Buliwyf1966 wrote...
EA ist eine Firma, die Geld verdienen möchte. Und das machen sie, nach allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Und wer leichtgläubig sein Geld zum Fenster rauswirft, ist selbst Schuld.
Nicht immer heiligt der Zweck auch die Mittel. Natürlich will man Geld verdienen, keine Frage, aber der Punkt ist wie man dies macht. Hier läuft im Moment eindeutig etwas schief. Und hier zum Teil arglosen Käufern die Schuld zuschieben zu wollen und ihnen Vorhaltungen a la "Geld zum Fenster rauswerfen" zu machen, ist schon etwas daneben.
Dem Käufer steht eine gewaltige Marketing und PR Maschinerie gegenüber die unablässig auf ihn einflüstert "kaufen, kaufen, ist toll, kaufen" und zusätzlich wird noch mit zum Teil überzogenen Items gelockt.
Oder soll er den Medien mit ihren angeblich objektiven Tests glauben schenken? Kann er auch nicht in jedem Fall, wie man deutlich bei DA2 erkennen kann. Auffällig ist eben, Medien, die reichlich EA Werbung schalteten, haben DA2 auch weit besser dargestellt, als es eigentlich ist. Sie können auf die Werbeeinnahmen nicht verzichten und das wird weidlich ausgenutzt.
So kommt es eben, das negative Dinge bestenfalls heruntergespielt oder ganz verschwiegen werden. Lügen durch verschweigen, ein Konzept, das uns in der heutigen Gesellschaft leider all zu häufig begegnet.
Nun könnte man ja sagen soll er doch in Foren und so weiter die Meinung anderer dazu lesen. Aber auch das funktioniert nicht immer, wie man hier im Forum deutlich erkennen kann.
Es kann nur eine rein subjektive Meinung herausgelesen werden und was mir gefällt muß dir noch lange nicht zusagen. Und manchen Bug, den ich eher als kritisch ansehen würde, weil er beispielsweise die Story versaut, muß dich noch lange nicht stören.
Oder soll der Käufer auf Bewertungsportale oder Facebook vertrauen? Klappt auch nicht, es ist ein offenes Geheimnis das so manche "Kundenmeinung" aus der Feder eines Angestellten einer PR Agentur stammt und das sich Umfragen, Bewertungen ect. all zu leicht manipulieren lassen.
Um einen objektiven Überblick zu bekommen müßte der Käufer also sehr viel Zeit aufwenden und die Spreu vom Weizen trennen. Nur leider ist es nicht immer erkennbar ob ein Test ein Test ist, eine Bewertung eine Bewertung, eine Meinung auch eine persönliche Meinung. Und Zeit hat man im allgemeinen auch nicht unendlich, da gibt es eben noch so "Störfaktoren" wie Familie, Freunde, Arbeit und so weiter.
So gesehen ist es wohl recht verständlich wenn viele in die Falle tappen und halbgare Produkte kaufen.
Buliwyf1966 wrote...
Das ist heftig hier. Auf der einen Seite wird gemeckert, auf der anderen Seite kann man den nächsten DLC kaum erwarten. Es handelt sich hier um Spiele die zur Unterhaltung dienen. Wer sich von diesen nicht unterhalten fühlt, nimmt eben andere. Und wenn es keine neuen unterhaltenen Spiele gibt, dann spielt man eben die alten, die einen früher unterhalten haben (ich bezweifle daß sie es heute noch tun, wink zu den 10 Lieblingsspielen)
Im Prinzip haben wir es mit einem homogenen Oligopol zu tun, die relativ stabilen Preise bei Neuerscheinungen und Neuverwurstungen sprechen eindeutig dafür. Auch die Verhaltensweisen der entsprechenden Firmen, mangelhafte Qualität der Produkte, eher schlechter Service ect. sprechen dafür.
Man sucht also nach anderen Möglichkeiten Einnahmen zu generieren. und da ist man auf den
Hund ähm DLC gekommen. Einerseits ist derartiger Content nicht unbedingt etwas schlechtes. So kann ein Spiel länger "am Leben" gehalten und problemlos mit neuen interessanten Inhalten gefüllt werden. Damit steigt auch der Wunsch ein Game öfter mal zwischendurch erneut zu spielen, vorausgesetzt die DLC sind qualitativ hochwertig.
Auf der anderen Seite wirkt sich diese Politik aber auch eindeutig als Spaßbremse aus. Ach komm schon Ein Zwei Euro ist doch nicht viel, nur summiert sich das und am Ende hat der Käufer mehr gelatzt als er für ein anständiges AddOn hinlegen würde und hat zudem weit weniger erhalten.
Hinzu kommt, der Käufer wird immer das Gefühl haben, er hat ein unvollständiges Game gekauft. Besonders ärgerlich auch für Sammler. Und wenn Waffen, übermächtige Items oder Rüstungen ins Spiel kommen ist es ganz vorbei. Wo bleibt da noch Unterhaltung, Spaß, durch eigenes Geschick und Denkvermögen ein Ziel zu erreichen, sich etwas zu erspielen? Eindeutig auf der Strecke. Auch nicht Sinn der Sache, schon gar nicht Sinn eines Spiels.
Erfolg nach Kassenlage? Warum nicht gleich eine Tür nach dem Prolog und ein DLC für 10 Euro der die Tür freischaltet und sofort zum Epilog leitet? Sinnlos und spaßtötend ... insbesondere bei Onlinespiele oder mit Multiplayer-Modus.
Natürlich muß man die Inhalte nicht kaufen, aber auch hier greift teilweise was ich bereits eingangs schrieb und eben auch der Wunsch ein "vollständiges" Game zu bekommen.
Das DLC wie z.B. die Aussehenpacks für ME2 sinnlos sind, versteht mancher nicht. Sie haben keinerlei spielerischen Wert, verbessern nichts außer das die Begleiter etwas anderes am Leib haben. Auf solche Dinge kann man verzichten und es ist irgendwo schon dreist es zu verkaufen. Aber es scheint ja zu funktionieren ...
Und ja, ich spiele ganz gerne mal das eine oder andere alte Game und es macht Spaß. Aktuell hab ich über die Dosbox Siedler 2 und Fallout 1 (englisches Original) laufen und ich spiele sie auch heute noch gerne.
Und an dieser Stelle kommt eine weitere Frage auf: Wird dies auch mit DA:O plus DLC in einigen Jahren noch möglich sein? Ein weiterer Haken der DLC Politik ...
Buliwyf1966 wrote...
Die einzigste Macht die man als Konsument hat, ist ... 
Im Prinzip hat der Konsument keine großartige Macht, kauft er dieses oder jenes Produkt nicht wird das entsprechende Studio geschlossen, die Marke für spätere Ausschlachtung eingemottet und das war es schon fast. Der Umsatz geht etwas zurück, aber das läßt sich über die anderen Produkte kompensieren. Ist schon oft genug passiert, Bullfrog, Origin, Westwood, Phenomic sind da nur einige und EA hat es schadlos überstanden.
Das der Kunde König ist, von wegen, es war einmal. Schau dir die beiligende EULA an, das einzige Recht, welches dir zugestanden wird, ist eine Gewährleistung auf den Datenträger, das wars. Weder hat man Anspruch auf Fehlerbeseitigung, noch auf Support, noch auf Qualität oder Funktionalität. Du darfst nur kaufen, friß oder stirb.
Natürlich ist ein Hit weit besser für die Kassen, aber schau mal in die Regale, da steht genug Schund der sich dennoch verkauft. Qualität und Service spielen nur noch eine geringe Rolle solange der Rubel irgendwie rollt.
Deshalb bin ich der Meinung hier sollte sich etwas ändern und der Verbraucherschutz verbessert werden. So das auch gewisse Ansprüche dem Käufer zugestanden werden, wie es in anderen Bereichen schon lange gegeben ist. Nur dann bekommt man auch nicht mehr derart fehlerhafte Produkte, wie eben DA2 und viele andere, aufgedrückt und Qualität und Service spielen auch wieder eine Rolle.
Habe fertig ...
Modifié par Eariel101, 12 avril 2011 - 05:13 .