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"Extra Credits" nun nicht mehr bei the Escapist, aber demnächst woanders.


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3 réponses à ce sujet

#1
berserkerblob

berserkerblob
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Willkommen hier auf meinen Recyclinghof
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Wie ausgelassen der tanzt, einfach schön!

Modifié par berserkerblob, 10 septembre 2011 - 06:45 .


#2
berserkerblob

berserkerblob
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Sehr schade, "Extra Credits" nun nicht mehr bei the Escapist!
Ich weiß zwar nicht, wieviele Leute hier ExtraCredits auf escapist bisher verfolgten oder gar gut fanden,; ich gehörte hingegen zu jenen Personen, die diese Sendungen über Spiele als Kunstform sehr mochten.

ExtraCredits wurde dabei von 3 Leuten produziert: James Portnow, einem Gamedesigner und Berater, einem Animator und Sprecher der Sendungen namens Daniel Floyd sowie Allison Theus, die reguläre Zeichnerin. Wie einleitend erwähnt. handelte die Show immer um die Spiele, was sie als Medium besonders macht und was sie zur Kunstform qualifiziert. Besonders bot die Sendung den Vorteil, dass man als einfacher Spieler-Laie von einem professionellen Gamedesigner mit wahrscheinlich akademischen Hintergrund die theoretischen Grundlagen guter Spiele näher gebracht bekommen hat, ohne dass dies in einem langatmigen Frontalunterricht mündete.
Stattdessen hatte ich stets den Eindruck, das Team teile noch immer die gleiche Leidenschaft für exzellente Games wie ich. Dies und die unterhaltsame Illustration machten Extra Credits zu einem großartigen Vergnügen.

Doch nun muss ich lesen, dass extra credits von nun an nicht mehr auf escapist erscheinen wird und die in einem Forumthread aufgeführte Darstellung der Gründe für das Verlassen des Teams sind für mich als Zuschauer der Sendung beinahe erschüttern und lässt escapist nicht besonders glänzen.

Der Hintergrund ist wohl folgender:
Die Zeichnerin Alison, unverzichtbarer Teil des Teams, hatte eine Verletzung an der Schulter mal gehabt. Diese Vorverletzung hat sich über die Zeit verschlimmert, wobei ihre andere Schulter auch Probleme bereitete. Mit den sich verschlimmernden Symptomen ging die Illustratorin dann irgendwann zum Arzt, der ihr mitteilte ihre Schulter müsse unbeding und dringend operiert werden, um die Funktionsfähigkeit des Arms künftig nicht zu gefährden.
In Sorge um die Gesundheit ihrer Arme und ihr Leben als Künstlerin wandte sie sich wohl an ihre Krankenversicherung, die aber die Kosten der Behandlung über 15000$ nicht tragen wollte, da sie meinten,  die Verletzung  sei auf eine frühere Verletzung zurückzuführen.
In der Sorge um ihre Kollegin rief James auf rockethub zu einer Spendenaktion für Allison's Operation auf und diese Aufruf sollte nicht ungehört bleiben. Viele Fans der Sendungen zeigten sich großzügig, so dass die anvisierten 15000$ bei weitem übertroffen wurden. Doch dieser persönliche Erfolg Allison auf dem Weg zu einer angemessenen medizinischen Behandlung rief scheinbar auch Neid hervor, denn in dem oben zitierten Forum wird berichtet, dass die Verantwortlichen hinter escapist von dem Team einen beträchtlichen Anteil einforderten, wohl gemerkt von einer Spendenaktion für Alison.

Dieses Verhalten hat das Team von Extra Credits dazu bewogen, escapist wegen unüberwindbarer Differenzen zu verlassen, so dass auf escapist keine neuen aber auch keine alten Folgen mehr zu sehen ist.
Das Handeln des Extra Credits-Teams ist völlig verständlich, da escapist in keiner Weise wohl dabei hilfreich gewesen sei, finanzielle Mittel für Alison's Therapie aufzubringen. Der Schritt escapist zu verlassen mag daher zwar für Fans schade sein, aber menschlich gesehen ist das eindeutig nachvollziehbar.

Ich weiß zwar nicht, ob dies die ganze Geschichte ist und ob alle Behauptungen des threads wahr sind oder die Darstellung gar ausgeglichen erfolgte, doch Profit aus der Krankheit der einen und der Großzügigkeit der Fans zu ziehen ist meiner Meinung nach schon ziemlich obszön.  

Zum Glück scheinen, neue Folgen von Extra Credits auf Youtube  zu erscheinen und wenn Ihr ähnlich viel Freude an diesem Format finden könnt, dann abonniert doch einfach ihren Kanal und macht auf diese, wie ich finde, talentierte Truppe aufmerksam. Siehe auch ExtraCreditz auf twitter oder auf facebook. Ich hoffe, sie werden erneut so viele Fans finden, dass sie mit ihren Videos wieder Geld verdienen können, denn sie tun dies  letzlich auch nur nebenberuflich und es wär deshalb schade, wenn sie nicht irgendwie dafür kompensiert würden.Image IPB 

Modifié par berserkerblob, 10 septembre 2011 - 06:44 .


#3
Johnsen1972

Johnsen1972
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Habs noch nie gesehen... schade

#4
berserkerblob

berserkerblob
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Wie vielleicht von jemanden  schon bemerkt wurdem hat das Team von "Extra Credits" nun seinen neuen Sendeplatz verkündet. Fortan werden neue Episoden der Sendung mittwochs auf Penny-Arcade-TV  ausgestrahlt und ferner ist geplant, dass die alten Folgen künftig auf PATV angesehen werden können. Mit einem Beitrag über das Pacing in Spielen debütierte "Extra Credits" bereits auf seinem neuen Sendeplatz (via dem oben gesetzten Link zu erreichen). 

Bereits vor einer Woche hat das Team sein Vorhaben öffentlich gemacht, den Betrag oberhalb der Therapiekosten in eine Stiftung zur Förderung eines talentierten Entwicklerteams fließen zu lassen.
Selbst wenn dieser Schritt zeigt, dass die 3 die Spenden nicht zweckentfremden möchten, so bleibt diese Entscheidung für mich irgendwie unlogisch, denn mehr als das Doppelte des notwendigen Betrags wurde bereits nach wenigen Tagen erreicht und durch die Spendenseite offenkundig gemacht. Es ist daher für mich naheliegend, dass jene, die danach spendeten, sich bewusst waren, dass das Geld nicht mehr zur Finanzierung der Therapie notwendig war und demnach ein Überschuss an Spenden entstand. 
Eine Nutzung der überschüssigen Mittel zur Finanzierung der Produktion von Extra Credits wär deshalb nicht einmal einer Zweckentfremdung gleichgekommen und dennoch entschieden sich die Köpfe hinter der Sendung dazu, dass ungenutzte Geld der Fans für die geteilte Leidenschaft für Spiele zu stiften.

Ich denke zwar, dass dieser Schritt als respektabel anzusehen ist, glaube aber auch, dass ein auf dem Geschäftsfeld unerfahrener Indieentwickler durch schleichende Ineffizienzen Gelder aufbrauchen könnte, ohne dass signifikante Ergebnisse geschaffen werden könnten. In dem Fall hätte ich es begrüßt, wenn die Gelder lieber mit dem Ziel verwaltet würden, medizinische Nachbehandlungen zu finanzieren. Zwar soll die Stiftung auf die effiziente Mittelverwendung hinwirken, aber angesichts der Existenz Informationsasymmetrien ist es nur schwer machbar, die Effiziente Mittelverwendung sicherzustellen (die principal-agent-theory sei hier nur stichwortartig erwähnt).

Mich hat das abrt nicht zu interessieren, wenngleich ich ein wenig verwundert war.

Modifié par berserkerblob, 10 septembre 2011 - 07:37 .