch das ich dadurch andere
Gesprächoptionen kriegte. Zum Beispiel als mir Alistair erzählt das er ein
Königsohn ist. Ist man schon in seiner Gunst darf man dazu sagen, also der
Gedanke das Alistair ein Prinz ist sei verlockend. Diese Option habe ich nicht
wenn ich mit ihm nur gut Freund bin. Die Vielfalt und die Reaktionen machen die
Gespräche interessant und auch wichtig. Zumal man auch selber entscheiden kann
wann man mit wem sprechen will. Unterwegs einen Kuss zu erhaschen gehört für
mich zum verliebtsein einfach auch dazu.
Die Veränderung der Begleiter wenn sie dich mögen ist herrlich. Wenn ich ihm
Kampf Morrigan anspreche und sie kichert oder Alistair ja liebste sagt oder
mich die beiden eher anmurren ist für mich auch ein teil dessen was die
Begleiter für mich sind. Ich könnte jeden meiner Begleiter beschreiben in Origins
gutes wie schlechtes erzählen und in teil zwei ... da krieg ich Begleiter mit
vorgefertigten Charakterzügen die weder zu entdecken noch veränderbar sind.
Zumal die Gespräche zu vertiefen mich total irritiert hat. Da ich dadurch
schlussendlich nicht mehr genau wusste was er zu Begin gesagt hat und was ich eigentlich
darauf antworten wollte. Das Thema vertiefen heisst nicht ein tiefgehenderes
Gespräch zu führen sondern die begonnene Diskussion aus dem Kontext zu reissen
um sie danach genau am Anfang wieder fortzuführen....
Ich:Mein Charakter bin ich wenn ich ihn so spielen kann wie ich möchte und das Gefühl
kriege genau das was ich tue mir widergespiegelt wird. Mich mit den Situationen
zu beschäftigen und Meinungen mir überlassen werden. In DA2 bin ich ein
Flüchtling der mit einem guten Schwert und einer Polierten Rüstung rumrennt.
Also ich kauf mir den Flüchtling nicht ab. Geld zu verdienen um noch mehr Geld
zu haben? aha?! und zack in die Tiefen Wege und wieder raus... Haus
da Rüstung und Schwert sehen immer noch gleich aus... hmm ja... und nun? Also
ich bin wie losgelöst.. wieso eigentlich bin ich so viel stärker als alle
anderen? Die Wache kann die Schurken nicht alleine töten ich aber schon, warum?
Held Widerwillen, Held weil ich will? Wieso sehen mich die Leute als guten Kämpfer
was macht mich zu was besonderen und gibt es nicht auch andere wie mich? In
einer Stadt die immer gleich aussieht auch nach 3 Jahren, sind es immer noch
die gleichen die die Nacht unsicher machen und vom Himmel fallen. Die gleichen
die im Armenviertel von einer Ecke zur anderen laufen und die gleichen Sprüche
bringen. Bin ich die, die da spielt?
Achja ich habe einige der so genannten Entscheidungen mehrmals durchgespielt
und nein es macht nicht wirklich einen unterschied zu was ich mich entscheide.
Es gibt sicherlich Entscheidungen in weiteren verlauf die wichtig sind doch
soweit habe ich mich nicht durchgequält.
Ich würde nicht sagen das DA2 ein schlechtes Spiel ist, es
ist für mich einfach kein Dragon Age und ich hätte es mir nicht gekauft wenn
ich gewusst hätte das in dem Spiel keine Seele vorhanden ist. Sondern das getan
was ich gerade wieder tue DAO nochmals durchspielen.
Modifié par Lunaminaris, 13 mars 2011 - 09:13 .